22.01.2019

15:59 | inforsperber: Eine weitere Grossbanken-Gaunerei

So wie die Credit Suisse in Mosambik, so ist Goldman Sachs in Malaysia in einen Grossbetrug verwickelt.

Selbstverständlich gilt die Unschuldsvermutung! Hehehehe! TB

12:20 | ip: Jauchegrube Raiffeisen: Ganze Spitze war dabei

Heute früh legte die Raiffeisen Schweiz den mit Spannung erwarteten Bericht von Alt-Nationalbanker Bruno Gehrig offen. Dessen 28 Seiten sind explosiv. Die Spitze der Raiffeisen Schweiz war ein Haufen von Hallodri.

Kommentar des Einsenders
Nochmals DANKE, Lukas Hässig, dass Sie diesen Augiasstall ausgemistet haben. Dafür gebührt Ihnen der Nobelpreis!
PS.: Herr Hässig wurde 2018 zum «Wirtschafsjournalisten des Jahres» in der Schweiz gewählt.

08:07 | cash: UBS verfehlt Erwartungen

Die Grossbank UBS (UBSG 13.42 -0.63%) hat im vierten Quartal 2018 die Erwartungen der Börsenexperten verfehlt. Als Gründe nennt sie nicht zuletzt das herausfordernde Umfeld. Im Gesamtjahr hat das Institut aber deutlich mehr verdient als im Vorjahr, das wegen eines grösseren Abschreibers in den USA schwach ausgefallen war. Am verbesserten Ergebnis sollen auch die Aktionäre in Form einer höheren Dividende teilhaben. Für die nächsten Quartale gibt sich die grösste Schweizer Bank angesichts der Unsicherheiten vorsichtig.

20.01.2019

07:59 | gs: Das Glücksspiel um Deutsche Bank und Commerzbank

Deutsche Banken befinden sich schon wieder vor einem gigantischen Umbruch. Der vorangegangene liegt erst gut zehn Jahre zurück, der weiter zurückliegende etwa zwei Jahrzehnte. Wer die Bankengeschichte verfolgt, stößt immer wieder auf eine Mischung aus Missmanagement und Fehlspekulationen, aus unausgegorenen Geschäftsmodellen und einer zur Schau getragenen Arroganz.

19.01.2019

08:14 | eschenbacher: 100000 Euro Staatsgarantie für Bankeinlagen. Wirklich?

Viele Bankguthabenbesitzer glauben, dass ihre Bankguthaben bis zu 100000 Euro je Kunde staatlich garantiert sind. Ich habe nachgeforscht und herausgefunden: Schön wärs, aber das stimmt leider so nicht. Laut gesetzlicher Einlagensicherung sind die anderen Institute über ihre Beiträge zur Einlagensicherung dazu verpflichtet, im Fall der Fälle einzuspringen und mit dem gesammelten Geld Guthaben zu erstatten.

18.01.2019

17:24 | nzz: Der Finanzplatz Zürich wird 2019 wachsen – aber kaum mehr Leute einstellen

Ist Zürich noch eine Bankenstadt? Zahlen von BAK Economics zeigen: Die Versicherungen haben die Banken zwar überholt, doch sind die Zukunftsaussichten für beide Branchen intakt. Eine Überraschung gibt es beim Ausbildungshintergrund der Mitarbeiter.

10:15 | mm: Goldman Sachs und Bank of America verdienen Milliarden

Die US-Investmentbank Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen hat 2018 vor allem von brummenden Geschäften an den Aktienmärkten und niedrigeren Steuern profitiert. Unter dem Strich verdiente die Bank knapp 10 Milliarden US-Dollar (8,8 Mrd Euro) und damit 168 Prozent mehr als das Jahr zuvor.

Cantillon-Effekt in seiner brutalsten Ausprägung! TB

10:07 | ip: Panik bei CS: Springt Iqbal Khan zur Julius Bär?

Romeo und Iqbal: Die Romanze geht in der Credit Suisse um wie ein Lauffeuer. Gemeint ist, dass der neue Kapitän der Privatbank Julius Bär Romeo Lacher schon bald den grossen Hoffnungsträger der CS Iqbal Khan zu sich als CEO der Bär holen könnte.

17.01.2019

17:41 | ip: Banken-Grossfusion in Germany, UBS+CS abseits

In Deutschland bahnt sich die Fusion des Jahres an. Die hohe Politik ist laut Zeitungsberichten daran, einen Schulterschluss der beiden führenden Finanzhäuser Deutsche Bank und Commerzbank zu lancieren.

Ziel die Stärkung des Finanzplatzes Deutschland! Mittels Fusion zweier ertragsschwacher Banken? Illusion, oder? TB

17:52 | dazu passend - f100: Regierung dringt auf Fusion deutscher Groß-Banken - eine Verzweiflungstat! TB

14.01.2019

14:40 | KWN: Greyerz – Expect Terror In 2019 As Bank Bail-Ins Begin In The West

“In 2019 the investment world will start to realize that asset markets don’t grow to heaven as stocks, bonds, and property, start their long journey down which will eventually lead to declines of 75% to 95% in real terms (vs gold). But the major risk is not just investment markets. Just as important is counterparty risk, which too few investors are concerned about.

Letzten Endes ist das counterpart-risk doch eher klein, denn letzten Endes ist der counterpart ja doch immer der Steuerzahler, der dann per Gesetz einschreiten und helfen muss, damit die "Großen" ihre Schäfchen ins Trockene bringen! TB

13.01.2019

16:34 | dc: French Banks Reportedly Begin To CLOSE, NOT ALLOWING WITHDRAWALS Ahead Of Yellow Vest Bank Run

Many believe that for every $100 of deposits, French banks have an average of $3000 of loaned money: a ratio of nearly 30 to one. This means that out of a population of 67.12 million, a bank run of only 2 million citizens could be absolutely catastrophic for France, and by extension the EU. Below is a video which helps explain the “fractional reserve” banking scheme used in France and many other countries:

Und das diesmal ganz ohne Cantona! TB

12.01.2019

08:37 | fuw: Das Duell CS gegen UBS

UBS blickte in der Finanzkrise in den Abgrund. Credit Suisse zeigte sich widerstandsfähig – und sie kam verhältnismässig stark aus der Krise heraus. Doch mit der Übernahme durch CEO Sergio Ermotti und der 2011 eingeleiteten Neuausrichtung auf die Vermögensverwaltung hat die Favoritenrolle schlagartig gewechselt:

10 Jahre Duell und in Kürze Kaffeekränzchen, denn jetzt kommen die Quoten-Frauen (s. Eintrag gestern 09:16)! TB

11.01.2019

09:16 | ip: Chefs fördern Frauen – koste es, was es wolle

Lukas Gähwiler, einst UBS-Spitzenmann, heute vor allem Aushängeschild beim Bankenverband, macht die Frauen zum Banken-Thema 2019. Der Branche biete sich eine „historisch einmalige Chance“, den Frauenanteil zu erhöhen. Vor allem will Gähwiler mehr Frauen im Kader und ganz oben. Er zeigte gestern Zahlen. 7’000 Männer in Vorgesetztenpositionen würden in den nächsten Jahren bei den grössten Banken pensioniert. Sie könnten mit Frauen ersetzt werden.

Was wird der nächste Schritt der Anti-Diskrimminierungsfanatiker sein? Die Förderung von Menschen ohne Abitur/Matura oder Studium? Denn man könnte ja - gleich wie beim Geschlecht - auch sagen, dass Bildung nur ein soziales Konstrukt sei und deshalb auch ein paar "Naturbelassene" in die Managerpositionen gehievt werden müssen.  Weiters freuen wir uns auf den ersten 16jährigen CEO einer Großbank, denn diese Gruppe ist im Management völlig unterrepräsentiert! TB

09:51 |  Der Systemanalytiker
Jetzt ist endlich auch bei mir der Groschen (neumodisch: Cent) gefallen und ich verstehe jetzt, wozu so viele "Naturbelassene" ins Land gekarrt werden. Alles läuft nach Plan ;-)

Die neuen Manager! TB


08:43
 | fuw: Credit Suisse kauft eigene Aktien zurück

Die Credit Suisse (CSGN 11.56 2.08%) hat Details zum angekündigten Aktienrückkauf veröffentlicht. Per kommenden Montag werde eine zweite Handelslinie an der Schweizer Börse SIX eingerichtet, teilte die Grossbank am Freitag mit. Das Aktienrückkaufprogramm läuft ab dann bis spätestens Ende Dezember.

08.01.2019

12:27 | Der Systemanalytiker zum Kommentar von gestern 19:31

Ich möchte kurz auf folgende gestrige Ausführung von Ihnen eingehen, damit wir von den selben Dingen sprechen.
Sie schreiben: "Zum ersten aus der Sparmarge: Die Bank parkt ihr Geld über Nacht bei der EZB für -0,4% und kann es weiterverleihen für etwas über 0%, also kaum Ertrag".
Hier sehe ich das etwas anders, denn die (Geschäfts)Bank verleiht ihr Geld nicht für etwas über 0%, sondern um 2% bis 4% in Form eines Kredites (ich habe noch keine Kreditangebote gesehen, die man als Normalsterblicher mit knapp über 0% Zinssatz erhält). Zusätzlich darf die Geschäftsbank bis zur Hundertfachen Menge Ihres Eigenkapitals Giralgeld in Form von Krediten erzeugen (aus dem sogenannten "Nichts"), also fallen die Einlagekosten bei der Zentralbank mit nominal -0,4% kaum mehr ins Gewicht, weil sich dieser Zinssatz auch um den Faktor Hundert reduziert (eben durch die Hundertfache Menge an Kredit, die aus dem Eigenkapital erzeugt werden darf).
Wir sprechen also von den Kreditkosten einer Geschäftsbank, die sich in der Höhe von -0,004% bewegen (wenn man jetzt nur die Zinsen betrachtet) und diesen Kosten stehen die Einnahmen in Form von Kreditzinsen von 2% bis 4% gegenüber.
Ich finde noch immer, dass das ein gutes Geschäft für die Banken darstellt.
Sollte allerdings, und das ist ein ganz anderes Thema, aber einer der wesentlichsten Punkt bei der FIAT-Geldkonstruktion, die Kreditnachfrage letztlich stagnieren (und das wird sie mit Sicherheit), dann kollabiert dieses FIAT-System, weil es ja bekanntlicherweise ein Ponzi-Schema (Kettenbrief wollte ich nicht schreiben wegen vielleicht verbotenem Wort ;-)) ist und zum Überleben immer neue Kreditnehmer benötigt (warum sonst bekommen wir tagtäglich so viele neue Goldstücke ins Land gekarrt, die man mit neuen Krediten belehnen kann...?)

18:01 | Leser-Kommentar zum Kommentar 12.27 Uhr

Werter Systemanalytiker. So etwas passiert, wenn man (ich) noch schnell etwas kommentieren will, obwohl die Zeit davonläuft. Beim späteren nochmaligen Lesen meines gestrigen Kommentars ("Zum ersten aus der Sparmarge: Die Bank parkt ihr Geld über Nacht bei der EZB für -0,4% und kann es weiterverleihen für etwas über 0%, also kaum Ertrag".) habe ich gemerkt, dass ich da etwas verdreht hatte.
Also versuche ich es nochmal: Der Zins, den die Bank für eine Kreditvergabe errechnet, muss verschiedene Risiken abdecken. Diese verschiedenen Risiken müssen durch den Zins, den die Bank einnimmt, gedeckt sein. Die Bank führt also eine Kalkulation durch. Der "Gesamtzins" setzt sich für die Bank aus drei Komponenten zusammen: der Passiv- oder Sparmarge, der Transformationsmarge und der Kreditmarge.
Früher haben Sie z.B. als Kunde Geld bei Ihrer Bank eingezahlt und bekamen vielleicht einen Tagesgeldsatz von der Bank von 1%. Die Bank konnte das Geld über die Nacht bei der Zentralbank oder im Interbankenmarkt parken und bekam 2%. 1% leicht verdienter, risikoloser Gewinn.
Heute bringen Sie Ihr Geld auf Ihr Tagesgeldkonto und bekommen was dafür? Richtig, nichts. Die Bank parkt es über Nacht (mangels funktionierendem Interbankenmarkt) bei der EZB und muss 0,4% Strafzinsen dafür zahlen! Hier macht sie also heute Verlust.
Dann die Transformationsmarge. Die Bank leiht sich z.B. bei Ihnen als Kunde kurzfristig Geld, vielleicht ein Jahr, und verleiht dieses Geld langfristig. Allein, dass man sich Geld kurzfristig leiht und langfristig verleiht, stellt ein Risiko dar. Versuchen Sie das mal häufiger, und Sie werden das Risiko nachvollziehen können. Wohlgemerkt reden wir hier nicht davon, an wen verliehen wird (das kommt gleich), sondern nur über die Tatsache des kurzfristigen Selberleihens und des langfristigen Verleihens (Fristentransformation. Dieses Risiko war in der Vergangenheit für die Bank kalkulierbar, schließlich ist dies ja eigentlich ihr originäres Geschäft. Sie als Kunde haben vielleicht der Bank für ein Jahr Geld geliehen für damals, sagen wir mal 2%, und die Bank hat es langfristig (30 Jahre) weiterverliehen für 4%, weil ihr Risiko, verursacht allein durch die Fristentransformation, damit überkompensiert werden konnte. Sie verdiente also bei kalkulierbarem Risiko zusätzliche 2%. Heute bekommen Sie als Kunde vielleicht noch 0,5% und die Bank verleiht es z.B. einen Beamten für 0,8% (das Beispiel Beamter deswegen, da dies ein äußerst sicherer Kreditnehmer ist, nicht ausfallgefährdet ist, und somit das Risiko auf die Transformationsmarge weitesgehend beschränkt bleibt und nicht das Schuldnerrisiko mit hinein spielt. Schlechtere Schuldner kommen später. Und das Bsp. mit 0,8% deshalb, weil ich einen Beamten kenne, der einen Hauskredit für diesen Zins beantragt und bewilligt bekommen hatte. Feine Sache, nicht?). Somit verdient die Bank heute mit dieser Marge auch nicht mehr viel (im Bsp. 0,3%).
Jetzt zur Kreditmarge: Früher hat die Bank nach Bonitätsprüfung eines Kunden, z.B. Ihnen, einen Baukredit vergeben, nachdem sichergestellt war, dass Sie noch 20-30% Eigenkapital mitbringen. Dafür mussten Sie beispielsweise 6% Zinsen zahlen, also noch mal 2% mehr, als die Bank allein mit die Transformationsmarge einnahm. Die Bank machte also früher lt. unserem Beispiel folgenden Zinsgewinn: 1% aus der Sparmarge, 2% aus der Transformationsmarge (weil sie langfristig verleiht) und 2% aus der Kreditmarge (weil sie nicht nur an Beamte oder Staaten (Staatsanleihen) verleiht, sondern auch an Sie und mich). Also summasummarum 5% bei kalkulierbar kleinem Risiko.
Heute vergibt die Bank die Kredite auch oder gerade an Kreditnehmer mit schlechterer Bonität, um die nicht oder kaum mehr vorhandenen Gewinne aus den ersten beiden Margen zu kompensieren, soweit möglich. Daher kommen wohl auch die ominösen Kreditangebote über 120% Kreditsumme zustande, das erste Jahr ohne Zinsen und ohne Eigenkapitalpflicht des Kreditnehmers. Und hier sind genau die zum Teil für die Bank hochgefährlichen Kreditnehmer angesiedelt: die Zombieunternehmen. Von denen bekommen die Banken vielleicht 3,5% oder 4%. Und das wars. Macht zusammen: -0,4% Sparmarge (Strafzins), 0,3% Transformationsmarge, und 3,5% Kreditmarge. Macht zusammen 3,4% Gewinn bei extrem erhöhten Risiko.
Nun könnte man meinen: Die Banken sollen sich nicht so anstellen, denn auch wenn sie früher 5% verdient haben und heute 3,4%; das sollte doch heute reichen. Das Problem ist nur, das der Bereich der Kreditmarge von allen Banken auf das exestivste genutzt wird, denn nur dort ist noch Geschäft zu machen.
Aber was passiert, wenn ein Produkt in starkem Maße vermehrt angeboten wird, aber auf eine nahezu starre Nachfrage trifft. Der Preis des Produktes, des Kredits, fällt. Und so wird nach und nach auch diese Marge weiter verringert.
Noch verdienen die Banken ein "paar" Zinsen aus Altverträgen oder früher erworbenen Staatsanleihen, aber das endet bald und dann ist in einem Nullzinsumfeld Essig. Die Kosten der Banken sind einfach, absolut betrachtet, zu hoch. Selbst heute, und die Banken sind ja schon unter Druck, schaffen sie es nicht, wenn ich mich richtig erinnere, 5% Kosteneinsparungen hinzubekommen. Wenn die Erträge der Banken laut Dr. Krall also bis Anfang/Mitte 2020 nahezu Null sind, müssten Sie eigentlich jedes Jahr 15% Kosteneinsparungen vornehmen, um halbwegs über die Runden zu kommen. Das hieße, schnelle Personalentlassungen und keine/kleine Abfindungen. Glaubt das jemand ernsthaft?
Folge: Das Eigenkapital wird aufgefressen. Und wie Sie schon richtig sagten, ist die Kreditvergabefähigkeit der Banken an eine entsprechende Eigenkapitaldecke gebunden. Kein Eigenkapital, keine Kredite. Folge Deflation, denn die Giralgeldmenge ist um ein vielfaches höher als die Zentralbankgeldmenge (ca. 90 zu 10). Man wird natürlich versuchen, dies mit ein paar Verstaatlichungen und Eigenkapitalauffüllungen zu kitten, aber laut Dr. Krall ist die Größenordnung einfach zu riesig. Deshalb fällt zwar 2020 nicht gleich alles zusammen, aber ab dann wird es wohl langsam ernsthaft ungemütlich.
Aber das beste zum Schluss ist: Das alles (diese Entwicklung) wurde über Jahre empirisch nachgewiesen und wird auch heute ständig von Dr. Krall weiter erhoben. Und die Entwicklung liegt voll auf dem von ihm vor 1 1/2 Jahren prognostizierten Weg.
Das ganze Thema ist nicht ganz ohne, aber wer daran ernsthaft interessiert ist und halbwegs kaufmännische Bildung mitbringt, sollte sich unbedingt das Buch von Dr. Krall "Der Draghi Crash" zu Gemüte führen.
Ein Augenöffner, wie ich finde.
Relationen sind bei diesem Thema hier nicht aussagekräftig, da die absoluten Kosten dann die Erträge übersteigen, egal, wieviel Prozent die einzelnen Zinswerte auseinander liegen.
Ich hoffe, heute war es besser verständlich. Sollten Fehler bei meiner Darstellung vorhanden sein, sind diese auf meinem Mist gewachsen und nicht auf die des Autors Dr. Krall.
Ach ja: Die einzelnen Kreditmargen kann man in einem Koordinatensystem darstellen, was zu einer Kurve führ. Da diese Kurve die einzelnen Komponenten/Zinsmargen des Gesamtzinses zeigen, spricht man von einer Zinsstrukturkurve. Heute verläuft diese nahe der x-Achse, früher deutlich darüber.
Zum Schluss, frei nach Greenspan: Sollte mich jemand verstanden haben, habe ich mich wohl nicht kompliziert genug ausgedrückt.


13:27 | Lesre-Zuschrift  zur Ergänzung meines gestrigen Kommentars von 18.01 Uhr als Antwort auf den Systemanalytiker von 12.27 Uhr:

Sie brachten bei Ihrem Kommentar noch die Kreditvergabefähigkeit ins Spiel, die das hundertfachen Menge des Eigenkapitals betragen soll. Das sehe ich prinzipiell genauso. Je nachdem, ob der Mindestreservesatz 1% (oder 10% oder irgendwas dazwischen ist), kommt ein theoretischer Multiplikator von 100 an Kreditvergabefäigkeit heraus. Theoretisch. Doch mit den vergebenen Krediten muss ja was verdient werden: Zinseinnahmen. Und eben die fallen durch die beiden ersten Margen schon mal weg oder führen sogar zum Verlust. Und die dritte Marge wird immer mehr Richtung Null gedrückt (siehe ausführliche Beschreibung von gestern). Laut Dr. Krall läuft die Zinsstrukturkurve nahe an der x-Achse, ist also nahe Null. Die Banken verdienen nichts oder kaum noch etwas, selbst mit der Kreditvergabe nicht. Da es ständige Kosten gibt (Personalkosten und weitere bekannte Positionen), die mit Gewinnen aus Kreditvergaben finanziert werden müssten, kommen die Banken in die Verlustzone. Es wird Eigenkapital aufgezehrt. Und sinkendes Eigenkapital führt zu geringerer Kreditvergabefähigkeit. Folge: Noch mehr Verlust, und so fort.
Die Bankenaufsicht posaunt stolz heraus, dass die Banken heute viel besser kapitalisiert seien als zu Zeiten der Finanzkrise. Das Eigenkapital sei im Verhältnis zu den risikogewichteten Aktiva von 8% auf 12% gestiegen. Aber das ist nur leeres Gerede und Augenwischerei, denn die Banken haben lediglich Ihre Drohverlustrückstellungen (ein Risikopuffer) nach und nach aufgelöst und den damit erzielten Ertrag ins Eigenkapital umgebucht. Die Drohverlustrückstellungen sind somit so gut wie fast vollständig aufgelöst und das Eigenkapital gestiegen. Man hat also lediglich einen Risikopuffer abgebaut, um einen anderen medienwirksam aufzubauen. Linke Tasche, rechte Tasche. Das ganze Blabla ist der reinste Bilanzbetrug. Hinzu kommt noch, dass in den Portfolios der Banken nun auch langsam die Altverträge mit noch guter Verzinsung auslaufen. In Kürze besteht das Kreditportfolio der Banken nur noch aus Krediten aus der Nullzinszeit. Also fallen auch noch diese Erträge weg.
Und ab spätestens 2020 zehren lt. Dr. Krall die Verluste der Banken dann direkt am Eigenkapital. Wie im heutigen Interview mit Dr. Krall zu lesen war, liegen die regelmäßig erhobenen Daten alle im beschriebenen Szenario.
Die Frage wird sein, wie man dann 2020 von offizieller Seite reagieren wird. Vielleicht muss ja der ESM mit Banklizenz das Eigenkapital der Banken direkt mit einer oder 1,5 Billionen finanzieren, obwohl der ESM ja eigentlich zur Staatenrettung gegründet wurde. Aber was stört schon das Geschwätz von gestern. Wir werden sehen. Venezulanische Verhältnisse scheinen vorprogrammiert, wie immer im Sozialismus.

07.01.2019

10:56 | ip: UBS-Ermotti ohne Plan, Leute, Idee – nur Bonus

Sergio Ermotti wird wütend, wenn man ihn kritisiert. Dann staucht er einen öffentlich zusammen, braust auf, haut auf den Putz. Ticino-Temperament. Problematischer ist sein Leistungsausweis und die Zukunft. Beides wirkt schwach, düster, trostlos.

Nervosität in den Großbanken! Nur aus einer hört man nichts - die Deutsche, obwohl dort ja die ..... am Dampfen ist! TB


12:13 | Leser-Kommentar  zum Kommentar Systemanalytiker von gestern

Zitat: "Bei einem Aufschlag von 2.000 % ... herrschen schlaraffenlandähnliche Zustände."
Davon kann man sicher nicht ausgehen. Wenn den Banken die Einnahmen in absoluter Größe fehlen, um die laufenden Kosten zu decken und einen wenn auch noch so kleinen Gewinn zu erwirtschaften, helfen einem auch die schönsten Relationen nicht weiter. Beispiel: Wenn ich EUR 2.000,00 verdiene, dann plötzlich EUR 8.000,00 bekomme (Aufschlag 300%), aber lfd. Kosten von EUR 10.000,00 habe, bin ich trotzdem landunter.
Verdiene ich EUR 8.000,00 und bekomme dann EUR 12.000,00 (Aufschlag 50%), wird die Sache bei Kosten von EUR 10.000,00 wieder rund. Bei einer Zinsstrukturkurve von nahezu Null Prozent (siehe Dr. Markus Krall) sind die Banken in Kürze existenzgefährdet. Oder sollte ich Ihren Kommentar falsch verstanden haben?

16:49 | Der Systemanalytiker antwortet dem Kommentator
In meiner kurzen Mittagspause wage ich noch einen kleinen Versuch zu diesem Thema. Die Einnahmen einer Bank sind vor allem die Sollzinsen (2% - 4%) (nebst Vergebührungen von Verträgen usw.), die Ausgaben die Habenzinsen (nahe 0%) (nebst Peronal- und Objektkosten des Standortes). Wenn nun die "Zinsstrukturkurve" (was ist das eigentlich genau? Soll- oder Habenzinsen? Und die Bezeichnung "Strukturkurve"?) gegen 0% geht, so gehen die Sollzinsen nicht gegen 0%, sondern der Spread zwischen Soll- und Habenzinsen geht prozentual betrachtet(!) weiter auf (da die Sollzinsen für Normalsterbliche nicht gegen 0% gehen). Die Bank verdient also noch immer nicht "schlecht...". So in etwa hätte ich meine Ausführungen gestern gemeint ;-)

19:31 | Leser-Kommentar zum Systemanalytiker:
Ich geb´s jetzt mal so wider, wie ich es gelernt habe: Die Einnahmen einer Bank bestehen zu ca. 80% aus Zinsmargen (also Differenzen zw. eingenommenem und verliehenen Geld) und nur zu 20% aus Gebühren. Die Zinsmargen ergeben sich zunächst aus den möglichen Zinseinnahmen. Die Höhe der Zinsen, die eine Bank erwirtschaften kann, macht die Zinsstrukturkurve deutlich, d.h. wie setzt sich der Zins, den die Bank erwirtschaftet, zusammen (also aus welchen Komponenten). Zum ersten aus der Sparmarge: Die Bank parkt ihr Geld über Nacht bei der EZB für -0,4% und kann es weiterverleihen für etwas über 0%, also kaum Ertrag. Dann gibt es noch die Transformationsmarge, da die Bank kurzfristiges Geld langfristig verleihen kann. Für dieses unter normalen Umständen berechnenbare Risiko bekommt sie zur Zeit auch kaum noch etwas, also ebenfalls kaum Gewinn. Zuletzt gibt es noch den Kreditzins, also die Risikoeinpreisung, den ein Kreditnehmer darstellt. Dies ist noch der einzige Bereich, in dem Banken Gewinn machen können. Hohes Risiko eines Kreditnehmers, hoher Zins. Da dies aber alle Banken nur noch in diesem Kreditmarkt machen können, steigt das Angebot von Krediten und trifft auf eine starre Nachfrage. Folge: Auch hier fallen die Preise, also der Zins. Und so bricht den Banken auch der letzte Bereich weg.

06.01.2019

13:12 | voltairenet: Rothschild und Goldman Sachs praktizieren Betrug und Geldwäsche in Malaysia und anderswo

Es fehlen dem malaysischen Staatsfonds eine (1) Milliarde Dollar; ein Fehler der Goldman Sachs und Rothschild Banken. Wenn es sich um kleinere Banken gehandelt hätte, wären ihre Chefs schon im Gefängnis. Aber diese tun es regelmäßig und bieten uns ihre Entschuldigung an.

09:41 | gs: Jetzt kommt die Bankenkrise

Von noch keiner offiziellen Seite vorhergesagt und dennoch so sicher wie kaum ein anderes Ereignis rund um den schnöden Mammon: Uns erwartet eine europäische Bankenkrise, von der wir nur wissen, dass sie in absehbarer Zeit kommen wird. Ob in einigen Monaten oder bereits in einer Woche - niemand kann es genau vorhersagen. In welchem Umfang sie Eigendynamik entwickeln und außer Banken auch andere Branchen in die Tiefe reißen wird, bleibt vorerst im Dunkeln.

Der Systemanalytiker
In diesem eher schwachen Artikel wird wiederum, wie schon unzählige Male in der Vergangenheit, vor den Bankenproblemen gewarnt, was ja nichts Neues ist. Doch ein Satz hat mich zu einem Denkanstoß angeregt, und zwar folgender: Die Differenz zwischen Soll- und Habenzinsen ist die tragende Säule des Bankenwesens, soweit, so gut. Doch daraus die Bankenschieflage, wie im Anschluss behauptet wird, ableiten zu wollen, hat mich dann doch sehr verwundert, weil das schlicht und ergreifend einfach falsch ist. Gab es beispielsweise Anfang der 90er Jahren in Österreich Sollzinsen um die 10% und Habenzinsen um die 5%, so entspricht die Differenz einem Faktor 2:1 oder anders ausgedrückt, einen Aufschlag von 100% der Habenzinsen auf die Sollzinsen. Heute aber hat man in etwa 2% bis 4% Sollzinsen (bei entsprechender Besicherung) und Habenzinsen von etwa 0,01% bis 0,1% bei täglich fälligen Einlagen. Dies entspricht nun nach Adam Riese im besten Fall " nur" einem Aufschlag von 2000% (!) gegenüber den nur 100% Anfang der 90er. Wo erkennen die Meister ihres Faches in diesem Artikel eine ernste Bedrohung für das Bankenwesen? Für mich sind das eher schlaraffenlandähnliche Zustände, in denen sich die Banken derzeit befinden, die zur Folge haben, dass uns auch noch den Rest unserer Leistung herausgequetscht wird.

Dazu passend - tichy: Ausblick 2019: Steigen die Zinsen? Krachen die Banken? TB

10:41 | Leser-Kommentar zum Systemanalytiker
Der Systemanalytiker hat numerisch Recht, wenn er angibt, dass die Banken mit einem "Aufschlag" von 2000 Prozent agieren. Bekanntermaßen werden Haben-Zinsen ausbezahlt, und SOLL-Zinsen eingenommen. Die DIFFERENZ, abzüglich aller Kosten (Bürokratie, etc.) bleibt im Bankwesen hängen. Hier nun meine Kritikpunkte: Der Begriff AUFSCHLAG scheint mir hier aus obigen Gegebenheiten erstens unangebracht, und zweitens: Ergibt/ergäbe 20mal (praktisch) 0 immer noch ziemlich genau: NULL.

11:04 | Der Systemanalytiker zum Kommentator darüber
Wegen der fühen morgendlichen Stunde habe ich mich da wohl etwas unscharf ausgedrückt und als "Aufschlag" auf die Habenzinsen hätte ich eigentlich den Multiplikator gemeint, den man anwenden muss, um auf den Sollzinsenwert zu kommen. Sinkt der Habenzins auf 0% herunter (so hätten Sie das wohl gemeint, falls ich es richtig interpretiert habe), so ergibt sich mathematisch betrachtet sogar ein "unendlicher" Aufschlag auf den Habenzins, den man anwenden müsste, um auf den Sollzins (in der mathematischen Grenzwertbetrachtung) zu gelangen (und nicht ein "Null- Aufschlag"). Eigentlich wollte ich es heute am Feiertag etwas unkomplizierter angehen, aber dennoch herzlichen Dank für Ihre nette Stellungnahme.

04.01.2019

09:34 | WiWo: Der Deutschen Bank droht jetzt Ungemach aus den USA

Zeitenwende in Washington. Zwei mächtige US-Demokraten wollen sich Trumps Geschäftsbeziehungen genauer anschauen. Dabei werden sie sich auch die Deutsche Bank vorknöpfen.

Wenn der "Kunde Trump" das schlimmste ist, was die 'Deutsche auf den Büchern hat, und es sonst nichts Untersuchungswürdiges gibt, dann wär' die Welt doch in Ordnung! TB


09:17
 | zero-h: Stocks Slide After FDIC Reassures That Banks Are "Superbly Capitalized"

Curious what just pushed stocks back to session lows? It may have been yet another unexpected report by Reuters according to which top US Banking regulator, the Federal Deposit Insurance Corporation, said it had "no concerns" that volatility in the equities and futures markets posed a threat to the banking system, telling Reuters the country's lenders have plenty of capital to weather further market swings.

Wenn eine Bankenaufsicht meint, in der Bankenwelt sei alles in Ordnung und die Invesotren dies durchschauen - dann krachts. Propaganda verstärkt das Mißtrauen. Lassen sich die Bürger ansonsten vom Staat und seinen Sub-Organisationen belügen und betrügen, dass die Tür' nicht zugeht, aber sobald die Menschen "skin in the game" (in diesem Falle Investments) haben, werden sie mißtrauisch und reagieren! TB

03.01.2019

12:03 | rt: EZB stellt italienische Banca Carige unter Zwangsverwaltung

Die Europäische Zentralbank (EZB) schaltet sich beim italienischen Geldhaus Banca Carige ein. Drei Übergangsverwalter und ein Überwachungskomitee übernehmen die Regie bei dem Institut und ersetzen den bisherigen Verwaltungsrat, wie die EZB am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Die Entscheidung sei notwendig gewesen, da die Mehrheit des Verwaltungsrats zurückgetreten sei.
... Die Banca Carige mit Sitz in Genua hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass Vorstandschef Fabio Innocenzi und eine Reihe weiterer Top-Manager ihren Rücktritt eingereicht hatten.

Es gibt G'schichten, die schreibt nur das Leben. Ein CEO einer prekären italienischen Bank namens Fabio Innocenzi! Für die Nicht-Lateiner unter Euch:
Fabio = der Edle, aber auch der Bohnenzüchter - aber es wird noch besser
Innocenzi = leitet sich von innocentes = unschuldig ab!
Nicht einmal Stephen King könnte einen besseren Namen für einen italienischen Banker (der von der UBS gekommen ist) ersinnen! TB

02.01.2019

09:58 | capital: Neue Finanzwelt 2018: Zwischen Kryptocrash und Challenger-Banken

Wahlweise findet man für einen Jahresrückblick über den deutschen Finanzsektor gute und schlechte Nachrichten. Unbestritten ist, dass 2018 für große börsennotierte Banken kein einfaches Jahr war. Schaut man auf die Marktwerte von Deutscher Bank oder Commerzbank, dann stehen sie so schlecht da wie zu Zeiten der Finanzkrise. Mit Blick auf die deutlich freundlichere Lage spanischer, französischer, schweizerischer oder gar der US-Banken taugen die üblichen Erklärungen Niedrigzinsphase, Regulierung und nun auch schwächelnde Konjunktur nicht besonders für die Ursachenforschung.