17.09.2026

19:05 | Der Bondaffe: Immobilienfonds - jetzt geht die Post so richtig ab - Mittelabflußkatastrophe in vollem Gang

Jetzt kracht es so richtig bei den offenen Immobilienfonds, aber das sind noch Verstärkungstendenzen eines "schauerlichen Trends des Mittelabflüsse", deren Höhepunkt noch gar nicht erreicht ist.

Wie liest sich das? Nun, es verschiedene öffentlich präsentierte Schreckensnachrichten, die sich gegenseitig verstärken.

Schreckensnachricht #1: Fondspreisabwertungen
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/dws-wert-immobilienfonds-frankfurt-li.3543500
"Die Krise der offenen Immobilienfonds verschärft sich: Zuletzt hat die Deutsche-Bank-Tochter DWS ihre drei Fonds deutlich abgewertet. Und es könnte noch weitere Anpassungen geben."

Schreckensnachricht #2: Beginn einer allgemeinen Abwertungsspirale beginnend bei den großen Gesellschaften
https://finanz-szene.de/banking/dws-beginnt-mit-abwertung-von-immofonds-warum-sind-bei-ihr-die-probleme-so-gross/
Die DWS hat nach zweijähriger Unterbrechung mit der neuerlichen Abwertung ihrer drei offenen Immobilienfonds begonnen. Schon im August berichtete Finanz-Szene, dass der „Grundbesitz Global“, der „Grundbesitz Europa“ und der „Fokus Deutschland“ an den Börsen mit ungewöhnlich hohen Abschlägen auf den Nettoinventarwert (NAV) gehandelt werden – also auf den offiziell von der Fondsgesellschaft festgesetzten Preis."

Schreckensnachrichten #3: Strafgebühren in Verbindung mit weiteren Rücknahmebeschränkungen und NOTFALLoperationen
https://www.manager-magazin.de/finanzen/immobilien-fonds-dws-denkt-ueber-straf-zahlungen-fuer-verkaeufer-offener-immobilienfonds-nach-a-3b6b0251-1665-430e-915c-ffb84062b841
"DWS sondiert Notfalloptionen für offene Immobilienfonds. Die Krise der Immobilienfonds hat nun auch die DWS um CEO Stefan Hoops voll erfasst. Nach Informationen des manager magazins erwägt man im Deutsche-Bank-Konzern, Fondsbesitzer mit Strafgebühren und Rücknahmebeschränkungen vom Verkauf abzuhalten."

Schreckensnachricht #4: Totalverlust
https://www.boerse-online.de/nachrichten/geldundvorsorge/50000-anleger-betroffen-insolvenz-chaos-und-ungewissheit-bei-deutschen-immobilienfonds-20408366.html
"50.000 Anleger betroffen: Insolvenz, Chaos und Ungewissheit bei deutschen Immobilienfonds. Insgesamt kauften rund 50.000 Investoren mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro die 24 Publikumsfonds. Doch niemandem dürfte beim Kauf klar gewesen sein, was folgen würde. Was ist beim DF Deutsche Finance Investment Fund 17 – Club Deal Boston II passiert? Die Geschäftsführung hat einen Insolvenztatbestand festgestellt. Für die Anleger besteht das Risiko eines Totalverlusts."

Schreckensnachricht #5: Notverkäufe von Immobilien im Fonds
https://www.boersianer.at/artikel/immofonds-erst-gas-geben-dann-abbremsen
"Verkäufe aus der Not. Die Folge sind Verkäufe in großem Stil. Das drückt nicht nur auf die Performance treuer Anleger, sondern hat einschneidende Konsequenzen für den angespannten Wohn-Immobilienmarkt. Früher waren die Fonds namhafte Investoren in den großvolumigen Wohnbau, heute stehen sie notgedrungen auf der Verkäuferseite."

Schreckensnachricht #6 und #7: Liquiditätsrisiko des Fonds: Keine nenneswerten Zuflüsse in den Fonds. Sichere Ertragsalternative Sparuch.
https://www.boersianer.at/artikel/immofonds-erst-gas-geben-dann-abbremsen
"Der Absatz neuer Fondsanteile kommt dagegen praktisch zum Erliegen. Schließlich lieben österreichische Privatanleger nichts mehr als Liquidität, und hier bieten gute Sparbücher inzwischen vergleichbare Erträge. Hier wird eindeutig zu spät und zu stark auf die Bremse getreten."

Schreckensnachricht #8: genereller Vertrauensverlust in Immobilieninvestment, da verschiedene deutsche Krankenkassen hunderte Millionen EURO in dieser Anlageklasse versenkt haben.
https://www.boerse-express.com/news/articles/krankenkassen-krise-11-milliarden-euro-in-immobilienfonds-verloren-946667
"Krankenkassen-Krise: 1,1 Milliarden Euro in Immobilienfonds verloren. Die Bundesregierung hat bestätigt: Bei mindestens 12 bundesunmittelbaren Krankenkassen gelten Immobilienanlagen im Nominalwert von 1,1 Milliarden Euro als leistungsgestört, bis Ende 2025 wurden rund 400 Millionen Euro wertberichtigt."

Schreckensnachricht #9: Immobilieninvestments im Ausland
https://joinmares.com/artikel/velora-immobilien-28-mio-us-dollar-drohen-zwangsversteigerung
"Diese Überlegungen der DWS erfolgen vor dem Hintergrund einer angespannten Lage am Immobilienmarkt. Insbesondere die USA sind betroffen, wo steigende Finanzierungskosten und einzelne Kreditprobleme Projektentwickler und Fondsbetreiber belasten."

Schreckensnachricht #10: Verluste über Zweitrundeneffekte für Versicherte beispielsweise bei Versorungskassen
https://www.focus.de/finanzen/bayerische-versorgungskammer-macht-853-millionen-euro-verlust-bei-us-immobilien-700-millionen-dollar-eingefroren-jetzt-klagt-die-deutsche-finance_4396c291-e070-498f-8995-4943fa3958a6.html
"Fondsmanager verklagt Versorgungskammer. Immo-Skandal in Bayern: 853 Millionen Verlust mit US-Anlagen"

Schreckensnachricht #11: negative Massenpsychologie
https://www.finanztip.de/investmentfonds/immobilienfonds/
"Finanztip rät davon ab, in offene Immobilienfonds zu investieren."

Schreckensnachricht #12: Aussetzung der Rücknahme von Anteilen
https://www.fundresearch.de/immobilienfonds/immobilienfondskrise-immer-schlimmer.php
"Auch der Habona Nahversorgungsfonds Deutschland hat die Ausgabe und Rücknahme seiner Anteile zum 30. Juni 2026 um 12 Uhr ausgesetzt. Grund dafür ist nach Angaben der Kapitalverwaltungsgesellschaft, dass die verfügbaren liquiden Mittel derzeit nicht ausreichen, um sowohl fällige Anteilrückgaben zu bedienen als auch die laufende Bewirtschaftung des Immobilienportfolios sicherzustellen."

Schreckensnachricht #13: Stellenabbau bei den Immobilienfondsgesellschaften
https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/immobilien-union-invest-real-estate-baut-um-und-stellen-ab/100250920.html
"Union Invest Real Estate baut um – und Stellen ab. Der Hamburger Immobilienfondsmanager stellt sich neu auf, dabei fallen Arbeitsplätze weg. Das Unternehmen will in Zukunft auf Mieterträge statt Bewertungsaufschläge setzen."
Das ist nicht schwer zu beurteilen, den Immobilienfondsgesellschaften brechen die Erträge weg. Es muß in der Gesellschaft gespart werden durch Stellenabbau.

Die üblichen Beschränkungen mit der verlängerten Haltefrist sind eh keine Schreckensnachrichten mehr. Was steigende Zinsen in einem aus einer Niedrigzinsphase hervorkommenden Immobilienfonds anrichten werden, habe ich schon öfters beschrieben.

Auf der anderen Seite sieht es mit der Kursentwicklung von Aktiengesellschaften (auch aufgrund von Enteignungsphantasien) wie Deutschlands größtem Wohnimmobilienkonzern "Vonovia" nicht gut aus. Mit 17,93 EUR für eine Vonovia-Aktie ist bald das Allzeittief bei etwa 15,00 EUR erreicht.
https://www.finanzen.net/aktien/vonovia-aktie
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/im-abwaertssog-vonovia-aktie-faellt-auf-tiefsten-stand-seit-drei-jahren-zinsanstieg-setzt-kurs-zu-00-15911622

Mit Blick auf unseren vor mir schlafenden Hund fällt mir ein, daß man in punkto Immobilien vielleicht in Hundehütten investieren sollte. Das wäre ein scheinbar sichere Immobilienanlage. Hundehütten gibts im Baumarkt, aber man sollte möglicherweise schnell investieren. Kann sein, daß der Baumarkt nebenan wegen Räumungsverkauf auch bald zumacht. Dann steht wiedere eine Baumarkt-Immobilie leer und wir wollen nicht wissen, wem diese Immobilie gehört bzw. wer sie im Bestand seines Immobilienportfolios hat.
https://www.merkur.de/wirtschaft/insolvenz-zwei-baumarkt-ketten-raeumungsverkauf-111-filialen-viele-standorte-schliessen-zr-94496567.html

16.09.2026

11:43 | UCN:  Brüssel greift nach deinem Eigentum: Nach Airbnb soll jetzt auch die Nutzung der Zweitwohnung reguliert werden

Die Europäische Union reguliert längst nicht mehr nur Handel, Wettbewerb oder Außengrenzen. Energieverbrauch, Autos, Gebäude, digitale Dienste und zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens werden zunehmend durch europäische Vorgaben geprägt. Nun rückt ein Bereich stärker ins Blickfeld, der für viele Menschen zum Kern ihrer persönlichen Freiheit gehört: die eigene Wohnung – und insbesondere die Frage, was Eigentümer mit einer Zweitwohnung machen dürfen.

Am 9. September hat die EU-Kommission ihren Vorschlag für den sogenannten „Affordable Housing Act“ vorgelegt. Offiziell soll damit die Wohnungskrise bekämpft werden. Die Kommission verweist auf stark gestiegene Immobilienpreise und Mieten sowie darauf, dass vor allem in Großstädten und Tourismusregionen immer weniger bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht.

Europa hat einen Wohnungsmangel. Also schaut man jetzt genauer auf jene, die Wohnungen haben. Angebotspolitik ala EU. JE

11.09.2026

18:09 |  Der Bondaffe:Das hat Potential. Von der absoluten Zahl her warten die Schweizer Staatsanleihen mit dem global niedrigsten Renditeniveaus auf.

Das sagt die KI-Abfrage: "Die Schweiz weist weltweit die niedrigsten Renditen für Staatsanleihen auf. Aufgrund der enormen wirtschaftlichen Stabilität, der traditionellen Rolle des Schweizer Frankens als „sicherer Hafen“ und einer im globalen Vergleich sehr geringen Inflation verlangen Investoren hier die geringste Risikoprämie. Während die Renditen weltweit in den letzten Jahren durch Inflationssorgen und geldpolitische Straffungen deutlich gestiegen sind, liegen die Renditen für 10-jährige Schweizer Eidgenossen derzeit bei nur rund 0,5 %.

Die Länder mit den niedrigsten Renditen im Überblick (Beispielhafte Werte für 10-jährige Staatsanleihen im aktuellen Marktumfeld): 1. Schweiz: ca. 0,51 % – Unangefochten der global niedrigste Wert. 2. China: ca. 1,67 % – Die Renditen sind hier aufgrund einer schwachen Inlandsnachfrage und massiver Käufe durch heimische Banken auf historische Tiefstände gefallen. 3. Japan: ca. 2,8 % – Lange Zeit gab es hier Negativzinsen. Da die Bank of Japan jedoch ihre Geldpolitik schrittweise normalisiert, sind die Renditen inzwischen spürbar angestiegen."

Das läßt sich bestätigen: https://www.investing.com/rates-bonds/switzerland-10-year-bond-yield

In der BRD sind es 3,5% Rendite für 10jährige BRD-Anleihen. Aber in der Schweiz nur 0,54% Rendite. Macht knapp 3% Unterschied. Wenn sich das angleicht, haben die Schweizer die A....karte in einem steigenden Zinsumfeld. Und dann noch die Währung CHF. Die läßt auch schon Federn gegenüber EUR und USD. Noch sind es ein paar wenige.

https://www.finanzen.net/devisen/schweizer_franken-euro-kurs 

https://www.finanzen.net/devisen/schweizer_franken-us_dollar-kurs

Wenn die Zinsen und Renditen weltweit ansteigen, wird es interessante Schweiz-Effekte geben. Primär vom Renditeanstieg selbst, unterstützt von Turbulenzen auf den Märkten der bekannten Carry Trades. Eine Auflösung der Carry-Trades sollte für weitere globale Zins- und Renditeanstiege gut sein.

 

11:35 | slaynews: Nike aus dem S&P 100 ausgeschlossen, nachdem die Aktie um fast 80 % vom Höchststand eingebrochen war.

Nike, der Sportartikelriese, der jahrelang Konservative verärgerte, indem er Colin Kaepernick unterstützte und linksextreme Politik in seine Marke einfließen ließ, wurde nach einem spektakulären Einbruch seines Marktwerts aus dem S&P 100 ausgeschlossen. S&P Dow Jones Indices gab am Freitag bekannt, dass Nike Inc. im Rahmen der regulären vierteljährlichen Neugewichtung vor Handelsbeginn am 21. September aus dem Blue-Chip-Index entfernt wird.

Das Unternehmen wird zwar im breiter gefassten S&P 500 verbleiben, doch die Herabstufung stellt einen weiteren schweren Schlag für eine einst dominante amerikanische Marke dar, deren Aktien seit ihrem Höchststand im November 2021 um rund 76 bis 79 Prozent gefallen sind.

Bloom Energy, Illumina und Everpure werden in den S&P 500 aufgenommen; weitere Unternehmen in den S&P 100, S&P MidCap 400 und S&P SmallCap 600.

S&P Dow Jones Indices wird die folgenden Änderungen an den Indizes S&P 500, S&P 100, S&P MidCap 400 und S&P SmallCap 600 mit Wirkung vor Handelsbeginn am Montag, dem 21. September 2026, vornehmen, um mit der vierteljährlichen Neugewichtung zusammenzufallen. Die Änderungen gewährleisten, dass jeder Index seine Marktkapitalisierungsspanne besser repräsentiert. Die aus dem S&P SmallCap 600 entfernten Unternehmen sind nicht mehr repräsentativ für den Markt der kleinen Unternehmen.

Nike hat jahrelang diktiert, wer seine Schuhe verkaufen darf. Jetzt diktiert der Markt, wer im S&P 100 bleiben darf. Rollenwechsel können sehr unangenehm sein. JE

10.09.2026

13:54 | Der Bondaffe: Warum Geld mit 30jährigen deutschen Bundesanleihen (Deutschland,
Bundesrepublik-Anleihe: 1,250% bis 15.08.2048) verlieren

https://www.finanzen.net/anleihen/110243-deutschland-bundesrepublik-anleihe

wenn es mit 100jährigen Österreich-Anleihen (Österreich-Anleihe: 0,850% bis 30.06.2120) noch viel besser, schneller und nachhaltiger geht.

https://www.finanzen.net/anleihen/a28y97-oesterreich-anleihe

Und der "richtige" massive Zins- bzw. Renditeanstieg am Rentenmarkt kommt erst noch. Dann gehen die die Kurse dieser Papiere noch weiter in den Keller. Wer diese Papiere wohl im Bestand hat?

06.09.2026

08:33 | fmw: Aktienmärkte vor dem Absturz? Was die Renditen wirklich verraten

Die stark gestiegenen Anleiherenditen schüren neue Sorgen vor einem Absturz der Aktienmärkte. Doch nach Einschätzung von Bravos Research ist nicht allein die Höhe der Renditen ausschlaggebend. Viel wichtiger ist, warum sie steigen – und genau dieser Unterschied könnte darüber entscheiden, ob der S&P 500 vor einem deutlichen Rückschlag oder einer Fortsetzung der Rallye steht.

Ich sag nur Buffet-IndiKator:
Börsenwert aller US-Aktien geteilt durch das nominale US-BIP – je höher die Zahl, desto weiter entfernt sich Wall Street von der realen Wirtschaft und desto größer wird die Bewertungsblase.
Aktuell rund 241 %: Das ist historisch absurd hoch und sagt vor allem eines: Die Kurse schweben weit über der Wirtschaftsleistung – ned unbedingt a Crash-Signal, aber ein ziemlich lauter Warnschuss gegen die moderne Illusion, dass Bewertungen  keine Rolle mehr spielen. TB

16:06 | Leser Kommentar
nach dem Buffett Indikator sind die US Aktienmärkte um 141% überbewertet. Aber das ist nicht so. Der Grund ist, dass Unternehmen wie z.B. Nvidia aus jedem Dollar Umsatz 70 Cent Gewinn machen und früher haben viele Unternehmen nur 5 - 10% Gewinn aus einem Dollar Umsaz gemacht. Dadurch rechtfertigt sich eine viel höhere Bewertung der Aktien und Nvidia ist kein Einzelfall auch Apple usw. machen sehr viel Gewinn aus jedem Dollar Umsatz. Hinzu kommt, dass das US BIP als Referenz herangezogen wird. Die Big Techs, McDonalds, Coca Cola, Boeing usw. verkaufen ihre Produkte und Dienstleistungen jedoch weltweit so dass man hier eher das Welt-BIP heranziehen müsste. Der US Aktienmarkt ist sicher überbwertet. Das sieht man an Kennzahlen wie KGV des S&P 500 aber nur um ca. 30% und nicht um 141%

17:15 | Leser Kommentar von 16:06
Wenn ich das so lese, hört es sich an, als wäre alles tipitopi in Ordnung!

1+1=3 bleibt "1" Rest
"1" Rest läßt sich durch Charttechnik und Deep dive BWL mit "Schönenamen-Indikatoren" locker glaubhaft erklären und wenn's die Bude wieder mal zerreißt, wie 2000 und 2008, war's eine Verkettung von unvorhersehbaren, unglücklichen Umstände.
Die Zocker EZB, IWF, Wallstreetbanken, Gurus, etc. versuchen uns nur zu erklären, dass sie daran arbeiten, Scheiße zu Butter zu machen.
Die Konsistenz ist schon stimmig, an Farbe und Geschmack wird seit 100 Jahren gearbeitet.
Verluste treffen sie ja nicht.

05.09.2026

09:01 | fmw: Trump, Bessent: Erst Arbeitsmarktdaten faken, danach Märkte manipulieren! Marktgeflüster

Heute viel besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten – gut für Trump so kurz vor den Zwischenwahlen. Aber da gibt es ein Problem bei guten Arbeitsmarktdaten: die Kapitalmarkt-Zinsen steigen, ebenso der Dollar (vor allem zum Yen) – also gab es kurze Zeit nach Veröffentlichung der US-Daten eine Intervention zugunsten des Yen – ergo fiel Dollar-Yen nach zunächst deutlichem Anstieg wieder stark zurück. Dollar-Yen aber ist auch wichtig für die Anleiherenditen der USA – daher laufen beide Märkte meist parallel. Fällt Dollar-Yen, fällt auch die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe – und so kam es dann auch. Mit anderen Worten: das trägt die Handschrift von US-Finanzminister Bessent, der zuletzt sowohl den Yen als auch die Renditen für Staatsanleihen manipuliert hatte. Und die US-Arbeitsmarkdaten selbst? Verdächtig gut.

Ich möchte ja nicht wie Halvar aus Flaake klingen, aber exakt dieselben Worte sind mir gestern Nachmittag beim Vernehmen der Arbeitsmarktdaten in den Sinn gekommen, kein Witz. TB

04.09.2026

08:24 | f100:  Big-Short-Investor warnt: Palantir könnte brutal abstürzen

Michael Burry hält bei Palantir einen Bewertungssturz von mehr als 75 Prozent für möglich. Besonders offene Rechnungen und das Geschäftsmodell machen ihn misstrauisch.

Palantir war ma immer scho suspekt: eine Firma, deren besondere Leistung darin besteht, Staaten dabei zu helfen, möglichst viel über möglichst vielealle Menschen zu wissen. Umso verdächtiger, dass Sebastian Kurz nach seinem Amtsverlsutt ausgerechnet bei Peter Thiels Investmentfirma Thiel Capital als „Global Strategist“ landete – eine direkte Palantir-Beteiligung ist ja nicht belegt

Aber dazu passend kurz das Kurz-Modell
1. zerst sitzt man an der Spitze des Staates,
2. danach berät man das Umfeld jener Datenindustrie, deren bester Kunde ausgerechnet der Staat ist.
3. die Kurz-Speichel-leckenden Medien bewundern ihn für sein Unternehmer- und seinen Reichtum - was für eine Peinlichkeit. 
Und natürlich ist das alles vollkommen legal – aber zwischen Bürger, Politik und Überwachungskapitalismus entsteht dabei a Drehtiarl, bei dem einem schon vom Zuschauen schwindlig wird.

Michael Burry sollte nicht nur Palantirs Bewertung hinterfragen, sondern auch einmal "das Politische" dieser Aktie studieren. TB

13:31 | Leser-Kommentare
(1) Die Eule: Palantir wurde auf Grund der raffinierten Technologie zu einer Säule der Staaten. Der Macht dieser Säule wird von denen sehr viel Vertrauen entgegengebracht. Würde diese Säule aber stürzen, würden auch die stürzen, die auf sie vertrauen. Um dies zu vermeiden, wurde die Palantirsäule mit anderen stützenden Säulen umgeben, die helfen, ihren Absturz zu vermeiden.

(2) Na schön, Palantir schmiert ab. Und dann?
Verschwinden dann diese klandestinen, totalitären Strukturen?
Die werden dann lediglich zum Schrottpreis von ähnlichen Kreaturen übernommen
und weiterhin betrieben.

01.09.2026

12:57 | investing: Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen

Der Bondaffe
Endzeit im Katastrophenmodus: Rendite für die 10jährigen deutsche Bundesanleihe mit Höchststand bei 3,36% und Rendite für die 10jährige japanische Staatsanleihe hat neuen Höchststand bei 3,0% erreicht. Mehr sog i ned.