12.10.2026

15:19 | ZH: „Flacher Po. Keine Freunde. Schlechter Vater.“: Amazons gruselige „Über dich“-Dossiers gehen viral

Amazons „Über Sie“-Seite, auf der Eigenschaften aufgelistet sind, die das Unternehmen über jeden Kunden abgeleitet hat, ging diese Woche viral, nachdem eine Threads-Nutzerin gepostet hatte, dass Amazon zu dem Schluss gekommen sei, sie habe einen flachen Hintern . Andere Käufer begannen, ihre eigenen Profile zu veröffentlichen, mit Einträgen wie „Kann keine echten Pflanzen am Leben erhalten“ und „Hat keine Freunde“.

Ich bin zufällig auf eine Seite gestoßen, auf der Amazon aufgrund meiner Käufe Annahmen über mich getroffen hat, und ich bin wirklich sprachlos. Es stimmt ja nicht ganz, aber musste man mich denn so bloßstellen?

Du bestellst einmal Leggings und Amazon diagnostiziert dir gleich den Arsch dazu. Jeffs Service wird wirklich immer persönlicher. JE

09.10.2026

17:50 | UCN:   Deutschland verschärft die Kontrolle im Netz: Anonyme Nutzer identifizieren, ganze Accounts sperren

Unter dem Titel „Schutz vor digitaler Gewalt“ hat die Bundesregierung am 7. Oktober 2026 einen Gesetzentwurf beschlossen, der deutlich weiter reicht als der Kampf gegen Deepfakes, Stalking oder massive Bedrohungen. Künftig sollen Gerichte unter bestimmten Voraussetzungen die Identität anonymer Internetnutzer feststellen lassen und sogar komplette Social-Media-Konten zeitweise sperren können.

Besonders brisant: Für die Identifizierung eines Nutzers ist keine vorherige strafrechtliche Verurteilung erforderlich. In einem zivilrechtlichen Auskunftsverfahren können Plattformen zur Herausgabe vorhandener Daten verpflichtet werden, wenn das Gericht eine entsprechende Rechtsverletzung feststellt. Das kann auch bestimmte strafbare Äusserungen wie Beleidigungen betreffen. Legale Kritik wird dadurch nicht verboten – doch die Schwelle zur Aufhebung der Anonymität könnte sinken.

Du darfst im Netz weiterhin anonym sein. Solange niemand mit genügend Geld, Anwälten und Interesse auf die Idee kommt, deinen Namen haben zu wollen... JE

 

11:38 |  tkp: UK: Wie Bürger auf Listen landen

Die britische Regierung führt eine Liste von Bürgern, die ihre Politik in den sozialen Medien kritisch beurteilen. Negative Beiträge auf X und Reddit von ahnungslosen Briten, die das britische Antiterrorprogramm Prevent angreifen, wurden in eine Datenbank mit kritischen Online-Kommentaren aufgenommen. Das berichtet das Magazin Metro exklusiv. Das Magazin erhielt eine Liste von etwa 80 Beiträgen, die von der Behörde Standards and Compliance Unit (StaCU) gefunden und protokolliert wurden.

Wer die staatliche Überwachung kritisiert und dadurch in einer staatlichen Datensammlung landet, bekommt zumindest eine sehr anschauliche Bestätigung seines Arguments... JE

 

10:04 | UCN: „Hat keine Freunde“: Amazons versteckte Kundenprofile zeigen, wie detailliert der Konzern seine Nutzer analysiert

Ein aktueller Bericht von Futurism sorgt für Aufsehen: Amazon führt für Kunden sogenannte „About You“-Profile, in denen der Konzern aus Einkäufen und anderen Interaktionen teilweise erstaunlich persönliche Rückschlüsse zieht. Eine Nutzerin stiess zufällig auf diese Seite – und entdeckte dort die Einschätzung, sie habe einen „flachen Hintern“. Andere Nutzer fanden Aussagen wie „hat keine Freunde“, „hat seit Jahren keine mittlere Grösse mehr getragen“ oder sogar sehr intime Beschreibungen ihres Körpers. Besonders irritierend: Einer Person schrieb Amazon zu, sie benutze ihr Smartphone unter der Dusche, um Kindle-Bücher zu lesen – die Betroffene bestätigte, dass dies tatsächlich stimmt.

Die Profile sind Teil von Amazons Funktion „About You“. Laut Berichten werden dafür unter anderem Käufe, Suchanfragen, Wunschlisten, Bewertungen und Alexa-Interaktionen herangezogen, um Interessen und Eigenschaften abzuleiten und Empfehlungen zu personalisieren. Manche Schlussfolgerungen sind falsch oder absurd, andere erschreckend präzise.

Früher wusste Amazon, welches Buch du kaufst. Heute weiß Amazon auch, warum du am Samstagabend Zeit zum Lesen hast... JE

08.10.2026

09:10 | slaynews: Behörden in Florida entdecken mysteriöses Netzwerk von Flock-KI-Überwachungskameras mit unbekannten Betreibern

Beamte in Florida haben 11 nicht genehmigte, KI-gestützte Überwachungskameras des Unternehmens Flock entdeckt, die die Öffentlichkeit aktiv überwacht haben, obwohl kein Betreiber bekannt ist. Das wirft alarmierende Fragen darüber auf, wer Autofahrer verfolgt und wer die Kontrolle über die gesammelten Daten hat. Die Entdeckung erfolgte, als St. Lucie County damit begann, umstrittene Flock-Kameras zu entfernen, die zur Verkehrsüberwachung und zur Verfolgung von Fahrzeugen eingesetzt wurden.

Die Entfernung erfolgte, nachdem Floridas Gouverneur Ron DeSantis angeordnet hatte, sämtliche Flock-Überwachungskameras im Bundesstaat entfernen zu lassen.  Die Behörden des Countys waren zunächst davon ausgegangen, dass in der Region 52 Kameras in Betrieb seien. Bei einer Überprüfung wurden jedoch weitere 14 Geräte entdeckt, die ohne Genehmigung betrieben wurden. Das Sheriffbüro des Countys erklärte, dass drei dieser Kameras ihm gehörten. Damit blieben 11 Kameras ungeklärt. Die Bewohner haben bis heute keine Antworten darauf, wer die Geräte installiert hat oder wer Zugriff auf die dabei gesammelten Informationen hat.

Früher hat der Überwachungsstaat wenigstens gewusst, wer überwacht. Heute weiß die Kamera alles über dich, aber keiner weiß, wem die Kamera gehört. Bei Big Brother ist, wirds also langsam unübersichtlich. JE

06.10.2026

12:41 | modernity: Universität Cambridge erklärt, die Meinungsfreiheit solle „eingeschränkt“ werden.

Das Gonville and Caius College, eine der ältesten Stiftungen in Cambridge, verpflichtet seine Studenten, ab Semesterbeginn an einer obligatorischen „Inklusionsschulung“ teilzunehmen. Die 90-minütigen Sitzungen werden von Stop Hate UK durchgeführt, einer „Wohltätigkeitsorganisation“ von Aktivisten, deren eigene Materialien den Schülern mitteilen, dass ihre Meinungsfreiheit eingeschränkt sein könnte, dass „Islamophobie ein Verbrechen ist“ und dass ein Gesichtsausdruck als Beleidigung gelten kann.

Der Befehl landet an derselben Universität, die fast zwei Jahre lang gegen einen Philosophen wegen angeblich rechtmäßiger Äußerungen ermittelt hat, und an demselben Bildungssystem, das im Jahr 2026 Kinder mit dem Konzept der weißen Privilegien, der Aussage „Rassismus erfordert Macht“ und dem obligatorischen Tragen von Kopftüchern indoktriniert hat.

Cambridge 2026: Die Meinungsfreiheit ist eh da. Sie muss nur vorher das Pflichtseminar absolvieren. JE

05.10.2026

11:44 | UCN: Das Ende der Anonymität: KI kann aus harmlosen Internetspuren Ihre Identität zusammensetzen

Ein Kommentar über einen Film, der Name eines Cafés, eine Stadt, ein Hobby oder der Beruf: Für sich genommen verraten solche Informationen wenig. Doch eine neue Studie zeigt, dass KI daraus einen erstaunlich präzisen digitalen Fingerabdruck zusammensetzen kann. Forscher konnten mithilfe großer Sprachmodelle mehr als die Hälfte von 987 pseudonymen Hacker-News-Nutzern realen Identitäten zuordnen. Offensichtliche Hinweise wie persönliche Webseiten, Social-Media-Namen und GitHub-Handles waren zuvor entfernt worden.

Die Kosten des Experiments: gerade einmal 2.000 Dollar beziehungsweise ein bis vier Dollar pro Profil.

Du verrätst nirgends deinen Namen. Nur Uhrzeit, Wohngegend, Hobbys, Schreibstil, Lieblingsverein und Gewohnheiten. Die KI sagt danke, reicht völlig. JE

14:48 | Der Ostfriese
Scheiße, dann wissen "Die" ja, wer ich bin! Der geneigte Leser sollte,
so er die Ki in die Irre laufen lassen möchte, dringend von der
Veröffentlichung privater Fotos Abstand nehmen. Eine weitere Überlegung
geht in Richtung der Nutzung von falschen Angaben und Daten. Mir ist da
ein Fall bekannt, wo jemand, um sich bei Fakebook anmelden zu können,
unzutreffende Angaben gemacht hat. Benutzen wir der Einfachheit halber
die erste Person Singular: Also, ich wollte mich anmelden, um den
Verbleib eines ehemaligen Mitschülers in Erfahrung zu bringen. Natürlich
stimmte mein momentaner Wohnort nicht mit dem tatsächlichen überein. Ich
bin heute 55 Jahre alt, zum damaligen Zeitpunk dementsprechend jünger...
obwohl, bin ich heuer tatsächlich 55, oder bin ich 53 oder 57, wie in
meinem Personalausweis steht? Oder bin ich 55, und gebe nur vor, 53 oder
57 Jahre alt zu sein? Oder bin ich, als 1955 geborener jetzt schon...?
Oder doch nicht? Ich wohne in den Angaben bei Fakebook in einem der
größten und anonymsten Mietsblöcke* in einer der schlechteren Straßen
von Berlin (bevor ich dort imaginär einzog, habe ich mir die Gegend
angeschaut). Einige der persönlichen Angaben entsprechen den Tatsachen,
andere eben nicht. Die Personen, die mich kennen, wissen das viele
Angaben Neu-real sind. So habe ich ein Bild von meinem
Handballvereinsfanschal veröffentlicht, über den ich zwar verfüge, um
ihn bei Bedarf irgendwo einzufügen, aber in Wirklichkeit bin ich ein
leidenschaftlicher Fußballfan - und habe mit Handball nichts am Hut!
Oder war es anders herum? In der Nähe meiner Wohnung befindet sich
natürlich eine Kneipe, in welcher die wohlschmeckenste Molle gezapft
wird und auch die belegten Schrippen nicht zu verachten sind... da ich
in meiner Bundeswehrzeit in Süddeutschland gedient habe, interessiere
ich mich natürlich für das, was es gerade an Neuigkeiten über meine
Einheit zu lesen gibt - oder wurde ich in Hessen geboren und verbrachte
meine Bundeswehrzeit In Wilhelmshafen? Nicht so wahrscheinlich -
Wilhelmshaven mit "f"... der ist noch nie dort gewesen! Oder macht man
diesen Fehler vorsätzlich, damit gedacht wird, das... Das ist schon so
ein Problem, woll? Auch kann es eine KI irritieren, regelmäßig regional
gebräuchliche Begriffe einfließen zu lassen. In Zukunft wird man
gegenüber der KI ein Schauspieler sein müssen. Auch auffällige Fehler in
der Interpunktion kann eine KI dazu verleiten, einen geringeren
Bildungsstand zu unterstellen. Es gibt gute Korrektursysteme, da fällt
sich dummstellen häufig schwehrer. Welcher Wortschatz wird benutzt, wie
verhält es sich mit der Rechtscheibung? Welche Worte werden wie
geschrieben? Dies alles läßt Rückschlüsse auf Alter, Bildungsstand und
Gruppenzugehörigkeiten zu. Greift man diesbezüglich korrigierend ein,
wird es für trainierte Programme schwieriger.

 

Oder ist meine Freundin jetzt 55 und wollte damals...?... ich setzt bei
b.com außerordentlich häufig "Gänsefüßchen" und Gedankenstriche ein,
zudem auch drei Punkte in Folge... Eine KI, der man b.com-Texte
vorsetzen würde, würde sicherlich mit hoher Trefferquote meine Texte
erkennen... aber mache ich das im wahren Leben auch? Übrigens, es gibt
Personen, die bei Amazon Bücher fremder Idiologien bestellen, mit denen
sie absolut nicht konform gehen (kann man bei Bedarf zur Steigerung des
eigenen Blutdrucks nutzen, oder an unbelehrbare verschenken, die einen
dann dafür politisch in Ruhe lassen, nicht mehr bekehren wollen (einmal
so ein Buch ansprechen, es dem Anderen förmlich aufdrängen, es unbedingt
auch zu lesen-> Ruhe, wenn es nicht gerade ein 150%iger ist)).

 

*wenn das Wort "Miet"s"blöcke" in irgend einem meiner Texte auftauchen
sollte, wäre das der untrügliche Beweis, das der Text von mir stammt,
stammen muß!

 

02.10.2026

07:38 | r24: Podcaster und YouTuber im Visier: Rundfunkkommission drängt auf automatisierte Überwachung und Zensur

Interviews mit Oppositionspolitikern auf Kanälen wie jenem von „Ben Ungeskriptet“ gehen durch die Decke und erreichen ein Millionenpublikum. Mit dem „Digitale Medien-Staatsvertrag“ zieht sich die Schlinge um solche freien Medien im Netz weiter zu: Ein Gesetzentwurf der Rundfunkkommission sieht vor, dass Landesmedienanstalten Medien wie Podcasts oder YouTube-Videos mit technischen Mitteln systematisch überwachen und bei „Verstößen“ gegen journalistische Sorgfaltspflichten sanktionieren sollen.

Dem Entwurf nach (über den das Portal Nius berichtete) soll das neue Gesetz Medienanstalten ermächtigen, neue Medien auf Plattformen wie YouTube, X oder Instagram automatisiert zu überwachen. Dabei sollen sie nicht bloß strafbare oder jugendgefährdende Inhalte ahnden, sondern auch solche, die „journalistische Sorgfaltspflichten“ verletzen.

Du machst einen Podcast. Die Software hört mit. Der Beamte prüft nach. Und während alle vom Schutz der freien Kommunikation reden, steht der Sarg für die freie Kommunikation schon diskret im Nebenraum. JE

01.10.2026

17:19 | transition:  Gesundheitsdaten aus der elektronischen Patientenakte fließen bald «zu Forschungszwecken» ab

Gesundheitsdaten aus der elektronischen Patientenakte (ePA) können in Deutschland ab Ende Oktober 2026 auch «zu Forschungszwecken» genutzt werden – wohlgemerkt, ohne dass die Patienten darin einwilligen müssten. Darauf weisen verschiedene Medien und Datenschutzbeauftragte hin. «Jeder, der nicht ausdrücklich widerspricht, ist automatisch dabei.» So brachte der damalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach das Opt-out-Prinzip auf den Punkt, das für die Einführung der ePA Anfang 2025 galt. Bei der bald beginnenden Übertragung von Gesundheitsdaten aus der ePA an das sogenannte Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ Gesundheit) greift die gleiche Regelung.

Patienten, die nicht möchten, dass ihre Daten weitergegeben werden, müssen dem also explizit widersprechen. Viele Versicherte wüssten davon jedoch nichts, wie Heise berichtet. Eine Umfrage in der Redaktion habe vielmehr ergeben, dass niemand von der bevorstehenden Datenausleitung wusste.

Der Steirer
Skandalös ...wie auch hierorts..! ELGA als Datenversorger über die Hintertür, DSGVO ein reines Feigenblatt, keine Kontrolle und Transparenz der persönlichen Gesundheitsdaten, und der Widerspruch nur proaktiv und "nicht gerne gesehen" da so "praktisch" und "kundenfreundlich"... digitale Büchse der Pandora - geöffnet, die sich nicht mehr schließen läßt. Ps: Wo sind die gesammelten corona-Abstrichdaten aus den C-Tests gelandet, was ist mit diesen Millionen persönlicher DNA-Daten passiert? Wurde das Material gegen Entgelt veräußert, wurden sie vernichtet, wer hat die Verantwortung darüber? Die Bürger haben ein Recht zu erfahren, was mit ihren persönlichen Daten geschieht/geschah...!?