21.08.2026
Ein texanischer Polizist hat landesweit für Aufsehen gesorgt, nachdem er persönlich umstrittene Überwachungskameras der Firma Flock Safety in seinem Bezirk abgeschaltet und einen Sieg für die Privatsphäre und einen schlanken Staat verkündet hatte. John Shirley, Constable des Hood County Precinct 2, veröffentlichte Fotos in den sozialen Medien, die ihn und seine Kollegen beim Abklemmen der Kennzeichenerkennungskameras und beim Überstülpen von Säcken darüber zeigen.
„Heute ist ein guter Tag für die Freiheit der Bevölkerung von Hood County“, schrieb Shirley. Anschließend erklärte er genau, warum die Kameras weg mussten.
Die ACLU dokumentiert, wie ein Unternehmen für automatische Kennzeichenlesegeräte über seine Geschäftstätigkeit gelogen hat, was verdeutlicht, dass seriöse Regierungen eine Zusammenarbeit mit Flock Safety vermeiden sollten.
keranews: Hood County schaltet Flock-Kameras ab und kündigt Vertrag wegen Datenschutzbedenken
Hood County hat drei automatische Kennzeichenlesekameras der Firma Flock abgeschaltet und abgedeckt, nachdem Bezirksbeamte und Einwohner Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Massenüberwachung geäußert hatten. Das Bezirkskommissariat genehmigte die Abdeckungen in seiner Sitzung am 11. August, nachdem es den Vertrag mit Flock Safety gekündigt hatte. Die Kameras sollen voraussichtlich so lange abgedeckt bleiben, bis die Geräte physisch entfernt werden.
Die Entscheidung folgt auf ein Vorgehen der Kommissare im Juli , als sie den Bezirksstaatsanwalt anwiesen, gegen das vorzugehen, was die Beamten als Nichterfüllung des Vertrags durch Flock Safety bezeichneten.
Der Bürger soll nichts zu verbergen haben. Der Staat dagegen braucht halt eine Datenbank darüber, wann der Bürger wo vorbeigefahren ist. Freiheit funktioniert heute erstaunlich oft nach dem Prinzip: Du darfst dich überall bewegen, wir möchten nur gerne wissen, wo...
Und dann kommt der nächste logische Schritt...
Kennzeichen, Fahrzeugtyp, Bewegungsmuster, Polizeidaten und KI werden technisch immer leichter
zusammengeführt. Irgendwann erklärt man uns dann, das sei gar keine Überwachung, sondern nur eine besonders engagierte Verkehrsbeobachtung. JE
10:18 | transition: Vorsicht beim Umgang mit Google Health Connect
Die Nutzung von Gesundheits- und Fitness-Apps birgt ein Risiko für Datenschutz und Privatsphäre. Diese These dürfte kaum überraschen und kürzlich wurde sie empirisch nachgewiesen. Bei der Untersuchung von Apps rund um Googles Health Connect-Plattform für Android-Geräte haben Forscher ernstzunehmende Sicherheitslücken und Verstöße festgestellt. Die Ergebnisse wurden auf einem Sicherheits-Symposium in Baltimore vorgestellt.
Von den 351 systematisch analysierten Smartphone-Anwendungen würden 60,9 Prozent die Richtlinien für Datentransparenz von Health Connect nicht einhalten und 25,6 Prozent die Erfassung oder Weitergabe von Gesundheitsdaten nicht angeben. Darüber hinaus würden 19,6 Prozent der Apps Health Connect-Daten (einschließlich von Daten anderer Apps) über das Netzwerk ausleiten. Die Daten gingen an 42 verschiedene externe Domains.
Gesundheitsdaten aus mehreren Apps an einer zentralen Schnittstelle zusammenzuführen ist ausgesprochen bequem. Praktischerweise gilt das nicht nur für den Nutzer, sondern grundsätzlich auch für jeden, der irgendwann Zugriff auf diese Daten bekommt. JE
20.08.2026
16:19 | UCN: Super-GAU in Belgien zeigt die Gefahr der digitalen ID: Was passiert erst, wenn sie zum Alltagsschlüssel wird?
Wartet erst einmal, bis die digitale Identität zum zentralen Schlüssel für immer mehr Bereiche unseres Lebens wird. Was Sicherheitsforscher jetzt in Belgien aufgedeckt haben, sollte für ganz Europa ein Warnsignal sein. Mehr als zwei Millionen Menschen, acht der zehn größten belgischen Banken und über 60 staatliche Stellen nutzten die „Connective Signing Extension“ von Nitro Software Belgium. Die Software verbindet Webseiten mit der belgischen elektronischen Identitätskarte und ermöglicht unter anderem rechtsverbindliche digitale Unterschriften.
Nun stellten Sicherheitsforscher auf der DEF CON gravierende Schwachstellen vor. Das zentrale Problem war geradezu erschreckend: Die Software überprüfte nicht ausreichend, welche Webseite überhaupt mit der eID-Anwendung auf dem Computer kommunizieren durfte. Dadurch konnte laut den Forschern grundsätzlich auch eine bösartige Webseite oder ein eingebettetes Element auf sensible Funktionen zugreifen.
Mehr Komfort, mehr Daten, mehr zentrale Abhängigkeit, mehr Risiko. Völlig überraschende Reihenfolge. JE
10:28 | UCN: Vom Produkt zum Datensatz: Brüssel baut die digitale Kontrollinfrastruktur für Europas Waren auf
Die EU treibt den Aufbau ihres Digitalen Produktpasses (DPP) voran. Was offiziell mit Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Verbraucherinformation begründet wird, schafft gleichzeitig eine mächtige neue Infrastruktur: Produkte erhalten eindeutige digitale Identitäten, Unternehmen müssen sie registrieren, Behörden können sie überprüfen – und das System soll schrittweise auf immer mehr Bereiche des europäischen Binnenmarktes ausgeweitet werden.
Seit dem 20. Juli 2026 ist das zentrale DPP-Register der Europäischen Kommission offiziell in Betrieb. Wirtschaftsakteure können sich bereits anmelden und Produktpässe registrieren. Die Kommission selbst bezeichnet das Register als EU-weiten Index für die digitalen Produktpässe von Waren, die auf den europäischen Markt gelangen. (Internal Market & SMEs)
Der digitale Produktpass (DPP) ist ein digitaler Container für Produkte, Komponenten und Materialien, in dem relevante Informationen gespeichert werden, um die Nachhaltigkeit der Produkte zu unterstützen, ihre Kreislaufwirtschaft zu fördern und die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen zu stärken und zu erleichtern.
Das DPP wird Unternehmen, Verbrauchern, Reparaturwerkstätten und Recyclingunternehmen sowie öffentlichen Behörden helfen, auf transparentere und standardisierte digitale Weise auf verlässliche Produktinformationen zuzugreifen. Das DPP wird schrittweise in ausgewählten Produktgruppen eingeführt. Zu den ersten Sektoren gehören bestimmte Batterietypen; weitere Produktgruppen wie Textilien, Eisen und Stahl sowie Bauprodukte werden voraussichtlich folgen.
Je nach Produktgruppe kann das DPP unter anderem Informationen über die Sicherheit, Herkunft, Materialien, Reparierbarkeit, Umweltverträglichkeit, Wiederverwendung und das Recycling eines Produkts enthalten.
https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_impl/2026/1778/oj/eng
Früher ging ein kaputter Toaster auf den Müll. Bald braucht er vermutlich erst einen digitalen
Sterbeeintrag. Und wer den Produktpass kontrolliert, kontrolliert irgendwann auch, wer überhaupt noch was verkaufen darf. JE
16:22 | Der Ostfriese
Schön - na und? Nachrichten und Informationen erlangen erst einen
anderen als Unterhaltungswert, wenn solche Folgen im eigenen handeln
bewirken. Was bedeutet diese Information für jeden einzelnen von uns?
Der Leser sollte sich angewöhnen, sich jeweils zu fragen, welche Folgen
und Auswirkungen sich aus einer Information für ihn auch persönlich
ergeben. Eine Planung über die provozierte, anstehende
Lebensmittelknappheit hinaus ist schwierig. Auch wird sich die generelle
Versorgungslage verschlechtern, oder? Noch sind Lebensmittel, wie auch
andere Waren, recht günstig...
19.08.2026
18:46 | expose: Die Polizei von Delhi setzt bei Protesten biometrische Überwachungsinstrumente, darunter auch Datenbrillen, ein.
Der Oberste Gerichtshof Indiens hat zugestimmt, eine Petition gegen den Einsatz von Gesichtserkennung und anderen biometrischen Überwachungsinstrumenten durch die Polizei bei Protesten anzuhören. Zum Überwachungsarsenal der Polizei von Delhi gehören auch intelligente Brillen. Nachfolgend eine Zusammenfassung des Artikels „ Herausforderung der Gesichtserkennung bei Protesten wird vom Obersten Gerichtshof Indiens geprüft “, der am 13. August 2026 von Biometric Update veröffentlicht wurde, ergänzt um Kontextinformationen.
Der Oberste Gerichtshof Indiens hat zugestimmt, eine Klage anzuhören, die den Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie und anderen biometrischen Überwachungsinstrumenten durch die Polizei bei öffentlichen Protesten anfechtet, und hat die Klage mit anderen Angelegenheiten wie den jüngsten Demonstrationen der Kakerlaken-Janta-Partei verknüpft.
Zwei-Faktor-Authentifizierung, Nase und Augen...JE
12:54 | r24: Brüssel prüft Ausbau der Kennzeichen-Überwachung – die USA zeigen, wohin das führen kann
Automatische Kameras erfassen Kennzeichen und Fahrzeugbewegungen, Deutschland setzt solche Systeme bereits bei der Fahndung ein und Österreich erlaubt seit diesem Jahr automatisierte Zufahrtskontrollen. Die EU-Kommission will nun prüfen, die automatische Kennzeichenerkennung im Straßenverkehr stärker einzusetzen und enger mit dem Schengener Informationssystem zu verbinden. In den Vereinigten Staaten lässt sich bereits beobachten, was aus lokalen Kameras werden kann, wenn Datenbanken und Behörden immer stärker miteinander vernetzt werden: Dort ziehen inzwischen Dutzende Kommunen bei einem gewaltigen Kennzeichen-Überwachungsnetz die Reißleine.
Brüssel prüft mehr Kennzeichenerkennung. Natürlich nur für die Bösen. Der Rest fährt halt zufällig auch durch die Kamera. JE
10:02 | transition: Spionage im Wohnzimmer? Was smarte Saugroboter über unser Zuhause wissen
Sie rollen leise durch die Wohnung, weichen Möbeln aus und kehren am Ende brav zur Ladestation zurück. Was nach praktischer Haushaltshilfe aussieht, ist technisch deutlich mehr: Moderne Saugroboter sind kleine autonome Computer auf Rädern – ausgestattet mit Kameras, Sensoren, künstlicher Intelligenz und einer permanenten Verbindung zum Internet.
Genau darin liegt der Haken. Denn damit der Roboter weiß, wo er saugen soll, muss er seine Umgebung erfassen. Je nach Modell erstellt er detaillierte Karten der Wohnung, erkennt Hindernisse und speichert Informationen über Räume, Möbel und Wege. Was für den effizienten Hausputz praktisch ist, kann aus Sicht des Datenschutzes durchaus brisant werden.
Sammy Azdoufal beteuert, er habe nicht versucht, jeden Saugroboter der Welt zu hacken. Er habe lediglich seinen brandneuen DJI Romo-Staubsauger mit einem PS5-Gamepad fernsteuern wollen, erklärte er gegenüber The Verge , weil es sich nach Spaß anhörte.
Doch als seine selbstentwickelte Fernsteuerungs-App mit den Servern von DJI kommunizierte, antwortete nicht nur ein einziger Staubsauger. Rund 7.000 von ihnen, weltweit, begannen, Azdoufal wie ihren Chef zu behandeln.
Er könne sie fernsteuern und über ihre Live-Kamerabilder sehen und hören, erzählt er mir, und das habe er mit einem Freund getestet. Er könne beobachten, wie sie jeden Raum eines Hauses kartierten und einen vollständigen 2D-Grundriss erstellten. Er könne die IP-Adresse jedes Roboters verwenden, um dessen ungefähren Standort zu ermitteln.
arxiv: Untersuchung des Datenschutzrisikos beim Einsatz von Saugrobotern in intelligenten Umgebungen
Saugroboter erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und werden in verschiedenen Smart-Home-Umgebungen eingesetzt. Um den Benutzerkomfort zu erhöhen, haben Hersteller Smartphone-Apps entwickelt, mit denen Nutzer Reinigungseinstellungen anpassen oder Informationen zu ihren Saugrobotern abrufen können. Diese Integration verbessert zwar die Interaktion zwischen Nutzern und ihren Saugrobotern, birgt aber potenzielle Datenschutzrisiken, da persönliche Daten der Nutzer offengelegt werden könnten. Um diesen Risiken zu begegnen, wird eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen Anwendung, Cloud-Dienst und Saugroboter implementiert, um die ausgetauschten Informationen zu sichern.
Die Metadaten im Netzwerk-Header bleiben jedoch unverschlüsselt und sind weiterhin anfällig für Netzwerküberwachung. In diesem Beitrag untersuchen wir das potenzielle Risiko der Offenlegung privater Informationen durch solche Metadaten. Ein gängiger Saugroboter wurde in einer realen Smart-Home-Umgebung eingesetzt, in der während mehrerer ausgewählter Reinigungsvorgänge eine passive Netzwerküberwachung durchgeführt wurde. Unsere umfassende Analyse, basierend auf Assoziationsregellernen, zeigt, dass es möglich ist, bestimmte Ereignisse allein anhand der erfassten Internet-Traffic-Metadaten zu identifizieren. Dadurch können private Nutzerinformationen offengelegt und Datenschutzbedenken aufgeworfen werden.
Der Saugroboter weiß, wo das Schlafzimmer liegt, wann niemand zu Hause ist und was nachts am Boden herumliegt. Wenigstens ist die Überwachung gründlich und fährt anschließend selbst zur Ladestation. JE
17.08.2026
12:42 | slaynews: Cybersicherheitsforscher entwickelt Autofolie, die Flock-Überwachungskameras stört.
Ein führender Cybersicherheitsforscher hat eine Fahrzeugfolierung entwickelt, die automatische Kennzeichenlesegeräte stören und verhindern soll, dass Überwachungssysteme ein Auto erkennen. Dies bietet Fahrern eine mögliche Möglichkeit, der zunehmend umstrittenen Ortungstechnologie zu entgehen.
Der Cybersicherheitsforscher Bill Swearingen demonstrierte das Muster auf der diesjährigen DEF CON Konferenz in Las Vegas, wo ein folierter Toyota Yaris aus dem Jahr 2009 bei seinem ersten öffentlichen Test die Überwachungserkennung erfolgreich überwand. Das Muster der Folie verwirrt die Kameras, sodass diese das Fahrzeug nicht erkennen oder sein Kennzeichen lesen können.
techcrunch: Dieses „gegnerische“ Muster kann verhindern, dass Überwachungskameras Sie erkennen.
Bill Swearingen hat das vergangene Jahr damit verbracht, im Wesentlichen denselben Test immer wieder durchzuführen. Ziel war es, ein computergeneriertes Muster zu erzeugen, das von den Überwachungskameras entlang der amerikanischen Straßen nicht erfasst werden kann.
Nach rund 31 Millionen Tests kann Swearingen nach eigenen Angaben nun auf Anfrage Muster erzeugen, die, wenn sie auf Kleidung und Gegenstände angewendet werden, verhindern, dass einige der am häufigsten eingesetzten Kennzeichenlesegeräte und Überwachungskameras das erfassen, was das Muster abdeckt – von Personen bis hin zu Fahrzeugen.
Von Kennzeichenabdeckungen bis zu KI-Tarnung – Menschen finden kreative Wege, um Flock-Überwachungskameras zu umgehen. Aber können diese sogenannten Anti-Tracking-Privatsphäre-Tricks die Technik tatsächlich austricksen? Am Freitag auf der DEF CON hat der langjährige Sicherheits- und Privatsphäre-Experte Bill „hevnsnt“ Swearingen seine neueste Anti-Überwachungsforschung auf die Probe gestellt – er hat einen Toyota Yaris von 2009 in eigens entworfene Tarnung gehüllt, um zu testen, ob er das Auto vor einer Flock-Kamera verstecken kann.
Das Experiment – eine Erweiterung von Swearingens Forschung zu adversarialen Mustern, die Gesichtserkennungssysteme täuschen können – nutzte eines seiner streng gehüteten, KI-generierten Drucke, um zu prüfen, ob es denselben Effekt auf den automatischen Kennzeichenleser hat.
Überwachungskamera trifft den optischen Mittelfinger....
Der Staat baut KI-Kameras, der Bürger baut sich eine Tarnfolie. Wettrüsten erreicht jetzt den Parkplatz. JE
08:45 | tkp: Rückkehr der Gestapo? Deutschland reißt die Trennmauer zwischen Polizei und Geheimdiensten ein
Das neue Geheimdienstgesetz Deutschlands ist der bisherige Höhepunkt der seit ca. 25 Jahren verfolgten deutschen Politik des „Wir wollen wieder wer sein in der Welt“. Wobei „wir“ in erster Linie wohl für die Politiker galt. Ein Artikel in WSWS.org beschreibt die Sicht vieler internationaler Beobachter. Hier eine Zusammenfassung.
Das deutsche Kabinett hat am Mittwoch ein 700-seitiges Gesetzespaket verabschiedet, das die Befugnisse von Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst (BND) massiv erweitert. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte gegenüber Bild, man mache aus den Diensten „echte Geheimdienste“. Beschlossen wurde die Reform unter Vorsitz von SPD-Chef Lars Klingbeil, der den im Urlaub weilenden Bundeskanzler vertrat. Der Artikel berichtet:
r24: GPS, Fahrstil, Sitzbelegung: Das gläserne Auto soll jetzt auch für den Geheimdienst arbeiten
Moderne Autos melden Standort, Geschwindigkeit, Fahrstrecken, Abstellplätze, Kilometerstand, Tankfüllung und zahlreiche weitere Daten an die Server ihrer Hersteller. Die Bundesregierung will diesen Datenschatz nun auch für BND und Verfassungsschutz öffnen – Werkstätten sollen bei Bedarf gleich mithelfen. Was den Bürgern von den Herstellern als „Connected Services“ verkauft wird, erhält damit eine neue Funktion: Das eigene Fahrzeug wird zum rollenden Spitzel.
Am 12. August beschloss das Bundeskabinett die umfassende Reform des Nachrichtendienstrechts. Der Gesetzentwurf muss noch durch Bundestag und Bundesrat, doch die Richtung ist vorgegeben: Bundesnachrichtendienst und Bundesamt für Verfassungsschutz sollen mehr digitale Informationen beschaffen, länger speichern und mit Künstlicher Intelligenz auswerten dürfen. Der Staat greift dabei auf eine Überwachungsinfrastruktur zurück, die längst vorhanden ist und von den Autobesitzern auch noch selbst bezahlt wurde.
tkp: Das Auto als Spion für BND und Verfassungsschutz – nächster Schritt in die totale Überwachung
Moderne Fahrzeuge sammeln ohnehin massenhaft Daten. Künftig müssen Hersteller diese an deutsche Geheimdienste weitergeben. Was als Sicherheitsmaßnahme verkauft wird, ist ein weiterer Baustein der digitalen Kontrolle.
Das Bundeskabinett hat eine weitreichende Reform des Nachrichtendienstrechts beschlossen. Darin vorgesehen ist, dass Autohersteller und teilweise auch Werkstätten Telemetriedaten moderner Fahrzeuge an den Bundesnachrichtendienst (BND) und den Verfassungsschutz herausgeben müssen. Die Welt berichtet darüber unter dem Titel „Wertvolle Daten: Das eigene Auto spioniert künftig für BND und Verfassungsschutz“.7
Immer mehr Daten, immer mehr Zugriff, immer mehr Befugnisse. Und natürlich alles nur gegen die Bösen. Die Definition der Bösen gibt es dann jeweils im nächsten Software-Update. JE
14.08.2026
12:43 | amgreatness: Britische Polizeieinheit markiert über 100 Social-Media-Beiträge zur Festnahme inmitten von Einwanderungskritik
Eine britische Spezialeinheit der Polizei, die für die Überwachung von Online-Stimmungen zuständig ist, hat laut Daten, die durch Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz erhalten und vom Daily Telegraph veröffentlicht wurden, mehr als 100 Social-Media-Beiträge an lokale Polizeikräfte zur möglichen Festnahme weitergeleitet.
Die nationale Einheit für Internetaufklärung informierte die örtliche Polizei über 106 Beiträge, 50 davon allein im Juni, im Zuge der Enthüllungen zum Mord an dem Teenager Henry Nowak. Nowak wurde von Vikrum Digwa erstochen, und seine Hilferufe wurden Berichten zufolge von den Beamten ignoriert, die dem sterbenden Schüler misstrauten, nachdem sein Mörder behauptet hatte, Opfer von Rassismus zu sein.
Aufnahmen von Nowaks letzten Augenblicken verbreiteten sich weite Verbreitung im Internet und lösten Proteste und Unruhen in Southampton aus. Kritiker, die argumentierten, Nowak sei anders behandelt worden als sein Mörder, machten Vorwürfe der Zweiklassen-Polizeiarbeit laut.
theguardian: Eine Polizeieinheit in England überwacht Online-Anzeichen von fremdenfeindlichen Ausschreitungen
Eine landesweite Polizeieinheit wird soziale Medien auf Anzeichen anti-migrantischer Unruhen überwachen, aus Angst vor einer Wiederholung der Krawalle des vergangenen Sommers in England. Detektive aus dem ganzen Land sollen unter einem verstärkten National Police Coordination Centre (NPoCC) in Westminster frühzeitige Hinweise auf zivile Unruhen melden. Das neue Nachrichtenteam ist eine Reaktion auf die anti-migrantischen Unruhen in England und Nordirland nach dem Mord an drei jungen Mädchen bei einem Taylor-Swift-Themen-Ferienclub in Southport im Juli vergangenen Jahres.
Eine neue Welle von Demonstrationen griff an diesem Wochenende auf Leeds, Norwich und Nottinghamshire über, nachdem es vergangene Woche vor einem Hotel mit Asylbewerbern in Epping, Essex, zu gewalttätigen Szenen gekommen war. Die Pläne für eine neue Polizeieinheit zur Überwachung solcher Unruhen wurden am Sonntag in einem Schreiben der Polizeiministerin Diana Johnson an Abgeordnete bekannt.
Johnson erklärte, das Innenministerium prüfe „sorgfältig“ den Aufbau eines „nationalen Teams für Internet-Nachrichtendienste und -ermittlungen“ als Teil des NPoCC, das Briefings zu „landesweit bedeutenden“ Demonstrationen an Polizeikräfte in England und Wales weitergibt. Sie sagte: „Dieses Team wird eine nationale Fähigkeit bereitstellen, um Social-Media-Informationen zu überwachen und zu deren Nutzung zu beraten, um lokale operative Entscheidungen zu unterstützen.“
Der Post ist noch online, aber der Verfasser vielleicht schon im Terminkalender. JE
09:39 | UCN: EU-Alterskontrolle wird zum digitalen Türsteher – bald entscheidet auch dein Gerät, ob du Zugang bekommst
Unter dem Schlagwort Jugendschutz baut die EU eine neue digitale Altersverifikation auf. Nutzer sollen künftig beispielsweise nachweisen können, dass sie über 18 Jahre alt sind, ohne einer Website ihren Namen oder ihr vollständiges Geburtsdatum mitzuteilen. Das klingt zunächst nach einer datenschutzfreundlichen Lösung. Doch technisch steckt erheblich mehr dahinter. Wie das Linux-Portal Linuxiac berichtet, setzt das EU-Projekt auch auf hardwaregebundene Attestierung. Vereinfacht gesagt soll damit nicht nur geprüft werden, ob ein digitaler Nachweis gültig ist, sondern auch, ob er auf einem als vertrauenswürdig anerkannten Gerät verwendet wird.
Damit entsteht eine völlig neue Frage: Nicht nur der Nutzer muss sich legitimieren – möglicherweise muss künftig auch sein Computer beweisen, dass er „vertrauenswürdig“ ist. Für Besitzer gewöhnlicher iPhones oder zertifizierter Android-Geräte dürfte das zunächst kaum auffallen. Problematischer könnte es für Nutzer freier Betriebssysteme, entsperrter Smartphones, Custom-ROMs oder anderer alternativer Software werden.
ageverification: EU-Altersverifizierungs-Leitfaden – das zugehörige technische Portal
Diese Website ist das offizielle technische Portal für den EU-Leitfaden zur Altersverifizierung – die von der Europäischen Kommission entwickelte technische Referenzspezifikation. Sie umfasst die technische Architektur, Protokolle, Schnittstellen und eine Open-Source-Referenzimplementierung, die zusammen den EU-Referenzstandard bilden. Der Leitfaden kann von den Mitgliedstaaten oder anderen öffentlichen oder privaten Einrichtungen zur Entwicklung einer EU-weiten Lösung zur Altersverifizierung genutzt werden, sei es als eigenständige Anwendung oder integriert in eine europäische digitale Identitäts-Wallet.
Heute Pornografie, morgen soziale Medien, übermorgen falsche Meinung. Der Türsteher lernt schnell. JE
12.08.2026
08:08 | tkp: Italiens Polizei solle biometrische Daten aller Teilnehmer an Protesten speichern
Italiens KI-Dekret dürfte zeigen, wie EU-Mitgliedsstaaten die KI-Verordnung Brüssel umsetzen: Mit einem klaren Schritt Richtung digitaler Überwachungsgesellschaft. Italiens Regierung hat einen Entwurf für ein Gesetzesdekret vorgelegt, das die Umsetzung des europäischen AI Acts regelt und der Polizei weitreichende Befugnisse bei der Erhebung biometrischer Daten einräumt. Besonders brisant ist dabei die Regelung, wonach an Orten mit „besonderem öffentlichen Ordnungsbedarf“ die Gesichter aller Personen automatisch erfasst und sieben Tage lang gespeichert werden dürfen – unabhängig von einem Verdacht.
Man darf selbstverständlich weiterhin frei demonstrieren. Der Staat möchte sich nur vorsorglich Gesicht, Zeitpunkt und Aufenthaltsort merken. Rein serviceorientiert natürlich... JE
11.08.2026
16:58 | euractiv: Deutschland verstärkt nach dem Leipziger Flughafenvorfall seine Drohnen-Polizeieinheit
Deutschland wird seine Polizeieinheit zur Bekämpfung von Drohnen verstärken, teilte die Regierung am Montag mit – wenige Tage, nachdem ein mit Sprengstoff beladenes unbemanntes Luftfahrzeug auf einen strategisch wichtigen Flughafen geflogen war. Berlin war schockiert von dem Vorfall in der vergangenen Woche, als die Drohne entschärft wurde, nachdem es in der Nähe eines ukrainischen Antonov-Frachtflugzeugs am Flughafen Leipzig-Halle, einem wichtigen Drehkreuz für den Transport von Militärausrüstung, entdeckt worden war.
Innenminister Alexander Dobrindt, der den Vorfall als „hybrides Angriffsszenario“ bezeichnete, an dem möglicherweise eine „ausländische Macht“ beteiligt sei, plant nun, die Personalstärke der Anti-Drohnen-Einheit der Bundespolizei auf 300 Mitarbeiter zu verdoppeln.
Kommentar des Einsenders
"Innenminister Dobrindt, der den Vorfall als „hybrides Angriffsszenario“ bezeichnete, an dem möglicherweise eine „ausländische Macht“ beteiligt sei, plant, die Anti-Drohnen-Einheit der Bundespolizei auf 300 Mitarbeiter zu verdoppeln. ..."
Erneute Demütigung des kriegsgeilen Establishments in Berlin, denn wie Bild berichtete https://www.bild.de/regional/leipzig/heisse-dna-spur-nach-drohnen-anschlag-auf-flughafen-in-leipzig-6a79aa8f35268e5027024443, fanden Ermittler dna-Spuren, die mit einem Paketanschlag aus 2024 in Leipzig übereinstimmten, und darin sei eine Gruppe aus Litauen verwickelt! Erneuter Versuch einer False Flag Aktion, geplante Sprengung der Antonow, um es den Russen in die Schuhe schieben zu können....! ...und wieder nix Ruski, Litauski! Erneuter Politischer Vollschlag in die Magengrube, und Dobrindt spricht von "möglicherweise ausländischer Macht" ...!? Gruß an den Nato-Partner...!
13:17 | NH: Schnüffelsoftware KIVI kommt Landesmedienanstalten teuer zu stehen
Die Landesmedienanstalten haben offenbar ihre liebe Not mit Datenauskunftsanforderungen nach Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). In Zusammenhang mit ihrer KI zum Durchschnüffeln der sozialen Medien namens KIVI ist die Beantwortung der vielen Anfragen aufwendig. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
KIVI ist eine 2021 im Auftrag der Landesmedienanstalt NRW entwickelte und von der Staatskanzlei NRW finanzierte künstliche Intelligenz, die das Internet in mehreren Sprachen nach mutmaßlich rechtswidrigen Äußerungen durchforstet. Inzwischen nutzen alle Landesmedienanstalten das Programm. Für relevant erachtete Fundsachen werden an die Verfassungsschutz- und Polizeibehörden gemeldet. Warum es Aufgabe der ungefragt von den Rundfunkbeitragszahlern finanzierten Behörden sein soll, polizeiliche Aufgaben wahrzunehmen und dem Verfassungsschutz zuzuarbeiten, ist nicht ganz klar, jedenfalls mir nicht. Die Landesmedienanstalten bleiben vage bei der Beschreibung der Rechtsgrundlage ihres KIVI-Tuns. Die Landesmedienanstalt Sachsen-Anhalt etwa begründet es mit einer „gesetzlichen Pflicht nach dem Medienstaatsvertrag (MStV), dem Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) und dem jeweiligen Landesmediengesetz zur kontinuierlichen Beobachtung von Telemedienangeboten im Rahmen der Aufsichtsfunktion“.
Also fassen wir zusammen...
Eine Automatisierte Medienaufsicht, gesammelte personenbezogene Daten und ein Blogger, der wissen möchte, was der Staat über ihn gespeichert hat. ..Völlig exotischer rechtsradikaler Wunsch... JE
07.08.2026
12:00 | spectrum:: Polizei nutzt intelligente Straßenbeleuchtung
Als San Diego 2017 mit der Installation intelligenter Straßenbeleuchtung begann , erhofften sich die Stadtverantwortlichen, dass die gesammelten Daten zur Verbesserung des städtischen Betriebs beitragen würden – beispielsweise zur Auswahl von Straßen für Fahrradwege, zur Identifizierung gefährlicher Kreuzungen und zur Ermittlung des Parkplatzbedarfs. Sie hofften, dass dies die Entwicklung von Apps für Technologie-Startups anregen könnte, die Sehbehinderten den Weg weisen, Autofahrer zu Parkplätzen lotsen und Jogger auf die ruhigsten Strecken leiten würden. Zudem rechneten sie mit Kosteneinsparungen durch den geringeren Energieverbrauch dank der deutlich höheren Effizienz der LED-Leuchten im Vergleich zu den ersetzten Natriumdampflampen.
und auch voiceofsandiego: Der Hafen von San Diego hatte sein eigenes intelligentes Straßenbeleuchtungsprogramm.
Die Stadt San Diego geriet im vergangenen Jahr wegen ihres Programms für intelligente Straßenbeleuchtung landesweit in die Kritik. Wie sich herausstellte, betrieb jedoch eine andere Regierungsbehörde ebenfalls ein Überwachungssystem in der Innenstadt, das die Öffentlichkeit beobachten und abhören konnte. Beide Systeme sind nun abgeschaltet.
Die Finanzierung der intelligenten Straßenbeleuchtung der Stadt wurde diesen Sommer aufgrund massiver Proteste gegen die Art und Weise, wie die Technologie den Verantwortlichen präsentiert und anschließend ohne Wissen und Zustimmung der Öffentlichkeit weiterentwickelt wurde, eingestellt. Der Stadtrat arbeitet nun an Regeln für die Nutzung und Anschaffung von Überwachungstechnik und erwägt die Einrichtung eines Datenschutzbeirats.
und auch sandiegocounty: SMART STREETLIGHTS
Im Jahr 2016 erwarb die Stadt San Diego die Smart-Streetlights-Technologie, um die Helligkeit zu erhöhen und erhebliche Einsparungen bei den Energiekosten zu erzielen. Es wurde erwartet, dass die Energieeinsparungen ausreichen würden, um den Schuldendienst für den 30,23-Millionen-Dollar-Kredit von General Electric zu decken, der für den ursprünglichen Kauf aufgenommen worden war.
Die Smart-Streetlights-Technologie besteht aus Kameras, die an bestehenden Straßenlaternenmasten montiert sind. Die Kameras waren stationär und zeichneten keine Gespräche auf. Zudem wurden die Kameras nicht überwacht; Bilder konnten bei Bedarf von städtischen Mitarbeitern abgerufen werden. Im Jahr 2018 begann das San Diego Police Department (SDPD), diese Technologie zur Aufklärung von Straftaten und zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit einzusetzen. 2020 erfuhren Bürger von der Nutzung durch das SDPD und äußerten Bedenken hinsichtlich des Schutzes der Privatsphäre. Daraufhin verhängte der damalige Bürgermeister ein Moratorium für die Nutzung der Smart Streetlights, das bis heute in Kraft ist.
Die Laterne sieht alles, speichert 500 Gigabyte. Früher musste der Staat dir wenigstens noch hinterherschleichen. Heute reicht es, wenn du unter der Straßenbeleuchtung durchgehst. Ist halt besonders praktisch wenn, selbst der Überwachungsapparat seinen Arsch mehr bewegen muss. JE
14:49 | Der Bondaffe
https://www.reddit.com/r/Leipzig/comments/1i3o1nh/flackernde_stra%C3%9Fenbeleuchtung_what_was_going_on/
Flackernde Straßenbeleuchtung - What was going on in Leipzig Ost?
oder noch besser: unterwegs auf der Autobahn
https://www.youtube.com/shorts/gZ2rvVqP6Po
Man kann Straßenbeleuchtung zur Krminialitätsvermeidung auch anders nutzen. Wenn es flackert, geht
keiner mehr raus. Das Auge kann das Flackern der LEDs nicht verarbeiten. Man muß das nur steuern können. DAS nenne ich intelligente Straßenbeleuchtung.
08:57 | UCN: Die nächste Stufe des Überwachungsstaats: US-Geheimdienst arbeitet an KI zur Ferndiagnose von Menschen
Was heute als medizinische Innovation verkauft wird, könnte morgen zu einem der mächtigsten Überwachungsinstrumente der Geschichte werden. Die Forschungsbehörde der US-Geheimdienste IARPA arbeitet mit dem Programm MOVES an einer Künstlichen Intelligenz, die anhand gewöhnlicher Videoaufnahmen neurologische Erkrankungen erkennen soll. Nach offiziellen Angaben soll die Technologie Ärzte unterstützen und aus Videos – selbst unter schwierigen Bedingungen – Hinweise auf Krankheiten ableiten. Gleichzeitig beschreibt IARPA als langfristige Vision die Entwicklung von Werkzeugen, mit denen sich Gesundheitsmerkmale einzelner Personen und sogar ganzer Bevölkerungen aus öffentlich verfügbaren Daten bewerten lassen. (iarpa.gov)
und slaynews: Whistleblower enthüllt „Fassade“ hinter KI-Überwachungsnetzwerk zur Verfolgung von Amerikanern
Ein ehemaliger Mitarbeiter des Überwachungsgiganten Flock Safety hat die geheimnisvollen Praktiken des Unternehmens öffentlich angeprangert und ihm vorgeworfen, die Mitarbeiter über die Verwendung seiner KI-gestützten Spionagekameras in die Irre geführt und aggressive Taktiken eingesetzt zu haben, um öffentliche Opposition zum Schweigen zu bringen.
Jonathan Paz, der als Manager für Regierungsangelegenheiten bei Flock tätig war, sagte, er sei dem Unternehmen beigetreten, weil er davon überzeugt sei, dass dessen Technologie der Polizei helfen würde, vermisste Personen aufzuspüren und schwere Verbrechen aufzuklären. Stattdessen stellte Paz fest, dass seine eigentliche Aufgabe darin bestand, den lokalen Widerstand daran zu hindern, die gewählten Beamten zu beeinflussen, bevor diese die Überwachungssysteme von Flock genehmigten.
und noch expose: Die Verschmelzung von KI mit der amerikanischen Kriegsmaschinerie ist die gefährlichste Wendung in der Geschichte der Menschheit.
Das Pentagon bezeichnet Amerikas KI-zentriertes Militär als seine neue „manifest destiny“. Mike Adams nennt es eine Einbahnstraße in eine Dystopie, aus der wir möglicherweise nie wieder entkommen werden. Das „KI-zentrierte“ Militär zeichnet sich durch die Integration autonomer Drohnen und maschinellen Lernens in den Kampf aus. Adams argumentiert jedoch, dass staatlich gelenkte KI-Initiativen in Wirklichkeit Bestrebungen zur Zentralisierung der Kontrolle über die eigenen Bürger darstellen.
Beispielsweise patrouillieren die in Gaza kampferprobten KI-Drohnen von Skydio jetzt für über 800 Behörden, darunter das New York Police Department und die Zoll- und Grenzschutzbehörde, auf amerikanischen Straßen.
Die KI sollte uns Arbeit abnehmen. Gemeint war halt, dass sie künftig Überwachung, Zielauswahl und Verdachtsproduktion automatisiert. JE
05.08.2026
18:53 | UCN: Wie die totale Überwachung den letzten Zufluchtsort der Privatsphäre des Menschen erobert hat
„Das ist die ungeschminkte Realität des Lebens im Jahr 2026: Die Privatsphäre ist nicht nur ausgehöhlt worden – sie wurde systematisch abgebaut, zur Ware gemacht und in maschinelle Lernsysteme eingespeist, die dein Verhalten vorhersagen, noch bevor dir der Gedanke dazu kommt. Acht Milliarden Menschen leben nun unter einer unsichtbaren Kuppel ständiger Überwachung, jeder Atemzug wird überwacht, jeder Herzschlag katalogisiert, jeder Anflug von Widerspruch abgefangen, noch bevor das Bewusstsein ihn vollständig formt.“ – Patrick Wood, Herausgeber.
Kommentar des Einsenders
Klappe zu, Affe tot.
Das Zuhause bleibt selbstverständlich privat. Nur Standort, Stimme, Puls, Schlaf, Fernsehverhalten und Kühlschrankinhalt gehen auf Reisen. JE
15:36 | JF: Berlin startet KI-Überwachung von Brennpunkten
BERLIN. Die Innenverwaltung von Berlin hat ein Pilotprojekt angekündigt, das mit KI-Videotechnik die Straßenkriminalität in der Hauptstadt bekämpfen soll. Das Projekt soll noch in diesem Monat starten, wie ein Sprecher der Innenverwaltung mitteilte. Zunächst solle das neue Sicherheitssystem am Kottbusser Tor getestet werden und später auch an der Warschauer Straße eingesetzt werden, beide Orte gelten als kriminalitätsbelastet. Die neue Technik soll anhand von Kameraaufnahmen auffälliges Verhalten von Menschen erkennen und Alarm schlagen.
Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) betonte, dass es dabei nicht um biometrische Identifizierung von Gesichtern gehen werde. „Das Gesicht wird nicht erkennbar sein. Es geht um die Bewegungsabläufe“, sagte die Innensenatorin. „Wenn jemand zusammengeschlagen wird, sind das ja keine normalen Bewegungsabläufe. Und die KI kann das identifizieren.“
Super, dann kann man sich die bunte Bereicherung künftig live und in HD ansehen. Fehlt dann nur noch der neue True-Crime-Kanal mit Monatsabo und Behördenkommentar: „Die Lage ist unter Kontrolle.“ Berlin löst seine Kriminalität nicht mehr, man streamt sie. JE
08:54 | Der Bondaffe zu gestern 18:07
Die Verknüpfung "Pornokonsum" und "Finanzamt" wäre damit hergestellt. Wer sich also als "männlicher Konsument" bei einschlägigen Plattformen mit der ID-Austria anmeldet, dem kann man im Konsumprofil schon nachweisen, ob er sich erleichtert hat. Und auch wie oft. Einer "Ejakulations-Steuer" stünde nichts mehr im Weg.
04.08.2026
18:07 | FoB: „Wichsen“ nur mit ID Austria
Ab 2027 braucht jeder Pornokonsum in Österreich einen Altersnachweis. Der reine Klick „Ich bin 18“ ist tot. Das Medienministerium von Andreas Babler bestätigt es gegenüber profil: Pornoseiten fallen unter dasselbe Gesetz wie TikTok und Instagram. ID Austria oder ein privater Anbieter werden Pflicht. In der Praxis landet der Staat mitten im Schlafzimmer, Badezimmer oder vor dem Laptop.
Sommerministerrat Ende Juli: ÖVP, SPÖ und NEOS schicken das Gesetz in Begutachtung. Inkrafttreten Jänner 2027, Übergangsfrist bis 1. April. Fünf „Sucht-Kriterien“ treffen nicht nur Social Media, sondern jede Videoplattform mit Empfehlungsalgorithmus, Endlos-Scroll oder Autoplay. Explizit erfasst: Inhalte, „die sich überwiegend auf die unreflektierte Darstellung sexueller Handlungen beschränken“. Bundesregierung zufrieden: Babler nennt den Tag „einen sehr guten Tag aus Sicht der Kinder“. Pröll versichert, nur das Alter werde weitergegeben – kein Name, keine Adresse. Die gleiche ID Austria, die FoB schon 2025 als Anonymitätskiller gebrandmarkt hat, wird jetzt zur Zugangskontrolle für Erwachseneninhalte.
Kommentar des Einsenders
Top-Titel des Autors, und zeigt erneut die perfide DNA der Marxisten/Kommunisten/Sozialisten - wie bei ihren Altvorderen in der jüngeren Geschichte -, dass sie mit ihrer Ideologie und ihrem Kontroll-Wahn bis in die Schlaf- und Kinderzimmer der Menschen gehen, Privaträume und -eigentum ihnen völlig fremd sind! Ihre geistigen Führer von vor 80/90 Jahren in Europa, Cuba und UdSSR wären heute noch mächtig stolz auf ihre heutige Nachkommenschaft (die bereits nach '89 als überwunden geglaubt wurde)...! Andi, die Richtung stimmt, das Totenglöckerl für die SPÖ wird bereits eingeläutet.
Fürs Wichsen braucht man bald denselben digitalen Ausweis wie fürs Finanzamt. Der Unterschied zwischen beiden Tätigkeiten wird ohnehin zunehmend kleiner... JE
11:27 | golem: Bundesregierung bekräftigt Zeitplan für EUDI-Wallet
Kommt sie pünktlich, oder kommt sie nicht? Zwar räumt das Bundesdigitalministerium inzwischen ein, dass die digitale Brieftasche für Bundesbürger nur in abgespeckter Form an den Start gehen soll. Doch am geplanten Termin wird bislang nicht gerüttelt. "Die Bundesregierung hält unverändert an dem 2. Januar 2027 als Zieltermin zur Bereitstellung der staatlichen EUDI-Wallet für Bürgerinnen und Bürger fest", heißt es in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen.
Der Staat steckt den Ausweis ins Mobiltelefon und nennt das Freiheit. Praktisch, bis der Akku leer, das Konto gesperrt oder die Freiwilligkeit fertig hat. JE
03.08.2026
18:38 | oe24: Rotes Kreuz: Mitarbeiter heimlich auf Toilette gefilmt
In der Salzburger Zentrale vom Roten Kreuz wurde auf einer Männertoilette ein verstecktes Smartphone entdeckt. Die Polizei ermittelt bereits wegen illegaler Aufnahmen. Ein Mitarbeiter stieß zufällig auf die ungewöhnliche Entdeckung. Das Mobiltelefon war laut Ermittlern in der Decke installiert und dürfte im Dauerfilmmodus gelaufen sein. Umgehend nach dem Fund wurde die Polizei alarmiert, welche den Tatbereich sicherte und das Gerät beschlagnahmte, wie "ORF Salzburg" berichtet.
Monaco
´RK Heisl-Gate´
Wer Kollegen heimlich beim Scheißen filmt, braucht keinen Datenschutzkurs, sondern eine gründliche Bekanntschaft mit der Polizei, Gericht und Arbeitslosigkeit. JE
12:09 | slaynews: Republikaner in West Virginia wollen Schwarmkameras verbieten und warnen vor einer Bedrohung des Vierten Verfassungszusatzes durch KI-Überwachungstechnologie.
Der Freedom Caucus in West Virginia erneuert seine Bemühungen, die KI-gestützten Überwachungskameras von Flock landesweit zu verbieten, und argumentiert, dass automatische Kennzeichenlesegeräte, Gesichtserkennungssysteme und andere staatliche Überwachungsinstrumente das verfassungsmäßige Recht der Amerikaner auf Privatsphäre verletzen. Die Fraktion fordert die Entfernung der Kennzeichenlesegeräte von Flock Safety und die Verabschiedung des Fourth Amendment Restoration Act, eines Gesetzes , das den Einsatz einer breiten Palette KI-gestützter Überwachungstechnologien durch Strafverfolgungsbehörden und andere Regierungsbehörden verbieten würde.
Befürworter sagen, die Maßnahme sei notwendig, um die Bürger vor staatlicher Überwachung ohne richterliche Anordnung zu schützen, während Gegner argumentieren, sie würde legitime polizeiliche Instrumente unnötig einschränken.
Das Bewegungsprofil wird nicht gegen dich verwendet. Es wird nur sehr sorgfältig für diesen Fall vorbereitet. JE
08:02 | tkp: Vom Klimawandel zur digitalen IDs: Netzwerke hinter der globalen Politik
Es gibt Momente, in denen sich das Puzzle plötzlich zusammenfügt. Für Dr. Jacob Nordangård war es die Erkenntnis, dass dieselben Akteure, die hinter der Ölindustrie stehen, auch die Klimabewegung vorantreiben. Was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als kohärente Strategie. Der schwedische Forscher – promoviert in Technologie und sozialem Wandel an der Universität Linköping – hat sich 22 Jahre lang durch die Archive gewühlt, Netzwerke kartiert und Geldflüsse verfolgt. Was er fand, sollte jeden hellhörig machen, dem an tatsächlicher Aufklärung gelegen ist.
In einem Gespräch mit dem Podcast The Fourth Box legte Nordangård die Verbindungen offen, die von der Eugenik-Bewegung des frühen 20. Jahrhunderts über die Klimawissenschaft der 1950er Jahre bis zur COVID-19-Pandemie und den heutigen digitalen Kontrollsystemen reichen.
Früher bekam der Gefangene eine Nummer. Heute heißt sie digitale Identität und kommt per App. JE