18.05.2019

08:40 | gs: Überblick über die Geldinflation

Hier unser monatliches Update darüber, was in einigen Regionen/Ländern mit der monetären Inflation geschieht. Die monetäre G2-Inflationsrate (USA + Eurozone) ging im März 2019 auf ein 10-Jahrestief zurück und fristet sein Dasein nun schon 19 Monate lang unter der Boom-Bust-Schwelle von 6%. Betrachten Sie den unteren Chart für mehr Details.
Der niedrige Wert der monetären G2-Inflation ist auf das niedrige Wachstum der Geldmenge innerhalb der USA zurückzuführen. Im März betrug das Wachstum der Eurogeldmenge im Vergleich zum Vorjahr 7,6%. Dieser Wert ist zwar deutlich geringer als die Spitze von 14% im Jahr 2014, jedoch noch immer ziemlich hoch. Das Wachstum der US-Dollargeldmenge betrug jedoch nur 1,8%.

17.05.2019

08:15 | gr: Nick Giambruno: Eine gemeinsame Weltwährung

Es war vielleicht die bizarrste Ausgabe des Economist, die bis dato herausgegeben wurde ...Im Januar 1988 veröffentlichte das Magazin einen Artikel mit dem Namen "Bereiten Sie sich auf eine gemeinsame Weltwährung vor." In dem Artikel wurden Länder dazu aufgerufen, ihre monetäre Souveränität zugunsten einer Weltzentralbank aufzugeben, die dann eine gemeinsame Weltwährung ausgegeben hätte. Der Name "Phoenix" wurde für die Währung vorgeschlagen.

15.05.2019

18:29 | proaurum: Gold versus Dollar: Weltleitwährung auf Abruf?

Wer kennt sie nicht? – die alte Lebensweisheit „Geld regiert die Welt“. Genau genommen dürfte damit aber vor allem der Dollar gemeint sein, schließlich spielt er sowohl innerhalb der globalen Finanzsysteme als auch an den internationalen Rohstoffmärkten ganz klar die erste Geige. Doch um dessen Image und Werthaltigkeit ist es derzeit nicht gerade sonderlich gut bestellt.

Das sagen wir (Austrians) schon sooo lange und bisher hat er sich gehalten. Könnte auch noch weiter so bleiben. Das Überleben der großen FIATS ist mit klassischen geldtheoretischen Ansätzen nicht mehr zu begründen. Vielleicht überleben sie nur mehr wegen der REchtsbrücher der Regierungen, vielelicht auch aus anderen Gründen. Jedenfalls würde ich nicht (mehr) drauf wetten, dass in kürzerer Zeit was "Gröberes" geschehen würde - und wenn, dann nicht aus normaler Marktaktivität heraus sondern eher mit Schützenhilfe jener, die das dann auch wollen! TB


13:59 | standard: Der Vater der neuen Geldtheorie hat eine einfache Lösung für alle Probleme

Viele sprechen in den USA von einer neuen politischen Ära: Mit dem Linksruck bei den Demokraten sind der Begriff Sozialismus und Ideen für eine progressive Sozial- und Klimapolitik plötzlich populär geworden. Und als Begleitung taucht in politischen Debatten immer öfter eine neue Wirtschaftstheorie auf, die verspricht, dass all diese Pläne und Programme auch leicht zu finanzieren seien: die Modern Monetary Theory (MMT).

Hayek würde im Grabe rotieren, aber auch der diesen Theorien zugewandte Keynes würde schlucken! TB

Dazu passend - real world economics: The MMT debate! TB

09:01 | tagesanzeiger: Ein Blick in die Dollar-Zukunft

Der Kursverlauf des Dollars überrascht wieder einmal viele Währungsanalysten. Sie gingen davon aus, dass die Aufwertung dieses Jahr zu Ende gehen würde. Der Dollar hat sich in den vergangenen zwölf Monaten gegenüber den wichtigsten Währungen um 10% verteuert. Und der Anstieg geht weiter, obwohl US-Zentralbankchef Powell im Januar die Hoffnung auf immer höhere Dollarzinsen zerstörte. Inzwischen wird an den Märkten sogar über Zinssenkungen spekuliert, was die US-Währung eigentlich schwächen sollte. Aber das Gegenteil ist zu beobachten.

Dazu passend - bto: Der starke Dollar als Problem! TB

09.05.2019

17:36 | nzz: Bewusst oder unbewusst, Trump testet die MMT

Der Begriff «moderne monetäre Theorie» (MMT) taucht zwar nirgends auf in Präsident Trumps Budget. Die in dem Budgetdokument in Aussicht gestellten Haushaltsdefizite von je über 1 Bio. $ oder gut 5% des BIP für die kommenden Jahre und die entsprechend von derzeit 22 Bio. $ auf 26,5 Bio. $ (über 107% des BIP) steigenden Bruttostaatsschulden lassen aber vermuten, dass man im Weissen Haus der MMT zumindest nicht abgeneigt ist.

Würde nicht zu ihm passen, zumal oberflächlich betrachtet MMT nichts anderes als "´just another socialistic money experiment" ist. Nicht Trumps "coup of tea" TB

07.05.2019

11:04 | ET: Deutsche zahlten 2018 erstmals mehr mit Karte als bar

Die Verbraucher in Deutschland greifen beim Bezahlen immer öfter zur Karte statt zum Bargeld. Im vergangenen Jahr sei im stationären Einzelhandel erstmals mehr Geld per Giro- und Kreditkarte ausgegeben worden als in bar, teilte das Handelsforschungsinstitut EHI mit.

Die Bezahlung per Karte läßt genauso tief blicken wie eine urdentliche Rektaluntersuchung - tut aber weniger weh! TB

06.05.2019

15:56 | KenFM: Modern Monetary Theory: Pseudo-Wissenschaft trifft auf Polit-Opportunismus

Sie ist erst 25 Jahre alt, hat lange Zeit ein unscheinbares Dasein gefristet, findet aber seit Kurzem immer mehr Anhänger: Die Modern Monetary Theory (MMT), die von verschiedenen Seiten als neue Heilslehre im Finanzbereich angepriesen wird. Ihre Grundthesen stehen in der Tradition des Keynesianismus, einer Wirtschaftslehre, die die Rolle des Staates in Krisensituationen betont. Die MMT geht aber noch einen Schritt weiter und verquickt die Rolle des Staates mit der der Zentralbank.

03.05.2019

09:41 | anti-spiegel: Reserven in Gold, Handel in Euro und Rubel: Wie sich Russland im Eiltempo vom US-Dollar abwendet

Die russische Zentralbank hat im ersten Quartal 2019 55,3 Tonnen Gold gekauft, nachdem sie bereits 2018 insgesamt 274,3 Tonnen gekauft und inzwischen über mehr als 2.168 Tonnen Gold insgesamt verfügt. Die russische Zentralbank setzt damit ihre Politik der Diversifizierung konsequent fort, wobei sie die Bestände an US-Dollar konsequent abbaut. Betrugen die Bestände an US-Staatsanleihen Anfang 2010 noch 176 Milliarden Dollar, so waren es Anfang 2018 nur noch 14 Milliarden.

Ob jetzt der Euro die allergscheiteste Idee zum Ausweichen ist, sei dahingestellt. Es gehört ausserdem a bissl a Masochismus dazu, seine Reserven in jenem Währungsraum anzulegen, dessen Politker einen mit Sanktionen schneiden! TB

10:23 | Leser-Kommentar
Ich habe versucht, dem Gedankengang von TB zu folgen. Insbesondere auch die Benennung, „Masochismus“. Ich konnte ihm nicht ganz folgen. Als Erstes ist mir aufgefallen, dass im Artikel (4. Absatz) (…. Vermögen nicht in Euro anzulegen….) erwähnt wird. Was doch heisst, kauft keine Euros.
Zweitens: Der Tenor des Artikels liegt in der Diversifikation in Anbetracht der vermehrten Abwendung von Ländern von der Dollarwährung. D.h. allerdings auch, dass Präferenzen dieser Länder berücksichtigt werden müssen. Diese möchten ev. sich nicht unbedingt „absolut“ Richtung Osten wenden. Zugleich ergibt sich für Russland die Möglichkeit, zu Gunsten von Käufern in Rubel oder Renminbi , Euros auf den Markt zu werfen. (Was gehortet wird, kann wieder verflüssigt werden)
Ich sehe da eher eine Gerissenheit als die Freude am Leiden (Masochismus) Betonen möchte ich, dass ich kein Währungs- oder Finanzexperte bin, bei mir spricht diesbezüglich nur das Bauchgefühl.

Auch aus mir sprach das Bauchgefühl mit einem Anflug an Ironie! TB

02.05.2019

15:08 | eingeschenkt: Ernst Wolff: Das Finanzsystem ist reiner Betrug.

Die Banken und die Finanzwirtschaft haben ein Geldsystem etabliert, das die wenigsten in seiner Vollständigkeit verstehen. Es ist ein Betrugssystem, dem ein geschickt versteckter Mechanismus innewohnt: Die Verteilung der erarbeiteten Werte an die immer reicher werdende Oberschicht. Unser Geldsystem ist ein Kriegssystem, das keinen Wohlstand schafft sondern auf ein gegenseitiges Wegnehmen von Werten basiert.

Auch nicht gerade die feine englische Art, sich einmal einen Tag im FIAT-Imperium zu befinden, sich an dessen Buffets zu laben, deren Vorträge zu geniessen und dann ausgerechnet an einem solchen Tag einen derartigen Beitrag zu posten. Wuascht - b.com-mission stands above etiquette! TB

19:15 | Leserkommentar
Dieser Umstand ist nun mehr oder minder, seit mind. 20 Jahren bekannt und unzählige Male logisch begründet. Als Investor brauche ich niemanden was wegnehmen, sondern in Assets  investieren, deren "Haltbarkeit" durch Historie begründet ist und sich in jüngerer Vergangenheit bewährt hat. Einfache Frage, wenn jemand ab z.B. 2005 regelmäßig in Edelmetalle investiert hat, was man früher sparen nannte, hat dieser nun heute auf sein Gesamtinvestment gewonnen oder verloren ?
Und momentan, ist der Ausblick die Einschätzung zu EM, in der Fiat-Money Lage die wir haben, positiv oder negativ ?
Ich kann nach wie vor nicht verhelen, das ich den Eindruck habe, das viele Menschen "Investment" inzwischen mit zocken verwechseln. Das ist ehrlich gesagt sehr traurig.