06.01.2026
15:01 | Weiterer Wursthersteller in Ostdeutschland schließt Werk
Deutschlands größter Wursthersteller schließt ein Werk in Brandenburg. 500 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Die EWN Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG (EWN) stellt die Produktion in ihrem Werk in Britz in Brandenburg ein. Das teilte das Unternehmen heute (6.1.) mit. Der Hersteller der beliebten Marke „Eberswalder“ gehört der Zur Mühlen Gruppe an, Deutschlands größtem Wursthersteller. Diese wiederum ist Teil der Premium Food Group, besser bekannt als Tönnies-Gruppe. Der Standort Britz war erst 2023 von der Zur Mühlen Gruppe übernommen worden.
Die Produktion am Standort Britz soll nach aktueller Planung Schritt für Schritt bis zum 28. Februar 2026 eingestellt werden. Die Werkschließung betrifft rund 500 Mitarbeiter, die heute informiert wurden. Produkte der Marke Eberswalder sollen, wie teilweise jetzt schon, an anderen Standorten der Gruppe vornehmlich in Ostdeutschland produziert werden.
Die nächste Spritzkampagne muss her, allein schon, um die Wursthersteller vor der Insolvenz zu retten. JE
12:40 | ntv: Hähnchenbrustfilet: Über die Hälfte mit antibiotikaresistenten Keimen belastet
14 von 23 Hähnchenbrustfilets fallen wegen der Belastung mit antibiotikaresistenten Keimen im Öko-Test durch. Was darauf hinweist, dass die Geflügelfleischindustrie massiven Anteil daran hat, Krankheitserreger in die Umwelt und in die Lebensmittelkette einzuschleppen.
Eins vorneweg: Es gibt keine Organismen ohne Keime und Bakterien. Das gilt auch für Hühner. Dass die als Nahrungsmittel besonders gefragt sind, macht die Sache aber problematisch. Denn sie enthalten oft auch vermehrt resistente Bakterien, wie Öko-Test festgestellt hat. Die Tester hatten 23 Hähnchenbrustfilets im Labor auf antibiotikaresistente Keime untersuchen lassen. Einheitlich auf 1000 Gramm umgerechnet bezahlten die Tester dafür zwischen 8,32 und 39,90 Euro.
Entsteht natürlich nicht aus der Massentierhaltung .. so wie die Vogelgrippe. Es sind einfach die geänderten Lebensumstände dieser Tiere. TS
05.01.2026
19:06 | agrarheute: Frankreich: Premier attackiert Mercosur – 10-Punkte-Plan für Landwirte
Premier Lecornu schreibt einen offenen Brief an die französischen Bauern. Doch seine 10-Punkte-Offensive zum Wohl der Landwirte birgt Sprengstoff für die EU-Agrarpolitik. Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu geht in die Offensive: Unter dem Eindruck wütender Proteste der französischen Bauern verspricht der Regierungschef in einem offenen Brief an die Landwirte einen radikalen Kurswechsel. Das betrifft sowohl die nationale als auch die europäische Agrarpolitik (GAP).
Die von ihm und von Agrarministerin Annie Genevard angekündigten Maßnahmen bewegen sich allerdings zum Teil hart an der Grenze zu EU-rechtswidrigen Handelsbeschränkungen. Außerdem macht der Premier Zusagen zum EU-Agrarhaushalt, die einen einstimmigen Beschluss des Rates erfordern. Somit legt Lecornu die Lunte an die Unterzeichnung des EU-Freihandelsabkommens mit den Mercosur-Staaten und die nächste GAP-Reform.
Er sagt den Bauern, was sie hören wollen, macht Zusagen, die aber kaum durchsetzbar sind. Das ist keine Agrarwende, sondern nur ein Hinauszögern des Konflikts JE
02.01.2026
16:43 | NTV: USA senken Megazölle auf Nudeln drastisch
Ursprünglich haben die USA im Oktober einen zusätzlichen Zoll von 92 Prozent für 13 italienische Pasta-Unternehmen angekündigt. Jetzt rudert das US-Handelsministerium zurück. Doch eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Die USA haben die geplanten Strafzölle für mehrere italienische Hersteller von Nudelprodukten nach einer vorläufigen Überprüfung deutlich gesenkt. Dies teilte das italienische Außenministerium mit. Ursprünglich hatten die USA im Oktober einen zusätzlichen Zoll von 92 Prozent für 13 italienische Pasta-Unternehmen angekündigt - zuzüglich zu den Zöllen von 15 Prozent für die meisten Importe aus der EU.
Laut der Mitteilung des italienischen Außenministeriums wurde der Zusatzzoll für den Pasta-Hersteller La Molisana nun auf 2,26 Prozent gesenkt. Für das Unternehmen Garofalo wurde der Satz auf 13,98 Prozent festgelegt. Elf weitere Produzenten, die nicht einzeln geprüft wurden, müssen mit einem Zoll von 9,09 Prozent rechnen. Die USA hatten den italienischen Pasta-Herstellern vorgeworfen, ihre Produkte auf dem US-Markt zu unfairen Niedrigpreisen zu verkaufen.
Freihandel nach US-Art: Erst mit der Zollbazooka drohen, dann großzügig „Gnade“ walten lassen – und am Ende so tun, als sei das alles sachliche Wirtschaftsanalyse gewesen. JE