04.12.2022

08:31 | Der Musikant mit einem Ergänzungslink zur Besatzungsdiskussion der letzten Tage

owt: Putin Interview: Habt ihr Deutschland besetzt? | Deutsch

17:28 | Leser-Kommentar
Mag sein, werter Musikant, hierzu noch mal folgender Zustand.

https://www.geschichte-abitur.de/quellenmaterial/quellen-teilung-brd-ddr/urteil-des-bundesverfassungsgerichts-ueber-den-grundlagenvertrag

"Das Grundgesetz – nicht nur eine These der Völkerrechtslehre und der Staatsrechtslehre! – geht davon aus, daß das Deutsche Reich den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation noch durch Ausübung fremder Staatsgewalt in Deutschland durch die alliierten Okkupationsmächte noch später untergegangen ist; das ergibt sich aus der Präambel, aus Art. 16, Art. 23, Art. 116 und Art. 146 GG. […] Das Deutsche Reich existiert fort, besitzt nach wie vor

Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation, insbesondere mangels institutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig. Im Grundgesetz ist auch die Auffassung vom gesamtdeutschen Staatsvolk und von der gesamtdeutschen Staatsgewalt “verankert” . Verantwortung für “Deutschland als Ganzes” tragen – auch – die vier Mächte."

"Der Autor -Dieser Beitrag wurde am 19.06.2019 verfasst von Fabio Schwabe, Mettmann. Die aktuelle Version stammt vom 19.06.2019. Fabio Schwabe ist Gymnasiallehrer der Fachrichtung Geschichte und Gründer von Geschichte kompakt"
Das beisst aber mit der Umgestaltung des Gesetzes RuStAG ? 1997 stand in diesem Gesetz § 1 "Deutscher ist, wer die unmittelbare Reichangehörigkeit besitzt".
Heute liest sich der § 1 so - "Deutscher im Sinne dieses Gesetzes ist, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt." Bemerkenswert ist Aussage "im Sinne dieses Gesetzes"

https://www.anwalt.de/gesetze/rustag/1 Das klingt für mich seltsam, vielleicht kann ein Rechtswalt mal definieren - was diese Aussage unter dem Teppich bedeutet?

06:45 | Leser-Kommentar zum EX-NVA-Offz. von gestern (14:27)

Die Ausführungen werden immer abenteuerlicher. 1945 kapitulierte nicht das Herr der Großdeutschen Wehrmacht. Dönitz befahl der gesamten Wehrmacht, inklusive Waffen-SS, die Kapitulation. Hätte man aus meiner doppelten Verlinkung zum Kapitulationstext auch direkt entnehmen können. Punkt 1 der Kapitulationsurkunde besagt daher:

"1. Wir, die hier Unterzeichneten, die wir im Auftrage der Oberkommandos der Deutschen Wehrmacht handeln, übergeben hiermit bedingungslos dem Obersten Befehlshaber der Alliierten Expeditionsstreitkräfte und gleichzeitig dem Oberkommando der Roten Armee alle gegenwärtig unter deutschem Befehl stehenden Streitkräfte zu Lande, zu Wasser und in der Luft."

Also nix mit, Zitat "Ex-NVA-Offizier": "So hatte im dt. Kriegsraum 1945 halt lediglich das dt. Heer kapituliert (siehe Leser 14:23), die Marine und Luftwaffe befand sich dejure im Waffenstillstand"

Mal von der offensichtlichen Faktenlage abgesehen, daß die Kapitulationsurkunde das Gegenteil aussagt, es jeder sofort nachlesen kann, der dies will, hätte 1945 dann ein Waffenstillstand für / von Teilstreitkräften ausgehandelt werden müssen. Ein Waffenstillstand beginnt nicht einfach so, es sind Verhandlungen nötig, zwingend! Siehe zu den Inhalten eines Waffenstillstandsabkommens HLKO Kapitel 5. Wo / wann / in welcher Form erfolgte dies, Abschluß eines Waffenstillstandes? Warum haben besagte Teilstreitkräfte sich dann wie das Heer verhalten und einfach die Kapitulation, gemäß Befehl ihres Oberbefehlshabers Dönitz, ausgeführt? Wie soll so ein Unsinn überhaupt möglich sein? Richtig, ist unmöglich. Egal ob offiziell / inoffiziell oder alles dazwischen. Es geht einfach nicht, daß die Männer des Heeres aufgeben und sich ergeben, aber die Luftwaffe / Marine / Waffen-SS machen was ganz anderes.

Ebenso unsinnig ist die Annahme die Sowjets hätten alles nur deshalb gemacht, weil die auf den abwegigen Trichter kamen der 2. Weltkrieg gehe mit veränderten Teilnehmern / Feinden weiter, also jetzt USA (+Anhang), so als 3. Reich, gegen UdSSR. Ich hab in den letzten 2 Jahrzehnten einen Haufen an Erklärungen und Spekulationen zum rechtlichen Stand "Kriegsende" 1945 ff. gesehen, aber so was abenteuerliches noch nie.

Zitat
"Die ständige Gefechtsbereitschaft der NVA hatte auch den Grund, dass man von keiner vertragsgemäßen Vorwarnzeit für eventuelle Kriegserklärungen oder Fortsetzungen der Kampfhandlungen nach HLKO ausging, sondern dass die NATO ohne Vorwarnung sofort die Kampfhandlungen (wieder)aufnimmt."

Was wieder so gar nicht zum gesamten Überbau / Umgebung paßt. "Umgebung" wie: Jahrelang vernahm ich wie Ex-NVAler (Offiziere im persönlichen Kontakt, wie auch die entsprechenden "Dokus" bei der GEZ) über die Buntewehr spotteten, daß man nur am Freitagnachmittag hätte angreifen müssen, um bis Montag 07:00Uhr am Rhein zu stehen, weil im Westen dann alle im Wochenende sind, die Kasernen leer, bis auf Wache und UvD. Überbau wie: Ein neuer großer Krieg hätte gerade im Westen es nötig gemacht riesige Mengen an Material und insbesondere Personal zu aktivieren, da die von Montag bsi Freitag verfügbaren Truppen viel zu wenig gewesen wären. So eine Mobilisierung wäre und ist unmöglich zu verstecken. Da die konventionelle Überlegenheit des "Ostens" einen erfolgreichen konventionellen Angriff aber sowieso unmöglich gemacht hätte, wäre es an der Stelle erforderlich geworden direkt nuklear tätig zu werden, wobei dann der Schritt von taktischen zu strategischen Nuklearwaffen nicht hätte verhindert werden können. Absolut jeder, der auch nur annähernd sich mit der Sache beschäftigt hat, stimmt darin überein, daß die NATO nie in der Lage war den "Osten" durch Angriff (konventionell, gegenseitige Auslöschung nuklear zählt nicht) zu bezwingen und selbst eine erfolgreiche Verteidigung fraglich war. Es fehlte an Truppen, Material, Versorgung (, Kampfeswillen) und (politischer) Einheitlichkeit dieses viele Nationen umfassenden Gebildes. Und das war in Moskau durchaus bekannt.
Gerade daher war und ist es unsinnig die 10min bis Gefechtsbereitschaft, für 85% der Truppe, an 365 Tagen im Jahr (10min mögen nicht absolut exakt sein / je nach Truppengattung verschieden, sie kommen der Realität aber nahe genug), mit "Überraschungsangriff war ständig erwartet worden" zu begründen. Das ist die Lüge für die Leute im Schützengraben. Schon der "Überfall" auf die "friedliebende" Sowjetunion war keiner, die deutschen Planungen waren über ein halbes Jahr vorher erstmalig in Moskau bekannt geworden. Wurde fast 200x, aus über 100 verschiedenen Quellen Moskau angekündigt, nur Stalin wollte es nicht glauben, im Gegensatz zu fast allen anderen, auch und gerade den Frontkommandeuren + Stavka. Also aus einer Lüge, der vom "Überfall", bastelt man dann die nächste Lüge, "die NATO kann uns jeder, wie damals 1941, angreifen", was bar jeder militärischen Realität war und ist. Was man denen "da unten" an Blödsinn erzählt und was die kleine Gruppe, die "da oben" wirklich denken / machen / wissen, ist ein Unterschied. Es hätte jeder bei "Corona" wieder die Chance gehabt dieses uralte Muster zu erkennen oder es schon lange vorher auf historische Vorgänge anwenden können ... Muß man aber nicht, dann glaubt man halt an "Überfälle".

"Ex-NVA-Offizier" hackt auf der HKLO rum, versteht aber gar nicht was er da sagt. Auf dem Schulhof prügelt Michael unvermittelt auf Ronny ein, Stefan mischt sich ein und hilft Ronny, sie ringen Michael nieder und sitzen auf ihm, plötzlich greift Stefan Ronny an, weil Michael zwar besiegt wurde, aber kein "Frieden" geschlossen wurde und der Kampf daher ja noch wütet. Herr im Himmel. Wie kommt man darauf, daß dies irgendwie mit der HLKO in Einklang gebracht werden kann, wenn man 3. Reich, UdSSR und USA an die Stelle der Vornamen setzt?

Ach ja, 1939 hat die UdSSR Finnland ohne Kriegserklärung angegriffen. 1945 den Neutralitätspakt mit Japan gebrochen (am 08.08. den Krieg erklärt). Die HLKO wurde von der Sowjetunion gar nicht erst anerkannt, weil diese vom zaristischen Rußland ratifiziert worden war, aber von der UdSSR als imperialistisches Machwerk mit Ablehnung bedacht wurde. Aber wegen abenteuerlicher Konstruktionen des "Ex-NVA-Offiziers", hat die gleiche Sowjetunion zur HLKO geschaut, abwegigste Schlüsse gezogen und daher gibt es einen "Waffenstillstand" zwischen USA/3. Reich(/Deutschland) und Sowjetunion, seit 1945, obwohl es nie einen (offiziellen) Krieg der beiden gab und es nirgendwo ein entsprechendes Dokument gibt und auch keine mündliche Vereinbarung.

Den Rest schenke ich mir und verabschiede mich aus dem Thema, es wird mir schlicht "zu abenteuerlich", wie hier um die Ecken von Logik und Vertragstexten gedacht wird.

Den Status Deutschlands ab 1945 kann man viel einfacher und ohne Gehirnverdrehung erklären. 1945 kapituliert die Wehrmacht. Die letzte Reichsregierung wird verhaftet, alle Regierungsgewalt von den Besatzern übernommen. Diese setzen Ortskräfte zur Verwaltung ein, die ihnen verpflichtet sind. Dann schaffen sie Verwaltungseinheiten mit beschränkter Selbstständigkeit (BRD / DDR). Zum Schein gibt man ihnen "Unabhängigkeit" und "löst das Besatzungsrecht ab", Überleitungsvertrag 1955 (BRD), welcher Besatzungsrecht zu allem anderen übergeordnetem BRD-Recht macht. 1990 werden die beiden Gebilde wieder zusammengefügt, wobei der 2+4-Vertrag geheime Zusätze enthalten soll, in welchen die Rechte der Sieger und die Pflichten / Beschränkungen des Besiegten stehen sollen. Zusätzlich gibt es das GG, welches die Bezahlung der Besatzungskosten regelt, Besatzung gemäß HLKO, was 1955 geendet haben soll, seither werden die Kosten der Stationierung der NATO-Truppen bezahlt (gleiches Spiel wie beim Besatzungsrecht). Das man bei den vielen Änderungen am GG aber "leider keine Zeit fand" Artikel 120 entsprechend anzupassen, sollte einem zu denken geben.

Und dann noch die UN-Charta, laut derer Deutschland, was auch immer man nun darunter verstehen will: https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2003/160/de#art_53

Artikel 53
(1) ... "ausgenommen sind Massnahmen gegen einen Feindstaat im Sinne des Absatzes 2, soweit sie in Artikel 107 oder in regionalen, gegen die Wiederaufnahme der Angriffspolitik eines solchen Staates gerichteten Abmachungen vorgesehen sind ..."
"(2) Der Ausdruck «Feindstaat» in Absatz 1 bezeichnet jeden Staat, der während des Zweiten Weltkriegs Feind eines Unterzeichners dieser Charta war."

Artikel 107
"Massnahmen, welche die hierfür verantwortlichen Regierungen als Folge des Zweiten Weltkriegs in Bezug auf einen Staat ergreifen oder genehmigen, der während dieses Krieges Feind eines Unterzeichnerstaats dieser Charta war, werden durch diese Charta weder ausser Kraft gesetzt noch untersagt."

Tja, läuft der 2. WK jetzt noch? Die BRD hat die UN-Charta längst unterschrieben, wäre dann kein Feindstaat. Ist der 2. WK beendet, dann ist die Frage nach dem wann / wie wurde er beendet. Wurde er 1945-1973 beendet, dann sind wir wieder bei "Rechtlosigkeit der BRD gegenüber dem Sicherheitsrat und Maßnahmen zur Verhinderung der Wiederaufnahme der Angriffspolitik", weil die BRD erst Jahresmitte 73 zur Charta beitrat.

Das ergibt Möglichkeit A: Die BRD scheint mehr oder weniger rechtloses, besetztes Gebiet zu sein, dem man eine Selbstverwaltung verpaßt hat, samt militärischer Komponente, die jedoch gegenüber ausländischen Kräften / Mächten verpflichtet sind. Die Einzelheiten entnehmen sie bitte den der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Akten ... Der 2. WK scheint daher nicht beendet zu sein, da es keinen Friedensschluß gibt, weil dieser den Besatzungsstatus beenden und die volle Souveränität Deutschlands mit sich bringen würde.

Möglichkeit B: Die BRD ist souverän, jedoch wurden ihr in internationalen Verträgen (geheime) Beschränkungen auferlegt und durch Einbindung in internationale Organisationen diese Beschränkungen noch ausgeweitet, sodaß sie wie Besatzungsrecht wirken. Gleichzeitig wurden ihre Anführer so korrupt gemacht / so erpreßbar, daß sie (meist) tun, was gewissen fremde Mächte haben wollen. Der 2. WK wurde beendet, siehe auch Formulierung der UN-Charta, die bezüglich des 2. WK in der Vergangenheitsform abgefaßt ist, auch im englischen Text https://www.un.org/en/about-us/un-charter/full-text.

Was sich daraus nicht ergibt: Aus all dem kann man eines nicht ableiten, daß hier irgendwo / irgendwie ein Waffenstillstand mit Deutschland / 3. Reich besteht oder seit 1945 mal bestand hat. Ebenso unmöglich ist die Ausweitung der Kriegsteilnehmer nach 1945, mit völlig neuen oder verschobenen Teilnehmern, weil dies rechtlich einfach nicht geht, nicht auf der Grundlage der HLKO, UN-Charta oder irgendeinem anderen internationalem Vertragstext, der mir bekannt wäre. Oder das man den 2. WK als legal-rechtliche Begründung für Kriege ab 1945 hernimmt, weil "der 2. WK nicht beendet wurde", also Kriege wie es sie gab oder geben könnte: USA gegen Rußland / Sowjets oder USA gegen Irak oder Sowjets gegen Afghanistan, "beliebiges Beispiel hier einfügen", geht nicht zu begründen mit "aber seit 1945 hat es keinen Friedensschluß mit Deutschland / Japan gegeben".

14:13 | Die Eule
Werter Leser, wie oder wer in welchem Rahmen kapituliert hat ist völlig gleichgültig. Was zählt, sind letztendlich die Ergebnisse und die gleichen seit der Kapitulation eben jener Situation um 150 AD. Damals gab es in den Provinzen Germania inferior und superior, wie in Rätien ca. 80.000 Soldaten, was ungefähr 7 stationierten römischen Legionen entsprach. Ganz ähnlich wie der International Style nach dem Krieg die Innenstädte mit amerikanischen Flair aufpeppte, war es auch damals. Im Vergleich zu den Siedlungen der Kelten boten die neuen Städte der Römer doch wesentlich mehr Glanz und auch regelmäßige Schauspiele. Vergleicht man nun die Situation, leben wir aktuell in Rom 2.0. Die Zahl der stationierten Soldaten hat sich eigentlich nicht geändert, nur der Tribut der Provinz Deutschland fließt jetzt nicht mehr nach Rom, sondern eben nach Washington. Warum das alles so kam? Die keltischen Bauern ließen sich eben genauso rasch vom Geld blenden, wie die heutigen Politiker, die neuen Bauern im großen Spiel

03.12.2022

14:27 | Ex-NVA -Offz. antwortet den Lesern zur Waffenstillstandsdiskussion der letzten Tage

Schreibt man zu wenig und unpräzise, wird es missverstanden, schreibt man zu viel, nicht gelesen. Tatsächlich haben die Leser mit ihren Beiträgen nicht unrecht, greifen aber m.M.n. zu kurz. Die Gedanken des Lesers gestern um 16:49 hatte ich früher auch schon, aber das sah ich dann doch zu einseitig. Wir haben einen Weltkrieg, den mehrere Kriegsparteien per ordentlicher Kriegserklärung begannen, und welche in den letzten Jahrzehnten zusätzlich noch wechselten. Die HLKO war 1907 ja auf historischen Kriegserfahrungen von stehenden regionalen (!) Heeren entwickelt worden und hatte nicht künftige Weltkriege im Blick, ist somit alleinstehend betrachtet vielleicht heute zu ungenau.

So hatte im dt. Kriegsraum 1945 halt lediglich das dt. Heer kapituliert (siehe Leser 14:23), die Marine und Luftwaffe befand sich dejure im Waffenstillstand. Es gab aber weitere Kriegsschauplätze und -parteien, z.B. Südeuropa mit Italien, oder in Asien mit Japan und China, später Korea (hier mit weiterer Form eines WaffSt.Standes). Die darf man bei der Berücksichtigung nicht vergessen. Aber bleiben wir in Deutschland. Hier wurden durch die Besatzerverwaltungen sowas wie "Ersatz-Heere" gegründet, bzw. deren Aufbau gefordert. "Ersatzheer" Ost als NVA, "Ersatzheer-West" als Bundeswehr, jeweils auch mit früheren Militärangehörigen der Wehrmacht. So standen plötzlich wieder (ost)deutsche Militärs den westlichen Besatzern USA,GB, FR gegenüber, die (west)dt. Militärs der UdSSR, und jeder hätte die Kriegshandlungen wieder aufnehmen können, gar ohne vorher die Gegenpartei zu unterrichten oder dieser den Krieg erneut zu erklären.

So waren die "Grenztruppen der DDR", die übrigens nicht zur regulären NVA zählten, vergattert, keinesfalls (bei Republikflucht) gen Westen zu schießen, weil das als Fortsetzung der Kampfhandlungen interpretiert werden könnte. Die ständige Gefechtsbereitschaft der NVA hatte auch den Grund, dass man von keiner vertragsgemäßen Vorwarnzeit für eventuelle Kriegserklärungen oder Fortsetzungen der Kampfhandlungen nach HLKO ausging, sondern dass die NATO ohne Vorwarnung sofort die Kampfhandlungen (wieder)aufnimmt. Daher ist es Russland z.B. so wichtig, einen großen räumlichen Vorwarn-Korridor zu haben.

Weitere Beispiele zum Beleg dazu: Oberstleutnant Petrov stufte, zu unser aller Glück, 1983 eine Systemmeldung der sowjet. Luftverteidigung nicht als Raketenangriff der USA ein, sondern als Fehler und ignorierte die zwingende Dienstvorschrift. Seine Anweisung wäre aber ein sofortiges Auslösen des Gegenschlages gewesen, ohne vorher im Kreml anzurufen,ob es eine diplomatische Note für die Wiederaufnahme von Kampfhandlungen oder eine reguläre Kriegserklärung gab. Er wurde in Folge sogar disziplinarisch bestraft. Man stufte die Situation weiterhin so ein, dass sich die Kriegsparteien des WW II im Waffenstillstandsmodus befinden.

Ähnliches Beispiel der völkerrechtlichen Lageinterpretation war bei dem Natomanöver "Able Archer" im November 1983, wo der KGB einen bevorstehenden Angriff gegen den Warschauer Vertrag aus der Bewegung heraus vermutete, und Ronald Reagen aber zur Deeskalation -sichtbar für alle Journalisten - im White House (und eben nicht in Camp David) spazierte, so dass der KGB Entwarnung gab. Die gleiche Interpretation des Waffenstillstandsmodusses führte zum Abschuss der Boeing 747 über Sachalin im September selben Jahres. Es war ein heisses Jahr, als ich an der Offiziershochschule begann, und für längere Zeit gabs auch für Offz.-schüler deshalb keinen Urlaub. Wir befanden uns defacto kurz vor Wiederbeginn der Kampfhandlungen nach einem jahrzehntelangen Waff.St.Stand auf dt.Boden.

Die NVA, und andere Truppen des Warschauer Pakts, waren auch immer in "Erhöhter Gefechtsbereitschaft", wenn die Bundeswehr oder NATO eine Übung hatten, weil man einfach von der Weiterführung von Kampfhandlungen ausging, auch wenn die ehemal. verbündeten Kriegsparteien des WW II nun plötzlich Feinde waren. Somit befanden und befinden sich weiterhin Teilnehmer des WW II im Recht, gegen andere Kampfhandlungen aufzunehmen, allen voran die USA, egal ob Teilstreitkräfte früherer Gegner (Dtsch., Japan) bedingungslos kapitulierten. Das ist das große Drama dieser Welt, ohne Fiedensverträge mit allen Kriegsparteien kein Kriegsende und das Völkerrecht sieht hier wohl keine andere Bezeichnung als die des "Waff.StillSt." vor. Und da habe ich mich jetzt nur auf Mitteleuropa bezogen ,nicht auf Beispiele der ganzen Welt.

Zum Leser gestern um 9:38: Sie hatten da was zeitlich falsch eingeordnet. Meinen Satz "Man muss das Nötige (Recht) kennen und für sich nutzen." bezog ich nicht auf die DDR-Zeit, sondern auf meine Erfahrungen in der rechtsstaatlich organisierten BRD bzw. den westlichen Rechtssystemen. Rechtsausbildung in der DDR war sowas von bruchstückhaft, dass man sagen muß, sie war für die meisten schlicht nicht vorhanden. An völkerrechtliche Grundausbildung kann ich micht nicht mal in meiner 4-jähr. OHS-Zeit erinnern. Es grüßt auch kein Murmeltier, ich war lediglich 3 Jahre NVA-Offz. (zzgl. 4 Jahre Dipl.-Ing. Militärstudium) + 1 Jahr BW-Offz. und bin seitdem Unternehmer und Investor in mehreren Ländern, wobei ich bislang 2 x meine Weltanschauung komplett revidieren musste (1990 und 2007). Mein o.g. Nickname lädt da wohl leider zu Vorurteilen ein.

16:31 | Leser-Kommentar
Danke für Stellungnahme, wer Ex-NVA-Offz. Weshalb sollte ich sollte Vorurteile pflegen, auf einem hierarchischen strukturierten Kriegsplaneten ? Dann müsste zwangläufig meinen Vater verurteilen, welcher bei der Reichs-Marine diente. Oder dessen Bruder, welcher bei der Waffen-SS in Russland gefallen ist. In einer Welt dessen es nicht an Bewusstsein fehlt, sondern an der Bewusstheit des Einzelnen auf Masse gesehen. Ich habe Vökerrechtlich auch nichts in der Schule gelernt. Ausser das wir den Krieg vorloren haben und wir uns schuldig fühlen müsssen für Taten, an denen ich beteiligt war ?

Oder doch ? Laufend wird vom angeblichen Karma geredet. Ich hatte Hypnose-Rückführung, und wurde in dieser zu einem deutschen Hauptmann, der über Russland in seiner Junkers als Staffelkapitän abgeschossen wurde und gefallen ist. Kann ich jetzt sagen, das Karma war gut zu mir. Habe 65 Jahre noch keinen echten Krieg für mich erlebt. Mein Vater und mein Großvater hingegen zwei Weltkriege ! Wird des deshalb mal wieder Zeit, so einen Film/Muster wieder laufen zu lassen. Wenn welchen Steinen soll man denn heute noch werfen, werter Offz. ? Wenn man begriffen hat das man ein Reisender. ist.

Man macht Erfahrungen, geht seinen subjektiven Weg, denn das RIP im materiellen - ist einem sicher. Da ändert auch ein Ritterkreuz nichts oder ob Steiner kommt oder nicht. Ich geh "Outside the Box" über den Horizont hinaus. Was kann ich denn verlieren ? Wo wir bei der Sinnfrage angekommen sind. Reicht es nicht sagen können, Ich Bin - ich existiere. Ich mache Erfahrungen, der Rest wird sich finden, weil das Leben nun mal Wandlung ist. Somit jedem das Seine - keiner kann für einen anderen Leben. Ich Bin der Tropfen und das Meer, genügt heute nicht mehr ? Warum sind wir eigentlich hier Unten, wir haben uns die Erlaubnis dazu gegeben. Denn es steht uns ja jederzeit frei zu gehen, falls man will. Weshalb machen wir das in Regel nicht.Obwohl keiner von weiss, wenn man sich schlafen legt in der früh wieder aufwacht. Wir wollen deshalb für uns persönlich noch was erledigen. Was würde einen sonst hier Unten halten ?

02.12.2022

13:50 | Dipl.Ing zu den Kommentaren 11:15 und 16:36 von gestern

1. Lieber Silverado .. doch, China ist die 4. Siegermacht (von vieren). China hat Japan niedergerungen. Frankreich, angebliche Siegermacht ist in Wirklichkeit keine, denn Frankreich wurde von den USA befreit, ansonsten wären alle anderen Nationen, z.B. Niederlande auch ne Siegermacht. Die Chinesen hatten nur auf ihr Recht verzichtet in der Ferne ein Teil von Deutschland zu besetzen und hatten dieses Recht den Franzosen verkauft .. die Franzosen waren schon immer scharf auf das Rheinland gewesen .. deshalb sitzen in der UN … 5 Mitglieder des Ständigen Rates .. USA, GB, Russland, China und das eingekaufte Frankreich!

2. Zum Kommentator 16:36 … Lieber Kommentator .. „das 3. Reich ist/sei bei der UN usw. erloschen“ ist nicht richtig, in der UN-Charta wird zwar das „Deutsche Reich“ nicht namentlich erwähnt, sondern verschwurbelt nur als „… in Bezug auf einen Staat ergreifen oder genehmigen, der während dieses Krieges Feind eines Unterzeichnerstaats dieser Charta war … (Art. 107 UN-Charta) .

3. Dass die Weimarer Verfassung von 1919 weiterhin gilt steht direkt im Grundgesetz, Art. 140 GG sagt aus:
„Die Bestimmungen der Artikel 136, 137, 138, 139 und 141 der deutschen Verfassung vom 11. August 1919 sind Bestandteil dieses Grundgesetzes.“ .. Schlussfolgerung, wenn die o.g. Artikel noch gelten, dann gilt die gesamte Weimarer Verfassung noch!

 

13:46 | Leser-Kommentar zum Ex-NVA-Offizier von gestern 16:49 must read!!!

Leider muß ich seiner Aussage erneut widersprechen, mit allem Nachdruck noch dazu.

Artikel 35 der Haager Landkriegsordnung und Artikel 36 sind 2 völlig verschiedene Sachverhalte. Man kann entweder-oder haben, aber nicht beides. Eine Kapitulation beendet die Kampfhandlungen dauerhaft, die kapitulierende Seite gibt auf, ein Waffenstillstand beinhaltet dies eben gerade nicht. Man kann daher also nicht, wie "Ex-NVA-Offizier" behauptet "Ein Waffenstillstand kann nach HLKO Art. 35 durchaus durch eine (bedingungslose)Kapitulation eingeleitet werden." machen, sondern nur umgekehrt.

Wenn man erst (bedingungslos) kapituliert, alle Gegenwehr einstellt, die eigene Armee auflöst, in Gefangenschaft beim Feind gibt und sein Land vom Feind besetzen läßt, dann kann man danach nicht zu einem Waffenstillstand mehr wechseln oder dann sogar den Kampf wieder aufnehmen.

Man könnte aber den umgekehrten Weg gegen, erst Waffenstillstand und bei den Verhandlungen, zwecks Friedensschluß, die in der Zeit des Waffenstillstandes erfolgen, kapitulieren. Z.B. weil man einen inneren Zusammenbruch der Ordnung erlitten hat, daher den Kampf nicht wieder aufnehmen kann, der Feind darüber informiert ist und jetzt die Kapitulation fordert, oder sonst.

Ich verweise außerdem ans Wörterbuch. Das Fremdwort "Kapitulation / kapitulieren" bedeutet "aufgeben / verlieren". Wenn man aufgegeben hat, dann fängt man nicht einfach wieder kann.

Und weil wir gerade dabei sind, hier die vom "Ex-NVA-Offizier" bemühte HLKO mit Artikeln 35 & 36, die nicht grundlos in 2 verschiedenen Kapiteln liegen

Viertes Kapitel.Kapitulationen.Artikel 35.
Die zwischen den abschließenden Parteien vereinbarten Kapitulationen sollen den Forderungen der militärischen Ehre Rechnung tragen.
Einmal abgeschlossen, sollen sie von beiden Parteien gewissenhaft beobachtet werden.

Fünftes Kapitel.Waffenstillstand.Artikel 36.
Der Waffenstillstand unterbricht die Kriegsunternehmungen kraft eines wechselseitigen Übereinkommens der Kriegsparteien. Ist eine bestimmte Dauer nicht vereinbart worden, so können die Kriegsparteien jederzeit die Feindseligkeiten wieder aufnehmen, doch nur unter der Voraussetzung, daß der Feind, gemäß den Bedingungen des Waffenstillstandes, rechtzeitig benachrichtigt wird.
Artikel 37.
Der Waffenstillstand kann ein allgemeiner oder ein örtlich begrenzter sein.
Der erstere unterbricht die Kriegsunternehmungen der kriegführenden Staaten allenthalben, der letztere nur für bestimmte Teile der kriegführenden Heere und innerhalb eines bestimmten Bereichs.
Artikel 38.
Der Waffenstillstand muß in aller Form und rechtzeitig den zuständigen Behörden und den Truppen bekanntgemacht werden. Die Feindseligkeiten sind sofort nach der Bekanntmachung oder zu dem festgesetzten Zeitpunkt einzustellen.
Artikel 39.
Es ist Sache der abschließenden Parteien, in den Bedingungen des Waffenstillstandes festzusetzen, welche Beziehungen etwa auf dem Kriegsschauplatze mit der Bevölkerung und untereinander statthaft sind.
Artikel 40.
Jede schwere Verletzung des Waffenstillstandes durch eine der Parteien gibt der anderen das Recht, ihn zu kündigen und in dringenden Fällen sogar die Feindseligkeiten unverzüglich wieder aufzunehmen.
Artikel 41.
Die Verletzung der Bedingungen des Waffenstillstandes durch Privatpersonen, die aus eigenem Antriebe handeln, gibt nur das Recht, die Bestrafung der Schuldigen und gegebenen Falles einen Ersatz für den erlittenen Schaden zu fordern.

Und weil es so schön, der Kapitulationstext 1945 im Wortlaut
https://www.inforadio.de/dossier/archiv-2015/70-jahre-kriegsende/die-kapitulationsurkunde-im-wortlaut.html#:~:text=Wir%2C%20die%20hier%20Unterzeichneten%2C%20die,Befehl%20stehenden%20Streitkräfte%20zu%20Lande

Hier als Originale im Bundesarchiv
https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Virtuelle-Ausstellungen/Die-Deutsche-Kapitulation-1945/die-deutsche-kapitulation-1945.html

Als Vergleich der Waffenstillstand von 1918 im Wortlaut http://www.versailler-vertrag.de/Waffenstillstand-i.htm

14:23 | Leser-Richtigstellung
was vielfach nicht erwähnt wird ist die Tatsache das Großadmiral Dönitz - im Namen oder für die deutsche WEHRMACHT- kapituliert hat und NICHT
für das Großdeutsche (3.) Reich! De Fakt hat das Großdeutsche (3.) Reich NIE kapituliert.

16:30 | Leser-Kommentar zu 14:23
Die Frage ist doch wer von den Siegermächten erkennt dies an?


10:51
 | Leser-Kommentar zur blöden TB-Frage von gestern

Russland kann wiederkommen, die völkerrechtliche Begründung hierfür ist gegeben. Die Polen, d.h. natürlich deren Politiker, zündeln doch schon wieder und manche von denen reden schon von einer Kriegsteilnahme Polens. An der ukrainisch–weißrussischen Grenze fliegen doch schon die UAVs, und die Vorbereitungen für die Übernahme der westukrainischen Oblaste durch Polen laufen doch auch schon.

Wenn Polen dann wieder einmal britischen (und amerikanischen) Versprechungen glaubt...
Und von der Oder bis Berlin ist es dann auch nicht mehr weit. Meine Annahme ist, dass wir am Ende des Tages von einer Pax Americana zu einer Pax Rossija kommen werden. Die Inselreiche GB und USA (Inselkontinent) werden an den Rand der Geschichte gedrängt werden.

09:38 | Leserkommentar zum Ex-NVA-Offizier gestern 15:56
Mag sein werter Ex-NVA-Offz. Doch nutzt einem das subjektiv. Wenn Du im Fadenkreuz eines Scharfschützen bist - und dieser hat auf Befehl abgedrückt ??? Was nützen einem dann die Rechte ? Papier ist geduldig. Was zählt der Befehl und dessen Ausführung. Eigenlich müssten Sie doch als NVA-Offz. wissen wie das das damals gelaufen ist. Ich habe Verwandschaft in der ehm. DDR, 1989, war ich Anfang Dreissig.

Ich habe im laufe der damaligen Besuche schnell mitbekommen, wie es um die Rechte bestellt war. Wenn Sie den PKW an der Grenze auseinander nahmen. Wie sie sagen "Man muss das Nötige kennen und für sich nutzen." Das nötigste war hier dann, zusehen und hoffen das man wieder rauskommt, wenn reingegangen ist. Manchmal denke ich werter Ex-NVA Offz. es grüsst irgendwie das das Murmeltier, und zwar inzwischen im Westen. Obwohl ich meine Rechte kenne. Um die Erinnerung hieran aufzufrischen folgender Link. https://de.quora.com/Wie-war-es-als-Westdeutscher-die-DDR-zu-besuchen

"Die Klasse über uns fuhr damals nach Berlin. An der Grenze zur DDR bestiegen VOPOs den Bus. Ein VOPO fragte laut in den Bus hinein: "Haben Sie Waffen dabei?" Worauf einer der Oberstufenschüler laut antwortete "Nein, braucht man die bei Ihnen?" Die Weiterfahrt hat sich dann um mehrere Stunden verzögert, da das gesamte Gepäck rausgeholt und gefilzt wurde. Humor war nicht deren Sache."

01.12.2022

11:15 | Leser-Zuschrift "Russland noch immer Besatzungsmacht!"

Ich habe mich immer gewundert, warum Russland als erste Begründung für den Einmarsch die Entfernung der Neonazis von der Regierung der Ukraine genannt hat. Ebenfalls fiel mir keine Erklärung für die jährliche Einbringung – keine Ahnung, seit wann Russland das tut – einer Resolution in der UN–Hauptversammlung zur Verurteilung von Neonazitum, Rassismus etc. ein. Bis einschließlich des letzten Jahres haben nur die USA und die Ukraine diese abgelehnt, die US–Vasallenstaaten sich der Stimme enthalten. In diesem Jahr haben auch letztere, also auch Deutschland, gegen die Verurteilung von Nationalsozialismus etc. gestimmt. Mit Deutschland also für (außenpolitisch) und gegen (innenpolitisch) Nazis.

Gestern nun bin ich in einem amerikanischen Board auf einen Thread gestoßen, der auf die Artikel 106 und 107 der UN–Charta referenzierte, demnach die vier Siegermächte, USA, GB, SU und China berechtigt seien, jedes Wiederaufflammen des Nazitums auch mit Waffengewalt zu bekämpfen. Dies gelte auch für die damals unabhängigen Verbündeten der Nazis und dadurch auch für deren Nachfolgestaaten (z.B. Baltikum). Im juristischen Englisch bin ich nicht sattelfest und kann daher die Richtigkeit dieser Schlussfolgerung nicht bewerten.

Eines ist jedoch sicher, seitdem Russland alle Schulden der Sowjetunion, auch die aller ihrer Nachfolgestaaten, getilgt und in der neuen Verfassung die Rechtsnachfolge der SU angetreten hat, ist es legitime Besatzungsmacht in Deutschland, denn wir haben, wie auch Japan, keinen Friedensvertrag und die Feindstaatenklausel der UN wurde zwar als "obsolet" bezeichnet, aber nicht aus der Charta gestrichen.

Es dürfte keine gute Idee gewesen sein, mit der einen Besatzungsmacht Krieg gegen die andere zu führen.

Blöde Frage: ist man noch Besatzungsmacht, wenn man keine Soldaten mehr im Land hat und auch deren Sold nicht mehr vom Besetzten entrichtet werden muss? TB

13:27 | Silverado
China ist ein ständiges Mitglied des UNO Sicherheitsrates, nicht eine Siegermacht, aber das ist Korinthenkackerei. Für mich sagen die Artikel 39ff, dass der Sicherheitsrat derartige Handlungen durchführen (lassen) kann, nicht einzelne Mitglieder im Alleingang. Wenn dies so wäre, hätten sich die Russen sicher darauf berufen. Damit wäre so gut wie jede militärische Intervention eines Mitgliedes legalisiert. Ich stelle mir grade vor, wie Österreich, sobald es turnusmäßig Mitglied ist, sogleich losschägt, etwa am kleinen deutschen Eck und natürlich in Südtirol, weil es da wie dort Nazis gibt, und, wenn sie dran sind, Deutschland bzw. Italien zurückschlagen, weil es in Österreich auch Nazis gibt. Mann, ich sollte in die Waffenbranche wechseln.

13:32 | Ex-NVA-Offizier zur Frage von TB zur Besatzungsmacht
Wie die Anwälte immer sagen, im Zweifel hilft ein Blick ins Gesetz. Die HLKO, Art.42 definiert ein Gebiet als besetzt,"wenn es sich tatsächlich in der Gewalt des feindlichen Heeres befindet. Die Besetzung erstreckt sich nur auf die Gebiete, wo diese Gewalt hergestellt ist und ausgeübt werden kann."

Jedoch gibt es auch hier immer noch Auslegungsspielraum durch die Weiterentwicklung des Völkerrechtes. Im Wesentlichen kann gesagt werden, dass die HLKO und die daraus resultierenden Verträge, Verwaltungen, Besetzungen, Verwaltungszonen usw. erst mit einem Friedensvertrag außer Kraft gesetzt werden. Bis dahin gilt der Zustand des Waffenstillstandes. Es gilt noch zu recherchieren, ob es völkerrechtliche Vereinbarungen gibt, innerhalb des Waffenstillstandes, den Besatzungszustand gemäß Art.42 HLKO nach einem erfolgten Rückzug (Aufgabe) der militärischen Besatzungsmacht aus einem Gebiet dort auch wieder aufgenommen werden kann. Sicher kann das nur in Abstimmung mit allen Siegermächten (über die UNO) erfolgen.

Gemäß HLKO ist also wenigstens Westdeutschland durch die dort stationierten US-Truppen weiterhin besetztes Gebiet nach HLKO, ganz gleich ob durch Verweis auf die bilateralen Stationierungsabkommen dies im Mainstream bestritten wird. Hier gilt höheres Recht und das ist die HLKO vor diesen Abkommen. Art. 120 GG zu den Besatzungskosten ist auch weiterhin in Kraft und nach 1990 nicht aufgehoben worden, obwohl man seit Jahrzehnten in diesem Verwaltungsgesetz nach HLKO herum streicht. Im Übrigen gilt ähnliches auch für weitere Länder, z.B. Japan o. Irak.

14:31 | Leser-Kommentar
werter Kommentator, diese Gedanken gingen schon durch so manches Forum hin und her, ich halte die aktuelle friedens-/waffenstillstands-politische Situation für irrelevant so lange die aktuellen Noch-Besatzer und die besetzte Nation die UA mit Feuer versorgen, wird Rus immer noch ein Brikett nachlegen um der besetzten Nation das eigene Grillen zu ermöglichen.

15:56 | Leser-Kommentar zum NVA-Offizier
Ein Waffenstillstand bedeutet, daß beide Seiten ihre Streitkräfte behalten, damit der Kampf wieder aufgenommen werden kann, sofern die erfolgenden Verhandlungen über einen Friedensschluß scheitern. Gerade das gab es 1945 nicht, was auch dem "Ex-NVA-Offizier" eigentlich bekannt sein müßte. In Karlshorst und Reims wurde daher was ganz anderes unterschrieben / vereinbart, als im Eisenbahnwagen bei Compiegne. 1945 gab es keinen Waffenstillstand, es war eine bedingungslose Kapitulation. 1918 gab es einen Waffenstillstand, bis dann in Versailles der Friedens"vertrag" unterschrieben wurde. Daher gibt es seit 1945 auch keinen "langen Waffenstillstand".

16:36 | Leser-Kommentar zu 11:15
Guter Witz werter Leser, das China Nazis bekämpfen soll. Wie der Ex-Off. NVA treffend anmerkt. "Im Wesentlichen kann gesagt werden, dass die HLKO und die daraus resultierenden Verträge, Verwaltungen, Besetzungen, Verwaltungszonen usw. erst mit einem Friedensvertrag außer Kraft gesetzt werden. Bis dahin gilt der Zustand des Waffenstillstandes". Jetzt folgende These. Da die BRD, angeblich der Rechtsnachfolger vom 3. Reich ist, so wird es zumindest gesagt. Jedoch ist das 3. Reich bei der UN usw. erloschent Das könnte ein Grund mit sein, weshalb die Verfassung des Deutschen Reiches nicht erloschen ist und formal weiter besteht. Bestätigt durch das "Verfassungsgericht BRD". Deshalb weil wir als BRD keine Verfassung in dem Sinn haben.

Welche in geheimer Wahl vom Volk usw. bestätigt worden ist. Wir haben nur ein GG welches von Siegermächten genehmigt wurde. Und dann von "Protektorats-Parteien und der Regierung" bestätigt wurde. Sozusagen eine Art "Besatzungs-Statut". Aus diesem Grund wurde in diesem Besatzungsstatut auch der Artikel aufgenommen, daß sich das Deutsche Volk - eine Verfassung geben kann, wenn es denn will. Aus der Regierung oder den Parteien wird aber so ein Streben nicht kommen, da diese nach wie vor - Weisungsempfänger der Siegermächte sind.
Oder anders, die BRD ist der Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches, da diese die letzte Verfassung international anerkannte Verfassung war, welche für Staatsgebiet Deutschland gültig ist. Deswegen braucht man für manche Rechtsgeschäfte, auch den Nachweis - daß man rein formal Staatsbürger des Deutschen Reiches ist. Das hieraus staatsrechtlich, der Sachverhalt wahnsinnig Komlex wird, ist nachvollziehbar ? Seit dem
2.WK wurde alles getan, das dies unter dem Teppich bleibt. Letztendlich löst es nicht das Problem. Und vielleicht kocht die Sache hoch ? Weil vieleicht die Siegermacht bzw. der Rechtsnachfolger der Sowjetunion - amtlich die Russische Föderation - damit auch verschränkt ist, und es wegen der heutigen Umstände publik macht ?

16:49 | Ex-NVA-Offizier zu 15:56
Verehrter Leser, besten Dank für Ihren Einwand.Die Geschichte ist mir gut bekannt.Ich wollte allerdings vorrangig TB`s obige Frage anhand der Völkerrechtsverträge beantworten.

Ein Waffenstillstand kann nach HLKO Art. 35 durchaus durch eine (bedingungslose)Kapitulation eingeleitet werden. Die geht dem Waffenstillstand, welcher in mehreren Artikeln im 5.Kapitel der HLKO geregelt ist, lediglich voraus.Nach Art. 36 HLKO können die Feindseligkeiten auch jederzeit wieder aufgenommen werden, sofern eine bestimmte Dauer des WafStillSt. nicht vereinbart wurde. Ich kenne keine derartige Vereinbarung.

Es geht in dieser Welt- in allen Facetten- immer um  Rechtsakte, Rechtsgeschäfte usw., nur keiner liest gerne oder studiert als Bürger gerne Jura. Dabei ist die Bibliothek heute nur einen Mausklick entfernt. Ich habe damit vor ca. 25 Jahren angefangen und es hat mir enorm viel Reichtum aller Art verschafft. Es gibt fast nichts mehr, was nicht in irgendeiner Verordnung geregelt ist und nur das gilt eben in einem Rechtssystem. Man muss das Nötige kennen und für sich nutzen. Das Recht ist nicht für Anwälte und Richter gemacht, sondern für sich selber. Bei der Plandemie war u.a. mein Haupt-Argument: "Sklaven kennen Ihre Pflichten, Freie Bürger ihre Rechte". Daher war ich ungetestet, unmaskiert und ungschlumpft unterwegs - frei eben. Ich kann jedem raten, sich mit seinen Rechten zu befassen (Lesen!) und diese immer zu reklamieren. Es lohnt sich.

 

29.11.2022

07:38 | srbin: Russischer Abgeordneter: Sobald wir ihr Stromnetz zerstört haben, ist das Bankensystem an der Reihe

Das russische Duma-Mitglied Andrei Gurulyov sagte, sein Land werde das Stromnetz der Ukraine zerstören und dann das Bankensystem ins Visier nehmen. „Wenn wir das Zentrum ihrer Bankgeschäfte bombardieren, werden wir Geldüberweisungen deaktivieren, Karten werden nicht funktionieren und die Leute werden kein Gehalt erhalten“, sagte Gurulylov.

Er fügte hinzu, das Wichtigste sei, dass die Industrieproduktion in der Ukraine eingestellt worden sei. Die Waffenindustrie, alles wurde gestoppt, das ist das Wichtigste, alles andere sind Nebeneffekte, wir können mit einer Rakete einen Bahnhof in die Luft sprengen. Warum tun wir das nicht? Jetzt arbeiten wir an ihrem Energienetz, wir werden es zerstören, drohte er und enthüllte dann, dass das Bankensystem als nächstes dran ist“, sagte Gurulyov.

Russland will diesen Krieg nicht mit der Armee gewinnen, es will die Ukraine deaktivieren. Am Ende bleibt nur eine rauchende Hülle über. Das Mär vom Brudervolk der Ukrainer dürfte dann auch Geschichte sein. Eher Bruderzwist in Ruthenien bis in die siebte Generation. JJ

12:09 | Der Ostfriese
Werter JJ, ist nicht viel mehr ein anderer Vergleich passender, als der vom Brudervolk? - Der gütige Vater, der dem pupertierenden Jungen seine Grenzen aufzeigt, ohne ihn wirklich tödlich zu schädigen? Was hätten Amis oder Engländer gemacht? Erst einmal „alles platt machen“ vgl. Vietnam, etc. (Jugoslavien,...). Hätten den Russen dafür die Bomben gefehlt?- Wohl kaum. Wenn es sich für mich um das Vernichten dreht, mache ich keine Ansage vorher, denn dann wird der zu Vernichtende sich darauf vorbereiten können. Ich schlage unvorhergesehen mit aller Kraft zu – und im Fall der Ukraine gingen dann nicht nur alle sprichwörtlichen Lichter aus. Auch die Truppenbewegungen in Form von Panzerkolonnen. Es war für jeden zu sehen. Der Leser mit dem NVA-Hintergrund könnte ja einmal sagen, ob es aus Sicht der Kriegstaktik sinnvoll ist, alle Schritte dem Feind im voraus mitzuteilen... Es erinnert mich an meine Schulzeit in den 70ern. Jemand hatte mich über einen längeren Zeitraum provoziert, ich hatte ihn mehrmals darum gebeten, dies zu unterlassen, als dies nichts fruchtete, demonstrativ meinen TK-Stift (Tactical Pen) hervorgeholt (letzte Warnung) … na ja, es gibt Leute, die dieses Signal nicht verstehen – die Narbe knapp einen cm neben der äußeren Halsschlagader hat er heute noch... -wenn die Machthaber in der Ukraine jetzt nicht bald einlenken...

14:07 | Der Ex-NVA-Offizier antwortet dem Ostfriesen
Für Kriegstaktik ist selbstverständlich Tarnung und Täuschung nötig, nach HLKO ist die "Kriegslist" sogar völkerrechtlich erlaubt. Und genau da ist der Unterschied. Zum einen befindet sich die Welt in einem lang andauerndem Waffenstillstand seit 1945. Daher gab es seitdem auch niemals mehr eine offizielle Kriegserklärung irgendeiner Überfallmacht gegen den überfallenden Staat. Denn die völkerrechtliche Auslegung der "Sonderoperation" ist seitens Russlands, ähnlich wie übrigens 1979 im Afghanistaneinsatz, eine Art milit. Beistandsersuchen seitens der (neu gewählten) Regierung dieses Landes, welche in den Donrepubliken von Russland anerkannt wurden. Hinzu kommt, wie hier früher schon mal erwähnt, dass es noch gar keine feste verbindliche (via UNO) Grenzregelung zwischen dem Gebiet Russlands und der Ukraine gibt, somit Russland die Ukraine immer noch zu ihrer GUS-Verwaltung zählt (ähnlich wie Ostpreussen, Schlesien usw.). Es mangelt in allen Fällen schlicht an vollständigen (!!!) völkerrechtlichen Dokumenten zur Gebietsabspaltung.

Zudem gibt das Urteil des IGH Den Haag, dass andere Volksgruppen das Recht haben, ihre Unabhängigkeit zu erklären und sich auf den Präzedenzfall Kosovo berufen können.So gab es eben im Mai 2014 im Donbass eine überwältigende Zustimmung für eine Vereinigung mit Russland. Diese Vereinigung, vom Westen erneut fälschlicherweise als "Annexion" bezeichnet, fand letztlich erst statt, da die Minsker Abkommen völlig ignoriert wurden. Somit gehört- völkerrechtlich sauber - der Donbass nun zur Russischen Förderation. Dieser wird aber weiterhin seitens der Rest-Ukraine militärisch besetzt bzw. bekämpft, also damit jetzt direkt russisches Hoheitsgebiet. Dies berechtigt Russland nun zum angemessenen (!) Gegenschlag, mit der Absicht, diese Handlungen zu beenden. Das kann militärisch oder auch zunächst wirtschaftlich erfolgen, also mit dem zunächst mildestem Mittel. Welche Mittel das sind, wurde ja oben erwähnt, was auch zunächst als "diplomatische Warnung" verstanden werden sollte. Die Russen sind seit jeher konsequent und machen, was sie verlauten lassen, sind verlässlich, aber alles strikt im Rahmen des Völkerrechtes bzw. der Verträge (siehe GAZPROM-Turbinenreperatur-Konflikt), ganz im Gegensatz zu den USA. Diesen Charakterzug habe ich nicht nur früher schon militärisch wahr genommen, sondern schätze ihn auch heute bei meinen russischen, ukrainischen o. kasachischen Geschäftspartnern aus der intellektuellen Bevölkerungsgruppe. Daher kann man sich diesbezgl. auf (die meisten) Russen (u.ä. Volksgruppen) recht gut verlassen. Sie haben Stolz aber auch Größe und wollen im wesentlichen ihr Ding machen und in Ruhe gelassen werden von der idiotischen Restwelt.

Hinzu kommt, dass die Regierung um Putin natürlich auch an die Zeit danach denkt, vor allem, was in den Köpfen der Menschen hängen bleibt. Das sollen keine Bombenhagel auf Zivilisten sein, so wie seitens der Briten und Amerikaner im WW II gegen Deutschland und Japan (die Rote Armee hatte keine regelmäßigen Bomberflotten gegen Deutsche losgelassen!). In diesen völkerrechtlichen und kulturellen Zusammenhängen muss man diese ganzen Handlungen einordnen. Es ist eben kein Krieg gemäß Völkerrecht, im Zweifel ist es nur ein Bruch des Waffenstillstandes (schon seit 2014 seitens der Ukraine) auf dem Gebiet eines der Siegermächte.

 

25.11.2022

17:38 | testrt: Geschlechtsumwandlungen ohne medizinische Indikation könnten verboten werden

Witali Milonow, der für seine umstrittenen Äußerungen in Bezug auf die LGBT-Gemeinde bekannt ist, hat der Staatsduma einen Gesetzentwurf vorgelegt, der Geschlechtsumwandlungen ohne medizinische Indikationen verbieten soll.
Laut dem Abgeordneten brauchen die Menschen in den meisten Fällen keine Operation zur Geschlechtsumwandlung. Es sei besser für sie, sich an einen Psychologen oder Psychotherapeuten zu wenden. Es sei auch wichtig zu verstehen, dass "Spiele mit dem Geschlecht" das Leben verkürzen, argumentierte Milonow. Darüber hinaus würden verschiedene gesundheitliche Probleme auftreten und das Suizidrisiko steigen.

Ihm zufolge nehme die "gefährliche Praxis der willkürlichen Veränderung und Geschlechtsumwandlung an Fahrt auf". Laut Milonow sei dies eine direkte Bedrohung der demografischen Sicherheit des Landes, da Menschen, die die entsprechende medizinische Operation durchführen lassen, "eigentlich einer Sterilisation unterzogen werden und in Zukunft keine Kinder mehr bekommen können". Der einzige rechtliche Grund für eine Geschlechtsumwandlung sei ihm zufolge ein Beschluss der Ärztekammer. Konkrete Bewertungskriterien nannte Milonow nicht.

Irrsinn mit Anlauf, zumindest Moskau versucht sich dem entgegenzustellen!? Komplett verstrahlte Gesellschaft. OF

16:48 | Die Leseratte: Geheimdienstanalyse

Jakow Kedmi, ehemalige israelische Geheimdienstchef und Militärexperte, Politologie und Analyst, mit einer originellen Begründung für das was passiert. Putin spielt also doch 5-D-Schach, lach.

Erinnern Sie sich. Der Krieg richtet sich nicht gegen die Ukraine als solche. Es handelt sich um einen verzögerten Bürgerkrieg mit ausländischer Beteiligung. Und um sie zu gewinnen, muss der Westen zum Rückzug gezwungen werden. Warum? Denn es wird weitere "Ukrainer" geben, wenn die Möglichkeiten des Feindes nicht ausgeschöpft sind. Und dafür ist ein schneller Sieg nicht die beste Option.

Ja, Russland könnte die Nazis in ein oder zwei Monaten besiegen. Dies zeigte sich in den ersten Wochen, als die russische Armee in der Lage war, in kürzester Zeit viele der wichtigsten Orte des Landes unter ihre Kontrolle zu bringen und ganze Städte einzukesseln. Die Armee stand bereits in der Nähe von Kiew. Wie viele Armeen auf der Welt sind nach einer langen Friedenszeit zu so etwas in der Lage?

Doch bei einem schnellen Sieg hätte die EU keine selbstmörderischen Sanktionen verhängt und die russische Wirtschaft wäre von ihren eigenen Feinden abhängig geblieben. Und was würde eine solche Operation bringen? Ist es Putins Aufgabe, die Ukraine zu zerstören? Um Zelensky zu töten?

Was mich daran erinnert. Putin hat schon vor langer Zeit gesagt, dass sein Ziel die Souveränität Russlands und die Schaffung einer multipolaren Welt ist. Dazu gibt es nur einen Weg - den Zusammenbruch der EU, der NATO und den wirtschaftlichen Zusammenbruch des Westens.
Das ist es, wovor wir zurückschrecken.

Quelle: https://t.me/kedmy/4431

18:06 | Silverado zur Leseratte
Gut, der Mann soll auch gesagt haben: “Stalin was the last statesman to take care of his country.” Und hat im März Putins Vorgangsweise heftig kritisiert.

18:36 | Leserkommentar zu Silverado
Ja vorbildlich gekümmert - um Massengräber und Gulags...

23.11.2022

19:01 | Die Leseratte: Werbeverbotsgesetze

Man können die Russen froh sein, dass sie ohnehin vom der Weltmeisterschaft ausgeschlossen sind! Spätestens jetzt würden sich alle anderen Mannschaften weigern, gegen sie zu spielen! Die russische Staatsduma hat in zweiter Lesung ein Gesetzt verabschiedet, das LGBT-Propaganda sowie für Pädophilie und Geschlechtsumwandlung komplett verbietet! Bisher gab es dieses Gesetz schon als Schutz für Jugendliche, jetzt ist es insgesamt verboten. Wohlgemerkt die Werbung dafür!

https://srbin.info/svet/ruska-duma-usvojila-zakon-o-zabrani-lgbt-propagande-za-sve-uzraste/

Zitat:
Das Dokument sieht das Verbot der Propaganda für nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen und Pädophilie in den Medien, im Internet, in der Werbung, Literatur und im Kino vor. Das Gesetz verbietet auch die Aufforderung an Teenager, ihr Geschlecht im Internet, in Medien, Büchern, audiovisuellen Diensten, Filmen und Werbung zu ändern. Es ist verboten, einen Leihschein für einen Film auszustellen, wenn dieser Material enthält, das nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen und Vorlieben fördert.

Das wird die Kröten wieder Gift und Galle spucken lassen...!? Früher gab's auch bei uns Jugendschutzgesetze, die es einzuhalten galt. OF

07:47 | v-tv: Kreml soll doch zweite Mobilisierungswelle vorbereiten

Russland bereitet sich laut einem russischen Oppositonsmedium auf eine zweite Mobilisierungswelle im Januar vor. Unter Berufung auf Insider im Kreml berichtet das Online-Medium "Verstka" von einer möglicherweise für den Anfang des Jahres geplanten neuen Welle der Teilmobilmachung. Auch vom ukrainischen Innenministerium gab es entsprechende Äußerungen, allerdings ohne Belege. Die Regierung in Moskau behauptet dagegen, man habe nicht vor, weitere Reservisten einzuberufen.

Ich habe dieser Tage mit einem Militärexperten aus der Golfregion gesprochen, der rein militärisch und ohne Parteinahme Folgendes gesagt hatte:
"Es ist unverständlich, dass die Russen diese Mobilmachung nicht schon im April oder Mai ausgesprochen haben, deren Mobilmachung kam viel zu spät und zu lax und dass diese Verspätung ein historischer Fehler was, was die gesamte Operation in Gefahr bringen würde"!
Und nochmals: das ist keine Parteinahme sondern reine "Operations-Analyse"! TB

09:31 | Leser-Kommentar
Bei der ganzen militärischen Operation der Russen kam mir schon vor einigen Monaten der Gedanke, das man eigentlich nicht so handelt als wollte man den Krieg gewinnen. Da stellt sich auch die Frage inwiefern das zu einem größeren Plan gehört, der doch irgenwie mit dem WEF abgestimmt ist.

21.11.2022

08:06 | Leser Info zu Unfall in einer Gaspipeline im Gebiet Leningrad

Nach Angaben des Leiters der Region Leningrad, Alexander Drozdenko, kam es zu einem Brand (https://t.me/ukrainekrieg2022/523?single) in der Hauptgasleitung zwischen Berngardovka und Kovalevo. Der Vorfall ereignete sich Gestern gegen 15:30 Uhr Ortszeit. Wie das Ministerium für Notfallsituationen klarstellte, kam es in der Anlage zu einem Druckabfall und anschließend zu einem Brand. Das Wsewolozhskaja-Kraftwerk, das durch die Gaspipeline gespeist wird, wurde bereits auf Heizöl umgestellt.

Die Explosion ereignete sich auf der alten Hauptleitung nach Finnland, die durch den in Betrieb befindlichen Nord Stream-Ast dupliziert wird. Aus diesem Grund wird der Unfall nicht zu einer Unterbrechung der Gasversorgung von Karelien und St. Petersburg führen. In einigen Bereichen könnte es zu vorübergehenden Störungen kommen, aber dank des riesigen unterirdischen Speichers (UGS), der zu Sowjetzeiten angelegt wurde, kann die Stadt mit all ihren Industrieanlagen auch über einen längeren Zeitraum hinweg autonom funktionieren.

Nach vorläufigen Schätzungen wird die Wiederherstellung der beschädigten Anlage nicht länger als einen Monat dauern. Wenn keine schwerwiegenden Probleme mit den Rohren vorliegen, wird die Frist deutlich kürzer sein. Ermittler und Kriminologen des Untersuchungskomitees der Russischen Föderation sind am Ort des Geschehens tätig. Die genauen Gründe für den Vorfall sind noch nicht bekannt: Es könnte sich um eine gezielte Explosion oder um einen Unfall handeln, der nichts mit den Aktionen der Saboteure zu tun hat.

19.11.2022

08:48 | halturner: Ukrainian troops massacre surrendering russian soldiers

Ukrainische Truppen haben ein Kriegsverbrechen begangen, indem sie sich ergebende russische Truppen abschlachteten. Die Russen waren entwaffnet und lagen mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden, als ukrainische Nazis das Feuer auf sie eröffneten und sie alle töteten. Quellen vor Ort zufolge wurden die Morde von Soldaten der ukrainischen 80. separaten Luftlandebrigade begangen. Augenzeugen zufolge sind die Namen und Vornamen der Mörder bekannt, und die Informationen wurden an die russische Armee weitergegeben.

Das russische Außenministerium hat eine Erklärung abgegeben: "Die Russische Föderation fordert von den internationalen Organisationen, das Verbrechen der Ukraine mit der Hinrichtung russischer Kriegsgefangener zu verurteilen und eine Untersuchung durchzuführen."

Ob die Info stimmt, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Es ist aber nicht das erste Mal, dass den ukrainischen Streitkräften Kriegsverbrechen vorgeworfen wird. Zu all diesen Vorwürfen schweigt der Westen, und das nicht erst seit Februar 2022, sondern seit 2014.  Zufällig habe ich gestern über den Vietnamkrieg folgendes gelesen: 

In den folgenden Jahren kam es zu noch mehr Blutvergießen, unter anderem durch die entsetzliche Enthüllung, dass US-Soldaten im März 1968 in dem Dorf My Lai mehr als 400 unbewaffnete Zivilisten gnadenlos abgeschlachtet hatten. Nach dem Massaker von My Lai nahmen die Antikriegsproteste im Laufe des Konflikts immer mehr zu. In den Jahren 1968 und 1969 gab es Hunderte von Protestmärschen und Versammlungen im ganzen Land.

Kriegsverbrechen kommen wahrscheinlich in jedem Krieg vor. Wichtig ist, dass sie nicht unter den Teppich gekehrt werden. In den 60er Jahren sind Menschen im Westen zu Tausenden auf die Strasse gegangen, um gegen den Krieg zu protestieren. Heute im Westen, Schweigen im Walde. Das Schweigen des Westens zu manchen Handlungen ihres Verbündeten Ukraine fällt im Westen den wenigsten auf. Im Rest der Welt wird das Verhalten des Westens wohl anders bewertet. Wenn die westlichen Regierungen ernst genommen werden wollen, dann müssen sie mit ihrem Doppelstandard aufhören, wenn es um das Einfordern von westlichen Werten geht. JJ

13:53 | Leser-Kommer zum grünen JJ-Kommentar
Ach, werter JJ, sehr interessant. Onkel halturner mach auf StarWars ? Wieviele Divisionen bzw. russ. Brigaden haben sich denn, ukrainischen Truppen ergeben - welche hart Kruppstahl sind und zäh wie Leder sind ? Die USA als ethische und gerechte Nation, muss das natürlich aufzeigen. Da erblasst sogar die Dame Juris auf Ihrem Sockel. Und Ukrainer haben nichts anderes zu tun. Als solche Vorfälle sofort an die Presse zu melden. Und die es begangen haben, waren natürlich Nazi, wie könnte es denn anders sein ? Andere Truppenteile machen das nicht ? Die Luftlande-Brigade hat die Kennung 80
https://dewiki.de/Lexikon/Rechtsextreme_Symbole_und_Zeichen
und bekommt sicherlich, ihre Befehle aus Berlin, weil auf Amazon der Film "Er ist wieder da" läuft ? Was mir explizit von Amazon angeboten worden ist, das ich mir das ansehe. Es ist nicht ungewöhnlich - wahrscheinlich hat jedes Militär so paar Divisionen in der Truppe, die Nazi sind ? Damit muss halt leben. Hauptsache sie kommen nicht aus Deutschland, das wäre ein no go. Deswegen wird in Deutschland die Truppe laufend auf Nazis untersucht. Denn jeder Küchengefreite hat hat das Potenzial eines AH in sich und da würde zweifellos die ganze Welt im negativen verändern ? Kriegspiele in z.B. GB, oder USA sind natürlich erlaubt.
Weil die SS-Uniformen so fesch sind. Doch was solls, ich weiss ja, das ich einem globaben Irrenhaus bin. Und falls das Spiel das derzeit läuft, zu Ende ist. Gab es in der Ukraine auch ein paar böse Truppen, doch die waren halt Nazi und das kann schon mal vorkommen. Da der Mensch nicht unfehlbar ist. So kann der Rest seine Hände in Unschuld waschen ??? Wirklich eine ultimatives Alibi...

19:41 | Dipl.Ing.
Nazzi-truppen in der Ukraine......... sind natürlich erlaut und werden mit EU-Geldern gepampert. Wenn der Krieg vorbei ist, dann wird es eine
riesen Aufgaben für due EU diesen N-Truppen zu "entnazzifizieren". Wenn sie das nicht tut, wird die EU weiter unglaubwürdig. Ja, ein Verbrecher
ist solange böse, solange dieser einem selber nichts nutzt; - aber anders schon! Verlogene Politik!

18.11.2022

07:32 | srbin: Europa und die USA müssen Russland alle Reserven zurückgeben, die sie sich angeeignet haben

Russland verfügt über alle notwendigen außenpolitischen Hebel, um den Westen dazu zu zwingen, alle von Europa und den USA angeeigneten internationalen Reserven nach Moskau zurückzugeben. Vasily Koltashov, ein berühmter russischer Ökonom und Direktor des Instituts der Neuen Gesellschaft. sprach ausführlich über das Ultimatum, das Moskau für den Westen stellen könnte, und erklärte auch, warum die Vereinigten Staaten und die EU früher oder später gezwungen sein würden, russisches Eigentum zurückzugeben.

Die Leseratte: Ich verstehe diese Äußerungen so: Bislang hält Russland still in Bezug auf die "eingefrorenen" Vermögenswerte, um keine zweite Front aufzumachen. Sollte der Westen diese tatsächlich stehlen und der Ukraine zur Verfügung stellen, würde Russland gezwungen sein, zu reagieren. Sie hätten außenpolitische Hebel, z.B. die Möglichkeit, internationale Entscheidungen zu blockieren, die für die USA und EU wichtig sind und jeglichen Kontakt zu feindlichen Ländern abzubrechen. Es gäbe dann keine Gespräche mehr, jede Kommunikation würde mit den Worten beginnen: Geben Sie uns erst das Geld zurück, dann können wir reden.

Ein Land, das Raketen an seinen Grenzen aufstellt und das Gespräch verweigert dürfte kein angenehmer Nachbar sein. Natürlich können sie im UN-Sicherheitsrat und anderen Gremien alle Entscheidungen blockieren. Der Einfluss bei den BRICS, der SOC und anderen Organisationen darf auch nicht vergessen werden. Wenn dann auch Handelsbeziehungen abgebrochen werden, kein Gas, kein Öl, keine Kohle, kein Getreide und kein Dünger für "unfreundliche Länder", wirds knusprig.

 

14.11.2022

17:19 | transition: Müttersterblichkeit in Russland 2021 verdreifacht

Das Gesundheitsministerium verrät nicht, wie viele der Gestorbenen «geimpft» waren. Zudem werden impfbedingte Verletzungen oder Todesfälle nicht erfasst. Das russische Statistikamt Rosstat hat kürzlich die Zahlen zur Müttersterblichkeit für das Jahr 2021 veröffentlicht, berichtet der OffGuardian. Sie werfen einige Fragen auf, denn im vergangenen Jahr starben in Russland 482 werdende Mütter – gegenüber 161 im Jahr 2020. Das entspricht einem Anstieg von 11,2 auf 34,5 pro 100’000 Lebendgeburten. 90 Prozent der registrierten Todesfälle im Jahr 2021 waren auf Ursachen zurückzuführen, die nicht direkt mit der Schwangerschaft zusammenhängen.

Russische Beamte schreiben den starken Anstieg «Covid-19» zu, doch die Ursache könnte auch in den Gen-Injektionen liegen. Auch die russische Sputnik-«Impfung» ist eine solche, denn sie enthält DNA. Sie entspricht somit dem Präparat von AstraZeneca. In Grossbritannien wurden Gen-Injektionen kürzlich als für Schwangere unsicher anerkannt (wir berichteten). Laut der russischen Nachrichtenagentur Nakanune fand die Massenimpfung in der Russischen Föderation 2021 statt, nicht aber 2020.
Dasselbe Blatt hatte im September aufgedeckt, dass die Geburtenrate in Russland neun Monate nach der landesweiten Einführung der Impfpflicht im Herbst 2021 stark zurückgegangen war.

In Zeiten wie diesen mit einer gewissen Vorsicht zu genießen, dennoch interessant, da dieses Bild in das vieler anderer Länder paßt! Müttersterblichkeit, Geburtenrückgang, Fehl-/Todgeburten, frühzeitiger Schwangerschaftsabbruch usw. Der zeitliche Zusammenhang zum Start der Spritzkampagnen würde jedenfalls stimmen...!? OF

18:55 | Leser-Kommentar
ich hab ja Eurem Chef gestern ein längeres Elaborat geschickt, das war ihm anscheined zu, sagen wir mal - unkonventionell.

Ein Teil davon war folgendes:
Kirill Stremousov, von Moskau(!) eingesetzer Vizechef der Verwaltung des Gebiets Cherson,
in einem Interview im Oktober 2022:
« Sergei Mardan: Es gibt keine Gründe, es kann keine Gründe geben, Cherson zu verlassen, und
es gibt nicht einmal etwas, worüber man reden könnte. Cherson darf und kann nicht aufgegeben werden. Jeder, der Cherson aufgibt, ist einfach ein Verräter. Einfach ein Verräter und ein Verräter.

Kirill Stremousov: Ich stimme Ihnen absolut zu, absolut zu. »

9. November 2022: Russland zieht sich aus Kherson zurück.

9. November 2022: Kirill Stremousov kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben.
Der Todesfall des stellvertretenden Gouverneurs kam nur Stunden vor der Ankündigung des
russischen Verteidigungsministers Sergei Schoigu, dass man sich vom linken Ufer des Flusses Dnjepr zurückziehen werde.

Werter Leser, wohl kaum zu "unkonventionell", aber möglicherweise ist für längere Elaborate im Moment etwas zu wenig Zeit!? Wo immer diese Konverstation herstammen mag, es könnte bestenfalls ein Indiz sein, doch genaueres wissen wir alle nicht, da wir nicht im Generalstab in Moskau sitzen! OF

09.11.2022

16:55 | testrt: Vize-Gouverneur von Cherson stirbt bei Verkehrsunfall

Die Pressestelle des Gebiets Cherson hat am Mittwochnachmittag den Tod von Kirill Stremoussow bestätigt. Nach Medienberichten soll der stellvertretende Interimsgouverneur der Region, die Russland seit dem 30. September offiziell zu seinem Staatsgebiet zählt, bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sein. Sein Fahrer soll den Verkehrsunfall überlebt haben.
Auch der interimistische Gouverneur des Gebiets Cherson, Wladimir Saldo, bestätigte den Tod seines Stellvertreters.
"Es fällt mir sehr schwer darüber zu sprechen, dass Kirill Stremoussow heute ums Leben gekommen ist. Er starb im Gebiet Cherson, als er in einem Auto fuhr, das in einen Verkehrsunfall geriet."
Saldo sicherte der Familie von Stremoussow seine Unterstützung zu. Der Politiker habe fünf Kinder hinterlassen. Das sechste Kind sei gerade unterwegs.

Gar zu viele Unfälle in der letzten Zeit!? Man mag schon nicht mehr an "Zufälle" denken... OF

18:19 Die Leseratte zu 16:55
Zum Unfall:
Die Ukrainer begehen seit Monaten gezielte Anschläge auf Mitglieder der neuen, russischen Verwaltung! Meist allerdings durch Bomben. Die werden schonmal im Stromkasten versteckt und gezündet, wenn derjenige das Haus betritt, oder an der Straße versteckt und gezündet, wenn er vorbeifährt (da ist man auch skrupellos genug, die kleinen Kinder im Auto zu "übersehen" und trotzdem auf den Knopf zu drücken). Manchmal auch direkt durch eine Autobombe. Die Lebensgefährtin eines Bürgermeisters wurde auch schlicht erschossen. Es gibt auch täglich Meldungen, dass irgendwo mal wieder eine Gruppe Saboteure und/oder Waffenlager entdeckt wurden usw.

07.11.2022

19:58 | voltaire: Russland stellt US-Management der Vereinten Nationen in Frage

Die Russische Föderation hat einen langen Brief an die 195 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen geschickt, in dem sie ihre Schwierigkeiten bei der Erlangung von Visa für ihre Diplomaten bei den Vereinten Nationen beschreibt.

Sie betont, dass Washington nicht länger seinen Wunsch verhehlt, die Zahl der russischen Diplomaten, die in der Generalversammlung und in den verschiedenen Ausschüssen anwesend sind, zu begrenzen. Sie prangert Verstöße gegen das Sitzabkommen an, d. h. gegen die Verpflichtungen, die die Vereinigten Staaten eingegangen sind, um den Sitz der Vereinten Nationen zu beherbergen. Schließlich verweist sie auf die von der Generalversammlung am 6. Dezember 2021 verabschiedete Resolution 76/122, in der Washington bereits an seine Verpflichtungen erinnert wurde.

Dieser, in seiner Form sehr ungewöhnliche Brief, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Vereinigten Staaten ihre Kontakte vervielfachen, damit die Generalversammlung über eine Reform der UN-Charta abstimmt, die Russland aus der Organisation ausschließen würde. In Erwartung des Schlimmsten plant Moskau seinerseits, eine andere Struktur als die UNO zu schaffen, um internationale Streitigkeiten in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht beizulegen, im Einklang mit dem, was Zar Nikolaus II. seinerzeit mit den Haager Konferenzen getan hatte.

Verständlich, denn dieser momentane Zustand der UN samt ihrer Kremien, ist für ein gedeihliches Miteinander auf Augenhöhe nicht mehr tragbar! Besser ist Einseitigkeit kaum mehr zu beschreiben... OF

06.11.2022

09:15 | um: Russland – Kostenlose Düngemittel-Lieferungen für Afrika

Das russische Düngemittelunternehmen Uralchem ist bereit Afrika kostenlos mit Düngemitteln zu versorgen.

Mit Unterstützung der UNO laufen derzeit Verhandlungen mit der Europäischen Union, um in ukrainischen Häfen festgesetzte Düngemittel freizugeben.

Hunger als Waffe (der westlichen Wertegemeinschaft) wie es scheint. HP

 

03.11.2022

19:12 | Die US-Korrespondentin: Lawrow: Ein Vorschlag zur Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges

Dass die russischen Streitkräfte in der Ukraine so schlecht abschneiden, ist es nicht verwunderlich. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sprach kürzlich darüber, dass Moskau „bereit“ sei, über ein Ende des Krieges zu verhandeln. Lawrow wies darauf hin, dass Russland zwei Bedingungen für eine Einigung habe, machte jedoch auch deutlich, dass Moskau von den Verhandlungen mit dem Westen erhoffe, was es auf dem Schlachtfeld der Ukraine nicht gewinnen könne. Wie Newsweek berichtet, ist eine von Lawrows Verhandlungsbedingungen, dass der Westen „die Interessen der Russischen Föderation und ihrer Sicherheit voll berücksichtigt“.
Eine andere ist, dass der Westen „uns einige ernsthafte Ansätze anbieten muss, die helfen werden, Spannungen zu entschärfen“. Die erste dieser beiden Bedingungen läuft auf eine russische Forderung hinaus, dass der Westen (insbesondere die Vereinigten Staaten) zumindest einige der Gebietsansprüche Moskaus in der Ukraine akzeptiert und dass die Ukraine nicht der NATO beitritt. Die zweite Bedingung scheint eine Forderung zu sein, dass die Vereinigten Staaten und andere westliche Regierungen einen Mechanismus entwickeln, um die ukrainische Zustimmung zu jedem Abkommen zwischen Russland und dem Westen zur Beendigung des Konflikts zu erzwingen.

Und gleich der erste Satz von Newsweek fällt sofort wieder in das geframete Narrativ...!? Erst diese Woche wurde von einem afrikanischen Präsidenten eine Friedensgesprächsbotschaft mit an Kiew übermittelt, die Antwort ablehnend! Man darf also gespannt sein, wie der Westen seine Positionen noch weiter verteidigen will...!? Und die Bedingungen Moskaus haben sich im Grunde nicht erheblich geändert! OF

19:55 | Die Leseratte
Ganz richtig, „die Interessen der Russischen Föderation und ihrer Sicherheit voll berücksichtigen" ist der Bezug auf die Papiere, die die Russen im Dezember an die USA und Nato übermittelt hatten und geht über die Ukraine hinaus (Rückzug der Nato auf die vorherigen Grenzen z.B.), und die ernsthaften Ansätze betriffen die Akzeptanz der Realität, nämlich dass jetzt neben der Krim noch 4 weitere Oblaste zu Russland gehören. Lawrow bestätigt einfach nur die Position Russlands.

Wer letztendlich gewinnt oder verliert wird sich zeigen, wenn Verhandlungen weiterhin abgelehnt werden. Die Schläge gegen die Infrastruktur sind ganz klar eine Drohung, sich an den Tisch zu setzen, sonst machen sie weiter. Da Selenskij so sehr darum bettelt, tun sie ihm den Gefallen. Und mit jeder weiteren Nacht wird es teurer für den Westen. Ab einem bestimmten Punkt ist es völlig egal, ob die Russen weitere Landgewinne machen oder nicht, weil die ukrainische Armee einfach nicht mehr weiterkämpfen kann.

02.11.2022

12:56 | oe24: Kreml-Insider behauptet: Putin hat Krebs und Parkinson

Putin werde ''mit Steroiden vollgepumpt', so der Insider laut der britischen ''The Sun''.

Und die Pest und die Cholera und AIDS und die Gicht, mindestens. Völlig naiv ist aber der Glaube, dass auf Putin jemand folgte, der pro-westlicher wäre. Putins Ableben würde den Konflikt voraussichtlich dramatisch anheizen, denn auch wenn es die westliche Propaganda anders darstellt; Putin geht sehr bedacht vor, und allen voran eskaliert er nur, nachdem die Ukraine bzw. der Westen eskaliert haben. AÖ

13:46 | Der Franke
Sollte Putin tatsächlich Krebs und Parkinson haben?
Die Medizin in Russland ist Lichtjahre weiter als der aufgeblasene westliche medizinisch-pharmakologische-apparate Komplex.
Krebs, Parkinson, Alzheimer und viele weitere sogenannte Autoimunkrankheiten werden in Russland zu einen sehr hohen Prozentsatz ((80-95%) geheilt und nicht wie bei uns nur gekappselt, damit diese Qucksalber von neuem bei jedem Patienten danach weiter ihre Kassen und die der Pharmaindustrie füllen können. Diese Schmierfinken und Lügenverbreiter sind Erfüllungsgehilfen der Eliten, die sich mit diesem Schwachsinn ihr Konto füllen.
Auch bei uns sind die meisten Autoimunkrankheiten dauerhaft heilbar, wenn man weiß wie.
Z.B. mit Chlordioxid - kenne selbst zig ehrliche und authentische Fälle von Bekannten, wo beim verschwinden der Krebsgeschwüre, die Qucksalber verwirrt und erstaund waren und von der thypischen Spontanheilung gesprochen haben; ketogene Ernährung (keine Kohlehydrate), also sauer machende Lebenmittel strikt weglassen. Krebs kann nur in einem sauren Körper-Milieu (hauptsächlich durch einen hohen Fleischkonsum) entehen und damit weiterwuchert, bis nach der 5. Chemotherapie, Bestrahlung und einer vorhergegangenen Operation mitgeteilt vwird, dass man leider vnur noch 2-3 Monate zu leben hat..
Ein mit mir gut befreundetet Allgemeinfach-Arzt gab mit auch den Tipp, bei Krebs 7-10 Tage nur Fette zu sich zu nehmen. Dann verschwindet der Krebs von selbst.
Ist heftig, aber durchaus, dem Ziel näherbringend, verkraftbar.

16:45 | Leser-Kommentar zu 13:46
Ein mit mir gut befreundetet Allgemeinfach-Arzt gab mit auch den Tipp, bei Krebs 7-10 Tage nur Fette zu sich zu nehmen. Dann verschwindet der Krebs von selbst. Ist heftig, aber durchaus, dem Ziel näherbringend, verkraftbar. Also ich steh auf Sauerkrautsaft, werter Franke...

16:59 | Leserkommentar zu 16:45
Bei Fetten muss man aufpassen. Allgemein kann gesagt werden tierische Fette gut, pflanzliche Fette schlecht (Ausnahme Kernöl!). Rapsöl z.B. kann als Dieselersatz dienen, ist für den Körper allerdings pures Gift. Ähnliches gilt für Margarine, erinnern wir uns nur an die penetranten Werbungen für Becel&Co. in den 80er und 90er. Man merke: Butter kann durch nichts ersetzt werden, ausser durch Schmalz.

01.11.2022

19:20 | testrt: Sacharowa reagiert auf Behauptung Truss habe nach Nord-Stream-Anschlag Nachricht an Blinken gesendet

Der Internetunternehmer Kim Dotcom behauptete, dass die ehemalige britische Premierministerin Liz Truss kurz nach den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines eine Nachricht an US-Außenminister Antony Blinken gesendet haben soll. Nun reagiert Moskau darauf.
(...) Moskau hatte vor wenigen Tagen die britische Kriegsmarine für die Anschläge von am 26. September verantwortlich gemacht. Die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa reagierte auf die Tweets von Dotcom und schrieb auf Telegram:

"Mich interessiert die Antwort Londons auf folgende Frage: Hat die britische Premierministerin Liz Truss unmittelbar nach der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines eine Nachricht an US-Außenminister Antony Blinken mit den Worten 'It's done' geschickt?"

Auf die Antwort Londons warten "Millionen von Menschen auf der ganzen Welt", so Sacharowa. Am 29. Oktober hatte die britische Zeitung Daily Mail berichtet, dass Truss' privates Telefon im Sommer gehackt worden sei. Was die Inhalte des Telefons betrifft, war bis jetzt nichts bekannt.

Wir hatte über die Geschichte berichtet, und Kimdotcom ist Beweise bis dato schuldig geblieben! Dennoch interessant, dass einerseits die Story am grünen Parteitag die Runde machte (New York Reise, Polen, Habeck...) und andererseits London auf die Geschichte bis jetzt nicht reagierte!? Man darf gespannt sein, ob es Gegenreaktionen geben wird!? btw. Auch die Versicherungsgesellschaften sind bereits höchst interessiert, klare Antworten zu dem Fall zu erhalten...! OF

10:35 | ag: Putinsturz durch heimkehrende Truppen?

Eroberungskriege aus einer demografisch so desolaten Nation wie Russland hat es bisher nicht gegeben. Das weiß auch Putin. Seine Fehlkalkulation, was die Motivation der eigenen Truppen und den ukrainischen Widerstandsgeist betrifft, könnte ihn die Macht kosten.

Spannende Überlegungen! HP

11:33 | Leser-Kommentare
(1) Ich finde eher anspruchsvolle Überlegungen, werter HP. Denn wenn die Putin dadurch stürzt. Sind es nicht gemeinen Soldaten. Sondern der Offizierskorps und Unteroffizierskorps, die das machen könnten. Und die Heersführung in Russland bzw. dessen Korps müsste ähnliche Intention haben, sonst läuft das mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht. Ich einen Namen um das zu unterlegen. "Graf von Staufenberg"
https://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Schenk_Graf_von_Stauffenberg

(2) Die demographische Überlegung sehe ich hier durch den Wandel der Kriegsführung und der massiver wirkenden Waffen nicht wirklich gegeben.
Wurden die Kriege um 1850 noch am Feld, Soldat gegen Soldat geführt, hat sich dies in den folgenden Jahrhunderten auch auf zivile Einrichtungen und die Bevölkerung verlagert.  Waffen mit 1.000km Reichweite, mit hoher Wirkkraft, fordern kein riesiges Heer am Schlachtfeld.
Zerstörung der Infrastruktur und hinterlassen verbrannter Erde ist wieder "modern", wie unter den Hunnen, Dschingis Khan, USA in Vietnam etc.

(3) Werter HP , auch bei achgut scheint nun grelle Propaganda an der Tagesordnung zu sein. Bevor man beim Bevölkerungsrückgang aber nach Russland blickt, sollte man doch mal im eigenen Haus nach der verlorenen Kinderzeugungskraft forschen. Mit der ist es nämlich in Europa, mit 1,6 Kinder pro Frau, derzeit ziemlich schlecht bestellt. Da hier keine Besserung in Sicht ist, müssen Kinder wohl oder übel gestohlen werden, wenn Europa nicht untergehen soll. Dieser Diebstahl gelingt eben nur mit einem inszenierten Krieg.

16:19 | Die Leseratte
Was den Sturz Putins angeht, so hat er sowas bisher überstanden und wird vorsorgen. Und wer darauf hofft sollte NICHT damit rechnen, dass danach ein Mann ala Jelzin an die Macht kommt, die Lektion sollten sie in Russland inzwischen gelernt haben. Übrigens was die Lebenserwartung angeht: Ist im Westen seit Corona auch so!

Ich habe Heinsohn eigentlich immer geschätzt, aber hier zeigt er eine starke Russophobie und meiner Meinung auch auch unzureichende Kenntnisse über Russland und seine Gesellschaft (die über Wiki hinausgeht). Auch die Angabe von 90.000 Gefallenen stammen nicht aus offiziellen Quellen, sondern man beruft sich auf "dem Kreml nahestehende" anonyme Informanten oder auf britische Quellen, was mich an die ständigen Voraussagen erinnert, dass den Russen bald die Munition ausgeht. Auch unterstellt er Putin einen geplanten Genozid, gegen den die Ukrainer angeblich kämpfen. Holla die Waldfee!

Die Kriegsdemografie ist sein Spezialgebiet, er hat ja einen "Kriegsindex" entwickelt, der voraussagt, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Land Krieg führen wird, wenn man die "überzählige" Söhne seiner Gesellschaft zählt. Danach sollte kein einziges entwickeltes Land auf dieser Welt noch Kriege führen. So schön es ist, dass er sich um die Zukunft Russlands sorgt, sollte er sich lieber um die Zukunft der Ukraine sorgen. Und auch ein Umsturz wäre dort wahrscheinlicher, denke ich. Jedenfalls hätten die Ukrainer mehr Grund dazu, denn ihr Land geht grad total den Bach runter. Leider erwähnt er auch nur in einem Nebensatz, dass die Demografie in der Ukraine noch schlechter aussieht. Dort werden die Verluste inzwischen auch in Zehntausenden angegeben, bei einer viel kleineren Bevölkerung, die mittlerweile einer Totalmobilisierung unterliegt, d.h. es werden auch Alte und Frauen eingezogen. Auch in der Ukraine sind die wichtigen jungen Köpfe möglichst abgehauen!

Das Land hat mittlerweile wohl ein Drittel seiner Bevölkerung verloren. Viele Männer waren vorher schon im Ausland zum Arbeiten, die Dagebliebenen werden an der Front verheizt und die Frauen sind (mit den Kindern) ins Ausland geflohen. Ob die zurückkommen werden, hängt davon ab, ob ihr Mann aus dem Krieg zurückkommt UND wie die wirtschaftliche Situation im Lande nach dem Krieg sein wird. Zudem werden die sich, je länger der Krieg dauert, umso besser im Aufnahmeland einleben und immer weniger Lust haben, in ihr zerstörtes Land zurückzukehren. Inzwischen hat ja wegen der Uneinsichtigkeit Selenskijs (bzw. Washingtons) eine Phase begonnen, bei der die Russen wichtige Infrastruktur zerstören. Das wird anschließend fehlen und auf den Wiederaufbau können die lange warten. Es ist also eher die Ukraine, die ihre junge Bevölkerung verliert!

Dass die jungen Russen, die sich der Einberufung entzogen haben, dauerhaft in Armenien oder Kasachstan bleiben, ist unwahrscheinlich. Armenien ist klein und arm und in Kasachstan werden Russen diskriminiert und haben keine berufliche Zukunft. Zudem haben sie ihre Familien in Russland. Ich denke, die kommen zurück.

19:16 | Leser-Kommentar zu 16:19
Danke, werte Leseratte, für die eloquenten Ausführungen, ich erlaube mir dies etwas drastischer
zu formulieren.
Die Ahnungslosigkeit im Wertewesten bezüglich dem heutigen Russland ist wirklich
atemberaubend und sie macht auch nicht vor Gunnar Heinsohn halt. Der Herr Heinsohn ist - wie so viele im Wertewesten - überzeugt, wenn einmal der böse Putin weg ist - und am besten durch einen Jelzin-Klon ersetzt wird - ist alles wieder gut. Dann kann man Russland endlich wieder plündern und aufteilen.

Nein, Putin ist nur die Frontfigur des Kremls und wenn der weg ist, dann kommt z.B. der "Yoda" Patrushev und der Herr Heinsohn trägt dann ein "Putin Please Come Back" T-Shirt.

Ben Hodges als scharfsinnig zu bezeichen, damit disqualifiziert sich Heinsohn endgültig.

Ben Hodges im Original:

16. März 2022
These simple mathematical models tell us why Russia is running out of time

Retired Lt. Gen. Ben Hodges, the former commander of U.S. Army forces in Europe, recently stated
that Russia was running out of time to win the war in Ukraine before it would be forced to make peace.

…they need three things to do this [win], and they don’t have those three things. They don’t have the
time, they don’t have the manpower and I don’t think they have the ammunition.

In fact, he suggested that it might happen within 10 days
https://medium.com/@andersentda/these-simple-mathematical-models-tell-us-why-russia-is-running-out-of-time-8193340dde1d

16. Juni 2022
"Russians are running out of precision-guided weapons.
https://twitter.com/general_ben/status/1537323046326919168

14. Oktober 2022
Die Krim wird bis Sommer befreit
https://www.faz.net/aktuell/politik/thema/ben-hodges

Die Krim wird bis Sommer befreit? Wie macht das ein Land, das kurz vor dem Untergang steht?

Ukraine is on the brink of extinction
Colonel Douglas McGregor
https://www.youtube.com/watch?v=Co-xsyYccZQ

Heinsohn behauptet Russland hätte 90.000 Mann Verlust. Das zeigt eindeutig, dass der gute Mann von Russland aber so gar keine Ahnung hat. Auch wenn die Führung im Kreml diese Verluste verstecken wollte, das funktioniert im heutigen Russland nicht. Russland ist nicht die Sowietunion!

Apropos Verluste:

Wehrschütz: "Massive Verluste der Ukraine, aber Ukraine gibt das nicht zu"
https://exxpress.at/wehrschuetz-massive-verluste-der-ukraine-aber-ukraine-gibt-das-nicht-zu/

Der letzte Absatz des Elaborats zeigt auch woher der Herr Heinsohn seine Informationen bezieht -
aus Hollywood Produktionen.
Im Gegensatz zu Herrn Heinsohn kenne ich sowohl Leute die Moskau fluchtartig verlassen haben, aber auch welche die sich freiwillig gemeldet haben.