20.05.2019

06:02 I rubikon: Die Demokratur

Es war ein schöner Traum, aber eben doch nur ein Traum: ein vereinigtes Europa als Oase des Friedens und der Freiheit. Dieses Europa hat nicht nur das Friedensversprechen jener Generation gebrochen, die sich 1945 aus den Trümmern eines furchtbaren Krieges erhob; es hat nicht nur die soziale Ungleichheit zwischen den Ländern und auch im Inneren der einzelnen Staaten zu seinem Markenzeichen gemacht — dieses Europa ist auch dabei, seine Freiheit zu begraben. Die Freiheit, die es für seinen wichtigsten, immer wieder pathostriefend beschworenen Exportartikel hält. Der Unterschied zwischen den „bösen“ und autoritären Ländern des Ostens und den „guten“ des Westens ist dabei nur marginal. Ob in Ungarn, Polen und Österreich oder in Spanien, Italien und Frankreich; ob zentral in Brüssel und Berlin oder an der „Peripherie“, in Griechenland — überall zündelt die Staatsmacht mit Werkzeugen der Diktatur. Wir befinden uns längst auf dem Marsch in die autoritäre Postdemokratie.

05:40 | oo: Mehr Macht für die Freiheit

Zahlreiche machtwillige und machthungrige Berufspolitiker in allen Parteien finden (den Weg zur) Macht faszinierend und streben nach immer mehr Macht. In ihrer parteipolitischen Sozialisation üben sie gerne den höfischen Umgang mit (vermeintlich) Mächtigen. Sie lernen, wie sie sich in oligarchischen Parteistrukturen Macht aneignen können und wie sie ihre Macht ausüben und absichern können. Im innerparteilichen Intrigantenstadel gibt es stets zahlreiche Möglichkeiten für ein Training des Umgangs mit Macht.

18.05.2019

13:09 | goldgeldwelt: Kevin Kühnerts feuchter Traum: Darum ist Enteignung heute schon Realität

Während Juso-Chef Kevin Kühnert davon träumt, den aktuellen Finanzsozialismus (der fälschlicherweise meist als "Kapitalismus" bezeichnet wird) zu stürzen und die Freiheiten und Eigentumsrechte der Bürger endgültig abzuschaffen, distanziert sich quasi die gesamte SPD von den jugendlichen, ​kommunistischen ​Parolen. So lässt sich bei der Europawahl kein Blumentopf gewinnen.

15.05.2019

08:44 | mises: Eigentumsrechte und Umweltschutz sind natürliche Verbündete

In einem wirklich marktwirtschaftlichen System – nicht zu verwechseln mit der heutigen Mischwirtschaft, wo der Staat in immer mehr Bereiche hineinredet, – sind Eigentumsrechte per Definition geschützt. Das reizt zu einem vorsichtigen Umgang mit knappen Ressourcen und einer nachhaltigen Produktion an, weil persönliches Eigentum durch Übernutzung oder Verschmutzung an Wert verliert und in schlechtem Zustand weniger Profite abwirft.

Für die b.com Neulinge: Das Drama der Almende - warum sterben Wale aus und Kühe nicht! Weil Kühe kein Allgemeingut sind und jemanden gehören, der sich drum kümmert! (stark abgekürzt) TB

13.05.2019

08:29 | mises: Der Fall Kevin Kühnert zeigt: Der Sozialismus lebt

Nein, aus Erfahrung wird man nicht klug, jedenfalls nicht notwendigerweise. Das zeigen die jüngsten Vorschläge des Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert nur allzu deutlich. Er hat in einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit unter anderem gefordert, den Automobilbauer BMW zu kollektivieren und allen Immobilienbesitz, der über die private Nutzung hinausgeht, zu enteignen und die Bewirtschaftung von Wohnraum dem Staat anheimzustellen.

Ist es nicht erstaunlich, wei oft man über etwas "nicht lebensfähiges", bzw eine Idee, die bisher noch immer versagt hat, "es/sie lebt" schreiben kann? Der Sozialismus ist diesbezüglich ein Phänomen. 1000 Mal gestorben und "lebt" noch immer! TB

12.05.2019

10:59 | NewYorkTimes: An Economist Who Believes Only Government Can Save Capitalism

A diverting Beltway pastime during the heyday of the Washington Consensus was to gently mock Joseph E. Stiglitz. It was remarkably easy for pundits to wave away his prestigious awards (Nobel Prize in Economics) and positions (World Bank chief economist, chairman of Bill Clinton’s Council of Economic Advisers) and dismiss his warnings about “market fundamentalism” as overripe hyperbole. In 2004 the financial columnist Sebastian Mallaby described Stiglitz as “like a boy who discovers a hole in the floor of an exquisite house and keeps shouting and pointing at it.” Fifteen years later, the house that capitalism built looks rather shabby. Maybe, just maybe, more people should have taken Stiglitz seriously.

Ein Nobelpreis-gewürdigter, der von Marktversagen spricht. Sicher, der ist belesener, intellektueller und g'scheiter als wir alle. Aber ich erlaube mir doch anzumerken, dass der von der westlichen Welt in den letzten Jahrzehnten gelebte Markt kein freier Markt war, sondern einer, dessen Fundamente manipuliert und aufgeweicht wurden. Der wichtigste Preis des Marktes, der Preis des Geldes wird täglich manipuliert und daraus ergibt sich in weiterer Folge eine umfassende Marktmanipulation, und deshalb kann er auch nicht so wirken, wie er es früher einmal tat. Andererseits, ein Vifzack wie er weiß das, vielleicht weiß er auch mehr, was wir nicht kennen. Bin irritiert! TB

08.05.2019

08:36 | mises: Umverteilung ist ungerecht

Du fragst mich, warum ich ein System unsozial finde, indem Einrichtungen auch für jene da sind, die kein Geld dafür zahlen können? Deine Frage zeigt ein Missverständnis. Ich finde es gut, wenn es Einrichtungen gibt, die von allen Menschen, armen und reichen gleichermaßen genutzt werden können.

Dazu der Umverteilungs-Zitaten-Klassiker schlechthin:
"Ich habe noch nie verstanden, warum es Gier genannt wird, das eigene, verdiente Geld behalten zu wollen, es aber keine Gier ist, sich das Geld anderer Leute aneignen zu wollen." - Thomas Sowell - TB

06.05.2019

09:32 | mises: Kevin Kühnert flirtet mit dem todbringenden Sozialismus

Es ist das Vorrecht der Jugend, radikal zu denken. Immerhin ist ihr Urteil ja durch keinerlei Lebenserfahrung, geschweige denn durch Leistungsdruck und/oder langjähriges Arbeitsleid getrübt. Manche Jugendliche verfügen aber dafür über ausgeprägte, und höchst ungewöhnliche Talente und Gaben. Beispielsweise vermag ein kurz vor seiner Seligsprechung stehendes Mädchen aus Schweden CO2 zu sehen. Sie schafft es, jenes Gras schon heute wachsen zu hören, in das wir morgen – dem Klimawandel sei Dank – allesamt beißen werden.

06:30 | nzz: «Wenn Kevin Kühnert glaubt, der Sozialismus sei kein autoritäres Konzept, sollte er dringend mal den Hörsaal verlassen»

Ich gönne Kevin Kühnert seine sozialistischen Träume. Das gehört beim Juso-Stammtisch zum guten Ton. Doch durch die schlechte Lage der SPD ist er einer der führenden Köpfe der ehemals grossen Volkspartei geworden. Deshalb muss man ihm laut und deutlich widersprechen. Unser Wohlstand beruht auf der Sozialen Marktwirtschaft. Wer vom Sozialismus träumt, dem geht es zu gut.

Eigentlich wollte ich nichts mehr zur verbalen Diarrhoe von klein Kevin bringen, aber hier spricht eine Frau seines Alters in erfrischener Art und Weise, obwohl: zum Thema Soziale Marktwirtschaft bitte bei Mises und Hayek nachlesen, Frau Schröder..... HP

08:08 | Monaco
Bücher von Mises und Hayek.....Frau Schröder beweist zumindest in Ansätzen, daß ein Aufschlagen der Bücher durchaus einen Erkenntnisgewinn bringen könnte.....bei klein-Kevin, wäre eher das Aufschlagen auf dem Kopf angebracht.....

05.05.2019

08:33 | gs: Kevin Kühnert, der Lehrling von Karl Marx

Meine Achtung gilt dem Juso-Chef Kevin Kühnert - einerseits, denn er hat es durch wenige Aussagen geschafft, was den meisten anderen Politikern nicht gelang: Den von fast allen Parteien bis vor wenigen Tagen schlappen, mit nichtssagenden bis dämlichen Parolen geführten Europa-Wahlkampf kräftig zu beleben. Allerdings gehört Kühnert auch ordentlich kritisiert - andererseits, denn seine Aussagen, zum Beispiel über den Autokonzern BMW und über Vermieter, sind überwiegend dummes Zeug.

02.05.2019

06:13 | add: „Der Grieche will schon wieder unser Geld“

Für unseren Schwerpunkt „Wo geht’s hier nach links?“ in der neuen Ausgabe der Addendum-Zeitung haben wir den ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis, der mit einer neuen linken Partei zur EU-Wahl antreten wird, zum Gespräch getroffen.

Theoretisch sollte sich - dem Namen der Rubik entsprechend - in den Ausführungen des Herrn Ex-Ministers und Universitätsprofessors zumindest eine klitzekleine Spur von Logik, Stringenz, Kausalität etc. finden, weit gefehlt! Mit anderen Worten: links (= das Geld anderer) reicht! HP