05.07.2022

07:48 | bundesbank.de: Wohin steuert die Geldpolitik? von Dr. Joachim Nagel

Es wäre jedenfalls fatal, wenn die Regierungen davon ausgingen, dass am Ende schon das Eurosystem bereitsteht, günstige Finanzierungskonditionen für die Staaten abzusichern. Entsprechend mahne ich auch zur Vorsicht, mit geldpolitischen Instrumenten Risikoprämien begrenzen zu wollen. Denn es ist in Echtzeit so gut wie unmöglich, sicher festzustellen, ob eine Spread-Ausweitung fundamental gerechtfertigt ist. Hier gerät man schnell in gefährliches Fahrwasser. Geldpolitik darf sich nicht von oft sehr kurzlebigen Entwicklungen an den Finanzmärkten treiben lassen. Kurzfristige Preisbewegungen an den Finanzmärkten sind für die Geldpolitik kein geeigneter Gradmesser. Denn die Geldpolitik verfolgt, um Preisstabilität zu gewährleisten, aus guten Gründen ein mittelfristiges Inflationsziel.

Bundesbank-Präsident Nagel attackiert Lagardes und wohl der meisten Südstaaten im EZB-Rat Vorschlag nach einem Anti-Fragmentierungsinstrument frontal. Allein, die "Club Med"-Staaten werden die Staaten des ehemaligen D-Mark-Block einfach wieder überstimmen. Es führt kein Weg am Austritt dieser Staaten aus dem Euro vorbei, wenn die Weichwährungsfraktion ihre strukturelle Mehrheit weiterhin so schamlos nutzt. AÖ

12:33 | Der Bondaffe
Also ich sehe derzeit schon, wohin (die Geldpolitik) was steuert. Nämlich den EURO-Kurs. 1,0294 US-Dollar gibt es aktuell für einen EURO und da ist natürlich, angesichts der aktuellen Geldpolitik, die 1:1 (Eins-zu-eins-Parität) nicht mehr weit. Die 1,05 waren eine hart umkämpfte Marke. Diese ist gefallen, derzeit geht es wohl locker auf die 1:1 zu.

https://www.godmode-trader.de/devisen/euro-us-dollar-kurs,134000

In diesem Umfeld entspannt sich die Lage am Rentenmarkt. Die in den letzten Monaten stark angestiegenen Renditen gehen zurück, erfahren eine Korrektur. Die 10jährige deutsche Bundesanleihe notiert aktuell von der Rendite her bei plus +1,285%. Das ist schon ein entspannender Rückgang bzw. ebensolche Korrektur angesichts des Jahreshochs vom 16.06.2022 bei plus +1,82%.

https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield

Was wird es wohl weitergehen? Der Druck auf den EURO am Währungsmarkt bleibt zunächst erhalten. Dieser dürfte bis zur Umsetzung der EZB-Leitzinsentscheidung Mitte des Monats anhalten. Entspricht die Höhe der Leitzinsentscheidung nicht den Erwartungen der Marktteilnehmer und werden diese enttäuscht, steigen die Zinsen bzw. Renditen für die Staatsanleihen wieder an. Denn mit einer smarten, seichten Leitzinsanhebung kann man den ausufernden Inflationsentwicklungszahlen nicht begegnen. Der Druck am Rentenmarkt nimmt wieder weiter zu. Die Renditen steigen wieder. Der EURO-Kurs aber bleibt auf dem erreichten niedrigen Niveau und bleibt schwach.

Mittlerweile liest man im Zusammenhang mit der EZB und anderen Zentralbanken immer häufiger das Wort "unkontrolliert". "Unkontrollierte Inflation", "unkontrollierter Renditeanstieg". Das ist ein sehr bedeutsames Wort in diesem Zusammenhang:

https://www.heise.de/tp/features/EZB-rudert-wegen-Angst-vor-neuer-Schuldenkrise-zurueck-7144997.html?seite=all
https://www.derbund.ch/notenbanken-hinterlassen-ein-schlamassel-und-brechen-nun-in-hysterie-aus-717665274395

Das heißt nichts anders, als das die Steuerungsinstrumente der Zentralbanken nicht mehr funktionieren. Es funktioniert nur noch die psychologische Komponente. Aber diese ist angeschlagen. Wie glaubwürdig wirkt/ist man noch?

In der "Phase der Rentenmarktentspannung" bis Mitte Juli wäre der Aktienmarkt besonders gefährdet. Könnte also, auch wie von der EZB befürchtet, jäh abstürzen. "Unkontrolliert" natürlich. Ich selber meine, "unkontrolliert" bedeutet, daß eine wichtige "KI", also eine "Künstliche Intelligenz" im Hintergrund mit einem jähen Ausverkauf von Aktien oder Bonds oder Fonds oder ETFs oder Währungen weltweit schlichtweg überfordert wäre.

https://www.youtube.com/watch?v=nSf2ANfKaio

Wie bei den Staatsanleihen schon einmal geschehen.
https://www.godmode-trader.de/artikel/dieser-kursrutsch-sollte-wirklich-sorgen-bereiten,11109809

Ansonsten geht es nur noch um Erwartungen und niemand erwartet angesichts der aktuellen Geschehnisse auf dieser Welt stark fallende Inflationszahlen. Wo sollen die denn herhommen? Also geht die zügige Geldentwertung durch die besonders von den Zentralbanken erzeugten Geldmengenräuschen der vergangenen Jahre munter weiter.

Natürlich gibt es "Nebenkriegsschauplätze". Diese wollen aber kurz erwähnt werden. Der Schweizer Franken notiert weiter stark gegen EURO. Mittlerweile wurde Mitte Juni die 1:1 Parität geknackt. Aktuell gibt es nur noch 0,9938 Schweizer Franken für einen EURO.

https://www.finanzen.net/devisen/euro-schweizer_franken-kurs

Inwieweit günstige Schweizer Franken Kredite ein noch größeres Problem für Europa darstellen vermag ich nicht zu sagen. Der guten Ordnung halber soll dieses Thema hier kurz erwähnt sein.

https://www.derstandard.at/story/2000136570062/schweizer-franken-kredit-wer-wechselkurse-jahrelang-duldet-darf-sich-spaeter

Das hier ist gefährlich, denn mittlerweile notiert auch der Schweizer Franken gegen US-Dollar schwach. 0,9650 Schweizer Franken gibt es derzeit für einen US-Dollar. Mitte Mai 2022 und Mitte Juni 2022 wurde bereits die 1:1-Parität getestet. Anfang 2021 war der Kurs absolut tief bei 0,88 CHF/USD. Ein sehr wichtiger Markt, denn wenn dieser Kurs "nachhaltig" über die 1:1 auf die 1,10 marschiert, dann "ist was los". Dann kommen große Geldflows aus dem Schweizer Franken heraus. Und die Renditen für Schweizer Staatsanleihen im Land mit den tiefsten Staatsanleihenrenditen weltweit (ohne den japanischen Sonderfall) würden aufgrund des Ausverkaufs plötzlich stark steigen.

http://www.worldgovernmentbonds.com/

Viel lese ich im Artikel von Herrn Dr. Joachim Nagel was zu tun wäre. "Hoffen und harren hält viele zum Narren", heißt es. Nichts zu tun, keine deutlichen Signale zu senden, keine eindeutigen Entscheidungen zu treffen heißt nur die Märkte "sich entwickeln" zu lassen. Und gar von "Risikoprämien" zu sprechen ist gefährlich. Eine "Risiko" ist etwas anderes als eine "Chance", manches Risiko entwickelt sich zum "Totalausfall". Wie man beim chinesischen Bau- und Immobilienentwickler bzw. -konzern "Shimao" gerade erkennen kann (mit Risiken für die Schweiz übrigens).

https://www.blick.ch/wirtschaft/shimao-meldet-zahlungsausfall-die-auswirkungen-fuer-die-schweiz-immobilien-kollaps-in-china-id17634368.html

Das "närrische, unwissende" Volk erkennt aber die Zusammenhänge nicht so ganz. Kann man machen, aber selbst wenn der Rohölpreis nicht steigt, der EURO aber auf 1:1 fällt, dann steigen die Spritpreise in EURO nicht nur an der Tankstelle. Denn Rohöl wird nun einmal hauptsächlich in US-Dollar gehandelt. Also noch!

All das ist nicht einfach und welche "unkontrollierten Bewegungen" uns an den Finanzmärkten in den nächsten Wochen erwarten werden wir sehen. Und die Verkaufspanik am Aktienmarkt bzw. den internationalen Aktienmärkten steht noch aus. Aber die wird auch kommen. "Unkontrolliert" natürlich.

04.07.2022

08:28 | the sounding line: Monetary Policy Mistake in Two Charts

Mit anderen Worten: Der Markt beginnt, ein Szenario einzupreisen, in dem die Federal Reserve gezwungen ist, auf Akkommodation umzuschwenken, bevor sie die Inflation unter Kontrolle bringt.

Ich bleibe weiter bei meiner Einschätzung, dass die Federal Reserve zumindest bis zu den Zwischenwahlen Anfang November auf Straffungskurs bleibt. AÖ
 

08:12 | the sounding line: Jerome Powell Blames Inflation on the Unvaxxed

Jerome Powell: "...Was haben wir falsch gemacht? Und das war wirklich, dass wir diese angebotsseitigen Probleme betrachteten und glaubten, dass sie relativ schnell gelöst würden, und damit meine ich, dass es Impfungen geben würde, dass jeder geimpft werden würde, so dass die Millionen von Menschen, die aus der Erwerbsbevölkerung herausfielen, wieder zurückkommen würden, so dass die Löhne nicht so unter Druck stehen würden. Das geschah aus einer Reihe von Gründen nicht... Und dann kam der neue Schock in Form des Krieges... Aber das war kein Fehler in unseren Modellen, denn er kam in den Modellen überhaupt nicht vor..."

Diese - ungeheuerliche - Aussage von Jerome Powell wird jetzt als Steilvorlage für Christine Lagarde & Co. dienen. Es sind natürlich die (weiterhin) Ungeimpften Schuld an allem Übel der Welt. Abgesehen davon kann ein konkreter unerwarteter externer Schocks natürlich in einem Modell per definitionem nicht vorkommen, denn wäre er bekannt, würde es den Schock als Schock gar nicht geben. Wer Ökonomie nur als Modellbauwissenschaft versteht, hat von Ökonomie nicht sehr viel Ahnung. Aber wozu eigentlich Selbstkritik, wenn es doch die Ungeimpften gibt. AÖ

02.07.2022

08:15 | cb: Zimbabwe central bank raises policy rate to 200%

Die Reserve Bank of Zimbabwe ordnete am 27. Juni eine Erhöhung des Leitzinses um 12.000 Basispunkte auf 200 % an. Der geldpolitische Ausschuss der RBZ nannte in seiner Erklärung zur Geldpolitik eine Inflationsrate von 191,6 % im Juni im Vergleich zum Vorjahr. Die offizielle Inflationsrate hat sich seit Beginn des Jahres mehr als verdreifacht. Der Leitzins war bereits vor der Entscheidung vom 27. Juni von 35 % Anfang 2021 auf 80 % angehoben worden. Der MPC "stellte fest, dass der Anstieg der Inflation die Nachfrage und das Vertrauen der Verbraucher untergräbt".

Paul Volker und Russland zum Quardrat. Aber die haben halt Erfahrung mit Hyperinflation.
Ob Zimbabwe nun die 2. stärkste Währung des Jahres 2022 nach den Russen wird, wei einmal dahingestellt. TB

01.07.2022

12:34 | finanzmarktwelt: Michael Burry warnt: Fed könnte wegen „Bullwhip-Effekt“ Kurs ändern

Auf seinem Twitter Account hat Michael Burry, der Gründer von Scion Asset Management, wieder einen Tweet veröffentlicht, der für mediales Aufsehen sorgt. Michael Burry wurde durch den Film „The Big Short“ berühmt, der die Finanzkrise und das Platzen der Immobilienblase in den USA thematisiert. Michael Burry behauptet auf Twitter, dass der „Bullwhip-Effekt“, der sich aktuell im Einzelhandel entfaltet, die Federal Reserve (Fed) dazu bringen könnte, ihre Politik der steigenden Zinsen und des Quantitative Tightening (QT) zu pausieren oder gar umzukehren.

Burrys zeitliche Prognose passt haargenau auf die politisch bedeutsamen Zwischenwahlen Anfang November. Bis dahin ist die Inflationsbekämpfung selbst im Falle nachgebender Inflationsraten das wirtschaftspolitisch entscheidende Thema. Biden könnte ja sinkende Inflationsraten auch als seinen Erfolg verkaufen. Das wäre zwar völlig faktenfrei, aber in der Politik, insbesondere in der Demokratie, etnscheidet eh nur, was die Bürger glauben, nicht das, was wirklich ist. AÖ

30.06.2022

17:09 | naturalnews: Putin says BRI!CS countries are establishing new global reserve currency to replace U.S. dollar

Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (BRICS) arbeiten derzeit gemeinsam an der Einführung einer neuen globalen Reservewährung, so der russische Präsident Wladimir Putin.
Der US-Dollar, ein Fiat-Ponzi-Schema, das die Welt viel zu lange beherrscht hat, ist in den letzten Zügen. Putin sagte auf dem jüngsten BRICS-Wirtschaftsforum, dass das neue System eine zuverlässige Alternative für internationale Transaktionen bieten werde.
"Die Frage der Schaffung einer internationalen Reservewährung auf der Grundlage eines Korbes von Währungen unserer Länder wird derzeit ausgearbeitet", sagte Putin.
Anfang des Jahres gaben die BRICS-Länder bekannt, dass sie an der Einrichtung eines neuen gemeinsamen Zahlungsnetzwerks arbeiten, um westliche Finanzsysteme wie SWIFT abzulösen.
"Die BRICS-Länder haben auch die Verwendung lokaler Währungen im gegenseitigen Handel gefördert", berichtete Dipanjan Roy Chaudhury von der Economic Times.

Das Rennen ist eröffnet. Iran will noch dazu, viele Afrikanische Länder sind auf der Seite der Brics - heißt die G7 verlieren zunehmend an Kraft. Wenn Euro und EU abschmieren, werden auch wir uns die Frage stellen müssen, wohin die Reise sinnvollerweise gehen könnte!? OF

20:03 | Leser-Kommentar
Das Rennen ist nicht eröffnet, sondern schon längst entschieden. Neben Argentinien (https://orf.at/stories/3273578/) hat auch Saudi Arabien Interesse an einer Partnerschaft mit den BRICS. Seit dem glorreichen Abzug des Westens aus Afghanistan im Aug. '21 ist jedem klar, dass die FIAT-Flasche leer ist. Indonesien hält sich als Gastgeber des heurigen G20-Gipfels noch vornehm zurück und in Afrika sind sie sich ziemlich einig (https://lejournaldelafrique.com/de/les-presidents-africains-boudent-volodymyr-zelensky/ ), 2 von 55 AU-Mitgliedern hatten Interesse am ukrainischen Clown. Ganz allgemein hat jedes Land, das einmal vom USD gef*ckt wurde (und das sind deren viele!!!), noch eine ordentliche Rechnungen mit dem Westen offen. This is a once in a lifetime opportunity.
Gespannt bin ich auf Mexiko, quasi die schönste noch unverheiratete Torte auf der Sause. Doch auch hier sollten sich die Neocons um Biden Joe und Zensursula keinen Illusionen hingeben. Wie POTUS Trump schon sagte, die Mauer wird gebaut und die Mexikaner werden sie bezahlen. Irgendwie muss man sich ja die Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Norden vom Leibe halten.

12:20 | handelsblatt: Christine Lagarde glaubt nicht mehr an Rückkehr zu niedriger Inflation

Christine Lagarde ist überzeugt, dass sich die Inflationsdynamik im Euro-Raum dauerhaft verändert hat. „Ich glaube nicht, dass wir in ein Umfeld niedriger Inflation zurückkehren werden“, sagte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Sintra auf einer Konferenz ihrer Notenbank.

Eigentlich ist Christine Lagarde der perfekte Kontraindikator - aus der vorübergehenden Inflation wurde eine länger andauernden, aus dem Inflationshügel eine Gebirgskette und jetzt meint sie aber, dass niedrige, d.h. Inflationsraten unter dem Inflationsziel, ein Ding der Vergangenheit wäre. Eigentlich müsste man sich jetzt auf eine Deflation vorbereiten. Allerdings gewinnen auch Briten alle heiligen Zeiten ein Ski-Weltcuprennen, also dieses eine Mal wird auch Christine Lagarde richtig liegen. AÖ

09:14 | wb: GVS-Finanzkongress in Wien - eine Zusammenfassung

Die mit hochkarätigen Wirtschaftsexperten – darunter auch Hans Werner Sinn – besetzte Konferenz geht den Mängeln unseres Geldsystems auf den Grund und versucht aufzuzeigen, was sich in Zukunft auch im Hinblick auf den Great Reset verändern wird. Dieser sei eine neomarxistische Ideologie, wie Thorsten Polleit in seinem Vortrag klarmachte. Die ersten beiden Redner, Keith Weiner und Thorsten Polleit, behandeln das Geldsystem und die Rolle der Zentralbanken, die Polleit als “Zutat aus der marxistischen Hexenküche” bezeichnet. Er sieht eine schwere Rezession auf uns zukommen, ist allerdings der Meinung, dass sich bald bessere Ideen für das Geldsystem durchsetzen werden. Das sei nicht mehr aufzuhalten.

Eine Zusammenfassung unseres Kongresses von der WB-Redaktion! ich werde in den nächsten Tagen in Community über meine Eindrücke als Organisator und Moderator berichten sowie Eindrücke von Kongressteilnehmern und die besten Bilder vom Kongress bringen! TB

09:04 | euractiv.com: Is restrictive monetary policy doomed to ruin public finances? Not necessarily.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die angesichts der Inflation notwendige Zinserhöhung vom Verkauf von Staatsanleihen abgekoppelt werden kann. Indem die Zentralbank die Mindestreserveanforderungen der Banken und die aufsichtsrechtlichen Parameter anhebt, kann sie eine Straffung der Geldpolitik erreichen und gleichzeitig die Ankäufe von Staatsanleihen beibehalten oder erhöhen und den Regierungen helfen, die Auswirkungen der Zinserhöhungen zu verringern.

Habe ich etwas verpasst oder seit wann ist die Finanzierung der Staaten eine (Neben-)Aufgabe einer Zentralbank? Ich dachte, die sollen unabhängig sein, um eben nicht zur Finanzierungsquelle der Staaten zu werden. So ändern sich die Zeiten - und das nicht zum Positiven. AÖ

29.06.2022

11:34 | cnbc: Fed’s Mester backs 75 basis point hike in July if conditions remain the same

Die Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland, Loretta Mester, sagte am Mittwoch, dass sie sich für eine Zinserhöhung um 75 Basispunkte aussprechen wird, wenn die wirtschaftlichen Bedingungen unverändert bleiben, wenn die US-Notenbank im Juli über ihren nächsten geldpolitischen Schritt entscheidet.

Während die Federal Reserve diskutiert, ob die Zinsen im Juli um weitere 0,50 oder 0,75% angehoben werden sollen, ist die EZB schon wieder mit Programmen beschäftigt, die die (Anleihe-)Zinsen drücken sollen. Die ungarische Zentralbank hat bei einer Inflation von leicht über 10% die Zinsen gerade um 1,85 Prozentpunkte auf 7,75% angehoben. Frage: Welche Zentralbank agiert definitiv als verlängerter Arm der Politik? AÖ

27.06.2022

12:34 | ecb.europa.eu: Price stability and policy transmission in the euro area von Christine Lagarde

Diese Anspannung auf dem Arbeitsmarkt sowie der durch die hohe Inflation ausgelöste Aufholeffekt lassen ein Anziehen des Lohnwachstums erwarten. Unsere jüngsten Prognosen sehen das Lohnwachstum in den Jahren 2022 und 2023 bei über 4 % und im Jahr 2024 bei 3,7 % - fast doppelt so hoch wie der historische Durchschnitt vor der Pandemie.

Echt jetzt, die EZB hat doch monatelang behauptet, dass es keine Gefahr für eine Preis-Lohn-Spirale gäbe, weil sie in den Daten keine Anzeichen für diese gefunden habe. Vielleicht sollten Lagarde & Co. ein bisserl über den Tellerand hinausschauen. Wobei, die (relative) Enge des Arbeitsmarktes ist aufgrund der demographischen Entwicklung und der bevorstehenden Pensionsierungswelle schon seit längerer Zeit in den Daten zu erkennen. Der EZB-Rat scheint also nur jene Daten zu konsultieren, die die Fortsetzung der (ultra-)lockeren Geldpolitik "bestätigen". (Dass diese Rede nur auf Englisch zur Verfügung steht, brauch wohl nicht mehr extra erwähnt zu werden. Gehalten wurde sie zur Eröffnung des Sintra-Forums der EZB, dessen Programm hier zu finden ist.) AÖ

08:46 | diepresse.com: Zentralbankenverband: „Zinsen rasch anheben“

Der Weltdachverband der Zentralbanken fordert angesichts der stark steigenden Inflation eine globale Welle von Zinserhöhungen. Die Zinssätze sollten rasch angehoben werden, forderte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) am Sonntag. „Der Schlüssel für die Zentralbanken liegt darin, schnell und entschlossen zu handeln, bevor sich die Inflation verfestigt“, erklärte BIZ-Generaldirektor Agustin Carstens im Jahresbericht der in der Schweiz ansässigen Organisation.

Christine Lagarde wird das nicht gehört haben, denn sie war am Wochenende sicher entweder mit der Regenbogenfahne beschäftigt ode rmit dem Klimawandel oder mit Frauengleichberechtigung oder hat sich vielleicht überlegt, wie sie ihre Kindergartensprache auf Krippenniveau noch weiter banalisieren kann. (Und die Bezeichnung der BIZ als "Zentralbankenverband" bzw. "Weltdachverband der Zentralbanken" ist mir noch nie untergekommen. Wenn aber eine staatlich subventionierte Qualitätszeitung mit ausgewiesenen Haltungsjournalisten diese Begriffe verwendet, dann müssen sie ja richtig und geläufig sein. Gerne lerne ich von den Besten der Besten hinzu.) AÖ

09:25 | Leser-Kommentar
Werter AÖ, ist der "Weltdachverband" ein Art Oberkommando der ZBs ? Wir haben auf TB oft diskutiert, was passieren kann, auf Lage gesehen, wenn die ZBs die Zinsen merkbar anheben. Und wenn das passiert, sind die Auswirkungen mit hinnehmbaren Kollateralschäden verbunden ? Oder sind das Vorbereitungen auf den finialen Reset der dann kommt ?

24.06.2022

12:44 | the sounding line: El-Erian: Fed Will Flip-Flop

Mohamed El-Erian, Chefvolkswirt der Allianz, warnte kürzlich in einem Gespräch mit CNBC, dass die Federal Reserve seiner Meinung nach vor zwei schlechten Entscheidungen steht: entweder die Inflation zu lange aufrechtzuerhalten oder die Straffung zu schnell vorzunehmen und die Wirtschaft in eine Rezession zu stürzen. Wofür wird sich die Federal Reserve seiner Meinung nach entscheiden? Beides, ein Hin und Her zwischen einer zu schnellen Straffung und einer anschließenden Lockerung.

Hektisches Agieren ist für jede Institution schädlich, insbesondere aber für diejenigen, die die gesamte Gesellschaft berühren. Doch die augenblickliche Hektik ist dem Umstand geschuldet, dass viel zu lange dem Inflationstreiben nicht nur zugeschaut wurde, sondern dieses auch noch kleingeredet wurde. AÖ

14:22 | Der Bondaffe
Wenn die Inflationszahlen und -entwicklungen noch bis zum Ende des Jahres so hoch und im zweistelligen Bereich bleiben, werden flip-flop-Efffekte keine Rolle mehr spielen. Ich sehe aber eines: El-Erian hat panische Angst. Die Zeiten des orgiastischen Schmarotzens unnützer Esser und Volkswirtschaftler wie seiner Zunft auf Kosten der Kundschaft sind bereits vorbei.

23.06.2022

11:03 | orak: Gazprom-Chef "Game is over"

Bretton Woods ist vorbei! Neuordnung des Geldsystems kommt! Spassiba an die europ. Regulierungsbehörden! Die Dominanz des USD ist Geschichte!
Der Gazprom-Chef hat in wenigen Sekunden so richtig Gas gegeben. Rascher kann man die Welt von heute nicht zusammenfassen! TB

08:50 | ecb.europa.eu: Good, bad and hopeful news: the latest on the supervision of climate risks

Ich gehe davon aus, dass zu den Zuhörern heute Manager und Experten von Banken und Bankenverbänden, Aufsichtsbehörden, Wissenschaftler und Studenten gehören. Dies ist also eine ideale Plattform für einen Meinungsaustausch über die Rolle des Finanzsektors bei der Bewältigung der Risiken der aktuellen Klima- und Umweltkrisen. Konferenzen wie diese bieten die Möglichkeit, sich gegenseitig über unsere Aktivitäten zu informieren und das Wissen und die Erfahrung weiterzugeben, die wir sammeln, um uns auf eine Welt einzustellen, die bereits eine Klimakrise erlebt. Physische Risiken und Übergangsrisiken, die sich aus dem Klimawandel und der Umweltzerstörung ergeben, sind bereits überall um uns herum zu spüren.

Themen, mit denen sich die EZB beschäftigt. Heute: mit der Klimaapokalypse wie sie von FFF, ER, LG, Greenpeace und anderen Pseudopropheten gepredigt wird. Dass dann keine Ressourcen mehr übrig bleiben, um die Inflation zu bekämpfen, liegt auf der Hand. Aber was sind schon über 8% Inflation, wenn es gilt, die Welt vor dem Verbrennen zu retten. AÖ

08:04 | diepresse.com: US-Notenbank Fed: Ziel ist eine „sanfte Landung“

Die US-Notenbankwill entschlossen gegen die hochgeschossene Inflation vorgehen. Das bekräftigte deren Chef, Jerome Powell, am Mittwoch in seiner halbjährlichen Anhörung im US-Kongress. „Es ist wichtig, dass wir die Inflation herunterbringen, wenn wir eine anhaltende Phase starker Arbeitsmarktbedingungen haben wollen, die allen zugutekommt“, sagte er im Bankenausschuss des Senats. Das Ziel sei, die Inflation auf zwei Prozent zu drücken, während der Arbeitsmarkt stark bleibe. Die Notenbank wolle die Inflation senken, ohne eine Rezession auszulösen. „Wir tun, was wir können,“ sagte Powell.

"Das Ziel ist eine sanfte Landung" ist das neue "Die hohen Inflationsraten sind ein bloß 'vorübergehendes' Phänomen". AÖ

21.06.2022

17:52 | testrt: Rubel erreicht Siebenjahreshoch gegenüber US-Dollar

Der Rubel ist am Montag an der Moskauer Börse in die Höhe geschossen und hat gegenüber dem US-Dollar ein neues Mehrjahreshoch erreicht. Der Anstieg erfolgte trotz des Vorschlags der Zentralbank von letzter Woche, die Kapitalkontrollen aufzuheben, die die Währung angesichts der internationalen Sanktionen stützen. Die russische Währung sank am Montag kurzzeitig auf 55,44 Rubel pro Dollar, den höchsten Kurs gegenüber der US-Währung seit Juni 2015, gab dann aber wieder leicht nach. Auch gegenüber dem Euro wurde der Rubel knapp über 58 gehandelt, ebenfalls nahe einem Siebenjahreshoch.
Nachdem er Anfang März unter dem Druck der westlichen Sanktionen auf ein Rekordtief gefallen war, erholte sich die Währung dank der Unterstützung durch Kapitalverkehrskontrollen und Russlands starker Handelsbilanz, sagen Ökonomen. Letzte Woche forderte der Chef der russischen Zentralbank jedoch die Aufhebung der meisten Kapitalverkehrskontrollen, um den Rubel zu schwächen.

Kein Wunder, dass die Sanktionierer jetzt auch noch an das russische Gold ran wollen, nachdem alle Versuche einer Destabilisierung  des Westen nahezu gescheitert sind!? Und kostenlose Servicierung für beschlagnahmte Jachten auf ausländische Steuerzahlerkosten gibt's obendrein...!? Diese Ökonomen gleichen unseren "Experten" in den letzten zwei Jahren Plandemie... Nur Schüsse ins eigene Knie. OF

19:12 | Monaco
bei diesen ganzen Schüssen in die eigenen Knie, handelt es sich bei Mr. Experte wohl um einen Tausenfüßler........

20.06.2022

12:20 | sueddeutsche.de: Ifo-Chef Fuest: "Das ist ganz klar die Rückkehr der Euro-Krise"

Turbulenzen an den Anleihemärkten zwingen die Europäische Zentralbank zu einer Sondersitzung: Ein neuer Rettungsplan für die Euro-Zone soll ausgearbeitet werden.

Fuest liegt mit seiner Einschätzung völlig daneben, denn mit Christine Lagarde haben wir die umsichtigste, sachlich versierteste und überhaupt allerallerallerallerbeste Notenbankerin alleralleralleraller vergangenen und zukünftigen Zeiten an der Spitze einer Zentralbank. Ihre allerallerallerallerwichtigste Qualifikation ist, wie jeder weiß, dass sie eine Frau ist. AÖ

19.06.2022

13:00 | cnbc: Fed promises ‘unconditional’ approach to taking down inflation in report to Congress

Beamte der US-Notenbank Federal Reserve haben am Freitag ihren Ansatz zur Inflationsbekämpfung mit deutlichen Worten beschrieben und eine umfassende Anstrengung zur Wiederherstellung der Preisstabilität versprochen. In ihrem Jahresbericht über die Geldpolitik - einem Vorläufer des Auftritts des Vorsitzenden Jerome Powell vor dem Kongress in der nächsten Woche - versprach die Zentralbank, dass sie umfassende Anstrengungen unternehmen werde, um den Inflationsdruck zu senken, der so schnell wie seit mehr als 40 Jahren nicht mehr war. "Die Verpflichtung des Ausschusses zur Wiederherstellung der Preisstabilität - die für die Aufrechterhaltung eines starken Arbeitsmarktes notwendig ist - ist bedingungslos", so die Federal Reserve in einem Bericht an den Kongress.

Die Vergewisserung der Öffentlichkeit, dass man sich einer Aufgabe bedingungslos verpflichtet sieht, ist der vorletzte Schritt vor der bedingungslosen Kapitulation. Dazwischen liegt nur die Bestätigung der bedingungslosen Verpflichtung. Und was macht Christine Lagarde so in der Zwischenzeit? Richtig! Sie kümmert sich um alles, nur nicht um die Bekämpfung der Inflation. Sie hat soeben die Ehrendoktorwürde der "London School of Economics" (LSE) für ihre Lebensleistung entgegen genommen (hier). Wie weiland Walter Meischberger wird sie sich gefragt haben: "Wo woar mei Leistung?" Immerhin heuchelt sie aber nicht, sich bedingungslos ihrer derzeitigen Aufgabe verpflichtet zu haben. AÖ

09:23 | Leser-Kommentar zum Kommentar des Bondaffen von gestern (18:21)

Werter Bondaffe, Sie haben auf Ihre Art und Weise natürlich recht. Doch ich kenn halt noch die Erzähungen meiner Mutter. Sie hat mir mal erzählt, was teuere Uhren nicht nur am Handgelenk bei einem Bauern wert waren, wenn man Lebensmittel wollte. Vorzugsweise hat man gut was bekommen, wenn man mit Gold oder Silber zahlen (tauschen) konnnte. Und nach dem Krieg, waren USD auch hoch angesehen im Wert.
Das andere wie z.B. Uhren wurde viel minderwertiger vom Landwirt eingeschätzt. Er hat halt Betriebstechnisch agiert, vielleicht könnte man es mit dem Wort "Bauernschläue" umschreiben. Doch ich nehme heute an, damals konnten die Menschen erdverbunden logisch denken. Was heute wohl eher - anspruchsvoll und herausfordern ist, denn wie soll man das multidimensionnal einordnen, da man die Intention pflegt, in Bedarfsfall, auch rein von Luft und Multi-Liebe leben zu können ?
Na schauen wir mal, wie sich das vielleicht mal zeigen wird - dann sehen wir ob es wahr ist...

18.06.2022

14:58 | Leser-Zuschrift "Inflation an der Uhr ablesbar"

Geldentwertung und Währungsflucht anschaulich gemacht. Inflation kann man auch so sichtbar machen.

Bildschirmfoto 2022 06 18 um 14.57.54

15:43 | Leser-Kommentar
Find ich nicht, werter Leser, denn bestimmte Uhren sind ein Statussymbol. Und zeigen durch Kaufpreis an, in welcher Klasse sich der Träger sieht. Wenn man zudem den Inneren Wert in Herstellungskosten sieht, und das zum Verkaufkaufpreis setzt. Ist das sicherlich auf einer ähnlichen Ebene, bei Geldscheinen ? Ich trage auch eine Uhr, die erfüllt die Aufgabe Zeitablesen hervorragend, das Styling ist auch sehr schön und kostet nur einen Bruchteil dessen. https://www.citizenwatch.eu/de/produkt/aw5000-16l/

18:21 | Der Bondaffe zum Kommentar darüber
Das hatten die Volkswirtschaftler, die Experten und Fachfrauen nicht auf dem Radar: "Inflationsausgleich durch Statussymbol".
Obwohl ich selbst für Uhren absolut nichts übrig habe (das Wort "Chronometer" oder "Zeitmessgerät" ist eine der besten SystemIllusionem überhaupt), erfüllt dieses Gerät alle drei Geldfunktionen. Und das macht es interessant. Zudem es auch mobil ist. Etwas Wertvolles, leider nicht sehr fungibel, daß man aber überall mitnehmen kann. Was man von einem alten wertvollen Bild z.B. nicht sagen kann.

Geldscheine erfüllen übrigens auch diesen Zweck. Gerade als Statussybol. Ein paar Päckchen 100-EURO-Scheine richtig präsentiert und vorgezeigt, zeigen eben den eingebildeten Status an. Mit entsprechenden Auswirkungen wie z.B. auf die Damenwelt. Das hat schon Stil (wenn man will und wenn mans braucht).

Also, Hand aufs Herz. Uhren sind klasse. Als Zeitmesser zweitrangig, aber als Statussymbol hervorragend einsetzbar und als Werterhaltungsfunktion/Spekulationsobjekt ideal. Obwohl ich auch eine Uhr habe. Meine Konfirmationsuhr. Die hat mehr ideele Werte als pekuniäre. Eine Automatikuhr mit Fixoflex-Armband. Liegt irgendwo gut aufbewahrt. Mein Spezl, der Stefan J., der bekam damals zur Konfirmation eine dieser absolut neuen und teuren Digital-Armbanduhren. Das waren die mit den roten Leuchtziffern. Die kannten wir aus dem James-Bond-Film. Was die wohl heute Wert wäre. Als Statussymbol kaum zu gebrauchen aber als Sammlerstück?

17.06.2022

15:00 | Leser-"Frage an die erfahrene Runde"

Ich erlaube mir hier einmal eine Frage in die erfahrene Runde zu werfen:
EUR zu HUF steht derzeit etwa 1:400, hat in den letzten 5 Jahren also etwa 30% gegenüber EUR verloren. Die Wirtschaftsaussichten werden als gar nicht so schlecht angesehen ( https://www.erstegroup.com/de/research/report/en/SR282053).

Dazu kann sich Ungarn mit Nahrungsmitteln gut versorgen (etwa 50% der Staatsfläche sind Agrarland), die Energieversorgung mit Gas wurde (zumindest vertraglich) für die Zukunft abgesichert auch Strom wird weitgehend ausreichend produziert (u.a. mit Atomkraft. Zudem scheint die Gesellschaft angesichts fehlender Massenzuwanderung stabiler etc. etc. etc.

Ich will jetzt Ungarn keinesfalls als Paradies darstellen- meine Überlegung läuft darauf hinaus, daß Ungarn gerade in Kernbereichen der sich abzeichnenden großen Krisen besser überstehen wird können als andere europäische Staaten, isnbesondere ein Wertverlust des Euro nicht so im Forint eintritt.

Wäre es eventuell sinvoll einen gewissen "Notgroschen" nebenbei auch in dieser Währung anzulegen?
Ich wäre, selber kein Wirtschafts- oder Währungsexperte, sehr dankbar für fundierte Meinungen dazu.

Also von der Redaktion her darf es dazu keinen expliziten Tipp geben. Aber vielleicht kann einer der Leser? TB

15:42 | Leser-Kommentare
(1) Ich mach es kurz, kaufen sie Gold und Silber! Nicht Papier.

(2) Werter Leser, ich kann nur für mich sprechen. Doch fundamental gesehen, sind in heutigen Zeiten FM-Währungen, schwer einzuschätzen. Weil wir eben nicht vor größten Chance stehen, sondern vor der größten Wandlung, die das FM-System jemals gesehen hat ? Zudem die Ungarn ein kleines Land. Die Türkei z.B. ist größer. Und die haben Probleme mit Ihrer Währung. Und was heisst für Sie "... gewissen "Notgroschen" nebenbei auch in dieser Währung anzulegen...?
Wieviel Luftgeld-Währungen haben Sie denn so nebenbei ? Und nun kommen wir zum Referenzwert von Fiat-Währungen. Ist das nicht EM bzw. Gold das ZBs im Lager haben ? Und vor allem Dingen wofür steht TB ?!
Vielleicht äussert sich ja der Bondaffe dazu. Ihre Anfrage ist klug - denn ich bin der Meinung, wenn man wo reingeht, sollte man auch wissen, wie man wieder rauskommt !!!?

(3) @ (2) Das stimmt, ist wie die Ehe. Da raus zu kommen, hat schon so einige ruiniert.
Also am besten vorher schon schlau machen, an wen man das Goldstück los wird👍

(4) Wir wohnen in Bayern und haben über eine Raiffeisenbank ein Konto in Tschechien in CZK. Gibt Minizinsen und in Tschechien können wir günstig Geld abheben. Meine Überlegung war, dass Tschechien ein Industrieland ist und die Währung besser abschneiden sollte als der Sozialstaat EU/BRD. Weiterhin ist es möglicherweise ein Schlupfloch, bei Kontosperren und ähnlichen Schikanen. Irgendwelche Banknoten würde ich nicht übermäßig vorhalten, evtl. werden neue Banknoten eingeführt und plötzlich gelten die eingelagerten nicht mehr. Ein Konto im Ausland halte ich daher für sinnvoll.

(5) Ich glaube, werter Leser, dass Sie mit Ihren Überlegungen richtig liegen.HUF-Investitionen scheinen aus Ihren genannten Gründen
dzt tatsächlich attraktiv. Zu bedenken gebe ich allerdings:
Ein Familienmitglied hat vor über 20 Jahren aus folgenden Hauptüberlegungen eine stattliche Position NOK gekauft:

- kleine Bevölkerung
- riesige Kohlenwasserstoffvorräte
- grösster Pensionsfonds der Welt ( damals noch Ölfonds )
- kantig-stringente Einwanderungsbestimmungen
- düstere Aussichten für EU und somit EURO

Heute sind diese Überlegungen noch immer richtig; ganz besonders hinsichlich EU/EURO Keinesfalls werden diese Offensichtlichkeiten aber in der
Kursentwicklung gespiegelt. Der NOK rutschte in den letzten 20 Jahren vielmehr von rd. 8,0 auf 10,5 EUR ab !
Ich glaube nicht, dass hier das freie Spiel der Devisenmärkte herrscht. Wer also manipuliert im Hintergrund und verdient sich eine goldene Nase ? Die Gleichen wie bei der EM-Manipulation ? Wie sicher können potentielle HUF-Investoren sein, dass Ihnen nicht ähnlich übel mitgespielt wird ?

16:57 | Der Leser von 15 Uhr bedankt sich
Danke für die Antworten:
ad 1: EM sind natürlich abgedeckt. Meine Überlegung ging auf rasch verfügbare Barreserve (für 1-2- Monate Grundbedarf) eben um nicht plötzlich gezwungen zu sein EM Reserven zu vielleicht ungünstigen Bedingungen in Flatterwährung aufzulösen.

ad 2: s.o. es geht darum, ein paar Eierchen auch in einem anderen Nest zu haben. Auf die Idee mit Forint (auch Kronen z.B.) bin ich gekommen, weil Ungarn doch EU Mitglied ist und es vermutlich schwieriger wäre kurzfristig den Umtausch von Forint zu verbieten als den der türkischen Lira. Um jetzt ganz schwarz zu malen: bei einem Kollaps des Euro und gewisser Stabilität des Forint wäre es doch auch denkbar, das hier in Österreich Forint gerne genommen würden- wie im ehem. Jugoslawien DM oder Schilling heiß begehrt waren. (kleine Bosheit :-)

Bzgl. des Referenzstandards hat Ungarn in den letzten Jahren stark aufgestockt ( etwa 100 to https://de.tradingeconomics.com/hungary/gold-reserves) während Österreich abgebaut hat (https://de.tradingeconomics.com/austria/gold-reserves). Nach den Daten hat Österreich immer noch 2,8 mal mehr Gold als Österreich, doch ich vermute stark, daß im Falle eines Crash Ungarn dieses Gold zur Deckung der eigenen Währung wird einsetzen können, während österreichisches Gold wahrscheinlich (ganz im Sinne des solidarischen Gedankens) im Gesamt Euro versumpfen würde.
Aber wie gesagt, daß sind nur die Überlegungen eines wirtschaftlichen Laien- vielen Dank für jeden Input.

 
10:10 | finanzmarktwelt: EZB - Wohlstands-Umverteilung von Deutschland nach Italien

Kommentar des Einsenders

In diesem Video spricht Herr Fugmann von Finanzmarktwelt über die neuem Pläne der EZB, italienische Anleihen weiterhin zu kaufen und dafür deutsche Anleihen zu verkaufen, da der Spread von 1,5% viel zu groß ist. Das ist ein Witz hoch drei. Wenn der freie Markt den Spread bestimmen würde, würden italienische Anleihen mindestens 5% höher als deutsche Anleihen notieren. Die EZB ist ein echter Fluch für Deutschland und die schlimmste politische Fehlentscheidung des letzten Jahrhunderts in der BRD war die Entscheidung von Helmut Kohl, den Euro einzuführen und die D-Mark aufzugeben. Mit D-Mark hätten wir all diese Probleme nicht und wären geldpolitisch unser eigener Herr.

07:34 | finanzmarktwelt: Italien helfen, freie Märkte aushebeln – die EZB legt noch einen nach

Von gestern Abend 3,90 Prozent war die Rendite für zehnjährige italienische Staatsanleihen bis heute Mittag um 13 Uhr auf 4,08 Prozent gestiegen. Damit führte der „freie“ Anleihemarkt die Verkündung der EZB von gestern Mittag ad absurdum. Denn da hatte die EZB in einer Notfallsitzung verkündet die Anleihen von Eurozonen-Südländern vermehrt aufzukaufen, damit die Renditen nicht zu stark ansteigen.

Ok, die Spreads sind allerdings deutlich zurückgegangen und der Euro hat sich doch ein wenig erholt. Dennoch müsste es mittlerweile auch der letzte Blinde sehen können: Die EZB kümmert sich um alles - Klimawandel, Diversität, Frauenförderung - nur nicht um ihre eigentliche Aufgabe, die Bekämpfung der Preisstabilität. Dass dies das vorrangige Ziel der EZB ist, steht allerdings "nur" in den EU-Verträgen. Aber was kümmert einen Brüsseliten schon eine rechtliche Vorgabe, wenn es um die Stärkung der eigenen Macht geht. AÖ

09:38 | Dazu pasend - fmw: EZB: Wohlstands-Umverteilung von Deutschland nach Italien! Marktgeflüster! TB

08:09 | Leserkommentar
Ist denn keiner da, der AÖ Kaffee nachschenkt?
"EZB kümmert ... sich nicht um ihre eigentliche Aufgabe, die Bekämpfung der Preisstabilität..." :-)
Doch, doch! 

08:10 | AÖ zu 08:09
Welch Freud'scher Verschreiber! :-)
Und Kaffee hatte ich tatsächlich noch keinen. AÖ

16.06.2022

19:18 | Leser-Zuschrift: EZB in der Zwickmühle: Das Ende des Euro wird immer wahrscheinlicher

Gastbeitrag von Marc Friedrich:  "Die EZB muss sich also nun entscheiden zwischen Pest und Cholera"

https://www.focus.de/finanzen/ezb-zinswende-ein-scheitern-mit-ansage_id_107967293.html

Zeigt, dass wir zumindest mit unseren Prognosen von vor 18/20 Monaten nicht gänzlich falsch lagen... Zu der jetzigen Gesamtgemengelage bräuchte es schon ein kleines Wunder, um diese Entwicklungen aufzuhalten!? btw. Passt ja im Grunde, die Konstruktionsfehler von Anbeginn an waren eh viel zu groß. OF

17:40 | ET: Zinserhöhungen bei Schweizer und Britischer Zentralbank

Die Schweizer Zentralbank hat angesichts der Inflationsentwicklung erstmals seit 2015 eine Zinserhöhung angekündigt. Wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Donnerstag mitteilte, steigt der Leitzins um einen halben Prozentpunkt. Er bleibt damit aber weiter im negativen Bereich und liegt nun bei minus 0,25 Prozent.
Weitere Zinserhöhungen seien nicht ausgeschlossen, um die Inflation mittelfristig zu stabilisieren, erklärte die Schweizer Zentralbank weiter. In der Schweiz ist die Inflation allerdings wegen des starken Schweizer Frankens vergleichsweise gering. Im Mai lag sie bei 2,9 Prozent. Für das Gesamtjahr 2022 wird nun nach SNB-Angaben eine Teuerung der Verbraucherpreise um 2,8 Prozent erwartet. Ohne die Leitzinserhöhung würde die Prognose „deutlich höher“ ausfallen, erklärte die Zentralbank.
Im Kampf gegen die hohe Inflation hat nach der US-Notenbank Fed auch die britische Zentralbank eine weitere Anhebung des Leitzinses angekündigt. Wie die Bank of England am Donnerstag mitteilte, steigt der zentrale Zinssatz um einen Viertelprozentpunkt und liegt damit künftig bei 1,25 Prozent. Zugleich prognostizierten die Währungshüter eine Inflation von mehr als elf Prozent im Oktober dieses Jahres.

Andere Basiswerte für GB und CH! Und beide sind nicht im Euro... Demnach Stabilisierungsprognosen mittelfristig eher gegeben als bei uns!? OF

19:41 | Der Bondaffe
Zugzwang oder nur noch Lachnummer? Diese Leitzinserhöhung der Schweizer Zentral-Bank ist wahres "Meisterstück". Ausgehend von minus -0,75% Leitzins wird um 0,5% erhöht und so sind wir bei aktuell minus -0,25%. Das ist immer immer immer noch Minus.

Zumindest hat man was getan. Die Zinsen bzw. Renditen an den Bondmärkten sind nämlich angestiegen. Die 10jährige schweizer Staatsanleihe notiert aktuell bei plus +1,42%, im August 2021 waren es noch minus -0,40% (und im August 2019 waren es sogar minus -1,0%).

https://www.investing.com/rates-bonds/switzerland-10-year-bond-yield

Da wurde ein Eingreifen in Form einer Zinserhöhung überfällig. Der wichtigste Satz im Artikel aber lautet: "Weitere Zinserhöhungen seien nicht ausgeschlossen, um die Inflation mittelfristig zu stabilisieren, erklärte die Schweizer Zentralbank weiter."
Auch den Amerikanern steht das Wasser bis zum Hals, aber sie zeigen Entschlosssenheit mit Leitzinserhöhungsschritten von 0,75%. Womit wir definitiv in die Phase andauernder globaler LEITZINSerhöhungen eingetreten sind.

Hohe Inflationszahlen verlangen hohe Zinsen zur "Bekämpfung" dieser Inflation. Aber wie lange machen das die einzelnen Länder und die EUROZone mit, wenn man von einem historisch tiefen und langanhaltendem Zinsniveau ausgehend die Leitzinsen erhöhen muß. Wie groß wird der
Schmerz sein?
Derweilen laufen die Renditen im Vorlauf an den Bondmärkten weiter nach oben. Eine weitere Einsicht wird sich wohl durchsetzen. Nämlich die, daß man die Renditeerhöhungen bei den globalen Bonds auch nicht mit der geschicktesten Rhetorik und Bla-Bla-Manipulation beeinflussen kann.
Solange die Inflationszahlen weiter hoch bleiben. Denn "der Markt hat immer Recht" und nicht die Zentralbank. Wie schon schon oft erwähnt ziehen die Zentralbanken bei ihren Zinsentscheidungen nur nach. Laufen den höheren Renditen an den Bondmärkten sozusagen hinterher.

Bald ist die EZB dran. 0,25% Zinserhöhung sollen es werden. Wenn das nur gut geht. 0,25% sind sehr mager angesichts der Entwicklung der Renditen in der Bond-EUROZone. Das ist nicht einmal ein Tröpfelchen auf dem heißen Stein. Diese 0,25% hat der Markt schon lange eingepreist.
Zumindest tritt man schon zu NOTFALL-Sitzungen zusammen.

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/ezb-spitze-kommt-zu-notfallsitzung-zusammen-18104258.html

Dort heißt es: "Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) halten an diesem Mittwoch eine außerordentliche Ratssitzung ab, um die Folgen der jüngsten Verkaufswelle am Anleihenmarkt zu erörtern."

Und eben diese Verkaufswellen sind verantwortlich für den Renditeanstieg.

Wir befinden uns in einer äußerst angespannten Situation. Fragen Sie einmal einen Mediziner, was das Wort "Notfall" bei ihm auslöst? Wenn sich also die EZB zu einer NOTFALL-Sitzung zusammenfindet, dann ist Überdruck auf der Bond-Verkaufs-Leitung.

Natürlich kann man sich dagegen stemmen und nichts tun. Auch gut, dann verliert der EURO eben an Wert (aktuell wieder über 1,05 im Tagesverlauf, aber das Erreichen der 1:1 Parität sollte nicht
überraschen). Sehr schön zu sehen in Japan. Da Renditeerhöhungen bei den Bonds kaum durchkommen, verliert der japanische Yen an Wert zum USD. Was sich hier in einem steigenden Kurs bemerkbar macht, weil man mehr Yen für einen USD bekommt.

https://www.finanzen.net/devisen/us_dollar-yen-kurs

Wie ich aber gerade (16.06.22 - 19:15 MEZ) sehe, dürfen die Renditen in Japan jetzt steigen. Die Renditen ziehen über alle Laufzeiten interessant an und der Yen gewinnt wieder etwas Terrain zurück.

https://www.investing.com/rates-bonds/japan-10-year-bond-yield

Dieses System hat zumindest einmal fertig. Wie fertig werden wir bald sehen.

Danke für die Analyse und den YEN-Verweis, werter Bondaffe! Eine Kaskade an "Notfällen", die die einen wohl (noch) ein bißchen besser kaschieren können als die anderen...!? OF

15.06.2022

15:05 | cnbc: European Central Bank to create new tool to address fragmentation risk after bond yields surge

Die Europäische Zentralbank hat am Mittwoch angekündigt, dass sie ein neues Instrument schaffen will, um das Risiko einer Fragmentierung der Eurozone zu bekämpfen und damit die Befürchtungen einer neuen Schuldenkrise zu zerstreuen. Die Entscheidung kommt, nachdem die Zentralbank die Marktteilnehmer mit einer Dringlichkeitssitzung überrascht hat, um die höheren Kreditkosten für viele europäische Regierungen anzugehen.

Unaufhaltsam schreitet die EZB dabei voran, sich um alles zu kümmern, nur nicht um die Bekämfpung der rekordhohen Inflationsraten. Der Euro bekommt also einen neuen Liraisierungsbooster verabreichert. AÖ

12:10 | ecb.europa.eu: United in diversity – Challenges for monetary policy in a currency union von Isabel Schnabel

Indem sie der Zersplitterung entgegenwirkt, wird die Geldpolitik zu unserem Weg zur europäischen Einheit beitragen - ohne die Vielfalt aufzugeben. Ich hoffe sehr, dass die jüngere Generation - Sie alle, die Sie heute hier studiert haben - diesen Prozess hin zu einer größeren europäischen Einheit unterstützen und gleichzeitig die Vielfalt anerkennen wird.

Wäre Isabel Schnabel eine Bachelor-Studentin der VWL, würde ich sie höflich auf die europäischen Verträge verweisen. In denen steht nämlich nichts davon, dass es Aufgabe der Geldpolitik und damit der EZB wäre, der Zersplitterung entgegenzuwirken. Vorrangige Aufgabe ist allein die Erreichung der Preisstabilität. Nur wenn diese erreicht ist, darf und kann die Geldpolitik die allgemeinen Ziele der Wirtschaftspolitik der EU unterstützen. Da Isabel Schnabel aber Mitglied des EZB-Rates ist, ist davon auszugehen, dass sie die einschlägigen rechtlichen Bestimmungen kennt. Somit verkündet sie unverhohlen, dass sich die EZB nicht an die rechtlichen Vorgaben zu halten gedenkt. Mehr noch, sie bestätigt einmal mehr, dass der Euro ausschließlich ein politisches Instrument ist. Kein Wunder, dass der Euro im Innen- wie auch insbesondere im Außenwert ein derart klägliches Bild abgibt. Dass dieser grundlegende Beitrag von Isabel Schnabel nur auf Englisch verfügbar ist, überrascht natürlich nicht. Wo kämen wir denn dahin, wenn es autorisierte Übersetzungen in die Amtssprachen der Euro-Mitgliedsstaaten gäbe, und jedermann mitdiskutieren könnte. Die Bevölkerung würde dann ja noch deutlich sehen, dass die sich die EZB um alles kümmert, nur nicht um die Preisstabilität. AÖ

08:24 | rnd.de: Erneute Erhöhung des Leitzins in den USA erwartet

Die hohe Inflationsrate setzt die US-Notenbank Fed unter Druck. Sie steht kurz vor der dritten Erhöhung des Leitzinses seit dem Beginn der Corona-Pandemie. Prognosen sagen eine Erhöhung von bis zu 0.75 Prozentpunkte voraus. Notenbankchef Jerome Powell will am Mittwoch eine Erklärung zu den Beweggründen abgeben.

Es wird heute um 20:30 MESZ eine interessanteren Pressekonferenzen. Denn zum einen ist das Ausmaß der Zinserhöhungen plötzlich offen, zum anderen wird Powell darlegen, wie es weitergehen wird. Zusätzlich zu den Zinserhöhungen läuft ja seit 1. Juni auch die quantitative Straffung, die erst im September ihren vollen Umfang von 95 Mrd. USD erreichen soll. AÖ

07:44 | welt.de: Die EZB hat eine Grundregel verletzt

Wer zwei Ziele zugleich anvisiert, trifft keines. Diesen fatalen Fehler macht die EZB. Ihre Pflicht ist Preisstabilität, aber sie fixiert sich auf die Rettung maroder Staatsfinanzen. Das hat schon ein niederländischer Nobelpreisträger vor mehr als 50 Jahren als Irrweg erkannt.

Eben dieser Nobelpreisträger ist Jan Tinbergen. Woher soll Christine Lagarde den auch schon kennen, hat sie doch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in ihrem gesamten Leben keine einzige VWL-Vorlesung besucht. Kompetenz ist ja ewiggestrig, quasi schon faschistisch. Haltung ist heute alles. Sie hält die Daumen nicht für die Preisstabilität, sondern für die Club-Med-Staaten. Vermutlich ist ihr stets braungebranntes Gesicht als Zeichen ihrer Club-Med-Haltung zu verstehen. AÖ

12:25 | Leserkommentar zu 07:44
Werter AÖ, was mich eher interessieren würde. Wie es die Persönlichkeit C. Lagarde schafft. sich dort zudurchzusetzen !? Immerhein repäsentiert die EZB alle Mitgliedsstaaten die dem Euro begetreten sind. Oder anders, welche Kraft ist hinter der Tür von Tür, hat die Macht, so ein Verhalten hervorzurufen ? Haltung, Bullshit - denn gerade auf solchen Ebenen hat alles seinen Grund.Sollten wir nicht eher Fragen, was der Grund ist - weshalb hat die EZB eine angebliche (?) Grundregel verletzt ? Ich wage sogar zu behaupten, es gibt keine Grundregeln mehr - wie bei den roten Linien. Wir glauben es gäbe einen Rahmen, doch wie schaut der wirklich aus, Club Med hin oder her, das Ganze läuft schon seit Jahren in Alarm-Stufe rot ? Oder gibt eses einen Plan - wenn wir mal annehmen alle da oben wären nicht vollständig stupid ? Ich kann das nicht mehr hören, in Zeiten wo ein Menschenleben keinen Pfifferling mehr wert ist ?


14.06.2022

14:37 | n-tv: Schweizer Notenbankchef entlarvt das EZB-Versagen

Die Inflation schockiert Deutschland. Nicht so die Schweiz. Dort steigen die Preise kaum. Denn das Hauptproblem der Inflation hierzulande liegt weder in der Pandemie noch im Ukraine-Krieg. Es ist die EZB und ihre Geldschwemme, die die Preise systematisch treibt.

Natürlich hat Jordan recht - immerhin ist die Inflation in der Schweiz wie aus einem anderem Gelduniversum, welches sich nicht so schnell ausdehnt. Bezüglich seiner Devisenreservenpoltiik hat der gute Mann aber noch sehr viel Luft nach oben! TB

Der Kolumbianer
Die MSM fangen langsam an zu kapieren.

12:24 | cnbc: ‘Profit recession’ warning as markets wait for aggressive central bank moves

Nach einem weltweiten Ausverkauf in der vorangegangenen Sitzung divergierten die globalen Aktienmärkte am Dienstag, da Analysten die Dauer der Baisse und das Risiko einer Rezession beurteilten. Die US-Aktienfutures erholten sich im frühen vorbörslichen Handel am Dienstag, nachdem der S&P 500 am Vortag wieder in den Bärenmarktbereich gerutscht war. Die Anleger warten auf eine wegweisende geldpolitische Ankündigung der Federal Reserve am Mittwoch, wobei die Wetten auf eine Zinserhöhung um 75 Basispunkte angesichts einer schockierenden Jahresinflationsrate von 8,6 % im Mai steigen.

Sollte die Federal Reserve morgen die Zinsen tatsächlich nicht wie geplant um 50 Basispunkte (0,50%), sondern um 75 Basispunkte (0,75%) anheben, würde das an den Märkten ziemlich sicher erhebliche Turbulenzen auslösen. Zugleich würde es die anderen Währungen, insbesondere den Euro und den Yen, noch stärker unter Druck setzen. Doch auch für die in US-Dollar verschuldeten Schwellen- und Entwicklungsländer wäre das keine gute Nachricht. AÖ 

13.06.2022

07:34 | cnbc: The Fed will raise rates in the week ahead, but what Chair Powell says may matter most

Die kommende Woche könnte ganz davon abhängen, was der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, am Mittwoch um 14:30 Uhr ET [20:30 MESZ, Anm.] zu sagen hat. Powell informiert die Presse nach der zweitägigen Sitzung der Zentralbank. Es wird allgemein erwartet, dass die Fed ihren Zielzinssatz um einen halben Prozentpunkt anhebt, aber die heißen Inflationsdaten vom Mai haben die Märkte nervös gemacht, ob die politischen Entscheidungsträger noch aggressiver vorgehen oder ein schnelleres Tempo für künftige Zinserhöhungen vorhersagen könnten. Aktien und Anleihen waren volatil, weil die Anleger befürchteten, dass die Inflation ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat und die Zinserhöhungen eine Rezession auslösen könnten.

Viel zu spät, und wohl nur mit beschränkter Ablaufzeit, aber dennoch nimmt Powell und das FOMC den Kampf gegen die Inflation im Augenblick ernst. Es geistern sogar schon Mutmaßungen herum, dass die Federal Reserve einen Zinsschritt um 75 Basispunkte (=0,75 Prozentpunkte) vornehmen könnte. Powell hat aber auch die Rückendeckung von Biden wegen der Zwischenwahlen, weswegen ich von einer Fortsetzung der Zinserhöhungspolitik bis zumindest zu den Zwischenwahlen ausgehe. Was das im Umkehrschluss für die politischen Wünsche an Lagarde bedeutet, braucht nicht extra ausgeschrieben zu werden. AÖ

08:07 | Leserkommentar
Wie aussieht, werter AÖ. Ist das Kind gerade offen vom Brunnenrand gefallen. Die nächsten Monate werdensicher sehr anregend werden ?

08:08 | AÖ zum Leserkommentar von 08:07
Ja, und die nächsten Monate beginnen schon heute, siehe wolfstreet: Monday is Going to Be Interesting for Stocks. AÖ

14:30 | Der Bondaffe
Ich hätte es so nicht gedacht, aber es passiert tatsächlich in einer äußerst starken Ausprägung. Nicht nur in den USA bei der FED sondern auch in der EUROZONE bei der EZB. Bevor die Zentralräte in den Zentralen der Geldmächte reagieren, sind die Zinsen bzw. Renditen an den Bondmärkten schon lange "davon gelaufen". Will heißen: stark gestiegen. Ein altes Börsianersprichwort sagt, daß die Kurse schneller fallen als das sie steigen. Also zeitlich gesehen und das sehen wir gerade.

An den Bondmärkten heißt das, daß die Renditen schneller steigen (und die Bondkurse fallen) als das die Renditen zurückgehen. Wir dürfen auch nicht vergessen, wie gefährlich die Situation wirklich ist. Denn wir kommen von einem ABSOLUT TIEFEN Zins-/Renditeniveau und jetzt beginnt ein Anstieg in die ganz normalen Gefilde. Und da setze ich bei den Renditen für 10jährige deutsche Bundesanleihen einen Renditeschwankungsbereich von vier bis sechs Prozent an.

Tatsächlich sind die 10jährigen deutschen Bundesanleihen "schon" bei plus +1,60% angekommen

https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield

Man bedenke, daß wir uns im November/Dezember des Jahres 2021 noch in einer Range von minus -0,35% bis minus -0,40% bewegten. Das wäre ein Renditeanstieg von plus +2,0% und der ist in der Kürze des Zeitraums äußerst beträchtlich. Im Moment will ich gar nicht genau wissen, wie hoch die Kursrückgänge bei 10jährigen deutschen Bundesanleihen im Detail sind. Ich habe es aber kurz durchgerechnet und bin bei 17% (i.W. siebzehn Prozent) Kursrückgang für eine 10jährige deutsche Null-Prozent-Bundesanleihe seit Dezember 2021 angekommen.

Möchten Sie jetzt wirklich wissen, was in den Zentralen der Lebensversicherungen los ist? Die haben das Zeug haufenweise wie Sauerbier im Bestand und die Bundesrepublik Deutschland hat ein AAA-Rating und trotzdem sind die Kursrückgänge enorm hoch. Bei den anderen Emitetten dürfte es noch grausamer sein in punkto Kursrückgang.

Möchten Sie jetzt wirklich wissen, was in anderen Vorstandetagen vorgeht, die für Altersvorsorgen, für Pensionszahlungen aus festverzinslichen Papieren zuständig sind? Möchten Sie jetzt wirklich wissen, was Ihre Bond-ETFs kursmäßig machen? Schauen Sie sich mal die Preisentwicklung eines klassischen Rentenfonds an. Da ist was los im Portfoliomanagement. Wohin mit den Verlusten (= Kursrückgängen) im Portfolio? Wie erkläre ich es dem normalen Kunden und vor allen den institutionellen Anlegern?

Derweilen lassen sich die Zentralbanken Zeit und tun nichts (EZB) oder wollen wenig tun (FED mit "mäßig aggresisvem(!)" Zinsschritt). Macht nur so weiter und die Renditen laufen Euch noch schneller davon. Und zwar nach oben.

Die Zinswende hat sich vollzogen und so geht es jetzt munter weiter. Die "Realbedingungen" sind äußerst gut, vor allem was die extrem hohen Inflationswicklungszahlen angeht und die gehen so schnell nicht zurück.

So steigen die Zinsen und Renditen für Geldanleger und Kreditnehmer. Mit unverhersehbaren Konsequenzen, gerade was laufende Geldanlagen und Kreditengagements angeht. Ich habe es schon oft beschrieben, gerade die "Effekte des Vorlaufs des Zins-/Renditeanstiegs" an den Bondmärkten. Das haben wir jetzt gesehen wie es funktioniert.

Die Zentralbanken sitzen jetzt in der Klemme. Mit Aussitzen geht wohl weniger und wenn alles "ganz normal" laufen wird steht die große Katastrophe erst noch bevor. Unabhängig von den US-Bondmärkten wären die nächsten Renditeziele für die 10jährige deutsche Bundesanleihe plus +1,8% und dann plus +2,0%. Die Zentralbanken haben es auch richtig versaubeutelt. Denn mit den halbherzigen und schlappen Erklärungen der Vergangenheit hat man die Märkte weder beeinflusst noch überzeugt und den Märkten sich selbst überlassen. Das hat man dort schon verstanden. Ankündigungen wie "aggressive Zinserhöhung" können schon ein Schulterzucken der Bondanleger auslösen. Wen kümmerts?

Wir wir alle wissen kann das schnell gehen. Wer die Nerven hat, sollte bei seiner Lebensversicherung anrufen und nachfragen, wie sich der aktuelle Renditeanstieg auf die "Verzinsung" der eigenen laufenden Lebensversicherung auswirkt? Stichwort "Garantieverzinsung". Am besten lassen Sie sich gleich mit dem professionellen Geldanlegern und Portfoliomanagern im Haus verbinden. Die sollen schon mal wisssen, was der Kunde wirklich denkt und will. Z. B. Sicherheit der Anlagen bei Renditeanstiegen am Markt. Ich könnte Ihnen die Ausreden gleich hier aufschreiben. Es sind immer die gleichen.

11.06.2022

08:28 | f100: Ex-Ifo-Chef Sinn: „Die Zinswende hätte schon vor einem Jahr kommen müssen“

Die Europäische Zentralbank (EZB) will bald mit Zinsanhebungen beginnen. Nach Ansicht des ehemaligen Ifo-Chefs Hans-Werner Sinn wird das die horrende Inflation aber nur kurzzeitig lindern. Die anvisierte Zinswende werde eine Lohn-Preis-Spirale nicht verhindern können.

Berechtigter Vorwurf! Aber das Behind-the-curve-Sein gehört anscheinend zum guten Ton bei den ZB!
Übrigens heute in 2 Wochen ist Hans Werner Sinn zu Gast beim GVS Finanzkongress in Wien! TB

10.06.2022

17:37 | bachheimer/Goldvorsorge: Thomas Bachheimer mit Gast Gregor Hochreiter

In dieser Ausgabe des Kamingesprächs ohne Kamin, aber mit einem Glaserl Wein diskutiere ich mit meinem Gast Gregor Hochreiter aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen. Der Schwerpunkt unseres Blicks hinter die Kulissen liegt dieses Mal auf:

- Die mangelhafte Treffsicherheit der Inflationsprognosen der EZB
- Das überzogene Narrativ von der Putinflation
- Warum Lagarde den Goldanleger im Euroraum erfreut TB

14:23 | focus: Lagarde will Inflation nicht bekämpfen, denn EZB-Chefin hat eine heimliche Geliebte

EZB-Chefin Christine Lagarde hat ihre Inflations-Messinstrumente falsch justiert. Sie ist gesetzlich auf das Ziel der Geldwertstabilität verpflichtet – weil nur Geldwertstabilität den Europäern ein Leben in Wohlstand garantiert. Aber sie hat eine andere Geliebte.

Europa, besser gesagt, EU anstatt Geldwertstabilität. Damit ist sie als politische Akteurin leider nicht alleine!
Diese Europaphilie, diese liebe zu Europa der Mächtigen wird letzen Endes Europa zerstören und einen Rettungs- und Regulierungsmolloch schaffen, wogegen Nordkorea ein wahrer Hort der Freiheit sein wird!
Hiermit erneuere ich meine Drohung: jeder, der zur EU-Wahl, geht erhält 6 Monate Bachheimer.com-Leseverbot! TB

tom-cat
Warum gibt es keine Petition "Lagarde verhaften!"

14:46 | Leser-Spitzfindigkeit
Weil sie „verhaftet Lagarde“heißen müsste.

14:47 | Leser-Kommentar zur TB-Drohung
Dann müsste ich ja ein kostenloses Abo bekommen. War noch nie wählen..

Hom's scho amoi wos zoid? Na eben! TB


12:08 | wiwo.de: Liebe EZB, das ist zu wenig!

Die EZB stellt ihre Anleihenkäufe ein und kündigt höhere Leitzinsen an. Doch die Straffung kommt zu spät und ist zu zaghaft, um die Inflation zu besiegen.

Der Euro hat seit der gestrigen Zinsentscheidung gegenüber dem US-Dollar kräftig verloren und ist wieder unter 1,0&6 gefallen, nachdem er in der dreiviertel Stunde zwischen der Veröffentlichung der geldpolitischen Entscheidung und dem Beginn der Pressekonferenz zugelegt hat. Damit bestätigen die Märkte, dass das Vorgehen der EZB als äußerst zaghaft einzuschätzen ist. Dennoch geben die Aktienmärkte merklich nach. AÖ

09:37 | tkp: Digital bezahlen statt Bargeld – getestet im globalen Süden

Sowohl die Hochfinanz als auch die Digitalindustrie wollen weg vom Bargeld und hin zu einer digitalen Währung. Wahrscheinlich wird es sich dabei um so genanntes Zentralbankgeld handeln, auf jeden Fall aber soll jede einzelne Transaktion nachvollziehbar und auswertbar sein. Und es soll volle Kontrolle über die Ausgaben möglich werden.

Silverado
Ich empfehle, auch den Artikel aus 2017 zu lesen: https://monde-diplomatique.de/artikel/!5406809. Erinnert mich an die Medikamenten-Experimente in der Dritten Welt und an den Witz über den Mathematik-Unterricht im Wandel der Zeit. 2040: ÄS GIPT KAINÄ VRAIEIT MEA.

09.06.2022

19:46 | Die Leseratte: Rubeltauschpflicht

Die Maßnahmen haben gewirkt, Russland lockert die generelle Umtauschpflicht von 50 % der Deviseneinnahmen für Exporteure. Das wird in Zukunft flexibler gehandhabt.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/russischer-rubel-putin-befreit-exporteure-von-umtauschpflicht-a-e9b2148e-68d8-4534-b7b0-86bb6c0a5e8f

Zitat:
Für den Kreml ist es ein Erfolg: Angesichts des drastisch gestiegenen Rubelkurses hat Russlands Präsident Wladimir Putin nun die Exporteure von der Pflicht befreit, generell 50 Prozent ihrer Deviseneinnahmen in die Landeswährung tauschen zu müssen. Künftig werde eine Regierungskommission bestimmen, welchen Anteil der Einnahmen sie zum Umtausch abführen müssen, heißt es in dem Präsidentenerlass, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Und hier kommt ein Aspekt, an den viele nicht denken, falls die EZB die Zinsen erhöht: Der Zins für den Dispo wird teurer!

https://www.focus.de/finanzen/banken/kredit/konto-im-minus-sechs-millionen-deutsche-betroffen-wenn-ezb-am-zins-dreht-wird-auch-der-dispo-teurer_id_107947009.html

Zitat:
Rund sechs Millionen Deutschen stehen auf ihrem Konto im Minus. Das kann in Zukunft deutlich teurer werden, sofern die Europäische Zentralbank (EZB) im Juli den Leitzins erhöht.

Wenn die EZB- im Juli die Zinsen erhöht, bremst das womöglich die Teuerung, doch für rund sechs Millionen Deutschen, deren Girokonten im Minus stehen, wäre das Gift. Denn auch die Dispozinsen könnten dann sehr schnell anziehen. „Aktuell verlangen Banken im Schnitt 9,43 Prozent Dispozinsen. Würde der Leitzins auf 0,25 Prozent oder später sogar auf 0,5 Prozent erhöht, könnte der Dispozins auf im Schnitt rund elf Prozent steigen“, sagt Alexander Artopé, Geschäftsführer des Kreditportals Smava. „So viel kosteten Dispokredite, als der Leitzins das letzte Mal bei 0,25 bis 0,5 Prozent lag.“

Auf die Dispofalle weisen wir seit über zwei Jahren immer wieder hin, jetzt geht es eben ans Eingemachte... Raussaugen bei Privaten was noch möglich ist und den großen Playern Zeit verschaffen...!? Gar viel Bremskraft gegen die Teuerung ist da wohl nimmer drinnen ohne gesetzliche Maßnahmen... OF

16:44 | Die Leseratte: Lira-Verfall

Die Türkische Lira ist weiter gefallen, nachdem Präsident Erdogan erneut Äußerungen gemacht hat, dass die Zinsen nicht angehoben werden sondern sogar weiter fallen sollen. Gleichzeiitg hat er gesagt, dass es die Regierung sei, die die Zinsen festlegt. Damit ist klar, dass die türkische Zentralbank nicht unabhängig ist. Zudem wird im Artikel darüber spekuliert, ob die offiziell angegebene Inflation von 73,5 % wirklich stimmt oder nicht in Wahrheit viel höher ist, denn gewisse Parameter werden von der Statistikbehörde nicht mehr veröffentlicht. Das könnte das Vertrauen in die türkische Währung noch mehr eiter schwächen und zu weiteren Verlusten führen.

https://finanzmarktwelt.de/tuerkische-lira-faellt-erneut-deutlich-erdogan-mit-klarer-aussage-zu-zinsen-236593/

Zitat:
Die türkische Lira verliert erneut deutlich an Wert. Verantwortlich dafür sind neue Aussagen von Präsident Erdogan zum Thema Zinsen. Die türkische Lira wertet weiter kräftig an. Zahlte man gestern früh noch 16,60 Lira für 1 US-Dollar, so sind es aktuell bereits 17,15 Lira. Vor 30 Tagen lag der Wechselkurs noch bei 15. Letzte Woche Freitag wurde die Inflation in der Türkei mit 73,5 Prozent vermeldet – sie klettert immer weiter nach oben. Und die Zentralbank in Ankara hat dieses Jahr die Zinsen bisher nicht angehoben. Letztes Jahr wurden sie unter Druck von Präsident Erdogan sogar von 19 auf 14 Prozent gesenkt. Seitdem klebt der Leitzins bei 14 Prozent. Die Inflation läuft, die türkische Lira wertet ab.
in folgendem Artikel wird sogar darüber spekuliert, dass die Türkei wegen ihrer geringen Devisenreserven in Kürze Kapitalverkehrskontrollen einführen könnte:

https://www.finanzen.net/nachricht/cfd/tuerkische-lira-unter-druck-gefahr-der-einfuehrung-von-kapitalverkehrskontrollen-11428656

13:47 | ecb.europa.eu: Monetary policy decisions

Die hohe Inflation ist für uns alle eine große Herausforderung. Der EZB-Rat wird dafür sorgen, dass die Inflation mittelfristig zu ihrem Ziel von 2 % zurückkehrt.

Mit quasi nix tun? Das ist in etwa so glaubwürdig wie das Versprechen eines Alkoholikers, nach diesem einen letzten Schluck wirklich mit dem Trinken aufzuhören. AÖ

10:08 | cnbc: European Central Bank poised to signal July rate hike as inflation jumps to fresh record high

Die entscheidende Frage ist, wie aggressiv der Wechsel in den kommenden Monaten ausfallen wird - einige Analysten haben ihre Schätzungen für eine größere Anhebung spätestens im September geändert. "Eine Handvoll Mitglieder des EZB-Rats sind bereits offen für eine Anhebung um 50 Basispunkte", so Mark Wall, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, in einer Research Note. "Wir sind der Meinung, dass die EZB die Inflation weiterhin unterschätzt, und wir erwarten, dass die Unterstützung für eine Anhebung um 50 Basispunkte im Laufe des Sommers zunehmen wird."

Schauen wir mal, dann sehen wir schon - diese grundsätzlich sehr sympathische österreichische Haltung hat ihre Grenze natürlich dann, wenn ein Haus brennt. Und die Kaufkraft des Euro verbrennt gerade in rasend schnell, weswegen schon längst hätte reagiert werden sollen. Aber die EZB hat es bislang noch nicht einmal geschafft, die Ausweitung der Bilanzsumme zu stoppen. Sie kauft weiterhin munter Staatsanleihen auf. Schließlich sieht sie sich schon seit geraumer Zeit nicht mehr als Hüterin der Preisstabilität, sondern als Staatsfinanzier, allen voran der Club-Med-Staaten. Heute um 14:30 werden wir wissen, wie lange Christine Lagarde und der gesamte EZB-Rat noch dem Abbrennen des Hauses zuschauen wird, für das sie verantwortlich sind. AÖ

12:05 | Leserkommentar
"Schließlich sieht sie sich schon seit geraumer Zeit nicht mehr als Hüterin der Preisstabilität, sondern als Staatsfinanzier, allen voran der Club-Med-Staaten. "Werter AÖ! Wollen Sie damit etwas andeuten, die BRD finanziere inzwischen nahezu die ganze westliche Welt mit Steuereinnahmen?????????????????????? Ansonsten ist der theoretisch gerechtfertigte Hinweis auf die südeuropäischen Staaten eine der lang zurückliegenden Historie geschuldete Überheblichkeit.

12:07 | AÖ zum Leserkommentar von 12:05
Nein, das habe ich nicht behauptet. Die Finanzierung der (Club-Med-)Staaten erfolgt durch die Niedrigzinspolitik, die die Staatshaushalte direkt und indirekt entlastet. Größter Profiteur ist das am hochverschuldeste Land (Staat, Unternehmen, private Haushalte), und das ist Frankreich. AÖ

08.06.2022

12:30 | focus.de: Für die Wohlstandszerstörung gibt es zwei Schuldige - keiner von ihnen sitzt in Moskau

„Frieden ist das höchste Gut“, plakatieren derzeit die „Grünen“. Aber die Verletzung der Geldwertstabilität, würde man ihnen gerne zurufen, ist auch kein Kavaliersdelikt. Es bleibt Putins Krieg, aber es ist unsere Inflation. Zwei Schuldige für die nun offensichtlich gewordene Zerstörung von Wohlstand und Kaufkraft sind zu benennen, die beide nicht in Moskau wohnen. Womöglich ist das sogar der Grund, warum von den Regierungsparteien keine ernsthaft mit dem Bürger über Ursache und Wirkung dieser Jahrhundert-Inflation sprechen möchte.

Eine mutige Ansage von Gabor Steingart, der inhaltlich zuzustimmen ist. Schließlich hat der Euro gegenüber dem US-Dollar seit Jahresbeginn 2021 fast 15% eingebüßt, was sämtliche in US-Dollar denominierten Importe dementsprechend verteuert hat. Das ist für jeden Ökonomen nach einem Semester Studium einsichtig, nur nicht für Christine Lagarde. Gut, die ist ja auch keine Ökonomin. AÖ

12:12 | the sounding line: ECB Plans to Finally End QE… in the Third Quarter

Die Verbraucherinflation liegt in der Eurozone derzeit bei 8,1 %. Dies ist der höchste Wert seit der Einführung des Euro und der zehnte Monat in Folge, in dem die Inflation das 2 %-Ziel der EZB überschritten hat. Trotz alledem hält die EZB die Leitzinsen weiterhin im negativen Bereich und weitet ihre Bilanz (über ihr APP - Asset Purchase Program) weiter aus, wie die folgende Grafik von True Insights zeigt.

Morgen ist es mit der Herrlichkeit - dem Schweigen von Lagarde, Schnabel und Co. - wieder vorbei, zumindest für die Pressekonferenz um 14:30. Danach setzt bis Montag wieder Schweigen ein, zumindest der Kritiker, damit Lagarde in der Öffentlichkeit klug und weise erscheinen kann. AÖ

07.06.2022

17:48 | handelsblatt: Stanford-Professor John Taylor: „Die EZB sollte beginnen, die Zinsen auf zwei bis drei Prozent zu erhöhen“

Der bekannte US-Ökonom sieht in der aktuellen Krise „enorme Parallelen“ zu den 1970ern. EZB und Fed hätten schon vor einem Jahr reagieren sollen – der Wechsel müsse jetzt kommen. Geldpolitik ist die vielleicht komplexeste Disziplin der Ökonomie. Dem US-Wirtschaftswissenschaftler John B. Taylor aber ist 1993 das scheinbar Unmögliche gelungen: Er hat die Inflationsbekämpfung auf eine einzige Formel heruntergebrochen. Die Taylor-Regel leitet den optimalen Leitzins aus der Abweichung vom Optimum bei Inflation und Wirtschaftsleistung her.
Viele Notenbanken setzten auf diese Formel. Mit dem Beginn der unkonventionellen Geldpolitik in den Jahren nach der Weltfinanzkrise hörten die Zentralbank-Chefs aber immer seltener auf den Stanford-Wissenschaftler. Nun ist die Inflation zurück – und damit auch die Taylor-Regel.

Unverständlich, dass sich die "Gscheiterln" immer erst aus ihren Narrentürmen heraus trauen, wenn die Kacke bereits voll am dampfen ist!? Die so schöne Taylor-Regel wär schon richtig, aber wie lange hat man jetzt während eines Negativzinsumfeldes zugesehen, die letzten zwei/drei Jahr völlig verschlafen und post mortem soll der Patient noch mit einer zinspolitischen Wahrsagerei wieder zum Leben erweckt werden...!? Dazu stimmen im Moment sehr viele Markt-Parameter ebenso nicht mehr zusammen, um mit 2-3 % Zinsschub entgegnen zu können! Wir sind bereits zwei Schritte weiter! Für's nächste mal dann... OF

04.06.2022

14:01 | Der Bondaffe zu den Mega-Inflationszahlen in der Europzone und weltweit

Gestern abend habe ich mich mit den Inflationszahlen und den Inflationsentwicklungen in der EUROZONE und auch weltweit beschäftigt
und da rieselt es Einem schon kalt den Buckel herunter. Eine Übersicht mit den TOP 8 der Inflationsländer in der EUROZONE fand ich dann hier:

https://www.capital.de/wirtschaft-politik/eu-laender-mit-der-hoechsten-inflation--31913874.html

Angeführt an der Spitze der Liste wird die Inflationsentwicklung mit Estland und einem Jahresinflationswert (April 2021 / April 2022) von
19,1%. Man darf fragen: "Warum tut die EZB nichts? Warum erhöht die EZB die Leitzinsen nicht?" Die wahrscheinlichste Antwort dürfte lauten: "Die
in der EZB wissen, daß Sie verloren haben!" und damit wären wir beim bekannten Zitat "Der Weg ist das Ziel".

Das hat dann meine Phantasie beflügelt und ich sah "den Weg" vor mir. Den "Weg der Inflation", besser gesagt "den Weg der Inflationsentwicklung". Wir sind sozusagen "auf dem Weg". Am "Ende des Weges" erwartet uns "entwertetes Geld", sprich "Geld ohne Wert". Die  drei "Geldfunktionen" hätten sich aufgelöst.

https://de.wikipedia.org/wiki/Geldfunktion

Den Weg habe ich dann in Abschnitte eingeteilt, den Zeitraum bis zur Entwertung habe ich mit neun Monaten angesetzt. So ähnlich wie im Mega-Inflationsjahr 1923. Sie sehen, ich versuche das Wort "Hyperinflation" zu vermeiden. Sprechen wir lieber von "Mega-Inflation". Ich will auch nicht ausschweifen welche "Arten der Inflation" es gibt.
Aber Vergleiche mit einer Pandemie mit diesem Corona-Dings tun sich auf. Ein geschwächter volks- und geldwirtschaftlicher Körper wird von einem
Virus namens "Mega-Inflation" angegriffen, geschwächt und dann (eigentlich) aufgezehrt. "Der Weg" wäre die "Phase der Schwächung" und
am "Ende des Wegs" folgt der (Ab-)Sterbeprozess. Wobei die letzten drei Monate nur noch Siechtum bedeuten. Das wäre die extreme Phase der
Megainflation.

Wir sind auf dem Weg und begonnen hat der ganze Schlamassel in seiner ausuferndsten Form im März 2022. Jetzt haben wir Juni 2022, also Monat
4. Damit blieben zwei Monate in denen es noch einigermaßen "normal" zugeht, bevor der Inflationsturbogang eingelegt wird.

Ob es so kommt vermag ich nicht zu sagen. Aber man sollte dieses Szenario im Kopf haben und vorbereitet sein. Etwas Zeit bleibt noch.

18:01 | Die Leseratte
Gegen die Türkei ist Estland ein Waisenknabe, deren Inflation beträgt mittlerweile 73,5 %! Und was passiert im Lande? Gibt es eine Revolution, Unruhen, irgendwas? Nöö, der Sultan hält sich immer noch (wackelt aber). Erklärt vielleicht den neuen Vorstoß in Syrien. Er hält seine Leute im Inland auch mit dem Versprechen ruhig, dass er mind. 1 Million der Syrer nach Hause schicken will. Erklärt aber auch, warum er den Nato-Beitritt von Schweden und Finnland blockiert - der will Geld, viel Geld!
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/inflation-tuerkei-mai-101.html

18:02 | Leser-Kommentar
Werter Bondaffe, inzwischen kann man fragen - na und ? Am Ende solch eines Zyklus, steht immer eine Reform. Das ist nicht neues, es kommt eine "Währungsreform". Die Karten werden eben neu ausgeben, denn das Spiel bleibt nicht stehen. Seit HG reden wir darüber. Ich habe am 22. Mai 2010 ein Semiar vom Autor Walter K. Eichelburg besucht. Teilnehmer 3 Frauen und 15 Männer. "Euro-Crash & Währungsreform - Seminar 2010, sein letztes Jahr" Jetzt sind wir 12 Jahre weiter und es scheint diesmal recht wahrscheinlich, das 2022 das Jahr ist, wo Würfel fallen. Um dann wieder neu ausgespielt zu werden. Bis heute hat mir noch keiner erklären können, auch auf TB, warum in einer sehr bekannten Finanzsoftware einer Firma "Buhl" immer noch Wahrungsrechner integriert ist, welcher Österreich Schilling, Deutsche DM, usw. führt.
Wieso brauchtt Frau und Herr Mustermann, angeblich historische Währungen - die in einem Bankprogramm sind, das auf dem letzten Stand ist ?! Ich vermag auch nicht zu ob es kommt, werter Bondaffe. Doch inzwischen kann man sagen - im Rückblick betrachtet. Das ist kein vages Potenzial mehr, sondern eine inzwischen sehr große Wahrscheinlichkeit, die realtiv kurz vor der offenen Manifestation im Aussen steht. Und die Masse Mensch, kommt da nicht mehr raus. Weil sie eben in the Box sind. Wenn man es nicht sehen will, ist es nicht da !!! Und am Höhepunkt der Entwicklung, geht es dann rasend schneller, weil alle Booster zünden ? Das hat seinen Preis - doch kann man nicht sagen, wie hoch der sein wird. Da es immer davon abhängt, wie Menschen, Staat usw. in Echzeit darauf reagiert und wie weit logisch Handeln zum Zuge kommt, vor allem in der Politik ?. Ja, ja - ohne Zweifel - die größte Chance aller Zeiten, fragt sich nur - hin zum Licht oder zur Dunkelheit ?! Und das geschied, weder in der Vergangenheit noch in einer angedachten fiktiven Zukunft, sondern nur im JETZT, im JETZT...

 

07:50 | stansberry: Dollar Moving Higher Will Force Great Reset And Prop Up Gold

Auf relativer Basis "hat der US-Dollar begonnen zu steigen, und das verursacht aus verschiedenen Gründen eine Menge Probleme", behauptet Brent Johnson, Gründer und CEO von Santiago Capital. Im Gespräch mit Daniela Cambone erklärt er, dass die Entwicklung des Dollars "letztendlich zu einer Währungskrise führen wird, und wir befinden uns vielleicht schon in der Anfangsphase davon". Die Zentralbanken auf der ganzen Welt befinden sich in einer ähnlichen Situation wie die Bank of Japan, da sie unter dem Druck eines starken Dollars stehen, so Johnson.

Dazu passend der DYX, der U.S. Dollar Index, welcher die Stärke des Dollars gegenüber einem Basket der wichtigsten Währungen zeigt! TB

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03.06.2022

15:28 | metropol: Das Sterben des modernen Geldes – Das Ende des Weges ist fast erreicht

Der Bondaffe
Da durfte ich mich einmal bei einem Spezl auf dessen Webseite zum Thema "Geldsystem" etwas austoben. Das wurde dann wieder ein größerer Artikel.
Na ja. Ich gelobe Besserung was die Längen angeht.

14:31 | Der Bondaffe "Ein weiterer Fall von plötzlich und unerartet"

10jährige deutsche Staatsanleihenrenditen plötzlich und unerwartet bei plus +1,26%
Aktuell: 03.06.2022 / 12:45 MEZ

https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield

Wer sagt's denn? Geht doch! Der Zins- bzw. Renditeanstieg an den Bondmärkten setzt sich fort

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02.06.2022

17:53 | testrt: Spanische Zentralbank: Drastische Folgen für Europa bei Abbruch der Handelsbeziehungen mit Russland

Die Folgen der Entscheidung der Europäischen Union, Öleinfuhren aus Russland zu verbieten, könnten laut Branchenexperten einerseits für Russland durch steigende Energiepreise und alternative Abnehmer russischen Erdöls abgefedert werden und für Europa dennoch einen sehr hohen Preis haben.
Zeitgleich mit der Einigung der Europäischen Union auf ein Embargo für den Großteil der russischen Ölimporte hat die Banco de España, die Zentralbank Spaniens, eine Berechnung vorgelegt, welcher zufolge die wirtschaftlichen Folgen einer Einstellung des Handels zwischen Russland und der Europäischen Union für Spanien hoch und für andere europäische Volkswirtschaften noch weitaus höher ausfallen.

Die Studie untersucht, welche Folgen eine hypothetische Unterbrechung der Importe von Energierohstoffen aus Russland haben könnte. Demnach könnte das spanische Bruttosozialprodukt (BIP) um 0,8 bis 1,4 Prozentschrumpfen, während die bereits sehr hohe Inflation um weitere 0,8 bis 1,2 Prozentpunkte ansteigen würde – allein im ersten Jahr und nur sofern sich die Beschränkungen auf die Energieimporte beschränken, so der am Dienstag veröffentlichte Artikel der Bank von Spanien. Am stärksten betroffen wären dabei energieintensive Sektoren wie das Verkehrswesen, die Schwerindustrie und die chemische Industrie, darunter die pharmazeutische Produktion.

Auch in Spanien wird man offenbar nach dem Mittagsschlaf der Zentralbänker schön langsam munter!? Die Aufschreie sind aber angesichts der Vorhaben in Brüssel noch äußerst bescheiden...!? Zumindest meldet man sich mal zu Wort! OF

01.06.2022

07:29 | tagesschau: "Habe mich geirrt, was die Inflation angeht"

Angesichts der hohen Inflation in den USA hat US-Finanzministerin Yellen Fehler in ihren früheren Einschätzungen eingeräumt. Sie habe die Erschütterungen der Wirtschaft durch Faktoren wie die hohen Energiepreise und die internationalen Lieferketten-Probleme unterschätzt.

Das darf aber jetzt nicht wahr sein! Wieso kommen die Währungs-Katastrophenveranwortlichen eigentlich immer wieder mit diesem "unterschätzt"-, "war nicht vorherzusehen" etc. Schwachsinn davon. Dass Lagarde und ihr Schnaberl keine Ahnung haben, wissen wir, aber Yellen? Sie sollte wenigstens jetzt zugeben, dass die Inflationpolitik der letzten Jahre purste Absicht war und das sie die Welt in ein offenes Messer laufen hat lassen! TB

30.05.2022

12:24 | project-sindicate.org: Der Unterschied zwischen Jerome Powell und Volcker

Wenn die Fed jedoch eine Neuauflage der Stagflation Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre vermeiden will, muss sie die gewaltige Kluft zwischen Volckers 4,4 Prozent Realzinssatz und Powells -2,25 Prozent erkennen. Es ist eine Illusion zu glauben, ein derart akkommodierender geldpolitischer Kurs könne Amerikas schlimmstes Inflationsproblem seit einer Generation lösen.

Um aktuell einen Realzins von 4,4% zu erreichen, müsste Powell die Zinsen um zusätzliche (!) rund 8,0% anheben, gerechnet von der Kern-PCE-Rate für April 2022. Vom oben angegebenen Durchschnittswert aus berechnet müssten die Zinsen immer noch um rund 6% erhöht werden. Derartige Erhöhungen sind aber  nicht einmal ansatzweise vorstellbar, außer die Wirtschaft soll in eine schwere Depression gestürzt werden. AÖ

11:25 | zeit: NRW-Inflationsrate steigt auf 8,1 Prozent

Der Preisanstieg in Nordrhein-Westfalen beschleunigt sich. Die Inflationsrate betrug im Mai 8,1 Prozent, wie das Landesstatistikamt am Montag mitteilte. Im April lag der Wert noch bei 7,7 Prozent. Im Vergleich zum April lagen die Preise nun 0,9 Prozent höher. Besonders Nudeln wurden teurer: Sie kosteten im Schnitt 12,6 Prozent mehr als im April. Bei Speiseölen und bei Butter lag die Teuerung ähnlich hoch. Fleisch, Fisch und Eier kosteten etwa drei Prozent mehr. Paprika und Tomaten waren hingegen günstiger zu haben.

Fast im Stundentakt werden die Inflationsprognosen allenortens innerhalb der EU nach oben revidiert. Was wiederum die Frage aufwirft, ob die staatlichen Wirtschaftsverarscher die kommende Katastrophe nicht sehen haben können, oder bewußt mit der "Frosch im aufkochenden Wasser"-Taktik uns bewußt täuschten. Jeder kann sich aussuchen, was schlimmer ist! TB


11:23
 | respekt.plus: EU-Stellungnahme zum digitalen Euro

Die meisten Menschen glauben, dass sie über Bankomat- und Kreditkarte bereits mit digitalem Geld zahlen, doch besteht ein großer Unterschied zwischen unserem derzeitigen System, bei dem wir selbst Bank und Angebot auswählen können, und der ausschließlichen Machtübernahme der Europäischen Zentralbank.

Die Vorteile des digitalen Geldes sind überschaubar. Man muss keinen Platz mehr für verknitterte Scheine oder schwere, klimpernde Münzen in Hand- und Hosentaschen verschwenden. Versprochen wird auch eine schnellere und zugleich sichere Zahlungsart.

Die Vorteile des digitalen Geldes für die Machthaber und Europathen hingegen sind unendlich viele, mannigfaltig und nicht mehr überschaubar. Aber b.com-Leser wissen das ohnehin! TB

14:47 | Der Bondaffe
Eine digitale Währung braucht auch keine Zinsen und keine Zinssteuerung mehr. Und Banken im herkömmlichen Sinne braucht es auch nicht mehr. Der
Markt fällt weg und die Marktregulierungsmechanismen auch. Eine "Digitaler EURO" ist keine Währung mehr, sondern nur noch eine "digitale, elektronische Verrechnungseinheit".

FIAT-Währungen in den aktuellen Formen geben den Menschen noch Freiheiten, der Mensch wird nur zum Knecht degradiert. Eine "Digitale
Verrechnungseinheit" macht den Menschen zum hundertprozentigen Sklaven (sogar mehr als das) des Systems.

Fazit: Einen "Digitalen EURO" bracht kein normaler Mensch. Nur der "Digitale Sklave" braucht so etwas. Sklaventum schaut in der Gegenwart
anders aus als vor 2.000 Jahren. Aber die Sklaven akzeptieren alles, deshalb sind sie auch Sklaven. Und Sklaven brauchen einen Herrn. Und sie
sind glücklich in diesem Zustand.

29.05.2022

10:07 | f100: Der hässliche Inflations-Pickel wird von der EZB nur mit Makeup zugedeckt

Der Euro steht gegenüber dem US-Dollar auf einem 5-Jahrestief. Und eine Trendwende ist nicht erkennbar. Notenbanker halten einen schwachen Euro für einen wirtschaftlich starken Euro. Doch das ist ein großer Trugschluss. Denn ein schwacher Euro heizt die Inflation nur noch umso mehr an, sagt Kapitalmarktexperte Robert Halver.

Da wird das Makeup wohl nicht reichen. Um die hässliche Inflationsfratze halbwegs gleichzurichten, wird es wohl einer gehörigen Portion an Botox brauchen. Nicht-Gebotoxte wissen genau, dass das nur eien Fassaden-Korrektur ist. Nur Gebotoxte und Zentralbanken glauben, dass sich das Gesamtbild mittels Botox und OHNE einer Veränderung des Lebensstiles verschönern könnte! TB

28.05.2022

08:57 | danielacambone: The Fed doesn`t know what to do

"The Fed will never be successful because they are ignorant, and they refuse to let a free market system work," exclaims market expert Todd “Bubba” Horwitz, the founder of bubbatrading.com. Between taxation without representation and the manipulation of currencies, the Fed has created a "brutal system that doesn't know what to do next," he tells our Daniela Cambone.

27.05.2022

07:38 | diepresse.com: Die Fed bleibt ihrem Fahrplan treu

Das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank legt den Schluss nahe, dass die Zinsschritte nicht höher ausfallen als erwartet. Doch was macht die EZB?

Der lettische Notenbankchef Martins Kazaks erklärte gegenüber Bloomberg, dass eine Erhöhung um einen halben Punkt diskutiert werden könnte, während der österreichische Notenbankchef Robert Holzmann sogar darauf bestand, dass ein solcher Schritt im Juli „angemessen“ sei.„Er würde die Menschen wachsam halten und den Märkten signalisieren, dass wir die Notwendigkeit zum Handeln erkannt haben“, sagte er. „Alles andere würde Gefahr laufen, als schwach wahrgenommen zu werden.“

Wahre Worte von Gouverneur Holzmann - ob Christine Lagarde diese im Solarium oder bei ihrem Kampf gegen den Klimawandel oder bei irgendwelchen Veranstaltungen zur Hebung der Quotenfrauenquote vernehmen kann, darf allerdings ernsthaft bezweifelt werden. AÖ

26.05.2022

12:20 | mishtalk.com: Fed Minutes Show Inflation Risks Are Skewed to the Upside

Insbesondere hält die Fed an ihren zu optimistischen Wirtschaftsaussichten fest. Die Mitarbeiter gehen davon aus, dass sich das BIP-Wachstum im zweiten Quartal erholen und im weiteren Verlauf des Jahres in einem soliden Tempo zunehmen wird. Zu den Einzelhandelsumsätzen "gaben die Teilnehmer an, dass sie ein robustes Wachstum der Konsumausgaben erwarten. Sie wiesen auf mehrere Elemente hin, die diese Aussichten stützen, darunter solide Bilanzen der privaten Haushalte, ein großes Angebot an Arbeitsplätzen und die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft angesichts neuer Virus-Wellen."

Die Gebrüder Grimm hielten sich in ihren Märchen im Vergleich dazu völlig an die Fakten. AÖ

08:30 | cnbc: European Central Bank member Knot says a 50 basis point hike in July is not off the table

Klaas Knot, Mitglied der Europäischen Zentralbank, hat es abgelehnt, eine Anhebung der Leitzinsen um 50 Basispunkte auf der kommenden Juli-Sitzung der Frankfurter Institution auszuschließen.

Nur um den Zeithorizont nicht aus den Augen zu verlieren. Die Juli-Sitzung ist für den 21. Juli angesetzt. Bis dahin sind es noch 2 lange Monate. AÖ

08:10 | cnbc: Fed minutes point to more rate hikes that go further than the market anticipates

Beamte der US-Notenbank betonten Anfang des Monats die Notwendigkeit, die Zinssätze schnell und möglicherweise stärker als von den Märkten erwartet anzuheben, um das aufkeimende Inflationsproblem zu bekämpfen, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll ihrer Sitzung hervorgeht. Die Entscheidungsträger sahen nicht nur die Notwendigkeit, die Leitzinsen um 50 Punkte zu erhöhen, sondern sagten auch, dass ähnliche Erhöhungen wahrscheinlich bei den nächsten Sitzungen notwendig sein werden.

Ich bleibe bei meiner Einschätzung: Bis zu den Zwischenwahlen wird die Federal Reserve weiter (rhetorisch) "Vollgas" geben, danach werden die Karten neu gemischt. AÖ

25.05.2022

12:22 | finanzmarktwelt: Inflation: Christian Lindner maßregelt EZB-Chefin Christine Lagarde

Christian Lindner: „Ich hab es mal nach meiner Überzeugung für mich auf den Punkt gebracht mit dem Satz: Die Notenbanken sind sehr sehr sehr sehr unabhängig. Aber sie haben auch eine sehr sehr sehr große Verantwortung in dieser Zeit.  [Lindner mit geschlossenem Mund schmunzelnd, kleine Pause] Für die staatliche Fiskalpolitik ist klar, wir müssen raus aus immer expansiveren Politikansätzen.“

Auch wenn Christian Lindner einer der ganz großen Enttäuschungen in der neuen deutschen Bundesregierung ist - angesichts einer grünInnen*außen Regierungsbeteiligung ist das tatsächlich ein Kunststück - in diesem Punkt hat er absolut recht. Speziell für die EZB  sind an den steigenden Preisen grundsätzlich immer die anderen Schuld. Wie wohltuend war eine Wortmeldung des neuen Präsidenten der Bundesbank, Joachim Nagel, der im Rahmen einer Veranstaltung der OeNB die Frage in den Raum stellte, nicht ob, sondern wie sehr die lockere Geldpolitik nicht auch schuld an dem gegenwärtigen Inflationsschub habe. Allein diese Frage zu stellen, ist heutzutage ein revolutionärer Akt. AÖ

07:56 | ecb.europa.eu: Monetary policy normalisation in the euro area

Die Normalisierung der Geldpolitik ist kein vordefiniertes Konzept: Sie hängt entscheidend von dem Umfeld ab, mit dem wir konfrontiert sind, und von der Art der Schocks, die die Wirtschaft treffen. Heute öffnen sich unsere Volkswirtschaften wieder, aber wir kehren nicht in die Welt zurück, die wir Anfang 2020 bei Ausbruch der Pandemie hinter uns gelassen haben.

Es ist ja nur mehr eine offene Verhöhung der Bürger der Eurozone, dass dieser fundamentale Beitrag von Christine Lagarde, der den Euro durchaus markant hat aufwerten lassen gegenüber dem US-Dollar, nur auf Englisch zur Verfügung steht, einer Sprache, die lediglich in Irland und auf Malta den Status einer Amtssprache hat. Es ist letztlich immer dasselbe: Die angeblich stärkere Hinwendung zur normalen Bevölkerung erfolgt nur höchst selektiv (und in einem belehrenden Ton), wodurch die Manipulation der Bevölkerung noch größer ist, als wenn man zu dieser überhaupt nicht direkt und unmittelbar kommunizierte. AÖ

07:30 | reuters.com: Fed policymakers back two more big rate hikes, but then what?

Die US-Notenbanker befürworten im Großen und Ganzen zwei weitere große Zinserhöhungen im Juni und Juli, aber was danach passiert, ist Gegenstand intensiver interner Debatten, die sich zum großen Teil um unterschiedliche Ansichten darüber drehen, wie sich der Preisdruck in den kommenden Monaten entwickeln wird. Für Raphael Bostic, Präsident der Atlanta Federal Reserve, könnte eine Pause im September sinnvoll sein, sobald die Federal Reserve die Zinssätze um einen halben Prozentpunkt angehoben hat, wie der Vorsitzende Jerome Powell signalisiert hat.

Und der erste Zurückruderer, die bekannte Taube Bostic, melden sich bereits zu Wort. Allerdings ist Bostic in diesem Jahr bei den geldpolitischen Treffen (FOMC) nicht stimmberechtigt (Liste hier). Es ist eher wahrscheinlich, dass Österreich bei der nächsten EM in Deutschland Fußballeuropameister wird, als dass die Federal Reserve ihre Straffungspolitik bis zum angekündigten Ende durchziehen wird. AÖ

23.05.2022

12:00 | orf.at: EZB-Chefin Lagarde signalisiert Zinsanhebung im Juli

Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert auf die erste Zinsanhebung seit vielen Jahren zu. Ein Ende der Nettowertpapierkäufe sei „sehr früh“ im dritten Quartal zu erwarten, schrieb EZB-Präsidentin Christine Lagarde heute auf der Website der Notenbank. Das würde eine erste Zinsanhebung im Juli ermöglichen. Aus heutiger Sicht könnten die Leitzinsen dann Ende des dritten Quartals den negativen Bereich verlassen.

Jetzt wissen wir also, wie lange die EZB benötigt, um bei steigenden Inflationsraten die Datenlage zu erkennen: fast 1 Jahr, denn erstmals lag die Inflationsrate im Juli 2021 über der 2%-Marke. Bei unterschießenden Inflationsraten geht das Studium - merkwürdigerweise - meist viel, viel, viel schneller. Dass Christine Lagarde ihre aktuellen Gedanken zur Geldpolitik auf der EZB-Webseite natürlich nur auf Englisch kundtut (hier), zeigt einmal mehr, dass sie an einem Austausch mit der Bevölkerung nicht interessiert ist. Oder will sie nur zeigen, dass sie ihr Englisch-Studium tatsächlich absolviert hat. AÖ

08:40 | markuskrall: So funktioniert Geld und Inflation

In diesem Kurzvideo gibt Dr. Markus Krall im Vorfeld der kommenden alphaTrio Podiumsdiskussion einen kurzen Refresher in Sachen Geldwesen.  Die Modern Money Theory geht davon aus, dass die Geldmenge gezielt erweitert werden kann, um die Nachfrage und damit die Produktion von Gütern anzukurbeln. Diese Mehrproduktion soll dann die ursprüngliche Verzerrung wieder mehr als wett machen (was natürlich nicht der Fall ist). Wir haben die Geldmenge aller global wichtigen Währungen dramatisch erhöht. Die Inflation kann nur durch eine Beendigung dieser Ausweitung aus der Welt geschafft werden.

07:30 | faz.net: Wie weit die Zinsen steigen von Jörg Krämer

Die Mitglieder des Rats EZB diskutieren öffentlich darüber, wann im dritten Quartal der Leitzins zum ersten Mal erhöht werden soll.

Das von Jörg Krämer berechnete langfristige Zinsniveau von 2,5 bis 3% ist vielleicht theoretisch richtig, realpolitisch angesichts der Verschuldungslage (Frankreichs) natürlich völlig illusorisch.
Ich darf an dieser Stelle auf eine Tagung der OeNB heute Nachmittag und morgen Vormittag verweisen, für die eine Anmeldung zur Online-Übertragung noch möglich ist. Unter dem Titel "The return of inflation" debattieren namhafte Zentralbanker und Ökonomen wie u. a. Joachim Nagel und Andrew Bailey. Nähere Informationen finden sich hier, anmelden kann man sich hier. AÖ

20.05.2022

12:54 | mistalk.com: Diversity At the Fed and ECB? There is None, It's a Big Self-Serving Lie

Weder die Federal Reserve noch die EZB sind vielfältig, wenn es darauf ankommt. Vielmehr sind sie alle Scharlatane mit Gruppendenken.

Der intellektuelle Inzest ist tatsächlich ein riesiges Problem, der ja auch noch mit einer völligen Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten einhergeht. Demut ist insbesondere der nachrückenden Generation völlig fremd. AÖ

14:36 | Leser-Kommentar
"Der intellektuelle Inzest" genau !!!! Mit der Folge - wie beim körperlichen Inzest auch - dass sie immer schwachsinniger werden.


12:20 | orf.at: EZB-Rat: Ruf nach raschem Handeln gegen Inflation

Im Kreis der Europäischen Zentralbank (EZB) wird der Ruf nach schnellem Handeln im Kampf gegen die hohe Inflation lauter. Das belegen auch die gestern veröffentlichten Protokolle der Zinssitzung des EZB-Rates von Mitte April. „Einige Mitglieder sahen es als wichtig an, ohne unnötigen Verzug zu handeln“, heißt es darin. In dem Gremium sei zudem Sorge über die hohe Inflation laut geworden.

Unbestestätigten Gerüchten zufolge soll die Nachfrage nach "nassen Fetzn" in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen haben, ebenso die Google-Suche nach "jemanden mit einem nassen Fetzn davon jagen". AÖ

11:41 | Leser-Zuschrift "Na Bumm"

Euro verliert heute Vormittag ordentlich gegenüber dem Rubel und marschiert straight away auf die 60er Marke (https://www.finanzen.net/devisen/euro-russischer_rubel-kurs). Habe gestern ein unterbrochenes Video mit Andy Shectman (Miles Franklin, Edelmetallhandel) gesehen. Darin erwähnte er, dass der Iran, die Saudis, Venezuela und Nigeria sich Russland, China und Indien anschliessen. Das China Cross-Border Interbank Payment System (CIPS) installiert den Petro-Yuan und löst SWIFT ab. Die OPEC-Länder haben keine Verwendung mehr für den Dollar. Greenbacks are coming home. Hyperinflation und Kollaps in the US&A sind die Folge. Great Reset im Sinne vom Schwab Klausi als Konsequenz: "You will own dollars and will be happy!" Die Zinserhöhungen der FED sind nur ein letztes Ablenkungsmanöver, im Hintergrund tüfftelt man bei der OPEC an einer neuen Ordnung.

Man muß aber die Finanzverantwortlichen der USA für die letzten Wochen sehr loben. Nicht nur, dass sie ein Zinszeichen setzen (selbstverständlich zu spät), sondern Fiannzministerin Janet Yellen hat auch den überbordenen Sanktionismus gegenpüber den Russen kritisiert und vor den Konsequenzen gewarnt, während in Europa ......
Und das zeigt sich jetzt im EUR/USDkurs! TB

14:35 | Leser-Kommentar
EURvsUSD: Not gegen Elend, Simmering gegen Kapfenberg oder Troja gegen Karthago?

19.05.2022

12:18 | finanzmarktwelt.de: Christine Lagarde: „LOVE IS LOVE“ statt Bekämpfung der Inflation

Während die Inflation der Lebensmittelpreise Schockwellen auslöst, denkt EZB-Chefin Christine Lagarde über schönere Geldscheine nach. Und gesteht: „Love is Love“.

Da Christine Lagarde in keiner Weise Kompetenz signalisiert, probiert sie es halt wieder einmal mit Tugendhaftigkeitssignalisierung. (Der Originaltweet findet sich hier.) AÖ

15:39 | Leser-Kommentar
Zitat: „Frau Lagarde kann hübschere Banknoten einführen“
Neneneneeeee, bei diesem Stück Baumwollpapiergemisch ist nichts hübsch .. vor allem ist das Mindesthaltbarkeitsdatum bereits vor dem Druck schon längst überschritten! Also weg damit in die Tonne!

18:53 | Leser-Kommentar
Die Christine hat sich bestimmt in die Weimarer Endlosnuller Geldscheine verliebt und möchte uns alle an ihrem Fetisch Teil haben lassen. Sie will uns zu Millionären machen und wir meckern noch. Undankbares Pack!

18.05.2022

12:04 | rte.ie: July rate hike of up to 0.5% possible, ECB's Knot says

Die EZB sollte ihren Leitzins im Juli um 25 Basispunkte anheben, aber eine stärkere Erhöhung noch nicht ausschließen, sagte der niederländische Zentralbankchef Klaas Knot im niederländischen Fernsehprogramm College Tour. "Die erste Zinserhöhung wird jetzt für die geldpolitische Sitzung am 21. Juli eingepreist, und das scheint mir realistisch", sagte Knot.

Da scheint ja zunehmend das Feuer nicht nur am Dach der EZB lodern, sondern sich bis zu einigen EZB-Ratsmitgliedern vorgekämpft haben. Der eine oder andere liest - und versteht! - die Daten, von denen Christine und Isabel ihre Politik angeblich abhängig machen. Allerdings sind es zum 21. Juli noch 9 Wochen und bis dahin könnte Euroland dann auch schon inflations- und wechselkursabgebrannt sein. AÖ

17.05.2022

18:50 | Leser-Beitrag: Rubel-Jubel

Hier noch ein schöner Artikel von Tyler Durden zu den realen anstelle der erwünschten Auswirkungen, die sich aus den Handlungen der internationalen Sozialisten in Brüssel ergeben haben:

https://www.goldseiten.de/artikel/539506--Mindestens-20-europaeische-Gaskaeufer-eroeffnen-Rubel-fuer-Gas-Konto-bei-der-Gazprombank.html

Da diese Damen und Herren das natürlich alles nicht vorher erahnen konnten sollten sie sich dann vielleicht einmal im Nachhinein damit ein wenig befassen, vielleicht könnten man so Handlungen in der Zukunft vermeiden, die nicht nur das gegensätzliche Ergebnis des eigentlich erwünschten erzielen, sondern ein noch viel schlimmeres. Es wurde ja nicht nur der Rubel gestärkt, oh nein, diese Aktion hat zusätzlich auch noch den Euro geschwächt. Tja, wer hätte das gedacht …

Vielleicht eine gezielte false flag gegen den Euro, um bei einem Crash mit der nächsten Fantasie aufwarten zu können...!? Einige gäbe es ja bereits noch im Nähkästchen. Und einen Schuldigen hätte man auch gleich wieder parat!? OF

08:38 | bloomberg: Russian rouble near 5-year highs versus euro, stocks up

Der russische Rubel überstieg am Montag die Marke von 64 US-Dollar und stieg kurzzeitig auf 62,71 zum Dollar. Auch gegenüber dem Euro kletterte er auf den höchsten Stand seit fast fünf Jahren, unterstützt durch die anhaltenden Beschränkungen des Devisenhandels. Der Rubel ist in diesem Jahr bisher die Währung mit der weltweit besten Performance, obwohl dies auf die künstliche Unterstützung durch Kapitalverkehrskontrollen zurückzuführen ist, die Russland Ende Februar zum Schutz seines Finanzsektors eingeführt hatte, nachdem es Zehntausende von Truppen in die Ukraine entsandt hatte.

Das hätte doch keiner (der Sanktionisten) ahnen können - wir von b.com allerdings schon.
Der Alpenökonom baut und aktualisiert seit geraumer Zeit auch die Charts dazu. Eine Gegenüberstellung der USD/Rubel und USD/Euro Kursverläufe!
Der Euro hat gegenüber dem USD etwas nachgegeben, während der Rubel stark zugelegt hat. War aber a hell of a ride! TB

Bildschirmfoto 2022 05 17 um 08.43.59

16.05.2022

19:09 | focus: 150 Prozent! Türkei leidet unter Mega-Inflation und für Erdogan wird es brenzlig

Unbezahlbar: In der Türkei treiben hohe Verbraucherkosten Millionen Menschen finanziell in die Enge. Experten warnen nun vor einem Zusammenbruch der Wirtschaft. Dies könnte sich auch auf die nächsten Wahlen im Juni 2023 auswirken und die Chancen von Präsident Erdogan.

Der Focus freut sich also offen (Unbezahlbar) über die Inflation als Erdogans Rücktrittgrund! Gut kann man machen!
Was wird der Focus dann aber über unsere Politiker und deren Wahlchancen schreiben, wenn es in Kürze bei uns so weit ist?
PS: Mit so weit mein ich nicht die Wahlen sondern die Inflation! TB


17:04 | f100: Wer ist für Inflation verantwortlich? Schlimmer als die Spekulanten ist die EZB

Jahrelang verbilligten sich Rohstoffe immer weiter - bis jetzt. Wegen des Ukraine-Kriegs und der Corona-Pandemie explodieren die Preise für Metalle und Agrargüter regelrecht. Haben daran auch Spekulanten Schuld? Zum Teil, sagen Experten. Die Händler befeuern solche Preistrends nämlich noch. Doch eine weit größere Schuld trifft die Zentralbanken.

Ursprünglich war die Aufgabe der Rohstoff-Spekulanten ja, Risken zu übernehmen und die Preis-Amplituden zu entschärfen - aber es waren wie gesagt Rohstoff-Spezialisten die an gewissen Börsen auch als solche bezeichnet wurden. Mit der Übernahme sämtlicher Märkte durch die Finanzwirtschaft hat sich die Rolle der Spekulanten leicht verschoben und diese sind Trendfollower und mit der zunehmenden Oligarchisierung der Märkte (wenige große Finanzkonzerne) sogar Trendsetter geworden. Daher muss man als Verteidiger der Spekulanten auch zugeben, dass diese in Zeiten wie diesen stark preisverstärkend wirken. Aber nur solange, bis man keine Abnehmer für die Long-Positionen findet und so schwere Verluste einfährt und der Markt wieder sein Equilibruum findet - nur eine Frage der Zeit.
Aber das alles ist nichts gegen eine Institution, die den wichtigsten Preis der Märkte, den Geldpreis, jahrzehntelang manipuliert und so die freien Märkte der Inflation und somit auch der Lächerlichkeit preisgibt! 
Haben wir seit Gründung von b.com immer wieder geschrieben - endlich schreiben es auch andere bzw. geben es auch Experten zu! TB

08:14 | f100: Bei der nächsten Rezession werden die Notenbanken nicht unmittelbar einspringen

Seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 hat sich die Erwartungshaltung des Kapitalmarkts gegenüber Zentralbanken und Regierungen grundlegend verändert. Vor dem Zusammenbruch der Investmentbank Bear Stearns glaubten Investoren an die Selbstheilungskräfte freier Märkte. Die Europäische Zentralbank sollte unter Einhaltung des Maastrichter Vertrags ausschließlich auf Preisstabilität und die Fed in den USA entsprechend ihres Doppelmandats sowohl auf Preisstabilität als auch auf Vollbeschäftigung achten.

Jetzt prangert selbst f100 die Selbstheilungkräfte freier Märkte an?
Klar, man kann die Selbstheilungsfähigkeit freier Märkte anprangen, zumal man nicht weiß, ob es diese wirklich zu 100 % gibt.
Aber auch klar, dass man, wenn man schon eine Kritik an freien Märkten übt, erwähnen muss, dass wir noch nie und scho gar nicht in den letzten 6 Jahrzehnten freie Märkte hatten.
Wenn der wichtigste Preis der Marktwirtschaft, der Preis des Geldes (Zinssatz) nicht frei ist, wie sollte dann die gesamte Marktwirtschaft frei sein? TB

13.05.2022

19:59  DWN: EZB-Ratsmitglied gibt Zinswende-Signal: "Bereit, im Juli zu erhöhen"

Die Hinweise auf eine Zinswende der EZB im Juli mehren sich. EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir ließ am Donnerstag auf Twitter wissen: "Bereit, im Juli zu erhöhen." Der slowakische Notenbankchef reiht ...(bezahl)

Genau der richtige Zeitpunkt um in Frankfurt am Zinsschrauberl zu drehen!? Des einen Freud, der andren Leid... OF

12:14 | cnbc: Powell says he can’t guarantee a ‘soft landing’ as the Fed looks to control inflation

Der Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome Powell, warnte am Donnerstag, dass die Eindämmung der Inflation für die Wirtschaft zwar schmerzhaft sein könnte, aber dennoch seine oberste Priorität sei. Powell sagte, er könne keine "weiche Landung" für die Wirtschaft versprechen, da die Federal Reserve die Zinssätze anhebt, um den Preisanstieg zu dämpfen, der sich dem schnellsten Tempo seit mehr als 40 Jahren nähert.

Vor nicht einmal war eine "sanfte Landung" für Powell noch "wahrscheinlich", jetzt verabschiedet sich Powell davon schon wieder, "zufälligerweise" am selben Tag, als der Senat seine zweite Amtszeit bestätigte. So schnell kann es also gehen. AÖ

12.05.2022

09:55 | tto: Ehemaliger Chef­ökonom kritisiert die Bank of England

Haldane sagte voraus, dass die Inflation noch jahrelang über dem Zielwert der Bank of England liegen könnte, da sich der Preisdruck als "hartnäckiger" erweisen werde als derzeit erwartet. Er sagte: "Es ist wahrscheinlich eine der schwierigsten, wenn nicht die schwierigste Situation, mit der meine ehemalige Institution, die Bank, seit der Unabhängigkeit im Jahr 1997 konfrontiert war. Was wir erleben, ist in gewisser Weise die Umkehrung der Trends, die wir in den letzten drei oder vier Jahrzehnten beobachtet haben.

Nicht nur die BoE sondern die ganze City steht vor unlösbaren Problemen. Menschen vor Ort berichten ,dass man das zittern in der City förmlich auf der Strase spüren kann. Alleine die Gold-Auslieferungs-Ansuchen treiben den City-Verantwortlichen die Schweißperlen auf die Stirn!
Woher nehmen, wenn nicht stehlen, wenn doch alles schon ....! TB

10:23 | Leser-Kommentar
ja Stehlen wäre eine Lösung, doch das ukrainische Gold hat man ja schon in "Sicherheit" gebracht - und an das Russische kommt man nicht ran...

11.05.2022

12:04 | ecb.europa.eu: Challenges along Europe’s road - Speech by Christine Lagarde, President of the ECB, at the international conference to mark the 30th anniversary of Banka Slovenije

Zunächst werden wir die Nettokäufe im Rahmen des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten beenden. Nach den vorliegenden Daten zu urteilen, gehe ich davon aus, dass sie zu Beginn des dritten Quartals abgeschlossen sein werden. Die erste Zinserhöhung wird einige Zeit nach dem Ende der Nettokäufe von Vermögenswerten erfolgen, und zwar auf der Grundlage der von der EZB vorgegebenen Zinssätze. Wir haben den Begriff "einige Zeit" noch nicht genau definiert, aber ich habe sehr deutlich gemacht, dass damit ein Zeitraum von nur wenigen Wochen gemeint sein könnte. Nach der ersten Zinserhöhung wird der Normalisierungsprozess schrittweise erfolgen.

Lagardes Antwort auf die kontinuierliche (starke) Abweichung der Inflationsrate nach oben ist also weiterhin nichtstuendes Aussitzen. Man vergleiche diese Passivität mit dem EZB-Aktionismus bei einer deutlichen Unterschreitung des Inflationsziels. Der Vergleich macht jeden sicher, die EZB kümmert sich nicht um die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben zur Wahrung der Preisstabilität als "vorrangiges" Ziel. Dass Lagardes geldpolitisch höchst relevanten Ausführungen nicht in sämtliche Landessprachen der Euro-Mitgliedsstaaten übersetzt wurden, und nur für diese sprechen Sie, Frau Lagarde, nicht für den Kontinent Europa, braucht nicht extra erwähnt werden. Es ist ein fortgesetzter Schlag ins Gesicht der Bürger, dass sich die EZB durch diese Ausgrenzungspolitik einer Debatte entzieht. AÖ

14:54 | Der Bondaffe
Warum der EURO zum USD aktuell bei 1,0560 notiert verstehe ich nicht mehr. Aufgrund dieser hinhaltenden "Nicht-Entscheidungs-Politik" der EZB
angesichts horrender Inflationszahlen in der EUROZONE und der Zinsdifferenzentwicklung zu den USA (z.B. 10jährige US-Renditen minus 10jährige Renditen für deutsche Bundesanleihen) wäre ein Wechselkurs von Eins-zu-eins (1:1 Parität) gerechtfertigt.
https://www.finanzen.net/devisen/dollarkurs


10:24
 | cash: Bundesbank-Chef für raschen und reibungslosen Ausstieg aus ultralaxer Geldpolitik

Am Vortag hatte Nagel zur Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gesagt, das nächste, was er erreichen wolle, sei den Einlagesatz wieder ins positive Territorium zu bewegen. Der geldpolitische Fokus müsse dann vom Einlagensatz wegbewegt und zurück auf den Leitzins gelegt werden. Aktuell liegt der Einlagensatz im Euro-Raum bei minus 0,5 Prozent. Das heißt, Banken müssen Strafzinsen bezahlen, wenn sie bei der Notenbank überschüssige Gelder parken. Der Leitzins liegt derzeit bei 0,0 Prozent.

Eingedenk der feministischen Klimarettungssolidaritätsagenda, kommen jetzt "mutige" Schritten, z.B. eine drastische Erhöhung des Leitzins auf 0,001%, gefolgt von einer weiteren auf 0,0011%?! HP

10.05.2022

10:01 | dp: Was macht die EZB mit unserem Geld?

".... Da wäre einmal der Finanzsektor mit seinen mächtigen Investmentbanken. Schon Nobelpreisträger Friedrich ­August von Hayek (1899–1992) warnte, dass jedweder Einfluss des Finanz­sektors auf die Zentralbanken gefährlich ist. Denn setzt die Zentralbank die Zinsen zu niedrig an, dann können die Kredite stark wachsen, und es entsteht auf den Finanzmärkten Spekulation. Die Banken machen während eines Kredit- und Spekulationsbooms große Ge­winne. Und wenn sie von einer Finanz­krise bedroht sind, steht ihnen die Zentralbank rettend zur Seite (....) Es fällt auf, dass Lagarde lieber über Klimaschutz, Gleichberechtigung oder die Risiken von Kryptowährungen spricht als über die Preisstabilität als vorrangiges Mandat der EZB. In der Corona-­Krise hat sie durch das so­genann­te Pandemische Notfallkaufprogramm im Umfang von 1.850 Milliarden Euro immense Hilfs- und Konjunkturprogramme der Regierungen im Euroraum finanziell abgesichert. Besonders große Unternehmen scheinen in der größten Krise der Nachkriegszeit stark von diesen Maßnahmen profitiert zu haben, wie steigende Aktienkurse zeigten.

Zusammengefasst: Zentralbanken tun genau das, wofür sie gerüdndet wurden: die Staatsgewalt / Kriege FIAT-finanzieren sowie umverteilen, von fleißig zu reich. HP

09.05.2022

17:35 | zerohedge: An Official Denial Suggests Stagflation Is Now The Base Case For Europe

Die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, sagt: "Stagflation ist nicht der Basisfall". Ich schlage vor, das sollte die Sache besiegeln. Beziehen Sie auch die USA mit ein... Von den Schöpfern von "es gibt keine Inflation" und ihrer Fortsetzung "sie ist nur vorübergehend" kommt der Base Case.
"Stagflation ist derzeit nicht unser Basisszenario", sagte Lagarde in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der slowenischen Zeitung Delo. "Zwar könnte eine außerordentlich große Unsicherheit zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums führen, die von einer hohen Inflation begleitet wird, aber die aktuelle Situation ist nicht mit der der 1970er Jahre vergleichbar." Lagarde bekräftigte, dass auf der Grundlage der vorliegenden Daten ein Ende der Nettokäufe von Vermögenswerten "zu Beginn des dritten Quartals" zu erwarten sei. Auf die Frage nach den Zinssätzen sagte die EZB-Präsidentin, dass sich die Beamten "alle Optionen offen halten" und schrittweise vorgehen werden.

Lagarde, die "Kontra-Lauterbach" der EZB! Sie muß es ja wissen! In Wirklichkeit schaut`s aber wohl ein wenig anders aus, gute Frau! OF

09:37 | wiwo: EZB-Ratsmitglied Rehn: Zinserhöhung im Juli „geboten“

Erhöhungen des Leitzinses verteuern Kredite und bremsen die Nachfrage. Das hilft dabei, die Inflationsrate zu senken – schwächt aber auch das Wirtschaftswachstum.

Mal sehen, in der heimischen Operettenrepublik gilt die 0,5 Promille-Regel, vielleicht nehmen sich die euroäischen FIAT-Bürokraten daran ein Beispiel.... HP

07.05.2022

09:33 | gs: Die Fed wird es nicht schaffen

"... Die Fed wird es nicht schaffen, weil:

a) ihr Mangel an Wissen, da sie lineare Modelle zur Vorhersage eines nichtlinearen Systems verwendet, und

b) wegen ihres mangelnden Vertrauens, da sie einen Weg der politischen Zweckmäßigkeit über die Verwaltung der amerikanischen Produktivität stellt.

Was kommt nach all dem? Was passiert, wenn allgemein bekannt wird, dass die Fed die Inflation nicht so "kontrollieren" kann, wie sie es vorhergesagt hat? Ich denke, wir bekommen einen Krieg. Ich denke, wir bekommen einen Mann mit einem Plan. Und dann beginnen unsere Probleme erst richtig."

Liebe US-Amerikaner, wir "helfen" euch gerne! Wie wär´s mit Christine Lagarde? Sie ist zwar kein Mann und hat auch keinen Plan (oder auch nur Dunst), aber wir geben sie gerne ab. HP

06.05.2022

19:31 | Der Bondaffe: Wie sich eine russische Goldpreisbindung auf den US-Dollar und die internationalen Finanzmärkte auswirken könnte

"Souveränität" über Finanzsystem - Russland könnte Rubel an Goldpreis koppeln

Russland produziert jährlich etwa zehn Prozent des weltweit geförderten Goldes und ist ein wichtiger Produzent von Öl, Gas, Metallen und Getreide. Die russische Zentralbank hatte im März erklärt, sie würde bis zum 30. Juni Gold zu einem festen Preis von 5000 Rubel pro Gramm kaufen.
Dies werteten einige Beobachter als Versuch, den Rubel an Gold zu koppeln. Doch zwei Wochen später, nachdem der Rubel stark gestiegen war, machte die Zentralbank einen Rückzieher. Sie erklärte, sie würde zu ausgehandelten Preisen kaufen.

https://www.manager-magazin.de/finanzen/russland-will-rubel-eventuell-an-goldpreis-koppeln-a-307ca703-a9dd-460d-b037-01a241ed2230

---

Soweit der Text aus den Nachrichtenredaktionen. Aber was war da passiert? Warum machte die russische Zentralbank plötzlich einen Rückzieher? Ich habe gestaunt als ich mir das näher ansah.
Lassen Sie uns das ganze doch einmal durchrechnen: Die Russische Zentralbank kauft Gold zu einem festgesetzten Rubelkurs an:

1 Gramm Gold = 5.000 Rubel
darauf folgt:
31,1 Gramm Gold = 1 Unze Gold
1 Unze Gold = 155.500 Rubel (5.000 mal 31,1)

Zwischenschritt: wegen des Datums
https://nordhessen-journal.de/gastautor-goldbindung-des-rubels-und-die-konsequenzen-fuer-die-dollar-dominanz/
Dafür gibt es deutliche Anzeichen. Ab Montag, dem 28. März, wird die Bank von Russland wieder damit beginnen, Gold von Kreditinstituten zu kaufen, diesmal jedoch zu einem festen Preis, berichtete der Pressedienst der Regulierungsbehörde.
Bis zum 30. Juni werden die Kosten für Edelmetalle bei solchen Transaktionen 5.000 Rubel pro Gramm Gold betragen. Das ist 17 % niedriger als der Buchpreis für raffiniertes Gold am 25. März 2022.

Am 28. März 2022 betrug der Wechselkurs des Russischen Rubel zum USD 95 Rubel
https://de.investing.com/currencies/usd-rub

Lassen Sie uns rechnen:
1 USD = 95 Rubel
1 Unze Gold in US-Dollar über Rubel gerechnet wären dann:
155.500 Rubel für eine Unze Gold geteilt durch 95 Rubel für einen US-Dollar:
das wären 1.637 US-Dollar für die Unze Gold.

Unabhängig davon wie der aktuelle Goldpreis jetzt ist und damals im März in US-Dollar gehandelt wurde.
JETZT aber kommt der Trick, die Aufklärung, der Aha-Effekt. Auch deshalb, warum die russische Zentralbank einen Rückzieher gemacht hat.

Denn in der Zwischenzeit ist der Russische Rubel deutlich angestiegen. Aktuell werden 67 Rubel für einen US-Dollar bezahlt (ich runde das der Einfachheit halber auf oder ab). Für alle diejenigen Leser, die sich hier nicht so auskennen kurz noch einmal zur Veranschaulichung: der Rubel ist umso fester, je weniger Rubel man für einen US-Dollar bekommt. Das ist auf den ersten Blick für den Laien verwirrend, gerade wenn man auf Kursverläufe schaut die abwärts gerichtet sind und eine
vermeintliche „Schwäche“ signalisieren.

Nichtsdestotrotz sieht dies dann folgendermaßen aus:

28. März 2022: Rubelkurs = 95 Rubel = 1.637 US-Dollar für die Unze Gold

mit Blick hat das aktuelle Datum ergibt sich folgende Rechnung:

06. Mai 2022: Rubelkurs = 67 Rubel = 2.321 US-Dollar für die Unze Gold

Aktueller Terminbörsenkurs für die Unze Gold in US-Dollar: 1.883 USD.
https://www.godmode-trader.de/rohstoffe/gold-preis,133979

Und darum, aufgrund dieser Konstellation hat die Russische Zentralbank einen Rückzieher gemacht. Sie wusste, dass der Russische Rubel fester tendieren wird. Und wenn dies geschieht, hätte man auch den Goldpreis in US-Dollar massiv beeinflussen und nach oben ziehen können. Davon hat man
dann noch abgesehen, das passt (scheinbar) noch nicht in den Plan.

Was bleibt: Die Russen haben es jetzt in der Hand, durch eine Preisbindung von Gold zu einem festgesetzten Preis pro Gramm/Unze in Russischen Rubeln, den Goldkurs in US-Dollar über die eigene Währung nach oben zu ziehen. Dazu muß der Russische Rubel nur fester werden. Man
könnte das ganz geschickt machen, indem man diese Geschäfte ganz kurzfristig tätig und abschließt. Also z. B. fixe Angebote mit einer Laufzeit von ein paar Tagen abgibt. In dieser Zeit könnte man durch
Rubel-Währungsaufwertung und US-Dollar-Währungsabwertung „interessante Effekte konstruieren“.

Will heißen, den US-Dollar (und alle anderen FIAT-Währungen) als Währung(en) ohne irgendeine Sicherheit schwächen und den Russischen Rubel als goldgedeckte Währung stärken. Denn die
russische Zentralbank kauft Gold an, verkauft ihre Rubel, die dann noch stärker werden.

Eine klassische Währungsspekulation, die die russische Zentralbank sogar noch kontrollieren könnte. Denn die institutionellen Währungsspekulanten kann man draußen lassen. Die werden auch draußen bleiben und ihre dann eintretenden inflatorischen Kaufkraftverluste in US-Dollar selbst
aussitzen müssen. Und gleichzeitig, das ist die Crux, der Mega-Hammer, steigt der Goldpreis in US-Dollar.

Hier ein paar Berechnungsbeispiele

USD-Rubelkurs/USD-Goldpreis Unze

90 / 1.728
85 / 1.829
80 / 1.944
75 / 2.073
70 / 2.221
67 / 2.321
65 / 2.392
60 / 2.592
55 / 2.827
50 / 3.110

Die Russen müssen also nur entsprechende Angebote abgeben, Gold zu einem fixen Rubelkurs anzukaufen. Das würde den Rubel stärken.
Gleichzeitig könnten z.B. die Deutschen Ihre Goldreserven auflösen und würden dafür „wertvolle Rubel“ bekommen, mit denen wir Deutschen z.B. russisches Gas bezahlen könnten.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156673/umfrage/laender-mit-den-groessten-goldreserven/

Ich schreibe das nur deshalb, weil mich interessieren würde, ob dieses „Reservegold“ überhaupt noch da ist? Oder ob sich schon zwielichtige Hände darüber hergemacht haben? Da ist wahrscheinlich eh nichts mehr da. Aber das ist eine andere Geschichte.
Für die Finanzmärkte und die internationale Spekulantenschar ist nur eines wichtig. Wenn man diese steuern will, müssen die Russen nur Angebote abgeben. Die Spekulanten kommen von allein in ihrer Gier. Denn die haben das, was ich hier gerade vorgestellt habe, schon lange durchgerechnet.

Der Russische Rubel als gold- und rohstoffgedeckte Währung, der jederzeit dem US-Dollar das Handwerk legen könnte? Das wäre in dieser Konstellation möglich. Jederzeit! Die Mainstreampresse kann das als Versuch werten und in der Tat war dies am 28. März 2022 tatsächlich ein
Versuch. Aber einen „zweiten Versuch“ wird es wohl nicht geben. Da könnten „Tatsachen“ geschaffen werden.

Wenn allerdings die Spekulantenmeute diesen Braten riecht, wird sie diese Effekte über die Terminbörsen verstärken. Der Goldpreis in US-Dollar steigt dann von allein, wahrscheinlich plötzlich und überraschend heftig und die Manipulationen in Form von Goldpreisdrückungen könnten von den großen Manipulatoren/Drückern nicht mehr aufrecht erhalten werden.

Es geht noch weiter. Denn dann müssen die Zinsen rauf. Die Leitzinsen sowieso aber auch die Renditen für die Staatsanleihenrenditen weltweit.
Und siehe da, seit November 2021 steigen diese Renditen tatsächlich an und es wird noch weitergehen. Das wäre die Anlegerseite. Von der Immobilienseite will ich gar nicht schreiben, denn das ist wieder eine andere Geschichte.

Und dann wird wahrscheinlich noch etwas passieren. Das wird meinen Bekannten und meinen E-Mail-Spezln von der Kryptofront nicht gefallen. Der Wert „nicht gedeckter“ Kryptowährungen würde fallen. Eben weil der US-Dollar fällt. Im Prinzip könnte auch das Gegenteil passieren: der Wert der Kryptowährungen könnte als Ausgleich in USD steigen. Doch was bekomme ich dafür? Wertlose US-Dollar. Und ich glaube nicht, dass die Russen angelsächsische Kryptowährungskonstrukte in ein goldgedecktes Rubel-Währungssystem einbinden. Kryptos wären in diesem Szenario der große Verlierer. Vor allem wenn dieses Szenario während eines Blackouts eintritt.

Es geht immer noch weiter, denn dann kommt Inflation über die Geldmengen. Denn die Geldmengen sind da. Ausgerechnet in US-Dollar.
Soviele US-Dollar (und FIAT-Geld wie EURO, GBP oder JPY etc), welches bisher in unglaublichen Mengen in spekulativer Absicht um den Erdball kreiste und niemals in der Realwirtschaft, in der Güterwirtschaft, gebraucht wurde. Wie ist das Verhältnis Finanzwirtschaft zu Realwirtschaft? 90% zu 10% oder vielleicht nur 95%zu 5%? Schwer zu sagen, da wird viel geredet aber wenig gerechnet.

https://www.planet-schule.de/wissenspool/die-grosse-geldflut/inhalt/hintergrund.html

Letztendlich geht es um Wert? Und wenn der Wert des US-Dollar abnimmt, kann man noch so viele oder wenige US-Dollar haben. Man bekommt einfach nichts mehr dafür. Die Preise steigen und die Wertlosigkeit gleich mit. Womit wir über eine Abkürzung zur US-Staatsverschuldung kommen, diese
liegt nämlich aktuell bei 30,4 Billionen US-Dollar, also 30.400 Milliarden US-Dollar. Und das sind im Prinzip alles „wertlose Schulden“.
Und wer will schon eine wertlose Währung? Wertlose Guthaben, wertlose Schulden. Keineswegs des einen Freud und des anderen Leid. Denn eine gewisse energetische Bindung (aufgrund Vertragsbindung) bleibt. Falls man diese nicht mitauflöst.

https://www.usdebtclock.org/world-debt-clock.html

Es ist geschickt gemacht. Der wahre, der richtige Krieg wird über viele Gleise über den Angriff auf die klassischen FIAT-Währungen und deren (Geld-)Entwertung geführt. Also Kaufkraftverluste, Wertrückgänge in vielen Formen bei Anlagen und gleichzeitig Preissteigerungen bei Gütern
des täglichen Bedarfs (= Verbrauch von Wert).
Die nächsten Wochen werden sehr spannend, denn den nächste Spielzug muss unweigerlich kommen.

Besten Dank für die Analyse, werter Bondaffe! Hoch spannend, inbes. auch der Krypto-Aspekt... Die kommenden Wochen werden noch sehr interessant! OF

12:14 | cnbc: ECB member pushes for quick move to raise rates, says Russia-Ukraine war could derail recovery

"Wir befinden uns in einem geldpolitischen Spannungsfeld", sagte Olli Rehn, Gouverneur der finnischen Zentralbank und Mitglied des EZB-Rates, am Freitag gegenüber Silvia Amaro von CNBC. "Wir befinden uns quasi in einer Zwickmühle: Einerseits müssen wir dafür sorgen, dass der Aufschwung weitergeht. Auf der anderen Seite müssen wir verhindern, dass sich höhere Inflationserwartungen verfestigen und sich auf dem Arbeitsmarkt niederschlagen", sagte Rehn.

Nein, nein und nochmals nein, Olli Rehn. Gemäß EU-Recht darf die EZB nur dann weitere (wirtschaftspolitische) Ziele verfolgen, wenn das Preisstabilitätsziel erfüllt ist. Und das ist nicht einmal ansatzweise der Fall. Die EZB ist daher verpflichtet, zur Inflationsbekämpfung die Zinsen zu erhöhen und die Bilanzsumme zu verkürzen. Aber wem im Wertewesten interessiert eigentlich noch das Recht? AÖ 

05.05.2022

12:44 | welt.de: Inflation in der Türkei steigt auf 70 Prozent

Im März hatte die Inflation in der Türkei bereits bei 61 Prozent gelegen, für den April gab das Statistikamt in Ankara nun einen weiteren Anstieg auf hohem Niveau bekannt. Erzeugerpreise sind mittlerweile mehr als doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Die türkische Notenbank senkt derweil die Zinsen.

Mit ihren Spekulationsgewinnen könnten sich Christine und Isabel ja ein paar Tage Türkei-Urlaub leisten, um sich anzuschauen, wie das Leben in einem Hochinflationsumfeld so ist. Als Dienst- oder Fortbildungsreise und damit auf Steuerzahlerkosten kann die Reise definitiv nicht erfolgen, denn das derartige Wissen sollte eigentlich die Voraussetzung dafür sein, dass man die größten Büros im EZB-Tower zugewiesen bekommt - eigentlich. AÖ

12:18 | cnbc: ‘Risky’ fourth straight rate hike expected from Bank of England as inflation soars

Es wird erwartet, dass sich die Bank of England am Donnerstag für eine vierte Zinserhöhung in Folge entscheiden wird, aber Ökonomen befürchten, dass sie sich in zunehmend unruhiges Fahrwasser begibt. Die jährliche Inflationsrate im Vereinigten Königreich erreichte im März einen 30-Jahres-Höchststand von 7 %, da die Preise für Lebensmittel und Energie weiter in die Höhe schossen. Unterdessen ist das Verbrauchervertrauen aus Angst vor einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums nach Russlands unprovoziertem Einmarsch in der Ukraine gesunken.

Oha, es gilt also bereits der vierte Zinsschritt auf 1,00% als "riskant, dann kann man sich ja ausrechnen, welche Zerstörung die mehr oder weniger unbekämpfte Inflation anrichten wird. AÖ

08:04 | wolfstreet: Powell Confident in “Softish Landing” for the Economy, But We May Keep Inflation. Markets Can Figure Out their Own Landing

Powell rechnet mit "sanfter Landung" der Wirtschaft, aber wir können die Inflation beibehalten. Die Märkte können sich ihre eigene Landung ausdenken

"Sanft" ist natürlich relativ - wer von einem Hochhaus stürzt und auf einem Polster landet statt direkt auf dem Asphalt, landet auch "sanft", relativ sanft halt. AÖ

04.05.2022

12:44 | nzz.ch: Das Fed muss durchgreifen – sonst drohen die Renditen bald unkontrolliert zu steigen

Fed-Chef Jerome Powell wird am Mittwoch in den USA den Leitzins voraussichtlich um mindestens einen halben Prozentpunkt erhöhen und weitere Straffungs-Massnahmen ankündigen. Alles andere wäre unglaubwürdig - und könnte zu einer Revolte am Bondmarkt führen.

Schon lange war eine FOMC-Sitzung nicht mehr so spannend, zumal auch der Fahrplan für das QT bekanntgegeben werden wird. AÖ

08:09 | cash: «Grösste Gefahr für den Dollar ist eine unerwartet rasche Abkühlung der US-Wirtschaft»

cash: Die US-Notenbank Fed wird die US-Leitzinsen am Mittwoch voraussichtlich um 0,5 Prozentpunkte anheben. Ist dies schon in den Devisenkursen eingepreist?
Ein solcher Schritt ist bereits vollständig in den Kursen eingepreist. Für die drei folgenden Notenbanksitzungen sind ebenfalls bereits halbprozentige Zinsschritte in den Kursen enthalten. Bis zum Jahresende werden in den folgenden Sitzungsterminen Erhöhungsschritte um jeweils ein Viertelprozent eskomptiert. Auch darüber hinaus wird noch mit weiteren Drehungen an der Zinsschraube gerechnet. Aus heutiger Sicht dürfte das Ende des Zinserhöhungszyklus in ungefähr einem Jahr erreicht werden.

Heute ist FOMC-Meeting und um 20 Uhr (MESZ) Pressekonferenz! Über die 50 Basispunkte haben wir bereits gestern berichtet (auch Cover-Slider).
Auch wenn die Wahrschienlickeit eine geringe ist, da die FED größere Eier hat als die Damenriege (Christine und ihr Schnaberl) der EZB darf wohl noch fragen: aber was, wenn die FED - ähnlich wie die EZB - einknickt und nix oder nur 25 macht?
Gottseidank bin ich kein Bösenhändler mehr - da wär' Stress pur! TB

08:39 | Monaco
TB, der ´Bösenhändler´.....ein freud´sche Verschreiber.....?!

Es iss noch früh' heute! TB

06:51 | b-o: EZB-Direktorin Schnabel hält Zinserhöhung im Juli für möglich

EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel hält es angesichts der hohen Inflation im Euroraum für geboten, den Kurs in der Geldpolitik anzupassen. "Jetzt reicht es nicht mehr zu reden, wir müssen handeln", sagte sie dem "Handelsblatt". "Aus heutiger Sicht halte ich eine Zinserhöhung im Juli für möglich." Zuvor sollten die Nettozukäufe von Anleihen eingestellt werden, voraussichtlich Ende Juni.

Möglich! Ich halte es für möglich, dass sich die Kompetenz Ihrer Chefin auf das korrekte Binden von Schuhbändern beschränkt. Ich halte es für möglich, dass jenen, die nur den Hauch einer Ahnung haben, längst der sprichwörtliche A. auf Grundeis gegangen ist. Ich halte es für möglich, dass so mancher Zentralbanker absichtlich ein zynisch-böses Spiel (mit)spielt. Ich halte es für möglich, dass auf den Juli, der August folgt. Allerdings gilt es aus heutiger Sicht die Situation genau zu beobachten! HP

03.05.2022

17:53 | mmnews: Der Euro säuft ab

Der Euro wertet gegen US-Dollar immer weiter ab. Die Talfahrt beschleunigte sich im den letzten Wochen dramatisch. Ein EU-weiter Gaslieferstopp aus Russland könnte den Verfall beschleunigen. Die EZB erscheint hilflos. Mit "one-currency show" hat die UBS am Freitag ihren wöchentlichen Währungsausblick überschrieben. Eine zutreffende Beschreibung des aktuellen Geschehens an den Devisenmärkten: Denn der Dollar befindet sich in einem spektakulären Höhenflug, der sich zuletzt noch beschleunigt hat. Zum Wochenschluss lag der Dollar-Index, der die Wertentwicklung der US-Währung gegen einen Korb aus anderen Industrieländerdevisen misst, etwas oberhalb von 103 Zählern, ein Anstieg im zu Ende gehenden April von rund 5 Prozent, die stärkste monatliche Entwicklung der amerikanischen Währung seit dem Jahr 2015.

...ein Freischwimmerausweis für den Euro war auch nie geplant! Jetzt scheint das Apnoeprogramm zu beginnen!? OF

12:24 | cbnc: Australia hikes its interest rate for the first time in more than a decade

Australien hat seinen Leitzins zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren angehoben, ein Schritt, der angesichts der steigenden Verbraucherpreise allgemein erwartet wurde. Wie die australische Zentralbank am Dienstag mitteilte, wird der Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,35 % angehoben - die erste Zinserhöhung seit November 2010.

Vielleicht sollte Christine Lagarde und der gesamte EZB-Rat eine Dienstreise nach Australien bestreiten, um sich anzuschauen, wie man Zinsen anhebt. Das funktioniert ganz ohne Kraftanstrenung, also physischer Kraftanstrengung, und ist damit sowohl klimafreundlich als auch genderneutral. AÖ

09:49 | ag: Es reicht, Madame Inflation!

"... Für Madame Lagarde, deren geldpolitische Inkompetenz am Frankfurter Platz von allen Beteiligten – außer den Vertretern der „Financial Times“ – einheitlich beurteilt wird, gibt es also kein Entrinnen. Ihr eifriger Zu- und Nacharbeiter, EZB-Chefökonom Philip Lane, der für die Fehlprognosen bei der Inflationsprojektion verantwortlich zeichnete, müsste auch in absehbarer Zeit den Offenbarungseid leisten."

Unser AÖ geht mit der wandelnden Sprechblase in einfacher Sprache seit langem hart ins Gericht, zurecht! Ich habe eine andere These: Die Frau hat bis jetzt nichts getan, ausgenommen die Sprechblasen... Wäre es anders, die Situation wäre noch schlimmer. HP

10:05 I Monaco
man sieht, was Höhensonnen so alles anrichten.....die Grüninnen auf, zu einem Verbotsgesetz.......

02.05.2022

06:52 | cash: Die Inflation sitzt der Fed im Nacken - Grösster Zinssprung seit 22 Jahren naht

".... Dass die US-Konjunktur zu Jahresbeginn überraschend einen Durchhänger hatte und um 1,4 Prozent schrumpfte, dürfte die Zentralbank in Washington nicht aufhalten. Der Kurs der Fed sei festgezurrt, erklärt Chefökonom Thomas Gitzel von der Liechtensteiner VP Bank: "Die US-Währungshüter haben der Inflation den Kampf angesagt." Nun würden bald "die nächsten beiden Raketenstufen" gezündet. Er spielt damit auf die Schubkraft der von der Fed geplanten Anhebung an, die das Zinsniveau auf einen Schlag um 50 Basispunkte auf das neue Niveau von 0,75 bis 1,00 Prozent katapultieren dürfte. Normalerweise belassen es die Währungshüter bei Erhöhungsstufen um 25 Basispunkte...."

Unglaublich! Wahnsinn! Welch Mut! Nicht 48 Basispunkte, nicht 49 Basispunkte, sondern unvorstellbare 50 Basispunkte und ein Niveau von 1%!..... Bei einer Inflation von 8,5%! HP

 

30.04.2022

09:35 | gs: Die Inflation ist kein Tsunami, dem wir hilflos ausgeliefert sind, sie ist menschengemacht

"... Thorsten Polleit: Güterpreisinflation ist das fortgesetzte Ansteigen der Güterpreise auf breiter Front. Solch eine Entwicklung ist nur möglich, wenn die Zentralbanken zu viel Geld in Umlauf bringen. Und genau das haben sie getan. Seit Ende 2019 hat die US-Zentralbank (Fed) die US-Geldmenge um 42 Prozent, die Europäische Zentralbank (EZB) die Geldmenge um 21 Prozent ausgeweitet. Dadurch wurde ein gewaltiger "Geldmengenüberhang" erzeugt, und der trifft nun auf einen "Preisschock": Die Lockdowns im Zuge der Corona-Krise haben die Güterknappheit verschärft, die "Grüne Politik" hat die Energie verteuert, dazu kommen die Folgen des Ukraine-Krieges, die die Energie- und Nahrungsmittelpreise weiter in die Höhe katapultieren....."

Inflation / Enteignung sowie Umverteilung von fleißig zu reich gehört zur DNA von FIAT- / Zentralbankengeld. HP

29.04.2022

17:55 | mmnews: Es brodelt im System: Euro und YEN bald im freien Fall?

Wir sehen gerade eine Flucht in Cash. Und zwar aus fast allen Anla­ge­klassen. Wenn so etwas auftritt, dann brodelt irgendetwas im Sys­tem, was womöglich bald ans Tageslicht kommt. Societe Generale Chefstratege Albert Edwards sieht einen möglichen Konflikt, der zu Verwerfungen führt, in der Konstellation, die sich zwischen dem unterschiedlichen Verhalten der FED, der Bank of Japan und der chinesischen Zentralbank anbahnt. Auch der Euro ist betroffen.
Hintergrund: Während die FED die Zinsen anzieht, geschieht in Japan, China aber auch der Eurozone das Gegenzeil. Edwards stellt fest, dass in der aktuellen Konstellation in China etwas passieren könnte. Er zitiert den SocGen-China-Experten Wei Yao, der glaubt, dass die chinesische „Wirtschaft jetzt in ernsthafter Notlage ist und eigentlich eine aggressive monetäre Lockerung erfordert. Diese Divergenz – zwischen anziehenden US-Zinsen und der Notwendigkeit der Lockerung in China – bezeichnet die SocGen als „Wechselkurs­tod“. Dies kann so lange andauern, bis etwas im Finanzsystem bricht.

Gute Nacht... Zumindest scheint Herr China-Experte mit seiner Einschätzung nicht gänzlich falsch zu liegen, auch wir haben auf den desaströsen Zustand vermehrt hingewiesen, die Anzeichen dafür waren über letzten 24 Monate ja klar erkennbar!? Es brodelt ... OF

12:16 | cnbc: ECB member says rate hike may come during third quarter as euro hits five-year low

Die Zinssätze in der Eurozone waren nach der Staatsschuldenkrise in der Region negativ, und die EZB hat bestätigt, dass sie ihre Nettokäufe von Vermögenswerten im dritten Quartal beenden wird, was die Möglichkeit einer Zinserhöhung eröffnet. Einige Marktteilnehmer rechnen mit einer Zinserhöhung im Juli, und es wird berichtet, dass die aggressiveren EZB-Mitglieder die Zinsen lieber früher als später anheben wollen.

Wenn jetzt sogar schon der italienische Vertreter im EZB-Rat aufs Gas drückt, dann steht die Welt wirklich nimma lang. Leser von bachheimer.com wissen, dass aber Frankreich das eigentliche Sorgenkind im Euroraum ist, mit der höchsten Gesamtverschuldung (Haushalte, Unternehmen, Staat). Und Christine Lagarde ist - Zufall, Zufall, Zufall - Französin und Politikerin und eine Brüsselitin. AÖ

16:02 | Leser-Kommentar
Die Welt steht vielleicht weiter, werter AÖ. Das kommt aber darauf an - wie die Intention und das lernen zur "Liebe" für gewisse Bomben usw. erwacht ist ? Wenn wir diese "love worst case", mal ausser acht lassen. Gibts halt für die Luftgeld-Welt incl. allen virtuellen, imaginären, multidimensionalen Geldwelten den beschworenen "great Reset" ? Wie sich das manifestieren wird, werden wir sehen. Manche meinen ja - das dies irgendwie so ist, "das Unbekannte bekannt zu machen" ? Wobei sogar eine fundamentale Regression zu greifbaren Coins, mit inneren Wert nicht ausgeschlossen werden kann ? Oder banaler - "Money-Play must go on".

28.04.2022

15:19 | Der Bondaffe: EUR/USD-Kurs unter 1,05

Wieder einmal eine typische Situation. Der EUR/USD-Kurs ist unter die wichtige Unterstützungs-Marke von 1,05 gefallen.
Und was hört von man von den Experten, den Fachmännern und Fachfrauen des Mainsteams? Was hört man dazu von den Zentralbankern, von den wichtigen imposanten Frontmännern und Frontfrauen der Volkswirtschaft.
NICHTS!
Und erst dann wenn die Katastrophe passiert ist, wenn die 1:1-Partität bei EUR-USD erreicht ist. Dann sind sie plötzlich da und sagen dann: "Das haben wir immer schon gewußt. Davor haben wir gewarnt!"
Thorsten Polleit aber ausgenommen.

Chartlink aktuell finanzen.net

So viel zum Thema "Experten" und "ExpertINNEN" ... Reine Staffage, zum vergessen. OF
 

14:21 | bloomberg: This Is Now The Worst Drawdown on Record for Global Fixed Income

Die globalen Anleihemärkte haben seit ihrem Höchststand im letzten Jahr beispiellose Verluste erlitten, da die Zentralbanken, einschließlich der Federal Reserve, versuchen, ihre Politik zur Bekämpfung der steigenden Inflation zu straffen.

Der Bloomberg Global Aggregate Index, eine Benchmark für die Gesamtrendite von Staats- und Unternehmensanleihen, ist seit einem Höchststand im Januar 2021 um 11 % gefallen. Das ist der größte Rückgang seit einem Höchststand der Daten, der bis ins Jahr 1990 zurückreicht, und übertraf einen Rückgang von 10,8 % während der Finanzkrise im Jahr 2008. Dies entspricht einem Rückgang des Indexmarktwerts von etwa 2,6 Billionen US-Dollar, schlimmer als etwa 2 Billionen US-Dollar im Jahr 2008.

Während es am Mittwoch Anzeichen für ein Nachlassen des brutalen Ausverkaufs gab, schürt der weltweit steigende Inflationsdruck Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit der Weltwirtschaft, eine anhaltende Phase höherer Finanzierungskosten zu überstehen. Für Anleger bedeutet dies, dass der Reiz, Schuldtitel – sogar sichere Staatsanleihen – zu halten, abnimmt, da die Bewertungen zinsempfindlich sind.

Bildschirmfoto 2022 04 28 um 14.21.44

Das passiert dann, wenn die Zinsen bzw. die Staatsanleihenrenditen steigen.

12:16 | ecb.europa.eu: Führung in Krisenzeiten

Rede von Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, auf der Veranstaltung des Manager Magazins zur Auszeichnung der „Top-100-Frauen“ der deutschen Wirtschaft

Es ist nur mehr unfassbar, wofür Christine Lagarde Zeit findet, während die Inflation in der Eurozone nach oben schießt, und der Euro gegenüber dem US-Dollar abschmiert wie ein ins Trudeln geratenes Flugzeug. Aber Christine nimmt eine Einladung an die Alster an, um dort ihre männerverachtenden-sexistischen Tiraden einem ausgewählten Publikum mitzuteilen. Selbst ein glattes "Nicht genügend" ist für diese Leistung viel zu viel zu viel zu viel des Guten. AÖ
 

08:21 | bluewin: Nationalbank fährt im ersten Quartal riesigen Verlust ein

Konkret weist die SNB für die Periode von Januar bis März 2022 einen Verlust von 32,8 Milliarden Franken aus, wie sie am Donnerstag mitteilte. Während sich auf den Fremdwährungspositionen ein Verlust von 36,8 Milliarden einstellte, gab es auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand einen Bewertungsgewinn von 4,2 Milliarden. Auf den Frankenpositionen erzielte die Notenbank ein kleines Plus von 10,6 Millionen Franken.

Der Verlust von QI übersteigt den Gewinn des Gesamtjahres 2021 bei weitem. Wären die Schweizer nur bei ihrer Goldstrategie der 2. Hälfte des 20. Jhdts geblieben, sähe diese Bilanz wohl ganz anders aus! TB

13:54 | Leser-Kommentar
Das Eigenkapital der SNB taucht nach dem Riesenverlust – von 204 auf 171 Milliarden. Damit machen die eigenen Mittel und Reserven noch 16 Prozent der ganzen Bilanz aus. Weiterhin üppig? Im Vergleich zu UBS und CS ja. Doch eine Notenbank sollte 25 oder noch besser 35 Prozent Reserven haben. Nun schmilzt der Berg – und wie.
Es könnte noch schlimmer kommen. Die Börsen haben bisher kaum auf den Krieg in der Ukraine reagiert. Putins Drohung mit Atomschlägen wird von den Investoren in den Wind geschlagen. Wenn’s dann an den Märkten wirklich knallen sollte, wären die heutigen 33 Milliarden Minus nur ein laues Lüftchen gewesen. Switzerland – am Rand des Kraters.

07:44 | tagesspiegel: Zentralafrikanische Republik führt Bitcoin als legales Zahlungsmittel ein

Den Einkauf mit Bitcoin bezahlen? Das ist in der der Zentralafrikanischen Republik nun möglich. Präsident Faustin Archange Touadera unterschrieb ein entsprechendes Gesetz, wie sein Stabschef Obed Namsio am Mittwoch mitteilte. Künftig ist die Kryptowährung als legales Zahlungsmittel anerkannt. Das Gesetz war zuvor einstimmig vom Parlament beschlossen worden.

Bräuchte man dafür nicht ein ladesweit zuverlässiges und technich auf dem letzten Stand befindliches Handynetz?
Bei der Topographie des Landes schwer vorstellbar! TB

08:03 | Leser-Kommentar
(1) Bitcoin ist doch das noch bessere Gold. Mit sowas zahlt man nicht, man bewahrt es im Tresor auf und vererbt es an seine Kinder😉

(2) klingt irgendwie nach ´Deitschland´.....

10:00 I Leserkomentar zu 08:03:
Hahahhahahahhahaa...Da reicht dann aber der Papiertresor mit aufgemaltem Zahlenschloß...

26.04.2022

16:00 | achgut: Madame Lagarde – die wahrscheinlich teuerste Frau der Welt

Obwohl IWF und Weltbank davor warnen, sieht ausgerechnet die EZB in der Eurozone kein Stagflationsrisiko. Bizarr, denn die Eurozone steckt mittendrin. Dieser Optimismus könnte teuer werden, chère Madame Lagarde!

Auch privat gibt sich die Schmoigoas alles andere als billig - faz: Christine Lagarde trägt Chanel – darf sie das? TB

19:05 | Der Bondaffe
Jetzt wird’s wirklich lustig: „Trotz der trüben Aussichten hoffen die Ökonomen des IWF, dass die Weltwirtschaft das befürchtete Szenario einer Stagflation vermeiden kann. Gelänge das nicht, würde, ähnlich wie bereits in den 1970er Jahren, die Wirtschaft bei gleichzeitig hoher Inflation stagnieren. Auch der Generalsekretär der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Augustín Carstens, warnt, man dürfe „nicht davon ausgehen, dass der Inflationsdruck bald nachlassen werde“. Die als Denkschmiede bekannte Bank meint sogar, die Welt stehe vor einer „neuen Inflationsära“.“

Der Erzeugerpreisindex Deutschland ist im März 2022 auf Jahresbasis auf einen Wert von 30,9% angestiegen. https://de.investing.com/economic-calendar/german-ppi-739

Vielleicht lässt sich das für den April noch steigern, denn es braucht schon einige Zeit bis Preiserhöhungen auf allen Ebenen durchgereicht werden. Und da wird wirklich extrem lustig, denn wie kommt man zu der Annahme, dass bei diesen historisch, zumindest in der BRD-Verwaltung, noch nie dagewesenen Inflationszahlen „nur“ eine Stagflation zu erwarten wäre? Vielleicht sollte man sich das bildlich vorstellen. Da kommt jemand mit einem meganeuen Riesenvorschlaghammer, haut voll drauf und der Geschlagene meint, dass wäre nur halb so schlimm.

Irgendwie mag ich die Bürokraten auf diesen Ebenen, in diesen Institutionen. Sie sind extrem träge. Ich habe es selbst erlebt. Bis da was beschlossen wird und bis die nächste Sitzung anberaumt ist, bis man einigermaßen Einigkeit erzielt hat, niemand will so richtig Verantwortung übernehmen, aber ein hohes Gehalt beziehen: das dauert und zum Schluß entscheidet der Chef, oder diesem Falle die Chefin, selbst. Oben an der Spitze ist es immer einsam.

Jetzt wird richtig aufgeheult, aber auf die Warner vorher hat man niemals so recht gehört. Recht so, denn irgendwie ist es schon zu spät. Frau Lagarde weiß genau wo Sie steht und ich schätze Sie weiß genau, dass Sie verloren hat. Der „Neuen Inflationsära“ kommt Sie nicht bei. Wie denn? Die Zahlen sind zu hoch. „It’s a Year 1922 feeling, isn’t it?“ Die EZB-Banker und alle anderen Zentralbanker können nur Normalzustände managen. Wie Anfangs der 1980er Jahre gibt es schon Ausnahmesituationen, aber die waren beherrschbar. Aber mit nur extrem hohen Zinsen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Leitzins#/media/Datei:Leitzinsen.png

Da scheut man jetzt zurück, denn man ist extrem träge geworden. Denn das ist normal. Das eindeutige Signal fehlt. Und so muß man sich fragen, ob das „Year 2022 feeling“ auch beherrschbar ist? Kein „eindeutiges Zinssignal“ heißt: „Wir sind uneins, wir kriegen es nicht mehr hin, wir haben auch Angst, wir haben’s nicht mehr drauf“.
Lieber Leser, überlegen Sie! Gehen Sie zu Ihrem Chef und sagen: „Ich brauche 30% mehr Gehalt“. „Gut“, sagt der, „dann erhöhen wir die Preise um 60%“. Die Ernüchterung kehrt ein, wenn man auf den Lohnzettel schaut und es sind nur 15% ankgekommen. „Fatal Error im Denksystem“, oder?

Und so müssen die Zinsen rauf, von einen historisch niedrigsten Niveau überhaupt. Und ich warne immer wieder. Denn ein Zinsanstieg führt zu immens riesigen Kursrückgängen bei Festverzinslichen Papieren, bei den Bonds weltweit. Wenn Sie es nicht glauben, dann gilt: „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Lebensversicherung des Vertrauens oder den Fondsmanager Ihres Lieblings-Rentenfonds“. Die erzählen dann schon was. Aber wahrscheinlich sind die genauso träge wie die Herrschaften im EZB-Turm zu Frankfurt.

Frau Lagarde als teuerste Frau der Welt? Na ja, der- und diejenige, die den absehbaren Untergang des Systems managen muß, würde immer dieses Prädikat bekommen. Den letzten erwischt’s eben. Franko, frei, umsonst und in diesem Fall garantiert zu Null Zins. Dann kann man wieder „bei Null“ anfangen.

"Fatal Error" trifft's sehr gut werter Bondaffe! Bloß das mit dem Denksystem will nicht so ganz rein... Orchestrierte Systemimmanenz im chaotischen Selbstzerstörungsmodus... OF


10:59 I tv: Euro / US-Dollar

Silverado
Nicht mehr lange und bei 1:1 könnte man die beiden Währungen verschmelzen. Würde der politischen Realität entsprechen, die ökonomische spielt eh keine Rolle mehr, es wird einfach weiter mengenmäßig gelockert. Ist ja auch einfacher, wenn das 5-10 mal so teure Fracking-Gas und das über internationale Handelshäuser abgerechnete böse Erdöl nach Europa kommen, statt dass man sich dauernd mit Umrechnen plagen muss. Frei nach einem Austro-Musiker: Langsam wachs ma zamm.

Nur konsequent! Die EUdSSR ist ohnehin "nur" der wirtschaftliche Arm der NATO / USA. Also Euro abschaffen und den Dollar, ev. mit einem neuen Namen / Mascherl, einführen. Was soll´s, beide bestehen nur aus Luft. HP

09:16 | anti-spiegel: Tagungen von IWF und Weltbank: „Der Westen opfert die Weltwirtschaft“

TASS: Die lebenswichtigen wirtschaftlichen Interessen der großen Mehrheit der Weltbevölkerung werden in der politischen Konfrontation des kollektiven Westens mit Russland geopfert. Das hat die Frühjahrstagung der Leitungsgremien des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank (IWF und WB) vom 18. bis 24. April in Washington bestätigt. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte beendeten die Ministerstäbe beider Organisationen – des Internationalen Währungs- und Finanzausschusses und des Entwicklungsausschusses – ihre Arbeit, ohne Abschlusskommuniqués zu verabschieden.

Zum ersten mal in der Geschichte enden die Tagungen ohne Entschlussfassung! Damit zeigt man, dass man mit seiner Weisheit am Ende ist, bzw. dass jede an den Haaren herbeigezogene Beschlussfassung nicht mehr glaubwürdig wäre. Selbstaufgabe wie im Lehrbuch! TB

25.04.2022

16:05 | MdB Peter Boehringer: Die sieben Ursachen der historischen Teuerung unserer Zeit

Boehringer im Bürgerdialog in Bruck am 13.4.2022 zu Inflation: Ursachen und (a)soziale Folgen
Teuer, teurer, ungeheuer!

Wir von b.com verorten noch weitere Gründe
- Transnationaler Sozialismus
- Dummheit  bzw. Inkompetenz
- Absicht
- Befehl vom drüberm Teich TB

11:02 | fin: Chart - Euro - Russischer Rubel

Kommentar des Einsenders:
Nach dem am Freitag der Kurs des Rubel um 5%gestiegen, geht es heute munter weiter.

Misst man den Euro gemeinsam mit dem Russischen Rubel am USD, so erkennt man, dass der Euro seit Kriegs- und Sanktionsbeginn mehr verloren hat als der Rubel! Sanktionen wirken (invers)! TB

11:27 | Leser-Ergänzung
... und dem USToller geht es nicht besser:

Bildschirmfoto 2022 04 25 um 11.27.19

24.04.2022

09:41 | querschuesse: Deutschland: BuBa: Bilanz KW15 2022

Die Deutsche Bundesbank weitete ihre Bilanzsumme in der KW15 2022 um +393,9 Mrd. Euro zur Vorjahreswoche aus, auf 2952,637 Mrd. Euro! (...) In der Theorie kann man sowas temporär tun, die Bilanz ausweiten, wenn die Produktionskapazitäten ausgelastet sind, neue geschaffen werden, Lieferketten reibungslos funktionieren, Rohstoffe und Vorleistungen preiswert und zur Genüge vorhanden sind, sprich mehr oder adäquat Waren und Güter vorhanden sind, als nachfragewirksames Geld im Umlauf! Aber an der Stelle sind wir nicht, denn die Lieferketten reißen, die Produktionskapazitäten sind unterlastet, die Investitionen in neue zu niedrig und bei Rohstoffen sehen wir Mangel und starke Preisexplosionen. Die Geldpolitik befeuert die Teuerung und verschärft den Mangel, denn sie stellt im weitesten Sinne mehr Geld zur Verfügung als dafür Waren und Güter verfügbar sind. Sie gefährdet die Stabilität der Währung, setzt falsche Anreize und verschärft die krisenhafte Entwicklung. ..."

(Bezahlschranke) Keine Sorge, Cum-Ex-Olaf erfindet einfach ein neues Sondervermögen und gut ist´s. HP

22.04.2022

18:40 | Der Bondaffe "1 % Rendite bei 10jährigen erreicht"

Rendite für die 10jährige deutsche Bundesanleihe bei: plus +0,958% 
https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield

Ob wir die 1,0% heute noch sehen? Der Weg ist relativ kurz und überschaubar. Ein weiterer Weg ist durch die zinspolitischen Umstände schon
vorgezeichnet. Ein schwächerer EURO.

Auch hier geht es um die Eins, nämlich um die Eins-zu-Eins-Parität (1:1) zum US-Dollar. Aktuell erscheinen 1,0810 USD für einen EURO noch ziemlich viel. https://www.teletrader.com/eur-usd-spot/currencies/details/tts-949843
Aber das kann sich ziemlich rasch ändern.


14:43 | fm: Hans-Werner Sinn DECKT AUF!! Inflation 2022 außer Kontrolle!! Geldentwertung durch die EZB!!

Geldentwertung durch die EZB!! Hans-Werner Sinn DECKT AUF!! Inflation 2022 außer Kontrolle!!

Kommentar des Einsenders
Mittlerweile wird er recht unwirsch, wenn es um die einzige rechtmäßige Aufgabe der EZB geht - Gewährleistung der Euro-Stabilität:

12:54 | wolf street: Peak Balance Sheet: Fed’s Assets Dip to Level of 5 Weeks Ago. End of QE, End of an Era

Die Gesamtaktiva der wöchentlichen Fed-Bilanz, die heute Nachmittag veröffentlicht wurde, sind zum 20. April auf 8,955 Billionen Dollar gesunken, was in etwa dem Stand vom 16. März entspricht und unter den Werten vom 23. März und 13. April liegt. Abgesehen von dem wöchentlichen Auf und Ab, das durch die Besonderheiten der Mortgage Backed Securities (MBS) verursacht wird, auf die wir gleich noch zu sprechen kommen werden, hat sich die Bilanz abgeflacht. Das Bilanzwachstum ist beendet. QE ist beendet. Dieser Teil der wunderbaren Show ist vorbei.

Gestern hatte Powell angemerkt, dass die Bekämpfung der hohen Inflation "absolutely essential" ist. Übernächste Woche, beim nächsten FOMC-Meeting, werden wir sehen, welche Taten diesen kräftigen Worten folgen werden. Vielleicht bleibt die Christine Lagarde ja bis zu dem Treffen in Washington, um bei der Federal Reserve ein Praktikum zu absolvieren. Schaden täte es jedenfalls nicht, nutzen aber vermutlich auch nichts. AÖ

12:34 | ecb.europaeu: Interview with Luis de Guindos, Vice-President of the ECB, conducted by Jana Randow and Alessandra Migliaccio on 20 April 2022

Vor dem Einmarsch in die Ukraine erholte sich die Wirtschaft. Wir rechneten für dieses Jahr mit einem Wachstum von etwas mehr als 4 % und einer deutlich ansteigenden Inflationsrate. Wir hatten die Inflation eine Zeit lang unterschätzt. Und jetzt kommen noch die Auswirkungen des Krieges hinzu. Die Folgen für die Inflation sind ganz klar. Die Inflation beschleunigt sich aufgrund der Energiepreise, der Rohstoffpreise und der Versorgungsengpässe. Aber gleichzeitig erleben wir einen Rückgang des Wachstums durch eine Verschlechterung des Handels. Die Botschaft ist in dieser Hinsicht glasklar - wir werden eine höhere Inflation erleben.

Oha, Guindos gibt also zu, dass die EZB die Inflation lange Zeit unterschätzt "hatte". Nein, die Unterschätzung ist noch immer nicht beendet. Und de facto prognostiziert Guindos eine Stagflation, deren Eintreten er in der nächsten Frage nur deswegen nicht sieht, weil er eine Schrumpfung der Wirtschaft für eine Stagflation unabdingbar hält. Lockert man diesen Definitionsbestandteil auf "maximal schwaches Wachstum", dann wird die Definition bald erfüllt sein, insbesondere wenn man den Basiseffekt beim Wirtschaftswachstum berücksichtigt. Abgesehen davon ist es ein Skandal sondergleichen, dass ein derart wichtiges Interveiw des Vizepräsidenten der EZB nur auf Englisch zur Verfügung steht, einer Sprache, die gerade einmal in zwei (kleinen) Euroländern Amtssprache ist. Verstehen kann man die EZB nicht. AÖ

10:50 I cash: EZB-Chefin Christine Lagarde: Wachstumsprognose womöglich vor weiterer Kappung

Die Risiken für das Wachstum seien abwärts gerichtet, sagte EZB-Chefin Christine Lagarde am Donnerstag bei der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF). "Somit könnte es mehr Absenkungen geben." Für die Inflation seien die Risiken aufwärts gerichtet.

Wenigstens das Niveau der Sprechblasen und jener die diese absondern, scheint mir nicht mehr weiter "absenkbar."... HP

09:30 | gs: Israel erhöht Yuan-Anteil der Währungsreserven

Die israelische Zentralbank hat die größten Änderungen bei der Zuteilung von Währungsreserven seit mehr als einem Jahrzehnt vorgenommen und den chinesischen Yuan neben drei anderen Währungen in den Bestand aufgenommen, der im vergangenen Jahr zum ersten Mal mehr als 200 Milliarden Dollar betrug, so berichtet Bloomberg.

Ja, dürfens denn des? Ja, die dürfen! HP

21.04.2022

18:49 | Das Bambusrohr: Ruiniert die EZB den Euro und treibt uns in die Inflation?

Die Preise steigen, der Euro fällt, aber die europäischen Währungshüter haben bislang nur geredet und nicht gehandelt. Die Wirtschaftsjournalisten Dietmar Deffner und Holger Zschäpitz streiten darüber, ob die abwartende Haltung gerechtfertigt oder grob fahrlässig ist.

https://www.welt.de/podcasts/deffner-und-zschaepitz/article238244289/Ruiniert-die-EZB-den-Euro-und-treibt-uns-in-die-Inflation-Podcast.html

Kommentar
Weder grob fahrlässig noch gerechtfertigt, sondern genau so gewollt.

Zu kurzsichtige Fragestellung angesichts der Gesamtgemengelage!? Im Euro wurde quasi der Todesstoß miteingebaut und der künstliche Rest wohl der gierigen Zockerei u.a. von Futuregeiern und Derivatisten geschuldet, um aus dem Casino noch rauszuholen was geht...!?  OF

15:59 | Silverado "Nabiullina auf eine weitere Amtszeit bestätigt"

Silverado: Elvira Nabiullina ist heute in der Staatsduma für eine weitere Amtszeit als BoR-Chefin bestätigt worden. Was wird wohl Sergej Glasiev dazu sagen? Ich kann mir vorstellen, dass man auf eine bewährte (?) Person setzt, weil es ohnehin schon genug Schererreien gibt.

Das verwundert mich jetzt schon noch. Denn vernahm man aus Moskau in den letzten Monaten doch immer wieder, dass Putin mit der Dame keine allzugroße Freude gehabt haben sol!
2. Erklärungsmöglichkeiten
- offensichtlich waren wir diesbezüglich falsch informiert,
- oder hat Putin etwa schon an Macht verloren? TB

16:25 | Die Leseratte
Oder, wie ich schon einmal schrieb, sie darf auslöffeln, was sie sich eingebrockt hat, unter Aufsicht! Wenn sie nicht spurt, droht man ihr mit Verhaftung. Putin hatte sicher noch nie einen Zentralbankchef so unter Kontrolle! Die Zukunft wird es weisen! Wenn sie weiterhin nur die Vorgaben des IWF verfolgt, sollte man stutzig werden.


13:19 | ts: 80% of all US dollars in existence were printed in the last 22 months (from $4 trillion in January 2020 to $20 trillion in October 2021)

Letztes Jahr schrieben wir einen Artikel mit dem Titel "40 % der existierenden US-Dollars wurden in den letzten 12 Monaten gedruckt", einer unserer beliebtesten Artikel. Am 6. Januar 2020 verfügte die US-Notenbank über rund 4 Billionen Dollar. Seitdem hat sich jedoch viel verändert. Die Fed hat ihre quantitative Lockerung (allgemein als Gelddrucken bezeichnet) beschleunigt, um die Liquidität der US-Banken zu erhöhen und Billionen von Dollar in die Wirtschaft zu pumpen.

Silverrado
Der Artikel ist mehrfach aktualisiert worden. Die Geldinflation beträgt also etwa 500%. Wo sind die Produkte? Da muten die offiziellen 7,5% lächerlich an, und was Russland damit zu tun haben soll, wie Mr. Biden verkündet, ist mir nicht klar. Der Vergleich mit Deutschland 1921 hinkt teilweise, schließlich haben die USA nicht grade den großen Krieg verloren und sind zu enormen Reparationszahlungen gezwungen worden.
Doch in der Dynamik passt der Vergleich womöglich. Es ist durchaus denkbar, dass die deutsche Hyperinflation absichtlich herbeigeführt worden ist, von vorausplanenden Strategen. Am 15. November 1923 wurde die Rentenmark eingeführt und damit die Hyperinflation beendet. Also haben wir noch 19 Monate Zeit für die große Geburtstagsparty zum 100er. Die runden sind doch die schönsten, aber das wird ein Mordstrum Kater.

12:16 | businessinsider.com: Israel adds China's yuan for the first time ever while cutting its dollar holdings in biggest currency reshuffle in a decade

Israels Zentralbank wird den chinesischen Yuan aufstocken und gleichzeitig ihre Dollar- und Euro-Bestände abbauen, um ihre Reserven zu diversifizieren und ihren Anlagehorizont zu verlängern, berichtet Bloomberg. ... Neben dem Yuan wird die Bank auch den kanadischen und den australischen Dollar aufnehmen, was eine Änderung der "gesamten Anlagerichtlinien und der Philosophie" der Bank signalisiert, so Abir. Zuvor hielt die Bank nur US-Dollar, Euro und das britische Pfund.

Schritt für Schritt vollzieht sich die Fragementisierung des Weltwährungssystems und damit die Abwendung vom US-Dollar und vom Euro. AÖ

08:10 | finanzen100: Nächster Paukenschlag der Renault Bank: Festgeldzinsen steigen um 0,4 Prozentpunkte

In den Markt für Sparguthaben kommt wieder Bewegung. Die Renault Bank hat nach den Tagesgeld-Konditionen nun auch die Festgeldzinsen für Laufzeiten ab zwei Jahren deutlich erhöht. Bis 100.000 Euro Guthaben gilt die sehr sichere französischer Einlagensicherung.

Wenn eine Zinsanhebung von 0,4 % als Paukenschlag bezeichnet wird, weiß man, dass man in einer geldpolitisch komplett durchgeknallten Welt lebt! TB

20.04.2022

12:18 | cnbc: Bank of Japan defends yield target, offers to buy unlimited 10-year bonds

Die Bank of Japan erklärte am Mittwoch, sie habe beschlossen, eine unbegrenzte Menge an 10-jährigen japanischen Staatsanleihen (JGB) zu 0,25 % zu kaufen, und damit zum dritten Mal seit Februar ihr Renditeziel zu verteidigen. Die Rendite der 10-jährigen japanischen Staatsanleihe stieg im frühen Handel auf bis zu 0,25 % und erreichte damit die Obergrenze des Renditeziels der Zentralbank.

Die BoJ scheint den Zinsdeckel mit aller Gewalt verteidigen zu wollen. Doch nähert sich der Wechselkurs des Yen bedrohlich der Marke von 130 gegenüber dem US-Dollar, den die BoJ im März als kritischen Wert angegeben hatte. In drei Wochen hat der Yen damit 5% gegenüber dem US-Dollar verloren. Der Goldpreis in Yen hat seit Anfang Februar gleich um fast 22% zugelegt. AÖ

14:16 | Der Bondaffe
Japan war schon immer ein unheimliches Pflaster, was Zinsen/Renditen auf Staatsanleihen angeht. Das Thema hatte sich in den vergangenen Jahren verflüchtigt, aber weg war es nicht. Also die horrende Staatsverschuldung zu niedrigsten Zinsen bzw. Renditen. Niemand hatte es gestört, im Gegenteil - man hatte sich daran sogar gewohnt.

https://www.investing.com/rates-bonds/japan-10-year-bond-yield

Was aber passieren wird, wenn die japanischen Staatsanleihenrenditen steigen sollten, wird äußerst interessant werden. War da über viele, viele Jahre ein schwarzer Schwan in einem Zinskäfig eingeschlossen? Wir wissen es nicht, aber man wollte mit großen Überraschungen rechnen. Da wurde ein ganz großes Problem viele Jahre lang elegant zugedeckt. Und jetzt versucht jemand, die Decke wegzuziehen.

19.04.2022

14:49 | Der Bondaffe "Während das EZB-Direktorium grübelt, steigen die Staatsanleihenrenditen unbemerkt"

Ein altes Sprichwort aus Serbien lautet wie folgt: "Während die Weisen grübeln, erobern die Dummen die Festung."
https://www.aphorismen.de/zitat/21771

Was die Gegenwart betrifft, gerade im Hinblick auf die Leitzinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank, kann man dieses Sprichwort "umfunktionieren". Es heißt dann: "Und während das Direktorium, die Experten und die Fachmänner und Fachfrauen grübeln, nachdenken und sich weigern die Leitzinsen endlich zu erhöhen, steigen die Renditen für Staatsanleihen in der Eurozone unbemerkt."

Die Rendite für die 10jährige deutsche Staatsanleihe erreicht ein neues Hoch. Und die Reise nach oben ist noch nicht zu Ende. Sie fängt erst so
richtig an.
Stand aktuell: 19.04.2022 / 14:33 MEZ plus +0,935%
https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield 
Und die 1,0 Prozent-Marke, also der "Widerstand" bei 1,0%, dürfte
zeitlich bald erreicht und getestet werden.


12:04 | Deutsche Bundesbank: Inflationserwartungen

Studie zu Erwartungen von Privatpersonen in Deutschland

Das sind allesamt Charts, die Christine - Ich-stecke-meine-Hände-zwecks-Nichtstun-in-die-Damenanzugshosentasche-und-der-gesamte-EZB-Rat-solidarisiert-sich-im-Nichtstun - Lagarde, beunruhigen sollten, würde sie das EZB-Mandat und die einschlägigen Vorgaben des EU-Rechts noch ernstnehmen. Doch wie wir alle wissen, ist der Konjunktiv der größte Feind der Wirklichkeit. AÖ

08:46 | DWN: Schwerer Vorwurf – „Die Fed lügt: Sie hat QE nicht beendet, sondern ausgeweitet“

Der Analyst Graham Summers führt in einem Beitrag aus, dass die US-Notenbank Fed ihr QE-Programm nicht beendet, sondern klammheimlich erweitert habe. Sie sei auch nicht von einer expansiven auf eine restriktive Geldpolitik übergegangen. „Also nochmal: Die Fed-Funktionäre sind absolute Lügner“, so Summers.

Schon interessant, dass das gesamte Zentralbankensystem bzw. deren Maßnahmen derart intransparent sind, dass nur ganz kluge Köpfe nach einer Menge Recherche draufkommen können, wie sehr die tatsächlichen Aktivitäten von den Ankündigungen abweichen. Hier sei an Hans Werner Sinn erinnert, ohne den wir ja bis heute noch nicht auf das Target2-System draufgekommen wären! TB

08:04 | welt: US-Notenbanker fordert drastische Erhöhung des Leitzinses

Der US-Notenbanker James Bullard hat für eine drastische Anhebung der US-Zinsen auf 3,5 Prozent bis zum Jahresende plädiert, um die hohe Inflation auszubremsen. „Die Inflation ist viel zu hoch“, sagte der Präsident der Filale der US-Notenbank in St. Louis am Montagabend bei einer virtuellen Konferenz. „Wir müssen die Inflation unter Kontrolle bringen.“

Iss halt immer cool vor dem Volke was zu fordern, wenn man genau weiß, dass es so ned geht!
Nachher kann er immer sagen: ich hab eh' Druck gemacht, aber man ht nicht auf mich gehört! TB

16.04.2022

10:02 | exxpress: "Inflation ist kein neues Phänomen": eXXpress-Kolumnist Tögel im TV-Interview

Politik und Zentralbanken verschweigen die zentrale Wurzel der Inflation: die Ausweitung der Geldmenge. Diesen Vorwurf erhebt eXXpress-Kolumnist Andreas Tögel in seinem neuesten Buch. Auf eXXpressTV spricht er ausführlich über das Thema und bringt konkrete Beispiele massiver Preissteigerungen aus seinem Leben.

Dazu ergänzend mein oki-talk-Gespräch mit Andreas Tögel von vor ein paar Wochen! TB

15.04.2022

12:38 | nzz.ch: Die EZB verliert den Kontakt zur Realität

Noch im März teilten die EZB-Ökonomen mit, sie erwarteten für die Jahre 2023 und 2024 eine Teuerung von rund 2 Prozent, was dem Zielwert der Notenbank entspräche. Wie die Inflation von in diesem Jahr vermutlich 5 bis 6 Prozent und angesichts immer wahrscheinlicher werdender Zweit- und Drittrundeneffekte so schnell wieder auf 2 Prozent sinken soll, bleibt ein Rätsel.

Ein hervorragender Kommentar, der zu Recht anmerkt, dass das Mandat der EZB auf "Preisstabilität" lautet. Scheint aber niemand zu wissen und auch niemanden mehr zu interessieren. Womit ja ein weiteres Mal bewiesen wäre, dass im Wertewesten nicht mehr das Recht herrscht, sondern die blanke Willkür der Mächtigen. AÖ

12:04 | todayuknews.com: ‘Living in a fantasy’: euro’s founding father rebukes ECB over inflation response

Wie viele Deutsche ist auch Otmar Issing beunruhigt über den Anstieg der Inflation auf ein 40-Jahres-Hoch in seinem Land und besorgt über die "fehlgeleitete" Reaktion der Europäischen Zentralbank. Doch als einer der Gründerväter des Euro haben Issings Beschwerden mehr Gewicht als die der meisten seiner Landsleute. Der erste Chefvolkswirt der EZB, als diese 1998 gegründet wurde, sagte, die Zentralbank leide unter einer "Fehldiagnose" der Faktoren, die hinter dem Preisanstieg stünden, da sie "in einer Fantasie" lebe, die die Gefahr einer außer Kontrolle geratenen Inflation herunterspiele.

Dieser Text wurde vor der gestrigen Bekanntgabe der geldpolitischen (Nicht-)Beschlüsse veröffentlicht, trifft aber den Nagel auf den Kopf. Christine Lagarde und der gesamte EZB-Rat, der diese unfassbare Ignoranz zumindest duldend mitträgt, lebt irgendwo, aber nicht in der Realität. Dass sie unzählige Male behauptet hat, dass die EZB "datenabhängig" ("data driven") entscheiden würde, lässt eigentlich nur die Frage offen, ob Christine Lagarde der Bevölkerung direkt ins Gesicht lügt oder ob die EZB beim Blick in die Daten das falsche Kalenderjahr aufgeschlagen hat. Dass sie auch nicht in der Lage ist, ihre angeblichen Managementqualitäten auszuspielen, sah man gleich zu Beginn der Pressekonferenz. Der mit der Leitung der Pressekonferenz Betraute begründete die Notwendigkeit von Lagardes fortgesetzter Arbeit von zu Hause mit "... because she is still positive." Was einem als Antwort darauf auf der Zunge liegt, ist naheliegend. Es auszusprechen, verbietet sich allerdings, da es die Gesundheit berührt. AÖ

14.04.2022

13:48 | ecb.europa.eu: Geldpolitische Beschlüsse

Auf seiner heutigen Sitzung kam der EZB-Rat zu dem Schluss, dass die seit seiner letzten Sitzung neu verfügbaren Daten seine Erwartung stärken, dass die Nettoankäufe von Vermögenswerten im Rahmen seines Programms zum Ankauf von Vermögenswerten im dritten Quartal eingestellt werden sollten. Die Geldpolitik der EZB wird von neu verfügbaren Daten und der sich verändernden Beurteilung des Ausblicks durch den EZB-Rat abhängen. In der gegenwärtigen Situation, die von hoher Unsicherheit geprägt ist, wird der EZB-Rat bei der Durchführung der Geldpolitik Optionalität, Gradualismus und Flexibilität wahren. Der EZB-Rat wird jegliche Maßnahmen ergreifen, die erforderlich sind, um das Preisstabilitätsmandat der EZB zu erfüllen und zur Wahrung der Finanzstabilität beizutragen.

Wie lautet die Abkürzung von "Vollständige Realitätsverweigerung, die mit immer neuen Ausreden 'begründet' wird"? EZB. AÖ

12:34 | manager-magazin.de: EZB gerät wegen steigender Inflation unter Druck

Angesichts der rekordhohen Inflation dürfte EZB-Chefin Christine Lagarde nach der heutigen Ratssitzung den Ton verschärfen. Aufgrund des Ukraine-Krieges werden die Notenbanker aber weiter wohl eher vorsichtig agieren.

Um 13:45 werden auf der Webseite der EZB die geldpolitischen Beschlüsse veröffentlicht, um 14:30 beginnt die Pressekonferenz mit Christine Lagarde. Im besten Fall kann ich mir vorstellen, dass das APP schneller eingestellt wird, als ursprünglich geplant gewesen war. Auf eine Zinserhöhung wird sich der EZB-Rat terminlich sicher nicht festlegen, sondern eine vage Formulierung in etwa der Art "sofern es die Daten zulassen" beschließen. Für sehr unwahrscheinlich, aber nicht gänzlich ausgeschlossen erachte ich die Möglichkeit, dass es zu einer Revolte der (ehemaligen) Hartwährungsländer kommt. So oder so gilt: Bringen Sie Ihr Geld in Sicherheit, solange es noch Kaufkraft hat. AÖ

10:43 I stol.it: Wer Bankomat und Kreditkarten nicht akzeptiert, muss künftig Strafe zahlen

Die italienische Regierung hat am späten Mittwochabend ein neues Dekret mit Maßnahmen zur Wettbewerbsfähigkeit und zum Bürokratieabbau erlassen: Wer Bankomat- oder Kreditkarten-Zahlungen nicht akzeptiert, muss künftig Strafe zahlen.

Die Sekrete des Super-Mario.... Das »cashless italia«-Programm nimmt weiter Fahrt auf. HP

09:06 | fw: Rekordinflation in den USA: Preissteigerung von 8,5%

Innerhalb der letzten 12 Monate sind die Verbraucherpreise in den USA um 8,5% gestiegen. Das ist der stärkste Anstieg seit 1981. Biden schiebt die Schuld auf Putin. Doch die wahren Ursachen sind: Schulden, Gelddruck durch die FED, Corona-Kosten, Reduktion der Öl/Gas-Förderung wg. Klimaschutz.

Im Gegensatz zur EZB reagiert die FED wenigstens mit Zinsschritten. Ist zwar auch viel zu spät und wird den Inflationsschmerz nur wenig lindern, aber man tut wenigstens so, als würde man was tun!
Während die Verantwortlichen der EZB sich im Tiefschlaf befinden. Es ist ihnen egal, zumal ihre Gagen noch ein paar Inflationssprünge abfedern können! TB

13.04.2022

17:47 | wiwo: Chinas Zentralbank vor geldpolitischen Lockerungen 

Die chinesische Zentralbank wird der von Ukraine-Krieg und Corona-Ausbrüchen belasteten heimischen Wirtschaft zu Hilfe eilen. Sie werde die Mindestreservesätze der Banken rechtzeitig senken und zudem noch weitere geldpolitische Instrumente einsetzen, gaben staatlichen Medien am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung bekannt.
Die Notenbank hatte voriges Jahr bereits zwei Mal den Reservesatz gesenkt – und damit den Betrag verringert, den Banken als Mindestreserve halten müssen. Je geringer dieser Satz ist, umso mehr Kredite können die Geldinstitute vergeben. Auch niedrigere Zinsen werden demnach in Aussicht gestellt.
Die Regierung in Peking werde darüber hinaus die finanzielle Unterstützung für die Realwirtschaft erhöhen, insbesondere für die von der Corona-Pandemie betroffenen Branchen und Kleinunternehmen. Für sie sollen die Finanzierungskosten gesenkt werden. Auch der Konsum soll angeschoben werden. So sollen die Gemeinden keine neuen Beschränkungen für den Kauf von Fahrzeugen mehr erlauben. Exporteure können zudem mit stärkeren Steuerermäßigungen rechnen.

All die Malversationen rund um Evergrande&Co dürften offensichtlch nur eine Randnotiz gewesen sein und es wird wieder fleißig reingepumpt... Auch in Peking kann dieses lockere Spiel nimmer lange gutgehen!? OF

12:56 | bundesbank.de: Der digitale Euro – Szenarien, Design-Optionen und Auswirkungen

Diese Veranstaltung ist mir ein ganz besonderes Anliegen, da sie der Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen der Bundesbank gemeinsam mit den Landesfinanzministerien zum digitalen Euro ist. Gerade für das Projekt digitaler Euro ist der intensive Austausch mit der Öffentlichkeit fundamental wichtig. Denn wie unser Geld künftig aussehen soll, ist nicht nur Sache der Zentralbanken, sondern eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse.

Mit Christine Lagarde an der Spitze droht dieses Projekt natürlich in der schlechtesten aller Varianten verwirklicht zu werden, schlechtest natürlich für die Bürger. AÖ

12:12 | the sounding line: Most Accommodative Fed Ever

Die Geldmenge M2 wächst im Jahresvergleich um 11 %. Vor Covid wäre dies einer der höchsten jemals gemessenen Werte gewesen. Dabei ist zu beachten, dass das aktuelle Wachstum von 11 % im Jahresvergleich im Vergleich zum Februar letzten Jahres zu sehen ist, der mit 27 % den bisherigen Höchststand des Geldmengenwachstums markierte.

Und so verschieben sich die Relationen - was vorgestern noch abstrus hoch war, gilt heute schon als akzeptabel, wenn nicht sogar geringe Steigerung. Wahrnehmung ist zwar einiges, aber beileibe nicht alles. Und so werden wir die Konsequenzen dieser Exzesse zu tragen haben, die noch immer fortdauern, insbesondere in der Eurozone. AÖ

12.04.2022

15:38 | Der Bondaffe mit seinem Opus Magnum "Der Euro ohne Kraft"

EURO ohne Kraft und möglicherweise das Damenopfer in einem "Kriegs-Schachspiel"? Beinahe scheint es, als hätte man dem EURO eine dreifach Boosterung verpasst.

- steigende Bondrenditen
- stark steigende Inflationszahlen und ebensolche Geldmengenentwicklungen
- und eine vermeintliche 3. Weltkriegsgefahr direkt vor der Haustür.

Das ist natürlich nicht gut für eine Währung und so schwächelt der EURO weiter vor sich hin. Ganz klar, seit Januar 2021 sieht man schon einen Abwärtstrend ggü dem USD. Aber noch ist „alles normal“, schließlich bewegt sich der EURO-Kurs zum USD in bestimmten, langfristigen „Trading-Ranges“. Also einem Handelskorridor, den man als langfristig stabil betrachten kann.

Ganz langfristig, also seit „Auflegung“ im Jahr 1999 gesehen, zwischen 0,82 USD und 1,58 USD.
https://www.finanzen.net/devisen/dollarkurs

Auf das niemand in Europa merkt (wahrscheinlich ein Entgegenkommen der Zentralbanken an die Politik) wird die Notiz in USD pro EUR angegeben. International ist aber die Notierung EUR in USD üblich. Schließlich geht es um die Dominanz des USD. Daher wird immer angegeben, wie viele „Einheiten“ Auslandswährung man für einen US-Dollar bekommt. Auch bekannt unter Mengen- oder Stücknotierungen. Aber das nur nebenbei, damit jeder EUROpäer die Stärke des EUROs leichter beurteilen kann.

Bleiben wir daher bei der hier in Deutschland üblichen Notierung. Will heißen im Moment: 1,086 USD für 1 EURO aktuell.

Der EURO schwächelt vor sich hin, noch herrscht Sonnenschein. Gut, die Ukraine ist nicht Mitglied der Europäischen Währungsunion, denn das hätte schon einen anderen Geschmack bei den Devisenhändlern gehabt, wenn ein EUROZONEN-Land von den Russen „angegriffen“ worden wäre.

Lassen wir es zur Verdeutlichung beim Angriffsszenario, denn es herrscht eine besondere Art von Krieg. Was würde mit dem EURO und dem EURO-Kurs passieren, wenn Russland die drei baltischen Länder (Lettland, Estland, Litauen) plötzlich angreifen würde, die Mitglieder der EUROZONE sind?
https://de.wikipedia.org/wiki/Eurozone

Noch niemals in der jüngeren Geschichte ist ein Mitgliedsland der EUROZONE militärisch angegriffen worden. Welche Auswirkungen hätte ein theoretischer militärischer Angriff von Russland auf die nahen baltischen Staaten zusätzlich auf folgende „EURO-Wechselverbundkonstruktionen“?

- "Staaten der EU, die ihre Währung mit bestimmten Wechselkursbandbreiten an den Euro gebunden haben"? Z.B. Dänemark, Bulgarien, Kroatien.

- "Überseestaaten und Gebiete, die ihre Währung an den Euro gebunden haben"?

Müssten also die Zinsen in der EUROZONE und den "Anhängseln" steigen, wenn die drei baltischen Staaten angegriffen würden? Theoretisch könnte man sagen „nur in diesen Staaten“. Aber was macht dann der EURO-Wechselkurs? Ich betone: noch niemals ist ein Mitglied der Europäischen Währungsunion militärisch angegriffen worden. Sie ahnen es schon. Wer zahlt’s? Die Deutschen natürlich.

Für angelsächsische/amerikanische Spekulanten das grosse Fressen. Als Amerikaner ist es nicht notwendig zu wissen wo Europa liegt. Hauptsache ein Land in Europa wird angegriffen. Ein oder mehrere Mitglieder der EUROZONE? Noch besser: Deutschland steht dahinter und Deutschland zahlt und der EURO rutscht auf 1:1 Parität.

Aber dann müssen die Bondrenditen rauf. Schon wieder ein Schnäppchen für die angloamerikanischen Gierratzen. Diese wetten auf steigende Staatsanleihenrenditen in der ganzen EUROZONE. Was für ein Geldblutrausch. Äußerst liquide Zinsmärkte und Börsen, technisch hochgerüstet, einfaches und todsicheres Abrechnungsverfahren (sprich Settlement) und das Geld in zwei Handelstagen auf dem Konto zuhause. Spekulieren immer aus der sicheren Position heraus.

Die Renditen für deutsche Staatsanleihen sind am gestrigen Montag, 11.04.2022, auf ein neues „Allzeithoch“ in der auslaufenden Phase der Nullzins-Politik der EZB angestiegen.

Die 10jährige deutsche Bundesanleihe rentierte zum Börsenschluss mit plus +0,82% Rendite. Der höchste Stand seit November 2014!
https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield
Das dazugehörige Zinskontrakt, der Bund-Future als Kursbarometer für 10jährigen deutsche Bundesanleihen geht auf sagenhafte 154,98 Punkte zurück.
https://www.finanzen.net/futures/euro-bund-future
Das hat es lange nicht mehr gegeben!

Vorher aber können die Russen noch diesen anderen Prozess einleiten, also vor einem möglichen Angriff. Man „schießt“ den EURO weich, in dem man den Rubelkurs zum EURO „steigen“ läßt. In der Praxis also immer weniger Rubel für einen EURO. Aktuell sind es 91 Rubel für einen EURO.

https://de.investing.com/currencies/eur-rub

Wenn es aber nur 50 Rubel sind, die man für einen EURO erhält, dann muss es einen Ausgleich über höhere Zinsen geben. Über höhere Zinsen in der gesamten EUROZONE. Das ist das, wovor Zentralbanker und Politiker so richtig Angst haben. Wozu ist der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer am 11.04. zu Wladimir Putin gereist? Ukraine-Krieg oder Währungs-Krieg?

In Kriegen geht es in der materiellen Welt stets um Plünderung und Raubzüge. In der modernen materiellen Welt macht man das am besten über die Währung. Die Ukraine ist richtiges Kriegsgebiet. Eine Todeszone. Aber ehrlich, die EUROZONE ist wahrlich ein fettes, träges, bürokratisches, reiches Gebilde in der näheren Umgebung. Das ist eine Jahrtausendchance, den Reichtum aus diesem Gebilde abzusaugen und abzutragen bis nichts mehr übrig ist. Ohne Waffengewalt, besonders die Deutschen sind so friedlich und pazifistisch. Die tun nix. Die verstehen das nicht. Und viele mit transferiertem Währungskriegswert vollgepumpte US-Dollars (und andere Währungen) wären da und daneben vom Wert her ausgelutschte EUROs. Die Deutschen tun nix, die haben auch verlernt, ihre Währung zu verteidigen. Die reden nur und schwafeln viel. Und die Bundesrepublik Deutschland wieder am Ende, wie nach dem 2. Weltkrieg. Wieder Weltkriegsverlierer, ohne dass ein einziger Schuss abgegeben wurde. Mit den deutschen Gut-Schafen kann man das machen.

Das macht man natürlich nicht schnell, sondern langsam. Schließlich ist es ein Bereicherungsfeldzug. Daher sorgt man dafür, dass man Inflation in die EUROZONE importiert. Also hauptsächlich über höhere Rohstoffpreise wie Erdöl, Ergas, Nahrungsmittel. Dann schafft man diese Effekte, an denen man sich über die Börsen (ohne die ukrainische Todeszone zu betreten) wie Onkel Dagobert superreich verdienen kann.

- steigende Zinsen
- fallender EURO

Unerwähnt lasse ich dabei „exotische“ Märkte und Derivate wie Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) oder schlichte Zinsswaps. Das ist was für Profis in diesen Produkten, aber die dahinter liegenden Strategien sind immer einfach.

Sie verstehen, auf was ich hinaus will? Es muß eine „Spekulationsumgebung“ geschaffen werden, in der sich internationale (angloamerikanische) Spekulanten wohl fühlen. Und zwar mit den gängigen einfachen Basisgeschäften, also den Verkauf von Zinsterminkontrakten (Zinsfutures) oder einfach den Verkauf der Bundesanleihen und Devisen(termin)geschäften.

Nebenbei: Ein umgekehrter Bankrun sozusagen. Bei einem klassischen Bankrun wollen die Kunden nur ihr Geld bei der Bank abholen (und schauen wohl ins Leere), bei einem Bondrun wollen die Verkäufer ihre Bonds losbekommen. Die die Zentralbank irgendwann nicht mehr aufkauft, schauen die Verkäufer auch ins Leere. Sie bleiben auf den Bonds sitzen, da illiquide. Die letzten tapezieren mit den Bonds ihre Büros in der Wall-Street. Will heißen, es gibt ein bestimmtes Zeitfenster, in dem sich das abspielt.

In meiner „Spielwelt“ gibt es zwei grundlegende Spiele mit zwei strategischen Spielweisen.

- Schach: das Spielfeld ist transparent, alle Figuren sind auf dem Tisch, die Spielzüge sind strategisch
- Poker: das Spielfeld/Karten sind verdeckt, nicht alle Karten sind im Spiel, das Spiel ist reine Psychologie, es darf gelogen/geblufft werden.

Wußten Sie eigentlich, das drei Viertel der russischen Regierung Schachgroßmeister sein sollen?
Und das Lesen von „Sunzi“ und seinen Kriegsstrategien Pflicht beim russischen Militär sein soll?

https://www.sicherheitslage.net/post/putins-milit%C3%A4rstrategie-im-sinne-von-sunzi  Artikel vom 27.12.2021

"Die Kunst des Krieges - nach Sunzi
Wenn man versucht Putin zu charakterisieren sollte man nicht vergessen, dass er einst für den KGB nachrichtendienstlich in der DDR tätig gewesen ist und ihm allein schon aus dieser Tätigkeit heraus Begriffe wie "Taktik" und "Strategie" nicht fremd sind.
Putin ist ein brillanter (Militär-) Stratege. Seine Ziele sind mittel- und langfristig ausgelegt und nachvollziehbar, denn niemand in vergleichbarer Position hätte Interesse dran, dass ein Militärbündnis so aggressiv Truppen um einen Teil des eigenen Landes zusammenziehen würde und das Regierungen, welche einst zu den Verbündeten (Warschauer Pakt) gehörten, nun gegen die eigenen Interessen kollaborieren.“

„Geostrategisch“ (ich bin kein Militär, aber das Wort gefällt mir) ist die EUROZONE ein Schmankerl. Greife Drei an und die anderen Sechzehn geraten in Panik. Drei nationale Notenbanken im Baltikum unter Beschuß. Was tun EZB? Empfehlenswert wäre ein Angriff und eine Plünderung der nationalen Notenbanken. Vielleicht ist noch etwas Gold im Keller zum Mitnehmen? Sozusagen als Wiedergutmachung für eingefrorene russische Auslandsgelder.

So kommen wir zum Thema „Gold“ und zwischenzeitlich erklärt Russland, wieviel Gold es im Besitz hat. Bei einer bestimmten Menge wird den Spekulanten klar, wer das WELTGOLD wirklich hat. In den Tresoren in New York, Frankfurt, London (gut, in bestimmten Tresoren schon) ist es nicht. Alles weg. Dann steigen die Edelmetallpreise, Inflationsängste müssen nur noch geschürt werden und schon steigen die Zinsen. Der EURO fällt, der Rubel steigt und zum Schluß zahlen die Deutschen. Keine Sorge, die Deutschen zahlen nicht. Vorher haben Italiener, Franzosen, Spanier und Griechen den EURO schon platt gemacht. Und das alles nur...warum eigentlich? Weil die EUROZONE „real-militärisch“ angegriffen wurde.

„Schach matt“ scheidet zum Schluss aus. Jeder gute Spieler, jeder Super-Stratege will gewinnen.

Ob das so kommt kann ich nicht sagen. Das waren „nur“ Gedankenspielereien. Sagen Sie aber nicht, es hätte Ihnen niemand gesagt. Ich sehe es so, dass das „große Problem“ nicht ein Angriff auf Europa ist, sondern ein Angriff auf die EUROZONE. Also ein währungspolitischer Schachzug. In der EUROZONE kann man sich über die jeweiligen Staatsanleihen auch heraussuchen, welches Land, welche fette Gans bzw. Nationalbank, am leichtesten zu überfallen/plündern ist. Im Sinne von Zins- und Währungsspekulation.

Der US-Dollar und die USA sind geopolitisch schwer angreifbar. Da ist es schwieriger, da muß es über andere Mechanismen gehen. Aber die EUROZONE hat viele Nachbarn über den Landweg und selbst wenn (rein theoretisch natürlich) die Türkei die griechische Nationalbank überfallen und plündern würde, wäre die Aufregung im EUROZONEN-Hühnerstall groß.

Natürlich geht es im großen Spiel nur um den US-Dollar. Denn die globale Vormachtstellung der USA wird dann gebrochen. Um aber den US-Dollar weich zu kochen, muß vorher ein sich auflösender EURO (hier hätten wir das Damenopfer) den US-Dollar mitreißen. Und so ist es beim Schach, alles geschieht „Zug um Zug“ und „ja“, da ist ein Zeitplan. Damit der US-Dollar keine Chance hat.

Keine Sorge, falls der Vatikan oder das Fürstentum Monaco überfallen und geplündert werden, hätte das sehr wahrscheinlich keine Effekte auf die EURO-Kursentwicklung. Obwohl... man kann nie wissen... wenn das FIAT-Geld weg wäre, werden mobile Wertanlagen gesucht. „Mobil“ kommt von „bewegen“ und im Vatikan würde viel Bewegung stattfinden nach dem Motto „First in, first out“.


12:44 | finanzmarktwelt: „Wie kann Christine Lagarde nur so einen Unsinn reden!“ Sinn in Top-Form

„Wie kann Christine Lagarde nur so einen Unsinn reden!“ Das sagt der ehemalige Chef des ifo-Instituts Hans-Werner Sinn, der auch heute noch ein gefragter Redner und Gesprächspartner ist. Die Rede ist zwar schon vier Wochen alt, aber der gesamte Vortrag bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist bemerkenswert. Ausführlich bespricht er hier das Thema Inflation unter der Headline „Die neue Inflation“. Und EZB-Chefin Christine Lagarde wird von ihm nicht mit Samthandschuhen angefasst. Sie redet Unsinn, so klar spricht Hans-Werner Sinn es aus. Die EZB müsse auf die steigenden Preise reagieren, aber sie wolle es nicht.

Christine Lagarde muss man immerhin zugute halten, dass sie nicht vorsätzlich einen derartigen Unsinn von sich gibt - also Lagarde als die Antipode zu(m) Sinn - sondern dass sie es schlicht nicht besser weiß. Schuld tragen all jene, die lieber Quotenfrauen wie Ursula von der Leyen und Christine Lagarde in diesen Funktionen haben wollten, statt Kompetenz in Person von Michel Barnier und Jens Weidmann, die halt zufällig auch Männer sind. AÖ

12:24 | diepresse.com: EZB bereitet die Zinswende vor

Doch plädiert Chefvolkswirt Philip Lane wegen einer drohenden Konjunkturflaute dafür, auf die Rekordinflation im Euroraum nicht überhastet zu reagieren.

Philip Lane spricht öffentlich aus, was bislang nur konkludent geschlossen werden konnte, und damit wäre es für Juristen zu klären, ob die EZB nicht vorsätzlich EU-Recht bricht. Denn dieses weist der EZB die Preisstabilität als einziges zu erreichendes Ziel vor. Erst wenn dieses erreicht ist - wovon aktuell nciht einmal ansatzweise die Rede sein kann - darf die EZB die Wirtschaftspolitik der EU unterstützen. Im Unterschied zur EZB hat die Federal Reserve ein duales Mandat, dass Preisstabilität und Vollbeschäftigung als gleichrangige Ziele betrachtet. Abgesehen davon wären die Standardinstrument in einem Umfeld mit hoher Inflation und schwächelndem Wirtschaftswachstum eine Straffung der Geldpolitik bei gleichzeitiger Lockerung der Fiskalpolitik. Aber die EZB sieht sich mittlerweile als Erfüllungsgehilfe der Politik und nicht mehr als Währungshüter. AÖ

09:35 I gs: Öl, Rubel und Gold gehen in eine Bar... (Teil 1)

Es gibt ein Narrativ über Russland und wie es das Währungssystem verändern wird. Viele Analysten in der Goldbranche propagieren diese Geschichte. Es gibt nur ein Problem mit diesem Narrativ. Es ist so, wie Michael Crighton den Gell-Mann-Amnesie-Effekt beschrieben hat: Die Zeitungen sind voll von Geschichten, die erklären, wie "nasse Straßen Regen verursachen".

Die Grundannahme dieses Narrativs ist, dass Russland einen neuen Goldstandard einführen wird, der Dollar zusammenbricht und das Gold natürlich auf den Mond fliegt. Der Autor Terry Goodkind hat in seiner Serie "Sword of Truth" über eine Reihe von Zaubererregeln geschrieben. Die erste Regel der Zauberer besagt, dass die Menschen etwas glauben, weil sie glauben wollen, dass es wahr ist, oder weil sie Angst haben, dass es wahr sein könnte. [1.]

Die globale "Neuordnung" ist noch nicht in trockenen Tüchern! HP

15:36 | Leser-Kommentar
Keith Weiner irrt meiner Meinung nach fundamental. Er beschreibt den
Warenaustausch im internationalen Maßstab mittels Währungseinheiten als
statisches Messprinzip anhand diverser stabil anzunehmender Messmittel
aka Währungseinheiten und vergisst die Intra-Währungsrelationen als
Austauschprozess von Waren (Geld als Ware) zu internalisieren. Diese
Maßskalen aus Währungseinheiten sind in höchstem Maße dynamisch.

Sein eigenes Beispiel wäre bereits geeignet, seinen Missgriff zu zeigen:
Er schreibt, ein Junge böte seine Dienstleistung (hier ine Stunde
Rasenmähen) zum Zeitpunkt des Handels für den Gegenwert einer Eispackung
à 8 $ an. Es sei nun egal, ob der Gartenbesitzer vor dem Deal eine
Eispackung für 8 $ kaufte und diese dem Jungen nach getaner Arbeit
überreichte oder ob er dem Jungen die 8 $ gäbe und letzterer hernach die
Eispackung erwürbe. 8 Dollar seien 8 Dollar. Der Umweg über das Eis
machte daran keinen Unterschied und das Eis würde dadurch nicht zur
geldigen Währung.

Über das Beispiel schlussfolgert der Mann auf die Situation des Rubels
und der Frage, ob der Zwangsumtausch in Rubel für Öl etwas an der
Reservewährungsfunktionalität des Dollars kratzte. Und folgerichtig
verneint er. Der Preisabschlag, den Russland hinnehmen müsse als Folge
der Sanktionen, beliefe sich auf ca 30% und der Referenzpreis bliebe der
Ölpreis in Dollar - egal ob zwischzeitlich "kurz in Rubel und
zurückgetauscht werde"

Was ist falsch an seiner Argumentation? Nun am Beispiel des oben
erwähnten Jungen will ich es deutlich machen: Die singuläre Aktion des
einzelnen Jungen ist für den Bedeutungsabfall des Standardgeldes
tatsächlich unerheblich. Weder nimmt dadurch die Menge umlaufender
Eispackungen messbar zu, noch die Menge umlaufender Dollars ab. Was aber
wenn der Junge seinen Deal öffentlich macht und viele Jungs infolge
dessen ihre Hilfsdienste lieber in Eispackungen als in Dollar
abrechneten? Was würde passieren? Die nachfragenden Kunden würden
beginnen, Eispackungen in ihren Tiefkühltruen zu bevorraten, eine
Währungsreserve aufbauen - einfach um flüssig zu sein. Manchmal kommen
die Jungs am Sonntag und der Walmart hat vielleicht zu.

Der Handel verspürte in der Folge einen durchaus länger anhaltenden
ungewöhnlichen Nachfrageschub, der beispielsweise dazu führt, daß sich
der mittlere Preis für die Eispackung auf 8,50 $ einschwingt. Da aber
nun eingespielt und traditionell verankert, ist kein Junge mehr bereit,
statt der Eispackung nun 8 $ entgegenzunehmen. Die Eiswährung hat sich
als Reservewährung etabliert.

Analoges kann beim russischen Spielzug mit dem Rubel vermutet werden.
Typischerweise vereinnahmen die Ölerzeuger die Preiszahlungen auf
Fremdwährungskonten bei Geschäftsbanken, die nur bei Bedarf und nur für
einen konkreten Bedarf in Rubel umgetauscht werden ( Personalkosten,
Käufe von Investitionsgütern im Inland, Steuerzahlungen). Diese führen
mittelbar zu einer mit den Ölerzeugungskosten im Inland proportionalen
Gleichgewichtsnachfragekraft dieser Firmen in Bezug auf den Rubel.

Mit der Notwendigkeit in Rubel für Öl zu zahlen, geht nun die Nachfrage
nach Rubel nach oben, denn der Gesamtpreis wird nun in Rubel gewandelt.
Im Beispiel des Dienstleistungsszenarios bei der russischen Zentralbank
nimmt nun eine russische Geschäftsbank Dollars entgegen, die sie sofort
und vollständig bei der zussischen Zentralbank in Rubel tauscht. Bei der
Zentralbank entsteht nun ein Devisenguthaben in Dollar für das entweder
neu geschöpfte oder auch umlaufende Rubel an die Geschäftsbank zu
Gunsten des Ölerzeugers herausgegeben werden. Letztere heben den Kurs
des Rubels in Dollar, denn der Ölerzeuger müsste ja nun seinerseits die
Rubel erst wieder in Dollar tauschen um den Zustand von früher
herzustellen. Damit machte er sich im aktuellen Russland aber unmöglich
und teilweise sogar strafbar - also unterlässt er es und hält seine
Guthaben baw. weiter in Rubel.

Gleichzeitig nimmt Russland eigenständig Dollar ein, die nun für
Zahlungsverpflichtungen im Gegensatz zu den im Ausland eingefrorenen
Devisenreserven nutzbar sind. Dadurch minimiert sich das Risiko des
Zahlungsausfalls, was ebenso den Wert des Rubels stützt.

Läuft das Szenario weiter und bürgert sich ein, tritt schließlich auch
der Bevorratungseffekt ein. Häufige Käufer russischer Waren und
Dienstleistungen decken sich praktischerweise mit einem Hort verfügbarer
Rubelreserven ein, um flüssig zu sein. Dies führt zu einer im russischen
Inland inflationsunwirksamen Währungsausdehnungsmöglichkeit, der
berühmten Verschuldung im Ausland, die das Wachstum stärkt ohne
negatische inflatorische Effekte mitnehmen zu müssen - also genau das,
was Herr Weiner mit der "nassen Straße, die Regen erzeugt" verballhornt
oder ad absurdum führen möchte. Denn diese Bevorratung russischer Rubel
läuft tatsächlich zu Lasten der Bevorratung von Dollar. Ob dieser Effekt
eintritt und wenn ja, ob er groß genug ist, weh zu tun, wird sich zeigen
- aber von der Hand zu weisen oder als Trugschluss einer
Kausaltitätsumkehr zu verballornen ist er definitv nicht.

Ok und zur Güte: Herr Weiner hat nicht komplett unrecht. On the very
long way hat er recht, da solcherart entstandene Ungleichgewichte
irgendwann wieder ausgeglichen werden. Nur die Frist kann verdammt lang
sein.

DAnke für den interessanten Beitrag!
Hinweis: Ich bitte alle Leser uns ganzzeilig Ihre Beiträge zu übermitteln. Bei kurzen Beiträgen können wir das ja noch zusammenfügen aber bei so langen Beiträgen wirds scho a bissl fad! TB

08:54 | cashkurs: US-Dollar auf tönernen Füßen - BRICS formieren sich

Am Wochenende rief der russische Finanzminister Anton Siluanow die BRICS-Nationen dazu auf, bestehende Zahlungssysteme zu integrieren und an dem Aufbau eines alternativen Bankenkommunikationsnetzwerks (in Alternative zu SWIFT) in den BRICS-Nationen zu arbeiten. Die fünf Zentralbanken der jeweiligen Länder befinden sich bereits in einer Testphase. Es wird nicht über Nacht passieren, doch perspektivisch droht eine Desintegration des bestehenden Weltfinanzsystems.

Eine Leitwährung, dessen Geldmenge auf Produktivität beruht anstatt auf Schulden - habe ich mir seit 20 Jahren gewünscht.
Die Art und Weise, wie es implementiert wird, allerdings ned! TB

11.04.2022

12:30 | wiwo.de: Der Euro wird zur Lira des 21. Jahrhunderts

Während die US-Notenbank Fed die Geldpolitik im Kampf gegen die Inflation schneller straffen will, zögert die EZB die nötige Zinserhöhung hinaus. Ihr Attentismus wird zu einer immer größeren Belastung für den Euro. Ein Kommentar.

Vielleicht ist es ja ein Wink des Schicksals, dass Christine Lagarde vor wenigen Tagen positiv auf das Coronavirus geteste wurde und der dieswöchigen Sitzung des EZB-Rates womöglich nur per Videoschaltung beiwohnen wird können. Das würde das Niveau der Diskussion im EZB-Rat sicher heben, wobei viel unterirdischer als jetzt geht es eh nicht mehr. Jedenfalls werden wir am (Grün-)Donnerstag zu gewohnter Stunde, d.h. um 14:30 mit den neuesten Entscheidungen der "Weisen von Frankfurt" beglückt werden. Ein Osterwunder hat der Euroraum tatsächlich mehr als nötig. AÖ

13:05 | Der Bondaffe
Rein gefühlsmäßig meine ich: "Der EURO ist erledigt". Das kann noch etwas dauern, aber wie soll man diese Währung noch halten? Geht das noch ein halbes Jahr gut? Wie gesagt, es kann noch etwas dauern. Aber die Zinsen, die Staatsanleihenrenditen, steigen langsam. Aber stetig. Und zwar jetzt, im Augenblick.
Neuer "Anstiegsrekord" bei der 10jähren deutschen Bundesanleihe aktuell: plus +0,78% Rendite
https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield

Nicht nur in der EUROZone:
https://www.investing.com/rates-bonds/u.s.-10-year-bond-yield

Das hier ist die Phase des unbemerkten Anstiegs. Im Mainstream wird jetzt kaum darüber berichtet. Das kommt erst, wenn die Zinsen bzw. Renditen schon gestiegen sind. Oder wenn die Zentralbank die Leitzinsen erhöht. Der Druck wächst angesichts steigender Renditen an den Bondmärkten.

Viel zu "fusionieren" um alles zu verwässern gibt es nicht mehr. Man konnte die D-Mark mit vielen anderen europäischen Wahrungen im Jahr 1999 fusionieren. Aber was jetzt? Genauso wie Deutsche Bank und Commerzbank nach vielen Fusionen in der deutschen Bankenlandschaft übrig blieben. Irgendwann geht es nicht mehr.

Die Umsetzung des Planes eines "Digitalen EUROs" kommt zu spät. Gott sei Dank, denn dann wäre die Menschheit versklavt worden. Und so gehen jetzt alle FIAT-Währungen den Weg des Gerechten. Der Wert geht auf NULL. Wobei NULL relativ ist, der Wert löst sich auf. Und selbst das ist relativ, denn eine FIAT-Währung hat keinen Wert. Nur der Glauben der Menschen daran, gibt den künstlichen Brut-Währungen Wert.

Noch glaubt man dem Geschreibsel der Volkswirte, der Experten und Fachfrauen. Aber auch diese Berichte haben erfahrungsgemäß einen Wert: nämlich NULL. Aber sie klingen gut. Ziel ist die Beruhigung der Massen. Denn nur die Masse gibt den Währungen durch Glauben Stabilität und Wert.

09:25 | uncut-news: Die Rohstoff-Währungs-Revolution beginnt…

Wir werden auf die aktuellen Ereignisse zurückblicken und erkennen, dass sie den Wechsel von einer auf dem Dollar basierenden Weltwirtschaft, die durch Finanzwerte abgesichert ist, zu rohstoffgestützten Währungen markieren. Wir stehen vor einem Wandel von Sicherheiten rein finanzieller Natur zu rohstoffbasierten. Es sind die Sicherheiten, die das gesamte Finanzsystem untermauern.

Dies könnte auch der Grund dafür sein, dass die westliche Wertegemeinschaft nicht nur der Rohstoffe und der geostrategischen Bedeutung wegen den Rohstoffgiganten Ukraine "retten" will. Denn, will man die Währungsdominanz halten, gilt es, den Aufbau des Rohstoffclusters China-Russland-Ukraine-Kasachstan et al zu stören bzw. einen ordentlichen Keil reinzutreiben.
Andererseits treibt mich der Gedanken, dass "behind the scenes" die USA die Bürde der Weltwährung über den Ukrainekrieg und seine langfristigen Folgen elegant loswerden, Russland als das Böse und Geld-Zerstörerische markieren und sich so in Unschuld baden wollen. Als Tausch für die Weltwährung könnten - auch behind the scenes - Liefer-Verträge mit dem Rohstoffcluster unter Außenvorhalten Europas winken, die den USA künftig ein kräftiges Wirtschaftswaschstum bescheren könnten!
Kurzum: i kenn mi nimma aus! TB

10:08 I Leserkommentar
So muss man es leider sehen, weil man grundsätzlich auch die schlimmsten menschenverachtenden Maßnahmen einkalkulieren muss.

09.04.2022

14:41 | Leser-Zuschrift "Wieder provisionsfreie Devisenkäufe in Russland"

Die russische Zentralbank schafft ab dem 11. April die Provision von 12 % auf Devisenkäufe ab, so die Regulierungsbehörde in einer Anweisung an die Makler.

Die Provision für den Kauf von Devisen (US-Dollar, Euro und Pfund Sterling) bei Brokern war bereits seit mehr als einem Monat in Kraft - ursprünglich betrug sie 30 %, wurde aber Anfang März auf 12 % gesenkt.

Was bedeutet das? Das bedeutet, dass der Rubel gegenüber dem Dollar stark an Wert gewonnen hat und die Regierung ihn loslässt.

Kommentar des Einsenders
Meiner Meinung nach ist das die erste Zentralbank in der Geschichte welche während eines Waffenganges den Devisenmarkt liberalisiert und nicht wie üblich neue Restriktionen erfindet oder einführt.
Dimension erkannt?

15:06 | Der Bondaffe antwortet
Werter Leser, diesen Mechanismus nennt man "Floating", das Prinzip flexibler Wechselkurse.
https://de.wikipedia.org/wiki/Floating_(W%C3%A4hrungskurse)
"Floating (deutsch „Schweben“, „Schwimmen“, „Treiben“) ist im Bankwesen der Anglizismus für ein Wechselkurssystem flexibler Wechselkurse, bei denen die Preisbildung auf dem Devisenmarkt dem unbeeinflussten Devisenangebot und der unbeeinflussten Devisennachfrage überlassen wird. Das Floating ist also ein marktwirtschaftskonformes Währungsregime. Pendant ist das Wechselkurssystem fester Wechselkurse."

Ich meine, wenn in der Vergangenheit eine Provision auf Devisengeschäfte in Rubel berechnet wurde, sollte dies nur den Zweck gehabt haben die Währung zu schützen. Vor allem der globalen Spekulationsmafia. Unabhängig von Devisen wie dem Rubel, sieht man das aktuell sehr schön am Silbermarkt. Der Preis für Silber wird gedrückt und bleibt unverhältnismäßig niedrig, dafür sind die Kauf-/Verkauf-Spannen für physisches Silber besonders ausgeprägt und in Deutschland kommt eine saftige "Mehrwert"-Steuer von 19% (sozusagen die Staatsprovision) dazu. Da investieren nur Hartgesottene.

Wenn der russische Rubel jetzt "frei floaten" darf umso besser. Dann dürfte er vom Wert her gegenüber dem US-Dollar zulegen. "Floaten" heißt auch, daß der Wert des US-Dollar international abnehmen kann. Die Russen sind eindeutig in der besseren Position.

Über zwei Ecken gedacht würde ich aus russischer Sicht versuchen, zuallererst nur den Goldmarkt zu beeinflussen und unter Kontrolle zu bringen. Wenn die Russen durch den geschickten Float-Einsatz des Rubel den Goldpreis in US-Dollar ansteigen lassen, dann hat das US-Dollar-Währungssystem definItiv ein Problem. Und zwar ein großes.

08.04.2022

15:12 | investing: Chart des Tages: Comeback des russischen Rubels nachhaltig?

Die russische Währung, der Rubel brach zwischen dem 24. Februar und dem 7. März ein und stürzte um 104,7 % ab, als das Währungspaar USD/RUB ein Rekordtief von 143.000 erreichte. Der Verfall des Rubels hat die Verwundbarkeit Russlands deutlich gemacht. In einer Rede verhöhnte US-Präsident Joseph Biden den russischen Rubel mit den Worten, er sei zu „Rubble“ - Trümmern - reduziert worden

Allerdings hat der Rubel in dieser Woche alle seine Verluste wieder wettgemacht und ist auf den Stand vor der Ukraine-Invasion zurückgekehrt. Bedeutet das, dass die Sanktionsbemühungen unwirksam waren?

Muss nicht unbedingt bedeuten, dass die Sanktionsbemühungen unwirksam waren. Es bedeutuet allerdings, dass die Marktteilnehmer die Sanktionen für nicht sehr wirksam halten - im Moment.
Und ist das jetzt russophil wenn man sagt: obwohl wir erst anfang April haben, ist das Rubel-Comeback das Comeback des Jahres! TB

19:32 | Moanco
stürzte um 104,7% ab´, so,so, das schafft man evtl. auf der Wiesn nach dem ´Genuß´ von 10 Maß Bier.....die Mutation zur Antimaterie.....


12:44 | ecb.europa.eu
Europe’s shared destiny, economics and the law

Als Zentralbanker müssen wir immer "innerhalb unseres Mandats" handeln. Dies ist der Eckpfeiler unserer Unabhängigkeit und die Quelle unserer Legitimität. Wir sind Diener des Gesetzes und können nur die Befugnisse nutzen, die der Zentralbank übertragen wurden, um den ihr demokratisch erteilten Auftrag zu erfüllen.

Wo sich führende EU-Zentralbanker wohl fühlen. Beim Politisieren, selbstverständlich immer und ausschließlich unter der Devise "Europa [sprich die EU, also halb Europa], braucht mehr Zentralisierung". Und die Betonung, dass die EZB-Zentralbanker "innerhalb ihrers Mandats" handeln würden, ist angesichts von Klimawandelhysterie und Gleichstellungsphantasien ein Hohn. Sehen tut man, dass die EZB-Frankfurter sich nahezu ausschließlich auf Nebenschauplätzen - also außerhalb ihres Mandats - aufhalten, an der katastrophalen Geldpolitik. Ok, aber warum sich mit den Petissen des Alltags aufhalten, wenn man große Weltpolitik machen kann, oder glaubt machen zu können. AÖ

09:56 | gs: Libanons Zentralbank zählt zum ersten Mal seit mindestens 30 Jahren ihr Gold

Die libanesische Zentralbank zählt zum ersten Mal seit mindestens dreißig Jahren ihre Goldreserven, dies berichtet The National. Etwa 20 Prozent der zeitaufwändigen Aufgabe sei in den letzten zwei Jahren abgeschlossen worden, erklärten zwei hochrangige Beamte gegenüber der Zeitung. Durch Covid-19 hätten die zwei Mitarbeiter der Banque du Liban, die von einem Regierungsvertreter beaufsichtigt würden, zwischenzeitlich mit dieser Arbeit pausieren müssen.

Tolle Leistung: 20% in zwei Jahren = 3,5 Barren / Tag, da reicht eine Hand. Aber im Gegensatz zu D. können / dürfen sie wenigstens ihre Barren zählen. Was übrigens nicht erwähnt wird, ist die Staatspleite des Libanon. Nun stelle ich mich vor, was passiert, wenn D. pleite geht. Das Zählen geht dann sicher wesentlich schneller, wird aber nicht durch deutsche Beamte erfolgen und das Ergebnis dürfte "ernüchternd" sein, alternativlos. HP

16:51 | Der Bondaffe
So eine Bestandsaufnahme ist immer gut. Hat auch den Vorteil, daß der Feind gleich weiß, wieviel man "abholen" kann. Sehr lobenswert auch die Tatsache, das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG mit einzubinden. Dann kriegt der Feind auch gleich die Lagepläne und die Codes für die
Tresortüren. Hat den Vorteil, daß man nicht mehr sprengen muß. Wer der Feind ist? Die Amerikaner natürlich. Die machen das gern. Da wird ein Land im Namen von Demokratie, Frieden und Sicherheit
überfallen. Erstes Ziel bei der Befreiung: die Plünderung der Nationalbank und Raub der jeweiligen Goldschätze.

Jetzt dürfen wir gespannt sein, welcher Grund gesucht wird um den Libanon zu überfallen?

Oder aber die Libanesen machen es aufgrund einen hohen US-Drucks ganz einfach und müssen ihr Gold verleihen. Z.B. nach Deutschland oder Taiwan. Dann hätte es den Anschein für die Bevölkerung dieser Länder, als ob deren Gold noch da sei. Die alte Masche eben, nichts Neues, vielleicht etwas eleganter als gleich den ganzen Libanon wieder einmal in Schutt und Asche zu legen.

07.04.2022

17:40 | finanzen: Protokoll der EZB-Sitzung: EZB-"Falken" wollten sofortige Normalisierungsschritte

Wie aus dem jetzt veröffentlichten Protokoll der Sitzung hervor geht, forderten die "Falken" in den Gremium sofortige Schritte hin zu einer Normalisierung, während die "Tauben" auch angesichts des Kriegs in der Ukraine dafür plädierten, noch abzuwarten. "Eine große Zahl von Mitgliedern vertrat die Ansicht, dass das derzeitig hohe Inflationsniveau und seine Hartnäckigkeit sofortige weitere Schritte zur Normalisierung der Geldpolitik erforderten", heißt es in dem Protokoll. Es wurde demnach argumentiert, dass die drei Bedingungen für eine Anhebung des Leitzinses in der Praxis entweder bereits erfüllt seien oder kurz davor stünden, erfüllt zu werden.

Dem wurde entgegengehalten, dass, selbst wenn die Kriterien der Forward Guidance als erfüllt angesehen werden könnten, die Unsicherheit zum gegenwärtigen Zeitpunkt groß sei. Die Erfüllung dieser Kriterien sei eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für eine erste Anhebung der Leitzinsen. "Der am besten geeignete Zeitpunkt für eine erste Zinserhöhung sollte vom EZB-Rat unter Berücksichtigung aller verfügbaren Daten und anderer Überlegungen, wie etwa der vorherrschenden Finanzmarktbedingungen, festgelegt werden", heißt es dazu.
Der Rat hatte am 10. März beschlossen, die Nettoanleihekäufe unter dem PEPP-Programm Ende März zu beenden und das APP-Programm rascher als bis dahin geplant zu reduzieren. "Einige Zeit danach" sollte eine erste Zinserhöhung möglich sein. In Aussicht gestellt wurde ein Ende der APP-Nettokäufe für das dritte Quartal - unter der Voraussetzung, dass sich der Inflationsausblick nicht eingetrübt hat.

Powell dreht am Schrauberl und der Rat stellt es auch schon in Aussicht...!? Die nächste Jungbrut der Schwarzschwäne steht wohl vor dem Schlüpfen... Damokles 3.0!? OF

14:14 I a-g: Es geht los: Der Libanon meldete den Staatsbankrott zusammen mit seiner Zentralbank an

Der stellvertretende Premierminister der libanesischen Regierung, seine Exzellenz Al-Shami, kündigte „den Bankrott des Staates und der Zentralbank des Libanon“ an.
Er sagte, dass die Verluste auf die staatlichen Banken, die Banque du Liban und natürlich die Einleger verteilt werden.
Banken haben grundsätzlich keine eigenen echten Vermögenswerte (weil es ein Betrugssystem ist), weshalb in solchen Fällen immer nur ganz exklusiv die Einleger geschröpft werden.
Er sagte:
„Die Verluste werden an den Staat, die Banque du Liban, Banken und Einleger verteilt und es gibt keinen bestimmten Prozentsatz.
Leider ist der Staat bankrott, ebenso wie die Bank of Lebanon und wir wollen ein Ergebnis erzielen.
Der Verlust ist auf eine jahrzehntelange Politik zurückzuführen und wenn wir nichts tun würden, wäre der Verlust viel größer.“
So wird sich das auch bald in der EU anhören.

09:27 | querschuesse: USA: Geldmenge M1

In den USA klettert die Geldmenge M1 seit Beginn der Coronakrise bis Februar 2022 auf unfassbare 20,694 Billionen Dollar. In einem historisch einmaligen Vorgang sind der Bargeldumlauf und die Sichteinlagen der Nichtbanken gestiegen. Mit den gestressten weltweiten Lieferketten, eingeschränkter Produktion und weniger verfügbaren Rohstoffen, resultiert aus der Fehlentwicklung bei der Geldmenge zusätzliches ungeheures Teuerungspotential. Denn immer mehr Geld steht weniger Angebot an realen Waren und Gütern gegenüber. (...) Und genau das sehen wir jetzt im Ergebnis, eine unverantwortliche Geldpolitik von den wichtigsten Zentralbanken der Welt, insbesondere der FED, gepaart mit den Folgen des Umganges mit der Coronakrise und jetzt noch mit den Sanktionen in Folge des Ukrainekrieges spitzen den inflationären Druck immer weiter zu! So stellt sich dies dar in der Retrospektive und in der weiteren Vorausschau. Denn sollten sich eingeschränktes Angebot, quietschende Lieferketten und daraus resultierend latenter Mangel weiter etablieren und danach sieht es aus, könnte noch ganz andere Papiergeldsummen auf den Markt strömen, im Kampf um knappe reale Ressourcen von Waren und Gütern."

(Bezahlschranke) Das passende Musikstück. HP

06.04.2022

15:26 | Der Bondaffe "Der Preis wäre zu hoch"

Ein letztes Mittel wäre theoretisch eine schmerzhafte Zinserhöhung. Doch der Preis wäre zu hoch", meint Thomas Mayer, seines Zeichens bekannter deutscher Volkswirt.

Vielleicht hat es Herr Mayer noch nicht bemerkt, vielleicht meint er auch, daß die Zinsen erst steigen, wenn die Zentralbanken an den Leitzinsschrauben drehen. Weit gefehlt, die Zinsen bzw. Renditen für die wichtigen globalen Staatsanleihen steigen wieder und weiter (nach einer kurzen Pause in den vergangenen Tagen) und daher ist es empfehlenswert, öfters einen Blick auf die Entwicklung der wichtigsten Staatsanleihen zu werfen.

https://www.investing.com/rates-bonds/u.s.-2-year-bond-yield
https://www.investing.com/rates-bonds/u.s.-10-year-bond-yield
https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield
https://www.investing.com/rates-bonds/italy-10-year-bond-yield

Sogar die Japaner machen "begeistert" mit.

https://www.investing.com/rates-bonds/japan-10-year-bond-yield

Hier die Staatsanleihenrenditen für 10jährige Laufzeiten:
http://www.worldgovernmentbonds.com/
Hier gibt es keine Negativrenditen mehr, die "Zinsen" steigen.

Und was das "Hoffen" angeht bleibt es bei der Börsenweisheit: "Hoffen und Harren hält viele zum Narren". Und "der Preis wäre zu hoch". Der "Zins" ist bekanntlicherweise der "Preis des Geldes". Wenn der Preis (für was? Den Systemerhalt?) allerdings zu hoch ist, muß der Zins niedrig bleiben. Auch verständlich: wenn die Leitzinsen niedrig bleiben löst sich das Geld weniger schnell auf als mit höheren Zinsen.

Die Geldmengenexpansion und die Verteuerung des täglichen Lebens in allen Bereichen (Inflation) erfordert schlichtweg höhere Zinsen. Und "der Markt" nimmt diese Entwicklung, setzt diese "Zinserhöhungsentwicklung" jetzt um. Es mag schon eine Geldkrise sein, aber die "Geldkrise" ist Teil der "Systemkrise".

Und was heißt "Abschwächung (der Wirtschaft)". Natürlich verlangt eine schwache Wirtschaft Stimulanz durch niedrige Zinsen. Aber in einigermaßen "normalen" Zeiten. In Zeiten mit vielen Insolvenzen, mit vielen Pleiten, mit vielen Schulden und Krediten die nicht zurückgezahlt (werden können), sind auf jeden Fall hohe Zinsen angebracht. Eben wegen der vielen Kreditausfälle. Und die Banken haben dann ein ernstes Problem. Denn sonst entstehen die sogenannten "Zombie-Firmen". Aber das ist vielleicht zu kurz gegriffen. Es entstehen nämlich ZOMBIE-BANKEN (und ZOMBIE-SPARKASSEN).

09:39 | welt: Die Inflationsspirale dreht sich weiter – jetzt naht die Geldkrise

".... In dieser Zeit auf das Beste hoffen heißt, die schleichende Enteignung der Gläubiger ohne deren Widerstand zu wünschen. Sich auf das Schlimmste gefasst zu machen heißt, mit einer neuen Geldkrise zu rechnen."

Was heisst hier "naht"?! Wir sind mitten drin! Außerdem: "...auf das Beste hoffen", bereits Aristoteles nannte die Hoffnung einen Wachtraum. Wenigstens kann man Gold (und Silber) nicht beliebig drucken. HP

03.04.2022

17:50 | uncut: Knallervideo: Wirtschaftswissenschaftlerin auf Weltregierungsgipfel: Neue Finanzweltordnung steht vor dramatischem Richtungswechsel

Dr. Pippa Malmgrem, eine hochkarätige amerikanische Wirtschaftswissenschaftlerin, die als Sonderberaterin des ehemaligen Präsidenten George W. Bush tätig war, hat eine Erklärung abgegeben, die alles bestätigt, was ich und andere schon seit geraumer Zeit berichten – dass eine bargeldlose Gesellschaft unmittelbar bevorsteht. Malmgren erklärte:
"Wir stehen an der Schwelle zu einem dramatischen Wandel, bei dem wir – und ich sage das kühn – das traditionelle Geld- und Buchhaltungssystem aufgeben und ein neues einführen werden. Und das neue System, die neue Buchhaltung, nennen wir Blockchain … Es bedeutet digital, es bedeutet, dass wir eine fast perfekte Aufzeichnung jeder einzelnen Transaktion haben, die in der Wirtschaft stattfindet, was uns eine viel größere Klarheit darüber verschaffen wird, was vor sich geht."

Wer ist Pippa Malmgren? Sie ist eine Globalistin und eine Elitistin. Ihr Vater, Harald Malmgren, war ein wichtiger Berater der Präsidenten John F. Kennedy, Richard Nixon, Lyndon Johnson und Gerald Ford. Pippa hat auch Präsidenten und Premierminister in aller Welt beraten. Eines ihrer Lieblingsthemen in den letzten zwei Jahren war „The Upside of COVID“. Wie Klaus Schwab auf dem Weltwirtschaftsforum sieht sie COVID als eine „Chance“, die Welt zu verändern.

Wie bereits öfters erwähnt, wurden bereits im Vorfeld all diese Themen an das Programm Covid19-23 gekoppelt und es wird den "dramatischen" Wandel geben... Allerdings darf mittlerweile angezweifelt werden, ob dieser noch in der Form derer kommen wird, die sich ihre Phantasien über Jahrzehnte zusammengereimt haben...!? Realentwicklungen deuten auf ein etwas anderes Bild hin... OF

30.03.2022

11:29 | handelsblatt: Japans Zentralbank stemmt sich mit Geldspritze gegen Zinsanstieg

Der Bondaffe must read!!!
Viele Jahre unbemerkt und im Stillen waren die Renditen für Staatsanleihen aus Japan bei „Null“. Aktuell, 30.03.2022, beträgt die Rendite der 10jährigen japanischen Staatsanleihe plus +0,25%. Von „ganz genau Null“ in den vergangenen Jahren kann man nicht sprechen, aber um die „Null herum“. Was gleich zu der Frage führt: „Warum gingen die Renditen nicht tiefer?“

Die letzten Jahre Null-Zins-Politik der globalen Zentralbanken waren auch ein Experimentierfeld. Man hätte sicherlich die Leitzinsen und Renditen gerne (noch weiter) in den Negativzinsbereich heruntergezogen, hat aber dann festgestellt, dass dies wohl dem globalen Finanz- und Geldsystem mehr geschadet als genützt hätte. Denn gewusst hat man es nicht.

Die Renditen für 10jährige japanische Staatsanleihen waren durchaus im negativen Bereich, aber kaum auffällig negativ.
https://www.investing.com/rates-bonds/japan-10-year-bond-yield

Deutsche Bundesanleihen waren weit negativer bei minus -0,7%,
https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield

die Japaner schafften es gerade einmal auf minus -0,27%.
Ich meine, in diesem ganzen Spiel und Experiment waren wohl die Schweizer global federführend, die Rendite der 10jährigen Schweizer Staatsanleihe notierte im August 2019 historisch tief bei minus -1,0%

Jetzt wehren sich die Japaner gegen einen Zinsanstieg.
https://www.boersen-zeitung.de/konjunktur-politik/japans-notenbank-kontertrenditeanstieg-43493baa-8a79-11ec-bc52-8c54d91b001c

Das ist auffällig, denn die anderen westlichen Notenbanken „WEHREN“ sich nicht. Die wissen was Sache ist, sie erkennen einen nötigen Leitzinsanstieg an oder zögern diesen hinaus, aber diese „kontern nicht“ oder „stemmen sich nicht“ dagegen.

Warum also hat die Zentralbank Bank of Japan ein Interesse daran, die Staatsanleihenrenditen niedrig zu halten? Muß man annehmen, wie es dieser Artikel aus dem Jahr 2014 schildert, dass der Staat selbst größter Halter seiner eigenen Schulden ist? Das wäre eine völlig neue Staatsschulden-Spielvariante.
https://finanzmarktwelt.de/japan-groesster-halter-seiner-eigenen-schulden-2908/

Oder liegt an es an der langen deflatorischen Phase der vergangenen Jahre und man wird jetzt von inflatorischen „Tendenzen/Anschüben“ überrascht? Diese dürften durchaus durchschlagend sein, gerade auf dem Energiesektor, denn auch Japan erhält bei den steigenden Energiepreisen keine Extrawürste.
https://www.handelszeitung.ch/newsticker/japans-notenbankchef-kuroda-sieht-inflation-weiterhin-unter-dem-ziel

So kommt man zwangsläufig zu dem Gedanken, ob Japan nicht ein wirklich großes Rendite-Anstieg-Pulverfaß ist, von dem die Öffentlichkeit wenig ahnt? Denn die Staatsverschuldung liegt in Relation zum Bruttoinlandsprodukt extrem hoch, wenn nicht weltweit am höchsten. Derzeit bei 254%
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/152666/umfrage/staatsverschuldung-japans-in-relation-zum-bruttoinlandsprodukt-bip/

Selbst die hoch verschuldeten USA kommen aktuell „nur“ auf 133%.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/165786/umfrage/staatsverschuldung-der-usa-in-relation-zum-bruttoinlandsprodukt-bip/

Also, welches Leckerli hält Japan bereit? Wie verhält sich ein Zins-/Renditeanstieg in einem Land mit diesen außergewöhnlichen Schuldkonstellationen? Gibt es da ein extrem hohes Risiko, von dem niemand etwas ahnt, wenn die Renditen schnell stark steigen?

Natürlich hat man ein Interesse, die Renditen niedrig zu halten. Denn die japanischen Staatsschulden sind mit 14,8 Billionen USD bei 126 Millionen Einwohnern auch nicht von Pappe im Vergleich zu Deutschland mit 3,3 Billionen USD und 83 Millionen Einwohnern.

Ganz verrückt wird die Angelegenheit wenn man bedenkt, daß die Japaner der größte Gläubiger der USA sind. Mehr als 1,3 Billionen USD amerikanischer Staatsanleihen hält das relativ kleine Inselvolk im Bestand. Das macht nur Sinn, wenn man dazu gezwungen wird.
https://www.statista.com/statistics/246420/major-foreign-holders-of-us-treasury-debt/

Also wo liegt der japanische Hase im Pfeffer? Was sehen wir nicht oder wird uns verschwiegen?

15:50 | Der Beobachter zum Bondaffen
zum Bondaffen: meine Frage wäre, wieviel haben die Japaner an Privatvermögen? Vielleicht ist dort noch soviel zu holen bzw. reicht noch die Verpfändung aus für weiter verschuldung. Jedenfalls sind die Null- und niedrigen Zinsen eine Enteignung des Ersparten, - und dies ist
auch so gewollt. Auch bei uns!!

Das durchschnittliche Privatvermögen/Erwachsenen liegt in Japan bei ca. 240.000 USD! TB

16:48 | Spartakuss zu 11.29 Uhr
Werter Bondaffe, könnte es sein, dass sich Japans Zentralbank-Knecht auf Anweisung der Federal Reserve gegen einen Zinsanstieg wehren soll?
Japan liegt nämlich in Asien also so schön zwischen Russland und China.
Russland hatte doch vor kurzem, der japanischen Führung einen Friedensvertrag angeboten oder etwa doch nicht.
Die USA hatten sich schon zwei Atombombenabwürfe auf Japan zur Unterwerfung geleistet.
Vielleicht haben die USA in der japanischen Zentralbank einen kleinen Nuke unabsichtlich implementiert, haben es bemerkt aber der darf wohl jetzt noch nicht hochgehen.
Ein 1,3 Billionen Dollar-Boy Nucleus?

17:22 | Die Leseratte
Das mit dem Friedensvertrag hatte sich in dem Moment erledigt, als die Japaner sich den Sanktionen angeschlossen haben. Russland hat kühl mitgeteilt, dass die Gespräche auf Eis gelegt sind. Die Japaner haben im Strahl gekotzt, aber sie haben sich das mit ihrem Stockholm-Syndrom selbst zuzuschreiben.

 

09:50 | MMNews: US-Dollar: Das Endgame hat begonnen

... Ein großer Krieg (Dritter Weltkrieg) könnte unter diesen Umständen Überlebenskampf und Verteidigung des „Petrodollar“ und damit der globalen US-Dominanz sein. Die Absetzung Putins als vermutliches Kriegsziel der USA, wie es Biden am Wochenende in Polen „versehentlich“ herausgerutscht ist) weiterhin nicht auszuschließen. Deeskalation sieht anders aus.

Man kanns nicht oft genug erwähnen: ich glaube nicht, dass "der Westen" nicht alle möglichen Szenarien vorausgespielt hat, bevor man die Sanktionen gesetzt hat. Die können nicht derart inkompetent sein, dass sie die Rubelkarte Putins nicht voraussehen und die Folgen daraus durchspielen konnten. Daher steht zumindet im Raum, dass die USA mit den Konsequenzen rechnen musste und dies vielleicht sogar billigend in Kauf genommen hat. Früher hiess es ja, dass die Weltreserverwährung ein exorbitant privilege sei, seit 2014 jedoch spricht man in den USA von einer destablizing burden! TB

18:20 | Leser-Kommentar
Ich sehe in der deutschen Politik keine fähigen Leute mehr. Sie konnten nicht Absehen was die Aufkündigung des SWIFT bedeutet. Russland hat so viele Sanktionen gemeistert... Jetzt ist eben der Dollar und der Euro dran. Die fahren doch schon seit Jahren dienWirtschaft an die Wand. Nehmen wir es so hin. Wer hier mitliest sollte vorbereitet sein.

28.03.2022

09:48 | cash: Japans Zentralbank stemmt sich mit Geldspritzen gegen Zinsanstieg

Die japanische Zentralbank stemmt sich gegen steigende Zinsen für Staatsanleihen mit längerer Laufzeit. Sie bot am Montag gleich zweimal an, zehnjährige Wertpapiere zu einer Rendite von 0,25 Prozent zu kaufen.

Ein "Sechsjahreshoch von 0,250 Prozent" ... allein das zeigt schon die Absurdität der Situation, ob in Japan oder anderswo. HP

26.03.2022

10:40 | cash: Argentinien erhält neues Milliarden-Hilfsprogramm des IWF

Nach mehr als einem Jahr Verhandlungen erhält das unter einer schweren Wirtschaftskrise leidende Argentinien ein neues Hilfspaket des Internationalen Währungsfonds (IWF) über rund 44 Milliarden Dollar.

Wenn der IWF "hilft", hat man die Schlinge fest um den Hals und die Nase trägt einen massiven Ring. Welche "Gegenleistungen" wird IWF-Chefin Kristalina Georgieva (WEF Agenda Contributor etc.) "erbeten" haben? Spritzmittel, digitale ID, ein wenig "Deregulierung" und "Harmonisierung" ...? HP

25.03.2022

16:28 | Der Bondaffe "Türkei am Abgrund"

Die Rendite für die 10jährige türkische Staatsanleihe steigt wieder, aktuell sind es plus +27,875% p.a.
https://www.investing.com/rates-bonds/turkey-10-year-bond-yield Im Gegenzug wird die türkische Lira schwächer.
Kurs aktuell 14,842 türkische Lira für einen US-Dollar.

Der Chart vermittelt visuell das Gegenteil. Es gilt: „Je höher der Kurs, desto schwächer die Lira. Da man mehr Lira für einen US-Dollar bekommt“
https://www.finanzen.net/devisen/us_dollar-tuerkische_lira-kurs

15 türkische Lira sind in diesem Trend schnell erreichbar, die Bewegung verläuft noch etwas langsam und zäh und hat noch keinen Schwung.
Da allerdings die Zinsen/Renditen steigen sollte es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit sein, bis dies in einem weiteren Schwächeanfall der
Währung zum Ausdruck kommt. Es gilt zuallererst die Finanzindustrie ins Auge zu fassen. Wie sind türkische Banken (international) aufgestellt? Welche Auswirkungen eines möglichen Türkeicrashs wären für Deutschland und Europa zu erwarten?

19:41 | Spartakuss
Werter Bondaffe, welche Auswirkungen?, es wird nur ein wenig enger auf dem europäischen Flüchtlingsboot.
Wenn WIR mehr zusammenrücken, schaffen wir schon Platz für noch mehr betrogene Menschen und im Winter frieren wir weniger, wenn wir uns gegenseitig wärmen.
Die Roten werden sich freuen, wenn sie 90% der Reibungshitze in ihre Wohnzimmer absaugen also wie immer stehlen könnten und den kläglichen Rest von 10% gerecht und gönnerhaft an andere verteilen äh verkaufen können.
Die Grünen werden sich freuen, weil mit der Reibungshitze sind alle Fossilen Abhängigkeiten gegenüber Russland obsolet geworden. Der Klimawandel hat sich dann in der Luft aufgelöst.

12:20 | finanzen.net: Schnabel: EZB könnte bei schwerer Rezession Beendigung der Anleihenkäufe überdenken

"Wir haben uns sozusagen das Türchen offen gehalten, dass wir gesagt haben, wenn wir jetzt aufgrund der Ukraine-Krise in eine schwere Rezession kommen, dann muss man das nochmal überdenken," merkte Schnabel am Donnerstagabend in einem in der Videoplattform YouTube übertragenen Interview an. Wenn nicht, dann werde die Notenbank im dritten Quartal die Anleihenkäufe beenden. "Und sobald wir das gemacht haben, können wir dann jederzeit, je nachdem wie die Inflation sich bis dahin entwickelt hat, die Zinsen erhöhen", fügte die Volkswirtin hinzu.

Das ist eine der Kernsaussagen aus dem Interview von 11:26. Die geldpolitischen Entscheidungen werden für die EZB definitiv nicht leichter werden, kompetenter wird ihr (Spitzen-)Personal allerdings auch nicht mehr werden. AÖ

16:10 | Der Bondaffe
Ich meine, DIE haben sich immer ein Türchen offen gehalten. Das Türchen war immer da. Und jetzt bekommt das Türchen eine Bezeichnung:
„Ukraine-Krise“. Und so kann man weiter kaufen, kaufen, kaufen.....
Mich erinnert das sofort an die bekannte Szene mit Eddy Murphy aus dem Film „Die Glücksritter“. Da stelle ich mir Murphy vor wie er in seiner typischen Art sagt: „Sie wollen kaufen? Sie wollen kaufen! Kaufen! Kaufen!“

11:26 | jung&naiv: EZB-Direktorin Isabel Schnabel

Ökonomin Isabel Schnabel. Seit 2020 ist sie Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie seit 2015 Professorin für Finanzmarktökonomie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Von 2014 bis 2019 war sie zudem Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung („Wirtschaftsweise“). Ihre Forschungsgebiete sind Finanzkrisen, Wirtschaftsgeschichte und das Bankenwesen.

Auch wenn ich die Frau Schnabel überhaupt nicht respektieren kann und sie meiner meinung ngach besser ihren nachnamen hielte, kommt mir die Art und Weise, wie Jung ihr begegnet schon eher flappsig vor. Wenn die sich schon so einem Interview stellt, sollte man ihr auch wenigstens am Anfang, bevor sie Blödsinn daherredet, respektvoll begegnen. "Wer bist Du?" "Was machst Du?" wären nicht die Eröffnungsworte meiner Wahl! TB

14:09 | Leser-Ergänzung
als regelmäßiger Spender (und unregelmäßiger Kontributor) von Beiträgen darf ich sie auf obigen Tube hinweisen, in welchem sowohl Thilo Jung als auch die Frau EZB-Direktor auf Herz und Nieren geprüft werden. Der werte Herr Blocktrainer leistet auch hier wieder richtig gute Arbeit. Seinen Beitrag halte ich für BEDEUTEND interessanter als das Original-Interview, welches heute auf bachheimer.com verlinkt wurde.
https://youtu.be/rvepVKYDgL4

10:29 | cash: Russische Zentralbank: Goldreserven lagern alle im Land

Die russische Zentralbank kündigt Vergeltung für eingefrorenes Auslandsvermögen an.

Wie war / ist das mit dem deutschen / österreichischen Gold? Wo lagert das, zumindest zu erheblichen Teilen? HP

24.03.2022

20:19 | Der Bondaffe: Russland -> USA/EU -> Zinsschock

Und wenn ich mir das alles durchlese, was alles passieren könnte, wenn Russland verlangt Gas- und Öllieferungen nur noch in Rubeln abrechnen zu wollen, so haben wir das Wichtigste außer acht gelassen. Nämlich die Auswirkungen auf die internationalen Bondmärkte, sprich die Zinsmärkte.

Und so kann es passieren, das sich die Dinge und die Zinsen bzw. Staatsanleihenrenditen ganz schnell verändern. Und so wird aus einer Rendite für die 10jährige deutsche Staatsanleihe von aktuell plus +0,527% schnell eine Rendite von +5,27%. Möglich, wenn es ganz schnell geht.

https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield

Was das bedeuten würde? Ich habe mir erlaubt es durchzurechnen wie sich das auf den Kurs einer 10jährigen Null-Prozent BRD Anleihe auswirken wird. Laufzeit 10 Jahre, 0-Zins-Kupon, Rückgabekurs 100, Renditen a) +0,527% und b) +5,27%.

https://www.zinsen-berechnen.de/bondrechner.php

Ergebnis: Kurs a) 94,88 Kurs b) 59,83
Kursrückgang: absolut minus -35,05 prozentual: minus -36,94%

Kann passieren, muß nicht. Aber man sollte es wissen und vorbereitet sein. Also was das "eigene Portfolio" und typischerweise die Lebensversicherung sowie den Immobilienkredit betrifft. "Zinsschock" nennt sich das.

Ein richtiger Bondaffe zum Abschluss, besten Dank! Der Zins wär damit nicht der einzige, der dadurch einen Schock erleidet..!? Könnte jetzt großes Kino werden...! OF

16:47 | Der Bondaffe "Die Panik ist groß..." must read!!!

und doch will niemand sehen, was passiert war. Der Rubel-Kurs ist abgestürzt. Ende Februar 2022 von 90 Rubel auf 140 Rubel pro EURO. Und „vorher“, das Jahr 2019 und davor, lässt sich ein durchschnittliches Niveau von 75 Rubel pro EURO erkennen.

https://www.finanzen.net/devisen/euro-russischer_rubel-kurs

Von einem Absturz bzw. der Abwertung des Rubels spricht man hier, wenn man immer Rubel für einen EURO oder USD bekommt. Im Chart fälschlicherweise als Preisanstieg zu erkennen. Der Anstieg ist die Abwertung.

Alle schreien doch niemand regt sich auf, dass der US-Dollar an den Rohölpreis gekoppelt ist. Das hat man schon Jahrzehnten geschickt eingefädelt, darum nennt man das Konstrukt auch „Petrodollar“. Zementiert wurde die Dominanz dieses Konstruktes durch (Waren-)Terminbörsen, durch sog. Terminkontrakte, die zuerst in den USA eingeführt wurden und die, wie soll es anders sein, in US-Dollar handeln und quotieren. Das ist die „globale Macht der Notierung“.

In der westlichen Welt wurden diese Terminbörsen weiter etabliert, so dass Rohstoffe und alles was „börsenterminfähig“ war und ist rund um die Uhr gehandelt werden kann. Auch Währungen, Aktienindizes, Zinsen, Edelmetalle und Rohstoffe (Öl und Gas) und Waren aller Art, Daraus hat man ein Spielcasino gemacht. Niemand scheint das zu stören. Im Gegenteil, diese Casinos scheinen überlebensnotwendig zu sein. Die Casinos werden sogar verteidigt.

Jetzt kommt einer und sagt: „Ich spiele nicht mehr mit!“ Die Deutschen könnten das machen, doch die würden ausgelacht. Denn sie haben keine Rohstoffe und nur ein kleines Land, nur Geistesstärke (brain power). Bei den Russen wirkt das anders. Ein Riesenland mit unglaublichen Rohstoffvorkommen und relativ wenig Bevölkerung.

Und jetzt kommt das Geschrei, dass dieses Land, dieses Russland, nur noch Waren in der eigenen Währung verkaufen will. Eine Währung, die vorher durch die Petrodollar-Allianz schwer angegriffen wurde. Was in einem Währungsabsturz zum Ausdruck kam. Jetzt geht es umgekehrt. Einfach erklärt muß jeder Gasverbraucher in Deutschland Rubel kaufen um Gas zu erhalten. Das machten die Deutschen mit der D-Mark auch so (durch den EURO wurde alles verwässert und verschlimmert). Letztendlich musste jeder Käufer aus dem Ausland D-Mark kaufen und dann konnte er deutsche Waren aller Art kaufen. Das ist der simpelste, einfachste Warenkaufvorgang den es gibt. Das scheint man vergessen zu haben.

Wo also die „DAS PROBLEM“ auf der Handelsseite?
DAS PROBLEM ist ein ganz anderes. Wenn Rubel nachgefragt werden statt US-Dollar, dann schwindet die weltweite Dominanz des US-Dollars. Das gilt auch für Währungen wie den saudischen Rial, der an den US-Dollar gekoppelt ist. Und alle anderen.

https://www.finanzen.net/waehrungsrechner/saudi-riyal_euro

Und jetzt macht Russland nur das mit dem US-Dollar und dem EURO, was die Westliche werte Petrodollar-Finanz-Gemeinschaft mit dem Rubel gemacht hat. Russland schießt zurück. Die eine Waffe ist der Preis der Währung, die andere Waffe ist das Gut, der Rohstoff, die Ware selbst. Eine Währung muss sich Vertrauen „verdienen“. Dann erst kommt „die Sicherheit“ in diese Währung. Aber ehrlich, was sehen wir denn? Seit Jahrzehnten sehen wir einen massiven Vertrauensverlust in den US-Dollar, auch in den EURO. Der „Wechselkurs“ scheint stabil, nur wenn man zwei Kranke gegeneinander „aufrechnet“ wird daraus kein Gesunder. US-Dollar und EURO sind nur noch Krüppel.

Und so werden wohl Rubel und Gold wertvoll. Und wenn man seine Gaslieferungen mit Gold bezahlen muß, dann kann es doch den Deutschen recht sein. 3.378 Tonnen Gold sollen die Deutschen haben. Als Goldreserve.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Goldreserven

Ob diese Goldreserve noch da ist? Oder hat vielleicht jemand den Goldtresor geplündert? Ich persönlich meine: „Es ist kein einziges Gramm Gold mehr da!“

Wenn das das deutsche Volk wüsste. Also zeigt dem Volk sein Gold. Dann ist es beruhigt.Und Russland? Russland ist in diesem Spiel in der besseren Position. Es bestimmt die Spielregeln und die Amerikaner müssen beinahe hilflos zuschauen. Derweil bauen sich Zweit- und Drittrundeneffekte auf, die das Petrodollar-Schuldgeldsystem zum Einsturz bringen werden.
Meister Sunzi und Meister Putin lassen grüßen. https://de.wikipedia.org/wiki/Sunzi


16:03 | Ze!tpunkt: Der Tag, an dem der Petrodollar starb

Russland verkauft seine Güter nur noch gegen Rubel, Erdgas sofort, alles andere etwas später. Für den Westen bedeutet dies, dass er zur Bezahlung der essenziellen russischen Güter nicht mehr Dollars drucken kann, sondern Rubel verdienen muss. Betroffen ist auch die Schweiz, da sie ihre Neutralität aufgegeben hat und die Sanktionen der EU mitträgt.

11:01 | Riesling zum Leserkommentar von 17:36 und Kommentar der Leseratte von 19:19

Es ist wie die Leseratte das ausführt: Der sanktionierende Westen soll Öl, Gas und Agrarprodukte in Rubel bezahlen. Kurzfristig dürfte diese Maßnahme den Rubel stützen, denn die als „feindlich“ eingestuften Länder müssen Euro/Dollar/Pfund gegen Rubel verkaufen.
Das Wechselkurs Risiko liegt demnach bei denjenigen Kunden, die eine Fremdwährung, in diesem Fall Rubel, kaufen müssen. Rubel kann die russische Zentralbank selbst drucken. 
Das Problem ist jedoch, dass dieses Vorgehen das Vertrauen in Russland nicht stärken wird. Das ist auch unabhängig davon zu sehen, ob man den Westen mit seinen Sanktionen oder Russland durch den Einmarsch als Auslöser betrachtet, wer Verträge einseitig ändert, stärkt nicht das Vertrauen – das gilt in beide Richtungen und wird allen Beteiligten schaden. Russland ist einerseits auf Produkte aus dem Westen, jenseits von Netflix und Pornhub, angewiesen, der Westen ist im Gegenzug auf Produkte aus Russland angewiesen. Die geopolitische Fehde wird für normale Russen, Amerikaner, Engländer und Deutsche einen massiven Wohlstandsverlust auslösen.
Die Eskalationsspirale dreht sich immer schneller und es ist zu befürchten, dass sie sich weiter drehen wird. Der Westen könnte etwa auf die russischen Zentralbankreserven zugreifen, Russland könnte ausländische Aktionäre ihrer inländischen Unternehmen enteignen, beide könnten gegenseitig weitere inländische Vermögenswerte des Gegners enteignen. In Russland denken einige über eine Massenenteignung der Fabriken westlicher Unternehmen nach - Modell Lenin. Bei aller geschürten Emotion auf beiden Seiten, sollten sich die Bürger nicht aufhetzen lassen und erkennen, dass das alles nicht in ihrem Interesse sein kann, da ganz sicher ist, dass sie die Verlierer sein werden, nicht die Politiker und deren Hintermänner auf beiden Seiten. 

16:02 | Die Lerseratte
ch glaube, beide Kommentatoren haben das Spiel immer noch nicht richtig verstanden : Bröselt doch mal die Transaktionen auseinander... Die Europäer "müssten" Rubel kaufen, bei der russischen Zentralbank, die diesen "elektronisch" herstellen könnte, sie erhält was ?? "Elektronische Euro/Dollar". Diese leitet sie beim Einkauf weiter an die Verkäufer von Waren an Russland. Dies ist jetzt nicht mehr der Fall (Ausschluss Swift). Russland wurde "elektronisch" seine Reserven gestohlen/beschlagnahmt, warum sollten sie noch digitale Nullen und Einsen in Form von Euro/Dollar annehmen (und dies haben viele andere Export-Länder verstanden). Hier wurde der Cut gemacht, nur verklausiliert ausgedrückt. Der Rubel ist jetzt 100 % Rohstoff-rückgedeckt, mit sympathisierten Ländern wie China, Indien, etc. gibt es bilaterale Vereinbarungen, gleiches gilt für BRICS-Länder, SCO-Mitgliedern und anderen "Freunden", der Rest wird blöd in die Wäsche gucken. Viel Spaß bei künftigen Erkenntnissen ;-)

16:44 I Riesling
Werte Leseratte, 
Russland ist nicht komplett von SWIFT ausgeschlossen. Es sind auch nur einige russische Banken betroffen, auch wenn im Westen gerne suggeriert wird, dass alle russischen Banken betroffen wären. Es hat sich daher der Begriff SINO (sanctions in name only;Sanktionen nur dem Namen nach) entwickelt. Auch können weiter ganz normale Transaktionen, etwa zwischen Österreich und Russland gesendet werden, aber halt nur an oder von bestimmten russischen Banken. 
Wie unterscheidet sich ihr Verständnis von dem Modellvergleich? 

17:25 I RI : Überarbeitet: Die Verträge für Gas sind in USD mit Russland abgeschlossen, nicht EUR
Bisher
Käufer EU> EUR>USD > Gazprom
Gazprom > Gas > Käufer EU
Gazprom > 80% USD Zwangsumtausch > Russ. Zentralbank
Gazprom = 80% RUB, 20% USD
Russ. Zentralbank = 80% USD

Neu 
Käufer EU> EUR>USD > Russ.Zentralbank (/Geschäftsbanken)
Russische Zentralbank (/ Geschäftsbanken) > RUB > Käufer EU
Käufer EU> RUB >Gazprom
Gazprom > Gas > Käufer EU
Gazprom = 100% RUB
Russ. Zentralbank = 100% USD

23.03.2022

15:59 | spiegel: Russland akzeptiert für Gaslieferungen nur noch Rubel

Um sich gegen die harten Sanktionen zu wehren, hat Russland einen drastischen Schritt beschlossen: Energielieferungen des Landes dürfen nur noch in Rubel bezahlt werden.

Schon am ersten Tag der Zentralbank-Sanktionen haben wir hier geschrieben, dass diese Entscheidung das Dollarende und die größte Veränderung im Weltfinanzgeschehen der Menschheit auslöen würde. Noch nie waren so viele Wirtschaftsräume, so viele wirtschaftliche Akteure und so viele Menschen von einer einzelnen Entscheidung langfristig betroffen, wie bei der Saktionsentschiedung.
Und niemand kann mir erzählen, dass die Strategen in den USA das nicht in Planspielen vorher durchgespielt hätten. Die haben genau gewußt, was kommen würde und es in Kauf genommen - vielleicht sogar so absichtlich ausgelöst. Denn schliesslich ist man jetzt für das Versagen der Weltwährung nicht mehr selber schuld! TB

16:30 | Dazu passend - welt: PUTIN: RUSSLAND akzeptiert für Gas-Lieferungen nach Europa nur noch RUBEL TB

17:36 | Dazu passend: Jens Südekum, Mitglied im wissenschaftlichen Beirats von Habecks Wirtschaftsministerium, meint
"Eine echte Breitseite von Putin. Man könnte auch sagen: eine russ. Vergeltungsmaßnahme gegen die westlichen Sanktionen, die so in der Form nicht viele erwartet hatten." 
Da sieht man mal wieder, wie schlecht man im Mainstream informiert ist. Die Überraschung wird noch viel größer für die Freunde im Mainstream und in Habecks Wirtschaftsministerium werden, wenn sie sich Putins Rede genau anhören. Putin sagte: "Es macht keinen Sinn, unsere Güter in die EU und in die USA zu liefern und in Dollar und Euro bezahlt zu werden." Das betrifft demnach möglicherweise bald alle russischen Güter, etwa auch die Agrarprodukte. Es ist  zu befürchten, dass interessierte Kreise nun die Rohstoffbezieher, insbesondere Deutschland, zum wirtschaftlichen Selbstmord auffordern werden, statt Euro in Rubel zu tauschen.   RI

18:01 | Leser-Kommentar
Werter TB, mit welchem Euro-Toilettenpapier oder Klo-Dollars sollen wir dann das russische Gas bezahlen?
Hoffentlich hat Putin noch nicht mitbekommen, dass der Deutsche Klo-Rollen bunkert.
Zum Glück haben wir noch etwas vom Deutschen Goldschatz übrig.
Also was müssen wir in die Hand nehmen, um die russischen Gaslieferungen mit Geld bezahlen zu können?

Ich fürchte, dass wir langfristig nicht umhin kommen mit Gold zu bezahlen. Dieses wird bis dorthin hin zwar aufgewertet haben. Bleibt zu hoffen, dass Deutschland Exportweltmeister bleibt - diesmal in echt und mit Bezahlung und nicht Un-Settlement per target2 - dann kommt das Gold dann auch rein! TB

19:09 | Leserkommentar zu 17:36
Mal eine dumme Frage, wenn Russland keine Dollar oder Euro mehr will. Mit was bezahlt man dann die die Güter aus Russland wenn man sie haben will ?Oder gibt der Russe dann seinen Rubel gegen Dollar oder Euro ab ???

19:19 | Die Leseratte zu 19:19
Womit wir bezahlen sollen? Mit Rubeln! Die müssen wir vorher kaufen, von der russischen Zentralbank - dürfen wir aber nicht wegen der Sanktionen! DAS ist die russische Breitseite! Wenn wir direkt mit Dollar bezahlen, bleiben diese auf Konten im Westen und können direkt blockiert werden. Wenn wir direkt mit der Zentralbank Geschäfte machen, bekommt diese direkt die Devisen, die sie braucht, um Verbindlichkeiten zu bezahlen (oder mach ich hier einen Denkfehler?). Vor allem aber müssen wir die US-Sanktionen unterlaufen, ich nehme an, das war der eigentliche Grund. Putin führt uns vor, er zeigt uns wo wir wirklich stehen trotz all unserer Arroganz und Überheblichkeit.

09:37 | gs: "Project Sandman" um die Vorherrschaft des Dollar zu beenden?

Mehr als 100 Nationen sollen ein globales Abkommen mit dem Namen "Project Sandman" geschlossen haben, um die Vorherrschaft des US-Dollars und des Petrodollars zu beenden. Dies berichtet u. a. der Miami Standard.

Mal sehen, der Projektname "Sandman" ist auf jeden Fall nicht ohne Ironie..... HP

22.03.2022

18:40 | ET: Fed-Chef Powell bereit zu „aggressiverer“ Erhöhung des Leitzinses

Angesichts der höchsten Inflationsrate der vergangenen vier Jahrzehnte hat der Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, Bereitschaft zu weiteren Zinsschritten erkennen lassen. Der Ukraine-Krieg hat die Preisspirale noch weiter angeheizt.

Der Bondaffe
Sieht so aus, als käme der braune russische Bar zu den weißen Tauben in der FED.
https://www.youtube.com/watch?v=PMF7cMRPLhU

"Fed-Chef Powell bereit zu „aggressiverer“ Erhöhung des Leitzinses". Da lasse ich ich überraschen wie das aussieht. Wahrscheinlich streichelt
Powell mit einer Taubenfeder den Sitzungstisch in der FED und behauptet, das wäre aggressiv..
Es sieht so aus, als würden "Leitzins-Kriegsgefangene" wie die 2jährige US-Staatsanleihenrendite schon geflüchtet sein und sich jetzt noch
schneller aus dem Staub machen. Die Renditen steigen munter an, wie man auf Jahresbasis sieht. Nichts hält sie auf. Und die "aggressive" FED
zieht nur noch. Das ist das klassische Phänomen.
https://www.investing.com/rates-bonds/u.s.-2-year-bond-yield

Es ist typisch, daß zuerst die Zinsen steigen, bevor es zu einem massiven Rückgang der Kurse an den Aktienmärkten kommt. Das ist die
klassische Phase, in der den Aktienmärkten die Liquidität entzogen wird. Erst dann folgt der Crash/Krach. In dieser Phase ist es auch typisch,
daß die Aktienkurse nicht mehr weiter steigen. Auch das sehen wir jetzt. Also alles "recht typisch", wie aus dem Lehrbuch. Und wenn ein
"interessantes Kriegsgeschehen" wie der Ukraine-Krieg im Moment wie Öl im Feuer und wie ein Verstärker wirkt, ist es nur noch eine Frage der Zeit.


16:39 | Der Bondaffe "Ein kaum wahrgenommenes Abbruchphänomen" must read!!!

Völlig unbemerkt in der Hektik des Kriegsalltags gibt es ein Abbruchphänomen, das kaum wahrgenommen wird. Die Renditen für 10jährige deutsche Bundesanleihen steigen. Aktuell, 22.03.2022 um 15:15 MEZ sind wir bei plus +0,5115% angekommen und das ist schon Rekord. https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield

Der Druck auf die Europäische Zentralbank wächst die Leitzinsen zu erhöhen. Auch bei den Amerikanern sieht es nicht besser aus. Die gigantischen Inflationszahlen diesseits und jenseits des Atlantiks müßten die Zinsanstiege beinahe explodieren lassen. Auch gut, steter Anstieg höhlt den Stein auch.
https://www.investing.com/rates-bonds/u.s.-10-year-bond-yield

Ich habe es durchgerechnet mit einem Anleiherechner:
https://www.zinsen-berechnen.de/bondrechner.php

Demnach wäre eine Bundesanleihe mit 10jähriger Laufzeit, gekauft am 01.10.2020 und endfällig am 01.10.2030 bei einem Renditetiefst von minus -0,625% mit einem Kaufkurs von 106,47 zu erwerben gewesen. Möchten Sie dieselbe damals gekaufte Bundesanleihe heute, am 22.03.2022 bei einer Rendite von plus +0,5115% wieder verkaufen, dann verkaufen Sie mit einem Kurs von 95,74.

Sie haben einen Verlust von 10,73 EUR erlitten, was prozentual einem Verlust von 10,08% entspricht. Besonders Bonbon I. Dieser Verlust wird durch keinerlei Zinszahlung kompensiert. Denn für diese aufgelegten Bundesanleihen gibt es Dank Null-Zins-Politik der EZB keine Zinsen. „Bundesanleihen bringen keine Zinsen“ Kommt Ihnen dieser Spruch bekannt vor?

Und wenn Sie eine Lebensversicherung haben oder irgendeine Geldanlage, die in diese Anlageform „Staatsanleihe“ investiert, dann sind Sie der Wahrscheinlichkeit nach genau mit diesen Kursverlusten konfrontiert. Besonderes Bonbon II auch hier: Den Garantiezins für Ihre Lebensversicherung hat man Ihnen sowieso schon saftig und schmerzhaft heruntergesetzt. Und jetzt kommen noch Kursverluste hinzu. Ihr Vermögen schrumpft jetzt schneller dahin als Sie denken können.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167936/umfrage/garantiezins-der-lebensversicherer-fuer-neuvertraege/

Besonderes Bonbon III. Hier handelte sich nur um einen Renditeanstieg von dem nahegelegensten Tiefst am 01.10.2020 in 2020 von minus -0,625% auf aktuell plus +0,5115%. In den 1990er Jahren waren wir aber bei Renditen von 6%. Da kommt noch was auf die Bondhalter zu, wenn die Zinsen bzw. Renditen weiter steigen müssen. Schon allein wegen den schnell steigenden Inflationszahlen und den Geldmengenentwicklungen.

Und wenn es höhere Renditen bei den Bondhaltern gibt (die zu allererst mit Kursverlusten bestraft werden), dann gibt es auch höhere Zinsen bei Immobilienkrediten.

13:41 | privatinvestortv: Weltschulden gehen auf 300 Billionen hoch

n diesem Interview erklärt der Fondsmanager Professor Dr. Max Otte, warum wir – was Staatsschulden und Inflation angeht – in einem Endspiel sind. Reformen bleiben aus, es wird Geld gedruckt ohne Ende. Das hatte Max Otte schon vor über einem Jahrzehnt in „Der Crash kommt“ thematisiert. Und so geht es seitdem immer weiter, bis zur Auflösung des Systems. Und die scheint nicht mehr allzu weit entfernt zu sein. Dieses Endspiel hat 3 Phasen: Geldmengen-Aufblähung, Negativzinsen und – ganz aktuell – aktive keynesianische Ausgabenpolitik mit einem Marsch in die Staatswirtschaft.

Jetzt haben die internationalen Polit- und Finanzeliten endlich einen klar feststellbaren Schuldigen - da kann man dann noch einmal Geld ohne Ende produzieren um eigene politsiche und private Ziele zu finazieren. Frei nach dem Sinnspruch:
"Wenn man weiß, wer der Böse ist, erhält der Tag Struktur! TB

12:38 | faz.net: Lagarde: 7 Prozent Inflation sind möglich

Europas Zentralbank will der amerikanischen Federal Reserve mit Zinserhöhungen erstmal nicht folgen – sieht aber durchaus die Gefahr eines weiteren deutlichen Anstiegs der Inflation durch den Ukrainekrieg. Zumindest kurzfristig sollten die Auswirkungen von Kriegsgeschehen und Sanktionen auf die Energiepreise nicht unterschätzt werden.

7% - ich habe immer schon gewusst, dass Christine Lagarde eine hoffnungslose Optimistin ist (aus Ahnungslosigkeit natürlich). Die vollständige Rede ist hier zu finden und im Sinne der von der EZB gepredigten Transparenz ist der Text natürlich nur auf Englisch verfügbar. Man will schließlich unter sich bleiben. Die Bevölkerung verkauft man dagegen mit infantilen Darstellungen der geldpolitischen Entscheidungen weiterhin für dumm. AÖ

11:01 | et: Fed-Chef Powell bereit zu „aggressiverer“ Erhöhung des Leitzinses

Angesichts der höchsten Inflationsrate der vergangenen vier Jahrzehnte hat der Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, Bereitschaft zu weiteren Zinsschritten erkennen lassen. Der Ukraine-Krieg hat die Preisspirale noch weiter angeheizt.

Wie "aggressiv" wird die Erhöhung sein, 0,X%? HP

21.03.2022

12:56 | bundesbank.de: Nagel: „Wir gehen weiterhin von einem Aufschwung aus“

Eine Stagflation erwarte ich derzeit nicht, auch wenn die Auswirkungen des Kriegs die Inflationsrate erhöhen und das Wirtschaftswachstum schwächen werden. Zwar ist der Arbeitsmarkt bereits angespannt, und wegen des Fachkräftemangels sind Probleme in Deutschland absehbar. Wir haben aber gegenwärtig keine Anzeichen für eine Lohn-Preis-Spirale. Und wir gehen weiterhin von einem Aufschwung aus – er wird sich wohl nur verzögern.

So wie die Inflation nur vorübergehend ist - wenngleich mittlerweile dauerhaft vorübergehend - so ist auch der Aufschwung nicht tot, sondern nur dauerhaft verzögert. Ob ich damit - sprichwörtlich natürlich - den Nagel auf den Kopf getroffen habe, möge der Leser beurteilen. AÖ

10:57 I finanzen: Lagarde - Europas Kampf gegen Klimawandel wird anfangs Inflation anschieben

Paris (Reuters) - Die Anstrengungen Europas im Kampf gegen den Klimawandel werden aus Sicht der Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, auf kurze bis mittlere Sicht die Inflation anschieben.

Der Frau ist anscheinend nichts zu blöd! Was erzählt sie uns nächste Woche? Gibt sie dann einer Verschiebung der Saturnringe die Schuld? HP

13:58 | Leser-Kommentar
Natürlich hat Frau Lagarde recht, für die Bekämpfung fiktiver Gefahren benötigt man Unsummen von Geld, Billionen. Die Billionen werden ja nicht von der Bevölkerung erarbeitet und daher kann man die nichtmals mit 100% Besteuerung einbringen. Um also dieses Geld zur Verfügung zu stellen werden die Zentralbanken einfach das Angebot an verfügbarem Geld drastisch erhöhen, und schwups schon kann man es verteilen. Nur bleibt das dann nicht folgenlos, zumal ja auch noch Unsummen davon in ganz andere Projekte umgeleitet werden und das ist dann nur eine Frage der Zeit bis das Überangebot an Geld irgendwo bei Wirtschaftssubjekten einschlägt und die Dinge ihren Lauf nehmen. Und das beste ist, wir können das vorher schon wissen, diese Figuren erzählen uns ja auch noch was sie so vorhaben.

09:31 | gs: Nicht der Krieg, sondern der Staat mit seiner Zentralbank verursacht Inflation

Steigende Energie- und Rohstoffpreise werden zu Inflation, weil die staatlichen Zentralbanken die Zinsen zu niedrig halten und die Geldmengen zu stark ausweiten. Für eine Entwarnung bei der Inflation gibt es derzeit leider keinen Grund. Im Gegenteil.

Keine "Sorge", Bild und Co. werden weiterhin schreiben, Putin ist schuld! HP

18.03.2022

12:28 | ecb: A new age of energy inflation: climateflation, fossilflation and greenflation - Speech by Isabel Schnabel

Europa und die Welt stehen vor einem Wendepunkt. Während sich die menschliche Tragödie in der Ukraine vor unseren Augen abspielt, treiben die steigenden Rohstoffpreise die Inflation in vielen Ländern auf den höchsten Stand seit mehr als 40 Jahren und erfordern eine grundlegende Änderung der Energiepolitik. Unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern gilt heute nicht nur als Gefahr für unseren Planeten, sondern wird auch zunehmend als Bedrohung für die nationale Sicherheit und unsere Werte Freiheit und Demokratie angesehen.

Man kann ja konzeptionell die Unterscheidung in Climateflation, Fossilflation udn Greenflation vornehmen. Aber, diese Rede von der völlig überforderten Isabel Schnabel liest sich wie eine Rede eines grünInnen*außen bzw. transatlantischen Politikers. Zudem verbreitet Schnabel die Falschbehauptung, dass erneuerbare Energie "signifkant" günstigere Produktionskosten aufweisen als konventionelle Energien. Dies ist nur unter der - abstrusen - Annahme korrekt, dass die Nennleistung der installierten Leistung entspricht. Wer auf so einer weltgremden Grundlage "argumentiert", ist einfach nicht ernstzunehmen. Derweil ist die Inflation auf 5,9% im Euroraum und auf 6,2% in der EU angestiegen (hier). AÖ

15:10 | Der Bondaffe
Dieses Phänomen um Isabel Schnabel ist seit mindestens 2.000 Jahren bekannt. Ein gewisser Markus hat es aufgeschrieben in 8:18. In der
gekürzten Fassung heißt es: "Ihr habt Augen und sehet nicht, Ohren und hört nicht, und denkt nicht daran". Letztendlich beschreibt er ein
schlimme psychische Krankheit. Die der "Lügenillusion". Auf diesem Link gibt es zusätzliche, aufklärerische Interpretationen.
https://bible.knowing-jesus.com/Deutsch/Markus/8/18

17.03.2022

13:12 | cnbc: Bank of England hikes rates for third time in a row as Ukraine war adds to inflation concerns

Die Bank of England hat am Donnerstag zum dritten Mal in Folge die Zinssätze erhöht, da der Russland-Ukraine-Konflikt die Inflation voraussichtlich noch länger hochhalten wird. Der geldpolitische Ausschuss der Bank stimmte für eine weitere Anhebung des Leitzinses um 0,25 % auf 0,75 %.

Drei Mal wurden nun die Zinsen erhöht und noch immer steht die Null vor dem Komma. Wir leben wahrlich in bemerkenswerten Zeiten. AÖ

16:55 | Der Bondaffe
Das stimmt, das sind keine Zinserhöhungen, das sind nur umgesetzte Zinserhöhungsphantasien mit der Hoffnung nicht weiter erhöhen zu müssen und an der Zinserhöhungsschraube nicht drehen zu müssen. Das kann man leicht erkennen, wie auch an dieser Nachricht am 16.03.: "cnbc: Federal Reserve approves first interest rate hike in more than three years, sees six more ahead".
https://www.cnbc.com/2022/03/16/federal-reserve-meeting.html

Zentralbanker der "alten Schule" hätten schon lange reagiert, aber in der heutigen Zeit kann man das vergessen. Wie beim Beamtenmikado lautet das Motto: "Jetzt warten wir erst mal ab und dann tun wir nix" und so läuft den Zentralbankern die Inflation weltweit mit olympiaverdächtiger Geschwindigkeit davon. "Machen kann man wenig und Zinserhöhungen werden nichts nutzen". Zumindest das scheint unbewußt bewußt zu sein.

Mittlerweile haben sich Baustellen aufgetan, die es "früher" nicht gab. Man hat die Geschwindigkeit der Bewegungen an den Börsen unterschätzt. Gern erinnere ich mich an einen jungen Kollegen aus der Schweiz vor vielen Jahren, der begründete solche Bewegungen nach oben oder unten mit
dem Ausdruck "momentum getrieben". Das war ein Totschlagargument, denn das war nicht voraussehbar, wenn also eine Aktie (erinnern wir uns an der Absturz der Facebook-Aktie Anfang Februar dieses Jahres) plötzlich und unerwartet im Kurs stark zurückging. Alle Marktteilnehmer waren
völlig überrascht, das konnte niemand vorhersehen.

Dann gibt es noch das sogenannte Risikomanagement. Ich bin zwar schon ein paar Jahre raus aus der Praxis, aber die Systeme arbeiten mit Vergangenheitsdaten. Und auch da sind "momentum getriebene" Bewegungen in allen Richtungen schwer zu greifen. Aber hinterher ist leicht reden
und man kann die Schuld des Unvorhersehbaren auf das Risikomanagement schieben. Und wenn ich mir den Facebook-Chart anschaue, war dieser Absturz wirklich schwer zu greifen. Da braucht es schon gute Analysesysteme und den wahren Mut, Verkaufsentscheidungen vor dem
Absturz umzusetzen. Das machen die Wenigsten.

Und das ist auch das Problem bei den Zinserhöhungen. Bei einer Erhöhung von einem Viertelprozent ist das kein Mut. Das ist "angst getrieben".
An den Terminmärkten hat es Anfang März viele Opfer gegeben. Die schnellen "momentum getriebenen" Preisanstiege haben auch die großen Zocker schwer erwischt und angeschlagen. Der hier ist nicht der einzige.
https://finance.yahoo.com/news/chinese-tycoon-behind-big-nickel-114638571.html?

Das Hauptproblem sei kurz erklärt. An den Terminmärkten kommt es börsentäglich zu einem Preisausgleich. Man rechnet sozusagen jeden Tag ab. Das große Problem ist der Hebel und die Nachschusspflicht. Mit einer Sicherheitsleistung von (sagen wir) 10.000 EUR kann ich mit einem (1)
Terminkontrakt (z.B. DAX) ein Volumen von 150.000 EUR bewegen. Bei Kursveränderungen wird daher die 150.000er Basis herangezogen. Verkaufe (= short gehen) ich bei 15.000 Punkten (= Geldvolumen von 150.000 EUR) und der Markt geht an einem Tag auf 20.000 Punkte hinauf, dann muß ich am Ende des Börsentages die Differenz von 50.000 EUR (auf 200.000 EUR
Geldvolumen) nachschießen. Die sogenannten Margin Calls/die Nachschusspfplicht kommen zur Anwendung. Dann bin ich erledigt, denn ich habe nur 10.000 EUR Sicherheitsleistung hinterlegt. Woher die restlichen 40.000 EUR schnell nehmen?

Und die ganz Großen, die sich hier alle verzockt haben, wie Trafigura, haben jetzt ein echtes Problem. Und schreien wie immer nach Hilfe.
Entweder vom Staat oder am besten von der Zentralbank. Eine andere Möglichkeit haben sie nicht. Keiner hilft ihnen. Warum auch?
https://www.boersen-zeitung.de/kapitalmaerkte/trafigura-braucht-geld-3819a86c-a52e-11ec-b407-d40fa6a65bdf

Auch die Zentralbank hat jetzt ein Problem. Aus dem Nichts, sozusagen "momentum getrieben", ist ein schwarzes Finanzloch entstanden. Eigentlich müßten es sehr viele weltweit sein, aber darüber spricht niemand.

Das ist Krieg! Krieg bringt Zerstörung mit sich. Wer jetzt in dieser Zeit den Krieg gewinnen will muß das Finanzsystem zerstören. Das geht über hohe Inflation (wird gerade erzeugt, ebenfalls über stetig hohe Preise bei Rohstoffen und Rohöl) oder über schnelle Insolvenzen bei großen Derivatezockern über "momentum getriebene" Preisveränderungen. Das ist neu, eben darum, weil Krieg herrscht. Mit den Bewegungen an den Termin-/Rohstoffmärkten Anfang März 2022 hat man neues Terrain
beschritten. Die Märkte regulieren sich dann "neu", eigentlich "heilen" sie sich, aber die Krankheit war schnell und heftig.

Die (Leit-)Zinsen müßten jetzt steil rauf. Geht aber nicht. Und dennoch steigen sie an. Niemand bemerkt den Anstieg der wichtigsten Staatsanleihenrenditen, aber es geschieht:
https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield
https://www.investing.com/rates-bonds/germany-2-year-bond-yield
https://www.investing.com/rates-bonds/u.s.-2-year-bond-yield
https://www.investing.com/rates-bonds/u.s.-10-year-bond-yield

Hier sieht man auch die "momentum getriebene" Panik Anfang März sehr schön. Die dürfte auch viel Geld gekostet haben. Davon liest man nichts. Höchstens in den Rechenschaftsberichten der Kapitalverwalter. Aber die werden nur halbjährlich geschrieben. Das hat noch Zeit. Ich habe hier nur ein winziges Detail beleuchtet, wie man mit schnellen Kursbewegungen an den Rohstoffmärkten viel Zerstörung anrichten kann. Hier ging es nur um den Ausgleich der Nachschusspflicht am Ende des
Börsentages. Und so bin ich hinsichtlich weitere Aktionen durchaus zuversichtlich (das ist spekulativen vorausschauenden Neigungen geschuldet), das es noch "schlimmer" kommen wird. Ich präferiere den Silber-Markt. Wenn sich die Zocker an den Terminmärkten das Silber richtig, also in richtiger Ware, sprich "physisch" ausliefern lassen, wird man feststellen, daß kein oder wenig Silber in den Silberlagern (besonders der Comex) da ist. Von den laufenden Verleihgeschäften im
Hintergrund (hat zusätzliches Potential zur Zerstörung) will ich gar nicht sprechen.

Der Silbermarkt ist manipulativ, viele haben ein Interesse (gerade die Industrie), daß der Silberpreis niedrig bleibt. Wenn aber viele Zocker und auch Privatinvestoren auf Auslieferung bestehen und auch Sie, geneigter Leser, beim Edelmetallhändler Ihres Vertrauens keine Silbermünzen mehr bekommen, dann sind einfach zu spät dran. Sie wissen schon: "Wer zu spät kommt, den bestr......, der kriegt
kein Silber mehr und muß zuschauen, wie der Preis "momentum getrieben" stark steigt". Das ist unangenehm, denn gleichzeitig nimmt der Wert des "schönen" FIAT-Geldes ab, wie man dann an hohen Gold- und Silberpreisen erkennen kann. "Das Geld bleibt und das Gold und Silber sind weg".
Klingt ein bisserl nach Werbung.

Und dann die Zentralbank das größte Problem überhaupt: mangelnde Glaubwürdigkeit und den Verlust des Vertrauens in FIAT-Geld. Und dieser Zustand wird weiter aufrechterhalten. Ich drücke es so aus: "Ukraine now, Taiwan next, Iran waiting".

18:32 | Silverado
Silverado: Ich danke dem Bondaffen für diese ausführliche Erläuterung: Ich dachte ja schon am 08.03. in der Früh, ich bestelle jetzt 10.000 Tonnen Messing beim Hersteller meines Vertrauens, weil er MessiCW614/617ng mit 0 € / Tonne anzeigte und verkaufe es dann mit einem kleinen Gewinn. Vor 2 1/2 Jahren hat ja das Virus rettend eingegriffen, wie Fabio Vighi hier beschreibt https://thephilosophicalsalon.com/a-self-fulfilling-prophecy-systemic-collapse-and-pandemic-simulation/
Diesmal sollte es Putin sein. Doch wenn ich Zoltan Bozar richtig verstanden habe, wenigstens teilweise, wird das auch nix mehr nützen und etwa Mururoa-Muscheln werden groß im Kommen sein.


13:00 | orf.at: Bidens umstrittene Fed-Kandidatin zieht Bewerbung zurück

Eine umstrittene Kandidatin von US-Präsident Joe Biden für das Direktorium der US-Notenbank Fed hat ihre Bewerbung zurückgezogen. Sarah Bloom Raskin sei „unbegründeten Angriffen vonseiten der Industrie und konservativer Interessengruppen“ ausgesetzt worden, hieß es heute.In einem Brief an das Präsidialamt schrieb Raskin, in ihrer „offen und öffentlich geführten Diskussion über den Klimawandel und die damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Kosten“ sei ihre Haltung „weder neu noch radikal“. Die Fed müsse entsprechende Risiken bewerten, um die Stabilität des Finanzwesens und der Wirtschaft zu sichern.

Wer ernsthaft glaubt, dass es Aufgabe der Zentralbank ist, den angeblich menschenverursachten Klimawandel zu bekämpfen, hat in dieser Institution definitiv genau nichts verloren. Der Besetzung von führenden Positionen mit Aktivisten muss ein entschiedener Riegel vorgeschoben werden. AÖ

12:34 | mishtalk: The Yuan Will Not Replace the US Dollar, Nor Will It Be Backed by Commodities

Wie ein Uhrwerk tauchen mehrmals im Jahr Gerüchte über den Untergang des US-Dollars auf. Gehen wir den neuesten Gerüchten auf den Grund.

Die Einwände von Mike Shedlock sind ernst zu nehmen. Allerdings muss ebenso bedacht werden, dass der Wechsel zu einem neuen Weltwährungssystem längere Zeit in Anspruch nehmen kann und diese Übergangszeit wird ziemlich ruppig werden, auch ökonomisch. Das war beim Wechsel von Bretton Woods zum System der flexiblen Wechselkurse auch nicht anders. AÖ

10:35 | vn: China and Russia roll out new global financial system

die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft (Weißrussland, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan + Armenien für bestimmte Bestimmungen) und China werden ein neues globales Wirtschafts- und Finanzsystem schaffen, dessen Grundlagen sie Ende März 2022 festlegen werden.

Dazu passend: Ukraine-Eskalation: Laut Ivan Timofeev vom russischen Waldai-Forum läuft alles nach Plan. Mal sehen, ob es so kommt. HP

15:30 | Leser-Kommentar
Der Beitrag gehört eigentlich in die Rubrik „Was Mut macht“.

16.03.2022

19:20 | cnbc: Federal Reserve approves first interest rate hike in more than three years, sees six more ahead

Die US-Notenbank hat am Mittwoch ihre erste Zinserhöhung seit mehr als drei Jahren beschlossen. Damit will sie der steigenden Inflation entgegenwirken, ohne das Wirtschaftswachstum zu torpedieren. Nachdem der Leitzins seit Beginn der Covid-Pandemie nahe Null verankert war, erklärte der Offenmarktausschuss der US-Notenbank, dass er die Zinsen um einen Viertelprozentpunkt bzw. 25 Basispunkte anheben wird.

Mit 6 weiteren Zinsanhebungen läge das Zielband der Federal Funds Rate am Jahresende bei 1,75-2,00%, was angesichts einer Inflationsrate von aktuell 5,2% (Kern-PCE) noch immer sehr niedrig wäre. AÖ

12:44 | wolfstreet: Producer Price Inflation Gets Entrenched at 10%, Worst Level in the Data

Der Erzeugerpreisindex für die Endnachfrage erfasst die Inputpreise für verbrauchernahe Branchen, deren Outputpreise dann vom Verbraucherpreisindex erfasst werden, der im Februar mit 7,9 % den schlimmsten Wert seit 1981 erreichte. Heute hat das "Bureau of Labor Statistics" den PPI für die Endnachfrage für Februar veröffentlicht, der im Februar um 0,8% gegenüber Jänner und um 10,0% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen ist.

Heute um 20:00 MEZ wird Powell die erste Zinserhöhung sei Ende 2019 verkünden. Es wird der - viel zu späte - Beginn des geringsten Zinserhöhungszyklus der Geschichte werden, außer Powell will oder muss als Volcker 2.0. in die Geschichte eingehen. AÖ
P. S.: In den USA wurde schon auf Sommerzeit umgestellt, daher sollte die Pressekonferenz um 19:00 MEZ beginnen.

12:14 | finanzmarktwelt: Saudi-Arabien denkt über Yuan statt US-Dollar für Öl-Verkäufe nach China nach

Was für eine Klatsche wäre das für die jahrzehntelange Dominanz des US-Dollar. Das Fundament seiner Vorherrschaft nach dem zweiten Weltkrieg verdanke die US-Währung auch dem Deal der USA mit Saudi-Arabien. Wir kaufen euer Öl – ihr verkauft Öl NUR in US-Dollar – und wir beschützen euch dafür. Offenbar geht aber nun von Saudi-Arabien die Initiative aus, dass man sich unabhängiger von den USA machen möchte.

Passend zu untenstehender Meldung von 10:47 scheint die Militarisierung des Finanzsystems und der Währung(sreserven) durch den Westen, der sich bei den Sanktionen von Emotionen hat in die Irre leiten lassen, scheint sich als Schuß ins eigene Knie zu entpuppen. Die mittel- und langfristigen Folgen dieses Mißbrauchs der eigenen Vormachtstellung sind in ihrer Tragweite nicht zu unterschätzen. Auch dem IMF dräut schon langsam, dass die Welt nach dem 24. Februar eine andere geworden ist (hier). AÖ

10:47 | lm: Russia, India explore opening alternative payment  channels amid sanctions

Russland, dessen Banken vielfach vom Swift-Finanznetzwerk abgeschnitten sind, prüft die Eröffnung alternativer Zahlungskanäle mit Indien, einschließlich der Verknüpfung des Unified Payments Interface (UPI) mit dem Faster Payments System (FPS) der Bank von Russland, um den grenzüberschreitenden Handel fortzusetzen.

Kann sein, dass der Schuss mit dem SWIFT-Ausschluss zumindest mittelfristig nach hinten los geht. HP

11:53 | Bambusrohr
Soweit ich gehört habe läuft das Swift-System mit Russland weiter, da die BRD täglich € 2 Milliarden für Öl und Gas an Russland überweist, wobei die Preise als auch die Liefermenge stabil geblieben sind und eine Verteuerung hier lediglich politisch begründet ist und nichts mit Angebot & Nachfrage zu tun hat.

14.03.2022

17:53 | wiwo: EZB mahnt Banken zu mehr Transparenz bei Anfälligkeit für Klimarisiken

Die großen Banken im Euroraum müssen sich laut EZB-Direktor Frank Elderson mit Blick auf die Offenlegung von Anfälligkeiten für Klimarisiken sputen. Auf sie komme eine strengere Regulierung zu, mahnte er am Montag und fügte hinzu: „Und die Zeit wird für die Banken knapp, sich darauf vorzubereiten.“ Trotz Fortschritten gegenüber einer ersten Bestandsaufnahme Ende 2020 erfüllt laut EZB noch immer keines der 109 unter die Lupe genommenen Finanzinstitute die Erwartungen der Aufsicht zur Offenlegung der Risiken in vollem Umfang. Elderson mahnte, Geldhäuser müssten umfassende Transparenz schaffen.
Der Niederländer ist EZB-Direktor und zugleich Vize-Chef der EZB-Bankenaufsicht. Diese hat einen Leitfaden für Geldhäuser zu Klima- und Umweltrisiken erstellt. Zu den Gefahren gehören etwa Investments in emissionsintensive Firmen und klimaschädliche Branchen. Denn bei diesen könnten sich die Kurse rapide ändern – etwa durch Schwenks in der Politik, durch große Klimavorfälle oder sich ändernde Einstellungen der Anleger. Auch Gefahren für die Geschäftstätigkeit wegen extremer Wetterbedingungen gehören dazu.

Als ob die EZB keine anderen Sorgen hätte!? Aber wer weiß, um welches Klima sie sich gerade Gedanken machen... Klimawandel im gesamten Fiat-System...!? OF

12:56 | wolfstreet: Why This is the Most Reckless Fed Ever, and What I Think the Fed Should Do to Reverse and Mitigate the Effects of its Policy Errors

So verblüffend und verblüffend bizarr das auch klingt, es ist die Realität: Die Inflation ist seit über einem Jahr in die Höhe geschnellt, wurde immer schlimmer und schlimmer, während die Federal Reserve es leugnete, indem sie sagte, nun ja, die Wirtschaft erholt sich, und dann leugnete sie es, indem sie sagte, nun ja, das ist nur der "Basiseffekt". Und als die Inflation ausbrach, nachdem der Basiseffekt vorbei war, sagte die Federal Reserve, es handele sich um eine "vorübergehende" Erscheinung aufgrund einiger Probleme in der Lieferkette. Und als selbst die Federal Reserve im letzten Herbst einräumte, dass sich die Inflation auf Dienstleistungen und Mieten ausgeweitet hatte, die nicht über Lieferketten in ganz China verfügen, räumte sie ein, dass es in der Tat ein Inflationsproblem gab - der berüchtigte Pivot. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits zu spät. Die "inflationäre Denkweise", wie ich sie seit Anfang 2021 nannte, hatte sich fest etabliert.

Am Mittwoch hat Jerome Powell seinen großen Auftritt, bei dem er eine erste Zinsanhebung verkünden wird. Angesichts einer Inflationsrate von 5,2% (PCE-Kerninflationsrate) ist die Erhöhung um 0,25% nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein. AÖ

09:45 | cash: IWF hält Zahlungsausfall Russlands für 'nicht mehr unwahrscheinlich'

Angesichts der weitgehend blockierten Moskauer Devisenreserven ist ein Zahlungsausfall Russlands in Bezug auf seine Schulden im Ausland nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) "nicht mehr unwahrscheinlich". Wegen der infolge des Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängten Sanktionen drohe Russland eine "tiefe Rezession", warnte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Sonntag im Gespräch mit dem TV-Sender CBS. Die Abwertung der Landeswährung, des Rubels, habe schon jetzt dazu geführt, dass die Kaufkraft der Menschen in Russland "bedeutend geschrumpft" sei.

Eine erwartbare Wortspende. Schließlich ist der IWF eine Bretton-Woods-Erfindung und Frau Georgiewa hat ihre Ausbildung u.a. in Harvard sowie der London School of Economics genossen, tja und Agenda Contributor beim WEF ist sie auch. HP

13.03.2022

10:38 | f100: Bis zu 10 Prozent: Ökonomen revidieren Inflationsprognosen nach oben, und zwar kräftig

Die Kämpfe in der Ukraine gehen weiter. Hierzulande lassen sich mittlerweile die ersten Auswirkungen des Krieges beobachten. Nach Ansicht führender Experten ist das, was viele gerade an der Tankstelle erleben, nur ein Vorgeschmack. Sie halten Spritpreise von über drei Euro und eine zweistellige Inflation für möglich.

Das hätten wir den Herren und Damen Ökonomen schon vor 1,5 Jahren sagen können. Immerhin waren die Gelder, die direkt an Firmen und Bevölkerungen ausgegeben wurden echtes Helikotper-Money, dessen Entfaltung keine Ukrainekrise gebraucht hätte! Als Bergbewohner weiß man: Unmengen an Schnee, die sich an steilen Hängen angesammelt haben, können nur mit aufwendigem Lawinenverbau daran gehindert werden ihre zerstörerische Macht zu entfalten. Und genau diese Lawinenschutzbauten zu bauen haben die Zentralbanken verabsäumt und die Ökonomen habne mit ihrerEuphorie noch Risse in die Schneemassen gepflügt und den Lawinenabgang so befördert.
Dazu passend - f100: Preistreiber EZB: Wenn die Notenbank nichts macht, steigt die Inflation immer weiter! TB

10:58 I Monaco
hierzu ein Uralt-Schmäh meiner damals 5-jährigen Tochter....´Was ist weiß und stört beim Frühstück ?´ ´eine Lawine´......

11.03.2022

12:22 | orf.at: EZB erhöht Inflationsprognose auf 5,1 Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat angesichts des Ukraine-Kriegs und hochschießender Energiepreise ihre Inflationsprognosen für die Euro-Zone kräftig angehoben. Sie erwartet für heuer jetzt eine durchschnittliche Teuerungsrate in der Währungsunion von 5,1 Prozent, wie es heute hieß. Noch im Dezember hatte sie 3,2 Prozent veranschlagt. 2023 soll die Teuerungsrate bei 2,1 (bisher 1,8) Prozent liegen und 2024 dann auf 1,9 (bisher: 1,8) Prozent nachgeben.

Das Inflationshaus brennt lichterloh - und es brannte schon vor dem Ukrainekrieg lichterloh - und Christine Lagarde macht so gut wie nichts. Und nur so zur Erinnerung: Im Dezember 2021 - also vor drei Monaten - hat die EZB ihre ursprüngliche Prognose für 2022 von 1,7% auf 3,2% angehoben. Mittlerweile liegen wir also beim Dreifachen, und diese Schätzung könnte sich, so sich der Konflikt mit Russland weiter verschärft, als auf der konservativen Seite liegend erweisen. Aber Christine Lagarde hat wieder eine Pressekonferenz überstnanden und wird sich jetzt wieder der Gleichberechtigung und dem Klimawandel widmen. AÖ

10.03.2022

19:26 | Leser-Zuschrift aus Kolumbien "Der Euro stirbt gerade"

Wir sind in Kolumbien. Am ATM haben wir immer um die 4400 Pesos für einen Euro erhalten.
Seit letzter Wochen heben wir täglich das Kartenlimit ab.
Am Montag noch 4400 Pesos, vorgestern 4200 Pesos, gestern 4100 Pesos, heute 3900.- Bei 6 verschiedenen Bankomaten.
Die online Wechselkursrechner zeigt diese Bewegung noch nicht an, aber die Bankomaten doch.
Vermutlich geht der Euro jetzt senkrecht nach unten.
Seit Jahren warten wir auf das Ende des Fiat-Währungssystems, jetzt ist es so weit.
Viel Glück uns allen.

Hams a bissl a Gold mit? Wirkt auf Reisen in Zeiten wie diesen Wunder! TB

18:31 | presse: EZB strafft ihre Geldpolitik in Reaktion auf Inflation

Das Anleihekaufprogramm der Zentralbank wird bereits im ersten Halbjahr 2022 deutlich zurückgefahren und aller Voraussicht nach im Juli auslaufen. Eine Anhebung des Leitzinses könnte es „einige Zeit danach“ geben.

Wie immer - es bleibt bei Ankündigungen! Schliesslich gehts ja nicht mehr anders!
Wie aber die Presse dazu kommt, diese relative Nullmeldung als Straffung zu bezeichnen, bleibt mir ein Rätsel! TB


12:26 | zerohedge: QE Is Officially Over

Heute [Mittwoch, Anm.] früh haben wir die Leser daran erinnert, dass die Fed im Zuge des Übergangs von QE und der ständigen Lockerung nach dem Kovirus zu QT und der Inflationsbekämpfung heute das letzte POMO im Rahmen des bestehenden QE durchführen wird. Und tatsächlich ging heute um 10:30 Uhr die 20-minütige POMO-Operation zu Ende, bei der die Fed Anleihen im Wert von 4 Mrd. USD mit Fälligkeit zwischen 2024 und 2026 aufkaufen wollte (nachdem Anleihen im Nennwert von 17,4 Mrd. USD eingereicht worden waren), und damit ist das QE nun offiziell beendet (obwohl die New Yorker Fed technisch gesehen noch bis Ende der Woche Hypothekenoperationen durchführen wird, also noch nicht wirklich vorbei ist).

Nächste Woche tritt auch das für die Geldpolitik zuständige FOMC zusammen und wird wohl die weitere Straffung der Geldpolitik durch den ersten Zinsschritt verfolgen. Ein Aussetzen des erwarteten ersten Zinsschrittes würde das Vertrauen in die Federal Reserve wohl substanziell untergraben, unbeschadet der extremen Volatilität an den Märkten, und der völlig offenen Frage, wie der Krieg in der Ukraine einem Ende zugeführt werden kann, ohne Gesichtsverlust der Russen, der Ukrainer und des Westens. AÖ

12:04 | welt.de: Krieg und Pandemie – Warum die Geldpolitik der EZB jetzt besonders entscheidend ist

Seit der letzten Zinssitzung hat sich die Situation in Europa durch den Krieg in der Ukraine drastisch verändert. Die Teuerung gewinnt an Tempo. Verbraucher müssen hoffen, dass die EZB eine gefährliche Spirale stoppt.

Nach dem Weltfrauentag, wo Christine Lagarde mit ihrem Politikersprech wieder brillieren konnte, und den unzähligen Solidaritätsbekundungen mit der Ukraine wird heute die Realität Christine Lagarde brutalst auf den Boden der Tatsachen holen. Um 14:30 wird sie sich in der Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung des EZB-Rats vermutlich Länge mal Breite mal Höhe blamieren. Für die Geldwertstabilität in der Eurozone kann man im Grunde nur schwarz sehen. AÖ

10:32 I cash: IWF gewährt Ukraine Notkredit in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat der Ukraine einen Notkredit über 1,4 Milliarden US-Dollar (knapp 1,3 Milliarden Euro) gewährt. Infolge des russischen Angriffskriegs habe die Ukraine einen "dringenden Finanzbedarf"; der Kredit werde dabei helfen, die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts abzuschwächen, erklärte der IWF am Mittwoch. Die neue IWF-Finanzierung dürfte auch weitere bilaterale Kredite ermöglichen, hiess es.

Kriegsfinanzierung seites des fürsorglichen Kraken des Bretton-Woods-Systems. HP

10:51 I Leserkommentar
Sehr wahrscheinlich zu einem sehr attraktiven Zins, den man aber Satan sei dank, jederzeit nach oben anpassen kann.

10:10 | welt: Top-Ökonom hält Inflation von bis zu zehn Prozent für möglich

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet als Folge des Krieges in der Ukraine mit einer sinkenden Wirtschaftsleistung in Deutschland und noch stärker steigenden Preisen. Er erwarte, „dass die deutsche Wirtschaft jetzt wieder in eine Rezession abgleitet“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). Wie im letzten Quartal 2021 dürfte die deutsche Wirtschaft auch im ersten und im zweiten Quartal schrumpfen.

Natürlich will niemand einen Krieg - außer ein paar Politikos vielleicht. Aber für die Ökonomen, die 2021 das basiseffektierte Wirtschaftswachstum als "große Erholung" nach der Pandemie gefeiert haben und 2022ff ordentlich Lügen gestraft worden wären, ist der Krieg eine wudnerbare Ausrede dafür, dass ihre propagandistischen Prognosen nun doch nicht eintreffen! TB

15:37 | Der Bondaffe
Eigentlich nichts Neues. Das wurde in den vergangenen Monaten auf "bachheimer.com" nicht nur angedeutet, sondern explizit ausgedrückt.


09:42
 | gs: Credit Suisse-Stratege: Neue Weltwährungsordnung einsteht

Wir sind Zeugen der Entstehung von Bretton Woods III – einer neuen Welt(währungs)ordnung, in deren Mittelpunkt rohstoffbasierte Währungen im Osten stehen, die wahrscheinlich das Eurodollar-System schwächen und auch zu inflationären Kräften im Westen beitragen werden. Eine Krise bahnt sich an. Eine Krise der Rohstoffe. Rohstoffe sind Sicherheiten, und Sicherheiten sind Geld, und in dieser Krise geht es um die zunehmende Attraktivität von externem Geld gegenüber internem Geld."

Dass das Weltwährungssystem dringend einer Reform bedürfte, weiß man seit 10-15 jahren. Umso erstaunlicher ist, dass in einer Informationsgesellschaft doch einer "primitiven" Inflationskrise bedarf, damit die Welt in die Gänge kommt. Soll heissen, zuerst muss die Notlage nicht nur klar sicht- sondern auch massiv spürbar (mitsamt all den katastrophalen Konsequenzen) sein, eh die Reformen beginnen. Hätte der Menschheit im 21. Jhdt. mehr Cleverness bzw. Awareness zugetraut! TB

07.03.2022

14:20 | presse: Friedman, Thatcher & Co.: Euro-Kritiker der ersten Stunde

Der legendäre Chef der US-Notenbank konnte dem Euro nie viel abgewinnen. 1997 sagte er in einem Interview mit dem "International Herald Tribune": "Der Euro wird kommen, aber er wird keinen Bestand haben"."

Der Bondaffe must read!
Wie ist das gemeint? Es ist ganz einfach. Greenspan wußte, daß 75 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkriegs die militärische Besatzung in Deutschland aufhören wird und aufhören muß. Die BRD-Verwaltung, die jetzt über 75 Jahre lang als "Bundesrepublik Deutschland" firmiert, wird aufgelöst. Das früheste Datum diesbezüglich war im Juni/Juli 2021, also vor einem dreiviertel Jahr. Seitdem hält sich die Verwaltung noch, überzieht aber das Land mit einer Politik der Verbrannten Erde (Corona-Maßnahmen seit März 2020, hohe Energiepreise, verfehlte Finanz- und Wirtschaftspolitik) und zieht dabei soviel Geld aus dem reichen Deutschland heraus wie möglich, was ebenfalls den Schaden für Land und Menschen betrifft.

"Scheitert der EURO, scheitert Europa", um das geht es bei den Ereignissen in der Ukraine. Dabei werden die internationalen Rohstoffpreise auf noch ungeahnte Höhen hinaufgeschraubt werden mit dem Ziel, eine gigantische Inflation nach Europa und vor allem nach Deutschland zu exportieren. "Deutschland wird Inflations-Import-Weltmeister". Die jetzige Politik ebnet dabei den Weg. Jeder Tag "Solidarität mit der Ukraine" ist ein Tag, in dem das eigene Monetäre-Grab geschaufelt wird. Niemand scheint das zu bemerken, denn im besten Deutschland aller Zeiten kommt seit vielen Jahren der Strom einfach aus der Steckdose und die Heizungen und das Wasser sind dauerwarm. Niemand fragt mehr im Grünen Reich, wie der Strom überhaupt produziert wird und wie das Wasser erwärmt wird?

Wenn die NATO in der Ukraine in den Krieg zieht wird sie gleichzeitig auch in Taiwan in den Krieg gegen die Chinesen ziehen müssen. Weil dann die Chinesen die Amerikaner und die NATO wegen der für sie ungelösten Taiwan-Frage beschäftigen wollen. Und die USA müssen den Taiwanern wohl beistehen. Und auch andere Länder, die besonders mit den Amerikanern eine Rechnung offen haben, werden Kriegsschauplätze produzieren. Das kann bei den Iranern der Fall sein, aber auch im Nahen und Mittleren Osten kann man das bewerkstelligen. Überall auf der Welt, aber bevorzugt im Mittelmeer. Irgendjemand sagte mir, daß sich ein Großteil der NATO-Flotte derzeit im Mittelmeer befinden soll, das aber ohne Gewähr. Soweit ich mir das vorstellen kann, gibt es im Mittelmeer nur zwei Nadelöhr-Passagen: den Suez-Kanal und die Straße von Gibraltar. Ein riesengroße Falle, dieses Mittelmeer. Steckt man drin, kommt man im schlimmsten Fall nicht raus. Will man nicht hinein, kann man nicht Krieg spielen und muß anderen das Spielfeld überlassen. Und ein paar russische Atom-U-Boote tummeln sich bestimmt an der amerikanischen West- und auch der Ostküste.

Hinsichtlich allein dieser Konstellationen steht das Weltfinanzsystem auf der Kippe, denn bei starken Geld- und Wertveränderungen und schnell steigenden Preisen und auch Engpässen und Lieferverzögerungen im alten Konsumrauschdenken wird das Volk nervös. Besonders das in die Angst getriebene deutsche Konsumvolk. Und dieses Volk hat schon seit zwei Jahren Angst, wurde hoch-gestresst. Zuerst kamen die Corona- und Virenangst, jetzt kommen die Russland- und Atomangst, aber richtig hochgedreht wird das Ganze durch Inflations-, sprich Geldentwertungsangst. Das könnte passieren. Zwei Ängste (global übrigens) sind schon da und die Dritte wird schon warm gemacht.

Das gleichzeitige Scheitern von EURO und US-Dollar ist eine Möglichkeit, wäre eine Option in der großen globalen Veränderung, die gerade vor sich geht. Und zu Zuständen wie im Jahr 2019 und davor werden wir nicht mehr zurückkommen. Zu viele Karten liegen bereits auf dem Tisch und eines der Asse im Spiel ist die Auflösung und Ablösung der bisherigen BRD-Verwaltung, die nach dem zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde. Das ist die Bundesrepublik Deutschland. Und ohne diese Bundesrepublik Deutschland kann auch die Europäische Union nicht mehr existieren. Denn ein neues Reich Deutschland ("Reiche gibt es zuhauf in Europa, niemand stört sich daran: z.B. Frankreich, Österreich oder das Vereinigte Königreich und man denke nur an all die Königreiche, sprich Königshäuser in Europa). Da hat Deutschland schon einen Anspruch darauf, auch als "Reich" genannt zu werden. Einige sprechen aktuell schon vom "Deutschen Reich", ganz ohne negative Vergangenheit.

Die Japaner sollen nicht unerwähnt bleiben. Die Demütigungen und die Verletzungen (Atombombenzündung) des zweiten Weltkriegs durch die Amerikaner sind immer noch unverzeihbar und bedürfen eines ordentlichen, internationalen Friedensvertrages. Darauf warten die Japaner heute noch. Obwohl klein von der Landesfläche hier, sind die Japaner unglaublich mächtig und haben die Amerikaner eigentlich in der Hand. Sie horten bzw. halten 1,3 Billionen USD (1.300 Milliarden) an US-Staatsanleihen. Wenn man die schnell in großen Mengen in die Finanzmärkte "wirft" bzw. abgibt, sind die USA mit ihrem US-Dollar von heute auf morgen am Ende.

Aber alles nur ein Szenario. Fällt Ihnen etwas anderes ein? Am heutigen Montag, 07.03.2022, steigen die Ölpreise exorbitant. Die Inflation schreit jetzt laut: "Ich bin da!". Die importierte Inflation ist eine der besten Kriegslisten die es gibt. "Entwerte die Währung im Feindesland und nimm den Mächtigen dort die Macht".

19:01 | Leser-Kommentar
Ja habs gelesen. Schön und gut - trägt Potenzial in sich. Doch was meinen Sie mit Deutschen Reich werter Bondaffe ? Habe heute habe ich mal wieder etwas zu dieser Aufgabenstellung, an TB gesendet, wurde bisher nicht gebracht. Ich werds nicht nochmal senden. Und um was ging es da ? Um das Legitimationsdebakel der BRD. Nunja, das war schon ein heisses Eisen, bei einer Seite names HG. Dort wurde ungefähr ausgesagt, wenn der Kaiser kommt, hat sich das miterledigt. Somit sekundär. Kanns ja nachvollziehen - sowas zu bringen ist rechts und dann wäre man voll im feindlichen Gebiet. Und sowas könnte sogar in Österreich Übel für ein Medium ausgehen, gerade in Zeit wir sind ?!


09:29
| hb: Schweizer Notenbank erzielt Gewinn von mehr als 26 Milliarden Franken

Hinter dem Milliardenplus der SNB stehen insbesondere Bewertungsgewinne auf Devisen- und Goldbeständen. An Bund und Kantone will die Notenbank sechs Milliarden Franken auszahlen.

Und die EZB der EUdSSR? Hier wurden & werden "Klima- und sonstige" Fantastilliarden verbrannt. HP

06.03.2022

15:01 | futurezone: Mastercard, Visa und PayPal stellen Dienste in Russland ein

Visa werde mit Kunden und Partnern in Russland zusammenarbeiten, „um alle Visa-Transaktionen in den kommenden Tagen einzustellen“, teilte das Unternehmen am Samstag mit. Danach würden in Russland ausgestellte Karten nicht mehr im Ausland funktionieren. Kreditkarten, die von Finanzinstituten außerhalb des Landes ausgestellt wurden, könnten in Russland nicht mehr eingesetzt werden. Mastercard kündigte idente Schritte an (...) PayPal wird noch für eine eingeschränkte Zeit Guthaben-Abhebungen von Paypal-Konten zulassen. Das Unternehmen stellt auch seinen internationalen Geldtransferdienst Xoom in Russland ein.

17:01 | Leser-Kommentare
(1) Bin ja mal gespannt, wie die Reaktion von Russand sein wird. Denn diese haben auch Möglichkeiten Hähne abzudrehen...

(2) Schöne Grüße an die Zentralbänkster, euer Handel wird diese Folgen haben:
Unternehmen die ganz plötzlich und unerwartet Konten und Kreditkarten unbenutzbar machen sind UNZUVERLÄSSIG. Auf einmal steht man da abgeschnitten irgendwo auf dem Planeten, so wie es dann jetzt wohl vielen gehen wird. Wenn das ganze Theater sich beruhigt hat werden Produkte der UNZUVERLÄSSIGEN Unternehmen durch mich entsorgt, und durch solche ersetzt die sich in dieser Krise bewähren.
Und jedem der mir zuhören mag werde ich die Empfehlung geben es mir nachzutun. Einen schönen Tag euch noch.

(3) Die Leseratte: Womit wir wieder bei den in der EU gestrandeten LKW-Fahrern sind, die weder tanken noch sich wenigstens was zu essen kaufen können! Wobei das nur EINE Gruppe ist. Wie viele Russen, die sich derzeit in der EU aufhalten - seien es Touristen, Besucher, Arbeiter oder Geschäftsleute - werden wohl mit demselben Problem konfrontiert sein? Tausende vermutlich! Übrigens wudnere ich mich, dass hier bisher keinerlei Meldungen dazu kamen, dass die Ratingagenturen Russland täglich weiter runterstufen, auf absoluten Ramsch mittlerweile! Wo ist der Bondaffe?

(4) Diese Geschichte triggert mich langsam. Das geht jetzt seit geschlagenen drei Tagen durch die alternativen Kanäle, leicht abgewandelt aus den unterschiedlichsten Quellen immer das gleiche Posting. Ich bin in einigen Kanälen mit Russen und russischsprachigen Menschen vernetzt und habe bisher noch nichts, aber auch gar nichts weiterführendes zu dieser Nachricht gehört. Gerade in den alternativen Medien wo sich doch sonst immer ruck zuck jemand findet der ‚in der Nähe wohnt‘ ‚was gesehen/gehört hat‘ ‚zufällig dort vorbei gekommen ist und ein Foto gemacht hat‘. Nichts, nada, null. Das wundert mich kolossal, gerade weil ich die beschriebene Problematik gut nachvollziehen kann und deshalb auch meine Frage: Hat irgendjemand dazu etwas weiterführendes? Irgend etwas das diese Nachricht mit Substanz unterlegt?
Denn das tatsächlich russische LKW Fahrer an deutschen Rasthöfen verhungern ohne das mehr als dieser ‚Aufruf‘ zu finden wäre kann ich mir nicht vorstellen…


09:11
 | rubicon: Der Turmbau zu Basel

Wer regiert, entscheidet nicht — und wer entscheidet, hat es gar nicht nötig nach politischen Ämtern zu streben, weil es ihm ohnehin egal ist, wer unter ihm regiert. Was wie eine wüste Verschwörungstheorie klingt, erweist sich als sehr nah an der Wahrheit, wenn man ein bestimmtes Beispiel näher anschaut. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel wird von einer kleinen, elitären Runde geleitet, die sich von demokratischer Kontrolle völlig abgekoppelt hat.

Viele glauben ja, dass die BIZ - ähnlich wie die weltweiten Buchstabenorganisationen erst nach dem WKII gegründet wurde. Das ist aber falsch - sie wurde bereits 1930 gegründet. Gründungsmitglieder waren 2 überaus bedeutende Herren des Geldes, nämlich Hjalmar Schacht und Montagu Norman. Eine der ersten globalistischen Organisation, die Entscheidungen für den gesamten Globus treffen konnte. TB

Kommentar des Einsenders
Auffrischung zum Thema BIZ.
Höchst bemerkenswert die Rolle und Anzahl der deutschen Teilnehmer in der Gründungsphase.

14:14 | Leser-Kommentar
Es hat wohl seine Gründe, warum das Buch „Bankgeschäfte mit dem Feind“ über die BIZ welches mir im Original vorliegt so schwer zu haben ist und auch noch recht teuer. Es ist schon beeindruckend, was für eine „unschöne“ Vergangenheit die BIZ hat. Und ganz ernsthaft: Wer weiss denn heute noch wer Montagu Norman war. Immerhin damals einer der einflussreichsten Menschen der Welt und eng befreundet mit Hjalmar Schacht, der erst „arbeitslos“ war und dann unter Adolf wieder Reichsbankpräsident wurde.

Es darf nicht publik werden wie die BIZ der NSDAP geholfen hat. Kleine Anekdote am Rande: Die BIZ ist wie die EZB ein Staat in einem fremden Land (zumindest damals), denn die Schweizer hatten null juristische Zugriffsmöglichkeiten. Thorsten Schulte hat noch heute den EZB Vertrag auf seiner Seite als pdf, der aufzeigt, wie immun die EZB heute gegen deutsche Justiz ist.

10:48 I Leserkommentar

Eines Tages
gebt gut acht

könnt ihr drohen
mit aller Macht

von morgens Früh
bis in die Nacht

Mit Krieg
mit Hunger
und mit Viren

Ihr könnt das Öl
verknappen
damit wir frieren

Die Inflation befeuern
und uns arm besteuern

Ihr seid das reinste
Ungeheuer

Das Geld ist euch
zu Kopf gestiegen

Ihr liebt das knechten
und zu Knien liegen

Wo ist nur euer Herz
geblieben

Ihr wollt Kontrolle
die volle Macht

Geld mit Ablaufdatum
findet ihr angebracht

mit Kameras
wollt ihr uns observieren

bei Fehlverhalten
blank rasieren

Niemals
werden wir das
akzeptieren

Übertreibt ihr es
und geht zu weit

denn wir wissen,
wer ihr seit

Der Mensch steht auf
auch wenn es dauert

Wir sind noch längst
nicht ausgepowert

Dann erheben wir uns
und sind uns einig

Gold und Silber
sind uns heilig

Dann seit ihr raus
für alle Zeiten

und die Freiheit
wird sich weit verbreiten

Glaubt mal nicht
das sei Gefasel

Ihr Falschgeld Drucker
im Turm zu Basel

05.03.2022

11:43 | RT: Indien will den Dollar umgehen, um weiter mit Russland zu handeln

Indien sucht nach effizienten Instrumenten, um die jüngsten Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Konflikts zu umgehen, da Neu-Delhi den Handel mit Moskau aufrechterhalten will, wie indische Medien berichten. Zu den Optionen, die Berichten zufolge in Erwägung gezogen werden, gehören die Abwicklung von Zahlungen über ausländische Finanzinstitute, die nicht in Ländern tätig sind, die die Strafmaßnahmen gegen Russland unterstützt haben, die Weiterleitung von Zahlungen über kleinere russische Kreditgeber, die nicht vom SWIFT-Verbot betroffen sind, und die Stärkung des Rupien-Rubel-Systems. Die russischen Großbanken Sberbank und Gazprombank wurden bisher von den jüngsten Sanktionen ausgenommen, da sie eine wichtige Rolle bei der Abwicklung von Zahlungen für die Gas- und Ölimporte der EU aus Russland spielen.

Die SWIFT-Sanktionen gegen Russland werden mittlerweile als "SINO" (sanctions in name only, zu Deutsch: Sanktionen die es nur dem Namen nach sind) beschrieben.  RI

05.03.2022

08:09 | ZeroHedge:  Wird die Welt bald bereit sein für digitale Zentralbankwährungen? Der IWF denkt so ...

Der Trend zu digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) „gewinnt an Dynamik, angetrieben durch den Einfallsreichtum der Zentralbanken“. Während ein Sperrfeuer westlicher Sanktionen der russischen Wirtschaft allerlei Schmerzen zufügt, richtet sich die Aufmerksamkeit in einigen Kreisen auf mögliche Wege zur Umgehung der US-Wirtschaftssanktionen in der Zukunft. Eine potenzielle Waffe zur Entkräftung zukünftiger Sanktionen sind die Netzwerke der Zentralbanken für digitale Währungen (CBDC), so Lewis McLellan, der digitale Redakteur des Digital Monetary Institute des Official Monetary and Financial Institutions Forum (OMFIF):

Ich bin kein Kenner der digitalen Währung ... nur einen Geldschein kann man den Strom nicht abdrehen, die Datenverbindung nicht kappen und vor allem einem ganzen Land kann man den Strom abdrehen ... der Geldschein bleibt. Ich verstehe natürlich, dass in dieser Betrachtung die Inflation nicht berücksichtigt wurde ... aber wenn dem Geldschein Gold zugrunde liegt ... dann darf man schon ... als Stromloser positiv in die Dunkelheit schauen.  TS

09:27 | Der Beobachter
Und wem dann in der Dunkelheit noch immer kein Licht auf ging, der schaue einfach nach Kanada, spreche mit einem Trucker und weiß nun wie schnell Digitales Geld eingezogen und gesperrt ist. Ohne jede Gerichtsbarkeit, einfach par ordre du mufti!

04.03.2022

12:34 | imf: Behind the Scenes of Central Bank Digital Currency

Die Zentralbanken überlegen zunehmend, ob sie ihre eigenen digitalen Währungen für die breite Öffentlichkeit ausgeben sollen, so genannte digitale Zentralbankwährungen für Privatkunden (CBDC). Die meisten IWF-Mitgliedsländer evaluieren aktiv CBDCs, wobei nur wenige CBDCs ausgegeben oder umfangreiche Pilotprojekte oder Tests durchgeführt haben. Dieses Papier wirft ein Schlaglicht auf die Handvoll Länder, die an der Spitze stehen, in der Hoffnung, Erkenntnisse, Lehren und offene Fragen zum Nutzen der vielen Länder, die in ihre Fußstapfen treten, zu identifizieren und zu teilen. Es ist klar, dass das, was sich aus diesen Erfahrungen ableiten lässt, nicht unbedingt auf andere Länder übertragbar ist.

Angesichts der Ereignisse seit Ausbruch der Coronapandemie und angesichts der zum Teil unglaublichen (Sanktions-)Vorgänge gegen unbeteiligte Privatpersonen seit Ausbruch des militärischen Konflikts in der Ukraine muss 100% sichergestellt werden, dass bei Einführung der digitalen Zentralbankwährung die Anonymität weitestgehend garantiert ist und das Bargeld jedenfalls als gleichwertiges Zahlungsmittel, d.h., ohne Abschlag, bestehen bleibt. Sonst landen wir definitiv in einem ökonomischen Totalitarismus. AÖ

02.03.2022

17:46 | finanzen: US-Notenbankchef Powell stellt Erhöhung des Leitzinses im März in Aussicht

US-Notenbankchef Jerome Powell rechnet noch in diesem Monat mit der ersten Erhöhung des Leitzinses seit Beginn der Corona-Pandemie.
Angesichts der hohen Inflation und des überaus robusten Arbeitsmarktes erwarte er, dass es bei der nächsten Sitzung des Zentralbankrats in zwei Wochen "angemessen" sein werde, den Leitzins zu erhöhen, wollte Powell am Mittwoch einem vorab verbreiteten Redetext zufolge bei einer Anhörung im US-Repräsentantenhaus sagen. Der Abbau der wegen Corona-Hilfsprogrammen stark angestiegenen Bilanz der Federal Reserve (Fed) solle erst später im Jahr beginnen.

Der Witz zum Tag! Aber ja, macht mal... OF

10:36 | fw: Experten: Chinas SWIFT-Alternative könnte Sanktionen gegen Russland untergraben

".... Chinas grenzüberschreitendes internationales Zahlungssystem (CIPS), das 2015 gegründet wurde, befindet sich zwar noch in der Entwicklung und umfasst nur 80 ausländische Banken. Aber es gibt keinen prinzipiellen Grund, warum CIPS SWIFT nicht ersetzen kann. Und wenn Russland seine Handelszahlungen erfolgreich aus dem US-Dollar-System verlagert, wäre der Schlag für die amerikanische Finanzmacht außerordentlich."

Wenn man bedenkt, dass beide Länder nicht nur eine lange Gold-Tradition, sondern auch ihre Goldreserven massiv aufgestockt haben, wird es erst recht interessant. HP

12:02 | Leser-Kommentar
Vielleicht ist das gewollt ? Man denke an das Schlagwort "Reset"... "Schlagwort (Linguistik), Ausdruck oder Spruch, durch den besondere Beachtung erzeugt werden soll. politisches Schlagwort, Zusammenfassung einer politischen Situation auf ein besonders einprägsames Wort. Stichwort (Dokumentation), Suchbegriff, ein Wort, das der inhaltlichen Erschließung dient."

01.03.2022

15:26 | Der Bondaffe "Manchmal traut man seinen Augen nicht" must read!!!

Manchmal traut man seinen Augen nicht, wenn man auf den Bildschirm schaut. Aber heute gibt es (scheinbar) eine massive Flucht oder massive Käufe in deutsche Staatsanleihen. Der Bund-Future März Kontrakt steigt um "sagenhafte" 1,7 Punkte auf knapp 170 Punkte und die Rendite für 10jährige Staatsanleihen geht im Moment auf minus -0,03% zurück. Von plus +0,15% zum gestrigen Schluss.

https://www.finanzen.net/futures/euro-bund-future
https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield
https://www.godmode-trader.de/futures/euro-bund-future-8-5-10-5-jahre-langfristig,134018

Da ist wohl "Panik im System" und wegen der Ukraine-Krise ausgerechnet deutsche Staatsanleihen zu kaufen, also das Land welches angeblich vom Russen als erstes "überfallen" oder mit "Atomraketen" angegriffen wird, macht keinen Sinn. Außer die modernen Investoren kennen sich nicht mehr auf den Landkarten aus und wissen gar nicht wo der "Safe Heaven Deutschland" geopolitisch eigentlich liegt.

Auch die Mainstreammedien scheinen zunehmend verwirrt. Jetzt hatte man sich auf steigende Zinsen/Renditen eingestellt und plötzlich ist alles an einem Tag zunichte gemacht. Und was vormittags um 9 Uhr noch gegolten hat ist um 13 Uhr schon hinfällig.

https://www.boerse-online.de/nachrichten/anleihen/deutsche-anleihen-geben-nach-1031241575

Das lege ich jedem ans Herz zu solchen Zeiten diese Mainstreamartikel zu lesen. Da stehen die Mainstreamschreiber nackt da, in den Redakteursstuben kann man nicht so schnell reagieren und sich gedanklich umstellen. Die Märkte reagieren jetzt sagenhaft schnell, da kommt der Mainstream nicht mit. Selbst die Schlagzeilen (Headlines) verwirren.

Es "ist Panik", denn außer ein diesen ver-RÜCKT-en Anleihekäufen ist nichts passiert. Die EZB verhält sich still weil ihr das Recht ist. Aber davon geht die hohe Inflation und die hohen angesammelten Geldmengen nicht weg. Die bleiben. Und so tun die Investoren und die Anlegerschafe genau das, was sie immer machen und treiben in Panik die Kurse hoch. Und nächste Woche um die gleiche Zeit kommt dann das "böse Erwachen".

Ich schreibs nochmal: Panik ist im System, die tägliche Volatilität (Schwankungsbreite) ist extrem hoch und besonders beachtenswert: es triff ALLE MÄRKTE. Also Aktien, Festverzinsliche, Edelmetalle, Rohöl, Gas und auch Währungen. Wobei der Clou natürlich eine handfeste Währungskrise wäre. Also wie aktuell in Russland. Eine EURO-Währungskrise aus dem Nichts und schwuppdiwupp müssen die Leitzinsen rauf.

Was wir hier sehen, hat "Showcharakter". Solche Phasen gibt es immer wieder. Das immer dann der Fall wenn Panik im System ist. Aktuell sind die Edelmetallpreise der beste Indikator: Gold über 2.000 USD und Silber über 25 USD für die Unze sind in Reichweite. Bei welchem Preisniveau für die Edelmetalle die Bankrotterklärung des Systems liegt vermag ich nicht zu sagen. Aber jetzt tauchen bald die folgenden Witze auf: "Wie kann man den Wert seines Autos (auch seines Elektroautos) um das Doppelte steigern? Ganz einfach: einmal auftanken!"

12:26 | Deutsche Bundesbank: Cash of the Future - Rede von Prof. Johannes Beermann, Vorstand der Deutschen Bundesbank

Vielmehr müssen wir heute unseren Teil dazu beitragen, die Zukunft des Bargelds zu lenken und auf künftige Herausforderungen vorbereitet zu sein. Denn, wie wir zu Beginn meiner Rede gehört haben, kann man die Zukunft am besten vorhersagen, wenn man sie selbst gestaltet. Mit unserer Studie zum Bargeld der Zukunft legen wir dafür einen wichtigen Grundstein. Damit Bargeld ein attraktives und verlässliches Zahlungsmittel bleibt - für alle Teile der Gesellschaft. Lassen Sie uns die Zukunft des Bargelds gestalten - jetzt!

Es ist immer wieder - im positiven Sinne - erstaunlich, mit welchem Realitätssinn und Ausgewogenheit die Bundesbanker auftreten und argumentieren. Es steht nur zu hoffen, dass diese sachliche Nüchternheit beim anstehenden Generationswechsel zumindest in einem akzeptablen Mindestmaß erhalten bleiben wird. AÖ

11:07 | dieunbstechlichen: Notenbank-Spitzeninstitut BIZ will Sozialkreditsystem wie in China

Unter dem Bargeldfeind Augustin Carstens hat sich die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in einen Propagandisten der Überwachungsgesellschaft nach chinesischem Vorbild verwandelt. In einer aktuellen Studie empfiehlt die BIZ – ohne es offen auszusprechen – das chinesische Sozialkreditsystem weltweit zur Nachahmung.

Das kann ausgerechnet der Fettmops nicht im Ernst wollen. Sein Äußeres zeigt einen Lebensstil, welchen das Sozialkreditsystems Chinas als nicht sozial und daher unwürdig einstufen würde:
- diese Fettleibigkeit bedeutet Gier
- er isst auf Grund seines Beamtenwohlstandes anderen, produktiveren Teilen der Gesellschaft das Essen weg
- er isst auf Staaskosten, also auf Kosten der anderen
- er ist eine Belastung für das Gesundheitssystem
- unsozial bis zum geht nicht mehr.
Daher wäre Carstens das erste Opfer seines eigenen Planes! TB

11:34 | Leser-Kommentare
(1) Seine Herren wissen, dass sie ihn in diesem Selbstläufer System nicht mehr brauchen.
Er selbst ist so fett und dumm gefressen, dass er es nicht durchschaut. Zur Fortpflanzung ist er ebenfalls absolut untauglich und sehr sehr schwer vermittelbar. Sofort Chippen den hässlichen Vogel.

(2) Für die welche gleicher sind - gilt das natürlich nicht, werter H.TB ? Wie kann er dann Opfer sein...

(3) Die Leseratte: Der würde gleich zum Start erstmal 100 Sozialpunkte abgezogen kriegen wegen seiner Völlerei. Mit dem, was dieser Mann zuviel gegessen hat, hätte man ganze Familien ernähren können, also absolut UNsozial gegenüber der Gemeinschaft!

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