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Ältere Kommentare unter der Tabelle.

Kommentar 01.06.2020

Die erfreulichen Trends der letzten Wochen setzen sich seit meinem letzen Kommentar am 26.05 fort, das Virus weicht zurück, ohne Impfung und ohne den Einsatz eines eigens dafür entwickelten Medikaments.

Neue Todesfälle

Österreich: Am 28.05 gab es eine Revision der Gesamtzahl von +28, seitdem keine neuen Todesfälle in Österreich. D: gestern 5, vor einer Woche waren es über 50, SPA: am 25 gab es eine Revision der Gesamtzahl nach unten von -2000, am 26.05 +28, seit dem wurden keine neuen Todefälle gemeldet. In UK wurde gestern einen neuen Tiefstand gemeldet, nur 113 Todesfälle.

Todesfallrate / Mio Einwohner

UK: Die Rate steigt von 500 auf 570, nur Belgien, Spanien und New York haben schlimmere Werte. New York ist von 1400 / Mio in am 26.05 auf 1540 gestiegen - eine Horrorzahl. New York muss die mit Abstand schlimmst getroffene Region der Welt sein. Das dämmert den New Yorkern allmählich, eine Debatte über die Politik von Bürgermeister di Blasio und Gouverneur Cuomo kommt dort langsam im Gange. Auch in Schweden ist diese Rate stark angestiegen, von 260 am 26.05 auf 435 am 31.05.

Aktive Fälle

Die Anzahl an Aktiven Fällen ist in vielen Ländern massiv zurückgegangen. In Österreich ist die Zahl von 760 am 26.05 auf 470 gefallen, in Deutschland von 11 000 auf 9700, in Italien von 55 000 auf 42 000. In den USA wurde am 30.05 ein Höhepunkt möglicherweise erreicht. Nur in New York und Schweden steigt die Zahl an Aktiven Fällen noch weiter an. Dieser Wachstum an aktiven Fällen steht schon länger in Widerspruch zu dem Rückgang an täglichen Todesfällen. Der Höhepunkt wurde am 12.04 in New York mit 590 Todesfällen erreicht, gestern waren es 90, in Schweden war der Höhepunkt am 21.04 mit 185 Todesfällen, am 30.05 waren es nur 45.

Brasilien

Da Brasilien in letzter Zeit oft in den Nachrichten als besonders schlimmes Beispiel gennant wird, eine kurze Bemerkung an dieser Stelle zu den brasilianischen Statistiken. Gestern wurde im ORF berichtet, dass Brasilien mit 29 000 Toten in der Weltrangliste schon an 4. Stelle liegt. In absoluten Zahlen, wenn man sie glauben mag, stimmt das. Brasilien ist allerdings ein Land mit einer grossen Bevölkerung, mit 210 Mio Menschen liegt Brasilien an sechster Stelle. Die Zahl von 29 000 Toten ist daher wenig aussagekräftig. Eine Statisitk mit wesentlich mehr Aussagekraft ist die Anzahl an Toten / Mio Einwohner. Hier liegt Brasilien an 16. Stelle mit einer Zahl von 138 / Mio Einwohner, ein Wert der in unserer Tabelle nur von Deutschland und Österreich geschlagen wird.

Man solle allerdings erhebliche Zweifel daran haben, ob diese brasilianischen Statistiken überhaupt richtig sind. Brasilien behauptet 930 000 Tests durchgeführt zu haben, davon waren 500 000 positiv, eine Rate von mehr als 50%. Bei allen anderen Ländern zeigen zwischen 7% und 10% der Getesteten positiv an. So in den USA (1,7 Mio aus 18 Mio) oder in SPA, IT, UK (250 000) aus 4 Mio usw.

Die Sterbefallrate in Brasilien (29 000 / 500 000) ist nach diesen Werten 5,8%, weit unter dem Wert der meisten west-europäischen Länder und nur wenig über dem deutschen Wert von 4,6%. Man sieht, diese Statistiken sind für sensationshungrigen Journalisten oft gut, aber genauso oft irreführend, wenn man verstehen will, was wirklich los ist.

Ich hoffe, dass diese Rubrik helfen konnte, ein bisschen Licht in dieses statistische Dickicht zu bringen. Leider hat die Politik in den vergangenen Monaten diesbezüglich wenig zu einem besseren Verständnis der Lage beigetragen, Wollte sie nicht, oder konnte sie nicht?

Mein persönlicher Eindruck nach diesen 10 Wochen statistischer Analyse ist, dass wir, trotz der tatsächlich existierenden Letalität von Covid 19, mit keiner medizinischer Krise zu tun hatten, sondern mit einer politischen Krise.

Diese Krise ist erwartungsgemäß in den Ländern am stärksten aufgetreten, in der die Politik schon vorher die Lage nicht unter Kontrolle hatte. Diese Länder sind UK, USA, FRA, SPA, ITA usw. Dass die gut verwalteten Staaten AT und D mit der gesundheitlichen Bedrohung dieses Virus gut umgehen konnten, sollte nicht überraschend sein. in diesen beiden letztgenannten Ländern ist ein gesundheitlicher Schaden in der Bevölkerung eigentlich nicht auszumachen. Der Schaden, der entstanden ist, ist in den Bereichen Politik und Wirtschaft entstanden. Das Covid 19 Virus kann für die Entstehung dieses Schadens wohl nicht verantworlich gemacht werden, die Verantwortung dafür liegt bei den Politkern und ihren "Experten" und wird vermutlich an ihnen immer hängen bleiben.

 

 

Die erste Tabellen zeigt Statistiken zu der Todesfallrate, die zweite dokumentiert den Rückgang an aktuellen Fällen vom Höchstwert, insofern ein Höchstwert schon erreicht wurde.

Bildschirmfoto 2020 05 26 um 10.22.00Bildschirmfoto 2020 05 26 um 10.21.51

 

Case Fatality Rate | Todesfallrate
(Total Deaths as % of Total Cases)

Todesfälle /

1 Mio Einw.

New

Deaths

(01.06)

Total
Deaths

Total

Cases

  01.04 01.06        
Austria 1,36 4,0 74 0 668 16 730
Germany 1,2 4,6 103 5 8600 183 500
Italy 11,9 14,3 550 75 33 400 233 000
Spain 9 9,5 580 2 27 120 286 500
France 7,1 15,2 440 31 28 800 188 900
UK 7,8 14,0 570 113 38 500 274 500
USA 2,37 5,9 320 640 106 200 1840 000
NY State 2,64 7,9 1540 90 29 900 380 000
Sweden 4,8 11,7 435 k.A  4400 37 540

 

 

Aktuelle Fälle seit dem Höchststand

Gesamtfälle minus Gestorbene minus Genesene = Aktuelle Fälle

 
 

Datum

Höchst-

Wert

03.04 07 19 23 28 30 01.06 Neue

Fälle

(01.06)
Austria 03.04 9334 8350 3796 2786 2363   470 46
Germany 06.04   69566 53100 44250 38130   9 700 200
Italy 19.04     108250 106850 105800   42 000 330
Spain 23.04       100100 85100   62 500 200
France 28.04         95365   92 000 250
UK 08.05             k.A 1950
USA 08.05           1176 000 1130 000 19800
NY State 08.05             283 400 1300
Sweden 08.05             28 000 430

Source/Quelle: www.worldometers.info. Worldometers veröffentlicht Statistiken zu Covid 19 den Angaben der nationalen Behörden und der WHO entsprechend.

Ein Fall (Case) ist jemand, der auf Covid-19 positiv getestet wurde, nicht jemand, der unbedingt krank ist.

Die Zahl an Aktuellen Fällen plus die Zahl an Todesfällen plus die Zahl an Genesenen = Total Cases.

Intensiv Betten: The variability of critical care bed numbers in Europe (Zahlen von 2012)

Eri Wahn: Corona Datenanalyse 01.05.2020

JJ: Mortalität USA 2016 - 2020  EIn Vergleich

JJ: Mortalität Ö 2016 - 2020 Ein Vergleich

18:07 | Leserkommentar:
Danke an John James für die neuesten Analysen und für die ebenfalls angesprochene Kritik der Verlautbarung von reinen absoluten Zahlen.Horrorzahlen im ORF, Israel wieder 115 infizierte und Russland bereits an die 400.000 Infizierte.
Habe an den Herrn ORF-General und vielen anderen in CC gebeten, im Sinne von guten Journalismus die Zahlen in Relation zur Einwohnerzahl pro Million zu setzen. Ob es was hilft?

Bleibt zu hoffen! Aber die MSM müssen halt das Narrativ noch ein wenig aufrecht erhalten. Wie man bereits lesen konnte, sind Wissenschafter "enttäuscht", dass sich das Virus so rasch zurückzieht. OF

 

26.05.2020

Kommentar 26.05

Mein letzter Kommentar war am 16.05, vor 10 Tagen. Die Lage hat sich in den letzten 10 Tagen gewandelt. Die Zahlen sind sensationell stark zurückgegangen, so stark dass man, zumindest als Laie, den Eindruck hat, der Höhepunkt der medizinischer Krise sei eindeutig vorbei.

In der Rubrik Neue Todesfälle ist die Zahl der Toten in Schweden von 120 am 16.05 auf 30 am 26.05 gefallen, in den USA von 1600 auf 500, sogar in UK von 380 auf 120. Der Vogel schießt aber Spanien ab. Gestern wurde die Zahl der Todesfälle Gesamt um 2000 nach unten revidiert, ein Rückgang von 8%. Aus Medicalxpress:

"A new system of gathering data had allowed them to identify cases that were counted twice and exclude deaths wrongly attributed to the virus, said Fernando Simon, the health ministry's emergencies coordinator."

Auch die Sterbefallrate ist in vielen Ländern gefallen, etwas das bisher nicht beobachtet wurde. In Spanien von 10% am 16.95 auf 9,5% am 26.05, in UK von 14,4% auf 14,2%, in Schweden von 12,5% auf 11,9%. Die Sterbefallrate ist bis vor kurzem in allen Ländern noch angestiegen, da die Zahl an Neuen Todesfällen pro Tag langsamer gefallen ist als die Zahl der Neuinfektionen pro Tag. Jetzt sinkt die Mortalität wohl schneller als die Anzahl an Neu-Infizierungen.

Die Anzahl an Aktuellen Fällen ist auch stark gesunken. In Österreich gibt es nur mehr 760 Aktive Fälle, das sind 85 pro Bundesland. In den 16 deutschen Bundesländer gibt es nur noch 11 150 Aktive Fälle, das sind 700 pro Bundesland. Laut RKI liegt die Anzahl der Infizierten in Deutschland zwischen 0,002% der Bevölkerung in Mecklenburg Vorpommern und 0,016% in Bayern.

Die Anzahl an Neuen Fällen ist in allen Ländern massiv zurückgegangen. In den USA gab es am 16.05 noch um die 30 000 Neuinfizierungen pro Tag, am 26.05 waren es nur noch 20 000. In New York ist die Zahl von 3300 auf 1300 gefallen, in Schweden von 650 auf 380, in Italien und Frankreich von 1300 auf 300 und in UK von 4600 auf 1600. in Spanien gabe es gestern als Folge der Revision ein Minus von 372 Neuen Fällen. (WIe kann man eine negative Zahl an Neuerkrankungen haben, frage ich mich. An dieser spanischen Revision zeigt sich wohl, wie unverlässlich diese ganzen Statistiken sind.)

Eine Kuriosität zum Schluß. In Schweden, den USA und im UK fallen die Todeszahlen pro Tag seit den 21. April. Gleichzeitig gibt es bei der Anzahl an Aktuellen Fällen in diesen Ländern keine Trendwende, die Anzahl an Aktuellen Fällen steigt nach wie vor. Grossbritannien veröffentlicht seit Wochen keine Zahlen zu dieser Kategorie, aber ich schliesse daraus, dass es auch in UK keine Besserung in dieser Kategorie gibt, sonst wurde man das veröffenltichen.

In allen anderen Ländern wurde allerdings eine Höchstzahl an Aktiven Fällen (wie in der unten stehenden Tabelle zu sehen) längst erreicht.

Liegt dies daran, dass in diesen drei Ländern der Lockdown weniger effektiv war? Nichtdestotrotz geht in diesen Ländern genauso die Anzahl an Neuen Todesfällen und an Neuinfizierungen deutlich zurück. Die Trends verlaufen gegen einander - der Virus breitet sich weiter aus, bringt aber weniger Menschen um. Entsteht in diesen Ländern vileleicht eine Herdenimmunität, verliert der Virus an Letalität, verbessert sich die medizinische Behandlung oder liegt es an dem wärmeren und sonnigeren Wetter?

Es stellt sich grundsätzlich die Frage, ob die Politiker die Gefährlichkeit des Virus nicht von vornherein falsch eingeschätzt haben. An Stelle einer Politik, die das Ziel hatte, besonders gefährdete Menschen zu schützen (in der Mehrheit waren das Menschen im Pensionsalter), wurde die Wirtschaft runtergefahren, den Zugang zu Bildung eingeschränkt und Sport und Kultur unterbunden, in andern Worten Maßnahmen gesetzt, die auf alle Menschen negative Auswirkungen hatten.

Wenn die Epidemie tatsächlich nun abklingt, bevor ein spezielles Medikament oder neue Impfung dafür entwickelt wurde, werden die Politiker die Lockdown Maßnahmen nolens volens beenden müssen. Dann muss allerdings eine Debatte um die Sinnhaftigkeit und Verhältnismäßigkeit der ergriffenen Maßnahmen beginnen, so wie eine Erfassung des Ausmasses der angerichteten wirtschaftlichen Schadens.

Kann es sein, dass Politik und Wissenschaft inzwischen mehr Angst vor dieser anstehenden Debatte haben als vor der Gefahr, die noch vom Virus ausgeht?

Kommentar 18.05.2020

Ich habe die Tabellen updatet, die die Mortalität in Österreich und in den USA in diesem Jahr mit der Mortalität in den Jahren 2016 - 2019 vergleichen. Für den Link, bitte die Ländernamen anklicken.

In beiden Ländern sind die Zahlen für Februar und März von den Behörden nach oben korrigiert worden. Die US Behörden brauchen dafür anscheinend besonders viel Zeit, die US Zahlen sind stark in die Höhe gegangen.

Das hat aber zu einer bemerkenswerten Konvergenz geführt. In beiden Ländern gibt es seit dem ersten Covid Todesfall eine Übersterblichkeit von ca. 10% im Vergleich zu dem 4 Jahresdurchschnitt der Jahre 2016 - 2019. Das ist eine Zahl für Österreich von 1200 Toten, für die USA von 50 000 Toten.

In Österreich gibt es offiziell 630 Todesfälle wegen Covid 19. Was hat die verbleibende Differenz von 570 Todesfällen verursacht? Sind das Kollateralschaden?

Es gibt Stimmen, die argumentieren, dass der Lockdown und die Konzentration von medizinischen Ressourcen auf die Corona Problematik zu einem Anstieg an Todesfällen in anderen Bereichen geführt hat, weil Patienten die medizinische Betreuung, die sie gebraucht hätten, nicht erhalten haben. So hat auch der Autor der Studie des deutschen Innenministeriums argumentiert. Ähnliche Argumente sind aus Großbritannien zu hören.

In den USA ist seltsamerweise der gegenteilige Effekt zu beobachten, Offiziell behaupten die USA 90 000 Opfer des Coronavirus zu haben, eine Zahl die doppelt so hoch ist als die ermittelte Übersterblichkeit. Das ist ein weiterer Hinweis darauf, dass die offiziellen Covid-19 Zahlen in den USA zu hoch sind. Am 04.05 habe ich in diesem Blog auf die Website der US Behörde CDC hingewiesen, wo eine andere Zahl genannt wird: ca. 40 000 Covid-19 Tote. Diese Zahl dürfte die Richtigere sein.

Kommentar 16.05.2020

Der letzte Kommentar in dieser Rubrik war am 09.05, vor einer Woche. Die Trends sind gefestigt, ein tägliches Update ist nicht notwendig. Ich versuche, morgen die Tabellen zur Übersterblichkeit zu updaten.

Die Sterbefallrate ist in Spanien und Schweden leicht gesunken. Diese Trendumkehr ist ein sehr positives Zeichen.

Die Zahl der Aktiven Fälle ist in den EU Ländern sehr stark gesunken. In Ö gibt es nur mehr 1000. Seit dem 09.05 ist die Zahl an Aktiven Fällen in D um 33%. in ITA um 20% und in SPA um 11% gefallen. In FRA bleibt die Zahl der Aktiven Fälle seit dem 16. April stabil, aber konstant hoch, bei mehr als 90 000.

Das UK gibt seit einigen Tagen keine Statistiken zu Aktiven Fällen, Genesenen oder Kritischen Fällen heraus. Das suggeriert, dass die Regierung mit ihrem Latein am Ende ist. Die Bevölkerung gewinnt jedenfalls zunehmend diesen Eindruck. Der Lockdown hat die Kurve nicht abflachen können, das UK hat inzwischen die meisten Toten in der Welt nach den USA. Die Zahlen aus den USA sind aber, wie wir wissen, künstlich aufgebauscht und die USA hat eine Bevölkerung, die fünfmal so groß ist.

Auch wenn es wahr ist, dass die meisten britischen Toten mit und nicht an Covid 19 gestorben sind, offenbart die britische Reaktion auf diese Krise irgendeine tiefsitzende Malaise in britischen System. Es wird lange dauern, bis man halbwegs klar sehen wird können, wie es zu dieser katastophalen Entwicklung kommen konnte. Die UK ist derzeit gelähmt, vielleicht sogar in einem Schockzustand.

Die Schliessung einer Wirtschaft ist nach meinem Dafürhalten kein sinnvolles Mittel, gefährdete Personen (Alte, Pflegefälle, Immunschwache) vor einer gefährlichen Krankheit zu schützen, Für ein Land wie das UK, das ein "Service" Economy hat, die weitgehend auf einem Netzwerk an Kurzzeitverträgen aufgebaut ist und auf internationale, Just-in-Time Lieferketten angewiesen ist, war dieses Lockdown ein Mega GAU. Man fragt sich, was die Regierung sich dabei gedacht hat.

Das andere Land in einer extremen Lage ist Schweden. Schweden hat sich wenigstens bewusst dafür entschieden, im Frühjahr 2020 mehr Tote zu akzeptieren, um langfristig den Schaden zu minimieren und eine Herdenimmunität aufzubauen. Die schwedische Regierung hat die Gefahr möglicherweise unterschätzt. Schweden steht trotzdem besser da als die Lockdown Länder UK, SPA, FRA, ITA und NY.

Eine norwegische Freundin hat mir gestern erzählt, dass alte Menschen in Skandinavien generell stiefmütterlich behandelt werden und dass ihr Zugang zu medizinischer Pflege eingeschränkt ist, jedenfalls verglichen mit den medizinischen Leistungen, die betagten Österreicher und Deutschen erwarten können. Die mag zu der hohen Sterberate begetragen haben, bekanntlich ist die Sterberate in den schwedischen Altersheimen sehr hoch. JJ

Mein Kollege AÖ hat eine etwas andere Sicht zu Schweden als ich. Ich bringe an dieser Stelle den Kommentar, den er gestern auf der Europa Seite über Schweden schrieb:

1) Die gemeldeten Todeszahlen der letzten drei Tage: 147, 69 und 117. Sprich in drei Tagen mehr als halb so viele Tote wie in Österreich insgesamt (628)
2) Sämtliche Schulabschlußfeiern, die sogenannten Studentflak, bei der die Maturanten auf LKWs durch die Stadt fahren und sich betrinken, werden bis zum Jahresende verboten, ja, verboten. Die Maturanten erfreut dies naturgemäß wenig und protestieren lautstark dagegen.
3) Die Grenzen für die Einreise nach Schweden bleiben bis 15. Juni geschlossen.
4) Die Diskussion um den "schwedischen Weg" wird in Schweden von Tag zu Tag schärfer, kein Wunder angesichts der weiterhin extrem hohen Todeszahlen.
7) Die Zahl der Infizierten geht nur leicht zurück, die in Spitalsbehandlung Befindlichen dagegen deutlich, sowohl auf normalen Stationen als auch auf der Intensivstation. AÖ

Kommentar 09.05.2020

ich habe seit drei Tagen keinen Update gemacht, die Trends sind inzwischen langanhaltend und klar.

In allen Ländern ausser Schweden setzt sich der Abwärtstrend in der Anzahl an neuen Todesfällen / Tag kontinuierlich fort. Bei den Aktiven Fällen gibt es aber eine merkwürdige Schere zwischen AT, D, ITA und SPA und den anderen Ländern. Während die Zahl an aktiven Fällen in diesen Ländern auch kontinuierlich sinkt, steigt sie weiterhin in den westlichen Ländern. Ein Ende des Anstiegs ist in diesen Ländern nicht in Sicht. Dieser Anstieg steht auch im Widerspruch zu den fallenden Todeszahlen.

Ein Lichtschimmer für UK. Die Sterbefallrate ist von einem Höchstand über 15% auf 14,8% zurückgefallen. Nur in Belgien ist diese Zahl höher. Da ist die Sterberallrate 16.4%!

EIn Schmanker am Ende: das Millarden-Reich China hat gestern 1 (EINen) neuen Corona Fall gemeldet und keine Toten. Die Sterblichkeit pro Million Einwohner ist nur 3, ein Zwanzigstel des österreichischen Werts. Wie haben die das so toll hingekriegt?

Kommentar 06.05.2020

Die Schere zwischen Mitteleuropa und den Ländern an der Atlantikküste geht weiter auseinander - ein Höchststand an Aktiven Fällen ist in diesen Ländern immer noch nicht in Sicht.

Ich habe die Tabellen updatet, die die Mortaltität in Österreich und den USA in den Jahren 2016 - 2020 vergleichen. Die Links sind unter den beiden Tabellen zu finden, die auf dieser Seite veröffentlicht werden. Dort is auch ein Link zu Eri Wahns neuester Analyse.

Seit der Ausrufung des Notstands in Österreich am 16.03 liegt die Mortalität um 1080 Fälle über dem 4 Jahres Durchschnitt. Österreich zählt, zweifellos sehr gewissenhaft, 600 Covid-19 Tote. Das ergibt eine Differenz von nahezu 500 zusätzlichen Todesfällen, die einer Erklärung bedürfen. Das sind fast genauso viel wie jene, die mit Covid -19 gestorben sind. Wir reden hier von einer Übersterblichkeit, die seit dem 16.03.2020 um 13% über dem Durchschnittswert liegt. Sind die anderen 500 Todesfälle vielleicht Auswirkungen des Lockdowns?

In den USA gibt es seit der Ausrufung des Notstandes eine Übersterblichkeit von 16 000 Fällen oder 4% plus gegenüber dem 4 Jahres Durchschittswert. Kurioserweise behauptet die USA 72 250 Covid-19 Todesfälle zu kennen (bzw 39 000 wenn man die Quelle hernimmt, die ich gestern besprochen habe).

Laut CDC liegt die Übersterblichkeit in den USA im Vergleich zu Östereich nur 4% über dem 4 Jahres Durchschnitt. Gewiss tritt die Epidemie in den USA vor allem in einigen wenigen Städten auf und dort umso heftiger. Nichtsdestotrotz scheint es sich hier um eine gewaltige Rekategorisierung von anderen Todesursachen zu handeln.

Es gibt zweifellos eine Übersterblichkeit in den USA und die Werte für die zwei Wochen vor Ostern waren um 16% bzw. 20% höher als im Durchschnitt. Diese 20 000+ Toten dürften die wirklichen US-amerikanischen Opfer von Covid-19 sein. Wie TB vorgestern am Cover erläutert hat, handelt es sich darüber hinaus vermutlich um statistische Zauberei. Wie war noch einmal das Wort von Winston Churchill? "Glaube nie eine Statistitk, die....."

Kommentar 04.05.2020

In Österreich gab es gestern und vorgestern nur 2 Tote, der Dreitagesdurchschnitt an neuen Fällen ist unter 3o gefallen. In allen EU Ländern ausser Schweden gibt es in allen wesentichen Kategorien starke Abwärtstrends. Gestern war in Schweden zum erstenmal ein Abwärtsknick in der Kategorei Aktive Fälle.

Nur in UK und USA steigt die Zahl der Aktiven Fälle weiter an. Allerdings gibt es in UK inzwischen einen klaren Abwärtstrend bei den Sterbefallen von durchscnittlich 1000 / Tag zu Ostern auf ca. 400 / Tag jetzt, am Anfang Mai.

Update 11:00

Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC scheint ihre Methodologie geändert zu haben. Am 14.04.2020 hat sie beschlossen, nicht nur alle bestätigen Covid 19 Fälle, sondern auch alle Verdachtsfälle in der Statistik als Covid 19 Fälle zu zählen. Das hat die Zahlen natürlich aufgebläht. Jetzt gibt es einen Hinweis darauf, dass sie ihre Methodologie wieder geändert hat.

Obwohl Worldometers und das Johnshopkins University Coronavirus Resource Centre immer noch eine Zahl von ca. 69 000 Todesfällen für die USA ausweisen, gibt die Webseite der US Gesundheitsbehörde CDC in ihrer neuesten Statistik zu Todesfällen in den USA eine ganz andere Zahl an, nämlich ca. 38 000 Todesfälle, um 45% weniger!

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, wie die Zahlen in den letzten Wochen abgefallen sind. Die Zahlen für die Wochen 4/18 (10 750 Tote), 4/25 ( 3700 Tote) und 2/5 (190 Tote) sind provisorisch, das heisst noch nicht vollständig. Die Diskrepanz von 40 000 Toten kann aber der zu erwartende Anstieg in den Zahlen für diese Wochen nicht wettmachen.

An anderer Stelle hat das CDC hat auch einige Angaben (unter Key Points) zu Hospitalisierungsraten angegeben. Das CDC sieht die momentane Belastung der Corona Epidemie als eine, die sich im Rahmen einer schweren Grippewelle abspielt. Zitat:

o Für Menschen ab 65 Jahren sind die aktuellen COVID-19 Hospitalisierungsraten ähnlich hoch wie zu vergleichbaren Zeitpunkten* in Grippesaisonen mit einem schweren Verlauf.
o Bei Kindern (0-17 Jahre) sind die COVID-19-Hospitalisierungsraten viel niedriger als die Hospitalisierungsraten während der jüngsten Grippesaisonen.

Erleben wir hier eine Trendwende in der behördlichen Berichterstattung in den USA? Werden diese Zahlen auch von JohnsHopkins und Worldometers übernommen werden? Diese Websites geben an, sich an den Vorgaben des CDC zu halten.

Kommentar 03.05.2020

Neuer Tiefstand an Neu-Infektionen in Österreich, nur 27. Dieser Wert wurde zuletzt am 09. März registriert, am Anfang der aufsteigenden Kurve.

UK, USA und Schweden steigt die Zahl der aktiven Fälle noch, UK hat jetzt die mit Abstand höchste Sterbefallrate und die vierthöchste gemessen an der Bevölkerung. Die Fünf am schlimmsten getroffenen Länder sind Belgien, Spanien Italien, UK und Frankreich (mit 380 üer Miol Einwohner) sind in einer eigenen Liga. Danach kommen NL mit der vergleichsweise geringer Zahl von 290 / Mio und Schweden mit 260 / Mio.

Kommentar 02.05.2020

Deutlicher Rückgang an neuen Todesfällen in allen Ländern und an Neu-Infizierungen in allen Ländern ausser UK. Die Anzahl an Neu-infizierungen ist in UK in den letzten zwei Tagen sprunghaft wieder angesprungen und die tägliche Zahl an Toten bleibt hoch mit ca. 750. Auch die Zahl der aktiven Fälle bleibt in UK und USA in einem deutlichen Aufwärtstrend.

Der Höhepunkt an Toten in Schweden wurde am 21.04 erreicht (185), Seitdem ist ein kontinuierlicher Rückgang zu beobachten.

Ich eine eine neue Spalte eingefügt: Tote per 1 Miliion Einwohner. Unter den von Covid 19 betroffenen Ländern sind Deutschland und Österreich in einer Sonderklasse. Sie sind natürlich mit Ländern wie Lettland, Russland, Polen, Kroatien und Griechenland nicht zu vergleichen, die Werte unter 20 per 1 Mio Einw. aufweisen. Erstaunlicherweise ist das mit Abstand am schlimmsten betroffenen Gebiet New York State (Bevölkerung 19,5 Millionen).

Übrigens der Wert für China ist 3 per 1 Milllion Einwohner. Nur noch die Länder in Afrika und dem Caucasus haben noch bessere Werte als China.

Kommentar 29.04.2020

Gute Nachrichten für das UK. Zum ersten Mal ist die Zahl der aktiven Fälle gesunken. Es gibt auch im UK seit dem 19.04 einen klaren Abwärtstrend in den Neuen Fällen pro Tag. In Frankreich gibt es seit dem 07.04 einen klaren Abwärtstrend in den Neuen Fällen pro Tag.  Seit dem 19.04 ist die Zahl der aktiven Fälle in Frankreich bei circa 94 000+ stabil. Am 27.04 wurde mit 95 360 ein vorläufiger Höchstwert notiert. Im Westen geht es endlich in die richtige Richtung.

Eine der Fragen, die regelmäßig auftaucht, ist die Frage, ob das Corona Virus tatsächlich zu einer Erhöhung der Mortalität geführt hat oder ob es sich hier um eine Re-kategorisierung von einer Mortalitätsrate, die sich im gewohnten statistischen Rahmen bewegt.

Ich habe zwei Tabellen vorbereitet, die diesen Aspekt der Covid 19 Epidemie beleuchten, eine für Österreich und eine für die USA. (Für den Link bitte auf den Namen des Landes klicken. Herzlichen Dank an den Leser aus Oberösterreich, der uns die Daten für Österreich geschickt hat.)

Die Tabellen zeigen die Anzahl an Todesfällen pro Woche von Februar bis Ostern für die Jahre 2016 bis 2020.
In der fünften Spalte ist der Durchschnittswert der Jahre 2016 – 2019 angeben.
In der sechsten den Wert für 2020.
In den letzten zwei Spalten die Differenz des Wertes 2020 zum Durchschnitt in absoluten Zahlen und auch in %.

Unter den Tabellen befindet sich eine vergleichende Berechnung für die Werte ab dem ersten Februar, ab dem ersten Covid 19 Todesfall und ab der Verhängung von Notmaßnahmen in dem jeweiligen Land. In Österreich ereignete sich der erster Covid 19 Todesfall in der Woche 11 und die Notmaßnahmen wurden ab der Woche 12 verhängt. In den USA waren es die Wochen 9 und 11.

Tatsächlich gibt es in Österreich seit der 11. Woche eine erhöhte Mortalität und zwar um etwas mehr als 800 Personen, was eine Übersterblichkeit gegenüber dem Durchschnitt von 10 bis 13% ausmacht.

In den USA gab es nur in den drei Wochen vor Ostern eine erhöhte Mortalität und zwar um lediglich 0,5%.

Es wurde schon oft berichtet, dass in den USA jeder Todesfall, der Covid-ähnliche Symptome aufweist, als Covid 19 Todesfall in die Statistik geführt wird. Anscheinend gibt es von staatlicher Seite finanzielle Entschädigungen für die Spitäler, die Covid-Kranken gratis behandeln. Es sieht so aus, als ob es in den USA weitgehend um eine Rekategorisierung von Todesfällen geht, die ohnehin vorgefallen wären.

Es gibt viel, was wir über Covid 19 noch nicht wissen. Aber wir wissen, dass das Virus vor allem bei Menschen, die das Pensionsalter erreicht haben, fatale Folgen hat. Wir wissen auch, dass Spitäler und Altersheime zwei Orte sind, an dem das Risiko eine Covid 19 Infektion zu bekommen besonders hoch ist.

Es stellt sich die Frage, ob das Runterfahren der Wirtschaft, wie es in Europa und im Übersee erfolgt ist, eine geeignete Maßnahme war und ist, um dieser Problematik entgegen zu wirken.

Kommentar 27.04.2020

Nachdem die Todesfallrate in allen Ländern sich bei einem Höchstwert stablisiert hat und eine Verlangsamung der Verbreitung in allen Ländern zu beobachten ist, habe ich heute die Statistik geändert.

In der zweiten Tabelle wird jetzt die Zahl der Aktuellen Fälle seit dem Höchststand der Aktuellen Fälle in jedem Land angegeben. Die Zahl der aktuelle Fälle (= offene Fälle) ergibt sich aus der Zahl der Gesamtinfektionen minus der Zahl der Verstorbenen und minus der Zahl der Genesenen.

Interessanterweise haben die wenigsten Länder einen eindeutigen Höchstwert schon erreicht. Von Frankreich bis Schweden steigt die Zahl der aktuellen Fälle noch, in UK und USA noch ziemlich rapide.

Ich habe auch der dritte Teil der Gleichung Aktuelle Fälle / Todesfälle / Genesene angegeben und zwar als Prozentsatz aller Fälle. Diese Zahl kann man dann mit der Todesfallrate vergleichen. Die Differenz sind dann die Aktuellen Fälle. Beispiel Österreich Genesen 81% + Gestorben 3,6% = Aktuelle Fälle 15,4% aller registrierten Fälle. Leider haben wir in Europa immer noch keine Ahnung, in welcher Größenordnung die Anzahl der nicht schwer erkrankten, aber doch mit Covid 19 infizierten Menschen einzustufen wäre. Diese Statistik würde möglicherweise die erstaunliche Bandbreite an Werten in der Spalte "Genesene" erklären. Oder die Zahl "Aktuelle Fälle" ist in manchen Ländern einfach falsch - viele die noch als Aktuell gelten sind vielleicht längst schon wieder gesund, nur von der Bürokratie nicht als solche erfasst worden. Wer weiß. Jedes Land geht mit der Situation anders um, man vergleicht hier offensichtlich Äpfel mit Birnen. Vielleicht können wir nur festhalten, dass in Mitteleuropa die Tendenz eindeutig positiv ist und im Westen noch sehr unsicher.

Kommentar 26.04.2020

Die Anzahl an neuen Todesfällen ist gestern massiv gesunken, auch in UK Gott sei Dank. In UK hatten wir statt eine Zahl um die 800 nur 413 neue Todesfälle. Auch in den USA und New York ist die Zahl an neuen Todesfällen deutlich gefallen. Ist die Trendwende jetzt auch im Westen erreicht? Hoffen wirs.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Schweden (pop 10.Mio, keine strengen Massnahmen) bis heute insgesamt 18 650 Fälle hat und Österreich (pop 9 Mio, strenge Massnahmen) insgesamt 15250 hat. Kein so großer Unterschied, finde ich. Bei den Todeszahlen schneidet Schweden wesentlich schlechter ab als Österreich - 2200 gegen 550 - oder Vier mal so viel. Schweden hat ein Viertel der Intensivbetten pro Kopf, die Österreich hat. Ich will aber nicht behaupten, dass das der einzige oder gar der wichtigste Grund für diese Diskrepanz wäre.

Der Leser Eri Wahn hat eine hervorragende statistische Darstellung des Ablaufs der Corona Epidemie aufbereitet und uns zur Verfügung gestellt. Sein Bericht ist unter diesem Link abrufbar. Seine Analyse ermöglicht eine weitere, sehr wichtige Sicht auf die Daten, da er uns eine graphische Sicht auf die Entwicklung der Active Cases ermöglicht. Ich zitiere aus seinem Bericht:

Ich habe eine zusätzliche Berechnung eingeführt, die einer weiteren Unsitte in der Medienberichterstattung entgegenwirken soll: das tägliche Vorbeten von aufaddierten Zahlen seit Beginn der Krise oder deren absolute Zunahmen. Bei den Toten mag das Sinn machen, bei den Fallzahlen nicht, da ja die „Fälle“ nach einer gewissen Zeit keine Rolle mehr spielen. Der positiv Getestete ist dann entweder leider tot oder hat die Erkrankung überstanden.

Deswegen habe ich zu jedem Zeitpunkt die dann aktiven Fälle berechnet, d.h. die aufgelaufenen Fälle minus die Fälle, die einige Zeit zurückliegen. 

• Die blaue Linie auf Folie 7 zeigt dabei die historische Entwicklung in den Ländern. Man sieht für alle Länder außer Schweden und Belgien, dass der Höhepunkt überschritten ist. Selbst für Spanien kann man erkennen, dass nie mehr als 17.000 aktive Fälle vorhanden waren (bei 213 Tausend Fällen bisher).

• Auf Folie 8 sieht man detaillierter die Verhältnisse in Österreich, Deutschland und der Schweiz: Österreich hat nur noch 1.700 aktive Fälle (Personen, die in den letzten 13 Tagen positiv getestet wurden). Der Höhepunkt lag mit 9.100 Fällen am 2. April, d.h. die Anzahl der aktiven Fälle hat sich seitdem auf 20%(!) reduziert. Die Wahrscheinlichkeit für einen Österreicher auf einen in den letzten 13 Tagen positiv Getesteten zu treffen, liegt bei ca. 1 : 5100. Deutschland steht nicht ganz so gut dar mit einer „treffe Deinen Corona-positiven Wahrscheinlichkeit“ mit 1 : 2250. Deutschland hat seinen Höhepunkt am 9. April auch nur fast halbiert.

. • Leider gibt auch diese Berechnung nur die halbe Wahrheit, wieder, da die Anzahl der unentdeckten aktiven Fälle noch zu addieren wäre. Leider sehe ich nur wenig Drang in der Politik und der von ihr abhängigen „Wissenschaft“, diese immens wichtige Information zu beschaffen.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Eri Wahn für diese tolle Arbeit. Ich werde ganz oben in dieser Rubrik einen permamenten Link zu seinem Bericht erstellen.

 

Kommentar 25.04.2020

Sehr starker Rückgang an Neuen Todesfällen in den Ländern Mitteleuropas (Schweden bis Italien). In Östereich nur 6 neue Todesfälle. UK entwickelt sich immer mehr zu einem chronischen Fall, die Politk  verzweifelt,langsam. Angeblich ist das Kabinett gespalten, eine Gruppe um den Finanzminister will eine Öffnung, eine andere um den Gesundheitsminister will, solange as keine Aussicht auf Besserung der Lage gibt, den Lockdown trotz dem enormen wirtschaftlichen Schaden verlängern.

Bei der Pressekonferenz am 23.09 veröffentlichten die US Behörden einige wichtige Erkenntnisse: ( zu sehen hier bei Minute 18:45). WIe vermutet, töten Sonnenlicht und hohe Luftfeuchtigkeit das Covid 19 Virus.

William N. Bryan, Dept of Homeland Security, Undersecretary for Science and Technology, präsentierte eine Tabelle mit dem Half Life des Virus unter verschiedenen Bedingungen. Unter Half Life versteht er die Zeit, nach der die Lebensdauer des Virus halbiert ist. Ein Half Life von 18 Stunden bedeutet also, dass das Virus nach weniger als 36 Stunden tot ist.

Die erste Zeile in der Tabelle des DHS gibt die optimalen Bedingungen für das Virus an: 21 -24 C, 20% Luftfeuchtigkeit, Keine Sonne  -  Half Life 18 Stunden

In den 2. und 3. Zeile werden Temperatur und Luftfeuchtigkeit erhöht. Bei 35 C, 80% LF ohne Sonne sinkt das HL auf nur 1 Stunde,

Sonnenschein bewirkt eine enorme Verkürzung des Half Life. Unter denselben Bedingungen wie in Zeile 1 hat das Virus in Sonnenlicht ein HL von nur 2 Minuten

Die Beispiele 1 - 4 geben das HL des Virus auf einer glatten Oberfläche an. Zeilen 5 und 6 untersuchen das Verhalten des Virus in der Luft.

5. Zeile zeigt ein Half Life in der Luft von 60 Minuten unter denselben Bedingungen wie in Zeile 1.

Die 6. Zeile zeigt, dass wenn die Sonne scheint, das Virus in der Luft unter denselben Bedinungen (21 – 24 C / 20% LF) ein Half Life von 2 Minuten hat.

Das Entscheidende demnach ist Sonnenlicht. Der Aufenthalt an der frischen Luft an einem sonnigen Tag verringert demnach die Wahrscheinlichkeit, dass man mit dem Virus in Kontakt kommen kann. Laut DHS ist besondere Sorge notwendig bei einem Aufenthalt in kühlen, geschlossenen, trockenen Räumen ohne Sonnenlicht. Glatte Oberflächen sind in solchen Fällen besonders problematisch.

Das Dept of Homeland Security hat auch Desinfektionsmittel getestet. Bleach (Bleichmittel) tötet das Virus innerhalb von 5 Minuten, Isopropyl Alkohol in 30 Sekunden.
Es gibt aber viele andere Faktoren, die für die Übertragung des Virus oder eine Infizierung relevant sind. Ein sonniger Sommertag allein ist keine Garantie, dass ein Mensch nicht infiziert werden kann. Zum Beispiel, das Virus könnte an einem heißen Tag auf der schattigen Rückseite einer Fläche  länger leben, als man es nach diesen Berechnungen möglicherweise erwarten würde.

Die Sterbefallrate scheint sich jetzt in jedem Land auf ein bestimmtes Niveau einzupendeln. Da diese Statistik sich inzwischen kaum mehr bewegt, werde ich sie ab morgen sie in anderer Form darstellen.

 

Kommentar 24.04.2020

Die Zahl an Neuen Todesfällen ist in allen Ländern ausser UK deutlich gesunken. In UK ist immer noch keine Besserung in Sicht.

In den USA ist die Zahl der Infizierten stark gestiegen, allerdings testen sie dort wie wild. Inzwischen sind 5 MIo US Amerikaner getestet worden, 20% davon waren positiv. Die USA haben im Vergleich mehr Menschen getestet als in Europa und haben höhere Infektionsraten als in Europa.

In New York sind 750 000 Menschen getesten worden, davon waren 35% positiv und in dem Nachbarstaat New Jersey, wo die Krankheit auch wütet, wurden 200 000 getestet, davon waren sogar 50% positiv. Das untermauert die These, dass die Virusinfektion viel stärker verbreitet ist als die europäischen Testzahlen suggerieren. Dementsprechend ist dann die Letalität geringer. In Kalifornien zum Beispiel, wo nach NY die meisten Tests gemacht worden sind, ist die Sterbefallrate momentan bei 4%.

Kommentar 23.04.2020

Die bestehenden Trends bleiben unverändert.

Kommentar 22.04.2020

Die positiven Trends von gestern setzen sich fort. Die Studie aus Kalifornien, die eine weit geringere Letälität suggeriert als die oben angeführte Sterbefallrate, wirft viele Fragen auf. Die Studie errechnet eine Letalität von ca 0.1% für die Gesamtbevölkerung, genauso wie die die nornale Grippe. Die überall (auch hier) zitierte Case Fatatlity Rate ergibt sich aus den Testergebnissen von überwiegend bereits kranken Menschen. Allerdings ist es auch interessant, dass in dieser Gruppe weniger als 20% auf Covid 19 positiv testen.So auch in Italien, wo 1.500 Mio Tests inzwischen durchgeführt wurden. Davon sind nur 187 000 Covid-19 infiziert gewesen = 12.5%. Für mich als Laien stellt sich die Frage, ist das Virus vielleicht gar nicht so ansteckend, wie vorausgesagt wurde?

Auch hier gibt es große regionale Unterschiede. In Deutschland sind laut Wiki nur 7.5% der Getesteten Covid-19 infiziert. Allerdings beruht dieses Statistik auf einer Schatzung der Gesamtzahl an durchgeführten Tests. In USA, wo kreuz und quer getestet wird, sind aus 4 Mio Getesteten 20% infiziert. Interessant ist auch, dass UK den mit Abstand schlimmsten Wert hat = 32% der Gestesteten. UK hat nur Kapazitäten, sehr kranke Menschen zu testen. in dieser Gruppe ist Covid 19 anscheinend stark überdurchschnittlich stark vorhanden.

Detail am Rande: Italien musste in den letzten Jahren 15 Prozent ihrer Krankenhäuser schließen, auch weil die EU das Land zu Kürzungen zwang.

Kommentar 21.04.2020

Der Rückgang in allen europäischen Ländern außer UK setzt sich fort. Auch in New York gibt es jetzt eine deutliche Trendumkehr. Trump hat die Verantwortung für die Entscheidung, den Lockdown zu beenden, den Regierungen der einzelnen Bundesstaaten überlassen. Er ruft die Bevölkerung aber auf, für eine Ende der Maßnahmen zu demonstrieren. Alle Augen sind jetzt auf Schweden: schafft Schweden auch eine nachhaltige Trendumkehr?

Kommentar 20.04.2020

DIe Epidemie in Österreich scheint vorüber zu sein. Gestern nur 46 neue Fälle, laut worldometers nur 192 kritische Fälle.

In allen EU Staaten ausser Frankreich gehen die Neu-Infizierungen stark zurück. in den meisten Fällen ist der 4 Tages Durchschnitt um 10% gefallen, auch in New York. Frankreich bleibt extrem volatil, sie müssen wohl dort ihre Statistiken sehr unsystematisch sammeln.

In Spanien und Italien sinkt der Abwärtstrend an neuen Todesfällen kontinuierlich weiter. Der Höhepunkt war in Italien schon am 27.03 (919 Tote) und in Spanien am 02.04 (961) Tote. Jetzt haben wir weniger als 50% dieser Zahl pro Tag.

Auch in Schweden gibt es einen klaren Abwärtstrend bei den neuen Todesfällen seit dem Höchstwert am 09.04. In Schweden gab es das Problem, dass die Altersheime vernachlässigt wurden und dass in diesen Altersheimen, wo eine Pflege mit den notwendigen hygienischen Maßnahme nicht möglich war, bis vor kurzem sehr viele Menschen gestorben sinid.

Das Problem mit den Altersheimen dürfte eines sein, dass in allen westlichen Ländern vorgekommen ist.

Bei der Evaluierung der Letalität dieses Virus und der Gefahr, die es für die allgemeine Bevölkerung darstellt, wird man vor allem drei Statistiken im Detail anschauen müssen:

1. Wieviele Menschen sind in Altersheimen gestorben, bzw sind ins Spital gegangen, weil sie im Altersheim eine Covid 19 Lungenentzündung bekommen haben?

2. Ist die Übersterblichkeit in 2020 wirklich höher als die Übersterblichkeit, die in früheren Jahren infolge einer Influenza Virus Erkrankung entstanden ist?

3. Wie viele Menschen sind ohne Covid 19 ins Spital eingeliefert worden, haben das Virus dort bekommen und sind anschließend mit Covid gestorben?

Unbestritten ist, dass das Virus vor allem für Menschen über 70 Jahren eine tödliche Gefahr darstellt. In Italien (Link) sind 86% aller Covid 19 Tote älter als 70 und 98% älter als 60.

Diese Frage könnten die Behörden wahrscheinlich alle jetzt schon beantworten und entsprechend laufend updaten. Leider stellen die Medien keine solchen Fragen, oder nur auf einer tendenziösen Art und Weise, wie im angehängten Guardian Artikel. (Tendenziös, weil the Guardian aus dem Umstand, dass in Schweden so viele Todesfällen in Altersheimen vorkommen, den Schluss zieht, dass es höchster Zeit ist, Restaurants und Schulen zu sperren).

Eine sinnvolle Evaluierung der Frage, ob die Opfer, die die allgemeine Bevölkerung erbracht hat, notwendig und gerechtfertigt waren, hängt aber sehr wohl einer Lokalisierung der Orte, an dem eine letale Covid 19 Erkrankung zu bekommen war und, natürlich, noch zu bekommen ist.

Man kann jedefalls nicht argumentieren, dass jene Länder, wie Spanien, Italien, Frankreich, England und China, die drakonische Ausgangssperren errichteten, sich in einer besseren Situation befinden als Länder wie Schweden, Korea, Japan oder Holland, wo die Sache viel entspannter angegangen wurde.

theguardian: Anger in Sweden as elderly pay price for coronavirus strategy

 

Kommentar 19.04.2020

Neue Todesfälle überall - 10 - 20 %, auch in UK. Einzige Ausnahme USA, aber wir wissen, dass dort ein Verdacht auf Covid 19 Infektion ausreicht, um als Covid 19 Tote in die Statistik Eingang zu finden. Offensichtlich will die zuständige Behörde in den USA die Zahlen möglichst lang möglischst hoch halten. Den umgekehrten Weg ging China, da hat die Regierung uns lange erzählt, dass sie ganz viele Tote hatten, Als die Todeszahlen aus den 50 Mio Länder Italien und Spanien jene der VR China überholten, haben viele, auch dieser Blogautor gesagt, die chinesischen Zahlen können nicht stimmen. Jetzt hat China uns Recht gegeben. China hat seine von vorgestern auf gestern um 50% erhöht. Fragt sich nur, warum die Zahl 50%?

In Schweden gab es gestern nur 29 Todesfälle, in Österreich nur 9. Österreichs Todesfälle  in den letzten drei Tagen: 9 - 12 - 9.

Critical cases in Schweden wieder auf 450 gefallen, wieder im hell-grünen Bereich.

Neue Fälle in allen Ländern außer UK fallen um 10-20%.  Die im Vergleich hohen Werte in meiner Aubreitungstabelle vom 18.04 und 19.04 beziehen sich auf die tiefen Werte vom 14.04 und 15.04, sind also nicht dramatisch.

 

Kommentar 18.04.2020

Die Sterbefallrate, die in den Medien so gerne zitiert wird, ist ein eigenartige Statistik. Natürlich steigt sie, wenn mehr Todesfällen sich ereignen als neue Infkektionen. Aber sie steigt auch, wenn die Anzahl an neuen Fällen schneller sinkt als die Anzahl an neuen Todesfallen. So auch zum Beispiel in Österreich, gestern gab es nur 76 Neue Fälle. Das mag ein Ausreißer sein, ist aber immerhin nur 60% von den Werten in den letzten drei Tagen und nur ein Viertel von den Werten, die vor Ostern gemeldet wurden (über 300 Personen). Und so kann es sein, dass obwohl gestern in Österreich nur 12 neue Todesfälle gemeldet wurden, die Sterbefallrate trotzdem gestiegen ist.

Angeblich versuchen die österreichischen Behörden jetzt zwischen Menschen, die an Corona gestorben sind, und Menschen, die mit Corona gestorben sind, zu unterscheiden. DIe USA geht den umgekehrten Weg. Da wird jeder Mensch, der mit Covid-ähnlichen Symptomen stirbt, als Corona Opfer geführt. 

Politik und Statistik sind eng verwandt. Es ist die Aufgabe von veröffentlichten Statistiken, die Richtigkeit der gesetzen politischen Massnahmen nach außen zu demonstrieren. Das österreichsiche Ministerium für Gesundheit veröffentlcht ein Dashboard zu Corona. Da werden die "öffentlich zugänglichen Informationen" veröffentlicht. Das setzt voraus, dass es auch öffentlich nicht zugänglichen Informationen gibt. Erinnert an den Spruch von Donal Rumsfeld: "There are known knowns, known unknowns and unknown unknowns".

Sehr erfreulich ist der Rückgang an Critical Cases in Mitteleuropa. In Österreich nur 208, in D ein Rückgang von 40% (bisher 5000, jetzt 2900), auch in Italien sinkt diese Zahl konsequent. Aus dem UK gibt es seit Tagen kein Update der veröffentlichten Zahl an kritischen Fällen, die Lage muss dort schlimm sein. In Schweden sind die Critical Cases gestern auf über 1000 hinaufgeschnellt. Schweden hat insgesamt nur 600 Intensivbetten.

 

Kommentar 17.04.2020

Eine leichte Verschlechterung des allgemeinen Trends ist zu bemerken. Die Lage in UK verschlechtert sich insbesondere. Der Mangel an Masken für das Gesundheitspersonal dort wird langsam behoben, aber es droht an diesem Wochenden die Gefahr, den Bedarf an Kitteln und sonstiger Textilschutzkleidung nicht abdecken zu können. Der ehemalige Gesundheitsminister Hunt wurde in Channel 4 gefragt, warum er nicht veranlasst hat, dass Reserven aufgebaut wurden. Er sagte, die Entscheidung wurde getroffen, sich auf internationale Lieferketten zu verlassen.

Ich habe in einem anderen Interview gehört, dass in Schweden inzwischen die sogenannte Triage praktiziert wird. Der Mangel an Intensivbetten zwingt die Spitäler, alte Patienten mit Vorerkrankungen wegzuschicken. Ich habe keine schrifltiche Quelle dafür, aber wenn man die geringe Anzahl an Intensivbetten in Schweden in Betracht zieht, dann ist das durchaus plausibel. Grossbritannien und Schweden haben den geringsten Wert, nur 6 pro 100 000 Einwohner.

Es gibt noch keinen Hinweis darauf, dass in Schweden und UK die Anzahl an neuen Fällen pro Tag konsequent zurückgeht.

In Österreich gab es gestern hingegen nur 119 neue Fälle. Die gesundheitliche Situation ist eindeutig in Österreich am besten. Es wurde gestern berichtet, dass viele Todesfälle sich in Altersheimen ereignen, wo das Pflegepersonal sich nicht adäquat schützen kann und unbeabsichtigt das Virus in den Heimen verbreitet hat. Es wäre interessant, vom Gesundheitsministerium eine Statistik dazu zu bekommen. Es wurde vergangene Woche die Ergebnisse einer Studie von SORA veröffentlicht, wonach weniger als 1% der Österreicher eine Covid Virusinfektion haben. Mir scheint, dieses Ergebnis hat eine große Trageweite, aber dass man in Österreich noch nicht so recht weiß, wie man damit umgehen soil.

Kommentar 16.04.2020

Ein sehr schlechter Tag für UK und FRA. UK hat jetzt die höchste Sterbefallrate aller Länder: 13,5%. In Frankereich gab es gestern 17 000 Neue Fälle, vier mal der Durchschnitt. Was ist in Frankreich los? Immer wieder kommt es zu Tagen mir horrenden Zahlen an neuen Fällen.

Erfreulich: in allen Ländern ausser Frankreich ist der Trend zur Verlangsamung der Verbreitung intakt.

Erfreulich auch, dass in Italien die Anzahl an Kritischen Fällen stark zurückgegangen ist und in SWE hat sich die Zahl an Krtisichen Fällen fast halbiert, fon 950 auf 520 gefallen. Diese Zahlen werden vermute ich nur unregelmäßig von den Behorden updatet.

Es bestätigt sich meine Prognose, dass jene Länder mit den wenigsten Intensivbetten pro Kopf und die finanzschwächsten Gesundheitssysteme die höchsten Sterbefallraten aufweisen werden. Dies, weil es diesen Gesundheitssystemen an den Ressourcen fehlt, die sie brauchen um eine grosse Anzahl von schwierigen Patienten gleichzeitig zu betreuen. Ihre Kapazitäten werden schell überfordert, was eine Negativspirale in Gang setzt.

Dies gilt für die die Länder, von denen man es erwarten würde (ITA, SPA, UK, FRA), aber auch für SWE. SWE hatte nur ca. 600 Intensivbetten. Bis gestern waren 950 Patienten in einem kritischen Zustand, weit, weit über die Pflegekapazität dieses Systems.

16.04.2020

12:58 | Ausgliederung der Statistik

Um eine bessere Übersicht zu gewährleisten, haben wir beschlossen die Tabelle und die Kommentare dazu hier auszulagern. Auf John James - Covid 19 findet ihr dann meine Artikel und längere Kommentare, die die allgemeinene Situation analysieren.

Kommentar 15.04

Die Geschwindigkeit der Verbreitung geht in allen Ländern zurück. In Österreich waren gestern nur 9 Todesfälle und ungefähr 120 Neue Fälle. Lediglich in Frankreich wurde einen neuen Höchstwert an Neuen Todesfällen erreicht: 1438. Angeblich ist in Schweden die Sterbefallrate besonders hoch unter den Einwnanderern, vielleicht ist das in Frankreich auch so.

Folgender Artikel ist für den Landesvergleich relevant: Hat Schweden am Ende recht gehabt? und erklärt gut auch die Diskrepanz zwischen steigenden Sterbefallraten und fallenden Verbreitungsraten

Der weitere Anstieg der täglichen Todesfälle steht auch nicht zwangsläufig im Widerspruch zur sinkenden Zahl der gemeldeten Neuinfektionen. Denn die Entwicklung beider Kennziffern läuft zwar parallel, allerdings um einige Tage versetzt - laut einer Berechnung des "Spiegel" rund zehn Tage. Das liegt daran, dass an Covid-19 Gestorbene im Schnitt nur zehn Tage vor ihrem Tod erstmals in die Infektions-Statistik aufgenommen wurden. Das bedeutet umgekehrt, dass der Höhepunkt der täglichen Corona-Todesfälle in Schweden erst am 18. oder 19. April erreicht wird - also zehn Tage nach dem Höhepunkt der Neuinfektionen. Danach sollte die Zahl der Todesfälle ebenfalls sinken.

In Schweden erreichen die kritischen Fälle jedenfalls einen Höchststand, 50% mehr als es Intensivbetten gibt. Dafür ist die Zahl an kritischen Patienten in D un 20% gefallen. D hat also Kapazität frei, um Schweden zu helfen. Vielleicht passiert das schon.

Kommentar 14.04

Wie erwartet, sind die Anmeldungen an Neuen Fällen und Neuen Todesfällen nach den Osterfeiertage in allen Ländern etwas in die Höhe gegangen. ABer sehr erfreulich ist, dass der 4 Tages Durchschnitt an Neuen Fällen in allen Ländern gefallen ist. Der Wert vom 14. bezieht sich auf den Wert vom 10.04. Also ist die Anzahl an neuen Fällen in Österreich am 14.04 nur 50% von dem Wert am 10.04 - eine hervorragende Bilanz.

Kommentar 13.04

Gute Nachrichten. Massiver Rückgang an Neuen Fällen in fast allen Ländern. Sterbefallrate in ITA stabil bei 12,8%, UK hat jetzt einen genau so hohen Wert. In SWE ist die Sterbefallrate sogar leicht gesunken. In New York hat sich die Lage auch etwas entspannt. Trump hat gestern in seiner PK verkündet, dass die USA jetzt über weit mehr Ventilatoren und Betten verfügt, als benötogt werden, auch in New York. Er überlegt jetzt, mit diesem Equipment anderen Ländern zu helfen, da er viele Bitten um Hilfe aus dem Ausland erhält.

Kommentar 12.04

Gestern hat sich die Lage merkbar entspannt. Die Kurve der Sterbefallrate flacht in allen Ländern ab, in vielern Ländern, auch in UK, gab es gestern einen sehr starken Rückgang an neuen Fällen und an neuen Todesfällen. Hoffentlich nicht nur, weil die Statistiker ihre verdiente Ostersonntagruhe hatten.

Die Verbreitungsrate ist jedenfalls in den meisten Ländern weiterhin unter 100. Die hohe Zahl bei italien steht im Verhältnis zu dem tiefen Wert vom 08.04. Nur in UK ist die Lage immer noch besorgniserregend. Das Virus breitet sich dort noch kumulierend aus (es gab einen einzigen Tag mit einem Wert unter 100) und die Sterbefallrate droht den Höchstwert, der bisher von italien gestellt wurde, noch zu toppen.

Ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass die Sterbefallrate das Ergebnis des Zusammenspiels von zwei Hauptfaktoren ist: erstens des technologische Vermögens des jeweiligen Gesundheitssystems (dies ist natürlich auch eine Funktion des Finanzrahmens - wie viel Geld konnte oder wurde in die Anschaffung von modernster Technologie in den vergangenen Jahren investiert) und zweitens der Anzahl an Intensiv Betten, Krankenschwestern und Ärtzen, die zur Verfügung stehen.

D und A schneiden in beiden Kategorien am besten ab und das gilt auch für die USA. Die USA hat das Problem, dass der Zugang zu ihrer hochmodernen Medizin der Allgemeinheit nur unter bestimmten, meistens für den Patienten sehr teuren, Bedingungen zur Verfügung steht. Allerdings hat Trump hier eingegriffen. Kosten, die aus der Pflege einer Corona Erkrankung entstehen, müssen nicht vom Patienten bezahlt werden, sondern werden von der Regierung übernommen.

Italien, Frankreich und Spanien haben ein im Vergleich dazu relativ kleines Angebot an Intensivbetten pro Kopf der Bevölkerung. Dies führt anscheinend zu einem Schneeballeffekt bei diesem extrem infektiösen Virus. Wenn die Kapazitäten der Intensivstationen erschöpft sind, müssen die Patienten dicht gedrängt in Räumen untergebracht werden, die für die Pflege einer so schweren Krankheit weder technisch noch hygienisch geeignet sind. Anscheinend verbreitet sich das Virus unter solchen Umständen noch scheller in den Krankenhäusern aus als draußen der Fall wäre. Es gab eine Studie über Wuhan, wonach 40% der Erkrankten das Virus im Spital eingefangen hatten.

Erschwerend kommt dazu, dass investitionen in das Gesundheitssystem in diesen EU Ländern infolge des Austeritätsprogramms nicht getätigt werden konnten.

Diese Probleme treffen genauso auf das Gesundheitssystem des UK zu.

In UK gibt es zwei Gesundheitssysteme: ein privates für Menschen, die sich eine Privatversicherung leisten können, wie in den USA, und ein öffentliches für den Rest. Leider hat die Finanzierung und Modernisierung des öffentlichen Systems (National Health Service) in der Regel keine hohe Priorität für die poltische Elite Englands, who "prefer to go private", wie man sagt.

Für eine Epidemie, die eine so diffizile und aufwendige Pflege braucht, wie Covid 19, ist das NHS denkbar schlecht ausgerüstet. England hat neben Schweden (beide 6/100 000) noch dazu die geringste Anzahl an Intensivbetten pro Kopf.

Es ist überraschend, dass Schweden eine so kleine Anzahl an Intensivbetten aufweist. Ist der Lebensstil dort so gesund? Allerdings hat Schweden eine kleine Bevölkerung und wenige dicht beseidelte urbane Ballungszentren. Schweden ist ein reiches, sozialistisches Land. Ich persönlich würde erwarten, dass Schweden das Problem in den Griff bekommt.

Kommentar 11.04.2020

Gestern gab es in allen Ländern außer UK und FRA einen Rückgang an Neuen Fällen.

Kommentar 10.04.2020

Die Sterbefallrate scheint sich in Italien nahe 13% zu stabilisieren, eine erschreckend hohe Zahl, finde ich. UK und SWE nähern sich dieser Rate rasant an. In Spanien und Frankreich scheint sich die Rate bei 10% zu stabilisieren. In den USA sinkt die Ausbreitungsrate noch, nur in UK und SWE breitet sie sich noch kontinuierlich aus.

Kommentar 09.04.2020

Österreich und Deutschland bauen ihre Sonderstellung aus, was die Sterbefallrate betrifft: 2.2%. Das nächstbeste Land, die USA, ist schon bei 3.6%. Allerdings hat Trump verkündet, dass die Epidemie ihren Höhepunkt in den USA dieses Wochenende erreichen soll. Schauen wir, ob er recht hat. In den mediterranen Ländern scheint sich die Lage zu bessern, in UK und SWE nicht.

Kommentar 08.04.2020

Die Todesfallrate stabilisiert sich auf sehr hohem Niveau in italien, in UK steigt diese leider rasant.

Die Verbreitungsrate ist in allen Ländern ausser UK und SWE zurückgegangen, Zum ersten Mal in den USA eine Rate unter 100% der vorigen Periode.

Obwohl die die Zahlen steigen (zB in Österreich) heisst das nicht, dass das Virus sich wieder stärker ausbreitet. Der gestrige Wert von 87 bedeutet, dass es 87 % der Fälle gibt, die es am 05.04 gegeben hat, und am diesem Tag gabe es 57% der Fälle, die es am 02,04 gegeben hat usw. Nur wenn die Zahl über 100 steigt, dreht die Kurve wieder nach oben.

Kommentar 07.04.2020

Neue Todesfälle in SWE +114, die Todesfallrate in SWE steigt rasant. Sonst geht die Verbreitungsrate in allen Ländern ausser UK und USA zurück.

Ich habe gestern ein Interview gehört, in der die unterschiedliche Ausstattung des Gesundheitssystems mit Intensivbetten in den verschiedenen Ländern zur Sprache kam. Eine kurze Recherche bestätigte, dass es tatsächlich enorme Unterschiede gibt. (Link1, Link 2)

Die Anzahl Intensivbetten pro 100 000 Einwohner ist wie folgt: USA 34, BRD 30, AT 22, ITA 12, FRA 11, SPA 9, UK und SWE 6

Eines, das alle Regiereungen betonen, ist die Notwendigkeit, die Spitäler und vor allem die Intensivstationen vor einer Überbelastung zu schützen. Ich habe die Zahlen hochgerechnet und in der Spalte neben den Critical Cases eingestellt. Die Zahlen sind aus dem Jahr 2012, seitdem gab es in den südlichen und westlichen Ländern der EU ein Austeritätsprogramm, die Anzahl an Betten ist daher sicher nicht höher geworden.

Intensivbetten sind nicht nur für Covid 19 Patienten da. Im Grunde sind diese Betten für alles andere als Covid 19 Patienten gedacht. Die Plegekapazität wird also erreicht, lang bevor die errechnete Obergrenze in Sicht ist.

Man sieht hier deutlich, dass in SPA, ITA und FRA die Kapazität des Gesundheitssystems schnell und früh gesprengt wurde. Dasselbe passiert gerade in Schweden. Ist dies die Erklärung für die enorm hohe Sterberaten in diesen Ländern? UK steht gerade an der Kippe. Wenn die Verbreitungsrate vor Ostern zurückgeht, können SWE und UK vielleicht noch die Kurve kratzen.

Kommentar 06.04.2020

In allen europäischen Ländern außer UK und FRA geht die Verbreitungsrate des Virus kontinuierlich zurück, auch in Schweden. Der Höhepunkt wurde um den 27.03 gemessen. In Frankreich, UK, USA gab es gestern auch einen plötzlichen Rückgang, aber ein Tag macht noch keinen Trend.

Dass die Case Fatality Rate ansteigt bedeutet, dass prozentuell mehr neue Todesfällen dazu kommen als neue Fälle pro Tag. Zum Beispiel, die Anzahl an neuen Todesfällen pro Tag in Österreich fällt seit dem 30.03 (22 Todesfälle) auf gestern 16. Aber die Verbreitungsrate fällt in Österreich noch schneller, deswegen steigt die Case Fatality Rate noch. Es haben in den letzen Tagen viele Analysten angemerkt, dass im Falle von Covid 19 die CFR relativ wenig Bedeutung hat, da wir nicht wissen, wie viele Menschen das Virus überhaupt haben. In andern Worten, wir wissen nicht, wie viele Fälle es gibt, wir wissen nur, wieviele von den Behörden identifiziert wurden.

Letzten Endes aber wird die Anzahl an Total Cases kaum mehr ansteigen und die Anzahl an neuen Todesfällen hoffentlich gegen null sinken, dann wird sich die Rate stabiisieren.

Es wäre wahrscheinlich auch hier besser, auf Basis von gleitenden Durchschnitten eine Statistik zu erstellen.

Es gab gestern in Schweden einen massiven Anstieg an Todesfällen, von 28 auf 76. Das ist aber genau diese Tagesvolatilität, die den Blick verzerrt.

In D, SPA un FRA ist die Zahl an Critical Cases deutlich gestiegen.

Die Nachricht, dass Boris Johnson in Intensivbehandlung verlegt werden musste, ist ein schwerer Schlag für das Königreich. Egal wie man zu Brexit oder zu seiner Politk steht, seine Entschlossenheit, seine Energie, seine gute Laune und sein offenkundiges Bemühen, eine Regierung zu bilden, die die Bedürfnisse und Sorgen aller Schichten und aller Landesteile ernst nehmen würde, hat dem Land nach den drei Jahren Brexit Paralyse gut getan. Hoffen wir, dass er bald wieder fit ist.