21.10.2026

07:37 | insideparadeplatz: Nimbus weg: Revolut seit Stunden down

Langjährige Anwender der Revolut-App erlebten heute noch nie Dagewesenes. Ihr Revolut ging nicht. Zum Zahlen des Gipfelis mussten sie auf ihre Visa oder dann Twint zurückgreifen. Revolut down? Kann nicht sein. Doch, nur liegt der Grund bei der IT-Partnerin der englischen Bank. Google Cloud in London erlebt einen Grossausfall. Weitere UK-Banken leiden darunter. Für Revolut kommt der Crash zum ungünstigsten Zeitpunkt. Kürzlich gabs laute Headlines wegen eines Datenlecks. Von dem waren auch Schweizer Kunden betroffen.

Gerade jetzt, da Revolut im Land von Honig und Finanzhäuser zum grossen Aufbruch rief. Das Ziel der Besitzer ist ein baldiger IPO. Für die Bewertung der Erfolgsbank sind die News Gift. „Wir verzeichnen derzeit eine Störung, die mehrere Dienste betrifft“, sagt der Revolut Schweiz-Sprecher auf Anfrage zum Grossausfall. „Wir können bestätigen, dass sämtliche Gelder und Daten unserer Kunden sicher sind.“

Hirn einschalten und Denken; für die verdummte Masse Luxus, bis es ans eigene Börserl und Ersparte geht...! Alles ein großer B'schiss. ST

20.10.2026

14:20 | focus: Finanzamt kennt seit Oktober neue Kontostände im Ausland

Seit Ende September liegen den Steuerbehörden neue Daten über Auslandskonten vor – auch Kontostände. Für manche Sparer könnte das teuer werden. Ein Konto in Österreich, ein Depot in der Schweiz oder Ersparnisse auf einer ausländischen Handelsplattform: Was bislang bei der deutschen Steuererklärung möglicherweise unbemerkt blieb, kann das Finanzamt längst erfahren. Ende September haben die Steuerbehörden erneut internationale Bankdaten ausgetauscht.

Dabei geht es nicht nur darum, wem ein Konto gehört. Auch Guthaben, Zinsen und Dividenden können offengelegt werden. Für Sparer, die ihre Kapitalerträge nicht vollständig angegeben haben, könnte das unangenehme Folgen haben.

Der gläserne Sparer bekommt jetzt internationale Betreuung... Und der Staat weiß immer genauer, wie viel Geld du hast. Bei der Frage, wo die eigenen Milliarden versickern, herrscht dagegen erstaunliche Orientierungslosigkeit. JE

19.10.2026

11:24 | transition:  EUDI-Wallet auf dem Weg zum Standard für den Identitätsnachweis gegenüber Banken

Die digitale ID einschließlich der EUDI-Wallet soll in Europa zum Standardverfahren für den Identitätsnachweis gegenüber Banken werden. Nach dem Willen der erst gut einjährigen EU-Behörde zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AMLA) soll diese «wo immer möglich verwendet werden». Das geht aus dem endgültigen Entwurf von entsprechenden Standards hervor, die AMLA kürzlich bei der EU-Kommission eingereicht hat. Andere bisher übliche Methoden wie Video- und Selfie-Prüfungen sollen nur in Ausnahmefällen weiterhin zulässig sein. Banken müssten zudem im Einzelfall gegenüber der Aufsichtsbehörde begründen, warum ein Kunde nicht anders identifiziert werden konnte.

Der Entwurf sieht außerdem vor, dass durch alternative Lösungen gewonnene Bilder, Videos, Tonaufnahmen und Daten für «nachträgliche Überprüfungen» gespeichert werden müssen. Bei Verwendung der EUDI-Wallet müssten «keine zusätzlichen Datenpunkte erhoben und durch zusätzliche Informationen verifiziert werden», da diese Methode als ausreichend sicher angesehen werde.

Die digitale Identität ist eh total freiwillig. Interessant wirds ab dem Zeitpunkt, wenn die Alternative darin besteht, vor verschlossenen Türen zu stehen. JE

16.10.2026

10:04 | blick: CS-Banker verlieren ihre letzten Boni

Nach dem Niedergang der Credit Suisse strich der Bund der Führungsriege der Grossbank die Boni. Diese klagten. Doch jetzt erleiden sie vor dem Bundesgericht eine Schlappe. Erneuter Sieg für Bundesrätin Karin Keller-Sutter (62, FDP)! Kurz nach dem Untergang der Credit Suisse hat die Finanzministerin den obersten drei Kaderebenen der maroden Grossbank zuvor versprochene Boni ganz oder teilweise gestrichen. Der Entscheid vom Frühling 2023 war rechtens, wie nun das Bundesgericht entschieden hat. Betroffene hatten dort gegen die Bonuskürzung geklagt.

Zum Hintergrund: Die CS-Riege hatte zuvor grosszügige Boni erhalten. In den zehn Jahren vor dem Untergang hatte die Bank – trotz 3,2 Milliarden Franken Verlust – 32 Milliarden an Boni ausbezahlt.

3,2 Milliarden Verlust, aber 32 Milliarden Boni in zehn Jahren. Bei solchen Zahlen versteht man schnell, warum der Laden am Ende Geld gebraucht hat. JE

15.10.2026

06:45 | f100:  Europas größte Bank greift jetzt deutsche Sparer an

Erst die Spanier, dann die Amerikaner, jetzt die Franzosen: Immer mehr ausländische Banken buhlen um deutsche Privatkunden. Mit welchen Angeboten will Crédit Agricole punkten?

Die deutsche Politik hat völlig dne Verstand verloren, die deutsche Wirtschaft schwächelt, die Industrie wandert ab, aber eines funktioniert noch prächtig: das Sparvermögen des deutschen Michels. Kein Wunder, dass jetzt sogar die Franzosen Schlange stehen – irgendwo muss das Geld für die EU-Schuldenparty ja herkommen! TB

10.10.2026

08:03 | pg: The Weekend the Money Stops: A Bank Collapse, Hour by Hour

Die Benachrichtigung trifft an einem Freitagnachmittag um 16:47 Uhr ein – über eine App, die Sie nur selten öffnen. Darin steht, dass eine der großen Banken, ein Institut, dessen Dienste Sie fast Ihr gesamtes Erwachsenenleben lang genutzt haben, vom Staat übernommen wurde.
Sie lesen die Nachricht viermal, bevor Sie wirklich begreifen, was da steht.
Die Aufsichtsbehörden wählen für solche Maßnahmen gerne einen späten Zeitpunkt, wenn die Bankfilialen bereits geschlossen sind und die Mitarbeiter längst Feierabend haben. Dahinter steckt die Überlegung, dass ein Wochenende zwischen der Bekanntgabe und dem Montagmorgen allen Beteiligten etwas Zeit verschafft, um sich zu sammeln und die erste Aufregung abklingen zu lassen.

Freitag, 16:47 Uhr: Die Bank ist hinüber, das Konto gesperrt, aber die Regierung beruhigt: Alles unter Kontrolle (natürlich – nur leider nicht mehr unter Ihrer). Dann der Standardsatz: Ihre Einlagen sind sicher! So sicher, dass nicht einmal sie selbst daran kommen!
Gottseidank ist heute Samstag. TB

06.10.2026

08:33 | cnbc: China schließt Hunderte von Banken, während Peking versucht, sein Finanzsystem zu stärken.

China treibt die Zusammenlegung kleinerer, überwiegend ländlicher Banken voran, um sein Finanzsystem zu stabilisieren. Hintergrund sind anhaltende Sorgen über eine wirtschaftliche Abschwächung des Landes. Im Zuge der von Peking vorangetriebenen Konsolidierung wurden im Jahr 2025 eine Rekordzahl von 670 Banken geschlossen. Das entspricht etwa einem Viertel aller Banken des Landes. Die Behörden beschleunigten Fusionen und Auflösungen, um die Zahl der Institute zu verringern und größere, besser kapitalisierte Banken zu schaffen. Das geht aus einer Analyse der Ratingagentur Fitch hervor.

Kleine und ländliche Geschäftsbanken seien nach wie vor „das schwächste Glied des chinesischen Bankensystems“, erklärte Fitch in seinem Bericht. Die Ratingagentur verwies insbesondere auf die „schlechte Qualität der Vermögenswerte, die geringe Eigenkapitalausstattung und Mängel in der Unternehmensführung“. Diese Probleme seien vor allem in den wirtschaftlich weniger entwickelten Regionen Chinas ausgeprägt.

670 Banken sperren zu, und Peking nennt das Konsolidierung. Bei uns würd man sagen, die Bude ist hinüber. In China kriegt der Scherbenhaufen halt einen neuen Firmennamen. JE

12:32 | Der Bondaffe
Man braucht sich nur die Zinsstrukturkurve in China ansehen. Darüber berichtet auch niemand. Mit einem seit 2025 gehaltenen, von außen unbeeinflußten Zinsniveau von ca. 1,7% Rendite für eine 10jährige chinesische Staatsanleihe ist das absolut niedrigstes Niveau im globalen Vergleich.

https://www.investing.com/rates-bonds/china-10-year-bond-yield

Auch Geldmarktzinsen wie der Shibor (Shanghai Interbank Offered Rate, per 30. September 2026) mit aktuell 1,36% sind ebenfalls niedrig. Niedriger sind nur noch, wie nicht anders zu erwarten, Japan und die
Schweiz.

Wenn diese "Zinsen" ansteigen würden, ist es auch um den Rest des chinesischen Bankensystems geschehen. Man überlebt nur noch dank niedrigster Zinsen. Und man glaubt es kaum, aber die vier größten Banken der Welt nach Bilanzsumme, Marktkapitalisierung und Umsatz sind chinesische Institute.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Banken_der_Welt

Jetzt schließt man ein Viertel der chinesischen Banken und überträgt deren marode Teile in andere Banken, die wohl ebenfalls viele marode Teile in der Bilanz ausweisen. Und all diese Banken, wahrscheinlich das gesamte chinesischen Bankensystem, überlebt nur dank niedriger Zinsen. Das ist auch der Grund, warum u.a. China wie verrückt physisches Gold kauft. Die wissen, daß ihr Finanzsystem hinüber ist.

Und niemand fragt, wieviele hochexplosive Derivate diese vier großen chinesischen Institute in ihren Büchern stehen haben.

05.10.2026

09:43 | tkp: Frankreich greift private Ersparnisse an: 17 Prozent auf vergessene Konten

In Frankreich setzt man um, was Ursula von der Leyen gefordert hat: Sie will an die privaten Ersparnisse der Bürger. Paris hat im ersten Entwurf zum Haushaltsgesetz nun die systematische Enteignung skizziert. Die EU braucht Geld. Schon im Frühjahr 2025 forderte Ursula von der Leyen, privates Kapital ins Visier zu nehmen. Im September erneuerte Leyen ihre Forderung: Private Sparbücher müssten „nützlich“ gemacht werden. Genau das setzt Frankreich nun bereits um, Oppositionspolitiker sprechen von einer „systematischen Enteignung“.

Frankreich entdeckt 8 Milliarden „vergessenes“ Geld. Der Staat schaut halt zuerst nach, ob er schon einmal zugreifen kann. JE

02.10.2026

11:51 | golem: Schufa bietet Banken zusätzlichen Hypothekenscore an

Die Schufa bietet Banken neben ihrem neuen, öffentlich erklärten Score mindestens einen weiteren Score an. Das zeigen Recherchen von Süddeutscher Zeitung und NDR (Paywall). Demnach bieten Schufa-Vertriebler bereits seit Sommer 2025 Sparkassen einen gesonderten Hypothekenscore an. Dieser berechnet sich aus anderen Merkmalen und Gewichtungen.

Dabei hatte die Auskunftei noch im März dieses Jahres ihren neuen Score als besonders transparent vorgestellt. Er beruht auf zwölf veröffentlichten Kriterien, etwa der Wohndauer an der aktuellen Adresse. Jeder Nutzer mit Schufa-Account kann seinen Punktwert einsehen und nachrechnen. Banken sollten laut Schufa dabei denselben Score sehen wie die Kunden.

Die Schufa zeigt dem Kunden, wie er dastehst. Und für die Hypothek gibts dann noch eine eigene Version. Kreditwürdigkeit jetzt auch in Director’s Cut. JE

01.10.2026

17:52 |  Zinsen explodieren: Droht die nächste Bankenkrise?

Die Zehnjährigen US-Staatsanleihen stehen bei 5,12 Prozent, so hoch, wie zuletzt 2007. Tendenz: weiter steil aufwärts. Was das bedeutet? Nichts Gutes. Für Staaten, für die Konjunktur – und vor allem für die Banken. 2008 kam es zur größten Finanzkrise der Welt. Auslöser waren dratische Abwertungen von Kreditportfolios der vergangenen Jahre, Kredite, die in einer Niedrigzinsphase entstanden und bei steigenden Zinsen entsprechend abgewertet werden mussten. Erst ging es eine Zeit lang gut. Dann kam der große Knall.

Hohe Zinsen sind in Anbetracht der Schuldenlast des Planeten (350 Billionen $) reines Gift. Die Refinanzierung der Staaten wird zum Alptraum. Höhere Zinsen fressen Haushaltsbudgets auf, treiben Defizite in die Höhe und machen neue Schulden teurer als je zuvor. Die Konjunktur? Sie stottert bereits. Kredite verteuern sich massiv, Investitionen brechen ein, Unternehmen und Haushalte ächzen unter der Last. Doch das wahre Pulverfass tickt woanders: in den Bankbilanzen - wie damals, kurz vor der großen Finanzkrise 2008.

Bankenkrisen haben einen Vorteil: Man muss den Ablauf kaum ändern. Nur die Jahreszahl. JE