07.09.2026
16:36 | Die Leseratte: Putin hat beschlossen, dass der Feind nicht wissen muss, in welchem Zustand sich die Raffinerien aktuell befinden und wieviel sie produzieren.
Deshalb wird nicht mehr veröffentlicht, in welchen Mengen, zu welchem Preis und an wen Erdölprodukte verkauft wurden. Auch nicht im nachhinein. Vernünftige Entscheidung.
https://t.me/RussiaDailyDE/51202
Zitat:
Die Petersburger Börse wird ab dem 6. Oktober aufhören, einen Teil der Daten über den Handel mit Erdölprodukten zu veröffentlichen. Die Entscheidung wurde auf Grundlage des Erlasses des Präsidenten über die Einschränkung des Zugangs zu Informationen im Bereich des Brennstoff- und Energiekonzerns getroffen.
🔺 Im offenen Zugriff werden keine Daten mehr über den Handelsverlauf mit einer Verzögerung von 15 Minuten, die Volumina der abgeschlossenen Verträge in Tonnen und Rubeln, die Zahl der Geschäfte sowie archivierte Informationen über die Pläne für den Absatz von Benzin und Dieselkraftstoff verfügbar sein.
🔺 Außerdem wird die Börse aufhören, tägliche und monatliche Bulletins für die Sektion „Erdölprodukte“ zu veröffentlichen, einschließlich archivierter.
🔺 Gleichzeitig werden die Handelsteilnehmer über das Terminal und die Nutzer von Informationsdiensten diese Angaben weiterhin im vertraulichen Modus erhalten.
Quelle: Originalbeitrag (https://t.me/vedomosti/85923)
07:18 | fmw: S&P 500 erreicht neues Allzeithoch – KI treibt an
Der Markt ist im Risk On-Modus. Sinkender Ölpreise und damit auch ganz leicht sinkende Anleiherenditen helfen dem S&P 500 beim Anstieg. Denn günstigere Brennstoffe helfen Unternehmen und Verbrauchern dabei Geld zu sparen. Niedrigere Anleiherenditen machen Kredite günstiger. Aber im Vordergrund scheint derzeit das Argument zu stehen, dass die Anleger in diesem Augenblick gut gelaunt auf das Thema KI blicken. Man erwartet offenkundig das dritte Quartal in Folge hoch glänzende Quartalszahlen der Firmen. Und in wenigen Tagen beginnt die neue Quartalssaison, auch wenn die Tech-Giganten erst gegen Monatsende an der Reihe sind. Auch der Börsengang von Anthropic, der schon in wenigen Wochen anstehen könnte, beflügelt die gute Laune.
Die Börsen müssen heute fast schon steigen und dürfen auf keinen Fall fallen – ned, weil die Wirtschaft plötzlich kerngesund wär, sondern weil Aktienkurse zur Stützmauer des Finanzsystems umfunktioniert worden sind. Pensionsfonds, Versicherungen, Banken und der Konsum auf Grund steigender Vermögenseffekte hängen an hohen Bewertungen; fällt diese Mauer, dann "Gute Nacht System". TB
04.10.2026
18:55 | FMW: US-Aktienmarkt: Der Ausverkauf hat längst begonnen
Wer nur auf den S&P 500 schaut, könnte den Zinsdruck für beherrschbar halten. Doch während der US-Leitindex nahe seinem Rekord notiert, haben steigende Renditen in weiten Teilen des Aktienmarktes bereits tiefe Spuren hinterlassen. Noch überdeckt die KI-Rallye diese Schwäche – doch mit jedem weiteren Rückschlag wächst die Gefahr, dass der Ausverkauf auch den S&P 500 und Nasdaq 100 nach unten zieht.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ist am Donnerstag auf bis zu 5,34 Prozent gestiegen – der höchste Stand seit 2002. Anleger diskutieren deshalb, wann der Ausverkauf am Anleihemarkt auf den S&P 500 und Nasdaq 100 durchschlägt. Denn unter der Oberfläche stabiler Indizes ist dieser Moment für die meisten Unternehmen längst gekommen. Die Septemberbilanz verdeutlicht das Ausmaß: Während der S&P 500 lediglich 0,5 Prozent verlor, beendeten 78 Prozent seiner Aktien den Monat im Minus.
78 Prozent der Aktien fallen, aber ein paar KI-Giganten halten den Index oben. Das ist kein breiter Bullenmarkt mehr, das ist ein Leichenzug mit sehr kräftigen Sargträgern. JE
02.10.2026
16:15 | Der Bondaffe: Anleihenmarkt, frag die KI: "Gibt es konkret Rentenfonds mit zweistelligen aktuellen Performanceverlusten?"
Was Performance- und Wertentwicklungsrückgänge bei klassischen Rentenfonds angeht, geschieht auch hier das Unglaubliche wie bei den offenen Immobilienfonds. Die Kurse der Anleihen und die Preise der Fonds gehen zurück. Und wenn die Renditen und Zinsen weiter steigen, werden die Verluste und Rückgänge größer und höher.
Hier drei KI-Beispiele:
DWS ESG Euro Bonds (Long)
• ISIN / WKN: LU0044387529 / 972114
• Fokus: Klassischer, aktiv verwalteter Rentenfonds der DWS, der gezielt in Euro-Anleihen mit sehr langen Restlaufzeiten investiert.
• Die Verlustzahlen: Im aktuellen Kalenderjahr 2026 steht der Fonds bei ca. -4,1 %. Blickt man jedoch auf das für Langläufer verheerende Zinsjahr 2022, krachte der Fonds mit -17,6 % extrem tief in den zweistelligen Minusbereich. Auf Sicht von 5 Jahren verbuchen Anleger hier ein sattes Minus von über -15 %.
https://www.onvista.de/fonds/DWS-ESG-EURO-BONDS-LONG-LC-EUR-ACC-Fonds-LU0044387529
Allianz Internationaler Rentenfonds - A - EUR
• ISIN / WKN: DE0008475054 / 847505
• Fokus: Ein echter "Klassiker" unter den Publikumsfonds (Auflegung 1980er), der global in Staats- und Unternehmensanleihen anlegt, dabei jedoch bis zu 20 % in Hochzinsanleihen (High Yield) und Schwellenländer-Titel beimischen darf.
• Die Verlustzahlen: Während sich die Performance im gleitenden 1-Jahres-Zeitraum knapp um die Nulllinie bewegt, schlägt die mittel- bis langfristige Bilanz des Zinsanstiegs unbarmherzig zu: Auf Sicht von 5 Jahren steht hier ein zweistelliger Verlust von -11,7 % auf dem Papier. Im Crashjahr 2022 lag das Minus bei rund -16 %.
https://extraetf.com/de/fund-profile/DE0008471400
Schwellenländer-Klassiker: Templeton Emerging Markets Bond Fund
• Fokus: Ein Flaggschiff-Fonds für Anleihen aus Entwicklungsländern. Hier treffen das Zinsrisiko der USA (Leitzinserhöhungen) und massive Abwertungen von Schwellenländerwährungen aufeinander.
• Die Verlustzahlen: In volatilen Marktphasen verzeichnet dieser Fonds regelmäßig Verluste von 12 % bis 18 % innerhalb von 12 Monaten. Über die letzten 5 Jahre gerechnet, summiert sich der Verlust für Anleger je nach Tranche ebenfalls auf ein tief zweistelliges Minus.
Richtig "brutal" wird es erst bei passiv gemanagten ETFs. Aber hier ist der "Eimer" schon in den Brunnen gefallen. Ist aber erst auf halber Höhe.
Zum Vergleich: Der "Endgegner" unter den ETFs
Wie mathematisch brutal das Zinsrisiko (Duration) ist, zeigt ein Blick auf die passiven Indexfonds: Ein iShares Euro Government Bond 15-30yr UCITS ETF (ISIN: IE00B1FZS913), der nur die ultralangen Staatsanleihen abbildet, verlor im Zinswendejahr 2022 exakt -35,0 % seines Wertes. Auf Sicht von 5 Jahren stehen Anleger dort heute bei einem herben Minus von -38,2 %.
https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?isin=IE00B1FZS913#uebersicht
13:07 | Der Bondaffe ....da kommt noch viel, viel mehr auf die Anleger zu.
https://www.n-tv.de/ratgeber/Zeit-zur-Selbstverteidigung-bei-offenen-Immobilienfonds-id31368352.html
Die Preis- bzw. Kursabschläge an der Börse bei einem sofortigen Verkauf sind beträchtlich, bis zu 50% Abschläge sind möglich:
"Wer Immobilienfonds loswerden möchte, für den gelte es abzuwägen, schreiben die Verbraucherzentralen. Solange die Kapitalanlagegesellschaft Rückgaben zulasse, könne man seine Fondsanteile nach Ablauf einer Haltefrist von im Regelfall 24 Monaten kündigen. Die Rückgabefrist betrage meistens zwölf Monate. Der endgültige Rückgabepreis werde erst später festgelegt und könne höher oder niedriger ausfallen. Ein Verkauf über die Börse sei jederzeit möglich. Das könne weitere Verluste begrenzen, bedeute aber: Man erhalte in der Regel nur den niedrigeren Börsenpreis. Die Abschläge bekannter Fonds (siehe Grafik) liegen derzeit ungefähr zwischen 8,1 Prozent für den Deka Immobilien Europa und 50,8 Prozent für den Grundbesitz global."
Und auch der größte offene Immobilienfonds in Österreich ist davon betroffen.
"Quotenregelung. Immo-Fonds: Bank Austria Real Invest beschränkt Ausstieg der Anleger. Der größte offene Fonds Österreichs, der Real Invest Austria, unterschreitet aktuell die geforderte Mindesliquidität. Anleger werden daher derzeit nur anteilig ausbezahlt."
11:45 | UCN: Ihr Haus ist Privateigentum, bis die Regierung beschließt, dass sie es braucht
Großbritannien hat entschieden, dass es künftig bereits ausreichen kann, die eigene Immobilie sechs Monate lang leer stehen zu lassen, damit die Regierung damit beginnen kann, die Kontrolle darüber zu übernehmen. Wohnungsbauministerin Angela Rayner hat angekündigt, dass die Kommunen in England im Rahmen der Empty Dwelling Management Orders (EDMO) erweiterte Befugnisse erhalten und die erforderliche Leerstandsdauer von ZWEI JAHREN auf nur noch SECHS MONATE verkürzt wird. Die Regierung wird außerdem Anforderungen abschaffen, nach denen Kommunen vor der Beantragung einer solchen Anordnung beispielsweise antisoziales Verhalten oder die Unterstützung der örtlichen Gemeinschaft nachweisen müssen. Sie nennen das, leer stehende Häuser „wieder einer Nutzung zuzuführen“. Ich nenne es eine weitere Aushöhlung des grundlegenden Prinzips, dass Privateigentum der Person gehört, die dafür bezahlt hat.
Dein Haus bleibt deins, solange die Machthaber mit deiner Nutzung zufrieden sind JE
29.09.2026
17:49 | tkp: Anthropic geht an die Börse – und warnt vor eigener Technologie
Der KI-Konzern reicht seinen Börsenprospekt ein, widmet 80 von 261 Seiten den Risiken und schreibt offen, seine Modelle könnten „den Shutdown verweigern“, Informationen „verbergen oder manipulieren“ und Verhalten „wie Erpressung“ zeigen. Gleichzeitig peilt das Unternehmen eine Bewertung von über 2 Billionen Dollar an.
Das ist keine Satire. Das ist der Kapitalmarkt im Jahr 2026. Reuters hat den Prospekt vorab eingesehen – und was dort steht, hat es in dieser Form noch nicht gegeben. Ein Unternehmen, das an die Börse will, schreibt in sein eigenes Verkaufsdokument, sein Produkt könne „katastrophale oder existenzielle Risiken für die Menschheit“ darstellen. TKP hat über entsprechende Warnungen und was davon zu halten ist, bereits berichtet.
Anthropic warnt vor der eigenen KI und geht gleichzeitig an die Börse. Weltuntergang draußen, Wachstumsstory drinnen. JE
Als Anthropic im Juni vertraulich seinen Entwurf des S-1-Prospekts bei der SEC einreichte, war klar, dass der Börsenprospekt viele schockierende Zahlen enthielt, die das Unternehmen angesichts von Spekulationen über massive laufende Verluste nicht veröffentlichen wollte. Doch nur wenige waren auf das vorbereitet, was heute an Reuters durchgesickert ist.
Exemplar des Börsenprospekts Laut einem von Reuters durchgesickerten setzt Anthropologie massiv darauf, dass KI die Weltwirtschaft tiefgreifender verändern wird als Industrialisierung, Elektrizität und Internet. Doch wie Reuters treffend feststellt, „werden die Kosten dafür enorm sein“ – das Unternehmen verzeichnete 2025 einen Nettoverlust von 42 Milliarden US-Dollar . Und obwohl der Umsatz bis 2025 um das Zwölffache auf fast 4,6 Milliarden US-Dollar stieg, verlor das Unternehmen operativ mehr als 8 Milliarden US-Dollar. Die Ausgaben für Rechenleistung schnellten dabei auf 7,33 Milliarden US-Dollar in die Höhe und machten damit 58 % der gesamten Betriebskosten von 12,65 Milliarden US-Dollar aus.
518 Milliarden Verpflichtungen, 20 Milliarden Cash. Früher nannte man das finanzielle Schieflage, heute heißt das Skalierungsphase. JE
14:15 | Der Bondaffe
Das ist ganz einfach. Mit einer angepassten Skalierung, also einer logarithmischen Darstellung der Schulden in einem Chart/Grafik/Schaubild schaut alles super aus. Finanzielle Schieflagen? Wo ist das Problem, wenn diejenigen, die die Schaubilder anschauen, eh nicht umsetzen können, was ihnen gezeigt wird.
"Skalierungseffekte" sind nur Effekte des wilden Auseinanderziehens der X- oder Y-Achse. Ober beidem.
17:29 | Die Leseratte zu 9:14 h
Dies ist ein vom Silberjungen übersetzter Artikel von Zerohedge, hier das Original (https://www.zerohedge.com/markets/inside-bottomless-pit-definitive-look-trillions-debt-funding-ai-supercycle).
Ein sehr langer Artikel, ich habe nur den Anfang kopiert, bitte selbst auf Telegram oder auf ZH weiterlesen. Was hier läuft ist keine Blase mehr, das ist die ultimative Katastrophe, wenn das zusammenbricht. Der ganze Hype ist komplett Schuldenfinanziert, und es sind Billionen (echte, keine amerikanischen)!!! Es ist ja jetzt schon sooo groß, dass man es bereits nicht mehr stoppen oder auch nur verlangsamen kann! Wem nach der Lektüre nicht klar ist, DASS und WARUM es einen "Reset" (aka Weltkrieg) geben muss, der hat ihn nicht verstanden. Die verzocken einfach die ganze Welt!
https://t.me/silberjungethorstenschulte/9216?comment=393052
Zitat:
„Inside The Bottomless Pit“: Der maßgebliche Einblick in die Billionen an Schulden, die den KI-Superzyklus finanzieren
von Tyler Durden
Montag, 21. September 2026 – 02:00 Uhr
Vor knapp einem Jahr, als die Gesamtverschuldung im KI-Bereich (nur) 14 % des breiter gefassten Investment-Grade-Marktes von 1,2 Billionen US-Dollar ausmachte und die Investitionsausgaben voraussichtlich um (nur) 500 Milliarden US-Dollar steigen sollten, erklärten wir, dass das Tempo des Schuldenwachstums zur Finanzierung des KI-Superzyklus nicht tragbar sei, und wir waren die Ersten, die warnten – zu einer Zeit, als sich noch kaum jemand für KI und die Verschuldung der Hyperscaler interessierte –, dass „KI nun ebenfalls eine Schuldenblase ist, die still und leise alle Banken überholt und zum größten Sektor am Markt wird (https://www.zerohedge.com/markets/ai-now-debt-bubble-quietly-surpassing-all-banks-become-largest-sector-market)“.
Seitdem ist einiges passiert: Zuallererst geben die Hyperscaler mittlerweile so viel Geld für Investitionen aus, dass alle außer Microsoft nun einen negativen freien Cashflow aufweisen, was bedeutet, dass das künftige Wachstum der Investitionsausgaben fast ausschließlich auf neue Schulden beruhen wird.
Zweitens – auch wenn es einigen vielleicht entgangen sein mag – wäre die KI-Schuldenblase bereits im Mai beinahe geplatzt, inmitten der Turbulenzen, die den Markt für private Kredite erschütterten, der sich über bilanzunabhängige Zweckgesellschaften (SPV) zu einer wichtigen Finanzierungsquelle für KI-Rechenzentren entwickelt hatte. Dies geschah, als der Markt allmählich erkannte, dass sich das bislang vorherrschende Paradigma der generativen KI als weniger anspruchsvoll (ganz zu schweigen von ansprechend) erwies als der dafür erforderliche massive Ausbau der Investitionen – was auch bedeutete, dass die Kapitalrendite viel zu gering sein würde, um dieses Ausgabentempo aufrechtzuerhalten, was einen Schock durch die Welt der Unternehmensanleihen jagte. Und, wie die FT damals berichtete (https://www.ft.com/content/08aba5e4-5834-4e79-a48d-989a2c5bad0f?syn-25a6b1a6=1), „erstickten“ die Banken plötzlich an Rechenzentrumsschulden, als die Nachfrage nach KI-bezogenen Wertpapieren zusammenbrach. Zugegebenermaßen war der jüngste Ausbruch des Iran-Kriegs, der die Rohstoffpreise in die Höhe schnellen ließ, auch nicht gerade hilfreich.
Quelle: Financial Times (https://www.ft.com/content/08aba5e4-5834-4e79-a48d-989a2c5bad0f?syn-25a6b1a6=1)
Passenderweise veröffentlichte Goldman buchstäblich Stunden nach dem FT-Bericht am 5. Mai einen Bericht, der sich als wegweisend erweisen und die Begeisterung für den KI-Superzyklus wieder entfachen sollte, als die Bank den Fokus von generativer KI auf agentische KI verlagerte. In ihrem Bericht mit dem Titel „Decoding the Agentic Economy: The Coming Inflection in AI Usage and Margins (https://marketdesk.ai/standalone/aXVegdWAGEi)“ prognostizierte Goldman, dass KI bis 2030 monatlich unglaubliche 120 Quadrillionen Token verbrauchen würde…
Quelle: Goldman Sachs (https://www.zerohedge.com/markets/120-quadrillion-tokens-monthly-2030-goldmans-deep-dive-coming-agentic-economy)
… und dass damit der lang erwartete Wendepunkt bei den Margen, nach dem die Token-Ökonomie endlich profitabel werden würde, erreicht sei…
Quelle: Goldman Sachs (https://www.zerohedge.com/markets/120-quadrillion-tokens-monthly-2030-goldmans-deep-dive-coming-agentic-economy)
… was natürlich umgehend die meisten Befürchtungen zerstreute, dass keine Nachfrage nach KI bestehen würde, und die Nachfrage nach Realkrediten für Rechenzentren kehrte mit voller Wucht zurück, was einen neuen Anstieg der Kreditemissionen auslöste.
Tatsächlich wurde die Nachfrage nach Realkrediten für Rechenzentren und Hyperscaler plötzlich so groß, dass das Angebot über herkömmliche Kreditemissionskanäle schlichtweg nicht ausreichte, und die Wall Street wandte sich schnell Infrastrukturfinanzierungen, Zweckgesellschaften (SPVs) und verschiedenen anderen außerbilanziellen Vehikeln zu. Infolgedessen bestätigte sich unsere Prognose vom Jahresanfang (https://x.com/zerohedge/status /2016714862433329372?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E2016714862433329372%7Ctwgr%5E2a68631a776d1d233d79d3f9eb62e638162bf7e3%7Ctwcon%5Es1_&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.zerohedge.com%2Fmarkets%2Fwsj-catches-discovers-ais-balance-sheet-liabilities-are-3-trillion-and-growing-12-trillion), dass wir dank des Erfolgs von Metas „Project Beignet“-SPV Ende 2025, mit dem das riesige Hyperion-Rechenzentrum finanziert wird (siehe „(A)I Owe You: Framing Hyperscaler Financing (https://marketdesk.ai/standalone/Wk9vuk90cy5)“), „im Jahr 2026 Hunderte von Milliarden davon erwarten sollten.“
Quelle: Barclays (https://marketdesk.ai/standalone/Wk9vuk90cy5)
Wir lagen daneben: Es waren keine Hunderte von Milliarden, sondern tatsächlich Billionen, wie wir in „Die außerbilanzielle Zeitbombe in der KI erreicht 3,1 Billionen Dollar: Anstieg um 1,3 Billionen Dollar in drei Monaten. (https://www.zerohedge.com/markets/balance-sheet-time-bomb-inside-ai-hits-31-trillion-13tn-three-months)“ berichteten.
Wie sogar Michael Burry erkannte, gibt es eine schwindelerregende Summe an außerbilanziellen Verpflichtungen und Verbindlichkeiten, etwa 3,1 Billionen Dollar, was, wie wir Ende August berechnet haben (https://www.zerohedge.com/markets/balance-sheet-time-bomb-inside-ai-hits-31-trillion-13tn-three-months), einen Anstieg um 1,3 Billionen Dollar in nur drei Monaten darstellt...
Quelle: Morgan Stanley (https://marketdesk.ai/standalone/EwKkiE4NLpu)
... bestehend hauptsächlich aus 1,1 Billionen Dollar an nicht abgezinsten Leasingzahlungen (die nicht in der Bilanz erscheinen)...
Quelle (https://www.zerohedge.com/markets/balance-sheet-time-bomb-inside-ai-hits-31-trillion-13tn-three-months)
… sowie 1,7 Billionen Dollar an Kaufverpflichtungen.
Quelle (https://www.zerohedge.com/markets/balance-sheet-time-bomb-inside-ai-hits-31-trillion-13tn-three-months)
Doch während agentische KI jede Sekunde der Sendezeit in den Finanzmedien dominierte – ganz zu schweigen von den Kapitalmärkten –, tauchte schnell ein weiteres Problem auf: das Aufkommen extrem leistungsfähiger und noch extrem kostengünstigerer chinesischer Open-Source-Modelle, die dank „Destillation“ 98 % der Arbeit von Spitzenmodellen wie Claude und ChatGPT für 2 % des Preises erledigen konnten.
Quelle: UBS (https://marketdesk.ai/standalone/q8dRClvraEv)
Wir haben dies in unserem Artikel vom Juni „Die „Billionen-Dollar-Frage“ beantworten: Sind Chinas KI-Modelle preiswerter als US-Modelle (https://www.zerohedge.com/technology/answering-trillion-dollar-question-how-chinas-ai-models-compete-cost-effieiency)“ ausführlich beschrieben (und später noch einmal in „Was, wenn Open-Weight-Modelle den KI-Krieg gewinnen: Hier sind die Gewinner und Verlierer (https://www.zerohedge.com/technology/what-if-open-weight-models-win-ai-war-here-are-winners-and-losers)“), und es ist kaum ein Zufall, dass im Juni auch die Token-Preise ihren Höchststand erreichten und seitdem einen historischen Einbruch erlitten haben, wobei sie mehr als 50 % ihres Wertes verloren und auf Allzeittiefs sanken.
Übrigens wurde unsere rhetorische Frage, ob Open-Weight-Modelle ein besseres Wertversprechen darstellen, nun beantwortet: Das Token-Volumen der Frontier-Modelle ist im Vergleich zu den Open-Weight-Modellen auf ein Allzeittief gesunken, wobei die Ausgaben für Moonshot AI, DeepSeek und Z.ai die des zweitplatzierten OpenAI übertreffen.
Und da hohe Token-Preise das Lebenselixier der Wirtschaftlichkeit von Frontier-Modellen sind – ganz zu schweigen davon, dass sie das Einzige sind, was ihre bevorstehenden Multi-Billionen-Börsengänge vor einem historischen Zusammenbruch bewahrt –, befinden sie sich seitdem in einem beispiellosen Kampf ums Überleben (und um ihre Relevanz), da nun allen klar ist, dass nur eine Handvoll Power-User Spitzenpreise für das neueste Modell zahlen müssen, während es mehr als ausreichend ist, ein Modell zu erhalten, das 99 % der Fähigkeiten eines „Frontier“-Modells zu einem Bruchteil der Kosten bietet.
Dieser „Kampf“ war der Auslöser für den beispiellosen Essay von Dario Amodei von Anthropic am vergangenen Wochenende, in dem er zu einer „dosierten“ Einführung neuer Modelle aufrief, um einen „Dario-Weltuntergang“ zu vermeiden – der jedoch in Wirklichkeit darauf abzielte, eine Reaktion der US-Aufsichtsbehörden zu provozieren, in der Hoffnung, die chinesische Open-Weight-Konkurrenz auszuschalten… und anscheinend hielt dies gerade einmal eine Woche an, denn Reuters berichtet, dass Anthropic plant, sein neuestes Modell schnellstmöglich auf den Markt zu bringen, um seine Bewertungssumme von 2 Billionen Dollar beim Börsengang zu untermauern.
Ob das funktioniert, ist fraglich, aber ein Nebeneffekt dieses enormen Wettlaufs unter den US-Pioniermodellen, die besten und großartigsten Modelle auf den Markt zu bringen, ist, dass der jüngste Schuldenrausch im Bereich KI und Rechenzentren so etwas ist, wie es die Welt noch nie gesehen hat.
Was uns zum Kernpunkt dieses Artikels bringt: diese beispiellose Lawine von Anleiheemissionen, eine Anleiheblase, die niemand mehr bestreitet und die nun die zentrale Säule ist, die den gesamten KI-Überbau stützt … einen Überbau, von dem selbst Trump erkennt, dass er um jeden Preis aufrechterhalten werden muss (https://www.nytimes.com/2026/09/18/us/politics/trump-ai-safety-anthropic-openai-china.html), da er „befürchtet, dass der Markt zusammenbrechen und schnell eine Rezession folgen könnte, sollte sich der KI-Boom, der die amerikanische Wirtschaft antreibt, verlangsamen. (NYT)“
27.09.2026
16:04 | Der Bondaffe Es ist passiert und es geschieht weiter.
Die Kursrückgänge (gerne auch Kursverluste, wenn man am Jahresende eine Bilanz erstellen und bilanzieren muss, wie beispielsweise in einer Bank oder einem Rentenfonds) bei festverzinslichen Papieren nehmen weiter zu. Mit jedem Zehntel-Prozent-Anstieg der Renditen werden die Kursverluste größer und höher. Es gilt: je länger die Laufzeit des gehaltenen Papiers, desto höher der Kursrückgang.
Pikant, gestern, Freitag 25.09.2026, erreicht die Rendite der global maßgebenden und vielbeachteten marktführenden deutschen Bundesanleihe im Langfristbereich für zehnjährige Laufzeiten einen neuen Höchststand seit dem Jahr 2009. Will heißen: Der im Jahr 2021 gestoppte Niedrig- und Nullzinstrend ist endgültig vorüber und der in 2022 begonnene Aufwärtstrend bei den Zinsen und Renditen setzt sich augenblicklich fort.
https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield
Sagenhafte 3,62 Prozent Rendite stehen am Tagesende auf dem Bildschirm. Und das ist noch nicht das Ende. Es kann noch weiter gehen. Als Nächstes stehen dann plötzlich und unerwartet 4 Prozent auf dem Schirm, dann 5 Prozent, und auch das könnte nicht das Ende sein.
Was ein durch diesen Renditeanstieg verursachter Anstieg bei den Immobilienkrediten (auch in den Immobilienfonds) und ein höheres Kreditzinsniveau angeht, wird mittlerweile in den Mainstreammedien schon als Thema behandelt und diskutiert.
Weniger liest man über die Kursverluste bei festverzinslichen Papieren, denn die sind beträchtlich. Gut, dass es mittlerweile KI-Abfragen gibt. Man erlaube mir die Wortwahl, aber der Renditeanstieg hat fett durchgeschlagen in den Portfolios. Das liest sich dann zum Thema Kursverlust so. Und dies betrifft nur deutsche Bundesanleihen.
Restlaufzeit / Anleihentyp / Kursverlust in Prozent
(1 bis 3 Jahre) Kurzläufer: minus 2 bis minus 5 Prozent
(5 bis 7 Jahre) Mittelläufer: minus 10 bis minus 15 Prozent
(10 Jahre) Langläufer: minus 20 bis minus 25 Prozent
(30 Jahre) Ultra-Langläufer: minus 40 bis minus 50 Prozent
Nun ja, auch das ist delikat. Anleihen bringen zwar Zinsen, aber die prozentualen Kursrückgänge in einem Jahr können höher sein als der Zinssatz, den man in einem Jahr erhält. Der Zinssatz ist natürlich gerade bei Langläufern relativ niedrig, da die Anleihen auch in Niedrigzinsphasen herausgegeben wurden.
Die nächste Frage stellt sich so: Wer hat diese Anleihen im Bestand? Die KI meint zu Haltern, prozentualem Anteil und absolut gehaltenem Volumen deutscher Bundesanleihen:
Zentralbanken und öffentliche Institutionen (inkl. EZB-Ankaufprogramme und Staatsfonds), 50 Prozent, etwa 1.030 Mrd. Euro
Real-Money-Investoren (Versicherungen, Pensionsfonds, Publikumsfonds), 21 Prozent, etwa 427 Mrd. Euro
Banken und Broker, 16 Prozent, etwa 338 Mrd. Euro
Eigenbestand des Bundes, 10 Prozent, etwa 200 Mrd. Euro
Hedgefonds, 1,2 Prozent, etwa 25 Mrd. Euro
Sonstige inkl. Privatanleger, Rest
Man sieht, da dampft was ordentlich bei dem gehaltenen Volumen von über 2 Billionen Euro, und wenn die Renditeanstiege weitergehen, wird noch heißer gekocht mit mehr Dampfentwicklung. Interessant sind die Real-Money-Investoren, denn da sind durchaus Altersvorsorgen wie Pensions- und Rentenansparpläne oder Lebensversicherungssparpläne enthalten. Man sieht, was nützt der schönste Garantiezins bei Lebensversicherungen, wenn zwischenzeitlich ein Renditeanstieg mit Kursrückgängen durchschlägt.
Das große Problem bleiben aber Zentralbanken und öffentliche Institutionen, denn jetzt sitzen die Herrschaften auf dem Problemberg der deutschen Bundesanleihen, die in den Niedrigzinskrisenjahren ab 2015 kein normaler Investor haben wollte. Zentralbanken, also auch die EZB, und öffentliche Institutionen sitzen auf rund 1 Billion Euro deutscher Bundesanleihen und damit Bundesschulden, die immer weniger wert werden. Warum sitzen Zentralbanken und Co. auf diesen hohen Beträgen, wenn deutsche Bundesanleihen angeblich so sicher sind? Man fragt sich natürlich, ob die Herrschaften kein ordentliches Risikomanagement haben. Andere Länder aus der Eurozone sind gar nicht berücksichtigt. Eine Systemkrise war in den Niedrigzinsphasen schon zu sehen, bloß haben die Zentralbanken damals alles aufgekauft.
Jetzt geht es weiter, und um dieses Dilemma lösen zu können, gibt es laut manchen Texten nur eine Lösung. Bevor sich der Euro und die Eurozone und damit die EU auflösen könnten, braucht man einen Krieg. Das steht auch in dem Artikel, der auf bachheimer.com und bei Konjunktion zur europäischen Kriegskarte veröffentlicht wurde.
Ich meine, wir schlittern geradewegs in eine Liquiditätskrise. Damit meine ich primär die Unverkäuflichkeit von börsengehandelten Wertpapieren aller Art, neben festverzinslichen Papieren auch Aktien, und damit ein Überschlagen auf den Immobilienmarkt und dann auf die Handelsmärkte des gewöhnlichen Lebens. Bargeld in kleinen Scheinen zu halten schadet also nicht, denn demzufolge müsste es Einschränkungen beim elektronischen Zahlungsverkehr mit sich bringen. Vielleicht droht Zypern 2013. Der Laden muss schließlich finanziert werden.
Es ist allgemein spürbar, der Laden beginnt uns um die Ohren zu fliegen. Verschiedene Anzeiger sind schon weit im roten Bereich, und wie das richtige Chaos gestartet wird, vermag ich nicht zu sagen. Die BRD fällt aber nicht reißerisch vom hohen Podest, es wird nur noch einen endgültigen Plumps geben. Das Geld verliert immer mehr an Wert, gerade Energie wird immer teurer, und das schöne Fiat-Geld löst sich von alleine auf.
Und bedenken Sie, die genannten Beträge und Volumina gelten nur für die Bundesrepublik Deutschland. Die Eurozone besteht aber aus 21 Mitgliedstaaten. Mit nur einer Zentralbank.
25.09.2026
12:06 | UCN: Insiderhandel belegt Vorabwissen über den 11. September
Am 12. September 2001 herrschte völliges Chaos. Doch während Regierungen weltweit darum rangen, die Katastrophe des Vortags zu begreifen, und noch bevor ein Motiv festgestellt, Täter identifiziert oder andere grundlegende Fakten geklärt waren, leitete die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) eine Untersuchung wegen möglichen Insiderhandels durch unbekannte Personen ein, die offenbar über genaue Vorabkenntnisse über den 11. September verfügten. Die Beweislage schien erdrückend. Mainstream-Journalisten spotteten offen darüber, dass es unglaubwürdig sei, dass zahlreiche äußerst ungewöhnliche Börsengeschäfte unmittelbar vor den Anschlägen reiner Zufall gewesen sein sollten.
Die Börse sah etwas kommen, was Geheimdienste angeblich nicht sahen. Vielleicht hätte man damals Bloomberg-Terminals statt Sicherheitsbehörden beschäftigen sollen... JE
23.09.2026
05:45 | f100: Neben Gold sieht die UBS hier die nächste große Anlagechance
Die UBS verlagert ihren Fokus auf asiatische Schwellenländer-Anleihen. Besonders im Technologiesektor sieht die Großbank attraktive Renditechancen. Was Anleger beachten sollten.
Seit meinem BRICS-Abenteuern und den damit verbundenen Erkenntnisgewinnen bin ich ja ein großer Fan des wirtschaftlichen Aufstiegs Asiens – aber es sollte auch festgestell sein, dass eine hohe Anleiherendite meist kein Geschenk ist, sondern eher a Schmerzensgöd für Kredit-, Währungs- und Liquiditätsrisiko. Wer beim Lesen der Wortkombi „High Yield“ nur „Yield“ hört, hat schon den ersten Fehler gemacht. Gold höchsten kann ausfallen, wenn man es verliert – ein Schuldner kann auch beim Zahlen ausfallen. TB
22.09.2026
18:03 | PT: Wohnprojekt in Schwenningen vor dem Aus: Käufer sollen Bau selbst vollenden
Mitten in Schwenningen stecken fertige Wohnungen fest. Der Bauträger, der den Wohnkomplex an der Kreuzung Karlstraße und August-Reitz-Straße errichtete, ist zahlungsunfähig. Nun müssen die betroffenen Eigentümer die Initiative ergreifen. Die Situation trifft die Käufer hart. Sie haben gezahlt, doch ihre Wohnungen sind nicht fertiggestellt. Der Zusammenbruch des Bauträgers hinterlässt ein halbfertiges Gebäude und verzweifelte Erwerber, die nun vor einer ungewöhnlichen Lösung stehen.
Ein ehrgeiziger Rettungsplan nimmt Gestalt an. Die Eigentümer sollen den Bau gemeinsam in eigener Regie zu Ende führen. Das bedeutet: Statt auf einen neuen Investor zu warten, organisieren die Betroffenen den weiteren Bauablauf selbst. Dieses Modell ist selten, aber nicht ohne Präzedenzfall.
Immobilienerwerb jetzt mit Heimwerkerbonus. JE
20.09.2026
17:42 | Der Bondaffe: Immobilienfonds weiter unter Druck, Fondsrückgaben halten an, Umfangreiche Immobilienverkäufe erforderlich
Die Lage an der Front für Immobilienfonds spitzt sich weiter zu.
https://www.fondsprofessionell.de/sachwerte/news/headline/dws-immobilienfonds-mit-hohen-abfluessen-und-abwertungen-253792/ "DWS-Immobilienfonds mit hohen Abflüssen und Abwertungen"
Man greift auch zu Notfallmaßnahmen. Gerade bei Gesellschaftsschwergewichten wie der DWS. https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/dws-von-deutsche-bank-erwaegt-einschraenkungen-bei-ruecknahmen-aus-deutschen-immobilienfonds-ce785ad8db89f226 "DWS von Deutsche Bank erwägt Einschränkungen bei Rücknahmen aus deutschen Immobilienfonds"
https://www.aktien.news/dws-pruft-auszahlungsstopp-fur-drei-deutsche-immobilienfonds "Um die Liquiditätskrise zu bewältigen, hat die DWS bereits Immobilien im Wert von 4,5 Milliarden Euro verkauft und die Kreditaufnahme bis an die gesetzlichen Grenzen ausgereizt, wie Fondsmitteilungen zeigen. Nun prüft der Vermögensverwalter weitere Notmaßnahmen. Dazu gehören die Begrenzung von Auszahlungen oder die Einführung von Strafgebühren für abwandernde Anleger, basierend auf neuen EU-Vorschriften. Dies berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen."
Problematisch für die Gesellschaften wird es immer dann, wenn es ALLE wissen. Das ist dann der Fall, wenn diese Art Artikel im "Handelsblatt" oder in der "Börsen-Zeitung" veröffentlicht werden. Diese beiden Blätter sind die Herdentriebsmacher der deutschen Finanzbranche.
Das Problem bei offenen Immobilienfonds, sozusagen das verborgene Damoklesschwert, ist die Bewertung der Immobilien IM Fonds. Wie und zu welchem Preis werden Immobilien "fair" bewertet? Im Gegensatz zu börsengehandelten Papieren oder Produkten ist das bei Immobilienfonds ein aufwendiger zeitlicher Prozess. Immobilienbewertungen sind nicht einfach darzustellen. Schon allein, wenn die Zinsen steigen so wie jetzt.
So scheint es, daß gerade offene BRD-Immobilienfonds in eine Liquiditätskrise ungeahnten Ausmaßes hineinrasen. Die Umstände sprechen dafür. Um diese Krise zu bewältigen muß Liquidität von außen herangeschafft werden. Im äußersten Falle werden die lauten Schmerzensschreie an den Bund mit einem Sondervermögen (also einen Fonds, einem Kreditfonds :-) ) gerichtet. Wie immer muß der Staat helfen. Wobei man es dem Bund schmackhaft machen muß. Berliner Enteignungsphantasien von Immobilien bekämen Konkurrenz über Notkäufe des Bundes von Immobilien aus offenen Immobilienfonds. Gründe wären Mietpreisanstiege und Wohnungsnot.
Will heißen: gerade Schrottimmobilien, also schwer bewertbare Immobilien aus Immobilienportfolios, würden verstaatlicht und versteuerzahlert. Die Fonds oder die Wohnungsgesellschaften (wie Vonovia) wären fein raus und der Bund hätte die jetzt hohen Kosten verursachenden und vor sich hin faulenden Immobilien an der Backe. Der Bund hätte dann Immobilien im Bestand, deren hohe laufende Kosten auf die eigenen Gesetze zurückzuführen wären. Gleichzeitig begrenzt man die Erträge durch Mietdeckel.
Man hat den Eindruck, hier läuft etwas ganz anderes. Das kennen wir von Lehman2008. Es sind extrem-toxische Immobilienbestände, den an den Mann bzw. den Staat gebracht werden müssen. Dieses "alte Zeug" ist in Immobilienfonds schwer zu bewerten und auch sehr schwer verkäuflich. Der Schrei nach Hilfe an den Bund wäre demzufolge unumgänglich.
Es wird noch besser. Eine KI-Abfage ergibt "das verwaltete Gesamtvermögen von offenen Immobilienfonds in Deutschland beläuft sich aktuell auf rund 108 bis 112 Milliarden Euro". Und weiter: "Das verwaltete Netto-Fondsvermögen von regulierten geschlossenen Immobilienfonds (nach KAGB-Standard als geschlossene Alternative Investmentfonds bzw. AIFs klassifiziert) in Deutschland liegt bei rund 30 bis 35 Milliarden Euro."
Aber der Clou, das Tüpferl auf der Immobilienfondsblase liest sich so: "Nimmt man jedoch das Gesamtinvestitionsvolumen inklusive Fremdkapital (Bankkredite für die jeweiligen Fondsobjekte) sowie alle historischen Bestandsfonds („Altfonds“) vor der KAGB-Regulierung von 2013 hinzu, bewegt sich das in geschlossenen Immobilienstrukturen gebundene Vermögen schätzungsweise bei über 100 Milliarden Euro."
Will heißen: wir haben noch gar nicht darüber gesprochen, wie hoch die KREDIT-ENGAGEMENTS in offenen und geschlossenen Immobilienfond sind. Denn Kreditaufnahmen sind erlaubt. Und diese Kredite müssen doch zurückbezahlt werden, oder? Wenn aber die Rückflüsse aus den Fonds zu höheren Rücknahmepreisen abgerechnet werden als die Immobilien wert sind, würde theoretisch die Fondsgesellschaft auf einem faulen Kredit sitzen bleiben.
Lesen Sie einmal diesen verschachtelten Satz:
https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/fonds-etf/immobilienfonds-dws-muss-immobilien-verkaufen-um-anteilseigner-auszuzahlen-01/100255424.html "Die drei Fonds Grundbesitz Europa, Grundbesitz Global und Grundbesitz Fokus Deutschland besitzen derzeit Immobilien im Wert von etwa zehn Milliarden Euro. Das Fondsvermögen abzüglich der Schulden liegt insgesamt bei 8,2 Milliarden.
Hochrechnungen von Marktbeobachtern zufolge haben die drei Fonds seit dem Ende der Niedrigzinsphase vor vier Jahren Gebäude für etwa 4,5 Milliarden Euro verkauft.
Die Ankündigung, mehr Gebäude zu verkaufen, dürfte schwer umzusetzen sein, denn die Zinsen für Kredite sind zuletzt gestiegen, was potenzielle Käufer der jetzt angebotenen Immobilien abschrecken dürfte."
Rechnen wir: Drei Fonds besitzen Immobilien von 10 Milliarden EURO. Das Fondsvermögen abzüglich der Schulden liegt insgesamt bei 8,2 Milliarden. Macht eine Differenz von 1,8 Milliarden EURO. Schon komisch, man besitzt Immobilien von 10 Milliarden EURO, die nur 8,2 Milliarden wert sind. Nach Abzug der Schulden. Erklären Sie das dem Fondsbuchhalter in mir. Wäre dann der Kreditanteil nicht unverhältnismäßig hoch? Oder nicht erlaubt? Schwer zu sagen bei diesen Milchmädchenrechnungen. Wenn ein Fondsvermögen von 10 Milliarden EURO nur 8,2 Milliarden EURO wert ist.
Das sind "Sternstunden der Ökonomie und der Volkswirtschaft". Die Auflösung des Rätsels steht irgendwann im Handelsblatt oder in der Börsen-Zeitung. Dann ist es zwar zu spät und die Fonds sind illiquide, aber dann wissen es alle.
Mangelnde LIquidität im Fonds und mangelnde Verwertbarkeit der Objekte (=mangelnde Marktliquidität) und allgemeinde Illiquidität. Das wird noch ein großes Thema, nicht nur bei Immobilienfonds. So läuft es wohl auf Rettungsmaßnahmen hinaus und das heißt Kredit, Kredit, Kredit. Nur wer gibt Kredite, wenn die Katastrophen so offensichtlich sind? Richtig, der Steuerzahler. Darum muß der an die Kriegsfront.
17.09.2026
19:05 | Der Bondaffe: Immobilienfonds - jetzt geht die Post so richtig ab - Mittelabflußkatastrophe in vollem Gang
Jetzt kracht es so richtig bei den offenen Immobilienfonds, aber das sind noch Verstärkungstendenzen eines "schauerlichen Trends des Mittelabflüsse", deren Höhepunkt noch gar nicht erreicht ist.
Wie liest sich das? Nun, es verschiedene öffentlich präsentierte Schreckensnachrichten, die sich gegenseitig verstärken.
Schreckensnachricht #1: Fondspreisabwertungen
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/dws-wert-immobilienfonds-frankfurt-li.3543500
"Die Krise der offenen Immobilienfonds verschärft sich: Zuletzt hat die Deutsche-Bank-Tochter DWS ihre drei Fonds deutlich abgewertet. Und es könnte noch weitere Anpassungen geben."
Schreckensnachricht #2: Beginn einer allgemeinen Abwertungsspirale beginnend bei den großen Gesellschaften
https://finanz-szene.de/banking/dws-beginnt-mit-abwertung-von-immofonds-warum-sind-bei-ihr-die-probleme-so-gross/
Die DWS hat nach zweijähriger Unterbrechung mit der neuerlichen Abwertung ihrer drei offenen Immobilienfonds begonnen. Schon im August berichtete Finanz-Szene, dass der „Grundbesitz Global“, der „Grundbesitz Europa“ und der „Fokus Deutschland“ an den Börsen mit ungewöhnlich hohen Abschlägen auf den Nettoinventarwert (NAV) gehandelt werden – also auf den offiziell von der Fondsgesellschaft festgesetzten Preis."
Schreckensnachrichten #3: Strafgebühren in Verbindung mit weiteren Rücknahmebeschränkungen und NOTFALLoperationen
https://www.manager-magazin.de/finanzen/immobilien-fonds-dws-denkt-ueber-straf-zahlungen-fuer-verkaeufer-offener-immobilienfonds-nach-a-3b6b0251-1665-430e-915c-ffb84062b841
"DWS sondiert Notfalloptionen für offene Immobilienfonds. Die Krise der Immobilienfonds hat nun auch die DWS um CEO Stefan Hoops voll erfasst. Nach Informationen des manager magazins erwägt man im Deutsche-Bank-Konzern, Fondsbesitzer mit Strafgebühren und Rücknahmebeschränkungen vom Verkauf abzuhalten."
Schreckensnachricht #4: Totalverlust
https://www.boerse-online.de/nachrichten/geldundvorsorge/50000-anleger-betroffen-insolvenz-chaos-und-ungewissheit-bei-deutschen-immobilienfonds-20408366.html
"50.000 Anleger betroffen: Insolvenz, Chaos und Ungewissheit bei deutschen Immobilienfonds. Insgesamt kauften rund 50.000 Investoren mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro die 24 Publikumsfonds. Doch niemandem dürfte beim Kauf klar gewesen sein, was folgen würde. Was ist beim DF Deutsche Finance Investment Fund 17 – Club Deal Boston II passiert? Die Geschäftsführung hat einen Insolvenztatbestand festgestellt. Für die Anleger besteht das Risiko eines Totalverlusts."
Schreckensnachricht #5: Notverkäufe von Immobilien im Fonds
https://www.boersianer.at/artikel/immofonds-erst-gas-geben-dann-abbremsen
"Verkäufe aus der Not. Die Folge sind Verkäufe in großem Stil. Das drückt nicht nur auf die Performance treuer Anleger, sondern hat einschneidende Konsequenzen für den angespannten Wohn-Immobilienmarkt. Früher waren die Fonds namhafte Investoren in den großvolumigen Wohnbau, heute stehen sie notgedrungen auf der Verkäuferseite."
Schreckensnachricht #6 und #7: Liquiditätsrisiko des Fonds: Keine nenneswerten Zuflüsse in den Fonds. Sichere Ertragsalternative Sparuch.
https://www.boersianer.at/artikel/immofonds-erst-gas-geben-dann-abbremsen
"Der Absatz neuer Fondsanteile kommt dagegen praktisch zum Erliegen. Schließlich lieben österreichische Privatanleger nichts mehr als Liquidität, und hier bieten gute Sparbücher inzwischen vergleichbare Erträge. Hier wird eindeutig zu spät und zu stark auf die Bremse getreten."
Schreckensnachricht #8: genereller Vertrauensverlust in Immobilieninvestment, da verschiedene deutsche Krankenkassen hunderte Millionen EURO in dieser Anlageklasse versenkt haben.
https://www.boerse-express.com/news/articles/krankenkassen-krise-11-milliarden-euro-in-immobilienfonds-verloren-946667
"Krankenkassen-Krise: 1,1 Milliarden Euro in Immobilienfonds verloren. Die Bundesregierung hat bestätigt: Bei mindestens 12 bundesunmittelbaren Krankenkassen gelten Immobilienanlagen im Nominalwert von 1,1 Milliarden Euro als leistungsgestört, bis Ende 2025 wurden rund 400 Millionen Euro wertberichtigt."
Schreckensnachricht #9: Immobilieninvestments im Ausland
https://joinmares.com/artikel/velora-immobilien-28-mio-us-dollar-drohen-zwangsversteigerung
"Diese Überlegungen der DWS erfolgen vor dem Hintergrund einer angespannten Lage am Immobilienmarkt. Insbesondere die USA sind betroffen, wo steigende Finanzierungskosten und einzelne Kreditprobleme Projektentwickler und Fondsbetreiber belasten."
Schreckensnachricht #10: Verluste über Zweitrundeneffekte für Versicherte beispielsweise bei Versorungskassen
https://www.focus.de/finanzen/bayerische-versorgungskammer-macht-853-millionen-euro-verlust-bei-us-immobilien-700-millionen-dollar-eingefroren-jetzt-klagt-die-deutsche-finance_4396c291-e070-498f-8995-4943fa3958a6.html
"Fondsmanager verklagt Versorgungskammer. Immo-Skandal in Bayern: 853 Millionen Verlust mit US-Anlagen"
Schreckensnachricht #11: negative Massenpsychologie
https://www.finanztip.de/investmentfonds/immobilienfonds/
"Finanztip rät davon ab, in offene Immobilienfonds zu investieren."
Schreckensnachricht #12: Aussetzung der Rücknahme von Anteilen
https://www.fundresearch.de/immobilienfonds/immobilienfondskrise-immer-schlimmer.php
"Auch der Habona Nahversorgungsfonds Deutschland hat die Ausgabe und Rücknahme seiner Anteile zum 30. Juni 2026 um 12 Uhr ausgesetzt. Grund dafür ist nach Angaben der Kapitalverwaltungsgesellschaft, dass die verfügbaren liquiden Mittel derzeit nicht ausreichen, um sowohl fällige Anteilrückgaben zu bedienen als auch die laufende Bewirtschaftung des Immobilienportfolios sicherzustellen."
Schreckensnachricht #13: Stellenabbau bei den Immobilienfondsgesellschaften
https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/immobilien-union-invest-real-estate-baut-um-und-stellen-ab/100250920.html
"Union Invest Real Estate baut um – und Stellen ab. Der Hamburger Immobilienfondsmanager stellt sich neu auf, dabei fallen Arbeitsplätze weg. Das Unternehmen will in Zukunft auf Mieterträge statt Bewertungsaufschläge setzen."
Das ist nicht schwer zu beurteilen, den Immobilienfondsgesellschaften brechen die Erträge weg. Es muß in der Gesellschaft gespart werden durch Stellenabbau.
Die üblichen Beschränkungen mit der verlängerten Haltefrist sind eh keine Schreckensnachrichten mehr. Was steigende Zinsen in einem aus einer Niedrigzinsphase hervorkommenden Immobilienfonds anrichten werden, habe ich schon öfters beschrieben.
Auf der anderen Seite sieht es mit der Kursentwicklung von Aktiengesellschaften (auch aufgrund von Enteignungsphantasien) wie Deutschlands größtem Wohnimmobilienkonzern "Vonovia" nicht gut aus. Mit 17,93 EUR für eine Vonovia-Aktie ist bald das Allzeittief bei etwa 15,00 EUR erreicht.
https://www.finanzen.net/aktien/vonovia-aktie
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/im-abwaertssog-vonovia-aktie-faellt-auf-tiefsten-stand-seit-drei-jahren-zinsanstieg-setzt-kurs-zu-00-15911622
Mit Blick auf unseren vor mir schlafenden Hund fällt mir ein, daß man in punkto Immobilien vielleicht in Hundehütten investieren sollte. Das wäre ein scheinbar sichere Immobilienanlage. Hundehütten gibts im Baumarkt, aber man sollte möglicherweise schnell investieren. Kann sein, daß der Baumarkt nebenan wegen Räumungsverkauf auch bald zumacht. Dann steht wiedere eine Baumarkt-Immobilie leer und wir wollen nicht wissen, wem diese Immobilie gehört bzw. wer sie im Bestand seines Immobilienportfolios hat.
https://www.merkur.de/wirtschaft/insolvenz-zwei-baumarkt-ketten-raeumungsverkauf-111-filialen-viele-standorte-schliessen-zr-94496567.html
16.09.2026
11:43 | UCN: Brüssel greift nach deinem Eigentum: Nach Airbnb soll jetzt auch die Nutzung der Zweitwohnung reguliert werden
Die Europäische Union reguliert längst nicht mehr nur Handel, Wettbewerb oder Außengrenzen. Energieverbrauch, Autos, Gebäude, digitale Dienste und zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens werden zunehmend durch europäische Vorgaben geprägt. Nun rückt ein Bereich stärker ins Blickfeld, der für viele Menschen zum Kern ihrer persönlichen Freiheit gehört: die eigene Wohnung – und insbesondere die Frage, was Eigentümer mit einer Zweitwohnung machen dürfen.
Am 9. September hat die EU-Kommission ihren Vorschlag für den sogenannten „Affordable Housing Act“ vorgelegt. Offiziell soll damit die Wohnungskrise bekämpft werden. Die Kommission verweist auf stark gestiegene Immobilienpreise und Mieten sowie darauf, dass vor allem in Großstädten und Tourismusregionen immer weniger bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht.
Europa hat einen Wohnungsmangel. Also schaut man jetzt genauer auf jene, die Wohnungen haben. Angebotspolitik ala EU. JE
11.09.2026
18:09 | Der Bondaffe:Das hat Potential. Von der absoluten Zahl her warten die Schweizer Staatsanleihen mit dem global niedrigsten Renditeniveaus auf.
Das sagt die KI-Abfrage: "Die Schweiz weist weltweit die niedrigsten Renditen für Staatsanleihen auf. Aufgrund der enormen wirtschaftlichen Stabilität, der traditionellen Rolle des Schweizer Frankens als „sicherer Hafen“ und einer im globalen Vergleich sehr geringen Inflation verlangen Investoren hier die geringste Risikoprämie. Während die Renditen weltweit in den letzten Jahren durch Inflationssorgen und geldpolitische Straffungen deutlich gestiegen sind, liegen die Renditen für 10-jährige Schweizer Eidgenossen derzeit bei nur rund 0,5 %.
Die Länder mit den niedrigsten Renditen im Überblick (Beispielhafte Werte für 10-jährige Staatsanleihen im aktuellen Marktumfeld): 1. Schweiz: ca. 0,51 % – Unangefochten der global niedrigste Wert. 2. China: ca. 1,67 % – Die Renditen sind hier aufgrund einer schwachen Inlandsnachfrage und massiver Käufe durch heimische Banken auf historische Tiefstände gefallen. 3. Japan: ca. 2,8 % – Lange Zeit gab es hier Negativzinsen. Da die Bank of Japan jedoch ihre Geldpolitik schrittweise normalisiert, sind die Renditen inzwischen spürbar angestiegen."
Das läßt sich bestätigen: https://www.investing.com/rates-bonds/switzerland-10-year-bond-yield
In der BRD sind es 3,5% Rendite für 10jährige BRD-Anleihen. Aber in der Schweiz nur 0,54% Rendite. Macht knapp 3% Unterschied. Wenn sich das angleicht, haben die Schweizer die A....karte in einem steigenden Zinsumfeld. Und dann noch die Währung CHF. Die läßt auch schon Federn gegenüber EUR und USD. Noch sind es ein paar wenige.
https://www.finanzen.net/devisen/schweizer_franken-euro-kurs
https://www.finanzen.net/devisen/schweizer_franken-us_dollar-kurs
Wenn die Zinsen und Renditen weltweit ansteigen, wird es interessante Schweiz-Effekte geben. Primär vom Renditeanstieg selbst, unterstützt von Turbulenzen auf den Märkten der bekannten Carry Trades. Eine Auflösung der Carry-Trades sollte für weitere globale Zins- und Renditeanstiege gut sein.
11:35 | slaynews: Nike aus dem S&P 100 ausgeschlossen, nachdem die Aktie um fast 80 % vom Höchststand eingebrochen war.
Nike, der Sportartikelriese, der jahrelang Konservative verärgerte, indem er Colin Kaepernick unterstützte und linksextreme Politik in seine Marke einfließen ließ, wurde nach einem spektakulären Einbruch seines Marktwerts aus dem S&P 100 ausgeschlossen. S&P Dow Jones Indices gab am Freitag bekannt, dass Nike Inc. im Rahmen der regulären vierteljährlichen Neugewichtung vor Handelsbeginn am 21. September aus dem Blue-Chip-Index entfernt wird.
Das Unternehmen wird zwar im breiter gefassten S&P 500 verbleiben, doch die Herabstufung stellt einen weiteren schweren Schlag für eine einst dominante amerikanische Marke dar, deren Aktien seit ihrem Höchststand im November 2021 um rund 76 bis 79 Prozent gefallen sind.
S&P Dow Jones Indices wird die folgenden Änderungen an den Indizes S&P 500, S&P 100, S&P MidCap 400 und S&P SmallCap 600 mit Wirkung vor Handelsbeginn am Montag, dem 21. September 2026, vornehmen, um mit der vierteljährlichen Neugewichtung zusammenzufallen. Die Änderungen gewährleisten, dass jeder Index seine Marktkapitalisierungsspanne besser repräsentiert. Die aus dem S&P SmallCap 600 entfernten Unternehmen sind nicht mehr repräsentativ für den Markt der kleinen Unternehmen.
Nike hat jahrelang diktiert, wer seine Schuhe verkaufen darf. Jetzt diktiert der Markt, wer im S&P 100 bleiben darf. Rollenwechsel können sehr unangenehm sein. JE
10.09.2026
13:54 | Der Bondaffe: Warum Geld mit 30jährigen deutschen Bundesanleihen (Deutschland,
Bundesrepublik-Anleihe: 1,250% bis 15.08.2048) verlieren
https://www.finanzen.net/anleihen/110243-deutschland-bundesrepublik-anleihe
wenn es mit 100jährigen Österreich-Anleihen (Österreich-Anleihe: 0,850% bis 30.06.2120) noch viel besser, schneller und nachhaltiger geht.
https://www.finanzen.net/anleihen/a28y97-oesterreich-anleihe
Und der "richtige" massive Zins- bzw. Renditeanstieg am Rentenmarkt kommt erst noch. Dann gehen die die Kurse dieser Papiere noch weiter in den Keller. Wer diese Papiere wohl im Bestand hat?
06.09.2026
08:33 | fmw: Aktienmärkte vor dem Absturz? Was die Renditen wirklich verraten
Die stark gestiegenen Anleiherenditen schüren neue Sorgen vor einem Absturz der Aktienmärkte. Doch nach Einschätzung von Bravos Research ist nicht allein die Höhe der Renditen ausschlaggebend. Viel wichtiger ist, warum sie steigen – und genau dieser Unterschied könnte darüber entscheiden, ob der S&P 500 vor einem deutlichen Rückschlag oder einer Fortsetzung der Rallye steht.
Ich sag nur Buffet-IndiKator:
Börsenwert aller US-Aktien geteilt durch das nominale US-BIP – je höher die Zahl, desto weiter entfernt sich Wall Street von der realen Wirtschaft und desto größer wird die Bewertungsblase.
Aktuell rund 241 %: Das ist historisch absurd hoch und sagt vor allem eines: Die Kurse schweben weit über der Wirtschaftsleistung – ned unbedingt a Crash-Signal, aber ein ziemlich lauter Warnschuss gegen die moderne Illusion, dass Bewertungen keine Rolle mehr spielen. TB
16:06 | Leser Kommentar
nach dem Buffett Indikator sind die US Aktienmärkte um 141% überbewertet. Aber das ist nicht so. Der Grund ist, dass Unternehmen wie z.B. Nvidia aus jedem Dollar Umsatz 70 Cent Gewinn machen und früher haben viele Unternehmen nur 5 - 10% Gewinn aus einem Dollar Umsaz gemacht. Dadurch rechtfertigt sich eine viel höhere Bewertung der Aktien und Nvidia ist kein Einzelfall auch Apple usw. machen sehr viel Gewinn aus jedem Dollar Umsatz. Hinzu kommt, dass das US BIP als Referenz herangezogen wird. Die Big Techs, McDonalds, Coca Cola, Boeing usw. verkaufen ihre Produkte und Dienstleistungen jedoch weltweit so dass man hier eher das Welt-BIP heranziehen müsste. Der US Aktienmarkt ist sicher überbwertet. Das sieht man an Kennzahlen wie KGV des S&P 500 aber nur um ca. 30% und nicht um 141%
17:15 | Leser Kommentar von 16:06
Wenn ich das so lese, hört es sich an, als wäre alles tipitopi in Ordnung!
1+1=3 bleibt "1" Rest
"1" Rest läßt sich durch Charttechnik und Deep dive BWL mit "Schönenamen-Indikatoren" locker glaubhaft erklären und wenn's die Bude wieder mal zerreißt, wie 2000 und 2008, war's eine Verkettung von unvorhersehbaren, unglücklichen Umstände.
Die Zocker EZB, IWF, Wallstreetbanken, Gurus, etc. versuchen uns nur zu erklären, dass sie daran arbeiten, Scheiße zu Butter zu machen.
Die Konsistenz ist schon stimmig, an Farbe und Geschmack wird seit 100 Jahren gearbeitet.
Verluste treffen sie ja nicht.
05.09.2026
09:01 | fmw: Trump, Bessent: Erst Arbeitsmarktdaten faken, danach Märkte manipulieren! Marktgeflüster
Heute viel besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten – gut für Trump so kurz vor den Zwischenwahlen. Aber da gibt es ein Problem bei guten Arbeitsmarktdaten: die Kapitalmarkt-Zinsen steigen, ebenso der Dollar (vor allem zum Yen) – also gab es kurze Zeit nach Veröffentlichung der US-Daten eine Intervention zugunsten des Yen – ergo fiel Dollar-Yen nach zunächst deutlichem Anstieg wieder stark zurück. Dollar-Yen aber ist auch wichtig für die Anleiherenditen der USA – daher laufen beide Märkte meist parallel. Fällt Dollar-Yen, fällt auch die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe – und so kam es dann auch. Mit anderen Worten: das trägt die Handschrift von US-Finanzminister Bessent, der zuletzt sowohl den Yen als auch die Renditen für Staatsanleihen manipuliert hatte. Und die US-Arbeitsmarkdaten selbst? Verdächtig gut.
Ich möchte ja nicht wie Halvar aus Flaake klingen, aber exakt dieselben Worte sind mir gestern Nachmittag beim Vernehmen der Arbeitsmarktdaten in den Sinn gekommen, kein Witz. TB
04.09.2026
08:24 | f100: Big-Short-Investor warnt: Palantir könnte brutal abstürzen
Michael Burry hält bei Palantir einen Bewertungssturz von mehr als 75 Prozent für möglich. Besonders offene Rechnungen und das Geschäftsmodell machen ihn misstrauisch.
Palantir war ma immer scho suspekt: eine Firma, deren besondere Leistung darin besteht, Staaten dabei zu helfen, möglichst viel über möglichst vielealle Menschen zu wissen. Umso verdächtiger, dass Sebastian Kurz nach seinem Amtsverlsutt ausgerechnet bei Peter Thiels Investmentfirma Thiel Capital als „Global Strategist“ landete – eine direkte Palantir-Beteiligung ist ja nicht belegt
Aber dazu passend kurz das Kurz-Modell
1. zerst sitzt man an der Spitze des Staates,
2. danach berät man das Umfeld jener Datenindustrie, deren bester Kunde ausgerechnet der Staat ist.
3. die Kurz-Speichel-leckenden Medien bewundern ihn für sein Unternehmer- und seinen Reichtum - was für eine Peinlichkeit.
Und natürlich ist das alles vollkommen legal – aber zwischen Bürger, Politik und Überwachungskapitalismus entsteht dabei a Drehtiarl, bei dem einem schon vom Zuschauen schwindlig wird.
Michael Burry sollte nicht nur Palantirs Bewertung hinterfragen, sondern auch einmal "das Politische" dieser Aktie studieren. TB
13:31 | Leser-Kommentare
(1) Die Eule: Palantir wurde auf Grund der raffinierten Technologie zu einer Säule der Staaten. Der Macht dieser Säule wird von denen sehr viel Vertrauen entgegengebracht. Würde diese Säule aber stürzen, würden auch die stürzen, die auf sie vertrauen. Um dies zu vermeiden, wurde die Palantirsäule mit anderen stützenden Säulen umgeben, die helfen, ihren Absturz zu vermeiden.
(2) Na schön, Palantir schmiert ab. Und dann?
Verschwinden dann diese klandestinen, totalitären Strukturen?
Die werden dann lediglich zum Schrottpreis von ähnlichen Kreaturen übernommen
und weiterhin betrieben.
01.09.2026
12:57 | investing: Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen
Der Bondaffe
Endzeit im Katastrophenmodus: Rendite für die 10jährigen deutsche Bundesanleihe mit Höchststand bei 3,36% und Rendite für die 10jährige japanische Staatsanleihe hat neuen Höchststand bei 3,0% erreicht. Mehr sog i ned.