12.08.2026

18:42 | ntv:  Chef von Norwegens Staatsfonds warnt vor Totalverlust

Der norwegische Staatsfonds erzielt einen Rekordgewinn. Doch dessen Chef Nicolai Tangen stellt die Frage, wie sicher das Vermögen tatsächlich ist. Denn die wirtschaftlichen Bedingungen seien seit 30 Jahren "abnormal".

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Der größte Staatsfonds der Welt meldet einen Rekordgewinn. Mehr als 2 Billionen Euro ist er mittlerweile schwer - und sein Chef warnt vor einem möglichen Totalverlust.

.. sowas nennt man dann "mentale Krisenvorsorge". TS

 

14:45 |  reuters: Anleger bleiben gelassen, da der Investitionsboom im Bereich KI den Dotcom-Hype in den Schatten stellt.

Während die Investitionen US-amerikanischer Hyperscaler in KI weiter steigen, wächst auch die Sorge, dass diese enormen Ausgaben keine ausreichenden Renditen abwerfen werden. Bedeutet das, dass sich der Aktienmarkt in einer aufgeblähten Technologieblase befindet, die unweigerlich platzen wird, wie nach dem Dotcom-Boom der späten 1990er-Jahre? Wohl kaum. Das heißt aber nicht, dass die Parallelen nicht auch Anlass zur Sorge geben. Zunächst einmal ist der aktuelle Investitionsboom im Bereich KI , der Investitionen in Rechenzentren, Stromversorgung, Ausrüstung und Software umfasst, nicht nur die größte Ausgabenorgie seit den 1990er Jahren, sondern auch die größte in der Geschichte. Analysten von Goldman Sachs und Morgan Stanley, die ihre Prognosen kürzlich nach oben korrigiert haben, erwarten in diesem Jahr Investitionen in KI-bezogene Projekte in Höhe von rund 800 Milliarden US-Dollar. Das Team von Morgan Stanley hob zudem seine Prognose für KI-Investitionen bis 2027 um 17 % auf beeindruckende 1,12 Billionen US-Dollar an.

und dazu reuters: Das rasante Tempo der KI-Investitionen steht nun im Fokus einiger Fed-Beamter.

Beamte der US-Notenbank beginnen darüber nachzudenken, ob die frenetischen Investitionen, die den Aufbau des Sektors der künstlichen Intelligenz vorantreiben , außer Kontrolle geraten und Risiken für den Finanzsektor bergen. Aktuell mahnen einige der Experten, die sich mit dem Thema befasst haben, zur Wachsamkeit, da sie die Finanzkrise, die der Immobilienkrise vor 20 Jahren und – in geringerem Maße – dem Platzen der Dotcom-Blase davor ähnelt, für unwahrscheinlich halten. Dennoch haben das Investitionsvolumen, die unsicheren Renditen einer noch unerprobten Technologie , die Zunahme komplexer Finanzierungsstrukturen und der verstärkte Einsatz von Fremdkapital die KI-Finanzierung in den Fokus der Zentralbanken gerückt.

Die künstliche Intelligenz hat halt noch keine künstliche Bonität erfunden. JE

11:12 | ZH:  Der Diamantencrash beschleunigt sich

Der Diamond Standard Index, der auf Bloomberg unter dem Ticker DIAMINDX gehandelt wird, fiel in der ersten Augusthälfte auf neue Rekordtiefs, nachdem ein Ansturm günstiger im Labor gezüchteter Steine die Knappheitsprämie untergraben hat, die den Preisen natürlicher Diamanten zugrunde lag.

„Der technologische Fortschritt beim Züchten von Diamanten im Labor war erstaunlich. Es überrascht nicht, dass die meisten Verlobungsringe inzwischen Labordiamanten verwenden“, sagte der X-Nutzer Crémieux.

Der X-Nutzer Saul Sadka warnte, dass der Abschwung bei Diamanten voraussichtlich noch Jahre anhalten werde, da laborgezüchtete Steine den Markt überschwemmen:

Erwarten Sie, dass der Preisverfall bei Diamanten in den nächsten Jahren deutlich an Tempo zunehmen wird. Der Markt für natürliche Diamanten schrumpft sowohl in der Größe als auch im Wert und geht dem Ende entgegen, nachdem sein Produkt durch moderne Technologie zur Massenware geworden ist. Dasselbe ist vor 100 Jahren bei Perlen passiert, aber bei Diamanten wird es viel schlimmer: Sie werden zu einem Zeichen schlechten Geschmacks statt von Reichtum, so wie Perlen innerhalb von 50 Jahren von der High Society zu einem matronenhaften Klischee wurden.

Ich sage Freunden in der Diamantenbranche seit zehn Jahren, sie sollen sich eine neue Arbeit suchen. Es war klar, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis laborgezüchtete Diamanten zu einer Massenware werden, die mit einem geringen Aufschlag auf die Produktionskosten verkauft wird, die ihrerseits weiter sinken würden.

Der Verlobungsring bleibt für immer. Nur der Wiederverkaufswert hat die Beziehung vorzeitig beendet. JE

10.08.2026

17:39 | apollo:  Der Investitionsboom im KI-Sektor wächst doppelt so schnell wie der Immobilienboom.

Aus der ersten Grafik unten geht hervor, dass der Konsens davon ausgeht, dass die Investitionsausgaben der Hyperscaler von 2027 bis 2029 jährlich bei etwa 3 % des BIP liegen werden, gegenüber 0,3 % des BIP im Jahr 2019 und 1,4 % im Jahr 2025.

Aus dem zweiten Diagramm geht hervor, dass dies mehr als das Doppelte des Höchststandes des Telekommunikations- und Glasfaserausbaus Ende der 1990er Jahre ist, der im Jahr 2000 bei 1,2 % des BIP seinen Höhepunkt erreichte, bevor er zusammenbrach und die Wirtschaft in die mildeste Rezession der Nachkriegszeit stürzte.

Das dritte Diagramm zeigt, dass der Ausbau der Rechenzentren immer noch weniger als die Hälfte des Umfangs des Wohnungsbaubooms beträgt, der im Jahr 2005 seinen Höhepunkt bei 6,6 % des BIP erreichte.

passend dazu ourworldindata: Wie viel geben die USA für den Bau von Rechenzentren aus?

Rechenzentren sind das Rückgrat von KI, Cloud Computing und anderen digitalen Diensten – und die Ausgaben für ihren Bau haben in den Vereinigten Staaten rasant zugenommen. Im Januar 2026 beliefen sich die US-Ausgaben für den Bau von Rechenzentren auf über 2,4 Milliarden US-Dollar pro Monat, etwa das 16-fache des Niveaus von Anfang 2014.

Dieses Wachstum verlief besonders rasant, seit KI-Chatbots ab Ende 2022 sehr populär geworden sind. Die monatlichen Ausgaben haben sich seither fast verdreifacht. Es ist wichtig zu beachten, dass dies nur die Kosten für den Bau der physischen Strukturen abdeckt. Server und andere Hardware im Inneren sind nicht enthalten und können einen großen Teil der Gesamtkosten eines Rechenzentrums ausmachen.

und auch wolfstreet: Die Ausgaben für den Bau von KI-Rechenzentren steigen exponentiell (Doch in der Geschäftswelt sind exponentielle Wachstumskurven nicht von Dauer).

Laut heutigen Baudaten des US-Zensusbüros stiegen die Ausgaben für den Bau von Rechenzentren im Juni im Vergleich zum Vormonat um 7,0 % und im Vergleich zum Vorjahr um 46 % auf eine saisonbereinigte Jahresrate von 68 Milliarden US-Dollar. Seit Anfang 2022 haben sich die monatlichen Bauausgaben für Rechenzentren um über 500 % erhöht.

Diese Beträge decken jedoch lediglich die Baukosten des Gebäudes, die baulichen Verbesserungen rund um das Gebäude und die im Gebäude integrierte Ausstattung, wie beispielsweise Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen. Und diese Ausgaben steigen nahezu exponentiell.

Sobald ein Rechenzentrumsgebäude fertiggestellt ist, beginnen die eigentlichen Kosten, um aus einem Betonbau ein funktionierendes Rechenzentrum zu machen. Die hier genannten Beträge beinhalten nicht die teuersten Komponenten eines funktionierenden Rechenzentrums: die extrem kostspieligen Server, die Racks, die Ausrüstung zur Anbindung der Server an das Internet, die Stromversorgungsanlagen, die Stromgeneratoren, die Übertragungsleitungen usw.

Der KI-Boom wächst fast doppelt so schnell wie der heißeste Teil der amerikanischen Immobilienblase 2008. Aber natürlich ist das diesmal keine Blase, sondern alles eine „strategische Infrastruktur“. Blasen bekommen ihren Namen bekanntlich immer erst nach ihrem Platzen... JE

 

04:18 | welt: Die Babyboomer-Verkaufswelle beginnt – und verändert den Immobilienmarkt

Die ersten Angehörigen der geburtenstarken Jahrgänge veräußern ihre Eigenheime. In einigen Regionen sinken die Marktwerte bereits. Doch der Höhepunkt ist noch lange nicht erreicht.

Die Babyboomer werfen ihre Häuser auf den Markt, derweilen sorgen Energiewende, Sanierungszwang und Bürokratie dafür, dass sich immer weniger Junge den deutschen Wohn(t)raum überhaupt noch leisten wollen/können. Erst macht der Staat Immobilien künstlich teuer – und wenn dann die Käufer fehlen, wird Berlin dann ein Föderprogramm gegen die Folgen des eigenen Förderprogramms erlassen. TB

17:46 | Der Bondaffe
Da kommen noch ganz große gesellschaftliche Veränderungen im "Sauseschritt" auf uns zu. Vor allem wenn die Immobilien auf dem Land liegen. Wer innerhalb einer Erbengemeinschaft einer solchen Immobilie zerstritten ist, wird sich das Leben und seiner Erbengemeinschaft zur Hölle machen.

 

Wer nicht geldgierig ist, kann raffinierte Konstruktionen zum eigenen Vorteil/Wohlergehen "erfinden". Man darf sich aber durchaus an den Gedanken gewöhnen, daß sich Wohlstand und Reichtum (auf dem Papier), den Immobilien gefühlsmäßig vermittelt haben, aktuell und gerade auflösen. Das wird ein lang anhaltender Prozess. Da eben viele Immobilien der Markt "überschwemmen" wird dies den Markt in bestimmten Regionen kaputt machen. Ein Schnäppchenparadies für Querdenker. Und der Staat heizt den Prozess mit einer absurden Erbschaftssteuerregelung und niedrigen Freibeträgen auch noch an. Der Verkaufsdruck wächst dann kontinuierlich. Um Druck aus dem System zu nehmen bräuchte es höhere Freibeträge bei der Erbschaftssteuer.

 

Das Elternhaus auf dem Land mit dem (großen) Garten bzw. Grundstück will auch gehegt und gepflegt werden. Wer hat von der Erbengeneration Zeit dazu? Ich habe es selbst erlebt (und den Prozess auch beeinflußt), aber ein Todesfall in Bekanntenkreis hat dazu geführt, daß die Tochter das Erbe ausgeschlagen hat. Die verstorbene Oma war 79 Jahre. Die Tochter ist jetzt 60 und wußte gar nicht was sie mit dem Wohnungserbe anfangen soll. Nutznießer war der Enkel, der jetzt die Wohnung der verstorbenen Oma bewohnt. Als Erbe einer solchen Immobilie sollte man sich einen Gedanken machen, ob man nicht gleich den eigenen Kindern die Bude überläßt.

 

Hierzu ein interessantes Video aus China. Der Untertitel lautet: "Wie man sich einen Markt selbst kaputt macht". Hier den Immobilienmarkt. Da dachten viele, Immobilien wären eine Art Altersversorge und Inflationsschutz. Von wegen.
https://www.youtube.com/watch?v=vLdnas23LTM
"China ist JETZT am Ende – Nicht nur der Immobilienmarkt bricht zusammen"

 

Ich denke, daß sich der Immobilienmarkt in der BRD größtenteils schon in einer Siechtumsphase befindet. Mit jedem verstorbenen Immobilienbesitzer erhöht sich das Siechtum. Und seit den Pimpfungen ab 2021 ff sterben die Leute schneller.

 

Ich denke auch, daß aus anderen Gründen auch der gewerbliche Immobilienmarkt Schlagseite hat. Das merkt man an den Abflüssen bei offenen Immobilienfonds. Die wirklichen Katastrophen verbergen sich aber in geschlossenen Immobilienfonds und privaten Immobiliengeldanlagekonstrukten. Gerade mittlere oder ältere Gewerbeimmobilien sind, was die neuen technischen Anforderungen des KI-, Computer- und Vernetzungszeitalters angeht, durchaus Kabuffs, die nicht mehr mithalten können. Da zieht man lieber schnell neue Zweckgebäude hoch, die zehn, fünfzehn Jahre halten sollen.

 

Das alles könnte man mit niedrigsten Bauzinsen stoppen. Aber das wird angesichts der hohen Inflation im Land nicht geschehen. Der Trend zu höheren Zinsen und Renditen hält an.

 

08.08.2026

12:55 | ZH: Lernen Sie die Investoren von SpaceX kennen, die behaupten, ihre Aktien seien „verschwunden“

Einige Investoren, die glaubten, eines der heißesten Geschäfte der Wall Street gesichert zu haben – den Besitz von SpaceX-Aktien vor dem spektakulären Börsengang –, berichten, dass die Aktien, mit denen sie gerechnet hatten, einfach verschwunden seien. Das berichtet das Wall Street Journal.

Im Mittelpunkt der Kontroverse stehen Special Purpose Vehicles (SPVs), Investmentfonds, die akkreditierten Anlegern den Zugang zu privaten Unternehmen vor dem Börsengang versprechen. Nach dem Börsengang von SpaceX im Juni sagen mehrere Investoren, die in SPVs der Late Stage Management eingestiegen waren, sie seien schockiert gewesen zu erfahren, dass die zugrunde liegenden SpaceX-Aktien angeblich schon Jahre zuvor verkauft worden seien – und ihnen so der erwartete Gewinn entgangen sei.

Das Journal berichtet, dass einer dieser Investoren, der Virginiaer Dateningenieur Ram Rupireddy, 2020 17.250 Dollar in einen Late-Stage-Fonds investiert habe, nachdem ihm gesagt worden war, dieser biete Exposure zu SpaceX. Aufgrund von Angaben in seinem Anlegerportal und Steuerunterlagen aus dem Jahr 2025 sei er davon ausgegangen, beim Börsendebüt des Unternehmens noch das Äquivalent von 2.500 SpaceX-Aktien zu besitzen. Zum IPO-Kurs hätte die Position seiner Schätzung nach mehr als 300.000 Dollar wert sein müssen. Stattdessen teilte die Firma ihm später mit, die zugrunde liegenden Aktien seien 2024 verkauft worden – übrig blieben ihm rund 45.450 Dollar.

techcrunch:  Die Investoren der SpaceX SPV werden ihre tatsächlichen Anteile erst nach Ablauf der Sperrfristen nach dem Börsengang kennen.

SpaceX feiert am Freitag sein öffentliches Debüt und einige Investoren, die das Unternehmen über Zweckgesellschaften (SPVs) unterstützt haben, wissen immer noch nicht, auf wie viele Aktien sie Anspruch haben oder ob sie überhaupt Aktien erhalten werden.

Investitionen über Zweckgesellschaften (SPVs), bei denen mehrere Parteien ihr Kapital bündeln, um in ein einzelnes Unternehmen zu investieren, sind schon länger üblich. SpaceX stellt jedoch einen beispiellosen Fall eines Börsengangs mit mehreren Ebenen solcher Vehikel dar. Da die Nachfrage nach SpaceX-Anteilen in den letzten Jahren so hoch war, haben Investoren einer Zweckgesellschaft gelegentlich aus ihren Anteilen eine neue Zweckgesellschaft gegründet, wodurch Strukturen entstanden, die mitunter vier oder fünf Ebenen tief sind.

Vier oder fünf Zwischenfirmen zwischen Anleger und Aktie. Was könnte bei so einem Modell außer alles schon schiefgehen? JE

16:46 | Der Ostfriese
Vieles scheint anders, als es ist. Angenommen es gäbe Aktiengesellschaft
mit dem Namen Bapple, eine weitere mit dem Namen Sangsum. Die Firma
Bapple wäre tausend Eier wert, die Firma Sangsum fünfhundert. Wie jeder
sofort erkennen kann sind beide zusammen eintausendfünfhundert Eier
wert. Nun ist es aber so, das die Firma Bapple schon vor langer Zeit
einen nennenswerten Teil der Firma Sangsum erworben hat. Wieviele Eier
sehen wir also, wenn wir einen Blick auf beide Firmen zusammen werfen?
So etwas läßt sich zudem ja noch über einige Ecken weiter spinnen...
Wehe, da fängt irgendwo irgend etwas an zu zerbröseln, eine undichte
Stelle zu bekommen,...

16:47 | Der Bondaffe
Werte JE, es gibt so viele Anlagemodelle und das Wichtigste ist der Glauben. Und eine absolut plausible Argumentation, die die Gier weckt. Würde ich Windräder an Privatpersonen verkaufen wollen, würde ich die Rendite der Anlage von der Größe des Windrades abhängig machen. Je höher das Windrad, desto höher die Rendite und die Ausschüttung. Denn je höher
das Windrad, desto größer ist die Menge des erzeugten Stromes und damit der Umsatz aus dem eingespeisten Strom. Und das für 30 Jahre fest. All das Ist zwar völliger Bullshit, aber absolut plausibel. Aber wenn das Windrad plötzlich zusammenbricht oder Feuer fängt, kann man nichts machen. Geld weg, Rendite weg.

16:48 | Monaco
der Investmentfond hat die Option der Wandel-Aktie ausgeübt....der Investor besitzt nunmehr Anteile am Mars.....

 

07:25 | wsj: Stock Market News, August 7, 2026: S&P 500 Rises to Record After Jobs Data Misses Forecasts

The S&P 500 rose to a record and Treasury yields edged lower Friday after the July jobs report came in much cooler than expected, with the U.S. economy losing 23,000 jobs last month. It was a big miss: Economists had penciled in 83,000 jobs to have been added. Also, revisions to May and June payrolls numbers showed that the economy added 103,000 fewer jobs in those two months. The July unemployment rate ticked lower to 4.1%.

Mit was für einer Selbstverständlichkeit das ehemalige Qualitätswirtschaftsblatt und der restliche Mainstream solche absurden Meldungen wiedergeben, fasziniert immer wieder aufs Neue: die Börsen steigen, weil die Wirtschaft überraschenderweise 23.000 Jobs verloren hat. 
Herrgott mach diesem Unsinn endlich ein Ende!
PS: aber ich glaube, im Herbst ist's so weit und wir werden solche und ähnliche Dumm-Narrative nicht mehr hören bzw. lesen müssen. TB

07.08.2026

14:50 | HB: Check24 stellt Geschäft mit der Baufinanzierung ein

München. Deutschlands größtes Vergleichsportal Check24 ändert seine Strategie beim Vermittlungsgeschäft für Baufinanzierungen. „Wir werden die eigene Vermittlung einstellen und in Zukunft mit einem Partner zusammenarbeiten“, bestätigte das Unternehmen auf Anfrage des Handelsblatts. So würden Kunden auch weiterhin die Möglichkeit haben, eine Baufinanzierung über Check24 abzuschließen, hieß es. Keine Angaben gab es zum künftigen Partner.

Gerüchte, wonach das Münchener Vergleichsportal sich aus der eigenen Vermittlung von Baufinanzierungen zurückziehen könnte, gab es seit Wochenbeginn. Im Check24-Imperium ist der Bereich Baufinanzierung unter den vielen anderen Angeboten zwar eher klein, die Position am Markt war wegen der großen Strahlkraft der Marke jedoch ungleich höher. Wer als Kreditgeber seinem Geschäft einen Schub geben wollte, der kam kaum an Check24 vorbei.

Der Bondaffe meint:
Den Check24-Rückzug kann man von verschiedenen Seiten beleuchten, das gibt es viele Argumente. So dürfte der Rückzug auf ein schwierig werdenderes Geschäft bei großer Konkurrenz im Umfeld eines steigendes Bauzinsniveaus zu suchen sein. Das geht natürlich nicht, das ein Vergleichsportal das harte Geschäft vieler Anbieter verhagelt . Ich wiederhole es immer wieder. Weiter steigende Bauzinsen werden u.a. zu einem weiteren Rückgang dieses Geschäfts führen, niemand mehr kann sich diese zwar im Langfristvergleich noch moderaten mehr leisten, weil Bauen viel teurer geworden ist als beispielsweise vor 30 Jahren.

Man muß auch gar nicht mehr neu bauen, selbst Renovierungen werden zu teuer, was durch Mieterträge gar nicht kompensiert werden kann. Wegen hoher Bauzinsen und "hohem" Mieterschutzgesetze macht kein Bauherr und Vermieter mehr was an seiner Immobilie. Auch hier kann man vielfältig zu Gunsten von Mieter argumentieren. Wenn ein Bauherr und möglicher Vermieter aber die Zahlen durchrechnet und außer Nullrendite und Ärger nichts rauskommt, bleibt die Immobilie unvermietet.

So ist das eben im besten Deutschland aller Zeiten. Ich kanns verstehen. Laß die Bude leer stehen und man hat keinen Ärger.

17:46 | Leserkommentar
Ach, werter Bondaffe. Hier kann man gesetzlich amtlich Abhilfe schaffen...?!

17:48 | Der Bondaffe
Noch ein Nachtrag zu meiner vorigen Mail zu "Check24 vermittelt keine Baufinanzierung mehr". Das hat mir dann keine Ruhe gelassen und ich habe die KI gefragt. Dann wurde es für mich offensichtlich: es muß aktuell ein brutaler Kampf um Immobilienkredite herrschen. Warum?

Weil die Spreads in 2026 zurückgegangen sind. Als Spread bezeichne ich hier die Differenz zwischen dem "Bauzins effektiv" und der Referenzrendite für die 10jährige deutsche Bundesanleihe. Wir sehen ganz deutlich, daß sich in 2026 zum Vergleich der Jahre 2024/2025 der Spread wesentlich eingeengt hat. Das heißt aus meiner Sicht, daß man Kredite (aus dem Kreditkontingent) "loswerden" will und das man Zugeständnisse beim Zinssatz bzw der Effektivverzinsung macht. Die Kreditvergabe scheint massiv zu stocken.

Hier das Resultat einer KI-Abfrage:

Zeitraum: 2024 - 2025
Rendite 10jährige Bundesanleihe: 2,20 % bis 2,60 %
10Jahres-Bauzins-Effektiv: 3,40 % bis 3,90 %
Typischer Spread, Differenz Rendite der Bundesanleihe und Bauzins: 1,10 - 1,30 %

Zeitraum Kalenderjahr 2026
Rendite 10jährige Bundesanleihe aktuell: 3,13 %, im Kalenderjahr 2026: 2,65% bis 3,20%
10Jahres-Bauzins-Effektiv: 3,40 % bis 3,90
Typischer Spread, Differenz Rendite der Bundesanleihe und Bauzins: 0,55 % - 0,65 %

Jetzt macht es auch warum Check24-Baufinanzierung vom Netz genommen wird. Die Info- und Vergleichskonkurrenz wird platt gemacht, weil sie das Geschäft der Finanzierer transparent macht und die Spreads verringert.

Zusammengefasst heißt das in etwa: Trotz des aktuellen moderaten Zinsniveaus ist man von Finanzierseite her geneigt Zugeständnisse zu machen. Weil man seine Kredite nicht mehr an den Bauherrn bringt. Ein weiteres Hindernis dürften die Beleihungsgrenzen ausmachen. Man dürfte schon ordentlich Eigenkapital mitbringen müssen um überhaupt einen Baukredit zu erhalten.

Hier ein Chart zur Bauzinsentwicklung:
https://www.interhyp.de/zinsen/#/Finanzierungsgrund

Ich möchte gar nicht wissen, wie es jetzt bei den Anschlussfinanzierungen aussieht.
https://www.finanztip.de/baufinanzierung/anschlussfinanzierung/

18:40 |   Der Bondaffe ZU: 17:46 | Leserkommentar
Werter Kommentator, ich hätte da auch ein paar Ideen. Zu diesem Thema habe ich vor ein paar Tagen einen Zufallsfund im Netz gemacht. Natürlich finde ich den Beitrag nicht mehr. Aber in einer deutschen Kleinstadt hat ein Bürgermeister eine Verordnung ins Leben gerufen, wonach leer stehende Immobilien mit einer Abgabe belegt werden. Ergebnis der Abgabenstrafandrohung: Gerade in der Innenstadt scheren sich die betuchteren Immobilienbesitzer einen Dreck darum. Das ist denen egal. In den äußeren Gefilden pariert das Volk. Noch!

Wer Spaß daran hat und entsprechendes Geld kann pro forma einen Bauantrag einreichen. Das dauert Jahre. Und vor allem das Bauchaos. Nochmal Jahre. Die werden niemals fertig. Schauen Sie in die Münchner Innenstadt. Überall Ewigkeitsbaustellen.

Man könnte auch ein Puff in zentraler Lage anregen. Kommt immer gut bei Touristen. Oder eine Flüchtlingsunterkunft draus machen. Man kann auch nach ISEK (Stadtverschönerungsprogramm) fragen. Wenn man Glück hat, kann man der Immobilie hinauftreiben, sofern man die Bude loshaben will. Und als Schnäppchen für die Gemeinde oder die Stadt anbieten. Aber das kann vergessen, die Kommunen haben kein Geld.

Also nichts "ach...". Entweder machen oder lachen. Mir gefiele das eigene Gemeinde- oder Stadtbelustigungsprogramm besser. Man will ja seinen Spaß dran haben. Und mit Verweis auf das hohe Zinsniveau ist der Fall eh erledigt. Denn die Mieter sind anspruchsvoll. Woher das Geld für die Renovierung nehmen?

 

08:51 | oilprice: Risikokapital strömt in US-amerikanische Nuklear-Startups, während die Nachfrage nach KI-gestützter Energie explosionsartig steigt.

Die weltweiten Risikokapitalfinanzierungen für Startups im Bereich Kernspaltung und -fusion haben im Jahr 2026 bereits 4,5 Milliarden US-Dollar überstiegen und verteilen sich auf 81 Unternehmen. Damit dürfte der Rekordwert von 6,2 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2025 übertroffen werden. Größen der Tech-Branche wie Sam Altman und Bill Gates investieren massiv in die Fusionsforschung, um mit dem rasant steigenden Strombedarf der KI Schritt halten zu können. Kritiker warnen davor, dass der Boom der Startups freiwillige Sicherheitsvorkehrungen außer Acht lässt und die Aufmerksamkeit von bewährten Großreaktortechnologien ablenkt.

passend energy.gov: Fortschrittliche kleine modulare Reaktoren (SMRs)

Fortschrittliche kleine modulare Reaktoren (SMRs) sind ein zentraler Bestandteil des Ziels des US-Energieministeriums, sichere, saubere und kostengünstige Kernenergieoptionen zu entwickeln. Die derzeit in den Vereinigten Staaten entwickelten SMRs weisen eine Vielzahl von Größen, Technologieoptionen, Leistungsstufen und Einsatzszenarien auf. Diese fortschrittlichen Reaktoren, deren Leistung von einigen zehn Megawatt bis zu mehreren hundert Megawatt reichen soll, können zur Stromerzeugung, Prozesswärmeerzeugung, Meerwasserentsalzung oder für andere industrielle Anwendungen genutzt werden. SMR-Konstruktionen können Leichtwasser oder andere Kühlmittel wie Gase, flüssige Metalle oder Salzschmelzen als Kühlmittel verwenden.

Jahrelang war Atomkraft die Technik von gestern. Dann kam die KI und fragte, wo ihre Gigawatt bleiben. Und nicht vergessen....  Wer den Strom kontrolliert, kontrolliert die Rechenleistung. Wer die Rechenleistung kontrolliert, schreibt künftig die Bedingungen. JE

17:45 | Die Leseratte zu 8:51 h
Ich zitiere mal einige Sätze aus dem Artikel, die nämlich den derzeitigen Irankrieg erklären:
Einige der bekanntesten Namen der Branche, darunter Bill Gates und Sam Altman von OpenAI, investieren massiv in die Kernfusion und setzen sich für sie als Lösung für den enormen Energiebedarf der KI ein. „Ohne einen Durchbruch ist das unmöglich“, sagte er auf dem Weltwirtschaftsforum 2024 in Davos, Schweiz. „Das motiviert uns, noch mehr in die Fusion zu investieren.“ Dies ist Teil eines umfassenderen Vorhabens, die USA als globalen Marktführer in der Kernenergie wiederzubeleben und eine dauerhafte amerikanische Vormachtstellung auf dem globalen Kernenergiemarkt zu sichern.

Und was macht der Iran seit Jahren? Massiv (!) an der Kernfusion forschen! Die fangen nicht erst jetzt an, die betreiben das seit Jahrzehnten! Gefällt aber den USA nicht, die erst jetzt aufgewacht sind, aber natürlich die Vormachtstellung auf dem Weltmarkt beanspruchen. Die USA werden nicht warten, bis der Iran als Erster die Fusions-Technik beherrscht, denn dann wären ja die riesigen Investitionen der üblichen Verdächtigen umsonst gewesen. So einfach!

DAS ist der Grund, warum der Iran bombardiert wird! DAS ist der Grund, warum seit Jahren iranische Atomforscher ermordet werden: Man will deren Programm behindern, indem man Wissen vernichtet! O.K., heute würden sie es wahrscheinlich lieber stehlen, die Zeiten ändern sich halt. DARUM wollen die USA, dass der Iran jegliches Atomprogramm beendet und ihnen sämtliches angereichertes Material übergibt: Sie wollen einfach die Konkurrenz ausschalten! Das ist alles. Der Iran baut eine Atombombe? Das glaubt nicht mal Bibi. Aber sie betreiben Atomforschung und das sollen sie nicht. Punkt.

05.08.2026

12:14 | ZH: Musk verspottet SpaceX-Kritiker vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen: „Ich habe versucht, sie zu warnen, aber sie haben einfach noch eins draufgesetzt.“

SpaceX (SPCX) berichtet am Dienstag nach Börsenschluss und geht in seinen ersten großen Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen, wobei der Fokus der Anleger zunehmend über das Quartal hinausreicht. Während Umsatz und EBITDA-Performance eine Rolle spielen werden, dürfte der Ablauf der Lockup-Frist am 6. August der größere kurzfristige Treiber sein und die erste nennenswerte Welle von Insider-Verkäufen nur wenige Tage nach den Zahlen ermöglichen. In der Telefonkonferenz wird das Management voraussichtlich erhebliche Zeit auf KI-bezogene Initiativen verwenden. Anleger erwarten Updates zu Rechenzentrumsbauten, möglichen Erhöhungen der Compute-Ziele sowie zusätzlichen Kommentaren zu den Zeitplänen für den Einsatz von Grok.

Stärkere als erwartete KI-Umsätze könnten einer der glaubwürdigeren Aufwärtskatalysatoren sein. Neben KI steht auch Starlink und Starship im Mittelpunkt. Eine aktualisierte Starlink-Abonnentenzahl könnte bekannt gegeben werden, obwohl der Markt dem Wert möglicherweise nur begrenztes Gewicht beimessen wird, solange das Netz weitgehend von V2-Mini-Satelliten gestützt wird. Bei Starship dürften Anleger den Fokus auf Ausführungsmeilensteine, Startfrequenz und Hinweise auf den Weg zu operativen Nutzlaststarts legen. Die Positionierung bleibt ein wichtiger Faktor. Hedgefonds gelten weiterhin als deutlich short positioniert, was die Aufwärtsbewegung verstärken könnte, falls die KI-Umsätze die Erwartungen übertreffen oder die Starlink-Ökonomie positiv überrascht – insbesondere beim ARPU. Dennoch geht der Desk davon aus, dass der Ablauf der Lockup-Frist die Reaktion am T+1 dominieren und kurzfristig der größte unternehmensspezifische Belastungsfaktor bleiben wird.

Bei SpaceX lautet die wichtigste Kennzahl weiterhin, wie viel Zukunft man pro Milliarde versprechen kann. JE

02.08.2026

05:23 | fmw: Citadel mit Aschenbrenner-Hedgefonds-Deal – Rettungssignal für unbekannte Gefahr? 

Wie viele „Aschenbrenners“ gibt es da draußen noch? Das dürften sich kritische Marktbeobachter derzeit fragen. Das Problem ist der Hebel! Optimisten sagen sich derzeit wohl: Alles gut. Citadel hat den Fonds Situational Awareness vom angeblichen KI-Silicon Valley-Wunderkinder Leopold Aschenbrenner leergeräumt und alle Aktien des Fonds mit Rabatt übernommen, das ist doch ein positives Signal für die Märkte. Der Fonds sank von 45 auf 10 Milliarden Dollar.

Ja wie viele "Aschenbrenner noch?". Aschenbrenner, Bankman-Fried, Frankel, Dreier, Hoffenberg und Siegel!!! Warum haben so viele sich deviant verhaltende Börserlbuam in den USA einen deutschen oder aus der deutschen Sprache abstammenden Nachnamen? Ist doch gerade der Deutsche dafür bekannt überaus seriös zu sein. Offensichtlich verdirbt das US-Börsenparkett Erziehung und abstammungsgeprägte Tugenden. TB

12:20 | Leser Kommentar 
Wie kommen Sie darauf, werter H.TB. Das dies noch für die Generation Z o.ä. gilt? Weil keiner weiss, ob diese so eine abstammungsgeprägte Erziehung überhaupt bekommen haben. Woher sollen denn dann die Tugenden kommen ??? Nur mal so in den Raum gestellt. Welch Illusion. Der Mensch a priori passt sich in merkbarer Mehrheit immer dem gelebten Zeitgeist an. Das könnte man auch als Tugend betrachten? Und dann gibts angeblich noch gute und böse Tugenden. Dann sind bei fiktiven Idealen angekommen?! Und dann ist US-Börsenparkett schuld ??? Wobei das Parkett schon immer auch ein Haifischbecken war. Und hier gehts nicht um Erziehung und Tugenden. Sondern nur darum, willst Du das Spiel spielen?!

"Die Woche im Blick! Der Mensch sieht meistens wie man spricht, im Auge seinen Balken nicht; und hält ihn auch noch – das ist bitter – im Spiegel nur für einen Splitter."
Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller. Quelle: Busch, Bildergeschichten. Plisch und Plum, 1882

13:30 | Leser Kommentar  
Zählen auch Klein/Privatanleger, wenn es genügend viele sind ?

https://extraetf.com/de/news/etf-news/suedkoreas-hebel-etfs-crash-anleger-verlieren-milliarden-mit-samsung-sk-hynix

Zitat: "Millionen Koreaner wetteten mit Hebel-ETFs auf Samsung und SK Hynix – jetzt drohen Milliardenverluste. Das sollten deutsche ETF-Anleger daraus lernen."

Weiter Quelle: https://www.fuw.ch/korea-der-bisherige-ai-sieger-wird-zur-unheimlichsten-boerse-der-welt-525394691490

17:59 | Der Bondaffe
Werter Kommentator, wo wollen wir bei dem und diesen Problemen den Hebel, im wahrsten Sinne des Wortes den „Leverage-Hebel“, ansetzen? Bei den Big Playern wie Aschenbrenner & Co. oder bei den vielen Klein- und Privatanlegern? Sie alle vereinigt die maßlose Gier nach noch mehr. Und das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.

Haben wir die Geschehnisse vom März dieses Jahres um den in China aufgelegten „SDIC Silver Futures Fund“ schon vergessen? Bei diesem Fonds haben die Kleinanleger den Hals gar nicht mehr vollgekriegt, und dann mussten die Behörden eingreifen. Eine Katastrophe war es trotzdem. https://finanzmarktwelt.de/silber-fonds-stuerzt-in-china-um-31-ab-bewertungs-schock-378382/

Dazu eine KI-Abfrage: „Extreme Aufgelder, Prämien: Der Fonds handelte zeitweise mit einem massiven Aufschlag von über 30 % bis 60 % über seinem tatsächlichen Nettoinventarwert, NAV. Grund dafür war ein rasanter Anstieg des Silberpreises und eine restriktive tägliche Handelsgrenze an den chinesischen Börsen, die eine schnelle Preisanpassung verhinderte. Notbremse der Behörden: Um Privatanleger vor massiven Verlusten bei einer Preiskorrektur zu schützen, verhängte die Shenzhen Stock Exchange Ende Januar und Anfang Februar 2026 mehrere ganztägige und stundenweise Handelsstopps.“

Eine Generalabsolution für Kleinanleger kann es nicht geben, sind sie doch diejenigen, die den Markt mit Liquidität versorgen. Das würde auch in der BRD funktionieren, wenn man solche gehebelten Produkte in Form von ETFs auflegen könnte oder würde. Es muss nur ein massenpsychologischer Hype installiert werden. In der BRD hat es mit dem „Neuen Markt“ zur Jahrtausendwende ein Paradebeispiel dafür gegeben, was mit Marktübertreibungen passiert.

So ist es ganz einfach, und die Charts lügen nicht. Es gilt ganz einfach, Übertreibungsphasen bei einzelnen Titeln, beispielsweise im Aktienmarkt, herauszufiltern. SK Hynix stieg von 800 Korea-Won Anfang April dieses Jahres auf 3.000 Korea-Won im Juli. Das ist DIE Übertreibung, das muss man sehen. Das geht nicht ewig so. Dieser Anstieg ging rasant schnell, und das ist extrem gefährlich. Die starken Kursanstiege bei NVIDIA sind dagegen als gemäßigt zu bezeichnen.

Jedermann kann frei entscheiden, ob er oder sie bei diesem Spiel mitmachen will. Und weil ich dieses Spiel schon lange kenne, mittlerweile sind es seit meiner ersten Bekanntschaft an die 40 Jahre Finanzmarktbeobachtung und Kursverlaufbeurteilung, weiß ich aus massenpsychologischer Sicht, was kommen wird. Was unvermeidlich ist. Weil da draußen viele Aschenbrenners sind, weil da plötzlich viele KIs sind und weil ich weiß, was passieren wird, wenn die Staatsanleihenrenditen so wie jetzt steigen. Und diejenigen, die Chartanalysen generell verteufeln, will ich hier gar nicht bekehren. Das macht keinen Sinn. Mein einziger Wissens- und Erfahrungsvorsprung ist der, dass ich weiß, was an den aktuell hochspekulativen Aktienmärkten passieren wird, wenn die Liquidität wegen hoher Zins- und Renditeniveaus abnimmt. Ich habe das schon ein paar Mal in jenen 40 Jahren erlebt. Das erste Mal, 1994, habe ich wenig begriffen, weil ich wenig Erfahrung hatte. Aber dann wurde es mit jedem Mal besser. Und auch das wird sich jetzt wiederholen.

Schauen Sie hier: https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield https://www.investing.com/rates-bonds/u.s.-30-year-bond-yield

Stellen Sie die Betrachtung auf den maximalen Zeitraum ein. Ein bisserl noch nach oben, sagen wir ein Prozent Renditeanstieg, und dann kommt über Nacht der Börsentag, an dem Sie froh sein werden, keine Aktien und keine Festverzinslichen im Depot zu haben. Und wahrscheinlich auch Kryptowährungen ferngeblieben zu sein. Und diesmal wird die Crème de la Crème der angelsächsischen Raubritter zuschlagen. Mit Kursrückgängen und Shortpositionen bei Festverzinslichen gibt es volumenmäßig viel mehr abzuzocken als mit den paar lächerlichen, gierigen Klein- und Privatanlegern in Südkorea oder China.

18:00 | Leserkommentar
Zitat (fmw): "Wie viele „Aschenbrenners“ gibt es da draußen noch?!
Leserkommentar dazu: Zählen auch Klein/Privatanleger, wenn es genügend viele sind ?

https://extraetf.com/de/news/etf-news/suedkoreas-hebel-etfs-crash-anleger-verlieren-milliarden-mit-samsung-sk-hynix

Zitat: "Millionen Koreaner wetteten mit Hebel-ETFs auf Samsung und SK Hynix – jetzt drohen Milliardenverluste. Das sollten deutsche ETF-Anleger daraus lernen."

Weiter Quelle: https://www.fuw.ch/korea-der-bisherige-ai-sieger-wird-zur-unheimlichsten-boerse-der-welt-525394691490

01.08.2026

16:56 |  ZH: Südkorea verfügt über mehrere Optionen zur Marktrettung, nachdem der Börsencrash 700.000 Einzelhändler in den Ruin getrieben hat.

Die südkoreanischen Marktaufsichtsbehörden erwägen einen aggressiveren Plan zur Stabilisierung des Kospi, nachdem der rekordverdächtige Ausverkauf im Juli den wichtigsten Aktienindex wie Butter durch seine 50-, 100- und 200-Tage-Durchschnittswerte brechen ließ.

Im Zentrum des Zusammenbruchs stand die Beteiligung von Privatanlegern an gehebelten ETFs, die an Samsung Electronics und SK Hynix gekoppelt waren. Dies verstärkte den Ausverkauf und führte zu verheerenden Verlusten für koreanische Haushalte.

Der Handel mit asiatischen Aktien verlief über Nacht schleppend, da südkoreanische Aktien weiterhin hohe Volatilität aufwiesen und Kleinanleger entsetzt feststellten, dass ihre gehebelten Wetten nahezu vollständig verloren gegangen waren. Der Kospi gab Gewinne von bis zu 5,5 % ab und schloss trotz der Bestätigung massiver Gewinne durch Samsung mit einem Minus von rund 1 %.

Kommentar des Einsenders
Verhängnisvolle Aktionen für Private in SüdKorea, Kursverfall im Kospi und Hynix, und die Pleitewelle rollt über die "privaten etf-Anleger"... Laßt die Spiele beginnen... / ..sie werden nichts mehr besitzen, und trotzdem glücklich sein...!

 

04:08 | n-tv: Deutsches Wunderkind verzockt mit seinem KI-Hedgefonds Milliarden

Ohne jede Berufserfahrung in der Finanzbranche gründet Leopold Aschenbrenner einen Hedgefonds. Investoren vertrauen ihm Milliarden an. Das Wunderkind erzielt atemberaubende Gewinne - mit einer riskanten Strategie, die schließlich nach hinten losgeht.

Tja wieder einmal die bittere Erkenntnis wenn man "Wunderkindern" vertraut. Diese gibt's zwar aber man sollte diese zunächst rein zu Ihrem eigenen Wohle werken lassen und erst wenn der letzte Beweis erbracht ist, darf man diese dann auf die Öffentlichkeit loslassen. Egal ob's bei den Amis ein kapitalistisches Wunderkind sei oder bei den Österreichern damals ein politisches. TB

16:54 | Der Bondaffe
Das ist jetzt nicht unbedingt etwas Neues, aber der letzte Satz im Artikel bezeichnet das größte Problem überhaupt: „Die eigentliche Frage“ sei, wie jemand „einem Kind ohne Erfahrung“ überhaupt so viel Geld leihen konnte.

Lernen wir diesmal etwas Neues? Ja, unbedingt. Wir haben gelernt, dass Massenpsychologie und massenpsychologische Phänomene immer Gültigkeit haben und künstliche Intelligenzen in der zweiten Reihe spielen. Die „künstliche Intelligenz“ als Intelligenz zweiten Ranges wird zum Instrument der Massenpsychologie.

Auf einer anderen Ebene war das Wunderkind Leopold Aschenbrenner das perfekte Opfer. Mit seinem Hochleistungswissen über KI wurde er für die Finanzindustrie interessant. Mit seinem Aufsatz „Situational Awareness“ bettelte und schrie er förmlich um Aufnahme in den elitären Kreis des großen Geldes. Von Eitelkeit wollen wir gar nicht sprechen. Auch das ist seit „Die Glücksritter“, dem US-amerikanischen Spielfilm mit Dan Aykroyd und Eddie Murphy aus dem Jahr 1983, nichts Neues: Dort wurde der Welt das moderne amerikanische Computer-Finanzmarkt-Produkt-Handelssystem gezeigt. Schaut, so funktioniert Computer-Trading, Computer-Handel. Das kann jeder.

Und so wurde Leopold Aschenbrenner wahrhaftig zum Glücksritter, eine 20-jährige „finanzmarkttechnische Jungfrau im Ritterkostüm“, die zwar von künstlicher Intelligenz viel wusste, aber weniger von der absoluten Gier und der menschlichen Intelligenz, die sich dadurch auszeichnet, dass sie bei vielen Menschen schlichtweg nicht vorhanden ist. Denn „richtige Intelligenz“ hätte diesem Geldjongleur kein Geld gegeben. Oder wie im Film „Der große Crash – Margin Call“ aus dem Jahr 2011: Wer sitzt in den Analyseabteilungen der Big Player der Finanzindustrie? Physiker, Mathematiker, Statistiker, Atom- und Raketenwissenschaftler, Quanteningenieure und so weiter. Alle, die sich der Wissenschaft verschrieben haben, nur keine Psychologen. Die Psychos mit ihrem jahrhundertealten Wissen über Marktpsychologie aber sitzen ganz oben.

So wurde Aschenbrenner zum perfekten Opfer von Mitspielern auf den höchsten Ebenen. Die wussten genau, was passieren wird, und haben die von Aschenbrenner erzeugte Marktliquidität genutzt, um diese Liquidität in ihre eigenen Taschen umzuleiten. Und diese Mitspieler dürften sogar im Fallout des von Aschenbrenner erzeugten Marktes und Hypes noch gutes Geld gemacht haben. Denn „richtige Intelligenz“ weiß, dass langfristige „gute“ Performance nur in Zeiten fallender Kurse gemacht wird. Weil man eben nichts hat, was fallen kann, beziehungsweise leer verkauft hat. Es gibt keine „Negativperformance“, das ist der Trick.

Ja, „das perfekte Opfer“, und jetzt ist Aschenbrenner „verbrannt“. Viele Milliarden US-Dollar haben in kurzer Zeit den Besitzer gewechselt, und es bleibt größtenteils nichts übrig als verbrannte Erde. Wir danken dir, dir Leopold und deiner KI.

Das Fass mit den Anekdoten wird kurz aufgemacht, ein neues Kapitel erstellt. So etwas wie „Aschenbrenner, Generation Z(ero), Our Billion-KI-Fallout-Hero“. Oder so ähnlich. Und in gewissen Kreisen bleibt Aschenbrenner für lange Zeit ein Star. Das dauert jetzt viele Jahre, bis wieder solch ein Star den Finanzmarkthimmel, „The sky is the limit“, betritt beziehungsweise betreten darf. Aber es wird passieren, und das Ende kennen wir: „Wie jemand dieser Person ohne Erfahrung überhaupt so viel Geld leihen konnte.“

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsches-Wunderkind-verzockt-mit-seinem-KI-Hedgefonds-Milliarden-id31146510.html

16:59 | Leserkommentar
Die Überschrift ist sehr seltsam. Denn ein "Wunderkind", erschafft ein Wunder. "Als Wunderkinder bezeichnet man Kinder, die für ihr Alter ganz besondere Fähigkeiten besitzen. Oft sind sie sogar besser in einer Sache als der beste Erwachsene. Ein sehr bekanntestes Beispiel für ein Wunderkind ist der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart." Ein Wunderkind erschafft positive Fülle und eben keinen Mangel. Und das zwar nachhaltig...?! Bemerkenswert ist auch dies,

https://en-wikipedia-org.translate.goog/wiki/Leopold_Aschenbrenner?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de

Im Jahr 2024 verfasste Aschenbrenner einen 165-seitigen Essay mit dem Titel „Situationsbewusstsein: Das kommende Jahrzehnt“ . Darin prognostiziert er die Entstehung von AGI, skizziert einen möglichen Weg von AGI zu Superintelligenz, beschreibt vier Risiken für die Menschheit, entwirft einen Weg für den Umgang der Menschheit mit superintelligenten Maschinen und formuliert die Prinzipien eines „AGI-Realismus“. Er warnt insbesondere davor, dass die Vereinigten Staaten sich gegen den Einsatz von KI-Technologien durch Länder wie Russland und China verteidigen müssen . Aschenbrenner argumentiert, dass KI-Systeme bis 2027 in der Lage sein werden, eigene KI-Forschung zu betreiben. Hunderte Millionen AGIs könnten dann die KI-Forschung automatisieren und den algorithmischen Fortschritt eines Jahrzehnts in weniger als einem Jahr komprimieren, was zu einer „unkontrollierten Superintelligenz“ führen würde Aschenbrenners Essay fand breite Beachtung in den Mainstream-Medien, wissenschaftlichen Publikationen, und Interessengruppen, u. a... Auch sein Geburtsdatum ist interessant: "
Geboren 2001 oder 2002 (Alter 24–25)
Deutschland

Ebenso das ein Wunderkind zockt. Spekulieren und zocken, sind nach wie vor ein Unterschied. Und dann noch die Investoren. Weshalb vertrauen sie ihm Milliarden an?! Ohne mögliche Risiken mit einzubeziehen? Jetzt denk ich wieder an den angeblichen Spruch von Einstein. Und Steiner kam auch nicht. Und das bezeichnet man dann als Wunderkind?! Welches sich bewusst war, daß KI. Risiken für die Menschheit birgt? Selber für sich aber einen Zocker-Hedgefonds erschafft. Wie fragmentiert ist man dann?! Darauf einen Blackrock....

16:59 |  Monaco
´KI-Wunderwuzzi´...´Leopold Aschenbrenner´ klingt für mich eher nach Erdäpfelbauer, feste und mehlige...