23.04.2026

09:43 |  RMX: Magyar sagt, Ungarn werde bis 2030 dem Euro beitreten, aber um welchen Preis?

Der designierte ungarische Ministerpräsident Péter Magyar plant den Beitritt zur Eurozone im Jahr 2030, doch bis dahin muss das Land möglicherweise schmerzhafte Sparmaßnahmen durchstehen. Gleichzeitig wirbt Magyar mit umfangreichen Ausgaben für verschiedene Programme. Wie hoch müssen die Sparmaßnahmen für die ungarischen Bürger ausfallen? Mindestens 3-4 Billionen Forint, umgerechnet 8-11 Milliarden Euro, so Világgazdaság . Während Tiszas Wahlkampagne sprach der spätere Finanzminister András Kármán ebenfalls über einen Beitritt Ungarns zur Eurozone und bezeichnete diesen Schritt als wirtschaftlich rational, da er Stabilität und Vorhersehbarkeit für Unternehmen und Menschen bieten und sie vor unvorhersehbaren Schwankungen des Forint bewahren würde.

Weder Kármán noch Magyar erwähnten die für den Wechsel zum Euro erforderlichen Sparmaßnahmen. Zu den Beitrittsbedingungen der Eurozone gehören: eine Schuldenquote von 60 Prozent des BIP, eine Inflationsrate, die nur 1,5 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der drei Länder mit der niedrigsten Inflation liegt, langfristige Zinssätze, die maximal 2 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der drei leistungsstärksten Mitgliedstaaten liegen, und ein stabiler Wechselkurs.

Erst Orbán weg, dann die Souveränität gleich hinterher....
Euro als Stabilitätsanker… klingt immer voll super, bis man merkt, dass man sich damit die eigene Geldpolitik elegant selbst entsorgt und am Ende sitzt man da wie alle anderen Kandidaten vor Ungarn… hoch verschuldet, schön angepasst und komplett abhängig von Brüssel… Aber Hauptsache „Vorhersehbarkeit“… nämlich dass es teurer wird… für alle… außer die, die das beschlossen haben… JE

04:51 | cmc: Ex-Treasury Secretary Paulson Urges Emergency Plan for US Treasury Market Crash

Der ehemalige Finanzminister Henry Paulson hat die US-Behörden aufgefordert, einen Notfallplan für einen möglichen Einbruch der Nachfrage nach US-Staatsanleihen auszuarbeiten. In einem Gespräch mit Bloomberg am Donnerstag erklärte Paulson, der Plan müsse „zielgerichtet und kurzfristig“ sein und bereitstehen, bevor eine Krise eintritt. „Wenn es soweit ist, wird es heftig werden, also müssen wir uns auf diesen Fall vorbereiten“, sagte er.

Die Staatsverschuldung der USA beläuft sich derzeit auf über 39 Billionen Dollar, und Ökonomen warnen seit langem vor einem möglichen „Teufelskreis“, in dem steigende Schuldenstände Investoren dazu veranlassen, höhere Renditen für Staatsanleihen zu verlangen. Höhere Renditen erhöhen die Zinszahlungen für bestehende Schulden und vergrößern das Haushaltsdefizit weiter. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen liegt derzeit bei 4,3 %.

Dass der überhaupt noch seinen Mund aufmacht in puncto Rettungen. Vor der Finanzkrise hat er zuerst Bear Sterns gerettet nur um nachher Lehman Brothers und mit ihr fast die ganze Welt in den Abgrund zu reissen. 2erlei Maßstäbe angelegt.
Insgesamt hat er (trotz Lehman Pleite) das Wohlergehen der Banken über jenem der Bürger gestellt - könnte diese "Sympathie" auch Motivation für diesen "Rettet den Treasury Market"-Csll sein? TB

20.04.2026

12:14 | einfache-standards:  Es droht eine neue Eurokrise – Bulgarien und Kroatien

Kroatien und Bulgarien sind mittlerweile dem Euro beigetreten allerdings zeichnet für beide Länder eine Wiederholung der Euro-Krise ab. Genauso wie beim letzten mal ist es die Entwicklung Preise die den Löhnen im Verhältnis zur Produktivität in den jeweiligen Volkswirtschaften die Ursache. Die Eurozone ist von enormen Außenhandels- und Leistungsbilanzungleichgewichten geprägt. Einzelne Länder wie zum Beispiel Deutschland haben große Außenhandels- und Leistungsbilanzüberschüsse. Und andere Länder wie zum Beispiel Frankreich oder Griechenland haben große Außenhandels- und Leistungsbilanzdefizite.

Diese Außenhandels- und Leistungsbilanzungleichgewichte haben Einfluss auf die Volkswirtschaften der betreffenden Länder. Länder mit Außenhandelsüberschüssen sind zu wettbewerbsfähig und produzieren mehr als sie selbst konsumieren. Sie leben folglich unter ihren Verhälntnissen. Dazu kommt dass Außenhandelsüberschüsse zu einem übermäßigen Wachstum der industriellen Produktion führen da dessen Güter besonders mobil und daher für den Außenhandel geeignet sind.
Länder mit Außenhandelsdefiziten dagegen sind zu wenig wettbewerbsfähig und konsumieren mehr als sie selbst produzieren. Sie leben folglich über ihren Verhälntnissen. Außenhandelsdefizite führen zu einem stagnieren oder schrumpfen der industriellen Produktion da dessen Güter besonders mobil sind aber von Importen verdrängt werden. Des Weiteren führen Außenhandelsdefizite zu Finanzierungsproblemen, da mehr Geld aus dem Land abfließt als zurück.

Der Euro ist keine Gemeinschaftswährung, sondern eine ökonomische Zwangsjacke, maßgeschneidert für Exportgiganten und viel zu eng für den Rest. Wer nicht reinpasst, wird halt passend gemacht, notfalls mit Rezession, Arbeitslosigkeit und moralischen Belehrungen aus Brüssel. JE

18.04.2026

10:43 | heute: EU-Gesetz: So viel Bargeld darfst du ab 2027 haben

Bargeld bleibt zwar erlaubt, aber in der EU wird es ab Mitte 2027 deutlich strenger kontrolliert. Mit dem neuen EU-Geldwäschepaket verschärft die Europäische Union die Regeln für Bargeldzahlungen im geschäftlichen Bereich massiv. Konkret bedeutet das: Wer im Geschäftsverkehr mehr als 10.000 Euro bar bezahlen will, darf das künftig nicht mehr. Ein Auto beispielsweise mit Bargeld zu kaufen, ist also nur noch bis zu dieser Summe möglich. Wie inside-digital.de berichtet, müssen Käufer bereits ab 3.000 Euro ihre Daten angeben. Das dient laut EU der späteren Rückverfolgbarkeit – falls Behörden wissen wollen, wer was gekauft hat.

dazu passend: Wir erheben Programmbeschwerde bei ZDF-Intendant Norbert Himmler

Die letzten Wochen haben wir mit Nachdruck daran gearbeitet, eine hochqualifizierte Programmbeschwerde an das ZDF auszuarbeiten. Federführend dabei war Hakon von Holst, der die Bargeld-Petition www.bargelderhalt.eu mit mir zusammen ins Leben gerufen hat. Auf 40 Seiten mit mehr als 130 Quellenangaben sezieren wir den manipulativen ZDF-Artikel. Wir entlarven Falschaussagen und zeigen die harten Fakten auf, die unter den Tisch gefallen sind, aber in einen Faktencheck zwingend hineingehören. Die katastrophale Situation des Bargelds wird spürbar.

"EU-Überwachungsstaat" – Wut über neue Bargeld-Regel

Die EU verschärft die Gangart im Kampf gegen Geldwäsche. Mit einem neuen Maßnahmenpaket kommen ab Juli 2027 spürbare Änderungen auf Verbraucher und Unternehmen zu. Die größte Änderung ist eine neue Bargeld-Obergrenze: Künftig dürfen bei gewerblichen Zahlungen maximal 10.000 Euro bar bezahlt werden. Betroffen sind etwa größere Anschaffungen wie Autos oder Immobilien. Private Geschäfte zwischen Privatpersonen bleiben von dieser Regelung ausgenommen. Hinzu kommt, dass bei Barzahlungen von 3.000 Euro künftig Daten der Käufer erfasst werden. Ziel ist es, Geldflüsse besser nachvollziehen zu können.

Der Spaziergänger:
Die Richtung ist vorgegeben u. wenn sich „alle“ einig sind, dass es sich „alternativlos“ so „entwickeln“ muss oder gar zum Vorteil für den Bürger sei, dann sehen das die („geförderten“) Medien natürlich auch so u. Hrn. Stützle gebührt höchste Anerkennung für seine Bemühungen.

17.04.2026

04:29 | fmw: Steigende Zinsen? EZB-Rat öffnet Tür für Zinserhöhung im April

Die Zinsen rücken erneut in den Mittelpunkt der geldpolitischen Debatte, nachdem die EZB angesichts wachsender Unsicherheiten eine Zinserhöhung im April nicht ausschließt. Hintergrund ist der Iran-Konflikt, der über steigende Energiepreise direkten Einfluss auf Inflation und Konjunktur nimmt. Bundesbankpräsident Joachim Nagel verweist dabei auf die hohe Datenabhängigkeit der nächsten Entscheidung. Für die Märkte entsteht daraus ein Spannungsfeld zwischen Inflationsrisiken und konjunkturellem Gegenwind, das die weitere Entwicklung der Zinsen maßgeblich prägen dürfte. 

Die EZB glaubt echt, sie könne mit ein paar Basispunkten den Ölpreis aus dem Persischen Golf zinsmäßig erschlagen – als würde man einen Brand mit an Thermostat regulieren? Wenn Energieknappheit die Inflation antreibt, hilft kein Zinsschritt, sondern nur Physik und vielleicvht a bissl echte Vernunftpolitik auf Augenhöhe. Aber Zentralbanken verwechseln seit Jahren Geldpolitik mit Allmacht. TB

08.04.2026

08:14 |  JF: Berlin will es Geschäften verbieten, nur Bargeld anzunehmen

80.000 Betriebe in Berlin akzeptieren nur Bargeldzahlungen. Das ärgert den CDU-SPD-Senat von Kai Wegner. Über die „Bundesratsinitiative Digitale Bezahlung“ will er das nun deutschlandweit verbieten lassen. Die Bundesregierung verfolgt das gleiche Ziel.

BERLIN. Auf einer Koalitionsklausur am übernächsten Wochenende will der Berliner Senat aus CDU und SPD eine Bundesratsinitiative beschließen, um es Geschäftsinhabern zu untersagen, ausschließlich Bargeld anzunehmen. Allein in der Hauptstadt gibt es laut Finanzsenator Stefan Evers (CDU) 80.300 Unternehmen, die sich digitalen Zahlungssystemen verweigern. Das sei nicht transparent und müsse geändert werden. Berlin will es daher bundesweit zur Pflicht machen, dass Kunden auch per Karte oder mit ihrem Handy bezahlen können. Das Kabinett des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) sieht das als Kampf für „mehr Kundenfreundlichkeit“. Außerdem solle es einen fairen Wettbewerb der Zahlungssysteme geben und Steuerhinterziehung verhindert werden. Nach Schätzungen der Deutschen Steuergewerkschaft und des Bundesrechnungshofs entgehen dem Staat durch Barzahlungen mehr als 15 Milliarden Euro Steuern pro Jahr.

Kommentar des Einsenders
"Berlin will es daher bundesweit zur Pflicht machen, dass Kunden auch per Karte oder mit ihrem Handy bezahlen können. Das Kabinett des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) sieht das als Kampf für „mehr Kundenfreundlichkeit“. Außerdem solle es einen fairen Wettbewerb der Zahlungssysteme geben und Steuerhinterziehung verhindert werden.
Nach Schätzungen der Deutschen Steuergewerkschaft und des Bundesrechnungshofs entgehen dem Staat durch Barzahlungen mehr als 15 Milliarden Euro Steuern pro Jahr. ..."

...zwischen Pflicht und Können ist ein wesentlicher Unterschied! Margenschwache Klein(st)unternehmer in die digitale Landschaft zu "zwingen" ist die nächste Sauerei dieser Kasper... Im Bundesbankgesetz steht die Annahmepflicht des gesetzlich festgesetzten Währungstitels Euro - in Scheinen, und mit geringfügigen Ausnahmen der Münzen. Der Weg will geebnet werden für die CBDC der ECB, die Karten-/Systemanbieter wollen ihr Geschäft machen, die Korruptionisten ihre Kick-backs, die pauschalisierte Aussage Wegner hinsichtlich Steuerhinterziehung eine bodenlose Frechheit und die Schätzung der dt Steuergewerkschaft völliger Unsinn! Dort, wo die tatsächliche Steuerhinterziehung stattfindet ist den Regierungen bestens bekannt, gefördert für die Friends und Clans, ...aber doch nicht der kleine Barber, Cafe-/Döner-Standler, Gemüsehändler am Markt oder der Eislutschker-Verkäufer... Lächerlich! Ps: Bargeldgrenzen gehören weg und vermehrt mit Bargeld bezahlt. Bargeld ist bedruckte "Freiheit".

Willkommen in der gläsernen Geldbörse JE

06:07 | fmw: Inflation durch Iran-Krieg? Fed-Williams gibt Entwarnung

William´s Ausblick für den zugrunde liegenden Preisdruck in den USA sei weitgehend unverändert, obwohl er davon ausgeht, dass höhere Energiekosten aufgrund des Krieges im Iran die Gesamtinflation ankurbeln werden. „An der Situation hat sich nicht viel geändert“, sagte Williams heute in einem Interview mit Bloomberg TV in Bezug auf die zugrunde liegende Inflation. Er fügte hinzu, dass er davon ausgehe, dass die Kerninflation, die Lebensmittel- und Energiekomponenten ausschließt, nur um ein oder zwei Zehntel Prozentpunkte steigen werde.

Wenn der selten unbequeme Williams Entwarnung gibt, sollten wir ganz besonders alamiert sein. Immerhin ist Williams ja dafür bekannt, eher akademisch zu denken denn Handels-bezogen - davon hat ernämlich keine Ahnung. Ich möchte 1 Basispunkt Zinsansteig haben für jedes Mal wenn Williams die Beruhigungstabletten "alles im Griff", „gut ausbalanciert“, „kein systemisches Risiko“ verwendet hat! TB

07.04.2026

14:57 | NH: Berliner CDU will mit Bundesratsinitiative gegen das Bargeld vorgehen

Die CDU-geführte Regierung Berlins arbeitet laut Bild an einer Bundesratsinitiative, die alle Händler und Dienstleister verpflichten soll, digitale Bezahlverfahren zu akzeptieren. Die Partei, die gern behauptet, für bürgerliche und wirtschaftliche Freiheiten zu stehen, will die Vertragsfreiheit nicht akzeptieren, wenn ein Kioskinhaber sich entscheidet, nur Bargeld zu akzeptieren.

Der komplett fantasielose und schlecht informierte oder das nur vorschützende CDU-Fraktionschef Dirk Stettner sagte der Zeitung, ihm falle „kein sonstiger Grund“ ein, warum jemand auf reiner Barzahlung bestehe, „als an der Steuer vorbei arbeiten zu wollen“. Gerade so als ob digitale Zahlungsverfahren die Händler nichts kosten würden. Insbesondere bei kleineren Händlern mit geringen Umsätzen und Margen schlagen die Kosten ins Kontor.

Bargeld ist Freiheit. Alles andere ist ein glorifiziertes Trinkgeldsystem für Banken und ein Überwachungstool für Leute, die dir nicht mal erklären können, warum sie deine Daten brauchen. Wenn selbst der Kiosk gezwungen wird, Karten zu akzeptieren, dann geht’s nicht um Bequemlichkeit – dann geht’s darum, dass irgendwann jede Semmel und jedes Bier protokolliert wird. JE

04.04.2026

11:29 | tkp: Iran bereitet sich darauf vor, dem Petrodollar-System den Todesstoß zu versetzen

Während Europa und der Großteil der übrigen Welt mit der größten Energiekrise seit Jahrzehnten konfrontiert sind, hat der Iran Schritte unternommen, um dem Petrodollar-System einen Schlag zu versetzen. Gestern erklärte der Leiter des iranischen Regierungsinformationsrats, Elias Hazrati, im staatlichen Fernsehen, Teheran sei bereit, Abkommen mit europäischen, asiatischen und arabischen Ländern über den Transit durch die Straße von Hormus abzuschließen.

Der Iran wird die Nutzer zu Verhandlungen über die Bedingungen einladen und damit inmitten der anhaltenden Krise die volle Kontrolle beanspruchen. Den EU-Ländern wird der Transit durch die Straße von Hormus angeboten – zu den Bedingungen des Iran. Europas Energiekosten sind in nur 30 Kriegstagen um 16,2 Milliarden Dollar in die Höhe geschnellt, und es könnte noch deutlich schlimmer kommen, wenn keine Einigung erzielt wird. Der Preis für Erdgas hat sich verdoppelt, und Öl ist um mehr als 60 % gestiegen.

Europa darf jetzt wählen: Entweder weiter brav an den Dollar hängen und frieren – oder beim Schurkenstaat anklopfen und so tun, als hätte man plötzlich Rückgrat. Wahrscheinlich kriegen sie beides hin – frieren und sich trotzdem devot unterwerfen. JE