Die b.com-Redaktion stellt ausdrücklich fest, dass diese Rubrik für Christen geschaffen wurde, die sich Sorgen um die Entwicklung der Kirche machen und hier die Möglichkeit haben, sich Luft zu verschaffen. Dies ist kein von Theologen oder Philosophen geführtes Diskussionsforum. Deshalb kann es zu Beiträgen und Äußerungen kommen, die wissenschaftlich nicht fundiert sind. Die Kirche besteht schließlich aus uns allen und nicht nur aus Gelehrten. Diese wiederum laden wir zu Kommentaren oder Beitragszusendungen herzlichst ein!

 

 

 

14.10.2018

16:15 | Riesling zum Thema Kirchensteuern (bezugnehmend auf TQM-Kommentar in Gesellschaft)

Papst Benedikt XVI. sprach, auf seiner Deutschlandreise, am 25.09.11, von der Notwendigkeit "der Entweltlichung der
Kirche". Dies schließt, neben den Kirchensteuern, auch die Unart, daß die Bischöfe aus nicht kirchlichen Steuermitteln bezahlt werden, ein.
Durch diese Staatsfinanzierung spüren viele Kirchenleute die finanzielle Abhängigkeit vom weltlichen Staat.
Es scheint als gelte das alte Sprichwort auch hier: "wes Brot ich ess, des Lied ich sing". Das darf nicht sein.
Benedikt in seiner Rede:
"Durch die Ansprüche und Sachzwänge der Welt wird aber immer wieder das Zeugnis verdunkelt, werden die Beziehungen entfremdet und wird die Botschaft relativiert. Wenn nun die Kirche, wie Papst Paul VI. sagt, „danach trachtet, sich selbst nach dem Typus, den Christus ihr vor Augen stellt, zu bilden, dann wird sie sich von der menschlichen Umgebung tief unterscheiden, in der sie doch lebt oder der sie sich nähert“ (Enzyklika Ecclesiam Suam, 60). Um ihre Sendung zu verwirklichen, wird sie immer wieder auf Distanz zu ihrer Umgebung gehen, sie hat sich gewissermaßen zu „entweltlichen“."

Hier im Video des Papst selbst:  https://www.youtube.com/watch?v=grQdg2sH1a8
Hier zum Nachlesen: http://www.faz.net/aktuell/politik/papstbesuch/papst-benedikt-xvi-die-entweltlichung-der-kirche-11370087.html


09:41
 | kath-net: Fakenews aus dem „Spiegel“: Pastor Brunsons „Kniefall vor Trump“

„Spiegel“ interpretiert die typisch evangelikale Gebetshaltung völlig irreführend - Beweisvideo: Der freigelassene Pfarrer betet für den US-Präsidenten

12.10.2018

08:27 | M zum grünen TB-Kommentar von gestern

Mir hat der Kommentar seitens Herrn Bachheimer ebenfalls sehr gut gefallen. An dieser Stelle möchte ich noch den biblischen Hinweis betreffend der Thematik zur Abtreibung liefern.

Psalm 139,13-16:
"Du selbst hast mein Innerstes geschaffen, hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter. Ich danke dir, dass ich so staunenswert und wunderbar gestaltet bin. Ich weiß es genau: Wunderbar sind deine Werke. Dir waren meine Glieder nicht verborgen, als ich gemacht wurde im Verborgenen, gewirkt in den Tiefen der Erde. Als ich noch gestaltlos war, sahen mich bereits deine Augen. In deinem Buch sind sie alle verzeichnet: die Tage, die schon geformt waren, als noch keiner von ihnen da war"

Natürlich ist mir die Problematik der ungewollten Schwangerschaft bewusst. Eine Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung z.b. kann heftige Probleme mit sich bringen. Dennoch gilt obiger Grundsatz. Gott liebt uns und kennt schon den Embryo. Dennoch gibt Gott uns den freien Willen. Diesen können wir für uns gebrauchen, oder wir nutzen ihn, um ihm zu gefallen (Sprüche 27,11).

Nur zur Ergänzung: ich habe mit der Pflicht des Papstes zum Verbleiben beim Abtreibungsverbot schlicht über die Einstellung der Kirche, nicht aber über meine Einstellung (insbesondere in Härtefällen=) gesprochen! TB

11:37 und M nochmals
Werter Herr Bachheimer, es geht nicht um eine Einstellung, sondern um klar formulierte Gesetze, Maßstäbe und Richtlinien. Manche mögen uns gefallen, manche aber auch nicht. Eine Kirche, die diese Gebote offen missachtet, wie es nicht nur bei den Protestanten sehr häufig geschieht, hat mit dem Christentum nichts gemein. Deshalb bin ich ihrer Meinung, dass der Papst nicht anders handeln konnte, möglicherweise aber gegen seiner eigenen Meinung und Einstellung. Der Grundsatz des Abtreibungsverbotes ist biblisch begründet und somit in Stein gemeißelt. Es gibt leider keine Ausnahmen, wie beispielsweise einer erneuten Heirat bei Scheidung nach Ehebruch.

 

11.10.2018

11:57 | kath-net: "Abtreibung ist wie Auftragsmord! Darf der Papst das sagen?"

München-Vatikan (kath.net) Abtreibung ist wie Auftragsmord! Darf der Papst das sagen? Ein Aufschrei geht durch die Medien – und ich bin dankbar dafür. Denn das kollektive Schweigen zum Thema Abtreibung ist weder für die Frauen im Schwangerschaftskonflikt hilfreich, noch für deren ungeborene Kinder – die ja tatsächlich ohne eine faire Gerichtsverhandlung, ohne Verteidiger und unter enormen Zeitdruck und mangelnder Solidarität in der Gesellschaft durch Beauftragung eines Arztes getötet werden.

Er darf nicht nur - er muß! Die Kirche kippt ein Dogma nach dem anderen über Bord aber wir wissen, Religionen ohne einem strammen Festhalten an Dogmen vaporisieren. Schaut Euch nur den Islam an, deren Ausleben des Buches (ob wir das jetzt gut finden oder nicht) und Dogmen, deren Sturheit und (Selbst)kontrolle unter den Mitgliedern (alles nicht mein Ding) aber das macht die Religion "erfolgreich". Sie breitet sich am stärksten in Europa aus. Und unsere Kasperln verstecken das Pectoral vor Muslimen, kippen jedes Dogma und damit auch nach links und verlieren Monat um Monat "Mitglieder"! Hätte ich in Rom was zu sagen, ....... Gottseidank hab ich's nicht! TB

16:09 | Leser-Kommentar
Einer Deiner besten Kommentare in all den Jahren. Respekt. Du hast mittlerweile eine Tiefe des Wissens auf vielen Gebieten die beeindruckend ist.

Eigentlich bringen wir eher harsche Kritik denn starkes Lob. Dieses Kommentar freut mich aber sehr, weil es zum einen von einem lieben Freund stammt, den ich viel zu selten seh' und zum Anderen kennt sich der gute Mann in diesem Spektrum überaus gut aus! TB