13.09.2026
18:28 | Focus: Krematorium muss Erlöse aus Zahngold und Schmuck versteuern
Eine Stadt spendete Erlöse aus Zahngold und anderen Metallresten aus ihrem Krematorium für soziale Zwecke. Doch der Bundesfinanzhof stellt klar: Die Erlöse müssen dennoch versteuert werden.
Eine Stadt in Baden-Württemberg wollte mit den Erlösen aus dem Verkauf von Metallresten aus dem städtischen Krematorium soziale Projekte unterstützen. Bei der Einäscherung bleiben neben Zahngold und Prothesen auch andere Metallteile zurück, etwa Schmuck oder Bestandteile des Sargs.
Die Stadt ließ die Metallreste von einer Metallscheideanstalt verwerten und erhielt dafür Geld. Die Erlöse flossen auf ein separates Konto und wurden ausschließlich für karitative Zwecke verwendet. Unter anderem überwies die Stadt Geld an eine soziale Einrichtung. Zur Kostendeckung des Krematoriumsbetriebs dienten die Beträge nicht.
Ich wünsch ´ mir zu Geburtstag einen Vorderzahn .. den meinen schlug die Gemeinde zur Beerdigung mir ein. TS
10.09.2026
12:11 | ZH: Zentralbanken kauften im Juli 23 Tonnen Gold.
kauften die Zentralbanken weltweit im Juli netto 23 Tonnen Gold, was dem allgemeinen Jahrestrend entspricht . Laut dem World Gold Council (WGC) Laut einem WGC-Bericht vom 3. September war China im letzten Monat der größte Abnehmer mit 20 Tonnen. „Bemerkenswert ist, dass die Aktivitäten der Chinesischen Volksbank (PBoC) in den letzten Monaten deutlich zugenommen haben, mit monatlichen Goldkäufen im zweistelligen Bereich seit Mai 2026“, heißt es in dem Bericht. Polen kaufte acht Tonnen Gold und war damit der zweitgrößte Abnehmer. Russland war mit sechs verkauften Tonnen der größte Nettoverkäufer. Es folgten die Türkei, Usbekistan und Jordanien mit jeweils einer verkauften Tonne.
Die globalen Zentralbanken meldeten im laufenden Jahr bisher Käufe von 130 Tonnen Gold, verglichen mit rund 160 Tonnen im gleichen Zeitraum bis 2025. Polen kaufte in diesem Jahr 90 Tonnen hinzu, China 60 Tonnen. Die Türkei verkaufte 85 Tonnen, Russland insgesamt 50 Tonnen.
Goldstatistik der Zentralbanken: Zentralbanken sorgen für positive Schlagzeilen zum Thema Gold
Die Zentralbanken setzten ihre Goldkäufe im Juli mit einem Nettozuwachs von 23 Tonnen fort. Auch die Schwellenländer stockten ihre Goldbestände in diesem Monat weiter auf, wobei China (20 Tonnen) und Polen (8 Tonnen) führend waren ( Diagramm 1 ). Besonders hervorzuheben ist die in den letzten Monaten deutlich gestiegene Aktivität der Chinesischen Volksbank (PBoC), die seit Mai 2026 monatlich zweistellige Goldkäufe verzeichnet. Russland war in diesem Monat der größte Nettoverkäufer mit 6 Tonnen, gefolgt von der Türkei, Jordanien und Usbekistan mit jeweils 1 Tonne. Seit Jahresbeginn haben die Zentralbanken insgesamt rund 130 Tonnen Gold gekauft. Im Vergleich dazu wurden im gleichen Zeitraum des Vorjahres rund 160 Tonnen angekauft.
Goldnachfragetrends: 2. Quartal 2026
Die Käufe der Zentralbanken stiegen im zweiten Quartal, doch die Verlangsamung im ersten Quartal bremste das Tempo im ersten Halbjahr. Die Nettokäufe beliefen sich im zweiten Quartal auf solide 289 Tonnen; die Nachfrage im ersten Halbjahr war die niedrigste seit 2022. Polen verzeichnete den größten Zuwachs, während China das Tempo der Akkumulation laut den gemeldeten Daten erhöhte. Die Zentralbanken beabsichtigen, die Käufe in den nächsten 12 Monaten fortzusetzen.
Gold ist angeblich ein Relikt aus vergangenen Jahrhunderten. Interessanterweise kaufen es ausgerechnet jene Institutionen, die unser modernes Geldsystem verwalten und immer neues Falschgeld produzieren. JE
07.09.2026
09:59 | UCN: Bombe aus Russland mit Gold-Prognose : Bürger könnten Dollar und Euro gegen das Edelmetall tauschen
Während im Westen digitales Geld, Stablecoins und digitale Zentralbankwährungen immer stärker in den Mittelpunkt rücken, zeichnet sich in Russland eine bemerkenswerte Gegenbewegung ab: Gold soll für die Bevölkerung zunehmend jene Rolle übernehmen, die seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Dollar und andere Fremdwährungen als sicherer Wertspeicher gespielt haben.
Diese Einschätzung kommt nicht von einem Goldhändler oder privaten Analysten, sondern direkt aus dem russischen Finanzministerium. Der stellvertretende Finanzminister Alexej Moisejew erklärte am Mittwoch auf dem Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok, er erwarte einen grundlegenden Wandel beim Sparverhalten der russischen Bevölkerung.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion sei Bargeld in ausländischen Währungen für viele Russen eine der konservativsten Formen der Vermögenssicherung gewesen. Genau dieses Verhalten könnte sich nun verändern. „Ich denke, wir werden einen Prozess erleben, bei dem die für Russland traditionellen Sparformen nach dem Zusammenbruch der UdSSR – insbesondere Bargeld in Fremdwährungen – zunehmend durch Ersparnisse in Gold ersetzt werden“, sagte Moisejew.
und auch passend UCN: „Zunehmende geopolitische Unruhen“: Niederlande bringen Milliarden in Gold für den Krisenfall in Stellung
Wenn eine Zentralbank Gold im Wert von Milliarden verschiebt, um für eine schwere Krise besser gerüstet zu sein, sollte man genau hinhören. Genau das tun die Niederlande derzeit. De Nederlandsche Bank (DNB) hat zwischen März und August rund 86 Tonnen Gold aus ihren Beständen in Nordamerika nach London umgeschichtet. Die Begründung ist ungewöhnlich deutlich: Angesichts „zunehmender geopolitischer Unruhen“ müsse die Krisenvorsorge gestärkt werden.
Dabei handelt es sich nicht um eine Vergrößerung der niederländischen Goldreserven. Die insgesamt 612,4 Tonnen bleiben unverändert. Verändert wird vielmehr, wo und wie schnell das Gold im Ernstfall verfügbar ist.
London gilt als wichtigstes Handelszentrum für physisches Gold. Dort gelagertes Metall könne in einer Krise schneller eingesetzt beziehungsweise gehandelt werden als Bestände in New York oder Ottawa, erklärt die DNB. Der Anteil des niederländischen Goldes in London steigt deshalb von 18,1 auf 32,1 Prozent. New York fällt von 31,3 auf 18,5 Prozent.
Der Westen hat Russland seit 2022 sehr eindrucksvoll demonstriert, dass Dollar- und Eurovermögen im Ernstfall eben nicht nur Geld, sondern auch außenpolitische Druckmittel sind. Moskau zieht daraus nun die wenig überraschende Konsequenz und versucht, Gold als privaten und staatlichen Wertspeicher attraktiver zu machen. Sanktionen sollten Russland vom westlichen Finanzsystem abhängig halten, geholfen haben sie vor allem dabei, diese Abhängigkeit unattraktiv zu machen. JE
04.09.2026
07:28 | dnb: DNB verbessert die Handelbarkeit von Goldreserven
Die Niederländische Zentralbank (DNB) hat die Handelbarkeit ihrer Goldreserven verbessert, indem sie einen Teil ihrer Goldbestände von New York und Ottawa nach London transferiert hat. Dadurch ist die DNB besser auf schwere Krisen vorbereitet.
Angesichts zunehmender geopolitischer Unruhen verstärkt die DNB ihre Krisenvorsorge. Die Verbesserung der Liquidität und Handelbarkeit der niederländischen Goldreserven ist Teil dieser Vorbereitungen. Darüber hinaus trägt eine ausgewogenere Verteilung dieser Reserven zwischen Nordamerika, Großbritannien und den Niederlanden zur Risikostreuung bei und erhöht ihre Verfügbarkeit im Krisenfall.
Kommentar des Einsenders
"...De Nederlandsche Bank (DNB) hat zwischen März und August rund 86 Tonnen Gold aus ihren Beständen in Nordamerika nach London umgeschichtet. Die Begründung ist ungewöhnlich deutlich: Angesichts „zunehmender geopolitischer Unruhen“ müsse die Krisenvorsorge gestärkt werden.(...) Für die Niederlande hat die DNB sogar durchgerechnet, was längerfristig hohe Energiepreise bedeuten könnten. In einem schweren Szenario könnte die Inflation 2027 auf 4,6 Prozent steigen.
Eine mögliche Reaktion der Europäischen Zentralbank wären erneut höhere Zinsen – mit entsprechenden Folgen für Unternehmen, Immobilien, Staatshaushalte und private Kreditnehmer....(...) Dass die Niederlande ihr Gold nun so positionieren, dass es im Ernstfall schneller verfügbar ist, bedeutet daher nicht, dass morgen der große Zusammenbruch kommt.
Aber es bedeutet sehr wohl, dass eine der wichtigsten Zentralbanken Europas die Möglichkeit schwerer geopolitischer und systemischer Krisen ernst genug nimmt, um ihre wertvollste Reserve entsprechend vorzubereiten.
DNB-Präsident Olaf Sleijpen bringt es selbst auf den Punkt: Man gehe davon aus, das Gold niemals einsetzen zu müssen – dennoch müsse man „Widerstandsfähigkeit und Bereitschaft stärken“. Das ist klassische Krisenvorsorge: Man handelt nicht erst, wenn die Krise da ist. ..."
86Tonnen Umschichtung..., und die Schnabel verläßt vorzeitig die EZB Richtung IWF...!? Muss nichts bedeuten, zeigt aber zumindest eine gewisse "Nervosität"...