01.06.2026

11:14 | KWN: Gold & Silver Open Interest Collapses To Lowest Level In 13 Years!

In dieser Woche sank das Open Interest beim Comex-Goldkontrakt auf unter 350.000 Kontrakte. Dies ist der niedrigste Stand seit mindestens dreizehn Jahren. Dies ist der deutlichste Hinweis auf ein fast vollständiges Fehlen spekulativen Interesses an der Comex, und da die Comex mit London arbitriert, gilt dies auch für diesen Markt. Dies ist umso bemerkenswerter, als der Preisanstieg seit 2023 normalerweise zu größerem spekulativem Interesse führen würde, dieses jedoch stattdessen eingebrochen ist, insbesondere nach Dezember 2024.

Die Papiergold-Artisten an der COMEX (mit bislang FED-geschützten Arbeitsplatz) verlassen die Bühne schneller als Christine Lagarde ihre Inflationsprognosen. Während im Westen immer weniger (aber doch!!!) Derivate auf Derivate gestapelt werden, schippert das physische Metall längst Richtung Asien. Wenn das Open Interest auf 13-Jahres-Tief fällt und Gold trotzdem steigt, heisst des nix anderes, als dass  der Markt offenbar zu ahnen beginnt, dass man einen Goldbarren nicht beliebig oft fotokopieren kann.
Bachheimer-Leser wussten deas immer schon! TB

29.05.2026

12:47 | cnbc: Gold prices pare losses after U.S. inflation data

Der Spotpreis für Gold fiel um 0,6 % auf 4.428,69 USD pro Unze, nachdem er zu Beginn der Sitzung auf den tiefsten Stand seit Ende März gesunken war. US-Gold-Futures fielen um 0,5 % auf 4.426,20 USD. Daten zeigten, dass der US-Preisindex für private Konsumausgaben in den zwölf Monaten bis April um 3,8 % gestiegen war, was den Erwartungen entsprach. Der PCE-Preisindex stieg im April gegenüber dem Vormonat um 0,4 %, nachdem er im März um 0,7 % in die Höhe geschossen war.

Normalerweise reagiert der Goldpreis ja nicht direkt auf Inflationsdaten sondern zeitverzögert (nicht auf einzelne Daten sondern auf mehrere inflationsanzeigende Ereignisse hintereinander). Aber Ausnahmen bestätigen die Regel, besonders dann, wenn der Goldpreis regional relativ tief liegt, soll heissen, wenn er sich in einer Korrektur befindet. Und diese gestrige Reaktion zeigt wiederum, dass die Korrektur zu Ende sein dürfte. Die kommenden Zinserhöhungen sollten bereits - soferne nicht überraschende Doppelschritte kommen - eingepreist sein. TB

28.05.2026

14:00 | GMX: FBI entdeckt geklauten Goldschatz in Haus von Ex-CIA-Beamtem

303 Goldbarren entwendet, Bargeld und Luxusuhren gebunkert: Ein ehemaliger hochrangiger CIA-Mitarbeiter soll Dutzende Millionen Dollar veruntreut haben. Zudem hat er seinen Arbeitgeber offenbar jahrelang mit frisierten Lebensläufen getäuscht. Ein Fall, der an einen Spionage-Thriller erinnert, beschäftigt derzeit die US-Justiz: Ein ehemaliger CIA-Beamter soll bei seiner Arbeit Goldbarren und andere Vermögenswerte im Wert von mehreren Millionen Dollar veruntreut haben.

Bei einer Durchsuchung seines Hauses im US-Bundesstaat Virginia seien unter anderem 303 Goldbarren gefunden worden, wie mehrere US-Medien – darunter die "Washington Post" (Bezahlinhalt) – unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichten. Allein der Wert der Goldbarren beläuft sich demnach auf mehr als 40 Millionen Dollar (rund 34 Millionen Euro).

303 Goldbarren, Millionen in Cash und Luxusuhren im Kasten … aber Hauptsache der Geheimdienst erklärt uns  täglich etwas über Sicherheitsüberprüfungen und Desinformationsgefahr.  JE
 

12:25 | thestreet: UBS resets gold price target for the rest of 2026

Laut Exchange Rates hat die UBS ihr kurzfristiges Goldkursziel bis Juni 2026 auf 5.200 US-Dollar pro Unze gesenkt, ausgehend vom vorherigen Kassakurs von etwa 5.344 US-Dollar. Die Bank führte drei konkrete Faktoren an: einen stärkeren US-Dollar, steigende Ölpreise und eine Verschiebung der Zinserwartungen, die die Realrenditen in die Höhe getrieben hat. 
Das langfristige Ziel bleibt bei 5.900 US-Dollar bis Ende 2026. Die gesamte Bandbreite der UBS reicht von einem Aufwärtsszenario von 7.200 US-Dollar, falls die geopolitischen Spannungen weiter eskalieren, bis zu einem Abwärtsszenario von 4.600 US-Dollar, falls die US-Notenbank aggressiver an den Zinsen agiert.

Der unfreiwillig entstandene Schweizer Bankenriese dreht seine Fahnen schneller nach dem Wind als die EU ihre Meinung zu russischem Gas. Vor 3 Monaten jubelte man noch über 6.200 Dollar Gold, heute predigt man plötzlich Vorsicht – natürlich exakt nachdem der Markt korrigiert hat. Das ist keine Analyse, das ist Hellsehen mit dem Bloomberg-Terminal anstatt einer Glaskugel. TB

25.05.2026

06:05 | gs: A Huge Drop in the Commercial Net Short Position in Gold

Gold schloss am Freitagnachmittag in New York bei einem Kassakurs von 4.508,50 $ … ein Minus von 33,60 $ gegenüber dem Vortag – und 17,30 $ unter dem von Kitco verzeichneten Tagestief. Das Nettovolumen war das niedrigste, das ich je gesehen habe, mit knapp unter 59.000 Kontrakten – und es gab ein Rollover-/Switch-Volumen von 49.500 Kontrakten aus dem Juni in zukünftige Monate... fast ausschließlich in den August. Ich habe gesehen, dass gestern 40 Gold- und 20 Silberkontrakte im Mai gehandelt wurden, und wie immer bleibt abzuwarten, wie viel von diesen Mengen in den heutigen „Daily Delivery“- und „Preliminary Reports“ weiter unten in dieser Kolumne auftauchen wird.

Wenn selbst die BulliionBankster nervös werden und rasch ihre Absicherungen reduzieren, dann hat des sicher nix mit „einem starken Dollar“ zu tun - eher mehr mit dem leisen Verdacht, dass Papiergold irgendwann zwar essbar aber a ned gscheit verdaubar ist. TB

23.05.2026

06:32 | yahoo: Veteran Goldman strategist makes stunning $10,000 gold call

Gold war schon immer die Anlage, zu der Anleger flüchten, wenn sie an alles andere den Glauben verlieren. Es ist die Anlage, die sich auszahlt, wenn Zentralbanken an Glaubwürdigkeit verlieren, wenn Währungen schwanken, wenn geopolitische Spannungen zunehmen und wenn der Rest des Aktienmarktes schließlich einbricht.

In den vergangenen drei Jahren hat dieses Szenario größtenteils hervorragend funktioniert. Staatliche Käufer von Peking über Warschau bis Ankara kauften Goldbarren in einem Tempo, wie es seit einem halben Jahrhundert nicht mehr gesehen wurde. Privatanleger schlossen sich ihnen an. Der Goldpreis durchbrach ein Allzeithoch nach dem anderen, und die Bären verstummten.

Dasschauher: a Goldie macht a sehr positive Goldprognose. Wie auch ihre Auftraggeber, die Zentralbanken, sind auch die Gigantenbanken sterts etwas behind the curve. Macht nix spätes Einsehen ist besser als gar keines. TB

08:00 | Leser Kommentar
Geht es nicht Fundamental gesehen, werter H.TB. Im Falle eines Falles, sein angepartes Vermögen falls man überhaupt eines besitzt. Durch dingliches Goldinvest, nicht gänzlich zu verlieren. Fallls es zu z.B.einer "Währungsreform" o. ä. kommt. Man geht deshalb davon aus, daß Gold ein ultimatives Zahlungsmittel ist. Und diese Referenz nicht zu brechen ist. Zudem verspricht man sich noch davon. Wenn Mangel herrscht an extenziellen Dingen. Diese auch zu noch zu bekommen, wenn diese angeblich im normalen Marktgeschehen, nicht mehr zu bekommen sind. Ich verweise hier auf den "Schwarzmarkt". Welcher auch auf reinen Bardergeschäften bzw. Tauschgeschäften basiert. Zum Beispiel in worst case, Lebenmittel gegen Munition. Die "Geschäftswelt" bzw. der Staat, geht somit von der Annahme aus. Das Gold ein Medium ist, das man in der Regel gegen fast alles tauschen kann. Sofern es noch irgendwie vorhanden ist und beschafft werden kann. Dieser Umstand hat sich durch Jahrtausende in der Realität manfestiert. Da Gold bzw. EM, selbst im Krieg akzeptiert wird. Und Krieg oft endete, wenn eine Seite kein Gold mehr zum tauschen hatte. Das führt dann zur Frage, was ist das einzige echte Geld?!

22.05.2026

12:58 | ingoldwetrust: In Gold We Trust Report

Das Leitmotiv unserer Jubiläumsausgabe „Back to the Monetary Future“ ist mehr als eine cineastische Verbeugung vor einem Kultfilm unserer Kindheit: Es ist eine These. So wie Marty McFly in „Zurück in die Zukunft“ erkennen musste, dass man die Vergangenheit verstehen muss, um die Gegenwart zu reparieren, so lehrt uns die Geldgeschichte: Die Zukunft des Geldes liegt in seiner Vergangenheit.

17.05.2026

22:22 | Leser-Zuschrift aus NL der Silver Academy

Anfang dieser Woche trat der indische Premierminister Modi vor 1,4 Milliarden Menschen und bat sie eindringlich, den Kauf von Gold einzustellen. Kein Zoll. Keine behördliche Vorschrift. Lediglich ein öffentlicher Appell – untermauert durch eine Regierungsentscheidung, den Einfuhrzoll auf Gold und Silber über Nacht von 6 % auf 15 % mehr als zu verdoppeln. Der Grund: Der indische Rupie steht aufgrund der stark steigenden Rohölpreise – eine Folge des Konflikts in der Straße von Hormuz – unter enormem Druck; zudem stellt Gold, gemessen am Wert, das zweitwichtigste Importgut des Landes dar. Die Regierung versucht auf diese Weise, ihre Fiatwährung zu verteidigen, indem sie die Bürger davon abhält, diese in genau jenes Gut umzutauschen, das in direkter Konkurrenz zu ihr steht. Dies ist der strukturelle Hintergrund der heutigen Preisentwicklung. 

Indien ist weltweit der zweitgrößte Goldkonsument und der dominierende Markt für Silberschmuck. Wird diese Nachfrage per Regierungsdekret abrupt abgewürgt, bekommen dies beide Metalle zu spüren – Silber jedoch weitaus stärker als Gold. Die Nachfrage nach Silber teilt sich auf in monetäre Käufer einerseits sowie industrielle Abnehmer und Schmuckhersteller andererseits. Der durch Indien ausgelöste „Import-Schock“ traf die zweite dieser beiden Kategorien unmittelbar. 

Die monetäre Nachfrage nach Gold – getragen von Zentralbanken, institutionellen Investoren und langfristig orientierten Anlegern, die auf „solides Geld“ setzen – fing die Verkaufsaufträge hingegen ab; der Goldpreis zeigte sich dementsprechend weitaus widerstandsfähiger. Das Ergebnis: Silber verzeichnete seit dem am Dienstag erreichten Höchststand von 89,38 US-Dollar einen Kursrückgang von 14 %. Gold gab seit seinem jüngsten Höchstkurs lediglich um rund 5 % nach. Das Gold-Silber-Verhältnis (Ratio) schoss innerhalb von nur 48 Stunden von unter 55 auf fast 59 Punkte in die Höhe.

Die Indier kann man mit Steuern prügeln wie einen Wassserbüffel mit an Fliegenpracker – es beeindruckt sie nur kurz, ändert aber nichts am Weg zur Wasserstelle. Gold ist dort kein Investment, sondern soziales und kulturelles Schmiermittel, über Jahrtausende in Mitgift, Ritual und Misstrauen gegenüber Papiergeld einbetoniert. Wer glaubt, ein Finanzminister könne das mit einem Steuergesetz (vor allem wie in Indien der Fall ständig wechselnd) therapieren, hält vermutlich auch Wahlversprechen für nachhaltig. TB

Monaco
Menschen mit Gespür reagieren instinktiv diametral zu dem, was Politiker empfehlen oder verlangen...

08.05.2026

07:26 | boerse-online: Diese Kryptofirma hat höhere Goldreserven als viele Zentralbanken - und stockt weiter auf

Es gibt eine Kryptofirma, die ihre Goldreserven im ersten Quartal 2026 erneut ausgebaut hat – wenn auch deutlich langsamer als zuvor. Für Privatanleger lohnt sich ein genauer Blick auf diese Entwicklung. Sie zeigt nämlich, wie stark sich die Rolle von Gold auch im digitalen Finanzsystem verändert. Im Zeitraum von Januar bis März kaufte der Kryptokonzern Tether rund sechs Tonnen Gold hinzu, um damit den Wert seiner Stablecoins zu decken. Damit stiegen die gesamten Bestände auf etwa 132 Tonnen mit einem Marktwert von rund 19,8 Milliarden US-Dollar. Trotz des moderateren Tempos bleibt das Unternehmen damit einer der größten privaten Goldkäufer weltweit – außerhalb von Staaten und Zentralbanken sogar der größte bekannte Halter.

Auffällig ist allerdings die Verlangsamung der Käufe. Im Schlussquartal 2025 hatte Tether noch mehr als 20 Tonnen Gold erworben. Die geringere Dynamik im ersten Quartal deutet darauf hin, dass das Unternehmen seine Strategie an die veränderten Marktbedingungen angepasst hat. Der Goldpreis selbst zeigte sich im gleichen Zeitraum äußerst volatil, mit starken Ausschlägen nach oben und unten, unter anderem beeinflusst durch geopolitische Spannungen.

Selbst die Krypto-Elite weiß ganz genau, dass digitales Vertrauen ganz nett ist,  aber am Ende doch nichts über ein paar Tonnen Gold im Tresor geht. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Stablecoin-Maschinerie eines der stärksten Argumente für physisches Gold liefert. JE

07.05.2026

14:52 | GS: Egon v. Greyerz Interview – Es ist jetzt viel schlimmer!

Jan Kneist: Meine Damen und Herren, ich freue mich, Egon v. Greyerz wieder für unsere April-Ausgabe des v.-Greyerz-Interviews begrüßen zu dürfen. Egon, schön, Sie als Fels in der Brandung inmitten dieses Wahnsinns zu sehen. Wie immer schön, wieder mit Ihnen zu sprechen.

Egon v. Greyerz: Hallo Jan. Ja, wir führen immer gute Gespräche, und in Zeiten wie diesen ist es nicht schwer, spannende Gespräche zu führen, und leider werden diese Zeiten noch schlimmer werden. Die Welt wird am Ende in einem totalen Chaos sein, und das wird auch nicht lange dauern. Ja, wir haben viel zu besprechen.

Die Prognose: Massive Bevölkerungskorrektur, Hungersnöte, soziale Unruhen.... Dazu das Ende der aktuellen Geldära. Gold und Silber korrigieren gerade nur kurz, bevor sie dann richtig explodieren, weil das Papier-System kollabiert.  Die 1970er waren nur ein laues Lüftchen dagegen. Diesmal kommt alles zusammen und diesmal haben wir keine niedrigen Schuldenberge mehr, mit denen man die Sache noch schönen könnte. Hart, aber ehrlich. JE

04.05.2026

09:23 | bachheimer: Warum der Westen die Shanghai Gold Exchange fürchtet

Der Goldmarkt verschiebt sich – und die meisten merken es nicht. In dieser Analyse zeige ich, warum die Shanghai Gold Exchange eine Schlüsselrolle in einer neuen globalen Goldordnung spielt. Während der Westen den Preis von Gold seit Jahrzehnten stark über Finanzmärkte und Papierhandel bestimmt, setzt Shanghai auf physisches Gold – und genau das verändert die Spielregeln. Dieses Video beleuchtet die Mechanismen hinter der Shanghai Gold Exchange, ihre geopolitische Bedeutung und warum dieser Wandel weit mehr ist als nur ein technisches Detail im Goldhandel. TB