19.10.2026
04:35 | scmp: Hong Kong touts key advantages over London in bid to become global gold hub
Hongkong will sich mit besonderen Stärken vom etablierten Goldhandelszentrum London abheben und ein internationales Handelszentrum für Gold und Edelmetalle entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufbauen. Wie Finanzdienstleistungsminister Christopher Hui der South China Morning Post erklärte, soll im ersten Quartal des kommenden Jahres eine zentrale Gold-Clearingplattform starten, die sowohl die physische Lieferung als auch Zahlungen abwickelt; letztere sollen an das Echtzeit-Bruttozahlungssystem angebunden werden. Ziel ist es, regionale Liquidität mit internationalen Marktstandards zu verbinden und Handel, Lagerung, Clearing, Raffination sowie Risikomanagement in der asiatischen Zeitzone anzubieten.
Es gibt einen Grund, warum wir unsere Aktivitäten von Dubai ausgehend nach Hongkong erweitert haben. Dieser Absatz beschreibt diesen Grund kurz und einfach.
Mit bachheimer.com um die "Nosnläng'" vurn. TB
17.10.2026
06:38 | bachheimer: Silber-Crash: −6,6 %! Die Fed niest – Silber stürzt ab!
Disclaimer: Drehort geht über technischer Perfektion!
Hongkong bei Nacht macht's Bild griasslat und den Ton ein wenig eunuchig (wegen der Umgebungslärmreduktion)!
Die amerikanischen Schulden explodieren, die Inflation bleibt hartnäckig, der physische Silbermarkt weist weiterhin ein Angebotsdefizit auf – und trotzdem schicken die Börsianer das Silber auf Talfahrt. Warum? Weil die amerikanische Notenbank vielleicht, eventuell, möglicherweise die Zinsen erhöhen könnte. Willkommen im monetären Irrenhaus!
In diesem Video erkläre ich, warum Silber so heftig abstürzte, weshalb Gold deutlich weniger verlor, was uns die Gold-Silber-Ratio verrät und warum die Fed längst nicht mehr so frei entscheiden kann, wie manche Händler glauben. TB
16.10.2026
10:14 | Leserkommentar zu gestern
Schaut man allerdings auf gold.de nach den besten Verkaufspreisen für Silber, dann zahlt aktuell dresden.gold einen Aufschlag von 12,0 % auf den Spotpreis bei Wiener Philharmoniker. Diverse andere Anbieter zahlen ebenfalls einen ordentlichen Aufschlag, Preis gerade aktuell bis 57,42 Euro pro Unze - wird alle 10 Minuten aktualisiert. Andere, z. B. Libertad aus 2008 sogar über 25 % vom Spotpreis. OK, Jahrgang 2008 hat ja andere Gründe, trotzdem, der Spotpreis entwickelt sich nach und nach meiner Meinung nach zur Lachnummer.
15.10.2026
04:50 | Leser-Zuschrift "Silber - 6% und nun Schweigen im Walde?"
Hallo und Grüße aus dem Saarland, könnten die Metall-Experten mal etwas zu dem aktuellen Silberpreis -Down verkünden ?
Wenn's aufwärts geht, gibts immer jede Menge " Hab's ja gewußt" Kommentare, wenn's abwärts geht Schweigen im Walde...
Dankeschön
Natürlich schweigen wir nicht. Der Einbruch fand allerdings zu einme Zeitpunkt statt an welchem ich bereits in Hongkong ein Dinner hatte. Deshalb konnte ich auch nicht reagieren. Das wirklich Absurde an diesem Silber-Crash ist, dass ausgerechnet eine höhere Inflation das Inflationsschutzmetall Silber auf Talfahrt schickte. Die amerikanischen Verbraucherpreise steigen, die Staatsverschuldung bleibt gewaltig und die Zentralbanken müssen zwischen Inflationsbekämpfung und Schuldentragfähigkeit jonglieren. Und was macht der Markt? Er verkauft Silber, weil er wieder amoi an die Allmacht der Notenbanker glaubt. Die können zwar kein Silber drucken, dafür aber Zinserwartungen erzeugen, mit denen sie den Silberpreis binnen Stunden um sechs Prozent nach unten schicken. Was für ein Irrsinn.
Wir halten trotzdem an unserer Aussage fest: Seit Christi Geburt gibt es wohl kein Commodity (ausserhalb des Ernährungsbereiches) welches derart unterbewertet ist wie Silber seit 2020 (und noch immer). TB
14:01 | Der Ostfriese
Frage: Der Markt verkauft also Silber - an wen? Über wieviel Silber
verfügt "der Markt"? Beschreibt das Wort "der Markt" nicht eher nur den
Ort, auf dem irgendetwas gegen die Zahlung eines Preises den Eigentümer
wechselt?
Von Interesse für alle wäre es zu erfahren, ob reales Silber in großer
Menge den Eigentümer gewechselt hat, oder ob wieder einmal
Phantasiepapier Ursache eines Kursrückgangs ist. Ein linke Tasche -
rechte Tasche-Spiel läßt sich bis in alle Ewigkeit fortsetzen, solange
"Geld" aus dem Nichts erschaffen werden kann. Angebot und Nachfrage
regeln den Preis... nein auch an den Weihnachtsmann glaub' ich nicht
mehr. Märkte werden von denen kontrolliert, die die Macht/ Möglichkeit
dazu haben. Auch Pferdewetten werden ja nie manipuliert, andere
Sportwetten natürlich auch nicht. Silber, nicht Gold ist die
Archillesferse des Finanzsystems. Auf dem Kunstmarkt hingegen sieht es
ganz anders aus, natürlich, wie an der Börse wird dort niemals nicht
manipuliert - man ist sich in beiden Fällen einfach zu fein dafür!
Prinzip: Wir beschaffen uns den Großteil der Werke eines möglichst nicht
mehr unter den Lebenden weilenden KünstIers (damit dieser nicht mehr
nachproduzieren kann, das Angebot an Werken also überschaubar und
kontrollierbar bleibt) ich kaufe Dir ein Werk zu einem hohen Preis ab,
lasse darüber in der Presse berichten. Unser Freund Torben erwirbt das
Ding kurze Zeit später von mir zu einem weit höheren Preis, um es dann
unserem Spezi Sven für noch mehr Geld zu verscherbeln. Über alle Käufe
berichtet die auf den Künstler aufmerksam gemachte Presse. Andere Werke
(verkaufen) tauschen wir auch untereinander, wir sind eine zahlenmäßig
so große Gruppe, das dieses Hochschaukeln dem gaffenden Interessierten
nicht auffällt, aber die Gruppe ist klein genug, um verschwiegen sein zu
können, niemand außenstehendem unser Prinzip zu verraten. ... ob so ein
Prinzip wohl auch in die andere Richtung funktionieren könnte, wenn
genügend Material nachfließt? - Gut, das ganze kostet in dem Fall schon
so'n paar Dollar, aber, hey, die drucken wir doch selber, kosten uns
also im Vergleich was es bringt, den Preis unten zu halten - damit unser
Fiatgeld am Leben hält - fast nichts. Pech nur, wenn der physische Markt
leergeräumt würde. Womit ich bei dem eigentlichen Inhalt und Ziel dieses
Schreibens bin: Wie sähe es "auf dem Markt" aus, wenn b.com Leser je
sogar nur für zehn-, zwanzig- oder dreißigtausend Euro Silber kaufen -
und damit vom physischen Markt nehmen würden? Eine konzertierte Aktion...
16:04 | Leserkommentar
Es stimmt zwar, dass in dieser Rubrik relativ wenig nachgeschoben wird, aber dass Funkstille vor allem bei fallenden Kursen besteht, finde ich nicht. Unabhängig davon, dass TB ja fast immer im Reisestress ist, gibt es ja im Grunde gar keine wesentlichen neuen Marktfaktoren.
Ich sehe es so: Die Manipulateure sind weiterhin am Werk, so lange es noch ausreichend physisches Material gibt. Von Banken werden auch Wetten herausgegeben, deren Wert bleibend auf Null fällt, wenn der Kurs auch nur 10 Sekunden einen bestimmten Wert unterschreitet - für die Bank lohnt sich das natürlich...
Die Chinesen, die ja viel Material kaufen, kaufen wohl auch nur soviel ein, dass der Kurs nicht zu sehr steigt, die wollen ja einen möglichst niedrigen durchschnittlichen Einkaufspreis :)
Auch die 121 USD, die wir im Januar gesehen haben, können eine Folge der Manipulation sein, mit dem Ziel, mit der seitherigen 50 %igen Korrektur das Image von Silber zu schwächen. Dass der Zins für Silber so eine wesentliche Rolle spielen soll, muss auch nicht wirklich so sein, auch dieses (Jahrzehnte alte) Gedankengebäude könnte Teil der Manipulation sein, um damit die Manipulation als solche zu verschleiern.
Für mich holt Silber grade mal kräftig Luft :)
18:38 | Leserkommentar
...was kann Bachheimer dazu. Bachheimer macht doch keine Preise. Was soll er denn schreiben ?
Er könnte mal schreiben welche Lumpen hinter diesen Manipulationen stecken. Er könnte vielleicht auch mal schreiben, warum die Bevölkerung diesen (Partei)Dreck noch wählt. Er könnte vielleicht sovieles schreiben. Aber würde das was an der jetzigen Situation was ändern ? Niie.
Also, jeder der ein paar Taler Gold & Silber hat, soll es behalten. Vielleicht kommt ja bald der große Tsunami und insbesonders Deutschland geht endgültig den Bach hinunter.
18:39 | Leserkommentar
Als ich 2008 dank rohstoffraketen, dank hartgeld und dank vieler guter Videos und auch dem Buch „Das Silber Komplott“ (Reinhard Deutsch) unser FIAT System und dem Verbrechen am echten Geld verstand, wurde für eine echte Unze Silber 150 Unzen elektronisch gehandelt.
Inzwischen stehen wir laut usdebtclock bei über 400. 400 mal mehr Unzen werden gehandelt als hinterlegt sind. Mich würde eine neue 50 Dollar Testung dabei nicht wundern. Somit sind Abverkäufe von 6 % in Stunden gar kein Wunder. Man will, dass wir alle aufgeben. Na dann tut den Notenbanken doch den Gefallen und tauscht es gegen FIAT ein.
Trotzdem bleibt es dabei: Auch dieses System wird kollabieren. Und da nützt es auch wenig, wenn jetzt immer weniger Menschen weltweit Ahnung von Kapital haben und die große Masse einem Pixel auf dem Smartphone mehr vertraut als der echten Münze in der Hand. Und es bleibt dabei: Das hier sind Top Kaufgelegenheiten. Auch für Minen, Juniors und Explorer. Lange geht das nicht mehr gut, da ist sicher jedem klar.
07.10.2026
08:36 | ZH: Asiens Goldproduzenten beginnen, ihr eigenes Edelmetall zu horten, da das Vertrauen in den Dollar schwindet.
In der modernen Geschichte verlief der Goldhandel zumeist einseitig: Minen in Schwellenländern förderten Gold, verschifften es (oft als billiges Erz, noch häufiger auf inoffiziellen Wegen), und London und New York erledigten den Rest. Doch diese Ordnung bröckelt nun still und leise.
Laut einem vielgelesenen Bericht von Nikkei Asia versuchen asiatische Länder, durch heimische Raffinerien, Exportsteuern und den Ankauf lokaler Goldproduktion durch ihre Zentralbanken einen größeren Teil des Goldbooms für sich zu nutzen . Nikkei spricht von einer „neuen Form des Ressourcennationalismus“, die „ mittel- bis langfristig den Goldpreis in die Höhe treiben könnte “ . Die beiden genannten Gründe dürften regelmäßigen Lesern bekannt sein: das schwindende Vertrauen in den US-Dollar als Weltreservewährung und die Tatsache, dass Dollar-Vermögenswerte von Ländern, die mit Washington im Konflikt stehen, aufgrund von Sanktionen eingefroren wurden.
Früher hast das Gold verkauft und Dollar genommen. Dann hast gesehen, dass Dollar-Vermögen im Streitfall eingefroren werden können. Jetzt behältst halt lieber das Gold. Das nennt man dann Lernkurve. JE
01.10.2026
15:02 | goldseiten: Japan rät uns, auf Gold zu setzen
Vor langer Zeit brachte mir mein Vater bei, dass die Jahre einem Dinge lehren, die die Tage gar nicht registrieren. In allen Bereichen unseres Lebens entwickeln wir nach und nach bestimmte Sichtweisen, die auf Erfahrung statt auf Theorie und auf Zeit statt auf Vermutungen beruhen. Dasselbe gilt für die Lebenszeit, die man mit Investitionen in Märkte und Zyklen verbringt. Dabei erlangt man eine bestimmte Fähigkeit, Muster zu erkennen, die einem auch kein Bloomberg-Terminal oder KI-Roboter beibringen kann.
Zu Zeiten der dot.com-Blase – die ausgerechnet von der fraglos transformativen Technologie des Internets angetrieben wurde – war ich z.B. selbst Trader, und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie von allen Seiten (von Wall-Street-Experten bis Hollywood) erklärt wurde, dass Cisco, Yahoo und AOL Könige seien, die niemals entthront werden würden.
Das fühlte sich sehr aufregend an.
So lange zumindest, bis der NASDAQ 78% verlor und zwei dieser "Könige" auf ihren Schilden vom Markt getragen wurden, während Cisco das Gemetzel immerhin überlebte, aber nie wieder dasselbe Unternehmen sein würde. Diese Tage und Jahre erteilten uns eine weitere Lektion, deren Muster die meisten nicht gerne sehen, weil sie einfach nicht aufmerksam hinschauen bzw. nie hingeschaut haben.
Apropos Muster oder Lektionen: Auch heute erkennen nur sehr wenige, dass Japans Staatsanleihe, der Yen und der Nikkei uns einen vertrauten Kursplan dafür liefern, wohin es auch mit der US-Notenbank, dem US-Dollar und dem S&P geht.
Der Staat sagt Falschgeld. Der Anleger sagt Gold. Einer von beiden hat schon öfter erlebt, wie die Geschichte ausgeht. JE
24.09.2026
17:59 | heute Familienvater findet riesigen Römerschatz in Acker
Es ist der Traum jedes Hobby-Schatzsuchers: Ein Familienvater war auf einem Acker bei Wesseling südlich von Köln mit seiner Metallsonde unterwegs, als das Gerät plötzlich anschlug. Er fand eine Silbermünze nach der anderen – und hörte nicht auf zu suchen. Selbst als Oliver Riedl bereits 15 Münzen geborgen hatte, gab sein Metalldetektor keine Ruhe. "Für mich war klar, dass hier etwas Größeres im Boden liegt", sagte er. Doch statt selbst weiterzugraben, informierte er die zuständigen Behörden.
Wie die "dpa" berichtet, gruben die Archäologen daraufhin nicht weniger als 934 römische Denare aus Silber aus dem Boden. Zusammen wiegen die Münzen mehr als drei Kilogramm. Es ist der größte Münzschatz aus der Zeit von Kaiser Hadrian, der je in Deutschland gefunden wurde – weltweit sogar der fünftgrößte.
Der Spaziergänger:
Hier eine „entspannende“ und erfreuliche Meldung für Rubrik „Gold & Silber“. Der Finder zufrieden, die Behörde zufrieden, sehr schön. Sehr wichtig, dass die Behörde zufrieden ist, denn Sondengeher bewegen sich oft in recht unklaren Graubereichen und dann gibt´s ….Zorres…. mit den Behörden. Das ist auch der Grund, warum viel Interessantes …. „vorsorglich“ ...„verschwindet“.
13.09.2026
18:28 | Focus: Krematorium muss Erlöse aus Zahngold und Schmuck versteuern
Eine Stadt spendete Erlöse aus Zahngold und anderen Metallresten aus ihrem Krematorium für soziale Zwecke. Doch der Bundesfinanzhof stellt klar: Die Erlöse müssen dennoch versteuert werden.
Eine Stadt in Baden-Württemberg wollte mit den Erlösen aus dem Verkauf von Metallresten aus dem städtischen Krematorium soziale Projekte unterstützen. Bei der Einäscherung bleiben neben Zahngold und Prothesen auch andere Metallteile zurück, etwa Schmuck oder Bestandteile des Sargs.
Die Stadt ließ die Metallreste von einer Metallscheideanstalt verwerten und erhielt dafür Geld. Die Erlöse flossen auf ein separates Konto und wurden ausschließlich für karitative Zwecke verwendet. Unter anderem überwies die Stadt Geld an eine soziale Einrichtung. Zur Kostendeckung des Krematoriumsbetriebs dienten die Beträge nicht.
Ich wünsch ´ mir zu Geburtstag einen Vorderzahn .. den meinen schlug die Gemeinde zur Beerdigung mir ein. TS
10.09.2026
12:11 | ZH: Zentralbanken kauften im Juli 23 Tonnen Gold.
kauften die Zentralbanken weltweit im Juli netto 23 Tonnen Gold, was dem allgemeinen Jahrestrend entspricht . Laut dem World Gold Council (WGC) Laut einem WGC-Bericht vom 3. September war China im letzten Monat der größte Abnehmer mit 20 Tonnen. „Bemerkenswert ist, dass die Aktivitäten der Chinesischen Volksbank (PBoC) in den letzten Monaten deutlich zugenommen haben, mit monatlichen Goldkäufen im zweistelligen Bereich seit Mai 2026“, heißt es in dem Bericht. Polen kaufte acht Tonnen Gold und war damit der zweitgrößte Abnehmer. Russland war mit sechs verkauften Tonnen der größte Nettoverkäufer. Es folgten die Türkei, Usbekistan und Jordanien mit jeweils einer verkauften Tonne.
Die globalen Zentralbanken meldeten im laufenden Jahr bisher Käufe von 130 Tonnen Gold, verglichen mit rund 160 Tonnen im gleichen Zeitraum bis 2025. Polen kaufte in diesem Jahr 90 Tonnen hinzu, China 60 Tonnen. Die Türkei verkaufte 85 Tonnen, Russland insgesamt 50 Tonnen.
Goldstatistik der Zentralbanken: Zentralbanken sorgen für positive Schlagzeilen zum Thema Gold
Die Zentralbanken setzten ihre Goldkäufe im Juli mit einem Nettozuwachs von 23 Tonnen fort. Auch die Schwellenländer stockten ihre Goldbestände in diesem Monat weiter auf, wobei China (20 Tonnen) und Polen (8 Tonnen) führend waren ( Diagramm 1 ). Besonders hervorzuheben ist die in den letzten Monaten deutlich gestiegene Aktivität der Chinesischen Volksbank (PBoC), die seit Mai 2026 monatlich zweistellige Goldkäufe verzeichnet. Russland war in diesem Monat der größte Nettoverkäufer mit 6 Tonnen, gefolgt von der Türkei, Jordanien und Usbekistan mit jeweils 1 Tonne. Seit Jahresbeginn haben die Zentralbanken insgesamt rund 130 Tonnen Gold gekauft. Im Vergleich dazu wurden im gleichen Zeitraum des Vorjahres rund 160 Tonnen angekauft.
Goldnachfragetrends: 2. Quartal 2026
Die Käufe der Zentralbanken stiegen im zweiten Quartal, doch die Verlangsamung im ersten Quartal bremste das Tempo im ersten Halbjahr. Die Nettokäufe beliefen sich im zweiten Quartal auf solide 289 Tonnen; die Nachfrage im ersten Halbjahr war die niedrigste seit 2022. Polen verzeichnete den größten Zuwachs, während China das Tempo der Akkumulation laut den gemeldeten Daten erhöhte. Die Zentralbanken beabsichtigen, die Käufe in den nächsten 12 Monaten fortzusetzen.
Gold ist angeblich ein Relikt aus vergangenen Jahrhunderten. Interessanterweise kaufen es ausgerechnet jene Institutionen, die unser modernes Geldsystem verwalten und immer neues Falschgeld produzieren. JE
07.09.2026
09:59 | UCN: Bombe aus Russland mit Gold-Prognose : Bürger könnten Dollar und Euro gegen das Edelmetall tauschen
Während im Westen digitales Geld, Stablecoins und digitale Zentralbankwährungen immer stärker in den Mittelpunkt rücken, zeichnet sich in Russland eine bemerkenswerte Gegenbewegung ab: Gold soll für die Bevölkerung zunehmend jene Rolle übernehmen, die seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Dollar und andere Fremdwährungen als sicherer Wertspeicher gespielt haben.
Diese Einschätzung kommt nicht von einem Goldhändler oder privaten Analysten, sondern direkt aus dem russischen Finanzministerium. Der stellvertretende Finanzminister Alexej Moisejew erklärte am Mittwoch auf dem Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok, er erwarte einen grundlegenden Wandel beim Sparverhalten der russischen Bevölkerung.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion sei Bargeld in ausländischen Währungen für viele Russen eine der konservativsten Formen der Vermögenssicherung gewesen. Genau dieses Verhalten könnte sich nun verändern. „Ich denke, wir werden einen Prozess erleben, bei dem die für Russland traditionellen Sparformen nach dem Zusammenbruch der UdSSR – insbesondere Bargeld in Fremdwährungen – zunehmend durch Ersparnisse in Gold ersetzt werden“, sagte Moisejew.
und auch passend UCN: „Zunehmende geopolitische Unruhen“: Niederlande bringen Milliarden in Gold für den Krisenfall in Stellung
Wenn eine Zentralbank Gold im Wert von Milliarden verschiebt, um für eine schwere Krise besser gerüstet zu sein, sollte man genau hinhören. Genau das tun die Niederlande derzeit. De Nederlandsche Bank (DNB) hat zwischen März und August rund 86 Tonnen Gold aus ihren Beständen in Nordamerika nach London umgeschichtet. Die Begründung ist ungewöhnlich deutlich: Angesichts „zunehmender geopolitischer Unruhen“ müsse die Krisenvorsorge gestärkt werden.
Dabei handelt es sich nicht um eine Vergrößerung der niederländischen Goldreserven. Die insgesamt 612,4 Tonnen bleiben unverändert. Verändert wird vielmehr, wo und wie schnell das Gold im Ernstfall verfügbar ist.
London gilt als wichtigstes Handelszentrum für physisches Gold. Dort gelagertes Metall könne in einer Krise schneller eingesetzt beziehungsweise gehandelt werden als Bestände in New York oder Ottawa, erklärt die DNB. Der Anteil des niederländischen Goldes in London steigt deshalb von 18,1 auf 32,1 Prozent. New York fällt von 31,3 auf 18,5 Prozent.
Der Westen hat Russland seit 2022 sehr eindrucksvoll demonstriert, dass Dollar- und Eurovermögen im Ernstfall eben nicht nur Geld, sondern auch außenpolitische Druckmittel sind. Moskau zieht daraus nun die wenig überraschende Konsequenz und versucht, Gold als privaten und staatlichen Wertspeicher attraktiver zu machen. Sanktionen sollten Russland vom westlichen Finanzsystem abhängig halten, geholfen haben sie vor allem dabei, diese Abhängigkeit unattraktiv zu machen. JE
04.09.2026
07:28 | dnb: DNB verbessert die Handelbarkeit von Goldreserven
Die Niederländische Zentralbank (DNB) hat die Handelbarkeit ihrer Goldreserven verbessert, indem sie einen Teil ihrer Goldbestände von New York und Ottawa nach London transferiert hat. Dadurch ist die DNB besser auf schwere Krisen vorbereitet.
Angesichts zunehmender geopolitischer Unruhen verstärkt die DNB ihre Krisenvorsorge. Die Verbesserung der Liquidität und Handelbarkeit der niederländischen Goldreserven ist Teil dieser Vorbereitungen. Darüber hinaus trägt eine ausgewogenere Verteilung dieser Reserven zwischen Nordamerika, Großbritannien und den Niederlanden zur Risikostreuung bei und erhöht ihre Verfügbarkeit im Krisenfall.
Kommentar des Einsenders
"...De Nederlandsche Bank (DNB) hat zwischen März und August rund 86 Tonnen Gold aus ihren Beständen in Nordamerika nach London umgeschichtet. Die Begründung ist ungewöhnlich deutlich: Angesichts „zunehmender geopolitischer Unruhen“ müsse die Krisenvorsorge gestärkt werden.(...) Für die Niederlande hat die DNB sogar durchgerechnet, was längerfristig hohe Energiepreise bedeuten könnten. In einem schweren Szenario könnte die Inflation 2027 auf 4,6 Prozent steigen.
Eine mögliche Reaktion der Europäischen Zentralbank wären erneut höhere Zinsen – mit entsprechenden Folgen für Unternehmen, Immobilien, Staatshaushalte und private Kreditnehmer....(...) Dass die Niederlande ihr Gold nun so positionieren, dass es im Ernstfall schneller verfügbar ist, bedeutet daher nicht, dass morgen der große Zusammenbruch kommt.
Aber es bedeutet sehr wohl, dass eine der wichtigsten Zentralbanken Europas die Möglichkeit schwerer geopolitischer und systemischer Krisen ernst genug nimmt, um ihre wertvollste Reserve entsprechend vorzubereiten.
DNB-Präsident Olaf Sleijpen bringt es selbst auf den Punkt: Man gehe davon aus, das Gold niemals einsetzen zu müssen – dennoch müsse man „Widerstandsfähigkeit und Bereitschaft stärken“. Das ist klassische Krisenvorsorge: Man handelt nicht erst, wenn die Krise da ist. ..."
86Tonnen Umschichtung..., und die Schnabel verläßt vorzeitig die EZB Richtung IWF...!? Muss nichts bedeuten, zeigt aber zumindest eine gewisse "Nervosität"...