18.10.2026

11:08 | NDR: Pferde in Not: Pferdeklappe Norderbrarup massiv überlastet

Die Pferdeklappe in Norderbrarup braucht nach eigenen Angaben 45.000 Euro im Monat, um die Pferde zu versorgen. Aktuell sind 18 Tiere mehr da, als Plätze vorhanden - und der Bedarf ist weiter groß. Schon wieder klingelt das Telefon von Petra Teegen. Am anderen Ende der Leitung: die Mitarbeiterin eines Veterinäramtes. Diesmal ist es ein Amt aus Niedersachsen. Zwei weitere Pferde sollen kommen. Ihrem Halter droht die behördliche Fortnahme der Tiere, weil er sich nicht mehr um sie kümmern kann.

Jetzt ist der Mann mit zwei Stuten auf dem Weg zu Petra Teegen - und in etwa drei Stunden bei ihr. Dabei stehen auf ihrem Hof in Norderbrarup (Kreis Schleswig-Flensburg) schon 60 Pferde - bei eigentlich nur 42 Plätzen. "Zum Glück haben wir derzeit noch gutes Wetter, sodass einige Tiere draußen stehen können", sagt Teegen. Sie hat die Pferdeklappe 2013 gegründet, um Menschen und ihren Pferden in Not zu helfen.

Eine Gesellschaft, in der sich immer mehr Menschen die Versorgung ihrer Tiere nicht leisten können, sollte vielleicht weniger über Wohlstandsversprechen und mehr über die tatsächlichen Lebenshaltungskosten reden. JE

19:16 | Leserkommentar
als gäbe es sonst keine Probleme in DE, die es wert wären vom Staatsmedium aufgegriffen und erklärt zu werden. Ein Vorschlag zur Güte, einige Pferde zu Salami verarbeiten und schon ist für verblebenden der Aufenthalt gesichert.

19:16 | Monaco
wahrlich herausfordernd....eine Pferdeklappe ist kein Ponyhof...

16.10.2026

15:07 | tkp: 3D-gedrucktes Fake-Fleisch und -Fisch in US-Supermärkten

Die israelische Food-Tech-Firma Steakholder Foods bringt unter der Marke Perfecta™ fünf Produkte in den Einzelhandel im Nordosten der USA – nach eigenen Angaben die erste kommerzielle Platzierung auf US-Ladenregalen überhaupt. Die Produkte werden als „premium plant-based meat“ vermarktet, ohne auf der Verpackung das 3D-Druckverfahren zu nennen. Das berichtet unter anderem Nicolas Hulscher auf The Focal Points. Die offizielle Ankündigung der Firma nennt die ersten kommerziellen Platzierungen auf US-Regalen, unterstützt durch den Distributor KeHE Distributors.

Die fünf Produkte sind: Plant-Based Marbled Steak, Filet Mignon, Chicken Breast, Salmon Patties und White Fish Patties. Es handelt sich nicht um im Labor gezüchtetes (cultivated/lab-grown) Fleisch aus tierischen Zellen, sondern um pflanzliche Pasten aus Soja- und Weizenprotein, Ölen und Bindemitteln, die schichtweise gedruckt werden, um Struktur und „Marmorierung“ nachzuahmen. Fact-Checks bestätigen die Einführung in nordöstlichen US-Stores und betonen den pflanzlichen Charakter.

Wenn genug Bindemittel, Öl und Proteinmasse zusammenkommen, brauchts nur noch „natürliches Aroma“ und der Supermarkt nennt das  „Plant-based meat" JE

15.10.2026

18:40 | UCN:  Haben Sie H₂O? Die Kontrolle der Technokratie über das Wasser

 „Luft und Wasser wurden traditionell als ‚freie‘ Güter betrachtet, doch die enormen Kosten, die der Gesellschaft durch vergangene und gegenwärtige Umweltverschmutzung entstehen, zeigen, dass sie nicht kostenlos sind … Die politische Frage lautet, wie und von wem sie bezahlt werden, nicht ob.“
— Our Common Future (Brundtland-Bericht), 1987¹

„Wo die Nutzung von Grundwasser die Wiederauffüllungskapazität lokaler Grundwasserleiter übersteigt, werden regulatorische oder fiskalische Kontrollen unerlässlich.“
— Our Common Future, 1987²

„Das Recht auf Trinkwasser, saubere Luft, Ernährungssicherheit, unbelastete Böden, Unterkunft und sichere sanitäre Einrichtungen garantieren und die dafür erforderlichen nationalen und internationalen Ressourcen bereitstellen.“
— The Earth Charter, 2000³

„Politiker kandidieren in der Regel nicht mit dem Versprechen für ein Amt, die Preise von Gütern im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung so zu gestalten, dass sie ihre tatsächlichen (höheren) Kosten widerspiegeln; Verbraucher verlangen in der Regel nicht danach, solche höheren Kosten zu bezahlen.“
— World Business Council for Sustainable Development, 2002⁴

Kommentar des Einsenders
Die Nachfolgerin der Planwirtschaft, die Technokratie.

 

15:56 | mein.aufstehn: Rettet das Tiefkühlgemüse aus dem Marchfeld!

Wir fordern die Bundesregierung auf: Sorgt dafür, dass das Gemüse aus dem Marchfeld auch nach der Schließung des Ardo-Werks in Österreich verarbeitet wird. Bund und Land müssen ein neues Werk oder einen Zusammenschluss der Bauern finanziell unterstützen.

Im Marchfeld bei Wien wachsen Erbsen, Bohnen, Spinat und Karotten für unser Tiefkühlgemüse. Viele von uns haben es schon im Einkaufswagen gehabt. Doch die belgische Firma Ardo will ihr Werk in Groß-Enzersdorf 2027 schließen. Dort wird unser Gemüse verarbeitet und eingefroren. Viele Beschäftigte würden ihre Arbeit verlieren. Zahlreiche Bauernfamilien wissen nicht, wer ihr Gemüse künftig kauft. Ohne das Werk in der Nähe lohnt sich der Anbau für viele Bauernfamilien nicht mehr. Dann kommt unser Tiefkühlgemüse bald aus dem Ausland, und eine ganze Region verliert Arbeitsplätze und Einkommen.

Kommentar des Einsenders
ich habe gerade die Petition "Weiterhin Tiefkühlgemüse aus dem Marchfeld" unterzeichnet und wollte fragen, ob du sie auch unterstützen möchtest. Dieses Thema ist mir sehr wichtig und je mehr wir sind, umso mehr Gewicht hat unsere Stimme. Hier findest du mehr Informationen zur Petition und kannst auch gleich unterzeichnen:

 

13:58 | agrarheute:  Kartoffelpreise steigen deutlich - Landwirte ernten viel weniger, Kartoffeln knapp

Die deutsche Kartoffelernte fällt 2026 voraussichtlich um knapp 25 % kleiner aus als im Vorjahr. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln sind daher deutlich gestiegen. Bei Verarbeitungskartoffeln werden derzeit vor allem bestehende Kontrakte bedient. Der Kartoffelmarkt ist 2026 deutlich knapper versorgt als im Vorjahr. Die diesjährige Kartoffelernte fällt mit voraussichtlich 10,4 Millionen Tonnen um 24,8% geringer aus als im Vorjahr, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). 2025 waren es noch 13,9 Millionen Tonnen.

Der Rückgang beruht nicht allein auf wetterbedingten Ertragseinbußen, sondern auch auf einer reduzierten Anbaufläche. Diese verringerte sich im Vergleich zum Jahr 2025 um 11,1% auf 268.300 Hektar (Vorjahr: 301.800 Hektar).

10,4 statt 13,9 Millionen Tonnen. Wenn fast ein Viertel der Ware fehlt, brauchst keinen Nobelpreis in Volkswirtschaft, um zu erraten, wohin der Preis geht. JE

14.10.2026

10:39 | eXX: McDonald’s schmeißt Schweinefleisch Burger McRib raus: Rücksicht auf Muslime?

Für McRib-Fans heißt es bald Abschied nehmen: McDonald’s nimmt den beliebten Burger dauerhaft von der Speisekarte in Deutschland und Luxemburg. Bis einschließlich 27. Oktober bleibt der Klassiker noch erhältlich, danach ist Schluss mit dem regulären Verkauf. In einem Kundennewsletter bezeichnete das Unternehmen den McRib als „echte Ikone“. Ein Sprecher bestätigte das Aus gegenüber der deutschen Zeitung WELT. Einen Grund für die Entscheidung nannte der Fastfood-Konzern allerdings nicht.

Der McRib setzt auf eine Kombination aus geformtem Schweinefleisch-Patty, würziger Barbecue-Sauce, Zwiebeln und Gurken. In Deutschland gehört er seit 1989 durchgehend zum Angebot – und war damit eine Ausnahme im internationalen McDonald’s-Sortiment.

Bückt euch noch tiefer, ihr devoten Waschlappen. Vielleicht findet ihr dort unten wenigstens das Rückgrat wieder, das ihr auf dem Weg zur maximalen Bunten-Anpassung verloren habt. JE

13:59 | Die Kleine Rebellin zu 10:37
Es wird doch kein Moslem gezwungen, den Burger mit Schweinefleisch zu essen. Warum tut man so etwas? Weil er schmeckt und einer Versuchung für die „Gläubigen“ vorgebeugt werden soll? Wir leben doch in einem auf dem Papier christlichen Land und dort sollten auch deren Regelungen für die Einheimischen eingehalten werden und sich nicht den Sitten der Eingewanderten beugen.

22:47 |  Dipl.-Ing.
… liebe JE, jaaaa, wenn man sich gaaaaanz tief bückt …
… dann bekommt der Bückling sicherlich ein neues „Rückgrat“ …
… rektal eingeschoben …

12.10.2026

11:00 | UCN:   Kranke und tote Kälber nach Bovaer, besorgte Landwirte schweigen aus Angst: Warum hüllt sich die Presse in Schweigen?

In Dänemark sind in den letzten Wochen mehrere Kälber erkrankt oder gestorben, nachdem sie Milch von Kühen getrunken hatten, denen der Futterzusatzstoff Bovaer verabreicht worden war. Der dänische Bürgerjournalist Kent Nielsen, der enge Kontakte zu Landwirten unterhält, schlägt schon seit geraumer Zeit Alarm, doch die nationale Presse hüllt sich in Schweigen – und dieses Schweigen wirft ernsthafte Fragen auf.

Bovaer ist ein Futterzusatzstoff von DSM-Firmenich auf Basis des Wirkstoffs 3-Nitrooxypropanol (3-NOP), der in der Europäischen Union zugelassen ist. Der Stoff wird Kühen verabreicht, um die Methanemissionen während der Verdauung zu reduzieren. Dies steht im Einklang mit den Klimazielen der Vereinten Nationen, insbesondere den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs), zu denen sich auch Dänemark verpflichtet hat. Der Molkereiriese Arla Foods ist einer der großen Akteure, der den Einsatz von Bovaer bei seinen Lieferanten aktiv vorantreibt.

Hauptsache der Methanwert passt... Falls die Kuh weniger frisst, weniger Milch gibt oder krank wird, sinkt das Methan gleich mit. Klimaziel technisch fast schon effizient. JE

09.10.2026

09:35 | schweizerbauer: Proteinträger: Bundesrat gibt weitere Pflichtlager frei

Auf dem Weltmarkt sind zwar genügend Proteinträger verfügbar. Das Niederschlagsdefizit der vergangenen Monate wirkt sich aber negativ auf die Pegelstände der Fliessgewässer aus. Der Rhein führt seit Wochen Niedrigwasser – mit Folgen für die Schifffahrt. Diese ist stark eingeschränkt.

Importeure schaffen es derzeit nicht, genügend Proteinträger zu Futterzwecken auf der Strasse und der Schiene zu importieren, weil auch andere Güter über diese Wege in die Schweiz gelangen. Um die Versorgung sicherzustellen, hat der Delegierte für wirtschaftliche Landesversorgung (WL), Roland Pfister, deshalb am 1. September 2026 eine sogenannte temporäre Bedarfsdeckungsunterschreitung (TBDUS) bewilligt. Diese erlaubt es den Unternehmen, auf die Pflichtlager zuzugreifen. Mit dieser Massnahme dürfen bis Ende Februar 2027 maximal 20 Prozent der eingelagerten Gesamtmenge – knapp 16’000 Tonnen – bezogen werden.

Jahrelang heißts, der Weltmarkt liefert eh alles. Dann hat der Rhein zu wenig Wasser und plötzlich merkt man, dass Soja halt nicht per Gedankenübertragung in den Trog kommt. JE

15:49 | Der Ostfriese
So ein Zufall aber auch, so werden daraus bestimmte Folgen erwachsen -
viele Menschen werden in ihren heimatlichen Gefilden "nichts mehr zu
fressen finden", sich folglich auf die Reise in Gebiete machen, in denen
die Milch in Bächen fließt, der Honig nur so von den Bäumen tropft und
auch die restliche all-inclusive-Versorgung vond denen bezahlt wird, die
schon länger dort sind. Vermutlich wird man uns Bilder von kleinen,
halbverhungerten maximalpigmentierten süßen Kinderlein zeigen. Können
wir es fertigbringen, diese unschuldigen, traurig flehend
dreinschauenden Augen verhungern zu lassen? NEIN! Grenzen auf! Wir
schaffen das, wo 84mio. satt werden, werden auch (eben auf Kosten derer,
die schon länger dort sind) 90mio., 95mio. oder auch 110mio. satt werden
können. Solten sie während der wärmeren Jahreszeit zunächst auch in
Zelten hausen müssen, im irgendwann anstehenden, folgenden Winter werden
sicherlich genügend Kartoffeln den für sie überflüssigen Wohnraum diesen
bedauernswerten Wesen zur Verfügung stellen, stellen können wollen,
stellen wollen können, wollen stellen können... ach, das bringt mich
ganz durcheinander, die Hauptsache jedoch ist, die, die bald zu uns
kommen werden, werden sich bei uns wohl und zuhause fühlen!...

"Beam me up, Scotty"- Ceuta hat seine Generalprobe ja schon mit Bravour
bestanden. Es bleibt nur noch kurze Zeit, die beiden Gefilde dem Staat
Marokko zu schenken - das käme wesentlich billiger, als die beiden
Flecken zu behalten. Pech nur, das die bevorstehende Umvolkung nicht
zufällig passieren wird, sondern Teil einer Agenda ist.

08.10.2026

17:16 | agrarheute:  Getreidepreise vor Schock: Experte warnt vor 80 % Anstieg - und Risiko für Landwirte

Die Internationale Handelskammer (ICC) warnt vor den Folgen des Irankrieges für die globale Landwirtschaft und die Nahrungsmittelversorgung. Durch den Konflikt sind die weltweiten Düngemittelexporte laut ICC-Generalsekretär John Denton um fast 40% gesunken. Das berichtet das Wall Street Journal nach Angaben des Nachrichtendienstes Agra-Europe . Sollte sich die Lage im Krisengebiet nicht schnell entspannen, könnten die Getreidepreise nach Dentons Einschätzung um bis zu 80% steigen.

Wenn das so weitergeht, wird der Bäcker bald nach dem Einkommen fragen, bevor er das Sackerl aufmacht. Denn  der letzte billige Weizen wird bald im Museum stehen. Gleich neben dem Bargeld und der leistbaren Energie. JE

 

15:05 |  heute: Aus für Marchfelder Tiefkühl-Gemüse in Supermärkten

Spinat, Erbsen, Karotten und noch vieles mehr bringen rund 500 Landwirte aus dem Marchfeld vom Acker in die Tiefkühlregale der heimischen Supermärkte. Möglich machte das bisher der Tiefkühl-Spezialist Ardo Frost Austria – bald aber ist es damit vorbei. Das wichtige Werk in Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) wird Ende August 2027 dicht gemacht.

Damit würde ein Großteil des heimischen Tiefkühlgemüses im Handel verschwinden, warnt der Obmann der betroffenen Bäuerinnen und Bauern: "Spinat in jeder Art und Weise würde mit der Zeit verschwinden, genauso wie das Rotkraut. Da gibt es keine zweite Verarbeitungslinie in Österreich." Ardo produziert für Iglo und die Tiefkühl-Eigenmarken von Billa, Hofer und Spar.

Absolutes Politikversagen! Erneutes Vorzeigebeispiel, dass all diese Kammern, Verbände, Bünde, Präsidenten, Vizepräsidenten, Obmänner, Honoratioren u.a. bloß kostentreibende Maden im ausgefetteten System sind, Briefe schreiben, Kriegserklärungen ausrufen, doch unterm Strich NULL Lösungskompetenz an den Tag legen! Wenn die Belgier aus Standortgründen gehen - sollen sie, dann muss es eben eine konstruktive Lösung zwischen Land/Bund geben, um die Produktion weiterzuführen! Aber offenbar ist der Wille nicht vorhanden... und dafür ist dieser aufgeblähte Bürokratie-Berg sinn- und nutzlos. So kann das nicht mehr weitergehen! ST

 

09:20 | ZH: Das US-Landwirtschaftsministerium investiert 180 Millionen Dollar in die amerikanische Saatgut-Souveränität

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat eine Investition von 180 Millionen Dollar angekündigt, um die „Saatgut-Souveränitätsinitiative“ zu starten. Ziel ist die Stärkung der heimischen Agrarsicherheit durch den Schutz pflanzengenetischer Ressourcen. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) wird die Mittel nutzen, um das Genom wichtiger Nutzpflanzen zu sequenzieren und so „das enorme Potenzial der pflanzengenetischen Ressourcen der Vereinigten Staaten zu erschließen und wichtige Wissenslücken zu identifizieren“, erklärte das Ministerium in einer Mitteilung vom 6. Oktober. Zu den pflanzengenetischen Ressourcen zählen Saatgut, Pflanzen und Pflanzenteile.

Ausländische Wettbewerber erwerben und sequenzieren Pflanzenressourcen aus aller Welt, während die USA ihre eigenen Pflanzensammlungen noch nicht vollständig sequenziert haben , so das US-Landwirtschaftsministerium (USDA). Investitionen in die Saatgut-Souveränitätsinitiative zielen darauf ab, diese Lücke zu schließen und das Risiko künftiger ausländischer Abhängigkeit von pflanzengenetischen Ressourcen zu verringern.

Ohne eigenes Saatgut bist beim Essen genauso souverän wie ohne eigenes Gas beim Heizen.  Aber Hauptsache, man hats vorher lang genug „effiziente Globalisierung“ genannt. Denn wenn du beim Saatgut vom Ausland abhängig bist, brauchst im Krisenfall keinen Feind mehr. Ein Lieferstopp reicht. JE

07.10.2026

08:26 | eXX: Ardo-Aus im Marchfeld: Landwirte sind verzweifelt

Eliskases vom Hofladen Trimmel in Gerasdorf baut derzeit noch auf rund fünf Hektar Gemüse für Ardo an. Früher waren die Flächen deutlich größer. Für die Bäuerin war die Zusammenarbeit mit dem Tiefkühlproduzenten lange eine wichtige Säule des Betriebs. „Beim Ardo-Werk haben wir zumindest noch einen angemessenen Preis verdient, mit dem man wirtschaften konnte. Das war sehr fair“, erzählt sie in der Heute. Doch damit soll nun Schluss sein. Von der drohenden Schließung erfuhr Eliskases über ein Schreiben der Erzeugerorganisation Tiefkühlgemüse (ETG), die als Zwischenhändler für Ardo fungiert.

Die Nachricht war kurz und für die Bauern folgenschwer: „Wir haben aber einen Schrieb erhalten, sie brauchen nichts mehr von uns.“ Für Eliskases beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn die nächste Anbausaison steht bevor – und das Saatgut ist bereits teuer. „Jetzt wissen wir nicht, was wir anbauen sollen. Gleichzeitig ist das Saatgut so teuer, das wollen wir nicht verschwenden“, sagt die Landwirtin. Ihre Diagnose fällt entsprechend drastisch aus: „Die Schließung des Ardo-Werks ist ein Todesstoß für die Landwirtschaft.“

Wir reden ständig von Versorgungssicherheit und heimischer Produktion. Dann verschwindet einer der wichtigsten Verarbeitungsbetriebe des Landes und hunderte Bauern schauen durch die Finger. Aber keine Sorge, irgendwo fährt sicher schon ein Lkw mit Erbsen aus 1.500 Kilometer Entfernung los. JE

05.10.2026

12:10 | r24:  EU-Erziehungsmaßnahme: Drohen nun auch noch explodierende Wasserpreise?

Passend zu den stetigen Warnungen vor Klima und Dürre nimmt die EU zunehmend unser Wasser ins Visier. Gleich zwei Initiativen hat sie zu diesem Zweck kürzlich aus dem Boden gestampft. Hintergrund ist eine neue „European Water Initiative“. Im Rahmen einer sogenannten Resilienzstrategie werden bereits Erziehungsmaßnahmen für die Bürger in Aussicht gestellt: Insbesondere auf höhere Wasserpreise dürfte man sich einstellen müssen.

Europas Wasserreserven stünden unter Druck durch Umweltverschmutzung, Ökosystemzerstörung, alternde Infrastruktur, Überkonsum und den Klimawandel, prangert die EU-Kommission an. Darum starte man eine „European Water Resilience Stakeholder Platform“ sowie eine „European Water Academy“ – zwei neue Institutionen voller Versorgungsplätze für die Eurokraten, könnte man meinen. Ersteres soll Hindernisse ausfindig machen, die der Umsetzung der Wasserresilienzstrategie im Weg stehen. Die Akademie derweil soll Wissen, Skills, Innovationen und „Partnerschaften“ für Herausforderungen rund um unser Wasser fördern.

Wenn Wasser zum Luxus wird, hat die Transformation wirklich alles erreicht. JE

14:49 | Die Eule
Wasser muss meist aus der Tiefe gesaugt werden und so bietet sich dieses Bild doch für den finalen Zustand der EU-Obrigkeit an. Dieses System benötigt immer mehr lebenserhaltendes Geld
und als letztes Reservoir dient nun der Bürger. Dessen wertschöpfende Kräfte sind ja noch lange nicht vollständig ausgesaugt und das lässt ich nun mit einem permanenten Durstgefühl am besten erreichen.
Wer permanent in der Angst lebt, bald kein Wasser mehr zu bekommen, ist auch bereit alles zu geben. So sind die Untertanen auch viel leichter zu regieren. Die Wasserscharade ist also insgesamt doppelt positiv
für die Obrigkeit.

30.09.2026

16:21 |  BZ: Wegen Abnehmspritzen: McDonald’s steckt Milliarden in kleinere Portionen

Der weltgrößte Fast-Food-Konzern passt sein Sortiment an eine Kundschaft an, die dank Medikamenten weniger Hunger hat. Wie das Nachrichtenportal T-Online unter Berufung auf den US-Wirtschaftssender CNBC berichtet, hat McDonald’s in der vergangenen Woche eine neue Konzernstrategie präsentiert. Ziel sei es, bis zum Ende des Jahrzehnts wieder mehr Besucher in die Filialen zu holen.Konkret plant die Kette nach diesen Angaben Gerichte, die weniger Kalorien und mehr Eiweiß enthalten sollen. Dazu zählen Bowls, Wraps, Sandwiches mit gegrilltem Hähnchen und kleine Snacks aus Ei. Zudem will McDonald’s die Größe der Portionen überarbeiten. Hintergrund ist ein Wandel der Essgewohnheiten in den Vereinigten Staaten: Immer mehr Menschen greifen zu kleineren Mahlzeiten und eiweißreicher Kost.

Kommentar des Einsenders
Diese Gesellschaft ist gescheitert, irgendwo beim Abbiegen das Hirn verloren... Ein Teufelskreis zwischen big-pharma, big-fast-food und big-money, Mensch als kalkulierbare Ware, vertrottelt, hauptsache er/sie konsumiert! ...Milliardeninvestments, um Portionsgrößen zu verkleinern, und angesichts der verheerenden Nebenwirkungen (u.a. Erblindung) der Abnehmspritzen, muß der Schachtelwirt zukünftig die Werbeanzeigen vergrößern, damit die Kundschaft den Mist erkennt, den sie bestellt...!? Wechselspiel aus Dummheit und Dekadenz!

Erst schrumpfen Abnehmspritzen die Portionen, dann schrumpfen Drohnen gleich noch die Lagerbestände. Der Mäcki bekommt seine Diät jetzt von Pharma und Kriegslogistik gemeinsam, nur der Preis bleibt garantiert vollfett. JE

 

13:08 | BZ:  Russischer Drohnenangriff trifft McDonald’s-Lieferkette: Menü in der ganzen Ukraine gekürzt

McDonald’s schränkt nach einem russischen Drohnenangriff sein Angebot in der gesamten Ukraine ein. Wegen der Schäden an einem Lager des Logistikpartners stelle die Kette vorübergehend auf ein verkleinertes Menü in allen ukrainischen Restaurants um, teilte das Unternehmen am Mittwoch über seine sozialen Netzwerke mit. Welche Produkte verfügbar sind, kann sich je nach Standort unterscheiden.Damit erreichen die Folgen des Angriffs vom 25. September nun unmittelbar die Versorgung der Restaurants. McDonald’s hatte zunächst erklärt, alle Filialen arbeiteten weiter wie gewohnt und mögliche Auswirkungen auf die Lieferkette würden geprüft. Verletzt wurde bei dem Angriff nach Angaben des Unternehmens niemand. Getroffen wurde ein Lager im Bezirk Browary in der Region Kiew. Nach Angaben des Leiters der regionalen Militärverwaltung wurde die Anlage am 25. September zweimal angegriffen, zunächst gegen drei Uhr nachts und ein weiteres Mal am Tag. Nach dem zweiten Treffer brach ein Feuer aus. Der Bereich, in dem Lebensmittel gelagert wurden, sei vollständig ausgebrannt, berichtet Ukrinform.

Kommentar des Einsenders
Gratis-PR für McD und an Hohn nicht mehr zu überbieten! Tausende sterben wöchentlich auf beiden Seiten and der Front, Ukro schickt Drohnenschwärme ins russ. Hinterland um Raffinerien zu zerstören und die Korruptionisten sorgen sich um das Menü beim Schachtelwirt und die Investoren...!? Der "Doppelschlag" beim Logistikpartner galt wohl höchstwahrscheinlich einem erneuten Deck-Lager für Kriegsmaterialen und nicht, weil sich die Russen um die Ernährungsgewohnheiten der Kiewer sorgen...!? Eine Frechheit. Und wir finanzieren diese Polit-Idioten auch noch fürstlich mit...

Wenn selbst jetz schon die Mäcki-Lager ausfallen, schafft dieser Krieg vielleicht noch was, woran Gesundheitskampagnen seit Jahren scheitern: weniger Fast Food. Zynischer kann Ernährungsberatung kaum werden. JE

26.09.2026

17:02 |   Ardo-Schließung gefährdet Zukunft der heimischen Tiefkühlgemüseproduktion

Die angekündigte Schließung des Produktions- und Verpackungswerks von Ardo Austria Frost in Groß-Enzersdorf trifft den Gemüsebau im Marchfeld mit voller Wucht. Rund 500 Mitgliedsbetriebe der Erzeugerorganisation Tiefkühlgemüse (ETG) sind Teil einer über Jahrzehnte aufgebauten Wertschöpfungskette. Auf rund 3.300 Hektar produzieren die Betriebe Gemüse für die Verarbeitung. Mit dem Aus des Werks droht nicht nur Produktionsfläche verloren zu gehen: Die über Jahrzehnte aufgebaute heimische Tiefkühlgemüseproduktion samt Know-how, Infrastruktur und Absatzmöglichkeiten steht auf dem Spiel.

Kommentar des Einsenders
...die Gemüsekammer vor den Toren Wiens in Gefahr, die Betreiber schweigen, während sich die Politik mit Brüsseler Bürokratiemüll beschäftigt...!? Bleibt zu hoffen, dass hier mit Nachdruck im Sinne der Bauern und Konsumenten geliefert wird!

 

25.09.2026

17:50 | agrarheute:  Ein Brot kostet 60 Dollar - Brotkäufer stehen Schlange: Luxus-Wahnsinn oder normal?

Ein Brot für 60 Dollar. So viel kostet ein Roggenbrot aus Österreich in New York. Der Preis hat eine heftige Debatte in den sozialen Medien ausgelöst. Eine Bäckerin nennt den Preis völlig realitätsfern. Brot als Luxusgut. Ist der Preis gerechtfertigt oder Abzocke? Weltweit mach ein Brot Schlagzeilen. Von Bloomberg und Fox News über den „Spiegel“ bis zur „Lebensmittelzeitung“ und dem „Stern“ berichten alle über das 60-Dollar-Brot des Österreichers Martin Auer. Kosten: 60 Dollar für 1,5 Kilogramm Roggensauerteigbrot.

Früher war Brot ein Grundnahrungsmittel. Heute braucht es offenbar nur SoHo, Bio-Roggen und gutes Storytelling, dann kostet das Kilo  ein kleines Abendessen. JE

23.09.2026

22:05 | agrarheute:  Astronomische Düngerpreise schrecken Landwirte ab – Prognose Düngerpreise deprimiert

Der starke Anstieg der Gaspreise verteuert unmittelbar die Produktionskosten der europäischen Düngerhersteller und lässt die Aussichten auf Preissenkungen in weite Ferne rücken. Störungen der Warenströme in der Straße von Hormus schüren Sorgen um die Versorgungssicherheit, wobei eine rasche Lösung des Konflikts nicht absehbar ist. Der Wettbewerb zwischen großen Importeuren trägt dazu bei, die Preise oben zu halten. In Europa bleibt die Marktaktivität hingegen verhalten; die Käufer (Düngerhändler und auch Landwirte) agieren weiterhin sehr zurückhaltend.

Teures Gas, teurer Stickstoff, knapper Herbst... Der Acker bekommt die Rechnung zuerst. Wenn das Brot folgt, lag es sicher wieder am Klima. Hormus, Speicher, Hafen. Drei Nadelöhre, eine Prognose... Die Party ist vorbei. Der Dünger merkt es. Der Einkaufswagen (noch) nicht. JE

21.09.2026

10:52 | DerAgronom: Suchtprobleme und Drogengeld: Landmaschinenkäufe dienen zur Geldwäsche

In Irland nimmt der Drogenkonsum unter Junglandwirten extrem zu. Landmaschinenkäufe sollen inzwischen schon zur Geldwäsche von Drogengeld dienen.

Wie das Fachmagazin Irish Farmers Journal berichtet, nimmt der Drogenkonsum unter jungen Landwirten auf der Insel weiterhin stark zu. Nun äußern Lohnunternehmer im Gespräch mit der Zeitung die Vermutung, dass in ihrer Branche durchaus auch Drogengeld verwendet werde - und zwar zur Geldwäsche.

Was es alles gibt.  TS 

 

14.09.2026

14:42 | transition:  Europäischer Agrar-Suizid: Brüssel kauft US-Mais, um Trumps Wirtschaft zu retten

Es gibt einen perversen Mechanismus, fast einen Automatismus der Katastrophe, den die Europäische Union stur nicht beim Namen nennen will. Europa ist in Not: Die Dürre hat die Ernten dezimiert und der Alte Kontinent muss 25 Millionen Tonnen Mais importieren, um seine eigenen Viehbestände zu retten. Die einzige logische, geografische und wirtschaftliche Lösung wäre: ukrainisches Getreide.

Doch die EU hat diese Selbstverständlichkeit in ihrer Kriegstreiber-Obsession und blinden Unterordnung gegenüber Washington in einen logistischen Albtraum verwandelt. Die Häfen am Schwarzen Meer, die einst 90 Prozent der Agrarexporte Kiews abwickelten, sind heute ein Schlachtfeld. Das ist keine abstrakte Blockade: Es sind 35 russische Raketenangriffe auf Odessa in einem Monat, 22 Angriffe auf Schiffe, 67 auf die Infrastruktur. Das mit Mais beladene Schiff Golden Leo wurde getroffen und versenkt. Die See-Exporte sind um 75 Prozent eingebrochen.

Brüssel rettet das Klima  und jetzt auch noch den amerikanischen Kukurutz. Vielseitig ist man ja... JE

11.09.2026

14:44 | politico: Europa braucht Mais. Die Ukraine hat ihn. Aber US-amerikanische Landwirte stehen kurz davor, den Zuschlag zu bekommen.

Europa leidet unter Maismangel – und die Ukraine braucht dringend Wege, ihr Getreide auf den Markt zu bringen. Doch einige der Landwirte, die am ehesten davon profitieren könnten, befinden sich Tausende von Kilometern entfernt in den Vereinigten Staaten. US-Präsident Donald Trump hat den Absatz amerikanischer Agrarprodukte im Ausland zu einem zentralen Bestandteil seiner Handelsoffensive gemacht. Nun könnte Europa, aus Gründen, die wenig mit Zöllen oder Handelsabkommen zu tun haben, diesem Wunsch bald nachkommen.

Hitze und ausbleibender Regen haben die Maisernte in Teilen West- und Mitteleuropas stark beeinträchtigt, sodass die EU Millionen Tonnen mehr Futter für ihre Schweine, Hühner und Rinder importieren muss. Die Ukraine, traditionell einer der größten Lieferanten der EU, wäre normalerweise einer der wichtigsten Ausgangspunkte für die Käufer.

Der Bauer kann den besten Preis haben. Wenn der Hafen dicht ist, verdient Ende der Konkurrent. JE

09.09.2026

16:22 | ZH: Frankreichs Champagnerproduktion dürfte um 48 % einbrechen, da Erntekrise und sinkende chinesische Nachfrage die Weinberge belasten.

Eine perfekte Kombination aus sinkender Nachfrage, schrumpfender Rebfläche und wetterbedingten Ertragseinbußen hat die Produktionsprognose für die französische Champagne in diesem Jahr drastisch sinken lassen. Bloomberg beruft sich auf neue Daten des Landwirtschaftsministeriums, wonach die Champagnerproduktion von 2025 bis 2025 voraussichtlich um 48 % auf 1,34 Millionen Hektoliter einbrechen wird . Die Schätzung basiert auf den aktuellsten Zahlen bis zum 1. September.

Das Ministerium teilte außerdem mit, dass die landesweite Weinproduktion voraussichtlich um 6 % auf 34 Millionen Hektoliter sinken werde , womit die Ernte 17 % unter dem Fünfjahresdurchschnitt liege und zu den geringsten der letzten drei Jahrzehnte gehöre .

Kommentar des Einsenders
Brutaler Mengeneinbruch beim Französischen Wein, der Champagner-Produktion, anstehender Preisverfall am Asien-Markt. Für die Bauern gab es 1Mrd. staatl Hilfen, die Mengen fehlen...

Halbe Ernte weg, die Nachfrage schwächelt und China sauft halt auch nicht mehr wie früher. Beim Champagner platzen 2026 ausnahmsweise nicht nur die Korken. JE

08.09.2026

18:11 | agrarheute:  Agrarökonom warnt: AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt bedroht die Landwirtschaft

Gravierende negative Folgen für die Landwirtschaft erwartet der Direktor des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) in Halle, Prof. Alfons Balmann, vom Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

Der Agrarökonom verwies am Montag (7.9.) gegenüber Agra Europe auf die Skepsis der AfD gegenüber erneuerbaren Energien, von denen die landwirtschaftlichen Unternehmen erheblich profitierten, sowie die kritische Haltung der Partei gegenüber ausländischen Arbeitskräften. Deren Verfügbarkeit sei für die Betriebe in Sachsen-Anhalt von großer Bedeutung. Zugleich müsse man bedenken, dass über 80 % der Arbeitsleistung von Lohnarbeitskräften komme.

Was für ein Theater. Kaum legt die AfD zu, wird schon wieder der Untergang ganzer Branchen herbeigewinselt. Hoffentlich wird die Enttäuschung dann nicht allzu groß, wenn am Ende genau nix, also nicht mal die angekündigte Agrar-Apokalypse passiert. JE

07.09.2026

18:46 | transition:  «Zaubersamen»: Bill Gates gescheiterter Plan zur Bekämpfung des Hungers in Afrika

Vor zwanzig Jahren gründeten die Gates- und Rockefeller-Stiftungen die «Allianz für eine grüne Revolution in Afrika» (AGRA). Sie versprachen Afrika eine Transformation der Landwirtschaft durch verbessertes Saatgut, Kunstdünger, Mechanisierung und kommerzielle Märkte. Diese Maßnahmen, so hieß es, würden die Ernteerträge und das Einkommen der Bauern verdoppeln und die Ernährungsunsicherheit in einer der hungerstärksten Regionen der Welt halbieren.

Um diese Ziele zu erreichen, wurden die afrikanischen Regierungen aufgefordert, Betriebsmittel zu subventionieren, politische Reformen durchzuführen und private Investitionen zu gewinnen. Nun liegen die Daten zur Entwicklung des Projekts vor – und sie zeigen ein schleppendes Ertragswachstum und zunehmenden Hunger.

Versprechen 2006: „Wir verdoppeln Erträge und Einkommen.“
Bilanz 2026: „Wir haben viel gelernt.“ JE

15:27 | FoB:  Brüssel prüft zwei Anträge für Laborfleisch

Auf einen Blick: Die EU-Kommission hat derzeit zwei konkrete Zulassungsverfahren für Fleisch aus der Petrischale am Laufen. Während Italien die Produktion zum Schutz der Konsumenten bereits verboten hat, hält Brüssel am „Novel Food“-Prozess fest. Die Antwort auf die kritische Anfrage aus dem Parlament kam zudem erst mit deutlicher Verspätung nach der vorgeschriebenen Frist.

Warum das wichtig ist: Was am Ende in den Regalen landet, hängt in der EU nicht von Langzeitstudien unabhängiger Behörden ab, sondern primär von den Dossiers der Hersteller.

Wenn die Industrie ihre eigenen Sicherheitsnachweise für Retortenfleisch liefert, bleibt das Vorsorgeprinzip auf der Strecke. Für die Bürger bedeutet das: Experimente auf dem Teller, deren Folgen erst in Jahrzehnten feststehen könnten. In der Antwort der Kommission wird das Ausmaß der laufenden Verfahren deutlich. Ein Antrag für zellbasiertes Fleisch wird bereits von der Lebensmittelbehörde EFSA unter die Lupe genommen, bei einem zweiten wartet man in Brüssel noch auf zusätzliche Unterlagen des Antragstellers.

Kommentar des Einsenders
Die kruden Phantastereien von Gates&Co, der Höhepunkt materialistischer Perversionen für die Ernährung... Während heimische Bauern ihr wertvolles Fleisch "verschleudern" müssen und der Handel dem Konsument gegenüber mit Höchstpreisen aufwartet, trotz Überschuss...!? Irgend etwas stimmt in dieser Gesamtrechnung überhaupt nicht mehr zusammen...! "FU** EU".

Erst die Landwirtschaft kaputtregulieren, dann das Fleisch im Tank züchten... EU-Landwirtschaftspolitik: vom Stall direkt ins Labor. JE

14:06 | reuters: Das US-Landwirtschaftsministerium will Satelliten und KI testen, um inmitten der Kritik von Landwirten die Ernteprognosen zu verbessern.

BOONE, Iowa, 1. September (Reuters) – Das US-Landwirtschaftsministerium startet ein Pilotprojekt, das sich stärker auf Technologie stützt, um die genau beobachteten Schätzungen der Anbauflächen und Erträge in den USA zu verbessern, sagte Ministerin Brooke Rollins am Dienstag angesichts zunehmender Kritik an der Zuverlässigkeit der Regierungsdaten. Rollins sprach auf der Farm Progress Show in Boone, Iowa, über den Datenmodernisierungsplan des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA), im Anschluss an eine einmonatige Reihe von Anhörungen mit Landwirten und Agrargruppen, die ihre Frustration über die Trump-Regierung angesichts der Schwierigkeiten der Agrarwirtschaft zum Ausdruck brachten.

Die Datenkrake trägt jetzt auch Gummistiefel. JE

04.09.2026

08:45 | jw: 10 Reasons America’s Food Supply Is Disappearing—and May Never Return!

Ein Viehzüchter aus Nebraska erzählte mir letzten Monat, dass er seine letzten Zuchttiere verkauft habe. Nicht, weil er es wollte. Sondern weil der Brunnen bei 180 Fuß versiegte und die Kosten für eine Bohrung bis auf 400 Fuß höher waren als der Wert seines Grundstücks. Seit 1987 hatte er auf diesem Grundstück Viehzucht betrieben. „Es hat sich einfach nicht mehr gerechnet“, sagte er und zuckte mit den Schultern, als hätte er einen Schlüsselbund verlegt und nicht den Lebensunterhalt mehrerer Generationen aufgegeben. Das ist der Ton der Gegenwart – stille Erschöpfung, keine dramatische Katastrophe. Die Menschen geben auf. Die Systeme bremsen ab. Die Nahrungsmittelversorgung, von der wir annahmen, sie sei dauerhaft, erweist sich als an Bedingungen geknüpft, und diese Bedingungen haben sich geändert.

Irgendwie beschleicht mich die Idee, hier einen leichten Klima-Propbaganda-Hintergrund zu verorten. TB


08:02
 | agrarheute:  Getreidepreise fallen heftig um 12 Euro – Getreideabkommen mit Russland möglich

Der Weizenpreis fällt heute um 12 Euro je Tonne auf 245 Euro je Tonne. Grund ist die Erwartung eines Friedensabkommens zwischen Russland und der Ukraine. Präsident Putin äußerte sich offenbar dahingehend, dass eine Chance zur Beendigung des Krieges mit der Ukraine bestehe.

Der Weizenpreis fällt heute für den meistgehandelte Dezemberkontrakt um 12 Euro je Tonne auf 245 Euro je Tonne. Die Maispreise geben um 6,50 Euro auf 270,50 Euro nach und auch die Rapspreise fallen um 9 Euro auf 543,75 Euro je Tonne. Damit rutscht der Weizen von seinem mehr als zweijährigen Höchststand ab, da die Erwartung eines Friedensabkommens zwischen Russland und der Ukraine aufkam.

Zwölf Euro weniger je Tonne, Geopolitik direkt aufs Bauernkonto. JE

02.09.2026

14:33 |  tkp: Stimmt es, dass EU Dünger aus Russland verbietet, den die USA jetzt günstig kauft?

Kurz zusammengefasst: Beides stimmt – aber mit wichtigen Nuancen. Es handelt sich nicht um ein klassisches „Verbot„, sondern um gestaffelte Strafzölle. Und die USA sind tatsächlich zu einem der großen Nutznießer der verdrängten russischen Ware geworden.

Am 22. Mai 2025 billigte das Europäische Parlament (411 zu 100 Stimmen) eine Verordnung, die Zölle auf russische und belarussische Düngemittel schrittweise auf ein prohibitives Niveau anhebt. Zusätzlich zum bestehenden Wertzoll von 6,5 Prozent gilt seit 1. Juli 2025 eine Abgabe von 40 bis 45 Euro pro Tonne, die bis 2028 auf 430 Euro pro Tonne steigen soll. Die EU-Kommission selbst räumt ein, dass das Ziel die faktische Marktverdrängung ist: Ein internes Erläuterungsdokument spricht davon, die Zölle sollten hoch genug sein, um die Einfuhr dieser Güter zu stoppen. Begründet wird das damit, dass Einnahmen aus dem Verkauf russischer und belarussischer Düngemittel direkt den Krieg gegen die Ukraine mitfinanzieren.

pravda: Unerwartete Handelsdynamik: USA werden zum drittgrößten Abnehmer russischer Düngemittel

Laut Veronika Nikishina, Leiterin des Russischen Exportzentrums (REC), stiegen die russischen Düngemittelexporte in die Vereinigten Staaten im ersten Halbjahr 2026 um fast 25 Prozent und rückten damit auf den dritten Platz als Zielmarkt für die Lieferungen des Landes vor.

Europa verteuert russischen Dünger, damit Russland weniger daran verdient.  Die USA kaufen gleichzeitig mehr davon.  Geopolitische Arbeitsteilung nennt man das dann: Europa übernimmt die Sanktionen, Amerika den Einkauf. JE

11:23 | apollo: Lebensmittel zu billig? Diese CDU-Ministerin sollte sich schämen!

Christina Schneider ist für die Christdemokraten Landwirtschaftsministerin in Rheinland-Pfalz. Dort setzt sie sich vor allem für regional produzierte Lebensmittel ein, die natürlich einen gewissen Preis haben. Dass diese in ihrer Wahrnehmung von zu wenigen Menschen gekauft werden, grämt die Politikerin. Die günstigeren Alternativen seien zu billig und das „leider schon seit Jahren“, behauptet Schneider.

Ihre abenteuerliche These: „Wenn Lebensmittel zu günstig sind, dann geht diese Wertschätzung auch verloren“. Deutsche Lebensmittel seien im Vergleich zu einigen Nachbarländern wie Frankreich einfach zu günstig. Es sind Sätze, denen so mancher vielleicht auf den den ersten Blick zustimmen würde. Wer stellt sich schon gerne gegen regional produzierte Produkte? Wer gibt gerne zu, dass er beim Einkauf vor allem auf den Preis schaut?

Die Lebensmittel sind seit 2020 rund um 37 Prozent teurer.  Die CDU-Ministerin findets immer noch zu günstig.  Mehr Realitätsferne passt kaum in einen Einkaufswagen. JE

14:39 | Die Kleine Rebellin zu 11:23
Bio können sich halt nur wenig Menschen leisten. Viele suchen zusätzlich nach Sonderangeboten.

Das versteht eine Frau mit einem Politikergehalt nicht. Wie wäre es, den Bürgern aufs Maul und Einkommen schauen und dann Ratschläge geben.

01.09.2026

09:43 | tkp: Wie man eine Ernährungskrise herbeiführt

Das Vereinigte Königreich hat Landwirte dafür bezahlt, die Produktion einzustellen – und gibt nun dem Wetter die Schuld an einer Versorgungskrise. In UK läuft eine mediale Kampagne, die eigenen Vorräte aufzustocken, Konserven zu horten und für eine „Lebensmittelknappheit“ vorzusorgen. Schuld sei das Klima oder Putin. Der echte Hintergrund dürfte aber ein ganz anderer sein.

Weniger Höfe, mehr Auflagen, höhere Kosten. Und plötzlich fehlen Lebensmittel. Mysteriös. JE