08.09.2026
16:24 | krone: Stiftungsrat neu, Auftrag neu, Haushaltsabgabe weg
Haushaltsabgabe streichen, Stiftungsrat zumindest in seiner jetzigen Form streichen, öffentlich-rechtlichen Auftrag neu definieren: Jetzt geht die Kanzlerpartei ÖVP in Sachen ORF in die Offensive. Vor dem von SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler für diese Woche einberufenen sogenannten „ORF-Zukunftsforum“ legt die Volkspartei ein klar umrissenes Positionspapier vor. Ein Paket, das es in sich hat.
Denn in Frage gestellt wird in diesem unter Leitung des neuen Partei-Generalsekretärs und Mediensprecher Markus Gstöttner erstellten Reformpapier beinahe alles. Vor allem die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Senders: Sparsamer muss diese sein, da legt man sich fest. Und kann sich auf dem Weg dahin die Streichung der Haushaltsabgabe vorstellen – „zugunsten einer dem Verfassungs- und Unionsrecht entsprechenden stabilen, langfristigen und angemessenen, aber betragsmäßig entsprechend angepassten budgetfinanzierten Lösung“, wie es heißt. Die Alternative zu dieser Art der künftigen ORF-Finanzierung wäre eine zumindest reduzierte Haushaltsabgabe.
Kommentar des Einsenders
...die Brisanz und Rückgratlosigkeit der ÖVP, selbst wenn die Zustimmungswerte Richtung Keller marschieren... Ihre Ministerin der Vorgängerregierung (mit den Grünen) hat den Bürgern den finanziellen Zwangs-Knebel ins Postfach gelegt, jetzt die Ankündigung der Streichung, während die Alternative eine Kostenreduktion bedeuten könnte (und am Ende alles bleibt wie es ist u.o. noch teurer wird)...!? Der ÖffentlichRechtlicheRegierungsfunk (Schundfunk) als besonderer Rechtskörper von Regierungsgnaden ist der Problembär im Land, der vom Bürger bereits waidwund geschossen und dank hauseigener Verfehlungen imagemäßig, zerschossen wurde - ...Liebesentzug durch Negieren! Die HHA gehört ersatzlos gestrichen, und dies hätten andere bereits im Programm.
Nach Jahren Zwangsabgabe entdeckt die ÖVP plötzlich, dass der ORF vielleicht doch nicht jeden Trash, jede Wiederholung und jeden Dreck finanzieren muss. Schön, wenn solch eine Erkenntnis irgendwann eintrifft, auch wenn der Gebührenzahler sie jahrelang vorfinanziert hat. JE
01.09.2026
12:12 | anti-sp: Woher kommt das Geld, mit dem Campact gegen die AfD vorgeht?
Stellen wir uns mal folgendes vor: In einem Land wie Georgien, dessen aktuelle Regierung der EU und der Bundesregierung nicht gefällt, würde die Regierung NGOs mit Millionen finanzieren und diese NGOs würden dann bei Wahlen über mit ihnen verbundene Organisationen eine teure Kampagne mit Wahlaufrufen zugunsten der Regierungsparteien finanzieren. Und die Regierung würde auf Nachfragen von Journalisten zu diesem offensichtlichen Missbrauch von Steuergeldern antworten, es gebe ja klare Regeln für Parteispenden, deren Überprüfung bei den zuständigen Behörden liege (die natürlich von der Regierung kontrolliert werden), es sei also alles in bester Ordnung.
Wie würden die EU und die Bundesregierung auf solche Zustände in Georgien reagieren? Natürlich würden Politiker und Medien in Deutschland und der EU gegen solche Zustände protestieren, Sanktionen androhen und so weiter. Aber wenn so etwas in Deutschland passiert, dann ist das für sie vollkommen in Ordnung.
Mit genügend Geld kannst du Kampagnen starten, Firmen anrufen, öffentliche Stimmung erzeugen und dafür sorgen, dass bestimmte Leute wirtschaftlich plötzlich sehr einsam werden. Das ist Einfluss. Und bei Einfluss gilt eine einfache Frage: Wer legt dafür den Umschlag auf den Tisch? JE
09:08 | transition: Wie Science Media Center den Wissenschaftsjournalismus formen
Journalismus ist ein schnelllebiges Geschäft geworden. Da bleibt nicht viel Zeit für fundierte, tiefgreifende Recherchen, wie viele Bürger in den letzten Jahren gemerkt haben. Allerdings gehen noch immer viele Menschen davon aus, dass die meisten Journalisten quasi investigativ vorgehen, sich also durch ein Thema durchgraben, als wäre es eine Dissertation.
Im Bereich des Wissenschaftsjournalismus wäre das tatsächlich angebracht, schließlich geht es dabei nicht darum, bloß den derzeitigen Konsens abzubilden. Man muss schon selbst ein gewisses Maß an Wissenschaftlichkeit an den Tag legen, methodisch korrekt arbeiten, nach Abweichungen von der Norm suchen, sich um Falsifikation bemühen. Doch genau das wird heutzutage unterlassen, aus Gründen des Zeitmanagements.
Kommentar des Einsenders
...die PR - ein Milliardengeschäft - haben über die Jahrzehnte übernommen, das Wesen des Journalismus verschwand nahezu und die Propaganda den Siegeszug angetreten. Die gepemperten Maulhelden und Schreibhuren als Auftragstäter, Handlager der Regierenden, kritische Fragen und tiefgründige Recherchen "lebensbedrohlich", "gesundheitsgefährdend", die Masse unkritisch, leicht "lenkbar" und die MSM "dankbar", dass Agenturen ihnen die Arbeit abnehmen, und trotzdem dafür Millionen Medienförderung für "Qualitätsjournalismus" kassieren... Offenbarungseid, völliger Vertrauensverlust, Untergang der MSM/Boulevard, und die Zahlen bestätigen es.
Studie rein, Expertenmeinungen dazu, journalistisches Gesamtpaket raus. Unglaublich praktisch. Besonders wenn man Wert darauf legt, dass am nächsten Morgen zwanzig Medien ungefähr dieselbe wissenschaftliche Einordnung entdecken. JE