In der neuen Rubrik "mit offenen Karten" werden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ihre Meinungen zum Tagesgeschehen exklusiv für bachheimer.com in Form von Kommentaren abgeben. Hier kann jeder der Gastautoren bei freier Themenwahl unverblümt seine Meinung kundtun, ohne Gefahr zu laufen, gekürzt, verlängert, erklärt oder gar zensiert zu werden. Die Rubrik wird in unregelmässigen Abständen upgedatet - je nachdem wann wir die nächste Einsendung einer bekannten Persönlichkeit aus Österreich, Deutschland oder der Schweiz erhalten.
21.05.2026
14:25 | BZ: Blüten aus dem Computer: Kassierte die SPD bei KI-Betrug mit?
Über die Plattform „Tredition“ wurden KI-generierte Bücher mit erfundenen Quellen vertrieben. Nun löscht der Verlag die Titel und die SPD als Mitgesellschafter gerät in die Kritik. Die Self-Publishing-Plattform „Tredition“ hat KI-generierte Pseudowissenschaftsbücher aus ihrem Angebot entfernt. Das Unternehmen geriet in die Kritik, weil dort offenbar in größerem Umfang vermeintliche Fachbücher erschienen waren, die von einer KI erzeugt und nicht als solche gekennzeichnet wurden. Brisant ist dabei auch die Eigentümerstruktur: Über ihre Beteiligungsgesellschaft ddvg hält die SPD 9,9 Prozent an dem Hamburger Anbieter.
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtete, stammten die betroffenen Titel nahezu ausnahmslos von einem einzigen Nutzer, der unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlicht hatte. Darunter war eine Biografie über Johann Christoph Bach, die fälschlich behauptete, dieser sei der Vater von Johann Sebastian Bach. Mit dazu erfundenen Quellenangaben.
Kommentar des Einsenders
"...Die Self-Publishing-Plattform „Tredition“ hat KI-generierte Pseudowissenschaftsbücher aus ihrem Angebot entfernt. Das Unternehmen geriet in die Kritik, weil dort offenbar in größerem Umfang vermeintliche Fachbücher erschienen waren, die von einer KI erzeugt und nicht als solche gekennzeichnet wurden. Brisant ist dabei auch die Eigentümerstruktur: Über ihre Beteiligungsgesellschaft ddvg hält die SPD 9,9 Prozent an dem Hamburger Anbieter. ..."
Pfahh, ist das peinlich! ...die linken Vögel überall ihre Krallen im Spiel, und wenn's auffliegt, war keiner dabei...! ...die Marxisten auf der Seite der Wissenschaftsfeinde, aber den politischen Gegnern wird heterotoxer Extremismus vorgeworfen... ps: haben sich SPD und Scholz schon zum cum-ex-Skandal geäußert? Immerhin darf das "Baueropfer" für zehn Jahre in den Bau einziehen und die Mittäter sollen straffrei gehen...!? Ein Skandal jagt den nächsten, und Rot/Schwarz mitten drin...
Selbst fake News werden inzwischen automatisiert produziert.... Hauptsache ideologisch korrekt formatiert, mit genug Fußnoten dekoriert und professionell vermarktet. JE
20.05.2026
18:45 | Die US-Korrespondentin FIFA verbietet iranische Flagge aus der Zeit vor der Revolution in den WM-Stadien
Der Weltfußballverband FIFA plant offenbar, den Fans bei der Weltmeisterschaft 2026 erneut das Zeigen der iranischen Flagge aus der Zeit vor der Revolution zu verbieten. Damit wird eine Kontroverse neu entfacht, die bereits vor vier Jahren das Turnier in Katar überschattete und sofortige Gegenreaktionen vonseiten der iranischen Diaspora und der Opposition hervorrief.
Das Verbot wurde am 19. Mai von The Athletic gemeldet, nachdem die FIFA auf ihren Verhaltenskodex für Stadien verwiesen hatte. Dieser verbietet „Banner, Flaggen, Kleidung und andere Gegenstände politischer, beleidigender und/oder diskriminierender Natur“ in den Stadien. Anders als in Katar, wo die Durchsetzung uneinheitlich war, wird erwartet, dass das Verbot ab 2026 flächendeckend gelten wird.
Fußball verbindet eben. Vor allem Funktionäre mit Milliardenregimen. JE
19.05.2026
14:18 | TP: BioNTech: Vom Pandemie-Helden zum Problemfall
Das Mainzer Unternehmen schließt Standorte und baut tausende Jobs ab. Der Pandemie-Held wird zum Problemfall. Doch wer zahlt den Preis? Eine Analyse. Die Pharma-Party ist vorerst vorbei: Wie der BioNTech-Konzern Anfang Mai bekannt gab, baut er 22 Prozent seiner deutschen Arbeitsplätze ab und schließt diverse Standorte. Ein massiver Nackenschlag für rund 1.860 der 8.400 Mitarbeiter – die Aktie reagierte mit einem Absturz. Besonders hart trifft es die Produktionsstandorte in Marburg und Idar-Oberstein sowie alle CureVac-Standorte.
Erst Ende 2025 hatte BioNTech den mRNA-Konkurrenten CureVac zu weiten Anteilen übernommen – unter dem ausdrücklichen Versprechen an Belegschaft und lokale Politik, ein robuster und wirtschaftlich gut aufgestellter Gigant zu werden. Dies erwies sich als Chimäre: CureVac-Gründer Ingmar Hoerr erhebt gar den Vorwurf des Betrugs – der Tübinger Standort mit seinen 820 Beschäftigten soll bis Ende 2027 aufgegeben werden.
Erst Milliarden mit „alternativloser Solidarität“ verdient, dann staatliche Fördergelder kassiert und jetzt werden Standorte dichtgemacht und Mitarbeiter entsorgt wie abgelaufene Boosterpackungen...
Die wahre Plandemie war am Ende die größte Pharma-Goldgräberstimmung der Neuzeit. Gewinne privatisiert, Risiken sozialisiert, Aufarbeitung unerwünscht. Und irgendwo sitzen ein paar Investoren mit Milliardenbonus und bedanken sich höflich für die „gemeinsame Kraftanstrengung“. JE
17.05.2026
13:25 | ORF: Wal aus Ostsee vor Dänemark verendet
Bei dem vor der dänischen Nordsee-Insel Anholt gefundenen Walkadaver handelt es sich um jenen Wal, der Ende März vor dem norddeutschen Timmendorfer Strand gestrandet war. Das teilte die dänische Umweltschutzbehörde EPA am Samstag mit. Der Buckelwal war nach mehrfachen Strandungen Anfang Mai vor der Nordspitze Dänemarks freigesetzt worden. Seitdem war er nicht mehr gesichtet worden.
Der Walforscher Peter Teglberg Madsen von der Universität Aarhus sagte dem dänischen Sender TV2, der Umgang mit dem Buckelwal sei „Tierqälerei“. „Das war ein krankes und sterbendes Tier“, so Teglberg Madsen. „Der wurde ja in die Nordsee geschubst, krank und geschwächt, und dann ist er vermutlich nach Anholt getrieben.“ Er sagte, man hätte den Wal in Frieden lassen sollen, „statt ihn zwei Tage lang bis zur Nordsee zu schleppen“, wo er vermutlich ertrunken sei.
Der Spaziergänger:
Der letzte Absatz ist interessant u. schockierend gleichzeitig. Da waren doch viele Experten am Werk?! Sterbehilfe für das arme Tier wäre wohl angebracht gewesen. Da sind sie sie heute aber beim Menschen schneller u. entscheidungsfreudiger als bei einem Tier…..
12.05.2026
18:11 | theatlantic: Schachmatt im Iran
Es ist schwer, sich eine Zeit vorzustellen, in der die Vereinigten Staaten in einem Konflikt eine totale Niederlage erlitten haben, einen so entscheidenden Rückschlag, dass der strategische Verlust weder wiedergutzumachen noch zu ignorieren war. Die verheerenden Verluste in Pearl Harbor, auf den Philippinen und im gesamten Westpazifik in den ersten Monaten des Zweiten Weltkriegs wurden schließlich wettgemacht. Die Niederlagen in Vietnam und Afghanistan waren zwar kostspielig, schadeten der Position Amerikas in der Welt aber nicht nachhaltig, da diese Gebiete weit von den Hauptkriegsschauplätzen entfernt lagen. Das anfängliche Scheitern im Irak wurde durch einen Strategiewechsel abgemildert, der den Irak letztlich relativ stabil und für seine Nachbarn ungefährlich machte und die Vormachtstellung der Vereinigten Staaten in der Region sicherte.
Die Leseratte
Ausgerechnet Bob Kagan hat im "The Atlantic" einen Artikel veröffentlicht, in dem er den USA eine totale Niederlage im Iran bescheinigt! Oliver Janich ist fasziniert, weil Kagan dieselben Argumente für diese Behauptung anführt, die er selbst kürzlich in einer eigenen Veröffentlichung nannte und stellt sie hier quasi gegenüber. Die Schlussfolgerungen sind dann aber erwartbar doch unterschiedlich. Die Frage, die er nicht stellt: Warum hat Bob Kagan das geschrieben? Er demontiert Trump, richtig?
Da Janich die Zitate auf deutsch bringt, habe ich seinen Text kopiert, denn der Original-Artikel ist hinter der Bezahlschranke (https://theatlantic.com/international/2026/05/iran-war-trump-losing/687094/). Arnaud Bertrand hat den Text zwar auf X veröffentlicht, aber auf englisch. Hier der Link zu X: (https://x.com/RnaudBertrand/status/2053741799047655462)
https://t.me/oliverjanich/169865 und folgende
Zitat:
"Man kann gar nicht genug betonen, wie außergewöhnlich dieser Artikel im „Atlantic“ ist, wenn man den Autor und das Medium bedenkt. Zur Erinnerung: Bob Kagan ist:
- Mitbegründer des „Project for the New American Century“, dem wohl imperialistischsten Think Tank in Washington (was schon eine ziemliche Leistung ist)
- Ein Mann, der sein ganzes Leben lang für amerikanische Militärinterventionen, insbesondere im Nahen Osten, eingetreten ist und ein lautstarker Befürworter des Irakkriegs war. Er begann bereits vor dem 11. September für eine Intervention im Irak zu plädieren, was für sich spricht...
- Der Ehemann von Victoria Nuland, einer extrem kriegsbefürwortenden ehemaligen hochrangigen US-Beamtin (eine der Hauptarchitektinnen der US-Politik in der Ukraine, mit den Folgen, die wir heute alle erleben)
- Der Bruder von Frederick Kagan, einem der Hauptarchitekten der Truppenverstärkung im Irak
Mit anderen Worten: Wir haben es hier nicht gerade mit einem antiimperialistischen Friedensaktivisten zu tun. Das ist buchstäblich der Mann, den Dick Cheney anrief, wenn er Aufmunterung brauchte.
Und dieser Mann schreibt in The Atlantic, dem zuverlässigsten kriegsbefürwortenden Mainstream-Medium in den USA (was ebenfalls eine ziemliche Leistung ist). Wenn ER also schreibt, dass die USA im Iran eine „totale Niederlage“ erlitten haben, die in der US-Geschichte beispiellos ist und „weder behoben noch ignoriert werden kann“, ist das so, als würde Ronald McDonald Ihnen sagen, dass die Burger nicht toll sind: Es bedeutet, dass die Burger wirklich, wirklich nicht toll sind.
Erstaunlicherweise (und für mich etwas beunruhigend) stimmen seine Argumente, warum dies eine solche Niederlage darstellt, praktisch mit denen überein, die ich letzten Monat in meinem Artikel „Der erste multipolare Krieg“ dargelegt habe (https://open.substack.com/pub/arnaudbertrand/p/the-first-multipolar-war?r=4r0pw& utm_campaign=post-expanded-share&utm_medium=post%20viewer).
Hier sind sie:
1) Vietnam/Afghanistan waren überlebbar, dies hier ist es nicht
Er stimmt zu, dass dieser Krieg – und die Niederlage der USA – sich in ihrer Natur grundlegend von früheren US-Interventionen unterscheidet.
Während ich schrieb, dass die Kriege in Vietnam und Afghanistan die Machtverhältnisse nicht wesentlich verändert hätten („im Großen und Ganzen ging der Riese mit kaum mehr als einem gekränkten Ego davon“), schreibt Kagan, dass „die Niederlagen in Vietnam und Afghanistan zwar kostspielig waren, aber der Gesamtposition Amerikas in der Welt keinen dauerhaften Schaden zugefügt haben“. Und während ich schrieb, dass „es schmerzlich offensichtlich ist, dass der Iran-Krieg von qualitativ anderer Natur ist“ als diese, schreibt er, dass „eine Niederlage in der gegenwärtigen Konfrontation mit dem Iran einen völlig anderen Charakter haben wird“. Gleiche Aussage.
2) Der Iran wird die Straße von Hormus niemals aufgeben und nutzt sie als selektives Druckmittel
Als ich schrieb, dass der Iran die „Freiheit der Schifffahrt“ auf den Kopf gestellt hat, indem er durch die Straße von Hormus ein „genehmigungsbasiertes Regime“ etabliert hat, kommt Kagan zu demselben Schluss: „Der Iran wird nicht nur in der Lage sein, Mautgebühren für die Durchfahrt zu verlangen, sondern den Transit auf jene Nationen zu beschränken, zu denen er gute Beziehungen unterhält.“ Er stimmt auch zu, dass „der Iran kein Interesse daran hat, zum Status quo ante zurückzukehren“, als ich selbst in meinem Artikel den iranischen Parlamentspräsidenten Ghalibaf zitierte, der sagte: „Die Lage in der Straße von Hormus wird nicht zu ihrem Vorkriegszustand zurückkehren.“ Derselbe Punkt und praktisch dieselben Worte.
3) Die Golfstaaten werden sich dem Iran anpassen müssen
Er stimmt zu, dass die meisten Golfstaaten keine andere Wahl haben werden, als sich dem Iran anzupassen, wodurch der Iran faktisch zu einer, wenn nicht sogar zur dominierenden Regionalmacht wird. Kagan schreibt: „Die Vereinigten Staaten werden sich als Papiertiger erwiesen haben und den Golfstaaten sowie anderen arabischen Staaten aufzwingen, sich dem Iran anzupassen.“
Ich meinerseits schrieb: „Die Golfmonarchien werden sich letztendlich zwischen zwei Sicherheitsoptionen entscheiden müssen. Die eine, bei der sie sich weiterhin an eine ferne Supermacht binden, die [sie nicht schützen kann]. Die andere Option lautet: Frieden schließen mit der Regionalmacht, die gerade bewiesen hat, dass sie [sie] jederzeit angreifen kann.“ Was keine große Wahl ist…
4) Die militärische Unmöglichkeit, die Straße von Hormus wieder zu öffnen
Kagan schreibt: „Wenn die Vereinigten Staaten mit ihrer mächtigen Marine die Meerenge nicht öffnen können oder wollen, wird dies auch keiner Koalition von Streitkräften gelingen, die nur über einen Bruchteil der amerikanischen Kapazitäten verfügt.“ Ich habe in meinem Artikel den deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius zitiert: „Was erwartet Trump von einer Handvoll europäischer Fregatten, was die mächtige US-Marine nicht kann?“ Genau dasselbe Argument.
5) Globale Kettenreaktion
Kagan stimmt zu, dass dies ein globales strategisches Versagen ist, das die Position der USA in der Welt grundlegend verändert. Wie er es formuliert: „Amerikas einst dominante Position am Golf ist nur das erste von vielen Opfern … Amerikas Verbündete in Ostasien und Europa müssen sich fragen, wie es um die Durchhaltefähigkeit der USA im Falle künftiger Konflikte bestellt ist.“
Sie haben es sicher schon erraten: Ich habe im Wesentlichen dasselbe geschrieben: „Überlegen Sie, was das bedeutet, wenn Sie Saudi-Arabien sind und still mit ansehen müssen, wie Ihre von den Amerikanern errichteten Verteidigungsanlagen Ihre eigenen Raffinerien nicht schützen können. Oder als europäisches Land, das derzeit mit dem schlimmsten Energieschock seit 1973 konfrontiert ist – verursacht nicht von Ihrem Feind, sondern von Ihrem Verbündeten – und das erkennt, dass dieser ‚Verbündete‘, der angeblich für Ihren ‚Schutz‘ zuständig ist, nicht einmal Israels strategisch wichtigste Standorte schützen konnte – obwohl es das Land ist, mit dem es untrennbar verbunden ist. Ich spreche noch nicht einmal von China oder Russland, die sehen, wie sich ihre Weltanschauung in fast jeder Hinsicht gleichzeitig bestätigt.“
6) Waffenvorräte aufgebraucht, Glaubwürdigkeit erschüttert
Kagan: „Schon wenige Wochen Krieg gegen eine zweitrangige Macht haben die amerikanischen Waffenvorräte auf ein gefährlich niedriges Niveau reduziert, und eine schnelle Abhilfe ist nicht in Sicht.“
Ich: „Amerikas modernste Waffensysteme sind viel anfälliger als bisher angenommen – nicht theoretisch, sondern im tatsächlichen Kampf.“
Kagan: „ Amerikas Verbündete … müssen sich fragen, wie es um die Durchhaltefähigkeit der USA im Falle künftiger Konflikte bestellt ist.“
Ich: „Die Sicherheitsgarantie der USA wurde in Echtzeit empirisch widerlegt.“
Also, ja, Bob Kagan und ich sind uns in fast allem einig. Ich brauche eine Dusche. Beruhigenderweise unterscheiden wir uns jedoch immer noch in einigen grundlegenden Aspekten.
Zunächst einmal, und das ist wohl der wichtigste Punkt, der moralische Aspekt. In typischer Neocon-Manier enthält sein Artikel kein einziges Wort über die menschlichen Kosten dieses Krieges – nicht über die 165 Schulmädchen, nicht über die Verwüstung, die den Iranern während der 37 Tage andauernden Bombardements zugefügt wurde, nicht über den Tribut, den dieser Krieg durch seine verheerenden wirtschaftlichen Folgen von der ganzen Welt fordert (die wirtschaftlichen Verwüstungen für normale Menschen weltweit werden nur als politisches Problem für Trump erwähnt). Für ihn ist dies ein rein strategisches Schachproblem; Moral und Menschen spielen in seiner mentalen Landkarte keine Rolle.
Für mich ist der moralische Bankrott dieses Krieges nicht vom strategischen Scheitern zu trennen – er ist das strategische Scheitern. Ähnlich wie Gaza nur wegen seiner schieren Erbärmlichkeit ein Scheitern sein kann.
Zweitens findet sich in dem Artikel kein einziger Moment der Reflexion darüber, wie es dazu gekommen ist. Was nicht überrascht, da er persönlich, zusammen mit seiner Frau, seinem Bruder und jedem Mitunterzeichner jedes PNAC-Briefes, eine ganze Generation lang genau auf diese Art von Konfrontation hingearbeitet hat. Der Mann hat 30 Jahre lang für militärische Vorherrschaft im Nahen Osten und Feindseligkeit gegenüber dem Iran geworben, wodurch er diesen zu einem Gegner gemacht und genau diesen Krieg begünstigt hat, von dem er nun sagt, er habe Amerika „schachmatt“ gesetzt. Ich weiß, dass Selbstreflexion noch nie die Stärke der Neokonservativen war, aber irgendwann muss man aufhören, Häuser in Brand zu setzen und dann in Gastkommentaren darüber zu schreiben, wie überraschend der Rauch ist.
Zu guter Letzt sind wir uns uneinig darüber, was zu tun ist. Das ist der lustigste Teil von Kagans Artikel – er zeigt, dass der Mann definitiv jenseits jeder Rettung ist. Einerseits nennt er dies ein „Schachmatt“ durch den Iran und eine Niederlage der USA, die „weder repariert noch ignoriert werden kann“, andererseits ist seine Lösung dafür … Überraschung, Überraschung … ein noch größerer Krieg!
Er schreibt, dass man „einen umfassenden Boden- und Seekrieg führen muss, um das derzeitige iranische Regime zu stürzen, und den Iran anschließend besetzen muss, bis sich eine neue Regierung etablieren kann“. Die Lösung des Brandstifters für das Feuer ist ein noch größeres Feuer ¯\_(ツ)_/¯
Was mich betrifft, so lautete das Fazit meines vorherigen Artikels:
„Die jüngsten Handlungen der USA haben fast den Charakter einer griechischen Tragödie, in der jeder Schritt, der unternommen wird, um dem eigenen Schicksal zu entkommen, zum Mechanismus wird, der es besiegelt. Die USA zogen in den Krieg, um ihre Vorherrschaft zu bekräftigen – und bewiesen, dass sie nicht mehr dominieren können. Sie forderten von ihren Verbündeten, Kriegsschiffe zu entsenden – und offenbarten, dass sie keine wirklichen Verbündeten hatten. Sie übten vierzig Jahre lang maximalen Druck aus, um den Iran zu brechen, bevor dieser Moment kam – und schmiedeten stattdessen genau den Gegner, der nun in der Lage ist, ihr die Stirn zu bieten. Sie begannen den Krieg unter anderem, um zusätzlichen Einfluss auf China zu gewinnen – und lieferten der Welt das Spektakel, China um Hilfe anzuflehen. Die Prophezeiung lautete Multipolarität. Jede amerikanische Maßnahme, um dies zu verhindern, offenbart es stattdessen.“
Ich würde kein Wort daran ändern. Das Einzige, was sich geändert hat, seit ich das geschrieben habe, ist, dass nun sogar die Brandstifter den Rauch riechen.
11.05.2026
15:12 | Wer erzwang den Lockdown? | Prof. Homburg
Kommentar des Einsenders
Während in GER in der Enquete-Kommission Frage/Antwort gestanden wird, werden hierorts über die unsäglichen c-Geschichten nach wie vor die Mäntel des Schweigens gelegt...!? Wohl wird es die deutschen Antworten benötigen, dann wissen die Bürger auch hier, was sich in AUT und anderorts abgespielt hatte...!? Eine politische Inszenierung rund um die Lockdowns, Schulschließungen, die Spritzerei u.a. - alles, nur eben keine Wissenschaft! ...und jetzt wollen sie schon wieder mit dem nächsten Kasperletheater anfangen... Ein einziger trauriger Witz. Und die Apologeten laufen immer noch auf freiem Fuß, wurden hoch-/weggelobt, Verantwortungen verschoben u.o. kleben noch immer fest an ihren Sesseln ...!?
08.05.2026
15:19 | slaynews: George Soros pumpte 115 Millionen Dollar in die Anti-Trump-Proteste „Arbeiter über Milliardäre“.
Eine Welle von Anti-Trump-Protesten unter dem Motto „May Day Strong“, die sich am Wochenende im ganzen Land ereigneten, wurde als Graswurzelaufstand gegen Milliardäre vermarktet, doch neu aufgetauchte Finanzierungsdaten erzählen eine ganz andere Geschichte. Untersuchungen der Koalition hinter den Demonstrationen zeigen, dass Dutzende beteiligter Gruppen von dem Milliardär George Soros massiv finanziell unterstützt wurden.
Die enormen Geldsummen, die Soros in die Proteste investierte, werfen Fragen nach der Authentizität einer Bewegung auf, die vorgab, sich „gegen“ den Einfluss der Eliten zu stellen. Dem Geld folgen: 115 Millionen Dollar an Soros-Fördergeldern. Recherchen zu den fast 500 Organisationen, die mit den Protesten in Verbindung stehen, ergaben, dass mindestens 33 Gruppen zwischen 2016 und 2026 insgesamt mehr als 115 Millionen Dollar aus Soros-nahen Finanzierungsquellen erhalten haben. Diese finanzielle Unterstützung steht im direkten Widerspruch zur Botschaft der Koalition.
„Kampf gegen Milliardäre“, präsentiert vom Multi Milliardär himself... Da marschieren Leute mit „Eat the Rich“ Schildern durch die Straßen und im Hintergrund sitzt Soros wie ein Serien Produzent und finanziert Staffel 4 der Revolution... Eine Basisbewegung auf höchstem Niveau: Die Graswurzelbewegung kommt inzwischen direkt aus der Konzernbuchhaltung. JE
07.05.2026
17:02 | falter: Schwierige Herbergssuche für israelische Songcontest-Fans
Von 2.200 Lokalen in Wien wollte sich nur ein einziges als offizieller Treffpunkt für Israelis zur Verfügung stellen: die „Kantine“ im MQ. Ein Besuch bei Chefin Lisa Wegenstein.
Blau-silberne Girlanden hängen an den Lampen über der Bar, ein pink-blauer Aufkleber prangt an der gläsernen Eingangstür, daneben eine Israel-Flagge. Die Kreidetafel vor der Tür bewirbt den „ESC Jerusalem Teller“. Die Kantine, eine Café-Bar im Museumsquartier (MQ), sieht seit Sonntag, den 3. Mai, ein wenig bunter aus als sonst. An jenem Tag verwandelte sie sich, genauso wie 20 weitere Wiener Kaffeehäuser, in ein sogenanntes Eurofan Café. Diese Cafés sind „Gastgeber“ für die 35 Teilnehmerländer des Eurovision Song Contest (ESC), der ab 12. Mai in Wien stattfindet, und sollen als Treffpunkt für Fans dienen, kulturelles Begleitprogramm bieten und die Wiener Kaffeehauskultur bei den internationalen Gästen bewerben.
Kommentar des Einsenders
Wien - wie sich die Stadt selbst zerlegt, Spaltung an allen Ecken und eine musikalisch/kulturelle Veranstaltung, die an Peinlichkeit und politisch/religiöser Aufgeladenheit nicht mehr zu überbieten ist! Und die linke Gastro-Schickeria im peinlichen Werbemodus um Kundschaft, während in ihren unzähligen Lokalisationen die linke woke "Antiisrael"/Pro-Pali-Studentschaft Bier und Spritzer säuft, und anderorts von selbigen Betreibern blau-weiß mit Stern gehißt wird...! Eine einzige Heuchelei der Sonderklasse, viel Gratismut und ein trauriges "politisches" Sittenbild für eine Veranstaltungsstadt, wenn von "tausenden" Gastronomiebetrieben (wie beschrieben) eine "antiisraelische" Stimmung verbreitet werde...! Wien sei anders, heißt es werbetechnisch, doch angesichts dieses völligen roten Politversagens rund um den Zirkus ESC, müßte dieser, samt Stadt, im Grunde genommen komplett gemieden werden...
14:42 | vfokuse: Remilitarisierung Deutschlands: Renaissance des Geistes oder Revanchismus?
Donald Trumps Drohung, die USA am 27. März 2026 auf dem Miami Investment Forum mit dem Austritt aus der NATO zu betrauen, und John Vances Äußerungen über Europas Identitätsverlust in einem Interview mit Fox News am 15. März 2026, zusammen mit der Weigerung europäischer Länder, sich direkt an der Aggression gegen den Iran zu beteiligen und das riskante Unterfangen der militärischen Öffnung (und anschließenden Blockade) der Straße von Hormus zu wagen, spalten Europa und Amerika wie nie zuvor in den letzten 100 Jahren. Diese Entwicklung zeigt, dass die von Liberalen so begehrte „strategische Autonomie“ Europas viel näher ist, als es scheint. Die zentrale Frage ist, wer in dem heutigen zahnlosen und erstarrten Europa die zukünftige Agenda bestimmen wird. Es gibt zahlreiche Anwärter, darunter die widerliche Brüsseler Euro-Bürokratie und die selbstgefälligen, geschwätzigen Gallier. Schließlich hat die deutsche Führung ihre Hegemonieansprüche in der Alten Welt immer lauter bekräftigt und gleichzeitig die öffentliche Wahrnehmung der Verantwortung ihrer Vorfahren für die Verbrechen des Nationalsozialismus verwässert. Betrachten wir dies genauer.
Kommentar des Einsenders
O.g. Artikel sollte der b.com Gang in irgend einer Form zur Kenntnis gebracht werden. Must read!
17:52 | Leserkommentar
Sag ich doch: "Die Nazi-Wurzeln der Brüsseler EU"!
Die Nazi-Wurzeln der „Brüsseler EU“
10:22 | r24: Klima-Heuchelei: Wer am lautesten die Welt retten will, sitzt am häufigsten im Flieger
Eine neue Auswertung aus Österreich entlarvt die peinliche Lebenslüge der selbsternannten Klima-Elite. Ausgerechnet diejenigen, die am lautesten nach Verzicht und CO2-Steuern rufen, jetten am häufigsten durch die Weltgeschichte. Soll der gemeine Pöbel doch zu Hause bleiben, während man selbst in Bali Cocktails schlürft.
Das Umweltbundesamt in Österreich hat (wie der ORF berichtet) das Reiseverhalten der Bevölkerung untersucht. Das Ergebnis – veröffentlicht im Bericht „Umweltbewusstsein in Österreich“ – ist dabei deutlich: In der sogenannten „(klein-)bürgerlichen Mitte“ – jener gebildeten, wohlhabenden Bevölkerungsschicht, die sich am entschiedensten für einen „radikalen Klimaschutz“ einsetzt – wird geflogen wie in keinem anderen Milieu.
Wasser predigen, Champagner saufen, Business Class fliegen und dann dem Proleten erklären, warum er gefälligst mit dem Rad zur Schicht gurken soll. Das nennt die Wissenschaft dann vornehm „Attitude-Behavior-Gap“.
Auf gut Deutsch: Verlogenes Pack JE
06.05.2026
14:15 | UCN: Propagandaratgeber veröffentlicht: So soll die Kriegsbereitschaft in Europa erhöht werden
Aufrüstung braucht Zustimmung – und die soll organisiert werden. Ein aktueller Policy-Brief des Centre for European Reform legt offen, worum es in Europas Sicherheitspolitik derzeit wirklich geht: Nicht nur um Panzer, Budgets und Fähigkeiten – sondern um die Frage, wie eine skeptische Bevölkerung von deutlich steigenden Verteidigungsausgaben überzeugt werden kann. Das Papier formuliert es nüchtern. Zustimmung fällt nicht automatisch an. Sie muss aktiv gewonnen werden. Regierungen sollen Verteidigungsausgaben gezielt als Investition in Sicherheit darstellen, Bedrohungen stärker betonen und die Debatte aus dem Expertenzirkel in die breite Gesellschaft tragen. Kommunikation wird damit zur strategischen Ressource.
Genau hier beginnt die Brisanz. Denn was als „Kommunikationsstrategie“ beschrieben wird, liest sich für Kritiker wie ein politischer Werkzeugkasten zur Meinungsbeeinflussung. Wenn Narrative gezielt aufgebaut werden, wenn Bedrohungslagen emotionalisiert und gesellschaftliche Gruppen systematisch adressiert werden, geht es nicht mehr nur um Information. Es geht darum, Akzeptanz herzustellen – auch dort, wo sie bislang fehlt.
Bedrohung hochdrehen… Sicherheit beschwören… Debatte „in die Gesellschaft tragen“… klingt wie eine Werbestrategie für ein neues Produkt… nur dass es diesmal um Milliarden für Rüstung geht. Und der eigentliche Trick… erst die Story bauen… dann die Rechnung präsentieren… damit der Widerstand gar nicht erst unbequem wird. Am Ende bleibt… Politik erklärt nicht mehr, sie verkauft und der Bürger ist nicht Wähler, sondern Zielgruppe. JE
02.05.2026
14:04 | r24: Bundeswehr im Corona-Einsatz: Man habe „nur bei der Ausführung geholfen“
Geht es nach Globalisten, so steht auch die Militarisierung des Gesundheitssystems weit oben auf der Agenda. Die Trennung ziviler und militärischer Aufgaben war jedoch einst eine Lehre aus der NS-Zeit, wie Juristin Beate Pfeil als Sachverständige der AfD-Fraktion bei der jüngsten Sitzung der Corona-Enquete-Kommission klarstellte. Die Bundeswehr sei bei ihrem Einsatz in zivilen Bereichen in der sogenannten Pandemie „gefährlich nahe an grundrechtssensiblen Bereichen“ wie „Impfungen in Pflegeheimen, Testungen, Zugangsbeschränkungen“ tätig gewesen. Ein Bundeswehr-Vertreter beteuerte jedoch: Man habe „nur bei der Ausführung geholfen“.
Kommentar des Einsenders
"...man habe nur bei der Ausführung geholfen.."... das gab's schon mal, die Ergebnisse bekannt, aus der Geschichte nichts gelernt. Den systemtreuen Apologeten, Widersachern und Auftragstätern in der Gunst der Mafiapaten scheint schön langsam der Popo auf Grundeis zu gehen...!? Das Archiv/Netz vergißt nicht, und angesichts der Umstände, dass ob des verbrecherischen Corona-Wahnsinns in den USA bereits die ersten Verurteilungen aus dem Umfeld von Dr. Fauci&Co gesprochen wurden, die MSM hier naturgemäß nicht berichten, werden sich auf hierorts Verantwortliche aus allen Bereichen warm anziehen müssen...! Decke drüber und Vergessen - das war einmal! ...
Die Trennung zwischen zivil und militärisch, eine harte Lehre aus der NS-Zeit, wurde einfach ignoriert. „Nur Amtshilfe“ heißt es jetzt. Sicher. Wenns ernst wird, rückt die Uniform plötzlich ganz selbstverständlich in den zivilen Alltag. Und morgen heißt es dann wieder „Nie wieder!“ bis zum nächsten Notstand. Die Bundeswehr als Sanitäter der Grundrechte. Sehr beruhigend. JE
18:31 | Leserkommentar
Ja, stimmt. Beispielsweise hat man nicht über das Apothekernetzwerk die Giftstoffe verteilt, sondern die Bundeswehr hat
die Chargen auseinander gerissen und dann über ganz Deutschland verteilt, damit nicht eine einzige tödliche Charge eine ganze Kleinstadt oder Stadtviertel ausrottet. Das wäre zu auffällig gewesen bei diesem Verbrechen. Das Apothekernetzwerk hätte dies so logistisch wohl nicht hinbekommen.
Wie kann man das vergleichen? Mit einem der nur den Fluchtwagen fährt? Ach nee, die sind ja mit der Straßenbahn gefahren. Da kann man ja nicht den Busfahrer verantwortlich machen. Sicher gab es Soldaten, die einen Verdacht schöpften, aber Befehl ist nun mal Befehl.
18:32 | Leserkommentar
Krissy Rieger mit Ernst Wolf. Selbstverständlich das versteht von selbst. Nur krude X-Schwurbelei. Somit mit extremer Vorsicht als Unterhaltung konsumieren. Am bester gar nicht. Und Fakten-Checker ansehen. Welche die einzige wirkliche echte Wahrheit haben. In den besten freiheitlichen Medien, die wir jemals hatten. Welch ein Segen.
