In der neuen Rubrik "mit offenen Karten" werden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ihre Meinungen zum Tagesgeschehen exklusiv für bachheimer.com in Form von Kommentaren abgeben. Hier kann jeder der Gastautoren bei freier Themenwahl unverblümt seine Meinung kundtun, ohne Gefahr zu laufen, gekürzt, verlängert, erklärt oder gar zensiert zu werden. Die Rubrik wird in unregelmässigen Abständen upgedatet - je nachdem wann wir die nächste Einsendung einer bekannten Persönlichkeit aus Österreich, Deutschland oder der Schweiz erhalten.

 

06.02.2026

14:52 |  fassadenkratzer: Jens Spahn, der Jäger der Ungeimpften und der ganz andere „Sachverständige“

Die Corona-Enquetekommission des Deutschen Bundestages ist kein Untersuchungsausschuss, aber es kommen bei den Befragungen der Verantwortlichen wichtigste Dinge an die Öffentlichkeit, die diese allerdings dank der korrupten Mainstream-Medien kaum wahrnimmt. Zum Glück gibt es noch alternative Medien wie homburgshintergrund. In der Sitzung vom 15.12.2025 machte der frühere Bundesgesundheits-Minister Jens Spahn Aussagen, die offenbaren, wie er mit der Lüge vom Impf-Fremdschutz das Volk moralisierend in die Nadel der Corona-Spritzbrühe getrieben, mit untauglichen Masken in Angst versetzt und zur stillen Folgsamkeit gebracht hat. Ein Amtstäter legt indirekt seine Verbrechen an einer geplanten „Pandemie“ ungerührt offen dar!

Ihr wurdet belogen – bewusst. Nicht geirrt. Nicht schlecht informiert. Belogen. JE

05.02.2026

10:29 | Leser Beitrag - beeindruckende Bilder

Ich sende anbei ein paar Fotos, das sind Sichtungen, die wir am Nachthimmel seit einiger Zeit wahrnehmen, zumindest seit November. Das ist schlecht auf Video zu bringen. Zur Erklärung, das sind 30 Sekunden-Langzeitbelichtungen aus einem Flugzeug und die heutigen Handys sehen mehr, als wir mit freiem Auge. Das sind gruppenweise auftretende Lichter am Himmel, aber nicht wie starlink- oder andere Satelliten. Leuchtkraft ändert sich, die Dinger fliegen schnell in alle möglichen Richtungen, und bleiben doch als Gruppe zusammen. Das heißt für mich, die Himmelskörper verbrauchen viel Energie, müssen ständig beschleunigt werden, sonst würden sie Auseinanderdriften, und die Gruppe würde sich auflösen.

Man kann sie stundenlang beobachten, und dabei ändert sich die Gesamtheit-Position scheinbar nicht, jedoch untereinander schwirren sie in alle Richtungen umher. wenn man 1000 km zurücklegt, sind sie immer noch in der selben Himmelsrichtung, Position daher schwer abschätzbar, prinzipiell befinden sie sich aber im Norden, ich denke am ehesten über Russland.
Googeln führt zu keinerlei sinnvollen Inhalten, man hört und liest nichts dazu.

Gibt es dazu irgendeine Erklärung zB von euren militärischen Informanten?

Persönlich denke ich am ehesten in die Richtung, dass die Russen da irgendwas herzeigen, wie weit sie als Weltraum-Macht schon sind, ich kann mich da aber auch völlig täuschen… jedenfalls ist es etwas, was man erst seit einigen Wochen/Monaten beobachten kann!

 

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12:10 | Leser Kommentar
In der Frontscheibe spiegeln sich hier Lichter vom Innenraum.

04.02.2026

17:47 | anderweltonline: Unser Freund: Amerika oder Russland?

Anlässlich des Empfangs der neuen Botschafter hielt der russische Präsident Wladimir Putin am 15. Januar eine kurze Ansprache. Hier sind Auszüge: „Vor 80 Jahren, nachdem sie den Zweiten Weltkrieg gewonnen hatten, fanden unsere Väter, Großväter und Urgroßväter zusammen, sie erarbeiteten einen Ausgleich der Interessen und einigten sich auf die fundamentalen Regeln und Prinzipien für die internationalen Beziehungen, und schrieben sie in der Charta der Vereinten Nationen fest.

Die Forderungen dieses grundlegenden Dokumentes, wie zum Beispiel Gleichheit, Respekt für die Souveränität der Staaten, Nichteinmischung in internationale Angelegenheiten, und die Lösung von Konflikten durch Dialog, sind heute mehr denn je gefragt. Respektlosigkeit gegenüber diesen grundlegenden, vitalen Prinzipien hat niemals und wird niemals zu irgend etwas Gutem führen. Das wurde uns klar und deutlich im Zusammenhang mit der Krise in der Ukraine demonstriert, die dadurch entstand, dass die legitimen Interessen Russlands ignoriert und dass ein bewusster Weg der Drohungen eingeschlagen wurde, der unsere Sicherheit gefährdete.

Der Vormarsch des NATO Blocks an die russischen Grenzen widerspricht den uns gegenüber öffentlich gemachten Versprechungen. Ich möchte das betonen: Entgegen den uns gemachten öffentlichen Versprechungen. Ich erinnere mich, dass Russland wiederholt Initiativen vorangetrieben hat, um eine neue, zuverlässige und faire Architektur für die europäische und globale Sicherheit zu errichten.“

Kommentar des Einsenders
"Die Nato wurde geschaffen, um die Russen draußen, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten zu halten". (Lord Hastings)

...und genau dorthin hat sich u.a. die EU entwickelt! Mehr braucht's nicht zu wissen. Ist bloß kein Zukunftskonzept und der britischen Imperialherrschaft wäre es, endlich ein Ende zu setzen.

Die Maske der Wertepolitik fällt. Übrig bleibt knallharter Imperialismus. America First heißt: Ihr zahlt. Wir kassieren. Notfalls mit Gewalt....

Und Europa... glaubt noch an Verträge, während Donald längst im Raubtiermodus unterwegs ist. Grönland ist dabei nur ein Testballon – wie weit man gehen kann, ohne dass jemand aufmuckt. Früher hieß es: Regeln für alle.  Heute heißt es: Regeln für die Schwachen – Beute für die Starken. JE

03.02.2026

13:26 | Rüdiger Rauls - Trumps Irrfahrten

Die neue US-Sicherheitsstrategie will weder neue Regimewechsel noch weitere Demokratisierung wie unter Trumps Vorgängern. Zwar will er Amerika wieder groß machen, beschränkt sich aber auf die westliche Hemisphäre. Für die Rolle des Weltpolizisten reicht es nicht mehr.

Widersprüchlich

Die derzeitige Lage in der Welt ist gekennzeichnet durch unterschiedliche, vielleicht sogar gegensätzliche Entwicklungen besonders in Bezug auf die USA und den politischen Westen. Einerseits wollen die Amerikaner laut ihrer neuen Sicherheitsdoktrin die Praxis der Vorgänger Trumps einstellen, Demokratisierung durch Regimewechsel in unliebsamen Staaten herbei zu führen. Andererseits aber ersetzt er die diskrete Anwendung von Gewalt Obamas und Bidens immer öfter durch die offen militärische.
Er ließ angeblich islamistische Gruppen in Nigeria und Syrien aus der Luft angreifen, wobei der Charakter dieser angegriffenen Verbände in Nigeria im Nachhinein immer fragwürdiger wird. Zur Unterstützung Israels führte er im Juni 2025 Krieg gegen den Iran. Nach zwölf Tagen blies er aber diese Aktion „Midnight Hammer“ ab, als die Lage zu eskalieren drohte. Offiziell wurde damals der Rückzug mit der erfolgreichen Zerstörung des iranischen Atomprogramms begründet.
Mit dem Ausbruch von Unruhen im Iran über den Jahreswechsel drohte Trump wieder mit dem Einsatz militärischer Mittel, versprach den Demonstranten Hilfe, die schon unterwegs sei, und forderte sie öffentlich auf, den Staat zu übernehmen. Aber Hilfe kam nicht, stattdessen ein Rückzug von den eigenen Ankündigungen, weil die iranische Führung die Vollstreckung angeblicher Todesurteile abgesagt habe. Nun droht Trump dem Iran erneut, wenn er nicht das eigene Raketen- vor allem das Atomprogramm einstellt. Hatte er dieses im Juni des Vorjahres noch als vollkommen zerstört erklärt, gibt er mittlerweile zu: „Das hat nicht funktioniert“ (1)
Zu Jahresbeginn hatte er Venezuela angegriffen und dessen Präsident Maduro in die USA entführt. Nach diesem erfolgreich verlaufenen Streich schien dann der Gaul vollends mit dem amerikanischen Präsidenten durchzugehen. In einem Aufwasch drohte er anderen Staaten in der Region mit vergleichbaren Angriffen, sollten sie sich nicht unter das Regiment der USA fügen. Kuba will er zum Zusammenbruch bringen, indem er die Lieferungen venezolanischen Öls einstellt. Inzwischen droht er auch anderen Staaten mit der Zollkeule, sollten sie versuchen, Kuba mit Öllieferungen zu unterstützen.
Kaum aber hatte sich die Lage um Venezuela etwas beruhigt, schafft er erneut Unfrieden unter jenen Europäern, die sich immer noch als Verbündete der USA und diese weiterhin als ihre natürliche Schutzmacht sehen. Nachdem die Diskussionen um Grönland sich beruhigt zu haben schienen, droht Trump ohne erkennbaren sachlichen Grund von neuem mit der Annektion der Insel. Vor der Verschlechterung der Beziehung mit den NATO-Europäern scheut er nicht zurück. Das geht sogar so weit, dass er Briten und andere europäische Teilnehmer des Krieges in Afghanistan beleidigt, indem er ihnen Feigheit im dortigen Einsatz vorwarf. In all dem ist wenig politischer Sinn zu erkennen.

Selbsttäuschung

Nach dem Erfolg von Caracas scheint Trump sich für unbesiegbar zu halten und zu glauben, dass er nun in der Welt aufräumen und sie nach seinen Vorstellungen ummodeln kann. Im Moment sieht es fast so aus, als könnte das gelingen, weil er die Weltgemeinschaft damit überrumpelte und diese derzeit wenig Widerstand zu leisten vermag. Aber Politik ist keine Momentaufnahme. Auch Hitler hatte schon nach wenigen Wochen die Sowjetunion als besiegt ausgerufen.
Anfangserfolge halten nicht für immer und schnelle publikumswirksame Schläge gegen weit unterlegene Gegner wie Venezuela täuschen mehr die Sieger als die Besiegten. Schnell hat man sich eingeredet, unbesiegbar zu sein, und Trump wie auch seine MAGA-Anhänger sind empfänglich für Blendwerk. Wenn auch Russland und China den Überfall auf Venezuela nicht verhindern konnten, so haben beide dennoch das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen. Beide wissen aus der eigenen leidvollen Erfahrung des Zweiten Weltkriegs, dass Angriffe erst einmal ausgehalten werden müssen und Gegenangriffe sorgfältig vorbereitet sein wollen.
Das haben sie den Heißspornen aus den USA voraus. Und nicht nur das: Beide haben auch die entsprechenden Fähigkeiten entwickelt, solche Bedrohungen zu überstehen. Sie konnten sich nicht nach einem verlorenen Krieg wie in Korea, Vietnam oder Afghanistan auf der anderen Seite der Meere in Sicherheit bringen. China und die UdSSR mussten ihre Feinde besiegen und aus dem Land treiben. Das ist ihnen gelungen, und das macht ihre Stärke aus im Unterschied zu den USA. Hinzu gekommen ist die militärische Kraft.
Dennoch hat die Trump-Regierung Venezuela fürs erste im Würgegriff. Wie fest dieser wirklich ist, wird sich noch zeigen, sobald Venezuela selbst und auch die Weltgemeinschaft den ersten Schock des Trump’schen Überfalls verdaut haben. Die Lage zwischen beiden Staaten ist unklar und bei weitem nicht so stabil, wie die Amerikaner den Eindruck zu erwecken versuchen.
Es finden Gespräche und Verhandlungen statt, aber zu Inhalten und dem Stand der Entwicklung kann wenig gesagt werden über die überschwänglichen Mitteilungen aus Washington hinaus. Das alles nicht so reibungslos abläuft, dafür sprechen die gegenseitigen Drohungen und Proteste. Neben den wirtschaftlichen Forderungen verlangt Washington, dass Caracas die Beziehungen zu China und Russland abbricht.

Kern der US-Politik

Gerade aber aus den Drohungen und Forderung der US-Regierung werden Interesse und Richtung ihrer Bemühungen deutlich. Es scheint immer offensichtlicher, dass man China und Russland vom amerikanischen Kontinent fernhalten will. Diesen sieht man in seiner Gesamtheit entsprechend der neuen Sicherheitsstrategie als eigene Hemisphäre an. Wenn Russland und China den USA schon im Weltmaßstab zunehmend erfolgreich Konkurrenz machen, so will man wenigstens im eigenen Hinterhof sich vor ihnen sicher fühlen können.
Daraus spricht das indirekte Eingeständnis, dass man sich beiden nicht mehr gewachsen gefühlt – den Chinesen wirtschaftlich, den Russen militärisch. Der Volksrepublik gelingt es zunehmend, die Märkte weltweit aufzurollen - auch den amerikanischen. Sie erlangt in immer mehr Wirtschaftsbereichen Führungspositionen. Sie stellt mehr Waren her als die USA und die EU zusammen. Das ist nicht mehr nur Ergebnis der Ausweitung von Produktionskapazitäten, sondern zunehmend auf Produktivitätssteigerung zurück zu führen.
Die industrielle Basis Chinas wird immer moderner und selbst alte Industrien wie zum Beispiel die Textilbranche werden durch den Einsatz von Robotern und Künstlicher Intelligenz leistungsfähiger und rentabler. Diese Entwicklung scheint Trump rückgängig machen zu wollen nicht zuletzt auch, um die gewaltigen Defizite der USA abbauen zu können, die mittlerweile schon 1.000 Milliarden Zinsen im Jahr verursachen.
Das hatte bereits auch schon Präsident Biden versucht. Durch Förderprogramme wie den Inflation Reduction Act (IRA) oder den Chips Act hatte er mit finanzieller Förderung Unternehmen aus aller Welt in die USA gelockt, während er gleichzeitig zum Schutz der eigenen Industrie Zölle besonders auf Stahl und Aluminium erhoben, beziehungsweise jene aus Trumps erster Amtszeit beibehalten hatte.
Was Biden durch Anreize gegenüber den Unternehmen der Welt nicht erreicht hatte, versucht Trump nun – wie es seine Art ist – mit Gewalt. Durch Zölle sollen Unternehmen zur Produktionsverlagerung in die USA gedrängt werden. Dabei macht er auch vor politischem Druck und Drohungen gegenüber anderen Regierungen nicht Halt. Auch zwischen Freund und Feind macht er keinen Unterschied. ER nimmt die Deindustrialisierung der Verbündeten und anderer Staaten in Kauf, um Amerika wieder groß zu machen.
Darin zeigt sich aber auch, dass die Größe des amerikanischen Marktes alleine nicht mehr ausreicht, damit sich Unternehmen – wie früher - zur Investition in den USA entschließen. Mittlerweile muss ihnen damit gedroht werden, von diesem Markt ausgeschlossen zu werden oder den Zugang nur unter höheren Zöllen zu erreichen – zum Wohle der amerikanischen Staatskasse.
Wie bedrohlich Trump den Machtzuwachs von Russland und China sieht, wird deutlich in der Forderung gegenüber Dänemark, Grönland an die USA abzutreten. Dabei droht er gar einem langjährigen treuen Verbündeten mit militärischer Gewalt. Auch hier wird ausdrücklich auf Russland und China verwiesen. Es ist bezeichnend für das Denken von Trump und seinen MAGA-Anhängern zu glauben, dass sich die Russen und Chinesen Grönlands bemächtigt hätten, wären die USA ihnen nicht zuvorgekommen.

Unsichere Sicherheiten

Sie denken in den alten Kategorien alter Sicherheiten, dass Besitz und Gewalt Grundlagen sind für Geschäft und Macht, nicht Leistung und Interessenausgleich. Dadurch verlieren die USA zunehmend an Einfluss, und je mehr sie verlieren, um so rabiater treten sie auf. Sie drohen Nachbarn und Verbündeten und versuchen gar, einen ganzen Kontinent vor chinesischem und russischem Einfluss abzuriegeln. Das ist der Unterschied zu Russland und China, die ihren Interessen langfristig und mit Diplomatie zu erreichen versuchen, auch wenn das im Falle der Ukraine anders auszusehen scheint.
Während Trump Anstrengungen zu unternehmen scheint, durch den kostspieligen Ausbau seiner Flotte eine Art Kontinentalsperre wie seinerzeit Napoleon gegen England zu errichten, laufen ihm die Verbündeten und Geschäftspartner davon. Sie fliehen in Richtung China. Die westlichen Regierungschefs geben sich derzeit in Peking die Türklinke in die Hand. Sie wollen sich aus der Abhängigkeit vom amerikanischen Markt lösen. Sie wollen für ihre Unternehmen den Zutritt zum chinesischen Markt, der größer und dynamischer ist als der amerikanische und weitgehend zollfrei.
Die Ansiedlung ausländischer Unternehmen in China hat den höchsten Stand seit vier Jahren erreicht, Ähnliches gilt auch für den Zustrom ausländischen Kapitals. Trump hat die Lektion Napoleons nicht gelernt. Man kann auf Dauer nicht mit militärischen Mitteln günstige Produkte von den Weltmärkten fernhalten. Selbst wenn er mit seinen Flotten die Küsten Amerikas dichtmachen will, wie Wasser sucht auch der Strom des Warenflusses sich immer einen Weg.
Trump droht Kanada nun wieder mit höheren Zöllen, weil es ein Ankommen mit China getroffen hat. Er befürchtet, dass damit Chinas Waren über den kanadischen Markt letztlich wieder in den USA landen. Selbst wenn es ihm gelingen sollte, den amerikanischen Kontinent von chinesischen Produkten abzuriegeln, haben die USA aber selbst nicht die Industrie, die den Kontinent beliefern könnte – schon gar nicht zu chinesischen Preisen.

(1) Global Times 1.2.2026 Die Spannungen halten an, da Trump behauptet, der Iran „spreche mit den USA“ und deutet damit ein Abkommen zur Vermeidung von Militärschlägen an; die Lage befinde sich in einem fragilen Gleichgewicht zwischen „Abschreckung und Sondierung“, so ein chinesischer Experte.

Rüdiger Rauls ist Reprofotograf und Buchautor. Er betreibt den Blog Politische Analyse

02.02.2026

16:57 | Die Leseratte: Dieser Kanal hat eine Serie mit 14 Beiträgen veröffentlicht darüber, wie das Geldsystem funktioniert - von den Anfängen bis heute.

Die Linksammlung erschien eigentlich als letzter Beitrag, ich habe sie hier vorangestellt und im Anschluss auch die Beiträge selbst kopiert.

https://t.me/analytik_news/61472

Eine Beitragsreihe zur Geschichte des globalen Sklavenzinssystems.

❓ Warum leben die meisten Menschen trotz Rekordtechnologien und -produktion von Gehalt zu Gehalt?

❓ Warum können einige Länder ohne Konsequenzen Geld drucken, während andere seit Jahrzehnten nicht aus ihren Schulden herauskommen?

❓ Warum verliert Arbeit an Wert, während Kapital selbst in Krisenzeiten wächst?

Das ist keine Frage der Moral.
Und es ist kein Zufall.
Es ist ein System.

In dieser Reihe von Beiträgen haben wir Schritt für Schritt analysiert, wie die moderne Finanzarchitektur entstanden ist, warum Geld kein Sparmittel mehr ist, wie Schulden zu einem Steuerungsinstrument geworden sind und warum die Welt nicht in Arm und Reich geteilt ist, sondern in diejenigen, die Geld schaffen, und diejenigen, die es nutzen.

Keine komplizierten Begriffe – nur Logik, offene Daten und Geschichte.

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🔗 Beitrag 1:
Warum ist die Welt ungerecht?
Eine Frage, die man nicht ehrlich beantworten darf! (https://t.me/analytik_news/61171)

🔗 Beitrag 2:
0,001 % gegen die Hälfte der Menschheit. Wie 60.000 Menschen dreimal so viel Kapital besitzen wie 4 Milliarden Menschen. (https://t.me/analytik_news/61195)

🔗Beitrag 3:
Als Geld aufhörte, ein Tauschmittel zu sein – Vom Handel zur Verschuldung (https://t.me/analytik_news/61218)

🔗 Beitrag 4:
Wucherer: Die Macht, die Könige überlebt hat – Warum Schulden stärker waren als Waffen (https://t.me/analytik_news/61248)

🔗 Beitrag 5:
Die Bank of England: Der erste finanzielle Präzedenzfall – Wie privates Kapital die Staatsverschuldung unterwarf (https://t.me/analytik_news/61268)

🔗 Beitrag 6:
Der Export des Finanzsystems – Wie die Regeln der Metropole global wurden (https://t.me/analytik_news/61291)

🔗 Beitrag 7:
Die Fed: Was ist das eigentlich — Die Geburt des Systems, das das Geld der USA verwaltet. (https://t.me/analytik_news/61300)

🔗 Beitrag 8:
Die Fed: Macht ohne Verantwortung – Wer kontrolliert die Geldschöpfung und wem nützen Krisen? (https://t.me/analytik_news/61319)

🔗Beitrag 9:
Als das Geld seine Deckung verlor – Warum Inflation zur Norm wurde (https://t.me/analytik_news/61345)

🔗 Beitrag 10:
Export der Inflation – Warum die USA Geld drucken und die ganze Welt dafür bezahlt (https://t.me/analytik_news/61373)

🔗 Beitrag 11:
IWF und Weltbank — Kredite als Instrument der Einflussnahme (https://t.me/analytik_news/61381)

🔗 Beitrag 12:
Schuldenfallen — Warum Länder sich nicht aus ihren Schulden befreien können (https://t.me/analytik_news/61393)

🔗 Beitrag 13:
Der Zinssatz als Privileg – Warum Geld für die einen billig und für die anderen unerschwinglich ist. (https://t.me/analytik_news/61416)

🔗 Beitrag 14:
Warum modernes Geld kein Sparmittel ist (https://t.me/analytik_news/61445)

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Beitrag 1: https://t.me/analytik_news/61171

Zitat:
Warum ist die Welt ungerecht?

Stellen Sie sich folgendes Bild vor.
Auf der einen Seite: Gigafabriken, Roboter, neuronale Netze und Biotechnologien. Die gesamte Weltindustrie produziert jährlich Waren und Dienstleistungen im Wert von mehreren zehn Billionen Dollar. Wir produzieren so viel Nahrung, dass wir theoretisch mehr als 10 Milliarden Menschen ernähren könnten. Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit gab es solche Instrumente für allgemeinen Wohlstand.

Auf der anderen Seite: ein Mensch, der 40 Stunden pro Woche an einer Maschine steht oder einen Lkw fährt. Und drei Tage nach dem Gehaltseingang ist sein Geld wieder aufgebraucht.

Rohstoffreiche Länder zahlen seit Jahrzehnten Zinsen für ihre Schulden und können keine normalen Straßen bauen. Ein alter Mann, der sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, hat Angst, seine Stromrechnung zu öffnen. Das sind nicht zwei verschiedene Welten. Es ist dieselbe Welt. Unsere Welt.

Die erste und unangenehmste Frage: Warum führt ein beispielloser Produktivitätsanstieg nicht zu einem entsprechenden Anstieg des Wohlstands für die Mehrheit?

Warum verschärft der technische Fortschritt, anstatt das Leben zu erleichtern, oft nur den Kampf ums Überleben?

🔼 Die üblichen Antworten sind uns bekannt:

„Er hat sich nicht genug angestrengt“, „Er hatte Pech“, „Die wirtschaftliche Lage ist so“, „Es gibt eine Krise“.

Diese Antworten trösten, weil sie Ungerechtigkeit als Zufall erklären. Aber was, wenn wir genauer hinschauen? Was, wenn es sich nicht um einen Fehler handelt, sondern um eine Gesetzmäßigkeit? Nicht um einen Bug, sondern um eine Funktion des Systems?

🔼 Es gibt einen grundlegenden Widerspruch:

🔹Der Fortschritt entwertet die Arbeit. Je effizienter die Technologien sind, desto weniger menschliche Arbeitszeit ist erforderlich, um denselben Wert zu schaffen. Das sollte eigentlich ein Segen sein, aber in unserem System führt es oft zu stagnierenden Löhnen, Outsourcing und einem Gefühl der Überflüssigkeit.

🔹Das Kapital arbeitet rund um die Uhr für den Eigentümer. Aktien, Anleihen und Einlagen bringen Zinsen ein, die durch die Arbeit anderer irgendwo am anderen Ende der Welt erwirtschaftet werden. Während der Krise 2020, als Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz verloren, wuchs das Vermögen der Milliardäre weltweit um Billionen.

🔹Die Spielregeln werden von denen geschrieben, die bereits gewonnen haben. Das wichtigste Privileg ist nicht die Menge an Geld, sondern die Möglichkeit, die Regeln für dessen Schaffung und Verteilung festzulegen. Kann Ihr Land Geld drucken, um seine Schulden zu begleichen, ohne dabei eine enorme Inflation zu verursachen? Nein. Aber einige können es.

Das ist keine Verschwörungstheorie. Das ist Mechanik. Und diese Mechanik hat eine Geschichte, Daten, Dokumente und Namen.

In dieser Serie werden wir nicht nach Schuldigen suchen oder in Verzweiflung verfallen. Wir werden etwas anderes tun: Wir werden die Finanzwelt als ein Ingenieursprojekt betrachten.

🔼 Wir werden analysieren, wie und wann:

➖ Geld sich von einem Tauschmittel zu einer eigenständigen Ware entwickelt hat.
➖ Schulden von einer vorübergehenden Notwendigkeit zu einem permanenten Steuerungsinstrument wurden.
➖ Eine Kluft entstand zwischen denen, die Geld schaffen, und denen, die es nach den bestehenden Regeln verdienen müssen.

Es bildete sich eine globale Hierarchie, in der einige Länder nach ihren eigenen Regeln leben, während andere nach den für sie geschriebenen Regeln leben. Dieser Zyklus ist nichts für Ökonomen. Er ist für alle, die spüren, dass sich hinter den Zahlen des BIP-Wachstums und den Börsencharts eine andere Realität verbirgt. Eine Realität, in der wichtige Entscheidungen nicht auf Regierungsebene getroffen werden, sondern auf der Ebene von Zentralbanken, Fonds und Finanzinstituten, die niemandem unterstehen.

Das Verständnis des Systems macht es nicht gerecht, aber es nimmt ihm die Macht, uns unwissend zu halten. Und wenn die Illusionen verschwinden, besteht die Möglichkeit, die wahren Hebel zu sehen – und vielleicht eines Tages nach ihnen zu greifen.

Beitrag 2: https://t.me/analytik_news/61195

0,001 % gegen die Hälfte der Menschheit. Wie 60.000 Menschen dreimal so viel Kapital besitzen wie 4 Milliarden Menschen.

❓Warum wird Kapital nicht verteilt, sondern konzentriert?

Stellen Sie sich ein modernes Stadion mit 60.000 Zuschauern vor. Stellen Sie sich nun vor, dass das gesamte Vermögen, das all diese Menschen angehäuft haben, dreimal so hoch ist wie das Gesamtvermögen der ärmsten Hälfte der Menschheit – 4 Milliarden Menschen.

Das ist keine Metapher, sondern die zentrale Schlussfolgerung des World Inequality Report 2026 – der renommiertesten Studie zur weltweiten Ungleichheit. Diese Tatsache wirft die wichtige Frage auf, nicht wie viel Geld vorhanden ist, sondern wie es sich bewegt. Wenn Geld wie Wasser in einem System ist, warum fließt dann fast der gesamte Strom an einen einzigen Punkt?

🔼 Das erste Gesetz des Systems: Kapital wächst schneller als Arbeit und Wirtschaft.

Seit den 1990er Jahren wuchs das Vermögen der reichsten 0,001 % im Durchschnitt um 8 % pro Jahr – fast doppelt so schnell wie das Einkommen der ärmsten 50 % der Menschheit.

➖ In 30 Jahren:
Der Anteil der Spitzenverdiener stieg weiter an, der Anteil der ärmsten Hälfte stagnierte bei etwa 2 % des weltweiten Vermögens.

❗️Einfach ausgedrückt: Wenn die Wirtschaft ein Kuchen ist, dann wächst der Anteil der Kapitalbesitzer von selbst, auch wenn der gesamte Kuchen kaum wächst. Ihre Arbeit schafft Wert, aber das Kapital eignet sich das Ergebnis an.

🔼 Das zweite Gesetz des Systems: Geld verschafft Zugang zu noch billigerem Geld.

Dieser Mechanismus funktioniert auch auf Länderebene. Reiche Staaten und Unternehmen nehmen Kredite zu minimalen Zinsen auf und investieren weltweit. Arme Länder hingegen zahlen mehr, als sie erhalten: Der Nettoabfluss von Geldern aus diesen Ländern erreicht 1 % des weltweiten BIP – dreimal mehr als die gesamte globale Entwicklungshilfe.

Geld, das für Schulen, Straßen und Krankenhäuser verwendet werden könnte, dient dem Kapital der Metropolen. Dies ist eine stille, permanente Entwicklungssteuer, die in die globale Finanzarchitektur eingebaut ist.

🔼 Eine Schlussfolgerung, die gerne ignoriert wird.

Wenn 10 % der Reichsten etwa 75 % des weltweiten Vermögens besitzen und 1 % reicher ist als die restlichen 90 % zusammen, dann ist das weder eine Verzerrung noch ein Zufall.
Es ist ein stabiler Zustand des Systems.

🔼 Das System schafft einen Kreislauf:

Kapital → billige Kredite → Vermögenswerte → Einkommen → noch mehr Kapital

Wer nur Arbeit hat, bleibt außerhalb dieses Kreislaufs. Diese Ungleichheit ist das Ergebnis konkreter politischer und institutioneller Entscheidungen und nicht das Ergebnis eines „natürlichen Marktes”.

🔼 Um jedoch über Veränderungen sprechen zu können, muss man einen Schritt zurücktreten und die wichtigste Frage stellen:
Wann und wie hat sich Geld von einem Tauschmittel zum wichtigsten Gut und Instrument der Macht entwickelt? Darüber mehr im nächsten Beitrag.

Beitrag 3: https://t.me/analytik_news/61218

Als Geld aufhörte, ein Tauschmittel zu sein – Vom Handel zur Verschuldung

Im letzten Beitrag haben wir gesehen, wie sich Kapital an der Spitze konzentriert. Um diesen Mechanismus zu verstehen, muss man jedoch eine tiefgreifendere Frage beantworten:
Wann und warum wurde Geld, das zur Vereinfachung des Tausches geschaffen wurde, selbst zum Hauptgut?

🔼 Gold: Als Geld zu einer „Sache” wurde.

Ursprünglich war Geld etwas, das an sich wertvoll war: Vieh, Getreide, Muscheln. Dann kamen Edelmetalle hinzu. Goldmünzen waren praktisch: Ihr Wert lag in ihnen selbst. Aber in diesem Moment kam es zu einer ersten grundlegenden Veränderung: Der Wert einer Ware wurde von ihrem Nutzen getrennt. Gold kann weder ernähren noch wärmen, aber alle wollen es, weil man dafür alles eintauschen kann.

Geld wurde vom Mittel zum Zweck des Ansparens. Das Geldverleihen – der älteste Beruf der Welt mit Ursprung im alten Testament – entstand genau zu diesem Zeitpunkt: als die Möglichkeit entstand, eine „Sache” (Geld) zu verleihen und „die Sache + einen Aufschlag” zurückzubekommen.

🔼 Papier: Als Geld zu einem Versprechen wurde.

Der nächste Schritt waren Papierbanknoten. Diese waren kein Wertgegenstand mehr, sondern eine Schuldverschreibung, ein Versprechen, auf Verlangen Gold auszuzahlen. Das Vertrauen verlagerte sich vom Material auf denjenigen, der das Versprechen gab (König, Bank).

Hier entsteht die Magie: Die Bank versteht, dass nicht alle gleichzeitig ihr Gold abholen werden. Sie kann in Form von Krediten mehr Papierurkunden ausgeben, als sie Gold in ihren Reserven hat. So entsteht aus dem Nichts neues „Geld”, und die Bank beginnt, nicht mehr mit der Verwahrung, sondern mit der Schaffung des Zahlungsmittels selbst Gewinne zu erzielen. Das Geld löst sich endgültig vom realen Vermögenswert und wird zu einem Produkt des Bankensystems.

🔼 Bankkredit: Als Geld zur „stillschweigenden Schuld” wurde.

Heute sind >90 % des Geldes in der Wirtschaft kein Bargeld, sondern digitale Einträge auf Konten, die zum Zeitpunkt der Kreditvergabe erstellt werden. Die Bank druckt sie nicht, sondern schreibt einfach den Betrag Ihrer Schuld gegenüber der Bank auf Ihr Konto. Diese Zahlen sind das neue Geld.

Dies ist der Höhepunkt der Transformation: Geld = Schuld. Es wird nicht im klassischen Sinne „gewonnen” oder „gedruckt”. Es wird von einer Geschäftsbank aus dem Nichts geschaffen, wenn Sie einen Kreditvertrag unterzeichnen. Die Kehrseite davon ist Ihre Schuld mit Zinsen.

Somit ist modernes Geld kein Tauschmittel, das manchmal verliehen wird. Es ist von vornherein eine Schuldverpflichtung, die in Umlauf gebracht wird, um Zinsen zu erzielen.

🔼 Fazit: Was hat sich geändert?

➖ Früher: Geld (Gold) war ein Tauschmittel für andere Waren.
➖ Heute: Geld (Zahlen auf einem Konto) ist ein Produkt des Finanzsystems, das als Schuld geschaffen wird und denjenigen, die seine Schaffung kontrollieren, Einnahmen bringt.

Genau dieser Übergang hat das Finanzsystem von einem dienenden Mechanismus der Wirtschaft zu ihrer treibenden Kraft und ihrem Hauptnutznießer gemacht. Geld ist nicht mehr das neutrale „Lebenselixier” der Wirtschaft, sondern ihr wichtigstes „Organ”, das seine eigenen Regeln diktiert.

Im nächsten Beitrag werden wir uns ansehen, wie die Menschen, die diese neue Natur des Geldes als Erste verstanden haben – die Geldverleiher – zu einer Macht wurden, die Könige und Imperien überdauerte.

Beitrag 4: https://t.me/analytik_news/61248

Wucherer: Die Macht, die Könige überlebt hat – Warum Schulden stärker waren als Waffen. 0,001 % gegen die Hälfte der Menschheit.

❓Aber warum ist das möglich?

Weil hinter den Milliarden und Billionen keine abstrakte „Wirtschaft” steckt, sondern konkrete Macht. Die Macht, Geld zu schaffen, Schulden zu kontrollieren und die Spielregeln zu schreiben. Diese Macht durchlief drei entscheidende Phasen, und in jeder davon entstanden Institutionen, die eine Umkehr unmöglich machten.

🔼 Die Templer: Wie ein spiritueller Orden das erste globale Finanzimperium erfand (12.–14. Jahrhundert).

The Point of no return: Die Umwandlung eines militärisch-monastischen Ordens in einen transnationalen Konzern, den weder Könige noch die Kirche kontrollieren konnten.

➖ Der 1119 zum Schutz der Pilger gegründete Templerorden wurde schnell zu einem Finanzgiganten. Mit einem Netzwerk aus Tausenden von Burgen und Komtureien in ganz Europa und dem Nahen Osten schufen sie das erste internationale Geldtransfersystem der Geschichte.

➖ Ein Pilger konnte in London Geld hinterlegen und mit einer speziellen Quittung den Gegenwert in Jerusalem erhalten. Die Templer nahmen eine Provision, sorgten aber für Sicherheit. Tatsächlich erfanden sie 800 Jahre vor ihren modernen Pendants Reiseschecks und ein System von Bankfilialen.

➖ Sie wurden nicht nur für einfache Leute, sondern auch für Könige zu vertrauenswürdigen Verwaltern. Die Templer verwalteten die königlichen Schatzkammern, erhoben Steuern und gewährten Monarchen Kredite zu einem vergleichsweise niedrigen Zinssatz von 10 % pro Jahr. Sie entwickelten sich zu einer unabhängigen Macht, die direkt dem Papst unterstand und über eine eigene Armee, eine Flotte und sogar die Insel Zypern verfügte.

➖ Der Orden wurde zu einem „Staat im Staat”, dessen Finanzkraft die vieler Königreiche übertraf. Sein Zusammenbruch im Jahr 1307 aufgrund der Schulden des französischen Königs Philipp IV. zeigte: Selbst das mächtigste Finanznetzwerk ist gegenüber einem Staat, der beschlossen hat, sich dessen Reichtümer mit Gewalt anzueignen, verwundbar. Aber das Modell selbst – die Konzentration von Kapital in den Händen einer von der Krone unabhängigen Organisation – überlebte.

🔼 Phase 2. Bardi, Peruzzi, später Medici: Wie Privatbanken Staaten unterwarfen (14. Jahrhundert).

Der Moment, in dem der Staat freiwillig wichtige Funktionen an private Bankiers abgab: die Erhebung von Steuern und die Finanzierung von Kriegen. Im 14. Jahrhundert waren die Florentiner Bankhäuser Bardi und Peruzzi mächtiger als viele Könige. Ihr Hauptkunde war die englische Krone.

➖ König Edward III. übertrug Bardi und Peruzzi in Vorbereitung auf den Hundertjährigen Krieg mit Frankreich das Recht, praktisch alle staatlichen Steuern Englands einzutreiben, einschließlich Zölle und Kirchenzehnten. Die Bankiers wurden zum faktischen Finanzministerium: Selbst die königliche Familie erhielt Mittel für persönliche Bedürfnisse nach Listen, die in ihrem Büro genehmigt wurden.

➖ Der Staat nahm nicht mehr einfach nur Kredite auf. Er verpfändete seinen zukünftigen Einnahmen an die Kreditgeber. Die Bankiers verwandelten sich von einem Dienstleistungsinstrument zu Architekten der staatlichen Politik. Ein Zeitgenosse schrieb, dass ihr Büro in London „wie eine riesige Spinne das Blut ganz Englands aussaugt”.

➖ In den 1340er Jahren weigerte sich der vom Krieg erschöpfte König Edward III., die riesigen Schulden zu bezahlen, was zum Bankrott von Bardi und Peruzzi führte. Dies löste eine Kettenreaktion und einen finanziellen Zusammenbruch in ganz Europa aus. Der zeitgenössische Chronist Giovanni Villani schrieb, dass die Folgen „schlimmer als alle Kriege“ waren. Nach diesem Zusammenbruch wurde klar: Ein System, in dem der Staat von privaten Kreditgebern abhängig ist, ist für beide Seiten lebensgefährlich. Es musste eine neue, stabilere Institution her.

❗️Im nächsten Beitrag werden wir uns mit ihrem ersten Eckpfeiler befassen – der Bank of England. Wie die privaten Gläubiger des Königs die Staatsschulden legal in eine Quelle ewiger Gewinne verwandelten.

Beitrag 5: https://t.me/analytik_news/61268

Die Bank von England: Der erste finanzielle Präzedenzfall – Wie privates Kapital die Staatsverschuldung unterwarf

Ende des 17. Jahrhunderts befand sich die englische Krone in einer Zwickmühle. Die Kriege mit Frankreich hatten die Staatskasse erschöpft. Die Steuern wurden nur langsam eingezogen. Es fehlte an Gold. Der Staat stand vor der Wahl: entweder den Zahlungsausfall zu erklären oder eine neue Form der Macht anzuerkennen. Er entschied sich für Letzteres.

🔼 1694 - Die Entstehung eines Präzedenzfalls.

1694 schlug eine Gruppe von Londoner Finanziers König Wilhelm III. einen Deal vor. Die Bedingungen waren einfach: Privatpersonen gewähren dem Staat einen Kredit in Höhe von 1,2 Millionen Pfund Sterling und erhalten dafür:

➖ Einen garantierten Zinssatz.
➖ Das Recht, die Staatsschulden zu verwalten.
➖ Und vor allem das Recht, die Bank of England zu gründen.

So entstand eine Institution, die offiziell „The Governor and Company of the Bank of England” hieß – keine staatliche Einrichtung, sondern ein privates Unternehmen mit königlichem Privileg.

❓ Was bedeutete das in der Praxis?

🔼 Die Bank of England:

➖ gehörte nicht dem Staat.
➖ wurde von Aktionären verwaltet.
➖ arbeitete in erster Linie im Interesse der Gläubiger und nicht der Steuerzahler.

Die Staatsverschuldung war für immer festgeschrieben. Sie musste nicht zurückgezahlt werden, sondern nur bedient werden. Dies war ein radikaler Bruch mit der Vergangenheit: Früher konnte der König versuchen, nicht zu zahlen; nun war die Verschuldung eine rechtlich geschützte Verpflichtung des Staates.

🔼 Der wichtigste Durchbruch: Die Verschuldung wurde zur Sicherheit für Geld.

Die Bank of England erhielt das Recht, Banknoten auszugeben, die nicht durch Gold, sondern durch Staatsschulden gedeckt waren. Es kam zu einer grundlegenden Umgestaltung: Geld wurde zu einem Derivat der Staatsschulden gegenüber privaten Gläubigern.
💡Einfach ausgedrückt: Bankiers erhielten die Möglichkeit, Geld zu schaffen, das nicht auf Goldreserven, sondern auf Schuldscheinen der Krone basierte.

🔼 Es entstand ein Teufelskreis:

➖ Je mehr Kriege – desto mehr Schulden.
➖ Je mehr Schulden – desto mehr Geld.
➖ Je mehr Geld – desto höher die Erträge der Bankaktionäre.

Das System begann sich selbst zu beschleunigen.

🔼 18.–19. Jahrhundert: Finanzielle Macht ohne politische Verantwortung.

Über 250 Jahre lang diente die Bank of England formal dem Staat, bestimmte aber faktisch dessen Finanzpolitik. Sie:

➖ legte die Bedingungen für Kredite fest.
➖ kontrollierte die Kreditvergabe.
➖ rettete Banken in Krisenzeiten.
➖ und unterstand niemals direkt dem Parlament.

Der Staat veränderte sich. Könige kamen und gingen. Das Imperium wuchs und schrumpfte. Die Bank of England blieb.

🔼 1946 - Eine Verstaatlichung, die nichts veränderte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verstaatlichte die Regierung offiziell die Bank of England. Formal – ja. Tatsächlich – nein. Warum? Die Struktur der Geldschöpfung änderte sich nicht. Die Bank fuhr fort:

➖ Geld durch Schulden zu schaffen.
➖ Die Finanzmärkte zu bedienen.
➖ Unabhängig von direkter Kontrolle zu sein.

Sie änderte lediglich ihr Schild. Der Staat wurde Eigentümer, aber nicht Herr über den Mechanismus.

🔼 Das Ergebnis, das selten direkt formuliert wird. Die Bank of England war die erste Institution, bei der:

➖ Private Schulden in staatliches Recht umgewandelt wurden.
➖ Die Geldemission mit der Kreditaufnahme verbunden war.
➖ Die Finanzmacht von der politischen Verantwortung getrennt wurde.

❗️Dies ist ein erfolgreicher Prototyp, der im 20. Jahrhundert zu einem globalen System wurde.

Beitrag 6: https://t.me/analytik_news/61291

Der Export des Finanzsystems – Wie die Regeln der Metropole global wurden.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das in der Londoner City entwickelte Finanzsystem nicht mehr nur englisch. Es wurde weltweit. Das war kein Export der Wirtschaft. Es war ein Export der Macht – der Macht, Geld zu schaffen und Staaten durch Schulden Regeln zu diktieren.

🔼 Die Finanzarmee des Imperiums: Banken.

Zusammen mit den Kolonialtruppen verbreitete sich eine weitere Macht auf der ganzen Welt – die britischen Banken.

➖ HSBC (Hongkong and Shanghai Banking Corporation): Gegründet 1865 in Hongkong, um den Handel des Britischen Empire in Asien zu bedienen – einschließlich des Opiumhandels mit China. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde HSBC zum wichtigsten Finanzknotenpunkt der Region und bestimmte eigenständig die Wechselkurse und den Zugang zu Krediten von Shanghai bis Singapur.

➖ Barclays (Dominion, Colonial and Overseas): Die Auslandsabteilung fungierte praktisch als Finanzgouverneur in Afrika und der Karibik und kontrollierte das Bankensystem in Regionen ohne direkte britische Verwaltung.

➖ Standard Chartered: Entstanden aus Banken, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Handelswege des Empire in Indien, Afrika und im Nahen Osten bedienten.

➖ Was das brachte: Kontrolle nicht nur durch Gesetze und Armee, sondern auch durch den Alltag – Konten, Überweisungen, Kredite, Abrechnungen. Die Abhängigkeit von London wurde nicht nur politisch, sondern auch alltäglich.

🔼 Präzedenzfall: Schulden = Verlust der Souveränität.

Ägypten (1876–1882)

Der ägyptische Herrscher Ismail Pascha nahm in seinem Bestreben, das Land zu modernisieren, Kredite bei britischen und französischen Banken auf. Als die Gefahr eines Zahlungsausfalls drohte, übernahmen die Gläubiger die Kontrolle.

Mechanismus:

➖ Es wurde eine Staatsschuldkasse Ägyptens eingerichtet,
➖ die direkt bis zu zwei Drittel aller Einnahmen des Landes einnahm,
➖ die Gelder gingen an die Gläubiger in London und Paris.

Ergebnis:

Als Ägypten versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen, begann Großbritannien 1882 unter dem Vorwand der „Wahrung der finanziellen Stabilität” eine militärische Besetzung, die fast 70 Jahre dauerte.

Fazit:

Private Schulden wurden als rechtmäßiger Grund für die Invasion eines souveränen Landes anerkannt. Die Besetzung hatte mehrere Gründe: Geopolitik, Suez, aber die Schulden waren der entscheidende rechtliche Vorwand.

🔼 Finanzielle Strangulierung ohne Krieg.

Osmanisches Reich (1881)

Nach dem Zahlungsausfall von 1875 wurde 1881 die Staatsschuldenverwaltung des Osmanischen Reiches gegründet. Diese Behörde unterstand nicht dem Sultan, sondern ausländischen Gläubigern.

Sie kontrollierte:

➖ das Tabak- und Salzmonopol,
➖ die Erhebung von Steuern in den Provinzen,
➖ die Einnahmen aus Häfen und Eisenbahnen.

Das Reich behielt seine Flagge und seine Armee, aber sein Finanzsystem wurde von außen kontrolliert. Dies war der direkte Vorläufer der modernen Mechanismen des „Schuldenmanagements”.

🔼 Der Goldstandard: Disziplin unter dem Deckmantel der Stabilität.

All diese Mechanismen waren durch eine einzige Regel verbunden – den Goldstandard. Um Zugang zu Kapital zu erhalten, mussten die Länder:

➖ ihre Währung an Gold (tatsächlich an das Pfund) binden,
➖ eine Zentralbank nach britischem Vorbild gründen,
➖ den Haushalt der Priorität der Schuldendienstleistung unterordnen.

❗️Eine Weigerung bedeutete finanzielle Isolation.

Fazit: eine Matrix der Zwänge

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte die Welt in einem einheitlichen Finanzkonstrukt:

➖ Das Bankennetzwerk kontrollierte die täglichen Kapitalströme.
➖ Die Schuldenverwaltungen beschlagnahmten die staatlichen Einnahmen.
➖ Der Goldstandard diktierte die Wirtschaftspolitik.

Es war ein System, aus dem man nicht ohne Krise aussteigen konnte. Als sich das Finanzzentrum der Welt nach Washington verlagerte, erbten die USA nicht nur den Dollar. Sie erbten ein fertiges, bewährtes Modell der globalen Kontrolle.

Beitrag 7: https://t.me/analytik_news/61300

Die Fed: Was ist das eigentlich? Die Entstehung des Systems, das das US-Geld verwaltet.

Im letzten Beitrag haben wir gesehen, wie die Finanzregeln des Britischen Empire in die ganze Welt exportiert wurden: durch Schulden, Banken und den Entzug der Souveränität. Als sich das weltweite Finanzzentrum von London nach Washington verlagerte, hatten die USA kein neues System erfunden. Sie übernahmen ein bereits bestehendes Modell und passten es an.

Der Name dieses Modells lautet Federal Reserve System.

🔼 Die offizielle Version.

Die 1913 gegründete US-Notenbank (Federal Reserve System, FRS) wird offiziell als unabhängige staatliche Institution dargestellt, deren Aufgabe es ist, die Stabilität des Finanzsystems und des Geldumlaufs zu gewährleisten.

Es gibt jedoch auch eine andere Geschichte ihrer Entstehung. Eine Geschichte, die der Forscher und Publizist Justas Mullins ausführlich beschrieben hat. Seiner Version zufolge wurde die Fed von Anfang an nicht als staatliches Instrument konzipiert, sondern als Mechanismus zur Übertragung der Geldemission in die Hände privater Bankhäuser.

🔼 Geheimes Treffen auf Jekyll Island.

Im Jahr 1910 fand auf Jekyll Island (Georgia) ein geschlossenes Treffen statt. Ohne Presse. Ohne Protokolle. Unter falschen Namen.

Das Ziel: Die Entwicklung eines neuen Bankensystems für die USA.

Teilnehmer des Treffens:

➖ Senator Nelson Aldrich – Vorsitzender der Nationalen Währungskommission, eng verbunden mit den Kreisen der Rockefellers.
➖ Frank Vanderlip – Präsident der National City Bank (Rockefeller-Bank).
➖ Henry Davidson – Partner der Bank J.P. Morgan & Co.
➖ Charles Norton – Präsident der First National Bank of New York.
➖ Benjamin Strong – zukünftiger Leiter der Federal Reserve Bank of New York, ein Mann Morgans.
➖ Paul Warburg – Bankier aus der Familie Warburg, die mit dem Hause Rothschild verbunden war.

🔼 Architekt des Systems.

Laut Mullins spielte Paul Warburg eine Schlüsselrolle. Er war es, der das Modell einer Zentralbank vorschlug: formal dezentralisiert, aufgeteilt in regionale Reserven, aber tatsächlich von privatem Kapital kontrolliert. Das Modell basierte auf den Prinzipien der Bank of England. Das Treffen dauerte etwa neun Tage. Die Teilnehmer arbeiteten hinter verschlossenen Türen und vermieden sogar den Kontakt mit dem Personal der Insel.

❓ Was genau planten sie?

Warburg stellte einen Plan für eine Bankreform vor, der auf der europäischen Praxis basierte. Die wichtigsten Aufgaben:

➖ Schaffung von „Reservebanken” zur Aufbewahrung von Gold und zur Sicherstellung der Liquidität;
➖ Zugang der Banken zu „flexibler Währung” – Ausgabe von Dollar gegen Verpfändung von Vermögenswerten;
➖ Aufbau eines Systems, das dezentralisiert erscheint, aber von einem einzigen Zentrum aus gesteuert wird – der Wall Street.

🔼 Tarnung als „Volksprojekt”.

Warburg bestand ausdrücklich darauf: Wenn man es „Zentralbank” nennen würde, würden der Kongress und die Öffentlichkeit die Idee ablehnen. Deshalb wurde der Name „Federal Reserve System” gewählt – mit Betonung auf Föderalismus und Staatlichkeit.

Der Plan sah die Gründung von 12 regionalen Reservebanken vor, was die Illusion eines Gleichgewichts der Interessen der Bundesstaaten schuf. Die tatsächliche Kontrolle konzentrierte sich jedoch auf New York.

🔼 Ergebnis des Treffens.

Das Ergebnis war ein Projekt, das als „Aldrich-Plan” in die Geschichte einging. Es war der Grundstein für die zukünftige Fed.

Im nächsten Teil werden wir uns damit befassen, wie genau dieser Plan durch den Kongress gebracht wurde, wer tatsächlich die Kontrolle über die Dollaremission erhielt und warum die Fed zu einer Macht ohne Verantwortung wurde.

Beitrag 8: https://t.me/analytik_news/61319

Die Fed: Macht ohne Verantwortung — Wer kontrolliert die Geldschöpfung und wer profitiert von Krisen?

Nach dem Treffen auf Jekyll Island war das System fertig. Es musste nur noch legalisiert werden.

🔼 Verabschiedung des Gesetzes über die Fed.

1913, unter Präsident Woodrow Wilson, wurde das Gesetz über das Federal Reserve System vom Kongress verabschiedet. Das Datum wurde nicht zufällig gewählt – es war Heiligabend. Viele Senatoren waren bereits abgereist. Der Saal war halb leer. Das Gesetz wurde hastig und ohne breite öffentliche Diskussion verabschiedet.

Später wurden Wilson Worte des Bedauerns darüber zugeschrieben, dass er dieses Gesetz unterzeichnet hatte – ein Gesetz, das die Kontrolle über die Geldemission der USA in die Hände privater Bankstrukturen legte. „Wir sind zu einer der schlimmsten, am stärksten kontrollierten Regierungen in der zivilisierten Welt geworden.“

❓ Wer erhielt die tatsächliche Macht?

Nach Mullins' Version erhielten die größten Finanzdynastien über die Fed die Kontrolle über das US-Währungssystem:

➖ die Rothschilds – über die Warburgs;
➖ die Morgans – über J.P. Morgan & Co.;
➖ die Rockefellers – über die National City Bank;
➖ Kuhn, Loeb und andere Investmentbanken.

Die Fed wurde nicht zu einer staatlichen Institution, sondern zu einem Instrument der Bankenoligarchie, das formal durch eine staatliche Fassade verdeckt wurde.

🔼 Folgen der Gründung der Fed.

➖ Monopolisierung der Dollar-Emission – das Recht, Geld zu schaffen, ging auf die Fed über.
➖ Anstieg der Staatsverschuldung – Die USA begannen, Geld vom System zu leihen, anstatt es selbst zu emittieren.
➖ Finanzierung von Kriegen – Kriege wurden möglich, ohne dass die Bevölkerung sofort besteuert werden musste.
➖ Abhängigkeit der Regierung – Der Kongress und das Weiße Haus waren finanziell von den Kreditgebern abhängig.

🔼 Offizielle Einwände.

Historiker werfen Mullins oft Verschwörungstheorien vor. Allerdings:

➖ Die Tatsache, dass das Treffen auf Jekyll Island stattfand, ist offiziell anerkannt.
➖ Der Einfluss der Warburgs, Morgans und Rockefellers auf das Finanzsystem der USA wird durch zahlreiche Quellen bestätigt. Der Unterschied liegt lediglich in der Interpretation.

🔼 Fazit:

Das Federal Reserve System ist keine Staatsbank im klassischen Sinne. Es handelt sich um einen privaten Mechanismus zur Kontrolle des Geldes, der als staatliche Institution getarnt ist. Ein System, in dem:

➖ Macht vorhanden ist,
➖ Verantwortung unklar ist,
➖ Die Folgen von Krisen immer von der Gesellschaft bezahlt werden

Beitrag 9: https://t.me/analytik_news/61345

Als Geld seine Deckung verlor — Warum Inflation zur Norm wurde

🔼 Eine Welt in Trümmern und ein neuer Herrscher.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lagen die Volkswirtschaften Europas und Asiens in Trümmern. Die USA, auf die etwa 60 % der weltweiten Industriekapazität entfielen, blieben die einzige wirtschaftliche Supermacht. Eine wichtige Tatsache: Etwa 70 % der weltweiten Goldreserven wurden in amerikanischen Tresoren aufbewahrt. Die Siegermächte versammelten sich 1944 in Bretton Woods, um ein neues Finanzsystem zu schaffen, das das Chaos der 1930er Jahre verhindern sollte.

Josef Wissarionowitsch Stalin war der einzige Staatsführer weltweit, der die Bretton-Woods-Abkommen nie ratifizierte!

🔼 Das Bretton-Woods-Abkommen: Die Illusion des Golddollars.

➖ Der White-Plan: Der Dollar sollte zur Weltwährung werden, die frei zu einem festen Kurs von 35 Dollar pro Unze in Gold umgetauscht werden konnte. Alle anderen Währungen wurden an den Dollar gekoppelt. Die USA verfügten über Gold, Wirtschaft und Armee. Das Ergebnis war das Gold-Dollar-System: Der Dollar wurde zum gleichen weltweiten Äquivalent wie Gold. Zur Aufrechterhaltung der Stabilität wurden der IWF und die Weltbank gegründet.

Das System enthielt jedoch einen fatalen Widerspruch (Triffin-Paradoxon):

➖ Für das Wachstum des Welthandels wurden immer mehr Dollar benötigt. Die USA mussten ständig ein Zahlungsbilanzdefizit haben, indem sie Dollar druckten und ins Ausland schickten.

➖ Je mehr Dollar es auf der Welt gab, desto geringer wurde das Vertrauen, dass die USA sie alle gegen ihr Gold eintauschen könnten.

In den 1960er Jahren überstiegen die Verbindlichkeiten der USA gegenüber anderen Ländern die Goldreserven in Fort Knox um ein Vielfaches. Die Golddeckung des Dollars wurde zur Fiktion. Frankreich unter Charles de Gaulle erkannte dies als eines der ersten Länder und begann, massiv Gold im Austausch für Dollarreserven von den USA zu fordern, was die Krise beschleunigte. "Nehmt euer Bonbonpapier mit!" (https://t.me/analytik_news/38109)

Im August 1971 war die Situation unerträglich geworden. Dem Dollar wurde massiv misstraut, Spekulanten griffen ihn an, und die Goldreserven schmolzen dahin. Am 15. August 1971 verkündete Präsident Richard Nixon in einer Fernsehansprache an die Nation eine einseitige Entscheidung:

➖ Er setzte die Umwandlung des Dollars in Gold für ausländische Regierungen aus.
➖ Er führte einen Importzoll von 10 % ein.

Im Grunde genommen erklärte die USA einen technischen Zahlungsausfall hinsichtlich ihrer wichtigsten internationalen Verpflichtungen. Das war das Ende des Bretton-Woods-Systems. Die Welt ging zu Fiat-Geld über, dessen Wert nur durch einen Staatsbeschluss und das Vertrauen in die Wirtschaft des Staates gestützt wird.

🔼 Neue Sicherheit: Petrodollar (seit 1974).

Der Dollar brauchte eine neue Grundlage für die globale Nachfrage. Und diese wurde gefunden. 1974 schlossen die USA ein Abkommen mit Saudi-Arabien:

➖ Öl wird nur gegen Dollar verkauft.
➖ Petrodollars werden in die amerikanische Wirtschaft und Wertpapiere reinvestiert.

So ersetzte Öl Gold als "Sicherung" des Dollars. Die Nachfrage nach Dollar war nun an die Notwendigkeit geknüpft, Energie für jede entwickelte Wirtschaft zu kaufen. Dies festigte die Hegemonie des Dollars.

🔼 Inflation als Norm: Der Mechanismus ist in Gang gesetzt.

Und hier kommen wir zur Antwort auf die Frage aus der Überschrift – warum Inflation zur Norm geworden ist. Mit dem Verschwinden des Goldstandards verschwand auch endgültig die externe Beschränkung für die Gelddruckmaschine. Nun konnten:

➖ die Wirtschaft angekurbelt werden;
➖ Kriege finanziert werden;
➖ Krisen "bekämpft" werden;
➖ die Fed und die US-Regierung praktisch unbegrenzt Geld schaffen. Da der Dollar die Weltreservewährung blieb, floss ein erheblicher Teil dieser neuen Geldmenge auf den Weltmarkt und exportierte die Inflation in andere Länder.

Das Jahr 1971 ist nicht nur ein historisches Datum. Es ist der Punkt, an dem es kein Zurück mehr gab, an dem das Geld endgültig seine materielle Deckung verlor.

Beitrag 10: https://t.me/analytik_news/61373

Export der Inflation — Warum die USA Geld drucken und die ganze Welt dafür bezahlt

Wie wir uns erinnern, weigerten sich die USA 1971, den Dollar gegen Gold einzutauschen. Das Geld verlor seine reale Deckung. Dies schwächte den Dollar jedoch nicht. Im Gegenteil – es war der Beginn eines neuen, für die USA viel profitableren Spiels. Seit 1974 ist die Hauptdeckung des Dollars Öl, das ausschließlich gegen amerikanische Währung verkauft wird. Jedes Land der Welt benötigt täglich Dollar, um Energieressourcen zu kaufen. Dies schuf eine ewige und künstliche Nachfrage. Mit dieser ungebrochenen Nachfrage erhielten die USA eine einzigartige Möglichkeit – Dollar zu drucken, fast ohne interne Konsequenzen für sich selbst.

🔼 Wie funktioniert das? Der Mechanismus in wenigen Worten:

Die USA stehen vor einer Krise (wie 2008 oder 2020). Um ihre Wirtschaft anzukurbeln, schaltet die Fed die Notenpresse ein und pumpt Billionen von Dollar in das System, um Banken, Unternehmen und die Verbrauchernachfrage zu retten.

Innerhalb der USA:
Ein Teil des neuen Geldes führt zu einem Anstieg der Preise (Inflation), der jedoch nicht kritisch ist.

Außerhalb der USA:
Ein riesiger Geldstrom fließt in die Weltwirtschaft. Mit diesem neu geschaffenen Geld werden reale Vermögenswerte gekauft – Rohstoffe, Aktien, Immobilien in anderen Ländern – wodurch dort die Preise für fast alles in die Höhe getrieben werden.

🔼 Der wichtigste Hebel: die Fed und der Zinssatz.

Die Fed ist das Herzstück des Systems. Wenn sie beginnt, ihre Inflation zu bekämpfen, erhöht sie die Zinssätze, wie es in den Jahren 2022–2023 der Fall war. Dies macht den Dollar für Investoren noch attraktiver.

Was passiert in der Welt:

➖ Der Dollar wird stark teurer, die Währungen anderer Länder fallen.
➖ Länder, die Öl, Gas und Lebensmittel in Dollar importieren, spüren sofort einen Preisanstieg.
➖ Um den Verfall ihrer Währung zu stoppen und die Importinflation einzudämmen, sind die Zentralbanken gezwungen, der Politik der Fed zu folgen und ebenfalls die Zinsen anzuheben – auch wenn ihre eigene Wirtschaft dafür noch nicht bereit ist und Gefahr läuft, in eine Rezession zu geraten.

➖ Länder mit Schulden in Dollar geraten in eine Falle: Ihre Währung verliert an Wert und die Schuldenlast wird unerträglich.

Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit:

➖ Im Jahr 2022 begann die Fed, die Zinsen drastisch anzuheben. Viele Zentralbanken anderer Länder sahen sich gezwungen, diesem Beispiel zu folgen.
➖ Japan führte zum ersten Mal seit 24 Jahren eine Währungsintervention durch, um den Yen zu stützen.

🔼 Bezahlt die USA für ihre Politik? Nein, andere bezahlen dafür.

Die USA sind eine Konsumwirtschaft mit einer Weltreservewährung. Das verschafft ihnen einen einzigartigen Vorteil.

➖ Wenn die USA Geld drucken, verliert ihre Währung langsamer an Wert als die Währungen anderer Länder, und der reale Wert ihrer Schulden (Staatsverschuldung von über 37 Billionen Dollar) wird durch die Inflation praktisch aufgezehrt.

➖ Wenn die Fed die Zinsen erhöht, trägt die ganze Welt die Kosten für die Stabilität des Dollars.

🔼 Fazit: Warum Inflation zu einem globalen Problem geworden ist.

Weil das moderne Finanzsystem wie eine Pyramide aufgebaut ist, an deren Spitze der Dollar steht. Der Dollar ist nicht nur die Währung der USA. Er ist das Lebenselixier der Weltwirtschaft.

Wenn die Fed die Druckerpresse anwirft oder den Zinshebel betätigt, fließt dieses Blut entweder in die ganze Welt und verursacht Inflationsblasen oder wird zurückgepumpt und verursacht Währungskrisen und Schuldenprobleme bei anderen.

Die Antwort auf die Frage in der Überschrift ist einfach: Die ganze Welt zahlt, weil sie keine andere Wahl hat. Sich vom Dollar abzuwenden bedeutet, aus dem Welthandel auszusteigen. Sich der Politik der Fed zu unterwerfen bedeutet, Wirtschaftswachstum und Souveränität zu opfern.

Aber die Geschichte zeigt: Kein Monopol ist ewig. Die Welt bewegt sich langsam, durch Krisen und Widerstand, in Richtung Multipolarität.

❗️Die Geschichte zeigt aber auch: Der Mechanismus lebt weiter...

Beitrag 11: https://t.me/analytik_news/61381

IWF und Weltbank — Kredite als Instrument der Einflussnahme

1944 wurden auf der Konferenz von Bretton Woods der Internationale Währungsfonds und die Weltbank gegründet. Offiziell waren sie als Institutionen zur Unterstützung, Stabilisierung und Wiederherstellung der Weltwirtschaft nach dem Krieg gedacht. In der Praxis wurden sie jedoch zu einem wichtigen Instrument zur Steuerung von Staaten und zu einem Bindeglied zwischen dem globalen Finanzsystem und den nationalen Regierungen.

🔼 Zwei Seiten einer Medaille: Mission und Realität.

Offizielle Aufgaben des IWF und der Weltbank:

➖ Stabilisierung der Währungen,
➖ Hilfe in Krisen,
➖ Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung.

Der tatsächliche Mechanismus:

Kredite werden nicht einfach so vergeben. Jedes Land, das um Hilfe bittet, unterzeichnet sogenannte politische Vereinbarungen – Bedingungen, die festlegen, wie seine Wirtschaft in Zukunft gestaltet werden soll.

Typische Anforderungen des IWF:

➖ Strenge Sparmaßnahmen: Kürzung der Haushaltsausgaben, vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales.
➖ Privatisierung: Verkauf staatlicher Vermögenswerte – Energie, natürliche Ressourcen, Verkehrsinfrastruktur.
➖ Liberalisierung: Öffnung der Märkte für ausländisches Kapital und Aufhebung des Schutzes für nationale Produzenten.

❗️Wichtig zu verstehen:

Ein IWF-Kredit ist nicht nur eine finanzielle Hilfe, sondern ein Vertrag über die zukünftige Gestaltung der Wirtschaft.

🔼 Übertragung von Souveränität.

Formal werden die Entscheidungen von den nationalen Regierungen getroffen. Tatsächlich werden die wichtigsten Parameter der Haushalts-, Steuer- und Sozialpolitik von den Kreditgebern befohlen.

Das bedeutet eine Verlagerung des Entscheidungszentrums:
von den nationalen Hauptstädten zu den Hauptsitzen des IWF und der Weltbank in Washington.

🔼 Das größte Experiment: der postsowjetische Raum (1990er–2000er Jahre).

Der Zusammenbruch der UdSSR bot eine beispiellose Gelegenheit, das gesamte Arsenal des IWF und der Weltbank einzusetzen. Die neuen Staaten, die mit zerstörten Wirtschaftsbeziehungen und einer Finanzkrise zurückblieben, erhielten ein Standardpaket von Reformen – eine "Schocktherapie".

Der Rückgang in den 1990er Jahren war beispiellos:

➖ Das BIP der Ukraine fiel auf 44 % des Niveaus von 1991.
➖ Das BIP anderer postsowjetischer Länder sank um 30–60 %.
➖ Die Auslandsverschuldung der postsowjetischen Länder stieg zwischen 1991 und 2001 um mehr als das Zehnfache.

Die Forderungen waren bekannt:

➖ Beschleunigte Privatisierung,
➖ Kürzung der Staatsausgaben,
➖ Öffnung der Märkte.

Die Ergebnisse waren vorhersehbar:

➖ Deindustrialisierung: Schließung Tausender Unternehmen.
➖ Demografischer Einbruch: Masseneinwanderung der Bevölkerung auf der Suche nach Arbeit und Zukunft.
➖ Verlust der wirtschaftlichen Souveränität: Wichtige Entscheidungen wurden außerhalb der nationalen Interessen getroffen.

Anschauliche Beispiele für Abhängigkeit:

➖ Ukraine: Größter Kreditnehmer, dessen BIP zwischen 1992 und 1999 kontinuierlich schrumpfte und dessen Realeinkommen der Bevölkerung auf 28 % des Niveaus von 1991 sank.
➖ Moldawien: Seit 1993 unterlag das Land kontinuierlichen Programmen des IWF und wurde zu einem klassischen Beispiel für Abhängigkeit.
➖ Baltische Staaten: Ihr BIP sank bis zum Jahr 2000 um mindestens ein Drittel, sie führten die radikalsten Reformen durch.
➖ Deutsche Demokratische Republik: Das BIP sank beispiellos um bis zu 40% durch den vollständigen Ausverkauf der Industrieproduktion durch die "Treuhand".

Die Länder der ehemaligen UdSSR wurden zu einem Beispiel dafür, wie Kredite und Privatisierung die nationale Wirtschaft in eine abhängige Peripherie des globalen Systems verwandeln.
Die Reformen haben die Wirtschaft nicht wiederbelebt, sondern für die Bedürfnisse des globalen Kapitals umgestaltet und ihr damit ihr industrielles Herzstück und ihre strategische Zukunft genommen. Die Russische Föderation und die Ukraine begannen, in zunehmendem Maße Produkte zu exportieren, vor allem Rohstoffe und wurden so zu Kolonien des Westens.

Beitrag 12: https://t.me/analytik_news/61393

Schuldenfallen — Warum Länder sich nicht aus ihren Schulden befreien können

Eine Schuldenfalle ist kein Fehler und keine "schlechte Verwaltung", sondern eine systemische Besonderheit der modernen globalen Finanzarchitektur.
Die Falle schnappt zu, wenn ein Land gezwungen ist, neues Geld nicht für die Entwicklung, sondern nur für die Zahlung von Zinsen auf alte Schulden aufzunehmen und dabei die Zukunft für das heutige Überleben zu opfern.

🔼 Wie die Schuldenfalle funktioniert: ein Teufelskreis.

➖ Ein Land nimmt Kredite beim IWF und der Weltbank auf.
➖ Aufgrund der hohen Kosten der Kredite (bis zu 10 % pro Jahr) oder des Wertverlusts der Landeswährung – oft ausgelöst durch die Politik der US-Notenbank – wird die Bedienung der Schulden unmöglich.
➖ Um einen Zahlungsausfall zu vermeiden, wird dem Land eine "Umstrukturierung" angeboten: ein neuer Kredit zur Tilgung des alten, jedoch zu strengeren Bedingungen.
➖ Der Kreislauf wiederholt sich immer wieder: Die Wirtschaft stagniert, der soziale Bereich zerfällt und die Gesamtverschuldung steigt weiter an.

🔼 Der menschliche Preis der Schuldenfalle.

➖ 2024: Mehr als 50 der ärmsten Länder der Welt geben mehr Geld für die Zahlung von Schuldzinsen aus als für die Bildung und Gesundheitsversorgung ihrer Bürger. Die Schulden haben Vorrang vor dem Leben, der Entwicklung und der Zukunft der nächsten Generation.

🔼 Wem nützt das Schuldensystem: die neue Realität.

➖ Waren früher Staaten die Hauptgläubiger und internationale Institutionen (IWF und Weltbank) die Architekten des Systems, so gehören heute etwa 60 % der Schulden der Entwicklungsländer privaten Gläubigern – Investmentfonds und Banken, die in derselben vom IWF geschaffenen Architektur agieren.
➖ Diese Strukturen vergeben Kredite zu hohen Zinsen und widersetzen sich aktiv allen Versuchen, Schulden zu erlassen.
➖ Im Zeitraum 2022–2024 zahlten die Entwicklungsländer 741 Milliarden Dollar mehr zurück, als sie in Form von neuen Krediten erhielten. Dies ist der größte Kapitalabfluss der letzten 50 Jahre. Das Geld fließt systematisch von den ärmsten Ländern zu den reichsten Investoren.

🔼 Eine offene, aber unangenehme Frage.

Angesichts der Tatsache, dass die Schuldnerländer ihren wirtschaftlichen Kurs nach den "Empfehlungen" des IWF gestaltet haben, stellt sich die logische Frage:

❓ Sind die Gläubiger daran interessiert, dass der Schuldner tatsächlich seine Schulden abbauen kann?

Das globale Finanzsystem, das aus den Institutionen der Bank of England und der Federal Reserve hervorgegangen ist, funktioniert heute wie eine Maschine zur Umverteilung von Reichtum.

Das ist der Kern der modernen Finanzarchitektur: ewige Schuldknechtschaft als Preis für die Integration in die Weltwirtschaft – zu Bedingungen, die nicht zugunsten der Schuldner geschrieben sind.

Beitrag 13: https://t.me/analytik_news/61416

Der Zinssatz als Privileg — Warum Geld für die einen billig und für die anderen unerschwinglich ist

Stellen Sie sich vor, Zeit sei Geld. Die einen bekommen sie zu einem lächerlichen Zinssatz, fast umsonst, als Kredit. Die anderen zahlen dafür einen räuberischen Zins, der fünf- bis zehnmal so hoch ist. Das ist keine Metapher. Das ist das globale Finanzsystem. Und der Zinssatz ist sein wichtigstes Instrument der Segregation.

🔼 Kein Zinssatz, sondern ein Privileg.

Der Zinssatz ist nicht nur eine Zahl im Vertrag. Er ist Ihr Status in der globalen Hierarchie. Ein Pass, der bestimmt, in welcher wirtschaftlichen Realität Sie leben.

➖ Realität A: "Die Herren der Zeit". Länder, die Weltwährungen drucken. Sie nehmen Kredite fast umsonst auf (0-2 %). Ihr Geld ist ein Instrument, um die Zukunft zu erobern. Sie können Fehler machen, Risiken eingehen, ganze Branchen "von Grund auf" aufbauen, weil sie wissen, dass sie dafür bezahlen werden ... mit entwertetem Geld. Ihr Kredit ist ein Anreiz. Ihre Inflation ist ein Mittel, um Schulden abzuschreiben.

➖ Realität B: "Mieter des Überlebens". Länder ohne eigene Reservewährung. Sie sind gezwungen, Kredite in Fremdwährung zu 7-15 % und mehr aufzunehmen. Ihr Geld ist kein Instrument, sondern ein ewiger Mangel. Jeder Kredit ist für sie eine Knechtschaft. Zuerst müssen sie jahrzehntelang die Zinsen abarbeiten, und erst dann, wenn sie Glück haben, beginnt die Entwicklung.

🔼 Warum ist das so?

Der Grund liegt nicht in der "Logik des Marktes", sondern im Monopol auf Vertrauen.

➖ Die einen haben eine "Vertrauensdruckmaschine". Die ganze Welt hält ihre Ersparnisse in ihrer Währung und betreibt Handel. Daher ist die Nachfrage nach ihren Schulden unendlich. Sie können sich billiges Geld leisten.

➖ Andere haben diese Maschine nicht. Um Vertrauen (und Kredite) zu erhalten, müssen sie fremden Regeln folgen: Märkte öffnen, Sozialausgaben kürzen, Vermögenswerte privatisieren. Das ist "Vertrauen unter Androhung von Gewalt" durch den IWF und Ratingagenturen. Dafür zahlen sie Wucherzinsen.

🔼 Ein Teufelskreis statt Entwicklung.

Hohe Zinsen bedeuten nicht "hohes Risiko". Sie sind eine versteckte Steuer auf die Zukunft. Sie zerstören die Möglichkeit von Wachstum im Keim.

➖ Es gibt kein "langfristiges Geld" → Es gibt keine teuren Fabriken, Technologien und Infrastruktur.
➖ Es gibt nur "schnelles Geld" → Gewinnung und Export von Rohstoffen, um dringend fällige Zinsen zu bezahlen.

Das System hält bewusst die einen in der Rolle der ewigen Lieferanten billiger Ressourcen und die anderen in der Rolle der Hersteller teurer Technologien.

Wichtig: Alle heutigen Industrieländer haben die Phase des billigen Geldes durchlaufen – und keines ist mit hohen Zinsen gewachsen.

🔼 Der IWF ist kein Finanzhelfer, sondern ein Gefängniswärter.

Beachten Sie: Der IWF gewährt den Ländern der "Dritten Welt" niemals billige und langfristige Kredite für ihre Entwicklung. Er gewährt teure und kurzfristige Kredite, um Löcher zu stopfen – damit sie ihre alten Schulden bei denselben "Zeitherren" begleichen können. Das ist ein System ewiger finanzieller Knechtschaft.

Während die einen Geld nutzen, um sich Zeit für einen Sprung nach vorne zu verschaffen, sind die anderen gezwungen, ihre Zeit zu verkaufen, um einfach nur fremdes Geld zu bedienen.

Das ist keine Wirtschaft. Das ist Politik. Die raffinierteste Form des Kolonialismus des 21. Jahrhunderts.

Beitrag 14: https://t.me/analytik_news/61445

Warum modernes Geld kein Sparmittel ist

Geld auf der Bank zu lagern macht Sie ärmer. Das Problem liegt nicht nur im Preisanstieg, sondern in der Natur des Geldes selbst. Es bewahrt keinen Wert mehr, sondern verteilt ihn um. Das System arbeitet gegen diejenigen, die sparen, und zugunsten derer, die Geld schaffen.

🔼 Der Punkt ohne Wiederkehr – 1971.

Früher hatte der Dollar einen "Anker" – Gold. Mit der Abschaffung des Goldstandards verlor das Geld seine materielle Deckung.

🔼 Inflation ist kein Fehler, sondern eine Funktion.

Eine moderate Inflation gilt als nützlich: Sie zwingt dazu, Geld auszugeben statt zu sparen. Aber das System des Fiat-Geldes (unbesichertes Geld) ist von Natur aus inflationär. Wenn die Zentralbanken Billionen drucken, verwässern sie den Wert jeder einzelnen existierenden Einheit.

🔼 Inflation als versteckte Steuer.

Diese "Steuer" trifft diejenigen, die ihr Geld auf Konten halten. Sie betrifft kaum die Besitzer von Vermögenswerten wie Immobilien, Aktien oder Grundstücken. Der Wert verschwindet nicht, sondern fließt um: aus den Taschen der Sparer in den Wert von Vermögenswerten, die schneller wachsen als die Inflation.

🔼 Geld wird als Schuld geschaffen.

Wenn eine Bank einen Kredit vergibt, schafft sie neues digitales Geld. Dieses fließt in die Wirtschaft und treibt die Preise in die Höhe. Für das System ist es vorteilhaft, wenn Sie Kredite aufnehmen und Geld ausgeben, anstatt es zu sparen. Deshalb liegen die Zinsen für Einlagen fast immer unter der Inflationsrate.

🔼 Das digitale Zeitalter: der endgültige Bruch.

Digitale Währungen der Zentralbanken (CBDC) können ihnen eine beispiellose Kontrolle verschaffen – zum Beispiel die Möglichkeit, Geld zu programmieren (eine "Gültigkeitsdauer" festzulegen) oder Konten zu sperren. Der Begriff "persönliche Ersparnisse" werden in einem solchen System verschwinden.

🔼 Fazit:

Das moderne Geld ist kein Instrument zum Sparen, sondern ein Instrument zur Steuerung. Es wurde geschaffen, um:

➖ die Wirtschaftstätigkeit um jeden Preis anzukurbeln,
➖ den Reichtum zugunsten der Vermögensbesitzer umzuverteilen,
➖ die Schuldenwirtschaft aufrechtzuerhalten.

Der Kontrast zwischen den Epochen:

Ein mittelalterlicher Bauer sammelte Gold- und Silbermünzen – nach 50 Jahren hatten sie noch denselben Wert. Der moderne Mensch sammelt Zahlen auf seinem Konto – und verliert garantiert jedes Jahr mehrere Prozent seines Vermögens.

Die Welt ist geteilt:

➖ in diejenigen, die die Regeln festlegen und Vermögenswerte besitzen (ihr Reichtum wächst),
➖ und diejenigen, die ihre Arbeitskraft gegen eine ständig an Wert verlierende Währung eintauschen (ihre Ersparnisse schmelzen dahin).

Das Finanzsystem dient nicht den Menschen. Die Menschen dienen ihm, indem sie mit ihrer Arbeit und ihren Ersparnissen für seine ewige Bewegung und das Wachstum des Kapitals an der Spitze der Pyramide sorgen.

18:56 | Leserkommentar
Glauben Sie, werte Leseratte. Regelmäßige TB-Leser, sollten in dieser Form betreut werden? Na gut, vielleicht sollten wir dann Rubrik "Basic" einführen?! Was hat das mit offen Karten zu tun. Diese Karten sind lange offen. Es besteht halt die Hürde, da man sie auch konsumieren sollte. Denn nach wie vor, machen dies nur wenige auf Masse gesehen. Sonst hätten wir, nicht das was wir derzeit haben. Der Zug ist schon weg. Und es reicht nicht es nur zu lesen oder anzusehen. Um was für sich zu verändern, muss auch zur Tat schreiten. Entscheidungen für treffen. Oder nehmen Sie an, daß haben viele TB-Lerser noch nicht getan?

28.01.2026

17:35 | Leserfrage: Was geophysikalische Messmethoden tatsächlich leisten – und was nicht

Ich habe gehört, dass es angeblich eine Scantechnik (Bodenradar oder ähnliches) gibt, mit welcher es möglich ist mit einem
Flugzeug jedes Metall in der Erde aufzuspüren. Daher ist es auch möglich Gold und Silber, welches man zuhause lagert, aufzuspüren. Diese Technik reicht lt. Aussagen zufolge bis in ca. 2000 Meter Bodentiefe und wurde ursprünglich zum finden von Bodenschätzen (Erdöl .. etc,) verwendet. Es müßte eine Art Frequenztechnik sein.

Diese angeblichen Scanflüge wurden auch bereits in fast allen urbanen Gegenden durchgeführt und somit weiß man wo Edelmetall lagert. Nachdem ja AMLA bereits existiert, werden nun Daten gesammelt und natürlich werden die Ergebnisse der Scanflüge in diese Datenbank einfließen. Es wäre daher nicht mehr möglich, Edelmetall zuhause unerkannt zu lagern. Auch eine eventuelle Betonschicht würde keine Abschirmung ermöglichen.

Habt ihr dazu Informationen bzw. wie beurteilt ihr diese Sache? Könnte es sich im Fake Infos handeln?

1. Was existiert tatsächlich: Geophysikalische Ortungstechniken

a) Bodenradar (Ground-Penetrating Radar, GPR)

GPR ist eine reale Technologie, die elektromagnetische Wellen in den Boden sendet und Reflexionen ausliest – z. B. um Leitungen, Rohre, Hohlräume oder Schichten zu erkennen.  GPR hat praktische Grenzen in der Eindringtiefe: In den meisten natürlichen Böden sind 5–10 Meter die obere Grenze, typischerweise eher deutlich weniger (abhängig von Bodenart, Feuchtigkeit etc.).

Kein bekanntes GPR-System, das von Flugzeugen in nennenswerter Höhe betrieben wird, erreicht auch nur annähernd Tiefen von 2000 Meter. Die Physik der Radar-Wellendämpfung verhindert das. Eine Nutzung zur Entdeckung von im Haus gelagertem Gold aus der Luft ist nicht möglich.

b) Luftgestützte geophysikalische Vermessungen

Einige geophysikalische Messmethoden werden tatsächlich aus der Luft durchgeführt:

Aeromagnetische Messungen: Flugzeuge tragen Magnetometer, um Variationen im Erdmagnetfeld zu messen. Diese Technik kann große geologische Strukturen anzeigen (z. B. Eisen-Mineralisationen). 

Diese Messungen haben keine Auflösung, um einzelne kleine Metallobjekte im Boden zu erkennen (z. B. Metallkisten im Haus). Sie „sehen“ große Muster in der Magnetfeldverteilung über Kilometern, nicht spezifische Objekte unter der Erde.

c) Synthetic Aperture Radar (SAR) aus der Luft

Es gibt Forschungs- und Militärprojekte, die Radar von Flugzeugen/Hubschraubern nutzen, um die Oberfläche oder geringe Tiefen zu durchdringen (z. B. für Landminen-Erkennung), aber auch hier gelten:

* **nur geringe Eindringtiefe (Meter bis wenige Dutzend Meter),
* **hohe technische Komplexität und Spezialfallanwendungen,
* **keine kommerzielle oder staatlich bekannte Datenbank, die Privathaushalte ausspioniert

2. Über das angebliche „Austrian AMLA“ oder ähnliche Datenbanken

Ich habe jetzt keine verifizierbare öffentliche Quelle gefunden, die bestätigt, dass:

* flächendeckende Luft-Scanflüge zur Erfassung privaten Edelmetalls (Gold, Silber) durchgeführt wurden,
* diese Daten in eine staatliche oder internationale Datenbank wie „AMLA“ eingespeist werden,
* Behörden damit private Lagerbestände erkennen könnten.

Wenn solche Programme irgendwo existierten, wären wissenschaftliche Publikationen, offizielle Regierungsdokumente oder industrienahe Fachpublikationen erforderlich um das zu belegen. Eine solche Quelle konnte ich bei der Hintergrund-Recherche nicht finden.

3. Physikalische und technische Grenzen

Radar-Technologie und Metallortung – realistisch:

* Bodenradar kann je nach Bodenbedingungen einige Meter bis vielleicht um die 10 Meter tief „sehen“.
* Magnetometer-Messungen aus der Luft zeigen große geologische Anomalien, nicht kleine Objekte.
* Hauslagern von Gold oder Silber wäre weltweit nicht mit Flugmessungen flächendeckend detektierbar – die Signale wären zu klein und die Tiefe/Abschirmung (Bauwerk, Fundament etc.) irrelevanter.

Tiefen von 2000 Meter sind bei Radar- oder Magnetfeldmessungen im Boden nicht erreichbar, weil die Signale durch Bodenmaterial stark gedämpft werden und die Auflösung drastisch abnimmt. Soviel zu meiner kurzen Recherche. JE

25.01.2026

13:02 | bundvfd  opelt-dwas 260125

Das Wort am Sonntag von Olaf Thomas Opelt 18.01.2026
Hallo Deutsche, Leser und Nichtleser,
immer wieder verlaute ich, dass das Klima von Menschen nicht zu beeinflussen ist, sondern auf
einem Pakt zwischen der Sonne und Erde besteht, dem später der Erdtrabant beigetreten ist. Und
nein, es wird in diesem Jahrhundert keine Erderwärmung über 1,5 Grad geben, das ist nach wie vor
meine feste Behauptung. Im Gegenteil könnte es in der Mitte des Jahrhunderts zu einer Abkühlung
kommen, wie es Prof. Kirstein erläutert. Ja nun klar, ich als rotziger Querulant Opelt behaupte es
einfach so.

 

24.01.2026

11:35 | ET: Kein Geld, keine Fahne: WHO akzeptiert den Austritt der USA nicht

Die USA sind seit dem 22. Januar kein Mitglied der WHO mehr. Präsident Donald Trump hatte den Austritt mit der Unterzeichnung des Dekrets Executive Order 14155 am 20. Januar 2025 in die Wege geleitet. Nach einer einjährigen Kündigungsfrist ist dieser nun vollzogen. Dies vermeldet die englischsprachige Epoch Times. „Heute haben sich die Vereinigten Staaten aus der Weltgesundheitsorganisation zurückgezogen und sich von deren Zwängen befreit, wie Präsident [Donald] Trump an seinem ersten Tag im Amt versprochen hat“, erklärten Außenminister Marco Rubio und Gesundheitsminister Robert Kennedy Jr. in einer gemeinsamen Erklärung vom 22. Januar. Der Austritt ist eine Reaktion „auf die Versäumnisse der WHO während der COVID-19-Pandemie“. Er ziele darauf ab, „den Schaden durch diese Versäumnisse für das amerikanische Volk zu beheben“. Auch seien andere globale Gesundheitskrisen falsch gehandhabt worden. Trump kritisiert weiter, dass die von dem Äthiopier Tedros Adhanom Ghebreyesus geführte Organisation „dringend notwendige Reformen nicht umgesetzt hat“. Auch sei sie nicht in der Lage, ihre Unabhängigkeit von unangemessenem politischem Einfluss durch Mitgliedstaaten zu zeigen“, heißt es in einer Stellungnahme des Weißen Hauses.

Die USA sind raus aus der WHO – zumindest aus der Sicht Washingtons. Trump hat den Stecker gezogen, die Zahlungen eingestellt und erklärt, Amerika habe lange genug für ein Globalisten-Gesundheitsbüro bezahlt, das in der Plandemie komplett versagt und  zur Gesundheitsdikatur  wurde.   Kurz gesagt: Kein Geld, keine Macht  Weltgesundheit eben...  Oder anders formuliert: Wer zahlt, wird regiert – wer nicht zahlt, wird beschimpft. Ein Lehrstück darüber, wie „globale Governance“ funktioniert, wenn der größte Zahler nicht mehr mitspielen will. JE

22.01.2026

17:39 | UCN:  CIA/MI6-Lawfare-Operation unterstützt ukrainische Gräueltaten

Am 28. Dezember 2025 deckte The Grayzone auf, wie die Kommission für internationale Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht (CIJA) einen böswilligen Plan ausgeheckt hatte, um die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF und die Europäische Kommission zu erpressen und einzuschüchtern. Die CIJA wurde in enger Zusammenarbeit mit Beamten der CIA und des MI6 gegründet, um syrische Beamte wegen angeblicher Kriegsverbrechen strafrechtlich zu verfolgen, und wurde von EU-Regulierungsbehörden wiederholt als kriminell korrupt eingestuft.

Nun zeigen durchgesickerte Dokumente, dass die CIJA seit 2022 eine geheime Rolle im Stellvertreterkrieg in der Ukraine übernommen hat und das Land als eines ihrer „wichtigsten Einsatzgebiete” bezeichnet. Laut internen Unterlagen ist die CIJA nach eigenen Angaben seit Beginn des Konflikts „in die ukrainischen Behörden eingebettet”. Diese verdeckte Allianz hat äußerst finstere Auswirkungen.

Kommentar des Einsenders
...das große schwarze Loch - über Jahrzehnte aufgebaut und unterminiert und für alle Schweinereien dieser Welt herangezüchtet. Kein Wunder, dass all das nicht auffliegen soll, der Schauspieler dafür bezahlt wird, den Frieden so lange wie möglich hinauszuzögern...!? ...tät mittlerweile eh gut zur EU passen...

20.01.2026

12:44 | misesde: Krieg ist schlecht fürs Geschäft – es sei denn, Krieg ist das Geschäft

Die Mafia steht in der öffentlichen Wahrnehmung für Gewalt, Einschüchterung und Verbrechen. Ihre Geschichte ist blutig, ihre Machtspiele sind oft tödlich. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Die Struktur und Logik mafiöser Organisationen ähnelt in mancher Hinsicht der Machtmechanik moderner Staaten. Ein entscheidender Unterschied bleibt: Während die Mafia von Stabilität profitiert, verdienen Staaten an Instabilität – manchmal sogar an Krieg. Der Unterschied liegt weniger im Ziel als in Größe, Selbstbild und gesellschaftlicher Legitimation.

Die Ursprünge der sizilianischen Mafia im 19. Jahrhundert lagen nicht in der Unterwelt, sondern auf den Feldern. In einer Zeit, in der die italienische Zentralregierung in ländlichen Regionen kaum präsent war, organisierten sich lokale Gruppen, um Bauern und Vieh vor Dieben zu schützen. Laut einer Untersuchung („Land Reform, the Market for Protection, and the Origins of the Sicilian Mafia: Theory and Evidence“, Bandiera 2003) wurde die Mafia in Sizilien zu einer Zeit aktiv, als der Staat kaum Schutz vor Banditentum bot und Grundstücke vielfach fragmentiert waren. In diesem Umfeld boten manche Akteure privaten Schutz gegen Vieh- oder Landraub an – und daraus entwickelte sich die Schutz- und Machtstruktur.

Diese „ehrenwerten Gesellschaften“ („uomini d’onore“) boten Schutz, Schlichtung und Sicherheit – Aufgaben, die der Staat nicht übernahm. Im Gegenzug forderten sie Loyalität, erzwangen Abgaben und verlangten Schweigen („omertà“). Was als Ersatzjustiz in einem Machtvakuum begann, wurde über Jahrzehnte zu einem System: ein Privatstaat ohne Legitimation, der Gewalt nur als letztes Mittel einsetzte, um Ordnung im eigenen Gebiet zu wahren. Denn Chaos kostet die Mafia Geld – Frieden sichert ihr Einkommen. Je stabiler ihr Einflussbereich, desto verlässlicher die Einnahmen. Die Mafia war brutal, aber ihre Brutalität war meist nach innen gerichtet – gegen Abweichler, Verräter, Rivalen. Nach außen hin bemühte sie sich um Ruhe, Stabilität und Kontrolle.

19.01.2026

12:02 | Rüdiger Rauls - Trumps Pläne und Venezuelas Öl

Die Lage nach Maduros Entführung ist unübersichtlich und Spekulationen über Trumps Pläne schießen ins Kraut. Diese Unklarheit wird befeuert durch seine eigenen voneinander abweichenden Äußerungen und einiger Regierungsmitglieder. Und dann ist da auch noch die Realität. Im Siegestaumel Am Anfang ging es um große selbstlose Ziele und Ideale. Trump wollte das Leben der Amerikaner sicherer machen und den Drogenhandel zerschlagen, dem jährlich Tausende US-Bürger zum Opfer fallen. Vom Kampf gegen Drogen ist heute keine Rede mehr. Nun geht es nur noch um Öl und Rohstoffe. Die Lehre daraus sollte sein, dass höchste Vorsicht geboten ist, wenn es Meinungsmachern um große idealistische Ziele geht, für die mit moralischen Appellen geworben wird. Dahinter stecken in den meisten Fällen andere Interessen. Die Bekämpfung des Drogenhandels diente auch schon als Begründung für die Erhöhung von Zöllen gegenüber China, Kanada und Mexiko. Das scheint in Trumps Händen die eierlegende Wollmilchsau zu sein. Unter demselben Vorwand nahmen die USA auch für sich das Recht in Anspruch, in internationalen Gewässern fremde Schiffe zu versenken, ohne dass diese Vorwürfe überprüft oder gar bewiesen worden wären. Dabei ist der Kampf gegen Drogen in erster Linie Aufgabe der US-Behörden sowohl an den eigenen Landesgrenzen als auch im Inland. Andere Staaten wie China, Kanada und Mexiko hatten zwar ihre Bereitschaft zur Mithilfe gezeigt, aber es ist nicht deren Aufgabe, amerikanische Drogenprobleme zu lösen. Schon gar nicht lassen sie sich von der US-Regierung vorschreiben, wie sie amerikanischen Interessen zu dienen haben.

Nun ist Drogenhandel nur noch einer von mehreren Anklagepunkten gegen den venezolanischen Präsidenten Maduro vor amerikanischen Gerichten. Vor wenigen Tagen erklärte Trump, er  habe mit der Interimspräsidentin in Caracas, Delcy Rodriguez „über mehrere Themen gesprochen, darunter Öl, Mineralien, den Handel und die Nationale Sicherheit.“

(1). Es sei ein sehr gutes Gespräch gewesen. Offensichtlich aber ist Drogenhandel kein Thema mehr, obwohl dieser der Vorwand für den militärischen Angriff auf das Land war. 

Auch Maduro selbst steht nicht mehr in Zentrum öffentlicher Aufmerksamkeit. Im Vordergrund steht die Frage nach der Zukunft Venezuelas. Wie immer ist Trump mal wieder mit  Vollmundigen Erklärungen vorgeprescht und hatte sich eigenmächtig zum Verwalter des Landes erklärt. Er sieht sich als derjenige, dem es gelingt, dass sowohl Venezuela als auch der amerikanischen Bevölkerung strahlende Zeiten bevorstehen. „Venezuela wird bald wieder großartig und wohlhabend sein,
vielleicht sogar mehr als je zuvor!“

(2)  Besoffen vom Erfolg der geglückten Entführung stellte er sich prahlerisch als Retter der Welt dar, dem nur noch der Friedensnobelpreis fehlt. Was anderes war von ihm zu erwarten,  nachdem in kurzer Abfolge militärische Nadelstiche gegen Islamisten in Syrien und Nigeria zu grandiosen Siegen aufgebauscht worden waren. Im Taumel dieser geglückten Militärschläge, deren Bedeutung und Wirkung er gewaltig überschätzt, droht er nun in einem Aufwasch auch dem Iran, wenn dieser nicht das Töten einstelle. Für die von einem ICE-Beamten getötete Demonstrantin im eigenen Land hatte er dagegen kein Mitleid, stattdessen verunglimpfte er sie als „inländische Terroristin“. Entzugserscheinungen  Die blendenden Erfolge, errungen durch Lufteinschläge gegen weit unterlegene Gegner, sind fürs erste Vergangenheit. Nun steht Trump erneut vor den Niederungen eines Alltags, wo die drängenden Probleme wie die Verbesserung der Lebenslage der US-Bürger und die Bewältigung der Defizite immer noch auf eine Lösung warten. Schnelle Erfolge, mit denen man die Öffentlichkeit blenden und sich als Superman aufspielen kann, sind nun erst einmal Vergangenheit.

Er braucht den Erfolg persönlich und seine Anhänger erwarten von ihm Belege, dass Amerika auf dem Weg ist, wieder groß zu werden. Wenn die wirtschaftlichen Erfolge sich nicht einstellen, dann sollen wenigstens politische oder militärische die Illusion von Größe bedienen. Wie ein Süchtiger braucht er die Droge der öffentlichen Aufmerksamkeit. Seine Drogen sind Konflikte, aus denen er als Sieger hervorzugehen scheint. Kaum dass Venezuela für publikumswirksame Schlagzeilen nicht mehr taugt, müssen neue Konfliktfelder her, auf denen er sich bestätigen kann. Nun liegt wieder das Thema Grönland auf dem Tisch und neuerdings auch der Iran. Aber der Iran ist nicht Nigeria oder Syrien, wo man mit Billigung der ansässigen Regierungen feindliche Gruppen aus der Luft bombardieren kann. Und Grönland ist nicht Venezuela, wo man ein geschwächtes Land mit überlegenen Streitkräften angreifen und den Regierungschef entführen kann. Man kann zwar wie der Elefant im Porzellanladen herumpoltern, aber auf der Gegenseite stehen Kräfte, die nicht unterschätzt werden dürfen. Doch Besonnenheit, Feingefühl und Geduld nicht gerade Trumps Stärken. 

Weil seiner Regierung und anscheinend auch seinen Anhängern diese Eigenschaften fehlen, hat Trump bisher kaum etwas zufriedenstellend zu Ende bringen können, und so sieht es auch mit Venezuela aus. Nach dem Anfangserfolg einer geglückten Entführung weiß niemand, wie es dort weitergehen soll. Zwar glaubt Trump, das Land selbst übernehmen zu müssen, damit dort wieder Wohlstand einzieht, aber bisher ist nicht zu erkennen, wie das vonstatten gehen soll. Denn die alte Führung ist weiterhin uneingeschränkt im Amt, und der Opposition will Trump die Macht in Venezuela nicht anvertrauen oder gar ganz überlassen.

Vermutlich könnte sein krankhaftes Geltungsbedürfnis es nicht ertragen, wenn er den eventuellen Erfolg der Neugestaltung des Landes mit einem der Oppositionspolitiker teilen müsste oder gar leer ausgehen würde. Er allein will am Ende als der Gründervater des venezolanischen Neuanfangs gefeiert werden. Von seinen Leuten kann er auch niemanden dort einsetzen, denn dazu müsste er Truppen nach Venezuela schicken, um dort durchsetzen zu können, was ihm vorzuschweben scheint. Aber im Moment kann ohnehin niemand sagen, welche Verhältnisse Trump dort herstellen will, nicht einmal er selbst scheint eine Vorstellung davon zu haben.

Zweifelhafter Erfolg
Bisher hat Trump wie eigentlich immer nur Sprechblasen abgesondert, wobei eine nach der anderen dabei ist, zu platzen. Wenn die amerikanischen Öl-Konzerne sich weiterhin weigern, in Venezuela zu investieren, dürfte die ganze Operation zu einem finanziellen Desaster für das Pentagon werden. Nach Analysen des Center for Strategic and International Studies kostet die US-Militärpräsenz im Karibikraum etwa 31 Millionen US-Dollar pro Tag. Das entspricht rund 930 Millionen US-Dollar pro Monat(3), und noch ist der Einsatz nicht beendet.

Vielleicht unter dem Druck der Kosten für diese Operation scheint Trump allmählich Kreide zu fressen. Hatte er kurz nach der Entführung Maduros noch mit einer zweiten Angriffswelle gedroht, so hatte er in der Folge sehr schnell Gründe zur Hand, weshalb diese nicht mehr nötig sein werde. War es zuerst die erfolgreiche Ausführung des Angriffs, so ist es inzwischen die aus Trumps Sicht hervorragende Zusammenarbeit mit dem Regime in Caracas. Das aber besteht weiterhin aus den alten Kräften, die bisher die Geschicke in Venezuela bestimmten – nur ohne Maduro. Dabei hatte es auch zu Maduros Zeiten nicht am guten Willen Venezuelas an einer Zusammenarbeit mit den USA gefehlt. Das wird alleine daran schon deutlich, dass neben dem US-Konzern Chevron auch viele andere westliche Konzerne am Orinoco Öl fördern durften. Maduro selbst war zu vielen Kompromissen bereit, um den Würgegriff der westlichen Sanktionen zu lockern. Trotz der Risiken scheint man in Washington die militärische Lösung bevorzugt zu haben. Dass diese Gefahr bestand, bestätigte Generalstabschef Dan Caine wenige Tage gestand: „Wenn nur ein Teil der Operation schiefgegangen wäre, hätte der Erfolg der gesamten Mission infrage gestanden“ (4)

Vielleicht glaubte man auch den eigenen Theorien, dass der Einsatz wegen der zu erwartenden Gewinne aus dem Verkauf venezolanischen Öls für die amerikanischen Steuerzahler keine  Kosten verursachen werde. Das hatte man schon beim Angriff auf den Irak versprochen. Doch der Irakkrieg wurde am Ende wesentlich teurer, und auch das Venezuela-Abenteuer ist noch nicht zu Ende. Denn Trump will die Flotte vorerst noch in der Karibik belassen und schließt nicht aus, doch noch „Bodentruppen zu entsenden beziehungsweise sich in einen längerfristigen Konflikt zu begeben“(5). Das würde die Kosten weiter in die Höhe treiben.


Widerstände
Die Belastungen für die amerikanischen Staatskasse werden aber nicht nur von der Dauer des Konflikts bestimmt. Vieles wird davon abhängen, ob die Ölkonzerne in Venezuela investieren
werden und ob es wirklich gelingt, die Ölverkäufe unter US-Kontrolle abzuwickeln und daraus Gewinne zu erwirtschaften. Nach Trump sei ein Abkommen getroffen worden. „Das  Gesamtvolumen der Vereinbarung zwischen Washington und Caracas beläuft sich auf zwei Milliarden Dollar.“(6). Inzwischen soll mit dem Verkauf des Öls begonnen worden sein. Des weiteren behauptet der amerikanische Präsident: „Die Einnahmen aus den ersten Transaktionen im Wert von rund 500 Millionen Dollar sollen auf von der US-Regierung kontrollierten Konten verwahrt werden.“(7) Daraus wird aber nicht ersichtlich, wem diese Einnahmen zugute kommen werden. Es ist unwahrscheinlich, dass Venezuela weiterhin Öl fördern wird, wenn es an den Einnahmen nicht beteiligt ist, und so lange die USA keine Kontrolle über die Förderung im Land haben, haben sie erst einmal wenig Einfluss auf die Lieferungen. 

Auch ist unklar, um welches Öl sich dabei handelt. Nach Trumps Angaben „würden venezolanische Behörden zwischen 30 und 50 Millionen Barrel sanktioniertes Öl an die USA „übergeben“(8) Das bedeutet aber auch, dass die USA es noch nicht haben. Oder handelt es sich dabei um Öl, das auf den festgesetzten Tankern gebunkert ist? Vieles ist unklar und Trumps Aussagen müssen mit Vorsicht genommen werden. Er nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau, wenn es um seinen Vorteil und Selbstdarstellung geht.

So weiß er beispielsweise von Hunderten russischer und chinesischer Schiffe in den Gewässern vor Grönland im Gegensatz zu seinen eigenen Geheimdiensten und allen anderen auch. Er ist der einzige. Das letzte chinesische Kriegsschiff war vor etwa zehn Jahren dort gesichtet worden. Von daher sind Zweifel an Trumps öffentlich vorgetragener Zuversicht angebracht, und ob die Venezuela-Deals so reibungslos ablaufen werden wie von ihm in Aussicht gestellt, wird sich zeigen. Die venezolanische Präsidentin Delcy Rodrigez hat zwar die Absicht zu guter Zusammenarbeit mit den USA kundgetan. Alles andere wäre unklug, will sie keinen weiteren Kriegshandlungen von Seiten der USA riskieren. Auch wenn Trump sicherlich keine Bodentruppen schicken kann auf Grund der Widerstände in den USA selbst, aber auch Angriffe aus der Luft oder von See her können große Opfer und Schäden in Venezuela verursachen, die sie vermeiden will. Dennoch hatte sie auch deutlich gemacht, „sie werde die Ressourcen des Landes verteidigen.“ (9)

Man wird sehen, wie dieses Kräftemessen sich weiter entwickeln wird. Für die großen USÖlförderer jedenfalls ist Venezuela nach deren eigenen Aussagen derzeit nicht investierbar.
Angesicht des Überangebots an den Ölmärkten werden zusätzliche Fördermengen eher als eine Bedrohung für ihre Geschäfte gesehen. Die Unternehmen rechnen damit, dass die Preise auf längere Sicht niedrig bleiben werden, sodass sich Investitionen in die heruntergekommene venezolanische Infrastruktur auf Jahre nicht rechnen werden.

Der Chevron-Konzern will stattdessen sogar „die Kosten bis Ende 2026 um bis zu drei Milliarden Dollar senken … seine Belegschaft um bis zu 20 Prozent reduzieren.“ (10) Da will man sich
sicherlich mit Investitionen in Venezuela keinen neuen Klotz ans Bein binden, auch wenn man damit den amerikanischen Präsidenten verärgern könnte. Denn alle Ölkonzerne sind  Aktienunternehmen, und diese sind gegenüber ihren Aktionären juristisch verantwortlich, nicht aber dem amerikanischen Präsidenten.

(1, 2) FAZ 16.1.2026 Trump lobt Venezuelas Führung
(3) CSIS 15.1.2026 Die Kosten und globalen Auswirkungen des US-Militäreinsatzes gegen Venezuela,
(4) FAZ 9.1.2026 Als Trump fürchtete, ein neuer Jimmy Carter zu werden
(5) FAZ 10.1.2026 Der Kongress regt sich
(6, 7) FAZ 16.1.2026 Trump lobt Venezuelas Führung
(8, 9, 10) FAZ 8.1.2026 Schwierige Ölgeschäfte in Venezuela
Rüdiger Rauls ist Reprofotograf und Buchautor. Er betreibt den Blog Politische Analy

17.01.2026

11:33 | Leserkommentar zu gestern
Liebe/r JE, das spricht mir aus der Seele. Einsamkeit mitten unter anderen, in Gesellschaft. Könnte 1:1 von mir sein. DANKE!

Überraschenderweise wußte schon Tennesse Williams um diese zerstörerischen Mechanismen der Gesellschaft.
Habe vor einiger Zeit ein Theaterstück gesehen: "Orpheus steigt herab" und mir wurde gegen meinen Willen ein Programmheft geschenkt - zum Glück! :)

Das Theaterstück war grausam häßlich - aber SO gut!
Das Programmheft offenbarte mir dann Zusammenhänge, die ich unbewußt schon lange spürte, aber nicht ausdrücken konnte.

Kurz zusammenfaßt geht es um:
den zerstörerischen und unauflösbaren Konflikt zwischen dem freiheitssuchenden Einzelnen, dem sensiblen, unangepaßten Individuum und der ihn ausgrenzenden oder in der Vereinnahmung auslöschenden "Gemeinschaft" aller anderen um ihn.

Mitglieder der Masse .. sie trauen sich nicht, zu leben, ihren Leidenschaften zu folgen, ihre Individualität zu leben, sie passen sich der Masse an, auch wenn sie es nicht wollen .. und grenzen andere, die sich trauen, was sie selbst nicht "wagen", aus ..

Das freiheitsliebende selbstbestimmte Individuum wird von der gleichgeschalteten Masse als Fremdkörper empfunden und "ausgestoßen", weil es "anders" ist.
Es hat das Bedürfnis nach Gemeinschaft wie alle anderen.
Wenn es es selbst bleibt, wird es ausgestoßen.
Wenn es sich anpaßt und ändert, um dazu zu gehören, gibt es Teile von sich selbst auf und ist kein selbstbestimmtes Individuum mehr. = Selbstaufgabe.
Unlösbar in DIESER Gesellschaft/"Gemeinschaft".

Wir wissen, was wir zu tun haben - geht gar nicht anders. Das ist oft nicht leicht, aber ich glaube, es zahlt sich aus. :)
Die Alternative: inakzeptabel.

Uns allen VIEL KRAFT!!

Liebe Grüße!!!!!
:)

11:34 | Leserkommentar
Danke, danke Je, für diese so wichtigen Zeilen, die mir persönlich sehr aus dem Herzen sprechen. Es ist längst Zeit, dass sie endlich mal so deutlich ausgesprochen werden. Und wenn man den Inhalt für sich zulässt, dann kann man auch automatisch den nächsten gesunden Schritt in diesem kranken Wahnsinn gehen.

Viele herzliche Grüße und großen Dank für Euren unermüdlichen Input,

11:35 | Leserkommentar
Danke für Betrag, werte JE. Doch wie soll man das nach Aussen gesehen umschreiben. Vor allem, weil es das ganzes Lebensumfeld in dem ist umfasst. Es hat zudem sehr viel dem subjektiven Bewusstheitsgrad zu tun, der rein persönlich ist. Das Ganze ist ein Prozess, der eigentlich ein ganzes Leben andauert, wenn man es für sich erlaubt. Das kommt wahrscheinlich dadurch inwieweit man das gelebte Aussen, als Beobachter bwusst wahrnimmt. Auf mich gesehen begann dieser Prozess denn Sie beschreiben. Im Jahre 1999. Weil das Jahr 2000 oftmals dunkel gesehen wurde. Hier fing ich dann an, mcht wirklich mit Wirtschaft, Geldwesen usw. zu befassen und das nicht nur öberflächlich. Und eben auch die politischen, gesellschaftlichen Dinge, wirklich zu hinterfragen. Und das nicht nur öberflächlich. 2005 war ich dann soweit persönlich für mich zur Tat schreiten. Der technische Fortschritt gewann, sehr an fahrt. Vor allem das Net, war hier ausschlaggebend.

Dann kam HG usw. Ich hielt bis 2018 durch, das Aussen aufzuwecken. Dann war die Luft heraus... Weil in meinem Umfeld bis auf sehr wenige, meinen Ausführungen nicht mal mehr etwas glauben schenkte. Dann beschoss ich, bis aufs HG, TB meistens zu schweigen. Weil es reine Energieverschwendung war und ist. Weil jeder eben nur das ist, was denkt und fühlt, grob umschrieben. War ich damals schon komischer Kauz, weil ich eben gerne weiter dachte und das schon seit sehr jungen Jahren. Dann kam Corona. In dieser Zeit, Hat sich mein nahes Umfeld, wie auch weitere. Vollkommen zerlegt. Ich wurde zum Volksschäding, da ich mich impfen lies. Und auf die Verwandtschaft gesehen, wurde ich gerade so noch akzeptiert aber trotzdem gemieden. Das betrifft auch meine Frau. Nur die Verwandschaft im Osten war hier aufgeschlossener. Aber selbst dort konnte man keinen Klartext reden. Und über Corona, redet man auch heute höchsten noch mit vorgehaltener Hand. Was wenig Ausdruck im Aussen bringt. Trotz Net uswr. Manche erzählen einen wie schlecht es ihnen Gesundheitlich geht. Doch das hier die Impfung hier was begetragen hat, wird meist negiert. Das gleiche haben wir politisch gesehen. Fast keiner spricht mehr darüber z.B. im Verein. Und wenn mal was sagt, wird man komisch angesehen und sofort das Thema gewechselt. Mit Zeit zum schweigen, auch wenn man eigentlich nicht schweigen will...

Dazu trägt auch bei, das Wissen fehlt. In Zeiten von TikTok nachvollziehbar. Dann haben wir noch die verschiedenen Generation. Und die heute 30 sind, hier ist ist gefühlt die Unwissenheit noch viel größer... Fast alles unter dieser Zahl, ist es schon die Ausnahme, hier was zu erwarten. Falls der derjenige nicht in einer Partei ist, oder derer gewogen ist. Und dort stösst man oft auf pure Ingnoranz. Zumindest bei denen ich mal angesprochen habe. Das waren nicht viele. Da ich inzwischen über die Jahre, zum alten weissen Mann wurde. Ausser ein gewisser Rest-Rspekt ist da nicht viel geblieben. Schon alleine deshalb, weil ich kein Smart-Ph. habe. Die meisten kennen keinen Mangel usw. Überall fast nur Einhörner, Schneeflöcken um mich rum. Und das ist sogar an kein Alter gebunden. Die meisten haben nach meiner Auffassung ihre Kindheit, Jungend usw. vergessen.

Ausser wenn es um Spass, saufen und essen geht. Man kann dem Massenbewusstsein nicht entfliehen, man kann sich Nischen suchen, wenn man noch will.

Ich bin ein altgedienter "Veteran" werte JE. TB ist wahrscheinlich meine letzte Passion, die ich diesen Bezug hegen werde. Doch wer weiss das schon.

Frei nach James Bond, "Sage niemals nie". Doch nach dem Zeitraum, kommt auch der Faktor ins Spiel. Alles hat seine Zeit. Für mich, der im letzten drittel seiner Reise hier Unten ist. Im übrigen, verliert man nie den Anschluss, wenn man sich als Beobachter nimmt. Denn sobald Du Beobachter bist. Zeigst Du Deine Präsenz.Und diese Präsenz schon alleine, führt bei Dir dann und anderen zu einer Reaktion. Die läuft meist nicht offen, sondern verdeckt. Und sicherlich ist es das Wert. Denn man macht Erfahrungen um sich zu verfeinern. Eigentlich das einzige was man mitnehmen kann. Somit ist man für andere Reisen, besser gerüstet. Als Tropfen, im ewigen Seins-Meer. Wo wir wieder bei, "Jedem das Seine sind. Je nach Begehr"...

11:36 | Leserkommentar
Werthe Bachheimers, Danke JE, Sie sprechen in fast allen Teilen das aus, was ich selber Empfinde. Ist gut zu wissen, nicht allein zu sein in dieser ubermächtig gefühlten Ohnmacht.

11:37 | Leserkommentar
Liebe JE, Ich fühl' Dich. Genauso. Alles passt!
Liebe Grüße

11:38 | Leserkommentar
Zu JE‘s Moment
Ein unglaublich berührender Artikel der sicher vielen b.com Lesern aus der Seele spricht. Besonders seit der Corona Zeit musste ich meinen Freundeskreis überdenken und bin nun mit jenen, die sich so wie ich, entschlossen haben außerhalb der Blase des betreuten Denkens zu leben, intensiver befreundet als mit allen anderen jemals zuvor.
TB hat mit seinen Kommentatoren JE und TS (solange ihm seine Schwiegermutter nicht in die Quere kommt) einen Goldgriff gemacht.

17:40 | Leser Kommentar zu 11:35
Auszug: 
Ich wurde zum Volksschäding, da ich mich impfen lies.

Ich denke, da hat der Schreiber das Wörtchen nicht vergessen. Ansonsten kann ich mir den Text nicht erklären.

16.01.2026

18:56 | Der Moment, in dem man die falschen Menschen loslässt

Dabeisein und trotzdem einsam
Viele von uns kennen dieses Gefühl, wenn man in einer Runde sitzt und eigentlich dabei ist doch innerlich längst weit weg. Man lacht an den Stellen, an denen man nicht lachen will. Man nickt, obwohl man etwas ganz anderes denkt an Dinge die man in dieser Runde niemals wagt auszusprechen. Und man spürt, wie man sich langsam kleiner macht, nur damit es „passt“. Nicht weil man so ist, sondern weil man es gelernt hat. Weil die Gesellschaft anderer einen beruhigt. Weil sie einen wärmt, solange man sich an sie hält. Nicht aneckt und nicht auffällt.

Aber diese Wärme ist nicht kostenlos. Sie ist wie ein Raum ohne Luft: Es ist nicht kalt, aber man bekommt irgendwann keine Luft mehr. Man merkt es erst spät, weil man sich an die Einsamkeit inmitten dieser "Freunde" gewöhnt. Weil alle sagen: „Ist doch normal.“ Da muss man sich eben anpassen. Und weil „normal“ manchmal nur heißt: alle halten es irgendwie aus.

Sich selbst verlieren, ohne es anfangs zu merken
Irgendwann kommt dieser Punkt, an dem man sich deplatziert fühlt. Man sitzt zwischen Menschen, die einem eigentlich vertraut sein sollten, und trotzdem fühlt man sich fremd. Nicht dramatisch, nicht plötzlich aber so nach und nach, man wird still und immer stiller.

So still, dass man sich fragt, ob man übertreibt, ob man sich mehr bemühen und zusammenreißen sollte. Vielleicht liegts an mir, denkt man. Vielleicht muss man sich einfach anpassen. Vielleicht ist man zu empfindlich. Und würden die Anderen überhaupt bemerken wenn man geht, eines Tages nicht mehr da ist? Nicht mehr dasitzt und schweigt.

Und genau da beginnt das Problem: Man fängt an, sich selbst zu verhandeln. Man gibt kleine Stücke von sich her. Hier ein Satz, den man nicht sagt. Da eine Meinung, die man schluckt. Dann ein Ja, das eigentlich ein Nein war. Und irgendwann ist es nicht mehr „nur einmal“, sondern der Standard. Man wird gut darin. So gut, dass man sich selbst dabei kaum noch bemerkt. Selbstverlegung. Selbstbetrug. Selbstaufgabe...

Die Ruhe, in der man verschwindet
Aber es bleibt dieses komische Ziehen im Bauch. Dieses Unwohlsein, das nicht weggeht, egal wie sehr man sich bemüht, nett, passend, harmonisch zu sein. Weil Harmonie, die einen auffrisst, keine Harmonie ist sondern ein stiller qualvoller Tod. Man verschwindet.

Und dann passiert etwas, das viele vermeiden, weil es unbequem ist: Man entscheidet sich. Nicht laut, nicht aggressiv, nicht „Jetzt zeig ichs denen“. Sondern einfach so. Man geht. Man macht nicht mehr mit. Man bleibt nicht dort, wo man sich innerlich ständig rechtfertigen muss, warum man so ist, wie man ist. Man bleibt nicht bei Menschen oder gar "Freunden", bei denen man sich zusammenreißen muss damit man nur ja nicht aneckt.

Allein sein oder sich verlieren
Das klingt hart. Vielleicht ist es hart. Aber es ist ehrlicher... Viel ehrlicher... Denn ja, allein zu sein kann wehtun, anfangs... Aber was schlimmer ist: Unter Leuten zu sein und sich trotzdem allein zu fühlen. Neben Menschen zu sitzen und innerlich zu denken: Wenn man jetzt wirklich man selbst wäre, wäre es hier sofort vorbei. Das ist keine Freundschaft. Das ist Theater. Und Theater macht müde. Laugt aus und fühlt sich komisch an. Macht einen irgendwann depressiv oder leer, und man weiß nicht mal genau warum.

Man muss nicht mit jedem zurechtkommen. Man muss nicht überall dazugehören. Man muss nicht in jeder Gruppe funktionieren wie ein gut geöltes Teil.

Und man muss auch nicht beweisen, dass man „teamfähig“ ist, wenn das Team einen nur mag, solange man sich selbst wegstellt. Das ist kein Team, das ist ein Vertrag: Man gibt sich auf, und dafür darf man bleiben. Super Deal... Wenn man sich für den Weg allein entscheidet, entscheidet man sich nicht gegen Menschen. Man entscheidet sich gegen das falsche Umfeld. Gegen all diese Verrenkungen und Selbstverleugnungen.

Wenn es still wird
Und es wird unangenehm, es wird ungewohnt... erstmal. Erst mal. Man merkt, wie still es wird, wenn man nicht mehr mitspielt. Wie schnell manche Kontakte weg sind, wenn man nicht mehr nützlich ist als Zustimmungslieferant. Wie freundlich Leute sind, solange man weich ist und wie kühl, sobald man sich auf die eigenen Hinterbeine stellt. Das ist nicht schön. Aber es ist aufschlussreich. Sehr sogar.

Manchmal denkt man dann: Wars das wert?
Und dann kommt dieser Moment, der leise ist, sich aber großartig anfühlt. Man merkt das man frei ist, frei von all dem dummen Geschwätz, den öden Gesprächen denen man nicht abgewinnen kann.

Die andere Art von Einsamkeit
Und plötzlich ist alleine sein keine Einsamkeit mehr und auch nicht mehr automatisch was Schlechtes. Es wird zu einem Raum. Der eigene Raum wo man sich neu orientieren kann. Es gibt eine Einsamkeit, die krank macht. Und es gibt eine Einsamkeit, die heilt. Allein und frei. Allein und zufrieden. Allein und trotzdem gemeinsam mit sich selbst.

Die Veränderung
Und ja, man wird Dinge verlieren. Routinen, Einladungen, diese scheinbare Sicherheit, dass immer irgendwer da ist. Am Wochenende am Abend. Vielleicht geht man zuerst nur innerlich. Vielleicht sagt man weniger. Vielleicht sagt man einmal „Nein“ und merkt, wie die Stimmung im Raum kippt. Nicht spektakulär. Unregelmäßig.

Wenn Resonanz wichtiger wird als Masse
Man wird nicht sofort die richtigen Menschen finden. Und das ist okay. Denn der Zwischenraum ist wichtig. Und dann, irgendwann, passiert es: Man trifft Menschen, bei denen man sich nicht dauernd verbiegen muss. Bei denen man atmen kann. Wo man nicht ständig überlegt, wie man wirkt. Und was man sagen darf, was nicht.

Lieber allein als ständig unwohl. Lieber allein als ständig falsch. Lieber allein als dieses halb anwesende Leben.

Der entgültige Schritt
Man geht. Nicht wütend. Nicht laut. Man geht mit aufrechtem Gang.

Und wenn man kurz schwankt, wenn man denkt „Vielleicht übertreibe ich“, dann erinnert man sich:

Auch wenn es am Anfang… schief ist.
Auch wenn es wackelt.
Auch wenn es Anfangs ungewohnt ist.

Weil das Echte selten glatt ist.

Neue Wege
Und sobald man beginnt, die eigene Meinung nicht mehr zu tarnen, auch wenn sie nicht in den Mainstream passt, passiert etwas Interessantes. Neue oder auch bereits bekannte Menschen tauchen auf, welche die genau das schätzen.

Nicht, weil man laut ist. Sondern weil man echt ist. Man findet keine große Masse, aber eine bessere. Keine perfekte Harmonie, aber ehrliche Resonanz. Und plötzlich merkt man, das auch andere Menschen gleich wie man selber denken, es aber auch in der breiten Gesellschaft ebenfalls nicht zeigen und sich genau so still verhalten wie man selber. Und man versteht: Es ging nie darum, viele Freunde zu haben. Es ging darum, die richtigen zu finden – auch wenn sie erst kommen, nachdem man den Mut hatte, fast alle gehen zu lassen.

Vielleicht schreibt man eines Tages sogar für einen Internetblog. Nicht für die breite Masse. Sondern für die, die ähnlich denken und sich bisher nicht getraut haben. Und man versteht: Man hat nicht den Anschluss verloren – man hat nur den falschen Kreis verlassen. JE

17:51 | usawatchdog: Geldabflussstopp versetzt globalistische Machtstrukturen in Panik – Alex Newman

Der Journalist Alex Newman, Autor des beliebten Buches „Deep State“ (das bald umfassend aktualisiert und neu aufgelegt wird), glaubt, dass die bösen Mächte, die versuchen, Amerika zu stürzen, verzweifelt sind, weil ihnen das Geld und ihre Pläne ausgehen. Newman sagt: „Ich glaube, dass der globalistische Deep State in Panik ist, und ich glaube, dass die Linke es auch ist. Die Operation gegen Maduro hat eine massive Schockwelle durch die globale Linke geschickt. Ich betrachte die globale Linke als einen Tentakel des globalen Deep State. Er erstreckt sich über Venezuela und bis nach Minneapolis. Vergessen wir nicht, was 2020 passiert ist. Der sogenannte Aufstand wurde von Rockefeller-Frontgruppen organisiert, und das sind bezahlte professionelle Revolutionäre. Ja, sie sind nützliche Idioten, aber sie verfügen über enorme Geldmittel.“

Ende November warnte Newman: „Linke Marxisten bereiten sich jetzt darauf vor, Amerika zu übernehmen.“ Dann wurde der venezolanische Präsident Nicholus Maduro verhaftet, was diesen Plänen einen Dämpfer versetzte. Newman weist darauf hin: „Venezuela war die Geldquelle, die diese gesamte subversive Bewegung durch Drogen und Öl finanzierte. Donald Trump hat mit einem Schlag diesen massiven Teil ihrer Architektur zerstört, und sie sind völlig außer sich. Sie haben große Angst vor dem, was als Nächstes kommen könnte.“

Zu viel Macht, zu wenig Kontrolle, zu viele fette Netzwerke ohne Rechenschaft. Der Gestank nach Korruption, Manipulation und Elitenfilz ist unübersehbar. Wer das leugnet, hat entweder Scheuklappen oder einen Platz am Futtertrog. JE

15.01.2026

12:34 | german-foreign-policy: Der Amokläufer und sein Kumpan

Die Bundesregierung schweigt weithin zu dem globalen Amoklauf der Trump-Administration mit einer steigenden Zahl an Gewaltverbrechen gegen fremde Staaten und signalisiert partielle Zustimmung. US-Präsident Donald Trump hat in der vergangenen Woche bestätigt, er sehe sich nicht an internationales Recht, sondern lediglich an seine „eigene Moralität“ gebunden. Trump äußerte dies nach dem Angriffskrieg gegen Venezuela und der Verschleppung seines Präsidenten; zudem drohte er mit einer Erdölblockade gegen Kuba und mit einem zweiten Angriffskrieg gegen Iran. In Kuba zieht Trump die Ernennung von US-Außenminister Marco Rubio zum Präsidenten in Betracht – und damit den Umbau des Landes in ein US-Protektorat. Begleitend fordert er, den US-Militäretat um rund zwei Drittel auf 1,5 Billionen US-Dollar aufzustocken – rund 55 Prozent aller weltweiten Militärausgaben im Jahr 2024. Die ungehemmt verübten Verbrechen gegen fremde Länder ähneln auf internationaler Ebene den Amokläufen mit zahllosen Todesopfern, von denen die USA regelmäßig erschüttert werden. Berlin erklärt die Lage auch weiterhin für „komplex“; Außenminister Johann Wadephul fordert, gegen Iran müsse der Westen „zusammenstehen“.

dazu auch gleich passend voltairenet: Bewaffneter Raubüberfall

Am 3. Januar verkündete Präsident Trump von seiner Residenz in Mar-a-Lago: "Auf meine Anweisung hin haben die US-Streitkräfte eine außergewöhnliche militärische Operation in der Hauptstadt Venezuelas durchgeführt, um den gesetzlosen Diktator Nicolas Maduro vor Gericht zu bringen. Nicolas Maduro und seine ebenfalls festgenommene Ehefrau, werden aufgrund einer Anklage des US-Justizministeriums aus dem Jahr 2020 wegen mehrerer Bundesdelikte, darunter Drogenterrorismus und Drogenhandel, strafrechtlich verfahren werden." Das eigentliche Ziel dieser großen, militärischen Operation – durchgeführt mit 150 Flugzeugen und Hubschraubern, Kriegsschiffen und Spezialeinheiten – ist, venezolanisches Erdöl zu beschlagnahmen: Venezuela verfügt über die größten Ölreserven der Welt.

König Donald regiert die Welt wie eine Reality-Show: Wer nicht spurt, wird rausgevotet – notfalls mit Marschflugkörpern. Gier ersetzt Gesetz, Größenwahn ersetzt Diplomatie, und Erpressung ersetzt Eigentum. JE

10:49 | UCN: Du bist der Dumme: 10 Vorgehensweisen der Massenmanipulatoren

Wir sind in ein verhaltenspsychologisches Programm eingebettet. Die globale Elite manipuliert alles – von Ereignissen bis hin zu Informationen – und errichtet dabei eine autoritäre Technokratie. Die Mächtigen warten nicht darauf, dass Ereignisse wie eine Pandemie eintreten, um sie anschließend auszunutzen; stattdessen erschaffen sie die Ereignisse selbst, die für ein vorher festgelegtes Ergebnis inszeniert werden. Die Massen müssen jedoch über die wahren Motive im Unklaren gehalten werden, während man sie dazu lenkt, Maßnahmen zu unterstützen, die ihren eigenen Interessen zuwiderlaufen. Der Modus Operandi bedient sich dabei der folgenden Täuschungsmittel.

Passend zum Text unten. JE

14.01.2026

18:31 | Die Invasion der Idioten... oder vom denkenden Menschen zur betreuten Meinung zum Massenwahn

Plötzlich sind wieder alle einer Meinung. Wie praktisch. Gestern was es noch eine interessante Diskussion auf Augenhöhe, heute ist es „Wissenschaft“, und morgen sind wir alle räächts. Ein Satz in den Nachrichten, ein Bild auf Social Media, drei "Experten" im Studio – und schon läuft das kollektive Denken im Energiesparmodus.
Was wie gesunder Menschenverstand klingt, ist oft nur das Echo einer gut geölten Wiederholungsmaschine besser bekannt als Echokammer.

Das Erstaunliche daran ist, dass es dafür nicht einmal Leute wie George Soros braucht. Es reicht der Mensch selbst. Dieses soziale Wesen, das lieber gemeinsam an die Wand rennt und sich die Birne blutig schlägt, als allein kurz stehen zu bleiben um auf die Idee zu kommen das es der falsche Weg ist nur um dann alleine wieder umzukehren. Alleinsein ist unangenehm. Alleinsein fühlt sich komisch an, und es ist auf Facebook und Co besonders uncool.

Man nehme die Fußgängerampel. Rot. Kein Auto. Niemand geht, alle stehen und warten. Plötzlich kommt von hinten jemand mit eiligem Schritt, überquert rasch die Straße und viele von denen die vorher brav auf grün gewartet haben laufen hinterher, ohne Hirn ohne Grund, die Meisten davon haben es weder eilig noch achten sie auf den Verkehr. Es ist noch immer rot. Führer wir folgen dir...

In der Gruppe zählt nicht, was stimmt, sondern was verbindet. Wer denkt, stört. Wer folgt, funktioniert. Wer fragt, wird schnell als kompliziert und anstrengend einsortiert. So entsteht kein Diskurs, sondern ein schweigsames Aquarium. Alle schwimmen im Kreis und nennen das dann Orientierung.

Dann kommt das Smartphone. Man scrollt durch Schlagzeilen, Kommentare, Likes und bekommt dieses wohlig-beruhigende Gefühl: Alle sind sich einig. Natürlich sind alle sich einig... man befindet sich schließlich im eigenen Bestätigungsgehege. Der Algorithmus serviert immer wieder dasselbe Gericht, weil einmal genickt wurde. Und irgendwann wird aus Geschmack Überzeugung. Aus Überzeugung Wahrheit. Die eigene Wahrheit.

Ist ein ganz einfacher Trick... Sichtbarkeit wird mit Mehrheit verwechselt. Lautstärke mit Relevanz. Wiederholung mit Beweis. Und der Experte im TV ist schließlich der gleichen Meinung (oder ist es vielleicht umgekehrt)? Und wer widerspricht... bekommt keine Argumente, sondern die Breitseite. Abkanzeln und ausgrenzen ist effizient. Es spart Zeit, Denken und Diskussionen, Fakten und Zahlen. Man muss nur noch sortieren – gut oder böse, wir oder die anderen.

Das ist die neue Manipulation, leise, elegant, praktisch verpackt. Niemand verbietet etwas. Man darf alles sagen, theoretisch. Praktisch gibt es eine Preisliste: Ruf, Karriere, Freundeskreis, Besuch von der Polizei im Beisein der Medien die ganz zufällig just in dem Augenblick mit der Liveübertragung vorbeigekommen sind... Freiheit existiert, aber nur als Option mit Hausdurchsuchung.

Besonders beliebt ist der Mythos, intelligente Menschen seien immun dagegen. Das Gegenteil ist leider oft der Fall. Der Gebildete glaubt das, was sich am besten rechtfertigen lässt. Intelligenz ist kein Schutz vor Irrtum sie ist häufig nur eine bessere Ausrede-Maschine. Mit genügend Bildung und Sprachgewandtheit lässt sich fast jede Absurdität logisch geschniegelt präsentieren. Das wissen die "Experten" im TV am Besten.

Hinzu kommt Überforderung. Informationsflut macht nichts klarer, sondern müde. Und ein müder Geist greift dankbar nach vorgefertigten Meinungen. Nicht, weil sie wahr sind, sondern weil sie entlasten. Das ist kein Denken, das ist Auslagern. Und wer sein Denken auslagert, darf sich nicht wundern, wenn andere es übernehmen. Betreutes Denken ist somit für viele die Abends müde nach Hause kommen und entsetzt ihre Rechnungen sortieren ein Segen.

Besonders gefährlich wird es, wenn in unsicheren Zeiten Figuren auftauchen, die alles einfach dafür umso selbstbewusster erklären. Klare Sätze, starke Bilder, viel Gefühl. Endlich Ordnung im Chaos. Endlich einer der sich auskennt der erklärt, der einordnet. Erst wird Angst erzeugt, dann gleich die Lösung mitgeliefert. Ein All-Inklusive-Paket aus Problem, Erklärung und Erlösung. Das beruhigt und entmündigt. Besonders gefährdet sind hier die Naiven, die Obrigkeitshörigen, die die glauben dass sie der Nachrichtensprecher ihres Vertrauens doch niemals anlügen würde. Oder den Politiker den sie gewählt haben. Dem sie ihr Vertrauen ja geschenkt haben. Gerade der würde ein solches Vertrauen doch niemals missbrauchen. niemals Ehrenwort.

Denn plötzlich muss man nicht mehr selbst prüfen, lesen, recherchieren. Man muss nur noch glauben. Ja glauben ist gut und gutgläubig schläft gut... Und genau deshalb funktioniert es.

Dann greift die Spirale des Schweigens. In einer Runde wird etwas offensichtlich Falsches gesagt. Viele merken es. Die Zahlen stimmen nicht, niemand kennt jemanden der gestorben ist... Aber... Kaum jemand widerspricht. Nicht aus Unwissen, sondern aus Vorsicht. Aus Angst, allein dazustehen. Von der überzeugten Horde niedergeschrien zu werden. Als Idiot abgestempelt zu werden. Beschimpft zu werden... Dieses Schweigen wirkt wie Zustimmung. Eine Zustimmung die es nie gab und doch... Dieses Schweigen missverstanden als Zustimmung verstärkt den Eindruck von Mehrheit. Und mit jeder Runde wird das falsche Bild stabiler.

Schweigen ist dabei niemals neutral. Schweigen stabilisiert immer die lauteste Position. Besonders im digitalen Raum, wo andere Meinungen schnell sanktioniert werden. Das Internet, einst als Raum des Austauschs gedacht, funktioniert immer öfter wie ein moralisches Tribunal. Man lernt schnell: Es ist sicherer, das Richtige zu sagen als das Wahre.

Der Kreislauf bricht selten durch große Streitereien. Meist reicht ein Satz. Ein Hinweis, eine kritische Frage. Ruhig. Klar. Sachlich. Genau das macht kritische Denker für dieses System so gefährlich. Denn plötzlich muss die eigene Meinung begründet werden.

Und immun wird man nicht durch permanente Opposition, sondern durch Gewohnheiten. Durch Denk-Reflexion statt Dauerbeschallung. Durch Pausen bei starken Emotionen. Durch einfach einmal nichts sagen. Durch die simple Frage, ob eine Überzeugung selbst entstanden ist und wie sie sich begründet, oder ob die "eigene Meinung" nur oft genug in der Echokammer wiederholt wurde. Und durch den Kontakt mit anderen Sichtweisen, Recherchen, Berichten unvoreingenommen mit wachem Mindset, nicht zur Bekehrung, sondern als Belastungstest für das eigene Denken. Eine Meinung, die keinen Widerspruch aushält, ist keine Überzeugung, sondern ein hochgezogenes Schutzschild.

Am Ende ist es keine Frage von Lagern oder Etiketten. Es ist eine Frage der Selbstachtung. Anpassung ist bequem. Realität ist unbequem. Aber unbequem ist oft nur ein anderes Wort für frei. Geistig sowie auch frei von Idioten.

Der Einzelne wird gern klein geredet. Dabei lebt jede Massenmeinung davon, dass genug Einzelne mitspielen. Die lauteste Erzählung funktioniert nur, solange sich die Stilleren einreden lassen, sie seien allein.

Deshalb verändert sich die Welt selten, weil „die Masse“ plötzlich aufwacht. Sie verändert sich, weil genügend Menschen aufhören, so zu tun, als würden sie nichts merken. JE

13.01.2026

15:15 | tichyseinblick:  Klimapropagandistin Luisa Neubauer: Pinguine statt Gaza

Mehr als 1000 deutsche Lehrer sollen bereits ihre Klassen – von der dritten bis zur 13. Jahrgangsstufe – nach Angaben der Organisatoren für das Projekt mit dem Titel „Das globale Klassenzimmer“ angemeldet haben. Die Unterrichtsstunden sollen live vom Schiff übertragen werden. Neubauer erklärte, es gehe darum, auf den „dringend notwendigen Schutz dieses wunderschönen und fragilen Kontinents“ aufmerksam zu machen. Neubauer wird in der Antarktis aber nicht wirklich viele Tiere treffen: Es gibt Pinguine und Robben, Seevögel, vielleicht sieht sie auch Wale.

Unterstützt wird Neubauer bei ihrem Segeltrip von prominenten Gästen, die aus Deutschland zugeschaltet sind: der Hochsee-Segler Boris Herrmann, der Mediziner und Moderator Eckart von Hirschhausen sowie Tobias Krell. Gemeinsam wollen sie den Schülern die Bedeutung der Antarktis für das Weltklima näherbringen.

Neubauer und ihre Klimainfluencer-Gefolgschaft sind der Beweis, dass man auch ohne Beruf, Leistung oder Fachkenntnis irgendwo eine Existenzberechtigung haben kann – solange man moralisch laut genu bellt. Ohne Kamera wären sie bedeutungslos. Ohne Krisengedöns arbeitslos. Ohne Applaus irrelevant. JE

10.01.2026

15:10 | jourwatch  Hintergründe des Feuerinfernos von Crans-Montana: Zustände, die man vielleicht in Deutschland erwartet – aber nicht in der Schweiz

Die furchtbare Brandkatastrophe im schweizerischen Crans-Montana, bei dem an Neujahr 40 junge Menschen verbrannt sind und weitere 119 teils schwerstens verletzt wurden, offenbart ein Ausmaß an Schlampigkeit und Verantwortungslosigkeit, das man eigentlich vor allem aus Deutschland kennt, aber in der vermeintlich so hochentwickelten und piekfeinen Schweiz für ein Ding der Unmöglichkeit gehalten hätte: Bereits seit einigen Tagen ist bekann, dass – wie Bürgermeister Nicolas Féraud erklärte – in der Bar „Le Constellation“, in der sich das Unglück ereignete, letztmals 2019 Brandschutz- und Sicherheitskontrollen stattfanden. Man bedauere dies „zutiefst“, so Féraud. Zuvor hatten ehemalige Mitarbeiter berichtet, es sei ihnen verboten gewesen, die Notausgänge zu öffnen. Zudem soll eine Treppe nach einem Umbau der Bar deutlich schmaler gewesen sein, sodass die Besucher nach Ausbruch des Brandes nicht schnell genug hätten fliehen können.

Der Alpenrebell
Wie die Zeitung 24 Heures berichtet, wurde der verantwortliche Barbetreiber am Freitag wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft genommen.

18:15 | Die Eule  
Erstaunlich ist ja schon, dass niemand über die mangelnde Empfindung der Jugendlichen für Gefahren redet. Die filmten das Feuer, während die Fluchttreppe leer war.
In diesem Zusammenhang gibt es auch eine erstaunliche Gestalt mit einer Guy Fawkes Maske, die eine zweite mit einem Helm, der ihr Gesicht verbarg, auf ihren Schultern trug.
Die streckte ihre Wunderkerze dann besonders nah an die Decke und in dem folgenden Inferno erinnert die Fawkes Maske natürlich an jene Bonfire Night am 5.November 1605, Da drängt sich dann doch die Frage auf, was der Maskenträger wohl über jenen Guy wusste, der vor 420 Jahren das britische Parlament in die Luft sprengen wollte wusste.  

09.01.2026

15:06 | anti-sp: Israels Kritik am Bandera-Kult in der Ukraine

In Europa wird behauptet, die Ukraine kämpfe für „westliche Werte“, aber wie lässt sich das damit vereinbaren, dass die wichtigsten Nationalhelden der Ukraine Nazi-Kriegsverbrecher sind? In Israel wird dieser ukrainische Kult um Bandera und andere ukrainische Nazi-Kollaboraturen immer wieder scharf kritisiert, aber deutsche Medien, die sonst so Israel-freundlich sind, übersehen das aus irgendeinem Grund. In Kiew finden zu Neujahr jedes Jahr Fackelmärsche von Nazi-Sympathisanten statt, die damit Stepan Bandera, den wichtigsten Nationalhelden der Ukraine, ehren, der an einem 1. Januar geboren wurde. In Israel wird das jedes Mal kritisiert, so schrieb die Jerusalem Post am 3. Januar 2022 beispielsweise:

„Am Samstag versammelten sich in Kiew mehrere Tausend Menschen zum jährlichen Marsch zu Ehren des Geburtstags von Stepan Bandera, dem Anführer der Ukrainischen Aufständischen Armee, die im Zweiten Weltkrieg mit den Nazis kollaborierte und Tausende Juden und Polen ermordete. „Israel verurteilt den nationalistischen Bandera-Marsch“, twitterte die israelische Botschaft in der Ukraine. „Die Verherrlichung derer, die die Nazi-Ideologie unterstützten, verunglimpft das Andenken an die Opfer des Holocaust in der Ukraine.““

Also bitte... Nazis gibts doch offiziell nur in Deutschland und Österreich. Alle anderen haben höchstens eine „schwierige Vergangenheit“. Wer dort Kollaborateure ehrt, pflegt Tradition. Wer darauf hinweist, betreibt Desinformation. Holocaust-Vergleiche sind streng verboten – außer man nutzt sie politisch. Täter werden zu Freiheitskämpfern, Opfer zu Randnotizen, und Geschichte wird so lange neu sortiert, bis sie ins aktuelle Weltbild passt. Fakten schließlich exklusiv lizenziert – und Erinnerung nur erlaubt, wenn sie geopolitisch nützt. JE

04.01.2026

15:32 | tkp:  Rückblick aus dem Jahr 2030 – eine Regnose!

Zum Jahreswechsel schaut man gerne auf das vergangene Jahre zurück, analysiert, bewertet und urteilt. Dieser Rückblick macht es anders: Nach einer Reflexion über den intensiven Abschnitt 2020 – 2025 schaut er aus dem Jahr 2030 zurück. Die zentrale Frage Ende 2025 ist, ob wir Menschen fähig sind, A. Muster zu erkennen und B. aus Mustern zu lernen und C. einen ‚Change of Mind-set‘ herbeizuführen. Ich starte mit einer Reflexion der Jahre 2020 bis 2025 (dient der Mustererkennung), um mich dann ins Jahr 2030 zu beamen und zurückzuschauen. Folgende Muster sind insbesondere in den letzten Jahren zu erkennen:

Schaffe eine Bedrohung, die Angst macht.
Entwickle das (scheinbare) Gegenmittel (‚die Rettung‘).
Es kann nicht mehr überprüft werden, ob negative Auswirkungen von der Bedrohung selbst oder vom Gegenmittel kommen.
Auf jeden Fall müssen die Folgen wiederum mit einem Gegenmittel behandelt werden.

Dieses System hat nicht mehr Angst vor dem Feind – es hat Angst vor denkenden Menschen. Und genau daran erkennt man, wie morsch es bereits ist. JE

02.01.2026

12:24 |  Niemand hätte sterben müssen! Fahrlässige Innenausstattung & Personal, kein Feuerlöscher!

Was für eine Katastrophe! Sie hätte verhindert werden können mit einfachsten Maßnahmen! Sofortige Evakuierung bei Feuer, stattdessen Löschversuche durch Gäste der Bar! Kein Feuerlöscher im Einsatz, stattdessen läuft die Musik bis zum Ende! Die Menschen wurden auf schreckliche Weise gegrillt, als es zur Durchzündung kam. Die verbaute Inneneinrichtung ist definitiv nicht den Vorschriften entsprechend gewesen. Die Kommune hätte es bei Begehung merken können. Die Betreiber hätten ihr Personal schulen können bzw. müssen gegen Brandschutz.

dazu passend ET: „Panik, laute Schreie und Rauch“: Schweiz trauert um rund 40 Tote bei verheerendem Brand in Silvesternacht

Trauer in der Schweiz nach dem verheerenden Brand in einer Bar in der Silvesternacht: Rund 400 Menschen versammelten sich am Donnerstagabend zu einem Gottesdienst in dem Luxus-Skiort, um der etwa 40 Toten und mehr als 100 Verletzten zu gedenken. Bei einer Mahnwache vor Ort zündeten Menschen Kerzen an und legten Blumen nieder. Laut Behörden sei das Feuer um 1:30 Uhr morgens während einer Silvesterparty in der Bar Le Constellation ausgebrochen. Laut Einheimischen war der Ort bei Teenagern sehr beliebt gewesen.

Gute Zusammenfassung dieser Katastrophe JE

01.01.2026

12:53 |  ET: Feuer in Bar im Schweizer Luxus-Skiort: Polizei meldet „mehrere Dutzend Tote und 100 Verletzte“

Bei einem verheerenden Brand in einer Bar im Schweizer Luxus-Skiort Crans-Montana sind in der Silvesternacht womöglich viele Menschen ums Leben gekommen. Es sei mit „mehreren Dutzend Toten“ zu rechnen, zudem gebe es etwa 100 Verletzte, sagte Frédéric Gisler von der Kantonspolizei Wallis vor Journalisten. Das Feuer in der bei Touristen beliebten Bar „Le Constellation“ war während einer Silvester-Party gegen 1:30 Uhr ausgebrochen. Die Ursache für die Explosion ist noch unklar, die Behörden gehen nicht von einem Attentat aus. Nach der Detonation war ein großes Feuer ausgebrochen.

 

09:50 | UCN: Europas Panikökonomie: Eingefrorene Vermögenswerte, leere Arsenale und das stille Eingeständnis der Niederlage

Wenn eine Premierministerin ihren eigenen Mitarbeitern sagt, sie sollen sich ausruhen, weil das nächste Jahr deutlich schlimmer wird, ist das kein Galgenhumor. Es ist keine Erschöpfung, die spricht. Es ist ein Moment, in dem die Maske verrutscht – eine Bemerkung, die Führungskräfte nur dann machen, wenn die internen Prognosen nicht mehr mit dem öffentlichen Drehbuch übereinstimmen.

Giorgia Meloni wandte sich nicht an die Wähler. Sie wandte sich an den Staat selbst – an den bürokratischen Kern, der mit der Umsetzung von Entscheidungen betraut ist, deren Folgen nicht mehr zu verschleiern sind. In ihren Worten ging es nicht um eine banale Zunahme der Arbeitsbelastung. Es ging um Zwänge. Um Grenzen. Um ein Europa, das vom Krisenmanagement in einen kontrollierten Niedergang übergegangen ist und weiß, dass 2026 der Zeitpunkt ist, an dem die angehäuften Kosten endlich zusammenlaufen.

Kommentar des Einsenders
Räder müssen rollen für den Sieg?

2026 ist kein Aufbruch. Es ist der Zeitpunkt, an dem man merkt, dass die Rechnung längst fällig war – und niemand vorhatte, sie selbst zu bezahlen. JE