In der neuen Rubrik "mit offenen Karten" werden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ihre Meinungen zum Tagesgeschehen exklusiv für bachheimer.com in Form von Kommentaren abgeben. Hier kann jeder der Gastautoren bei freier Themenwahl unverblümt seine Meinung kundtun, ohne Gefahr zu laufen, gekürzt, verlängert, erklärt oder gar zensiert zu werden. Die Rubrik wird in unregelmässigen Abständen upgedatet - je nachdem wann wir die nächste Einsendung einer bekannten Persönlichkeit aus Österreich, Deutschland oder der Schweiz erhalten.

 

 

 

 

 

01.07.2020

14:21 | Willy Wimmer:   Der Hase im Pfeffer

Jetzt fällt die Republik uni sono über eine Einheit der Bundeswehr her: das Kommando Spezialkräfte. Dort werden Tendenzen verortet, über die zwar seit Jahren öffentlich berichtet wurde, ohne allerdings zwingende und angemessene Konsequenzen zu ziehen. Die in Aussicht genommene Auflösung einer ganzen Kompanie stellt jedenfalls dem gesamten KSK das Testat eines verheerenden Makels aus. Außerdem gibt man sich eine Blöße der besonderen Art, denn es hat den Anschein, daß durch diese Auflösung sich Vorgesetzte aller Ebenen in Sicherheit bringen wollen. Bis zum Generalinspekteur und die heutige Präsidentin des Europäischen Kommission, Frau Dr. von der Leyen, müssen sich doch alle Fragen, wo ihre dienstliche Verantwortung in den Jahren geblieben ist, als sich alles öffentlich erkennbar aufgebaut hatte? Die Antwort liegt geradezu auf der Hand: man hangelte sich von einem goldenen Stern zum anderen und heute sind die unteren Dienstränge die Verantwortlichen.

Lamentieren ist nicht angebracht, denn die gesamte Entwicklung bis hin zu Einsatzemblemen in Afghanistan fingen mit der bewußten Entscheidung im Jahr 1993 durch den damaligen Heeresinspekteur an, aus der Friedensarmee zur Verteidigung des eigenen Landes und des Bündnisgebietes eine Einsatzarmee für amerikanische Globalinteressen zu machen. Der „Bürger in Uniform“ wurde geradezu ausgetausch gegen den bewußt herangezüchteten „Kämpfer“. Das hat man jetzt davon.

27.06.2020

12:07 | Willy Wimmer  -  Was kommt wegen der Wahl in den USA auf uns zu?

Schon vor der Corona-Sommerpause geht der Tam-Tam in den USA mit schrillen Tönen los. Das macht deutlich,
was auf dem Spiel steht, auch dann, wenn wir durch die Lizenz-Medien in Deutschland und Europa geradezu „dumm“ gehalten werden. Dennoch gibt es Splitter, die ein Urteil darüber zulassen, wie die US-Formationen beschaffen sind und welche Chancen sie haben.Die Republikaner haben ihre Industriesparten, die mit der Rüstungs-und Erdölindustrie das finanzielle Rückgrat für den Wahlkampf stellen. Die Demokraten werden von der Rechtsmittelindustrie und dem Gesundheitsapparat getragen. Die Besonderheit bei diesem Wahlkampf wird sein, daß sich das demokratisch-republikanische Kriegsestablishment auf die Seite von Jo Biden schlagen wird, weil es mit Donald Trump und dessen isolationistischer Politik seine Felle die Niagara-Fälle runtergehen sieht.

In der westeuropäischen Presse in ihrer Trump-Feindschaft ist vorsommerlich Trump schon auf dem absteigenden Ast. Da lohnt sich ein Blick auf bestimmte Fakten: wie hat sich der angelsächsische Kernbereich entwickelt und welche Gruppen schlagen sich auf welche Seiten in einem Wahlsystem, das in keinem Fall europäischen, demokratischen Standards entspricht? Schon in den neunziger Jahren haben die „Angelsachsen“ angeblich die numerische Dominanz bei US-Wahlen verloren. Die Frage nach einem Wahlsieger wird demnach nicht mehr alleine
bei den „Angelsachsen“ entschieden. Fraglich ist mehr und mehr, auf welche Seiten sich die US-Asiaten, die Latinos und die Afro-Amerikaner schlagen werden? Dabei ist der absolute Schlüsselstaat „Florida“ in dem
die existentielle Feindschaft kubanischer Gruppen untereinander die Wahl sogar auf nationaler Ebene entscheiden kann. Von Wahl zu Wahl entwickeln sich hier Bruchlinien, die in absehbarer zeit zu einem Zerfall der USA führen können. In globalstrategischer Sicht muß dabei Mexiko gesehen werden. In Mexiko ist nicht vergessen, daß während des Ersten und Zweiten Weltkrieges deutsche und japanische Truppen an der mexikanisch/amerikanischen Grenze einen bedrohlichen Faktor für die USA darstelten. Das legt geradezu bei steigender Feindschaft zwischen den USA und China das Augenmerk unbedingt auf Mexiko und das mögliche Auftauchen
chinesischer Kräfte südlich der Grenze zu den USA zu legen.

Und Europa? Sollte die Kriegskoalition unter Jo Biden bei der Wahl Donald Trump ablösen, ist zwingend davon auszugehen, daß die Konfliktlage zu Rußland dramatisch in den Vordergrund gerückt wird. Die Kräfte, die
über Kiew nach Moskau wollten, bestimmen in den USA wieder den Ton in der demokratisch-republikanischen
Kriegsallianz. Die deutsche Bundesregierung ist im Verbund mit anderen europäischen Regierungen über den „kriegsfernen“ US-Präsidenten Trump im Schulterschluß mit der Kriegsfront in Washington hergefallen.
Dieser kombinierte Widerstand hat es Trump unmöglich gemacht, eine Verständigung mit Rußland hinzubekommen. Werden die westeuropäischen Regierungen jetzt den Krieg mit Rußland herbeiführen, wenn Biden
das mit Colin Powell will? Oder bedeutet eine Wahl von Biden den Rauswurf anerikanischer Truppen aus Europa, bevor wir zum unbewohnbaren Schlachtfeld werden? 

24.06.2020

19:51 | prawda-tv: Corona als Zeichen des Weltenwandels?

Ist es nicht erstaunlich, wie schnell unsere globale Weltgesellschaft runtergefahren und über 3 Mrd. Menschen einfach in den ‚Lock Down‘ geschickt werden konnten? Hätten wir uns noch zu Beginn dieses Jahres über ein solches Szenario unterhalten, hätten die meisten ungläubig abgewunken oder wären in amüsiertes Gelächter verfallen. Denn es ist für die meisten Menschen einfach nicht zu begreifen und wirklich unfassbar, was die wahren Hintergründe dieser Pandemie sind, und welcher Umbau dadurch hinter den Kulissen unserer gewohnten Welt gerade stattfindet.

Die Welt als Bühne und die Menschen als Statisten! Nun, für diejenigen, die sich ein wenig intensiver mit bestimmten Materien in der Vergangenheit befaßten, war absehbar dass diese Szenarien kommen werden. Jetzt wird eben das Spiel für mehr Zuschauer besser erkennbar! Ineressant wird, wie der Schlussakt aussieht!? OF

 

17.06.2020

10:10 | Andreas Tögel "Wahre Wehrhaftigkeit - Über Sicherheit und Freiheit"

Admiral Yamamotos Feststellung, wonach Japan mit seinem Überfall auf den US-Marinestützpunkt Pearl Harbor „einen schlafenden Riesen geweckt“ habe, ist weithin bekannt. Dem Oberkommandierenden der Flotte des japanischen Kaiserreiches verdanken wir aber auch das folgende, weniger bekannte Zitat: „Sie können nicht das Festland der Vereinigten Staaten erobern. Hinter jedem Grashalm steckt ein Gewehr.“

USA und Japan
Der Karrieremilitär kannte seinen späteren Feind von zwei in den 1920er Jahren absolvierten Aufenthalten in den USA. Dabei lernte er nicht nur die gewaltige industrielle Kapazität, sondern auch den beachtlichen Wehrwillen der Amerikaner kennen, der nicht – wie in seiner Heimat – auf dem Gehorsam gegenüber der Regierung und widerspruchsloser Unterordnung unter deren Anordnungen basiert, sondern auf dem Wunsch jedes einzelnen Bürgers nach Freiheit und Unabhängigkeit. Yamamoto gab sich daher, nachdem im Kaiserreich die Entscheidung für den Angriff auf die USA gefallen war, keiner Illusion über den zu erwartenden Ausgang des Krieges hin: die Niederlage Japans. Die einzig erfolgversprechende Möglichkeit sah er allerdings in einer Art pazifischen Variante des in Europa von den Deutschen bis 1941 so erfolgreich geführten „Blitzkriegs“. Mit einer Serie ebenso überraschender wie vernichtender Schläge sollten Fakten geschaffen werden, auf deren Basis die USA bereit sein würden, Japan die Initiative im Pazifik zu überlassen.
Wie im Hollywoodfilm auf romantisch überhöhte Weise dargestellt (zum Beispiel in „Die Rote Flut“ 1984 und das Remake „Red Dawn“ 2012), tun sich militärische Eroberer mit zivilem Widerstand schwer, wenn der sich auf ortskundige, gut motivierte und bewaffnete Verteidiger stützt. Die schmerzhaften Niederlagen der Amerikaner in Vietnam und der Russen in Afghanistan liefern reale Bestätigungen dieser Filmfiktion. Im Spielfilm fügt eine Gruppe unerschrockener Jugendlicher („Wolverines“), die aus den Wäldern rund um die Kleinstadt Calumet im gebirgigen Colorado operieren, den russischen und kubanischen Invasoren empfindliche Verluste zu. Es ist diese Art von Widerstand, die Yamamoto in seiner Vision für den Fall einer Invasion japanischer Truppen in den USA hat kommen sehen. Individuelle Wehrhaftigkeit bildet die Basis der nationalen Selbstbehauptung und zur Abwehr militärischer Aggressionen.

Österreich und Deutschland
In Österreich hat sich anlässlich einer im Jahr 2013 abgehaltenen Volksbefragung eine große Mehrheit (59,7 Prozent, bei einer Wahlbeteiligung von 52,4 Prozent) für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht ausgesprochen. Das bedeutet zugleich auch ein klares Bekenntnis zur Volksbewaffnung, wie sie selbst von den Sozialisten in den Anfangsjahren ihrer Bewegung gefordert wurde. Dieser Tage machen die Linken sich indes für ein Berufsheer – einen bewaffneten Staat im Staate – stark, was mit ihren Bestrebungen zur möglichst weitgehenden Entwaffnung aller Privatpersonen Hand in Hand geht. Befürworter des Milizgedankens und Kritiker eines Berufsheeres wenden ein, dass eine Söldnerarmee die Regierung eher zur Führung eines Krieges gegen die eigenen Bürger denn zur militärischen Verteidigung nach außen befähigt. Denn wer nicht imstande ist, mit einer Waffe umzugehen, weil die Regierung ihm deren Besitz verbietet, wird nicht nur verteidigungsunfähig, sondern auch wehrunwillig, weil er den Erhalt seiner Sicherheit vollständig an den Staat delegiert. Dessen Führer und Diener aber verfolgen primär ihre eigenen Interessen – und nicht die der Bürger.
Wie im Großen, so im Kleinen: Damit Deutschland nie wieder Krieg führen könne, sollte es mit dem Diktat von Versailles entwaffnet werden. Das hat bekanntlich nicht lange gut geklappt. Entwaffnung funktioniert nämlich nur, wenn der zur Wehrlosigkeit Verdammte sich das auch gefallen lässt. Das tut in deutschen Landen zurzeit nur die Mehrheit derjenigen, die schon länger hier leben. Viele andere dagegen geben nichts auf Waffengesetze. Die werden regelmäßig dann Makulatur, wenn man die Falschen entwaffnet.

Dieser Text ist soeben im Magazin eigentümlich frei Nr. 204 erschienen

15.06.2020

09:45 | Der Hausphilosoph mit ein paar Gedanken zu links/grün/alternativ, hier in Europa und drüben in den USA

In Seattle (pars pro toto) werden sofort Barrikaden errichtet und damit Grenzen gezogen, inklusive bewaffneter Einheiten. In Europa darf es keine Grenzen geben und bewaffneter Grenzschutz ist Nazi.
In Europa wollen sie das Privat-/Sondereigentum abschaffen, in Seattle ist es das Erste, sich dieses „kollektiv“ mit Gewalt zu nehmen.
In Europa wollen Sie Gleichheit in jeder Form und um jeden Preis, in Seattle grenzen sie ganz selbstverständlich und mit Gewalt aus.
In Europa ist aktuell der Klimawandel eine Art goldenes Kalb, in Seattle fackeln sie Häuser ab und vermüllen blitzartig ganze Gegenden.
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Ob hier oder dort, ob heute oder gestern: ich habe noch keinen Links-/Grün-Intellektuellen gesehen, der SELBST etwas geschaffen hätte. Hier/dort, damals/heute wollen sie das System = die Makroebene ändern, anstatt die Ärmel hochzukrempeln und auf der Mikroebene (vor/bei der eigenen Haustüre) zu beginnen. Hier/dort, damals/heute reden sie ständig von ihren Rechten, jedoch nie von ihren Pflichten.
Hier/dort, damals/heute glauben sie den Schlüssel zum Paradies auf Erden gefunden zu haben und endeten (zumindest bis jetzt) in Tod und Elend.
Hier/dort, damals/heute sehen diese blauäugigen Utopisten/Kollektivisten nicht, dass sie nur Figuren auf einem Schachbrett sind.

08.06.2020

14:41 | Willy Wimmer "Staatszersetzende Spalter in Berlin"

Aus der deutschen Bundesregierung und in den Regiemedien hat man es sich geradezu genüßlich angewöhnt,
Kübel von Häme über den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump auszuschütten. Die Vorwürfe gipfeln gewöhnlich darin, Präsident Trump die gezielte Spaltung der amerikanischen Bevölkerung vorzuwerfen. Dabei wird ausgeblendet, daß vom ersten Tage an dieser Präsident von einer organiserten Gang von Globalmilliardären aus dem Amt geputscht werden sollte. Von den Profiteuren der amerikanischen Kriegskoalition im „tiefen Staat“ mit Beteiligung der amerikanischen Militärbefehlshaber für Europa ganz zu schweigen. Trump war der erste Präsident, der anderen Staaten mit Verständigung „drohte“, statt einen der üblichen Präsidentenkriege zu führen. Da schlug man sich in Berlin lieber auf die Seite derjenigen in Washington, die auf den nächsten Krieg gegen Rußland und der inkludierten Vernichtung Europas scharf sind.

Die deutsche Politik seit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien 1999 ist von nichts anderem bestimmt als der politischen Lüge. Das Volk wurde und wird von einem Krieg in den nächsten gelogen. Niemand hat das 1999 so treffend beschrieben wie der WDR in seinem Film: „Es begann mit einer Lüge“. Diese, gegen das deutsche Volk gerichtete Politik wurde 2015 komplettiert, als durch die Bundeskanzlerin und die sie tragenden parlamentarischen
Kräfte die deutschen Staatsgrenzen schutzlos gestellt wurden. Millionen Menschen aus anderen Teilen der Welt kamen in unser Land. Darunter hunderttausende kampffähiger junger Männer, die nicht nur unter den Aspekten, die sich derzeit in Amerika zeigen, jeden Grund zur Sorge geben. Was das für die rechtsstaatliche Ordnung bedeutet kann man daran ermessen, daß jeder, der auf diese verhängnisvolle Entwicklung aufmerksam macht, durch Kräfte an der deutschen Staatsspitze in jede mögliche Diffamierungsecke gestellt wird. In Berlin sind die Spalter unterwegs. Was die Berliner Vorwürfe gegen Präsident Trump anbelangt: das Berliner Glashaus ist derart riesig, daß nicht pausenlos mit Steinen um sich geschmissen werden sollte. In diesen Tagen hat das Bundesverfassungsgericht wieder über eines der üblichen Berliner Beispiele für staatszersetzende Formulierungen zu urteilen. Wer eine Politik betreibt, die die Verfassung und den Rechtsstaat so mißachtet, wie das staatlicherseits in diesen beiden Fällen geschieht, gehört über die Wahlurne vom Platz gestellt.

Willy Wimmer, 8. Juni 2020

06.06.2020

10:08 | Willy Wimmer "Trump goes home"

Die Nachricht vom Truppenabzug der Vereinigten Staaten für einen beachtlichen Teil ihrer in Deutschand stationierten Verbände schlug ein wie eine Bombe. Fast ein Drittel der in Deutschland derzeit befindlichen Soldaten soll demnach in kürzester Zeit aus Deutschland abgezogen werden. Man fragt sich allerdings, warum der Abzug nur auf ein Drittel der Truppen hier beschränkt bleiben soll? Wenn die Politik des noch im Amt befindlichen amerikanischen Präsidenten Trump für die Begründung der Truppenstationierung in Deutschland herangezogen werden soll, müßte der völlige Abzug aus Deutschland in Bälde möglich sein.

Der Verbleib von US-Truppen nach dem Ende des Kalten Krieges in Deutschland geschah gegen jede Vereinbarung im NATO-Vertrag und im diskriminierenden Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut durch eine eigenmächtige Umwidmung der Begründung für eine Truppenstationierung in Deutschland. Von diesem Zeitpunkt nach 1992 an dienten die US-Truppen in Deutschland dem kontinuierlichen Aufmarsch gegen Rußland und einer aggressiven anti-russischen Politik. Daneben wurde Deutschland durch willfährige Regierungen und gegen den Willen seiner Bevölkerung zu einer Drehscheibe amerikanischer globaler Kriegspolitik. Diese ist weder durch den NATO-Vertrag noch durch die Charta der Vereinten Nationen gedeckt.

Es ist die erklärte Politik des Präsidenten Trump, sowohl auf Verständigung mit Rußland hinzuarbeiten als auch
die Massenkriege in anderen Teilen der Welt zu beenden, weil dadzurch die staatliche Substanz der USA selbst in höchstem Maße gefährdet worden ist. Es muß als eine „Perfidie der Geschichte“ angesehen werden, daß keine europäische Regierung den amerikanischen Präsidenten Trump bei diesem Vorgehen unterstützt hatte. Stattdessen wurden unter Führung der deutschen Bundesregierung in den USA jene Kräfte gepämpert, die eine Konfrontation mit Rußland hochfahren wollten und unsere Nachbarn nah und fern in die Steinzeit zurückbomten. Für die europäischen Regierungen mit Frau Dr. Merkel an der Spitze scheint ja die „Stunde des Heils“ anzubrechen, wenn wieder einer der Kriegspräsidenten von der üblen Sorte in Washington inthronisiert werden kann. Unsere demokratisch vefassten Staaten in jeder Hinsicht über die Klippen zu jagen, das scheint das Ziel dieser Kräfte zu sein. Das Europa unter der Kontrolle amerikanischer Globalmilliardäre ist für jeden Konflikt zu haben. Trump ist da anders und wird deshalb in einer wahren Medienorgie gehaßt, daß es kracht.

Die Ankündigung aus Washington über den Abzug paßt in die Lage, die jüngste Erkenntnisse im Umfeld der deutschen Wiedervereinigung zutage gebracht haben. Auf gerade freigegebenen Papiere des US-Nationalen Sicherheitsrates hat der ehemalige deutsche Luftwaffenoffizier, Herr Jochen Scholz, in diesen Tagen aufmerksam gemacht. Danach hat im Frühjahr 1990 der damalige US-Präsident George Bush dem sowjetischen Generalsekretär Gorbatschow zugesagt, die NATO nicht zu erweitern und sie so zu verändern, daß die sowjetischen Sicherheitsüberlegungen im Rahmen der Wiedervereinigung umgesetzt werden sollten. Helmut Kohl sagte im Gegenzug George Bush den Verbleib Deutschlands in einer politisch und nicht militärisch ausgerichteten NATO aus Rücksicht auf alle europäischen Nachbarn zu. Um dies zum Ausdruck zu bringen,sollten nur deutsche Truppen auf dem Gebiet der neuen Länder und damit westlich der Oder stationiert sein. Diese Haltung entsprach völlig der Denkschrift an den Bundeskanzler vom 20. 12. 1989.

Wenn Trump jetzt die US-Truppen aus Deutschland in Teilen abzieht, entspricht er den Aussagen von George Bush mit Vereinbarungscharakter gegenüber Moskau und der Abkehr der Wolfowitz-Aggressionspolitik mittels der NATO gegenüber Moskau und weiten Teien der Welt. Der heutigen NATO hat weder die deutsche Bundesregierung noch das Parlament zugestimmt.

Willy Wimmer, 6. Juni 2020

12:10 | Leser Kommentar
der kann es anscheinend gar nicht fassen, dass die brd ein von Amis, Thommys und Franzmännern besetztes Stück Land - quasi ein Lehen an den Rest der ex-De-ler ist und die hier machen können was sie wollen und die Bewohner schon immer für dieses Lehen bezahlen mußten.

22.05.2020

05:41 | Andreas Tögel - Zur Frage einer „gerechten“ Lastenverteilung: Arbeiterkammer für „Millionärssteuern“

Arbeiterkammerpräsidentin Renate Anderl gibt sich tiefgründigen Gedanken über eine „gerechte“ Verteilung der Lasten hin, die im Gefolge der Corona-Pandemie auf uns zukommen. Und sie hat, Hand in Hand mit Spitzengewerkschaftern und Grünen eine ebenso bahnbrechende wie geniale Idee: die Reichen sollen zahlen! Einerseits soll der derzeit schon bei happigen 55 Prozent liegende Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer auf sagenhafte 75 Prozent erhöht werden; andererseits träumt sie davon, Vermögen mittels Substanzsteuern zu enteignen – zumindest teilweise: Vermögen ab 10 Millionen Euro würden nach ihrem Vorstellungen mit zwei Prozent, und solche von 100 Millionen aufwärts, mit drei Prozent jährlich belastet.

Die Genossin Vorsitzende, als Tochter eines Wiener Hausmeisters im Besitz des großen Proletariernachweises, verteidigt die Harmlosigkeit eines 75prozentigen Einkommensteuertarifs damit, dass davon schließlich nur 300 Menschen im Lande getroffen würden. Das ist natürlich ein bestechend starkes Argument. Schließlich mutiert jede willkürliche Zwangsmaßnahme augenblicklich zur Wohltat, sofern ihr nur eine eher geringe Zahl von Personen zum Opfer fällt. Das erschießt sich in der Tat auch schlichteren Gemütern. Der Spitzentarif soll schließlich nur für Einkommen jenseits der Millionengrenze gelten. Deren Beziehern geschieht ja auch vollkommen recht. Mehr als eine Million Euro Jahresgage lukrieren hierzulande nämlich nur die wenigsten Gewerkschaftsfunktionäre, während bevorzugt Spitzenmanager von Konzernbetrieben sich eines derartigen Privilegs erfreuen dürfen.

Dass es für multinationale Unternehmen kein Problem darstellt, ihre Standorte dorthin zu verlegen, wo sie vor den Nachstellungen umverteilungswütiger Klassenkämpfer weitgehend verschont bleiben, scheint dem Scharfsinn Frau Anderls allerdings entgangen zu sein. Immerhin erfreut sich Irland nicht ganz umsonst so großer Beliebtheit als Standort für die Niederlassungen von Konzernzentralen.
Die einfach gestrickte Milchmädchenrechnung von Genossin Anderl, die, wie die meisten ihrer Kollegen nie einen Betrieb von innen gesehen und in ihrem Leben niemals wertschöpfend gearbeitet hat, wird daher nicht aufgehen. Vielmehr werden, so schnell wie der konfiskatorische Steuertarif beschlossen ist, eben diese Arbeitsplätze ins steuerfreundlichere Ausland verschwinden. Der Fiskus schaut dann gänzlich durch die klebrigen Finger.

Bleiben die von allen Linken unter der Sonne favorisierten Substanzsteuern, von denen sich die Arbeiterkammerpräsidentin einen Ertrag von sieben Mrd. Euro pro Jahr erhofft. Nur ein Prozent der Haushalte wären davon betroffen – eine in der Wohlfahrtsdemokratie dieser Tage vernachlässigbare Größe. Wen kümmern schon die paar Stimmen ruchloser Plutokraten – allesamt bekanntlich müßige Bezieher arbeitsloser Einkommen. Die Mehrheit der als Lohnsklaven fronenden Wähler wäre – zumindest in den sumpfigen Niederungen der austriakischen Neidgesellschaft - von einer Züchtigung der „Reichen“ mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit begeistert. Angesichts dessen fällt es jedem Sozi schwer, von Substanzsteuern zu lassen.
Doch leider, leider - kein Licht ohne Schatten: abgesehen von den beträchtlichen Kosten der Einhebung einer Vermögenssteuer, die übrigens genau deshalb anno 1993 – witziger Weise von einem sozialistischen Finanzminister, Ferdinand Lacina, - abgeschafft wurde, läuft sie auf eine reine Unternehmersteuer hinaus. Denn auf die originelle Idee, die Finanzpolizei in Privathaushalte zu hetzen, um sie dort nach zu versteuerndem Bargeld, Kunst- und anderen Wertgegenständen fahnden zu lassen, ist nämlich selbst Frau Anderl noch nicht gekommen. Auf andere Art andere Weise wäre die Bemessungsgrundlage für die Expropriation des Klassenfeindes aber kaum zu ermitteln. Das allerdings wird mit dem bestehenden Personalstand im Finanzministerium schwer zu realisieren sein - womit wir auch schon wieder bei den Erhebungskosten angelangt wären.

Die linke Neidgenossenschaft ist bedauerlicher Weise nicht in der Lage zu erkennen, welche Folgen in unserer eng vernetzten Welt die Einführung der von Frau Andel angestrebten Unternehmervertreibungsaktion für den Standort Österreich haben würde. Viele produzierende Gewerbe- und Industriebetriebe würden auf der Stelle über die Grenzen, etwa nach Tschechien, nach Ungarn oder in die Slowakei flüchten, wo man Unternehmer sehr viel freundlicher behandelt als hierzulande. Viele Arbeitsplätze – und zwar gerade diejenigen, die eine höhere Wertschöpfung aufweisen als solche im Dienstleistungsgewerbe (nicht umsonst rangieren die Löhne und Gehälter im Dienstleistungsgewerbe vergleichsweise ganz weit unten), würden verschwinden. Die dennoch verbleibenden Betriebe wiederum hätten einen bedeutend schwereren Stand, weil die neue Steuer ihre Investitionsmöglichkeiten einschränken und damit ihre Produktivität verringern würde. Zu den bereits jetzt bestehenden Wettbewerbsnachteilen gegenüber dem Ausland, würde sich ein weiterer hinzugesellen.

Sinnlos, das einer in der Wolle gefärbten Roten erklären zu wollen, die ihr Geld noch nie unter Marktkonditionen verdient hat. Sie glaubt vermutlich fest daran, dass der Reichtum des Landes der emsigen Arbeit der Eisenbahnergewerkschaft geschuldet ist…