28.10.2020

09:28 | Andreas Tögel "Buchbesprechung: Parasit Staat: Entdecken Sie den Libertarismus! Ihr Impfstoff gegen Staat, Ideologie und Aberglaube"

Die einst von Milton Friedman apostrophierte „Tyrannei des Status quo“ betrifft ganz besonders die Einschätzung des Wohlfahrtsstaates. Ohne ihn sind wir nichts und ohne ihn geht vermeintlich nichts. Wenn es ihn nicht gäbe, herrschte der Krieg jedes gegen jeden, wäre das Leben kurz, scheußlich und brutal. Und: Ohne Staat - wer würde denn da die Straßen bauen?!
Der Autor unternimmt einen Generalangriff auf diese eklatante Fehleinschätzung. Er präsentiert – ganz im Sinne anderer libertärer „anarchokapitalistischer“ Denker – den Staat als das, was er ist: Eine ebenso gewaltbereite wie parasitär lebende Organisation. Alles was der Staat seinen Bütteln, Symbionten und Klienten zukommen lässt, hat er zuvor den Bürgern und Leistungsträgern geraubt. Alles was er tut, könnte von Privaten, die ohne das Privileg eines Macht- und Gewaltmonopols agieren, qualitativ besser und preisgünstiger getan werden.
„Rechtsstaat“ – das ist ein Oxymoron, denn einen rechtsetzenden Rechtsbrecher, einen eigentumsschützenden Enteigner und einen vor fremder Willkür bewahrenden Gewalttäter – das kann es aus logischen Gründen nicht geben, wenn der Begriff des Rechts ernst genommen wird.
Alexander Kreis baut seine Argumentation auf der von Immanuel Kant formulierten Kernthese der Aufklärung auf, die auf den Aufbruch des Menschen aus der selbstgewählten Unmündigkeit hinausläuft und den Einsatz des eigenen Verstandes fordert. Ein freier Mensch braucht keine allsorgende Gouvernante, die ihm unentwegt vorschreibt, wie er sein Leben zu führen hat und die ihm darüber hinaus den Großteil seines redlich erarbeiteten Einkommens unter Gewaltandrohung abnimmt (niemand zahlt freiwillig Steuern, denn sonst gäbe es wohl keine Finanzpolizei).
Der Autor erkennt im Staat ein sozialistisches Umverteilungssyndikat, das nach der Devise „teile und herrsche“ Reiche gegen Arme, Gescheite gegen Dumme sowie Fleißige gegen Faulpelze ausspielt und die Menschen in zwei Klassen teilt: In eine, die Steuern bezahlt und eine, die davon lebt. Ein unauflösbarer, Konflikte erzeugender Gegensatz.
Die Alternative zum stets zum Totalitarismus tendierenden Staat bildet die vom Autor präferierte Privatrechtsgesellschaft, in der jeder sich um seine eigene Lebensführung kümmert und das in Wahrheit einzige menschliche Grundrecht, nämlich jenes, in Ruhe gelassen zu werden, vollumfänglich respektiert. Es wäre schön, wenn das Buch nicht, wie so viele andere dieses Genres, eine Predigt zu den bereits Bekehrten bliebe.

Parasit Staat
Alexander Kreis
Verlagshaus Schlosser
227 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-96200-401-9
15,90,- Euro

11:28 | Moncao
das Buch, ein absolutes --must read-....momentan leider immer noch ein bisserl ausverkauft, wird aber nachgedruckt....wer den Autoren vorab erleben will, ein Livestream-Dialog mit Gerd-Lothar Reschke, auf dessen Wertperspektive-Kanal....auch dessen Buch ´vom Falschgeldsystem zum freien Marktgeld´ mehr als lesenswert.....beide Bücher als ´Einstiegsdroge´ für jeden ´sich Fragenden´........

18.10.2020

19:45 | Andreas Tögel -  Buchbesprechung Der Antikapitalist: Ein Weltverbesserer, der keiner ist

Der Antikapitalist jagt, in Ermangelung eines real existierenden Kapitalismus´, ein Phantom. Alle tatsächlichen oder vermeintlichen wirtschaftlichen und sozialen Fehlentwicklungen der Gegenwart lastet er einer Wirtschaftsordnung an, die nirgendwo auf der Welt jemals in „Reinform“ praktiziert wurde, noch praktiziert wird.
In zwanzig voneinander unabhängigen Kapiteln beschreibt der Autor Wesen und Eigenart eines insbesondere von Intellektuellen, Künstlern und Staatsbediensteten abgelehnten, verachteten und bekämpften Phänomens, das es gar nicht gibt.
Thorsten Polleit beginnt mit einer Kritik des ökonomischen Denkens, indem er die Anwendung naturwissenschaftlicher Methoden auf die Sozialwissenschaften verwirft und stattdessen auf „apriorische Erkenntnis“ setzt, wie sie von Immanuel Kant beschrieben und von Ludwig von Mises als „Praxeologie“ in die Wirtschaftswissenschaften eingeführt wurde.
Wer sich bereits mit der „Österreichischen Schule“ beschäftigt hat, findet in diesem Buch eine dichte, vielschichtige Betrachtung zur Frage eines immer wieder erfolglos gesuchten Mittelweges zwischen Kapitalismus und Sozialismus, der mit dem Begriff Interventionismus treffend charakterisiert ist. Dem in Fragen der Wirtschaftstheorie unbedarften Betrachter wird eine auch für ihn problemlos lesbare Einführung zum Verständnis grundlegender Fragen der Eigentums- Geld- und Zinstheorie geboten.
Hochinteressant zu lesen sind auch die historischen Exkurse – etwa zu den Ursachen, der Ausbildung und den Folgen der Hyperinflation in Deutschland im Jahr 1923. Dass die Ursachen aller wirtschaftlichen Verzerrungen und Verwerfungen einerseits auf die staatlich monopolisierte und hemmungslos betriebene Produktion inhärent wertlosen Geldes und anderseits auf unentwegte Interventionen des Staates in wirtschaftliche Abläufe zurückgehen, wird hier messerscharf herausgearbeitet. Dass der Antikapitalist, wenn er vom „Kapitalismus“ spricht, in Wahrheit den Interventionismus meint, erschließt sich in jedem einzelnen Kapitel.
Die zu einer Umkehr vom Weg in die sozialistische Knechtschaft notwendigen Voraussetzungen benennt der Autor im Epilog, wobei es aus heutiger Sicht nicht viel Veranlassung zu großem Optimismus gibt. Denn die überwiegende Mehrheit der Menschen vertraut doch viel lieber den Sirenengesängen derjenigen, die ihnen allerlei Wohltaten versprechen und nicht denen, die Freiheit in Verantwortung befürworten. Lesenswert!

Der Antikapitalist: Ein Weltverbesserer, der keiner ist
Thorsten Polleit
Finanzbuchverlag
319 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-95972-396-1
19,99,- Euro

07.10.2020

09:14 | Andreas Tögel  -  Buchempfehlung Mythos Diskriminierung: Freiheit, Ungleichheit und Vorurteile

Diskriminierung ist unfair, bedeutet die Benachteiligung bestimmter Personengruppen und führt zu deren Ausgrenzung. So die Behauptung der über die Deutungshoheit gebietenden, politisch korrekten Meinungsführer. Der Kampf gegen jede Form der Diskriminierung ist daher für jeden Anwalt des Egalitarismus, für den zweifelsfrei feststeht, dass alle Menschen gleich sind, Ehrensache. Doch Diskriminieren heißt nicht mehr und nicht weniger als unterscheiden. Dass ein Leben ohne Diskriminierung unmöglich ist, weist der Autor anhand der Dekonstruktion von 14 sich um dieses Thema rankenden Mythen nach.
Wer sich bei der Partnerwahl für Paula und gegen Maria entscheidet und Franz, Uwe und „Divers“ gar nicht erst in Betracht zieht, diskriminiert natürlich. Wer sich für die Pizzeria und gegen die Kebabbude entscheidet, oder lieber ins Kaffeehaus anstatt auf den Fußballplatz geht, ebenfalls. Ist das aber verwerflich? Jede Entscheidung für etwas, schließt eben etwas anderes aus – diskriminiert.
Manchmal ist eine auf Vorurteilen beruhende Diskriminierung sogar sehr nützlich, - dann nämlich, wenn eine Entscheidung in kürzester Zeit und aufgrund mangelhafter Informationen getroffen werden muss. Wer vor der Wahl steht, auf der Straßenseite weiterzugehen, auf der ihm eine Gruppe wild aussehender junger Männer entgegenkommt, oder aber auf die gegenüberliegenden Seite zu wechseln, wo ein paar alte Damen mit Rollatoren unterwegs sind, wird sich, wenn er sich für letzteres entscheidet, damit möglicherweise einen großen Gefallen tun.
Wer nur mit wohlbekannten Personen innerhalb der eigenen Sippe oder im Freundeskreis verkehrt, wird geneigt sein, weniger streng zu diskriminieren als jemand, der es mit gänzlich Unbekannten zu tun hat. Was ist daran verkehrt?
Wenn die Polizei bei der Tätersuche social oder racial profiling betreibt, dann aus gutem Grund, denn es sind erfahrungsgemäß eher junge Männer und nicht 80jährige Rentnerinnen, die Kriminaltaten verüben. Dass in den USA männliche schwarze Gewalttäter krass gegenüber Brutalos aus allen anderen Bevölkerungsgruppen überrepräsentiert sind, ist eine Binsenweisheit, die nicht zu nutzen zur Vergeudung knapper Polizeiressourcen führen würde. Diskriminierung macht sich in vielen Fällen außerordentlich gut bezahlt.
Frank Kasten arbeitet das Thema mit viel Witz und Ironie auf und macht dabei vor keinem Tabu halt. Sein Fazit lautet: „Die beste Medizin gegen soziale Unruhen und Hass zwischen Gruppen ist Vereinigungsfreiheit, nicht Antidiskriminierungsgesetze.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Denn (staatlicher) Zwang ist nicht dazu geeignet, bessere Menschen hervorzubringen - ganz im Gegenteil.

Mythos Diskriminierung: Freiheit, Ungleichheit und Vorurteile
Frank Karsten
Lichtschlag Buchverlag
135 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-948971-00-7
16,90,- Euro

03.10.2020

12:44 | Leser-Zuschrift "Die erfundene Wirklichkeit - Eine kurze Geschichte der Menschheit", ein Buch von Yuval Noah Harari.

Ich möchte seine Erkenntnis in die heutige Zeit umsetzen. Er beschreibt die Erfindung
der fiktiven Sprache, die es uns möglich macht, Dinge vorzustellen und zu beschreiben, die es in der physischen Realität gar nicht gibt. In Wirklichkeit gibt es sie nur in unseren Geschichten.
„Wenn wir plötzlich nicht mehr in der Lage wären, über Dinge zu sprechen, die es gar nicht gibt, würden Aktienmärkte, Staaten, Währungen, Religionen und Menschenrechte verschwinden“. So Harari.
Akademiker bezeichnen diese Dinge, die wir in Mythen und Geschichten erfinden, als "Fiktionen, soziale Konstrukte" oder "erfundene Wirklichkeit".
Eine solche erfundene Wirklichkeit ist keine Lüge. Für mich ist eine erfundene Wirklichkeit, nach dem ich dieses Buch gelesen hatte die Zentralbank mit ihrem Fiatgeld. Sie ist eine erfundene Wirklichkeit und keine Lüge, die Zentralbank hat eine reale Macht in der wirklichen Welt. Die Menschen auf dieser Erde glaubten an die Existenz, des "Geldes" nichts anderes sind die Währungen unseres Erfindungsreichtums.
Die Gründer der USA Zentralbank FED, hatten es geschafft mithilfe von bloßen Worten "fiktiver Sprache" eine erfundene Wirklichkeit zu erschaffen. Sie machten es möglich, dass die Menschen auf der Erde sich versklaven ließen. Die Menschen glaubten an den Fed Dollar. Unter den richtigen Umständen können sich diesen Mythen sogar sehr schnell ändern aber solange wir über die fiktive Sprache die Fähigkeit besitzen, große Mengen an Informationen über Dinge zu kommunizieren, die gar nicht existieren (Klimalüge, CO2 oder Demokratie), wird eine rasche Veränderung des Sozialverhaltens (Friday for Future Bewegung, Menschengemachter CO2 Anstieg, andere Parteien wählen, um Veränderungen herbeizurufen) nicht erkennbar. Ein Klatsch würde nicht ausreichen um eine Veränderung, beim Währungssystem hervorzurufen. Selbst wenn ganze Staaten (Venezuela) in einer Hyperinflation ihr Vermögen verlieren, macht man durch die fiktive Sprache der erfundenen Wirklichkeit, den Massen an Menschen es so glaubhaft, dass es an andere erfundene Wirklichkeit (Das Regime in Venezuela) liegt, dafür verantwortlich.
Meine Erkenntnis daraus:
„Wenn wir also wollen, dass unser Währungssystem (Fiatgeld € & $), sich in ein Sachgeld (Gold und Silber) ändern soll, müssen wir auch durch eine fiktive Sprache das Sozialverhalten der Weltbevölkerung so eine erfundene Wirklichkeit auftischen, dass das Fiatgeld nichts anderes ist, als eine erfundene Wirklichkeit.“

Link zum Buch:
https://www.amazon.de/kurze-Geschichte-Menschheit-Yuval-Harari/dp/3570552691/ref=mp_s_a_1_1?dchild=1&hvadid=80264445310748&hvbmt=be&hvdev=m&hvqmt=e&keywords=yuval+noah+harari+bücher&qid=1601720101&sr=8-1&tag=hydrdespm-21


09:04
 | cf: Neues Buch von Gabriele Kuby über die „verlassene Generation“ von heute

Ich möchte Ihnen heute ein Buch vorstellen, das vom Fe-Medienverlag Anfang September auf den Markt gebracht wurde. Es heißt „Die verlassene Generation“ von Gabriele Kuby. Sie hat sich daran gemacht, eine Dringlichkeit zu verwirklichen. Es ist in seiner Art eine Neuheit: die ungeschminkte Darstellung der gesellschaftlichen Folgen einer Trendwende, die seit 50 Jahren in den westlichen Ländern zum Mainstream geworden ist.

11:08 | Leser-Kommentar
50 Jahre "Dringlichkeit" für mich es ist dringlich, wenn mir die Blase drückt. 50 Jahre würde ich da nicht durchhalten. Vielleicht ist eher Langweile und dann will man sich neu erfinden, weil die Generation nur Fülle kennt ?

28.09.2020

08:10 | Gerald Grosz:   „Im Karussell des Wahnsinns“

Seine Selbstbeschreibung ist Programm: „Unabhängig, kritisch, direkt“ – das ist der Ex-Nationalratsabgeordnete, Unternehmer und streitbare Publizist Gerald Grosz. Und das mit großem Erfolg: „Was zu sagen ist …“, die Sammlung der kontroversen Texte, mit denen er 2017–2019 das Zeitgeschehen aufgespießt hat, hat binnen weniger Wochen nach Erscheinen zwei weitere Auflagen erlebt. Und schon wieder gibt es viel zu klären: Drehte sich in der ersten Jahreshälfte 2020 zwischen fragwürdigen „Flüchtlingsdeals“ mit dem türkischen Machthaber Erdoğan und der weltweiten Coronavirus-Pandemie doch mehr denn je das „Karussell des Wahnsinns!"
Der Sammelband vereint Kolumnen und Meinungsbeiträge von Erfolgsautor Gerald Grosz aus dem ersten Halbjahr 2020 mit eigens für dieses Buch verfassten Grundlagentexten, in denen der Autor die derzeit besonders brisanten Themen vom politischen Umgang mit dem Coronavirus über die globalisierte Wirtschaft bis hin zur Skandalherrschaft der Massenmedien analysiert und in gewohnt scharfem Ton kommentiert.
Das Buch „Im Karussell des Wahnsinns“ wurde durch den Chef des Grazer Leopold Stocker Verlag, Mag. Wolfgang Dvorak Stocker und Gerald Grosz im Wiener Cafe Landtmann präsentiert. „Der Inhalt des Buches ist aktueller denn je! Einerseits der fortgesetzte Wahnsinn rund um die Corona-Hysterie, die unsere Wirtschaft zerstört, Arbeitsplätze vernichtet und die Gesellschaft spaltet. Andererseits beleuchte ich auch die Flüchtlingserpressung Erdogans, die nun in der Diskussion um das Flüchtlingslager Moria einen neuen Höhepunkt findet“, so Grosz.

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„In der Steiermark sind es gewohnt, jene Themen die uns bewegen, direkt und unverblümt auf den Punkt zu bringen. Es ist gut alte Tradition, dass die sogenannten Polterer hinter dem Semmering mit ihrer Meinung nicht vornehm zurückhaltend sind!“ so Gerald Grosz weiter

... und zwei Steier auf einem Bild ..... garantieren für offene und bodenständige Meinung.  TS

09:54 | Monaco
Zwoa Steirer, so fesch, so eloquent, so vui Schmäh.....ein Stilleben......

Hot do jemand a schlechts Gwissn, weil er uns im Dezember hot huckn lossn? TB

22.09.2020

08:09 | Andreas Tögel/Buchbesprechung: Die Corona Falle - Vom Wutbürger zum Angstbürger

Die Covid-19-Pandemie hat das Leben vieler Menschen rund um den Globus verändert. Viele haben darunter zum Teil schwer gesundheitlich gelitten und bis Mitte September 2020 sind dem „neuartigen Coronavirus“ mehr als 900.000 Menschen zum Opfer gefallen. Zweifellos handelt es sich um ein schwerwiegendes medizinisches Problem.

Ungleich größer als die Zahl der Erkrankten und Toten dagegen ist die Zahl derjenigen, die noch immer unter den von den Regierungen verhängten Zwangsmaßnahmen leiden, die zur Eindämmung der Pandemie ergriffen wurden. Massive Freiheitseinschränkungen und Eingriffe in private Eigentumsrechte, soziale Isolierung, Vereinsamung, Arbeitsplatzverlust, der Untergang mühsam aufgebauter, selbständiger beruflicher Existenzen und die sprunghaft angestiegene Staatsverschuldung sind ein hoher Preis für die Rettung verhältnismäßig weniger Menschenleben. Man vergleiche mit den Opferzahlen der vor rund 100 Jahren ausgebrochenen „Spanischen Grippe“, die 50 bis 80mal mehr Tote forderte als Covid-19 bis September 2020.

Der Autor schildert die ergriffenen Maßnahmen mit recht viel Wohlwollen und billigt den Regierenden zu, in bester Absicht und – zumindest bei Ausbruch der Krise - auf wenig belastbare Daten gestützt gehandelt zu haben. Etwas mehr kritischen Distanz und eine Prise „Mannesstolz vor Fürstenthronen“ wäre an dieser Stelle kein Fehler gewesen.

Der zweifellos stärkste Teil des Buches ist den politischen Konsequenzen der zum Teil an totalitäre Systeme erinnernden Regierungsmaßnahmen gewidmet - der Abwägung von (vermeintlicher) Sicherheit gegen die mit Sicherheit – und möglicherweise dauerhaft - verlorene Freiheit. Die nahezu vollständige Gleichschaltung der Massenmedien im Zuge der Corona-Berichterstattung, hat zeitweise geradezu den Charakter einer Gehirnwäsche angenommen. Von der Regierungslinie abweichende Wissenschaftler wurden weitgehend überhört, was dem Vertrauen in die Regierenden, die sich die ihnen keinesfalls zustehende Rolle von Erziehern mündiger Bürger anmaßen, nicht unbedingt förderlich ist.

In einem nicht zwingend zum Titel des Buches passenden Exkurs widmet sich der Autor der „Systemfrage“ zwischen Sozialismus und Kapitalismus, und stützt sich dabei auf F. A. Hayeks Betrachtungen über den „Weg zur Knechtschaft“. Die Antwort auf die Frage, ob die Pandemie am Ende zur Etablierung von totalitären Planwirtschaften beitragen wird, bleibt der Autor indes leider schuldig.

Die Corona Falle: Vom Wutbürger zum Angstbürger
Walter Sonnleitner
Verlag Frank&Frei
131 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-903236-40-0
15,90,- Euro

05.09.2020

01:03COVID-19: THE GREAT RESET
Klaus Schwab, Gründer World Economic Forum und Thierry Malleret

Niemals Rückkehr zur Normalität
„Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels (Juni 2020) verschlimmert sich die Pandemie weltweit weiter. Viele von uns machen sich Gedanken darüber, wann sich die Dinge wieder normalisieren werden. Die kurze Antwort lautet: nie. Nichts wird jemals zu dem "gebrochenen" Gefühl der Normalität zurückkehren, das vor der Krise herrschte, denn die Coronavirus-Pandemie markiert einen grundlegenden Wendepunkt in unserer globalen Entwicklung.“

Neue Zeitrechnung. Stunde Null.
„Es kommen radikale Veränderungen von solcher Tragweite, dass einige Experten von einer Ära "vor dem Coronavirus" (BC) und "nach dem Coronavirus" (AC) sprechen.“

Mehr Sozialismus wagen?
„Gemeinwohl ist das, was der Gesellschaft als Ganzes zugute kommt, aber wie entscheiden wir kollektiv, was für uns als Gemeinschaft am besten ist? Geht es darum, das BIP-Wachstum und die Wirtschaftstätigkeit um jeden Preis aufrechtzuerhalten, um zu versuchen, einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern? Geht es darum, für die schwächsten Mitglieder unserer Gemeinschaft zu sorgen und füreinander Opfer zu bringen? … Einige philosophische Denkschulen wie der Libertarianismus (für den die Freiheit des Einzelnen am wichtigsten ist) und der Utilitarismus (für den das Streben nach dem besten Ergebnis für die größte Zahl von Menschen sinnvoller ist) mögen sogar bestreiten, dass das Gemeinwohl eine Sache ist, die es wert ist, verfolgt zu werden, aber können Konflikte zwischen konkurrierenden Moraltheorien gelöst werden? Die Pandemie hat sie zum Kochen gebracht, mit wütenden Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Lagern.“

Moralischer Druck
„Insbesondere, aber nicht ausschließlich in den USA vertraten einige politische Entscheidungsträger die Auffassung, dass es gerechtfertigt sei, die Wirtschaft über das Leben zu bewerten, und befürworteten eine politische Entscheidung, die in Asien oder Europa, wo solche Äußerungen einem politischen Selbstmord gleichgekommen wären, unvorstellbar gewesen wäre. (Diese Erkenntnis erklärt wahrscheinlich den überstürzten Rückzug des britischen Premierministers Johnson von einer anfänglichen Politik, die die Herdenimmunität befürwortete, die von Experten und den Medien oft als Beispiel für Sozialdarwinismus dargestellt wird).“

Die Maske - „Moralische Entscheidung“ und Erkennungszeichen
„Die WHO und die meisten nationalen Gesundheitsbehörden empfehlen uns, in der Öffentlichkeit eine Maske zu tragen. Das als epidemiologische Notwendigkeit und als einfache risikomindernde Massnahme formuliert wurde, hat sich zu einem politischen Schlachtfeld entwickelt. In den USA und auch, aber weniger ausgeprägt, in einigen anderen Ländern ist die Entscheidung, eine Maske zu tragen oder nicht, politisch aufgeladen, da sie als Verletzung der persönlichen Freiheit betrachtet wird. Hinter der politischen Erklärung verbirgt sich jedoch eine moralische Entscheidung, das Tragen einer Maske in der Öffentlichkeit zu verweigern, ebenso wie die Entscheidung, eine Maske zu tragen. Sagt uns das etwas über die moralischen Prinzipien aus, die unseren Wünschen und Entscheidungen zugrunde liegen? Wahrscheinlich ja.“

Veränderung
„Könnte das COVID-19-Debakel der Blitz vor dem Donner sein? Könnte es die Kraft haben, eine Reihe tiefgreifender Veränderungen auszulösen?“

Great Reset. Unverzüglich.
„In Gabriel Garcia Marquez' Chronicle of a Death Foretold (Chronik eines vorhergesagten Todes) sieht ein ganzes Dorf eine drohende Katastrophe voraus, und doch scheint keiner der Dorfbewohner in der Lage oder willens zu sein, sie zu verhindern, bis es zu spät ist. Wir wollen nicht dieses Dorf sein. Um ein solches Schicksal zu vermeiden, müssen wir unverzüglich den "Great Reset" in Gang setzen. Dies ist kein "Nice-to-have", sondern eine absolute Notwendigkeit. Denn es uns nicht gelingt, die tief verwurzelten Übel unserer Gesellschaften und Volkswirtschaften anzugehen… Denn es uns nicht gelingt, die tief verwurzelten Übel unserer Gesellschaften und Volkswirtschaften anzugehen und zu beheben, könnte sich das Risiko erhöhen, dass, … ein Reset durch gewaltsame Schocks wie Konflikte und sogar Revolutionen erzwungen wird.“

Schöne neue Welt
„Es ist unsere Pflicht, den Stier bei den Hörnern zu packen. Die Pandemie gibt uns diese Chance: Sie "stellt ein seltenes, aber enges Fenster der Gelegenheit dar, nachzudenken, unsere Welt neu zu überdenken und neu auszurichten… Reset ist eine ehrgeizige Aufgabe, vielleicht zu ehrgeizig, aber wir haben keine andere Wahl, als alles daran zu setzen, sie zu erreichen.“... „Nichts oder zu wenig zu tun, bedeutet Schlafwandeln in Richtung immer größerer sozialer Ungleichheit, wirtschaftlicher Ungleichgewichte, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung. Untätig zu bleiben, wäre gleichbedeutend damit, unsere Welt gemeiner, gespaltener, gefährlicher, egoistischer und für große Teile der Weltbevölkerung einfach unerträglich werden zu lassen.“

Mit Corona und George Floyd zum Einlassen auf den Great Reset.
„Fast alle Schlüsselindikatoren… haben sich in den vergangenen Jahrhunderten kontinuierlich verbessert…Aber sie haben sich "im Durchschnitt" verbessert - eine statistische Realität, die für diejenigen, die sich ausgeschlossen fühlen (und so oft ausgeschlossen werden), bedeutungslos ist. Der tragische Tod von George Floyd (ein Afroamerikaner, der im Mai 2020 von einem Polizeibeamten getötet wurde) veranschaulicht diesen Punkt auf anschauliche Weise. Es war der erste Dominostein oder der letzte Strohhalm, der einen bedeutsamen Wendepunkt markierte… Zwei Punkte sind in diesem Zusammenhang für den Great Reset relevant: 1) Unsere menschlichen Handlungen und Reaktionen beruhen nicht auf statistischen Daten, sondern werden stattdessen von Emotionen und Gefühlen bestimmt – Erzählungen treiben unser Verhalten an; und 2) mit der Verbesserung unseres menschlichen Zustands steigt unser Lebensstandard und damit auch unsere Erwartungen an ein besseres und gerechteres Leben. In diesem Sinne spiegeln die weit verbreiteten sozialen Proteste, die im Juni 2020 stattfanden, die dringende Notwendigkeit wider, sich auf den Great Reset einzulassen.“

Corona – „eine der am wenigsten tödlichen Pandemien“ der Geschichte
„...Betrachtet man jedoch den Prozentsatz der betroffenen Weltbevölkerung, so ist die Coronakrise auf globaler Ebene (bisher) eine der am wenigsten tödlichen Pandemien, die die Welt in den letzten 2000 Jahren erlebt hat. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Folgen von COVID-19 in Bezug auf Gesundheit und Sterblichkeit im Vergleich zu früheren Pandemien mild sein, es sei denn, die Pandemie entwickelt sich in unvorhergesehener Weise. Ende Juni 2020 (zu einer Zeit, in der der Ausbruch noch immer in Lateinamerika, Südasien und einem Großteil der USA wütet), hat COVID-19 weniger als 0,006% der Weltbevölkerung getötet… Die Corona-Pandemie ist anders. Sie stellt weder eine existenzielle Bedrohung noch einen Schock dar, der die Weltbevölkerung für Jahrzehnte prägen wird. … wir können uns folgender Dinge sicher sein: In der Welt nach einer Pandemie werden Fragen der Fairness in den Vordergrund rücken, die von stagnierenden Realeinkommen für eine große Mehrheit bis zur Neudefinition unserer Sozialverträge reichen…“

Auf zur Weltregierung?
„Die absolute Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Neuordnung ist eine stärkere Zusammenarbeit und Kooperation innerhalb und zwischen den Ländern... Szenario ist möglich, in dem kollektives Handeln innerhalb der Gemeinschaften und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Nationen…. besteht die Chance, eine größere gesellschaftliche Gleichheit und Nachhaltigkeit… könnten wir gezwungen sein, schneller zu handeln, indem wir gescheiterte Ideen, Institutionen, Prozesse und Regeln durch neue ersetzen, die den aktuellen und zukünftigen Bedürfnissen besser entsprechen. Das ist die Essenz der Großen Neuordnung.“

Menschheitswunsch Reset
„…Vielzahl von Umfragen … die zu dem Schluss kommen, dass wir uns
kollektiv Veränderungen wünschen. Sie reichen von einer Umfrage in Großbritannien, aus der hervorgeht, dass eine Mehrheit der Menschen die Wirtschaft bei ihrer Erholung grundlegend verändern will… bis hin zu internationalen Umfragen, aus denen hervorgeht, dass eine große
Mehrheit der Bürger auf der ganzen Welt die wirtschaftliche Erholung von der Korona-Krise wünscht, um dem Klimawandel Vorrang einzuräumen und eine grüne Erholung zu unterstützen. Weltweit gibt es immer mehr Bewegungen, die eine "bessere Zukunft" fordern und einen Wechsel zu einem Wirtschaftssystem fordern, das unserem kollektiven Wohlergehen Vorrang vor bloßem BIP-Wachstum einräumt.“

Schlussätze. Aufbruch zum Great Reset.
„The looming challenges could be more consequential than we have until now chosen to imagine, but our capacity to reset could also be greater than we had previously dared to hope.“
Übersetzung: Die sich abzeichnenden Herausforderungen könnten folgenschwerer sein, als wir es sind die wir uns bisher vorzustellen wagten, aber unsere Fähigkeit zum Reset könnte auch größer sein, als wir bisher zu hoffen gewagt hatten.

10:16 | Leser-Kommentare
(1) tja, mit dem Kaiser scheint`s wohl erstmal nichts zu werden. Kommen wir jetzt ganz allmählich zu einer Neuauflage der „Tribute von Panem“? Was die Herren Schwab und Malleret so von sich gegeben haben, dürfte wohl den Bachheimer-Lesern bereits bekannt sein. Ich bin wirklich sehr gespannt auf Statements von Lesern und dem Team zu den Äußerungen der beiden Herren.

(2) Die Aussage "Es wird nie wieder so sein wie vor Corona" soll martialisch klingen. Der Mensch im einzelnen und die Gesellschaft wird jedoch dauerhaft diesen Betrug an der Menschheit nicht akzeptieren weil der Freiheitswille es nicht zu lässt. Auch wenn es Menschen gibt die davon aktuell durch ihre Naivität so eingeschüchtert sind wird deren nächste Generation dagegen Rebellieren weil es den COVID19 nicht ewig gibt.
Es wird immer freiheitliche Gesellschaften auf der Welt geben. Und nehmen wir einmal eine Gesellschaft wie Nordkorea, wo die Freiheit der Menschen wirklich extrem eingeschränkt ist, als Beispiel. Dort wo der Staatsführer wie ein Sonnengott verehrt und dessen Gebote eingehalten werden als wäre es eine Religion. Selbst dort wo man von brutaler Gehirnwaesche sprechen kann würde auch ein Teil der Gesellschaft die Freiheit wählen, wenn sie könnten.
Dieses "Es wird nie mehr so sein wie vor Corona" lässt sich nicht mal un der schlimmsten Diktatur durchsetzen, schon alleine weil sich Corona nicht ewig als Argument halten lässt und weil es ohne Todesstrafe, wie in Nordkorea, nicht durchsetzbar wäre um die Leute weiterhin einzuschüchtern.
Auch Kriege und Konflikte wird man nicht durch eine NWO verhindern. können.
Ich vermute eher dass die Provokationen gerichtet an Russland und China eines Tages zum Sturz der aktuellen Weltmacht führt und dass danach von Corona keine Rede mehr sein wird weil die westlichen Regierungen mir samt ihren Lügenbaronen einen Kopf kürzer gemacht werden. So eine Revolution halte ich für wahrscheinlicher und notwendiger als sich einer NWO zu unterwerfen.
Es wird die Zeit kommen wo heutige Politiker wieder vom Volk gerichtet werden. So eine Reinigung der Gesellschaft ist, meiner Auffassung nach und die Geschichte beweist es, wie eine Reinigung von Parasiten im Rahmen einer Französischen Revolution 2.0 zeitweise notwendig, dann wenn der Schwanz beginnt mit dem Hund zu wedeln.
Daher wird eher für heutige Politiker in Zukunft nichts mehr so sein wie vor Corona, als für die Gesellschaft.

(3) Dem Leserkommentar (2) muss ich in einem Punkt vehement widersprechen. Das Parasitäre ist ja erst durch die französische Revolte an die Macht gekommen und steht heute fester denn je auf ‚dem Boden des Rechtsstaates‘. Seitdem richtet ja das Volk bzw geht alle Macht von diesem aus und was dabei herauskommt....siehe Berlin!

(4) an (3) Ja, das stimmt und stimmt nicht, wie auch meine Ausführung.
Die Monarchie war Parasitentum auf Kosten des Volkes. Die parlamentarische Demokratie war ursprünglich eine gute Regierungsform. Die Sollbruchstelle war jedoch die gesetzlich geschützte Korruption (Lobbyismus) und ist inzwischen so ausgeartet dass die Demokratie durch "zahlende" antidemokratische Mächte (Grosskapitalisten der Industrie, Interessen von Grossmächte "Atlantikbrücke") eingekauft wurde und nun durch das "zufällig" aufgetretene Coronaereignis schrittweise in eine Geldwerte Diktatur verwandelt wird.
Wir sehen also wie gerade unsere Demokratie von denen (Lobbyisten im Bundestag), die eigentlich unser Recht und Grundgesetz schützen sollten auf ganz perfide Art verraten und verkauft wurde ohne dass sich die Mehrheit der Bevölkerung darüber bewusst ist. Die parlamentarische Demokratie hat sich verselbstständigt, ihre Macht in den letzten Legislaturperioden ausgebaut, Opposition weitgehend durch parteiübergreifenden Konsens (Einheitspartei) ausgeschaltet und bekämpft, sich in der Missachtung des Grundgesetz geübt und mutiert nun nach Corona zu selbstherrlichen und selbstgefällig an ihren eigenen Vorteil denkende (Pharmavilla etc.) Fürsten gewandelt.
Die Sollbruchstelle der parlamentarischen Demokratie war der Lobbyismus.
Die wahre Demokratie, eine Direkte wurde in Deutschland ganz bewusst nicht zugelassen und mit allen möglichen Ausreden vom Tisch geräumt. Man will hier den Bürger nicht als Souverän.
Es gab also vor Jahrzehnten in der BRD unter der sozialen Marktwirtschaft eine einigermaßen ideale, demokratische Regierungsform neben der direkten Demokratie. Diese wurde jedoch seit dem Mauerfall von dem Netzwerk der ehem. SED in den Schlüsselfunktionen der BRD besetzt, unterlaufen und durch parlamentarischen Trittbrettfahrern im Bundestag notgedrungen mit getragen um ihren Posten und damit die persönlichen Vorteile ihrer Lobbywirtschaft nicht zu verlieren.
Kurz gesagt, die Politik der BRD wurde nach dem Fall von der DDR unter Führung einer Frau gekapert, eine gesunde oppositionelle Parteienlandschaft zu einer Einheitspartei gewandelt und dieser neuen Politik loyale Abgeordnete zu Lobbyfürsten gekürt welche unsere Demokratie, Grundgesetz und Bürger zum eigenen Vorteil verraten und verkauft haben.

15:08 | Das Bambusrohr zu Kommentar von 10:16
Werter Leser (4), im Großen und Ganzen kann ich Ihre Argumentation sehr gut nachvollziehen. Stimmt ja auch, was Sie anführen, bis auf einen Punkt, nämlich das ehemals die Monarchie auf Kosten der Bürger gelebt haben soll. Dies halte ich für post-revolutionäre Propaganda, um das damalige Vorgehen zu legitimieren. Der Adel hatte einst genügend eigene Ländereien und Betriebe, um sich über Wasser zu halten. Damals lag die Abgabenlast noch bei unverschämten 10%....das mag man sich heute ja gar nicht mehr vorstellen. Es war also nicht die Not, durch die es zur Revolution kam, sondern es waren Neid & Gier einer ganz bestimmten Bildungsschicht der wahre Beweggrund. So könnte man zu dem Schluss gelangen, dass einst fürsorgliche Nutznießer von mittellosen Schmarotzern ermordet und abgelöst wurden. Die französische Revolte war letztendlich nichts anderes als ein Massenmord und Raubzug ganz nach der Vorgehensweise des Raubmörders Robin Hood (Stammvater aller Kommunisten). Alles eine Frage des Rechtsbewusstseins.

03.09.2020

14:08 | Argumentorik:  Thilo Sarrazin: Der Staat an seinen Grenzen - Interview zum neuen Buch (2020)

In diesem Interview spreche ich mit Thilo Sarrazin über sein neues Buch und über die Wirkung von Einwanderung in Geschichte und Gegenwart.
Hier einige Thesen von Herrn Sarrazin:
1. Einwanderung nützt zumeist nur den Einwanderern
2. Für Empfängerländer ist sie regelmäßig und nahezu ausnahmslos eine Bedrohung
3. Einwanderung ist niemals historisch unvermeidlich
4. Wie Deutschland die Einwanderung beschränken sollte
5. Warum das Asylrecht nicht mehr ein "Scheunentor" zur Einwanderung sein sollte

Das neue Buch des vogelfreien Sozialisten. TS

23.07.2020

13:00 | Horst Lünig: Dreifach Buchbesprechung: Vom Land ohne Zukunft bis zur alternativen neuen Weltordnung

Heute gibt es drei Bücher aus dem Crash-Umfeld, die jedoch nicht nur negativ, sondern auch positiv einzuordnen sind.
1) Land ohne Zukunft: Die Gründe für das baldige Ende von Wohlstand und Sozialstaat von #Phillipp #Ritter
2) Der Corona Crash: Wie Sie jetzt ihr Vermögen schützen von #Florian #Müller
3) Die alternative Neue Weltordnung: Der Weg aus Kriegen und Krisen in ein 21. Jahrhundert des Friedens und der Stabilität von #Paul #Schlagheck

09.07.2020

10:32 | Andreas Tögel - Buchbesprechung: Wer regiert hier wen – das Ende von Demokratie und Freiheit

Ein Plädoyer für den Neoliberalismus
Die beiden Autoren zeigen schonungslos die Schwachstellen der politischen Organisation Österreichs auf, die übrigens auch im Großteil der anderen zeitgenössischen Demokratien zu finden sind. Einige der wichtigsten davon sind das mangelhaft umgesetzte Subsidiaritätsprinzip, das (außerhalb der Schweiz) bestehende Defizit an direktdemokratischen Elementen und das Nichtvorhandensein einer Politikerhaftung. Während außerhalb geschützter Werkstätten jedermann seine Handlungen selbst zu verantworten und für deren Folgen zu haften hat, gilt dieses Prinzip für politische Akteure nicht. Die Folgen politischer Fehlentscheidungen haben nämlich nicht die dafür verantwortlichen Politiker, sondern die Steuerzahler zu tragen, die in aller Regel über keine Mitspracherechte verfügen. Die Einführung einer Politikerhaftung ist daher dringend notwendig!
„No taxation without representation“ – dieses Prinzip der amerikanischen Revolution gilt heute außerhalb der kleinräumig organisierten Schweiz so gut wie nirgends mehr – jedenfalls nicht in der Alpenrepublik.
Breiten Raum widmen die Autoren der Kritik am überbordenden Wohlfahrtsstaat, der jede (unternehmerische) Initiative tötet oder zumindest behindert und zu einem Leben in der sozialen Hängematte einlädt. Anstatt auf die Ermöglichung der Wohlstandsproduktion, konzentriert sich der moderne Staat zunehmend auf die „soziale“ Umverteilung. Die begünstigt indes den Konsum zulasten von Investitionen. In der Folge wird der vorhandene Kapitalstock erodiert - und damit der künftige Wohlstand. Die Profiteure des Wohlfahrstaats verkonsumieren also jene Mittel, die dereinst von den heute noch Ungeborenen aufzubringen sein werden. Das ist ein Skandal.
Da die stetige Ausweitung der Staatsaktivitäten mit einem unentwegten Wachstum einer kostspieligen Bürokratie einhergeht, hat die steuerliche Belastbarkeit der Bürger und Unternehmen längst alle akzeptablen Grenzen überschritten. Um dennoch ihre wählerstimmenmaximierende Brot-und-Spiele-Politik weiter finanzieren zu können, wird die Staatsverschuldung von der Regierung auf bislang unerreichte Höhen getrieben.
Die Autoren beschränken sich nicht auf die Kritik des Status quo, sondern präsentieren im letzten Teil ihres Buches auch konstruktive Vorschläge zur Rettung der liberalen Demokratie. Sie plädieren für eine Renaissance des bei linken Apologeten des allsorgenden Gouvernantenstaates als „unsozial“ verschrienen „Ordoliberalismus“, der heute meist als „Neoliberalismus“ verteufelt und für alles Übel dieser Welt verantwortlich gemacht wird. Sie befürworten einen schlanken Staat, der durchaus deutlich über die Sicherstellung von Recht, Ordnung, Sicherheit und Rechtsprechung hinausgeht und bewegen sich mit diesem Gedanken auf den Spuren großer liberaler Denker wie F. A. Hayek und Milton Friedman.
Eine plausible Erklärung dafür, wie der erstrebte schlanke Staat, der lediglich Regeln vorgeben und sich als „Schiedsrichter“ betätigen soll, davon abgehalten werden kann, sich unentwegt neue Aufgaben zu suchen und nach und nach jede individuelle und institutionelle Aktivität zu regulieren, bleiben die Herren Kraus und Steffal leider schuldig. Sie stehen offensichtlich vor dem gleichen Problem wie alle anderen "Neoliberalen", nämlich das Wachstum eines territorialen Machtmonopolisten mit Steuerprivileg und Letztentscheidungskompetenz am unbeschränkten Wachstum zu hindern.
Fazit: Ein zumindest in der Analyse des Istzustandes ausgezeichnetes Buch, das viele wichtige Denkanstöße bietet.

Wer regiert hier wen? Das Ende von Demokratie und Freiheit
Heinz Kraus und Markus Steffal
Ibera University Press
278 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-85052-351-6
24,90,- Euro

19.06.2020

07:46 | Ayn Rand, Der Ursprung

Der 1943 erschienene Roman „Der Ursprung“ (im englischsprachigen Original „The Fountainhead“) ist das erste der beiden Hauptwerke von Ayn Rand. Stark von der Philosophie Friedrich Nietzsches beeinflusst, geht es darin um den ewigen Kampf des Guten gegen das Böse.

A. Tögel, mit seiner Rezension eines Klassikers. Als Hausphilosoph kann ich mich nur anschließen. Es ist zwar eine wirklich "dicke Schwarte", aber sie ist von zeitloser Aktualität. Wegen der Rezension ist hier amazon verlinkt, doch ich gehe davon aus, dass b.com Leser ihren lokalen Buchhändler bevorzugen. HP

11.06.2020

14:03 | Andreas Tögel: Buchempfehlung: Mehr Freiheitsliebe / Ein weiteres Querdenker-ABC

Andreas Tögel, hat die u.a. Rezension verfasst, von mir eine herzliche Leseempfehlung. Ein gscheites, gut lesbares Buch! HP

10.06.2020

11:51 | Andreas Tögel: Buchempfehlung: Mehr Freiheitsliebe / Ein weiteres Querdenker-ABC

Der unermüdliche Befürworter eines libertären Minimalstaates, der Wirtschaftshistoriker Michael von Prollius, nähert sich dem Thema Freiheit aus einer eher ungewohnten Perspektive. Unter Verweis auf den Mangel an Spiritualität in der Welt des Liberalismus thematisiert er den untrennbaren Zusammenhang zwischen Freiheit und Liebe. „Freiheit und Freiheitsliebe sind ureigene liberale Fundamente. Sobald der Mensch mit sich im Reinen ist, herrscht Frieden.“ Mit sich ins Reine kommen kann aber nur der freie Geist. Ein schöner Gedanke – der abseits des den Liberalen und Libertären immer wieder zum Vorwurf gemachten kühlen Rationalismus´ und strikt ökonomischen Denkens - entwickelt wird.
Der Autor gliedert sein Buch in vier Teile. Der erste davon enthält eine Auswahl von Aphorismen. So etwa „Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will.“ (von George Bernhard Shaw).
Der zweite Teil präsentiert eine Auswahl von der liberalen Idee gewidmeten Blogbeiträgen zu den unterschiedlichsten Themenbereichen. „An der Freiheit des Anderen kommt keiner vorbei.“ heißt einer davon. „Vertraue Dir selbst“ ein anderer. „Eigentum als Fundament der Demokratie“ ein dritter.
Der „Charaktere“ übertitelte dritte Teil enthält die Vorstellung liberaler Denker – und zwar nicht nur solcher, die wie Wilhelm von Humboldt oder Anthony de Jesay, aus der Geisteswelt der Wissenschaft kommen, sondern auch die von Filmkünstlern wie Clint Eastwood und Musikern wie John Mayer oder der Rockband Rush.
Den vierten Abschnitt bildet schließlich der Essay „Freiheitsliebe“, in dem der Autor seine Gedanken zur Verwirklichung einer freiheitlichen Gesellschaft vorstellt. In den abschließenden „Quintessenzen“ nennt Prollius die fünf Elemente Familie, Nachbarschaft, Beruf, Einheit von Handeln und Haften und eine Kultur der Freiheitsliebe als die Kernelemente einer für eine liberale Gesellschaft notwendigen Freiheitskultur.
Das Buch enthält einige ebenso überraschende, wie kluge Denkanstöße!

 

Mehr Freiheitsliebe
Michael von Prollius
Books on Demand – Norderstedt
130 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-7494-7182-9
8,99 Euro

07.06.2020

19:00 | Kopp-Verlag:  Corona: Killervirus oder Grippe? – Sucharit Bhakdi’s Druckwerk stürmt die Bestsellerlisten

Paukenschlag bei der Büchergemeinde im Internet: Prof. Dr. Sucharit Bhakdi (73) ist ein anerkannter deutscher Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie. Schon Mitte März richtete sich Bhakdi mit mehreren YouTube-Videos an die breite Öffentlichkeit, in denen er sich zur Datengrundlage, die das Fundament für die verordneten Zwangsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Deutschland bildete, äußerst kritisch wie fundiert zu Wort meldete. Die Videos und sein offener Brief an Bundeskanzlerin Merkel erreichten Millionen Bürger.

 

12:08 | katholisches:  Hilaire Belloc – Gegen Mächte und Gewalten

Zweifellos kann bereits der Titel des hier zu empfehlenden Buches kaum aktueller sein: „Gegen Mächte und Gewalten“. Und im Untertitel wird noch deutlicher, was damit gemeint ist, nämlich „Die alten und neuen Feinde der katholischen Kirche“.  
Nach „Der Sklavenstaat“ und „Die großen Häresien“ ist mit diesem Buch bereits das dritte von Hilaire Belloc im noch jungen Renovamen-Verlag erschienen. Die Krisen der Welt und jene der katholischen Kirche finden hier wie dort ihren Niederschlag. „Gegen Mächte und Gewalten“ scheint nun gerade für die heutige Zeit geschrieben worden zu sein; gerade für die Kirche.

26.05.2020

13:36 | Andreas Tögel "Buchbesprechung: Aufstieg und Niedergang von Nationen" von Mancur Olson

Die englischsprachige Erstausgabe des vorliegenden Buches wurde bereits 1982 vorgelegt. Olsons Werk zählt zu jenen, die auch Jahrzehnte später nichts von ihrer Bedeutung und Aktualität eingebüßt haben. Wenn auch der Titel manche Leser einen etwas anderen Inhalt erwarten lässt, so ist der dennoch höchst interessant.
Ausgehend von der Diagnose der „englischen Krankheit“ – einem in Großbritannien extrem schwachen Wirtschaftswachstum nach dem Zweiten Weltkrieg – spürt der Autor den Ursachen dieses Phänomens nach, formuliert einen Katalog von Schlussfolgerungen aus seinen Beobachtungen und unterzieht diese, soweit das im Bereich der Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften möglich ist, einer empirischen Überprüfung. Ergebnis: seine Thesen werden von der Empirie bestätigt.
Kurz zusammengefasst lautet seine zentrale Mutmaßung, dass in über längere Zeit hinweg stabilen Gesellschaften, die von Kriegen, Bürgerkriegen und sonstigen Katastrophen verschont bleiben, eine Tendenz zur Ausbildung von Sonderinteressengruppen, Kartellen und „Kollusionen“ besteht. Die Aktivitäten jeder einzelnen dieser Organisationen (beispielsweise Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände) neigen dazu, im Zuge der rigorosen Beförderung ihrer Gruppeninteressen, die Gesamtproduktion einer Volkswirtschaft (das BIP) zu verringern. Anders gesagt: das Streben nach einer Vergrößerung des eigenen Anteils am Kuchen geht mit einer Verkleinerung des gemeinsam produzierten Kuchens einher.
Das Beispiel Englands nach dem letzten Weltkrieg ist – im Vergleich zu den Verlierermächten Japan und Deutschland – signifikant: während die beiden letzteren im Jahre 1945 faktisch auf einer „Tabula rasa“ neu aufsetzen mussten, blieb in England im Grunde alles so wie es vor dem Kriege war. Die bereits bestehenden Sonderinteressenverbände – namentlich die Gewerkschaften – wirkten in ihrer Eigenschaft als Besitzstandwahrer als Entwicklungs- und Fortschrittsbremser. Erst der Wahlerfolg der vom liberalen Wirtschaftskonzept F. A. Hayeks überzeugten Margaret Thatcher, eröffnete die Möglichkeit zur Beseitigung der Lähmung des Landes mittels einer Überwindung der übermächtigen Gewerkschaften.
Olson räumt mit mehreren immer wieder aufkommenden Irrtümern und Missverständnissen auf – etwa dem, wonach die Deutschen einfach fleißiger wären als die Briten und sich deshalb eines stärkeren Wirtschaftswachstums erfreuten. Dem steht die Tatsache entgegen, dass die industrielle Revolution ihren Ausgang in England nahm, das bis weit über die Mitte des 19 Jahrhunderts hinaus deutlich stärkere Wachstumsraten aufwies als der Rest Europas. Warum sollten die bis dahin offenbar fleißigen Engländer plötzlich der kollektiven Faulheit verfallen?
Auch der immer wieder als Vorteil genannte Umstand, dass in Deutschland nach 1945 alles in Trümmern lag und man daher mit völlig neuen Anlagen starten konnte, erweist sich als unlogisch. Über alte Maschinen und Anlagen verfügen zu können, ist doch allemal besser, als gar keine zu besitzen. Sich vorzustellen, dass eine Volkswirtschaft davon profitieren könnte, dass sie all ihre Industrien mutwillig zerstört, um dann neu beginnen zu können, ist tatsächlich abwegig.
Der Autor untersucht die Thesen von Neoklassikern, Keynesianern und Monetaristen (erwähnt allerdings die der „Österreichischen Schule“ mit keinem Wort) und stellt fest, dass keine der untersuchten Theorien das Phänomen der unfreiwilligen Arbeitslosigkeit befriedigend zu erklären vermag. Das hat nach seinem Urteil damit zu tun, dass das wachstumshemmende und damit beschäftigungsdämpfende Element von Angebots- Und Nachfragekartellen in der herrschenden Lehre völlig ausgeblendet bleibt.
Den Sozialisten in allen Parteien ins Stammbuch geschriebenes Fazit: „Die beste makroökonomische Politik ist eine gute mikroökonomische Politik. Es gibt keinen Ersatz für eine offene und kompetitive Umwelt.“ Dem ist in der Tat nichts hinzuzufügen.

Aufstieg und Niedergang von Nationen
Mancur Olson
Verlag Mohr Siebeck
328 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-16-148523-7
34,- Euro

21.05.2020

15:48 | Nukleus-Buchvorstellung "Wir töten die halbe Menschheit"

Habe heute die Gelegenheit der „Zwangspause“ für ein paar Bücher genutzt und möchte hier kurz „Wir töten die halbe Menschheit“ vorstellen.
Der Amadeus-Verlag ist nicht jedermann Sache, dieses Buch lohnt wirklich einer näheren Betrachtung. Man findet sehr viele Zitate, welche die Marschrichtung die wir eingeschlagen haben deutlich untermauern und diese wurden schon vor Jahrzehnten gemacht.

Alles sehr erhellend, wenn man an die jetzige Deindustrialisierung denkt, aber auch an die totale Industrialisierung der Agrarwirtschaft. Was hat es mit dem immer irrer werdenden Umweltschutz auf sich? Was mit den extrem teuren Umweltauflagen? Was liegt dem Klimaschutz für eine Idee zugrunde? Warum will man hier wieder Raubtiere wie den Wolf ansiedeln? Weshalb ist die „Gleichberechtigung“ der Frau nur ein Schritt in dieser Strategie? Ein Propaganda Spruch der Nationalsozialisten war, Gemeinwohl geht vor Einzelwohl und wie dieser schon immer Bestandteil dieser Strategie war, den Menschen total zu kontrollieren.

Eine weiterer wichtiger Punkt ist die Energieknappheit. Man kann so gut die momentane Energiepolitik nachvollziehen und wohin diese führen wird. Wir sehen bereits in zunehmendem Maße, wie man uns auf eine Reduktion des Wohlstandes vorbereitet. Auch das ist ein wichtiger Bestandteil der Strategie.

Was ich für sehr unwahrscheinlich halte, sind die Bio-Waffen die selektiv Rassen angreifen können. Man muss nur den Wohlstand absenken, dann braucht man keine Biowaffen. Bereits jetzt beschränken viele Menschen freiwillig ihre Lebensspanne, was man an der Zunahme der sogenannten Zivilisationskrankheiten sieht und der Fettleibigkeit.

Der Ruf nach einem Grundeinkommen bekommt durch das Buch einen tieferen Sinn und wie man damit die Menschen kontrolliert. Der Kapitalismus ist das Feindobjekt und der Sozialismus das gewünschte System.

Unsere Strategie wäre dann, ihre Strategie ins Gegenteil zu verkehren, den Ökowahn ausnutzen und selber hier Profite generieren. Man will uns den Wohlstand kappen, also wäre es sinnvoll sich mit Minimalismus zu beschäftigen und wie man sich unabhängig machen kann.

27.04.2020

17:00 | Mises:  „DIE SKRUPELLOSIGKEIT DES POLITISCH-FINANZIELLEN KOMPLEXES IST NICHT ZU UNTERSCHÄTZEN“

Im Februar ist im Verlag „Frank & Frei“ das Buch „Europa 2030. Wie wir in zehn Jahren leben“ erschienen. Zwölf Autoren, darunter Andreas Tögel, versuchen Antworten zu geben auf Fragen wie „Wohin steuert Europa?“ oder „Wie werden wir, unsere Kinder und Enkelkinder in zehn Jahren leben?“. Wir haben mit unserem Autor Andreas Tögel über das Buch und sein Thema darin, einem drohenden Bargeldverbot, gesprochen.

31.03.2020

10:33 | kath-net: Mein Weg als Freimaurer – ich diente Luzifer, ohne es zu wissen

Serge Abad-Gallardo gehörte 24 Jahre lang einer Freimaurerloge an, stieg bis in die Hochgrade auf und wurde in Geheimnisse eingeweiht, die den Angehörigen der unteren Grade nicht bekannt sind. Er beschreibt den gesellschaftlichen und politischen Einfluss der Freimaurer und die okkulten Praktiken innerhalb der Loge.

06.03.2020

11:16 | Gemeindebund.at:  Blackout-Vorsorge: Bürgermeister in der Verantwortung

Mit einem Blackout, also einem großflächigen Ausfall der Stromversorgung, muss laut Experten binnen der nächsten fünf Jahre gerechnet werden – und zwar europaweit. Das birgt zahlreiche Herausforderungen, für die man sich mit entsprechender Krisenvorsorge gut wappnen kann. Wenn kein Licht, kein Handy, kein Internet, keine (Gas-, Fernwärme-, Öl-, Zentral-)Heizung, kein Bankomat, keine Tankstelle, keine Ampeln, keine Kassa und auch keine Straßenbahnen mehr funktioniert:

29.02.2020

17:26 | guna.ch: Bio-Weapon or not; the Antidote is the HeilstrOooomm:

Download here - Erstellen Sie hier ihr: Anti-Corona-covid19-Virus-als-Ebook & Anti-Corona-covid19-Virus-als-Heft-zum printen

(Print first: 1. Reversed print order, & 2. turn around & unklick r. p. o. = 27 Sheets = 108 Pages)
Unfortunately only in German, please use Online-Translator & translate it in all languages!

 

04.02.2020

15:21 | Geolitico:  Der Terror der Rechtgläubigen

Im Sommer 2019 kam auch in Deutschland das in England preisgekrönte Buch der britischen Althistorikerin und Journalistin Catherine Nixey über den Aufstieg des Christentums zur einzig erlaubten Religion im Römischen Weltreich heraus: Heiliger Zorn. Wie die frühen Christen die Antike zerstörten (München 2019; in der Folge: HZ). Schon der Titel zeigt auf, dass hier eine kritische Sicht auf eine geschichtliche Entwicklung stattfindet, die in der Geschichtsschreibung des Abendlandes eher schöngeredet wurde und auch weiter umstritten bleibt.

19:46 | Der Vatikan-Korrespondent
Mit der historischen Wahrheit scheint es die Autorin nicht allzu genau zu nehmen. In dieser Rezension ist von Lügen, Erfindungen und Inkompetenz die Rede:
So lest doch nur, wie bös sie waren!
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/catherine-nixeys-heiliger-zorn-wie-die-fruehen-christen-die-antike-zerstoerten-16395208.html
An den Quellen vorbei: In „Heiliger Zorn“ zimmert sich Catherine Nixey ein Bild von den Christen als Zerstörern der Antike. Mit historischer Genauigkeit kann ihr Werk nicht dienen. Im Gegenteil.

19.01.2020

18:05 | ET: Broder bringt neues Buch auf den Markt – und rät von dessen Lektüre ab

Seit 18. Dezember des Vorjahres ist das neue Buch des bekannten Publizisten Henryk M. Broder mit dem Titel „Wer, wenn nicht ich“ auf dem Markt. In der „Welt“ nutzt der Mitbegründer des Blogs „Die Achse des Guten“ nun die Möglichkeit, deren Abonnenten die Schrift in einem etwas mehr als drei Minuten langen Promotion-Video vorzustellen.

Die Leseratte
Ein Beitrag zu Hendrik Broders neuem Buch "wer, wenn nicht ich". Bitte auch auf den Link klicken und bei Amazon die Bewertungen lesen, die z.T. auch echte Rezensionen sind!

06.01.2020

14:24 | KenFM:    Hermann Ploppa (“Der Griff nach Eurasien”)

„Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.“
Was wollte uns der britische Schriftsteller George Orwell mit dieser Erkenntnis sagen? Dass die Geschichte von den Siegern geschrieben wird und diese Sieger waren und sind immer recht großzügig, wenn es darum geht, die tatsächlichen Abläufe der Geschehnisse dahingehend zu frisieren, dass man selber als makelloser Held dasteht, während die Verlierer durch die Bank als Bestien dargestellt werden. Plump, aber effektiv. Propaganda wirkt.

Ein geniales Interview ..... must see!  TS

04.01.2020

14:52 | Heinz-Dietmar Schimanko: "Der Fall Reinthaller: Das Strafverfahren gegen Anton Reinthaller vor dem Volksgericht"

Die Geschichtswissenschaft im Allgemeinen, die neuere Geschichte und die Zeitgeschichte aber im Besondern sind Gegenstand heftiger Kontroversen. Denn wer die Deutungshoheit über die jüngere Geschichte inne hat, der kontrolliert auch weitestgehend den tagespolitischen Diskurs. Allerdings ist auch der wissenschaftliche Diskurs gerade in den geisteswissenschaftlichen Fächern nicht frei von deutungshoheitlichen Einflüssen. Vielfach kann einfach nicht sein, was nicht sein darf.

Differenzierte Ausführungen, d. h. der Wirklichkeit entsprechende oder ihr zumindest bestmöglich nahekommende, gelten im Kampf um die Deutungshoheit als ein Zeichen der Schwäche. Intellektuell bequemer, weil deutlich einfacher ist es daher, den Charakter und das Leben einer Person schwarz-weiß zu zeichnen. Allein, dieses holzschnittartige Vorgehen wird den allermeisten Menschen nicht einmal ansatzweise gerecht.

Dem guten Historiker gelingt es durch das intensive Studium vorhandener Quellen dort Kontinuitäten zu erkennen, wo diese tatsächlich bestehen, und dort Brüche und Widersprüche freizulegen, wo diese existieren. Zudem ist er sich der Kontextbezogenheit menschlichen Handelns bewusst. Der Ideologe im Gewand des Historikers weiß dagegen schon vorab das Ergebnis seiner Untersuchungen und macht dieses häufig an formalen Äußerlichkeiten wie der Zugehörigkeit zu einer Partei fest.

Von dieser ideologischen Voreingenommenheit ist im vorliegenden Werk „Der Fall Reinthaller“ von Heinz-Dietmar Schimanko nichts zu spüren. Näherhin wird „Das Strafverfahren gegen Anton Reinthaller vor dem Volksgericht“ – so der Untertitel der Publikation – einer Untersuchung unterzogen. Mit dieser Arbeit promovierte sich der Autor in Geschichte an der Universität Wien bei Professor Lothar Höbelt, ao. Professor für Neuere Geschichte an der Universität Wien. Anton Reinthaller hat für das aktuelle Tagesgeschehen in Österreich insofern Bedeutung, als er nicht nur ein Gründungsmitglied der Freiheitspartei war, die nur kurze Zeit später mit dem VdU zur FPÖ fusionierte, sondern auch der erste Bundesparteiobmann der FPÖ. Häufig gilt er als Beispiel dafür, dass die FPÖ von ihrer Substanz her ein Sammelbecken überzeugter National-Sozialisten gewesen sei. Dass Anton Reinthaller nicht in diese Kategorie fällt, ist ein – wichtiges – Nebenergebnis der Untersuchungen in dieser Arbeit, auch wenn er sich Zeit seines Lebens dem deutsch-nationalen Lager zugehörig gefühlt hatte.

Gleichwohl „Der Fall Reinthaller“ eine historische Arbeit ist, werden die dem Dissertationsthema zugrunde liegenden Rechtsfragen ausführlich erörtert. Dem Autor, der ebenfalls in Rechtswissenschaften an der Universität Wien promoviert hat, gelingt es, die komplexen juristischen Fragestellungen so aufzubereiten, dass auch ein juristischer Laie die Rechtsmaterie zumindest so weit durchdringen kann, um den Grund der Anklage auf Hochverrat, die Argumentationsweise von Anklage und Verteidigung sowie der verschiedenen Gerichtshöfe und die letztlich erfolgte Niederschlagung des Verfahrens bzw. Begnadigung nachvollziehen zu können. Dabei bedient der Autor nicht das beliebte Narrativ, wonach Netzwerke von Ehemaligen in allen Parteien, der für die Teilniederschlagung bzw. Teilbegnadigung zuständige Bundespräsident Theodor Körner gehörte der SPÖ an, sondern legt die Beweggründe der handelnden Akteure dar. Wie es sich für eine wissenschaftliche Arbeit gehört, werden die Argumente mit unzähligen Quellenverweisen und Zitaten untermauert. Die beiden wichtigsten vom Autor bemühten Quellen sind zum einen die im Landesarchiv Oberösterreich verwahrten Gerichtsakten und zum anderen die Rechtsanwaltshandakten von Dr. Otto Tiefenbrunner, einer der drei Verteidiger Reinthallers. Letztere hat Heinz-Dietmar Schimanko als Erster im Hinblick auf die Strafverfahren gegen Anton Reinthaller ausgewertet.

Die grundsätzlichen Erwägungen in Kapitel „5. Recht und Moral“ sind gerade ob ihrer Nüchternheit ein großer Gewinn für den Leser, umreißen sie doch grundlegende Fragen der Rechtstheorie wie Rechtspraxis im Spannungsfeld von positivem und über-positivem Recht, die auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Ebenso erkenntnisreich ist das der „Prozessberichterstattung“ gewidmete 7. Kapitel. Es führt deutlich vor Augen, dass die Medien auch damals dazu neigten, die Dinge nicht so darzustellen, wie sie wirklich sind, sondern wie sie aus der jeweiligen weltanschaulichen Position scheinen sollten, denn nicht nur damals verstanden sich die Medien mehrheitlich als Instrument der politischen Auseinandersetzung.

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