17.09.2026
Welches Adjektiv passt zu einer Nation, die ständig von gerissenen Politikern hinters Licht geführt und immer wieder getäuscht wird? „Albern“? Viel zu harmlos! „Dumm“? Nicht stark genug! „Hirnlos“? Ja, genau das ist das richtige Adjektiv! – Mehmet Murat Ildan
Kurz gesagt: Die Antwort auf die im Titel gestellte Frage lautet „keinen“. Mittlerweile wissen die meisten meiner Leser, wie ich zu Politik, Politikern und Regierung stehe; dazu gehören auch alle Wahlkampfreden und ignoranten Tiraden darüber, unter jeder Regierung „frei“ zu sein.
Meiner Meinung nach lassen sich alle Parteien in einen Topf werfen, und wenn die Ergebnisse schließlich feststehen, wird kaum ein Unterschied erkennbar sein. Egal, wer die Regierungsverantwortung in den letzten Jahrzehnten getragen hat – das große Ganze, das Einzige, was zählt, ändert(e) sich nie. Wer dieser Schlussfolgerung widerspricht, gibt damit zu, das vergangene Jahrhundert oder länger verschlafen zu haben. Einer der vorgebrachten Punkte ist, dass die „Vorstellung“, wonach die Linke und die Rechte an der Spitze als Einheit agierten und somit absichtlich Spaltung verursach(t)en, mittlerweile nicht mehr ausreichend ist. Meiner Ansicht nach ist dies sogar inzwischen weit offensichtlicher, und schlimmer noch: Die gesamte Politik weltweit, unabhängig von ihrer Ausrichtung, versucht, genau dasselbe Ergebnis der Spaltung zu erzielen, und dies ist eine Absprache aller dunklen Kräfte der eigentlichen herrschenden Klasse, der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE), die auch über die untergeordnete politische Klasse herrscht.
Kommentar des Einsenders
.... und lasset alle Hoffnung fahren.
16.09.2026
14:31 | libertarianinstitute: Vorsicht vor inszenierten Panikmache und falschen Vorfällen!
Am Abend des 4. Augusts bemerkte ein Flughafenmitarbeiter in Leipzig/Halle eine kleine Drohne auf dem Vorfeld neben einem geparkten ukrainischen Antonow-Frachter. Sie trug eine Sprengladung und einen Zünder. Die Ladung detonierte nicht. Ein Bombenentschärfungsroboter rollte über das Rollfeld, und nach späteren Angaben deutscher Beamter blieb der Sprengsatz etwa vier Stunden lang unbemerkt, bevor er entdeckt wurde. Anschließend wurde der Flughafen wieder geöffnet, und das Land ging zum Alltag über.
Achtundzwanzig Tage später, am 1. September, teilte die deutsche Regierung ihren Bürgern mit, wer dafür verantwortlich war. Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul traten gemeinsam in Berlin auf und nannten Russland. Das Konsulat in Bonn wurde am 18. September geschlossen; der Mietvertrag für das Berliner Kulturzentrum „Russisches Haus“ wurde gekündigt; weitere Russen wurden für die Sanktionslisten der Europäischen Union vorgeschlagen. Die Zuschreibung wurde als unumstößliche Tatsache präsentiert. Die Beweise dafür waren es nicht.
Falsche Flaggen und die präventive Rechtfertigung Krieg in Europa
In den vergangenen zwei Wochen organisierten Kreml-nahe FIMI-Akteure in Deutschland, Polen und den baltischen Staaten ihre Narrative über eine mögliche Ausweitung des russisch-ukrainischen Krieges nach Europa um eine gemeinsame Umkehrung der Urheberschaft. Anstatt die Möglichkeit russischer hybrider oder militärischer Aktionen gegen europäische Staaten einfach zu leugnen, stellten die FIMI-Akteure die Ukraine und die europäische Unterstützung für Kiew als Quelle der Bedrohung dar und interpretierten gleichzeitig die europäischen Verteidigungsvorbereitungen als Beweis für eine bevorstehende Konfrontation mit Russland.
Ein guter Alarm braucht halt nur drei Dinge: dramatische Bilder, anonyme Quellen und möglichst wenig Zeit zum Nachdenken. JE
02.09.2026
17:03 | The Silent Shame: Dänemarks Missbrauchsindustrie der 1970er
Dänemark gilt heute ja als moderner Rechtsstaat. Umso erstaunlicher ist ein wenig bekanntes Kapitel seiner jüngeren Geschichte: Von 1969 bis 1980 war der Verkauf pornografischer Darstellungen von Kindern an Erwachsene dort nicht strafbar. Das ist durch damalige Gesetze und spätere amtliche dänische Unterlagen belegt.
Wichtig ist dabei: Der Begriff „Kinderpornografie“ verharmlost das Geschehen. Kinder produzieren keine Pornografie, sie werden sexuell ausgebeutet und missbraucht. Bilder und Filme davon dokumentieren diesen Missbrauch dauerhaft.
1967 und 1969: Die Schranken fallen
1967 hob Dänemark zunächst das Verbot pornografischer Schriften auf. Zwei Jahre später folgte der entscheidende Schritt bei Bildern und Filmen. Das Gesetz Nr. 224 vom 4. Juni 1969 trat am 1. Juli 1969 in Kraft. Es hob wesentliche Teile des damaligen § 234 des dänischen Strafgesetzbuches auf. Verboten blieb im Wesentlichen der Verkauf an Personen unter 16 Jahren. Der Verkauf pornografischer Bilder an Erwachsene wurde dagegen freigegeben. Spätere amtliche Gesetzesmaterialien sagen ausdrücklich, was diese Liberalisierung bedeutete: Auch der Verkauf pornografischer Darstellungen von Kindern an Erwachsene wurde 1969 entkriminalisiert.
Das ist der Kern der Geschichte. Nicht jede sexuelle Handlung an einem Kind wurde plötzlich legal. Sexueller Missbrauch selbst blieb zwar strafbar. Aber der Besitz, Ankauf, die Bearbeitung und der kommerzielle Vertrieb vorhandener Aufnahmen wurden über Jahre legal oder nur sehr schwach sanktioniert. (Ich möchte hier auch auf den Fall Teichtmeister verweisen) Diese Trennung war moralisch grotesk. Der Missbrauch eines Kindes konnte eine Straftat sein, während andere mit der bildlichen Dokumentation dieses Missbrauchs Geld verdienen konnten.
Aus „sexueller Befreiung“ wurde ein Business mit missbrauchten Kindern
Die Liberalisierung schuf einen großen kommerziellen Pornografiemarkt. Dänemark wurde international bekannt, Touristen reisten nach Kopenhagen, Geschäfte und Produzenten expandierten. Mitten in diesem Boom entstand also ein Markt für Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs. Der dänische Journalist und Dokumentarfilmer Thomas Heurlin beschäftigte sich Jahrzehnte später in der DR-Serie „Candy Film“ mit dieser Zeit. In einem Interview mit VICE erklärte er, Dänemark sei in den 1970er-Jahren nicht nur ein wichtiger Produktionsort gewesen, sondern habe auch eine führende Rolle beim internationalen Vertrieb solchen Materials gespielt.
Color Climax beziehungsweise Rodox Trading gehörte zu den bedeutenden Unternehmen der damaligen Branche. Die Firma vertrieb entsprechendes Material in großem Umfang und ließ zumindest einen Teil davon für den kommerziellen Markt herstellen beziehungsweise herstellen und anschließend von Kopenhagen aus vertreiben. Die genaue Rolle einzelner Firmen bei jeder Aufnahme ist nicht in allen Fällen eindeutig geklärt. Manche Beteiligte behaupteten später, sie hätten Material nur gekauft und weiterverkauft. Andere Recherchen kamen zu dem Schluss, dass Unternehmen Aufnahmen bestellten, finanzierten oder selbst produzierten. An der zentralen Tatsache ändert das aber wenig: Mit Aufnahmen real missbrauchter Kinder wurde professionell gehandelt und viel Geld verdient.
Color Climax und Rodox: Professionalisierung nach der Liberalisierung
Das dänische Onlinelexikon Lex.dk dokumentiert, dass Dänemark 1969 als erstes Land der Welt das Verbot von Bildpornografie aufhob. Erst 1980 wurde ein eigenes Verbot von Kinderpornografie beschlossen. Für die dänische Bildpornoindustrie der 1960er- und 1970er-Jahre nennt Lex ausdrücklich Peter und Jens Theander als zentrale Akteure. Nach der Liberalisierung entwickelte sich Kopenhagen zu einem internationalen Zentrum für Produktion, Handel und Export pornografischen Materials.
Die Color Climax Corporation wurde Ende der 1960er-Jahre in Kopenhagen gegründet und entwickelte sich zu einem international bedeutenden Produzenten und Vertreiber pornografischer Filme und Magazine. Laut dem Wikipedia-Eintrag verbreitete das Unternehmen zwischen 1969 und 1979 auch Kinderpornografie in größerem Umfang und produzierte zwischen 1971 und 1979 mehrere etwa zehnminütige sogenannte „Lolita“-Filme. Das Material wurde kommerziell hergestellt, vervielfältigt und international vertrieben.
Die Opfer verschwanden hinter dem Geschäft
Hinter Produktion, Verkauf und Gewinn standen Kinder, deren Missbrauch zur Ware gemacht wurde. Händler erhielten das Material teils aus dem Ausland, bearbeiteten es weiter und verkauften es erneut. Besonders betroffen waren wie immer verletzliche Kinder aus armen Verhältnissen oder ohne festen Wohnsitz, während die Täter ein Vermögen verdienten.
1978 bis 1980: Der Widerstand wächst
Erst Ende der 1970er-Jahre nahm der politische Druck für ein Verbot deutlich zu. Bereits 1978/79 wurden im dänischen Parlament entsprechende Gesetzesinitiativen eingebracht. Bei der endgültigen Abstimmung 1980 wurde die Gesetzesvorlage angenommen. Das Verbot wurde aber keineswegs von allen politischen Kräften unterstützt.
Mit dem Gesetz Nr. 252 vom 16. Juni 1980 wurde schließlich § 235 eingeführt. Damit wurden der gewerbliche Verkauf, die Verbreitung sowie die Herstellung oder Beschaffung entsprechender Aufnahmen von Kindern zum Zweck der Verbreitung strafbar. Die ursprüngliche Strafandrohung war allerdings noch sehr mild: Zunächst war lediglich eine Geldstrafe vorgesehen. Erst durch spätere Gesetzesänderungen wurden die Strafbestimmungen deutlich verschärft.
Ein Jahrzehnt war vergangen
Damit lag zwischen der umfassenden Liberalisierung von 1969 und der strafrechtlichen Kehrtwende von 1980 ungefähr ein Jahrzehnt. In diesen Jahren konnte ein internationaler Markt wachsen. Und Märkte verschwinden ja nicht automatisch, nur weil ein Gesetz geändert wird. Händler besitzen die Kundenlisten, Kontakte, Vertriebswege, Archive und Geschäftspartner. Genau das wurde später für Ermittler zum Problem.
Der US-Senat dokumentierte das internationale Netzwerk
Eine der wichtigsten Quellen zu dieser Geschichte ist der Bericht „Child Pornography and Pedophilia“
Der Bericht behandelt ausdrücklich den internationalen Handel und widmet Dänemark erhebliche Aufmerksamkeit. Er nennt mehrere Firmen, die in Dänemark ansässig gewesen seien oder von dänischen Adressen aus entsprechendes Material verschickt hätten, darunter COQ International, Color Climax, Rodox, Exim/Exom Trading und weitere Unternehmen. Der Bericht stellt fest, Dänemark habe über einen langen Zeitraum eine bedeutende Rolle bei Produktion und weltweiter Verteilung gespielt.
Besonders wichtig ist COQ International. Der US-Senatsbericht bezeichnet das Unternehmen damals als
wahrscheinlich größten europäischen Verteiler von Material mit männlichen minderjährigen Opfern. Dänische Behörden ermittelten, zu einer Verurteilung kam es laut Bericht jedoch nicht. Der Senatsbericht beschreibt außerdem ein grundlegendes Problem: Wurde eine Firma geschlossen oder unter Druck gesetzt, konnten Kundenlisten und Waren an andere Händler weitergegeben werden. Das Geschäft verschwand dadurch nicht zwingend, sondern wechselte nur den Namen oder Vertriebsweg.
Weitere amerikanische Anhörungs- und Zollunterlagen aus den Jahren 1984/85 stützen diese internationale Dimension. US-Zollbehörden schätzten damals, dass ein sehr großer Anteil des in den Vereinigten Staaten beschlagnahmten Materials aus Dänemark und den Niederlanden stammte; in den Unterlagen werden auch Firmen wie Rodax/Rodox Trading und COQ International sowie konkrete Versand- und Briefwechsel erwähnt.
Die USA machten Druck
Der internationale Handel führte in den 1980er-Jahren zu wachsendem Druck auf Dänemark.
Im US-Senatsbericht finden sich Schreiben und diplomatische Kontakte mit dänischen Behörden. US-Zollbehörden kämpften mit erheblichen Mengen entsprechender Importe. In einem Schreiben von US-Senatoren an die Regierungen Dänemarks und der Niederlande wird auf die starke Rolle beider Staaten bei Lieferungen in die USA hingewiesen. Dänemark reagierte schließlich mit Ermittlungen und bot den USA stärkere Zusammenarbeit an. Die dänische Regierung betonte zugleich, dass viele der untersuchten Bilder möglicherweise außerhalb Dänemarks aufgenommen worden seien.
Dänemark war also nicht zwingend der Tatort jedes dokumentierten Missbrauchs. Aber dänische Firmen und Adressen spielten nach den damaligen Ermittlungen eine bedeutende Rolle bei Verarbeitung, Verkauf und internationaler Verteilung.
„The Silent Shame“: Journalisten legen den Finger in die Wunde
1984 sorgte die US-Fernsehdokumentation „The Silent Shame“ für zusätzlichen Druck. Undercover-Journalisten untersuchten internationale Netzwerke und den Handel mit Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs. Auch der dänische Beitrag von Out & About beschreibt eine Undercover-Recherche, bei der Produzenten und Händler mit versteckter Kamera gefilmt wurden, und ordnet den späteren politischen Druck als wichtigen Faktor für die strafrechtliche Kehrtwende ein.
Warum wurden so wenige Verantwortliche bestraft?
Die einfache Antwort lautet: weil die Rechtslage jahrelang katastrophal war und die Ermittlungen schwierig waren. Die kompliziertere Antwort ist noch unangenehmer. Erstens war vieles, was heute eindeutig strafbar wäre, damals im Bereich von Besitz und Vertrieb nicht verboten. Zweitens lagen die eigentlichen Missbrauchstaten oft Jahre zurück und konnten in anderen Staaten stattgefunden
haben. Drittens war internationale Polizeizusammenarbeit wesentlich schwächer als heute. Viertens erschwerten Post- und Briefgeheimnisregeln die Ermittlungen gegen Versandnetzwerke. Und fünftens hatten sich Firmen, Händler und Vertriebswege längst professionalisiert. Das Ergebnis war bitter: Viele der Kinder blieben ohne Gerechtigkeit.
Das Entscheidende darf nicht hinter historischen Begriffen verschwinden
Wenn alte Gesetze, Zeitungen oder Parlamentsakten von „Kinderpornografie“ sprechen, verwenden sie die damalige juristische Sprache. Heute sollte man genauer sein. Eine Aufnahme eines sexuell missbrauchten Kindes ist keine Pornografie. Sie ist Missbrauchsmaterial. Hinter jedem solchen Bild steht ein Kind, dessen Grenzen verletzt wurden. Hinter jedem Verkauf stand jemand, der an diesem Missbrauch verdienen wollte. Hinter jeder kommerzielle Vervielfältigung stand die Entscheidung, das Leid eines Kindes in ein Produkt zu verwandeln.
Dafür gibt es keine kulturelle Entschuldigung.
Nicht „andere Zeiten“.
Nicht „sexuelle Befreiung“.
Nicht „damals wusste man es nicht besser“.
Ein erwachsener Mensch musste auch 1970 kein Psychologiestudium abgeschlossen haben, um zu
verstehen, dass ein Kind kein sexuelles Konsumprodukt ist.
Eine Gesellschaft versagte, weil ihr die Opfer Wurscht waren
Die wichtigste Lehre aus diesem Kapitel ist nicht, dass Dänemark besonders böse gewesen wäre. Die Lehre ist, wie schnell Ideologie Menschen zu Tätern machen kann. Wenn eine politische Agenda wichtiger wird als das konkrete Opfer, beginnt die moralische Verwahrlosung. Damals wurde über sexuelle Freiheit gesprochen. Über Zensur. Über Liberalität. Über gesellschaftliche Befreiung. Aber die Freiheit eines Erwachsenen endet dort, wo ein Kind missbraucht wird.
Und während man heute rückblickend fassungslos fragt, wie Erwachsene einst glaubten, über den Körper und die Sexualität von Kindern verfügen zu dürfen, sollte man sich vielleicht auch fragen, wie später andere auf unsere heutige Zeit zurückblicken werden, dass Minderjährige im Namen einer gesellschaftlichen Mode mit Pubertätsblockern, Hormonen und teils irreversiblen Eingriffen zu Eunuchen gemacht wurden. JE