24.01.2020

08:31 | mises: Botschaft nach Davos: Wir brauchen mehr Kapitalismus

Von allen Seiten gibt es derzeit Kritik am Kapitalismus. Es ist deshalb kein Wunder, dass – wie einer globalen Umfrage zu entnehmen ist – sich eine Mehrheit gegen den Kapitalismus ausspricht. In Deutschland sind 55 % der Befragten der Meinung, dass der Kapitalismus in seiner jetzigen Form mehr schadet als hilft. Auf dem diesjährigen Davoser Wirtschaftsforum reichte die Prominenz, die nach einem neuen Wirtschaftssystem jenseits des Kapitalismus rief, von Greta bis Prinz Charles.

Von Harald Schmidt wird die folgender Dialog überliefert
Frage: Nennen Sie uns ein Argument für dne Kapitalismus!
Schmidt: Mein Lebensstil TB

21.01.2020

12:50 | fazit - das wirtschaftsblog: Grenzen der Finanzpolitik

Die Finanzpolitik darf nicht überfordert werden. Sie ist kein Allheilmittel.Zahlreiche Fachleute vertreten die Ansicht, die Geldpolitik sei als wirtschaftspolitische Stimulans weitgehend verbraucht. Das ist wohl zutreffend. Nun muss es für eine wachsende Zahl von Ökonomen und Politikern die Finanzpolitik richten, deren Verschuldungsspielräume angesichts sehr niedriger Zinsen vermutlich weitreichender sind als bisher vermutet

Weil sämtliche ökonomischen Modelle - zumindest implizit - von einer wachsenden Gesellschaft ausgehen, müssen diese Modelle für die sich im demographischen Wandel befindlichen Volkswirtschaften angepaßt werden. Das wird eine der großen theoretischen Herausforderungen für die Volkswirtschaftslehre, deren Ergebnisse dann naturgemäß in die Politik einfließen werden. AÖ

17.01.2020

08:43 | mises: Es gibt keine Konstanten im menschlichen Handeln

Ludwig von Mises war ein Befürworter des methodologischen Dualismus. Er argumentierte, dass sich die eigentliche Methodik der Sozialwissenschaften, wie der Ökonomik, grundlegend von der Methodik der Naturwissenschaften, wie der Physik, unterscheide. Seine Rechtfertigung wird oft auf einen einfachen Einzeiler heruntergebrochen: „Es gibt keine Konstanten im menschlichen Handeln.“ Aber natürlich steckt viel mehr in seinem Argument, das leider nur selten gewürdigt wird.

15.01.2020

08:42 | mises: Der liberale Charme der Kleinheit

In weltanschaulichen und wirtschaftsphilosophischen Debatten geht es oft um den Gegensatz von Marktwirtschaft und Planwirtschaft. Dieser Gegensatz ist irreführend. Meine Studenten an der Universität Zürich erhoben regelmässig den Einwand, in unserem Wirtschaftssystem, das bei grosszügiger Interpretation als Marktwirtschaft gelten kann, werde doch auch geplant. Sie hatten völlig recht. Natürlich wird in einer Marktwirtschaft permanent und überall geplant.

13.01.2020

11:14 | mises: Vernunft versus Emotion: Aus einer Zeit jenseits der Ratio

Strömungen, die vor wenigen Jahrzehnten noch vergleichsweise hilflos als Wertewandel eingeordnet worden waren, haben in den letzten Jahren auf atemberaubende, ja unheimliche Weise an Fahrt aufgenommen. Hatte früher die Realpolitik als Scharnier zwischen dem Wünschenswerten und dem Möglichen dominiert, wurde diese Bastion der Vernunft längst geschleift. Am deutlichsten war dieser Wertewandel wohl in der wachsenden Abneigung gegenüber Wirtschaft, wirtschaftlichen Themen und der Funktionsweise des Marktes zu beobachten. Geldvermehren oder gar Spekulation gelten inzwischen als das ultimativ Böse. Allerdings hatten selbst gewöhnliche Marktprozesse und das Unternehmertum an sich beim sogenannten Bildungsbürgertum schon immer einen schweren Stand im Lande. Manch einer konnte die Zusammenhänge nicht verstehen, aber es wurde zunehmend schick, sie gar nicht erst verstehen zu wollen.

11.01.2020

20:44 | fmw: Hans-Werner Sinn: Der Markt ist nicht gerecht! Bewegendes Interview!

Der Markt ist nicht gerecht, das kann man sich abschminken. Mit diesem Ausspruch mitten aus dem Interview beginnt das folgende Video sozusagen als vorweggenommene Hauptaussage von Hans-Werner Sinn. Vorab der Hinweis von uns. Das am Ende dieses Artikels zu sehende fast zwei Stunden dauernde Interview mit Deutschlands wohl berühmtesten Ökonom Hans-Werner Sinn (ehemaliger Chef des ifo-Instituts) ist ein absoluter Leckerbissen!

Zwar schon ein Monat alt, aber dennoch zeitlos und unbedingt lesenswert! TB

10.01.2020

19:32 | KenFM: The Wolff of Wall Street: Marktwirtschaft

Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?
Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Marktwirtschaft“.

07:56 | mises: Weshalb die Freiheit in der Schweiz gedieh, aber nicht in Österreich

Die beiden Alpenländer Schweiz und Österreich haben ganz ähnliche geographische Voraussetzungen. Sie sind auch im wesentlichen von denselben Stämmen (Alemannen und Kelten) besiedelt worden. Selbst die Bevölkerungszahl ist fast die gleiche (Österreich 8,7 Mill., Schweiz 8,3 Mill.). Politisch sind sie jedoch sehr verschiedene Wege gegangen. Die Schweiz wurde zum Hort der Freiheit, Österreich zu einem Hauptgegner der Liberalisierung in Europa. Weshalb?

Weil das Gros der Österreicher Untertanenmenschen sind? Immerhin haben die Schweizer die Habsburger nur 60 Jahre "wirken" lassen, während sie in Österreich über 600 Jahre herrschen konnten! TB

08:29 | Leser-Kommentar zum grünen TB-Kommentar
Falsch, die Schweizer sind Meister im Verstecken des Untertanentums!

8:50 | Kommentar von AÖ
Bei allem gebotenen Respekt, das ist eine sehr selektive Darstellung von Prof. Vaubel, der im Grunde Äpfel mit Birnen vergleicht. So sind die Schweiz und Österreich seit dem 1. Weltkrieg an Bevölkerung ähnlich groß, davor war der Unterschied riesig. Am Ende hatte die Monarchie rund 50 Millionen Einwohner, die Schweiz wohl nicht mehr als 5. Und die religiöse Toleranz war in der Schweiz ebenfalls beschränkt ausgeprägt, nur waren meist Katholiken die Opfer. So war es in Zürich mehr als 300 Jahre lang Katholiken nicht erlaubt, die hl. Messe zu feiern, erst seit 1863 dürfen Katholiken wieder Kirchen errichten. Auch unterschlägt Herr Prof. Vaubel, dass im Sonderbundskrieg 1847 die Aggression von den freisinnigen Kantonen ausging, die mit Gewalt die Unabhängigkeitsbestrebungen der katholischen Kantone unterdrückten. Die neue - liberale - Verfassung von 1848 transformierte die Schweiz dann auch von einem eher losen Staatenbund zu einem liberal-zentralistischen Bundesstaat. So pflegt halt jeder seine Mythen. AÖ

 

08.01.2020

08:56 | mises: Neue Ideen für Afrika: Sonderzonen statt Dead Aid

Nichts kennzeichnet das Scheitern der Entwicklungshilfe besser als die nackten Zahlen. Als die afrikanischen Länder um 1960 unabhängig wurden, betrug der Anteil Afrikas am Welthandel etwa 5,5 Prozent. Heute sind es nur noch 5 Prozent und das trotz Vervierfachung der Bevölkerung. Während dieses Zeitraums sind laut Weltbank mehr als tausend Milliarden Dollar an Hilfsgeldern nach Afrika geflossen. Die aus Sambia stammende Ökonomin Dambisa Moyo bezeichnet die westliche Entwicklungshilfe daher als Dead Aid und plädiert für ihre Abschaffung.

07.01.2020

12:40 |  fazit - das wirtschaftsblog: Von Tee bis Bankenregulierung

Sechs Papiere vom weltgrößten Ökonomentreffen, das an diesem Wochenende läuft.

Mit durchaus interessanten Einblicken und Debattenbeiträgen. AÖ

12:12 | fazit - das wirtschaftsblog: Was tun gegen die Säkulare Stagnation?

Die Wirtschaft und die Löhne wachsen kaum noch – kein Wunder, denn auch die Produktivität steigt nur noch langsam. Die Inflation ist seit Jahren niedrig, und die Zinsen sehen die Nulllinie allzu oft von unten. Was ist da los?

Wenn die Zusammenfassung korrekt ist, hat diese Konferenz ziemlich viele makroökonomischen und demographischen Daten durcheinander gebracht : die USA haben ein massives Budgetdefizit trotz akzeptablen Wachstums und weisen nur eine langsam alternde Gesellschaft auf; Deutschland altert schnell, das aber bei sinkender Staatsverschuldung; Italien altert rasant bei einem deutlichen Budgetdefizit und sehr hoher Verschuldung. Als Lösung für die Problem wird aber nur vorgeschlagen, die Zinsen zu senken bzw. langfristig niedrig zu halten, das Budgetdefizit auszuweiten, die Sozialausgaben auszuweiten und in den "Klimaschutz" zu investieren, zudem wird zumindest einseitig behauptet, dass allein die Sparschwemme für die niedrigen Zinsen verantwortlich sind, und nicht (auch) die von den Zentralbanken orchestrierte Geldschwemme. AÖ

05.01.2020

17:40 | sidney morning herald: Green ideas must take blame for deaths

Es war nicht der Klimawandel, bei dem am vergangenen Wochenende in Victoria 300 Menschen ums Leben kamen. Es waren keine Brandstifter. Es war die unaufhaltsame Intensität eines Buschfeuers, das von riesigen Mengen an Grundbrennstoff aufgeladen wurde, die sich über Jahre hinweg angesammelt hatten. Es war die Macht der grünen Ideologie über die Regierung, sich den Versuchen zu widersetzen, die Treibstoffgefahren zu verringern, bevor ein Megafeuer ausbricht, und die Landbesitzer daran zu hindern, die Vegetation zu roden, um sich selbst zu schützen.

Als Österreicher wird einem dieser Tage recht mulmig beim Lesen solcher Artikel! TB

tom-cat
Was ARD und ZDF verschweigen

18:45 | Die Leseratte
Das ist keine Theorie, sondern Realität. Die Amerikaner haben das auch schmerzhaft lernen müssen, durch das große Feuer im Yellowstone Nationalpark. Danach haben sie genau das hier angesprochene Management begonnen. Sie brennen jetzt in den Parks kontrolliert das trockene Unterholz ab und sie löschen auch nicht mehr jedes kleine durch Blitzeinschläge entstandene Feuer, weil diese Praxis überhaupt erst dazu geführt hat, dass das Unterholz zu dicht wurde. Sie haben auch verstanden, dass einige Baumarten das Feuer regelrecht brauchen, um Samen freizusetzen, welche dann auf dem verbrannten (und dadurch gedüngten) Boden Licht und Platz haben um zu keimen. Ansonsten kommen die nämlich gar nicht hoch. Feuer führt also zur Verjüngung des Waldes. Übrigens gehören auch die australischen Eukalyptusbäume zu den Pflanzen, die an Feuer angepasst sind, weil Buschfeuer dort normal sind. Die treiben anschließend wieder aus. Das Problem besteht darin, dass der Mensch immer weiter in dieses Ökosystem eindringt.

18:46 | Leser-Kommentar
Die Wahrheit passt nicht in die Klimaideologie.
Unsere Vorfahren standen nicht unter Kuratel der grünen Besserwisser und Bestimmer. Sie räumten ihre Wälder auf und betrieben Brandschutz. Sie schlugen Brandschutzschneisen und pflegten sie. Wenn jeder Bodenbewuchs stehen bleiben muss und der Politik es egal ist, gibt es diese verheerenden Brände, die niemand mehr unter Kontrolle bringt, bis alles Brennbare vernichtet ist. Das kann uns auch passieren. Um Windräder aufzustellen, sind die Grünen nicht so zimperlich, da werden schon mal einige Wälder gerodet. Da zählt das grün nicht. Dann gibt es Aluminiumwälder, die brennen wenigsten nicht. Eine schrecklich verlogene Menschen vernichtende Ideologie.

03.01.2020

18:35 | KenFM: The Wolff of Wall Street: Freihandel

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Freihandel“.