04.04.2020

08:30 | johannesmüllerverlag: A. Fekete: Der Zins

Prof. Fekete ist ein Verfechter des Goldstandards und ein scharfer Kritiker des gegenwärtigen Geldsystems, das auf uneinlösbaren Währungen beruht. Er arbeitet im Rahmen der von Carl Menger inspirierten Theorie der freien Marktwirtschaft und betrachtet seine Zinstheorie als Erweiterung von Mengers Werk. Menger befürwortete die Theorie des direkten Tauschs, der in den indirekten Tausch übergeht.

03.04.2020

12:58 | fazit - das wirtschaftsblog: Der Staat, die Macht und das Virus

Die Politik hat noch keine Krise als Chance ausgelassen, um ihren Einfluss auf das Leben der Bürger zu weiten. Mit dem Coronavirus droht eine neue Sperrklinke.

Auf nationalstaatlicher Ebene sehe ich im Augenblick noch nicht die große Gefahr eines Sperrklinkeneffekts. Die viel größeren Bemühungen gibt es auf der EU-Ebene durch die Propaganda für Corona-Bonds. AÖ

12:34 | tt: Uni-Finanzexperte: „Inflation wird an der Realität vorbei errechnet“

„Es passt vieles nicht zusammen“, sagt der Tiroler und gibt zu bedenken, dass Statistiken ein mächtiges politisches Instrument sein können. Er fordert, zwei oder drei verschiedene Verbraucherpreisindizes auszuweisen: je einen für ärmere und reichere Haushalte bzw. für Mieter und Haushalte mit Wohnungseigentum. Welcher davon dann für Lohnverhandlungen oder Zinsentscheide herangezogen werden müsste, wisse er auch nicht: „Da hab ich den Königsweg noch nicht gefunden.“

Zentral ist in diesem Artikel der letzte Absatz , den ich daher ausnahmsweise der Überschrift folgen lasse. Jeder Ökonom kennt die Schwachstellen des Inflationskonzepts, jeder Ökonom wird auch zugeben, dass das Bruttoinlandsprodukt nicht mit Wohlstand gleichgesetzt werden darf. Das bedeutet bei aller Kritik aber nicht, dass es aktuell bessere Konzepte gibt, und schon gar nicht, dass diese nicht ebenfalls erhebliche Schwachstellen aufweisen. AÖ

07:58 | mises: Eine Reise durch die Welt der Österreicher in 12 Schriften – Folge 2

Wie argumentiert Hayek? Worum geht es in den The Road to Serfdom?
Friedrich August von Hayek schreibt 1944 ein politisches Buch, kein wirtschaftstheoretisches. Der Krieg geht auf sein Ende zu, aber Kriegswirtschaft im Inneren und nach außen das Bündnis mit der Sowjetunion lassen allenthalben sozialistische Phantasien aufblühen und eine durchsetzungsfähige Staatsmacht gutheißen. Marktwirtschaftlich orientierte Politiker, Publizisten und Wissenschaftler sehen sich am Rand eines Mainstreams, der überbordendes staatliches Handeln nicht nur als rule of law, Herrschaft des Rechts, legitimiert, sondern dessen Legitimierbarkeit mit dem Ideologem der Ablaufgerechtigkeit noch steigert, der rule of just conduct, der Herrschaft nach den Regeln gerechten Verhaltes. Angesichts der Zustimmung zu „verständlichen“ Einschränkungen der persönlichen Freiheit in Zeiten des Krieges, warnt Hayek vor dem zunehmenden Verständnis für staatliche Planung „zum Wohle der Bürger“.

01.04.2020

08:23 | mises: Coronavirus – was würde eine Freie Privatstadt tun?

In letzter Zeit werde ich oft gefragt, wie eine Freie Privatstadt mit der Corona-Krise umgehen würde. Lassen Sie mich hier eine Antwort geben, aber bedenken Sie, dass verschiedene Stadtbetreiber zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen könnten. Der Wettbewerb als Entdeckungsverfahren (wie Friedrich August von Hayek (1899 – 1992) ihn bezeichnet) würde auch hier seine segensreiche Wirkung tun.

27.03.2020

12:52 | fazit - das wirtschaftsblog: Es geht nicht um Gesundheit oder Wirtschaft

In der öffentlichen Debatte wird zunehmend die Frage aufgeworfen, ob ein Interessengegensatz zwischen der Sicherung der Gesundheit der Menschen und der Sicherung der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft existiert. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Dieser Interessengegensatz existiert nicht. Wir hatten dieser Tage zwei aktuelle Arbeiten von Ökonomen vorgestellt, die sich mit den wirtschaftlichen Folgen von Epidemien befassen. Hier ist eine weitere Arbeit, die erst gestern in einer vorläufigen Version veröffentlicht wurde, aber auf Twitter bereits großes Lob von verschiedenen Fachleuten erhalten hat.

Es geht um ein Sowohl-als-Auch, das in angemessener Weise austariert wird, also um das Finden der für eine Situation passenden Graustufe, nicht um ein unversöhnlich-ideologisches Entweder-Oder. AÖ

25.03.2020

12:48 | gabor steingart: Der achte Tag - Deutschland neu denken: Podcast mit Julian Nida-Rümelin

[D]ie wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der aktuellen Krise sind weltweit mindestens so katastrophal wie das Wirken des Virus selbst. Mit ihrer Shutdown-Strategie setzt die Bundesregierung das Land einem enormen Stress aus.In diesen Tagen des Ausnahmezustandes will der Podcast-Zyklus „Der achte Tag“ Orientierung geben und Sinn stiften. Uns eint die Erkenntnis: Wenn wir die Lernerfahrung dieser Krise nutzen, können wir aus ihr gestärkt hervorgehen.

Allen Forderungen zu einer partiellen Quarantäne der Risikogruppen mangelt es zum einen an konkreten Vorschlägen zur Umsetzung. Zum anderen wird übersehen, dass wenn 0,4% aller Infizierten eine Behandlung auf der Intensivstation bedürfen, die Intensivbetten in Österreich dennoch in 13-28 Tagen vollständig belegt wären. Das Verbot der Skitouren und Wanderungen hat in Tirol übrigens zu einem Rückgang der Rettungseinsätze um 1/3 und der Notarzteinsätze um 2/3 geführt, Kapazitäten, die dringen für die Versorgung der Covid-19-Patienten benötigt werden, und die sofort wieder in den Bergen gebunden wären, wenn das Verbot fiele. AÖ

12:14 | derstandard: Wie hoch darf der Preis sein, um Leben zu retten?

Die Regierung fährt das Land herunter, die Wirtschaft steht still. Zehntausende Österreicher wurden arbeitslos, viele werden folgen. Ist das angemessen?

Die alles entscheidende Frage, die aktuell umso schwieriger zu beantworten ist, da die Datenlage um das Coronavirus in vielen Bereichen noch ziemlich uneindeutig ist. DAÖ

09:58 | Die Leserin antwortet El Presidente

Lieber El Presidente, ja es fehlen noch die Details wie wir es umsetzen könnten. Aber das werden wir nicht heute und nicht morgen ausdiskutieren können. Einfach weil die anderen Menschen, jene die in den unterschiedlichsten Bereichen arbeiten noch keine Meinung bzw. Erfahrungsberichte dazu abgegeben haben. Wir beide alleine werden und sollen es auch nicht stemmen können noch müssen. Auf dem Weg zum Ziel werden sich die anfänglichen Details noch mehrmals ändern.

Meine Ausführungen sollen einen groben Umriss darstellen wie unser Leben noch aussehen könnte. Es soll eine Bewusstseinserweiterung sein, ein Denkanstoß um einen Blick darauf zu werfen, dass wir noch andere Optionen, andere Möglichkeiten haben. Die Möglichkeit, nicht nur das uns altbekannte wieder zu verwenden.

Warum ich nicht näher auf Ihre Fragen eingegangen bin, ist, weil ich hoffte mit der Erklärung wie es aussehen könnte, viele Ihrer Fragen zu beantworten. Ihre Frage, ich beschreibe nur den Istzustand und zeige keine Alternativen auf, wollte ich damit auch beantworten.

Schade, dass Sie in meinen Ausführungen den Weg nicht sehen konnten. Aber ich nehme es als Anstoß und werde zukünftig mehr die einzelnen Schritte hervorheben. Sie machten mich darauf aufmerksam, ich mische viele Bereiche. Stimmt hab ich getan, um ein größeres Bild zu zeigen. Werde mir aber Ihren Denkanstoß zu Herzen nehmen und zukünftig versuchen die Themen einzeln anzusprechen.

Nein, ich beschreibe kein „Nicht-System“. Auch wenn ich nicht sofort für meine Leistung etwas erhalte, ist das auch ein System. Wenn die Menschen dann mehr Freizeit haben, heißt es nicht, dass es keine Regeln zur Erhaltung des Gesellschaftsleben gibt. Je mehr sich unser Bewusstsein im Laufe der Zeit erhöhen wird, umso weniger Regeln werden wir benötigen. Weil dann das Verständnis durch Erfahrung zu einem freiwilligen Handeln führt. Kinder wachsen einfach mit.

Eine minimale Verwaltung wie der Intervallarbeitskräfte wird das Resultat sein.

Wie zB. bei der Wohnungsvergabe, dass dann jene Menschen die in der Region wohnen, die Vergabekriterien bestimmen und nicht irgendwo eine zentrale Regierung. Es gibt pro Region auch einen „Häuptling“. Bei ihm laufen dann die Fäden zusammen. Aber die Fäden kommen von den Menschen, er verwaltet sie nur bzw. achtet darauf, dass sie eingehalten werden.

Ja es fehlen noch die Zwischenschritte. Das warum habe ich vorangehend erläutert.

Zu Ihren Ausführungen betreffend Geld. Ja, da sind wir unterschiedlicher Meinung. Für Sie ist Geld oder Tauschhandel mit Naturalien kein Schuldsystem für mich schon. Die werten Mitleser dürfen sich selbst eine Meinung bilden.

Die bedingungslose Hilfe… da habe ich mich nicht verständlich genug ausgedrückt. Hilfe ja, ABER in erster Linie soll jeder Eigenverantwortung tragen. Hilfe für Ältere, Kranke... Sonst lautet das Grundprinzip Eigenverantwortung. Daher auch der Wechsel des Personals zB im Lebensmittelhandel. Ein Detail wie es aussehen könnte: 5 „Angestelle“ arbeiten 6 Monate, im 5 Monat kommen 5 neue „Angestellte“ dazu. Beide arbeiten für einen reibungslosen Übergang 1 Monat gemeinsam. Nach diesem Monat bleiben die ersten 5 weg und die neuen 5 bleiben für die nächsten 6 Monate. So entsteht ein Intervallarbeitsmarkt. So soll vermieden werden, dass wenige arbeiten und andere machen es sich auf ihre Kosten gemütlich. Ein Nährboden für Verantwortungslose soll vermieden werden.

Auch die Spaltung in der Ansprache von „Sie und Du“ wird es irgendwann nicht mehr geben. Weil wir gelernt haben respektvoll miteinander umzugehen. Weil wir Menschen die wir nicht kennen auch zu unserer „Familie“ zählen werden. Jeder, jeder trägt zum Gemeinwohl bei und somit zum Wohl jedes einzelnen.

Schließe mich Ihnen an. Vielleicht war es für die Mitleser interessant und sie konnten den ein oder anderen Denkanstoß mitnehmen.

Bei El Presidente bedanke ich mich für seine Inspirationen. Freut mich, wenn Ihnen die Vision gefällt :-). Möglicherweise gibt es eine noch bessere die dann zum Vorschein kommt.

24.03.2020

11:08 | Die Leserin von gestern und vorgestern führt die Diskussion mit El presidente for

Da es bei mir ebenso eine lange Antwort wurde (4 Seiten) habe ich es gleich in eine PDF gestellt, siehe hier!

14:37 | El Presidente antwortet
Danke für Ihre umfangreiche Antwort.
Sie scheinen wie man so schön sagt, das Herz am rechten Fleck zu haben. Allerdings interessieren Sie sich offenbar leider überhaupt nicht für Details. Man muss Ihnen allerdings zugute halten, dass Sie das ja schon in Ihrem ersten Post klargemacht haben, dass es Sie nicht interessiert wie etwas im Detail funktioniert.
Details sind jedoch von äußerster Wichtigkeit. Das Sprichwort: "der Teufel steckt im Detail" kommt nicht von ungefähr. Soll heißen, wenn man den Details keine Beachtung schenkt, dann kommt mit höchster Wahrscheinlichkeit nichts gutes dabei raus. Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut, usw.

Schade finde ich, dass wir es nicht geschafft haben eine gemeinsame Ebene zu finden, da ich nicht das Gefühl habe, als wären Sie auf meine Fragen wirklich eingegangen.
Stattdessen beschreiben Sie immer wieder Ihr gewünschtes Ziel, jedoch zumindest für mich leider ohne dem Weg dorthin. Schön langsam ergibt sich bei mir dennoch ein Bild von dem was Sie meinen.
Wenn ich es richtig verstehe, dann beschreiben Sie im Prinzip ein "nicht-System", jeder soll machen was er will und alles richtet sich von selbst. Grundsätzlich entspricht das sehr gut meiner libertären Denke und funktioniert vermutlich sogar ausgezeichnet, zumindest in der Annahme, dass alle, oder auf jeden Fall die große Mehrheit der Menschen im Kern gut sind. Was mir jedoch ein bisschen fehlt sind die dafür unbedingt nötigen Zwischenschritte. Voll zustimmen kann ich zu Ihren Ausführungen mit den neuen Schulformen. Die Menschen müssen jetzt wie Sie es selbst so schön formuliert haben nach tausenden von Jahren, zuerst mal lernen mit (absoluter) Freiheit umzugehen, lernen tun im Regelfall die jungen viel leichter als die alten, deshalb stimme ich ebenso zu, dass dieser Prozess zumindest eine ganze Generation, vermutlich etwas länger an Zeit brauchen wird.

Weiters ist es meiner Meinung nach ein Irrglaube, dass jegliches Geld auf Schuld basiert, ganz im Gegenteil, wenn es sich um ehrliches und gedecktes Geld handelt, dann hat man beim Gegenüber keine Schulden, sondern man leistet eine Art von Energieausgleich. Werthaltiges gegen werthaltiges. Keine Schulden. Somit wäre das doch eine unglaublich große Verbesserung gegenüber dem jetzigen System. Selbst wenn man es nur für eine Zwischenlösung ansehen möchte, ist das ein geradezu epochaler Schritt nach vorne. Vermutlich ist unser Kernproblem, dass wir zwar die gleichen Wörter benutzen, allerdings haben sie beim jeweils anderen, eine unterschiedliche Bedeutung.

Sie schreiben sehr schöne Texte und beschreiben eine schöne paradiesische Welt. Ich lese über eine Welt in der sich alle gegenseitig bedingungslos helfen. Im Prinzip also exakt so wie ich es in meiner ersten Antwort vorgeschlagen habe. Mit dem Unterschied, dass es statt in vier Zeilen, halt auf vier Seiten ausgeführt wird. In Ihrer vorigen Antwort meinten Sie noch, "so funktionierts nicht, weils einen Nährboden für Verantwortungslose schafft". In Ihrer jetzigen Beschreibung haben sie diese jedoch völlig ausgeklammert und alle arbeiten einfach so fröhlich vor sich hin. Aber vielleicht schaffen wir es ja mit dem ändern unseres Schulsystems die Verantwortungslosen so weit zu reduzieren, dass sie nicht mehr ins Gewicht fallen. Derzeit gibt es diese aber noch zu Hauf, ohne Zwischenschritte wird es also nicht funktionieren.

Aber egal, im gewünschten Endergebnis sind wir uns ja eh einig. Falls Sie mir nochmal antworten, möchte ich darauf hinweisen, dass es vorerst meine letzte Nachricht zu dem Thema war. Grund ist, dass ich glaube, dass wir so schnell nicht auf eine gemeinsame Diskussionsebene finden werden, da unsere Art zu kommunizieren zu unterschiedlich ist. Ich werde dieses Gespräch deshalb von meiner Seite hiermit schließen.

Hoffentlich war auch was für die Leser von b.com interessantes dabei und wir konnten den Lesern etwas aufzeigen, wie es besser gehen kann und welche Fallstricke es noch zu überwinden gibt.

Zum Abschluss möchte Ich noch DANKE sagen für den Einblick in Ihre Zukunftsvision, liest sich recht erstrebenswert. :-)

23.03.2020

08:06 | El Presidente zur Leserin von gestern (aktualisiert um 10:34) must read!!! 

Nutze die Zeit der Quarantäne natürlich jetzt auch vermehrt für eine Lektüre von b.com und habe nun auch wieder etwas Zeit für Kommentare.
Möchte hier meine Gedanken zu ein paar Zitaten einer Leserin abgeben, weil diese meiner Meinung nach zwar die Probleme recht gut beschreiben, der Lösungsansatz jedoch vielleicht nicht ganz zu Ende gedacht ist.
Nur zur Vorwarnung, heute kommt es von mir Knüppeldick, werde nix beschönigen.
Vorweg:
Ich bin natürlich dafür, dass dem Deepstate und sonstigen bösen Mächten die Möglichkeit genommen wird Geld aus dem Nichts zu schaffen.
Das alleine wäre aber jedoch ja noch nicht mal das Problem, von mir aus könnens gerne ihre lustigen grünen Zettel drucken, aber dass die derzeit andere dazu zwingen nur dieses und sonst kein anderes Geld anzunehmen macht die Sache natürlich haarig.
Beispiel: Öl nur gegen Dollar, Steuern nur in FIAT zahlbar, etc... Ohne diesen Zwang hätten die Menschen längst erkannt, dass es bessere Alternativen zum FIAT gibt und das hätte sich dann auch in Windeseile durchgesetzt.
Ansonsten ist Geld nicht unbedingt gleichzusetzen mit der Wurzel des bösen, es ist unter anderem einfach ein Potentialverstärker, in beide Richtungen, man kann damit genauso viel gutes wie schlechtes tun, man kann notleidenden Hilfe leisten, oder als Extrembeispiel einen Auftragsmörder engagieren.

Derzeit ist es halt so, dass wir die Macht über unser Geld abgegeben haben und die bösen es derzeit quasi exklusiv herstellen und verfügen dürfen.
"End the FED", würde somit wirklich sehr viel gutes für die Welt bringen, dann würde sicher ein sehr sehr großer Teil an der derzeitigen Machtstruktur wegfallen.

Sollte das mit "Geld abschaffen" gemeint gewesen sein, dann ja dem stimme ich zu.

Die restlichen Argumente möchte ich ein bisschen hinterfragen:

"Nur welche Macht hätten sie dann noch wenn ihnen das Geld, ihr Instrument über das sie Macht ausüben, entzogen wird?"
So einiges an Macht lässt sich ohne Geld genauso gut umsetzen.
Macht über jemand anderen wird in der Regel durch psychologische Tricks und sollte das nicht fruchten, durch Gewalt erworben. Je nach Intelligenz und Skrupellosigkeit des machtgierigen Gegenübers kommt die Gewalt halt früher, oder erst später zum Vorschein.

"Das Geldsystem liefert den Nährboden für Menschen die sich an anderen bereichern und für Menschen die über andere Macht ausüben wollen."
Duckmäusertum und Naivität haben damit nichts zu tun? Flapsig formuliert: Würden Menschen öfters mal Nein sagen, dann wäre es egal wie viel Geld das sinistre Gegenüber hat.

"Geld verhindert Innovationen, wer kein oder zu wenig Geld hat kann seine Ideen nicht entwickeln. Das könnten aber Ideen sein die für uns alle eine Bereicherung wäre."
Das mag auf den ersten Blick zwar hart erscheinen, aber Ich denke es ist ganz gut, wenn sich nicht jeder einfach so in jede beliebige Richtung "entwickeln" kann, da wir auf dieser Erde nunmal begrenzte Ressourcen haben, müssen wir schauen wie wir damit haushalten.
Wenn es eine gute Idee ist die uns wirklich was bringt, dann wird diese in der Regel auch umgesetzt. Stimmt zwar, dass da das eine oder andere vielleicht nicht umgesetzt wird, aber größtenteils läufts so ganz gut.
Derzeit haben wir "dank" FIAT money und 0% Zinsen eher das Gegenteilige Problem, dass nämlich nicht zu wenig Ideen umgesetzt werden, sondern die begrenzten Ressourcen für Schwachsinnigkeiten verschleudert werden.
Da (geborgtes) Geld derzeit fast nix kostet, ist es möglich fast jeden Blödsinn umzusetzen. Damit werden dann jedoch Ressourcen und Arbeitskraft an irgendwelche unproduktiven Dinge gebunden, welche niemandem etwas bringen.
So etwas wäre mit ehrlichem Geld nicht so leicht möglich, denn da müsste man sofern man selbst nicht über die nötigen Mittel verfügt, den Investor davon überzeugen, dass die Idee gut ist.
Schafft man es jedoch nicht, zumindest einen einzigen Investor zu überzeugen, gibt's halt kein Projekt, aber dann war die Idee vielleicht eh gar nicht so toll?
"Geld behindert geistige Entwicklung, weil wir mehr damit beschäftigt sind unseren Lebensunterhalt zu erwirtschaften."
Es ist richtig, dass wir derzeit in einer Konsum und Spaßgesellschaft leben. Aber wenn wir kein Geld hätten, dann müssten wir ja trotzdem arbeiten, ganz einfach weil die Produkte im Supermarkt ja auch irgendwer herstellen muss.
Dann gibts noch die Geschichte mit der Gier, welche sicher nicht sehr förderlich für geistige Entwicklung ist, die gäbe es ohne Geld dann aber ebenso trotzdem. Ist es nicht eher problematisch, dass in unseren Medien mit wenigen Ausnahmen fast nur Propaganda gesendet wird und die Menschen dumm und schläfrig gehalten werden?
"Geld zerstört Familien, Kinder müssen in Kitas untergebracht werden, weil Mama und Papa arbeiten gehen müssen."
Mama und Papa müssen deshalb BEIDE arbeiten gehen, weil es raffgierige Menschen, genannt Politiker und sonstige Mafiosi gibt, die von uns Schutzgeld kassieren.
Würden uns nicht 80% Steuern abgeknöpft, dann würde es locker reichen, wenn beide Elternteile 15-20 Stunden Teilzeit machen, oder wie auch immer die sich das dann aufteilen mögen.
Und nein ich übertreibe keineswegs, rechnet man alles zusammen, Einkommenssteuer, Sozialversicherung, Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, sonstige Energieabgaben, Propagandabeitrag, etc, etc, dann kommt man wirklich auf diesen Wert von grob 80%.

"Geld erzeugt Obdachlose, weil sie ihre Wohnung durch zB Scheidung verloren haben."
Liegt es da nicht etwas näher, dass sich der/diejenige nach der Scheidung einfach nicht mehr erholt hat und deshalb nun mit psychologischen Problemen, oder sonst irgend einem aus der Scheidung resultierenden Grund obdachlos ist?
Wenn der eine Partner den andern nach der Scheidung aus der gemeinsamen Wohnung rauswirft und der andere aber nun nicht für sich selbst sorgen kann und demjenigen auch sonst keiner hilft, dann hat er/sie natürlich ein Problem.
Dieser Umstand ist aber ohne und mit Geld immer der gleiche, denn für sich selbst sorgen zu können, ist eine Eigenschaft die man entweder hat, oder eben nicht. Ob man jemand anderem aus einer Notsituation heraushilft ist im Prinzip auch immer das gleiche, egal ob nun mit Geld oder mit Naturalien ausgeholfen wird.
"Geld erzeugt die Bettelmafia, wo Menschen zum Betteln gezwungen werden."
Ohne Geld würden diese Menschen von den Mafiosi halt zu irgendwas anderem gezwungen. Dann wird halt nicht nach Geld, sondern nach anderem Gut gebettelt, oder sie werden zu irgendeiner anderen Zwangsarbeit eingeteilt.
"Auch wenn jetzt die Chance genutzt wird und ein besseres System aufgestellt wird. Dann kommt nach 50-60 Jahren wieder der Schlendrian und das Spiel beginnt von vorne."
Siehe oben, solange man nicht das Duckmäusertum und die Naivität aus den Menschen herausholt, bzw. die Menschen (über die Generationen) so vergesslich sind und all das immer wieder zulassen, dann ja, es beginnt immer wieder von vorne.
Selbst wenn Geld an allem Schuld wäre, wer sagt, dass es nach 50-60 Jahren nicht wieder eingeführt wird, weil Vergesslichkeit und Naivität dies wieder zulassen? Sie sehen dieses Argument ist beliebig verwendbar.
Die Welt in der wir leben unterliegt halt einfach gewissen Zyklen, so wie die Jahreszeiten, dort fällt es jedem auf, aber dies gilt eigentlich für fast alles.

"Es wird Zeit, dass dieser falsche Nährboden nach Tausenden von Jahren Menschheitsgeschichte ausgetrocknet wird. Es wird Zeit, den Machthungrigen ihren Nährboden zu entziehen. Es wird Zeit, dass wir zu 100% wieder die Macht über uns selbst erlangen."
Vollste Zustimmung!
Solange aber Duckmäusertum und Naivität vorherrschen, solange wir unsere Freiheit abgeben, wird es immer jemanden geben, der uns diese dankend abnimmt.
Meiner Meinung nach braucht es daher derzeit nicht eine Abschaffung des Geldes. (Darüber kann man vielleicht im zweiten Schritt nachdenken).
Stattdessen braucht es plump und einfach: EIGENVERANTWORTUNG.
Wenn die derzeit schweigende Mehrheit der Guten sich all das nicht mehr bieten lässt, wenn wir unsere Macht nicht mehr abgeben, wenn wir NEIN sagen, zu Schutzgeld Erpressung und sonstigen Ungerechtigkeiten, dann können wir auch etwas verändern!

PS: Bezüglich des zweiten Schritts, wenn wir Geld abschaffen wollen, ist das im Prinzip äußerst simpel, man hört einfach auf es zu verwenden!
Gebt jedem der nach eurer Hilfe bittet ein offenes Ohr, helft ihm und erwartet nichts im Gegenzug. Dann braucht es auch kein Geld.
Solange wir nicht so weit sind uns gegenseitig bedingungslos zu helfen, dann brauchen wir Geld. Geld ist somit nicht die Ursache, sondern die Manifestation des eigentlichen Problems... dass da wäre: fehlender Zusammenhalt, fehlen an Mitgefühl, Neid, Missgunst...

Kurzum: Schenken wir uns gegenseitig jenes, wonach wir uns in Wahrheit alle am meisten sehnen: Liebe
Befolgen wir diese "einfachen" Schritte, dann braucht es auch kein Geld mehr! Wer hat den Mut dazu?

12:35 | Die Leserin von gestern antwortet El Presidente
Lieber El Presidente, freut mich und hoffe es geht Ihnen gut. „Zu, man kann notleidenden Hilfe leisten“ warum sind sie notleidend und warum soll das nur mit Geld möglich sein? Ohne Geld ginge es sogar noch einfacher, weil ich im Umkehrschluss niemanden Geld für die Hilfeleistung wegnehmen muss.

„Zur Macht über andere“ Stimmt, es gibt immer welche die Macht über andere ausüben möchten. Nur jetzt ist der Anreiz durch Geld um ein vielfaches höher. ZB die Mafia mit ihren Schutzgelderpressungen. Zusätzlich gibt es Revierkämpfe wegen der Geschäftsleute, sie sind, so schlimm es auch klingt, ihre „Ware“ und betrachten sie als ihr Eigentum. Warum sollten diese dann Geschäftsleute erpressen wenn sie alles umsonst haben können? Was nützt ihnen dann die Macht über Geschäftsleute wenn sie kein Geld mehr brauchen?

Die Frage ist, wie viele der Mafiamitglieder werden dann noch für den Mafiaboss arbeiten? Wie viele Mitglieder sind jetzt auf Zwang bei ihm, die der Mafiaboss braucht, um bei seinen Geschäften Geld zu verdienen? Sie haben weiter unten die Zwangsarbeit angesprochen. Guter Denkanstoß, danke. Was nützt ihm ein auf Zwang rekrutierter Drogendealer wenn er für die Drogen kein Geld bekommt? Was nützen ihm Prostituierte wenn es kein Geld die Leistung mehr gibt? Welches Revier will er einnehmen wenn er daran kein Geld verdienen kann?

Auf B.com gab es schon Ideen zur Machtausübung dazu. Die Idee, Macht nicht mehr zu konzentrieren und viele Kantone zu erschaffen. Genau so sollte es dann auch sein. Viele kleine Dörfer, Kantone die sich selbst verwalten und nicht nur von einer großen zentralen Regierung. Je kleiner die Gebiete, desto besser. Eine zentrale Machtausübung wird hiermit schon unterbunden. Klarerweise müssen diverse Stränge dann auch gebündelt werden. Wie das Bundesheer, das Gesundheitswesen…, das für alle gleiche Gültigkeit haben soll. Die dafür benötigten Fachkräfte, sprich echte Fachkräfte, schließen sich mit den kleinen „Regierungen“ der Dörfer, Kantone zusammen. Diese haben vorher das Anliegen mit den ihnen zugehörigen Menschen besprochen und abgeklärt. Auch wurde auf B.com schon ein Weisenrat erwähnt. Das wäre auch eine gute Möglichkeit darauf zu achten, dass es immer um das Wohl aller geht.

Zur Gewalt: Zu den Gewalttätigen, die schon im Familienkreis vorkommen, gibt es kein Pardon. Gewalt ist der höchste Übergriff auf andere und gehört mit strengsten Konsequenzen bestraft. Und es sollte viel Aufklärungsarbeit geben, beginnend in den Schulen, anstatt wie jetzt nur inhaltslose Propaganda oder nur das Aufzeigen was wieder einmal passiert ist. An dieser Stelle möchte ich das Prinzip der Schetinin Schule nochmals erwähnen. Hier lernen Kinder nicht nur Mathematik, Biologie… sondern auch Eigenverantwortung und Konfliktmanagement. Natürlich ist sie den Herrschenden ein Dorn im Auge.

An dieser Stelle möchte ich noch etwas ergänzen. Die Abschaffung des Geldes ist kein Schritt der innerhalb eines Tages geht. Es gehört auch eine vorherige längere Aufklärungsphase mit Diskussionen für eine geistige Schulung der Menschen. Heute ist die Spaltung, auch gefördert durch das Geldsystem, schon sehr in den Köpfen verankert und wird mit einer Selbstverständlichkeit gelebt, ohne dass das den Menschen bewusst ist.

„Zur Naivität und Duckmäusertum“: Tja, ich bin mir sicher, dass viele Nein zu Steuern, Schutzgelderpressungen gesagt haben.Was hat es genützt? Dass es Menschen gibt die diese Eigenschaft verinnerlicht haben, ist der jahrtausendlangen Unterdrückung, auch durch das Machtinstrument Geld, geschuldet. Machtgierige Menschen wollen keine selbstbewussten, eigenverantwortlichen und geistig Reifen Menschen, sonst können sie ihre Macht nicht ausüben. Aber solange sie diese Macht zum Schüren von Existenzängsten mittels Geld immer steuern können… werden ihnen Tür und Tor geöffnet. Ohne Geld gibt es keine Existenzängste mehr. Der Nährboden wird entzogen.

„Zu den Innovationen und Ressourcen“ Nehmen wir mal den Istzustand. Jetzt haben wir Atomkraftwerke, Kohlekraftwerke, Photovoltaikanlagen, Windräder, Staudämme zur Energieversorgung. Wer sagt uns aber, dass es nicht schon längst möglich wäre ohne dieser Anlagen, Energie zu erzeugen? Diese Ideen aber nicht gewünscht sind weil dann viele nichts mehr daran verdienen würden? Oder diese Innovation aufgrund von Geldmangel nicht verfolgt werden konnte?

Jetzt werden viele Ressourcen verbraucht, weil die Menschen Geld zum Leben brauchen, weil das Finanzsystem mit dem Wirtschaftssystem gekoppelt ist, weil die Leute kaufen müssen um diese beiden Systeme am Leben zu erhalten und viele daran sehr viel Geld verdienen.

Man sehe sich nur einmal die Lithiumschöpfung an. Naturparks mit ihrer Vielfalt an Pflanzen und Tieren wird durch den Verbrauch des dort vorhandenen Wasser vernichtet. Ganze Bäche sind vertrocknet, weil das Wasser nicht mehr fließen darf. Nur um Lithium zu extrahieren. Nestle hat in einem Land, leider weiß ich nicht mehr in welchem, eine Wasserquelle aufgekauft um es in Flaschen zu füllen und zu verkaufen. Innerhalb des Grundstückes, dort wo die Quelle liegt, ist alles saftig grün. Außerhalb des Firmengrundstückes sterben die Pflanzen durch das Auffangen des Wasser ab. Das ist nicht nur Vernichtung von Ressourcen, sondern das ist Vernichtung unseres Lebensraumes und die der Pflanzen und Tiere.

„Zu Ideen und Investor“: Wenn nur erlaubt wird, Ideen aufzugreifen, mit denen man auch Geld verdienen kann, bleiben die anderen Ideen auf der Strecke. Investoren sind ohne Geld dann gar nicht mehr notwendig. Das Prinzip, es dreht sich alles um das Geld, fällt weg. Machen wir einen Blick in die Geschäfte wie viel unnötige Waren da liegen. Die aus Ressourcen, aus unserem Lebensfundament der Natur geschöpft wurden, nur um das Finanzsystem und Wirtschaftssystem aufrecht zu erhalten. Und wie viele Tonnen werden jedes Jahr davon vernichtet weil sie kein Mensch wirklich braucht und kauft? Das ist Ressourcenverschwendung.

„Zu Wir müssten trotzdem arbeiten“: Natürlich. Wir müssen Essen, wir brauchen Kleidung… Aber wir müssten dann nicht 8 – 14 Stunden arbeiten. Die Last würde sich reduzieren weil die nicht benötigten Waren wegfallen. Es würde dann nur nach Bedarf produziert werden und nicht um das Finanzsystem und Wirtschaftssystem aufrecht zu erhalten.

„Zur Gier“: Den Menschen wird seit jeher vermittelt sie haben Mangel. Zu wenig Geld ergibt wenig zu Essen. Was absolut nicht stimmt. Die jetzige Gier würde sehr schnell abflauen, da die Menschen merken würden sie haben jeden Tag genug zu Essen.

Sie haben ein Dach über den Kopf. Sie können ihr Auto jederzeit reparieren lassen und müssten nicht erst ansparen und dadurch der Schaden vielleicht größer wird. Oder KFZ-Werkstätten müssten keine Schäden mehr „erfinden“ um mehr Geld zu verdienen und verbrauchen dadurch wieder mehr Material und somit wieder mehr Ressourcen. Familien müssten im Winter nicht mehr frieren, weil sie die Stromrechnung nicht mehr bezahlen brauchen. Kinder, Jugendliche wachsen dann in dieser freien Welt auf. Das prägt das Bewusstsein, das verändert die Sichtweise auf viele Dinge.

„Zu Kinder in Kitas, wegen raffgierige Menschen“: Klar gibt es jetzt Unmaß raffgieriger Menschen. Nur weil dann Anfangs der Nährboden mit niedrigen Steuern flach gehalten wird, ist der Nährboden nicht weg. Und der Boden kann wieder Schrittweise angehoben werden. Diese raffgieren Menschen entstanden ja gerade aufgrund des Geldsystems. Auch ihnen wird ständig Mangel suggeriert. Soll jetzt keine Entschuldigung für sie sein. Gut, anfangs gehen die Leute nur 15-20 Stunden arbeiten, die Raffgier will aber immer mehr. Es ist nun mal ein Fass ohne Boden und ist nie zufrieden. Nur wenn es keinen Zwang mehr gibt um Geld verdienen zu MÜSSEN, um überleben zu können… dann flaut die Raffgier immer mehr ab. Der Nährboden fehlt.

„Zu Obdachlose – psychologisches Problem“: Der Obdachlose der Aufgrund einer Scheidung ein psychologisches Problem hat, seinen Job verliert und/oder hohe Alimente Zahlen muss und ihm deshalb seine Wohnung gekündigt wird, hat dann auch ein psychologisches Problem, aber er wird nicht obdachlos. Er wird dann nicht auf der Straße leben müssen, hungern und betteln. Wenn er aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen muss, kann er in eine andere einziehen. Er hat jeden Tag genug zu Essen. Es kommen dann nicht noch zusätzlich die Sorgen um das Geld dazu.

„Zu Wiedereinführung des Geldes nach 50-60 Jahren“: Warum sollten Menschen dann sich für die Wiedereinführung für Geld entscheiden, wenn sie selbst erleben, dass es auch ohne geht? Sogar besser geht. Die Kinder und Jugendlichen wachsen in einer freien Welt auf. Es wird sich vieles ändern. Ein Schulsystem, in dem dann gelehrt wird welche Auswüchse das Geldsystem auf das Leben aller hatte. Damit einhergehend wird auch die geistige Reife aller mit wachsen, somit wachsen dürfen.

„Zu Duckmäusertum und Naivität“: Wie Sie richtig sagen, wir brauchen EIGENVERANTWORTUNG. Somit ist ein Leben ohne Geld mit der vorangehenden Schulung der beste Weg. Weil die Menschen ein positives Ziel vor Augen haben. Solange es Menschen gibt die wieder die Verwaltung über das Geld übernehmen, wird der Weg zur EIGENVERANTWORTUNG BLOCKIERT.

„Zu, Hört auf Geld zu verwenden, sowie uns gegenseitig bedingungslos helfen“: Ein schöner Gedanke, funktioniert aber nicht, weil wir in einer Geld bestimmenden Welt leben. Wer muss nicht Miete, Strom, Essen, Kleidung… bezahlen? Und alle werden nicht mitziehen um das umzusetzen.

Abgesehen davon liefert ein bedingungsloses helfen den Nährboden für Verantwortungslose. Nach dem Motto, „oh ich bin so arm helft mir“ Damit erreichen wir maximal genau das Gegenteil. Es kann nur funktionieren wenn das Fundament für alle gleich ist. Jeder trägt etwas zum Ganzen bei, jeder. Bedingungslose Hilfe gibt es nur bei Krankheit, Unglücksfall… und das auch nur vorübergehend, bzw. solange es tatsächlich gebraucht wird. Sonst haben wir wieder eine Spaltung in der Gesellschaft. Zwischen jenen die das Ausnutzen und jenen die Ausgenutzt werden. Nicht immer sieht man, oder erkennt sofort, ob man ausgenutzt wird. Das hat nichts mit Duckmäusertum oder Naivität zu tun. Vor allem trifft es Menschen die selbst sehr gutmütig, mitfühlend sind und gerne helfen. Und jedem sollte erlaubt sein, auch den Duckmäusern und Naiven sich geistig weiter zu entwickeln. Das geht über Aufklärungsarbeit, beginnend in den Schulen, fortführend über Medien, TV und Diskussionen.

Egal ob Geld- u. machtgierige Menschen oder Duckmäuser und Naive, egal ob bewusst oder unbewusst gehandelt wird. Der rote Faden ist bei allen gleich – fehlendes Selbstwertgefühl. Ein Mensch mit einem gesundem Selbstwertgefühl hat nicht das Bedürfnis andere zu benutzen, zu manipulieren oder Macht auszuüben, oder sich zu ducken bzw. traut sich nicht Nein zu sagen.

Oftmals ist der mangelnde Selbstwert der Auslöser für Gewalt. Gewalt ist die Steigerungsform von Machtausübung.

17:18 | El Presidente antwortet der Leserin!

Da diese Antwort so umfangreich ausgefallen ist, haben wir ein PDF gebaut, welches Sie hier abrufen können! TB

18:35 | Der Systemanalytiker
Ich habe den heutigen überaus langen Diskussionsverlauf verfolgt und möchte nur ein kurzes Resumee dazu abgeben, ohne mich an dieser Diskussion direkt zu beteiligen.
Die werte Leserin stellt aus meiner Sicht das Wohl des/der Anderen über das eigene Wohl.
Als kurzes Beispiel wäre zu nennen, dass sich jeder beim anderen jederzeit bedienen kann, weil genug da ist (vom anderen erwirtschaftet), und ohne dafür eine Gegenleistung oder einen eigenen Wert dafür abgeben zu müssen. Da Menschen von Natur aus durchaus oftmals "faule Säcke" sind, wird es schwer werden, dass andere immer "hab acht" stehen für diejenigen, die ein wenig fauler sind als alle anderen.

19:06 | Die Leserin antwortet El Presidente
Lieber El Presidente, ja es fehlen noch die Details wie wir es umsetzen könnten. Aber das werden wir nicht heute und nicht morgen ausdiskutieren können. Einfach weil die anderen Menschen, jene die in den unterschiedlichsten Bereichen arbeiten noch keine Meinung bzw. Erfahrungsberichte dazu abgegeben haben. Wir beide alleine werden und sollen es auch nicht stemmen können noch müssen. Auf dem Weg zum Ziel werden sich die anfänglichen Details noch mehrmals ändern.

Meine Ausführungen sollen einen groben Umriss darstellen wie unser Leben noch aussehen könnte. Es soll eine Bewusstseinserweiterung sein, ein Denkanstoß um einen Blick darauf zu werfen, dass wir noch andere Optionen, andere Möglichkeiten haben. Die Möglichkeit, nicht nur das uns altbekannte wieder zu verwenden.

Warum ich nicht näher auf Ihre Fragen eingegangen bin, ist, weil ich hoffte mit der Erklärung wie es aussehen könnte, viele Ihrer Fragen zu beantworten. Ihre Frage, ich beschreibe nur den Istzustand und zeige keine Alternativen auf, wollte ich damit beantworten.

Schade, dass Sie in meinen Ausführungen den Weg nicht sehen konnten. Aber ich nehme es als Anstoß und werde zukünftig mehr die einzelnen Schritte hervorheben. Sie machten mich auch darauf aufmerksam, ich mische viele Bereiche. Stimmt hab ich getan, um ein größeres Bild zu zeigen. Werde mir aber Ihren Denkanstoß zu Herzen nehmen und zukünftig versuchen die Themen einzeln anzusprechen. Sie haben Recht, bei zu vielen Themen auf einmal bleiben die Details auf der Strecke.

Nein, ich beschreibe kein „Nicht-System“. Auch wenn ich nicht sofort für meine Leistung etwas erhalte, ist das ein System.

Wenn die Menschen dann mehr Freizeit haben, heißt es nicht, dass es keine Regeln zur Erhaltung des Gesellschaftsleben gibt.

Wie zB. bei der Wohnungsvergabe, dass dann jene Menschen die in der Region wohnen, die Vergabekriterien bestimmen und nicht irgendwo eine zentrale Regierung. Es gibt es pro Region auch einen „Häuptling“. Bei ihm laufen dann die Fäden zusammen. Aber die Fäden kommen von den Menschen, er verwaltet sie nur bzw. achtet darauf, dass sie eingehalten werden.

Ja es fehlen noch die Zwischenschritte. Das warum habe ich vorangehend erläutert. Zu Ihren Ausführungen betreffend Geld. Meine Einstellung dazu habe ich erläutert. Für Sie ist kein Schuldsystem für mich schon. Die werten Mitleser dürfen sich selbst eine Meinung bilden.

Die bedingungslose Hilfe… da habe ich mich nicht verständlich genug ausgedrückt. Hilfe ja, ABER in erster Linie soll jeder Eigenverantwortung tragen. Hilfe für Ältere, Kranke... Sonst lautet das Grundprinzip Eigenverantwortung. Daher auch der Wechsel des Personals zB im Lebensmittelhandel. Ein Detail wie es aussehen könnte: 5 „Angestelle“ arbeiten 6 Monate, im 5 Monat kommen 5 neue „Angestellte“ dazu. Beide arbeiten für einen reibungslosen Übergang 1 Monat gemeinsam. Nach diesem Monat bleiben die ersten 5 weg und die neuen 5 bleiben für die nächsten 6 Monate. So entsteht ein Intervallarbeitsmarkt. So soll vermieden werden, dass wenige arbeiten und andere machen es sich auf ihre Kosten gemütlich. Ein Nährboden für Verantwortungslose soll vermieden werden.

Schließe mich Ihnen an. Vielleicht war es für die Mitleser interessant und sie konnten den ein oder anderen Denkanstoß mitnehmen.

Bei El Presidente bedanke ich mich für seine Inspirationen. Freut mich, wenn Ihnen meine Vision gefällt :-). Möglicherweise gibt es eine noch bessere die dann zum Vorschein kommt.

22.03.2020

09:10 | johannesmüllerverlag: A. Fekete: Die positive Theorie des Goldes

Im Rahmen unserer Fekete-Serie, die wir normalerweise immer Samstags bringen (gestern leider verbsäumt) präsentieren wir heute ein wahres Schlüsselvideo. Wer Geld richtig verstehen will und in weiterer Folge auch die Fekete-Videos geniessen und verstehen will, der sollte das heutige Video unbbedingt ansehen - ein Fundamentstein für die Folgevideos! TB

15:13 | Leser-Kommentar
Leider denkt Prof. Fekete auch innerhalb der Box. Anstatt das System zu hinterfragen, wird versucht innerhalb des Systems Veränderungen/Sichtweisen zu verändern oder zu erklären. Eine wirkliche Veränderung kann es aber nur geben, wenn der Zustand an sich verändert wird. Der Goldstandard und das Geldsystem sollte daher nur mehr als eine Übergangslösung betrachtet werden. Für ein kommendes komplett neues System. Für eine Welt ohne Geld. Wer aus dem Gefängnis raus möchte, sollte auch außerhalb der Box/Gitterstäbe denken.

Mir persönlich ist es nicht wichtig wie unser Geldsystem bis in das Detail funktioniert, ich betrachte nur die Auswirkungen die dieses System auf uns alle hat. Unsere Geschichte hat uns gezeigt, das Geldsystem, egal mit oder ohne Gold(standard), bedeutet Abhängigkeit, führt zu Verbrechen, Korruption, Versklavung, Machtausübung über andere, Ausbeutung und Armut.

Gab es mit dem Goldstandard keine Armut, keine Korruption, keine Steuern, keine Zinsen, keine Versklavung? Waren wir mit dem Goldstandard frei?

Der Goldstandard des 19. Jhdts war der größte Gesamtvolks-Wohlstandsgewinn in der Menschheitsgeschichte. Nie zuvor hat/haben sich mehr Mittelstand, soziale Insitutionen (Rotes Kreuz) und Zugang zur Bildung für große Bevölkerungsschichten entwicklen könne als zu dieser zeit. Auch nie zuvor wurden zumindest in Ö und GB mehr Arbeitsplätze in so wenigen jahrzehnten geschaffen wie zu dieser Zeit! TB

Auch wenn jetzt wieder ein Goldstandard kommt, wer sagt, dass in 150 oder 200 Jahren dann nicht wieder sich einen Gruppe im Hintergrund etabliert um uns die Daumenschrauben wieder anzuziehen, oder den Goldstandard wieder auflassen?

Das wird wahrschienlich wieder geschehen wenn man in der Etablierung des neuen gedeckten Geldes "schlampt". Die Geschichte des Tauschhandels hat in den unterschiedlichen Systemen (jeweils) über Jahrhunderte Ungleichgewichte geschaffen (auf Grund regionaler Bevorzugungen, Spezialitäten und Arbeitsbereitschaft) und diese Ungleichgewichte wurden in diversen Tauschsystemen mehr oder weniger durch menschliches Handeln verstärkt. Unterm Goldstandard gibts da sicher geringere Verwerfungen als unter FIAt oder anderem Geld! TB

Solange es das Geldsystem gibt, laufen wir im Hamsterrad und das Rad steht im Käfig.

16:58 | Die Leserin von 15:13 legt nach
Es geht nicht um den Goldstandard an sich sondern um das ganze System Geld. Wie oft in unserer Geschichte gab es schon Finanzcrashs? Nach jedem Crash gab es den Aufschwung in den unterschiedlichsten Bereichen, nicht nur im Schulsystem. Ändert aber nichts daran, dass es auch immer wieder Finanzzusammenbrüche oder Krisen gab und danach gab es wieder den Aufbau und Verbesserungen. Immer seiner Zeit entsprechend. ZB. Heute schreiben wir keine Briefe mehr sondern Mailen. Und trotzdem gibt es heute Armut. Menschen werden die Wohnungen gekündigt, verlieren ihre Häuser, weil sie die Miete oder Kreditrückzahlungen aufgrund eines Jobverlustes nicht mehr bewerkstelligen können. Wie viele Menschen haben ihre Häuser, Wohnungen alleine nur aufgrund der Krise 2008 in den USA verloren? Oder Banken müssen gerettet werden…

Ohne Geld gäbe es das alles nicht. Sogar in dieser Zeit gab es schon Finanzkrisen:
Die römische Finanzkrise in Asia im 1. Jahrhundert v. Chr. führt zum Dritten Mithridatischen Krieg.
Europäisch-Asiatische Liquiditätskrise des 15. JahrhundertsEuro
Ausgelöst wurde die Krise durch eine Reihe von Faktoren: übersättigte Märkte, fallende Preise und unausgeglichene Zahlungsbilanzen, die außer Kontrolle gerieten.
Krisen im 17. und 18. Jahrhundert
Am 7. Februar 1637 platzt die seit zirka 1634 andauernde Tulpenzwiebelspekulation in Holland.
Krisen im 19. Jahrhundert
Dänischer Staatsbankrott von 1813
Wirtschaftskrise von 1837 in den Vereinigten Staaten
Wirtschaftskrise von 1857 (die erste weltweite Wirtschaftskrise)
Gründerkrise 1873
Krisen Anfang des 20. Jahrhunderts
Panik von 1907 in den Vereinigten Staaten

Die Weltwirtschaftskrise von 1929 war ein weltweit beobachtbarer schwerer Rückgang der wirtschaftlichen Gesamtleistung. Viele Unternehmen wurden zahlungsunfähig, es kam zu massiver Arbeitslosigkeit, sozialem Elend und zu Deflation. Das soziale Elend trug zu politischen Krisen bei. Die Gleichzeitigkeit der Krisenerscheinungen wurde gefördert durch die gewachsene Verzahnung der Einzelwirtschaften und Finanzströme (Kapitalmobilität).

Globale Krisen nach Bretton Woods
Grenzüberschreitende Finanzkrisen nach dem Ende des Bretton-Woods-Systems waren u. a. die
US-Sparkassenkrise in den 1980er Jahren
Lateinamerikakrise in den 1970er und 1980er Jahren
Japanische Bankenkrise in den 1990er Jahren
Eine im Wesentlichen auf Mexiko beschränkte Krise war die Tequila-Krise der Jahre 1994 und 1995.
Asienkrise der Jahre 1997 und 1998
Russlandkrise der Jahre 1998 und 1999
Brasilienkrise 1999
Argentinien-Krise um 2000
Dotcom-Krise wurde durch eine im März 2000 geplatzte Spekulationsblase ausgelöst.
Finanzkrise ab 2007 (Subprime-Krise) sowie Islands Finanzkrise 2008–2011
Eurokrise ab 2010, beginnend mit der Griechenland-Krise

Diese Krisen haben alle eines gemeinsam: Das Geldsystem. Es gab und wird immer wieder Krisen deshalb geben. Egal ob mit oder ohne Goldstandard. Der Goldstandard ist nicht das Problem, das gesamte Finanzsystem ist das Problem.

Sie haben noch etwas gemeinsam - Politiker, die eifrig an den Verwerfungen mitgemischt haben und oft auch zum Auslösen der krise ganz bewußt beigetragen haben. "Systeme" alleine sind in den allermeisten Fällen nicht schuld. Werte Leserin, anstatt Geldordnungen, vor allem wenn sie natürlich entstehen, ohne Einmischung der Politik zu verdammen würde ich doch eher machtgeile Poltiker, die zumeist von Ökonomie so viel Ahnung haben wie die Redaktionsmitglieder von Mode oder Gehinrchirurgie, verdammen! TB

18:53 | Die Leserin von 15:13 legt nochmals nach
So ist es. Aber die Banken dabei nicht vergessen. Oder Nestle die in Ländern das Wasserrecht aufkaufen um es dann in Flaschen zu verkaufen? Oder die Plantagenbesitzer von zB Kaffee und Kakao, die Kinderarbeiter einstellen. Geld ist für viele wie eine Droge aber für viele mehr geht es um das Überleben und das obwohl wir alles von der Natur umsonst bekommen. Es geht nicht nur um Besitz vor allem geht es um Macht. Nur welche Macht hätten sie dann noch wenn ihnen das Geld, ihr Instrument über das sie Macht ausüben, entzogen wird? Das Geldsystem liefert den Nährboden für Menschen die sich an anderen bereichern und für Menschen die über andere Macht ausüben wollen.
Geld verhindert Innovationen, wer kein oder zu wenig Geld hat kann seine Ideen nicht entwickeln. Das könnten aber Ideen sein die für uns alle eine Bereicherung wäre. Geld behindert geistige Entwicklung, weil wir mehr damit beschäftigt sind unseren Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Geld zerstört Familien, Kinder müssen in Kitas untergebracht werden, weil Mama und Papa arbeiten gehen müssen. Geld erzeugt Obdachlose, weil sie ihre Wohnung durch zB Scheidung verloren haben. Geld erzeugt die Bettelmafia, wo Menschen zum Betteln gezwungen werden.
Auch wenn jetzt die Chance genutzt wird und ein besseres System aufgestellt wird. Dann kommt nach 50-60 Jahren wieder der Schlendrian und das Spiel beginnt von vorne. Dann besteht wieder die Möglichkeit, dass Menschen mittels Geld unser aller Leben an die Wand fahren. Es wird Zeit, dass dieser falsche Nährboden nach Tausenden von Jahren Menschheitsgeschichte ausgetrocknet wird. Es wird Zeit, den Machthungrigen ihren Nährboden zu entziehen. Es wird Zeit, dass wir zu 100% wieder die Macht über uns selbst erlangen.

19:56 | Der Bondaffe
Nun ja, es gab schon einen. Der hatte das System durchblickt und wollte nicht mitmachen. Er ging aber zu herrschsüchtig vor, darum haben wir jetzt den ganzen Schlammassel.
Natürlich haben wir nach jeden Finanzcrash einen neuen Aufschwung und neue Entwicklungen. Weil das System an sich nur 50 bis 70 Jahre hält. Das ist wieder einmal Schluß mit dem Zinseszinswahnsinn. Aber muß das jedes Mal sein, daß die Menschheit ins Elend gestürzt wird? Immer wieder Krieg? Das muß nun wirklich nicht mehr sein, die Menschheit hat was besseres verdient als dieses System. Trotz Fortschritt und Entwicklung ist dieses System unmenschlich. Und jetzt und aktuell gehts schnurstracks geradeaus mit voller Wucht in die Auflösungsphase. Und dem ganzen Elend noch dazu.
Und die Politiker? Alle abhänigig von den Machern des Systems.

20.03.2020

12:22 | handelsblatt: Wie eine Corona-Ökonomie aussehen muss (Gastkommentar von Hans-Werner Sinn)

Die Zentralbanken sind für die Blase verantwortlich, die Corona nun zum Platzen bringt. Jetzt gilt es, Firmen und Banken vor Insolvenzen zu retten.

Mit OeNB-Gouverneur Robert Holzmann, dem sein Präsident Harald Mahrer von den Türkisen vorgestern feige in den Rücken gefallen ist, wäre zu ergänzen, dass diese Rettung im Idealfall so zu erfolgen hat, dass jene Unternehmen, die auch ohne die Negativeffekte des Coronavirus bankrott gegangen wären, nicht gerettet werden sollten. Hans-Werner Sinn sieht das ähnlich. AÖ
 

08:03 | mises: Das Coronavirus und die Blasenökonomie

Die Chancen stehen gut, dass das aktuelle Börsendrama als «Co­rona-Crash» in die Geschichts­bücher eingehen wird. Mit dieser Fokussierung auf den Trigger würde jedoch ­etwas Wesentliches übersehen. Rückblickend werden die vielschichtigen und undurchsichtigen Entwicklungen in der Geschichte oftmals auf einige wenige spezifische Ereignisse reduziert. Dies entspricht dem menschlichen Bedürfnis nach Komplexitätsreduktion und Einordnung: Man versucht den Wald trotz lauter Bäumen zu sehen. Manchmal jedoch birgt diese Simplifizierung die Gefahr voreiliger Schlüsse.

18.03.2020

08:42 | mises: Ohne „Bail-out“ droht eine Weltwirtschaftskrise. Mit ihm die Knechtschaft.

".... Doch jede Krise, für die das ungedeckte Papiergeldsystem sorgt, weitet die Macht der Staaten über das Wirtschafts- und Gesellschaftsleben aus, und eine einmal erfolgte Staatsexpansion wird leider nicht wieder zurückgedreht. Dadurch verstricken sich die Volkswirtschaften durch Krisen und ihre „Bekämpfung“ immer tiefer im Gestrüpp staatsozialistischer Politiken.

Wenn man sich nicht abkehren will vom ungedeckten Papiergeldsystem, dann wird früher oder später alles einem Ziel untergeordnet: den Staat zu stärken, ihn mit immer mehr Befugnissen, mit immer mehr Geld auszustatten; und das heißt, dass die freien Märkte (beziehungsweise was davon noch übrig ist) und damit auch die bürgerlichen und unternehmerischen Freiheiten zusehends ausgeschaltet werden.

Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse ist es daher alles andere als übertrieben zu sagen: Ohne „Bail-out“ der Schuldner droht eine Weltwirtschaftskrise. Mit ihm die Knechtschaft."

Und was wird die "Masse" tun? Sich bereitwillig - weiterhin - knechten lassen und auf die "alternativlose" Kompetenz von Merkel, von der Leyen, Macron, Kurz etc. vertrauen. HP

16.03.2020

12:34 | wz: Der Markt kann das Problem nicht lösen

Man stelle sich vor: Um die Klimakrise einzudämmen, verkündet der Bundeskanzler - flankiert von der zuständigen Ministerin - tagtäglich neue drastische Einschnitte. Der gar nicht so zuständige Innenminister ist auch dabei und wird nicht müde, zu erwähnen, dass nötigenfalls auch "Zwangsmaßnahmen" ergriffen werden. Die Bewegungsfreiheit und der Gestaltungsspielraum der Menschen werden extrem beschnitten: Grenzen werden gesperrt, der Flugverkehr geht stark zurück, globale Güterketten werden getrennt. Die Menschen sollen daheimbleiben, statt zu konsumieren. Orte wie Venedig oder Hallstatt gehören wieder den Einheimischen. Und all das passiert in einer funktionierenden Demokratie und wird von gewählten Regierungen verfügt!

Wenn man der Coronavirusepidemie etwas Positives abgewinnen will, dann ist es zweierlei: Erstens sind von einem Tag Greta & Co. sowie die Gendertanten in den Orkus der gesellschaftlichen Irrelevanz verfrachtet worden. Zweitens, die von Högelsberger in diesem Gastkommentar gezeichnete Romantik der postindustrielle, links-demokratischen heilen Welt, wird in 2, 3 Wochen, wenn die erste harte Welle an finanziellen Einbußen weite Teile der Gesellschaft treffen wird, vorbei sein, und sich dieses links-reaktionäre Geschwaffel von der schönen Ökowelt endlich selbst demaskiert haben. AÖ 

 

08:26 | mises: Kleine Staaten sind reicher und sicherer als große Staaten

In Folge des Brexit-Referendums haben schottische Nationalisten ihre Forderung nach einer Abstimmung über die schottische Unabhängigkeit wiederholt. Viele jedoch sind nicht überzeugt und behaupten, Schottland sei «zu klein», um ein unabhängiges Land sein zu können. Andere meinen, Schottland sei zu arm, da Schottlands Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner nur 90 Prozent des englischen ausmacht.

Meine Rede - ich war ja immer schon für eine Bürger-Freistaat Steiermark! Wenn die "landesväter" in Graz Rat brauche, meine Nummer habt ihr! TB

12.03.2020

12:50 | derstandard: Deka-Bank-Chefökonom: "Virus ist neue Qualität eines exogenen Schocks"

Die Börsen sind zu Wochenbeginn in Panik geraten. Die rasante Ausbreitung des Coronavirus und der Ölpreisschock haben zu Marktverwerfungen geführt. Ulrich Kater, der Chefökonom der Deka-Bank, über Marktpanik und die Folgen – und was es jetzt zu verhindern gilt.

Und weil es keine große Theorie mehr gibt, die die Geldpolitik der Zentralbanken leitet, also jener Zentralbanken, die das Nullzinsniveau erreicht oder bereits nach unten durchbrochen haben, wird auf einer ad-hoc-Basis entschieden werden. Daher wäre es auch nicht überraschend, wenn wir uns in den kommenden Wochen daran gewöhnen müssen, dass geldpolitische und bankenregulatorische Entscheidungen vermehrt bei kurzfristig einberufenen Sitzungen getroffen werden. AÖ

11.03.2020

12:38 | fazit - das wirtschaftsblog: Reformen sind gut, aber nicht populär

Liberale Reformen wirken. Aber sie schaden den Wahlchancen von Politikern.

Deshalb ist es so wichtig, dass auch die Wähler verstehen, warum das Gerufe nach immer noch mehr Staat, zumindest mittel- bis langfristig kontraproduktiv ist. AÖ

13:24 | Maiglöckli zu AÖ:
Reformen mögen gut sein, doch waren die in der brd von korrupten Stümpern gestrickten bisher immer nur verlogen und negativ für die Masse der Bevölkerung. Das hat der Wähler inzwischen verstanden! Noch Fragen?


09:02
 | mises: Immer mehr Geld ist keine Lösung

Die Geldmenge bestimmt langfristig das Preisniveau. Ob die Preise steigen oder fallen, hängt von der relativen Veränderung des Geldumlaufs im Vergleich zur Veränderungsrate des Warenangebots ab. Man muss jedoch berücksichtigen, dass der Prozess der Geldschöpfung durch die Zentralbank, von der sogenannten „Geldbasis“ bis zu den Auswirkungen auf die Wirtschaft in Bezug auf die Nachfrage lang ist und eine Reihe von Variablen enthält. Diese Schaltstellen des Geldimpulses können zusammenarbeiten und den ursprünglichen Impuls verstärken oder sie können gegeneinander wirken.

Immer mehr Geld ist nicht einmal eine Lösung für die perversen Inflationswünsche der EZB! Nicht einmal 2 % habn sie (offiziell) zusammengebracht! TB

10:04 | Nukleus
Diese ganzen theoretischen Konzepte im Umgang mit Geld und wir stehen heute wo wir stehen, am sozialistischem Abgrund. Fragt sich den keiner warum?
Warum ist es so wie es ist und man kommt immer wieder an den selben Punkt? Zyklischer Verlauf von irgendwas? Alles absurden Blödsinn und wir sich nie ändern. Von diesem System profitieren einige wenige und die werden einen Teufel tun, dass sich etwas ändern wird zu unseren Gunsten. Diese ganze Diskussion wird doch langsam fad. Und wenn es für die „Kontrolleure“ vorteilhaft sein wird, dann wird wieder ein Goldstandard eingeführt und nicht weil es doch so sinnvoll ist.

Ich schätze ihre Beiträge sehr, Nukleus, aber heute liegen sie sowas von falsch!
Wir befinden uns kurz vor der Finanzkatastrophe, welche einem einzigen Faktum geschuldet ist: dem Mangel an Theorien in den Zentralbanken.
Mich haben Freunde schon mehrfach kritisiert, dass ich gerne herumtheoretisiere, teilweise haben sie mich und andere "Eis Theoretiker braucht kana" lächerlich über uns gemacht. Wir machen trotzdem munter mit Theorien .... weiter, gerade weil die letzten Jahrzehnte brutal aufgezeigt haben, wohnin Theorienlosigkeit führt! TB

12:49 | Nukleus
Bei diesem Thema besteht zwischen uns nicht mal ein Minimalkonsens in den Definitionen. Trotzdem denke, wir sehen viel Dinge sehr ähnlich und wir reden nur aneinander vorbei. Anschaulich wird das, wenn ich zu einem Kunden sage, es würde theoretischen funktionieren, aber er auf einen Praxistest besteht. Wo hast jemals die gesagt Theorie ihre Vorteile in der Praxis bewiesen? Wird sie auch niemals, wenn man nur wartet und weiter theoretisiert. Hab schon mehrmals geschrieben, bitte das auch mal in die Praxis bringen. Warum passiert das nicht? Die letzten Jahrzehnte waren voller Praxis, welche nur den „Kontrolleuren“ in die Karten spiele und alle anderen nur weiter herum theoretisiert haben.
Der Bondaffe hat es verstanden, da wird einfach was in die Tat umgesetzt, ergo, man stellt die Menschen vor vollendete Tatsachen. Ich finde das Konzept Geld ist eine der bedeutendsten Fortschritte im Zusammenleben der Menschen und hat wiederum für gewaltigen Fortschritt gesorgt. Ein paar sehr hinterhältige Gestalten haben aber das ganze ins krasse Gegenteil verkehrt und Geld zu einer falschen Naturgewalt gemacht, in dem man psychologische Mechanismen ausnutzte. Oft genug habe ich auf diese Mechanismen hingewiesen und noch nie in irgend einer Theorie von euch gesehen. Immer noch nicht wurde verstanden, wie wichtig es ist, den Menschen den richtigen Umgang mit Geld näher zu bringen. Selbst bei euch wird, den Geld eine göttliche Macht zugesprochen und sich somit ihm unterworfen. Umgekehrt wird aber etwas daraus, der göttliche Mensch macht sich dieses Konzept zu nutze und gewinnt dadurch mehr Freiheiten.
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich eure Theorien bald in der Praxis beweisen und zwar frei ohne eine Institution dahinter von Mensch zu Mensch.

15:47 | H. Lohse
Werter Nukleus, im Allgemeinen rede ich anderen Menschen nicht nach dem Mund oder stimme Ihnen zu, nur um deren Gunst zu erwirken. In diesem Falle mache ich aber mal eine Ausnahme
und ein großes Zugeständnis.... Sie scheinen angekommen im Lichte der Wahrheit und "zwar frei, ohne eine Institution dahinter von Mensch zu Mensch". Nur so können wir wieder unserer inneren Stimme folgen, -der Empfindung einen Platz in unserem grobstofflichen Körper einräumen und den geistigen Zugang über irdische Raum- und Zeitbegriffe bekommen. Mit ernstem Wollen führt zuletzt ein jeder Weg zum Ziel. Wahre Liebe wird nicht darauf sehen, was dem anderen gefällt, wahre Liebe heisst Strenge !!!

10.03.2020

19:20 | project syndicate: The Rise and Fall of International Currencies

A new international monetary system that ends the global dominance of the US dollar is both necessary and desirable. But to anticipate what might come next, one first must understand the political and economic dynamics that give rise to international currencies in the first place.

Jeder Zeit ihre (Welt-)Währungsordnung. Dass sich das Zeitalter der US-Hegemonie langsam zu Ende neigt, ist kein Geheimnis. Dieser Prozess wird allerdings noch viel länger dauern, als viele meinen oder hoffen. Denn die stärkste Stütze des Status Quo sind mangelnde Alternativen oder rivalisierende Alternativen. Und einen ernsthaften Konkurrenten zum US-Dollar gibt es augenblicklich nicht, weder auf nationaler Ebene noch in Form einer (Fiat-)Weltwährung. AÖ

09.03.2020

08:52 | mises: Das Problem der Linken mit dem Reichtum

".... Wenn unbelehrbare und, wie man sieht, jederzeit gewaltbereite Linke also „Reiche“ erschießen oder in Lager sperren wollen, vernichten sie damit die Urheber des Wohlstands der nicht ganz so Erfolgreichen. Denn sowohl gute, massentaugliche Produkte, wie auch gute Arbeitsplätze werden nun einmal nicht von den Armen geschaffen, sondern immer nur von den „Reichen“. Ihre Beseitigung ist folglich ein Schuss ins eigene Knie."

Genau am Punkt! A. Tögel, hat wieder die Feder gespitzt.......! HP

09:20 | Leser-Kommentar
Falsch, die Linken haben und hatten nie ein Problem mit Reichtum, sondern immer nur mit dem Reichtum Anderer! Sie selbst sind sehr gerne Reich und leben in Saus und Braus.Daher auch das Motto Anderen Wasser predigen und selbst Wein trinken.
Niemand ist darin besser als die Linken. Da kann nicht mal die RKK mit halten.

07.03.2020

11:10 | verlagjohannesmüller: 4/17 Prof. A. Fekete: Das vergessene Jubiläum

Feket bezieht sich im 4. Teil der Hammerserie auf historische Geschehnisse rund um die Olympischen Spiele und die Goldmedaillen als Indikator für das Weltgeldgeschehen am Anfang des 20. Jhdts.
Für die ersten 3, die diese Geschichte und Zusammenhänge schon kannten und das beweisen können, gibt's ein Gratis-Abo von bachheimer.com! TB

04.03.2020

08:43 | mises: Wie Phönix aus der Asche: Mises in Manhattan wirkt bis heute

Ludwig von Mises (1881-1973) ist einer breiteren Öffentlichkeit zuletzt im Zuge der Finanzkrise wieder bekannt geworden. Die Wirtschaftswoche bezeichnete ihn als „unbeugsamen Visionär“. Das Wall Street Journal schrieb über „The Man Who Predicted the Depression“. Anders als Milton Friedman oder John Maynard Keynes, aber auch Paul Samuelson ist der „letzte Ritter des Liberalismus“ jedoch weitaus weniger populär und präsent. Es gibt keine misesanische Wirtschaftspolitik, keine Mises-Lehrstühle und kein etabliertes Lehrbuch, das Ökonomiestudenten an öffentlichen Hochschulen Österreichische Ökonomik oder gar Politische Ökonomie vermittelt.

29.02.2020

09:01 | verlagjohannesmüller: 03/17 Prof. A. Fekete: Geldschöpfung

Heute bringen wir gleich 2 Teile der 17teiligen Hammer-Serie. Teil 2 beschreibt die hintergründe Feketes. Damit Ihr aber auch eine Ladung Theorie bekommt, bringen wir auch Teil 3 über die Geldschöpfung! TB

08:58 | verlagjohannesmüller: 02/17 Prof. A. Fekete: Mein Hintergrund

28.02.2020

14:58 | Hayek-Gesellschaft:  Dr. Markus Krall "Der Weg aus der Knechtschaft"

Dr. Markus Krall referierte als Gast des Hayek Club Hannover am 22. Oktober 2019 über sein geplantes Buchprojekt (Die bürgerliche Revolution) und wählte den Arbeitstitel ‚Der Weg aus der Knechtschaft‘ in Anlehnung an ein Werk Friedrich August von Hayeks.
Seine Bestandsaufnahme über den besorgniserregenden Zustand Deutschlands und Europas läßt nicht viel Spielraum für positive Zukunftsaspekte.

Geistiger Impfstoff für die b.com Leser.  TS

12:56 | Geolitico:  Das Virus gegen die Globalisierung

In China stehen 760 Millionen Menschen unter Quarantäne – das ist ein Zehntel der Weltbevölkerung! Seit Januar wurden global 200.000 Flüge gestrichen und hunderte von Containerschiffen liegen vor Anker. In Japan (zweitgrößte Volkswirtschaft Asiens) bleiben die Schulen bis Ende März geschlossen! In Korea (drittgrößte Volkswirtschaft Asiens) stehen bei zahlreichen Firmen die Bänder still und die Anzahl der Infizierten steigt rasant (1596).

12:15 | YT:  Coronavirus

Dieses Video besteht aus 2 unterschiedlichen Folgen!

28.02.2020

09:13 | oo: Gold und die Qualität des Geldes

Am 24. 2. kostet ein Kilogramm Gold erstmals über 50.000,- Euro. Der Kaufpreis für die Feinunze („Philharmoniker“) steht an diesem Tag bei 1.614,- Euro. Ein herausragendes Allzeithoch. Gold glänzt wider – und zwar kräftig. Auch der Silberpreis konnte im Windschatten des edleren gelben Metalls stark zulegen. Zweifellos hat neben der seit Jahren gefahrenen Niedrigzinspolitik der Zentralbanken, das Coronavirus einen kräftigen Beitrag zur Flucht vieler Anleger in den sicheren Hafen der Edelmetalle geleistet. Aber die durch das Virus recht kurzfristig ausgelöste Unsicherheit – niemand kann heute seriös abschätzen, wie stark der dadurch verursachte Dämpfer für die Weltwirtschaft ausfallen wird – ist nicht der einzige Grund für den rezenten Goldrausch.

A. Tögel, wie immer lesenswert! HP

27.02.2020

08:54 | fuw: Nullzins – die neue Normalität

Die Null- bzw. Negativzinsen sind weniger die Folge der durch die Notenbanken ausgelösten Geldschwemme als einer Kapitalschwemme. Ein Kommentar von Thomas Straubhaar.

In einer umfassenden IMF-Pbulikation über die effektivsten Methoden zur breiten Durchsetzung von Negativzinsen mit dem Titel "Enabling Deep Negative Rates to Fight Recessions: A Guide" widerlegen die beiden Autoren die weit verbreitete These, wonach die Null- und Negativzinsen (vornehmlich) einer Kapitalschwemme geschuldet seien. So heißt es "...the zero lower bound is not a law of nature; it is a policy choice. The central message of this paper is that with readily available tools a central bank can enable deep negative rates whenever needed—thus maintaining the power of monetary policy to end recessions within a short time." Schließlich stellen die Zentralbanken nicht nur die Basisliquidität zur Verfügung, also beeinflussen das "Kapital"angebot, sondern bestimmen auch die Höhe des Basiszinsniveaus. AÖ

26.02.2020

12:18 | fazit - das wirtschaftsblog: Demographie hemmt Firmengründungen

Seit ungefähr 20 Jahren nimmt in den Industrienationen die Bereitschaft ab, neue Unternehmen zu gründen. Hierfür werden viele Gründe genannt. Die Bedeutung der Demographie wird bisher unterschätzt.

Auch wenn Braunberger nicht vollständig der Versuchung nachgeben kann, das Demographiethema gegen andere Erklärungshypothesen auszuspielen, zumal Braunberger ein vehementer Verteidiger der Zentralbankpolitik der vergangenen Jahre ist, so bringt er das völlig unterrepräsentierte Thema des demographischen Wandels in die Debatte mit ein. AÖ 

14:55 | Der Goldguerilla
Die schleichende Mutation von einst kapitalistischen Marktwirtschaften hin zu sozialistischen Beamtenplanwirtschaften in der westlichen Welt muß zwangsläufig zu einer Abnahme der Bereitschaft für Firmengründungen führen. Das ist eigentlich unabhängig von demographischen Entwicklungen zu sehen, das sollte einem der gesunde Hausverstand schon vermitteln. In letzter Konsequenz erstickt eine Funktionärs- und Beamtenwirtschaft jeglichen Unternehmergeist.
Die Denke der Jungen, von einer Unternehmensgründung Abstand zu nehmen, und die Denke der Alten, den eigenen Laden baldigst dichtzumachen und sich ehemöglichst in den Ruhestand zu verabschieden, ist insofern absolut nachvollziehbar, als dass es sich als unselbständig Erwerbstätiger vor allem als Beamter wesentlich bequemer, sicherer, kalkulierbarer, risikoärmer, lebensqualitativer und verantwortungsloser leben läßt. Die Zustände unternehmerischer Aversion dürften in Europa noch viel schwerwiegender sein als in den USA, nachdem in vielen europäischen Ländern über 90% der Jugendlichen zum Staatsdienst tendieren.
In Zeiten wie diesen, in denen man als Unternehmer mannigfaltigen Behörden- und Staatsschikanen in überbordendem Maße ausgesetzt ist, kann man den eigenen Kindern wahrhaftig nur davon abraten sich selbständig zu machen, da man sich als Selbständiger heutzutage nur einen Rattenschwanz an Problemen einhandeln kann, verfolgt und diskriminiert wird, behördlicher Boshaftigkeit und Staatsdespotismus ausgesetzt ist, der Verdienst in keiner Relation zum Einsatz von Arbeitskraft und Kapital steht und man als Unternehmer hauptsächlich dazu herhalten darf, die Privilegien der Anderen zu finanzieren.

WEG MIT DEN KRANKEN GELENKTEN WIRTSCHAFTEN !
HER MIT DEN GESUNDEN UNGELENKTEN WIRTSCHAFTEN !

24.02.2020

09:06 | tom-cat "Wer hat's gesagt?"

„Risiko und Haftung hängen in einer Marktwirtschaft nun einmal zusammen.“

( ) Friedrich Merz (CDU)
( ) Christian Lindner (FDP)
( ) Markus Söder (CSU)
( ) Dieter Bohlen (Pop-Titan)
( ) Sahra Wagenknecht (LINKE)
( ) Robert Geissen (Ex-Unternehmer, TV-Star)
( ) Reinhard Kardinal Marx (kath. Kirche)
( ) Uli Hoeness (langjähriger Fussball-Manager)
( ) Susanne Klatten (BMW-Grossaktionärin)

Kaum zu glauben, ausgerechnet jemand, der einen Untertanten als Namensteil führt ,....! TB

19:40 | Der Bondaffe ""Risiko und Haftung hängen in dieser "Marktwirtschaft" nun einmal zusammen.“
Darum ist es auch so, daß niemand das Risiko behalten will und lieber verkauft und dann aus der Haftung ist. Allerdings gibt es keine 100%ige Haftung. Das ist meine kleine bescheidene Sicht der Dinge. Es ist äußerst delikat, denn hinter "Risiko" und "Haftung" verbirgt sich so viel mehr. Es wird uns nur nicht gesagt. Ich möchte hier mit einem kleinen Auszug aufzeigen, wie sich bestimmte Dinge im Detail verhalten:

"...Und dieser Vertrag gilt für die Nutzung von Personen. Und diese Verträge müssen auch versichert sein, jeder Vertrag muss versichert sein. Es muss ja sichergestellt sein, dass, wenn jemand der einen Vertrag anwendet, dadurch einen Schaden erleidet, dann muss er in irgendeiner Form versichert sein. Und deshalb sind alle Verträge, also alle Gesetze ebenfalls versichert. Dass weiss nur niemand. Und der, der diesen Vertrag herausgibt, der Versicherer sozusagen, der muss auch die Haftung übernehmen für diese Verträge. Und, wenn er die Haftung für diese Verträge nicht übernimmt, dann sind diese Verträge nicht geltend. Also hat dieses Gesetz keinen Geltungsbereich oder es hat keine Einführung oder es ist nie veröffentlicht worden. Solche Gesetze gibt es in der Bundesrepublik und zwar zu Hauf. Und man muss sich natürlich fragen, warum es solche Gesetze gibt. Warum man Gesetze keinen Geltungsbereich gibt, oder warum gewisse Leute ihre Papiere nicht mehr unterschreiben."

zu finden unter: https://losloesung.wordpress.com/2017/04/23/rrredaktion-glaube-nichts-und-pruefe-selbst-ein-diplomat-klaert-uns-auf-alles-in-dieser-welt-ist-im-vertragsrecht/

Und wenn man noch mehr dazu wissen will, dann darf ich diese Artikelreihe empfehlen:
http://rrredaktion.eu/glaube-nichts-und-pruefe-selbst-wir-die-rrredaktion-fahren-fort-mit-der-exklusiven-interviewserie-ueber-die-einschaetzung-deutschlands-in-der-welt-ein-diplomat-einer-un-nahen-organisation-klaert-un-8/
(auf der letzten Seite findet man erst alle anderen Seiten verlinkt)

Allerdings sind Sie nach dem Lesen dieser Reihe nicht mehr der/dieselbe, der Sie vorher waren, weil sich Ihre Sicht der Dinge total verändert hat. So diskutieren wir beispielsweise mit Begriffen wie "Risiko" und "Haftung" auf der Oberfläche herum und wissen gar nicht, welche interessanten Konstellationen sich unter dieser Oberfläche und in den Tiefen verbergen.

22.02.2020

10:23 | jmv: Fekete "Das Bankensystem"

Die Entwicklung der Edelmetallpreise zeigt, dass die Zeit der hinterhältigen Geldexperimente der "Geld-Organisatoren" ohne Theorie zu Ende geht und die Realität ihren Bann brechen wird. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, jeden Samstag einen Teil der wohl wichtigsten Video-Serie zum Thema "Geld" hier aufzulegen. Der Johannes Müller Verlag hat mit tatkräftiger Unterstützung unseres Werbepartners Swiss Gold Safe diese Serie produziert und bachheimer.com zur Publikation zur Verfügung gestellt. Herzlichsten Dank dafür! Heute beginnen wir mit (no na ned) mit Teil I "Das Bankensystem"! TB

21.02.2020

12:34 | reitschsuter.de: Die neue Rechte: Stalin und Mao

Was haben Stalin, Mao und die DDR gemeinsam? Alle drei waren kommunistisch und links - das wäre die Antwort, die ich geben würde - und wohl auch die meisten von Ihnen. Aber - Pustekuchen! Von dem Journalisten Tilo Jung musste ich mich nun belehren lassen, dass es genau umgekehrt ist. Stalin, Mao und die DDR waren allesamt Rechte, verkündete "Tilo" nun auf twitter. Tilo wer? - werden Sie nun vielleicht fragen. Aber wenn Sie die Hoffnung hegen, es handle sich um irgend ein Mauerblümchen im Journalistenbetrieb, ist diese Hoffnung leider falsch.

Es drängt sich einem der Eindruck auf, dass insbesondere heute jene in den medialen Mainstream drängen, die sich dadurch der Kritik an ihrer Hohlköpfigkeit entziehen wollen, denn eine Kritik an einem MSM-Journalisten gilt ja sofort als Angriff auf die Pressefreiheit. Zudem galt früher rechts als richtig, gerechte, rechte und damit das politische und moralische Gute, während links mit link, teuflisch, verschlagen gleichgesetzt worden ist. Wobei nicht ein Rechter gerecht war, sondern der Gerechte rechts. In einer Zeit, in der alles Kopf steht, haben gerade auch diese Begriffe eine radikale Umdeutung ihrer Bedeutung erfahren. AÖ

11:04 | mises: Eine Ablehnung des Kapitalismus ist ethisch nicht begründbar

... Nun, da ökonomische Analysen die Illusionen und Irrtümer der sozialistischen und interventionistischen Verdammung des Kapitalismus herausgestellt haben, versuchen sie ihre Programme zu retten, indem sie zu einer anderen Methode greifen. Die Marxisten haben die Lehre von der Unvermeidlichkeit des Sozialismus entwickelt, und die Interventionisten, die ihrem Kielwasser folgen, sprechen von der Unumkehrbarkeit des Trends zu immer weiterer Einmischung der Regierung in ökonomische Angelegenheiten. Es ist offensichtlich, dass dieser Notbehelf nur dazu konstruiert wurde, ihre intellektuelle Niederlage zu verdecken und die Aufmerksamkeit des Publikums von den verheerenden Konsequenzen der sozialistischen und interventionistischen Politik abzulenken.

20.02.2020

12:18 | bielmeierblog: Wohnen ist teurer als (statistisch) gedacht!

Die Inflationsrate im Euro-Raum hat seit Jahren trotz der extrem expansiven Ausrichtung der Geldpolitik das Inflationsziel von knapp unter 2 Prozent verfehlt. Ein Grund dafür dürfte auch in den nur unzureichend erfassten Kosten für das Wohnen im harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für den Euro-Raum liegen.

Der 17%-Anteil der Ausgaben für Wohungsmieten - gezahlt und unterstellt - an den gesamten Konsumausgaben kommt mir viel zu niedrig vor, auch wenn er im Vergleich zur Gewichtung im HVPI im Umfang von 6,5% bereits deutlich höher ist. Für Wien habe ich Zahlen von rund 25% (2014/2015) auf die Schnelle gefunden, was mir noch immer niedrig vorkommt, aber doch um fast 50% höher ist als die 17% in Deutschland. Dessen unbeschadet macht die Inflationsrate selbst bei einer deutlich höheren Gewichtung des Wohnens keine Riesensprünge. AÖ

19:37 | Leser-Kommentar
Hallo Buben, Es kann nur so sein dass die reine Miete ohne Betriebskosten (Wasser, Müllabfuhr, Gemeindeabgaben, Verwaltung, Reparaturkostenfonds) und ohne Energie (Gas, Strom) gerechnet wird. Meine Miete beträgt 260,- Euro, all in bin ich bei 600,- Liebe Grüsse von Ko Chang (derzeit Urlaub) Und keine gschissenen neidischen Kommentare ... is echt heiss hier, vor allem Abends ...

19.02.2020

17:21 | Mises:  WARUM NATIONALSOZIALISMUS SOZIALISMUS WAR UND WARUM SOZIALISMUS TOTALITÄR IST

Heute möchte ich zweierlei zeigen: Erstens, warum Nazi-Deutschland ein sozialistischer und kein kapitalistischer Staat war. Und zweitens, warum Sozialismus, verstanden als Wirtschaftssystem, das auf staatlichem Eigentum an den Produktionsmitteln basiert, eine totalitäre Diktatur benötigt.
Die Kennzeichnung Nazi-Deutschlands als sozialistisches Staatswesen ist eine der vielen großen Leistungen von Ludwig von Mises. Wenn man bedenkt, dass „Nazi“ eine Abkürzung für „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“ ist, mag die Mises’sche Gleichsetzung nicht allzu überraschend sein.

18.02.2020

12:40 | nzz: Vertrauen ist und bleibt die Hartwährung – zur Zukunft des Geldes von Jürgen Stark

Die Frage nach der Substanz des Geldes ist durch die Weltfinanzkrise erneut virulent geworden. Zugleich könnten digitale Entwicklungen wie Bitcoin und Blockchain das Geldsystem revolutionieren. Und auch das Bargeld scheint auszusterben. Worauf müssen wir uns einstellen?

Und in einer anonymen Großgesellschaft ist das Vertrauen in die Institutionen, weniger in Personen, das Entscheidende, während (archaische) Clangesellschaften auf die Blutsbande vertrauen. AÖ

14.02.2020

11:51 | Leser-Zuschrift "praktischer Idealismus"

über die Gedanken von Coudenhove-Kalergi, einem jüdischen Adeligen und seinen Plänen, ein europäisches Mischvolk zu erschaffen, wurde ja schon mehrfach berichtet. Auch das die schwarze Witwe, Angela Merkel wegen ihrer Umvolkungsbemühungen, den entsprechenden Preis verliehen bekommen hat, ist vielen bekannt. Heute bin ich mal auf ein Lese-Leckerli gestoßen, den "praktischen Idealismus" von o.g. Coudenhove-Kalergie. Das Werk, ich habe bereits die ersten 50 Seiten gelesen, ist ein wahrer Augenöffner. Sollte jedem Geschichtsinteressierten mal unter die Augen gekommen sein, es verrät viel über die Zustände heutiger Zeit und auch die Vergangenheit wird deutlich klarer - Landvolk vs. Stadtvolk - Boden(Blut)adel vs Geistesadel - England vs. Frankreich und die Deutschen und welche Rolle das auserwählte Volk dabei spielt :
https://archive.org/details/PraktischerIdealismus1925/page/n39/mode/2up 

11.02.2020

18:07 | wenger: Warum Höcke gewinnt – Politik für Anfänger (und solche, die sich so benehmen)

Der Markenkern der AfD ist es, »Wohl des deutschen Volkes« ernst zu nehmen und tatsächlich »seinen Nutzen mehren« zu wollen. Wenn man damit eine halbe Staatskrise auslösen kann, könnte es dann sein, dass etwas mit dem Staat nicht stimmt?

Weil vielen Bürgern der polit-organisierte Identitätsraub voll auf den Wecker geht? TB

12:08 | fazit - das wirtschaftsblog: Immer Ärger mit dem Zeitgeist

Ob ein Lied ein Hit wird, kann bis heute niemand zuverlässig vorhersagen. Es hängt vom Zufall ab, und zwar von einem bestimmten. Das weiß die Welt schon seit zehn Jahren, als drei Soziologen ein kleines Experiment unternahmen: Sie ließen 14.000 Menschen Musik von unbekannten Künstlern herunterladen und bewerten – in mehreren voneinander getrennten Gruppen. Solange die Menschen nicht wussten, was die anderen hörten, verteilten sie ihre Gunst halbwegs gleichmäßig. Wenn sie aber erfuhren, was die anderen Teilnehmer hörten, bildeten sich meist klare Hits heraus, allerdings in den verschiedenen Gruppen unterschiedliche. Vieles hing offenbar davon ab, was die ersten Hörer getan hatten.

Es ist höchst an der Zeit, diese - im Grunde nicht neuen - Erkenntnisse auf das politische Berlin, ja auf das politische Deutschland anzuwenden. Wenn das Vertreten einer abweichenden Meinung zum politischen, wirtschaftlichen und sozialen Tod führt, dann steht am Ende eine brutale Gesinnungsdiktatur. AÖ

09.02.2020

09:21 | ET: Neun Kommentare: Um sich bei der Vertuschung von Untaten zu helfen, bilde man eine Partei – Teil 2/9

Die besondere Befähigung, Hass zu schüren und einen Teil der Massen aufzustacheln, gegen den anderen Teil zu kämpfen – Infiltrieren, Zwietracht säen, Spalten, Auflösen und Ersetzen bilden zwei der neun Grundfaktoren der Kommunistischen Partei – Das Buch „Die Neun Kommentare“ zeigt die Methoden, die angewandt werden, um unliebsame Gegner auszuschalten.

Kommentar des Einsenders
Angesichts der von Airbus zugegebenen Schmiergeldzahlungen in A und den atemberaubenden "Demokratieausgestaltungen" in D habe ich nach einem Artikel auf Epochtimes online gesucht, in dem beschrieben wurde, was laut chinesischem Verständnis Parteien/Banden der Wortbedeutung nach sind und wie Konfuzius das erläutert hat. Mir ist beim ersten Lesen schlagartig klar geworden, warum ich die "Lösung Parteibuch" zu keinem Zeitpunkt in meinem Leben für auch nur erwägbar hielt:
Sonntags-Gustostückerl ist das leider keins, sondern ein Appetitverderber.

07.02.2020

08:37 | mises: Das Zeitalter von Boom und Bust ist nicht vorbei

Auf dem Weltwirtschaftsforum 2020 in Davos erregte Bob Prince, Co-Chief Investment Officer bei Bridgewater Associates, Aufmerksamkeit, als er in einem Interview sagte, dass der Boom-und Bust-Zyklus, wie wir ihn aus den letzten Jahrzehnten kennen, beendet sei. Zu dieser Aussage ermutigt wurde Prince möglicherweise durch die Tatsache, dass der aktuelle Aufschwung der Weltkonjunktur („Boom“) bereits seit etwa einem Jahrzehnt andauert; und dass ein Ende nicht in Sicht ist, wie derzeit die eingehenden makro- und mikroökonomischen Daten nahelegen.

06.02.2020

12:58 | vollgeld.de: Taxonomie des Geldes und monetäre Tidenwechsel von Prof. Joseph Huber

Der in diesem Papier skizzierte Ansatz zu einer Theorie dominanten Gelds hat eine seiner Anregungen in der Theorie international dominanter Währungen (dominant currency paradigm) wie sie von Gopinath und Kollegen sowie Eichengreen dargelegt wurde, zuvor schon von Hudson.[1] Diese Theorien behandeln die dominie­ren­de Stellung des US Dollars im heutigen internationalen Währungssystem. Dominantes Geld befasst sich dagegen mit dem Aufstieg und Niedergang bestimmter Arten von Zahlungsmittel.

In Zusammenschau mit Teil 2 "Der Aufstieg des digitalen Vollgelds der Zentralbanken (DV/CBDC)" bietet dieser Aufsatz einen tiefschürfenden Einblick in die Geldtheorie, Geldgeschichte und in die aktuellen Diskussionen. Auch wenn die Vollgeldbewegung einen Sachstandard wie den Goldstandard rundum ablehnt, sind sie aufgrund ihrer kenntnisreichen und angenehm unideologischen Analysen des Status Quo hervorragende intellektuelle Sparringpartner. AÖ

05.02.2020

12:38 | project syndicate: Fiskalpolitische Fantasien von Kenneth Rogoff

Wird die nächste Rezession schlimmer ausfallen, als Sie glauben? Könnte aus dem nächsten Konjunkturabschwung angesichts des geringen Spielraums der Zentralbanken für weitere Zinssenkungen ein Crash werden? Theoretisch kann diese Lücke mit Hilfe der Fiskalpolitik geschlossen werden. In den letzten zehn Jahren war bei vielen Ökonomen und politischen Entscheidungsträgern ein zunehmend missionarischer Eifer in Richtung Fiskalpolitik zu beobachten und es ist tatsächlich wahrscheinlich, dass man es während des nächsten Abschwungs weithin mit fiskalischer Feinsteuerung probieren wird. Liegen sie damit richtig?

Wenn die Staaten tatsächlich bloß eine fiskalische Feinsteuerung anstrebten, dann wäre das ein Glücksfall, angesichts der Weltrettungsphantastereien, die derzeit die Runde machen. Es steht eher zu befürchten, dass der fiskalische Vorschlaghammer ausgepackt wird, wie derzeit schon ansatzweise in den USA, denn Rogoffs Hoffnung auf eine "fairere und effektivere" Umsetzung der Negativzinspolitik wird sich nicht erfüllen. Rogoff, nur zur Erinnerung, denkt an Negativzinssätze in der Größenordnung von -5% bis -6% zur Bekämpfung der nächsten Rezession. Damit liegt er sogar noch unterhalb jener Marke, die angesichts der Zinssenkungen im Zuge der letzten drei Rezessionen vorgenommen wurden. Doch bei solch niedrigen Negativzinssätzen würde es selbst in den USA, erst recht im Euroraum, nicht nur zu einer Flucht ins Bargeld kommen, sondern auch zu einer Kapitalflucht. AÖ

08:08 | mises: „Nachhaltiger“ Fisch: Nur ein Marketing-Gag?

Kürzlich war ich auf der Suche nach neuen Badehosen für einen Urlaub. Da ich sonst nirgendwo welche finden konnte, trieb es mich in ein „nachhaltiges“ Kleidungsgeschäft. Zweifelsohne ein Laden mit einer Philosophie. Ich kaufte die Badehosen, die ich dort fand, ohne mir überhaupt im Klaren über ihre Vorzüge zu sein.

04.02.2020

13:51 | awo: Unbezahlbare Mieten? – Das Problem kann gelöst werden!

Der Wohnungsmarkt gerät immer weiter außer Kontrolle. Die Immobilienpreise haben eine Blase gebildet, die kurz vor dem Platzen steht. Mietpreisbremse & CO. haben nichts bewirkt. Kann der Staat hier überhaupt regulierend eingreifen? Sicher, aber dazu braucht es neue, unkonventionelle Ideen.

13:02 | fazit - das wirtschaftsblog: Erben muss man sich verdienen

In vielen Familien gilt ein heimlicher Generationenvertrag: Wer erbt, muss auch pflegen! Das hat erstaunliche Folgen. Zu­min­dest in der Theo­rie ha­ben es Öko­no­men mit Kin­dern nicht leicht, weil sie nicht wis­sen, wie sie in ih­ren Mo­del­len mit ih­nen um­ge­hen sol­len. El­tern und auch Öko­no­men lie­ben ih­re Kin­der na­tür­lich und wür­den al­les für sie tun. In ei­nem öko­no­mi­schen Mo­dell aber reicht das nicht aus. Wenn es um Aus­ga­ben für das Kind geht, muss der Mo­dell­theo­re­ti­ker ent­schei­den, ob Kin­der ein „Kon­sum­gut“ oder ein „In­ves­ti­ti­ons­gut“ sind. Leis­ten sich El­tern ein Kind, weil es Ver­gnü­gen be­rei­tet, das Klei­ne auf­wach­sen zu se­hen? Oder ist die Ent­schei­dung für das Kind ein ra­tio­na­les Kal­kül, um si­cher­zu­stel­len, dass im Al­ter je­mand da ist, der sich um ei­nen küm­mert?

Bei allen gerechtfertigen Vorbehalten gegen die empirisiche Sozialforschung, die Forschungsergebnisse sind häufig durchaus spannend, weil mitunter konterintuitiv. Nicht selten regen sie zudem zur Selbstreflexion an, sind doch viele Fragestellungen dem - erweiterten - Alltag entnommen. AÖ

03.02.2020

08:21 | mises: Sind »WIR« das Volk?

... Ich möchte hier auf Michael Bakunin verweisen, den anarchistischen Gegenspieler von Karl Marx in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er sagte 1872, also kurz nach der Gründung des Deutschen Kaiserreichs: »Alle diese unsterblichen Schöpfungen des deutschen Genies sind hervorgebracht nicht aus der Einheit, sondern aus der deutschen Anarchie. Die politische Einheit wird unfehlbar die lebendigen Quellen des schöpferischen Geistes in Deutschland töten und beginnt schon, es zu tun.«[1]

13:06 | Nukleus
Was muss ich erschütterndes Lesen! Anarchie! Also das geht ja mal gar nicht! Will b.com den alten Leuten da draußen zu einem Infarkt oder Apoplex verursachen?
Wir brauchen doch einen Fööhrer und Regel und ganz ganz genau Gesetze!
1. Bei Anarchie sehen die alten Leute immer die versifften Linken und andere unhygienische Gesellen. Anarchie bedeutet einfach nur, ohne einen Arch und :“ gesellschaftlicher Zustand, in dem eine minimale Gewaltausübung durch Institutionen und maximale Selbstverantwortung des Einzelnen vorherrscht“ Also das genau Gegenteil von Kommunismus und Sozialismus, der Idealzustand eines „Kapitalismus“ und der Antifragilität.
2. Immer wieder verblüfft mich b.com. Eine Anarchie funktioniert aber nur mit einer sehr guten Bildung auf allen relevanten Ebenen. Nun sollte klar sein, warum die Schulbildung eigentlich nichts mehr mit Bildung und dem Erwerb einer gut entwickelten bewussten Apperzeption zu tun hat.
3. Nur durch Dummheit der Masse, kann ein Irrer an die Macht kommen und sich dort halten.