13.11.2019

08:52 | Mises:  LEHRE AUS DDR UND MAUERFALL: SOZIALISMUS IST EIN ZOMBIE

Der dreißigste Jahrestag des Mauerfalls war der Anlass für eine Vielzahl von Reden auf unterschiedlichsten Veranstaltungen und für zahlreiche Textbeiträge in diversen Medien. Exemplarisch für den Großteil der Wortmeldungen war die Festrede, die Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 9. November 2019 am Brandenburger Tor in Berlin gehalten hat.

Die Lehre aus der Praxis .... der DDR-Sozialismus darf nicht Kanzlerin werden. TS

11.11.2019

19:14 | scifiles: Wie Sozialismus Wohlstand zerstört: Komplexe Zusammenhänge für Linke aufbereitet

Aldo Lema ist Chilenischer Ökonom und offenkundig hat er ein Talent für die graphische Darstellung dessen, was Linke gewöhnlich “komplexe Zusammenhänge” nennen. Auf diese Weise ist es möglich, komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge so darzustellen, dass auch Linke sie verstehen können.

Die Leseratte
In dem Artikel wird auf einen interessanten Link verwiesen, in dem durch ein Balkendiagramm die Entwicklung des PPP der Lateinamerikanischen Länder von 1990 bis 2019 nachvollzogen wird. Wie schon im Artikel angeregt sollte man einfach mal beobachten, wie Venezuela dabei durchgereicht wird. Ein anderer interessanter Aspekt ist allerdings der Aufstieg von Chile, das immer noch mit Vorsprung an erster Stelle liegt, obwohl die Bevölkerung dort gerade auf die Straßen geht. Daran erkennt man halt auch, dass das PPP ein Durchschnittswert ist, der über die wahren Verhältnisse der ärmeren Hälfte der Bevölkerung wenig aussagt!

12:34 | fazit - das wirtschaftsblog: Duell der Ökonomen

Wie sieht eine optimale Finanzpolitik aus? Darüber streitet der Rat der Sachverständigen.

Wenn der Staat als (Neu-)Schuldner ausfällt, dann müssen sich stattdessen die Unternehmen und die privaten Haushalte stärker verschulden. Das ist schlichtweg der Saldenlogik geschuldet. Beispielhaft sei auf Schweden verwiesen, wo sich der Staat deutlich entschulden konnte. Im Gegenzug ist die Verschuldung der privaten Haushalte stark gestiegen. Es geht also vielmehr um einen sektoralen Ausgleich, als um die - in einem Schuldgeldsystem unmöglichen - deutlichen Entschuldung aller Wirtschaftssektoren. Aus dieser Perspektive ist die Schuldenbremse in Deutschland durchaus als problematisch einzustufen. AÖ

06.11.2019

08:29 | mises.de: Was die EZB soll und was sie nicht soll

Eine Zentralbank soll dafür sorgen, dass der Geldwert stabil bleibt. Das ist auch die Aufgabe der Europäischen Zentralbank (EZB). Die politische Verführung, von dieser Aufgabe abzuweichen, ist groß. Denn um die Wirtschaft mit Geld zu versorgen, verfügen Zentralbanken als staatliche Einrichtungen heutzutage über das Monopol. Damit bestimmen und wachen sie über die Geldmenge, die eine Volkswirtschaft am Laufen hält. Doch dieses Recht enthält für sie auch eine Verpflichtung: Die Geldmenge muss abgestimmt sein auf die verfügbare Gütermenge, also auf die Menge an Waren und Dienstleistungen, die als Angebot zum Verkaufen und für die Nachfrage zum Kaufen bereitsteht. Aber mit dieser Verpflichtung ist es bei der EZB schon lange nicht mehr weit her.

Eine Anmerkung: Das überwiegende Gros der Geldmenge wird allerdings von den Geschäftsbanken durch die Giralgeldschöpfung in Umlauf gebracht. Die Geldmengensteuerung der Notenbanken ist daher weitgehend eine indirekte und erfolgt weitestgehend dezentral durch die Kreditschöpfung der Geschäftsbanken vor Ort. Die Unterbindung der Giralgeldschöpfung wird u. a. von einigen Vertretern der Österreichischen Schule gefordert, näherhin jenen, die die These vertreten, dass die Giralgeldschöpfung im Kern ein Betrug oder eine Veruntreuung wäre (Rothbard, Hülsmann, Hoppe, Polleit, de Soto). Zudem fordern die Befürworter eines Vollgelds diese Unterbindung, denn ihrer Auffassung nach sei die Geldschöpfung eine öffentliche Aufgabe, die von einer öffentlichen (staatlichen) Institution exklusiv wahrgenommen werden sollte. In den Diskussionen um die Einführung eines E-Fiat-Geldes ist dieser Ansatz einer der denkmöglichen Alternativen. AÖ

10:40 | Leser-Kommentar
Brauchen wir überhaupt eine Zentralbank? Eine Zentralbank dient ausschließlich der Staatsfinanzierung - mehr nicht. Keine Bank würde Staats- oder Kommunalanleihen kaufen, wenn sie nicht ganz genau wüßte, dass diese ihr von der Zentralbank abgenommen werden....

04.11.2019

09:50 | infosperber: Der «Bumerang»-Effekt der Globalisierung

Was haben ein Elefant und ein Bumerang mit der Globalisierung zu tun, was haben sie gemeinsam oder inwiefern unterscheiden sie sich? Die Frage mag irritieren. Bildlich übertragen in Kurven-Diagramme haben sie viel gemeinsam. Denn beide veranschaulichen die globale Entwicklung der Einkommen. Sie sind zugleich aber sehr verschieden, bilden sie doch diese Entwicklung ganz anders ab. Das eine Mal sieht die Kurve in Umrissen einem Elefanten ähnlich, das andere Mal einem Bumerang.

28.10.2019

09:10 | mises: „Logik versus Emotion. Warum die Welt so ist, wie sie ist“. Der Konferenzbericht

Liberalismus und Kapitalismus wenden sich an den kühlen, ruhig abwägenden Verstand, sie gehen streng logisch vor, sie schalten mit Bewusstsein alles aus, was nur zum Gefühl spricht. Anders der Sozialismus. Er sucht durch Gefühlseindrücke zu wirken, will die logische Erwägung durch Erregung des Interesses vergewaltigen, die Stimme der Vernunft durch Erweckung primitiverer Instinkte übertönen.
- L.v.Mises -

11:01 | Nukleus
Hier stimmt doch etwas nicht? Eines der dümmsten Zitat eines von Mises über einen guten Artikel, der diesem Zitat fundamental widerspricht. Es geht in dieser Welt rein nur um Überleben, dann Gefühle und weiter nichts. Man macht etwas, was angeblich der Logik entspricht, nur weil man die Logik vor das Loch schiebt, sondern weil man ein gutes Gefühl dabei hat. So ist das Ziel des Sozialismus/Kommunismus genau das was man dem Kapitalismus anhängen will, die totale Verelendung der Menschen und dadurch eine Unfreiheit im Geiste zu erzwingen. (ausschließlich Gedanken um das Überleben)

Was wiederum Unsinn ist, das Ziel der Marxisten wäre die Aufhebung des Privateigentums. Hier offenbart sich die fundamentale geistige Beschränktheit der Marxisten und der Liberalen: Beide können Eigentum und Besitz nicht auseinanderhalten. Das Konzept des Privateigentums und der Kommunismus erfordern und fördern hohe geistige Beschränktheit. Aus einem Gefühl heraus, was von Mises ja so verteufelt wird, sperrt man sich als Liberaler und als Marxist in seine kleine absurde Welt der Widersprüche ein.

Geblendet durch den technologischen Fortschritt, vergessen die Menschen ihre Grundlagen: Boden/Ackerland. Die Liberalen und Marxisten vergessen in ihrer Überheblichkeit und Arroganz die niemals aufhörenden und seit Beginn der Menschheit bestehenden Umverteilungskämpfe. Nur weil viele Jahre Frieden eure Dummheit zu neuen Höhen sich aufschwingen ließ, haben diese Kämpfe nie aufgehört und werden sich ewig fortsetzen. Besitz wechselt ständig, weil der vorherige Besitzer, seinen Besitz nicht behaupten konnte. Heute sehen wir das vor allem im Kampf um die Energiekontrolle und Rohstoffkontrolle. Nicht der Besitz, nur die Kontrolle ist für einen Machterhalt erforderlich.

Wann stieg die Produktivität in nie gesehene Höhen? Natürlich im Krieg! Kurz nach dem Krieg musste vieles neu Aufgebaut werden und man die musste die Kriegsbeute verfeiern. Hier ging es mit der Wirtschaft auch kurz nach oben. Die zivilisierten und ach so überlegenen Theoretiker der Marxisten und Liberalen....wenn A und B beide fruchtbares Land besitzen und B mehr Kinder als A macht, dann wird eines Tages das Land von B nicht mehr ausreichen, man nimmt sich das Land von A. Warum haben Tiere ein Revier?

Die Ureinwohner haben auch auf ihr Revier, auf ihren Privatbesitz gepocht...tja dann hat man auf ihre Köpfe gepocht. Es wird niemals Privateigentum an Grund und Boden geben, man kann es nur besetzen, bis jemand kommt und es in Besitz nimmt, weil man seinen Anspruch auf das Land nicht behaupten kann. Deshalb finde ich diese Wichserei auf Gesetze so lächerlich. Die vollkommen katholisch verdreht Geschichte von Kain und Abel transportiert in ihrer ursprünglichen Form genau diese Dynamik.

Marxisten, Liberalen und erst recht einem von Mises fehlen die fundamentalen Grundlagen: in Besitz nehmen, Besitz behaupten, Besitz zur Eigenversorgung nutzen – Lebensgrundlage so sichern, Kooperationen eingehen, Arbeitsteilung, Tauschhandel, Nutzung eines Tauschmittels....alle versuchen das Pferd von hinten aufzuzäumen.

Uns wurde der Überlebensdruck genommen und uns die Zeit geschenkt, sich um die höhere Bedürfnisbefriedigung zu kümmern – den Gefühlen. Warum hören wir Musik? Warum stehen wir fasziniert vor einem Gemälde? Weil es logisch ist? Wenn von Mises doch so ein kluges Kerlchen war, warum haben sich nicht seine Ansätze durchgesetzt und wir leben jetzt im Wunderland?

Der Mensch ist sehr simpel gestrickt: er will leben, er will seine Bedürfnisse befriedigen, weil es ihm ein gutes Gefühl verschafft. Die Liberalen müssen die Welt liberalisieren, weil sie es für das Richtige halten und es ihnen ein gutes Gefühl verspricht. Logik ist, esse ich nichts mehr, werde ich stark an Kraft nachlassen bis nicht mehr genug da ist zum leben.

Nochmals zu den Gesetzen. Damals hieß das Gesetz, schlagt die Indianer tot und heute heißt uns das Gesetz, weg mit den Nationalstaaten (die sind schon weg) und weg mit den deutschsprachigen Menschen. Aber ihr liebt ja Gesetze und wie die Kommunisten es immer so schön sagen, man muss es diesmal nur richtig machen.

26.10.2019

14:38 | fb-Kommentar zum Ende der Sommerzeit heute Nacht

In seinem Essay "The Case for Flexible Exchange Rates" (1953) zieht Milton Friedman einen interessanten Vergleich zwischen flexiblen Wechselkursen (im Unterschied zum Goldstandard) und einer gesetzlichen Regelung der Sommerzeit (in den USA 1966 eingeführt):

"Das Argument für einen flexiblen Wechselkurs ist seltsamerweise sehr ähnlich wie das Argument für die Sommerzeit. Ist es nicht absurd, die Uhr im Sommer zu stellen, wenn genau das gleiche Ergebnis erzielt werden könnte, wenn jeder Einzelne seine Gewohnheiten ändern müsste? Alles, was nötig ist, ist, dass jeder beschließt, eine Stunde früher in sein Büro zu kommen, eine Stunde früher zu Mittag zu essen, etc.

Aber offensichtlich ist es viel einfacher, die Uhr zu wechseln, die alles leitet, als dass jeder Einzelne sein Reaktionsmuster auf die Uhr separat ändert, obwohl alle dies wollen. Die Situation auf dem Devisenmarkt ist genau die gleiche. Es ist viel einfacher, einen Preis zu ändern, nämlich den Preis von Devisen, als sich auf Veränderungen in der Vielzahl der Preise zu verlassen, die zusammen die interne Preisstruktur bilden."

23.10.2019

08:25 | svtv: Hans-Hermann Hoppe in Moscow. feat. Mikhail Svetov must read!!!

On the 6th of October 2019 some 1500 Russians came to listen to Libertarian thinker Hans-Hermann Hoppe in Moscow. It was the biggest libertarian event in the history of Russia and the biggest libertarian lecture in Europe. Foreword and afterword by Mikhail Svetov.

Zum ersten Mal in der Geschichte von b.com beginne ich in der Früh mit "Theorien"! Hans hermann Hoppe hat beim größten libertären Even in der Geschichte Russlands eine Rede gehalten und 1500 Interessierte sind gekommen. Nicht schlecht für eine Philosophie-Vorlesung.
Ich habe mir den Vortrag heute Nacht angehört und kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen! Eine kompakte Gesellschafts-/Herrschafts- und Geldsystembeschreibung! Ist zwar in Englisch aber - was selten in der "Branche" ist - sehr gut verständlich auch wenn man kein Englisch-Profi ist! TB

21.10.2019

12:52 | fazit - das wirtschaftsblog: 1000 Blumen gegen die Armut

Der wirtschaftswissenschaftliche Preis in Erinnerung an Alfred Nobel ehrt in diesem Jahr entwicklungspolitische Forschung. Die drei Preisträger ver­zich­ten auf gro­ße Theo­ri­en. Das ist kein Scha­den.

Ein Ansatz, der mit seinem starken Fokus auf lokale und regionale Lösungen und wider zentralstaatliche Einheitslösungen Hayekianische Anklänge aufweist. AÖ

09:09 | mises: Rothbards Wohlfahrtsökonomik must read!!!

Beispielsweise lehrt die Grundlagenökonomik, dass die Festsetzung des Milchpreises unter dem Preis, der sich auf dem freien Markt ergeben hätte, zu einem Milchmangel führt. Ebenso führt die Festlegung der Löhne über dem marktwirtschaftlichen Gleichgewichtspreis zu unfreiwilliger Arbeitslosigkeit. Diese Feststellungen sagen aber nichts über die Erwünschtheit dieser Auswirkungen aus. Sie sind für sich genommen wertfrei.

11.10.2019

12:07 | fazit - das wirtschaftsblog: Kann man Äpfel und Birnen doch vergleichen?

Verbraucher sollen schneller erkennen, ob Lebensmittel gesund sind. Wenn das mal gutgeht. 

Die Grenzen zwischen der Verpflichtung zur nachvollziehbaren Angabe von Inhaltsstoffen als Voraussetzung zur selbstbestimmten Individualentscheidung, einem staatlichen Paternalismus, der zu glauben meint, für die äußerst heterogene Gruppe der Staatsbürger entscheiden zu können, was gut und was schlecht ist, und dem nicht minder paternalstischen subtilen Steuern der Konsumentenpräferenzen (nudging), das ob seines geschickten Verschleierns eine noch größere Bedrohung für die Freiheit darstellt ist eine fließende und eine äußerst schwierig zu ziehende. Dieses Thema wird auch in der ZDF-Mini-Serie "Die Lobbyistin" behandelt, die über weite Strecken nicht moralisierend daher kommt. Spannende und gut recherchierte (Krimi-)Unterhaltung für die grauen Novembertage. AÖ

11:01 | mises: Kein Mensch glaubt wohl noch, dass die Staaten die ungeheuren Beträge der Zinslasten ewig weiterschleppen werden

Die Wirtschaftsrechnung ist unabhängig von allem, was mit der Vorstellung wertstabilen Geldes zusammenhängt. Dass es Geld mit unveränderlicher Kaufkraft nicht gibt und nicht geben kann und dass es nicht möglich ist, ein Geld zu schaffen, bei dem das zwischen dem Gelde und den übrigen wirtschaftlichen Gütern bestehende Austauschverhältnis von Seite des Geldes her keinen Veränderungen unterliegt, ist der Wirtschaftsrechnung notwendig und kann nicht weggedacht werden.

Kommentar des Einsenders
Na und? Ist doch modern. Allerdings treten die ertappten Politiker zurück, auch wenn Mutti voll hinter ihnen steht. Naaah Gretchen...

09.10.2019

12:50 | deutschebundesbank: Burkhard Balz: Money – Changing Features and Eternal Requirements

It gives me great pleasure to be here at the University of Cape Town today. The University of Cape Town is not only the oldest university on the African continent, but is also renowned for its academic excellence. A stable ranking among the top rated universities in the world is testimony to your outstanding success. Moreover, UCT earned a reputation as one of the institutions exerting sustained opposition to apartheid, particularly in higher education.

Ein kurzer Vortrag, der mit seinen knackigen Formulierungen zum Debattieren und Nachdenken anregt. AÖ

04.10.2019

09:29 | mises: Sind die Reichen reich, weil die Armen arm sind?

Obwohl dieses Denken sehr verbreitet ist, ist es grundfalsch. Ein Beispiel dafür ist die erstaunliche Entwicklung in China in den vergangenen vier Jahrzehnten. Niemals in der Geschichte sind in so kurzer Zeit so viele Menschen bitterer Armut entronnen wie in China. Nach Angaben der Weltbank betrug der Prozentsatz extrem armer Menschen in China 1981 noch 88,3 Prozent. 1990 war die Zahl bereits auf 66,2 Prozent gesunken, und 2015 waren nach den Daten der Weltbank nur noch 0,7 Prozent der Chinesen extrem arm. Die Zahl der Armen sank in China in diesem Zeitraum von 878 Millionen auf unter zehn Millionen.

Zittelmann ist ein großer Sozial- und Neidforscher und was dieser Mann schreibt ,hat sicher Hand und Fuß! Ein kleines Addendum eines Nicht-Wissenschaftlers sei heir jedoch angefübgt: denk' ich an den Sparer im letzten Jahrzehnt, denk' ich ans Tun der Zentralbanken und denk' ich an die Megagewinne der Großinvestoren ......! TB

03.10.2019

07:59 | nzz: Wer befiehlt, bezahlt nicht: Der Philosoph Peter Sloterdijk über die Demokratie heute und morgen

"... Der deutsche Gelehrte Adolf Wagner hatte diese Tendenz in seinem 1860 formulierten «Wagnerschen Gesetz» vorausgreifend auf den Begriff gebracht, als er die Unausweichlichkeit der progressiven «Ausdehnung der Staatstätigkeit» statuierte; diese werde folgerichtig begleitet von einer analogen Ausdehnung der fiskalischen Eingriffe in das Bevölkerungsvermögen.

Die Ironie des Wagnerschen Gesetzes zeigte sich darin, dass sein Urheber, den man später unter Linksradikalen als einen der Kathedersozialisten verspottete, die Heraufkunft des modernen Sozialstaats eher prophetisch antizipiert als empirisch wahrgenommen hatte. Zu Wagners Zeit war dieser, an den aktuellen Verhältnissen gemessen, noch so gut wie inexistent. Überdies hielten sich die beiden stärksten Schlachtrösser der modernen Fiskalität noch hinter dem Horizont verborgen: die progressive Einkommenssteuer zum einen, die universelle Konsumsteuer alias Mehrwertsteuer oder Umsatzsteuer zum anderen."

Und sie werden nie aufhören, die Klima-CO2-Vergangenheits-Solidaritäts-Verantwortungs-Gleichstellungs-Entwicklungs-Vorsorge-Abgabe wartet schon. Ayn Rand, Der Streik hat´s, auf sehr vielen Seiten,  wunderbar beschrieben. HP

01.10.2019

19:52 | RT:  "Wir leben im Geld-Sozialismus" – Autor Andreas Marquart im Gespräch

Geld regiert die Welt. Dieses Sprichwort ist uns allen bekannt, aber die meisten verstehen nicht, wie sehr die Geldpolitik unser Leben, die Wirtschaft und schlussendlich die Gesellschaft beeinflusst. Der Autor Andreas Marquart gibt einen kritischen Einblick.

28.09.2019

19:43 | ET:  Leiterin des Hayek-Instituts warnt vor Sozialismus: „Freiheit ist das höchste Gut, das es stets zu verteidigen gilt“

Die Leiterin des Hayek-Instituts in Österreich - ein Wirtschaftsforum für marktwirtschaftliche Angelegenheiten - spricht mit der Epoch Times über die Lösungsansätze der "Österreichischen Schule" in der Wirtschaft. Dr. Ursula Kolm ist Vizepräsidentin des Nationalrats der Österreichischen Nationalbank, Mitglied im Aufsichtsrat der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), im Universitätsrat der Wirtschaftsuniversität Wien und auch die Leiterin des Hayek-Instituts in Wien.

23.09.2019

12:40 | fazit - das wirtschaftsblog: Wie tief kann der Zins noch sinken?

Viele schimpfen auf Null- und Minuszins. Aber oft sind ihre Argumente falsch.

Der Artikel atmet von Anfang bis zum Ende den Geruch, politisch auf die Kritiker der Null- bzw. Negativpolitik einzuschlagen und diese lächerlich zu machen. Viel mehr als eine konzise Darlegung einer der Thesen zur Wirklichkeit von Negativzinsen bietet er nicht, leider. Denn die Debatte ist ebenso notwendig wie - im Detail - komplex. AÖ

 

10:31 | mises: Die meisten Regierungen und politischen Parteien wollen den Kapitalismus zerstören

Das charakteristische Merkmal des modernen Kapitalismus ist die Massenproduktion von Gütern, die für den Verbrauch durch die Massen bestimmt sind. Das Resultat ist eine Tendenz zu einer ständigen Verbesserung des durchschnittlichen Lebensstandards, das heißt eine fortschreitende Bereicherung der Vielen. Der Kapitalismus entproletarisiert den „gewöhnlichen Menschen“ und erhebt ihn zu dem Rang eines „Bürgerlichen“.

21.09.2019

09:48 | faz: Ernst Fehr ist der einflussreichste Ökonom

Ökonomischer Einfluss fällt nicht immer auf. So geht es auch dem Züricher Verhaltensforscher Ernst Fehr, der in diesem Jahr zum dritten Mal in der F.A.Z.-Rangliste an der Spitze der einflussreichsten Ökonomen Deutschlands steht – obwohl die Rangliste dieses Jahr nach einer neuen Methode berechnet worden ist. „Praktische Leute, die sich für intellektuell weitgehend unbeeinflusst halten, sind meistens die Sklaven irgendeines toten Ökonomen“, sagte John Maynard Keynes. Ernst Fehr aber hat sich diesen Einfluss noch zu Lebzeiten erworben, ja sogar noch während seiner aktiven beruflichen Zeit: Mit seiner Forschung zum ökonomischen Verhalten von Menschen hat er die Verhaltensökonomik im deutschsprachigen Raum so weit vorangebracht, dass ihre Erkenntnisse immer wieder in praktischer Politik münden.

20.09.2019

09:48 | mises: Dem Berliner Wohnungsmarkt droht der Sozialismus

Vor kurzem entschied das Bundesverfassungsgericht, dass die Mietpreisbremse verfassungskonform ist. Wenig später legte die Berliner Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) ein Konzept vor, das statt einer „Deckelung“ neuer Mieten eine Kappung aller Mieten auf ein politisch gewolltes (auffällig niedriges) Niveau vorsieht.

18.09.2019

19:45 | ET: Wie schuldig sind die Deutschen? Was braucht Afrika? – Serge Menga spricht mit Beatrix von Storch „Klartext“

Wir sprechen über Deutschland und seine Heimat Afrika. Wir sprechen über Rassismus in Deutschland und im Kongo und über den Berliner Senat," sagt Beatrix von Storch über ihr Interview mit Serge Menga.


12:40
 | derstandard: Starökonom Piketty fordert Vermögenssteuer von 90 Prozent

Nach seinem Weltbestseller über die Ungleichheit liefert der linke Ökonom Thomas Piketty nun Lösungen.

Warum Piketty ein Starökonom sein soll, weiß auch nur der Standard. In bekannt sozialistischer Manier entscheidet selbstverständlich er - oder ein Sowjet, ein Rat oder sonst ein selbst ernanntens Organ von Erleuchteten -, wie viel Vermögen jedem Bürger gut tut. Diesem Bericht nach glaubt Piketty auch ernsthaft, dass bei einer Grenzbesteuerung von Vermögen von 90 Prozent die Arbeitsneigung dieselbe bleibt. Und er scheint auch davon auszugehen, dass der einmal abgeschöpfte und umverteilte Rahm Jahr für Jahr zur Verfügung steht. AÖ

16.09.2019

12:40 | diepresse: Das vernachlässigte Massensparen

Jeden Montag präsentiert die „Nationalökonomische Gesellschaft“ in Kooperation mit der „Presse“ aktuelle Themen aus der Sicht von Ökonomen. Heute: Gunther Tichy über die wirtschaftspolitischen Folgen zunehmender Intermediation.

In einem Punkt hat Gunter Tichy Recht. Saldentechnisch bedingt höheres Sparen der privaten Haushalte höhere Investionen der Unternehmen oder des Staates (oder im Ausland). Fraglich ist, ob eine Ausweitung der staatlichen Investitionen aufgrund des allgemeinen Facharbeitermangels und der hohen Kapazitätsauslastung im Baugewerbe tatsächlich in produktive Projekte fließen kann. Viel eher ist davon auszugehen, dass verstärkte Investitionen im Inland nur die Preise ansteigen lassen, nicht aber das Produktivkapital mehren. Somit bleibt nur der Weg, den Unternehmen die Investitionstätigkeit zu erleichtern, am besten durch eine Mischung aus Steuersenkungen und einer Entbürokratisierungsoffensive. Während in Österreich die nach dem Ibizavideo zerbrochene Regierung Schritte in diese Richtung gesetzt hat und das Innovationsklima in Österreich allgemein im Alltag freundlicher sein dürfte - erst heute hat die Asfinag angekündigt, entlang sämtlicher Autobahnen ein WLAN-Netz zu errichten -, ist in Deutschland diesbezüglich wenig zu sehen. Das angekündigte Klimapaket dürfte eher die Deindustrialisierung Deutschlands weiter vorantreiben, als Deutschland zukunftsfit zu machen. AÖ

13.09.2019

09:09 | mises: Eigentum und Freiheit sind unzertrennlich

Der Urheber des Spruchs „Arbeit macht frei“, der Philosoph und Publizist Heinrich Beta, wollte damit im Jahr 1845 der Emanzipation vom religiösen Glauben und von der Hörigkeit gegenüber fürstlichen Herrschern das Wort reden. Der Pfarrer und deutschnationale Autor, Lorenz Diefenbach, benutzte dieselben Worte im Jahr 1873 als Titel einer Erzählung. Schließlich schmückten die Nationalsozialisten die Portale ihrer Konzentrationslager mit diesen drei Worten. Besonders als Motto am Eingang von Konzentrationslagern offenbart sich – neben dem beispiellosen Zynismus der nationalen Sozialisten – zugleich die Fragwürdigkeit der Aussage selbst: Arbeit macht eben nicht frei – jedenfalls nicht unter Fuchtel eines totalitären Regimes!

12.09.2019

12:35 | fazit - das wirtschaftsblog: Hohe Steuern lohnen sich nicht immer

Steuererhöhungen sind wieder in Mode. Doch der Staat hat gar nicht so viel davon.

Dass Bürger einer hohen Steuerbelastung ausweichen - im Extremfall mit der Auswanderung -, ist für die Steuererhöhungsparteien ein allzu komplexer Gedanke. Im Zweifelsfall können ja auch die Auswanderer mit einer Staatsfluchtsteuer belegt werden - oder man baut Mauern, also "gute" Mauern, die die Flucht verhindern, nicht "böse" Mauern, die die Bevölkerung schützen. AÖ

11.09.2019

09:33 | mises.de: EZB-GELDPOLITIK: WIE DIW-PRÄSIDENT MARCEL FRATZSCHER DIE TATSACHEN VERDREHT

Vor wenigen Tagen veröffentlichte Focus Online einen Artikel von Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Die Überschrift lautete: „Top-Ökonom widerspricht EZB-Kritikern: Der deutsche Sparer gehört zu den Gewinnern“.

11:16 | Leser Kommentar:
und genau deshalb ist diese Niete in Nadelstreifen Merkel´s Funktionär geworden, um mit offiziellem Anstrich das gemeine Volk zu belügen. Solche Menschen sind überflüssig und ohne gesellschaftlichen Nutzen.

09.09.2019

17:32 | welt: Wer wirklich schuld an den Minuszinsen ist

Europa steht am Rande der Rezession, doch die EZB hat ihr wichtigstes Instrument, den Zins, selbst entwertet. Aber ist die Notenbank wirklich schuld an den Minuszinsen? Oder sind es ganz andere Kräfte? Die Antwort darauf ist für jeden Sparer wichtig.

Guter und leicht gehaltener Überblick über die Debatte über die Ursachen der Negativzinsen. Die beliebte These, wonach das niedrige Zinsniveau vor allem auf die der Überalterung geschuldeten niedrigeren Zeitpräferenzrate zurückzuführen ist, übersieht, dass die Zentralbanken seit Jahren massiv am Anleihenmarkt intervenieren. AÖ

09:21 | mises: Die Unmöglichkeit der Gleichheit

Die wohl häufigste ethische Kritik an der Marktwirtschaft ist, dass sie das Ziel der Gleichheit nicht erreicht. Gleichheit wird in verschiedenen „wirtschaftlichen“ Bereichen befürwortet, wie z.B. bei der sozialen Sicherung oder dem abnehmenden Grenznutzen von Geld (siehe das vorherige Kapitel über Steuern). Aber in den letzten Jahren haben Ökonomen erkannt, dass sie Gleichmacherei (Egalitarismus) auf wirtschaftswissenschaftlicher Basis nicht begründen können und dass sie letztlich eine ethische Begründung für Gleichheit benötigen.

In der lesart der größten Gleichmacher-Partei Österreichs, SPÖ und Ihrer Chefin Pam-Joy würde das heissen: jeder muss sich ein Schnitzerl in Wien und ein paar Drinks im teuersten Strandclub St. Tropez' leisten können. Wird schon irgendjemand bezahlen! TB

10:33 | Nukleus
Im Artikel wird nur einseitig auf die sogenannte Gleichheit eingegangen. Die Marktwirtschaft ist aber ein Garant gerade für die Gleichheit und zwar für die Aufrechterhaltung der Chancengleichheit. Sowas muss gerade auch in der Bildung vermittelt werden und kein Gemeckere über den sogenannten Kapitalismus und auch über den sogenannten Kommunismus. Auch den Unterschied zwischen Eigentum und Besitz ist vielen Ökonomen nicht geläufig und ein Ökonom ohne Kenntnis der Psychologie ist quasi „wertlos“.
Wenn es um den Willen oder um das Wollen geht, da geht es aber sehr weit auseinander und auch wenn es um Beharrlichkeit geht. Aus der Praxis kann ich auch berichten, viele beabsichtigen dumm zu sein, da Dummheit vor Arbeit schützt. Ganz kurios, diese Mitarbeiter sind bei vielen Führungskräften gut angesehen und die Mitarbeiter, welche wissen und etwas können wollen, sind sehr oft die Benachteiligten.
Generell bin ich bestrebt ein gutes Verhältnis von Chancengleichheit zu ermöglichen. Wert seine Chancen nutzt und wer ehrlich ist und nicht weiter kommen will, da er auf seiner Position auskommt, sie ausfüllt und glücklich ist, der hat meinen Respekt. Der Rest bekommt die Behandlung, die sie sich aufgrund ihres Verhaltens verdient haben, da sie unwirtschaftlich und hemmend sind. Solche erwarten auch Belohnungen ohne etwas dafür zu tun…was soll das?

07.09.2019

13:34 | b.com/Tögel "Eigentum macht frei"

Der Urheber des Spruchs „Arbeit macht frei“, der Philosoph und Publizist Heinrich Beta, wollte damit im Jahr 1845 der Emanzipation vom religiösen Glauben und von der Hörigkeit gegenüber fürstlichen Herrschern das Wort reden. Der Pfarrer und deutschnationale Autor, Lorenz Diefenbach, benutzte dieselben Worte im Jahr 1873 als Titel einer Erzählung. Schließlich schmückten die Nationalsozialisten die Portale ihrer Konzentrationslager mit diesen drei Worten. Besonders als Motto am Eingang von KZ´s offenbart sich – neben dem beispiellosen Zynismus der nationalen Sozialisten - zugleich die Fragwürdigkeit der Aussage selbst: Arbeit macht eben nicht frei – jedenfalls nicht unter Fuchtel eines totalitären Regimes!

Den gesamten Beitrag finden Sie hier! TB

06.09.2019

12:20 | Deutsche Bundesbank: Vertrauen und Geld - Rede von Burkhard Balz, Vorstandsmitglied

[S]elten habe ich einen so vollmundigen Einladungstext gelesen wie zu diesem Zukunftsdiskurs. Schreibt Professor Loerwald doch zum Einstieg: „Vertrauen Sie uns: ein Besuch dieser Veranstaltung wird sich bestimmt lohnen.“ Sie können sich sicher vorstellen, unter welchem Erfolgsdruck ich nun hier vor Ihnen stehe, um zu einer gelungenen Veranstaltung beizutragen. Aber kann das mit dem Thema „Vertrauen und Geld“ überhaupt gelingen? Schließlich ist der Umgang mit Geld für uns alle täglich selbstverständlich. Vertrauensfragen stellen sich allenfalls bei einem unbekannten Verkäufer im Internet oder einem dubiosen Gewinnversprechen am Telefon, aber doch nicht beim Geld selbst. Gleichwohl behauptet Georg Simmel in seiner Philosophie des Geldes: „Geld ist die vielleicht konzentrierteste und zugespitzteste Form und Äußerung des Vertrauens in die gesellschaftliche Ordnung.“ Lassen Sie uns prüfen, was an dieser Aussage dran ist. Dafür ist es zunächst einmal erforderlich, ein gemeinsames Verständnis von Geld zu haben.

Diese Rede enthält einige bedenkenswerte Gedanken. Nur ob der EZB-Rat mit seinen kein Ende findenden geldpolitischen Experimenten dem Vertrauen des Euro schadet, darauf ist Burkhard Balz nicht eingegangen. Wichtig wäre diese Debatte aber auf jeden Fall. AÖ

05.09.2019

12:06 | faz: fazit - das Wirtschaftsblog: Gewinne sind gut

Amerikas Unternehmen entdecken ihre soziale Verantwortung. Damit schaden sie der Gesellschaft.

Auch die Medien begehen im Regelfall den Fehler, (Spitzen-)Manager als Unternehmer vorzustellen. Dabei ist jeder Manager nur ein Angestellter des Unternehmens, der deswegen wie jeder andere Angestellter einen Lohn erhält, während das Einkommen eines Unternehmers der Gewinn (oder auch Verlust) ist. Ein Unternehmer sieht sich also fortwährend mit einem absoluten Verlustrisiko konfrontiert, das ist sein Alleinstellungsmerkmal. Überspitzt formuliert agiert ein Manager wie ein Politiker: er tut Gutes mit fremder Leute Geld. AÖ

02.09.2019

08:32 | mises: Wie Eugen von Böhm-Bawerk die marxistische Ausbeutungstheorie entzauberte

Karl Marx starb bevor sein Hauptwerk Das Kapital in Gänze der Öffentlichkeit zugänglich wurde. Der zweite und dritte Band wurden erst 1883 bzw. 1894 postum unter der Leitung seines Kompagnons Friedrich Engels veröffentlicht. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass die Grundlage der marxistischen Wirtschaftstheorie, nämlich die objektive Arbeitswertlehre, wie sie im ersten Band von 1867 vorgestellt wurde, bis dahin schon völlig überholt war. Der Ausgangspunkt der marxistischen Lehre war obsolet, noch bevor sie zu ihrem Abschluss kam.