10.09.2026

12:09 | slaynews:  Der Gouverneur der Bank von England warnt: Platzen der KI-Blase wird eine globale Wirtschaftskrise auslösen

Der Gouverneur der Bank von England hat eindringlich davor gewarnt, dass der explosionsartige Boom der künstlichen Intelligenz in einer brutalen globalen Marktkorrektur enden könnte. Andrew Bailey warnte die einflussreichen Finanzminister der G20 davor, dass die rasant steigenden Bewertungen von KI-Unternehmen, die massive Kreditaufnahme und die zunehmend konzentrierten Investitionen in der gesamten Technologiebranche Bedingungen schaffen, die einen zukünftigen Finanzschock verstärken könnten.

Bailey warnte davor , dass die Märkte weiterhin anfällig für eine „möglicherweise ungeordnete Korrektur“ seien, die sich rasch über die Grenzen hinweg ausbreiten könnte.

bankofengland: Finanzstabilitätsbericht – Juli 2026

Der Finanzstabilitätsbericht legt die Ansicht unseres Finanzpolitischen Ausschusses zur Stabilität des britischen Finanzsystems dar und erläutert, welche Maßnahmen er ergreift, um etwaige Risiken für dieses System zu beseitigen oder zu verringern.

Investor: „Wo kommt das Wachstum her?“
KI-Branche: „Aus Investitionen.“
Investor: „Und die Investitionen?“
KI-Branche: „Aus dem erwarteten Wachstum.“ JE

09.09.2026

13:45 | BN: Schwarz-Gruppe plant Rechenzentrum bei Rostock für 5,6 Milliarden Euro

In Dummerstorf bei Rostock plant die Schwarz-Gruppe ein neues Rechenzentrum für Cloud- und KI-Dienste. Das Unternehmen stellte das Vorhaben am 27. August 2026 in Schwerin vor. Bis 2033 sollen zunächst bis zu 5,6 Milliarden Euro fließen. Die erste Ausbaustufe soll 240 Megawatt erreichen. Ein späterer Ausbau auf bis zu ein Gigawatt ist bis 2045 möglich. Ausschlaggebend waren deshalb Windstrom und die Nähe zum 380-Kilovolt-Höchstspannungsnetz. Mecklenburg-Vorpommern stellt außerdem bis zu 120 Millionen Euro Förderung in Aussicht. Im Betrieb sollen rund 120 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Allerdings benötigt der Standort dauerhaft sehr große Strommengen. Die Bekanntgabe erfolgte zudem knapp drei Wochen vor der Landtagswahl am 20. September.

tagesschau: Rechenzentrum für Milliarden: Deshalb kommt das XXL-Projekt nicht nach BW

Die Neckarsulmer Schwarz Gruppe will bei Rostock für rund 5,6 Milliarden eines der größten Rechenzentren in Deutschland bauen. Der Standort wurde bewusst gewählt. Die Schwarz Gruppe aus Neckarsulm (Kreis Heilbronn) mit Lidl und Kaufland will bei Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) eines der größten Rechenzentren in Deutschland errichten. Allein die Baukosten beziffert sie auf rund 5,6 Milliarden Euro, die Kapazität auf zunächst 240 Megawatt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. 120 Arbeitsplätze sollen entstehen. "Wir wollen, dass digitale Souveränität, digitale Wertschöpfung wieder in Deutschland und Europa stattfindet", sagte der Chef der Schwarz-Gruppe, Gerd Chrzanowski.

Man möchte weniger abhängig von amerikanischen Cloud-Konzernen sein. Also braucht man eigene Server, eigene Netze und eigenen Strom. Souveränität ist eben teuer, besonders wenn sie 240 Megawatt zieht. JE

07.09.2026

15:39 | BZ: Rekord bei Großpleiten trotz positiver Konjunkturprognose: Wie passt das zusammen?

In Deutschland haben im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 33 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro Insolvenz angemeldet. Das geht aus Zahlen des Kreditversicherers Allianz Trade hervor. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet das ein Plus von zehn Prozent. Die Entwicklung knüpft an ein bereits negatives Vorjahr an. Für 2025 hatte Allianz Trade 94 Großinsolvenzen registriert, acht Prozent mehr als 2024 und der höchste Wert seit Beginn dieser Auswertung im Jahr 2015.

Auffällig ist die Verteilung auf einzelne Wirtschaftszweige. Sieben der Fälle im ersten Halbjahr entfielen auf die Automobilwirtschaft, fünf auf den Einzelhandel, jeweils vier auf Maschinenbau und Dienstleistungen. Betroffen sind damit vor allem Branchen, die entweder kapitalintensiv arbeiten oder sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel befinden.

Kommentar des Einsenders
...vielleicht hat es etwas mit den "Prognostikern" zu tun, die in ihren Elfenbeintürmen sitzen und im Regierungsauftrag Zahlen-Wichserei betreiben, die von der Realität so weit entfernt ist, wie dreibeinige Papageien von einem Abfahrtslauf...!? Bullshit-Bingo in Höchstform, wo das Ich-wünsch-mir-was-Phantasialand und die Realität immer weiter auseinander triften.

33 Großpleiten in einem halben Jahr und 94 im Vorjahr. Wenn das der Aufschwung ist, möchte man den Abschwung lieber gar nicht kennenlernen. JE

06.09.2026

16:01 | expose: Von der Leyen räumt ein, dass das Wirtschaftsmodell der EU gescheitert ist

Im vergangenen Monat hielt die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, in Paris eine etwas überraschende Rede. Überraschend war die Offenheit, mit der sie die Probleme ansprach, die zum Scheitern der EU-Wirtschaft führten, darunter die Mängel des Binnenmarktes und die Bedrohung durch China.

Kommentar des Einsenders
...und dazu braucht es alternative britische Kanäle, um als Steuertrottel eines EU-Landes eine Rede von EUschi zu "empfangen"... Brüssel sitzt selbstverschuldet in der Falle, die Zielsetzungen klar an der Realität gescheitert und der ganze Zirkus keinen müden Taler mehr wert...! Schließen, Gelder rücküberweisen (an die Nettozahler), Verträge canceln, Zukunft Neu-Denken.

Erst macht man Energie teuer, Regeln kompliziert und Produktion unattraktiv. Danach stellt man fest, dass Unternehmen abwandern und die Konkurrenz gewinnt. Und die Lösung? Richtig... Natürlich ein neuer Fonds, damit dieselben Leute noch einmal an die Kasse dürfen. JE

01.09.2026

15:38 | krone: 74 Millionen Euro Schulden: Pollmann ist pleite

Gerüchte gab es schon seit zwei Wochen, jetzt ist es traurige Gewissheit. Der große Familienkonzern Pollmann mit Hauptsitz in Karlstein an der Thaya (NÖ) ist zahlungsunfähig. Drei Gesellschaften – darunter auch die Dachmarke Pollmann International beantragten ein Sanierungsverfahren. Jetzt entscheidet das Gericht.

1200 Mitarbeiter auf fünf Standorten und drei Kontinenten vereinigt das traditionelle Familienunternehmen aus dem Waldviertel, bei dem es noch in den 1990er-Jahren hieß, dass jedes dritte Schiebedach eines Pkw in Europa von Pollmann stammt. Und auf der Homepage wirbt das Unternehmen noch immer damit, dass 93 Prozent aller namhaften Automarken Teile von Pollmann eingebaut haben.

Die Transformation ist voll auf Kurs. Man erkennt sie  zuverlässig an den Insolvenzanträgen. JE