22.06.2026
12:35 | NeoP: Umrüstung zur Rüstungswirtschaft in Deutschland?
Deutschland auf dem Weg in eine Kriegswirtschaft?
Die Debatte über Verteidigungsausgaben wird in Deutschland meist als finanzielle Frage geführt. Es geht um Milliardenbeträge, Sondervermögen, neue Schulden und Aufträge für die Industrie. Doch diese Sichtweise greift zu kurz. Hinter den Zahlen steht eine weit grundlegendere Entwicklung: die schrittweise Umorientierung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft auf ein Szenario dauerhafter militärischer Spannungen.
Wo ist das ganze Geld ... hingekommen, das für die Verteidigung in den letzten Jahren aufgewendet wurde. TS
14:01 | Leser Kommentar
zu 12:35 ... Rüstungswirtschaft ist der sicherste Weg in den Kollaps einer ganzen Gesellschaft. Ein Unternehmen muss Prudokte herstellen, welche anschließend einen Mehrwert für die Gesellschaft haben. Es genügt nicht, dass die Arbeitnehmenr Einkommen und Steuer zahlen solange sie dort beschäftigt sind, wenn der Mehrwert fehlt. Z.B. ein Unternehmer stellt Werkzeuge, oder Software her, damit kann der Käufer ein Leistung erbringen, welche wieder einen höheren Wert ermöglicht.
Rüstungswirtschaft hat nur dann einen "Sinn"(?) wenn das Land dadurch "Beute" macht; so wie die usa immer praktiziert haben, mit der anschließenden Ausbeutung.
Aber, BITTE nicht Europa, oder Deutschland damit gleichstellen! Es wäre für uns in kürzester Zeit ein Totalschaden!
10:05 | ET: USA lockern Iran-Blockade: Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zieht deutlich an
Nach monatelangen Spannungen im Persischen Golf zeichnet sich erstmals eine Entspannung ab: Die USA haben laut Vizepräsident JD Vance damit begonnen, ihre Seeblockade gegen den Iran schrittweise aufzuheben. Im Rahmen eines zwischen Washington und Teheran geschlossenen Abkommens zur Beendigung des Krieges konnten bereits mehr als ein Dutzend Schiffe iranische Häfen erreichen. Während eines Briefings im Weißen Haus erklärte Vance am Donnerstag, 18. Juni, das US-Zentralkommando habe „mehr als ein Dutzend Schiffe“ passieren lassen und über Nacht seien mehr als 12,5 Millionen Barrel Öl durch die Straße von Hormus transportiert worden. Er wertete dies als erstes Anzeichen dafür, dass beide Seiten das Abkommen bereits umsetzen. „Wir erfüllen damit ebenfalls unseren Teil der frühen Phase des Abkommens auf militärischer Ebene“, sagte Vance.
Hormus geht wieder auf, und schon wirkt der Weltmarkt, als hätte ihm jemand den Sauerstoffschlauch wieder angeschlossen. Ein paar Tanker fahren, Vance erklärt Entspannung, Reuters zählt die Barrel, und die Reeder testen vorsichtig, ob die Meerenge wieder Handelsroute oder doch noch ein Nervenzusammenbruch mit Wasseranschluss ist. JE
07:08 | xinhua: Östlicher Korridor des China-Europa-Güterzugnetzes verzeichnet mehr als 40.000 Zugfahrten must read!!!
Die Luftaufnahme einer Drohne vom 16. Juni 2026 zeigt China-Europa-Güterzüge, die sich am Bahnhof Manzhouli in der Autonomen Region Innere Mongolei im Norden Chinas zur Abfahrt bereitmachen. Auf dem östlichen Korridor des China-Europa-Güterzugnetzes wurden bis Juni 2026 bereits mehr als 40.000 Zugfahrten verzeichnet, wobei mehr als 3,9 Millionen Zwanzig-Fuß-Standardcontainer (TEU) an Gütern befördert wurden.
Der östliche Korridor des China-Europa-Güterzugnetzes verbindet mehr als 60 chinesische Städte mit 14 europäischen Ländern und befördert Güter wie Maschinen und Elektrogeräte, Lebensmittel sowie landwirtschaftliche Erzeugnisse.
BRICS @work! TB
18.06.2026
18:18 | heute: Billa führt in ganz Österreich neue Shopping-Regeln ein
Zum Autistic Pride Day am 18. Juni weitet Billa seine Initiative "Stille Stunde" deutlich aus. Ab 24. Juni soll es in jedem Bezirk Österreichs zumindest einen Billa oder Billa Plus Markt geben, in dem Kunden einmal pro Woche reizreduziert einkaufen können. Konkret findet die "Stille Stunde" künftig jeden Mittwoch von 14 bis 15 Uhr statt. Insgesamt kommen 73 neue Standorte dazu. Bereits jetzt nehmen 50 Billa und Billa PLUS Märkte an der Initiative teil. Dort wird die "Stille Stunde" laut Unternehmen schon täglich umgesetzt.
Hintergrund: Für Menschen mit Autismus oder anderen Neurodivergenzen (das Gehirn verarbeitet hier Reize und Informationen anders) kann der normale Einkauf schnell zur Belastung werden. Geräusche, grelles Licht, viele Menschen und hektische Abläufe können Stress auslösen. Billa will mit der Ausweitung ein Zeichen für mehr Barrierefreiheit setzen.
Der Spaziergänger:
Der nächste Humbug aus dem Rewe-Konzern. Was will man damit bezwecken? Gratiswerbung in diversen (fragwürdigen) Medien? Tatsache ist leider, dass es aktuell in Wirtschaft u. Politik keinen unbekannten Trend darstellt, sich mittels Hervorhebung von Randgruppen u. unwichtigen, kaum existierenden Themen/Problemen oder politisch gepushten Zwängen in Szene zu setzen…. Das Rewe-Management macht bei jedem vorgegebenen Thema mit. Mit Schrecken darf man sich bei der Gelegenheit auch daran erinnern, wie Rewe seinerzeit beim C-Spritzen-Aufdrängen eifrigst mitgemacht hat. Zur langfristigen Verinnerlichung, bitte:
https://www.meinbezirk.at/wien/c-lokales/wo-in-wien-jetzt-an-der-supermarkt-kassa-geimpft-wird_a4840561
Eine Stunde Ruhe im Supermarkt gilt heute schon als Inklusionsprojekt... Das sagt weniger über Autismus aus als über den normalen Wahnsinn beim Einkauf, der längst klingt wie ein Casino mit Wursttheke. JE
08:20 | transition: Deutschland: Firmenpleiten auf dem höchsten Stand seit 2018
Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen bestätigt einen längeren Trend und stieg im März 2026 auf eine achtjährige Höchstmarke. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Im März 2026 haben die deutschen Amtsgerichte 2.308 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 15,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Außerdem wurden in diesem Monat 7.462 Insolvenzen von Privatpersonen gemeldet, was einem Anstieg von 18,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.
Bezogen auf das 1. Quartal betrug der Anstieg der Unternehmensinsolvenzen 6,5 Prozent und derjenige der Verbraucherinsolvenzen 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Forderungen der Gläubiger aus den Unternehmensinsolvenzen im 1. Quartal 2026 hätten die Amtsgerichte auf rund 9,3 Milliarden Euro beziffert, so Destatis. Die Häufigkeit der Insolvenzen bezogen auf die Anzahl der Unternehmen war laut dem Statistikinstitut im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei am höchsten. Hier war eine von 312 Firmen betroffen. Danach folgten das Gastgewerbe und das Baugewerbe.
Kommentar des Einsenders
Es braucht eindeutig mehr Fachkräfte...! Ps: Speziell in der Wirtschafts- und Energiepolitik; die scheint bereits längst auf das Niveau ihrer importierten Goldstücke zurück gefallen zu sein...! "Vorwärts immer, rückwärts nimmer" - Hopphopp, Fritz, ihr schafft das...!
Früher gründete man Unternehmen. Heute gründet man Gläubigerausschüsse. JE
17.06.2026
10:56 | wiwo: BayWa- und Hellweg-Baumärkte melden Insolvenz an
SSchonSchon seit geraumer Zeit steckt die Dortmunder Baumarktkette Hellweg in der Krise – nun hat die Geschäftsführung die Reißleine gezogen und Insolvenz angemeldet. Neben der Kernmarke Hellweg sollen auch die BayWa Bau- und Gartenmärkte ein Insolvenzverfahren durchlaufen. Betroffen sind insgesamt mehr als 4000 Mitarbeiter. Beide Unternehmen kämpften zuletzt mit einem herausfordernden Markt. Das ohnehin schwierige Umfeld habe sich zusätzlich durch Einkaufspreiserhöhungen, Konsumzurückhaltung, steigende Mieten sowie weitere inflationsbedingte Kostensteigerungen verschärft, teilten die Baumarktketten mit.
Hellweg geht in Insolvenz, BayWa gleich hinterher. Immerhin bleiben die Märkte offen. Falls jemand noch schnell Material braucht, um den Wirtschaftsstandort eigenhändig zu vernageln. JE
08:17 | eXX: Gerade mal 45 Euro Ersparnis: Der große Supermarkt-Check zur MwSt.-Senkung
Ab 1. Juli 2026 wird die Umsatzsteuer auf ausgewählte Lebensmittel von derzeit zehn auf 4,9 Prozent gesenkt. Betroffen sind unter anderem Milch, Joghurt, Butter, Eier, Brot und Gebäck, Reis, Mehl, Teigwaren, frisches Gemüse sowie zahlreiche Obstsorten wie Äpfel, Birnen oder Marillen. Restaurantbesuche und Produkte wie Wurstsemmeln bleiben hingegen von der Maßnahme ausgenommen.
Die Regierung stellt eine spürbare Entlastung für die Haushalte in Aussicht. Bei vollständiger Weitergabe der Steuersenkung würden die Preise der betroffenen Produkte um rund 4,6 Prozent sinken. Allerdings machen diese Lebensmittel nur etwa drei Prozent des Warenkorbs im Verbraucherpreisindex aus.
Kommentar des Einsenders
"...Laut Berechnungen des Budgetdienstes sparen Einpersonenhaushalte durch die Steuersenkung im Durchschnitt lediglich rund 45 Euro pro Jahr. Selbst in Haushalten mit fünf oder mehr Personen beträgt die jährliche Ersparnis durchschnittlich nur etwa 119 Euro. Über alle Haushalte hinweg ergibt sich eine Entlastung von rund 73 Euro pro Jahr – also etwas mehr als sechs Euro pro Monat. ..."
Realsozialismus - AUT2026! Nächster Schritt, Lebensmittelmarken. ...die Politik verkauft die steuerzahlenden Bürger für Volltrotteln! Ihre Schulden-/Ausgabenpolitik - Ausdehnung der GeldmengeM3 - Inflationierungsversuch zum Schuldenabbau (höchste Inflation in ganz Europa) - der verlogene "Warenkorb", eine kumulierte Inflation im hohen zweistelligen Bereich, Steuer- und Abgabenerhöhung im gefühlten Tagestakt, ein kaputter Euro, und ein politischer linker Popanz zur Einsparung "von 45 euronen/p.p/a"... Es darf gelacht werden! Dafür brauchts 14 Ministerien, 21 RegMitglieder, ein paar hundert Mitarbeiter, ein Deregulierungsstaatssekretariat (inkl 2 A8) und einen Beamtenstadl für 56,1% BIP...!?
Die große Entlastung ist da: ein paar Cent weniger auf Milch, Brot und Eier, sofern der Handel überhaupt mitmacht... Im Schnitt bleiben rund sechs Euro im Monat übrig. Also ungefähr genug, um sich einmal kurz an der Kassa nicht ganz so gedemütigt zu fühlen. JE
16.06.2026
08:55 | fmw: Drohender Handelskrieg: China sagt EU-Treffen ab
Die Stimmung im Handel mit China trübt sich zusehends ein, nachdem Peking zwei hochrangige Treffen mit der EU kurzfristig und ohne jede Begründung platzen ließ. Von den Absagen war zuerst das ministerielle Digital-Dialog-Treffen betroffen, bevor kurz darauf auch die Gespräche mit Olof Skoog, dem stellvertretenden Generalsekretär des Europäischen Auswärtigen Dienstes, gestrichen wurden. Das chinesische Außenministerium reagierte auf diplomatische Nachfragen aus Brüssel lediglich mit dem Hinweis auf eine ohnehin laufende Kommunikation. Durch diese ausweichende Haltung wurden die geplatzten Termine von der Führung in Peking weder offiziell bestätigt noch dementiert, was die Ungewissheit über die eigentlichen Hintergründe weiter verschärft.
Iss ja selten dass die Verkäufer Termine absagen - wird aber seine Gründe haben. Ich kenn 100.000.
Händwaschen, Uschi, Händewaschen. Dann wird alles wieder gut. TB
15.06.2026
17:08 | euractiv: Deutscher Rüstungsriese warnt vor der Zukunft des europäischen Panzers
Der Chef des deutschen Rüstungsriesen Rheinmetall befürchtet, dass Frankreich sich aus einem deutsch-französischen Panzerprogramm zurückziehen könnte, nachdem das gemeinsame Kampfflugzeugprojekt gescheitert ist, wie am Samstag berichtet wurde. Die deutsch-französische FCAS-Initiative zum Bau eines Kampfflugzeugs der nächsten Generation wurde diese Woche aufgrund von Spannungen zwischen den beteiligten Unternehmen aufgegeben, was den Bemühungen um eine europäische Verteidigungszusammenarbeit einen Schlag versetzt.
Nun wachsen die Befürchtungen um ein weiteres gemeinsames Projekt, das Main Ground Combat System (MGCS), das die derzeit von Frankreich und Deutschland eingesetzten Kampfpanzer ersetzen soll. In diesem Zusammenhang sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger gegenüber der Zeitung Welt am Sonntag: „Es besteht immer ein Risiko, aber es ist noch nichts entschieden“. Rheinmetall ist neben dem deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS und dem französischen Unternehmen Thales eines der beteiligten Unternehmen.
Kommentar des Einsenders
Gute Nachrichten. Zuerst die Flieger, jetzt die Panzer... - während sich militärische Auseinandersetzungen Richtung Drohnen u.a. entwickelten, setzen die Knallköpfe noch immer auf Panzer...!? ..und obwohl GER/FRA/EU gänzlich substantiellere Probleme politischer Natur zu bestreiten hätten, als Rüstungskooperationen...!? Alles verfällt, die Wirtschaft wandert ob der katastrophalen Standortbedingungen ab, kein Brot mehr für Bürger, aber die Rohre für Panzer sollen glühen...!? Btw. Schaut nicht gut aus, wenn "2031 Moskau vor Berlin stehen wird" ....
Europa plant den Panzer der Zukunft und schafft nicht einmal den Sitzkreis der Gegenwart. Frankreich kürzt, Deutschland jammert, Rheinmetall rechnet, Dassault will Geld, Airbus steht daneben, und Brüssel malt wahrscheinlich schon eine Hochglanzbroschüre über „gemeinsame Verteidigungsfähigkeit“. JE
10.06.2026
14:32 | HB+: Verfassungsschutz warnt Wirtschaft vor Spionage-Drohnen
Berlin. Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt die deutsche Wirtschaft vor einer wachsenden Gefahr durch Drohnen. Die unbemannten Fluggeräte könnten zunehmend für gezielte Spionage- und Sabotageversuche eingesetzt werden, heißt es in einer aktuellen Analyse der Behörde. Unternehmen sollten ihre Sicherheitskonzepte deshalb überprüfen und Beschäftigte auf mögliche Drohnensichtungen vorbereiten, schreibt der Inlandsgeheimdienst in dem Dokument mit dem Titel „Schutz vor Ausspähung durch Drohnen“.
Die Behörde verweist auf eine technische Dynamik, die die Abwehr erschwert: „Die Drohnentechnologie entwickelt sich mit enormem Tempo weiter.“ Kameras verfügten über eine immer höhere Auflösung, zugleich gehe der „Trend zur Miniaturisierung, weil immer bessere Technik auf immer weniger Raum verbaut werden kann“. Dadurch würden die Geräte schwerer zu erkennen, präziser zu steuern sein und für verdeckte Aufklärung attraktiver.
Das Praktische an den Drohnen ist: Sie können künftig nicht nur die Fabriken überwachen, sondern auch deren Abreise. Man will ja wissen, in welches Land all die Arbeitsplätze ausgewandert sind. JE
09.06.2026
12:57 | Focus: „Bosch, Siemens, Miele: Zieht Euch warm an“
Die Daten der Verkaufsplattform mydealz zeigen: Die Dominanz deutscher Marken bei Küchengeräten ist vorbei. Chinesische Konkurrenten erobern Marktanteile im Flug.
Als die chinesischen Autohersteller begannen, Europa aufzurollen, klang das für viele deutsche Manager zunächst wie die Geschichte einer einzelnen Branche. Heute kämpft Volkswagen gegen BYD, Mercedes gegen Nio und BMW gegen XPeng. Die Schlacht tobt. Doch wer glaubt, dass der Wettbewerb deutsche Ingenieurskunst gegen chinesische auf der Straße begonnen hat und auch dort endet, sollte seinen Blick in seine Küche werfen.
Natürlich ist eine Miele eine Miele und wird immer eine Miele bleiben .. natürlich ist die Miele ein hervorragende Stück deutscher Wertarbeit .. würde man die Miele zu den Lohnnebenkosten .. so wie in China .. herstellen, dann hätte Miele kein Problem, dafür aber China.
Würde man Steuern auf Arbeit senken oder ganz abschaffen (übrigens was wurde aus der Einkommenssteuer-Streichung von Trump) .. dann hätte Deutschland überhaupt kein Problem, nur die Politik. TS
07:24 | ET: Jede sechste Firma meldet Probleme: Es fehlt an Vorprodukten und Material
Industrieunternehmen in Deutschland haben immer mehr Probleme, sich mit Vorprodukten zu versorgen. Im Mai meldeten 15,9 Prozent der Industrieunternehmen Engpässe, wie eine Erhebung des ifo Instituts ergab. Im April lag der Anteil noch bei 13,8 Prozent. „Die Lieferketten bleiben angespannt“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. „Vor allem Branchen mit hohem Bedarf an öl- und energieintensiven Vorprodukten spüren die Folgen der geopolitischen Spannungen.“
Stark betroffen ist die chemische Industrie. Dort meldeten 31,2 Prozent der Unternehmen Materialmangel. Auch bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren bleibt die Lage schwierig: Der Anteil stieg auf 23,7 Prozent. In der Elektroindustrie meldet rund jedes vierte Unternehmen Probleme bei der Materialversorgung. In der Automobilindustrie liegt der Anteil mit 10,0 Prozent vergleichsweise niedrig.
Vielleicht kommen ja die Vorprodukte mit dem nächsten Sonderzug der Energiewende. JE
08.06.2026
14:17 | UM: Nun auch Batteriehersteller Varta – Betriebsabwanderung ins Ausland
Der Arbeitsplatzabbau in der deutschen Industrie dauert unvermindert an. Der führende Batteriehersteller Varta schließt mit Herbst seine Fabrik im bayrischen Nördlingen, wie auch t-online zu berichten wusste. Ein Großkunde, der für fast 100-prozentige Auslastung des Standorts gesorgt hatte, kaufe künftig keine Knopfbatterien von Varta mehr, teilte das Unternehmen dazu mit. Damit sei dem Werk jegliche Existenzgrundlage entzogen. Rund 350 Menschen verlieren damit ihren Job. Bei dem Kunden soll es sich laut Medienberichten angeblich um Apple handeln. Seitens Varta wollte man dies jedoch nicht bestätigen. Varta fertigt in dem Werk allerdings fast ausschließlich Knopfzellen für Airpods von Apple.
Einem Bericht der Augsburger Allgemeinen zu Folge, wurde die Belegschaft über die Schließung informiert. Demnach ist auch ein Werksneubau von Varta in Löpsingen nunmehr fraglich. „Die Nachrichten über mögliche Einschnitte und Veränderungen am Standort erfüllen uns mit großer Sorge“, teilte dazu die Stadt mit.
Kommentar des Einsenders
Bitter - und von der Politik erneut kein Signal, kein Pieps, keine Reaktion aus dem Wirtschaftsministerium, dem Kanzleramt o.a. zur vernichtenden Situation der Industrie...!?
Noch bitterer ob der jüngsten Vergangenheit Vartas, die sich über die hiesige Gesetzeslage restrukturieren, die Insolvenz abwenden konnte, den Aktionären einen Tritt in den Arsch versetzte, Porsche und Tojner mit fresh capital ins Boot ließ, und nun dem Standort die lange Nase zeigt...!? Unehrenhaft, unsauber!
"Das vorläufige Ende der Geschichte bei Varta: Eine Restrukturierung nach dem Unternehmensstabilisierungs- und - restrukturierungsgesetz (StaRUG) wurde durchgeführt, Autobauer Porsche und Großaktionär Michael Tojner, der bereits 50,1 Prozent der Unternehmensaktien hielt, stiegen als mittelbare Gesellschafter ein. Es gab frisches Kapital von rund 60 Mio. Euro und einen Schuldenschnitt. Im März 2025 wurde das Grundkapital der Varta AG auf null Euro herabgesetzt. Heißt: 49,9 Prozent der bisherigen Aktionäre gingen ohne Kompensation leer aus, der Konzern verlor damit zunächst seine Börsennotierung." https://www.swr.de/swr1/leute/insolvenzverwalter-dr-frank-schaeffler-ueber-varta-und-andere-insolvenzverfahren-100.html
Die Energiewende wirkt. Deutsche Industriearbeitsplätze werden jetzt klimaneutral nach Ungarn und China verlagert. JE
07.06.2026
17:44 | HB: Regierung kauft eigene Chips – um britische Tech-Firmen zu retten
London. Berichten des „Telegraph“ zufolge plant das Vereinigte Königreich, KI-Chips von eigenen Technologieunternehmen zu kaufen, um diese im Land zu halten. Unter Berufung auf Entwürfe der Pläne berichtete die Zeitung, dass Technologieministerin Liz Kendall in der kommenden Woche auf der „London Tech Week“ Pläne für „strategische Käufe“ von Halbleitertechnologie bei in Großbritannien ansässigen Unternehmen vorstellen werde.
Die Pläne sehen zudem vor, den Unternehmen Zugang zu Finanzmitteln – auch aus Steuergeldern – zu verschaffen und in die Qualifizierung von Arbeitskräften zu investieren. In einer Rede mit der Nachrichtenagentur Bloomberg im Januar hatte Kendall erklärt, die Regierung beabsichtige, eine Milliarde Pfund in den Ausbau ihrer KI-Forschungskapazitäten zu investieren, um diese „verzwanzigfachen“ zu können.
Kommentar des Einsenders
Sozialisten/Kommunisten in ihrer unübertrefflichen "Weisheit" und wirtschaftspolitischen Kompetenz! ...bis am Ende alle Leistungsträger weg sind und die linken Vögel feststellen, dass sie die "Chips" frittiert zum "Fish" nicht fressen können trotz des Überschusses an Vorräten... Drum schnell wieder in die EU, das fehlende Puzzleteil, dieselbe Geisteshaltung.
Die Briten haben festgestellt, dass digitale Souveränität schwer wird, wenn man seine Tech-Firmen erst an Amerikaner verkauft und sich danach über die Abhängigkeit wundert. JE
05.06.2026
13:59 | exxtra24: Corona-Hilfen: OGH-Urteil trifft Konzerne hart — und könnte eine Insolvenzwelle auslösen
Österreich hat in der Pandemie Milliarden an Unternehmenshilfen ausgeschüttet. Jetzt stellt der Oberste Gerichtshof fest: Ein Teil davon war illegal. Die Folgen könnten für manche Betriebe existenzbedrohend sein.
Am 28. April 2026 fällte der OGH eine Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen. Wie Der Standard berichtet, hat das Höchstgericht in der Rechtssache 1Ob23/26b klargestellt: Die EU-Beihilfenrechtsgrenze von 2,3 Millionen Euro für Covid-19-Förderungen gilt pro Konzern — nicht pro einzelner Tochtergesellschaft. Österreich hatte die Hilfen über die staatliche COFAG jedoch auf Ebene der jeweiligen Einzelgesellschaft berechnet und ausgezahlt. Konzerne mit vielen Töchtern erhielten so ein Vielfaches der erlaubten Obergrenze. Das war ein Verstoß gegen EU-Recht — und der Staat ist laut OGH verpflichtet, diese rechtswidrigen Beihilfen zurückzufordern.
Kommentar des Einsenders
Unfaßbar, was sich hier abspielt! Ein umetikettierter Schnupfen wird politisch als die neue Pest behandelt, ein Zinnober aufgeführt, Lockdowns, das Land zugesperrt, Insolvenzanmeldungen aufgehoben/verschoben, eine COFAG gegründet, budgetzerstörende Milliarden ins Ausland verschoben, Milliarden zur "Hilfe" als Überbrückungskredite ausgerufen, von denen Viele noch immer nichts erhielten, Steuerberater und Unternehmensberater rund um die Uhr zu hackeln hatten, um die Hilfen für die Betriebe zu lukrieren, Rückzahlungsrahmen verkürzt, was die Betriebe zusätzlich unter Druck brachte, Insolvenzen durch die Decke, ...und nun stellt selbst der OGH Illegalität bei Unternehmenshilfen fest..!?
Nicht bös sein, aber dieses System als Ganzes kann man nicht mehr ernst nehmen! Die linke Hand weiß nicht was die rechte tut, das Bürokratiemonster wächst und wächst, an jedem Eck ein "Experte" und in letzter Konsequenz hält nichts, alles Schall und Rauch, ein einziger Zirkus..! Österarm zurecht auf den letzten Plätzen; aber die Schuld gibt man Putin, Trump, Xi, Iran-/Ukro-SMO, den hl. Drei-Königen oder dem Klima...? Das Land hat von A-Z fertig.
Lockdowns verordnen, Betriebe zusperren, Existenzen zerstören, dann großzügig mit Steuergeld um sich werfen und Jahre später erklären, dass die eigenen Hilfen rechtswidrig waren. Jetzt sollen Unternehmen, die damals ums Überleben kämpften, Millionen zurückzahlen, weil Beamte und Politiker zu blöd für ihren Job waren. Der Staat schießt erst das Loch ins Schiff, wirft dann einen Rettungsring und schickt Jahre später die Rechnung für den Rettungsring samt Verzugszinsen. Fehlt eigentlich nur noch eine Steuer auf den Konkurs. JE
04.06.2026
12:41 | eXX: Übermaß an Leerständen: Der Handel steht vor dem nächsten Umbruch
Fachmarktgebiete haben in Österreich über Jahrzehnte eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte geschrieben. Heute fließen rund 26 Prozent der gesamten Kaufkraft in solche Standorte, die meist aus mehreren Fachmärkten und Handelsketten an Stadteinfahrten bestehen. Seit dem Jahr 2000 konnte dieser Handelsbereich seinen Marktanteil von 25 auf 36 Prozent steigern. Gleichzeitig zeigen sich jedoch zunehmend strukturelle Schwächen. Die Konsumzurückhaltung vieler Verbraucher, die Verlagerung von Umsätzen ins Internet und Insolvenzen großer Handelsketten hinterlassen immer deutlichere Spuren. Leerstände häufen sich.
Besonders stark wirkt bis heute die Insolvenz von kika/Leiner nach. Die Schließung zahlreicher Möbelhäuser hat in vielen Bundesländern große Lücken hinterlassen. In Kärnten liegt die Leerstandsquote in Fachmarktzentren mittlerweile bei rund acht Prozent. Ein Großteil dieser ungenutzten Flächen geht direkt auf ehemalige Standorte der insolventen Möbelhauskette zurück. Wie Roman Schwarzenegger von Standort + Markt erläutert, entfallen rund 64 Prozent der leerstehenden Flächen auf frühere kika-Leiner-Immobilien.
Kommentar des Einsenders
So war's gewünscht - politisches Vollversagen ohne Weitblick, und jetzt das große Jammern. Die typischen Einkaufsstraßen, einstigen Flaniermeilen, wo einst KMU mit diversifiziertem Angebot ansäßig waren, dazwischen Gasthäuser, Cafes, Floristen, Modehändler, Bäcker, Fleischhauer, Imbiss, Parfümerie, Buchläden u.a. sind zugunsten der Big Player verdrängt worden, die jetzt auch das online-Geschäft dominieren... Zubetonierte Fußgänger/Begegnungszonen - Autoverkehr ausgesperrt, unattraktiv, überall dieselben Ketten, und die Hauseigner schmeißen die Kleinen raus, da ihnen der Leerstand wohl besser in den Kram passt als ein Einzelhändler, zudem horrende Mietpreise und Auflagen zugunsten der Großen...!? ...und bei jedem Kreisverkehr am Land wieder dieselben Händler für Gewerbeeinnahmen der Gemeinden... Bullshit mit Ansage, Gier und Dummheit rächen sich, Shopping ist kein Erlebnis mehr, Bestellen von der Couch (inkl gratis Retouren)... Selber schuld.
Die Innenstädte werden immer leerer. Wenigstens findet man jetzt leichter einen Parkplatz vor den Geschäften, die es nicht mehr gibt. JE
03.06.2026
14:55 | EZ: Merz: „Es liegen sehr gute Jahre vor uns“
Die Kleine Rebellin
Eine schöne Grabrede für die deutsche Wirtschaft. Ohne preiswerte Energie geht nichts.
Erst hat man das Land gegen die Wand gefahren, jetzt soll die Bevölkerung gefälligst optimistisch zuschauen, wie der Abschleppwagen bestellt wird. JE
12:40 | SPON: USA planen neue Zölle gegen Europa
Der EU und weiteren Staaten drohen neue US-Zölle in Höhe von zehn bis 12,5 Prozent – weil sie aus US-Sicht nicht konsequent gegen Produkte aus Zwangsarbeit vorgehen. Um Menschenrechte geht es dabei kaum.
Die USA haben 60 Volkswirtschaften neue Zölle angedroht, weil diese Importe von Produkten aus mutmaßlicher Zwangsarbeit nicht verhinderten oder bestehende Importverbote nicht genügend überprüften. Das teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer mit.
War da nicht ein Deal mit Donny? War da nicht ein Hose runter .. mit der Ursula? Es ist egal, wie dienlich man den USA gerade ist .. Diener sind nicht erwünscht. Skalven eher und darauf gibt es auch noch Zölle. Aber eines muss man den USA zugestehen, sie haben unglaublich viel Ahnung von Sklaverei. TS
02.06.2026
19:12 | BRF: Transport- und Logistikgruppe Ziegler beantragt Insolvenz
Die Logistik funktionierte so lange, bis die Bilanz selbst auf die Reise ging und nie wieder zurückkam. JE
12:00 | trend: Raiffeisen schreibt BayWa komplett ab
Ein schwieriges Marktumfeld ... natürlich. Man geht auf die Bank und fragt nach einem Kredit, da ist noch alles in Ordnung und dann plötzlich .. aber sowas von plötzlich, geht die Welt unter.
Vielleicht findet sich ein Pröll für die BayWa in Deutschland .. normalerweise geben die dann wieder alles zurück. TS
(Wieviel hat die BayWa in den letzten Jahre an die Politik verschenkt? ... )
12:20 | Monaco
die Baywa, v. Lagerhäusler zum Möchtegern-Weltkonzern...wie von TS angeregt, so findet sich bestimmt irgendein ´Pröllet´....
10:51 | ET: Jede sechste Firma meldet Probleme: Es fehlt an Vorprodukten und Material
Die Kleine Rebellin
Wenn Ideologie wichtiger ist als Rohstoffe für die Inlandsproduktion einzukaufen, geht natürlich alles den Bach runter. Jetzt staunt man, dass die Wirtschaft nicht mehr leistungsfähig ist,Man schadet sich nur selbst, dem Lieferanten ist das völlig egal.
01.06.2026
Katastrophale Zahlen, eine wirtschaftliche Entwicklung nach unten, das "Powerhouse" ist längst zur lahmen Schildkröte verkommen und die Politik lügt sich und den Bürgern täglich in die eigene Tasche... KMU völlig eingebrochen, dafür wächst die Bürokratie ins Unermessliche... Ein Wahnsinn.
Erst kamen die Energiekosten, dann die Inflation, dann die Bürokratie und anschließend die Kaufkraftkrise. Der kleine Einzelhändler durfte sich aussuchen, woran er zugrunde geht. Die Politik nennt das Transformation. Der Kunde nennt es tote Innenstadt. Und der Vermieter nennt es bald „attraktive Gewerbefläche mit Entwicklungspotenzial“. JE
19:11 | Der Ostfriese
Nee, also wirklich, so darf, so kann man das nicht sehen! Sicherlich haben die betroffenen Geschäfte ihren Umsatz auf über 250.000€ erhöht! - Wenn das kein gutes, aufmunterndes Signal sein dürfte? ! (wenngleich auch ein Umsatz von 250.000 aufgrund der Teuerung im Jahr '15 nicht mit einem Umsatz von 250.000 im Jahre 2025 zu vergleichen ist)