19.10.2026
22:05 | NIUS: Roche stoppt sämtliche neue Investitionen in Deutschland – Merz-Regierung „hat Vertrauen verspielt“
Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat genug! Sämtliche neuen Investitionen in Deutschland werden gestoppt. Deutschlandchef Daniel Steiners macht dafür die Gesundheitspolitik der Bundesregierung verantwortlich und wirft der Merz-Regierung vor, „sehr viel Vertrauen zerstört“ zu haben. Auslöser ist vor allem das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Ab Januar 2027 soll der gesetzliche Herstellerabschlag für viele patentgeschützte Medikamente von sieben auf 15,5 Prozent steigen. Roche sieht darin einen Widerspruch zur politischen Zusage, Deutschland als Pharma- und Biotechnologiestandort zu stärken.
Steiners kritisiert in einem Welt-Interview, die Regierung setze auf kurzfristige Einsparungen statt auf strukturelle Reformen. Roche müsse deshalb neu bewerten, ob Deutschland noch verlässliche Bedingungen für langfristige Investitionen biete.
Black Rocks Gesandter verspricht Planungssicherheit. Roche plant inzwischen vor allem, in Deutschland vorerst nix Neues zu planen. Ein beeindruckender Erfolg. JE
15:35 | exxtra24: US-Drohnenkonzern will Steyr Motors kaufen: 39 Euro je Aktie
Ein Motorenbauer aus Oberösterreich soll Teil eines amerikanischen Rüstungstechnik-Konzerns werden. Red Cat Holdings, Spezialist für Drohnen und unbemannte Boote, hat am Montag ein Übernahmeangebot für Steyr Motors angekündigt. Der Standort Steyr soll bleiben und sogar wachsen. Bis es so weit ist, braucht es aber noch einiges – unter anderem den Segen der Republik.
Red Cat bietet über die Tochtergesellschaft SMOT Acquisition GmbH 39 Euro in bar je Aktie, wie aus der Aussendung von Steyr Motors hervorgeht. Das sind 28,9 Prozent mehr als der Schlusskurs vom vergangenen Freitag und 55,8 Prozent mehr als das Jahrestief der Aktie. Für das gesamte Unternehmen ergibt sich laut dem Portal Trending Topics ein Wert von rund 205 Millionen Euro. An der Börse wurde das Angebot sofort eingepreist: Die Aktie sprang am Montagmorgen um rund ein Viertel auf etwa 37,50 Euro.
Ausverkauf des Landes bis auf den letzten Stein. Die einstigen Top-Leitbetriebe ins Ausland verscherbelt, Know-how/Patente abgezogen, zuerst die sozialistische Verstaatlichte, dann erfolgreiche Privatisierungen und letztlich ab an die Investmentbankster zu Preisen wie ein Apple&Ei (Steyr-Motors mit 205Mio. bewertet!!), bis die Heuschrecken alles abgenagt haben und weiterziehen... für Drohnenproduktion...! AUT nur noch billiger Handlanger, seiner Identität beraubt, ein Armenhaus mit Postkartenmotive, und den Unsäglichen a la Benko&Co als Cocktail-Kirsche auf der Torte..! Politisch verseucht bis ins letzte Tal, von der Bürokratie zerfressen, von Raiffeisen's Gnaden gehalten, und schaffen es nicht einmal, ein Frostgemüse-Werk zu installieren, damit hunderten Bauern die Existenz gesichert bleibt...!? Ein Trauerspiel. ST
18.10.2026
10:48 | JF Galeria und die Grenzen von Sanierungsmaßnahmen
Der Düsseldorfer Warenhauskonzern Galeria hat am 2. Oktober erneut Insolvenz beantragt. Es ist der vierte Antrag binnen sechs Jahren. Rund 12.000 Beschäftigte und 83 Warenhäuser stehen erneut vor einer ungewissen Zukunft. Wieder werden Managementfehler beklagt. Doch nach drei gescheiterten Anläufen zur dauerhaften Stabilisierung gehört auch eine andere Frage auf den Tisch: Wie tauglich ist das Sanierungsverfahren selbst?
Die bisherigen Erklärungen reichen von Corona über Energiepreise und Kaufzurückhaltung bis zum Zusammenbruch des früheren Eigentümers Signa. Das waren reale Belastungen. Für 2024/25 meldete Galeria sogar einen operativen Gewinn, ohne dessen Höhe offenzulegen. Die erneute Insolvenz widerlegt nicht jede zwischenzeitliche Verbesserung. Sie stellt aber die Krisenfestigkeit des erreichten Zustands in Frage.
Monaco
´GALERIA´ am Marienplatz in München, meide ich seit Jahren...die Gefahr ist zu groß, bei einer kurzen Besorgung wieder monatelang eingesperrt zu werden....
Vier Insolvenzen, aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt. Gleich nach den Gläubigern.... JE
16.10.2026
14:36 | r24: 6 Billionen Euro für die „Klimarettung“ veranschlagt: Industrie flüchtet ins Ausland
Milliarden waren gestern: Sechs Billionen (!) Euro soll Deutschland bis 2045 für die sogenannte Klimaneutralität investieren. Unternehmen und private Haushalte sollen den Löwenanteil aufbringen. Doch für die deutsche Industrie ist der Klimakurs nicht tragbar: Sie verschiebt schon seit Jahren Investitionen, baut Kapazitäten ab und verlagert die Produktion sukzessive ins Ausland. Die neue KfW-Studie der staatlichen Förderbank klammert die Deindustrialisierung Deutschlands jedoch lieber aus.
35 Prozent der deutschen Industriebetriebe verschieben notwendige Investitionen in ihre Produktionsprozesse, weil ihnen die hohen Energiekosten, sowie die hohe Steuer- und Abgabenlast das Geld dafür rauben. Rund 40 Prozent beschäftigen sich mit einer Einschränkung ihrer Aktivitäten in Deutschland oder mit Verlagerungen ins Ausland, haben entsprechende Schritte eingeleitet oder bereits umgesetzt. Bei großen Industrieunternehmen sind es sogar 60 Prozent. Dort setzt etwa jeder dritte Betrieb bereits Verlagerungsmaßnahmen um. Diese Zahlen stammen aus dem Energiewende-Barometer 2026 der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), für das im Juni rund 3.100 Unternehmen aus verschiedenen Branchen befragt wurden. Zwei Drittel der Industriebetriebe sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die hohen Energiepreise beeinträchtigt.
Unternehmen sollen investieren, Haushalte zahlen und der Staat fördern. Sobald jeder das Geld vom jeweils anderen bekommt, geht sich alles super aus. JE
08:09 | apollo: Nur vier Prozent aller Betriebe haben Arbeitskräfte von außerhalb der EU eingestellt
Trotz der immer weiteren Vereinfachung der Einwanderung aus Drittstaaten rekrutiert die große Mehrheit der deutschen Betriebe weiterhin keine Arbeitskräfte aus Staaten außerhalb der EU. Im dritten Quartal 2025 gaben rund vier Prozent aller Betriebe an, in den vergangenen zwölf Monaten Personen direkt aus einem Drittstaat eingestellt zu haben. Unter den Betrieben, die aktiv nach Mitarbeitenden gesucht hatten, waren es sechs Prozent. Das geht aus der Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.
Die Rekrutierung aus Drittstaaten konzentriert sich zudem auf größere Unternehmen. Bei Betrieben mit weniger als 20 Beschäftigten hatten lediglich zwei Prozent Arbeitskräfte aus dem Nicht-EU-Ausland eingestellt, bei Betrieben mit 50 bis 249 Beschäftigten zwölf Prozent und bei Betrieben mit mindestens 250 Beschäftigten 16 Prozent.
Womit der Nimbus des Gold-Stücke-Märchens endgültig erloschen ist! Die millionenfache Assetklasse "Goldstück" dient lediglich zum Ausplündern der Sozial- und Gesundheitskassen, um Polizei/Justiz/Behörden zu beschäftigen und das Ringelspiel der "Konsum-Mwst" sowie die Schwarzmärkte, am Leben zu erhalten und über den Asyl-Familiennachzug das Wahlverhalten nachhaltig zu beeinflussen (Wähleraustausch durch Umvolkung)! Analphabeten und Unqualifizierte mit Scheinabschlüssen kann offenbar hierorts keiner brauchen, und dennoch wird der Verbleib rigoros "gesichert und verteidigt" auf Kosten derer, die (noch) qualifizierte Jobs haben...!? Das Märchen vom dringend gebrauchten Facharbeiter (außer im Pflege-&Reinigungsbereich)... ST
06:32 | bild: Plötzlich wollen alle BMWeg ...
Mit diesem Andrang hatte BMW offenbar nicht gerechnet! Der Autobauer will Tausende Stellen streichen und lockt Mitarbeiter dafür mit freiwilligen Abfindungen. Doch das Angebot kommt offenbar so gut an, dass der Konzern sein Aufhebungsprogramm vorerst auf Eis legen musste. Plötzlich wollen alle BMWeg ...
Noch vor 10 Jahren wars für die meisten a Ehre - aber das Verfolgen verqueerter Ideologien durch das MAnagement auf Geheiß einer noch verqueerteren Polit-Kaste macht aus der Ehre eine Bürde. Angeblich wollen selbst türkisch-deutsche das Werk verlassen. Kannst ned erfinden. TB
15.10.2026
16:21 | NTV: Verbände laufen Sturm gegen geplanten Solaraufschlag
Wer eine größere Solaranlage besitzt, soll bald mehr fürs Stromnetz bezahlen - so zumindest will es die Bundesnetzagentur. Damit ruft sie viele Verbände auf den Plan. Sie befürchten ein Ausbremsen des Solarausbaus. Haushalte mit einer größeren Solaranlage sollen ab 2029 einen höheren Grundpreis fürs Stromnetz zahlen: Gegen diese Pläne der Bundesnetzagentur haben sich jetzt elf Verbände aus der Energie-, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie dem Handwerk ausgesprochen. Dies bedeute erhebliche Nachteile für den Ausbau der Solarenergie, heißt es in einem gemeinsamen Appell.
Die Verbände wollen erreichen, dass dieser sogenannte Prosumer-Aufschlag nicht erhoben wird. Er könnte die Wirtschaftlichkeit bestehender und neuer Solaranlagen erheblich verschlechtern und den Solarausbau deutlich ausbremsen, heißt es.
Weniger Strom aus dem Netz beziehen war mal erwünscht. Jetzt merkt man halt, dass dadurch weniger Netzentgelt hereinkommt. Und plötzlich gibts für den ökologischen Musterbürger einen Aufschlag. JE
14.10.2026
22:04 | r24: Staat wächst, Wirtschaft schrumpft: Wer soll Deutschlands Milliardenrechnungen bezahlen?
Deutschlands wirtschaftliche Basis bröckelt, während die Staats- und Sozialausgaben immer weiter steigen. Rund 600.000 Arbeitsplätze gingen seit Anfang 2022 in Industrie, Bau und Zeitarbeit verloren, während staatsnahe Branchen fast 700.000 zusätzliche Beschäftigte verzeichneten. Gleichzeitig erreichten die Sozialleistungen mit 1,43 Billionen Euro einen neuen Rekord. Die Politik braucht immer mehr Geld – ausgerechnet jene Wirtschaft, die einen wesentlichen Teil davon erwirtschaften soll, verliert zunehmend an Kraft.
In Deutschlands Fabriken wird gestrichen, gekürzt und gespart. Bei den staatsnahen Dienstleistungen geht es dagegen seit Jahren nahezu ununterbrochen bergauf. Eine auf Daten der Bundesagentur für Arbeit beruhende IW-Grafik zeigt zwei Beschäftigungskurven, die immer weiter auseinanderdriften. Auf der einen Seite stehen Industrie, Bau und Zeitarbeit, auf der anderen Verwaltung, Bildung, Gesundheits- und Sozialwesen. Die Industrie verliert Arbeitsplätze, aus deren Löhnen Steuern und Sozialbeiträge fließen. Gleichzeitig wächst die Beschäftigung in Bereichen, deren Finanzierung vielfach von diesen Einnahmen abhängt.
Du kannst wirtschaftliche Schwäche natürlich mit noch mehr Bürokratie begleiten. Wenigstens wird der Niedergang dann ordentlich dokumentiert. JE
10:47 | eXX: Privatkonkurse steigen um fast zehn Prozent: Im Schnitt 179.000 Euro Schulden
Die Pleitewelle hat die Privathaushalte erreicht. Von Jänner bis September wurden in Österreich 7.329 Privatinsolvenzen eröffnet. Das sind 9,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie der Kreditschutzverband AKV Europa am Dienstag bekanntgab. Die Gesamtschulden der Betroffenen summieren sich auf 1,31 Milliarden Euro. Besonders alarmierend ist die Höhe der Schulden. Die durchschnittliche Verschuldung pro Privatkonkurs ist auf 179.000 Euro gestiegen. Bis Jahresende rechnet der AKV mit rund 9.500 eröffneten Privatinsolvenzen.
Laut AKV gab es im Juli eine „außergewöhnliche Häufung“ von Anträgen. Der Grund ist eine Gesetzesänderung. Seit 2021 konnten sich Privatpersonen nach nur drei Jahren entschulden. Diese Regel wurde ursprünglich wegen der Coronakrise eingeführt und lief am 17. Juli 2026 aus. Seither gilt für Privatpersonen wieder die alte Frist von fünf Jahren bis zur Restschuldbefreiung. Viele Schuldner wollten offenbar noch rasch die günstigere Variante nutzen.
Beim Bürger heißt es Verzicht. Beim Staat heißt es Sonderbudget, Fördertopf und noch mehr Sozialleistungen für die eingewanderte Zähschicht. Seltsamerweise ist nur einer von denen pleite. JE
13.10.2026
17:51 | ET: „Wettbewerbsfähigkeit verloren“: Arbeitgeber legen Merz einen 20-Punkte-Plan vor
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat die Bundesregierung zu raschen Reformen aufgefordert. Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum in Deutschland seien „weniger Bürokratie, flexiblere Arbeit, niedrigere Belastungen und ein Staat, der schneller und digitaler wird“, sagte Dulger am Dienstag beim Arbeitgebertag in Berlin, wo er Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einen 20-Punkte-Plan der Arbeitgeber überreichte. Merz bekräftigte seinen Willen zu den „umfangreichsten Reformen seit Jahrzehnten“.
Der am Dienstag veröffentlichte 20-Punkte-Plan der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hebt hervor, dass die Bundesrepublik ihr wirtschaftliches Potenzial derzeit „bei Weitem“ nicht ausschöpfe.
Weniger Bürokratie, einfacher, günstiger. Im Grunde fordert die Wirtschaft vom Staat Eigenschaften, die jeder normale Betrieb längst haben muss, wenn er überleben will. JE
12.10.2026
15:45 | ZH: Die Zahl der Insolvenzanträge in den USA ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 um 11 % gestiegen.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 wurden insgesamt 469.719 Insolvenzanträge gestellt, sowohl von Einzelpersonen als auch von Unternehmen. Die Gesamtzahl der Insolvenzanträge ist im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 11 Prozent gestiegen, teilte das American Bankruptcy Institute (ABI) in einer Erklärung vom 8. Oktober mit. Von Januar bis September wurden 444.252 Anträge von Privatpersonen und 25.467 Anträge von Unternehmen eingereicht, was einem Anstieg von 7 Prozent entspricht.
„Der anhaltende Anstieg der Insolvenzanträge spiegelt die Belastung durch höhere Kreditkosten, steigende Haushaltsausgaben, zunehmende Zahlungsrückstände der Verbraucher und einen schwächeren Arbeitsmarkt wider“, sagte Michael Hunter, Vizepräsident des Insolvenzdatenanbieters Epiq AACER, in der Erklärung.
Der Wohlstand ist eh da.. Du musst ihn nur finden. Vermutlich irgendwo zwischen Kreditkartenabrechnung, Autokredit und Hypothek. JE
16:18 | Leserkommentar
ick hab null Ahnung von all dem, ausser das ich überall lese, es geht bergab. Vll gibts jemanden da draussen, der das mal ins Verhältnis setzt. VSA zu D.
https://www.insolvenzindex.de/insolvenz-barometer
...einmal rein schauen und, ja ich sehe den Abwärtstrend.
09.10.2026
11:19 | focus: Immer mehr Menschen in Deutschland haben Zahlungsprobleme
Immer mehr Menschen in Deutschland geraten in Zahlungsschwierigkeiten. Das geht aus dem neuen Risiko- und Kreditkompass der Auskunftei hervor, der dem FOCUS exklusiv vorab vorliegt. Ende 2025 hatte die Schufa zu 8,1 Prozent der Erwachsenen mindestens einen Negativeintrag gespeichert, ein Jahr zuvor waren es 7,9 Prozent. Rund 88.000 Menschen beantragten 2025 Privatinsolvenz, so viele wie seit 2021 nicht mehr. „Von einer Pleitewelle der Deutschen kann keine Rede sein“, sagte Schufa-Chefin Tanja Birkholz gegenüber FOCUS. Aber: „Bei einem wachsenden Teil der Bevölkerung verfestigen sich die Belastungen zunehmend.“
Am stärksten betroffen ist das Ruhrgebiet, wie Schufa-Daten für alle 400 Kreise und kreisfreien Städte zeigen, die FOCUS ebenfalls vorliegen. In Duisburg hat fast jeder fünfte Erwachsene einen Negativeintrag (19,9 Prozent), so viele wie nirgendwo sonst, gefolgt von Gelsenkirchen (19,4 Prozent). Am niedrigsten ist der Anteil im oberbayerischen Landkreis Eichstätt (3,6 Prozent).
Die gute Nachricht: Man kann sich heute fast alles in kleinen Raten leisten. Die schlechte: Offenbar auch zehn Dinge gleichzeitig. JE
09:17 | pleiteticker Kuba-Zigarren: Sanktionen gegen Verbrecherboss lähmen deutschen Alleinimporteur (49 Mitarbeiter)
Gesperrte Konten, kein Zahlungsverkehr, ein einziger Importeur für drei Länder – und das alles wegen eines mutmaßlichen Verbrecherbosses aus Kambodscha. Der Zigarrenhändler 5th Avenue Products Trading aus Waldshut-Tiengen steht vor einem Problem, das nichts mit seinem eigentlichen Geschäft zu tun hat. 49 Beschäftigte bangen um ihre Stellen. Das Unternehmen hat beim Amtsgericht Waldshut-Tiengen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Als vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht am 9. September den Freiburger Rechtsanwalt André Berbuer.
Dabei brummt das Kerngeschäft. 5th Avenue Products Trading beliefert rund 200 Händler in Deutschland mit 27 Zigarrenmarken, darunter Cohiba, Montecristo und Bolívar. Das Unternehmen ist der einzige zugelassene Importeur kubanischer Zigarren für Deutschland, Österreich und Polen. Eigene Verkaufsflächen betreibt es nicht.
Pleite ohne pleite zu sein. Das schafft nur die Verwaltung. JE
07.10.2026
22:12 | heute: Billa überrascht Kunden mit neuem Kassen-System
Einkaufswagen schnappen, Produkte selbst scannen und am Ende nur noch bezahlen: Billa probiert in Österreich ein neues System aus. Im runderneuerten Billa Plus in der Bergmillergasse in Wien kommt erstmals Scan & Go zum Einsatz. Die klassischen Kassen und die bisherigen Selbstbedienungskassen bleiben weiterhin bestehen. Scan & Go bietet Kunden eine zusätzliche Möglichkeit für ihren Einkauf.
Beim Eingang können Kunden einen von insgesamt 30 Handscannern nehmen. Während des Einkaufs wird der Strichcode jedes gewünschten Produkts mit dem Gerät gescannt. Nach dem Bestätigungston kann die Ware eingepackt werden.
Der Spaziergänger:
Mittlerweile hasse ich diese ständigen Heute-Rewe-Werbeaertikel, stets nobel getarnt als Redaktionsberichte. Ich weiß, ich bin nicht up to date, dennoch hoffe ich, dass die meisten Kunden das nicht „gut annehmen". Noch einfacher, noch zeitsparender, noch effizienter? Geh bitte! Es kommen diesbez. größte Zweifel auf, wenn ich mir das immer wieder entstehende Chaos bei den bereits existierenden SB-Kassen anschaue.
Mit Gerät herumspazieren, Strichcodes suchen, Getüte abwarten u. auch noch Jö-Dings, Rabattzettelchen u. manuelle Korrekturen durchführen?! Na sicher! Verdammt nochmal, ich will nur einkaufen… Anschließend erscheint der QR-Code, dann auf zur eigenen Kassa, dann den Nippel durch die Lasche ziehen u. mit der kleinen Kurbel ganz nach oben drehn, dann erscheint vielleicht ein Pfeil … und nix geht mehr u. vorbei ist das Express-Feeling. Verzweifelt winken sie dann nach einer Angestellten….
Billiger wird dadurch auch nichts. Das ganze Klumpert und dessen Wartung u. Instandhaltung kostet wahrscheinlich mehr als ein Angestellter. Vom „natürlichen Schwund“ bei dieser Art des Bezahlens ganz zu schweigen….
16:47 | tichy: IW-Studie: Deutschlands Mini-Wachstum kommt allein vom Staat
Deutschlands Wirtschaft wächst laut Statistik minimal – und das nur, weil der Staat immer mehr ausgibt. Ohne Konjunkturprogramme, Bundeswehr, Klimaschutz und Infrastruktur wäre das BIP geschrumpft. Das bestätigt das IW und warnt vor langfristigen Schäden für Produktivität und Wohlstand.
Deutschland hat sich sein ohnehin kümmerliches Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre mit Staatsausgaben erkauft. Unternehmen und private Haushalte haben im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 zusammengenommen keinen Beitrag zum Wachstum geleistet. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.
Wenn die Wirtschaft nur noch wächst, weil der Staat mehr Geld ausgibt, ist das kein Aufschwung. Das ist statistische Beatmung. JE
06.10.2026
15:13 | eXX: Inflation springt auf 3,6 Prozent: Diesel 33 Cent teurer als in Ungarn
An der Zapfsäule wird der neue Preisschub besonders sichtbar. Österreichs Diesel gehörte Ende September zu den teuersten in der EU – und kostete deutlich mehr als bei unseren östlichen Nachbarn. Treibstoff und Heizöl erklären laut Statistik Austria den gesamten neuerlichen Inflationsanstieg. Seit Mitte Juli ging der Dieselpreis um fast ein Viertel nach oben. Von 3,2 auf 3,6 Prozent in nur einem Monat: Österreichs Inflationsrate zieht im September wieder kräftig an. Für den gesamten Sprung um 0,4 Prozentpunkte sind laut Schnellschätzung von Statistik Austria höhere Preise für Treibstoff und Heizöl verantwortlich.
Energie kostete im September 14,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im August waren es noch 9,9 Prozent. Auch Dienstleistungen blieben teuer. Sie verteuerten sich um 4,2 Prozent und leisteten weiterhin den größten Beitrag zur gesamten Inflation. Wie teuer Tanken geworden ist, zeigt der Blick auf Europa. Ein Liter Diesel kostete in Österreich am 28. September im Schnitt 2,259 Euro. Nur sieben der 27 EU-Länder waren beim Diesel noch teurer.
Bei Österreichs östlichen Nachbarn zahlten Autofahrer deutlich weniger: In Ungarn kostete Diesel 1,932 Euro, in der Slowakei 1,978 Euro und in Slowenien 2,011 Euro.
"...An der Zapfsäule wird der neue Preisschub besonders sichtbar. Österreichs Diesel gehörte Ende September zu den teuersten in der EU – und kostete deutlich mehr als bei unseren östlichen Nachbarn. ..."
Dazu passend: https://www.trend.at/unternehmen/knackpunkte-zwischen-omv-und-borouge
"...Tatsache ist aber auch, dass die Story vom Weltkonzern schwieriger zu erzählen ist als bei der Bekanntgabe der Fusion. Denn es gibt weitere Knackpunkte. Einer davon: BI-Aktionäre aus den Emiraten müssten nach derzeitiger Rechtslage in Österreich eine Quellensteuer von zehn Prozent auf Dividenden abliefern, was nicht akzeptabel für sie ist. Finanzminister Marterbauer hat Lösungsbereitschaft signalisiert, die Verhandlungen sind aber noch nicht abgeschlossen. ..."
AUT ist überall Schlusslicht in der EU, bloß bei den Treibstoffpreisen und dem Aussackeln/Gängeln der Bürger ist das Land wieder einmal Spritzenreiter...! ..oder haben die explosiven Spritpreise gar etwas mit der OMV-Borouge-Fusion und den angekündigten Lösungen des Finanzministers, zu tun...? Zuzutrauen ist den Geivögeln mittlerweile alles, während die SP im Chaos zerbricht, die Koalition wackelt wie ein Besoffener und die Bürger sich das Leben im Höchststeuerland nimmer leisten können..!? Eine einzige Katastrophe, was hierorts aufgeführt wird. ST
07:45 | UCN: Wenn die Wirtschaft kippt: Zehn Folgen, über die kaum jemand spricht
Wenn von einer schweren Wirtschaftskrise die Rede ist, denken die meisten an Börsencrashs, Arbeitslosigkeit und Inflation. Doch die Folgen könnten wesentlich tiefer in unseren Alltag eingreifen. Ein Beitrag bei ZeroHedge beschreibt zehn Entwicklungen, die bei einem größeren wirtschaftlichen Einbruch auftreten könnten – und über die bislang vergleichsweise wenig gesprochen wird.
Eine der ersten Folgen könnte das Bildungssystem treffen. Steigende Kosten, hohe Schulden und schlechtere Berufsaussichten könnten das bisherige Modell teurer Hochschulausbildungen zunehmend infrage stellen. Gleichzeitig könnten praktische Berufe und lokale Ausbildung wieder an Bedeutung gewinnen.
Noch unmittelbarer wäre eine Krise bei Lebensmitteln und Landwirtschaft. Moderne Landwirtschaft hängt massiv von Diesel, Dünger, Maschinen, Krediten und funktionierenden Lieferketten ab. Steigen Energiepreise stark oder geraten Lieferketten ins Stocken, wird das schnell im Supermarkt sichtbar: weniger Auswahl und höhere Preise.
Es geht nicht um fallende Kurse, sondern darum, dass Arbeit, Einkauf, Reisen, Bezahlen und Überwachtwerden danach anders funktionieren. Und die Führung, die das mit durchwinkt, hat man sich bekanntlich selbst ausgesucht. JE
03.10.2026
13:40 | ZH: Trump sagt, die Inflation werde die 40 Billionen Dollar Schulden „sehr schnell“ tilgen.
„Sie wissen ja, Inflation. Ein gewisses Maß an Inflation tilgt diese Schulden auch sehr schnell. Sehr schnell“, sagte er in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit TIME, nachdem das Magazin darauf hingewiesen hatte, dass die Schulden in seinen fünf Amtsjahren um rund 11 Billionen Dollar gestiegen sind. Trump schob die Schuld zunächst Joe Biden zu, dann der Fed, und deutete danach einen Plan an, den er nicht verraten wollte.
„Ich weiß, dass ich der Beste der Welt bin“, sagte Trump. „Der Beste. Ich will Ihnen nicht sagen, was diese Mittel sind, aber man kann die Schulden auch auf anderem Weg tilgen. Das eine, was man tun kann, ist, sie durch Wachstum abzutragen, und solches Wachstum hatten wir noch nie.“ Später kam er darauf zurück und sagte, „das Wachstum wird die Schulden tilgen“, und die Zinserhöhungen der Fed „schaden unserem Land mehr, als die Inflation unserem Land schadet“.
Inflation war schon immer der eleganteste Weg, seine Schulden zu tilgen, ohne sie wirklich zu tilgen. JE
18:22 | Leserkommentar
40 bill $ Schulden!... durch Wachstum entspräche mind. ein Wachstum von netto 40 bill$......... UND DANN: Wachstum selbst erzeugt diese 40 bill$ zusätzlich und anschließend einige Billionen an Zinsen jährlich dazu!
durch Wachstum können systembedingt keine Verschuldung verringert werden.... und bei der Inflation wird der Bürger um diese Summe ärmer!
02.10.2026
16:12 | HB: Warenhauskette beantragt zum vierten Mal Insolvenz
Düsseldorf. Galeria hat wegen erheblicher Liquiditätsprobleme am Freitagvormittag Insolvenzantrag am Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Das hat das Unternehmen in einer Mitteilung bestätigt. Es ist die vierte Insolvenz seit 2020. Gläubiger und Staat mussten dabei bisher insgesamt auf Forderungen in Höhe von fast fünf Milliarden Euro verzichten.
„Der Antrag schafft den rechtlichen Rahmen, um die aktuelle Situation zu ordnen, das Unternehmen zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft von Galeria zu schaffen“, teilte das Unternehmen mit. Über weitere Entwicklungen werde man zeitnah informieren. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass die Warenhauskette diesmal vor dem endgültigen Aus steht.
"..Die bisherigen Insolvenzen von Galeria haben bereits einen enormen Schaden angerichtet. So mussten die Gläubiger und der Staat insgesamt auf Forderungen in Höhe von fast fünf Milliarden Euro verzichten. ..."
Sozialismus, die Marktprinzipien ausgehebelt, ein privates Finanzexperiment von Benko&Friends (größte Wirtschaftspleite in der österr. Nachkriegsgeschichte!) etabliert, Steuermilliarden aus der öffentlichen Hand, "Gewinne" in privaten Taschen (Grundstücke als werthaltige Filets), Konkursverschleppungen, Arbeitslose der Allgemeinheit umgehängt... Und Ex-Politiker aus dem linken Milieu mit fetten Schnitten aus den Deals... Entartete Kasperle-Spielchen, die mit "Wirtschaften" nichts mehr am Hut haben... Skandalös. ST
Die Dieselpreise sind im letzten Monat explosionsartig gestiegen und haben die ohnehin schon margenschwache Branche erneut stark belastet. Der nationale Durchschnittspreis kletterte von rund 5,60 US-Dollar pro Gallone Ende August auf einen Rekordwert von 6,53 US-Dollar Ende September – ein Anstieg von etwa 17 % innerhalb weniger Wochen. Die Preise haben sich seitdem leicht erholt, doch laut der jüngsten wöchentlichen Messung der EIA liegt der Dieselpreis immer noch bei 6,38 US-Dollar pro Gallone, verglichen mit 5,60 US-Dollar Ende August.
Nun werden die finanziellen Folgen sichtbar. Laut FreightWaves und The Independent haben innerhalb von weniger als einem Monat 16 amerikanische Speditionsunternehmen Insolvenz angemeldet, wodurch mehr als 250 Arbeitsplätze verloren gingen. Acht Unternehmen beantragten ein Verfahren nach Chapter 11, das ihnen den Weiterbetrieb während der Restrukturierung ihrer Schulden ermöglicht, während sieben Unternehmen ein Verfahren nach Chapter 7 einleiteten und nun ihre Vermögenswerte liquidieren und den Betrieb einstellen.
Die Lieferkette ist jetzt selbst unterwegs... zum Konkursgericht... JE
01.10.2026
17:49 | Leserzuschrift : Die Leute haben kein Geld mehr
Heute beim Edeka in Hamburg plauderte die Kassiererin aus dem Nähkästchen: Es wird immer mehr geklaut weil die Leute immer weniger Geld haben. Inzwischen sind nicht nur Schnaps und Zigaretten abgeschlossen, sondern auch der Kaffee. Neulich ist ein ganzer Karton Pokemon Karten verschwunden. Sie hat wörtlich gesagt: "Was nicht festgenagelt ist, wird geklaut. Und von Budnikowsky habe ich gehört, dass sogar die Videokameras abmontiert wurden."
07:37 | apollo: Jetzt schnappt die Zinsfalle zu: Hunderttausende Unternehmen könnten ins Wanken geraten
In der Politik gilt häufig das Motto: Es geht so lange gut, bis es nicht mehr gut geht. Aus Sicht der Geldpolitik scheint dies in diesen Wochen im Besonderen zuzutreffen, da die Stunde der Abrechnung für den jahrelangen Schuldenaufbau naht. Mit fortschreitender Zeit fressen sich steigende Zinsen entlang der gesamten Zinskurve und durch sämtliche Kreditbereiche in den Schuldendienst von Staaten, privaten Haushalten und Unternehmen hinein.
Eine Warnung der Boston Consulting Group offenbart den Ernst der Lage: Die steigenden Zinsen werden die Schuldner in allen Bereichen der Wirtschaft in den kommenden Jahren weiter belasten. Der Realwirtschaft drohen handfeste neue Probleme an der Finanzierungsfront, denn der Kreditmarkt ist vor allem ein Spiegel der Kapitalknappheit. Größter Konkurrent der Privatwirtschaft ist der Staat mit seinem unstillbaren Kredithunger.
Solange das Geld billig ist, wächst jeder. Wenn der Preis des Geldes steigt, zeigt sich, wer Geschäft hatte und wer nur Kredit. JE
29.09.2026
14:25 | HB: Bosch halbiert seine Belegschaft in Nürnberg
Der Automobilzulieferer Bosch will in seinem Nürnberger Werk in den nächsten drei Jahren gut die Hälfte seiner 1800 Mitarbeiter abbauen. Bis 2029 sollen 900 Stellen gestrichen werden, kündigte das Unternehmen an. Der Stellenabbau in Nürnberg soll zusätzlich zum bereits angekündigten Abbau von konzernweit 22.000 Mitarbeitern erfolgen. Der Großteil davon trifft den Mobility-Sektor.
Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 hatte Bosch bereits rund 6500 Beschäftigte weniger als Ende 2025 – allerdings dennoch seinen Umsatz im Vorjahresvergleich um 3,6 Prozent steigern können. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen nach Steuern erstmals seit der Finanzkrise rote Zahlen geschrieben und unter dem Strich einen Verlust ausgewiesen.
Kommentar des Einsenders
...und sie wählen weiterhin die Links-Ideologen, Wirtschaftszerstörer, werden arbeitslos - aber freuen sich, in E-Kutschen aus US u.o China herumzugurken...!? Keinen Job, kein Malle, nichts mehr zum Fressen, aber der "guten Sache dienlich"...! Kognitive Dysfunktion der Gesellschaft, Denken als Luxusgut.
07:40 | eXX: Gleiche Markenware 26 % teurer als in Deutschland: Wien protestiert in Brüssel
Gleiche Marke, gleiches Produkt – aber in Österreich deutlich teurer. Wien macht deshalb erneut Druck in Brüssel. Gemeinsam mit fünf weiteren EU-Staaten fordert Österreich ein Ende von Lieferbeschränkungen, die nationale Märkte abschotten und höhere Preise ermöglichen. In Österreich ist das Problem als „Österreich-Aufschlag“ bekannt.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) fürchtet allerdings, dass daraus nichts wird. „Die Kommission hat zugesagt, dass die Regeln heuer kommen. Jetzt deutet vieles darauf hin, dass daraus nächstes Jahr wird“, sagt er. Seine Botschaft an Brüssel: „Ein Versprechen an 450 Millionen Konsumenten ist kein Terminvorschlag.“
Kommentar des Einsenders
Schweinerei. Der österr. Konsument und Steuertrottel als Melkkuh der Welt... Höchststeuerland, Österreich-Aufschläge, 1/3 höhere Preise als anderorts, subventionierte "Rabattaktionen", Steuererleichterungen für die Großen, Marktdominanz der big four, die Bürger ausgesaugt von den Vampiren, die Gehalts"zuwächste" immer unter Inflation, die Gesellschaft verarmt schleichend und die Politik schaut zu u.o lässt sich "erpressen"... und wenn der Druck wächst, wird Brüssel vorgeschoben...!? Erbärmlich / Einfach abstellen.
Binnenmarkt: gleiche Ware, unterschiedliche Leidensfähigkeit. JE
25.09.2026
15:47 | r24: Gegenderter Newsletter vergraulte Stammkunden – jetzt ist der Winzer insolvent
Ein Pfälzer Winzer lässt sich zum Gendern überreden, verschickt einen entsprechend formulierten Newsletter – und verliert nach eigener Aussage „richtig viele Traditionskunden“. Ausgerechnet in einer Zeit, in der die deutsche Weinbranche ohnehin unter massivem Absatzdruck steht. Inzwischen befindet sich seine Habitat Weine eG im vorläufigen Insolvenzverfahren. Das Gender-Experiment war nur ein Teil einer ganzen Reihe von Fehlentscheidungen. Doch ausgerechnet die eigene Stammkundschaft mit Sprachaktivismus zu verschrecken, während der Markt bereits schwächelt, muss man erst einmal schaffen.
Erst die Reben roden für das Biotop und dann auch noch die Stammkunden für die Sprache. JE
24.09.2026
10:13 | BN: Maschinenbau fällt ins vierte Minusjahr – VDMA senkt Prognose auf minus zwei Prozent
Der deutsche Maschinenbau steuert auf das vierte Produktionsminus in Folge zu. Der VDMA senkte deshalb seine Prognose für 2026 von Stagnation auf real minus zwei Prozent. Von Januar bis Juli lag die Produktion 4,1 Prozent unter dem Vorjahreswert, während viele technische Kapazitäten ungenutzt blieben. Zugleich bleibt der deutsche Markt schwach, obwohl die Auslandsaufträge zulegen. Betroffen ist eine Schlüsselindustrie mit mehr als 1,2 Millionen Beschäftigten in Deutschland. Für 2027 erwartet der Verband jedoch wieder drei Prozent Wachstum.
Der Verband hatte seine Prognose bereits im Juni von plus einem Prozent auf Stagnation gesenkt. Nun reicht selbst diese Erwartung nicht mehr, denn die schwache erste Jahreshälfte belastet die Jahresbilanz. Damit dürfte die Branche 2026 zum vierten Mal nacheinander weniger produzieren. Die Nachfrage zeigt jedoch ein besseres Bild als die laufende Fertigung. Preisbereinigt stiegen die Auftragseingänge von Januar bis Juli um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders kräftig legten Bestellungen aus Nicht-Euro-Ländern mit 14 Prozent zu, während der deutsche Binnenmarkt deutlich schwächer blieb.
Vier Jahre weniger Output, ein Verband mit neuer Folie, ein Inland das nicht kauft. Irgendwann muss es doch endlich funktionieren. Die Maschine wartet. Der Auftrag auch. Wenn beides nicht zusammenkommt, war es sicher wieder China, Donald oder das Wetter. Die Halle bleibt die ehrlichere Statistik. JE
08:26 | BN: Stellenabbau bei Bosch: 13.000 Jobs bis 2030 – Betriebsrat fordert „Made in EU“-Regeln
Gerlingen – Der Stellenabbau bei Bosch erreicht vor allem die deutschen Standorte der Mobility-Sparte. Bis Ende 2030 will der Konzern dort rund 13.000 weitere Stellen streichen. Bosch begründet die Einschnitte mit schwacher Nachfrage, Überkapazitäten und einer jährlichen Kostenlücke von rund 2,5 Milliarden Euro. Außerdem belasten hoher Preisdruck, Handelshemmnisse und chinesische Konkurrenten das Geschäft. Der Gesamtbetriebsrat fordert deshalb seit dem 16. September stärkere Unterstützung durch die Europäische Union. Betriebsratschef Frank Sell verlangt Regeln, die mehr industrielle Wertschöpfung und Beschäftigung in Europa sichern sollen.
Besonders groß fallen die Einschnitte in Feuerbach aus. Dort sollen bis Ende 2030 rund 3.500 Stellen wegfallen. Außerdem plant Bosch in Schwieberdingen den Abbau von etwa 1.750 Arbeitsplätzen. Für Bühl und Bühlertal nennt das Unternehmen weitere rund 1.550 Stellen. In Homburg sollen zudem etwa 1.250 Arbeitsplätze entfallen.
China liefert günstiger. Europa liefert Leitlinien. Der Standort liefert Kündigungen. JE
23.09.2026
14:15 | WNM: Kabinett beschließt digitale Kassenbons ab 2028
Kassenbelege sollen ab 2028 in der Regel nicht mehr auf Papier ausgedruckt, sondern elektronisch bereitgestellt werden. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) beschlossen. Die Bundesregierung will damit Bürokratie abbauen und zugleich Steuerhinterziehung erschweren.
Für Kunden würde die Neuregelung bedeuten, dass sie an der Kasse grundsätzlich einen digitalen Beleg angeboten bekommen. Dieser könnte beispielsweise über einen QR-Code, einen Download-Link oder per E-Mail bereitgestellt werden. Der Kunde müsste den digitalen Bon nicht abrufen oder entgegennehmen.
Zuerst der digitale Bon, dann die Pflichtkasse, dann der Blick des Prüfers in jeden Vorgang. Bargeld wird nicht verboten. Es wird unbequem. Wer noch Zettel will, gilt als Sonderfall an der Kassa. Denn der digitale Euro wartet hinter der nächsten Verordnung. Die Schublade ist bald leer. Das Konto aber voller Spuren. JE
11:08 | Wirtschaftskrieg der USA gegen Teheran wird an Flughäfen spürbar
Die USA wollen iranische Airlines "weltweit lahmlegen". Wer ihnen Kerosin bereitstellt oder die Abfertigung übernimmt, wird mit harten Sanktionen bestraft. Nun zeigt die Drohung der US-Regierung Wirkung - auch ein britisches Unternehmen reagiert.
Bereits einen Tag vor ihrem Inkrafttreten haben sich verschärfte US-Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften iranischen Angaben zufolge auf den Flugverkehr in der Region ausgewirkt. Der Flughafen Bagdad werde von "einem britischen Unternehmen betrieben, das aus Angst vor Sanktionen" bereits am Dienstag die "Einschränkung und Streichung" iranischer Flüge verfügt habe, erklärte der Sprecher der iranischen Zivilluftfahrt laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
Der Krieg gegen Teheran läuft nicht nur mit Flugzeugen. Er läuft über Banken, Treibstoff und Angst vor König Donald. Nachbarn knicken ein, bevor die Tinte trocken ist. Passagiere zahlen den Umweg. Die Diplomatie in New York redet parallel drei Stunden. Am Gate gilt aber der Dollar. JE
22.09.2026
10:43 | apollo: „Zusätzlich zu bestehenden Vereinbarungen“: Porsche will 4.000 weitere Stellen streichen
Der Jobabbau beim Sportwagenhersteller Porsche nimmt kein Ende: Offenbar könnten weitere 4.000 Arbeitsplätze bei dem Automobilunternehmen wegfallen. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Unterlagen zu einem Aufsichtsratsbeschluss bei Volkswagen von Anfang September. Demnach sieht die Vorlage für die Markengruppe Sport Luxury, zu der Porsche gehört, eine Reduktion um rund 4.100 Mitarbeiter vor.
Diese Reduktion sei „zusätzlich zu bestehenden Vereinbarungen“ geplant, heißt es dort ausdrücklich. Da Porsche aufgrund der Unternehmensstruktur eigenständig agiert, kann Volkswagen solche Maßnahmen allerdings nur empfehlen, nicht anordnen. Beide Marken, Volkswagen und Porsche, nahmen bisher keine Stellung zu dem Bericht des Handelsblatts.
Kommentar des Einsenders
...einst eine Ikone, dann zum billigen Bettvorleger der politischen Trottulosis verkommen...! Schmerzlich, wie eine Top-Marke nach der anderen zerstört wird und die Leut ihre Jobs verlieren... Wer mit Hunden ins Bett geht, wacht mit Flöhen auf (oder gar nicht mehr).
Transformation, Klimaziele, Elektromobilität, Standortkosten... Und irgendwann heißt die Energiewende einfach nurmehr Personalabbau. JE
21.09.2026
12:29 | r24: Nach Milliarden-Finanzierung: Solar-Riese Enerparc ist insolvent
Im März verkündete Enerparc noch ein Finanzierungspaket von bis zu einer Milliarde Euro und kündigte den weiteren Ausbau seiner Solarparks und Batteriespeicher an. Anfang September beantragte die Hamburger Enerparc AG Insolvenz – bei rund drei Milliarden Euro Verbindlichkeiten und Dutzenden laufenden Großprojekten. Aus der milliardenschweren Solar-Expansion wurde binnen weniger Monate ein Fall für den Insolvenzverwalter.
Am 12. März präsentierte Enerparc seine Zukunft noch in leuchtenden Farben. Ein Konsortium aus drei globalen Vermögensverwaltern und einer deutschen Landesbank stellte dem Unternehmen ein Finanzierungspaket von bis zu einer Milliarde Euro bereit. 500 Millionen Euro entfielen auf eine Junior-Finanzierung, hinzu kam ein langfristiger Projektfinanzierungsrahmen von zunächst 425 Millionen Euro, der auf 500 Millionen Euro anwachsen konnte. Nach 1,2 Gigawatt neu installierter Solarleistung allein im Jahr 2025 lag das eigene Freiflächenportfolio laut Enerparc bereits bei rund fünf Gigawatt. Für 2026 sollte der Ausbau weiter Fahrt aufnehmen.
Gescheiterte Finanzierung löste Enerparc-Insolvenz aus – Investorenprozess soll bald starten
Der Insolvenzverwalter des Hamburger Photovoltaik-Unternehmens äußerte sich erstmals zu den Hintergründen des Verfahrens. Er will in Kürze einen Investorenprozess eröffnen. 90 Photovoltaik-Anlagen, teilweise mit Batteriespeichern, befinden sich aktuell im Bau. Oberste Priorität hat derzeit, bei den am weitesten fortgeschrittenen 14 bis 15 Projekten zu prüfen, ob sie während Insolvenzverfahren weitergebaut werden können.
Eine Milliarde rein. Insolvenz raus. Energiewende halt. JE
18.09.2026
16:42 | anti-sp: Wie sich Nordeuropas Wirtschaft verändert
Anastasia Litwina darüber, was die Abschottung von Russland für Finnland, Schweden, Norwegen und das Baltikum bedeutet. Der Vorschlag der finnischen Regierung, das Gesetz zur Abwehr instrumentalisierter Migration bis Ende 2028 zu verlängern, ist ein weiteres Indiz dafür, wie tiefgreifend sich die Beziehungen des Landes zu Russland verändert haben. Die Errichtung dieses juristischen Vorhangs zementiert eine für die nordeuropäische Wirtschaft schmerzhafte neue Realität. Schließlich zeigt der Rückzug aus der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bereits Wirkung: von einer Rekordwelle an Insolvenzen bis hin zum Verfall einst lukrativer Handels-, Tourismus- und Logistikrouten.
Dabei ist eine präzise Formulierung wichtig, denn es geht nicht um eine neue Entscheidung, „die Grenze bis 2028 zu schließen“. Die Grenzübergänge an Finnlands Ostgrenze sind bereits seit Dezember 2023 geschlossen und im Juni 2026 entschied die Regierung, die Übergänge „bis auf Weiteres“ geschlossen zu halten. Die vorgeschlagene Verlängerung bezieht sich konkret auf ein spezielles Gesetz, den „Border Security Act“, das die Rechtsgrundlage für restriktive Maßnahmen im Grenzgebiet schafft.
Gemeinsame nordische Erklärung zur Versorgungssicherheit
Das Verteidigungsministerium des Königreichs Schweden, das Ministerium für Resilienz und Vorsorge des Königreichs Dänemark, das Ministerium für Wirtschaft und Beschäftigung der Republik Finnland, gemeinsam mit der Regierung von Åland, dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Fischerei der Regierung der Färöer-Inseln, dem Ministerium für Wohnen, Infrastruktur, Außenbezirke und Vorsorge der Regierung von Grönland, dem Justizministerium Islands und dem Ministerium für Industrie, Handel und Fischerei des Königreichs Norwegen (nachfolgend „die Teilnehmer“) beschließen, eine verstärkte nordische Zusammenarbeit im Bereich der Versorgungssicherheit in Krisen- und Kriegszeiten zu entwickeln.
Nordea Wirtschaftsausblick: Resilienz in Bewegung
Die Weltwirtschaft zeigt sich angesichts geopolitischer Konflikte, gestiegener Energiepreise und Handelsspannungen bemerkenswert widerstandsfähig. Gleichzeitig belastet die restriktive Geldpolitik der EZB und der Fed weiterhin die Finanzmärkte und treibt die langfristigen Renditen in vielen Ländern auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Der US-Dollar wertet ab, während die nordischen Volkswirtschaften weiterhin überdurchschnittlich gut abschneiden, so Helge Pedersen, Chefökonom der Nordea Group.
Finnland hat den russischen Markt verloren und bekommt dafür strategische Resilienz. Man kann
nicht alles haben... JE
07:21 | Bild: Hilferuf aus unseren drei Autoländern
Die Automobil-Branche steckt tief in der Krise und ruft nach Hilfe! Um den Untergang dieser Schlüsselindustrie zu verhindern, fordern die Regierungschefs der Auto-Länder parteiübergreifend umfangreiche und zügige Maßnahmen. Die Ministerpräsidenten Cem Özdemir (60, Grüne) aus Baden-Württemberg, Markus Söder (59, CSU) aus Bayern und Olaf Lies (59, SPD) aus Niedersachsen haben einen Brandbrief an die EU und die Bundesregierung geschickt.
.. wieso rufen Manager um Hilfe? Die Herren wissen doch immer über alles, jedes und sowieso bescheid. Es gibt keine Manager in einer Bank, die in guten Zeiten jeden zu einem Idioten erkärt haben. Nur um dann Staatsgelder zu nehmen .. weiter im Amt zu bleiben und trotzdem "fotzngscheid" das Maul aufzureißen.
Es gibt Manager für Auspuff .. der alle, wirklich alle für Idioten hält und Kickl für einen Nazi. Aber mit der übelsten Partie in diesem Land abhängt .. oder hat Herr Wolf sich nicht Steuervorteile er... oder der Herr Pierer seine Firma an die Wand geklebt?
Es gibt Manager in der Autobranche, die glaubten .. mit ein bisserl E-Schrott kann man Geld verdienen, weils ja vorher bei den Diesel-Dingern auch funktioniert hat. Da gingen die Zahlen aber auch schon nach unten, weil man eben Schrott produziert hat. Mercedes 1980 und 2020 ... wo liegt der Unterschied? Bei Werkstattaufenthalt!
.. also .. schickt die Manager in die Arbeitslose und lasst das Werk doch wieder durch die Eigentümer finanzieren. Na los, lass doch die Eigentümer ihr eigenes Geld versenken. Haftunung für Eigentümer .. das wäre mal ein Ding. TS
15.09.2026
14:15 | eXX: „Wir müssen schrumpfen": Linke Redakteurin fordert weniger Wohlstand für Europäer
Im Podcast „Thema des Tages” des Standard zeichnet die Wirtschaftsredakteurin der deutschen linken Wochenzeitung taz, Ulrike Herrmann, ein Bild von Europa, das vor allem eines ist: erstaunlich optimistisch – und an manchen Stellen erstaunlich einseitig.
Herrmann, bekannt für ihre wirtschaftspolitischen, antikapitalistischen Bücher und Talkshow-Auftritten, wird von Standard-Moderator Schold Wilhelm zur aktuellen Lage Europas zwischen US-Zöllen, russischer Aggression und chinesischem Wettbewerbsdruck befragt. Ihre zentrale These: Wer von Europas Untergang spreche, „belüge” die eigenen Wähler.
Besonders deutlich wird Herrmann bei rechten Parteien wie AfD oder FPÖ, die aus ihrer Sicht die Bevölkerung schlicht täuschen, wenn sie einen EU-Austritt fordern. Ihr Argument: Der europäische Binnenmarkt sei aus rein ökonomischen Gründen unverzichtbar, da einzelne Nationalstaaten längst zu klein für ihre eigene Industrie seien. Bemerkenswert dabei: Kritische Positionen zur EU werden von ihr durchgehend als ökonomisch unwissend abgetan, eine differenzierte Auseinandersetzung mit den politischen Argumenten dieser Parteien bleibt aus.
„Wir brauchen ein grünes Schrumpfen, kein grünes Wachstum“
Globale Konflikte verdrängen die Klimakrise aus Debatten, grünes Wachstum stagniert. Im journalist-Interview spricht die Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann über Geld als Waffe, prophezeit den Untergang der Tech-Bros und erklärt, warum es keinen klimafreundlichen Kapitalismus geben kann.
Wer Wirtschaft bewusst schrumpfen will, muss auch offen sagen, wer am Ende weniger produziert, weniger verdient und wer auf was verzichtet. JE
14.09.2026
14:33 | apollo: „Schleichende Deindustrialisierung“ – Schockumfrage belegt einmal mehr: Den Maschinenbau zieht es ins Ausland
Der Maschinenbau gilt als Herzstück der deutschen Industrie. Umso schwerer wiegt, dass immer mehr Hersteller Kapazitäten ins Ausland verlegen. Vor allem in den Bereichen Forschung und Entwicklung ist inzwischen eine verstärkte Abwanderung zu beobachten. Die Ursache liegt nicht im Ausland, sondern primär in den gigantischen Kosten am heimischen Standort.
Die hohen Kosten am deutschen Standort schränken die heimischen Unternehmen massiv in ihrer Wettbewerbsfähigkeit ein. Vielen Betrieben bleibt letztlich nichts anderes übrig, als die Reißleine zu ziehen und Kapazitäten an Standorte mit günstigeren Betriebskosten zu verlagern. Betroffen sind dabei längst nicht mehr nur Fertigung und Verwaltung, sondern zunehmend auch Bereiche wie Forschung und Entwicklung.
Forschung zunehmend ins Ausland verlagert
Die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus setzen in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld weiter auf Forschung und Entwicklung (FuE) – auch an ihren Stammsitzen. Laut einer aktuellen Erhebung unter gut 400 VDMA-Mitgliedsfirmen rechnen 39% der Befragten für das Jahr 2026 mit steigenden FuE-Aufwendungen in Deutschland. Zugleich verlagern sich die Forschungsaktivitäten jedoch zunehmend ins Ausland: Mehr als 40% der Unternehmen forschen bereits außerhalb Deutschlands. Bei Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten sind es sogar neun von zehn Firmen, die auf Forschung im Ausland setzen. Insgesamt geben 69% an, dass ihre FuE-Aktivitäten jenseits der Grenzen ausgebaut werden. 40% der bereits international forschenden Unternehmen erwarten, dass ihr Auslandsanteil in den nächsten fünf Jahren um etwa 10 Prozentpunkte steigt; weitere knapp 40% der Befragten rechnen sogar mit einem noch stärkeren Zuwachs.
Jedes vierte Unternehmen fürchtet um seine Wettbewerbsfähigkeit
Jedes vierte Unternehmen in Deutschland (25,4%) fürchtet, auf Märkten außerhalb der EU an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Die Wettbewerbsposition deutscher Industrieprodukte auf dem europäischen Markt verschlechtert sich nach Ansicht von 17% der Unternehmen. „Die deutsche Industrie kann auf den internationalen Märkten weiterhin keinen Boden gutmachen“, sagt Klaus Wohlrabe. „Gerade außerhalb Europas bleibt der Wettbewerbsdruck hoch.“
Zum Vergleich: Eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit außerhalb Europas sehen nur 5,2%, in Bezug auf die Konkurrenz innerhalb Europas sind es 6,3%. Besonders schwierig ist die Lage in der Automobilindustrie. Dort berichten 43,0% der Unternehmen von einer schlechteren Wettbewerbsposition auf Märkten außerhalb der EU. In der Metallerzeugung und -bearbeitung sind es 29,1%, in der Chemischen Industrie 26,0% und im Maschinenbau 25,5%. Auch bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (25,3%) und elektrischen Ausrüstungen (24,5%) sieht rund jedes vierte Unternehmen seine Wettbewerbsposition auf den internationalen Märkten geschwächt.
Da fehlt jetzt nur noch ein neues Förderprogramm und drei Arbeitskreise. JE
12.09.2026
15:55 | apollo: „Das Geschäftsmodell von Deutschland ist tot“ – und die Inflation „wird schlimmer werden“, sagt Lagarde
Die französische EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat Deutschland vor dem wirtschaftlichen Niedergang gewarnt und eine hohe Inflation bis Ende 2028 vorhergesagt. Im Interview mit dem ZDF beteuerte sie nach der späten Erhöhung der Leitzinsen am Donnerstag (Apollo News berichtete) aus der Inflationswelle von 2022 gelernt zu haben und wies den Vorwurf der Untätigkeit zurück. Damals waren die Preise binnen eines Jahres in Deutschland um über acht Prozent gestiegen.
Die Preisentwicklung werde in nächster Zeit noch schlimmer werden, führte Lagarde aus. Bis Ende dieses Jahres erwartet die EZB weiter steigende Inflationsraten – die Preissteigerung beschleunigt sich. Erst Ende 2028 soll beim gegenwärtigen Pfad wieder die Marke von zwei Prozent pro Jahr erreicht werden, die die EZB als mittelfristiges Ziel anstrebt. Dann werde es aber besser werden. Dafür tue man alles.
Kommentar des Einsenders
...und verurteilte Verbrecher an den Schalthebeln globaler Kriminalagenturen, die genau dies über Jahrzehnten beförderten, und den Zahlmeister der Welt bis zur finanziellen Kapitulation zwangen! Das "Geschäftsmodell Deutschland" funktioniere lt. Spahn seit Corona nicht mehr, fünf Jahre später kommt LaGarde und sieht "ihre" Hütte im Vollbrand! "Im Kampf gegen hohe Spritpreise gibt sie sich machtlos – die Zentralbank könne nicht nach Öl bohren." ...ist ein Affront den Steuerzahlern und Konsumenten gegenüber! DIE Zentralbank IST das zentrale Problem, gestützt durch Brüssel u.a. Btw. Geschäftsmodell impliziert "eine Handlungsweise, bei der mind. Zwei oder mehrere Parteien mit einem Vorteil bedacht sind...". Die Partei Steuerzahler (GER/AUT) hat bis dato bloß draufgezahlt, ohne ja gefragt zu werden, ob sie die Geschäfte auch tätigen will...!?
Billiges russisches Gas weg, China vom wichtigen Absatzmarkt zum harten Konkurrenten geworden, der amerikanische Schutzschirm dünner und die Inflation hartnäckig hoch... Und jetzt kommt die Erkenntnis: Das Geschäftsmodell ist tot... Manchmal braucht Europa halt etwas länger, bis es den Leichnam bemerkt. JE
10.09.2026
12:09 | slaynews: Der Gouverneur der Bank von England warnt: Platzen der KI-Blase wird eine globale Wirtschaftskrise auslösen
Der Gouverneur der Bank von England hat eindringlich davor gewarnt, dass der explosionsartige Boom der künstlichen Intelligenz in einer brutalen globalen Marktkorrektur enden könnte. Andrew Bailey warnte die einflussreichen Finanzminister der G20 davor, dass die rasant steigenden Bewertungen von KI-Unternehmen, die massive Kreditaufnahme und die zunehmend konzentrierten Investitionen in der gesamten Technologiebranche Bedingungen schaffen, die einen zukünftigen Finanzschock verstärken könnten.
Bailey warnte davor , dass die Märkte weiterhin anfällig für eine „möglicherweise ungeordnete Korrektur“ seien, die sich rasch über die Grenzen hinweg ausbreiten könnte.
bankofengland: Finanzstabilitätsbericht – Juli 2026
Der Finanzstabilitätsbericht legt die Ansicht unseres Finanzpolitischen Ausschusses zur Stabilität des britischen Finanzsystems dar und erläutert, welche Maßnahmen er ergreift, um etwaige Risiken für dieses System zu beseitigen oder zu verringern.
Investor: „Wo kommt das Wachstum her?“
KI-Branche: „Aus Investitionen.“
Investor: „Und die Investitionen?“
KI-Branche: „Aus dem erwarteten Wachstum.“ JE
09.09.2026
13:45 | BN: Schwarz-Gruppe plant Rechenzentrum bei Rostock für 5,6 Milliarden Euro
In Dummerstorf bei Rostock plant die Schwarz-Gruppe ein neues Rechenzentrum für Cloud- und KI-Dienste. Das Unternehmen stellte das Vorhaben am 27. August 2026 in Schwerin vor. Bis 2033 sollen zunächst bis zu 5,6 Milliarden Euro fließen. Die erste Ausbaustufe soll 240 Megawatt erreichen. Ein späterer Ausbau auf bis zu ein Gigawatt ist bis 2045 möglich. Ausschlaggebend waren deshalb Windstrom und die Nähe zum 380-Kilovolt-Höchstspannungsnetz. Mecklenburg-Vorpommern stellt außerdem bis zu 120 Millionen Euro Förderung in Aussicht. Im Betrieb sollen rund 120 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Allerdings benötigt der Standort dauerhaft sehr große Strommengen. Die Bekanntgabe erfolgte zudem knapp drei Wochen vor der Landtagswahl am 20. September.
tagesschau: Rechenzentrum für Milliarden: Deshalb kommt das XXL-Projekt nicht nach BW
Die Neckarsulmer Schwarz Gruppe will bei Rostock für rund 5,6 Milliarden eines der größten Rechenzentren in Deutschland bauen. Der Standort wurde bewusst gewählt. Die Schwarz Gruppe aus Neckarsulm (Kreis Heilbronn) mit Lidl und Kaufland will bei Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) eines der größten Rechenzentren in Deutschland errichten. Allein die Baukosten beziffert sie auf rund 5,6 Milliarden Euro, die Kapazität auf zunächst 240 Megawatt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. 120 Arbeitsplätze sollen entstehen. "Wir wollen, dass digitale Souveränität, digitale Wertschöpfung wieder in Deutschland und Europa stattfindet", sagte der Chef der Schwarz-Gruppe, Gerd Chrzanowski.
Man möchte weniger abhängig von amerikanischen Cloud-Konzernen sein. Also braucht man eigene Server, eigene Netze und eigenen Strom. Souveränität ist eben teuer, besonders wenn sie 240 Megawatt zieht. JE
07.09.2026
15:39 | BZ: Rekord bei Großpleiten trotz positiver Konjunkturprognose: Wie passt das zusammen?
In Deutschland haben im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 33 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro Insolvenz angemeldet. Das geht aus Zahlen des Kreditversicherers Allianz Trade hervor. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet das ein Plus von zehn Prozent. Die Entwicklung knüpft an ein bereits negatives Vorjahr an. Für 2025 hatte Allianz Trade 94 Großinsolvenzen registriert, acht Prozent mehr als 2024 und der höchste Wert seit Beginn dieser Auswertung im Jahr 2015.
Auffällig ist die Verteilung auf einzelne Wirtschaftszweige. Sieben der Fälle im ersten Halbjahr entfielen auf die Automobilwirtschaft, fünf auf den Einzelhandel, jeweils vier auf Maschinenbau und Dienstleistungen. Betroffen sind damit vor allem Branchen, die entweder kapitalintensiv arbeiten oder sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel befinden.
Kommentar des Einsenders
...vielleicht hat es etwas mit den "Prognostikern" zu tun, die in ihren Elfenbeintürmen sitzen und im Regierungsauftrag Zahlen-Wichserei betreiben, die von der Realität so weit entfernt ist, wie dreibeinige Papageien von einem Abfahrtslauf...!? Bullshit-Bingo in Höchstform, wo das Ich-wünsch-mir-was-Phantasialand und die Realität immer weiter auseinander triften.
33 Großpleiten in einem halben Jahr und 94 im Vorjahr. Wenn das der Aufschwung ist, möchte man den Abschwung lieber gar nicht kennenlernen. JE
06.09.2026
16:01 | expose: Von der Leyen räumt ein, dass das Wirtschaftsmodell der EU gescheitert ist
Im vergangenen Monat hielt die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, in Paris eine etwas überraschende Rede. Überraschend war die Offenheit, mit der sie die Probleme ansprach, die zum Scheitern der EU-Wirtschaft führten, darunter die Mängel des Binnenmarktes und die Bedrohung durch China.
Kommentar des Einsenders
...und dazu braucht es alternative britische Kanäle, um als Steuertrottel eines EU-Landes eine Rede von EUschi zu "empfangen"... Brüssel sitzt selbstverschuldet in der Falle, die Zielsetzungen klar an der Realität gescheitert und der ganze Zirkus keinen müden Taler mehr wert...! Schließen, Gelder rücküberweisen (an die Nettozahler), Verträge canceln, Zukunft Neu-Denken.
Erst macht man Energie teuer, Regeln kompliziert und Produktion unattraktiv. Danach stellt man fest, dass Unternehmen abwandern und die Konkurrenz gewinnt. Und die Lösung? Richtig... Natürlich ein neuer Fonds, damit dieselben Leute noch einmal an die Kasse dürfen. JE
01.09.2026
15:38 | krone: 74 Millionen Euro Schulden: Pollmann ist pleite
Gerüchte gab es schon seit zwei Wochen, jetzt ist es traurige Gewissheit. Der große Familienkonzern Pollmann mit Hauptsitz in Karlstein an der Thaya (NÖ) ist zahlungsunfähig. Drei Gesellschaften – darunter auch die Dachmarke Pollmann International beantragten ein Sanierungsverfahren. Jetzt entscheidet das Gericht.
1200 Mitarbeiter auf fünf Standorten und drei Kontinenten vereinigt das traditionelle Familienunternehmen aus dem Waldviertel, bei dem es noch in den 1990er-Jahren hieß, dass jedes dritte Schiebedach eines Pkw in Europa von Pollmann stammt. Und auf der Homepage wirbt das Unternehmen noch immer damit, dass 93 Prozent aller namhaften Automarken Teile von Pollmann eingebaut haben.
Die Transformation ist voll auf Kurs. Man erkennt sie zuverlässig an den Insolvenzanträgen. JE