02.12.2022

12:48 | ecb.europa.eu: Inflation im Euroraum - Ursachen und Ausblick von Prof. Dr. Isabel Schnabel

Isabel "Die Inflation hat im November 2021 (in Worten: vor einem Jahr!) wohl ihren Höhepunkt erreicht" Schnabel hat zwar nachgewiesenermaßen nicht viel Ahnung, aber diese Chartsammlung hält doch das eine oder andere Schmankerl bereit. Daten sammeln können sie in Frankfurt ebenso gut wie schöne farbenfrohe Charts erstellen. AÖ

01.12.2022

19:11 | Der Bondaffe: Umkehrung der Renditekurve erreicht extreme Ausmaße

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/701261/Umkehrung-der-Renditekurve-erreicht-extreme-Ausmasse

Hier die benannte „Zinsstrukturkurve“ für US-Staatsanleihen.

https://www.investing.com/rates-bonds/world-government-bonds

1jährige Titel notieren bei einer Rendite von +4,68%
10jährige Titel bringen es auf „nur“ +3,55%

Das gefällt den Volkswirtschaftlern, denn jetzt dürfen Sie von einer „harten Rezession“ sprechen.

Ob diese Form der Renditestrukturkurve, also „vorne höher als hinten“ (höhere Renditen bei Kurzläufern, niedrigere Renditen bei Langläufern) der Normalität entspricht oder ob es eine Gefahrensituation darstellt ist im Prinzip nicht ganz so wichtig.

Denn solcherart Zinsstrukturkurven hat es immer schon gegeben. Denn es ist eben normal, dass sich diese „Kurven“ bewegen. Sie verändern sich genauso wie das Klima, denn sonst würde man sie nicht brauchen.

Und so sind wir auf diesem aktuellen Niveau. Was kann jetzt passieren? Ganz einfach, das Niveau der Kurve kann sich jetzt ganz einfach erhöhen. Dann stehen +5,68% bei den einjährigen Papieren auf der Liste und bei den 10jährigen sind es eben +4,55%. Und auch das wäre keine Katastrophe. In den 1990er Jahren war das normal.

Das Problem sind die hohen Inflationszahlen, die man mit hohen bzw. höheren Zinsen/Renditen bekämpfen will/muss. Und da ist das Niveau dieser Zins- bzw. Renditestrukturkurve noch relativ niedrig. Es geht also noch höher. Dieser Verschiebungsprozess nach oben (mit höheren Renditen vorne und hinten) sollte solange andauern, bis die Inflation auf dem Rückzug ist.

Aber das wird sehr lange dauern.

Und auch dazu passend: Klima nicht mit Wetter zu verwechseln...! OF

30.11.2022

12:56 | cnbc: Transitory inflation talk is back. But economists say higher prices are here to stay

Während die meisten Ökonomen für das Jahr 2023 einen deutlichen allgemeinen Rückgang der Gesamtinflationsraten erwarten, bezweifeln viele, dass dies einen grundlegenden Disinflationstrend einläuten wird. Paul Hollingsworth, Chefvolkswirt für Europa bei BNP Paribas, warnte die Anleger am Montag vor der Rückkehr des "Team Transitory", eine Anspielung auf die Denkschule, die davon ausging, dass steigende Inflationsraten zu Beginn des Jahres nur vorübergehend sein würden.

Ich kann jetzt schon die Jubelchöre hören, wenn die Inflationsraten die 8%-, 7%-, 6%- und vielleicht auch schon 5%-Marke nach unten durchbrechen, dass die Inflation wieder niedrig sei, auch wenn sie dann noch immer deutlich über der Zielmarke von 2% liegen wird. Wer vom Gipfel in die nächste Hütte abgestiegen ist, ist zwar dem Tal näher als am Gipfel, deswegen aber noch lange nicht im Tal. AÖ

29.11.2022

08:51 | focus: Euro-Architekt Issing: „Notenbank hat Lage nicht mehr unter Kontrolle“

focus: Hätte die EZB die Inflation nicht kommen sehen müssen?
Issing: Man muss ehrlicherweise zugeben, den Krieg und die Auswirkungen des Krieges konnte niemand vorhersehen. Dieser Anstieg der Energiepreise ist ein äußerlicher Schock, den die EZB in dieser Dimension nicht vorhersehen konnte. Dagegen können sie unmittelbar auch nichts unternehmen. Man kann steigende Gaspreise nicht mit höheren Zinsen bekämpfen.

Ein Mann mit einer derartigen Lebens- und jetzt mit einer derartigen Fehlleistung. Schade um ihn. Hätte er das Kamingespräch ohne Kamin von b.com mit Mag. Hochreiter gesehen, wäre ihm diese "Krieg ist Hauptschuldiger für inflation"-Peinlichkeit erspart geblieben. Mag. Hochreiter hat bei uns im Frühling schon als einer der ersten mittels Inflationscharts bewiesen, dass der Krieg maximal Beitragstäter niemals jedoch Verursacher der Inflation gewesen ist. TB

08:37 | Quelle TASS und russische Tochka Bank "Entdollarisierung"

Eines von fünf im Jahr 2022 eröffneten Fremdwährungskonten ist in RMB, vor einem Jahr waren es nur 3 %. Laut einer Umfrage der Tochka Bank, die Daten über die Kundenunternehmen der Bank ausgewertet hat, bevorzugen Geschäftsleute in Russland seit diesem Jahr den Yuan für die Aufbewahrung von Fremdwährungen. 21% der in diesem Jahr eröffneten Fremdwährungskonten lauten auf Yuan, im letzten Jahr waren es nur 3%. Im Januar 2022 hielten 59,9 % Devisen in US-Dollar, 35,9 % in Euro, 0,6 % in Renminbi und 3,5 % in Pfund Sterling, türkischer Lira und anderen Währungen. Im November geben die Unternehmer dem Yuan den Vorzug: 65,5 % ihrer Ersparnisse sind nun in dieser Währung. An zweiter und dritter Stelle stehen US-Dollar und Euro (21,8 % bzw. 11,6 %), während auf andere Währungen nur 1,2 % entfallen", so die Umfrage.

Kommentar des Einsenders
Entdollarisierung pasend auch zum Beitrag unter Gold Standard Institut 07:07 Uhr

28.11.2022

17:44 | ntv: EZB-Chefin äußert sich zur Zinsanhebungsproblematik

Das Ausmaß der weiteren Zinserhöhungen durch die EZB wird nach Aussage von Notenbankchefin Christine Lagarde von verschiedenen Faktoren abhängen. "Wie weit wir noch gehen müssen und wie schnell wir dorthin gelangen, wird von unserem aktualisierten Ausblick, der Persistenz der Schocks, der Reaktion der Löhne und Inflationserwartungen sowie von unserer Einschätzung der Übertragung unseres geldpolitischen Kurses abhängen", sagte die Französin bei ihrer Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments.
In diesem unsicheren Umfeld und angesichts komplexer Schocks müssten die Entscheidungen des EZB-Rats datenabhängig sein und von Sitzung zu Sitzung getroffen werden. Die EZB sei aber entschlossen, die Zinsen auf ein Niveau anzuheben, das eine rechtzeitige Rückkehr der Inflation zu ihrem mittelfristigen Ziel von 2 Prozent gewährleiste.

Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründe einen Arbeitskreis...! Bei diesem Kurs der Währungshüter dürften sich die "komplexen Schocks" bereits tiefst eingebrannt haben, da wird ihnen aber leider auch ein digitaler Euro nimmer weiterhelfen...!? OF

16:35 | Die Leseratte: Digital-Zentral

Indien testet jetzt den digitalen Rubel auch in Einzelhandelsumgebungen. Ein Teil der Banken soll das mit mehreren Tausend Kunden jeweils testen.

https://srbin.info/svet/rat-protiv-gotovine-indija-uvodi-pilot-program-maloprodaje-za-digitalni-novac/

18:14 | Der Ostfriese zu 16:35
Warum digitaler Rubel in Indien? Ist die Rupie schon so weit im Wert verfallen, das sie niemand mehr annimmt?

19:23 | Die Leseratte zu 18:14
Indien wurde offensichtlich auserkoren als Testland fürs Digitale. Die haben schon einige Maßnahmen durchgeführt, ich erinnere daran, dass sie von einem Tag auf den anderen ohne Vorankündigung die großen Rupien-Scheine für ungültig erklärt haben und dadurch die Menschen gezwungen habe, diese umzutauschen und sich damit zu outen, wieviel Geld sie unter der Matraze hatten. Gab noch mehr, bitte einfach mal googeln. Jetzt gehen sie einfach den nächsten Schritt, "einen nach dem anderen, bis es kein Zurück mehr gibt" ... frei nach dem EU-Suffki.

19:25 | Der Bondaffe
Ich würde sagen: "Volle Panik", man hat es eilig. Ganz klar, das alte System geht gerade unter, aber man hat nichts ausgereiftes Neues. Eine digitale Währung braucht keine Bezeichnung, woher sie kommt oder aus welchem Land sie stammt. Denn diese wäre als "Globale Währung"
konzipiert. Es wäre auch keine Währung, es wäre eine digitale Verrechnungseinheit, welche man Geld nennt. Eigentlich "noch" Geld nennt.

Digitale Währung? Ich denke, das wird nicht funktionieren. Seit dem FTX-Debakel wissen wir, daß digitale Währungen einfach so verschwinden können. Einfach weg. Denn Kryptoland brennt gerade ab. Elektronisches Geld kann einfach verschwinden, sozusagen verheizt.

Auch viele müßten sich von Geld in herkömmlichen Sinne verabschieden. "Zum Schluss geht es nur ums Geld", so ein weit bekannter Spruch. Stimmt, denn jetzt sind wir am Schluss. Was aber, wenn das Geld "kaputt" ist? Das bekannte Geld führt schließlich zu kaputtem Denken. Digitales
Geld aber führt zum Ausschalten des Denkvorgangs. Das der Denkvorgang durch digitales Geld gestört ist, sehe ich an der Supermarktkasse. Wenn mit dem Handy mit Dings-pay oder Kleinstbeträge mit der Geldkarte bezahlt werden. Wenn auf diese Weise bezahlt wird, handelt es sich nicht mehr um Geld. Aber die "Person", die so bezahlt, ist schon eine Maschine. Eine Maschine, die im System zu 100% funktioniert, da sie voll implementiert ist. Heilung ausgeschlossen. Die Person hat keine Ahnung, daß sie wie ein Roboter funktioniert. Auch das ist "künstliche Intelligenz".

Digitales Geld hat eine Transformationsfunktion. Es ist eine transhumanistische Transformation. Es geht nicht nur um materielle Ersatzteile für den Körper, sondern auch um eine Beeinflussung des
menschlichen Gehirns und des Denkens. Und was das Thema "Digitales Geld und Akzeptanz" angeht, ist dies eine Beeinflussung, Umprogrammierung und Akzeptanz im menschlischen Denken. Und das funktioniert ohne Chip. Man muss gar nichts in die Weichteile des Hirn einpflanzen. Die
Geldakzeptanz genügt. Die "künstliche Maschinenintelligenz" wird eben anders programmiert. Und irgendwann treffen sich zunehmende Maschinenintelligenz und abfallende Personenintelligenz auf niedrigem Niveau. Fertig ist die "digitale Verrechnungseinheit" als "Gesetzliches Zahlungsmittel". Ein IQ von 50 genügt.
Aber nicht alle wollen das. Große Teile der Bevölkerung haben einen höheren IQ.
 

12:52 | wolfstreet: The Fed’s Liabilities under QT: November Update

Die Gesamtverbindlichkeiten sanken auf 8,58 Billionen USD, wie aus der wöchentlichen Bilanz der Fed hervorgeht, die wegen Thanksgiving am Freitag einen Tag später als üblich veröffentlicht wurde. Dies ist ein Rückgang um 344 Milliarden USD gegenüber dem Höchststand vom 13. April 2022 und der niedrigste Stand seit dem 3. November 2021. Die Gesamtverbindlichkeiten entsprechen den Gesamtaktiva der Federal Reserve (abzüglich 42 Mrd. USD an Kapital). Aber es gibt große Verschiebungen in der Zusammensetzung dieser Verbindlichkeiten, die wir uns gleich ansehen werden, und die Banken, Geldmarktfonds des Schatzamtes, die erstaunlich rekordverdächtigen US-Papierdollar und das Girokonto der Regierung betreffen:

Der starke Zug zu Papier-US-Dollar ist ein starkes Indiz für die hohe Unsicherheit im Markt, die wohl noch längere Zeit bestehen wird. Sie könnte aber auch ein erster zarter Hinweis darauf sein, dass die Bevölkerung die Stabilität der Geschäftsbanken als zumindest leicht angegriffen auffasst. AÖ

07:59 | report24: China tauscht immer mehr US-Dollars gegen Gold als stabile Alternative

Der chinesische Staatschef Xi Jinping hat in den letzten Jahren einen klaren politischen Kurs verfolgt: die Internationalisierung des Yuan als Hauptkonkurrenten des Dollars. Wenngleich das mittelfristige Ziel auch darin liegt, eine “BRICS-Korbwährung” als Gegenstück zu den Sonderziehungsrechten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu schaffen, die ungeachtet westlicher Sanktionen als internationale Handelswährung fungieren kann, hat die Führung der People’s Bank of China (PBC) unter Gouverneur Yi Gang ein wichtiges Ziel. Die chinesische Währung soll gegen einen Dollar-Kollaps abgesichert werden.

Das Zentralbanker Inflation durch Zinserhöhungen bekömpfen ist klar. Aber die Geschwindigkeit der US Zins Erhöhungen ist fast beispiellos. Hier sieht man den wahren Grund für diese brutale Erhöhung der Zinsen in den USA: die Glaubwürdigkeit des Dollars muss erhalten bleiben. Die Fed versucht Kapital aus aller Welt, auch aus Europa, in die USA zu ziehen. DIe Fed versucht auch, die Wettbewerbsfäigkeit seiner Konkurrenten China und Europa zu schwächen, um Unternehmen zu einer Relocation in die USA zu motivieren. Was das "Onshoring" betrifft, das könnte ein langfristige Trend werden, deutschen Automobilunternehmen und Chip Unternehmen wie Taiwan Semi Conductor machen Fabriken in den USA auf, die schliesst man dann nicht so schnell, vor allem, wenn die Lage in Europa und Asien unsicher bleibt. Was den Dollar betrifft, die FED muss an allen Fronten kämpfen, gegen die Inflation und auch gegen die eigene Regierung, deren überhebliche Aussenpolitik eine der Hauptgründe für die Ablehnung des US Dollars ist. Der Dollar ist  seit den Zinserhöhungen wie eine Rakete in die Höhe geschossen. Es ist nicht auszuschließen, dass die Rakete trotzdem in den Sinklug wechselt. Ganz im Gegenteil, es ist recht wahrschienlich. JJ

26.11.2022

08:46 | f100: Inflation könnte auf „2,5 bis 3 Prozent“ sinken - das sind die Gründe

Erste Wirtschaftsexperten haben Inflationsprognosen für 2023 abgegeben, die für Verbraucher wie eine Erlösung klingen. Der ehemalige Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, Olivier Blanchard, sagte dem „Manager Magazin “, die hohe Inflation in Deutschland sei wahrscheinlich „eine Sache von zwei Jahren“. Ende 2023 werde die Inflationsrate „bei 2,5 bis 3 Prozent liegen“. Mehrere Entwicklungen in dieser Woche zeigen: Er könnte recht behalten.

Ja das wird sie. Aber nur um dann Ende nächsten Jahres noch schrecklicher zurückzukommen.
Zu viele Unsicherheiten bezüglich
- Lieferketten (Angebotsstörung)
- Ukrainekrieg (können auch poisitive Ereignisse sein)
- was macht die Politik (fiskal oder monetäre Schwerpunkte?)
- wie geht die FED wweiter vor?
Alles in allem ein Unsicherheits-Cocktail, der die Inflationsraten mit allerhöchster Amplitude schwingen lassen wird! TB

13:10 | Leser-Kommentar
Halte ich für reine Schwurbelei. Denn es gibt inzwischen so viele Fronten. Die von unfähigen Befehlsgebenden gehalten werden sollen. Wie soll das dann gehen ? Ich geb auf sowas nichts mehr. Wir müssen erst mal über den Winter kommen. Im April schauen wir dann mal, wie Lage ist. Panzerkolonnen gen Ukraine, Admiral erklären China hätte angeblich Machgelüste etwas wieder ins Reich zu integieren. Die Energiestatus von Europa ist nach ungeklärt bzw. seher schwer einschätzbar. Neben bösen Viren, sollen das Licht sogar auf Befehl ausgehen - nein, nicht um das Klima zu retten ?
Wie schauts in nächsten Jahr mit Dünger aus. Und Russland will man nach wie vor "befrieden". Die Masse hat immer weniger Geld zu Verfügung um zu konsumieren. Gleichzeitig die Freude und Undarftheit auf sehr niedrigen Stand, was ebenso auf Konsum schlägt. Die Bankenwelt läuft nach wie auf Rasierklinge. Und dann noch der Preistreiber Staat, über Steuern, Einschränkungen usw. Und wenn ich dann noch lese "Wirtschaftsexperten" arbeiten mit "könnte" ?
Da kann ich gleich sagen, wenn ich könnte wäre ich gerne Millionnär. Somit heisse Luft vom System, um das Rad noch ein bißchen weiterzudrehen. Denn bei uns passiert nichts - wir drucken bis zum Untergang ?!

25.11.2022

15:54 | asiatimes: China’s gold stockpiling is dollar warning sign

Eines der am schlechtesten gehüteten Geheimnisse im globalen Zentralbankwesen ist das Ausmaß, in dem chinesische Beamte Dollar gegen Gold tauschen. Das Team von Gouverneur Yi Gang bei der People's Bank of China gibt das nicht zu. Das muss die PBOC aber auch gar nicht, denn der chinesische Staatschef Xi Jinping hat in den letzten Jahren einen klaren politischen Kurs verfolgt: die Internationalisierung des Yuan als Hauptkonkurrenten des Dollars.

Yi Gang muß das auch nicht zugeben, denn zumeist befinden sich - wie bereits 2009 angekündigt* - diese Goldvorräte zwar in staatlichen Agenturen aber nicht als Positionen der PBoC. Können aber binnen Sekunden - wie auch damals lapidar festgestellt wurde - in die Nationalbankbilanz eingebucht werden. I versteh' wenig bis nix von Bilanzen, vielleicht kann mir das einmal einer erklären. Muß dann die PBoC nicht eine Zahlung an die Agentur vorweg übersenden? TB
* Ich weiß, diese Story kommt bei uns so 2-3 mal im Jahr, aber diese Aussage bzw. die Verwirklichung dieser Ankündigung von 2009 wird dem Westen noch viel Kopf zerbrechen bereiten. Und nicht, dass es den Inkompetenzlern in den Zentralbanken einfällt, zu sagen, dass hamma ned wissen können! Lest's Bachheimer anstatt NYT oder noch schlimmer, WSO! TB

Silverado
Abgesehen von allerlei Erkenntnissen und Spekulationen ist interessant, dass die Türkei im Verhältnis zu China etwa 1:10 Gold kauft, obwohl die BIP´s ein Verhältnis von 1:25 haben und die Inflationsraten etwa 85%:3% stehen.
Übrigens, gute Quelle für allerlei Daten zum Schmökern bzw. Unterlegen: https://de.statista.com/statistik/kategorien/kategorie/19/branche/internationale-laenderdaten/

24.11.2022

16:29 | Die US-Korrespondentin: Vertreter der US-Notenbank neigen angesichts der Angst vor einer Rezession zu langsameren Zinserhöhungen

Beamte der US-Notenbank kamen Anfang dieses Monats zu dem Schluss, dass die Zentralbank das Tempo der Zinserhöhungen bald drosseln sollte, um das Risiko einer zu starken Straffung abzumildern, und signalisierten, dass sie zu einer Herabstufung auf eine Erhöhung um 50 Basispunkte im Dezember tendieren. „Eine beträchtliche Mehrheit der Teilnehmer war der Ansicht, dass eine Verlangsamung des Wachstumstempos wahrscheinlich bald angemessen sein würde“, heißt es im Protokoll ihrer Versammlung vom 1. und 2. November, die am Mittwoch in Washington veröffentlicht wurde. Während der Vorsitzende der Fed, Jerome Powell, während seiner Pressekonferenz nach der Sitzung sagte, dass die Zinsen wahrscheinlich letztendlich höher steigen werden als die September-Prognosen der Beamten andeuteten, gab der Bericht vom Mittwoch eine nuanciertere Sichtweise: „verschiedene“ Beamte – eine Beschreibung, die im Protokoll nicht häufig verwendet wird – hatten dies getan kam zu dem Schluss, dass die Zinsen letztendlich auf einem höheren Niveau gipfeln würden als zuvor erwartet.

Der "Innovationsgeist" der Zinsschrauber bald zu Ende!? Von einem Minusniveau kommend zum Sprint angesetzt, und jetzt benötigen sie offenbar den Sauerstoff, um der Schnappatmung entgegenzuwirken..!? Wirkt alles ein wenig "chaotisch"... OF

12:38 | focus: Ex-EZB-Banker Otmar Issing: „Die Notenbank hat die Lage nicht mehr unter Kontrolle“

Issing: Man muss ehrlicherweise zugeben, den Krieg und die Auswirkungen des Krieges konnte niemand vorhersehen. Dieser Anstieg der Energiepreise ist ein äußerlicher Schock, den die EZB in dieser Dimension nicht vorhersehen konnte. Dagegen können sie unmittelbar auch nichts unternehmen. Man kann steigende Gaspreise nicht mit höheren Zinsen bekämpfen. Aber wenn man daran denkt, dass noch im März dieses Jahres der Chefvolkswirt der EZB, sprich einer meiner Nachfolger, erklärt hat, die Inflationsrate werde binnen zwei Jahren wieder bei zwei Prozent oder darunter liegen, und zwar ohne dass wir geldpolitisch irgendetwas unternehmen, dann ist das eine Aussage, die sich aus heutiger Sicht absurd anhört. Aus damaliger Sicht allerdings auch. Das eigentliche Versagen der EZB liegt aber noch viel weiter zurück. Spätestens ab dem Sommer letzten Jahres hätte die EZB aus dem Krisenmodus aussteigen müssen.

Man muss nur in das Gesicht von Christine Lagarde bei den Pressekonferenzen nach den Sitzungen des EZB-Rats schauen und man kommt zum selben Ergebnis. Oder die Titel der Interviews und der EZB-Publikationen, die immer weniger mit Geldpolitik zu tun haben, immer öfter dafür mit Klimawandel und Diversität. Ein Koch, der Strickmuster studiert, wird auch keine guten Speisen kredenzen. AÖ

16:51 | Leserkommentar zum grünen Kommentar
Werter AÖ. Der Koch wird überhaupt nichts mehr kredenzen. Denn wirklich stricken können nur relativ wenige Männer.
Für mich ist das eine Art Magie. Obwohl stricken eigentlich logisch aufgebaut ist, sonst bekommt man keinen Erfolg.
Ist das erschaffen solcher Muster genial. Und es macht Menschen, die das tun sichtlich Freude. Ob das erschaffen der ZB bzw. von C.L. Freude und Nutzen erzeugt - ist für mich sehr zweifelhaft.

12:16 | finansavisen.no: Monsterheving i Sverige [Große Zinserhöhung in Schweden]

Schweden muss die Inflation in den Griff bekommen, und die schwedische Zentralbank, die Riksbank, hebt den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent (zuvor 1,75 Prozent) an.

Und das bei einer Inflationsrate von aktuell 10,8%. Die ohnehin schon stark nachgebenden Immobilienpreise werden einen weiteren Schub erhalten, zugleich wird das Konsumklima sich weiter eintrüben. Die Verschuldung der privaten Haushalte liegt in Schweden über 90%, in Deutschland dagegen nur bei ca. 57%, in Österreich bei rund 52%. Die Konjunkturaussichten der Riksbank sind dementsprechend bescheiden. AÖ

20.11.2022

11:11 | Leser-Kommentar zu den neuen Aussenhandelsverträgen von gestern

"Er fügte hinzu, dass diese Initiative nun von der Zentralbank und dem Finanzministerium zusammen mit den Banken ausgearbeitet wird.“ Glaube ich nicht!
Die sind schon viel, viel weiter! Die werden doch nicht jetzt anfangen, das auszuarbeiten! Insofern völlig richtig: Es geht los!

Und wenn der Westen nicht mitspielt, geht's auch ohne Verträge! TB

19.11.2022

20:03 | TASS:  Neue Außenhandelsverträge

Die russischen Behörden prüfen die Möglichkeit, die Abrechnung der Preise in Außenhandelsverträgen mit befreundeten Ländern über den Dollarkurs aufzugeben, und planen die Verwendung alternativer Indikatoren für die Abrechnung, berichtet RBC. Der Quelle zufolge steht der Markt vor der globalen Aufgabe, ein System aufzubauen, das den Wechselkurs über den Dollar dauerhaft beseitigt. Er fügte hinzu, dass diese Initiative nun von der Zentralbank und dem Finanzministerium zusammen mit den Banken ausgearbeitet wird.

Es geht los! BRICS haben 60 Jahre Währungsunterdrückung satt und holen jetzt Wie schon im Frühsommer von mir hier und in Vorträgen angekündigt wird jetzt zum finalen Schlag ausgeholt. Wir stehen vor der größten Veränderung in der Wirtschaftsgeschichte ever! TB

20:17 | Leser-Kommentar
Da helfen auch keine Flugzeugträger

18.11.2022

17:51 | finanzen: EZB-Präsidentin Lagarde: Bilanz wird "maßvoll und vorhersehbar" verkleinert - Kampf gegen Inflation nicht beendet

Die Europäische Zentralbank (EZB) betrachtet die Leitzinsen nach Aussage ihrer Präsidentin Christine Lagarde weiterhin als ihr wichtigstes Instrument, wird aber auch ihre Bilanz "maßvoll" verkleinern.
"Im gegenwärtigen Umfeld und in Anbetracht der Tatsache, dass die Zinssätze nach wie vor das wirksamste Instrument zur Gestaltung unseres geldpolitischen Kurses sind, ist es... angemessen, die Bilanz in einem maßvollen und vorhersehbaren Rahmen zu normalisieren", sagte Lagarde beim Frankfurt European Banking Congress.

Dazu passend: dwn: EZB zieht Rekordsumme von 300 Milliarden Euro aus dem Bankensystem

Die Banken der Eurozone erhielten eine erste Gelegenheit, ihre TLTRO-Kredite bei der EZB zurückzuzahlen. Sie gaben knapp 300 Milliarden Euro zurück. (bezahl)

Wenn die Lagarde von angemessen und maßvoll spricht, kann man das Maß an kreativer Ausgestaltung dieser Aktionen bereits erahnen!? Andere würden wohl von einer Fortschreibungen des massiven Bilanzbetrugs sprechen!? OF

12:28 | fmw: EZB: Anhebung der Zinsen nur um 0,5% – trotz Inflation

Nachdem die EZB viel länger als die US-Notenbank Fed davon ausging, dass die Inflation „vorübergehend“ sei und daher auch später mit der Anhebung der Zinsen begann, scheint man in Frankfurt nun Angst vor der eigenen Courage zu bekommen. So berichten Insider, die anonym bleiben wollen, dass die EZB im Dezember wohl die Zinsen nur um 0,5% anheben wird – und damit nicht wie so stark bei der letzten Sitzung um 0,75%. Die EZB hofft, dass die Dynamik der Inflation nachläßt – und fürchtet, mit den schnellen Anhebungen der Zinsen die Wirtschaft Europas in eine Rezession zu stürzen. Besonders EZB-Vertreter der wirtschaftlich schwächeren und höger verschuldeten „Südländer“ der Eurozone sehen die schnellen Zins-Anstiege mit Sorge.

Gestern noch - siehe 12:34 - hieß es, dass die EZB "alles erdenklich Notwendige" tun werde, um die im Euroraum weiter anziehende Inflationsrate auf 2% zu drücken. Das Mantra vom entschiedenen Kampf gegen die Inflation ist halt nur, wie ich es gestern bezeichnet habe, ein Werbeslogan, das berühmt-berüchtigte Hochglanzprospekt, das durch seinen Schein vom fehlenden Inhalt, vom fehlenden Sein, ablenkt. Wir werden uns noch wundern, was bei dieser EZB alles möglich ist. AÖ

17.11.2022

12:34 | cnbc: ECB will do ‘whatever is necessary’ to get inflation to 2%, vice president says

die Preise zu senken, um die Inflationserwartungen zu verankern, so der Vizepräsident der Zentralbank. Luis de Guindos sagte am Mittwoch gegenüber Annette Weisbach von CNBC, dass das Hauptrisiko einer Lohn-Preis-Spirale darin bestehe, dass die Glaubwürdigkeit der Zentralbank nicht stark genug sei. "Deshalb verpflichten wir uns so sehr zur Preisstabilität ... und dass wir alles Notwendige tun werden, um die Inflation auf das Niveau zu senken, das wir als Preisstabilität betrachten, nämlich 2 %", sagte er.

Blablablablablabla - mehr als ein Jahr hat die EZB den Inflationsschlaf gepflegt, ja mehr noch, die Inflationsgefahr als gering und "vorübergehend" bezeichnet, und jetzt soll noch irgendjemand diesen Werbeslogans trommelnden Figuren irgendetwas abnehmen? Eher wird Katar Fußballweltmeister, als dass unter Christine Lagarde die EZB zur Seriosität zurückkehrt. AÖ

15:46 | Leser-Kommentar
Und damit das vorherige bzw ausgängliche Preisniveau erreicht wird, benötigen wir knapp 10% Deflation. Ansonsten ist bei 0% Inflation
(Preisstabilität) wieder jedes Jahr 10% mehr weg!

16.11.2022

12:58 | cnbc: UK inflation hits 41-year high of 11.1% as food and energy prices continue to soar

Die Inflation in Großbritannien stieg im Oktober auf ein 41-Jahres-Hoch von 11,1 % und übertraf damit die Erwartungen, da die Preise für Lebensmittel, Transport und Energie die Haushalte und Unternehmen weiterhin unter Druck setzten. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen jährlichen Anstieg des Verbraucherpreisindexes von 10,7 % prognostiziert, und der Oktoberwert markiert einen Anstieg gegenüber dem 40-Jahreshoch von 10,1 % im September.

Wehe wenn England bei der Fußball-WM früh ausscheidet, was angesichts der günstigen Auslosung sehr unwahrscheinlich ist, denn dann könnten die Bürger in der fußballfreien Zeit bis zum Boxing Day/Stephanietag auf den Gedanken kommen, nicht die Fußballplätze, sondern die Bank of England und die Downing Street 10 zu belagern. AÖ

15:22 | Leser-Kommentar
Werter Alpenökonom. Der englische Durchschnittsbürger wird genauso wenig aufbegehren, wie sein deutsches Pendant.
Beide werden erst aktiv, wenn ihr Fußballverein beleidigt wird. Dann ruschelt es im Karton. Aber nicht wegen belanglosen
Dingen wie galoppierender Inflation.

15.11.2022

19:49 | Leser-Zuschrift: Die Rekordstaatsverschuldung der Weltwirtschaft droht das gesamte Finanzsystem zum Einsturz zu bringen — Asia Times

▪️Die Weltwirtschaft "ertrinkt in einem Meer von Schulden", sie haben 300 Billionen Dollar überschritten – ein kritisches Niveau, das nach Ansicht der Wirtschaftswissenschaftler Luke Gromen und Brent Johnson den Zusammenbruch des globalen Finanzsystems bedroht, so die in Hongkong ansässige Asia Times

🔺 Die G7-Länder haben eine Staatsverschuldung von über 100% des BIP angehäuft – das Doppelte des tragfähigen Niveaus. In den USA ist die Staatsverschuldung seit der Abschaffung der Golddeckung des Dollars im Jahr 1971 von 371 Milliarden Dollar (35% des BIP) auf 31 Billionen Dollar (126% des BIP) gestiegen.

🔺 Die hohe Staatsverschuldung der Industrieländer ist ein Faktor für das wachsende Misstrauen gegenüber den Weltreservewährungen. Und es erklärt, warum die Zentralbanken in aller Welt aggressiv Gold kaufen. In diesem Jahr wurde ein Rekordkauf von 673 Tonnen Gold seit 1967 verzeichnet

▪️Im Gegensatz zu Papiergeld besteht bei Gold kein Ausfallrisiko. Um es mit den Worten des legendären J.P. Morgan zu sagen: "Gold ist Geld und alles andere ist Kredit" – folgert Asia Times

Das war's dann wohl!? OF

09:12 I wiwo: EZB-Vize rechnet mit keinem raschen Abklingen der hohen Inflation

Luis de Guindos geht nicht davon aus, dass die hohe Inflation nicht zeitnah abklingen wird. Die Geldpolitik müsse die Unterstützung der Wirtschaft verringern.

Die Apparatschik-Wortspende des Tages. HP

 

07:57 | stansberry: daniela cambone mit Willem Middelkoop

Mit dem Beitritt von immer mehr Ländern "ist die BRICS-Allianz ein erwachender Riese", behauptet Willem Middelkoop, CDF-Gründer und Bestsellerautor von "The Big Reset: War on Gold and the Financial Endgame." "Es ist jetzt der Westen gegen den Rest der Welt", und vieles hängt davon ab, ob Saudi-Arabien den BRICS beitritt oder nicht, erklärt er Daniela Cambone. Middelkoop erörtert, wie er in seinem Bestseller vorhersagte, dass "Moskau und Peking einen Wiederaufbau der Weltordnung anstreben werden" , und es wird eine Neubewertung von Gold als Teil des großen Reset geben. Mit dem Platzen der Krypto-Blase" sei der Fall des physischen Goldes eingetreten. Bitcoin wird bleiben, und es ist gesund, dass der Markt für digitale Vermögenswerte durcheinander gewirbelt wird, so Middelkoop weiter. Er kommt zu dem Schluss: "Bitcoin ist digitales Gold, und die anderen alternativen Kryptowährungen sind Schneeballsysteme.

MIddelkoop ist als Gold Bug bekannt. Interessant, dass er Bitcoin als lobt und alle anderen Cryptos als Ponzi Schemes betrachtet. Die Performance von BTC gegenüber ETH zum Beispiel ist seit Beginn 2020 schwach, trotz Crypto Crash. JJ

 

12.11.2022

18:10 | n-tv: "Passt nicht zu Zinserhöhungen" - Bundesbank besorgt über EZB-Anleihekäufe

Um die hohe Inflation in den Griff zu kriegen, hat die Europäische Zentralbank die Zinsen zuletzt kräftig erhöht. Bundesbank-Präsident Nagel wirft den Währungshütern in Brüssel vor, mit ihren fortgesetzten Anleihekäufen zugleich in die entgegengesetzte Richtung zu steuern.

Kein Vorwurf - Tatsache! TB

Der Bondaffe
DIE sind schon besonders witzig in der Bundesbank und in der EZB. Das sitzen DIE auf 5 BILLIONEN EURO Anleihebeständen. Das sind 5.000 MILLIARDEN EURO. Die hat man über viele Jahre zusammengekauft um den Markt zu stabilisieren und die Renditen (und auch die Zinsen) für die Anleihen UNTEN ZU HALTEN.

Und jetzt soll DAS ZEUG verkauft werden? Nein, falsch! WER SOLL DAS ZEUG abkaufen? Das hat man in Grossbritannien am 28.09.2022 probiert und auch gesehen. Wer hat das STAATSANLEIHEN-ZEUG von den Investoren (wie Pensionskassen) denn aufgekauft? Die Bank of England natürlich, die ZENTRALBANK HAT GEKAUFT!

Und WIE und AN WEN soll die Bank of England DAS ZEUG wieder verkaufen? An wen soll die EZB den Anleihenschrott verkaufen? An die INVESTOREN natürlich. Möglich, daß institutionelle Investoren den Anleihemüll kaufen. ABER NUR ZU NIEDRIGEN KURSEN UND DAMIT ZU HÖHEREN RENDITEN!

Aber vielleicht macht man auch LINKE TASCHE/rechte Tasche. Die Europäische Zentralbank verkauft alles an die Bundesbank. Das dürfte zwar so gegenwärtig nicht gehen, aber man muß nur die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern. Mit FIAT-Geld ist alles möglich und auf dem Parkett „Gauner gegen Gauner“ sowieso.

11.11.2022

12:12 | TE: Die Liebediener – Ökonomen stützten die verharmlosenden Inflationsprognosen der EZB

Die EZB hat lange die Inflationsgefahr verharmlosen können, weil renommierte Ökonomen ihr dabei behilflich waren. Nicht zuletzt der Präsident des DIW stieß ohne Unterlass in das Horn der EZB-Oberen. Der Scherbenhaufen der EZB-Stabilitätspolitik ist auch ein Fiasko ihrer Hof-Ökonomen.

Nur werden diese Hof-Ökonomen mit Top-Jobs bzw. Forschungsaufträgen, eben auch bei bzw. von der EZB, belohnt. Diese Form der Korruption ist unter Intellektuellen weit verbreitet, besonders unter jenen, die von sich behaupten, die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben. Aber solange auch die Journaille diese "Experten" ebenfalls hofiert, zwecks Absicherung der Deutungshoheit, wird genau gar nichts passieren. Klimek und Popper gelten ja auch noch immer als Corona-"Experten". AÖ

15:07 | Der Bondaffe
"Das Leben ist zu kurz um billiges Bier zu trinken". Und Biertrinker wissen, wie grauslich billiges Bier schmeckt.
Hier haben wir auf volkswirtschaftlicher Seite dasselbe. Die ökonomischen Experten-Katzbuckler selbst sind auch Inflationstreiber. Verlangen Sie doch auf Ihren Vorträgen über Inflation eine Menge Geld für viel bla-bla-bla. Und ohne die im Artikel so bezeichneten " makroökonomischen Liebesdiener" wäre das "System EZB" schon lange untergegangen. Aus dem einfachen Grund weil man sie gar nicht wahrgenommen hat.
Nehmen wir es humorvoll. "Hyperinflation" ist ein geflügeltes Wort und in aller Munde. Wie wäre es aber mit "Hypoinflation" oder "Hyperdeflation"? Zu meinen Lieblingskreationen zählt "Stagflation". Das erinnert mich gleich an "Flakstation". Sie erkennen, was ich sagen möchte? Wir lassen uns von viel bla-bla aud dem Hause EZB-Volkswirtschafts-Bullshit hinhalten und verzichten freiwillig auf den gesunden Hausverstand, weil uns stets "Experten" und "Fachfrauen" etwas "erklären und wir dabei nicht selbst denken müssen.
Wer dies in der Praxis ausprobieren will dem empfehle ich diese Seite: https://thinkaboutgeny.com/inflationsarten
Da findet man allein 20 (i.W. zwanzig) verschiedene Inflationsraten. Mein Tip. Schreiben Sie an die EZB oder an die Wirtschaftskolumne der Mainstreampresse. Und fragen Sie genüsslich was der Unterschied zwischen einer galoppierenden Angebotsinflation und einer schleichend-funktionalen momentumgetriebenen Re-Importinflation ist? Oder schreiben Sie an die Experten selbst. Fragen Sie doch einfach die sogenannten "Wirtschafts-Weisen", die müssten das wissen.
Es gilt: "Volkswirtschaft ist eine Wissenschaft, die selten Wissen schafft."

Passend dau: "Es ist keine Schande, von irgendetwas keine Ahnung zu haben. Aber es ist eine Schande, so zu tun, als habe man von allem eine Ahnung."
Wolfgang J. Reus, TB

18:47 | Leser-Kommentar zu 15:07
Werter Bondaffe, billiges Bier muss nicht unbedingt schlecht sein. Es ist halt eine Art Kriegsbier.
So würde ich eher sagen ""Das Leben ist zu kurz um schlechtes (saueres) Bier zu trinken" ?

19:42 | Leser-Kommentar zu 18:47
Ich kann da nur sagen: Schätzt die Deutsche Sprache!
Billiges Bier ist schlecht, weil billig schlecht ist.
Preiswertes Bier jedoch kann sehr gut sein, weil es seinen Preis wert ist, vielleicht sogar noch mehr.


11:07
 | dp: Der ganz legale Diebstahl

"...... Wenn jemand in Ihre Wohnung einsteigt und dort Schmuck im Wert von 10.000 Euro stiehlt, dann muss der Dieb, so er geschnappt wird, mit einer saftigen Haftstrafe rechnen.

Wenn freilich die Europäische Zentralbank (EZB) eine Inflationsrate von knapp zehn Prozent verursacht und dadurch der Besitzer einer Spareinlage von 100.000 Euro innerhalb eines einzigen Jahres einen Schaden von 10.000 Euro erleidet, gehen die dafür Verantwortlichen in der EZB, allen voran deren Präsidentin Christine Lagarde, leider nicht ins Gefängnis. Sondern sie beziehen weiter ihre traumhaft hohen Gagen, dank derer es ihnen ziemlich egal sein kann, wie teuer Strom, Lebensmittel oder Klopapier geworden sind. ....."

Christian Ortner, erfrischend direkt, wie immer. HP

 

10.11.2022

12:48 | Deutsche Bundesbank: The benefits of diversity for central banks

Lassen Sie mich mit den Grundlagen beginnen. Die Bundesbank ist als Bundesbehörde in Deutschland selbstverständlich den Werten unserer Gesellschaft verpflichtet. Vielfalt ist ein Eckpfeiler unserer freiheitlich-pluralistischen Werteordnung. Sie ist in unserem Grundgesetz verankert und ein zentrales Thema der Menschenrechte. Als Behörde wollen wir aber auch ein Spiegelbild der Gesellschaft sein, der wir dienen. Dies ist eine Frage der fairen Teilhabe für alle.

Im Kern ist das eine peinliche Glaubensüberzeugungsrede, die, abgesehen von der besseren Inklusion von Behinderten in den Arbeitsalltag, eindrucksvoll zeigt, dass der Großteil des Diversitätskultes ein beinhartes und eiskaltes Durchsetzen von Sonderinteressen ist. Anstatt Quoten-Frauen, Quoten-Schwulen und Quoten-Österreichern braucht die deutsche Bundesbank herausragende Mitarbeiter, völlig egal ob diese Frauen, Schwule oder Österreicher sind. Bei einem Blick auf Christine Lagarde weiß man aber sofort, dass im Eurosystem der Fisch am Kopf zu stinken beginnt. AÖ

09.11.2022

11:09 | Der Ostfriese zu gestern 17:13

Die Regierungschefs der beiden Supermächte möchten ein Blutvergießen vermeiden… beschließen einen Wettkampf Biden gegen Putin: 400m Hürdenlauf. Nach dem von allen Interessierten mit Spannung erwarteten Lauf geben alle deutschen Nachrichtenagenturen das Ergebnis bekannt: Biden belegte den ehrenvollen zweiten Platz, Putin wurde Vorletzter! ;-).

08.11.2022

17:13 | handelsblatt: Russlands Zentralbankchefin: „Sanktionen sind sehr mächtig“ – Moskau gibt sich offen für Gespräche mit den USA

Die russische Zentralbankchefin Elvira Nabiullina warnt davor, die Folgen der westlichen Sanktionen für die heimische Wirtschaft zu unterschätzen. „Sanktionen sind sehr mächtig, ihr Einfluss auf die russische und globale Wirtschaft sollte nicht heruntergespielt werden“, sagte Nabiullina am Dienstag vor Abgeordneten. Potenzielle neue russische Partner hätten Angst davor, ebenfalls in den Sanktionsstrudel hineinzugeraten.
Die westlichen Strafmaßnahmen infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine zielten vor allem auf die Banken ab. Deren Anpassungsfähigkeit sei zugleich ein Beleg dafür, dass der strukturelle Umbau der Wirtschaft im Gange sei, sagte Nabiullina. Die Kreditvergabe an Unternehmen stieg von Januar bis Oktober um 9,9 Prozent und damit schneller als im Vorjahreszeitraum mit 9,7 Prozent. „Wir gehen davon aus, dass sich die positive Dynamik bei der Kreditvergabe fortsetzen wird und dass die Banken gleichzeitig in der Lage sein werden, das neue Programm zur Gewährung von Urlaubskrediten für mobilisierte Soldaten und ihre Familienangehörigen zu erfüllen“, sagte Nabiullina.

Nabiullina sieht derzeit keine Notwendigkeit dafür, die seit dem Frühjahr geltenden Kapitalverkehrskontrollen weiter zu lockern. Der Rubel hat sich in diesem Jahr besser als andere große Währungen entwickelt, was auch auf die Kapitalverkehrskontrollen zurückzuführen ist. Allerdings hat das auch einen Nachteil: Die Einnahmen aus den russischen Exporten – etwa von Öl, Gas und anderen Rohstoffen – werden geschmälter, da sie häufig in Dollar und Euro abgerechnet werden.

Interessant ist die Darstellung in den Westmedien, da Russland immer Gesprächsbereitschaft signalisierte und erst unlängst proaktiv ein Verhandlungsmandat an Kiew überbringen ließ, welches jedoch abgelehnt wurde! Nun liegt der Ball erneut im Westen. Mal sehen, wie Washington nun darauf reagieren wird!? Inbesonders vor dem Hintergrund, dass es lt. Kreml "zum gegenseitigen Vorteil" sein soll...! Für den Schauspieler und sein Brüsseler Hofschranzen wird's wohl langsam Zeit, ihre Koffer zu packen, denn zu holen/gewinnen gibt's offensichtlich nimmer viel! OF

12:28 | ecb.europa.eu: Painting the bigger picture: keeping climate change on the agenda

If we do not account for the impact of climate change on our economy, we risk missing a crucial part in our work to keep prices stable, argues Christine Lagarde in the ECB Blog.

Dieser Text ist ernsthaft vom EZB-Präsidenten. Man kann sich von diesen Personen nur mehr mit höchster Verachtung abwenden. Christine Lagarde spricht regelmäßig von der unzweifelhaft bestehenden Lebenshaltungskostenkrise und schafft es weiterhin, die ultra-expanische Geldpolitik nicht einmal als möglichen Grund für die aktuelle Hochinflationsphase anzuführen. Dass dieser Text, nein dieses einem EZB-Präsidenten völlig unwürdige Pamphlet, nur auf Englisch zur Verfügung steht, muss man mittlerweile als bewusste Vernebelungsstrategie, nicht als Lapsus, einstufen. AÖ

07.11.2022

07:22 | uncut: Energieknappheit und mehrere Krisen sind alle künstlich erzeugt

bald werden digitale Zentralbankwährungen (CBDC) unsere Bargeldwährungen ersetzen. CBDCs werden schließlich programmierbar sein. Sie können ein- und ausgeschaltet und so programmiert werden, dass sie für bestimmte Käufe – Waren oder Dienstleistungen – verwendet werden, unabhängig davon, ob Sie sie wollen oder brauchen oder nicht. Ihr Verhalten und Ihr Gehorsam werden entscheidend sein. Sehen Sie sich dieses siebenminütige Video an, das eine hervorragende Zusammenfassung dessen bietet, was Regierungen mithilfe von CBDCs mit uns anstellen können, oder klicken Sie hier.

Britischer PM Rishi Sunak entpuppt sich als Befürworter eines Zentralbank Digitalen Währung und hat sogar ein Werbevideo dafür produziert. Vielleicht Teil der Erklärung des raketenhaften Aufstiegs dieses Herrn. JJ

10:35 I Leserkommentar
Werter JJ, wem dient Rishi Waschi wohl, gibt es da Parallelen zu einem Mario D.? Wem dient der BRD- Kanzler wohl? Fragen… wer diese Fragen für sich beantwoten kann, hat erkannt, was wohl gespielt wird...

05.11.2022

07:55 | Leser-Kommentar zu Kampf gegen Inflation 

Werter Leser von 19.01Uhr Sie bringen hier einiges durcheinander. Kredit an sich und die Kreditzinsen befeuern nicht die Inflation. Inflation ist
Geldmengenausweitung OHNE Warenzunahme. Also ein Kredit zur Erbauung einer Bäckerei (ihr Beispiel) weitet zwar die Geldmenge aus, aber wir
haben auch eine Bäckerei mehr. Was aber Inflation erzeugt, sind "unproduktive Kredite". Also Kredite an Staaten um die Löcher in den
Sozialversicherungen u.ä. zu decken. Diesen Krediten steht nichts gegenüber und dieses Geld drängt sofort in den Markt und erhöht die
Preise.

Zinserhöhungen sorgen dafür, dass die Zentralbank die umlaufende Geldmenge verringert. Das Geld wird weniger, die Nachfrage sinkt, die
Preise sinken. Was Sie meinen, und da stimme ich Ihnen zu, ist, dass die Leitzinserhöhung nicht so hoch ist wie sie zur Inflationsbekämpfung sein
müsste. Auch ist nicht zu erkennen, dass die Geldmengenausweitung spürbar verringert wird. 100Mrd. hier Sondervermögen, 200Mrd. da, 12Mrd.
für die Ukraine - das ist alles nur keine Inflationsbekämpfung.

04.11.2022

19:01 | Leser-Zuschrift: Kampf gegen Inflation - Der größte Witz aller Zeiten

Da der LIBOR das Maß aller weltweiten Bankgeschäfte ist, bedeutet dies für Leser von B.com folgendes:

1.) Die Inflation ist eine Veränderung des Preisgefüges. Für uns alle sichtbar und somit endscheidend wird sie aber erst im Preis der Endverbraucherprodukte.

2.) Die großen Treiber der Inflation sind: Erhöhung der Rohstoffe inkl. Energie und der (importierten) Vorstufen-Produkte, der Löhne und vor allem der Kreditzinsen

3.) Warum? Beispiel Endprodukt Mohnweckerl: Alle Vorstufen wie Bauer, Saat-, Betriebsmittel- und Maschinenlieferant, Mühle, Backmittel, Logistik und letztendliche der Bäcker und seine anderen Lieferanten haben typischerweise Kredite laufen und alle Zinserhöhungen gehen in den Preis fürs Mohnweckerl. So ist das Bankeinkommen pro verkauften Produkt mehr als nur ein paar Prozent.

4.) Und zwar additiv und nicht nur um die Inflationsrate. Zugegeben geschieht dies nicht sofort, sondern schrittweise abhängig von den Kreditverträgen.

5.) Die stetige Ausweitung der Kreditmenge ist das gemeinsame Abenteuer unserer Sozialisten (=Blockparteien) und der Banken (nachzulesen bei https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Alexandrowitsch_Bakunin). Sie erzeugt beim Publikum eine Reichtums- und Sicherheitsillusion und führt aber auch zur andauernden Erhöhung der Investitionen, der Zentralisierungen, der Effizientssteigerungen und der Zinseinnahmen.

6.) Um diese Ausweitung der Dauerzinslast aber beherrschen zu können, erzeugt dies bei den Imperialisten aber einen Druck zur stetigen Reichsausdehnung, bei Wirtschaftstreibende den Druck zum Wachstum, bei den Sozialen zur übersteigerten Versorgung ihrer Wählerminderheiten etc.....

Also diese Nachricht der sogenannten öffenlichen Meinung (=Medien), daß nun die Inflation bekämpft wird (tatsächlich kann nun wesentlich weniger investiert und umgeschuldet werden) wird wirklich nur mehr von denkfaulen Konsumenten der öffentlichen, total unabhängigen Meinungsmachern geglaubt.

Speziell Pkt. 5 drückt es sehr schön aus, werter Leser! Bedenklich ist bloß die parteipolitische Schmierenkomödie, um mit den Slogans "Inflationsbekämpfung" auch noch Plakate zu bedrucken und dem Stimmvieh zu suggerieren, tatsächlich und real etwas dagegen unternehmen zu können/wollen...!? OF

12:26 | orf: Bank of England erhöht Leitzins um 0,75 Prozentpunkte

Die Bank of England geht mit dem größten Zinsschritt seit 33 Jahren gegen die ausufernde Inflation vor. Sie erhöhte den geldpolitischen Schlüsselsatz heute um 0,75 Prozentpunkte auf drei Prozent. Die Notenbank will damit den Preisauftrieb bändigen. Die Inflation lag zuletzt bei über zehn Prozent. Die Bank of England hat zudem vor einer Rezession mit Rekorddauer in Großbritannien gewarnt. Wie die Zentralbank mitteilte, könnte das Land in eine Phase von acht aufeinanderfolgenden Quartalen mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung fallen. Das wäre die längste Rezession seit Beginn belastbarer Aufzeichnungen vor rund 100 Jahren, meldete die Nachrichtenagentur PA.

Großbritannien ist dem europäischen Kontinent lediglich ein paar Monate voraus. Insofern ist ein Blick über den Kanal hilfreich für die Vorbereitungen auf das, was auf uns zukommen wird. Dazu passend folgende Mitteilung des "Statistischen Bundesamt": Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im September 2022: -4,0 % zum Vormonat. Im Vorjahresvergleich beträgt das Minus 10,8%, real natürlich. AÖ

12:34 | Lesekommentar zum grünen Kommentar
Meinen Sie das mental und fürs Gemüt, werter AÖ ?
Zudem bin etwas irretiert - für Vorbereitungen ?
Müsste man nicht schon verbereitet sein bzw. so Vorbereitung beginnen, für die welche noch nicht Position sind ?

03.11.2022

12:04 | wolfstreet: Fed Hikes 75 Bpts to 3.75-4.0%, Pivots Even More Hawkish: “Very Premature to Be Thinking about or Talking about Pausing.” Markets Tank

Die Federal Reserve hat seit dem ersten Babyschritt im September 2021 bei jeder einzelnen Sitzung weiter in die hawkistische Richtung geschwenkt. Und heute war es wieder so weit. Das FOMC beschloss einstimmig, das Ziel für den Leitzins um weitere 75 Basispunkte anzuheben - die vierte Zinserhöhung in dieser Größenordnung in Folge - auf eine Spanne zwischen 3,75 % und 4,0 %, was vor einem Jahr noch unvorstellbar war. Die Zinserhöhung war erwartet worden und wurde von der Federal Reserve auf ihrer September-Sitzung in Aussicht gestellt. Doch dann schwenkte Powell während der Pressekonferenz weiter in die hawkishe Richtung, und zwar wiederholt und zielgerichtet, und an den Märkten brach der Teufel los, und er hämmerte weiter darauf ein und schloss damit, damit es keine Missverständnisse und Fehlinterpretationen gab.

Das war gestern an den Märkten in der Tat ein wildes Auf-und-Ab, mit einem Ende deutlich im roten Bereich. Die nächsten Wochen werden nun die Zwischenwahlen dominieren, geldpolitisch interessant wird es dann bei der nächsten Sitzung des FOMC am 13./14. Dezember. AÖ

16:40 | Der Bondaffe
Und so geht es nach einer kurzen mentalen Verarbeitungszeit der FED-Entscheidung mit den Renditen an der Anleihefront schon wieder bergauf.

Zum Zeitpunkt des Zinsentscheids war die Rendite für die 10jährige US-Staatsanleihe noch bei +3,99% zu sehen. Und aktuell ist es schon mehr, nämlich +4,19%. Wenn jetzt der Rendite-Hund noch genug Power hat, rennt er auf die 4,5% und sogar die 5,0% zu.

https://www.investing.com/rates-bonds/u.s.-10-year-bond-yield

Dann hechelt die FED nach und der nächste Zinsschritt ist schon vorhersehbar.

Natürlich wirkt sich das auch auf die Währung aus. Der USD wird stärker zum EURO, die kurze Erholungszeit (sprich Korrektur) des EURO sollte damit beendet sein. 0,9742 USD gibt es nur noch für einen EURO aktuell.

https://www.investing.com/currencies/eur-usd

Auch die Abwertungsparty des japanischen Yen sollte noch nicht zu Ende sein. 148,20 Yen gibt es für einen US-Dollar. 150 Yen sind erreichbar und wenn keine Entscheidung der japanischen Zentralbank zum Leitzins kommt, wird es wohl auf die 155 Yen pro US-Dollar gehen.

https://de.investing.com/currencies/usd-jpy

"Great problems are rising" im Land der aufgehenden Sonne. Im Moment halte ich allerdings den Schweizer Franken für eine "heiße" Währung. Wie lange stehen das die Schweizer noch durch, ohne das der Schweizer Franken schwächer zum US-Dollar wird? Obwohl! Gerade als ich
dies schreibe und den Kurs im Netz aufrufe, sehe ich, daß 1,0136 Franken für einen US-Dollar bezahlt werden. Sollten die 1,05 Franken erreicht werden, droht sehr wahrscheinlich großes Ungemach.

https://www.finanzen.net/devisen/us_dollar-schweizer_franken-kurs

Die Schweizer Nationalbank:"Too big to fail"? Nicht unbedingt. Ist auch nur eine Bank. Und gestern nachmittag bin ich bei Recherchen auf etwas ganz Interessantes gestoßen. Ich formuliere es als Frage: "Was wäre eigentlich, wenn die Zentralbanken wie SNB und die EZB ganz normalen
Banken sind? Und das ganze jeweilige Währungssystem, welches sie damit nur verwalten und kontrollieren, ein einziges Sondervermögen ist?"

Zumindest habe ich bei der EZB interessantes gefunden. Dieses aber nur als Idee.

Hier die Bank:
https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2022/html/ecb.pr220217~28ffc75d4c.de.html
Jahresabschluss der EZB für 2021

Hier das Sondervermögen:
https://www.ecb.europa.eu/pub/annual/balance/html/ecb.eurosystembalancesheet2021~f9edd2ff57.de.html
Konsolidierte Bilanz des Eurosystems zum 31. Dezember 2021

Und die Deutsche Bank hatte mit 1.498 Milliarden EUR eine höhere Bilanzsumme als die EZB mit 680 MRD EUR.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/204190/umfra
ge/bilanzsumme-der-deutschen-bank-nach-quartalen-seit-2010/
Entwicklung der Bilanzsumme der Deutschen Bank vom 3. Quartal 2019 bis zum 3. Quartal 2022
Ende September des Jahres 2022 konnte die Deutsche Bank eine Bilanzsumme von rund 1.498 Milliarden Euro ausweisen.

https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2022/html/ecb.pr220217~28ffc75d4c.de.html
Bilanzsumme der EZB steigt auf 680 Mrd € (2020: 569 Mrd €)

Aber auch ich kann mich irren. Aber diese Konstruktionen und Zahlen haben mich zum Nachdenken angeregt. Denn immer wird davon ausgegangen, daß die Bilanzsumme der EZB an die 8.500 Milliaraden EUR beträgt.

Besten Dank für aktuellen Infos werter Bondaffe! Für all jene, die das gestrige Gespräch ohne Kamin mit dem Bondaffen verpasst haben, eine nachträgliche Einladung für das Wochenende! High-Level-Zusammenhänge der derzeitigen Situation verständlich und sympathisch dargelegt! Dank auch von hier. OF

18:48 | Leser-Kommentar zu 16:40
die Ausführungen vom Bondaffen sind immer klasse.

Zu dessen Beitrag heute um 16.40 Uhr könnte man noch ergänzen: Bei den Bilanzsummen der Geschäftsbanken – z.B. Dt. Bank – geht es ja nicht nur um das lfd. Geschäft, sondern auch um die riesigen Mengen an Derivaten. Hier sagt man der Dt. Bank ein Portfolio von bis zu bzw. ca. 50.000 Mrd. nach.

Diese werden entweder ´off Balance´ gehalten (z.B. in nicht konsolidierungspflichtigen SPV) oder diese werden auf der eigenen Bilanz gehalten, sind dann aber so ´gehedged´ (= abgesichert), dass man nach US-GAAP / IFRS bilanzielle Bewertungseinheiten bilden darf und damit riesige Mengen der Derivate ´saldieren´ und damit bilanziell quasi ´rausrechnen´ darf.

Die Krux daran ist nur, dass Bewertungseinheiten von Derivaten bzw. sog. Hedge-Accounting ein rein rechnerisches Spiel ist, wo immer unterstellt wird und werden muss, dass es keine Kontrahentenrisiken (= wer hält die Gegenposition zu meiner Derivate-Position) gibt. Diese Annahme ist aber in einem Umfeld zügig steigender Zinsen nicht wahrscheinlich. Wenn aber aus der rechnerischen Kette des Hedge-Accounting irgendwann ein Kontrahent ´umkippt´, sind schnell riesige Mengen an Derivaten wieder im eigenen Risiko-Exposure der Bank.

Bei einem Derivate-Buch von ggf. 50.000 Mrd. und dem Eigenkapital der Dt. Bank von ganz wenigen 100 Mrd. – wie viele Risiken aus dem eigenen Derivate-Buch kann die Bank im ´worst-case´-Fall durch eigenes Eigenkapital bezahlen ?

08:56 | uncut-news: BIZ, die Mutter aller Banken testet mBridge: erfolgreicher Pilot einer grenzüberschreitenden CBDC-Plattform

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und vier Zentralbanken haben im Rahmen des Projekts mBridge ein erfolgreiches Pilotprojekt zur Verwendung von digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) durch Geschäftsbanken für grenzüberschreitende Realwerttransaktionen abgeschlossen.

Sie können Auftamen, hiermit schient es sich um eine bankeninterne Angelegenheit zu handeln!
Das Projekt mBridge sieht eine effiziente, kostengünstige, gesetzeskonforme und skalierbare Lösung für den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr vor, deren Kernstück das CBDC ist. Das Experiment wurde so konzipiert, dass es über verschiedene Rechtsordnungen und Währungen hinweg funktioniert, um die Möglichkeiten der Distributed-Ledger-Technologie und die Anwendung von CBDC im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zwischen Geschäftsbanken zu erkunden.
Noch! TB

02.11.2022

12:30 | Die Presse: US-Notenbank vor weiterem deutlichen Zinsschritt

Die US-Notenbank Fed wird am heutigen Mittwoch ihre Leitzinsen im Kampf gegen die Inflation voraussichtlich erneut deutlich anheben. Die Spanne für die Leitzinsen dürfte nach überwiegender Einschätzung von Volkswirten um 0,75 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent steigen. Dies wäre der vierte Zinsschritt dieser Größe in Folge. Seit März hat die Fed die Leitzinsen bisher um 3,00 Prozentpunkte angehoben.

Um einmal Angstschober passend zu zitieren: Die nächsten Wochen werden entscheidend, nämlich hinsichtlich der Frage, wann die Federal Reserve ihr Straffungstempo bei den Zinsen reduziert, wann dieses zum Stillstand kommt oder sogar schon wieder in eine Lockerung umschlägt. Die Pressekonferenz beginnt heute schon um 19:00 MEZ, da die USA die Zeitumstellung noch vor sich haben. AÖ
 

12:08 | youtube: The Body Language Guy: How Lagarde's body language EXPOSES hidden intentions

Eine ebenso brillante wie aufschlußreiche Analyse der Körpersprache von Christine "Ich-bin-heillos-überfordert" Lagarde, deren Stimme und Körperhaltung erst bei den politischen Ausführungen wieder an Kraft, Bestimmtheit und Spannung gewinnt. Dass sie als EZB-Präsidentin völlig untragbar ist, zeigt sie mit ihrer Aussage, dass die Inflation quasi vom Himmel gefallen sei ("Inflation came prettty much from nowehere"). Bei diesem Interview klopfte Madame Inkompetenz die offensichtlich vorab einstudierte Parole, wonach die Bekämpfung der Inflation "Mission, Mantra, Mandate" der EZB sei. Vor einem Jahr meinte Christine Lagarde - und weitere Mitglieder des EZB-Rats - dass die Inflation nur ein Kamelbuckel ("hump") sei. Wie lächerlich will sich Christine Lagarde eigentlich noch machen? (Ein Bericht zu ihrem Auftritt in der "Late Late Show" auf RTE findet sich hier.)  AÖ

09:00 | achgut: Madame Ratlos und der Bilanzbetrug auf höchstem Niveau

Der Kurswert der Anleihekaufprogramme der EZB müsste dringend nach unten korrigiert werden. Das geschieht aber nicht. Dies ist Bilanzbetrug auf höchstem Niveau. Aber die EZB ist ein notorischer Rechtsbrecher. Die Frage ist allerdings, wie lange dieses Spiel noch währen wird, ohne dass die Bürger revoltieren.

Bevor die Bürger revoltieren, (denn in der Mehrheit verstehen sie weder Bilanzen noch Anleihen, noch den EU Vertrag), werden eher die Märkte revoltieren. Kann die Kunstwährung Euro, die nur wegen eine politischen Willensäußerung der Oberschicht entstand und keine tiefe Verwurzelung in den einzelnen Mitgliedsländern vorweisen kann, diese Krise überleben? Wird sie nicht an ihren internen Widersprüche zugrunde gehen? Wer braucht den Euro ausserhalb der EU? JJ

01.11.2022

17:53 | handelsblatt: Die Fed ringt um ihren weiteren Kurs – Sorge um Finanzmarktstabilität wächst

Die US-Geldpolitiker werden die Zinsen am Mittwoch erneut deutlich anheben. Danach muss ihnen ein Balanceakt gelingen. Ende August war die Botschaft von Jerome Powell einfach und unmissverständlich: Die Zinsen werden weiter deutlich steigen, betonte der Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) beim großen Zentralbanker-Treffen in Jackson Hole. „Wir werden dranbleiben, bis sich die Inflation abschwächt.“
Powell hat diesen Satz seitdem häufig wiederholt. Unter geldpolitischen Beobachtern gilt er auch als ein versteckter Gruß an den früheren Fed-Chef Paul Volcker, der für seine eisernen Zinserhöhungen in den 80er-Jahren in die Geschichte eingegangen ist. Seine 2018 veröffentlichte Autobiografie trägt den Titel „Dranbleiben“ („Keeping at it“).
Nun jedoch befindet sich die Fed an einem schwierigen Punkt. Sie hat die Leitzinsen in großen Schritten auf die Spanne von 3 bis 3,25 Prozent angehoben. Eine weitere Erhöhung um 0,75 Prozentpunkte gilt bei ihrer kommenden Sitzung am Mittwoch als ausgemacht. Allerdings drängt sich die Frage auf, wie lange Powells „Dranbleiben“ noch gerechtfertigt ist.

Herrlich gefährlich, dieses Irrlichtern der Notenbänker! Jetzt, kurz von den midterms scheint die völlige Panik auszubrechen, doch Feuer mit Bezin löschen zu wollen, ist bis dato nicht gelungen!? Also bleibt schön dran... Gilt auch für die EZB! OF

09:11 | ag: Madame Ratlos und der Bilanzbetrug auf höchstem Niveau

Der Kurswert der Anleihekaufprogramme der EZB müsste dringend nach unten korrigiert werden. Das geschieht aber nicht. Dies ist Bilanzbetrug auf höchstem Niveau. Aber die EZB ist ein notorischer Rechtsbrecher. Die Frage ist allerdings, wie lange dieses Spiel noch währen wird, ohne dass die Bürger revoltieren.

".. die Bürger revoltieren?" Das Thema EZB, FIAT-Geld ist zu weit weg, da gibt es keine Revolte. Hier wird weitergemacht wie bisher, schließlich profitieren die Großen sowie die Polit- und Finanzbürokraten davon. HP

10:11I Leserkommentar
Wen interessiert es, wenn der Pöbel revoltiert? Es ist EGAL! Eine Revolte ist keine Revolution, sondern nur ein kurzfristiges Intermezzo. Danach ist ja wieder alles wie es vorher war… also, wie es sein sollte.

14:27 | Der Bondaffe
Das sieht so aus, als würde die vielen zusätzlichen Milliarden EURO, die von der EZB dem Bankensystem zur Verfügung gestellt werden, toxisch, sprich "giftig" wirken. Das erinnert mich an die Raumschiff Enterprise Folge "Kennen Sie Tribbles" aus den 1960er Jahren. Die Tribbles, liebenswerte, aber absolut verfressene Pelzknäuel, starben an ihrer eigenen Gier bzw. Fressucht, weil man ihnen giftigen Weizen gab. Im Übrigen war die Reproduktionsrate der Viecherl an das Fressen gekoppelt. Mehr Fressen, mehr Troubles. Giftiges Fressen, Trouble vorbei.

Mit "TLTRO-Geschäften" sieht man wie raffiniert die EZB vorgegangen ist, um den Markt nicht austrocknen zu lassen und die maroden Banken weiterhin mit Liquidität zu versorgen. Kein Sterbenswörtchen an die Öffentlichkeit, eine Art unentdeckter "Nischenfinanzierung".

Und die außergewöhnlichen Bewertungspraktiken, nämlich die ihm Rahmen der Festverzinslichen-Aufkaufprogramme der letzten Jahre vereinnahmten/aufgekauften (Staats-)Anleihen aus der EUROZONE mit dem Einkaufskurs anstatt dem (marktgerechten, wesentlich niedrigeren) Tageskurs zu bewerten, sprengt den EZB-Elfenbeinturm allemal. Das ist Panik pur. Das liest sich dann beim schweizer Nachbarn so:

https://insideparadeplatz.ch/2022/10/31/alpen-drama-snb-hat-noch-6-prozent-eigenkapital/

"Das Eigenkapital ist nach einem seit dem 1. Januar 2022 aufgelaufenen Verlust von sage und schreibe 142 "Milliarden in die gefährliche Zone abgerutscht. Es beläuft sich gemäss dem heute früh offengelegten Ergebnis per 30. September noch auf 55,9 Milliarden."
Das ist wirklich ein toxischer Cocktail. Die Verluste bzw. Kursrückgänge bei den festverzinslichen Papieren müssen so hoch sein, daß diese alle verfügbare Liquidität aufsaugen. Aber diese Liquidität kann nur noch von den Zentralbanken zur Verfügung gestellt werden. Und diese überleben nur noch mit Bilanzierungstricks übelster Machart.

31.10.2022

12:04 | eurostat: Jährliche Inflation im Euroraum auf 10,7% gestiegen

Die jährliche Inflation im Euroraum im Oktober 2022 wird auf 10,7% geschätzt, gegenüber 9,9% im September. Dies geht aus einer von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlichten Schnellschätzung hervor.

Damit dürfte die Inflationsrate in einem Monat (leicht) stärker gestiegenen sein als die Zinsen im Euroraum. Der Realzins wurde damit noch negativer, zumal die Sitzungen des EZB-Rats nur alle 6 Wochen stattfinden. Die EZB kommt folglich der Inflationsentwicklung mit ihren Zinserhöhungen gar nicht hinterher. Sie wirken nur unter Ausblendung der Inflationsentwicklung gigantisch. In Österreich dürfte sich der VPI auf bereits 11,0% und der HVPI auf 11,5% erhöht haben, in Deutschland liegt die Schätzung bei 10,4% (VPI) bzw. 11,6% (HVPI). AÖ

09:23 | ta: Riesenverlust bei der Schweizerischen Nationalbank

142,4 Milliarden Franken: So hoch ist das Minus bei der SNB nach drei Quartalen. Für Bund und Kantone könnte das sehr spürbare Folgen haben.

Tja, das lässt sich nicht "wegdrucken" ... HP

09:46 | letzten Endes könnte das auch bedeuten, dass die Steuern in den Kantonen steigen werden, da ja über den Verteilungsmechanismus die Kantone von den Gewinnen der SNB ordentlich was abbekommen haben! leider geht mein Kenntnistand nicht so weit, ob die Kantone auch an den Verlsuten beteiligt werden (ironisch)! TB

09:47 | Leser-Kommentar
Da hilft auch kein (S)atoshi (N)akamoto (B)itcoin.

29.10.2022

13:30 | wolfstreet: Last, Most Important Inflation Measure before the Fed’s Meeting Next Week, “Core PCE,” Worsened for 2nd Month in a Row

Die Federal Reserve orientiert sich bei ihren Inflationszielen und ihrer Aussage, dass sie die Inflation auf 2 % zurückführen will, am Inflationsindex, der heute vom Bureau of Economic Analysis veröffentlicht wurde: dem "Kern-PCE-Preisindex". Dies ist im Allgemeinen der niedrigste Inflationsindex, den die US-Regierung erstellt. Er versucht zu messen, wie sich die Inflation über die gesamte Wirtschaft und über die volatilen Rohstoffe hinaus verbreitet hat, und schließt daher die Komponenten Lebensmittel und Energie aus. Im September stiegen die Lebensmittelpreise sprunghaft an, während die Benzinpreise zurückgingen, und beide werden in diesem Index nicht berücksichtigt.

Die Inflation in den USA hat also eine ziemliche Breite erreicht und auch wenn die Energiepreise in den vergangenen Wochen und Monaten zurückgekommen sind, zum Teil sogar deutlich, so besteht die Gefahr, dass sich die erhöhte Inflationsrate aufgrund der gewonnenen Breite hartnäckiger auf dem erhöhten Niveau hält. AÖ

28.10.2022

09:59 | ai: Die EZB steckt in der Zwickmühle und der Euro in der Sackgasse

Am 21. Juli 2022 kündigte die Europäische Zentralbank (EZB) ein sogenanntes „Transmissionsschutzinstrument“ an, das sicherstellen solle, dass sich die Geldpolitik der EZB einheitlich über den gemeinsamen Währungsraum überträgt. Nur so könne die EZB ihr Mandat der Preisstabilität erfüllen. Das ursprünglich als „Antifragmentierungsinstrument“ angekündigte Programm, das sich zu anderen Sicherungsmechanismen mit den Kürzeln OMT, PEPP und TLTRO III gesellt, kann jedoch auch als neuer Schutzschirm für hochverschuldete Euroländer gesehen werden. Also ein „Whatever it takes 2.0“, das im Widerspruch zum Verbot der Finanzierung hoch verschuldeter Euroländer steht, wie es in Art. 123 des Vertrags zur Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) verankert ist?

Was kümmert die EZB der Vertrag? Es wird sich schon noch ein europäisches Sondervermögen nach deutschem Vorbild finden. HP

 

07:14 | Lesekommentar zum gestrigen Leserkommentar "EZB erhöht die Zinsen erneut kräftig" von 18:21 
Ich stimme dem Kommentar von 18:21 Uhr zu. Eine eingetragene Grundschuld verliert im selben Verhältnis ihren Besicherungswert, wie die Immobilie ihren Beleihungswert.

03:32 | Leserkommentar zum gestrigen Leserkommentar von 18:53

Habe leider keinen Gesetzestext gefunden, aber das hier habe ich aus einem Vermieter Forum gezogen.
Obwohl der Kreditnehmer die Raten aus anderem Vermögen bestreitet könnte die Bank kündigen, weil durch den Wegfall des Erwerbsgehaltes eine wesentliche Verschlechterung eingetreten ist. Kommt dem im Grunde aber gleich…
 
Hallo,
ich habe nochmal in unserem Darlehensvertrag nachgesehen. Dort steht klar drin:

"Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse: Der Kreditnehmer ist während der Laufzeit des Kredits verpflichtet, der Bank auf Verlangen jederzeit alle gewünschten Auskünfte über seine wirtschaftlichen Verhältnisse zu erteilen und alle gewünschten Unterlagen jeweils unterschrieben und mit Datum versehen zur Verfügung zu stellen, damit sich die Bank ein klares, zeitnahes Bild über seine wirtschaftliche Lage machen sowie die Anforderungen des § 18 KWG und der Bankenaufsicht erfüllen kann."

Ferner:
"Kündigung bei wesentlicher Verschlechterung in den Vermögensverhältnissen: Wenn in den Vermögensverhältnissen des Kreditnehmers oder in der Werthaltigkeit einer für den Kredit gestellten Sicherheit eine wesentliche Verschlechterung eintritt oder einzutreten droht, durch die die Rückzahlung des Kredits, auch unter Verwertung der Sicherheit(en), gefährdet wird, kann die Bank den Kreditvertrag vor Empfang des Kredits im Zweifel stets, nach Empfang nur in der Regel fristlos kündigen."

Von ähnlichen Klauseln habe ich schon in mehreren Verträgen gehört. Was dort allerdings nicht beschrieben ist sind nachvollziehbare Bewertungskriterien, ab wann man von wesentlichen Verschlechterungen spricht. Auch die Formulierung, dass beim drohen von Zahlungsproblemen schon gekündigt werden kann.

Nach diesen Formulierungen ist es nämlich mit nichten so, dass die Bank gar nichts tun kann, solange der Kreditnehmer seine Raten bezahlt. Hier der konstruierte Fall: Es kommt ein großer wirtschaftlicher Abschwung, der zu allgemeinen Neubewertungen der Immobilien führt. Die Bank fordert daher Auskunft über die wirtschaftlichen Verhältnisse und stellt dabei fest, das der Kreditnehmer im Gegensatz zum Zeitpuntk des Kreditabschlusses kein ausreichend hohes Gehalt hat, um daraus die Raten zu biedienen. Obwohl der Kreditnehmer die Raten aus anderem Vermögen bestreitet könnte die Bank kündigen, weil durch den Wegfall des Erwerbsgehaltes eine wesentliche Verschlechterung eingetreten ist. Bei den meisten Kreditnehmern dürfte das Lebens-Erwerbseinkommen der mit Abstand größte teil der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sein. Wenn das wegfällt, sind das nunmal wesentliche Verschlechterungen, losgelöst von der Rückzahlungsfähigkeit des Kredites.
 

27.10.2022

18:04 | diepresse: EZB erhöht die Zinsen erneut kräftig

Am Donnerstag entschied die Zentralbank, den Leitzins um weitere 0,75 Prozentpunkte anzuheben. Sie setzt damit ihren jüngsten Kurs im Kampf gegen die Inflation fort.

Die Pressekonferenz war das erwartete Trauerspiel mit den üblichen Floskeln. So weit nichts Neues. Der Euro hat auf den zweiten sehr großen Zinsschritt hintereinander allerdings mit deutlichen Verlusten reagiert und knapp 1% gegenüber dem US-Dollar verloren. Damit ist er auch wieder unter die Parität gesunken. Schließlich sind die Realzinsen im Euroraum noch immer mit rund 8% im Minus. AÖ

18:21 | Leserkommentar
Würde die EZB den Kampf mit der Inflation wirklich aufnehmen, müsste der Leitzins realistisch gesehen 20% angehoben werden. In Wahrheit hat sie vor, den Zombie Unternehmen und den Immo Schulsklaven das Genick zu brechen. Da nützt es auch nichts, wenn man erst in 5 Jahren nachfinanzieren muss. Brechen die Immobilienpreise innerhalb der nächsten 6 Monate um 30% ein, liegt ein Briefchen von deinem Besten Freund, deiner Bank im Briefkasten. Nachbesicherung!Kann mich daran erinnern, dass es laut einem neuem Gesetzt, nicht mehr möglich sein soll, sich das Geld von Familie oder Freunden zu leihen. Die Bank entscheidet über deine Zahlungsfähigkeit. Wie sagte Herr Krall…Es werden auf einen Schlag soviel Immobilien auf dem Markt kommen, das sie unter ihren Verkehrswert fallen.

18:53 | Leserkommentar zu 18:21
Werter Leser, zeigen mir bitte den Link, das ich das Gesetz lesen kann. Zudem ist es nach wie vor,nicht verboten Bargeld zu Hause zu "horten" . Wie kann man dann bitte nachweisen, das solches Geld von einem Verwandten o.ä. kommt. Nehmen fiktiv an, die Bank verweigert das Geld und zieht dieImmoblilie ein. Denn solange der Schulder einen Kredit hat, bei der Bank gehört die Immo. sowiesoder Bank. Deshalb sollte man auch von der Bank, wenn man seinen Immo.-Kredit abbezahlt hat.Folgendes von der Bank einfordern. Die machen das nicht automatisch.Zitiere "Als Anlage erhalten Sie die einfache wie auch die vollstreckbare Ausfertigung der Grundschuld-bestellungsurkunde Nr...zu der bereits im Grundbuch gelöschten Grundschuld über..."Und dann haben wir noch das, warum sollte sich eine Bank in fallenden Märkten eine Immobilie an Hals hängen, wenn der Schuldner die sich die Nachbesicherung leisten kann ?

12:04 | WZ: EZB vor nächstem Paukenschlag

Wegen der Rekordinflation erhöhen die Währungshüter die Zinsen am Donnerstag wohl erneut um 0,75 Prozentpunkte.

Heute um 14:45 beginnt hier wieder das Fremdschämen, wenn Madame Christine "Heillosüberfordert" Lagarde vor die Kameras tritt, um die Zinsentscheidung des EZB-Rates bekannt zu geben. Veröffentlicht werden diese bereits um 14:15. Wichtiger noch als die Entscheidung wird sein, wie die EZB die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Monate einschätzt. Dass es bergab geht, steht ja außer Frage. Offen ist nur, wie steil der Absturz wird. Die gestrige Wiedererklimmung der Parität des Euro mit dem US-Dollar würde ich jedenfalls nicht als Trendwende einstufen. Zu fragil ist die ökonomische Lage in der Eurozone und die erwartbare Entspannung an der Inflationsfront dürfte in der Eurozone deutlich zögerlicher vonstattengehen als in den USA. AÖ

18:17 | Der Bondaffe (mit Verspätung eingestellt)
Wenn die Leitzinsen heute gleich um +0,75 Prozentpunkte erhöht werden,
dann wäre die nächste Runde im Zins- bzw. Renditeerhöhungszyklus
angesagt. Denn die Party ist noch lange nicht vorbei.

Was steckt dahinter? Wie kann man das erklären?

Ganz einfach: Der Markt wartet auf ein Signal. Die Rendite für die
10jährige deutsche Bundesanleihe beträgt aktuell +2,20%. Noch vor ein
paar Tagen, am 21. Oktober, war sie bei +2,50%. Ist also etwas, durchaus
deutlich im kurzen Zeitraum, zurückgegangen.

https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield

Die EURO/USD-Notierung bewegt sich im Moment bei Parität 1:1. Also 1 EUR
für einen 1 USD. Vor einem Monat bekam man nur 0,96 USD für einen EURO.
Der EURO hat also an Wert etwas zugelegt.

https://www.finanzen.net/devisen/dollar/chart

Und jetzt, heute, ist der Markt "sauber", sozusagen "bereinigt". Eine
neue Runde wird eingeleitet. Jetzt kommt es auf das Gefühl und die
Massenpsychologie an. Bei +0,75% Erhöhung kann man durchaus davon
ausgehen, daß da noch mehr drin ist. Und dann passieren wahrscheinlich
zwei Dinge:

- die Rendite für die 10jährige deutsche Bundesanleihe steigt wieder an
und die Renditen in der EUROZONE auch. Besonders Italien ist aktuell bei
+4,44% kritisch.
- der EURO wird schwächer zum US-Dollar.

https://www.investing.com/rates-bonds/italy-10-year-bond-yield

Die Bewegungen von Leitzins und Anleihenrenditen sind wie beim Hund, der
mit seinem Herrn Gassi geht. Also nicht umgekehrt, daß der Herr mit dem
Hund Gassi geht. Der Hund läuft voraus (Anleihenrenditen), bleibt
stehen, kehrt etwas zurück oder kehrt ganz zum Herrn, der dem Hund
gefolgt ist (EZB, Leitzins), zurück und läuft dann wieder voraus.

Das Spiel ist erst aus, wenn die Leitzinsen und die Renditen so hoch
sind (und Hund und Herr vom Gassi gehen müde geworden sind), daß die
Einsicht einkehrt, mehr brauchts nicht. Aber diese Einsicht ist
überhaupt noch nicht da. Denn da geht noch mehr, viel mehr. Denn die
Inflationszahlen (Erzeugerpreise September 2022: +45,8 % gegenüber
September 2021) sind erdrückend hoch, die Geldmengenentwicklungen auch.
Und von Target2-Zahlen spricht überhaupt niemand mehr.

https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Erzeugerpreisindex-gewerbliche-Produkte/_inhalt.html

24.10.2022

11:02 | lf: Digitales Zentralbankengeld und seine Folgen

In diesem Beitrag werden die Ideen, das Bargeld abzuschaffen und digitales Zentralbankgeld auszugeben, kritisch diskutiert. Beide Ideen werden als äusserst problematisch eingestuft, weil sie erstens die Missbrauchsmöglichkeiten und Fehlentwicklungen des staatlichen Fiat-Geldmonopols gewaltig erhöhen, ohne dass sich dagegen wirksame Abwehrmechanismen aufbieten liessen; und weil sie zweitens den Weg in den digitalen Überwachungs- und Lenkungsstaat befördern, eine Entwicklung, die das freiheitliche, friedvolle und produktive Zusammenleben der Menschen auf dieser Welt ernsthaft bedroht.

Ich lehn' mich jetzt einmal weit aus dem Fenster ausse! CBDC wird nicht kommen.
1. Die Japaner habens vorgezeigt, dass es nicht so einfach ist, den größten Feiheitsräuber in einer Gesellschaft zu implementieren.
2. haben die Japaner gezeigt, dass es technisch noch nicht so ausgegoren ist, dass man es als Zahlungsmitel für Millionen anwenden könnte.
3. Auf Grund von (2) gilt die Annahme, dass eine anwendungsbereite Entwicklung noch einige Monate/Jahre dauern wird, was
4. zu dem Schluss führt, dass das System nciht mehr so lange hält, bis dieses Projekt ausgegoren ist.
5. Addendum: wissen Sie, wie die EZB heuer am Jahresende bilanzieren wird? Die Bondpositionsverluste überteigen das EK der EZB! TB

11:55 | Leser-Ergänzung
6. Im gesamten Apparat EZB/EU/etc. sind nur Voll-honks beschäftigt. Auch wenn die Davoser Bande feucht von CBDC träumt, am Personal zur Umsetzung haperts.

20.10.2022

19:29 | tkp: IWF kämpft gegen Bargeld und für digitales Zentralbankgeld

Die Abschaffung des Bargelds und die Einführung eines digitalen Zentralbankgeldes steht ganz oben auf der Prioritätenliste des IWF. Doch man kämpft mit Problemen.

„Um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, bitten wir Sie auf Barzahlung zu verzichten“ – ein Satz, den man manchmal sogar noch immer hört, angeblich wegen Corona. Doch dieser Wunsch passt exakt zur Agenda einer der mächtigsten Institutionen der Welt, dem Internationalen Währungsfonds (IWF).
Auf der Jahreskonferenz 2022 des IWF sagte die geschäftsführende Direktorin, Kristalina Georgieva, dass dem IWF Barzahlungen nicht gefallen und man diese Vorliebe verändern möchte. Die politische der Agenda ist eindeutig und ähnelt dem Anti-Corona-Aufruf im Supermarkt. Nun wolle man die „starke Vorlieben einiger Menschen für Bargeld verstehen“, um dann im nächsten Schritt die Vorliebe abzubauen. Mit Kampagnen sollen die Menschen umgestimmt werden und ihre Lust am Bargeld verlieren.

Schaut schlecht aus für die geldpolitisch Unterbeleuteten, denn der Zuspruch zum Bargeld ist in den letzten Monaten enorm gestiegen! Jetzt bräucht's im Grunde nur noch echtes Geld, dann kann der Problembär IWF mit seinen Marionetten eh einpacken! OF

 

19.10.2022

10:03 | konjunktion: Geldsystem: Wie lange noch bis zum Finale?

Der weltweite Schuldenmarkt ist um Größenordnungen größer als der Aktienmarkt, und Schuldtitel auf der ganzen Welt haben aufgrund der stetigen Zinserhöhungen der Fed in diesem Jahr (in Verbindung mit scheinbar endlosem Gelddrucken und anderen katastrophalen finanzpolitischen Maßnahmen) fast die Sollbruchstelle erreicht.

Es gibt ja im Wesentlichen nur mehr eine Gruppe von Investoren, die derzeit noch Staatsschuldentitel freiwillig erwerben: die Zentralbanken!
Normale Investoren haben keine Lust, und Versicherungskonzerne sowie Pensionsfonds werden per Gesetz gezwungen.
Die Staatsschuld, ein Investmentprodukt, dass keiner braucht! Und was geschieht mit Pordukten die keienr braucht?
In einem freien System verschwinden diese - in unserem gibt's zum Glück immer noch dne Zwang! TB

18.10.2022

19:34 | Die US-Korrespondentin: Österreich: Die IWF-Mission für die Ukraine nimmt ihre Arbeit in Wien auf

Die Mission des Internationalen Währungsfonds in der Ukraine hat am 17. Oktober ihre Arbeit in Wien aufgenommen, berichtete der Pressedienst der Nationalbank der Ukraine auf Telegram. ...
Der Zentralbankgouverneur glaubt, dass die Zuteilung eines neuen IWF-Programms ein wichtiger Schritt zur Förderung der Beziehungen zum Fonds sein und anderen Partnern signalisieren wird, ihre eigene Hilfe für die Ukraine auszuweiten.

Der nach Eigenangaben erfolgreichste Ukr.-Fonds von Soros & Konsorten braucht wohl die Stützung, bevor ihnen die Luft ausgeht!? OF

15:59 | mises: Destroy the Economy, Win a Nobel Prize

Kommentar des Einsenders
Ron Paul: Nicht irgendeiner .... Mit seiner Lösung des Problems:
Auf meine Fragen bei einer Anhörung des Ausschusses für Finanzdienstleistungen gab der damalige Vorsitzende der US-Notenbank, Ben Bernanke, zu, dass er Gold nicht als Geld ansieht. Natürlich sind Gold und andere Edelmetalle Geld, weil die Menschen sie immer dann gewählt haben, wenn sie die Freiheit hatten, eine Währung zu wählen. Ein Grund dafür ist, dass Edelmetalle in einzigartiger Weise geeignet sind, als stabile Rechnungseinheit zu dienen. Im Gegensatz dazu haben die Regierenden das Fiat-Geld bevorzugt, weil es niemals als ehrliche Rechnungseinheit dienen kann, weil sein Wert ständig von den Zentralbankern manipuliert wird. Dies geschieht oft auf Geheiß machthungriger Politiker.
Daher können wir in einem Fiat-Geldsystem den wahren Wert von Waren und Dienstleistungen nicht kennen. Um eine gesunde Wirtschaft zu schaffen, die für Wohlstand sorgt, sollten wir daher die Zentralbank überprüfen und dann abschaffen.

12:34 | marketwatch: How high will rates go? This chart shows expectations for central bank policy rates.

Der Kampf der Zentralbanken gegen die Inflation ist noch lange nicht vorbei, meint Jumana Saleheen, die europäische Chefvolkswirtin von Vanguard. ... Die Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung des Leitzinses der US-Notenbank Federal Reserve sind im Oktober deutlich gestiegen (siehe Abbildung). Kürzlich wurde der Leitzins von seinem derzeitigen Zielkorridor von 3 % bis 3,25 % auf 5 % im Jahr 2023 angehoben, basierend auf den Zinssätzen für Einmonatsswaps.

Die spannendere Frage ist eigentlich: Wann endet der Zinserhöhungszyklus? Mit 2023 liegt man sicher richtig, auf das Quartal will ich mich nicht festlegen. Das vierte wird es aber definitiv nicht sein. AÖ

14.10.2022

07:49 | bloomberg: Yellen Worries Over Loss of ‘Adequate Liquidity’ in Treasuries

Finanzministerin Janet Yellen äußerte sich besorgt über die Gefahr eines Zusammenbruchs des Handels mit US-Schatzpapieren, während ihr
Ministerium die Bemühungen zur Stützung dieses wichtigen Marktes anführt.

Die Bilanzkapazitäten der Broker-Dealer für den Handel mit US-Staatsanleihen haben sich kaum ausgeweitet, während das Gesamtangebot an Staatsanleihen gestiegen ist, so Yellen. Yellen wies darauf hin, dass die Federal Reserve nun über eine ständige Rückkaufsfazilität verfüge, um den Markt für Staatsanleihen mit Liquidität zu versorgen; dies könne hilfreich sein. Sie sagte auch, dass die so genannte Gruppe der 30 einige "gute Ideen" zu Reformen vorgelegt hat, die zur Stärkung des Marktes beitragen würden, einschließlich der möglichen Ausweitung des zentralen Clearings.

Der Bondaffe: Ich sage es immer wieder: „Wenn die Rentenmärkte nicht mehr liquide sind, wenn es nur noch kleine Umsätze gibt, dann trocknen die Märkte einfach aus. Und dann ist Schicht im Schacht“.

12.10.2022

12:58 | faz: „Wir werden das schaffen“

Bundesbankpräsident Joachim Nagel ist für weitere kräftige Leitzinserhöhungen in der Euro-Zone. „Wenn es zehn Prozent Inflation, aber nur 1,25 Prozent Zinsen gibt, dann ist für mich der Handlungsbedarf klar. Ja, die Zinsen müssen weiter steigen - und zwar deutlich“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag).

Ich hätte es kaum für möglich gehalten, aber Bundesbankpräsident Nagel hat die Linie von Jens Weidmann nahtlos fortgesetzt. Das zeigt, dass die Institution Bundesbank (noch?) intakt ist. Dennoch möchte ich nicht in seiner Haut stecken, denn die nächsten Monate werden alles andere als einfach. AÖ

11.10.2022

12:24 | fmw: Bank of England ergreift weitere Notfallmaßnahmen

Das Chaos am britischen Anleihemarkt hört nicht auf. Nach gestrigen Aktionen verkündet die Bank of England heute neue Notfallmaßnahmen.

Es wird nur mehr Zeit gekauft, um eine Abwicklung dieses Pyramidenspiels halbwegs geordnet über die Bühne zu bringen, so meine Einschätzung. Die wichtige Lehre aus dem Vorgehen der Bank of England ist, dass die Zentralbanken (hoch-)inflationär intervenieren werden, wenn die Stabilität des gesamten Finanzsystems gefährdet ist. Die Gefahr einer großen Deflation vor bzw. als Ausdruck der Bereinigungskrise dürfte daher sehr überschaubar sein. Es wird der inflationäre Weg bevorzugt, der am Ende dann dennoch in einem Schuldenschnitt enden muss, im Unterschied zur deflationären Bereinigung aber mit einer Währungsreform. AÖ

16:52 | Leser-Kommentar
die Überschrift reicht, um den Ernst der Lage zu erkennen. Da war Ende September gewaltig Feuer am Dach, die Hütte brennt jetzt lichterloh.
https://www.cnbc.com/2022/10/06/bank-of-england-says-pension-funds-were-hours-from-disaster-before-it-intervened.html,

19:54 | Die Leseratte
Nun, in der Ukraine sind noch jede Menge britische Ausbilder und sonstiges Personal, die sich um fremde Angelegenheiten kümmern. Wird spannend zu sehen, wie das Empire reagiert, wenn die selbstgebastelte Bombe zu Hause hochgeht. Werden sie den Niedergang annehmen und sich auf das eigene Land konzentrieren oder werden sie zur Ablenkung woanders zündeln? Immerhin hat Liz Truss ja schon den Finger auf dem roten Knopf!

20:00 | Der Bondaffe
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, daß ausgerechnet die Gierigsten die kordischen Knoten ihrer Finanzmarkttransaktionen und "Anlagestrategien" nun nicht mehr aufkriegen. Das kommt davon, wenn man jedes Pfund, daß man zur Anlage reinbekommt, zwanzigmal wieder anlegt.

Da geht echt die Post ab bei den Festverzinslichen, gerade bei den ganz langlaufenden UK-Anleihen. Also bei den 30jährigen Titeln etc. Aber die Renditen steigen trotzdem wieder weiter und die Kursverluste nehmen zu. Es "Gilt": Je länger die Laufzeit, desto höher der Kursrückgang.

Rendite aktuell: +4,83% mit der "Chance" auf noch mehr Rendite und dem Risiko von noch mehr Kursrückgang.

https://www.investing.com/rates-bonds/uk-30-year-bond-yield

Spannend ist auch das Thema "Inflation-Linkes-Bonds". Da habe ich auch eine Webseite gefunden mit einer größeren Aufstellung. Wie groß das Desaster ist, sieht man, wenn man die Kursverläufe der einzelnen Papiere anklickt. Man sieht auch die Rettungsmaßnahme am 28.09.22, da gibt es einen Zacken im Kursverlauf nach oben. Nachdem Kurs aber zuerst steil nach unten gegangen ist. Mittlerweile ist der Kurs wieder aber runter. Wir sind genauso weit wie am 28.09.22, alles ist möglich und die Bank of England wartet auf ihren nächsten Rettungseinsatz.

Alles Langläufer, da kommt Freude auf.

https://www.hl.co.uk/shares/shares-search-results/t/treasury-0.625-22112042-index-linked-gil

Auch die Investoren von Fonds und ETFs tragen die Kursrückgänge über diese Anlageformen mit. Über die Websuche der internationalen Suchmaschine bin ich auf dieses Papier, einen ETF namens "iShares £ Index-Linked Gilts UCITS ETF" gestoßen.

https://www.ishares.com/de/privatanleger/de/produkte/251717/ishares-indexlinked-gilts-ucits-etf#chartDialog

ANLAGESCHWERPUNKT: Gezieltes Engagement in inflationsgebundenen Sterling-Staatsanleihen - Direkter Zugang zu inflationsgebundenen Staatsanleihen - Engagement in einem einzelnen Land in
inflationsgeschützten Staatsanleihen

ANLAGEZIEL: Der Fonds strebt die Nachbildung der Wertentwicklung eines Index an, der aus inflationsgebundenen Staatsanleihen des Vereinigten Königreichs besteht.

https://www.finanzen.net/kurse/ie00b1fzsd53

Ich muß sagen, wenn die Angaben stimmen, kommt bei den Anlegern richtig Freude auf. Denn auch Bewertungskurse werden mit einem Fonds zu einem handelbaren Kurs. Aber die Werbung klingt super. All das ist in den vergangenen Wochen und Monaten geschehen und damit im
Kalenderjahr 2022. Da dürfte noch mehr kommen.

10.10.2022

12:08 | orf: Finanzkrise droht: Britische Zentralbank vor neuen Maßnahmen

Die britische Zentralbank hat angesichts einer drohenden Finanzkrise infolge der angekündigten Staatsverschuldung weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Märkte angekündigt. Sie halte sich „bereit“, das Ankaufprogramm für langfristige Staatsanleihen fortzusetzen, erklärte die Bank of England heute. Das bisherige Ankaufprogramm läuft am Freitag aus.

Keine zwei Wochen hat die wieder einmal bloß als vorübergehend bezeichnete Stabilisierungsmaßnahme ausgereicht. Wen wundert's, wenn es sich, wie es den Anschein hat, bei dem britischen Pensionsfondsinvestmentschema um ein Pyramidenspiel handelt. In Zukunft wird jeder Patient bei der Aussage eines Arztes, dass ein Schmerz nur vorübergehend sein, innerlich zusammenbrechen, wohl wissend, dass eine baldige Schmerzlinderung nicht zu erwarten ist. Das heilige römische Reich existierte bekanntlich auch nur vorübergehend. AÖ

08.10.2022

13:38 | Der Bondaffe "„CS Schweiz verstaatlichen, Rest fallenlassen“ must read!!!

https://www.youtube.com/watch?v=5Wv2osEtfq4

Gute Idee, den "Inlandteil der Credit Suisse herauslösen". Wie soll das gehen? Die CS ist ein Global Player und eine systemrelevante Bank. Die „Perlen“ löst man heraus und den Rest lässt man wen? Das wäre zu einfach und zu schön. So geht das nicht.

In den letzten Jahren stellte sich immer die Frage, welche systemrelevante Bank das internationale Finanzsystem zum Einsturz bringt? „Too big to fail“, war das Motto. Angesichts der Derivatevolumen, die da in den Büchern und Bilanzen bei allen Global Playern schlummern, kommt es nur darauf an, wer zum Schluß den „Schwarzen Peter“ in Händen hält.

Aktuell: am 28.09.2022 hatte ihn die „Bank of England“, aber das ist eine Zentralbank und die kann sich ihr Geld selbst drucken. Die BoE hat den britischen Staatsanleihenmarkt mit enormen Finanzspritzen zeitweilig retten können und den Marktakteuren und Anlegern kurzzeitig Luft verschafft. Also zeitweilig, genauso wie bei den Corona-Impfstoffen. Da spritzt man auch, hilft aber scheinbar wenig.

Gleich darauf kamen die alten Probleme mit der Credit Suisse wieder hoch und plötzlich sind diese Probleme hochaktuell (und das britische Bankendesaster vergessen, welches dann im Hintergrund verschwindet).

Wie hatte es soweit kommen können bei der Credit Suisse bzw. den Global Playern?

In diesem Szenario gibt es hochinteressante Stellschrauben.

- Die eine wäre der globale Zinsanstieg, der letztes Jahr, also 2021, begonnen hat. Da gibt es viele Stellschrauben für Verlustpositionen in den Bankbilanzen, auf die ich aber nicht eingehen möchte. Ich möchte auf eine strategische Veränderung hinweisen, nämlich diesen Zinsanstieg.

In den Jahren zuvor, seit Lehman 2008, kannten die Zinsen und Bondrenditen nur eine Richtung: nämlich langfristig abwärts. Darauf hat sich „das System“ eingependelt. Sagen wir 12 Jahre lang, von 2009 bis 2021. Da wurde ZINS-Derivatepositionen abgeschlossen und Inhalte/Bedingungen vereinbart, die genau auf diesen Mechanismus und Anlagestrategien (natürlich auch Computer-gestützt und berechnet) beruhten. Nämlich fallende oder stagnierende Zinsniveaus, asogenannter „Zinsstrukturkurven“. Alles war sozusagen „eingestellt“, wie bei einem Kranken, der seine Medikamente bekommt. Das System lief in diesem Zustand in sich rund. Die „Marktakteure“, sprich institutionelle Anleger und weltweit tätige Investoren, kannten nur dieses Umfeld. Gleichzeitig kamen auch neue Portfoliomanager im Bondbereich nach. Junge Leute, die einen Zinsanstieg nicht kennen. Die wissen gar nicht, was das ist? Das passt nicht in deren Denkweise. Einen Zins-/Renditeanstieg mit allen daraus resultierenden Konsequenzen haben die noch nie erlebt. Das sind alles Bond-Jungfrauen.

Und dann kommt dieser Zins- bzw. Leitzinsanstieg daher. Doch zu allererst stiegen die Bondrenditen, unbemerkt und unerwartet. Bevor die Zentralbanker überhaupt etwas gemacht haben. Denn die Zentralbanker ziehen in ihren Zinsentscheidungen nur nach.

So, und da schlummern also Derivatepositionen in den Büchern, die eben auf diese alte langfristige Anlagestrategie ausgerichtet sind. Kommt es aber zu einem Anstieg der Zinsen und Renditen (und damit zum Gegenteil des „normal Erwartbaren“) produzieren diese Derivatepositionen nur eins: VERLUSTE, auch in gehebelter Form mit kurzen, hohen Nachschusspflichten. Dem sieht sich nicht nur die CS gegenüber. Da müsste man mal fragen oder recherchieren, wie es den bei anderen Global Playern aussieht? Ganz klar, die ducken sich. Die haben die gleichen Probleme. Die möchten nur nicht als Katastrophen-Schlagzeile in den Medien stehen. Die wollen nicht als Buh-Mann auf Seite 1 gebrandmarkt werden.

Und der Zins-/Renditeanstieg geht weiter auf globaler Ebene und dann müssten die verlustbringenden Derivatepositionen glattgestellt werden. Mit einem Gegengeschäft. Aber das Gegengeschäft kostet auch wieder viel Geld.

Jetzt muß man die Frage stellen, wer überhaupt bei äußerbörslichen Geschäften in diesen Positionen und Dimensionen bereit wäre, eine entsprechende Gegenposition einzugehen? Und darum wird das mehr als teuer werden, sich von diesen verlustbringenden Positionen zu lösen. Und es muß schnell gehen, denn die Marktzinsen/Renditen steigen schnell. Aber die meisten „Profis“ sind träge, gerade im Bondbereich.

Kommen wir zurück zum Youtube-Video mit dem Schweizer Bankenprofessor Hans Geiger und der Aussage: „Reissen alle Stricke, muss Bern den zwingend nötigen Inlandteil des Multis mit Steuergeld kaufen und aus der Gruppe herauslösen, sagt Hans Geiger. Alles Andere sei dann nicht mehr das Problem der Schweiz.“

https://www.youtube.com/watch?v=5Wv2osEtfq4

So wird das nicht gehen. „Wasch’ mir den Pelz, aber mach’ mich nicht nass“, das haut nicht hin. Wieso soll ein Investor Verluste übernehmen, nur auf dass „die Schweiz“ gut da steht? Das ist eher umgekehrt. Die Schweiz ist enorm reich, das ist „mega-viel“ Geld da. Warum nicht diese Kuh um viel Geld erleichtern. Die Schweizer haben’s doch!

Das wird dann wohl so gehen. Der „gute Teil der CS“, der nach dem aktuellen und schnellen Verkauf der Portfolio- und Investment-Juwelen an die gierigsten Haie und Geier (hauptsächlich angelsächsischer Prägung) übrig bleibt, darf als selbständige Einheit weiterwursteln. Aber ohne internationale Bedeutung. Die dürfen zuerst auf nationaler Ebene ihre Wunden lecken und ihre Kunden ebenfalls. Will heißen, die Kundschaft wird bezahlen und manch schöne Kreditsicherheit der Kunden werden verwertet werden. Oder wandern in den Bestand der Bank. Vielleicht wird auch umfirmiert und die neue Bank wird eher schlicht.

Perlen gibt es bei der CS übrigens in den verschiedensten Bereichen.
https://insideparadeplatz.ch/2022/10/07/ausverkauf-am-paradeplatz-cs-verramscht-perlen/

Dann wird die Zentralbank einspringen und der „schlechte Anteil“ in eine „Bad Bank“ ausgelagert. Der wird von der Schweizer Zentralbank kontrolliert. Aber vorher muß die Schweizer Zentralbank retten, und das kostet sehr viel Geld. Wer will schon den Ramsch an alten, verlustbringenden, eigentlich „stinkenden“ Derivaten? Derivate zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie nicht „standardisiert“ sind. Will heißen, ein Teil der Derivate kann nicht über eine funktionierende Wertpapier-Börse glattgestellt werden, weil es sich um außerbörsliche Vereinbarungen, sprich Verträge, handelt. Das dauert, aber die Zeit dürfte nicht da sein. Denn es fallen Bewertungsverluste an, die einen Nachschuss erfordern. Ganz zu schweigen von der Verwertung von Sicherheiten.

So oder so ähnlich könnte eine Rettungsaktion vor sich gehen. Wieviele Verluste produzieren diese Derivate überhaupt? Und zwar in Schweizer Franken?

Damit kommen wir zu Punkt 2

- Wenn der Rettungsspaß mehr Milliarden Schweizer Franken kostet als sich das Land leisten und die Zentralbank drucken kann und dies gleichzeitig in einem globalen Zinssteigerungsmodus mit zweistelligen Inflationsraten stattfindet, dann steht plötzlich die „Währung Schweizer Franken“ im Mittelpunkt. Und alle fragen sich, ob dieser aktuelle, extrem hohe Franken-Kurs gerechtfertigt ist? Und dann könnte plötzlich der Schweizer Franken im Wert nachgeben, im Kurs runtergehen und an Wert verlieren. Der „Sichere Hafen Schweiz“ wäre plötzlich kein sicherer Hafen mehr.

Also, ist das CS-Debakel der Auslöser und der Beginn einer lang anhaltenden Schweizer Franken Schwäche? Denn die Schweiz ist von den Größenverhältnissen klein und auch von der Bevölkerungsanzahl niedrig. Im Vergleich mit Deutschland/BRD-Verwaltung zum Beispiel.

Wenn dann schlaue Strategen auf die Idee kommen das ganze durchzuspielen und durchzurechnen, kommen die vielleicht auf die Idee einer KAPITALFLUCHT AUS DER SCHWEIZ? Und wer wäre der Gewinner? Der US-Dollar natürlich. Und die Amerikaner. Auf Kosten des wohlhabenden Europa. Die Schweiz käme als letztes dran, denn Deutschland wird gerade tranchiert.

„Rette sich wer kann“, heißt es plötzlich und man kann das nachvollziehen. Wer jetzt Schweizer Franken verkauft, bekommt aufgrund der Währungsstärke des CHF verhältnismäßig viele USD oder EURO ausbezahlt. Jetzt bekommt man einen USD für einen Schweizer Franken. Wer etwas später kommt, bekommt vielleicht nur noch 0,90 oder 0,80 USD für einen „Stutz“ (= CHF).

Es gibt außerdem ein besonderes Problem, welches alles nur verstärken könnte. Nämlich die so genannten Carry-Trades. Man nimmt einen Kredit in einer Währung mit niedrigem oder allerniedrigsten Zinsniveau auf (in der Vergangenheit waren das immer die Schweiz und Japan) und legt gleichzeitig dieses Geld in einer Währung mit höheren Zinsen an. Im Moment ist wer wohl äußerst attraktiv? Natürlich, der US-Dollar.

Da gabe es dann verschiedene Effekte, die sich durchaus in Verwerfungen am Zins- und Währungsmarkt äußern könnten. Dann stünde nicht mehr die Zinsdifferenz Schweiz-USA im Vordergrund sondern eine klassische Währungsspekulation. Und wenn der Trend eines schwächeren Schweizer Franken erst einmal läuft, dann ist er gemäß der Formel „The trend is yout friend“ nicht mehr zu stoppen.

Wie sich das auswirken könnte, ist wirklich schwer zu sagen. Kredite in Schweizer Franken würden aufgrund Währungsabwertung attraktiv werden, gleichzeitig macht eine Anlage in Schweizer Staatsanleihen keinen Sinn mehr. Die Schweizer Staatsanleihen würden verkauft, der Schweizer Franken Kurs würde weiter fallen und die Renditen weiter steigen, was zusätzliche Kursverluste bei den Anleihen beschert. Die Japaner könnten, wenn sie es geschickt machen, als Profiteure dieses Finanzabenteuers hervorgehen. Oder aber auch von den gierigsten Haien und Geiern (hauptsächlich angelsächsischer Prägung) mit ausgeschlachtet werden.

Schwer zu sagen, aber höchst interessante Konstellationen. Alles ist möglich.

Und wieder sehen wir, dass Risikomanagement-Systeme nichts taugen. Zumindest scheint das bei den meisten der Fall zu sein. Ganz klar, wenn sich diese errechneten Risikokennzahlen auf Werte und Zahlen aus der Vergangenheit beziehen. Mit der Vergangenheit kann man die Zukunft nicht berechnen. Jetzt haben alle den Salat in Auftrag gegeben und er wird bestimmt geliefert.

Noch wäre es Zeit auszusteigen. Aus Schweizer Staatsanleihen auf hohen Kursniveau und dem Schweizer Franken, ebenfalls auf hohem Kursniveau. Aber wer tut das schon? Zahlen im Endspiel alles die Schweizer? Oder wird nochmals alles wieder gut. Bis zur nächsten Runde „Schwarzer Peter“.

07.10.2022

19:37 | Silverado: Global margin call hits European debt markets

Globale Nachschusspflichten treffen europäische Schuldenmärkte.
... Da soll noch einer behaupten, Gold hätte schlecht performt...

"I hope we survive" passt sehr gut ...! OF

10:58 | wolfstreet: Fed’s QT: Total Assets Drop by $206 Billion from Peak

Die Federal Reserve hat heute Nachmittag ihre wöchentliche Bilanz veröffentlicht, die den Stand von gestern, dem 5. Oktober, wiedergibt. Darin enthalten ist die am 30. September erfolgte Auslagerung von Staatsanleihen, womit der erste Monat der QT nach der dreimonatigen Einführungsphase mit voller Geschwindigkeit abgeschlossen wurde. Bei voller Geschwindigkeit ist das Tempo der QT bei Schatzpapieren auf maximal 60 Mrd. USD pro Monat und bei MBS auf maximal 35 Mrd. USD gedeckelt. Während der dreimonatigen Einführungsphase waren die Obergrenzen nur halb so hoch. Die Gesamtaktiva sanken gegenüber der Vorwoche um 37 Mrd. USD, gegenüber der am 8. September veröffentlichten Bilanz um 63 Mrd. USD und gegenüber dem Höchststand vom 13. April um 206 Mrd. USD auf 8,76 Billionen USD, den niedrigsten Stand seit Dezember 2021.

Großzügig gesprochen hat die Federal Reserve gerade einmal das Bilanzsummengipfelplateau verlassen. Der richtige Abstieg in der Bilanzsumme beginnt aber erst jetzt, und der Weg talabwärts zur langfristigen Trendlinie ist ein weiter. AÖ

10:12 | diepresse: EZB verspricht "kraftvolles Handeln" im Kampf gegen Inflation

Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) wollen der ausufernden Inflation mit einer straffen Linie bei den Leitzinsen beikommen. Wenn jetzt kraftvoll gehandelt werde, könne man größere Zinsschritte im weiteren Konjunkturverlauf bei lahmender Wirtschaft vermeiden, heißt es im Protokoll des Zinstreffens vom 7. und 8. September in Frankfurt, das am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Alkoholiker versprechen ja auch, morgen den Versuchungen zu widerstehen, wenn sie am Stammbeisl vorbeigehen, wo alle Freunde launig bei einem oder zwei oder drei Bier dem Fußballmatch folgen. Erst dann zeigt sich, ob man das Versprechen einhalten kann. So wird es auch dem EZB-Rat ergehen, wenn sich die unweigerlichen Folgen der bislang ohnehin viel zu späten und weiterhin ob der hohen Inflation zu zaghaften Straffungspolitik verstärkt zeigen. Dann gilt es den EZB-Rat an seinen heutigen Versprechen zu messen. Und ich verspreche, dass sich diese Versprechungen als Versprecher erweisen werden. AÖ

07:16 | finanzmarktwelt: Warum die weltweiten Devisenreserven in Rekordtempo schrumpfen

Weltweit schrumpfen die Devisenreserven von Zentralbanken. Dies hat einen einfachen Grund. Der US-Dollar ist übermächtig, denn die Federal Reserve ist seit Monaten dabei den Leitzins für die USA kräftig anzuheben. Dies stärk den Dollar, und schwächt somit alles, was gegen ihn steht – vor allem Schwellenländerwährungen. Im folgenden Chart, der bis Anfang 2021 zurückreicht, zeigen wir die Aufwertung des US-Dollar als blaue Linie. Dem gegenüber sehen wir die Abwertung der Währungen von Pakistan, Indien und der Türkei.

Je schwächer die Währungen dieser Länder sind, desto teurer müssen sie auf dem Weltmarkt ihre Importwaren einkaufen, die in der Regel in US-Dollar gehandelt werden. Je schwächer die eigene Währung, desto mehr US-Dollar muss man aufbringen für seine Importe. Von daher ist es logisch, dass gerade die Zentralbanken, die für anfällige Währungen stehen, viel von ihren Devisenreserven einsetzen müssen um damit die heimische Währung zu kaufen, in der Hoffnung sie aufzuwerten.

“Einige Länder, vor allem in Asien, können beides: Schwäche und Stärke ausgleichen”, erklärte Alan Ruskin, Chefstratege der Deutschen Bank. In anderen Ländern gehen die Reserven aber schnell zur Neige. Nach einem Rückgang von 42% in diesem Jahr reichen die pakistanischen Devisenreserven von 14 Milliarden Dollar nicht mehr aus, um die Importe von drei Monaten zu decken, wie von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen. FMW-Anmerkung: Die Lage in Pakistan ist wirklich prekär.

Hinter dem Ukraine Krieg verbirgt sich ein Währungskrieg. Die FED erhöht unerbittlich die Zinsen. Das erste Ziel war der russische Rubel, dieser Angriff ist ordentlich in die Hose gegangen. Seit Beginn des Krieges hat der Rubel um 20% gegen Dollar aufgewertet. Das zweite Ziel war offenbar, durch Zinserhöhungen Kapital in die USA zu ziehen. Das dürfte gelungen sein und die Leidtragenden sind Euro, Pfund und die Währungen der Schwellenländer. Das ist nicht der einzige Grund für die Schwäche dieser Währungen, aber die FED nützt die Schwächen dieser Währungsräume aus, um den Dollar zu stärken. Ob das für die USA insgesamt eine gute Politik ist, ist fraglich. Die Abneigung gegen die USA steigt. Wie man sieht, haben die USA wenige Verbündete im globalen Süden, wenn es um die Ukraine geht. Die Dollarstärke und die Sanktions-bedingten Probleme am globalen Energie und Getreidemarkt, sind ein Grund dafür. JJ

12:47 | Leserkommentar
Werter JJ, die erste Frage, die man sich stellen muß ist die, wer die Herren über die FED sind. Joe Sixpack und seine Freunde? - oder eher die, die den Federal Reserve Act konstruiert haben? Könnte es sein, das die FED seit Anbeginn in erster Linie der Vermögensumverteilung in Richtung einiger weniger dient? Warum mußte Kennedy sterben? Was hat dessen Nachfolger als eine seiner ersten Amtshandlungen gemacht? Warum dieses wohl? Im Interesse von wem? Die Abneigung gegen Joe Sixpack, seine Frau und sonstigen Verwandten und Freunde steigt – gegen die Drahtzieher der FED auch? Politik machen die wenigsten an der Macht befindlichen „für ihren Staat“, sondern für ihre eigenen Interessen. Die einfachen Bürger, zum Teil auch noch die unteren Ränge in der Politik haben das Wohl „ihres Staates“ als Ziel. Aber auch Personen, deren Interessen über fast den ganzen Erdball verstreut sind?

Die USA waren – und sind es momentan noch – der militärische Arm derer, die sie durch das Geld beherrschen (Galt früher auch für GB, oder? Wie kam es zur Gründung der Englischen Zentralbank?). Kann ein Präsident ohne die Unterstützung des „Geldes“ an die Macht kommen? Zeitweise ist es auch ratsam, mehrere konkurrierende Parteien zu finanzieren, um jede Seite in der eigenen Schuld zu wissen... Das bisherige Modell „Staat“ ist als überholt und veraltet zu betrachten. Was die USA angeht: Die Karawane zieht weiter...

Pakistan: Leute, es ist gottgewollt, das alle internationalen Zahlungen in Dollar abgewickelt werden! Alle, nein wenn man genau guckt nicht alle, da gibt es im Norden ein gallisches Dorf (= Rußland), wo nicht in Dollars gerechnet werden muß. Der Dollar wird in ungeahnte Höhen schießen, aber wenn nirgendwo noch etwas läuft, wird es auch das Aus für den Dollar bedeuten… 

05.10.2022

12:20 | orf: Lagarde: Geldpolitik soll Nachfrage nicht mehr stimulieren

Die Europäische Zentralbank (EZB) muss im Kampf gegen die ausufernde Inflation aus Sicht von Notenbank-Präsidentin Christine Lagarde zunächst damit aufhören, mit ihrer Geldpolitik die gesamtwirtschaftliche Nachfrage anzuheizen.„Wir sollten sicherlich die Nachfrage nicht noch mehr anspornen“, sagte Lagarde gestern auf einer Veranstaltung der zyprischen Zentralbank mit Studenten. Das Minimum, was die Geldpolitik tun müsse, sei, damit aufzuhören, die Nachfrage zu beflügeln.

Hätte Madame Lagarde diese Aussagen vor einem Jahr getroffen, wäre sie zwar noch immer (viel) zu spät dran gewesen, aber ok, wir hätten immerhin noch das Jahr 2021 geschrieben. Damals meinte Lagarde allerdings noch, dass die Inflation einem Buckel ("hump") ähnle. Wer derartige Anstiege - auch schon die zur damaligen Zeit, also lange vor dem Ukraine-Krieg - als Buckel/Hügel bezeichnet, der muss wohl im Himalaya aufgewachsen sein. AÖ

11:39 | f100: Angsthasen-Taktik der EZB hat massive Folgen für unser Leben

Die US-Notenbank ist entschlossen, die Geldentwertung zu stoppen, die EZB ist es nicht. Sie hätte natürlich gern niedrigere Inflationsraten, aber sie scheut die Risiken und Nebenwirkungen. In der Reitersprache gibt es einen Satz, der auch für die Notenbanken gilt: „Der Reiter formt das Pferd.“ Auch wenn das Pferd bis zu zehnmal mehr wiegt als der Reiter, deutlich schneller, stärker und im Fall der Fälle auch wehrhafter ist. Wenn das Pferd den Reiter formt, ist das kein schöner Anblick. Früher oder später macht der Reiter plumps.

Pferde, die jahrzehntelang am Gallopieren gehindert worden sind, sind natürlich besonders störrisch und wenn diese dann einmal anfangen in den Gallop überzugehen, geht die Post ab!
Spätestens hier wird der dereinst edle Reiter zum Passagier! TB

11:12 | Leser-Kommentar
Inzwischen besteht die Wahrscheinlichkeit, das dies vielleicht ein Art von Reset ist ? Auf HG wurde das mit "Backlash" bzw. "zurück zum Stamm" umschrieben. Nungut, viellleicht ist das "unfreiwillig", doch weil keiner mehr auf Funktionebene versteht, wie hoch der Spieleinsatz ist ? Oder ist die Operation "Unwind in Process" voll angelaufen ?

04.10.2022

08:43 | marcfriedrich:  Zerstört die FED die Wirtschaft?

Die momentanen Zeiten sind hart und sollte die Politik nicht eine starke Wendung einlegen, so drohen uns gar Unruhen. Heute beantworte ich euch, warum die massiven Leitzinserhöhungen der FED eine weltweite Schuldenkrise verantworten, wo wir im Zyklus stehen, ob es schon einmal geschichtliche Ähnlichkeiten gab und wie du dich momentan aufstellen solltest

03.10.2022

17:37 | reuters: Exclusive: China's state banks told to stock up for yuan intervention

Chinas Zentralbank hat große staatliche Banken aufgefordert, sich darauf vorzubereiten, Dollar für die lokale Einheit auf Offshore-Märkten zu verkaufen, da sie ihre Bemühungen verstärkt, den Abstieg des Yuan aufzuhalten, sagten vier Quellen mit Kenntnis der Angelegenheit.
Die staatlichen Banken wurden angewiesen, ihre Offshore-Filialen, einschließlich derer in Hongkong, New York und London, zu bitten, ihre Bestände an Offshore-Yuan zu überprüfen und sicherzustellen, dass die US-Dollar-Reserven bereit sind, eingesetzt zu werden, sagten drei der Quellen, die nicht genannt werden wollten, gegenüber Reuters.
Der gleichzeitige Verkauf von Dollar und Kauf von Yuan könnte die chinesische Währung unter Druck setzen, die in diesem Jahr bisher mehr als 11 % gegenüber dem Dollar verloren hat und auf den größten Jahresverlust seit 1994 zusteuern dürfte, als China seinen offiziellen Kurs und den Marktkurs vereinheitlichte.
Der Umfang dieser Runde von Dollarverkäufen zur Verteidigung des schwächelnden Yuan wird ziemlich groß sein, sagte eine der Quellen.
Die People's Bank of China reagierte nicht sofort auf eine Reuters-Anfrage nach einem Kommentar.

Geht schon los...! Könnten diesmal äußerst spannende Parteitage der KPch werden, angesichts der Stürme, die da gerade über's Land fegen!? Abwarten, wie die FED reagieren wird, aus London sind die Signale grad etwas "schwach"...!? OF

12:08 | wolfstreet: Fed’s Favored Inflation Index Says: Underlying Inflation Just Isn’t Slowing Down at All

Nur kurz dazu: Die Federal Reserve verwendet den vom "Bureau of Economic Analysis" veröffentlichten "Core PCE"-Inflationsindex als Maßstab für ihr Inflationsziel. Dieser "Kern-PCE"-Index - der gesamte PCE-Inflationsindex abzüglich der volatilen Lebensmittel- und Energiekomponenten - ist daher von entscheidender Bedeutung für das derzeitige Zinserhöhungsszenario inmitten einer heißgelaufenen Inflation, bei dem jeder wissen will, wann die Inflation endlich "Onkel" schreit. Einige dachten, dies sei im Juli geschehen, als sich die monatliche "PCE-Kerninflation" auf "0 %" (abgerundet) verlangsamte. Wie sich herausstellte, war der viel gepriesene Juli-Wert von 0 % für die PCE-Kerninflation nur ein einmaliges Ereignis. Im August, so das BEA heute, stieg der Kern-PCE-Inflationsindex um 0,6 %, ebenso wie die Mehrjahrzehnt-Rekorde im Juni 2022 und im April 2021 (alle auf 0,6 % gerundet). Wie Powell auf der FOMC-Pressekonferenz gesagt hatte: Die Preissteigerung verlangsamt sich einfach nicht.

Solange die Kern-PCE-Inflationsrate nicht spürbar nachgibt, wird die Federal Reserve ihre Straffungspolitik nicht beenden können, ohne einen erheblichen Reputations- und Vertrauensverlust zu erleiden. Insofern sind die Zahlen vom Freitag für die Federal Reserve ganz schlechte Nachrichten, da sie ihr keinen Raum zum Manövrieren eröffnet hat, eher sogar im Gegenteil. AÖ

30.09.2022

13:38 | tw: marc friedrich

Die Finanzwelt stand gestern kurz vor einem Kollaps, einem zweiten Lehman Brothers. Nur durch das Eingreifen der Bank of England konnten
eine Kettenreaktion und die Pleite von zwei Pensionskassen verhindert werden. Es geht um eine Billion Pfund.

Der Bondaffe
Klassisches Schema. Und darum sind am UK-Bondmarkt die Renditen für 30jährige britische Staatsanleihen innerhalb kürzester Zeit am
28.09.2002 von +5,12% auf +4,0% gefallen. Und entsprechend die Kurse gestiegen. 

Ergänzung 14:58 |  Das war vorgestern Mittwoch, 28.09. 
https://www.investing.com/rates-bonds/uk-10-year-bond-yield

Da sieht man wie schnell es gehen kann. Innerhalb von ein paar Stunden kann man dieses moderne Finanzsystem crashen lassen. Gar kein Problem mehr. Und daher werden gerade die Anleihe-/Bondmärkte unterschätzt und in Ihrer "Wirkung" nicht wahrgenommen. Diese Rettungsaktion in Form eines Renditeschubs in UK nach unten war aber nur vorübergehend, denn die Renditen/Zinsen dürften weiter steigen.

Mein persönliches Szenario: Die Gebiete in der Ost- und Südukraine werden in die Russische Föderation aufgenommen. Es erfolgt Kriegserklärung Russlands mit Einmarsch in die Ukraine. Die Nato muß sich entscheiden und greift konsequenterweise in der Ukraine ein. Dann greifen die Chinesen überraschend Taiwan an. Ein neues Spielfeld für die Nato wird eröffnet. Dann folgen andere Länder bzw. Krisenherde. Die Nato
wird dabei zerrieben. Eigenlich wird das Britische Empire, daß seit Jahrhunderten die Weltherrschaft inne hat, aufgelöst.

In diesem Szenario MÜSSEN die Renditen steigen. Die Bondmärkte crashen, die Aktienmärkte crashen und internationen Währungen werden in
beachtliche Turbulenzen kommen. Das britische Pfund wird wohl als erstes fallen. Ein ganz alter Plan, darum ist UK nie in die EUROZONE gegangen. Auch der BREXIT macht dann Sinn. Wenn das britische Pfund fällt, fallen die anderen Währungen auch.

12:34 | diepresse: Richtungsstreit in EZB neu entbrannt

Während viele Experten heuer noch zwei Zinsschritte der EZB fordern, stemmt sich Portugals Notenbankchef vehement dagegen.

Euro auflösen, Problem gelöst. Dann können sich die Portugiesen in der Inflation bis zur Verkohlung bräunen, und der verbliebene geldpolitische Halbwegsvernunftsrest die Inflation bekämpfen. AÖ

12:04 | ec.europa.eu: Jährliche Inflation im Euroraum auf 10,0% gestiegen

Die jährliche Inflation im Euroraum im September 2022 wird auf 10,0% geschätzt, gegenüber 9,1% im August. Dies geht aus einer von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlichten Schnellschätzung hervor. Im Hinblick auf die Hauptkomponenten der Inflation im Euroraum wird erwartet, dass „Energie“ im September die höchste jährliche Rate aufweist (40,8%, gegenüber 38,6% im August), gefolgt von „Lebensmitteln, Alkohol undTabak“ (11,8%, gegenüber 10,6% im August), „Industriegütern ohne Energie“ (5,6%, gegenüber 5,1% im August)und „Dienstleistungen“ (4,3%, gegenüber 3,8% im August).

Es ist geschafft! Gratulation Madame Lagarde! Die Inflationsrate ist zweistellig geworden, nicht nur in Deutschland, sondern gleich im gesamten Euroraum. Von den großen EU-Mitgliedsstaaten sind die Niederlande mit 17,1% besonders sportlich unterwegs. AÖ

28.09.2022

18:05 | blick: Brutale Attacke auf französischen Top-Banker

Nach einer blutigen Hammerattacke beim Basler SBB-Bahnhof musste ein Elsässer (63) ins Spital eingeliefert werden. Gemäss «Tages-Anzeiger»-Recherchen handelt es sich um François Villeroy de Galhau, einen der einflussreichsten Franzosen. Seit 2015 ist er der Gouverneur der Zentralbank Banque de France. Er zählt zu den weltweit wichtigsten und angesehensten Notenbankern. Derzeit ist er auch Präsident des Verwaltungsrats der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ).

Was steckt hinter dem Angriff auf einen der wirtschaftspolitisch mächtigsten Männer der Welt? Laut dem Zwischenentscheid des Basler Appellationsgerichts, das dem «Tages-Anzeiger» vorliegt, hat der Angriff «Züge eines Attentats». Weiter schreibt das Gericht, dass «ein politischer oder ideologischer Hintergrund des Angriffs denkbar» sei.

Wir leben wahrlich in "interessanten" (= unguten) Zeiten. Gestern Der Vorfall um Nordstream 2, allem Anschein nach eine gezielte Attacke auf Europas Energieversorgung und heute wird der Gouverneur der französischen Zentralbank und Präsident der BIZ fast umgebracht - ein politisch motivierter Attentat kann nicht ausgeschlossen werden. Nun, die BIZ ist nicht rein europäisch, sondern vernetzt alle westlichen Zentralbankane, aber die Elite Europas muss das Gefühl haben,  dass irgendeine Kraft sie ins Visier genommen hat. JJ

16:40 | fmw: Euro auf 20-Jahrestief – Absturz geht weiter – die Gründe

Heute sehen wir ein neues 20-Jahrestief im Euro mit einem Wechselkurs zum US-Dollar von 0,9538. Der Absturz der Gemeinschaftswährung geht derzeit immer weiter. Aber eigentlich könnte/sollte/müsste der Euro doch steigen, weil die EZB zuletzt zwei Mal kräftig die Zinsen angehoben hat? Nun, das Problem heißt Fed. Die Amerikaner heben seit Monaten ihre Zinsen noch kräftiger an als die EZB, und machen damit den US-Dollar attraktiver. Und derzeit glaubt der Devisenmarkt offenbar daran, dass dieser noch kräftigere Anstieg der US-Zinsen weiterhin einen „Vorsprung“ gegenüber dem Euro-Raum bietet. Und in diesen Zeiten geopolitischer Unsicherheit geht man weltweit derzeit immer stärker in den „letzten großen Fluchthafen“ namens Dollar.

Kommentar des Einsenders
Und in diesen Zeiten geopolitischer Unsicherheit geht man weltweit derzeit immer stärker in den „letzten großen Fluchthafen“ namens Dollar. Der Kummerfeld ist auch einer der letzten großen 😂

16:53 | Leser-Kommentar
Ich kenn noch einen Fluchthafen EM und dieser ist nach wie vor legal. Und hat sogar etwas "undercover" an sich. Denn Teppiche haben auch eine Unterseite...?

12:50 | fmw: Aktuell: Bank of England will „Funktionsfähigkeit der Märkte wiederherstellen

Im Einklang mit ihrem Ziel der Finanzstabilität ist die Bank of England daher bereit die Funktionsfähigkeit der Märkte wiederherzustellen und die Risiken einer Ansteckung der Kreditbedingungen für britische Haushalte und Unternehmen zu verringern. Zu diesem Zweck wird die Bank of England ab dem 28. September vorübergehend langlaufende britische Staatsanleihen ankaufen. Der Zweck dieser Käufe ist die Wiederherstellung geordneter Marktbedingungen. Die Käufe werden laut Mitteilung in dem Umfang durchgeführt, der erforderlich ist, um dieses Ziel zu erreichen. Die Operation wird in vollem Umfang vom britischen Schatzamt entschädigt.

Das wird vermutlich so "vorübergehend" sein wie die erhöhten Inflationsraten vorübergehend sind. Vorübergehend ist nur eines, der Zinsstrafffungszyklus. Dieser wird mit dieser Aktion zwar nur abgeschwächt und nicht aufgegeben. Aber die Verabschiedung von der ernsthaften Inflationsbekämpfung ist damit eingeläutet. AÖ

27.09.2022

12:08 | orf: Kryptostartup rettet Euro-Skulptur in Frankfurt

Die Rettung der Euro-Symbol-Skulptur in Frankfurt am Main kommt von unerwarteter Seite: Das Startup Caiz, ein IT-Entwickler für die laut eigenen Angaben erste islamkonforme Kryptowährung, wird Hauptsponsor des bekanntesten Frankfurter Wahrzeichens.

Islamkomforme Kryptowährung rettet Euro(-Skulptur) - mehr muss man zum Zustand des Euro und Europas eigentlich nicht wissen. AÖ


08:12 | ecb.eu.europa: Speech by Christine Lagarde, President of the ECB, at the Hearing of the Committee on Economic and Monetary Affairs of the European Parliament

Der ungerechtfertigte Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine wirft weiterhin einen Schatten auf Europa. Meine Gedanken sind bei dem ukrainischen Volk, das unter den sinnlosen Gräueltaten des Krieges leidet. Die wirtschaftlichen Folgen für den Euroraum haben sich seit unserem letzten Treffen im Juni weiter verschärft und die Aussichten verdüstern sich.

Christine Lagarde, wie sie leibt und lebt: Zuerst betet sie das Kriegsmantra runter - haben wir so etwas bei früheren Kriegen erlebt? - dann erwähnt sie, wie immer viel zu spät, das mittlerweile Offensichtliche. Doch mittlerweile verdüstern sich nicht nur die Aussichten, das tun sie schon seit vielen Monaten, sondern die ökonomische Realität wird bereits immer düsterer. Christine Lagarde ist in den Dingen, für die sie bezahlt wird, halt immer hinten nach. Dafür bezahlen muss aber ohnehin das gemeine Fußvolk, was Madame ja nicht kratzt. Aja, und auf Deutsch gibt es den Text natürlich (noch?) nicht. AÖ

07:50 | wolfstreet: My “Wealth Disparity Monitor”: QT, Rate Hikes, Dropping Stocks & Bonds Reduce Outrageous US Wealth Disparity

Die Explosion des Vermögens der "Top 0,1 %"-Haushalte bis 2021 (rote Linie) zeigt, dass sie die Hauptnutznießer der Politik der Fed seit März 2020 waren. Diese Politik war darauf ausgerichtet, die Preise für Vermögenswerte in die Höhe zu treiben, und nur die Inhaber von Vermögenswerten haben davon profitiert. Je mehr Vermögenswerte sie hielten, desto mehr profitierten sie. Und diejenigen, die bereits die meisten Vermögenswerte hielten, profitierten am meisten. Von Q2/2020, dem Beginn der verrückten QE- und Zinssenkungspolitik der Fed, bis Ende 2021 gewannen die 0,1 % der Haushalte durchschnittlichen 47 Millionen USD an Vermögen!

Angesichts dieser Umverteilungswirkung der (ultra-)expansiven Geldpolitik sind Forderungen an die Politik, durch Sozialprogramme u. ä. die ärmeren Bevölkerungsschichten zu unterstützen, nur als Ausgleich der ersten Umverteilung hin zu den (Super-)Reichen zu verstehen. Am besten wäre es natürlich, wenn die Umverteilung nach oben durch eine (ultra-)expansive Geldpolitik erst gar nicht passieren würde. AÖ

26.09.2022

19:27 | Leser-Zuschrift: Bereicherungskasten

https://www.spiegel.de/wirtschaft/steuern-und-uebergewinne-wie-die-ezb-den-banken-milliarden-schenkt-gastbeitrag-a-ee408d56-d1d9-441c-826e-578088d8df21?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Es wurde zwar schon oft genug gesagt, trotzdem hier noch einmal wozu die Zentralbanken dienen: Bereicherung der Bankerkaste auf Kosten aller anderen.
Ist nicht nur bei der FED der Fall, auch bei der EZB und allen anderen alles das selbe. Sämtliche Aussagen von diesen Leuten muss man konsequent ignorieren, das sind Lügen um die wahren Vorgänge so lange wie irgend möglich zu vertuschen. Mittlerweile veröffentlicht selbst der Speichel solche Gastbeiträge, zwar viel zu spät aber immerhin, kann ja sein das es dem ein oder anderen jetzt noch hilft.

Wem helfen, werter Leser...? A Gauner, der weiß dass er a Gauner is und selbiger nur unter Gauner is, schreibt ja die Spielregeln! Und der Rest hat wohl oder übel mitzuspielen... Zumindest gezahlt hätt'ma olle schon genug...!? OF

17:03 | dailymail: Bank of England faces pressure to step in after market chaos sees Pound slump to ALL-TIME low of $1.03 before clawing back ground - as Kwasi Kwarteng defies calls to U-turn on tax-slashing Budget and allies slam 'City boys playing fast and loose'

Das Pfund Sterling erlebte heute eine Achterbahnfahrt, als es im Gefolge des Steuersenkungshaushalts von Kwasi Kwarteng gegenüber dem Dollar auf ein Allzeittief fiel - mit der Befürchtung, dass die Bank of England gezwungen sein wird, einzugreifen, um eine Krise abzuwenden.
Das Pfund Sterling wurde heute Morgen im Handel regelrecht niedergeschlagen und fiel auf nur noch 1,0327 $ - und damit unter den düsteren Ausgangswert von 1985 von 1,0545 $.

Bis zum frühen Nachmittag konnte der Kurs wieder auf knapp über 1,08 $ aufgeholt werden, was jedoch zum Teil auf die Erwartung einer baldigen Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte zurückzuführen sein dürfte. Da die Preise vieler wichtiger Rohstoffe in Dollar angegeben werden, treibt ein schwaches Pfund die Inflation weiter in die Höhe. Die Märkte rechnen nun damit, dass der Leitzins im nächsten Jahr 6 Prozent erreichen wird, was die Familien noch mehr in Bedrängnis bringen würde.
Die Kosten für die Staatsverschuldung stiegen ebenfalls auf den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt - was Kwasi Kwarteng weiteres Kopfzerbrechen bereitet, da er die zusätzlichen Schulden zur Finanzierung von Steuersenkungen und des Rettungspakets für Energierechnungen verwendet.
Der Schatzkanzler weigert sich jedoch, seinen Kurs zu ändern, und Downing Street erklärte, es sei nicht geplant, dass er oder Liz Truss Erklärungen zur Beruhigung der Märkte abgeben. Erst gestern hatte Herr Kwarteng versprochen, dass weitere Steuersenkungen geplant seien.

Seltsamer Montag, und dabei ist noch nicht einmal Freitag ...!? Hammer-Crack auch in London und die Aussicht auf 6% Leitzins...!? Da braucht es keine Temperaturabsenkungen bei den Heizungen, um einen ordentlichen Schüttelfrost aufzureißen... Oder wird schon hinter der Kulisse weiter kräftig umgebaut!? OF

19:05 | Monaco
so können wir uns mit der Erklärung in Grund und Boden philosophieren.....doch vor 46 Jahren wurde so ein Ereignis detailliert beschrieben und musikalisch untermalt......- Wolfgang Ambros ´hoit, do is a Spoit´.......

...paßt's auf das kana eini'foit... Oder im nahverkehrtechnischen Neuwarnsprech: Mind the Gap... OF

12:58 | orf: US-Ökonom Stiglitz: EZB reagiert falsch auf Inflation

Vieles davon, dass die Energiepreise nun so hoch sind, sei auch selbst verschuldet, meinte Stiglitz. „Die europäischen Energiemärkte sollten sich verändern. Deregulierung funktioniert nie.“ Europa und insbesondere die USA müssten verstehen, dass man sich im Krieg befinde. Und die Wirtschaft funktioniere in Kriegszeiten anders als in Friedenszeiten. Die Energiekrise habe sich schon früh abgezeichnet, die hohe Gasabhängigkeit von Russland bezeichnete Stiglitz als unklug. Die Staaten müssten reagieren, indem sie das Angebot erhöhen, Energiezulieferer diversifizieren und die erneuerbaren Energien ausbauen, schlug der Ökonom auch schon in früheren Ausführungen vor.

Stiglitz ist eigentlich nur mehr Politiker mit ökonomischem Hintergrund, mehr aber auch nicht. Dass er so offen und ehrlich ist, davon zu sprechen, dass die USA und Europa sich im Krieg befänden, ist dann aber zumindest ehrlich. Viel fehlt also nicht mehr auf den 3. Weltkrieg. AÖ

10:51 | finanzen: Nächtliche Aktivitäten im EUR/USD

Wa war da bloss los? Ein dip down, wie er für dieses (größte) Währungspärchen höchst ungewöhnlich ist. Bei Aktien und Rohstoffen kann man so eine Bewegung zwar des öfteren verorten, aber in einem gigantischen Markt wie dem EUR/USD? Ein Marktteilnehmer alleine, und sei er noch so groß, kann das nicht gewesen sein. Kurzfristige Nervosität einer ganzen Herde von Asset Managern oder doch ein groß abgesprochenes Unwinding? Die Erholung kam zwar genauso rasch wie der Einbruch, das Niveau ist jedoch leicht tiefer als gestern Abend. Hat jemand Ideen? TB

11:41 | Leser-Kommentar
Wenn ich das richtig sehe ist ja nicht nur EUR/USD betroffen, sondern Gold, Silber, selbst Dax und Dow haben diesen Einbruch gehabt. Und nein, Ahnung hab ich da absolut keine…

Stimmt, aber wie oben schon gesagt, in kleineren Assets geschieht so was öfters - zumeist dann, wenn ein großer Player die Fronten wechselt und das auf Kosten der anderen Marktteilnehmer orchestreirt tut - vor allem von Sonntag auf Montag, weil der Markt hier sehr dünn ist! Im EUR/USD ist das schon a andere Dimension! TB

Bildschirmfoto 2022 09 26 um 10.50.57

12:24 | Leser-Kommentar
02:30 zusammengefasst gibt Numerologisch 23. Das nächste Jahr ist 23 besser 2023. Heute ist Rosh Hashana, vermutlich handelt es sich um ein Ritual

12:31 | Leserkommentar
Das Gleiche ist beim GBP/USD Chart zu sehen. Es wurden wohl, vom GBP ausgehend (Info vom Trader), GBP+EUR+Gold+deutsche Anleihen zugunsten von USD verkauft (Reaktion auf Ankündigung der Steuersenkung in GB). Die Unsicherheit ist wohl schon so groß, daß sogar Deutsche Anleihen (und Gold) als unsicherer als der USD betrachtet werden.Durchgeführt werden solche Transaktionen bekanntlich von Algorithmen, weshalb die Uhrzeit auch nicht so überrascht, selbst wenn europäische Börsen und NY zu dem Zeitpunkt geschlossen waren. Da zu dieser Zeit das Handelsvolumen idR eher gering ist, bedarf es keiner riesigen Mengen um eine sichtbare Fluktuation herbeizuführen.Schließt natürlich nicht aus, daß es sich dabei um „Vorbereitungen“ handelt.

12:37 | Leser mit einer Richtigstellung zu seiner Zuschrift von 12:24
Richtig gestellt handelt es sich ja um 03:00, gar nicht gesehen, dass die Zeitachse die Stunden sind, was ist der 3er?, richtig die göttliche Zahl 3 zur Manifestation. Wohl ein Geschenk zum neuen hebräischen Jahr. Mal schauen wann der EUR bald definitiv ganz kollabiert...

15:36 | Leser-Kommentar
keine Panik, war nur ein kurzer blackout, wird in Zukunft häufiger vorkommen.

16:15 | Der Ostfrise
Nur mal als Frage: Könnte man durch dieses Ereignis irgendwelche bedeutenden unliebsamen Marktteilnehmer abschütteln? Von wegen Margin Call oder so? Die für Spekulationen benutzten Computerprogramme sind ja irgendwann einmal von irgendjemandem programmiert worden. Könnte es ein einprogrammiertes Triggersignal sein, sich ab jetzt auf eine bestimmte Art und Weise zu verhalten?

25.09.2022

14:33 | SC: The European Central Bank’s Zimbabwean Model

Wie die niederländischen Landwirte zeigen, handelt es sich um etwas, das es wert ist, sich von der Leyen, Lagarde, Stoltenberg und den anderen Quislingen Europas und den Kanzeln, von denen aus sie predigen, entgegenzustellen.

Obwohl die Funktion der europäischen, deutschen, japanischen und simbabwischen Zentralbanken darin besteht, die Glaubwürdigkeit und Effizienz der Finanzseite ihrer jeweiligen Volkswirtschaften zu ermöglichen, damit die reale Seite ihrer Volkswirtschaften die umfassenderen makroökonomischen Ziele der Nation erreichen kann, haben die Zentralbanken der NATO diese Aufgaben aus Gründen, die in diesem Artikel deutlich werden, offensichtlich und in katastrophaler Weise aufgegeben. Da Simbabwe, wie zuvor die Weimarer Republik, jährliche Inflationsraten von 90 Prozent erreicht hat, sollte Europa nicht dem finanziellen und wirtschaftlichen Irrenhaus von Harare nacheifern.

Unabhängig von Simbabwe hat Deutschland diesen Weg schon einmal beschritten und scheint in völliger Abkehr von der früheren Nachkriegspolitik entschlossen, ihn erneut zu beschreiten. Die Europäische Zentralbank mit Sitz in Frankfurt druckt Euros so schnell wie ihre Kollegen in Simbabwe simbabwische Dollars, wie die Konföderierten ihre Greybacks und wie Weimar seine berühmt-berüchtigten wertlosen Mark druckte.

Obwohl Weimar viele Probleme hatte, waren zwei der wichtigsten, dass der Kaiser immense Kredite aufnahm, um seine Armeen zu finanzieren, deren Siege ihn in die Lage versetzen sollten, die Schulden seiner Nation zurückzuzahlen, und dass die westlichen Alliierten die Ressourcen des besiegten Deutschlands ausbluteten und so den Weg für Herrn Hitler frei machten, als Weimar fiel. Die europäischen Zentralbanken verfolgen heute genau diese Politik. Sie verteilen Milliarden, um Energierechnungen zu erleichtern, Landwirte zu bestechen und, was am berüchtigtsten ist, um das Geldwäschesystem von Zelenskis Kiewer Junta zu finanzieren. Die Geldmenge ist mit mehr als 15 Billionen Euro auf einem Rekordniveau, und die Realzinsen bewegen sich im negativen Bereich, wodurch die Rentner enteignet werden, die Wirtschaft aber nicht angekurbelt wird. Die Inflation, Deutschlands Fluch, ist wieder auf dem Vormarsch, da viel zu viel Geld für viel zu wenige Säcke Brennholz ausgegeben wird; und das englische Toilettenpapier ist in den letzten Monaten um 50 % teurer geworden, so dass Albion wirklich in der Klemme steckt.

Da die Verantwortlichen der Europäischen Zentralbank derzeit keine andere Karte ausspielen können, denken sie wohl, dass ihre Druckerpressen ausreichen, um sich in der Ukraine durchzusetzen und den Europäern in diesem Winter sowohl Essen als auch Heizen zu ermöglichen. Das ist nicht nur Wunschdenken von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, der „multikulturellen“ Pariserin, die früher an der Spitze des IWF stand und in der französischen Regierung hohe Ministerämter bekleidete, sondern verrät auch ihre grundlegende Unkenntnis der Geldpolitik.

Wunschdenken wissen wir längst, doch jetzt werden die Karten immer weniger und der Strom für die Pressen droht auch noch auszubleiben...!? Knifflige Situation. OF

16:37 | Der Ostfriese
… und Jack the Ripper hat seine Morde nur aus versehen begangen, er wußte einfach nicht, das Menschen durch seine Behandlung sterben würden... Ist es Einfältigkeit, oder Boshaftigkeit, so zu tun, als wenn der Autor nicht wüßte, WER die FED konstruiert hat – und warum? Inflationen sind immer der Versuch von Vermögenstransfer! Man sollte dem Schreiber mal etwas über den Cantillon- Effekt erzählen. Aus welchem Grund wurde damals die Einkommens?-Steuer in den USA eingeführt? Die FED dient in erster Linie dem Vermögenstransfer, warum mußte JFK wohl sterben? Bei unseren Zentralbanken ist das natürlich gaaaanz anders! Es wäre für den Autor bestimmt auch sehr erhellend, wenn er sich damit auseinandersetzen würde, wie der „schwarze Freitag“ erzeugt wurde...

Durch die Blume werter Leser! Der Schreiber weiß es mit hoher Wahrscheinlichkeit, weist auf die Verwerfungen hin, kann aber möglicherweise nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen...!? OF

 

 

23.09.2022

08:24 | cnbc: Bank of England hikes by 50 basis points, says UK may already be in recession

Die Bank of England stimmte am Donnerstag für eine Anhebung des Leitzinses von 1,75 % auf 2,25 % und blieb damit hinter der von vielen Händlern erwarteten Anhebung um 0,75 Prozentpunkte zurück. Die Inflation im Vereinigten Königreich ging im August leicht zurück, blieb aber mit 9,9 % im Jahresvergleich deutlich über dem Ziel der Bank von 2 %. Am stärksten stiegen die Preise für Energie und Lebensmittel, aber die Kerninflation, bei der diese Komponenten herausgerechnet werden, liegt auf Jahresbasis immer noch bei 6,3 %. Die BOE geht nun davon aus, dass die Inflation im Oktober einen Höchststand von knapp 11 % erreichen wird, nachdem sie zuvor 13 % prognostiziert hatte.

Damit hinkt die EZB so gut wie allen führenden Notenbanken - mit der irren Ausnahme der Bank of Japan und der nachvollziehbaren Ausnahme der SNB - wieder deutlich hinterher. Die Euroschwäche wird sich daher bis auf Weiteres fortsetzen. AÖ

07:40 | diepresse: US-Notenbank Fed treibt globale Zinswelle an

Nach der US-Notenbank erhöhten auch die Bank of England und die SNB ihre Zinsen. Das könnte bald Schwellenländern Probleme bereiten.

Sollte die Federal Reserve ihre Zinserhöhungspolitik wie angekündigt fortsetzen, wird es in den in US-Dollar verschuldeten (Schwellen-)Ländern bald ziemlich laut im Gebälk zu krachen beginnen. In Kombination mit den steigenden Lebensmittel-, Düngemittel- und Energiepreisen droht sich ein höchst toxischer Cocktail zu mischen. AÖ

22.09.2022

12:34 | ecb.europa.eu: Interview mit Isabel Schnabel, Mitglied des Direktoriums der EZB, geführt von Florian Schmidt am 15. September 2022

Anfang September haben wir die Zinsen sogar um 0,75 Prozentpunkte angehoben. Dadurch haben wir ein starkes Signal gesendet: Wir tun alles, was nötig ist, um die Inflation wieder zu unserem Ziel von zwei Prozent zu bringen.

Isabel Schnabel tut mit ihrem "Wir tun alles, was nötig ist" - in der autorisierten englischen Version der EZB "We are doing whatever is needed" - einen auf Mario Draghi. Abnehmen tut ihr das aber wohl kaum jemand. Zumindest fällt und fällt und fällt der Euro. Wie aber Schnabels Chefin, Christine Lagarde, vor etwas mehr als einem halben Jahr sagte, könnte die EZB nichts tun, um die - weitestgehend im aufwertenden US-Dollar gehandelten - Rohstroffpreise zu beeinflussen. Zu tun, was nötig ist, hieße, dass sich diese Damen in die (Früh-)Pension begeben. AÖ

18:30 | Leser-Kommentar
Liebes b.com Team. Im Zusammenhang mit Yen, T€uro, $ oder SFr bitte bezieht Euch ab jetzt auf den Rubel. Weil seit einem halben Jahr ist der das Mass der Währungen. ... und wer es nicht glaubt, ... den bestraft das Leben:
www.finanzen.ch/devisen/us_dollar-russischer_rubel-kurs

12:16 | cnbc: Swiss central bank hikes interest rates by 75 basis points, bringing them out of negative territory

Die Schweizerische Nationalbank hat am Donnerstag ihren Leitzins auf 0,5 % erhöht und damit die Ära der Negativzinsen in Europa beendet. Die Erhöhung um 75 Basispunkte folgt auf eine Anhebung auf -0,25 % am 16. Juni, die erste Zinserhöhung seit 15 Jahren. Zuvor hatte die Schweizer Zentralbank die Zinsen seit 2015 konstant bei -0,75 % gehalten.

Norwegen hat den Leitzins ebenfalls erhöht, und zwar um 0,50 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent. Derweil setzt die Bank of Japan ihre wahnsinnige Niedrigstzinspolitik fort und interveniert nun am Devisenmarkt, um den rasant an Wert verlierenden Yen zu stützen (hier). Darauf legte der Yen sofort um 2% gegenüber dem US-Dollar zu, doch in den eineinhalb Stunden seither hat der Yen die Hälfte dieser Aufwertung schon wieder abgeben müssen. AÖ

12:12 | Leser-Zuschirft "Blutbad an den Anleihemärkten"

die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen ist nicht mehr so sehr groß und wir werden agitiert gehalten von den täglichen ´Breaking News´ zu immer wieder neuen Themen und den täglichen Schlagzeilen in ´Bild´ und ´Blick´. Wer sich mit Finanzen beschäftigt, schaut natürlich täglich auf den DAX & Co.
Aber, was passiert gerade hinter den Kulissen:
Wenn man sich Simulation einer 30-jährigen Anleihe in Deutschland ansieht, die über Futures im Endloskontrakt als ´BUXL´-Future (= Terminkontrakt über eine fiktive langfristige Schuldverschreibung des Bundes mit 24- bis 35-jähriger Laufzeit und einem Coupon von 6 Prozent. Der Kontraktwert beträgt 100.000 Euro.) handelbar ist, dann sieht man im Zeitverlauf seit ca. Frühjahr 2020, dass der Kurs dieses Futures von ca. € 232,- auf heute ca. € 157,- und somit um ca. 32% gefallen ist.

Gleiches gilt für den BUND-Future (Definition wie oben nur für ca. 10 Jahres-Laufzeiten bei deutschen Anleihen). Dann sieht man im gleichen Zeitraum wie oben genannt, dass hier die Kurse von ca. € 180,- auf heute ca. € 141,- und somit um ca. 22% gefallen sind.
Fazit: Entsprechend gefallen sind natürlich damit auch alle Anleihen mit sehr ähnlichen Laufzeiten in den Depots von großen sog. Kapitalsammelstellen (= Lebensversicherung, Pensionskassen, Bausparkassen etc.).

Hierbei handelt es sich jetzt bereits um ein ´BLUTBAD´ an den Anleihemärkten – quasi in ganz Europa – und dieser Weg ist noch nicht ansatzweise abgeschlossen. Aber alle schauen auf DAX & Co. und freuen sich, dass der ganz große Crash bisher ausgeblieben ist. Hierbei wird aber vergessen, dass die weltweiten Anleihemärkte um ein x-faches größer sind als die weltweiten Aktienmärkte.

... und dass in der "Aussenwirkung" der Euro massiv an Kraft eingebüsst hat, haben die meisten (ausser den Goldbesitzern, da ihre Gold-Performance besser ist als jene der Restwelt) auch nicht ma Radar! TB

18:25 | Der Bondaffe
Da stimme ich mit dem Kommentator gern überein, den "so ist es!" Und es ist tatsächlich ein Blutbad, welches gerade an den Anleihemärkten stattfindet.

"A und O" in der Preisfindung am Anleihenmarkt sind wie beschrieben Zinsterminkontrakte, für die BRD-Anleihen z.B. der erwähnte BUND-Future (10 Jahre Anleihenlaufzeit) als auch BUXL-Future (30 Jahre). BOBL-Future (5 J.) und SCHATZ-Future (2 J.) bilden das mittel- und kurzfristige Laufzeitsegment ab.

Was die etwas "synthetischen" Kurse der Futures angeht - es gibt im Drei-Monats-Abstand Einzelkontrakte - tut man sich mit Performanceberechnungen etwas schwer, was in den Underlyings begründet ist. Was einen "richtigen" Kursverlauf angeht, muß man sich nur eine entsprechende Anleihe im Laufzeitensegment heraussuchen. Diese zeigt dann an, wie sich der Kurs seit Auflegung entwickelt hat.

Für 30 Jahre Laufzeit ist diese BRD-Anleihe mit der WKN 110248 recht passend (obwohl sie nicht mehr Benchmark ist), aber man sieht wirklich, wie vom Kommentator über die Futures beschreiben, desaströse Kursentwicklung.

https://www.finanzen.net/anleihen/110248-deutschland-bundesrepublik-anleihe

Das "Zeug" liegt überall in den "großen sog. Kapitalsammelstellen (= Lebensversicherung, Pensionskassen, Bausparkassen etc.)". Stimmt, und in vielen Wertpapierfonds aller Art bei privaten und institutionellen Investoren. Nur die "kleinen Anleger" bei diesen Kapitalsammelstellen bekommen das gar nicht mit. Auch weil der Renditeanstieg ( = fallende Anleihekurse) erst seit dem vierten Quartal 2021 so richtig Fahrt aufgenommen hat. Die "Verluste/Kursrückgänge" sind alle in diesem Kalenderjahr 2022 angefallen, aber die Endabrechnung kommt erst im nächsten Jahr. Da wird man staunen was Wertentwicklungszahlen angeht.

Der Prozess läuft weltweit und niemand fragt wie die größten Bondhalter amerikanischer Staatsanleihen, nämlich Japan und China, den Renditeanstieg amerikansicher Staatsanleihen der vergangenen Monate vertragen bzw. verkraftet haben? Da sind eine Menge Kursrückgänge aufgelaufen und es werden bestimmt noch mehr (wenn die Inflationszahlen so bleiben). Wie lange machen die das noch mit? Und die Russen grinsen von einem Ohr zum anderen, weil sie diese US-Staatsanleihen schon vor Jahren verkauft haben. Die haben nix mehr vom dem Zeug im Bestand. Besonders wird es die Japaner bald erwischen, denn deren eigene Staatsanleihen sind bis jetzt vom Rendite-/Zinsanstieg verschont geblieben. Und deren Anleihen befinden sich größtenteil in Japan selbst bei inländischen Anlegern in den Depots. Das Gemetzel ist aufgrund der schwachen Währungsentwicklung des Yen vorhersehbar.

Die Verluste/Kursrückgänge bei Anleihen aller Typen weltweit in 2022 müssen gigantisch sein. Nur niemand kümmert sich drum, es ist so nicht bewußt. Selbst die EZB hat in den vergangenen Jahren Anleihen "wie wild" aufgekauft. Es würde uns alle interessieren, wie hoch denn diese Verlustpositionen aktuell sind? Wie sieht es denn gerade bei italienischen und spanischen Anleihen aus? In anderen Zinsmärkten der EUROZONE waren die Renditeanstiege noch viel stärker ausgeprägt als in der BRD.

Was DAX & Co. angeht ist es auch sehr problematisch. Denn höhere Zinsen entziehen dem Markt (nach den alten Spielregeln) Liquidität. Ein richtig starker Kursrückgang, vielleicht sogar ein Crash, ereignet sich dann in dieser Phase steigender Renditen/Zinsen. Anfangs überhaupt nicht (also nicht in 4 Qu. 2021, das wäre zu früh), sondern "irgendwann" während dieser Phase, wenn steigende Zinsen den Unternehmen in der Realwirtschaft so richtig zu schaffen machen. Das wäre dann ein weiteres Blutbad.

Und von den Devisen-/Währungsmärkten haben wir noch gar nicht gesprochen, denn der "Zins ist der Preis des Geldes". Da haben die Amerikaner die Nase vorn. Hohe Zinsen ist in diesem Falle eine starke Währung USD. Und jetzt ein Blick auf die EUROZONE und den japanischen Yen. Niedrige Zinsen (im Vergleich mit den USA) führen zu einem schwachen EURO und einem schwachen Yen. Und heizen über höhere Importpreise durch die schwache Währung die Inflation weiter an und die Zinsen müssen dann rauf.

Ach ja, haben Sie diesbezüglich schon etwas vom deutschen Finanzminister Lindner oder deutschen Wirtschaftsminister Habeck gehört? Natürlich nicht. Denn hätten die eine Ahnung, wo sich die richtigen Blutbäder abspielen, würden Sie schon etwas sagen. Aber sie schweigen alle. Haben diese Minister diese Marktmechanismen überhaupt verstanden oder kennen sie sie gar nicht?


11:54 | uncut-news: Sind Sie bereit für den digitalen Euro?

Amazon arbeitet mit der Europäischen Zentralbank an der Entwicklung eines Prototyps für einen digitalen Euro. Macht euch bereit, denn die Tage des Bargelds sind vorbei. Die nächste große Sache, die sie vorantreiben werden, ist die digitale Währung. Sie haben vielleicht schon von Bitcoin gehört, einer digitalen Währung, die aber von keiner Regierung kontrolliert wird. Der nächste Schritt ist natürlich, dass die Zentralbanken ihre eigene digitale Währung erfinden, die sie kontrollieren können, und das ist genau das, was sie gerade tun.

Fast Niemand kann dafür bereit sein, denn die meisten sind sich der Konsequenzen dieses Mistes nicht bewusst.
Niemand sollte dafür Verständnis aufbringen!
Niemand sollte dieses Diktaturgeld jemals verwenden! TB


07:40 
| wolfstreet: Powell’s Whatever-it-Takes Moment: Policy “WILL Be Enough to Restore Price Stability.” Fed Hikes by 75 Basis Points. Shocker, Sees 4.4% by End of 2022

Auf jeder Sitzung hat die Fed ihre Projektionen für den Leitzins bis Ende 2022 erhöht. Wie aus dem heutigen "Dotplot" hervorgeht, ist die mittlere Prognose der FOMC-Mitglieder für den mittleren Bereich des Leitzinses gegenüber den letzten Projektionen um einen vollen Prozentpunkt auf 4,4 % gestiegen. Dies bedeutet eine Zielspanne zwischen 4,25 % und 4,5 % bis Ende 2022, was weitere 125 Basispunkte an Zinserhöhungen über die nächsten beiden Sitzungen verteilt bedeutet, viel höher und viel aggressiver als erwartet. Dem Dotplot zufolge sehen 12 der 19 FOMC-Mitglieder den Leitzins bis Ende 2023 zwischen 4,5 und 5 %.

Wie schnell man sich daran gewöhnt, dass Zinsschritte von 0,75 Prozentpunkten die neue Normalität sind. Eine Sitzung des FOMC gibt es noch vor den Zwischenwahlen und dann werden die Karten neu gemischt, zumal bis dahin die ersten gröberen Auswirkungen der signifikanten und raschen Zinserhöhungen in der Wirtschaft angekommen sein werden. AÖ

21.09.2022

19:37 | apa: EZB will kein dauerhaftes Inflationsproblem zulassen

Trotz Rezessionssorgen im Euro-Raum ist die EZB entschlossen, die hohe Inflation mit einem weiterhin straffen Zinskurs zu bekämpfen. "Wir werden nicht zulassen, dass sich die aktuelle Phase hoher Inflation im Verhalten der Wirtschaftsakteure niederschlägt und zu einem dauerhaften Inflationsproblem auswächst", betonte EZB-Chefin Christine Lagarde am Dienstagabend in Frankfurt. Sie verwies darauf, dass die Anhebung der Leitzinsen um insgesamt 125 Basispunkte auf den vergangenen beiden Sitzungen "die schnellste Zinsänderung in der Geschichte der EZB" gewesen sei. Dies zeige deutlich, dass die Zentralbank fest entschlossen sei, die Inflation zeitnah auf das mittelfristige Ziel der EZB von 2,0 Prozent zurückzuführen. Das angemessene Tempo künftiger Erhöhungen werde "von Sitzung zu Sitzung" beschlossen werden.

Putzig! Das ökonomische Stalingrad Lagarde will ein Problem nicht zulassen, ist aber selbst Hauptteil des Problems...! Jetzt kommen die Früchte ihres Irrweges zu tragen - leider sehr schmerzlich für alle! Problemverschiebung, in dem man laufend mehr Bezin ins Feuer gießt!? OF

19:51 | Leser-Kommentar
Sie meinte aber in Wirklichkeit. Euch, die wir jetzt 10 Jahre lang mit niedrig Zinsen in die Schuldenfalle getrieben haben, ziehen wir jetzt den Stecker.

14:40 | Leser-Kommentar zum Digitalen Euro gestern 15:50

Werter JJ, könnte es nicht sein, dass es da weitere, metallisch glänzende Gegenstände gibt, die die Funktion von „Bargeld“ jederzeit übernehmen könnten? Man könnte sie in den altbekannten Portemonnaies bei sich tragen, ohne die Portemonnaies großartig ändern zu müssen... Menschen sind erfinderisch, was sich schon früher gezeigt hatte, als ein bezahlen mit „Bargeld“ faktisch kaum möglich war – man wich auf „Glimmstengel" und ähnliches aus. Das dumme für das Regime war das, das keine Kontrolle und auch kein Besteuern möglich war... da gibt es im Internet einschlägige Seiten, die sich mit diesen glänzenden Gegenständen und Themen 'rundherum beschäftigen...

Von Seiten derer, die eine absolute Kontrolle der eigenen Untertanen anstreben, gibt es ein Problem: Die Akzeptanz der Bezahlung mittels „Glimmstengeln“, etc. sowie Edelmetallen muß!!! verteufelt und damit ausgeschlossen werden, um den „Pöbel“ im finanziellen System zu halten. Gelingt dies nicht, wird auch - wie Sie schon sagten – der great Reset scheitern. Hier sehe ich auch einen der Ansatzpunkte für b.com, uns vor dieser „Machtergreifung“ zu bewahren. Die Akzeptanz von echtem Geld muß unter der Bevölkerung weiter verbreitet werden!

12:16 | ecb.eu.europa: Karl Otto Pöhl Lecture von Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, organisiert von der Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft

Wir werden nicht zulassen, dass sich die aktuelle Phase hoher Inflation im Verhalten der Wirtschaftsakteure niederschlägt und zu einem dauerhaften Inflationsproblem auswächst. Bei unserer Geldpolitik lassen wir uns von einem Ziel leiten: der Erfüllung unseres Preisstabilitätsziels.

Geschickt hat es Christine Lagarde bis zu dieser Rede verstecken können, jetzt sieht es aber jeder Blinder: Christine Lagarde hat Robert Habeck die Märchenerzählerei gelehrt. Denn niemand erzählt Märchen so gekonnt wie Christine Lagarde. Ihre Meisterschaft wird kaum noch zu übertreffen sein, wie dieser Text einmal mehr zeigt. Welch Glück für die Gebrüder Grimm, dass Christine Lagarde Französin ist. Sonst müssten die Gebrüder Grimm jetzt den Gesammelten Werken der Christine Lagarde Platz machen. AÖ

07:38 | cnbc: Fed expected to hike rates by three-quarters of a point again, but its forecast may matter most

Nicht was die Federal Reserve tut, sondern was sie in Zukunft tun könnte, wird entscheidend sein, wenn die Zentralbank am Mittwoch ihre zweitägige Sitzung beendet. Es wird erwartet, dass die Federal Reserve eine weitere Zinserhöhung um einen Dreiviertelpunkt vornehmen wird - ihre dritte in Folge. Außerdem wird sie am Mittwoch um 14.00 Uhr ET ihre vierteljährlichen Prognosen zur Inflation, zur Wirtschaft und zur künftigen Entwicklung der Zinssätze veröffentlichen.

Wie üblich wird Jerome Powell um 14:30 ET (20:30 MESZ) vor die Presse treten. Der nächste große Zinsschritt um 75 Basispunkte (0,75 Prozentpunkte) scheint eine ausgemachte zu sein. Einen kanadischen und seit gestern schwedischen Schritt von 100 Basispunkten wird die Federal Reserve wohl angesichts der - nennen wir es komplexen - Lage der Wirtschaft nicht vornehmen. So oder so wird die Federal Reserve ihren restriktiven Kurs zumindest bis zu den Zwischenwahlen fortführen. Ab Dezember, spätestens Jänner 2023 werden die Karten neu gemischt werden. AÖ

20.09.2022

16:00 | report24: Digitale ID & digitaler Euro werden weiter forciert: Die EU auf dem WEF-Pfad der Verdammnis

Die “digitale ID” und das digitale Zentralbankgeld werden von den führenden Eurokraten immer weiter vorangetrieben. Damit wird der Pfad zum “Great Reset” des globalistischen Weltwirtschaftsforums (WEF) beschritten. Chinas “Social Credit System” dient dabei offensichtlich als Vorbild.

Eine Gruppe aus insgesamt sechs europäischen Ländern setzt sich für ein neues, digitales, grenzüberschreitendes Zahlungssystem ein. Dieses soll letztlich das EU-Programm zur digitalen Identifizierung (also die sogenannte „Digitale ID“) mit einem digitalen, völlig virtuellen Euro der Europäischen Zentralbank (EZB) kombinieren.

Das ist eine andere Initiative als die um 15:50 beschriebene. Diese geht von den baltischen Staate plus Deutschland aus. So entsteht der Eindruck einer Graswurzelbewegung. Oder eines Mehrfrontenangriffs. Vergessen wir auch nicht die Ukraine die eine rein digitale Gesellschaft werden will. JJ

15:50 | handelsblatt: Deutschland treibt den digitalen Euro voran

Bargeld soll künftig durch einen digitalen Euro ergänzt werden. Zusammen mit vier Partnern hat die Bundesregierung nun einen Vorschlag vorgelegt.

„Der digitale Euro könnte eine entscheidende Rolle bei der Stärkung der strategischen Autonomie der Europäischen Union und bei der Förderung von Innovationen im Finanzsektor spielen“, heißt es in einem Strategiepapier, das Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und die Niederlande vor ein paar Tagen gemeinsam verfasst haben. Das Dokument liegt dem Handelsblatt vor.

Hinter dem Vorstoß der fünf Euro-Staaten steht die Befürchtung, dass ohne ein eigenes europäisches Angebot andere Digitalwährungen in Europa an Bedeutung gewinnen.

Machen wir uns keine Illusionen. Die Abschaffung von Bargeld ist notwendig fuer den Great Reset. Nur so kann man sicher sein, dass die Zuteilung von Ressourcen (=Rationierung) tatsaechlich nach politischen Kriterien erfolgt, Mit Bargeld wird es immer einen Schwarzmark geben und jene Buerger mit Bargeld werden sich Freiheit erkaufen koennen. JJ

 

12:44 | cnbc: The Japanese yen is at 24-year lows. Here’s what to expect at the next BOJ meeting

Der japanische Yen befindet sich in der Nähe seines schwächsten Standes seit 1998, und die Behörden haben angedeutet, Maßnahmen zu ergreifen, um den Verfall der Währung aufzuhalten.

Sieht man einmal von der türkischen Notenbank ab, ist nur noch die Bank of Japan auf einem noch irreren Weg als die EZB. In japanischen Yen liegt daher auch Gold um stolze 14,0% über dem Niveau zu Jahresbeginn. Gegenüber dem US-Dollar hat der Yen gleich um fast 25% an Wert verloren. AÖ

12:30 | aftonbladet: Riksbanken höjer styrräntan [Die Reichsbank erhöht den Leitzins]

Die Riksbank hebt den Leitzins um einen Prozentpunkt an. Dies ist der größte Anstieg seit der Einführung des Inflationsziels im Jahr 1993. "Die Zeiten werden härter", sagt die Ökonomin Christina Sahlberg in der Sendung von Aftonbladet.

Die Zinsen wurden eben um 100 Basispunkte auf nun 1,75% bei einer Inflationsrate von 9,8% erhöht. Und wie in Skandinavien mit seiner hohen Verschuldung der privaten Haushalte aufgrund des hohen Volumens an Immobilienkrediten wird allen voran die Auswirkung der Zinserhöhung auf die monatliche Belastung der Häuslbauer diskutiert. Und diese Auswirkungen sind, naturgemäß, für die Schuldner keine guten Nachrichten, auch wenn der reale Zinssatz noch immer tief negativ ist. AÖ

12:10 | ecb.europa.eu: ECB provides details on how it aims to decarbonise its corporate bond holdings

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute weitere Einzelheiten darüber veröffentlicht, wie sie die Bestände an Unternehmensanleihen in ihren geldpolitischen Portfolios schrittweise dekarbonisieren will, und zwar auf einem Weg, der mit den Zielen des Pariser Abkommens im Einklang steht. Ein Ziel ist es, das finanzielle Klimarisiko des Eurosystems zu verringern, nachdem der EZB-Rat im Juli 2022 beschlossen hat, die Ankäufe von Unternehmensanleihen durch das Eurosystem auf Emittenten mit einer besseren Klimabilanz auszurichten. Darüber hinaus unterstützen diese Maßnahmen den grünen Wandel der Wirtschaft im Einklang mit den Klimaneutralitätszielen der EU. Die Gesamtklimabilanz, die für die Ausrichtung der Anleihekäufe verwendet wird, setzt sich aus den folgenden drei Teilnoten zusammen:

Kein Wunder, dass die EZB in ihrer Kernaufgabe, die Wertstabilität des Euro zu garantieren, krachend scheitert, wenn sie Ressourcen für derartigen Schwachsinn, der noch dazu rein gar nichts mit dem Mandat der EZB zu tun hat, aufwendet. Und natürlich sind sowohl die Presseaussendung als auch die Frage-und-Antwort-Seite nur auf Englisch verfügbar. Sonst könnte ja noch jemand draufkommen, welchen Stuss Lagarde und Co. für wichtig erachten. AÖ

08:22 | oenb: Euro-Bargeld 360 Grad – die Plattform

Im Rahmen einer hochkarätig besetzten Pressekonferenz hat heute die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) gemeinsam mit der Münze Österreich, den Sozialpartnern und maßgeblichen Interessenverbänden die neubegründete Plattform „Euro-Bargeld 360 Grad“ vorgestellt. Im offenen Dialog soll die Bedeutung von Bargeld in Österreich weiter gestärkt und abgesichert werden.

Erst vor drei Wochen hatte die "Münze Österreich", eine 100% Tochter der OeNB, ihre "Initiative Bargeld - 'Bares ist Wahres'" vorgestellt. Nun zieht die Mutter nach und das auch noch am ersten Tag der Eintragungswoche für u.a. das Volksbegehren "Für uneingeschränkte Bargeldzahlung". Es mag ein Zufall sein, denn ich glaube nicht, dass die Protagonisten von "Euro-Bargeld 360 Grad" an dieses Volksbegehren gedacht haben. Aber warum sollte man eine unbeabsichtigte Steilvorlage auch nicht verwerten? AÖ

Da gibt's eindlich einmal einen Grund eine europäische Nationalbank zu loben und schon macht die EZB die Freude zunichte (siehe unten). TB

11:25 | golem: EZB testet digitalen Euro mit Amazon

Die Europäische Zentralbank (EZB) untersucht zusammen mit fünf Unternehmen potenzielle Nutzungsszenarien eines digitalen Euros. Seit Oktober 2021 läuft eine zweijährige Untersuchungsphase, in der die EZB herausfinden will, wie der digitale Euro in der Praxis aussehen soll...

Abgesehen davon, dass das Fundament einer digitalen Währung im ursprünglichen Sinn deren Dezentralität ist und darob eine Zentralbank in diesem Bereich eigentlich nichts verloren hat, schickt sich die EZB sogar an, diese noch mit einer privaten Firma von US-deepstatelichen Gnaden (Amazon) zu errichten. Schlechter geht's nicht! TB

12:03 | Leser-Kommentar
Irgendwie denk mir - man müsste zuvor die Energie-Krise nachhaltig lösen. Ansonsten kann es sein, das dem servergestützten digidalen Euro, das Licht ausgeht. Wie passt das zum "Blackout", ist das dann der ultimative Stresstest für den Krypto ? Oder wird im Extrem, auf des "Wunder von Wörgl " zurückgegriffen, voll analog. Als Plan "B ? https://www.youtube.com/watch?v=93KxNe6wHXs&ab_channel=AustriaTV

"Tirol, Anfang der 1930er-Jahre: Michael Unterguggenberger, der neue Bürgermeister der Gemeinde Wörgl, muss seinen Heimatort vom finanziellen Kollaps retten. In Folge der Weltwirtschaftskrise stehen viele Menschen ohne Arbeit da, gleichzeitig beginnt der Aufstieg von Nationalismus und Antisemitismus. In dieser schier ausweglosen Situation wagt Unterguggenberger ein Experiment: Er druckt für die Bürger seiner Gemeinde eigenes Geld. So saniert er nicht nur Wörgl, sondern weckt Hoffnungen in der ganzen Welt: in Deutschland, Frankreich und selbst in den USA. Doch hat Unterguggenberger die Rechnung ohne die Nationalbank gemacht. Die stellt ihn vor Gericht und lässt seinen Versuch verbieten."

Doch das wäre ohne Zweifef "Rechts" und geht gar nicht ?! Europa geht angeblich "Into the darkness" Doch die Rettung naht, weil der digitale Euro leuchtet, mindestens

500 Jahre. So sind wir alle gerettet, wir wissen es nur noch nicht ?!

12:19 | Der Spaziergänger
Die OeNB und ihr Interesse am Bargeld - aus welchen Gründen auch immer - waren schon in den letzten ein bis zwei Jahren ein kleiner Lichtblick. Also zu jener Zeit, als oftmals Kasierinnen Bargeld nur mit gestreckten Armen und den Fingerspitzen plus bösem Blick entgegengenommen haben oder man gar ganz direkt aufgefordert wurde: Hobns ka Kortn?! Da sind plötzlich bei Spar (wieder ein Plus für Spar!) diese Werbetaferln bei der Kassa aufgetaucht, wo Bargeld beworben wurde. Das war zur damaligen Zeit eine absolute Konterkarierung. Weiters gab es doppelseitige Inserate in div. Zeitschriften/Zeitungen, wo man sogar den Drosten engagiert hatte (mit Foto dabei) und dieser vertrauensvoll erklärte, dass mit Bargeld kein Cor.-Virus übertragen werden können. Ebenfalls zu Zeiten, als die Zeitungen täglich eher gegenteilige Berichte brachten.


07:44 
| flossbachvonstorch-researchinstitute: Der Pleitegeier über dem Eurosystem

Mit erheblicher Verspätung hat die Europäische Zentralbank begonnen, die ausufernde Inflation mit Zinserhöhungen zu bekämpfen. Die öffentliche Debatte dreht sich nun um die Auswirkungen höherer Zinsen auf Sparer und Unternehmen. Doch ist das nicht alles. Auch die Finanzen des Eurosystems, der EZB und nationalen Zentralbanken, werden unter den schon erfolgten und noch kommenden Zinserhöhungen leiden. Denn diese führen zu Bewertungsverlusten und höheren Zinsausgaben, durch die sich die früheren Gewinne des Eurosystems in Verluste verwandeln dürften. Es droht die (technische) Pleite.

Thomas Mayers Ausführungen ist nur ein wesentlicher Punkt hinzuzufügen, nämlich der, dass eine Zentralbank mit negativem Eigenkapital grundsätzlich kein Problem darstellt. Die Beispiele Israel und Tschechiens belegen diesen Umstand zweifelsfrei. Entscheidend für die Frage, ob eine technische Pleite einer Zentralbank in eine tatsächliche Pleite führt, ist der Aspekt des Vertrauens. Denn die tatsächliche Pleite einer Zentralbank zeigt sich in einem systemischen Vertrauensverlust, der sich als dauerhaft hohe Inflation, wenn nicht gar Hyperinflation einstellt. Solange also das Vertrauen in die Zentralbank gegeben ist, ist ein negatives Eigenkapital kein Problem. AÖ

13:28 | Leser-Kommentar
Daran sehen wir, werter AÖ. Das "Glauben" die Realität erschafft. Obwohl die "Wahrheit" eine ganz andere ist ? Es gibt somit viele "Wahrheiten"? Welche vom Massenbewusstsein erzeugt werden, weil es dann gelebte "Realtität" wird ? Deshalb kann man sagen, die "Wahrheit" liegt da draussen, obwohl sie von jedem Menschen im inneren erzeugt wird ? Der Massenausdruck erzeugt als Wahrheit und Realität. Im Extrem, fällt dann der Regen von unten nach oben.
Unten gibt es nicht mehr - ja bis - die Illusion erlischt ? Nenn man das dann "Primat des faktischen", weil z.B. der Sand in der Wüste ausgegangen ist ?!!!

19.09.2022

17:35 | finanzen: Inflation weiter erhöht: Steht die Fed vor dem größten Zinsschritt in 40 Jahren ?

Mit Spannung warten Anleger auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank in dieser Woche. Dass die Leitzinsen erneut steigen werden, gilt als ausgemachte Sache. Wie groß der Zinsschritt sein wird, ist aber noch offen. 
Die jüngsten Inflationszahlen aus den USA hatten für Ernüchterung gesorgt: Anders als erwartet ließ der Inflationsdruck im Land nur leicht nach, die Jahresinflationsrate lag bei 8,3 Prozent nach 8,5 Prozent im Vormonat. Volkswirte hatten zuvor einen deutlicheren Inflationsrückgang erwartet und rechneten mit einer niedrigeren Rate von 8,1 Prozent.

Besonders enttäuscht zeigten sich Wirtschaftsexperten und Anleger von der Entwicklung der Kernrate. Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) stiegen um 0,6 Prozent auf Monats- und um 6,3 (5,9) Prozent auf Jahressicht. Die befragten Ökonomen hatten Raten von 0,3 und 6,0 Prozent erwartet.
Für die US-Notenbank Federal Reserve bedeutet diese Entwicklung zusätzlichen Druck. Die US-Währungshüter haben zur Bekämpfung der Inflation bereits vor Monaten eine Zinswende eingeleitet und die Leitzinsen für die USA diverse Male angehoben - bislang aber offenbar ohne den erhofften durchschlagenden Erfolg an der Inflationsfront.
Die kommende Sitzung des Federal Open Market Committee am Mittwoch wird vor diesem Hintergrund mit Spannung erwartet. Marktbeobachter und Experten gehen einhellig davon aus, dass die US-Notenbank keine Pause in ihrer geldpolitischen Straffung einlegen und den Leitzins ein weiteres Mal anheben wird.

Analysten von Nomura rechnen sogar damit, dass die Notenbanker den größten Zinsschritt seit rund 40 Jahren beschließen könnten. In einer Research-Note der Investmentbank, aus der Reuters zitiert, prognostizieren die Ökonomen, dass der Leitzins auf der kommenden Sitzung um einen vollen Prozentpunkt angehoben werden könnte. Die Experten verwiesen bei dieser Einschätzung auf weitere Inflationsrisiken. Darüber hinaus hoben die Analysten ihre Prognose für den Leitzins bis Februar 2023 um 50 Basispunkte an und rechnen nun mit einem Wert von 4,50 bis 4,75 Prozent.

Die Keysianer und Hobbyökonomen überm Teich haben offensichtlich Blut geleckt...!? Klar können's diese Schritte setzen, wird sogar etwas bringen, und damit könnten sie der Bevölkerung auch gleich dazu sagen, dass die privaten Waffenbesitzer zeitnah Hand an sich selbst anlegen dürfen...!? Mit großen Schritten Richtung Ende... OF

18:54 | Leser-Kommentar zu grün
OHHA, werter OF. Könnte es da nicht passieren, das es dann Waffenbesitzer gibt, welche bevor sie weiter reisen, noch ein paar andere mitnehmen wollen, denen sie die Verantwortung geben. Wenn das passieren würde ? Wobei es dann vielleicht zu einem Sinneswandel kommt. Denn was habe ich noch zu verlieren, dann ziehe ich halt in mein letztes Gefecht. Doch das ist nur ein Potenzial.
Es könnte auch sein - das Führungspersönlichkeiten, dem eine Form geben ? Kommt es dann zu einer Art "Matrix-Revolution USA" ???

Könnte sein werter Leser, aber wer seinen Wohlstand (privat&geschäftlich) fast ausschließlich auf Fremdkredit/Verbindlichkeiten aufgebaut hat, ist bei dieser Zinsentwicklung per se am Ende!? Oder System-/Währungreform...!? Vom Minuszins zu 4,75% liegt scho ein bißerl was dazwischen... OF

18.09.2022

13:41 | klatv: Österreich: Volksbegehren für Bargeldsicherung

Mittlerweile arbeitet die EZB an der Umsetzung und Einführung eines digitalen Zentralbankgelds. Um das Bargeld abzuschaffen, dienen immer neue Vorwände. Einige Finanzkundige warnen jedoch, dass durch die Einführung der Digitalwährung und Abschaffung des Bargeldes, die Freiheit und Privatsphäre abhandenkommen werden. Warum es daher notwendig ist, Österreichs Volksbegehren zur Bargeldsicherung zu unterschreiben, erfahren Sie in dieser Sendung.

Die genaue Forderung dazu lautet: „Der Gesetzgeber möge bundesverfassungsgesetzliche Maßnahmen treffen, um die Beibehaltung des uneingeschränkten Bargeldzahlungsverkehrs zu verankern. Das Bargeld ist in vollem Umfang als Zahlungsmittel und Vermögensform zu schützen, ohne Obergrenzen. Nur eine Verankerung des Bargeldes in der Bundesverfassung gewährt die Freiheit und die Verfügbarkeit privaten Vermögens und ist als Grundrecht abzusichern.“

Es ist sicher sinnvoll und notwendig, seinen Protest gegen eine Bargeldabschaffung kundzutun, auch in Form eines Volksbegehrens. Die Verankerung eines Rechts auf Bargeld in der Verfassung waere ein starkes politisches Signbal, kann aber rechtlich nichts bewirken. Oesterreich, wie alle EU-Laender hat im Rahmen des Lissabonner Vertrags auf jede Souceraenitaet in Waehrungsfragen verzichtet. Die EZB koentte morgen frueh beschliessen, dass EU Bargeld kein gesetzlisches Zahlungsmittel mehr ist, Oesterreich koennte dagegen gar nichts machen. Siehe meine Analyse von 2016 JJ

 

17.09.2022

18:44 | tichy: Bankenökonom Thomas Mayer sieht Eurosystem vor der Pleite

Die verspätete Zinsanhebung der EZB führt zu höheren Ausgaben der Staaten und Bewertungsverlusten für das Eurosystem selbst. Die EZB habe sich „verzockt“, meint Thomas Mayer von Flossbach von Storch. Nun werde sie wohl ihre (technische) Pleite verschleiern.

Ein wahres Wunder, wie lange man dieses waghalsige Geldsystem durchziehen konnte. Vor allem gebührt der EZB Respekt, dass sie die Konstruktionsfehler so lange verschleiern und den Euro halten konnte. Jetzt aber kommen exogene, geopolitische Kräfte ins Spiel. In solchen Situationen trennt sich die Geld-Spreu vom Weizen-Gold. Und dass fast schon Witzige daran ist, dass die exogenen Kräfte dazu geführt haben, dass man die Extremsituation noch mit endogene Kräften (Sanktionismus) verstärkt! TB

10:21 | cash: Die Schweiz und ihre Notenbank geben wohl als letztes Land die Negativzinsen auf

15 der 23 Ökonomen rechnen mit einer Zinserhöhung um 0,75 Prozent. Dies entspricht auch der Markterwartung. Einer rechnet gar mit einer Erhöhung um 1,0 Prozent. Obwohl die SNB die Zinsen im Juni nach mehr als sieben Jahren geldpolitischen Beharrens um einen halben Prozentpunkt auf minus 0,25 Prozent angehoben hatte, ist sie gegenwärtig noch die einzige Notenbank weltweit mit Negativzinsen.

War vorherzusehen, denn die zweitgrößte Bank der Schweiz, die Credit Suisse, hat die Negativzinsgebühren für Privatkunden schon am 1. Juli abgeschafft. Die Schweizer Großbanken mussten mehr als 11 Milliarden Franken zahlen, um Vermögenswerte bei der SNB zu parken, seit die Zentralbank im Jahr 2015 erstmals Negativzinsen einführte. Neben der Credit Suisse und Julius Bär, haben auch einige kleinere Schweizer Banken die Gebühren, die sie an ihre Kunden weitergeben, abgeschafft oder reduziert. TB

16.09.2022

12:46 | wolfstreet: The Fed Stopped Buying MBS Today

Ein Tag für die Geschichtsbücher: Heute, am 15. September, hat die Federal Reserve den Ankauf von hypothekarisch gesicherten Wertpapieren (MBS) vollständig eingestellt. Sie hatte ihre Käufe seit Ende letzten Jahres reduziert. Seit Juni, als die schrittweise Einführung der QT begann, kaufte sie weiterhin MBS, um einen Teil der durchlaufenden Kapitalzahlungen aus Hypothekentilgungen und Hypothekenzahlungen zu ersetzen, die den Saldo ihrer MBS reduzierten. Die Idee war, den Abfluss von MBS innerhalb der Obergrenze von 17,5 Mrd. USD im Juni, Juli und August zu halten. Aber dieser Zirkus ist nun endlich vorbei.

Abgelöst wird dieser Zirkus von zunehmenden Verwerfungen am Immobilienmarkt werden, also Verwerfungen, die im Grunde unausweichlich sind angesichts der künstlichen Aufblähung des Marktes durch die Niedrig(st)zinspolitik der Federal Reserve in den vergangenen Jahren. AÖ

12:04 | diepresse: EZB-Währungshüter uneins über weitere Maßnahmen

EZB-Vizepräsident Luis de Guindos plädierte am Donnerstag auf einer Finanzkonferenz in Lissabon für ein weiterhin entschlossenes Handeln im Kampf gegen die ausufernde Inflation. Portugals Notenbankchef Mario Centeno sprach sich später auf derselben Konferenz für eine Geldpolitik der kleinen Schritte aus.

Im Grunde wird der EZB eh nichts anderes übrigbleiben, als zumindest die Zinsschritte der Federal Reserve nachzuvollziehen, es sei denn, sie will den Außenwert des Euro noch weiter schwächen. Mahnendes Beispiel sollte der EZB insbesondere die Bank of Japan sein, die sich hartnäckig weigert, die Zinsen anzuheben. Der Yen fällt von einem Mehrjahrzehntetief zum nächsten. AÖ

15.09.2022

10:58 | Weidel: Der Euro ist eine sterbende Währung! - Alice Weidel - AfD

Seit Jahren warnt die #AfD davor, dass die Euro-Rettungspolitik die Menschen teuer zu stehen kommt. Warum der #Euro eine sterbende Währung ist, erkläre ich hier noch einmal ausführlich. Jetzt anschauen und gerne weiterverbreiten!

Ja, Weidel hat Recht. Die AfD wurde auch deshalb gegründet um die Währungs-Illusion zu bekämpfen. Ich habe mich anfangs intensiv mit dieser Partei beschäftigt, einige Protagonisten der AfD auch kennengelernt, aber dann das Interesse verloren, weil diese Partei - einmal im Bundestag sitzend - das Interesse an der Eurokritik vernachlässigt hatte oder einfahc nicht mehr durfte. Mit Ausnahme von MdB Peter Boehringer vielleicht war Schweigen im Walde!
Jetzt greift Weidel völlig zu Recht aber viel zu spät das Thema auf. Schade eigentlich. Diese partei hätte viel mehr Menschen durch Aufklärung finanziell vor dem was jetzt kommt schützen können! TB

07:34 | orf: OeNB-Chef Holzmann: EZB unterschätzte Inflationsgefahr

Immerhin erwartet Holzmann keinen länger dauernden Abschwung bei hoher Inflation (Stagflation). Eventuell könnte es im vierten Quartal einen „Durchhänger“ geben, bei dem die Wirtschaft nicht mehr wächst, während die Preise stark steigen. Wie hoch der Leitzins der EZB am Jahresende sein wird, könne er nicht sagen, aber „sicher höher als heute“.

Das ist eine sehr gewagte Ansage von Gouverneur Holzmann. Und wie TB bei einem Gespräch einmal richtig feststellte, unterschätzt die EZB immer und immer wieder die Inflationsentwicklung, während das Wirtschaftswachstum tendenziell überschätzt wird. Der "Durchhänger"-Sager ist Holzmann - zu Erinnerungszwecken - anzuhängen und wird ihm noch länger nachhängen. AÖ 

10.09.2022

17:32 | fmw: Lagarde: „EZB kann Banken Liquidität geben, nicht Energieversorgern“

Christine Lagarde schließt nämlich laut aktuellen Aussagen aus, dass die EZB angeschlagenen Energieunternehmen kurzfristige Finanzierungslinien bereitstellt. Dies sei vielmehr Aufgabe der Regierungen der EU-Staaten. “Im derzeit sehr volatilen Umfeld ist es wichtig, dass fiskalische Maßnahmen ergriffen werden, um solventen Energiemarktteilnehmern, insbesondere Versorgern, Liquidität zur Verfügung zu stellen”, so sagte es Christine Lagarde laut Bloomberg heute auf einer Pressekonferenz in Prag.

Logisch.
Denn gibt man den Banken EZB-Geld, so hilft man dem nicht lebenswerten Geldsystem.
Gäbe man Energieversorgern EZB-Geld, so würde man dem Menschen und ehrlich Arbeitenden helfen!
Wo komm'ma denn da hin, wenn sich die EZB plötzlich für Menschen einsetzte? TB

10:56 | bild: EZB-Chefin denkt nicht an Rücktritt

Das erwartet die Spitze der Euro-Bank EZB. Damit verfehlt EZB-Präsidentin Christine Lagarde (66) voraussichtlich vier Jahre lang ihr wichtigstes Ziel: stabile Preise und eine Inflationsrate von 2 Prozent. „Ich übernehme die Verantwortung“, teilte die EZB-Chefin zerknirscht mit. Die Bank habe im Kampf gegen den Teuer-Schock „Fehler gemacht“. Doch mögliche Konsequenzen? Keine!

Der Unterschied zwischn einem Hausbrand und einem Meteoriteneinschlag der halb Europa vernichtet?
Beim Hausbrand wird's zwar teuer, wenn Du die Verantwortung übenimmst, aber es hilft.
Beim Meteoriteneinschlag sind die Folgen derart katastrophal, dass es komplett egal ist, ob Du die Verantwortung übernimmst oder nicht! TB

Der Wutbürger
EZB-Vogelscheuche Lagarde gibt ihre Fehler zu aber denkt nicht mal im Traum an Rücktritt. Ein typisches Demokrattenverhalten. Durch ihre Unfähigkeit werden wir noch lange unter einer hohen Inflation zu leiden haben. Dass Lagarde völlig abgehoben ist und nur Finanzpolitik für Reiche macht ist seit langem bekannt. Mittlerweile sehen das auch immer mehr Politiker so, wie der FDP-Finanzpolitiker Frank Schäffler. Er sieht Lagarde als eine Fehlbesetzung an, da ihr ökonomischer Sachverstand fehlt und resümiert, dass sie schon lange hätte zurücktreten müssen.

 

09.09.2022

17:24 | ET: Thorsten Polleit: Der EZB-Zinsschritt reicht nicht, um die Hochinflation zu brechen

Obwohl der Leitzins zuletzt stark gestiegen ist, frisst die Hochinflation mögliche Zinsen sofort auf: Der Realzins liegt weiter im Negativen. Eine Marktanalyse.
Wie erwartet, hat der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte angehoben. Mit diesem „großen“ Zinsschritt liegt der Hauptrefinanzierungszins nun bei 1,25 Prozent, der Einlagenzins bei 0,75 Prozent und der Spitzenrefinanzierungszins bei 1,50 Prozent.
Die Zentralbankräte sehen Abwärtsrisiken für die Euro-Konjunktur und Aufwärtsrisiken für die Inflation. Der EZB-Rat reagiert zinspolitisch sehr spät – und das erhöht natürlich die volkswirtschaftlichen Anpassungskosten, die mit Zinserhöhungen nach vielen Jahren des Null- beziehungsweise Negativzinses verbunden sind.

Die offiziellen Inflationszahlen könnten in den kommenden Monaten durchaus etwas nachgeben – vor allem aufgrund der jüngsten Preisrückgänge in den Rohstoffmärkten. Doch Entwarnung kann nicht gegeben werden.
Der Geldmengenüberhang im Euroraum ist nach wie vor sehr hoch – schätzungsweise 14 Prozent. Und in eben dieser Größenordnung dürfte die Güterinflation in den kommenden Quartalen noch weiter ansteigen – zusätzlich zur Geldmengenerhöhung, die noch erfolgen wird.

Besser spät als nie könnte angehängt werden, doch genau hier liegt die EZB schon wieder im Schlafwandelmodus, zittert sich hinter der FED her... Viel zu spät, wissend was kommt, wär vor einem oder zwei Jahren bereits eine Anhebung auf 1/1,25% vonnöten gewesen, hätte ein paar Geneigte in den Bankhäusern aber wohl etwas zu sehr "irritiert"...!? Bloß dumm, dass sie (wir) auch aus dieser Nummer nimmer rauskommen... OF

07:54 | faz.net: Die EZB wagt es

Endlich! Die Europäische Zen­tralbank hat sich durchgerungen, einen großen Zinsschritt zu gehen – den größten in ihrer Geschichte, sieht man von Spezialfällen aus der Anfangszeit ab. Um 0,75 Prozentpunkte steigen die Leitzinsen.

Der Auftritt von Christine Lagarde war hingegen wieder ein Trauerspiel. Einen zweiten Teleprompter, um gerade in die Kamera zu schauen, kann sich die EZB offensichtlich weiterhin nicht leisten, und sobald die EZB-Präsidentin frei spricht, strampelt sie wie ein Kleinkind beim ersten Kontakt mit dem Wasser hilflos in den geldpolitischen und geldtheoretischen Gewässern. Dabei hätte sie nun wahrlich genügend Zeit gehabt, das Schwimmen zu erlernen. AÖ

08:29 | Leserkommentar
Lagarde und frei sprechen, das ist wie eine amteuersten gekleidete Vogelscheuche im Habecksprech.

08.09.2022

14:18 | ecb.europa.eu: Geldpolitische Beschlüsse

Der EZB-Rat hat heute beschlossen, die drei Leitzinssätze der EZB um jeweils 75 Basispunkte anzuheben. Dieser große Schritt sorgt für einen früheren Übergang von dem derzeitigen, stark akkommodierenden Leitzinsniveau auf ein Niveau, das eine zeitnahe Rückkehr der Inflation auf das mittelfristige 2 %-Ziel der EZB gewährleistet. Der EZB-Rat geht auf Grundlage seiner aktuellen Einschätzung davon aus, dass er die Zinsen in den nächsten Sitzungen weiter erhöht, um die Nachfrage zu dämpfen und dem Risiko einer andauernden Aufwärtsverschiebung der Inflationserwartungen vorzubeugen. Der EZB-Rat wird seinen geldpolitischen Kurs regelmäßig neu bewerten und dabei aktuelle Daten sowie die Entwicklung der Inflationsaussichten berücksichtigen. Die Leitzinsbeschlüsse des EZB-Rats werden auch in Zukunft von der Datenlage abhängen und werden von Sitzung zu Sitzung festgelegt.

Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Gut, alles andere wäre einer institutionellen Selbstaufgabe gleichgekommen. Die Formulierung, wonach die künftigen Leitzinsbeschlüsse von der Datenlage abhängen, zeigt jedoch, dass sich die EZB ein Hintertürchen offenhalten möchte. AÖ

17:16 | Der Bondaffe
So wie das jetzt, 2 Stunden nach Verkündung der "Mega-Leitzinserhöhung" aussieht, hat es nichts genützt.
Der EURO fällt wieder zum USD, aktuell sind es 0,9942 USD für einen EURO.
https://www.godmode-trader.de/devisen/euro-us-dollar-kurs,134000

Die Renditen für die BRD-Verwaltungs-Staatsanleihen steigen auch wieder: +1,67% Rendite zeigt das Renditebarometer für die 10jährige BRD-Anleihe an. Da geht es stramm auf die 2% zu.
https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield

Mit Verkündung des Zinsschritts sind 2jährige Titel der BRD-Verwaltung intraday von +1,09% auf +1,25% gestiegen.
https://www.investing.com/rates-bonds/germany-2-year-bond-yield

Normalerweise hätte die Renditen zurückgehen müssen. Sie sind aber nicht. Das heißt, es ist noch viel Luft nach oben. Besonders delikat: angesichts einer kommenden Groß-Rezession, müssen, verursacht durch extrem hohe Inflationszahlen, die Zinsen erhöht werden. Eigentlich müßten sie runter. Nur hat die Inflation die Rezession erst verursacht.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/EZB-erhoeht-Leitzins-um-0-75-Prozentpunkte-article23576324.html

Was wir sehen ist eine GRÜNE Inflation. Da sich die EZB auch gern GRÜN gibt, erhöht diese nun "nachhaltig und GRÜN" die Leitzinsen. Die Trends laufen, vor allem das Inflationsgespenst ist nicht allein und solange die Inflationszahlen (aller Art) in der EUROZONE so hoch bleiben, werden die Zinsen/Renditen für die Staatsanleihen steigen müssen. Absoluter Spitzenreiter in dieser Kategorie bleibt Estland.
https://de.news-front.info/2022/09/07/estland-bricht-inflationsrekord-in-europa/

Dabei taucht das größte Problem überhaupt erst langsam auf. Denn dieses Szenario führt unweigerlich zum Auseinanderbrechen der EUROZONE. Wenn es zwei kleine Länder erwischt, ist die Hälfte des Auseinanderbruchs schon sichtbar. Und Italien als eine der größten Wirtschaftsnationen in der EUROZONE wird aufgrund der Verschuldung dem ganzen den Rest geben.

Die EZB wird diesen Auflösungsprozess kaum stoppen können. Denn die Welt schaut auf Europa. Und die Welt sieht auch einen Robert Habeck und einen Christian Lindner. Und diese beiden sind nun wahrlich Figuren auf dem Spielbrett, die in einer ausweglosen Situation sind. Und keine Lösungen und keine Strategie für eine Wende bringen.

Von Christian Lindner werden wir bald mehr hören. Denn jetzt muß er noch höhere Verschuldungsszenarien verkünden. Und wir werden sehen, ob er von Schulden und Zinsen (dem Preis des Geldes) überhaupt eine Ahnung hat oder ob alles, wie bei seinem Kollegen aus dem Wirtschaftsministerum, nicht nur inhaltloses, sondern auch unzusammenhängendes Bla-bla ist.

07:34 | wolf street: Bank of Canada Hikes by 75 Basis Points, Brushes Off Housing Woes, Dip in CPI, Slowing Growth

Die Bank of Canada erhöhte heute zum fünften Mal in Folge den Zielsatz für den Tagesgeldsatz um 75 Basispunkte auf 3,25 % und damit auf den höchsten Stand seit 2008, nachdem sie auf der letzten Sitzung eine Monstererhöhung um 100 Basispunkte [1 Prozent, Anm.] vorgenommen hatte, die für Aufsehen sorgte. In ihrer Erklärung erklärte die BoC, dass ihr Leitzins "weiter steigen muss", da die Inflationsaussichten und -erwartungen weiterhin hoch seien und sie "entschlossen" sei, diese Inflation unter Kontrolle zu bringen, und damit alle Hoffnungen auf eine "Pause" bei der nächsten Sitzung zunichte mache. Die quantitative Straffung wird auf Autopilot fortgesetzt, "ergänzend zu den Erhöhungen des Leitzinses", so die EZB. Bislang ist die Bilanzsumme der EZB gegenüber dem Höchststand um 24 % gesunken.

Heute gilt es für die EZB. Alles andere als eine Erhöhung um 0,75 Prozentpunkte wäre eine geldpolitische Bankrotterklärung und würde den Euro noch weiter erheblich beschädigen. Wir dürfen auch gespannt sein, ob Christine Lagarde durch ihre Sommerlektüre von Homers Odysee und James Joyces Ulysess mehr Sicherheit gewonnen hat oder ob sie die Tragödienreihe verunsicherter Auftritte nahtlos fortsetzt. Die Pressekonferenz beginnt um 14:45. AÖ

07.09.2022

12:54 | jf: Beliebtestes Zahlungsmittel: Deutsche setzen wieder stärker auf Bargeld

Bargeld hat als Zahlungsmittel im vergangenen Jahr wieder an Relevanz gewonnen. Rund 69 Prozent der Deutschen nutzen es besonders häufig, ergab eine Online-Umfrage von YouGov im Auftrag des Unternehmens BearingPoint. Damit ist Bargeld hierzulande die beliebteste Zahlungsmethode. Der wichtigste Aspekt ist für 57 Prozent die „Vertrautheit“. Aber auch Schnelligkeit (48 Prozent) und Anonymität (44 Prozent) werteten viele Befragte als Vorteil des Bargeldes.

Gut, dass das Bargeld nicht umzubringen ist, zumindest nicht über Nacht und auf Grundlage falscher Behauptungen wie jener, dass das Coronavirus durch die Nutzung von Bargeld übertragen werden könnte. Vielleicht ist die wiedergewonne Beliebtheit auch einfach nur darauf zurückzuführen, dass angesichts der sich dramatisch verdüsternden Wirtschafstaussichten die Schwarzarbeit wieder im Zunehmen begriffen ist. AÖ

06.09.2022

08:24 | derstandard.at: EZB-Rat ringt erneut um einen großen Zinsschritt

Es ist nicht auszuschließen, dass es am Donnerstag zu einer Kampfabstimmung kommt – ebenfalls ein Novum –, jedenfalls aber zu einer knappen Entscheidung.

Zeit wird es, dass die Öffentlichkeit offiziell erfährt, wie tief gespalten der EZB-Rat ist. Nur zur Erinnerung: Dass die Wahl schlußenldich auf Christine Lagarde fiel, wurde auch damit begründet, dass sie große Erfahrungen in der Moderation von Gruppen habe. Schließlich galt der EZB-Rat schon zu Draghis Zeiten als gespalten. Und auch mit dieser Aufgabe ist Christine Lagarde, die neuerdings auf Silber-Model tut, krachend gescheitert. AÖ

07:52 | diepresse.com: EZB-Zinserhöhungen behindern Klimaschutz

Ein Zinserhöhungszyklus würde die Nachhaltigkeitsziele der EU untergraben. Zudem adressieren Zinserhöhungen auch nicht die Inflationsursachen, sondern wirken über eine Drosselung der Wirtschaft, die den Abschwung verschärft. Kräftige Klimainvestitionen zu günstigen Finanzierungskonditionen sind zentral für das Erreichen von wirtschaftlicher und sozialer Stabilität im Allgemeinen und Preisstabilität im Speziellen. Es liegt an der EZB, diese Investitionen zu ermöglichen.

Wenn die nächste Generation der Ökonomenzunft so denkt, dann Gute Nacht. Werden Zentralbanken zur Finanzierungsagentur des Staates, dann sind uns dauerhaft höhere bis hohe Inflationsraten gewiss. Und dieser Aufsatz zeigt einmal mehr, dass das Dogma vom menschengemachten Klimawandel bzw. die angebliche Nachteiligkeit einer Klimaerwärmung frontal attackiert werden muss. AÖ

08:19 | Leserkommentar
Wenn so weitergemacht wie jetzt, wird es keine nächste Generation Ökonomen geben. Denn dieser Beruf hat was Schamaenhaftes, denn sie hupfen rum, um das Kriegsglückdes Fiat-Money zu beschwören. Ähnlich den Virologen, denen es um den "Endsieg" geht. Gilt es doch, die Natur zu besiegen, nur so kann man wirklich, zum Herren der Erde werden ! Wer wird wohl, bei "Last Stand" gewinnen, der voll in Ausführung ist ???

05.09.2022

15:30 | gevestor: Paul Krugman und Alan Greenspan: „Der Euro wird scheitern“

Greenspan sieht grundsätzliche Euro-Probleme". Auch für Alan Greenspan gibt es seit jeher zu wenig Bereitschaft zu mehr
politischer Integration in der Eurozone. Dabei geht er weiter als Krugman und sieht selbst eine Fiskalunion nicht als ausreichend.

Seiner Ansicht nach ist und war der Euro ein untaugliches Experiment. Bei einem Ausstieg Griechenlands, dem Grexit, würden die Schwachstellen dazu führen, dass dann auch andere schwache Länder aus der Eurozone gedrängt würden.

Die lockere Niedrigzinspolitik und die Stützungskäufe sieht er indes als notwendige, pragmatische Schritte. Kein Wunder. Hatte doch die Fed unter seiner Führung zwischen 1987 und 2006 begonnen, die Notenpresse angeworfen. Dies und der Versuch, mit niedrigen Zinsen wirtschaftlichen Krisen zu begegnen, hatte ihm aber auch die Kritik eingebracht, für die Finanzkrise mitverantwortlich zu sein.

Ihm fehlt vor allem die für eine Gemeinschaftswährung notwendige Integration. So sei weder ein Fiskalpakt noch eine Bankenunion in Sicht. Und die politischen Strömungen derzeit gehen eher in Richtung Abgrenzung.

Der Bondaffe
Hier steht es: "Bei einem Ausstieg Griechenlands, dem Grexit, würden die Schwachstellen dazu führen, dass dann auch andere schwache Länder aus der Eurozone gedrängt würden."

Man muß fragen: "Wo ist die schwächste Stelle im EURO-SYSTEM?" Das sollte die "Austritts-Stelle" sein. Das ist der Zeitpunkt, an dem ein Mitglied aus der EUROZONE die EUROZONE verlassen muß. Weil dieses Mitglied die Stabilität der EUROZONE insgesamt gefährdet.

Auf der anderen Seite kann/wird dies nicht geschehen. Denn man kommt zwar in die EUROZONE hinein, aber niemals wieder heraus (zumindest theoretisch als auch praktisch).

Das ist die Diskussion, die heutzutage in diesen schwierigen Zeiten (gerade mit explodierenden Inflationszahlen und
Staatsverschuldungsorgien, begleitet von Ukraine-Ablenkung und Corona-Diskussion) gar nicht mehr geführt wird.

„KANN DER EURO ALS WÄHRUNG EINER GEMEINSCHAFT AUSGEWÄHLTER EUROPÄISCHER STAATEN DIES ÜBERHAUPT STEMMEN? IST DER EURO STABIL GENUG?“

Die Antwort ist "nein". Denn der Wert des EUROs zum US-Dollar geht beständig, aber trendig, zurück. Eins zu eins wurde aktuell schon unterschritten.

Alle meinen, der EURO hält zusammen. Das ist so nicht richtig. Denn bei einem bestimmten Wechselkurs (vielleicht sind es 0,80 USD oder 0,70 USD für einen EURO?) dürfte der EURO INSTABIL werden.

Und das instabilste Land in der EURO-Gemeinschaft wird dann die Auflösung einleiten. Bzw. den Zusammenbruch der EUROZONE. Das ist auch der Grund für die Niedrig- und Nullzinspolitik der EZB in den vergangenen Jahren. Denn höhere Zinsen bzw. Staatsanleihenrenditen „in der Zone“ führen in die Instabilität. Hohe Staatsverschuldungen führen in diese Instabilität. Aber das sehen wir gerade. Dieser aktuelle Zustand ist nicht lange aufrecht zu erhalten.

„Der EURO wird scheitern“. Recht hat er, der Alan Greenspan. Denn das Genannte sind „Scheitermechanismen“. Was wir aktuell erleben sind „Ausdrücke des Scheiterns“. Der „gemeinsame, homogene Wirtschaftsraum“ war Wunschdenken politischer Phantasierer. Auf einer bestimmten Ebene hat es funktioniert, doch wenn ein stärkerer Wind oder gar ein Sturm auftaucht (ein ökonomischer, wirtschaftlicher Sturm) wird der EURO diesem Sturm nicht standhalten können.

Panisch ist bereits alles und die Schulden werden immer mehr in der EUROZONE. Das IST die aktuelle SCHWACHSTELLE. Ein Land wird fallen und die Auflösung der „Zone“ einleiten.

Die große Veränderung in Deutschland und Europa kommt über das Zerbröseln des EUROs. Wie geschrieben, niemand kommt heraus aus der EUROZONE, dem EURO-Gefängnis. Denn unweigerlich würde ein Austritt zu Folgeaustritten führen und der EURO wäre Geschichte. Der EURO löst sich auf und wir merken es nicht oder kaum. Wenn der EURO gescheitert ist, wird es wohl auch Scheiterhaufen geben. In allen möglichen Formen.

Werter Bondaffe, sehr interessante Ueberlegungen. Ich bin weiterhin der Meinung, dass eine Kapitalflucht aus dem Euro zum Kollaps des Euros fuehren wird. Die letzte Unterstuezung des Kurses seit Eunfuehrung des Euros, (1.03 aus dem Jahr 2016) wurde schon unterschritten. Auf einem Wochenchart erkennt man eine theoretische Unterstutzungszone zwischen 0.93 und 0.96 aus den Jahren 2000-2002 (also vor Einfuehrung des Euros). Ob diese in der Realitaet relevant ist, weiss ich nicht. Nehmen wir an, der Euro dreht dort aus technischen Gruenden wieder um. Dann haben wir noch ein bisschen Zeit. Nach diesem Dead Cat Bounce wird es interessant. In UK erwarte ich Kapitalkontrollen wie in den 1970er Jahren (damals war es weitgehend verboten, Gold oder Geld aus dem Koenigreich auszufuehren).

Der Euro ist aber auf dem Prinzip des freien Kapitalverkehrs aufgebaut und ist keine nationale Waehrung. Ist ein abgeschotteter Waehrungsraum fuer den Euro ueberhaupt denkbar? Wuerden nicht das blosse Aufkommen einer Diskussion darueber nicht  die von mir prognostizierte Kapitalflucht von sich aus ausloesen? JJ

12:24 | wolf street: By How Much Can the Fed Reduce its Assets with QT? Fed’s Liabilities set a Floor

Wenn wir die Bilanz der Fed betrachten, sprechen wir in der Regel über ihre Aktiva: Staatsanleihen, MBS, Rückkaufsvereinbarungen (Repos), Swaps, SPVs usw. Unter dem neuen Regime der quantitativen Straffung (QT) sind die Gesamtaktiva gegenüber dem Höchststand um 139 Milliarden USD gesunken, wie aus der am 1. September veröffentlichten Bilanz hervorgeht. Aber es sind die Verbindlichkeiten, die den theoretischen Rückgang der Fed-Aktiva unter QT begrenzen. Anhand des Verlaufs dieser Verbindlichkeiten können wir den theoretischen Tiefpunkt der QT projizieren, unter den die Fed nicht fallen kann.
In jeder Bilanz gilt: Gesamtvermögen = Gesamtverbindlichkeiten + Kapital.

Grau ist tatsächlich alle Theorie, wenngleich dieses Grau häufig sehr erhellend ist. Doch abgesehen von diesen theoretischen Betrachtungen wird die Federal Reserve schon viel früher ihren Offenbarungseid zu leisten haben, nämlich dann, wenn die Börsen aufgrund des QT und der Zinserhöhungen noch weiter kräftig verloren haben werden. Dies wird spätestens im 1. Quartal 2023 der Fall sein. AÖ

03.09.2022

17.04 I cash: Eurozone: Erzeugerpreise steigen mit Rekordtempo

Der Preisauftrieb in der Eurozone auf Erzeugerebene hat sich nach einer Pause wieder verstärkt. Im Juli stiegen die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, zum Vorjahresmonat um 37,9 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Das ist der stärkste Schub seit Bestehen der Währungsunion.

... während die USA im August eine Atempause eingelegt hat, geht bei uns die muntere Fahrt noch weiter!
Energiepolitik der EU! TB

11:25 | f100: Folgt eine Zinskrise auf die Gaskrise? Was Börsenanleger jetzt wissen müssen

Seit Monaten zittern die Börsen vor dem totalen Energie-GAU in Europa. Zuletzt linderten sich die Ängste vor einer Gaskrise merklich. Dafür stehen nun happige Zinserhöhungen als Risikofaktor im Raum. Kommt es nun Schlag auf Schlag für die Aktienmärkte? Was Anleger dazu wissen müssen.

Zinskrise jetzt?
Ich verorte die Zinskrise eher in den letzten Jahrzehnten, wo die Zinsen zugunsten des Finanz- und Geldsystems nach unten manipuliert wurden - zum Schaden der Bürger, Sparer und Steuerzahler! TB

16:10 I Leser-Kommentar
Zum grünen TB-Kommentar erlaube ich mir folgenden Hinweis:
https://sw-unternehmensberatung.jimdofree.com/2015/04/12/sind-sie-ein-zinsgewinner-oder-warum-die-reichen-immer-reicher-werden/
Die Suche nach "Zinsgewinner" fördert noch mehr Treffer zu Tage, die vorrechnen, dass die Kohle durch den Zins immer nach "oben" fliegt zu den Herren des Geldes, den "reichen Arbeitslosen" und deren Kapitalsammelbecken.
Ich schätze mal, dass nicht einmal jeder 1000e zu den Zinsgewinnern zählt. Das zinsbasierte Schuldgeldsystem stellt somit die Grundlage für ein modernes Feudalsystem - oder Sklavenhaltung, je nach Sichtweise.
Vanguard und BlackRock haben fast an jeder großen Firma in dieser Welt einen erheblichen Anteil, gespeist durch jene Kohle, die nach "oben" fliegt.
Da in nächster Zeit sich die Zinsgewinne nicht mehr erwirtschaften lassen, wird die Umverteilung in Form von Enteignungen weitergeführt werden, bis dieses "Spiel" in irgendeiner Form zusammenbrechen wird.
Ich wünsche ein schönes Wochenende!

02.09.2022

08:32 | wolf street: Fed’s QT: Total Assets Drop by $139 Billion from Peak

Die quantitative Straffung (QT) der Federal Reserve hat am 31. August ihre dreimonatige Einführungsphase abgeschlossen. Während der QT-Phase sah der Plan vor, dass die Fed ihre Bestände an Staatsanleihen um bis zu 30 Mrd. USD pro Monat reduziert, indem sie diese ersatzlos auslaufen lässt, und dass sie ihre hypothekarisch gesicherten Wertpapiere (MBS) um bis zu 17,5 Mrd. USD pro Monat reduziert, vor allem aufgrund von durchlaufenden Kapitalzahlungen. Im September verdoppelt sich das Tempo der QT in etwa, da sich die Obergrenzen auf 60 Mrd. USD pro Monat für Staatsanleihen und auf 35 Mrd. USD für MBS verdoppeln.

Damit sollte sich auch die markante Stärke des USD - wir befinden uns mittlerweile auf einem 20-Jahres-Hoch - weiter verfestigen. Für in US-Dollar verschuldete Staaten dürfte das langsam, aber sicher zu einem erheblichen Problem werden. AÖ

01.09.2022

13:55 | Der Bondaffe "Heimlich still und leise"

...fast unbemerkt und heimlich, still und leise steigen die Renditen für Staatsanleihen aus der EURO-Zone wieder an.

https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield
https://www.investing.com/rates-bonds/italy-10-year-bond-yield
https://www.investing.com/rates-bonds/greece-10-year-bond-yield

Gerade die kurzfristigen Renditen, wie die 2jährigen Laufzeiten, dürfen der EZB wohl die größten Probleme bereiten. Denn diese muß bei der
nächsten Zentralbanksitzung wohl mit den Leitzinsen nachziehen:

https://www.investing.com/rates-bonds/germany-2-year-bond-yield
https://www.investing.com/rates-bonds/italy-2-year-bond-yield
https://www.investing.com/rates-bonds/greece-6-month-bond-yield

Auch in den USA ziehen die Renditen nach dem Sommerloch Anfang August wieder an:

https://www.investing.com/rates-bonds/u.s.-10-year-bond-yield

Gerade die 2jährigen profilieren und satte 4% wären durchaus möglich:

https://www.investing.com/rates-bonds/u.s.-2-year-bond-yield

Mein heimlicher Favorit bleibt aber Japan, hier ist noch nichts geschehen an der Zinsfront. Die 0,25%-Marke für 10jährige Staatsanleihen
hält. Also noch!

https://www.investing.com/rates-bonds/japan-10-year-bond-yield

Wenn die Renditen in Japan steigen dürfte es einen Renditeschub nach oben geben. Und es wird zu "Währungsverzerrungen" kommen.


12:58
 | bundesbank: Geldpolitik in Zeiten geopolitischer Krisen und hoher Inflation von Dr. Joachim Nagel

[D]as Thema Geld begegnet uns in der Unterhaltungsmusik vielfach, häufig mit einem kritischen Unterton. Um drei Beispiele zu nennen: Liza Minnelli sang „Money makes the world go round“. Pink Floyd bauten den Sound einer Registrierkasse in ihren Song „Money“ ein. Und natürlich ABBA mit ihrem „Money, money, money, must be funny in the rich man’s world”.Was die drei Lieder verbindet, ist ihre Entstehungszeit: Alle drei wurden in den 1970er Jahren komponiert und berühmt. Und das vermutlich nicht grundlos. Schließlich hat in dieser Zeit die Kaufkraft des Geldes massiv abgenommen. Und die Menschen spürten die Folgen, wenn stabiles Geld fehlt.Die Bands Pink Floyd und ABBA hatten in den 70er Jahren ihren Höhepunkt. Und beide Bands sind jüngst wieder auf der Bildfläche erschienen:

Der Unterschied zur (Partei-)Politikerin Lagarde ist so groß, wie er größer kaum noch sein kann. Dass Bundesbank-Präsident Nagel allerdings die viel zu lange und viel zu lockere Geldpolitik nicht als eine Ursache für die aktuelle Inflation nennt, stimmt dann doch nachdenklich. Das hat auch schon bei ihm ganz anders geklungen. Dennoch zeigt er sich bislang den großen Fußstapfen seines Vorgängers Weidmann gewachsen. AÖ

31.08.2022

12:44 | ecb.europa.eu: Monetary policy and the Great Volatility - Rede von Isabel Schnabel

Die hohe Inflation ist in vielen Ländern zur Hauptsorge der Bürger geworden. Sowohl die Wahrscheinlichkeit als auch die Kosten, dass sich die derzeitige hohe Inflation in den Erwartungen verfestigt, sind unangenehm hoch. In diesem Umfeld müssen die Zentralbanken energisch handeln. Sie müssen sich entschlossen gegen das Risiko stemmen, dass die Menschen beginnen, an der langfristigen Stabilität unserer Fiat-Währungen zu zweifeln. Um das Vertrauen zurückzugewinnen und zu bewahren, müssen wir die Inflation rasch auf das Zielniveau zurückführen. Je länger die Inflation hoch bleibt, desto größer ist die Gefahr, dass die Öffentlichkeit das Vertrauen in unsere Entschlossenheit und Fähigkeit, die Kaufkraft zu erhalten, verliert.

Wenn etwas das Vertrauen in die EZB untergraben hat in den vergangenen Monaten, dann waren es die Wünsch-mir-was-Prognosen gerade auch von Isabel Schnabel und das fortwährende Nichthandeln. Wer A sagt und B tut, der verspielt das Vertrauen. Wer zu A verpflichtet ist, A sagt und B tut, verspielt es umso mehr. AÖ

12:10 | eurostat: Jährliche Inflation im Euroraum auf 9,1% gestiegen

Die jährliche Inflation im Euroraum im August 2022 wird auf 9,1% geschätzt, gegenüber 8,9% im Juli. Dies geht aus einer von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlichten Schnellschätzunghervor. Im Hinblick auf die Hauptkomponenten der Inflation im Euroraum wird erwartet, dass „Energie“ im August die höchste jährliche Rate aufweist (38,3%, gegenüber 39,6% im Juli), gefolgt von „Lebensmitteln, Alkohol und Tabak“(10,6%, gegenüber 9,8% im Juli), „Industriegütern ohne Energie“ (5,0%, gegenüber 4,5% im Juli) und „Dienstleistungen“ (3,8%, gegenüber 3,7% im Juli).

In Deutschland dürfte beim VPI wird ein Anstieg von 7,9%, nach 7,5% für den VPI und von 8,8% nach 8,5% erwartet (hier). Die Preisauftrieb bei den Importpreisen hat sich im Juli dagegen leicht abgeschwächt auf 28,9% nach 29,9% (hier). Allerdings ist für Deutschland im September eine weitere Erhöhung des (H)VPI zu erwarten, schließlich laufen per heute der Tankrabatt und das 9-Euro-Ticket aus. In Österreich hat die Inflationsrate gegenüber dem Juli mit 9,1% einen leichten Rückgang verbucht. Mit 9,1% (VPI) bzw. 9,2% (HVPI) ist sie aber weiterhin kräftig sehr, sehr hoch (hier). AÖ

10:03 | f100: Was die überraschende Inflations-Wende in den USA für uns bedeutet

Benzin, Flüge, Mietwagen aber auch Lebensmittel wie Eier, Hähnchen, Milch und Butter sind in den USA wieder deutlich billiger geworden. Es gibt erste Anzeichen dafür, dass die Inflation dort ihren Höhepunkt überschritten hat. Kommt die Wende zeitverzögert auch nach Deutschland?

Ich habs ja Anfang August schon im auf1 Interview angekündigt. Der Inflationsdruck wird vorübergehend nachlassen. Lagarde wird dann sagen, "I told you, it was a jump". Die Inflationsrate wird sich aber nicht nach den Wünschen der ahnungslosen EZB-Chefin richten sondern wird genau an dem Zeitpunkt, wo alle frohlocken und glauben, dass es vorüber sei, wie bei einem Zunami nach der ersten Welle eine zweite formieren, die noch zerstörender wisin wird, wie die erste und danach dann noch wahrcheinlich eine Dritte! TB

14:33 | Leser-Kommentar
Werter TB, ist Frau Lagarde wirklich ahnungslos? Oder...? Also - ich beziehe wichtige Teile meines politischen Wissens von einem Carl-Ludwig Th., der mir damals, während meiner Zeit bei den Jungen Liberalen (und deren Mutterpartei), mehrmals die Augen geöffnet hatte. Fand der sogenannte „schwarze Freitag“ deshalb so statt, wie er ablief, weil die Entscheidungsträger (und die Entscheidenden) einfach zu dämlich waren, um die Katastrophe abzuwenden, oder zumindest abzumildern? Könnte es nicht sein, das es eine Gruppe gab, die von dem ganzen sogar immens profitierte? Eine prinzipielle Wiederholung dieses Spiels von damals ist nicht auszuschließen? Wer ist Gewinner, wer Verlierer bei immer wieder auftretenden „Inflationen“,„Wirtschaftszusammenbrüchen“ etc. - Zufall, einfach zu ahnungslos? Werden sich Muster wiederholen oder zumindest ähneln?

Sollte Ihre Theorie stimmen, so würde Lagarde anders - bzw. wesentlich besser - lügen! TB

16:09 | Leser-Kommentar
Werter TB – Psychopathen sind die besten Lügner! - die beste Voraussetzung um erfolgreich Politiker zu sein :-). Als Nicht-Psychopath hat man in der Politik keine wirklich guten (Aufstiegs-)Chancen. Ich kenne die Dame nicht persönlich! Wer hat die Dame an ihre jetzige Position gebracht? Gibt es Auffälligkeiten? Zu welchem „Stall“ (nicht negativ gemeint!) gehört sie? - oder ihre Vorgänger? Wäre es von Seiten derer, die sie dort hin gebracht haben, wo sie jetzt ist, opportun, jemanden zu installieren, der total ahnungslos ist? - was hätten Sie gemacht, wenn Sie zu denen gehört hätten, die Frau Lagarde installiert haben? Jemand der vollkommen ahnungslos ist, könnte plötzlich durch sein Umfeld neue Erkenntnisse erlangen, eventuell bockig werden... warum das Risiko eingehen? (Gespielte) Unfähigkeit/ Ahnungslosigkeit führt bei einigen „Zuschauern“ dazu, bestimmtes handeln als „unbeabsichtigt“ durchgehen zu lassen, zu entschuldigen. Die Führung der EZB ist im Gegensatz zu manchen anderen Institutionen viel zu wichtig, als das man sich dort echte Deppen leisten könnte (Gib mir die Kontrolle über das Geld, dann ist mir egal, wer unter mir König ist – oder so ähnlich - lautete, wenn ich mich richtig erinnere, der Spruch einer bewundernswerten Persönlichkeit).

30.08.2022

12:22 | orf.at: Das fehlende EZB-Sicherheitsnetz

Die EZB steht nach rund zweieinhalb Jahren Pandemie sowie sechs Monaten Ukraine-Krieg und dessen wirtschaftlichen Folgen vor einem Dilemma: Die hohe Inflation zwingt zu einer weiteren Erhöhung des Leitzinses. Zugleich droht Europa in eine Rezession abzurutschen. Vor einer wichtigen Tagung der führenden Notenbankerinnen und -banker mehren sich die Warnsignale: Der Euro verliert an Wert – und bei den Staatsanleihen macht sich das fehlende Sicherheitsnetz der EZB immer stärker bemerkbar.

Aso, die EZB hat die Aufgabe, Sicherheitsnetz für die Staaten zu sein? Das steht aber exakt nirgendwo in den Verträgen, aber das ist den EU-Zentralisten ja völlig egal, wenn es um die - rechtswidrige - Umsetzung der "Vereinigten Staaten von Europa" geht. Staaten, die ohne die - ebenfalls rechtswidrige - Monetarisierung ihrer Schulden durch die Zentralbank nicht mehr auf den eigenen Beinen stehen können, nennt man für gewöhnlich bankrott. AÖ

29.08.2022

12:54 | reuters: Central banks will fail to tame inflation without better fiscal policy, study says

Den Zentralbanken wird es nicht gelingen, die Inflation einzudämmen, und sie könnten das Preiswachstum sogar noch weiter anheizen, wenn die Regierungen nicht anfangen, ihren Teil durch eine umsichtigere Budgetpolitik beizutragen. Dies geht aus einer Studie hervor, die den politischen Entscheidungsträgern auf der Konferenz in Jackson Hole in den Vereinigten Staaten vorgestellt wurde. .... Die Zentralbanken erhöhen nun die Zinssätze, aber die neue Studie, die am Samstag auf dem Jackson Hole Wirtschaftssymposium der Kansas City Federal Reserve vorgestellt wurde, argumentiert, dass der Ruf einer Zentralbank hinsichtlich der Inflationsbekämpfung in einem solchen Szenario nicht entscheidend ist. "Wenn die geldpolitische Straffung nicht durch die Erwartung angemessener fiskalischer Anpassungen unterstützt wird, führt die Verschlechterung der fiskalischen Ungleichgewichte zu einem noch höheren Inflationsdruck", so Francesco Bianchi von der Johns Hopkins University und Leonardo Melosi von der Federal Reserve of Chicago.

Das ist natürlich korrekt. Aber die Zentralbanken müssen nun erst einmal zeigen, dass sie es mit der Inflationsbekämpfung ernst meinen, d. h., dass sie nicht beim ersten kräftigeren Gegenwind wieder umfallen. Erst dann würden die Politiker realisieren, dass sie nicht mehr von der Zentralbank durch die künstliche Drückung des Zinsniveaus unterstützt werden. Dieser Test steht den Zentralbanken in den kommenden Wochen, spätestens Monaten bevor, und wir werden sehen, ob sie diesen Test bestehen werden. Viel würde ich darauf nicht wetten, insbesondere nicht in der Eurozone. AÖ

12:16 | ecb.eurpa.eu: Interview with Madame Figaro

Interview mit Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, geführt von Morgane Miel am 13. Juli 2022 und veröffentlicht am 25. August 2022.

Ok, dass Christine Lagarde Homers Odysee liest, verbuche ich ihr als Pluspunkt. Allerdings gibt es für alles eine Zeit, und dafür ist aktuell definitiv keine, ebenso für den sonstigen gesellschaftspolitischen Quatsch, mit dem sich Madame Lagarde so beschäftigt, während wir kurz vor einer ökonomischen Katastrophe der Extraklasse stehen. AÖ

27.08.2022

06:40 | stansberry: Powell Stands Firm on the Fight Against Inflation

Powell hat kein Blatt vor den Mund genommen, um die Märkte zu beruhigen. Gleich zu Beginn sagte er, dass die Fed die Zinsen so lange anheben wird, bis sie "restriktiv" genug sind, um die Inflation zu senken... auch wenn dies zu geringerem Wachstum und - in seinen eigenen Worten - "einigen Schmerzen für Haushalte und Unternehmen" führen wird.

Und selbst angesichts des Rückgangs des PCE im Vergleich zum Vormonat warnte er, dass die Fed nicht mit einem einzigen Monat niedrigerer Inflation zufrieden sein wird - wir brauchen mehr.

Die Anleger hatten gehofft, dass ein geringerer Inflationsdruck heute bedeuten könnte, dass die Fed den Zinserhöhungszyklus verlangsamen (oder sogar aussetzen) würde. Die Märkte schnellten in die Höhe, als Powell zu sprechen begann... und gaben dann schnell wieder ab.

Die Hoffnung, dass die FED die Zinsen senkt, um die Börsen nach oben zu treiben, könnte sich als trügerisch erweisen. Die FED ist letzten Endes nicht den Investoren der Welt verpflichtet, sondern den großen Money Centre Banken New Yorks, die auch die Primary Dealer am US Bond Market und Eigentümer der FED sind. Die nachhaltige Stärke und Stabilität ihrer eigenen Währung ist ihr bestimmt wichtiger als die vorübergehende Stärke oder Schwäche der Börsenindices. JJ

25.08.2022

07:34 | finanzmartkwelt: Warum der Euro noch schwächer wird

Der Abwärtstrend im Euro ist klar erkennbar. EURUSD lag noch vor 30 Tagen bei 1,0216 , und vor 12 Monaten bei 1,18.

Natürlich spielt die US-Zinspolitik eine wichtige Rolle. Die Fed hat die Zinsen kräftig angehoben und agiert viel aggressiver und schneller als
die EZB. Dies stärkt den US-Dollar, was automatisch gegen den Euro drückt. Robin Brooks ist Chefökonom beim International Institute of
Finance (IIF). Seiner Aussage nach habe man bereits im März prognostiziert, dass der Euro unter die Parität fallen würde. Der Einmarsch Russlands in die Ukraine bedeute, dass Europas wichtigster Wachstumsmotor – Deutschland – sein Wachstumsmodell von der russischen
Energie abkoppeln müsse. Dies bedeute schwaches Wachstum und große Handelsdefizite. Der Euro wird noch weiter fallen, so seine heutige Aussage.

Ich mache noch eine Prognose. Die Flucht aus dem Euro hat noch nicht richtig begonnen. Noch sind es hauptsächlich FInanzprofis, die diese Währung abstoßen. Der bisherige Tief war 1,03, wurde 1997, 2015 und 2017 erreicht. 2011 kurioserweise ist der Euro nur auf 1.19 gefallen.

Jedenfalls, es gibt nur noch eine Unterstützung aus dem Jahr 2000 (nasdaq crash / 9-11) bei 0.9. Es ist zu erwarten, dass der Euro noch 10% verliert und auf dieses Niveau fallen wird. Dann wird es interessant zu sehen, ob der Euro die 1,03 jemals wieder nach oben wird durchbrechen können. JJ

22.08.2022

19:57 | Leser-Zuschrift: DAX bricht ein - Euro billiger als Dollar

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagnachmittag schwächer und fiel unter die Parität zum Dollar. Ein Euro kostete 0,9943 US-Dollar (-1,0 Prozent) und damit so wenig wie seit 20 Jahren nicht mehr, ein Dollar war dementsprechend für 1,0057 Euro zu haben.

https://www.mmnews.de/aktuelle-presse/186191-dax-bricht-ein-euro-billiger-als-dollar

Dem Handel geht langsam die Luft aus...!? Wie lange das System noch zu halten sein wird, ist mittlweile äußerst fraglich! OF

21.08.2022

20:03 | finanzen: Bundesbankpräsident Nagel erwartet im Herbst zweistellige Inflation

"Der Tankrabatt und das Neun-Euro-Ticket laufen aus, das dürfte die Inflationsrate um gut einen Prozentpunkt erhöhen", sagte Nagel der Rheinischen Post (Samstagausgabe). Die Gasumlage komme, im Gegenzug solle die Mehrwertsteuer auf Gas gesenkt werden, was wiederum die Preise dämpfe. "In Summe ist in den Herbstmonaten sogar eine Inflationsrate von zehn Prozent möglich." Er machte auch die historische Dimension deutlich: "Zweistellige Inflationsraten wurden in Deutschland das letzte Mal vor über siebzig Jahren gemessen." Im vierten Quartal 1951 habe die Inflationsrate nach den damaligen Berechnungen bei elf Prozent gelegen.

Auch für das kommende Jahr gibt Nagel keine Entwarnung. "Das Thema Inflation wird 2023 nicht verschwinden." Russland habe seine Gaslieferungen drastisch reduziert, und die Preise für Erdgas und Elektrizität seien stärker gestiegen als erwartet. Nachdem im Gesamtjahr 2022 die Inflationsrate nach europäischer Berechnung bei acht Prozent liegen dürfte, erwartet Nagel für das kommende Jahr eine Rate von sechs Prozent.
Nagel forderte daher weitere Zinserhöhungen durch die Europäischen Zentralbank (EZB): "Bei den hohen Inflationsraten müssen weitere Zinsschritte folgen." Das werde auch allgemein erwartet. Die nächste Sitzung findet am 8. September statt. Eine Zahl für eine mögliche Zinserhöhung wollte Nagel nicht nennen. "Entscheidend wird sein, die mittelfristigen Inflationserwartungen stabil bei zwei Prozent zu halten.

Interne Beruhigungspille für die Bundesbankster, denn die reale Inflationslage ist längst zweistellig! Weitere Zinsschritte kann die EZB gerne machen, wenn geht sogar etwas früher, dann dauert der finanle Zusammensturz den Kartenhauses wenigstens nicht mehr allzu lange...!? OF

20.08.2022

07:26 | srbin: Tausende hungernde Argentinier protestierten in Buenos Aires: Inflation erreichte 64 %

Tausende von Menschen gingen am Mittwoch bei einem „Anti-Inflationsmarsch“ auf die Straßen der argentinischen Hauptstadt, als eine prominente Gewerkschaft warnte, dass dies die erste von vielen Mobilisierungen sein könnte. Argentinien meldete im Juli eine monatliche Inflationsrate von 7,4 %, den höchsten Wert seit zwei Jahrzehnten. Laut INDEC, Argentiniens nationaler Statistikbehörde, sind die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr um 71 % gestiegen. Heute leben etwa vier von zehn Argentiniern unterhalb der Armutsgrenze.

Die Leseratte
Darüber gibts in deutschen Medien sicher keine Berichte, die Deutschen könnten ja auf dumme Gedanken kommen. Immerhin sieht man, wie lange die Menschen friedlich bleiben, bis sie endlich protestieren: 71 % Inflation! Auch in der Türkei ist es bisher ruhig, obwohl die Inflation dort auch riesig ist. Allerdings kommt in Deutschland noch der Winter dazu, in dem der gewohnte Komfort fehlen könnte. Hungern UND frieren und vielleicht auch noch Lockdown könnte schon ein geile Mischung werden.

Es gibt bei uns die irrige Hoffnung, dass die Inflation ein Produkt des Krieges ist und dass wenn der Krieg aufhören würde, die Preise fallen würde. Sicherlich verschärft der Krieg das Problem. Man sollte sich aber keine Illusion machen, Inflation ist im Grunde ein monetäres Phänomen. Die Geldmenge ist in den letzten Jahren explodiert und jetzt verlieren die Währungen an Kaufkraft. JJ

18.08.2022

17:40 | TET: Ankara: Türkische Zentralbank senkt Leitzins erneut

Die türkische Zentralbank hat den Leitzins trotz hoher Inflation gesenkt. Der Wert werde von 14 auf 13 Prozent reduziert, teilte die Zentralbank in Ankara am Donnerstag mit. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte in den vergangenen Wochen bereits einen solchen Schritt angekündigt.
Die Türkei kämpft mit einer Wirtschaftskrise und hoher Inflation.
Im Juli lagen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 79,6 Prozent höher. Anders als viele andere Zentralbanken stemmt sich die türkische Notenbank gegen die Entwicklung jedoch nicht mit Zinsanhebungen. Fachleute nennen als Grund politischen Druck. Die Inflation in der Türkei wird durch mehrere Faktoren getrieben. Seit längerem sorgt die schwache Landeswährung Lira für Preisauftrieb, da sie in die Türkei importierte Güter wechselkursbedingt verteuert. Hinzu kommen Probleme in den internationalen Lieferketten, die Vorprodukte teurer machen. Daneben steigen die Preise von Energie und Rohstoffen, nicht zuletzt wegen des Kriegs in der Ukraine.
Die Zentralbank hatte den Leitzins seit Dezember unverändert gelassen, nachdem eine wiederholte Absenkung einen deutlichen Kursrutsch ausgelöst hatte.

Und sie leben auch mit diesen Zahlen noch, könnte der eine oder andere Hochpreisverfechter in unseren Breiten meinen...!? Sollte die Türkei sich u.U. auf einen Einstieg in das BRICS-Konzert vorbereiten, wären diese Probleme zumindest längerfristig in den Griff zu bekommen, während der Dollar/Euro seine Abwärtsspirale ungebremst fortsetzen wird...!? OF

16.08.2022

09:58 | Leser-Zuschrift "Neue Wege der rumänischen Nationalbank"

Die Rumänische Nationalbank hat einen beliebten Astrologen im Land eingestellt. Rumäniens berühmte 64-jährige Wahrsagerin Minerva (eigentlich Gabriela Dima) hat bekannt gegeben, dass sie eine Stelle bei der rumänischen Nationalbank angenommen hat. Um die Gewinne der Bank zu steigern, müssen die Mitarbeiter mit den Geistern kommunizieren.

Национальный банк Румынии взял на работу популярного в стране астролога Известная в Румынии 64-летняя гадалка Минерва (настоящее имя — Габриэла Дима) рассказала, что получила должность в Национальном банке страны. Чтобы увеличить прибыль банка, сотрудникам необходимо пообщаться с духами.

Logisch und konsequent. Wer - wie die Nationalbanken im Allgemeinen es tun - daran glaubt, Geld aus dem Nichts erschaffen zu können, der glaubt auch an Geister. ist die FIAT-Flasche einmal geöffnet, kommt anstatt der guten Geister jedoch das Gespenst der Inflation, die wohl umfassenste und grausamste Konsequenz der Geisterbeschwörung! TB

10:45 | Leser-Kommentar
Ist halt kulturelle Vielfalt, werter H.TB ? Vielleicht hat auch Vlad III. Drăculea die Finger mit drin.
https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_III._Dr%C4%83culea
Und es lässt sich die Spekulation aufstellen, er wurde vielleicht von Aliens oder so, in seinen Genen verändert. Und so entstand der König der Vampire. Was akutell heutzutage mit "Resident Evil" bezeichnet, umfasst wird ?

15:00 | Leser-Kommentar
Lieber TB, in der EZB sitzt ja schon ganz oben die größte Wahrsagerin aller Zeiten ….

14.08.2022

14:12 | chinmeyer: Chin Meyer erklärt Markus Lanz "Finanzblasen"

Kommentar des Einsenders
Guten Tag verehrtes Bachheimer-Team, hier eine satirische Erklärung, wie "Finanzblasen" entstehen - genial-humorvoll auf den bitterbösen Punkt gebracht. Heute kaum vorstellbar in den öffentlichen Propaganda-Medien....
Sonntägliche Grüße aus dem heißen Norden

Chin Meyer war mit dieser Erklärung schon öfters bei uns Post-Gast. Aber da die Problematik sehr gut erklärt ist, und heute Sonntag ist, gerne nochmal! TB

11:07 | DWN: Kampf gegen das Bargeld: Australiens Zentralbank startet Testphase für digitale Währung

Die Zentralbank Australiens arbeitet an der Einführung einer digitalen Währung. Damit folgt sie einem Aufruf der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) an alle weltweit führenden Zentralbanken.

Die Australier mögen doch einmal bei der Nippon Ginko (BoJ) anrufen und nach deren Erfahrungen fragen. Die Japaner haben ja einen ordentlichen Bauchfleck mit deren digitalem Währungsversuch higelegt! TB

12.08.2022

11:00 |  misesde.org: GELD ZEITENWENDE – VOM ENTEIGNUNGSGELD ZURÜCK ZUM GEDECKTEN GELD

12. August 2022 – Interview mit Benjamin Mudlack über sein Buch „Geld Zeitenwende“, von LvMID

Leseempfehlung. SS

 

08:55 | youtube.com: Stefan Homburg: Der Euro hat keine CHANCE! (Inflation, EZB, Zinsen)

Teil 2 des Interviews mit Prof. Dr. Stefan Homburg. Es geht spannend weiter! Nach meinem ersten exklusiven Interview über Corona und seine Kritik an der Politik und der Maßnahmen der letzten zwei Jahre sprechen wir heute über seine Kritik am Euro und der EZB. Ist der Euro ein ewiges Rettungsprojekt? Warum die D-Mark als Beispiel für eine zukünftige Währung von ihm genannt wird. Ob ein Dexit auch bei uns erdenklich ist und wie Stefan Homburg zu Bitcoin, der Inflation und der Problemlösung unserer EZB steht, das erfahrt ihr in dieser Folge "Marc spricht mit..."
 

Mit einer kriminellen Christine Lagarde an oberster Stelle, welche sich vor allem als Klimaaktivistin hervortut wird, es nicht mehr lange dauern bis der Euro unter die Parität zum USD fällt. SS

09:55 | Leser-Kommentar
Bemerkenswert -"Marc spricht mit... über Währungsreform" ??? Passt hervorragend zu meinem externen Bankprogramm, wo man im Überweisungstool, einen Währungsrechner hat, der historische Währungen überweisen kann. Dort findet man neben DM, Ö-Schllling auch andere zukünftige Währungen.

Irgendwie cool ?!

 

11.08.2022

10:00 | f100: US-Inflation sinkt auf 8,5 Prozent

In den USA hat die Dynamik des Preisanstiegs im Juli stärker als erwartet nachgelassen. Die Inflation schwächte sich auf 8,5 Prozent ab, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Im Juni hatte die Teuerung in der größten Volkswirtschaft der Welt noch bei 9,1 Prozent gelegen und damit auf dem höchsten Stand seit über 40 Jahren.

Auch bei uns in Europa indizieren die Produzentenpreise, dass die Inflationskurve abflacht. Die Wahrschienlichkeit, dass es somit mit der Inflation vorüber sei, und lagarde Rechtbehalten würde, dass das Ganze nur ein "Hump" ist, stehen bei Null! There's more to come - nach einer Verschnaufpause! TB

10.08.2022

12:28 | wolf street: QT Kicks Off at the ECB: Assets Fell by €91 Billion from Peak

Die Bilanzsumme der gigantischen EZB-Bilanz, die heute veröffentlicht wurde, sank zum 5. August gegenüber der Vorwoche um 18 Mrd. EUR auf 8,75 Mrd. EUR. Dies war der fünfte Rückgang im Wochenvergleich in den letzten sechs Wochen. Die Aktiva sind seit dem Höchststand am 24. Juni um 90 Mrd. EUR auf den niedrigsten Stand seit dem 25. März gesunken. Angesichts dieses gigantischen Vermögensbestandes ist der Rückgang um 90 Mrd. EUR, der in normalen Zeiten für normale Menschen wie ein riesiger Betrag erscheinen würde, jedoch nur ein Minus von 1 %.

Wetten, wie lange die EZB die Rückführung der Bilanzsumme selbst in diesem geringen Tempo durchhalten kann, werden gerne entgegengenommen. Meines Erachtens wird allerspätestens gegen Ende des 1. Halbjahres 2023 mit der Verkürzung der Bilanzsumme Schluß sein. AÖ

14:50 | Leser-Kommentar 
ich habe bei der EZB-Bilanz keine Ahnung, aber, wie kann es sein, dass sie nur eine Bilanzsumme von 8.75 bis vielleicht 90 Milliarden€ hat, während die Targetzahlungen, bzw das "Anschreiben" der
südlichen EU-Länder kapp 1000 Mrd € beträgt? Wie geht das zusammen?

15:38 | AÖ zum Leserkommentar von 14:50

Herzlichen Dank für den Hinweis. Das muss natürlich 8,75 Bill. EUR heißen. Ich habe den Fehler nun korrigiert. AÖ

09.08.2022

17:58 | bankofengland: Neue Pfundnoten/Umtauschfrist

Die Bank of England wird nach dem 30. September 2022 den Status der 20- und 50-Pfund-Noten als gesetzliches Zahlungsmittel aufheben, und wir fordern alle, die diese Banknoten zu Hause haben, auf, sie bei ihrer Bank oder ihrem Postamt auszugeben oder einzuzahlen.
Es sind noch Papier-20-Pfund-Noten im Wert von etwa 9 Milliarden Pfund und Papier-50-Pfund-Noten im Wert von 15 Milliarden Pfund im Umlauf. Diese werden bei ihrer Rückgabe an die Bank of England durch die neuen polymeren 20-Pfund-Noten mit dem Motiv von J.M.W. Turner und die polymeren 50-Pfund-Noten mit dem Motiv von Alan Turing ersetzt. Nach dem 30. September 2022 werden die neuen Polymerscheine die einzigen sein, die den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels haben.

Nach dem 30. September 2022 können Personen mit einem britischen Bankkonto weiterhin eingezogene Banknoten auf ihr Konto einzahlen. Auch einige Postämter können eingezogene Banknoten als Bezahlung für Waren und Dienstleistungen oder als Einzahlung auf ein über sie geführtes Konto akzeptieren.

Die Bank of England wird weiterhin alle eingezogenen Banknoten umtauschen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf unserer Seite Umtausch alter Banknoten.

Die Chefkassiererin der Bank of England, Sarah John, sagte im Vorfeld des Termins: "In den letzten Jahren haben wir unsere Banknoten von Papier auf Polymer umgestellt, weil sie dadurch fälschungssicherer und haltbarer sind. Die 20-Pfund-Note aus Polymer mit dem Bild des Künstlers J.M.W. Turner und die 50-Pfund-Note aus Polymer mit dem Bild des Wissenschaftlers Alan Turing sind inzwischen weit verbreitet, und wir sind dabei, die entsprechenden Papiernoten aus dem Verkehr zu ziehen. Wir möchten die Öffentlichkeit daran erinnern, dass sie von heute an ein Jahr Zeit hat, ihre Papierbanknoten auszugeben.

"Fälschungssicherheit" ist in diesem Zusammenhang immer ein sehr gutes und beliebtes Argument... Bleibt bloß zu hoffen, dass die Gesamtgemengelage es in London zulassen wird, genügend Polymer für die Scheinchen produzieren zu können...!? Vielleicht kommen ja der 200er und 500er-Euroschein auch wieder in den Umlauf; mit ein bißchen Polymer...!? OF

19:25 | Leser-Kommentar
Daran sieht man auf jeden Fall, wie haltbar Fiat-M. ist. Nach einem Jahr kann man dann sein Wohnzimmer damit verschönern und zwar die Wand, wenn man sich keine Tapete mehr leisten kann. Das sag einer, man hätte keine Wahl.

12:38 | fazit - das wirtschaftsblog: Weniger reden ist hilfreich

Je mehr sich Geldpolitiker öffentlich äußern, desto weniger vertrauen ihnen die Bürger.

Nach der url dieses Artikels zu schließen, war der ursprüngliche Titel dieses Beitrags "Halten Sie öfter den Mund, Frau Lagarde". Diese zutreffende Aussage findet sich (nur?) noch am Ende. Frau Lagarde sollte sich auch aus den nicht geldpolitischen Bereichen weitestgehend zurückziehen. Je mehr Themenfelder sie beackert, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie Bürger nur wegen ihrer gesellschaftspolitischen Positionierung verärgert und damit an Vertrauen verliert. Kein Notenbanker wird erfolgreich sein, wenn er danach trachtet, geliebt zu werden oder beliebt zu sein. Beliebt wird man, wenn man eine gute Arbeit abliefert. Vielleicht nicht bei jenen, die heute die Politik vor sich hertreiben - NGOs und die irre Twitter-Blase - aber der Einfluss dieser Minderstheiten sollten ohnehin auf ihre tatsächliche Größe zurückgestutzt werden. AÖ

08:22 | stansberry: danielacambone mit Michael Gayed

Der Senat hat am Sonntagnachmittag den Inflation Reduction Act verabschiedet, einen von den Demokraten unterstützten Gesetzesentwurf über 750 Milliarden Dollar, der sich auf das Gesundheitswesen und den Klimaschutz konzentriert. Michael Gayed, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltungsfirma Toroso Investments. sagt, dass sogar der Name des Gesetzentwurfs irreführend ist und dass diese Gesetzgebung nur dazu dient, den Kreislauf der Staatsausgaben in Gang zu halten.

Er sagt: "Es ist eindeutig eine falsche Bezeichnung... Wir haben bei jedem Ausgabengesetz immer wieder gesehen, dass es nie dazu dient, Schulden zu tilgen. Sie werden immer als Rechtfertigung für weitere Ausgaben verwendet." Er schließt mit der Warnung, dass die ständigen Staatsausgaben uns in eine Schuldenkrise stürzen könnten, zumal die Politiker nur darum wetteifern, immer mehr Geld auszugeben.

Michael sagt: "Die Frage, die wir uns stellen müssen, ist: 'Können Demokratie und Kapitalismus nebeneinander bestehen?' Ich weiß, das klingt dramatisch, aber man wird nur gewählt, wenn man mehr ausgibt und mehr verspricht."

 

08.08.2022

10:44 | wolf street: Fed’s QT: Total Assets Drop by $91 Billion from Peak (QE created money, QT Destroys Money)

Die quantitative Straffung (QT) der Federal Reserve hat ihren zweiten Monat der dreimonatigen Einführungsphase beendet. Die wöchentliche Bilanzsumme der Federal Reserve vom 3. August, die heute Nachmittag veröffentlicht wurde, sank gegenüber der Vorwoche um 17 Mrd. USD und gegenüber dem Höchststand im April um 91 Mrd. USD auf 8,87 Bill, den niedrigsten Stand seit dem 2. Februar.

Das QT nimmt Fahrt auf, die Frage ist nur, wie lange die Fahrt andauern wird, zumal die Federal Reserve ab September das Tempo des Bilanzsummeabschlackens erhöhen wird. Das letzte Mal endete das QT mit einem kräftigen Börsencrash. Es ist nicht zu erwarten, dass diese Mal die Zeiten anders sind. AÖ

09:55 | srbin: Beschleunigter Abzug: Putin "säubert" die Banken von Dollar und Euro

Die Zentralbank von Russland hat neue Maßnahmen angekündigt, um Bankoperationen in Dollar und Euro zu reduzieren. Ziel ist es, die Risiken für Bürger und Unternehmen zu verringern, die nach der Blockade russischer Vermögenswerte im Ausland entstanden sind.
Der Bericht der Bank von Russland spricht über die Unvermeidlichkeit, die Währungen feindlicher Länder im inländischen und ausländischen Zahlungsverkehr aufzugeben.

Die Leseratte
Hier wird recht ausführlich die Strategie beschrieben, wie die russische Zentralbank versucht, mit den Sanktionen umzugehen und ihren Bankensektor stabil zu halten, welche Maßnahmen getroffen wurden und werden etc. Finde ich ganz informativ, ist auch ein bisschen Nachhilfeunterricht für Nichtexperten, wie der Bankensektor funktioniert.

07:51 | latinapress: Argentinien: Inflation von über neunzig Prozent

Die von der argentinischen Zentralbank befragten Analysten haben ihre Inflationsprognose für das Jahr 2022 deutlich auf 90,2 Prozent angehoben. Laut einer am Freitag (5.) veröffentlichten Umfrage entspricht dies eine Steigerung um 16,2 Prozentpunkte gegenüber der Vormonatsprognose . Die monatliche Umfrage der Bank zu den Markterwartungen (REM) zeigt zudem für Juli eine monatliche Inflation von 7,5 Prozent.

Man darf nicht vergessen, dass die maßgebende Währung in Argentinien der US Dollar ist. Wer US Dollars hat, freut sich über eine steigende Kaufkraft gegenüber Gütern, die in Pesos notieren. Jeder versucht, seine Ersparnisse in US Dollar umzuwandeln. Natürlich gibt es viele Menschen, die dies nur in geringem Maße tun können und die in bitterer Armut leben. 

Die Frage ist, welche Währung soll in Europa den Euro als Maßstab ersetzen? Dazu eine zweite Frage, bei einer Inflationsrate des US Dollars von 10% per annum, reicht der US Dollar noch aus, um seinen Wohlstand zu retten? Sicher besser als der Peso, aber wohl keine Dauerlösung. JJ

Die Leseratte
Die BRICS sind kein Bündnis im klassischen Sinne, es gibt da keine Verpflichtungen untereinander. Die arbeiten halt zusammen zum gegenseitigen Nutzen. Argentinien muss schon allein zurechtkommen, genau wie die Türkei. Und was eine neue Referenzwährung angeht, da wird man wohl weder den arg. Peso noch die türk. Lira aufnehmen ;-)

07.08.2022

19:03 | latina-press: Argentinien: Inflation von über neunzig Prozent

Die von der argentinischen Zentralbank befragten Analysten haben ihre Inflationsprognose für das Jahr 2022 deutlich auf 90,2 Prozent angehoben. Laut einer am Freitag (5.) veröffentlichten Umfrage entspricht dies eine Steigerung um 16,2 Prozentpunkte gegenüber der Vormonatsprognose . Die monatliche Umfrage der Bank zu den Markterwartungen (REM) zeigt zudem für Juli eine monatliche Inflation von 7,5 Prozent. Nichtsdestotrotz haben die 39 zwischen dem 27. und 29. Juli befragten Ökonomen ihre Wachstumsprognose für Argentinien für das Jahr 2022 moderat auf 3,4 Prozent angehoben, was einem Anstieg von 0,2 Prozentpunkten gegenüber ihrer Prognose vom letzten Monat entspricht.

Die BRICS-Aspiranten Argentinien und Türkei - das wird DIE Herausforderung für die neue Weltordnungs-Herausforderer! TB

Der Bondaffe
Sie erwarten auch, dass der durchschnittliche nominale Wechselkurs in Argentinien im Dezember bei 167,16 Pesos pro US-Dollar liegen wird, der
am Freitag bei 132,9 Pesos pro Dollar schloss. Die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas leidet seit Jahren unter einer sehr hohen Inflation, die sich seit März durch die Auswirkungen des von Russland angezettelten Krieges in der Ukraine noch verschärft hat.

07:23 | wov: Alpha Trio - Euro Endspiel

Dr. Markus Krall, Marc Friedrich und Prof. Gunther Schnabl erörtern in diesem alphaTrio vom 16.07.2022 das „Endspiel“ der Zentralbanken, der Finanzsysteme, des Euroraumes, des Dollars als Weltleitwährung und vieles mehr. Das Zeit-Erkaufen der Zentralbanken mittels monetärer Staatsfinanzierung und endlosen Gelddruckorgien stößt an seine Grenze namens Inflation. Die Währungen mitsamt ihren Wirtschaftsräumen sehen erheblichen Problemen entgegen; die Zeichen stehen schlecht. Befinden wir uns im Endspiel?

Hauptsache, Deutschland steht im Endspiel. JJ

14:06 | Leser-Kommentar
Viel Bla, Bla mit der Hoffnung, das es auch nicht nur ein Endspiel und Finale gibt, sondern auch einen Endsieg, welcher aussagt das die USA nach wie vor der Erste unter Gleichen bleibt ? Ich halte das in heutigen Zeiten, schlicht für nicht einschätzbar.

05.08.2022

19:59 | um: IWF setzt Great Reset um: „Steigende Energiekosten zwingend an Verbraucher weitergeben“

Der „Internationale Währungsfonds“ (IWF) macht mit der Umsetzung des Great Resets als Schatten-Regierung ernst: Indem er die europäischen Regierungen auffordert, die steigenden Energiekosten direkt an die Verbraucher weiterzugeben, um „Energie zu sparen“ und den Übergang zu umweltfreundlicheren Energiequellen zu fördern – wie es formuliert wird. Gleichzeitig fordert er, ärmere Haushalte zu schützen – wie die Financial Times berichtete, indem diese den stellvertretenden Direktor der IWF-Europaabteilung zitierte.

IWF - was wir Euch mit unserer Geldverwaltung noch nicht weggenommen haben, machen wir jetzt mit Befehlen an die Energiekonzerne! TB

04.08.2022

12:34 | derstandard.at: Das Anti-Fragmentierungs-Instrument der EZB ist toxisch von Lars P. Feld, Clemens Fuest, Volker Wieland

Es ist nicht akzeptabel, dass einzelne Länder ohne Auflagen mit Staatsanleihekäufen unterstützt werden sollen

Es mag sein, dass ich das TPI nicht verstehe, aber meiner Meinung nach führt eine strikte Anwendung der 4 Voraussetzungen zur Aktivierung des TPI dazu, dass es nie angewendet wird. Denn wenn die Finanzen eines Staates in Ordnung sind - und das verlangen die 4 Bedingungen - dann gibt es überhaupt keinen Grund für stark divergierende Spreads. Einzige Ausnahme wären politische Turbulenzen, die die Spreads einen fiskalpolitisch stabilen Landes nach oben schnellen lassen. Höchst problematisch ist natürlich, dass der EZB-Rat allein festlegt, ob ein Aufschlag gerechtfertigt ist oder nicht. Das ist allerdings der Preis für eine unabhängige Notenbank. AÖ

14:26 | Der Bondaffe
Im Prinzip ist es egal, ob Italien mit einer 10jährigen Staatsanleihenrendite wie aktuell plus +3,00% pleite geht (oder insolvent wird oder zahlungsunfähig wird) https://www.investing.com/rates-bonds/italy-10-year-bond-yield
oder mit einer Staatsanleihenrendite von plus +0,86%, so wie wir sie gerade bei 10jährigen deutschen Bundesanleihen sehen.
https://www.investing.com/rates-bonds/germany-10-year-bond-yield

Das mag vielleicht für einen institutionellen Investor in punkto Diversifikation wichtig sein, aber für den privaten Investor ist das weniger relevant. Bei einem Spread/einer Renditedifferenz von 2,14% bei gleicher Laufzeit in der gleichen Währung für zwei unterschiedliche Staatsanleihen aus der gleichen (EURO-Gefängnis-)-Zone braucht man nicht lange überlegen. "Italy first, Germany second". Angesichts der realwirtschaftlichen und Staatshaushalt- und Staatsschuldenentwicklungen "da draußen" ist beides ungerechtfertigt. Die Renditen müßten für beide Länder (sowohl BRD und IT) viel höher sein.

So müßte man wieder im Kleingedruckten lesen, was wirklich beabsichtigt ist. Unschwer zu erkennen, daß "TPI" eigentlich ein psychologisches Instrument ist. "Alter Wein in ganz neuen Schläuchen". Und so diskutieren sie: die Experten, Fachmänner und Fachfrauen und das ist von der EZB beabsichtigt. Denn in der ausufernden Diskussion auf allen Kanälen herrscht meist Ruhe an der Front, also an den Märkten. Und das hat die EZB wirklich gut hingekriegt.

Und es stimmt. Niemand kann beurteilen, wie gerechtfertigt die Aufschläge bei einzelnen Ländern der EUROZONE in Relation zu deutschen Bundesanleihen wirklich ist. Das macht der Markt und die Marktpsychologie. Es ist trotzdem t(d)rag(h)isch, denn so etwas sollte/darf nicht vorkommen. Gleicher Wertpapiertyp mit gleicher Laufzeit, gleiche Währung, behaftet bei der gleichen Zentralbank und somit gleichem Risikoprofil bei ähnlicher gesamtwirtschaftlicher Leistung. Da steckt also etwas anderes dahinter.

Das hier ist keine "Transmission protection", das hier ist "Angstreduzierung". Man will Unsicherheiten mit Psychologie aus den Märkten herausnehmen. Das wäre die Anleihenentwicklung. Die EURO-Kursentwicklung steht auf einem anderem Blatt. Aber bis jetzt haben sie es bei der EZB auch ganz gut hingekriegt. Noch! Bei einem noch schwächeren EURO müssen die Leitzinsen nochmals rauf.
https://www.godmode-trader.de/devisen/euro-us-dollar-kurs,134000

07:58 | stansberry: Daniela Cambone mit Kevin O`Leary

In der heutigen Folge spricht Daniela Cambone mit Kevin O'Leary über Inflation, den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell, Bitcoin, Gold und mehr. O'Leary sagt, dass wir den Höhepunkt der Inflation noch nicht erreicht haben und die Tatsache, dass wir Vollbeschäftigung haben, während das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal schrumpft, "ist noch nie vorgekommen". "Es ist sehr schwer, dies als Rezession zu bezeichnen", erklärt er und behauptet, Powell leiste "wirklich gute Arbeit", weil "er versucht, flexibel zu bleiben" und herauszufinden, wohin sich die Wirtschaft entwickelt. O'Leary fährt fort, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen einer Regulierung bedürfen und er ist zuversichtlich, dass dies bald geschehen wird. Auf die Frage nach Gold sagte O'Leary, dass er das Edelmetall nicht sehr mag und sagt, dass es "nicht das tut, was es tun sollte, wenn man wirklich an eine Hyperinflation glaubt."

O`Leary ist Krypto Bulle, aber auch Realist. Ich könnte mir vorstellen, dass die eine oder andere Ansicht von ihm wertvoll sein könnte. JJ

 

03.08.2022

09:58 | Leser-Zuschrift "Sommergaben"

Man schaue sich die Karte der Geber- und Nehmerländer für die Monate Juni / Juli 2022 an. Unfassbar und während in D die Energiepreise und Steuern nur einen Weg kennen wird die Gießkanne benutzt, um den Süden zu stützen.

Obwohl Deutschland von Jahr zu Jahr gottloser wird, wenn es um den Transfer deutschen Vermögens geht, hält man sich noch immer gerne an den Bibelspruch "Geben ist seeliger denn Nehmen" (Apostelgeschichte 20,35) TB

10:52 | Der Bondaffe
Das ist das Szenario, welches die EZB kürzlich angekündigt hat (nur in einer etwas anderen Form). Bei der EZB heißt es: "transmission protection instrument". Was wir hier auf der Karte sehen ist eine "Transmission", eine Übersicht der "Vorrichtung zur Kraftübertragung von einem Antriebssystem auf mehrere Arbeitsmaschinen."
Und nebenbei: Wie sieht es eigentlich bei den Target2-Salden aus? Wird da noch etwas veröffentlicht? Dann gibt es noch die "Morgenthau-Transmission". Das erkennen wir jetzt in Deutschland. Das ist die Deindustrialisierung Deutschlands und Österreichs.

Bildschirmfoto 2022 08 03 um 09.55.29

19:57 | Dipl.Ing zum Bondaffen
Werter Bondaffe … Europa steht über das Target-2-System (Stand zum 30. Juni 2022) mit 1.216.530.282.273,28 € bei der BRD in der Kreide!
Hier der Verlauf Target-2-Saldo über die letzten 12 Monate:

Bildschirmfoto 2022 08 03 um 19.57.56

02.08.2022

12:34 | diepresse.com: Bank of England steht vor großem Zinsschritt

Eine am Montag veröffentlichte Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter 65 Volkswirten ergab, dass mehr als 70 Prozent der Teilnehmer für Donnerstag mit einer Anhebung von einem halben Prozentpunkt auf dann 1,75 Prozent rechnen.

Das wäre dann schon der sechste Zinsschritt in diesem Zinserhöhungszyklus und der zweite große. Dennoch wäre das Zinsniveau mit dann 1,75% weiter als historisch niedrig zu bezeichnen, inbesondere angesichts einer Inflationsrate von fast 10%. AÖ

01.08.2022

14:47 | uncut-news: Digitale Währung der Zentralbank in Japan verworfen – Die Menschen wollen es nicht

Die Idee der CBDC hat aufgrund der weiten Verbreitung von Internet-Bankdienstleistungen, Kreditkarten und E-Geld-Zahlungsinstrumenten keine große Unterstützung erfahren. Die Öffentlichkeit findet es möglicherweise nicht attraktiv, das CBDC zu nutzen, da privatwirtschaftliche Zahlungsinstrumente greifbare Vorteile bieten – zum Beispiel Punkte, die bei der Nutzung von Zahlungsdiensten gesammelt und für Einkäufe oder die Bezahlung anderer Dienstleistungen verwendet werden können.

Man soll ja den Zentralbanken keine diesbezüglichen Tipps geben, aber eines ist klar; offensichtlich ist das Gros der Japaner alert genug, dieses Spiel zu durchschauen und da man den Japanern die anderen Geldmöglichkeiten nicht genommen hatte, haben die sich eben für die anderen, herkömmlichen Modelle entschieden! Hoffentlich lernen die westlichen Zentralbanken ix daraus. Die Hoffnung ist berechtigt, denn wie wir wissen, ist die Lernkurve der ZBs eine Flache! TB