24.09.2020

06:59 | Zerohedge:  In Unprecedented Monetary Overhaul, The Fed Is Preparing To Deposit "Digital Dollars" Directly To "Each American"

Over the past decade, the one common theme despite the political upheaval and growing social and geopolitical instability, was that the market would keep marching higher and the Fed would continue injecting liquidity into the system. The second common theme is that despite sparking unprecedented asset price inflation, prices as measured across the broader economy - using the flawed CPI metric and certainly stagnant worker wages - would remain subdued (as a reminder, the Fed is desperate to ignite broad inflation as that is the only way the countless trillions of excess debt can be eliminated and has so far failed to do so).

23.09.2020

12:44 | welt: Diese Inflationsstrategie manifestiert die Nullzins-Ära

Die EZB hat sich einen neuen Kurs verordnet. Demnach könnten die Währungshüter der Inflation freieren Lauf lassen und mehr Liquidität in die Märkte pumpen. Das hat auch Auswirkungen für Sparer.

Da weiß die Welt scheinbar mehr als die EZB selbst. Denn diese hat im April bekannt gegeben, dass die Überprüfung der geldpolitischen Strategie um 6 Monate bis Mitte 2021 verlängert wird. Einen Hinweis auf mögliche Weichenstellungen wird das "ECB Forum on Central Banking" geben, das allerdings erst vom 10. bis zum 12. November - traditionellerweise in Sintra, Portugal - abgehalten wird. AÖ

10:55 | zeit: Angriff aufs Bargeld

... Das Beispiel zeigt, wie sich mächtige Konzerne die neue Konsumwelt vorstellen: bargeldarm und datenreich. Derzeit greifen viele Großunternehmen Münzen und Scheine an. Sie verfolgen dabei wie Mastercard und Visa ihre Interessen als Kreditkartenanbieter. Sie verfolgen wie Apple, Google oder Tencent aus China ihre Interessen als Digitalkonzerne, die Finanzkonzerne werden wollen. Sie verfolgen wie Amazon, Alibaba aus China oder große Supermarktketten ihre Interessen als Händler. Manche wie Amazon und Alibaba werden sogar zu Händlern und Finanzkonzernen in einem. Es ist ein Angriff aufs Bargeld sondergleichen. Auf das Bargeld, das den Deutschen so wichtig ist wie kaum einer Nation.

Der Schritt ins Totalüberwachungsgeld wurde durch Corona massiv erleichtert. Viele Menschen, die noch analog dem Konsumrausch frönten sind gezwungenermassen aufs Digitalshopping umgestiegen und betrachten es mittlerweile als Normalität. Die digitalen Konzerne haben an WErt mächtig zugelegt und ihre Kriegskassen gefüllt.
Was für ein Glück für die Feinde des Bargeldes dass es Corona (mit all seinen angeblichen Gefahren) gibt! TB

22.09.2020

12:28 | wiwo: Strafzinsen fressen Rücklagen der Unternehmen

Der Trend zu Negativzinsen in Europa ist ungebrochen. Durch die expansive Geldpolitik schmelzen die Liquiditätspolster der Unternehmen.

Offensichtlich bringt die Negativzinspolitik für die Wirtschaft als Ganzes mehr Schaden als Nutzen. Es ist daher völlig schleierhaft, warum die EZB die Negativzinspolitik nicht aufgibt und zumindest zu einer Nullzinspolitik für die Einlagen der Geschäftsbanken zurückkehrt. AÖ

14:33 | Leser Kommentar
Strafzinsen und Rücklagen: das Kreditgeldsystem hat in seiner Eigenart und Automatismus zur Folge, dass Rücklagen und Erspartes zunehmend aufgesogen bzw. abgepresst werden. Und zwar von allen Bürgern
Unternehmen und Institutionen, soweit sie Reserven haben. Der Zinsanspruch der Gelddrucker ist unerbittlich gefräsig und ist gleichzeit der "Tod" der Wirtschaft und Gesellschaft. Zwangshypotheken
und Lastenausgleich sind nur eine Frage der Zeit bis sie verordnet werden. Um diesen Grund der Not bei den Bürgern nicht so offensichtlich werden zu lassen, müssen unbedingt massive und globale Ablenkungen
geschaffen werden. Vielleicht ist Corona bereits der Beginn der kommenden Katastrophe? 

 

09:45 | MMNews: Walter Borjans will Barzahlung beschränken

Die Geldwäsche-Vorwürfe großer Banken - die nicht bewiesen sind, aber hysterisch durch die Presse gejagt werden - sind Steilvorlage für Bargeldverbot. SPD-Chef Norbert Walter Borjans will jetzt Barzahlungen begrenzen.

Interessant! hat man denn den Herrn Bojans nicht über die EZB-Pläne eingeweiht? Diese Pläne erreichen ja ein wesentlich höheres Ausmass an Veränderung als nur eine schnöde Bargeld-Obergrenze!
Vorgestern das internationale Datenleck, gestern ein Film in der ARD über "Trump und die Deutsche Bank". Die Hatz auf die Banken wurde eröffnet und ausgerechnet von jenen, die die Banken vor 12 Jahren mit unserem Geld gerettet haben! TB

14:50 | Leser Kommentar
Da hat der Walter aber ein ganz schlechtes Timing. Gestern hieß es Banken haben Milliarden von Verbrechern überwiesen. Also sollte man doch den bargeldlosen Zahlungsverkehr verbieten! Also ich habe noch nicht gehört, dass Verbrecher sich mal ein paar Milliarden unter den Arm geklemmt haben, und auf die Cayman Inseln gefolgen sind.

21.09.2020

16:36 | welt: Mit dieser Notiz stützt die Bundesbank Trumps Anti-Dollar-Theorie

Schon lange moniert der US-Präsident, die EZB sorge mit ihrer Geldpolitik für eine Abwertung des Euro – und erleichtere der Wirtschaft in der Euro-Zone den Export. Nun – sechs Wochen vor der Wahl – bestätigt eine Studie der Bundesbank diese Theorie.

Und schon wieder geschieht das Ungeheuerliche. Eine Mainstream-Zeitung schreibt doch tatsächlich, dass Trump recht gehabt hat. Die EZB ist aber an dem Schlamassel selber schuld, schließlich hätte sie die Kommunikationsstrategie problemlos anders gestaltetn können. Es hätte in Übereinstimmung mit dem Mandat der EZB ausschließlich auf die Nichterreichung des Inflationsziels von "nahe, aber unter 2%" hingewiesen werden müssen. Jedoch woll(t)en sowohl Draghi als auch Lagarde mehr sein als nur im Hintergrund wirkende Notenbanker, sie woll(t)en als Politiker, insbesondere als die EU-Zentralisierung fördernde Politiker wahrgenommen werden. (Die Studie kann hier heruntergeladen werden.) AÖ

16:08 | oenb: Bargeldnutzung in Österreich gesunken, aber kein massiver Einbruch

Aktuelle Umfrageergebnisse der OeNB bestätigen, dass es im Zuge der COVID-19-Pandemie zu einem Rückgang in der Bargeldnutzung gekommen ist. Allerdings war der Rückgang keinesfalls massiv und Bargeld bleibt weiterhin ein von vielen Österreicherinnen und Österreichern genutztes Zahlungsmittel.

Wirklich bemerkenswert ist der Umstand, dass im Vergleich zum Vorjahr die jüngeren Semester die Bargeldnutzung ausgebaut haben, während die älteren Semester deutlich seltener Bargeld nutzen (aber noch häufiger als die bis 50-jährigen). Offensichtlich hat bei den über 50-jährigen die - falsche - Information, wonach das Coronavirus über die Nutzung von Bargeld übertragen werden könnte, die Attraktivität des Bargelds merklich geschmälert. AÖ

08:52 | welt: Datenleck enthüllt große Defizite bei Geldwäsche-Bekämpfung

Im Kampf gegen internationale Geldwäsche gibt es nach Recherchen eines internationalen Journalistennetzwerks nach wie vor erhebliche Defizite. Demnach offenbaren die am Sonntagabend bekannt gemachten Informationen aus einem Datenleck des US-Finanzministeriums, dass Banken aus aller Welt – darunter auch die Deutsche Bank – über Jahre hinweg Geschäfte mit hochriskanten Kunden abgewickelt und trotz strenger Regularien mutmaßliche Kriminelle als Kunden akzeptiert und für diese Überweisungen in Milliardenhöhe ausgeführt hätten. Gemeldet haben sie diese Vorgänge den Angaben zufolge mitunter nur sehr zögerlich und zum Teil mit jahrelanger Verspätung.

Ein Datenleck zu rechten Zeit und schon ist Volk vom alten Geld befreit!
Wieder hat ein "Journalistennetzwerk" rein zufällig "angeblich brisantes, jedoch jahrzehntelang bekanntes Material" zugespielt bekommen. Wie passend zu einer Zeit, wo man das Geldsystem mit Zentralbank-gesteuerten Digitalgeld revolutionieren und somit die totale Überwachung einführen will! Kennen wir aus "Ibiza"! TB

09:24 | Leser-Kommentar
Alle Banken, ohne Ausnahme, sind in dem ganzen Wirtschafts- und Gesellschaftssysten von überaus zentraler Bedeutung. Aus diesen besonderen Grunde dürften sie kein Eigeninteresse am Gelde, oder sogar kein Eigen-Vermögen besitzen. Die Zinseinnahmen sind erwirtschaftetes Volkseigentum und diese müssten laufend zurück geben werden. Das Bankensystem ist neben den Kreditgeldsystem mit eines der Hauptprobleme unserer Welt. Ja, diese Forderung ist illusorisch, aber Fehler müssen mindestens ständig benannt werden!

18.09.2020

13:14 | cnbc: Bank of England warns of ‘unusually uncertain’ outlook, reveals negative rates under consideration

The Bank of England on Thursday left interest rates unchanged and maintained its current level of asset purchases, but warned that the outlook for the economy remains “unusually uncertain.”All members of the Monetary Policy Committee (MPC) voted to keep the main lending rate at 0.1%, with the central bank having cut rates twice from 0.75% since the beginning of the pandemic. The MPC also voted unanimously to maintain target for the total stock of its bond purchases at £745 billion ($960.8 billion).

Und angeblich soll Großbritannien vor dem nächsten Lockdown stehen (siehe hier). So oder so traue ich es gerade Großbritannien zu, Negativzinsen auch großflächig durchzusetzen, d. h. einer breiten Bevölkerungsschicht aufzuerlegen. AÖ

17.09.2020

13:54 | bb: E-Euro: Staatsbanker sehen Entscheidung über Kryptowährung näherrücken

In der europäischen Diskussion um einen E-Euro sieht die Europäische Zentralbank (EZB) die Zeit reif für eine Entscheidung. In wenigen Wochen werde die Arbeitsgruppe Euroraum Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu einer Central Bank Digital Currency (CBDC) vorstellen, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde bei einer Konferenz der Deutschen Bundesbank zum Thema „Banken und Zahlungen in der digitalen Welt“. In ihrer Rede warb Lagarde dafür, den E-Euro entschlossen voranzutreiben, um nicht ins Hintertreffen zu privaten Initiativen wie Facebook Libra zu geraten.

"Entschlossen vorantreiben" in Währungsfragen! Noch Fragen? TB

12:02 | scmp: China’s central bank stresses its central role in new sovereign digital currency

China is developing a sovereign digital currency with the primary goal of defending the state’s monopoly on minting money, meaning the central bank will play a central role in the issuance and circulation of a digitised yuan, a deputy governor at the People’s Bank of China (PBOC) has written.

Chinas E-Yuan wird mit Sicherheit so ausgestaltet sein, dass die PBoC alle Transaktionen nachvollziehen kann. Mit der wohl gleichzeitig geplanten Reduktion der klassischen Bargeldmenge wird der totale Staat noch totalitärer werden. Daher ist bei ähnlichen Projekten in der westlichen Welt sicherzustellen, dass staatliche Behörden oder die Zentralbanken keinen Zugriff auf diese Daten erhalten. AÖ

13:53 | Leser-Ergänzungslink
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Finanzmarktpolitik/2020-07-08-fintechrat-digitaler-euro.pdf?__blob=publicationFile&v=3

11:06 | bielmeiersblog: Wie die EZB: Fed nun auch mit einer Nullzinspolitik „Forever“

Insgesamt zeigten das Fed-Statement, die Projektionen sowie die Pressekonferenz der US-Notenbank, dass die Geldpolitik in den kommenden Jahren ultra-expansiv ausgerichtet bleiben wird. Powell versicherte, dass die Währungshüter alle zur Verfügung stehenden geldpolitischen Instrumente ausnutzen werden, je nachdem wie sich die Wirtschaft entwickeln werde. Außerdem betonte er mehrfach und nahezu dogmatisch, dass die neue Forward Guidance ein kraftvolles und mächtiges Konzept sei, die Erwartungen der Marktteilnehmer zu steuern. Die Zusage, die Leitzinsen erst dann zu erhöhen, wenn die Inflationsrate im Durchschnitt die Marke von 2% erreicht habe, ist unseres Erachtens sowohl weitreichend als auch bedingungslos. Insbesondere muss diese Zusage vor dem Hintergrund gesehen werden, dass die Währungshüter in ihren Projektionen auch im Jahr 2023 gerade mal eine Inflationsrate von 2% erwarten. Eine erste Leitzinserhöhung dürfte gemäß der neuen Forward Guidance frühestens im Jahre 2025 vorgenommen werden.

Damit ist auch klar, dass geldpolitische Interventionen bis auf Weiteres, wenn nicht gar "forever" über verschiedenste Formen des QE abgewickelt werden. Die unkonventionellen Maßnahmen wurde als die neue Normalität bestätigt. AÖ

06:44 | Welt:  Nullzinsen bis 2023 – selbst das reicht den Märkten nicht mehr

Die amerikanische Notenbank hat ihr neues Inflationsziel zum Einsatz gebracht und will die Leitzinsen in den kommenden drei Jahren nicht mehr anheben. Doch die Börsianer wollten mehr. Aber kurz vor der US-Wahl ist das der Fed offenbar zu heikel.
„Die Welt ist nicht genug“ wusste schon Superagent James Bond Ende der Neunziger Jahre. Der Titel des Hollywoodstreifens ließe sich dieser Tage auch auf die Finanzmärkte übertragen.

Solange ein 0 bei den Zinsen steht ist alles gut, die Staaten bekommen nicht wirklich ein Problem, doch ...... siehe b.com die letzten Jahre. TS

16.09.2020

20:53 | cnbc: Fed holds rates steady near zero and indicates it will stay there for years

The Federal Reserve kept its pledge to keep interest rates anchored near zero and promised to keep rates there until inflation rises consistently.As the central bank concluded its two-day policy meeting Wednesday, it said short-term rates would remain targeted at 0%-0.25%. Officials also changed their economic forecasts to reflect a smaller decline in GDP and a lower unemployment rate in 2020.

13:04 | cato institute: Lessons from the Swedish Experience with Negative Central Bank Rates

The push for negative rates invites the question: What are their consequences? We examine this question empirically by analyzing the case of Sweden, one of the first countries to experiment with a negative policy rate, and the first country to complete the experiment. We then discuss the implications of our results for larger economies.

Eines muss man den Schweden schon lassen: Diesen Fehler haben sie schnell korrigiert, auch wenn die Realzinsen in Schweden weiterhin negativ sind. AÖ

12:18 | cnbc: The Fed could still move markets Wednesday even with rates on hold for the foreseeable future

While committed to keeping interest rates low for the next several years, the Federal Reserve still has plenty of work to do as it steers the U.S. economy through the coronavirus pandemic.As central bank officials gather Tuesday and Wednesday for their policy meeting, a number of items are on the agenda, even as the mystery of where rates are headed has disappeared.

Ich erwarte keine grundlegende Änderung. Die Federal Reserve wird wie in den vergangenen Wochen in ihrer abwartenden Position verharren, aber klar kommunizieren, dass sie im Fall der Fälle Gewehr bei Fuß steht. Unter Verweis auf das - leicht - geänderte Inflationsziel wird diese Bereitschaft allerdings klarer kommuniziert werden können. Die Pressekonferenz mit Jerome Powell beginnt um 20:30 MESZ und wird hier live übertragen. AÖ

15.09.2020

13:09 | cnbc: The Federal Reserve will stay on hold until 2023, according to CNBC survey

In the first CNBC Fed Survey since the Federal Reserve announced its new, more dovish monetary policy strategy, respondents now forecast no rate hikes from the central bank until 2023.

12:08 | orf.at: OeNB-Chef Holzmann für EZB-Inflationsziel von zwei Prozent

Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann hat sich für ein neues Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgesprochen. Nachdem die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) angekündigt hat, ihr Inflationsziel neu zu gestalten, solle auch die EZB an diese Aufgabe gehen, sagte Holzmann, der auch im EZB-Rat über die Geldpolitik mitentscheidet, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“) laut einem gestern veröffentlichten Vorabbericht.

Außer gewissen psychologischen und politischen Effekten, die auf Seiten Deutschlands aber negativ ausfallen werden, ist die Änderung des Inflationsziels von "nahe, abe runter 2 Prozent", sprich so 1,9 Prozent, auf "2 Prozent" innerhalb der statistischen Fehlertoleranz und damit technisch einerlei. Jedoch wird es für diesen Vorschlag im EZB-Rat keine Mehrheit geben, noch viel weniger für den Vorschlag eines symmetrischen Inflationsziels. Aus politischer Sicht ist es bedauerlich, dass Gouverneur Holzmann aus der wichtigen geschlossenen Reihe der Befürworter einer (vergleichsweise) harten Währung auszuscheren scheint. AÖ

08:24 | gs: Der Inflationsvirus erwischt die Fed

Ein wenig beachteter Aspekt der Zentralbankpolitik ist die Tatsache, wie selten "Politik" eintritt. Offizielle bei der Federal Reserve und andernorts haben gelernt, wie sie ihre Ziele erreichen können, ohne etwas dafür zu tun. Vorstellungen zu erschaffen, reicht oftmals aus, um das Verhalten von Menschen zu modifizieren.

Und dieses Virus ist im  Gegensatz zum C-Versager ein wirklich tüchtiges. 100 % der potentiellen Wirtstiere namens ZB werden befallen!
Krankheit dauert zwar immens lange, Todesrate aber stets 100 % TB

14.09.2020

16:23 | gfp: Auf dem Weg in die "De-Dollarisierung"

In den deutschen Eliten dauert die Debatte über einen möglichen Aufstieg des Euro zur Weltleitwährung an. Die Milliardenkredite zur Finanzierung der Konjunkturprogramme im Kampf gegen die Coronakrise seien ein "großer Schritt in Richtung Euro-Bonds", urteilt der ehemalige EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU); mit den - wenngleich zunächst einmalig ausgegebenen - EU-Anleihen hätten Notenbanken außerhalb der Eurozone nun erstmals die Chance, Anleihen der Union "als Reserven zu halten".

Eine Weltreservewährung lebt von der weltweiten Akzeptanz der Währung. Die sehe ich persönlich einduetig nicht gegeben. Fahrens amal nach Asien oder Südamerika und bietens denen an Euro an. Der hat dort an ähnlichen Stellenwert wie Sloty oder Forint!
Darüberhinaus: wer glaubt denn wirklich, dass, wenn der USD über den Jordan geht, der Euro ünerleben würde? TB


12:48
 | ecb: Payments in a digital world

Speech by Christine Lagarde, President of the ECB, at the Deutsche Bundesbank online conference on banking and payments in the digital world

Digitales Zentralbankgeld (CBDCs, Central Bank Digital Currencies) wird eines der großen Themen in den nächsten Jahren werden. Erst wenn das Design dieser Währungen entschieden ist, wird sich auch eine neue Form der "gewöhnlichen Geldpolitik" einstellen. Bis dahin wird geldpolitisch weitergewurschtelt werden. AÖ

11.09.2020

17:24 | Der Bondaffe:
Eine Lawine von frischem Geld wird kommen.

bondaffe 11092020

Ist wie schon beschrieben, zu befürchten! Mit der großen Flut zum Ende des Geldsozialismus. OF

08:46 | gs: Das betrügerische, das gefährliche Spiel mit der Inflation

Die Zeichen der Zeit stehen auf künftig höhere Inflation. Die Inflation wird als der einfachste Ausweg aus der Überschuldung angesehen. Zudem besteht die Gefahr, dass zusehends marktwirtschaftsfeindliche Politiken eine höhere Inflation durchsetzen.

Die Inflation "ist besonders gefährlich, weil die schädlichen Nachwirkungen selbst kleiner Dosen von Inflation nur durch größere Dosen von Inflation aufgeschoben werden können." - Friedrich August von Hayek

Nachdem man vor wenigen Jahren den 500er aus dem Verkehr gezogen hat, werden wir bald die 100.000 Euro-Banknote brauchen. Da soll sich noch einer auskennen! TB

10.09.2020

13:48 | ecb: Geldpolitische Beschlüsse

Auf der heutigen Sitzung fasste der EZB-Rat die folgenden geldpolitischen Beschlüsse::

Wie zu erwarten war, wurde an keiner der Stellschrauben - Zinsen, PEPP, APP, TLTRO - gedreht. Die EZB bekräftigt lediglich, dass sie weiterhin Gewehr bei Fuß steht und die weitere Entwicklung sehr genau verfolgen wird. Nona, ist man geneigt zu kommentieren. Die Pressekonferenz beginnt um 14:30 und ist hier live zu sehen. AÖ

12:34 | fuw: Es droht eine dauerhafte Dollarschwäche

Falls es nicht zu einem starken Biden-Effekt kommt, dürfte der Dollar schwach bleiben. Gerade das kann Europa derzeit gar nicht gebrauchen. Ein Kommentar von Charles Wyplosz.

Wie man auf die Idee kommen kann, dass der US-Dollar dauerhaft stärker werden würde, sollte Biden die Präsidentschaftswahlen gewinnen, ist mir schleierhaft. Abgesehen davon, greift Charles Wyplosz, immerhin ein nicht unbekannter Ökonom, auf jene höchst gefährliche Argumentation zurück, die schnurstraks in einen Abwertungswettlauf münden würde. Gut, vielleicht sollte man auch von einem französichen Ökonomen nichts anderes als Problemlösung erwarten als die Flucht in eine schwächere Währung. AÖ

09:10 | welt: Die EZB provoziert einen Währungskrieg gegen die USA

Manchmal reichen wenige Worte für eine Kampfansage. Die Höhe des Euro „ist relevant für unsere Geldpolitik“, ließ EZB-Chefökonom Philip Lane in der vergangenen Woche durchblicken. Was nach einer Banalität klingt, kommt in der Welt der Notenbanken einem Kanonenschuss gleich. Bisher galt für die Währungshüter von der Europäischen Zentralbank (EZB) zumindest offiziell die Devise, dass der Wechselkurs des Euro kein Ziel in der Geldpolitik ist.

Die Relevanz des Wechselkurses für die Geldpolitik wird wohl darin liegen, dass sich ein steigender Wechselkurs dämpfend auf die Inflation auswirkt. Insofern würde ich aus dem kurzen Zitat von Philip Lane nicht zu viel herauslesen. AÖ

08:48 | the sounding line: Druckenmiller: Merger of Treasury and Fed Creating “Absolute Raging Mania;” 10% Inflation Possible

Legendary investor Stanley Druckenmiller, arguably the most successful hedge fund manager alive today, recently sat down with CNBC to discuss the “raging mania” he sees in financial markets and its cause: what he describes as the effective merger of the Federal Reserve and the Treasury.

Diese "eheähnliche" Verbindung zwischen der Federal Reserve und dem Finanzministerium ist eine wichtige Forderung der - hochinflationistischen - "Modern Monetary Theory". Eine höhere Inflationsrate würde aber die US-amerikanische Regierung sowohl hinsichtlich des eigenen Schuldenproblems als auch hinsichtlich des Aussenwerts des US-Dollars durchaus begrüßen, solange sie irgendwie unter Kontrolle bliebe. Und genau das ist der Knackpunkt. AÖ

09.09.2020

12:18 | cnbc: European Central Bank could announce policy tweaks this week after shock inflation data

Market watchers believe the European Central Bank (ECB) could fine-tune its policies this week, and may even follow the Federal Reserve by revising its inflation targets in the longer term.

Eine Revision des Inflationszieles vor Abschluss der Strategieprüfung und ohne vorherige öffentliche Diskussion ist allerdings auszuschließen. Ob die EZB etwas anderes zu tun gedenkt als in den vergangenen Monaten, wovon ich nicht ausgehe, wird Mme Lagarde morgen um 14:30 bekannt geben und zwar hier. AÖ

08.09.2020

15:54 I diepresse: Österreich borgt sich eine Milliarde Euro mit Negativzins

Die Republik Österreich hat heute durch die Aufstockung von zwei bereits existierenden Staatsanleihen rund eine Milliarde Euro am Kapitalmarkt mit Negativzins aufgenommen. Die Oesterreichische Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) stockte die fünfzehnjährige Bundesanleihe 2013-2034 mit einer Emissionsrendite von -0,125 Prozent und die Bundesanleihe 2020-2030 mit einer Rendite von -0,336 Prozent auf.

Die Alchemisten der Zentralbanken machen´s möglich. Bleibt die Frage, wer das kauft/kaufen muss..... HP

12:34 | bielmeiersblog: Orientiert sich die EZB an der Fed?

Vor dem Hintergrund, dass viele Zentralbanken trotz einer ultra-expansiven Geldpolitik ihre selbstgesteckten Inflationsziele schon seit Jahren verfehlen, kann die Frage nach der Angemessenheit dieser Ziele gestellt werden. Die Fed ist nun vorgeprescht und hat neue Zielgrößen für die Inflationsrate und die Beschäftigungsentwicklung angekündigt. Auch die EZB hat schon vor längerer Zeit angekündigt, ihre geldpolitische Strategie auf den Prüfstand zu stellen und eventuell die angestrebte Inflationsrate von derzeit „auf mittlere Sicht nahe, aber unter 2%“, die sie seit 2003 benutzt, anzupassen. Unseres Erachtens dürfte sich die EZB bei ihrer Strategieüberprüfung, die bis Mitte des kommenden Jahres abgeschlossen sein soll, ebenfalls an einer durchschnittlichen Inflationsrate orientieren.

Die Definition der Preisniveaustabilität kann der EZB-Rat durchaus vornehmen - und zwar benötigt es dafür nur eine einfache Mehrheit im EZB-Rat  wobei mindestens zwei Drittel der gemäß dem Rotationssystem stimmberechtigten Mitglieder an der Abstimmung teilnehmen müssten. Die Liste der stimmberechtigten Mitglieder findet sich hier. Aus den bekannten Gründen ist es aber höchst unwahrscheinlich, dass es selbst in diesem Gremium eine Mehrheit für eine weicheres Inflationsziel gibt. Eine Abkehr von der hierarchischen Zielordnung der EZB - im Unterschied zur Federal Reserve - würde allerdings eine Änderung der EU-Verträge voraussetzen und diese Änderung bedarf der Einstimmigkeit im Europäischen Rat, die gänzlich ausgeschlossen ist. AÖ

12:12 | thestreet: Who Wins if China Dumps US Treasuries?

Yet another report surfaced on China dumping US treasuries. Let's take a look.

Diesen - kurz gehaltenen - Ausführungen ist im Grunde nichts hinzuzufügen. Chinas Drohung, sich in kürzester Zeit seiner US-Staatsanleihen zu entledigen, ist bestenfalls ein Bluff, den aber im Weißen Haus längst jeder, ja sogar die Putzfrau, durchschaut hat. AÖ

 

07.09.2020

16:27 | Welt:  Es droht ein „hässlicher Herbst“ für das britische Pfund

Boris Johnson hat der EU für die Einigung über ein Freihandelsabkommen ein Ultimatum gesetzt. Andernfalls drohe ein No-Deal-Brexit. Das sorgt für eine Korrektur der britischen Währung – und dürfte der Anfang einer längeren Talfahrt sein. Das britische Pfund ist schwach in die Woche gestartet und hat im Vergleich zu Euro und Dollar im frühen Handel fast ein Prozent verloren.

Die Szenarien für die britische Wirtschaft und im Grunde der totale Kollaps wird von Seiten der EU und der deutschen Medien immer wieder hochgespielt .... abwarten und Tee trinken. TS

12:34 | cnbc: Powell says low interest rates could last for years

Interest rates are likely to stay low for years as the economy fights its way back from the coronavirus pandemic, Federal Reserve Chairman Jerome Powell said in remarks published Friday afternoon. “We think that the economy’s going to need low interest rates, which support economic activity, for an extended period of time,” Powell told NPR in an interview after the nonfarm payrolls report was released earlier in the day. “It will be measured in years.” “However long it takes, we’re going to be there. We’re not going to prematurely withdraw the support that we think the economy needs,” he added.

Diese Aus- und Ansage von Powell kommt jetzt ungefähr so überraschend wie die niedrigeren Tageshöchsttemperaturen im Herbst. Weder wird sich also die Wirtschaft V-förmig erholen noch das Zinsniveau. Und angesichts der billionenschweren außergewöhnlichen Maßnahmen nimmt der Einfluss der Leitzinsen auf die Wirtschaft ohnehin ab. AÖ

12:04 | nzz: Stagflation oder «Hyperinflation der Vermögenspreise» – welche Folgen hat die Geldschwemme der Corona-Krise?

Ein verselbständigtes Geldsystem und entkoppelte Börsen – viele Finanzmarkt-Akteure blicken mit Sorge auf die Folgen der Corona-Rettungspakete. Viele gehen von höheren Inflationsraten aus, zudem droht die Arm-Reich-Schere als Folge der ultraexpansiven Geldpolitik auseinanderzugehen.

In der öffentlichen Wahrnehmung verkommen die Zentralbanken immer mehr zu den Bankomaten der Regierungen, denen ja immer mehr die Fähigkeit zugesprochen wird, die Welt vor dem Kollaps zu retten, wenn nur die Zentralbanken nicht so knausrig wären. Und im Zeitalter der zum Teil schon beängstigenden Konformität schrecken auch immer mehr Notenbanker davor zurück, diesem (hoch-)inflationären Gedankenkonglomerat Einhalt zu gebieten, und erkaufen sich öffentliche Liebesbekundungen durch das exzessive Öffnen der gelpolitischen Schleusen. AÖ

11:20 I querschuesse: Deutschland: BuBa: Target2 Forderung bei 1056,2 Mrd. Euro

Wie die Deutsche Bundesbank (BuBa) soeben berichtete, ist im Monat August 2020 die Target2 Forderung um weitere +37,017 Mrd. Euro zum Vormonat angestiegen und um +158,330 Mrd. Euro zum Vorjahresmonat, auf 1056,231 Mrd. Euro. Monat für Monat schaukeln sich die Ungleichgewichte innerhalb der Eurozone durch ungezügelte Geldpolitik und staatliche Rettungspakete nach oben!

(Bezahlartikel) Das "alternativlose Friedensprojekt" €/EUdSSR - und Deutschland zahlt. HP

08:20 | mises: Entscheidung der Fed zeigt: Zentralbanken halten sich nicht an Regeln

Die Federal Reserve hat ihr offizielles Inflationsziel angepasst, um noch flexibler und inflationärer agieren zu können. Schon immer war die amerikanische Notenbank inflationärer ausgerichtet als die Bundesbank und nach ihr die EZB, zumindest auf dem Papier. Das vorrangige Ziel der EZB ist die Preisstabilität. Die EZB sieht kurioserweise Preisstabilität als gegeben an, wenn die Teuerung unter aber nahe bei 2% liegt. Erst wenn dieses Ziel erreicht ist, unterstützt die EZB die allgemeine Wirtschaftspolitik.

Die Kritik an der FED in allen Ehren aber die EZB ist von anfang an wesentlich schlimmer gewesen und von der BoE ganz zu Schweigen. Diese bricht nicht nur die eigenen Statuten sondern elemantare Rechte, wie das Eigentumsrecht (siehe Venezuela Gold)! TB

09:28 | Leser-Kommentar
Wer das Kreditgeldsystem nur halbwegs versteht, der kann an den eingeschlagenen Weg der Geldflutung, nicht zweifeln. Die Notenbanken können garnicht anders, es sei denn sie lassen das Kartenhaus kollabieren. Das Wirtschaftswachstum basiert zwingend auf Kreditausweitung. Leider drucken die Geschäfts-und Notenbanken, wesentlich mehr Geld, als Wirtschaftwachstum es entpräche. Und genau das ist der Kern des Übels. Irgendwann sind die Zinslasten des Geldruckes so hoch, dass die Wirtschaft, trotz Rationalisierungen und Globalisierung, sich nicht mehr lohnt; bzw. zuwenig Renditen der Geldgeber einbringt. In dieser Phase stehen wir jetzt. Bald wird ein Großereigniss (wie in dem vergangenen Jahrhundert) eintreten um das Dilemmer der Notenbanken lösen und die Menschen in Not und Elend stürzen. Die Geschichte wiederholt sich; - mit moderneren Mitteln!

06.09.2020

16:43 | MB:  Wirkt sich das Quantitive Easing der Federal Reserve inflationär aus oder doch eher deflationär? Eine Analyse.

Seit einiger Zeit verfolge ich bei YouTube die Videos von George Gammon zu den Themen Investieren und Finanztheorie aus libertärer Perspektive. Wer des Englischen mächtig ist und etwas vom Thema versteht und mehr wissen will, dem kann ich den Kanal nur wärmstens empfehlen. Die Erklärungen und Interviews sind wirklich erstklassig. Das Niveau entspricht mittlerweile einem Seminar zum Thema Finanztheorie, wobei nicht die notwendige Ironie vergessen wird, die bei einem derartig komplexen Sachverhalt dringend notwendig ist, während nach wie vor alles verhältnismäßig eingängig ist.

03.09.2020

09:50 | mises: Falsche Geldtheorie führt ins Desaster

Ökonomen der Österreichische Schule wissen, dass schlechtes Geld seit jeher im Mittelpunkt desaströser Regierungspolitiken steht. Je größer die Unwissenheit über Geld, desto größer ist die Geldentwertung, um die jüngsten Torheiten der Regierung zu finanzieren.
.... Und in Die Ethik der Geldproduktion skizzierte Jörg Guido Hülsmann all die verschiedenen Schemata, die im Laufe der Jahrtausende von Regierungen benutzt wurden, um den Lebenssaft der Wirtschaft für ihre eigenen Zwecke umzuleiten.

Ein sehr sehr gscheiter Freund von mir, der sich in Geldtheorie bestens auskennt meinte, dass wir seit den 30er-jahren gar keine Theorien mehr entwickelt haben, bzw. dass das Scheitern der ZBs nicht auf falsche sondern überhaupt auf den Mangel an Theorien zurückzuführen ist. "Die ZBs operieren ohne theoretischen Grundlagen"! TB

02.09.2020

12:56 | dlacalle: The U.S. Dollar Collapse Is Greatly Exaggerated

The US Dollar Index has lost 10% from its March highs and many press comments have started to speculate about the likely collapse of the US Dollar as world reserve currency due to this weakness. These wild speculations need to be debunked.

Auch ein schwächelnder Schwergewichtsboxer bleibt noch immer ein Schwergewichtsboxer, der Fliegengewichte wie den Euro, den Yen und den Yuan problemlos ausknockt. Bis diese Rivalen genügend Muskelmasse auftrainiert haben, müssen sie noch sehr viele Einheiten in der Kraftkammer absolvieren, um daran anschließend den Champion herauszufordern und ihn zu schlagen. AÖ

14:45 | Redaktion an AÖ
Die Videothek hat angrufen .... Du sollst Rocky 1 zurückbringen. ... und TB meint, Du sollst nicht aus dem Fitness-Center updaten .... TS

 

12:12 | orf.at: Fed-Direktorin signalisiert Konjunkturspritzen

Nach ihrem jüngsten geldpolitischen Strategieschwenk wird die US-Notenbank Fed voraussichtlich noch dieses Jahr neue Konjunkturspritzen aufziehen. Die als eine der Architekten der neuen Strategie geltende Direktorin Lael Brainard signalisierte gestern, dass bereits in den „kommenden Monaten“ dafür Bedarf bestehen dürfte.

Auf gut Deutsch: Die Seitwärtsbewegung der Bilanz der Federal Reserve in den vergangenen Wochen neigt sich ihrem Ende zu, eine nächste - signifikante (?) - Aufblähung der Bilanz steht bevor. AÖ