02.07.2020

12:50 | cnbc: Fed officials see need for ‘highly accommodative’ policy ahead, minutes show

The Federal Reserve on Wednesday released the minutes from its June 9-10 meeting, during which it held interest rates steady and said it expects loose policy to prevail until the economy gets back to normal.Officials also had an in-depth discussion about capping bond yields and strengthening guidance about where policy will be set in the future.

Nachdem eine Normalisierung der Lage weit und breit nicht in Sicht ist, heißt das nichts anderes, als dass die ultralockere Politik grundsätzlich fortgesetzt werden wird. Ein leichter Rückgang der Bilanzsumme der Federal Reserve wie in den vergangenen Wochen ist bis auf Weiteres also nur die Ausnahme von der Regel. AÖ

06:04 | Welt:  Plötzlich gibt es den Freibrief für die EZB im fragwürdigen Eiltempo

Die Europäische Zentralbank steht wegen ihres umstrittenen Anleihekaufprogramms in der Kritik. Kurz vor der Sommerpause sollen die Bundestagsabgeordneten sie nun entlasten. Kritiker zeigen sich vom Tempo und Zeitpunkt irritiert. Das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) aus dem Jahr 2015 hat schon für viel Ärger gesorgt.

Warum über etwas diskutieren, das der Bürger sowieso nicht versteht und würde er es verstehen ....  Nach 15 Jahre Merkel ist die Kultur des Misstrauens stärker gewachsen und keiner darf sich wundern, dass die Bürger den Institutionen nicht mehr glaubt. Endspiel des Systems. TS

01.07.2020

13:04 | cnbc: Swedish central bank boosts QE program to fight pandemic downturn

Sweden’s central bank held its benchmark rate unchanged at 0% as expected on Wednesday and expanded its asset purchase program to 500 billion crowns ($53.63 billion) as it looked to soften the blow to the economy from the still raging pandemic. While Sweden has been hard hit by the pandemic and measures to slow the spread of infection, it looks to be through the worst and to have come off more lightly than many other countries.

Zu den "many other countries" zählen Deutschland und Österreich jedenfalls nicht, denn deren prognostiziertes Minus liegt ungefähr im Bereich der Prgnose für Schweden. AÖ

12:24 | fazit - das wirtschaftsblog: Britische Revolution

Zentralbanken kaufen Anleihen, als gäbe es kein Morgen mehr. Das hat keine Zukunft. Die Bank of England denkt schon heute an eine Zeit, in der sie Anleihen verkaufen wird.

Daran denken kann sie ja, ich bezweifle aber, dass ein Abbau im größeren Stil durchzuhalten wäre. Die Federal Reserve hat ihre Bilanzsumme 2018/19 nur um run 15% verkürzen können. AÖ

09:02 | wolf street: Negative-Interest Rate Champion Bank of France Now Frets About Ballooning Corporate Debt

All over the world, corporations have taken on huge piles of fresh debt to try to weather the crisis. Many of those companies — after years of interest rate repression that encouraged them to borrow — were already heavily indebted before the crisis began. This is particularly true of France, where corporate debt was growing at an annualized rate of 5.8% in February, before the virus crisis began, according to the Bank of France. In March, the rate of growth jumped to 7.1%. It then surged to 9.9 % in April.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass Macron als Zeichen der EU-Solidarität mit den hoch verschuldeten französischen Unternehmen ein EU-Rettungspaket fordert, das, wie immer, von den Deutschen hauptsächlich zu finanzieren wäre. Das Tragische an der heutigen Zeit ist, dass Macron diesen Vorschlag wohl bald wirklich vorbringen wird. AÖ

08:38 | wolf street: Fed Discloses it Bought Tiny Amounts of Corporate Bonds, Including a Whopping $15.5 Million (with an M) in Junk Bonds

The Federal Reserve disclosed Sunday afternoon the amounts and the company names of the corporate bonds that it started buying for the first time ever in the week ended Friday, June 19. They’re not even rounding errors on the Fed’s balance sheet. The purchases of individual corporate bonds amounted to $428 million (with an M). By comparison, in the week ended April 1, when the Fed was doing a lot of heavy breathing, it bought $362 billion (with a B) of Treasury securities.

Nachdem nicht davon auszugehen ist, dass es der Federal Reserve gelingen wird, diese Anleihen und ETFs abzustoßen, ohne - deutliche - Kursverluste zu verursachen, wird sie derartige Vermögenswerte dauerhaft auf ihren Büchern halten müssen. Damit würde die Federal Reserve, und mittlerweile viele andere Zentralbanken, zu einem unmittelbaren und dauerhaften Akteur in der Wirtschaftswelt werden. Das wäre ein gravierender Systembruch, denn bislang galt im modernen Geldsystem die Regel, dass die Zentralbanken das Geldangebot exogen bereitstellen, d. h. den monetären Rahmen für die Aktivitäen der Wirtschaftsakteure, nicht aber selber als Wirtschaftsakteur auftreten, jedenfalls nicht dauerhaft. AÖ

30.06.2020

13:00 | reuters: Bundesbank must decide on ECB bond purchases: top court judge

The decision on whether Germany should pull out of the European Central Bank’s bond-buying programme lies with the Bundesbank, a judge in Germany’s highest court said in remarks published on Sunday.

Jens Weidmann wird wohl seinen Sanktus geben. Das Entscheidende ist allerdings, dass er das letzte Wort hat, und nicht die EZB. AÖ

12:48 | cnbc: ECB could boost bond buying by another trillion euros, economist projects

The European Central Bank (ECB) could expand its bond-buying program by a further 1 trillion euros ($1.12 trillion) over the next two to three years as inflation takes center stage, according to Berenberg European Economist Florian Hense.

Weil es eh schon wurscht ist, gönnen wir uns noch 1 Billion mehr. AÖ

29.06.2020

12:48 | the sounding line: QE-Infinity Reverses for Yet Another Week; Fed Getting Cold Feet?

For the second week in a row, the Fed’s balance sheet has shrunk. QE-Infinity is on hold, at least for now.Based on data released last night, the Fed’s balance sheet, the amalgamation of all of its increasingly varied asset holdings, shrunk $12 billion for the week ending June 24th, 2020. It follows a $74 billion contraction the prior week, and just a $4 billion increase the week before that.

Ohne die massive Unterstützung der Federal Reserve wird der Börsen- und Anleiheblase bald einmal die Luft ausgehen. Ich bezweifle allerdings sehr stark, dass die Federal Reserve den Mumm haben wird, diese längst überfällige Korrektur zuzulassen. AÖ

28.06.2020

09:07 | welt: „Die zusätzlichen Verluste der Sparer sind vernachlässigbar“

Die deutsche Direktorin der Europäischen Zentralbank (EZB), Isabel Schnabel, verteidigt das Anleihekaufprogramm PEPP der Notenbank in der Corona-Pandemie. „Das PEPP ist die Antwort der EZB auf die schwerste Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Ohne die beherzten Maßnahmen befänden wir uns heute vermutlich inmitten einer schweren Finanzkrise“, schreibt Schnabel in einem Gastbeitrag für WELT AM SONNTAG. „Der Nutzen unserer geldpolitischen Maßnahmen überwiegt deren Kosten deutlich.“

Eine Frau deren Äusseres sich ihren Gedanken angepasst hat - oder umgekehrt - man weiß es nicht!
Unverständlich für mich: wann immer es Banken und Großkapitalisten-Interessen zu vertreten gilt, wird Geld gedruckt. Warum aber werden aber die Verlust der fleißigen Kleinen nicht nachgedruckt? TB

12:47 | Der Ungarn-Korrespondent
ohne die beherzten Maßnahmen befänden wir uns heute vermutlich inmitten einer schweren Finanzkrise“, schreibt Schnabel in einem Gastbeitrag für WELT AM SONNTAG´
Eine Weise Aussage, aber nicht nur weise sondern auch eine kriminelle denn die EZB betreibt mit seinen Ankaufsproggrammen seit der Finanzkriese 2008 nichts anderes als eine versteckte Staatsfinanzierung in der EU. Das ist der EZB aber strengstens untersagt!!!
Sie macht es aber trotzdem und keinen juckt es! Die Spareinlagen der Sparer sind solch einer Vereinigung wie die EZB völlig egal, das sieht man an den Maßnahmen wie Sparer an die Finanzierung mit ihrer Spareinlagen mit herangezogen werden.
Die Einlagensicherungen der Banken von 100.000 Euro sind lächerlich, es würde vielleicht bei einer Bankenpleite ausreichen aber niemals beim Kollaps des Finanzsystems. Damit werden Sparer automatisch zum mit finanzierer der Krise.
Seit 2008 sind etliche Maßnahmen der EZB unter verschiedenen Namen ins Leben gerufen worden um das System zu retten.
https://www.econstor.eu/bitstream/10419/106450/1/vjh.82.2.97.pdf 
Alle Maßnahmen haben nichts geholfen und werden auch diesmal auf die dauer nicht helfen, ein Abbruch des Systems ist billiger für jeden in der EU zumal es früher oder später sowieso so kommen wird. Einen schönen Sonntag an Alle.

26.06.2020

10:49 | bloomberg: A 100-Year Bond at Less Than 1%? It's No Big Deal

Nichts sagt, dass es billig ist, Kredite aufzunehmen, wie eine 100-jährige Anleihe mit einer Rendite von 0,88%. Österreich kehrte am Mittwoch mit einer neuen Schuldverschreibung in Höhe von 2 Milliarden Euro (2,3 Milliarden US-Dollar) zu den bisher günstigsten Konditionen zum Century-Bond-Club zurück. Dies ist das deutlichste Beispiel dafür, wie der Pandemiekauf von Anleihen der Europäischen Zentralbank in Höhe von 1,35 Billionen Euro - zusammen mit einer ähnlich großen Liquiditätsspritze in das Bankensystem - zu einem höheren Risiko führt. Dafür wurde es sowohl für Emittenten als auch für Investoren entwickelt. Das Risiko für Österreich bestand darin, dass der Verkauf gut aufgenommen wurde, da der Markt für diese ultralangen Emissionen dünn ist (obwohl der Appetit auf eine sichere Rendite so groß ist, dass diese Auktion mehr als zehnmal überzeichnet war). Das Risiko für Anleger besteht darin, dass sich die Anleihe 100 Jahre lang nicht auszahlt und sie kaum einen attraktiven Coupon erhalten.

Noch dazu wissen wir seit gestern, dass österr. Finanzminister mit einem sehr geringen Erinnerungsvermögen ausgestattet sind. Blümel weiß nicht einmal, was vor 2 Jahren war. Wie bitte werden dann erst die Finanzminister des Jahres 2120 reagieren, wenn einer mit der Schuldverschreibung daherkommt?
Daher gilt seit gestern: kaufens ja kane österr. Schuldverschreibungen, die länger als 6 Monate laufen, oder: wenns sschon kaufen wollen, nehmens Sebastosan! B

25.06.2020

15:10 | ET: Marc Friedrich: Das monetäre Endspiel der Notenbanken

Durch die Corona-Pandemie ist die Welt aus den Fugen geraten. Nicht nur wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich, sondern vor allem finanziell. Innerhalb weniger Wochen sind global Billionen Dollar, Euro und andere Währungen durch Konjunkturprogramme der Staaten oder durch Maßnahmen der Notenbanken ins System gepumpt worden, um gegen den Wirtschaftseinbruch und die stark ansteigende Arbeitslosigkeit anzukämpfen.

08:26 | faz: Die EZB rechtfertigt ihre Anleihekäufe – in der Krise

Der EZB-Rat, das oberste geldpolitische Gremium der Notenbank, ist am Mittwoch zu einer „nichtmonetären“ Sitzung zusammengekommen. Wie aus der vertraulichen Sitzung nach außen drang, sollte auch die Frage besprochen werden, wie die EZB jetzt mit dem kritischen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu dem Anleihekaufprogramm PSPP umgehen will. Große Kontroversen wurden nicht erwartet. Wie berichtet, zeichnete sich in den vergangenen Tagen ab, dass die Notenbank zeitnah Unterlagen zusammenstellen könnte, die dann von der Bundesbank noch vor der Sommerpause an Bundestag und Bundesregierung weitergeleitet werden könnten. Ob das dem Bundesverfassungsgericht reicht, bliebe dann abzuwarten.

Das Problem ist, dass die Krise zum dauerhaften Normalzustand wird. AÖ

24.06.2020

12:29 | pb:  EZB betreibt Billionen-schwere Staatsfinanzierung: jetzt klagt die AfD – Boehringer Klartext

Bekommen wir Recht?
- Corona und Keynes als Ausrede für uferlose Staatsverschuldung
- Scholz lebt noch nicht einmal seinen eigenen Keynes
- Artikel von 1993 von Prof. Sinn zum gescheiterten Keynesianismus
- [Nur die] AfD klagt für den Bundestag dessen Recht ein

.... Boehringer könnte es auch singend vortragen .... es würde sich nicht ändern. TS

08:36 | wolf street: Plot Thickens on End of QE & Start of Shedding Assets

Fed leads in trimming its balance sheet; Bank of England governor publishes the reasoning for central banks to shed assets – before raising interest rates. A big shift!

Die Federal Reserve hat ihre Bilanzsumme beim ersten Versuch einer Bilanzverkürzung (Quantitative Tightening) vorzeitig - nach einer Minderung um lediglich 15% - abbrechen müssen. Es ist nicht davon auszugehen, dass es zu einer deutlichen Bilanzverkürzung kommen wird, denn die Konsequenzen einer solchen geldpolitischen Maßnahme auf die Realpolitik und die Finanzmärkte wird niemand gewillt sein zu tragen. Und im Augenblick ist es ohnehin viel zu früh für die Umsetzung. AÖ

23.06.2020

11:37 | fmw: Das monetäre Endspiel der Notenbanken

Durch die Corona Pandemie ist die Welt aus den Fugen geraten. Nicht nur wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich sondern vor allem finanziell. Innerhalb weniger Wochen sind global Billionen Dollar, Euro und andere Währungen durch Konjunkturprogramme der Staaten oder durch Maßnahmen der Notenbanken ins System gepumpt worden um gegen den Wirtschaftseinbruch und die stark ansteigende Arbeitslosigkeit anzukämpfen.

Und es ist das erste monetäre Endspiel welches nach der "sudden dead"-Regel abgehalten wird! TB

09:13 | nzz: Corona-Schulden: Notenbanken dürfen nicht zum Bancomaten des Staates werden

Die Verschuldung der Staaten steigt wegen der Corona-Krise in rasantem Tempo. Vielerorts eilen die Notenbanken zu Hilfe und kaufen die Schuldpapiere auf. Doch eine solche Verschmelzung von Geld- und Finanzpolitik ist gefährlich. Sie darf nicht zur Regel werden.

tom-cat
Diesmal wird alles anders?  Vielleicht sollte man sich erkundigen, wo die Arche Noah Passagiere an Bord nimmt. Oder sollte man gleich auf dem Berg Ararat Station beziehen?
PS: Was ist der tröstliche Aspekt von Währungen im Niedergang?
Am Tag nach der Währungsreform geht es weiter. Siehe 10. Juni 1948.

22.06.2020

10:04 | mises: Wirtschaftskrise: 2020 ist nicht 2008

Der Ritt auf dem Rücken des Tigers geht weiter. Bereits bevor es zur gegenwärtigen Wirtschaftskrise aufgrund des Lockdowns gekommen ist, hatte die Europäische Zentralbank schon expansive geldpolitische Maßnahmen angekündigt. Jetzt soll nochmal nachgelegt werden. Was dabei herauskommt, zeichnet sich schon ab. Zur Rezession dürfte, über kurz oder lang, noch die Preisinflation dazu kommen. Statt einer „Stagflation light“ steht eine „Stagflation Plus“ an, eine Konstellation, für die man in den 1970er Jahren den Ausdruck „slumpflation“ geprägt hatte, wonach ein starker Wirtschaftseinbruch („slump“) zusammen mit einer Preisinflation auftritt.

b.com-Bildungsservice (Erklärungsversuch) "slumpflation"
Zu einer Einbruch der Inflation kommt es, wenn es eine hohe Inflation, hohe Arbeitslosigkeit und negatives Wachstum gibt. Mit anderen Worten: Ein Einbruch und Inflation.

19.06.2020

17:05 | Leser-Zuschrift "Die Bazookas der Zentralbanken"

Die aktuelle Situation sieht so aus: Die Wirtschaft zeigt sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantik deutliche Schwäche. Es gibt Prognosen, die bis Mitte/Ende 2021 eine Zentralbanksumme von 12 Billionen bei der FED prognostizieren. Das wäre fast doppelt so viel wie im Mai 2020. Die EZB wird wohl ähnlich agieren, d.h. auch für die nächsten Monate werden wahrscheinlich die Bazookas der Zentralbanken aus vollen Rohren feuern. Die deutlich gestiegenen Corona Fallzahlen in den USA machen es unwahrscheinlich, dass die Reisewarnung in dieses Land bis Anfang September aufgehoben wird. Von einer weltweiten Normalisierung sind wir noch deutlich entfernt. Was bedeutet das für Anleger? Edelmetalle und Aktien dürften zunächst noch weiter steigen. Bei Immobilien gibt es nach meinen Beobachtungen ebenfalls keine Preisschwäche. Diese wurde von einigen Experten prognostiziert. Wegen Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit soll weniger Nachfrage nach Wohnungen und Häusern entstehen. Es ist fraglich, ob es dazu kommt. Die Geldvermehrung führt zu einer Entwertung desselbigen. Größere Geldbestände auf Konten oder Bar vorzuhalten ist meiner Meinung nach nicht empfehlenswert, Anleihen ebenfalls nicht.

08:58 | wolfstreet: Fed Ends QE, Total Assets Drop. Liquidity Injection Ends

The Big Shift: Fed shifts to propping up consumption rather than asset prices.

So wie die Regierungen von den liquiditätsstützenden Rettungsschirmen zu den wirtschaftsankurbelnden Konjunkturpaketen gewechselt ist, so passt jetzt auch die Federal Reserve ihre Strategie den geänderten Umständen an. An der (hoch-)inflationären Grundausrichtung wird sich aber nichts ändern, auch wenn kurzfristig eine Pause eingelegt wird. AÖ

08:30 | cnbc: Bank of England adds another £100 billion to bond-buying program to combat coronavirus slowdown

The Bank of England on Thursday added another £100 billion to its quantitative easing program in a bid to shore up the U.K. economy amid the fallout from the coronavirus crisis. The additional bond purchases will take the total value of the central bank’s Asset Purchase Facility (APF) to £745 billion. The Bank resisted taking interest rates into negative territory, a decision being closely watched by investors, instead opting to hold its main lending rate steady at 0.1%. Rates have been reduced twice from 0.75% since the beginning of the coronavirus pandemic.

Im Ringelspiel der Lockerungsmaßnahmen wäre jetzt eigentlich wieder die EZB an der Reihe. Ein Schelm ist, wer denkt, dass die Zentralbanken rund um den Globus die eignenen Währungen bewusst schwächen, um den Kickstart der eigenen Wirtschaft durch günstigere Exportpreise zu unterstützen. AÖ

08:08 | handelszeitung: «Für die nächsten Jahre ist jegliche Zinserhöhung ausgeschlossen»

Die Schweizerische Nationalbank will die Devisenmarktinterventionen zur Schwächung des Frankens hoch halten. Andererseits belässt sie den SNB-Leitzins bei minus 0,75 Prozent.

Außer natürlich die Inflation würde deutlich anziehen, was aber angesichts des starken Aufwertungsdrucks auf den Schweizer Franken, den die SNB mit massiven Devisenmarktinterventionen abzumildern versucht, eher unwahrscheinlich ist. AÖ

18.06.2020

19:28 | RT: Tiefster Stand seit der Sowjet-Ära: Russische Zentralbank senkt Leitzins erneut

Die Zentralbank Russlands wird den Leitzins bei einem Treffen Ende dieser Woche auf das niedrigste Niveau in der jüngsten Geschichte des Landes senken. Ökonomen rechnen mit einer Senkung um mindestens 50 Basispunkte. Es ist die dritte Zinssenkung in Folge. Bereits im Februar hatte die Bank den Zinssatz um 25 Basispunkte gesenkt. Inmitten des Corona-Lockdowns und der fallenden Ölpreise im April wurde die nächste Zinssenkung von zuvor 6 Prozent auf derzeit 5,5 Prozent umgesetzt.

 

08:24 | thestreet: Fed's New Facility Will Buy Junk Bonds With 7-1 Leverage

With highly questionable legality on top of a 100% certain moral hazard, here are the details of the Fed's new Secondary Market Corporate Credit Facility.

Und die Federal Reserve kauft und kauft und kauft ohne Ende bis zum ultimativen Ende. AÖ

17.06.2020

11:29 | MdB peter Boehringer: AfD-Fraktion wird beim BVerfG Organklage gegen das EZB-Anleihekaufprogramm PEPP erheben

Die AfD-Bundestags-Fraktion hat beschlossen, vor dem Bundesverfassungsgericht Organklage gegen Bundesregierung und Bundestag wegen Untätigkeit bezüglich der Mandatswidrigkeit des sogenannten “Pandemic Emergency Purchase Programme” der Europäischen Zentralbank zu erheben. Grundlage ist der Verstoß dieses Anleihekauf-Programms gegen das Verbot der monetären Staatsfinanzierung gemäß Artikel 123 AEUV.

b.com-Bildungsservice: Artikel 123 AEUV
(1) Überziehungs- oder andere Kreditfazilitäten bei der Europäischen Zentralbank oder den Zentralbanken der Mitgliedstaaten (im Folgenden als "nationale Zentralbanken" bezeichnet) für Organe, Einrichtungen oder sonstige Stellen der Union, Zentralregierungen, regionale oder lokale Gebietskörperschaften oder andere öffentlich-rechtliche Körperschaften, sonstige Einrichtungen des öffentlichen Rechts oder öffentliche Unternehmen der Mitgliedstaaten sind ebenso verboten wie der unmittelbare Erwerb von Schuldtiteln von diesen durch die Europäische Zentralbank oder die nationalen Zentralbanken.
(2) Die Bestimmungen des Absatzes 1 gelten nicht für Kreditinstitute in öffentlichem Eigentum; diese werden von der jeweiligen nationalen Zentralbank und der Europäischen Zentralbank, was die Bereitstellung von Zentralbankgeld betrifft, wie private Kreditinstitute behandelt.

16.06.2020

12:44 | the sounding line: Jim Grant: Radical Monetary Policy Begets More Radical Monetary Policy

Grant’s Interest Rate Observer founder and editor, Jim Grant, recently spoke with CNBC about the Fed’s ever more radical monetary interventions and why he thinks investors may someday come to see the Fed as an hindrance, not a friend.

Es ist wie mit einer Sucht: je länger man das Unaufschiebbare, den Abschied vom Exzess aufschiebt, desto schwieriger, weil umso schmerzlicher, wird der Entzug. AÖ

12:20 | reuters: Parliament experts see Bundesbank taking lead in ECB legal fight: newspaper

German parliament’s official researchers have concluded in a legal opinion that the Bundesbank must be responsible for examining whether the bond buying programme of the European Central Bank (ECB) is proportionate, a newspaper reported on Monday.

Damit würde auf indirekte Weise der Einfluss der Deutschen Bundesbank im EZB-Rat gestärkt werden, denn aufgrund des Rotationsprinzips sind nicht einmaldie Präsidenten bzw. Gouverneure der größten Zentralbanken dauerhaft im EZB-Rat vertreten. Eine Aufstellung der Rotation im EZB-Rat für 2020 und 2021 findet sich übrigens hier. AÖ

11:55 | focus: Der große Crash rückt näher: Wir stehen vor dem größten Vermögenstransfer aller Zeiten

... Was wir in den letzten Wochen gesehen haben wird in die Geschichtsbücher eingehen: Wir haben die größte Krise der letzten 100 Jahre und sind in Mitten eines historischen Wirtschaftseinbruchs. Das führte zu Rekord-Arbeitslosenzahlen in den USA (44,206 Millionen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in nur 12 Wochen!) und einem Allzeithoch bei den Kurzarbeitern in Deutschland (11,72 Millionen Kurzarbeiter). Als Folge entdeckte man die größte Steuerlücke in der Geschichte Deutschlands und dies führte zum größten Konjunkturpaket der deutschen Geschichte und das ganze garniert mit dem stärksten Eingreifen der Notenbanken jemals.

15.06.2020

13:04 | cash: «Die Zentralbanken sind in eine unmögliche Situation geraten»

Für Jérôme Haegeli, Chefökonom bei Swiss Re, ist das Schlimmste der Corona-Krise vorbei, die Folgen werden aber noch lange nachhallen. Er sagt im cash-Interview auch, warum die Börsen dennoch einen guten Lauf haben.

Hinsichtlich der wirtschaftlichen Folgen stehen wir aber erst am Anfang des Schlamassels. AÖ
 

12:48 | jf: Bürokratie gegen Demokratie

In seiner Entscheidung zur Kontrolle der EZB-Anleihenkäufen von Anfang Mai verlangt das Bundesverfassungsgericht Erklärungen von der Europäischen Zentralbank. Diese muß darlegen, warum sie ihr Programm zum Ankauf von Staatsanleihen für kompatibel mit dem EU-Recht hält. Geübt im Überschreiten ihres geldpolitischen Kompetenzrahmens zwecks (verbotener) monetärer Staatsfinanzierung, dürfte ihr die Erfüllung der Auflage leichtfallen.

12.06.2020

12:40 | cnbc: Fed sees interest rates staying near zero through 2022, GDP bouncing to 5% next year

The Federal Reserve kept interest rates near zero and indicated that’s where they’ll stay as the economy recovers from the coronavirus pandemic.“We’re not thinking about raising rates. We’re not even thinking about thinking about raising rates,” Fed Chairman Jerome Powell said. “What we’re thinking about is providing support for the economy. We think this is going to take some time.”

Mit ihrer BIP-Prognose schließt sich die Federal Reserve dem fast schon etablierten Konsens an, wonach die zu erwartende Erholung 2021 nicht in der Lage sein wird, das Minus von 2020 auszugleichen. AÖ

12:16 | cnbc: Economists can’t agree on how effective the policy is

As the coronavirus pandemic threatens the global economy, the debate over whether negative interest rates could spur economic growth has once again come to the forefront.Much of that discussion in recent months has centered on whether the U.S. Federal Reserve should adopt negative rates — a policy that several of its counterparts, including the European Central Bank and Bank of Japan, have maintained for years.

Die schwedische Zentralbank hat ihr Negativzinsexperiment am 19. Dezember 2019 jedenfalls mit der Begründung, dass sich die gewünschten positiven Effekte auf das Wirtschaftswachstum nicht eingestellt hätten, für beendet erklärt. Jedenfalls deutet mehr darauf hin, dass Negativzinsen nicht dazu geeignet sind, die geldpolitischen Ziele einer höheren Inflationsrate sowie, je nach spezifischem Mandat, eines höheren Wirtschaftswachstums und einer höheren Beschäftigung zu verwirklichen. AÖ

10.06.2020

15:12 I nzz: Die ständigen Liquiditätsspritzen der Notenbanken erheben Moral Hazard zum Normalzustand

Die Börsenkurse sind trotz Krise stark gestiegen. Es deutet sich eine grosse Entkoppelung der Börsen von der Realwirtschaft an. Dabei unterminieren die ständigen Liquiditätsspritzen der Notenbanken die Funktion von Märkten.

Mag sein, aber dafür wurden die Zentralbanken ja gegründet. Nichts Neues, nachzulesen u.a. bei Mises und Hayek, "Entnationalisierung des Geldes". HP

12:22 | handelblatt - finance briefing: Wie die Fed das Risiko befeuert

Pünktlich zum heutigen Fed-Zinsentscheid wurde eine Debatte über die schädlichen Nebenfolgen der Rettungsaktionen der US-Notenbank entfacht. Für ihr schnelles Eingreifen haben Amerikas Währungshüter zwar viel Lob bekommen, doch Bill Dudley, der frühere Chef der Fed in New York, warnt nun vor den Konsequenzen.

Oder auch die EZB, die SNB, die BoJ, die BoE,... AÖ

09.06.2020

18:42 | gc: A Dollar Crash Is Coming

The era of the U.S. dollar’s “exorbitant privilege” as the world’s primary reserve currency is coming to an end. In the 1960s French Finance Minister Valery Giscard d’Estaing coined that phrase largely out of frustration, bemoaning a United States that drew freely on the rest of the world to support its overextended standard of living.

Die Kursentwickliung beim USD ist zumindest wieder am anziehenl! Vor dem Dollarcrash wird aber mit hoher Wahrscheinlich der Eurocrash kommen... OF

12:54 | bielmeiersblog: Fed: Niedrige Kapitalmarktrenditen verankern

Am 9. und 10. Juni tagt der Rat der US-Notenbank. Bei der anstehenden FOMC-Sitzung werden die US-Währungshüter wohl intensiv über die Möglichkeit einer sogenannten „yield curve control“ diskutieren. Dabei werden – wie in schon in Japan – Renditeziele für bestimmte in der Regel längere Laufzeiten von der Notenbank vorgegeben. Außerdem stehen die überarbeiteten Projektionen auf der Agenda, eine mögliche Konkretisierung der Forward Guidance und die Frage, ob die Fed Aussagen über die Höhe der zukünftigen Anleihekäufe vornehmen wird. Angesichts eines Leitzinskorridors von 0,00%-0,25% sind diesbezüglich keine Änderungen zu erwarten.

Gerne zitiere ich noch den resümierenden Abschlußsatz dieses Artikels mit voller Zustimmung: "Als Fazit bleibt festzuhalten: Auf absehbare Zeit ist nicht mit einer Abkehr von der ultraexpansiven Geldpolitik zu rechnen." AÖ

14:18 | Bondaffe
Ganz klar, denn mit höheren (im Prinzip "normalen" Zinsen) bricht das Kartenhaus, ach eigentlich das ganze System, zusammen. Ich selbst mag noch auf die Selbstreinigungskräfte des Bondmarktes vertrauen. Die Zinsen bzw. Renditen steigen dann, wenn es keiner erwartet. Das wäre jetzt optimal. Mal schauen, ob die Zentralbanken gegen den globalen Bondmarkt (= Schuldmarkt) dagegen halten und bestehen können?

 

12:18 | reuters: 'Never say never' on ECB buying shares, Holzmann tells newspaper

“Never say never” on the European Central Bank one day buying shares rather than government or corporate bonds, but it has not discussed the idea yet, ECB Governing Council member Robert Holzmann said in comments published on Sunday.

In den letzten Wochen verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass sich Gouverneur Holzmann die Schneid' hat abkaufen lassen. Gerade jetzt wäre es besonders wichtig, wenn sich die Zentralbanken nicht vollständig vor den politischen Karren spannen ließen. Mme Lagarde hat sich in den vergangenen Wochen zumindest geistig schon von der Notenbankunabhängigkeit verabschiedet. AÖ

08.06.2020

17:15 | mmnews.de: 1,4 Billionen: EZB startet Geld-Sintflut

Die EZB will jetzt für fast 1,4 Billionen Anleihen in der Eurozone kaufen. Das sogenannte Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) soll bis mindestens Ende Juni 2021 verlängert werden. Kauft die Notenbank bald auch Aktien?

... es wird keinen einzigen der hier versammelten überraschen, und dennoch... ein komisches Gefühl... es hat wirklich begonnen... irgendwie wie bei einem angekündigten Autounfall zuzusehen... nur hoffentlich nicht als Passagier des Unfallwagens ... GT

17:45 | Maiglöckli
und ich bin schon voll investiert in Aktien....so eine Schei....

07.06.2020

10:50 | Leser-Kommentar zur Leseratte von gestern

Werte Leseratte, nicht verzagen. Das ist doch alles allen längst schon hinreichend bekannt.
Und dennoch tun sie´s.
Aber, was sollen sie denn auch sonst tun? Wie sie richtig schreiben, das System ist am Ende und man muss vom Blatt ablesen, um sich nicht zu verplappern.
Wenn >die< jetzt nun endlich aufhören zu manipulieren und zu betrügen, fällt der ganze Schwindel doch sofort auf und in sich zusammen und sogar selbst die Schafe werden plötzlich begreifen, dass ihr Geld weg und was noch da ist, wertlos ist. In diesem Fall werden viele Polit-Betrüger doch stante pede in Haftung genommen und wandern im günstigsten Fall für viele Jahre in den Bau, wenn nicht gar Schlimmeres. Und das wissen sie.
Also werden die weiter machen bis zum jüngsten Tag, bis die Zinsen plötzlich steigen, (dann ist das System auch sofort am Ende), oder bis alles von allein zusammen bricht, (darauf hoffen diese Betrüger), denn das wäre die einzige Möglichkeit, sich irgendwie davon zu schleichen, so deren Hoffnung.
Das System ist derart irreparabel an und vor die Wand gefahren, dass sie nicht aufhören können und dazu gehört eben nun der Gesichtswaschlappen, wie auch eine unaufhörbare Merkel. Alles andere sind Nebelkerzen.

06.06.2020

15:30 | MMNews: Italien pleite - EZB einziger Anleihenkäufer

Die Leseratte
Jetzt wird klar, warum Merkel mal eben eine halbe Billion Euro als Geschenk an die Südschiene verteilen MUSS: Italien kann sich am Markt nicht mehr finanzieren! Schon im April und Mai hat die EZB ALLE neuen Schulden Italiens aufgekauft! Es waren 21,6 % der Gesamtsumme, was ein Bruch der Verträge ist, denn nach dem Länderschlüssel hätten sie maximal 17 % kaufen dürfen. Damit dürfte endgültig klar sein, WIE verzweifelt die Lage ist, warum Lagarde Angst hat, sich zu verplappern, warum Merkel die Bazooka rausholt - und dass das Endspiel begonnen hat.

09:27 | tichy: EZB-Präsidentin Lagarde ist mit ihrem Latein am Ende

Auf der Pressekonferenz, die der EZB-Ratssitzung vom 4. Juni folgte, kam die beste Frage zuletzt und zwar von einem französischen Journalisten. Dieser hatte formvollendet Christine Lagarde mit Madame la Présidente angeredet und sie höflich gefragt, warum sie während der Pressekonferenz eine ganze Reihe von Fragen dadurch beantworte, dass sie vorgefertigte Manuskripte ablas. Zwar war auch durch diese Frage das Selbstbewusstsein der EZB-Präsidentin kaum zu brechen. Doch dass nun gerade aus dem Herkunftsland von Frau Lagarde ihre Kommunikationsstrategie hinterfragt und ihre Unsicherheit bloßgelegt wurde, schien ihr alles andere als recht. Daher wusste sie sich auch nicht anders zu helfen, als trotzig auf ihr Recht zu pochen, zur Feinjustierung ihrer Kommunikation Texte repetierend abzulesen.

Wie schön von Tichy, dass er Latein mit Zentralbanken zusammenführt!
1. Latein war die Sprache der Alchemisten
2. Latein ist eine fast tote Sprache
3. Kaum jemand kann Latein sinnvoll und nutzbringend anwenden
4. daher ist Latein eher was für die oberen 10.000! TB

12:34 | Leser Kommentar
nicht immer sind ganz oben Sterne und leuchten, manchmal sind es einfach nur schwarze Löcher.

Lieber Leser, bitte immer die Rubrik angeben ... hätte diesen Kommentar versehentlich unter Recht gestellt. TS

15:29 | Leser-Kommentar
Latein ist die zweite Muttersprache von unehelichen katholischen Priestern.

05.06.2020

18:03 | sd: When Institutions Fail, Fragmentation and Decentralization Become Solutions

Was gescheitert ist, ist unhaltbar, egal wie viele Billionen die Federal Reserve gegen die Gezeiten der Geschichte wirft....
… Wenn Fiat-Währungen versagen, werden Fragmentierung und Wettbewerb zwischen Währungen mit transparenten Preisen die Lösung sein. Die ideale Lösung ist ein Spektrum von Währungen, das von Bitcoin und anderen geförderten Kryptowährungen bis hin zu privat emittierten, mit Gold unterlegten Währungen, staatlich emittierten, mit Gold unterlegten Währungen, lokalen Währungen, die für die Verwendung in lokalen Volkswirtschaften bestimmt sind, und meiner vorgeschlagenen, mit Arbeit unterlegten Währung reicht, die ich in meinem Buch „Eine radikal vorteilhafte Welt“ skizziert habe.

12:18 | marketwatch: Here’s what the ECB has been buying with the special pandemic asset-purchase program that it is set to expand

Analysts expect the European Central Bank to expand the capabilities of its €750 billion Pandemic Emergency Purchase Program when it meets on Thursday. A breakdown released by the central bank on Tuesday showed it bought €235 billion ($263 billion) of assets through the end of May, with €103 billion of purchases in April and €116 billion in May. So far, the ECB has focused nearly all of PEPP on government bonds. It purchased €186.6 billion of public-sector securities using the program.

Und selbstverständlich, so ist man geneigt zu sagen, wurden italienische Staatsanleihen in nicht unbeträchtlicher Abweichung vom Kapitalschlüssel nach oben aufgekauft. Überraschend ist die noch extremere Minderberücksichtigung Frankreichs. AÖ

09:58 | querschuesse: USA: FED: Bilanzsumme bei 7,165 Billionen Dollar

In der Woche zum 03.06.2020 wuchs die Bilanzsumme der US-Notenbank um weitere +67,901 Mrd. Dollar zur Vorwoche und um insgesamt +2853 Mrd. Dollar in nur 12 Wochen, auf ein neues Rekordvolumen von 7165,217 Mrd. Dollar.

Wohin man schaut, die Fantastilliarden nehmen kein Ende. "Nett" ist auch ein Blick auf den US-Staatsschuldenstand: $25.830.128.553.708,56. Macht aber nichts, wir leben ja bekanntlich in der besten aller Welten HP

14:11 | Leser Kommentar
Es muß weitergehen denn es gibt keine Alternative! Es kommt zu immer stärkerer Akkumulation von Vermögen und folglich zu immer mehr Menschen, die von der Hand in den Mund leben. Eine wirkliche Alternative ist nicht in Sicht und alles was als vermeintliche Alternativen angeführt wird, läßt die, die von der Hand in den Mund leben, sofort verrecken. Ein neu geborener Sozialismus, den viele als das Allheilmittel betrachten ist schon bei seiner Geburt zu Sterben verurteilt, denn er führt sukzessive in die Mangelwirtschaft und damit zu Hunger und Tod. Es gibt genug Beispiele aus den letzten 100 Jahren.

04.06.2020

17:47 | MdB Peter Boehringer: Corona dient der EZB als Ausrede für weiteres Gelddrucken

„Die EZB plant bis zum Jahresende fast 1,6 Billionen Euro in die Finanzmärkte zu pumpen. Vorgeblich will sie auf diese Weise die Inflationsrate in Richtung zwei Prozent drücken, doch dies ist offensichtlich nur die halbe Wahrheit. Viel gewichtiger als die Entwicklung der Konsumentenpreise ist die Frage, wie lange sich Staaten wie Italien an den Finanzmärkten refinanzieren können. Denn sollten hierbei ernsthafte Zweifel aufkommen, wäre der Euro Geschichte. Um dies zu verhindern, betreibt die EZB monetäre Staatsfinanzierung, wohl wissend, dass dies in den EU-Verträgen verboten ist. Das Bauernopfer in diesem Spiel sind die Normalverdiener, an denen der Geldsegen einmal mehr vorbei geht. Die zunehmende Ungleichheit im Land ist nicht zuletzt die Schuld der EZB.“


13:54 | ecb: Monetary policy decisions

At today’s meeting the Governing Council of the ECB took the following monetary policy decisions:

1) Das PEPP wird auf 1,35 Billionen Euro fast verdoppelt.
2) Das PEPP wird bis mindestens Ende Juni 2021 verlängert, von derzeit 31. Dezember 2020.
3) Auslaufende Anleihen des PEPP werden bis mindestens Ende 2022 reinvestiert.
4) Das "normale" Anleihekaufprogramm APP wird fortgesetzt mit Ankäufen von weiterhin 20 Milliarden Euro pro Monat.
5) Auslaufende Anleihen des APP werden reinvestiert.

Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass es skandalös ist, dass die Pressemitteilung zunächst nur auf Englisch veröffentlicht wird. AÖ

14:06 | Der Bondaffe     
600 Milliarden ZUSÄTZLICH! Und man rechnet bereits in BILLIONEN.   Das heißt, jetzt ist es amtlich: "Das System ist tot". Jetzt müssen nur noch die Zinsen steigen.

14:45 | Das Maiglöckli zum Bondaffen
wieso englisch, ja, die Frage stelle ich mir auch, ich dachte die sind raus. NunEngklisch hat auch seine Vorteile, der Wortschatz ist klein, die Grammatik ist leicht zu lernen - ergo auch für Minderbemittelte, Gangster, Bankster und Politster leicht zu lernen, also warum nicht, bevor die da deutsch rumstammeln und keinen Satz geradeaus kriegen.
Ansonsten muß ich widersprechen, das System lebt. Der Kapitalismus - ein System das funktioniert, schrieb schon Dr. C. Martin. Das System des Schuldenmachens muß weitergehen sonst droht der Exitus - also alles ok. Mit der Fragen nach einer Alternative habe ich schon ein Forum gesprengt, deswegen lass ich es hier und verweise auf den von mir bewunderten und nicht immer verstandenen Ashitaka aus dem DGF.

20:02 | Bondaffe zum Maiglöckli:
Na ja, es gibt Zivilisationskrankheiten, da lebt man noch und ist doch schon tot. Also die Restlaufzeit ist recht überschaubar. Das ist wie bei festverzinslichen Papieren, da gibt es einen Fälligkeitstag. Und dann ist's aus. Ein Mail-Spezl hat mir aber das gleiche geantwortet und auch er meint, daß System lebt weiterhin und würde auf dem Höhepunkt sein. Da mag ich ihm nur bedingt recht geben, aber wie in der Spekulation geht jeder brutale Absturz von einem All-Time-High aus. Schuldenmachen können die alle weiterhin, dann wird der Schuldenberg noch größer und bricht dann später zusammen. Irgendwann brechen die Schulden unter ihrem eigenen Gewicht zusammen, dann braucht es keinen Zins mehr.

 

12:34 | ecb: Interview mit Perspektiven der Wirtschaftspolitik

Interview mit Isabel Schnabel, Mitglied des Executive Board der EZB, geführt von Karen Horn

Selbstverständlich ist es nicht Aufgabe der EZB, den Sparern eine Rendite zu garantieren. Allerdings ist es auch nicht die Aufgabe der EZB die Spreads zwischen den Anleihen zu verringern, wie aus den Formulierungen von Frau Prof. Schnabel in einem weiteren Interview mit der FT (hier) herauszulesen ist. EZB-Präsidentin Christine Lagarde wurde ja für ihre Aussage im März, wonach die Verringerung der Spreads nicht die Aufgabe der EZB sei, heftig kritisiert. Die deutliche Abweichung vom Kapitalschlüssel im Zuge der Umsetzung des PEPP belegt ja, dass die EZB dieses Ziel eben doch (auch) verfolgt. AÖ

12:10 | orf.at: EZB berät über Notprogramm im Kampf gegen Rezession

Die Europäische Zentralbank (EZB) berät heute über die Zinsen und ein mögliches Nachjustieren ihres Notprogramms gegen die von der Coronavirus-Pandemie ausgelöste Rezession in der Euro-Zone. Das bisher auf 750 Mrd. Euro ausgelegte Programm mit dem Kürzel PEPP könnte um 500 Mrd. Euro aufgestockt werden, wie viele Ökonomen voraussagen.

Ab 14:30 findet die Pressekonferenz statt, die hier live übertragen wird. Mme Lagarde wird sich mit Sicherheit nicht lumpen lassen. Interessant wird zudem, wie stark die EZB bei den Ankäufen im Rahmen des PEPP vom Kapitalschlüssel abgewichen ist. Ich vermute, die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht wird bereits vorbereitet. AÖ

09:25 | f100: Noch einmal 500 Milliarden Euro mehr: Lädt die EZB heute die Geldkanone nach?

Am Donnerstag steht die nächste Sitzung der Zinshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Experten erwarten, dass die Notenbank ihre berühmte „Bazooka“ nachladen und ihr Krisenprogramm ausweiten wird. Es geht dabei um eine halbe Billion Euro.

Hochfrequentes Hintereinander-Abfeuern der Massenvernichtswaffe "Geld" ist keine Bazooka sondern gleicht in Ablauf und Wirkung eher einer Katyusha, Stalin-Orgel! TB

09:55 | Maiglöckli
Intervalle werden kürzer, man könnte auch sagen, die Einschläge kommen näher. Morgen wird es darüber keine öffentlichen Informationen mehr geben und alle die anhand ihres täglichen Erlebens Inflation sehen, werden für paranoid erklärt. Im DGF las ich gestern sinngemäß, dass in Zukunft wohl auch Bilanzen verboten werden....wir nähern uns dem....und Ashitaka (DGF) schrieb schon vor Wochen: "Aktien to da Moon". Stimmt.

03.06.2020

14:09 | cashkurs:  Fed of Atlanta prognostiziert dramatischen US-BIP-Einbruch für Q2

Nicht nur, dass die Schätzung für das erste Quartal nachträglich revidiert werden musste – der Ausblick des GDPNow-Prognosemodells der Fed of Atlanta indiziert aufgrund eines erwarteten Konsum- und Exportrückgangs den größten Einbruch des Bruttoinlandsprodukts in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Auch die Erwartungen des Budgetbüros des Kongresses lesen sich nicht gerade optimistisch…

15:09 | Maiglöckli:
na und?
Dann wirft die FED ein paar zusätzliche Bio. hinterher und schon ist alles wieder gut. Die Schulden tauchen ja lediglich in der Bilanz der FED auf - na und? Die ist ja angeblich privat - na und. Wenn die das Geld wieder haben will, findet sich bestimmt ein Grund sie zu verstaatlichen. Wen interessieren die Schulden - nur den kleinen Mann, der sie bezahlen muß und wen interessiert der?

Systemchange und neues Denken! Mit den alten Mustern kommen wir aus dieser Nummer eh nimmer raus. Diese PhantastTrilliarden sind duch "Menschenhand" nicht mehr erwirtschaftbar. OF

02.06.2020

12:22| spon: Top-Ökonomen zerpflücken EZB-Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Unter Wirtschaftsexperten formiert sich immer größerer Widerstand gegen das EZB-Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Führende Ökonomen werfen den Richtern vor, die Unabhängigkeit der Zentralbank zu untergraben.

Meines Erachtens haben sich die unterfertigenden Ökonomen etwas verrant. In der Sache muss die EZB lediglich darlegen, warum die von ihr getroffenen Maßnahmen geldpolitisch gerechtfertigt sind und nicht eine Überschreitung des EZB-Mandats durch die Verfolgung wirtschaftspolitischer Ziele darstellen. Das sollte zumindest für das im Verfahren behandelten Anleihekaufprogramm aus dem Jahr 2015 leicht möglich sein unter Verweis auf die zu niedrige Inflationsrate. In diesem Rahmen ist dann auch die Kritik der Ökonomen gerechtfertigt, denn in der Festlegung der Geldpolitik ist die EZB vorrangig der Preisstabilität verpflichtet. Anders sieht es aus, falls die EZB versucht, wirtschaftspolitische Ziele zu erreichen wie zum Beispiel die Angleichung der Spreads durch eine wesentliche und anhaltende Abweichung vom Kapitalschlüssel. Das nächste Verfahren wird in der Sache also wesentlich spannender und ökonomischer werden als dieses Verfahren, das aber formal und hinsichtlich des Anwendungsvorrangs mehr als nur ein Sturm im Wasserglas war. AÖ