09.04.2020

17:21 I fmw: Direkte Staatsfinanzierung: Dammbruch bei der Bank of England

Lange galt die direkte Staatsfinanzierung durch die digitale Notenpresse als rote Linie in der Geldpolitik. Im Windschatten der Corona-Krise wird nun auch dieses Tabu gebrochen. Die Bank of England, eine der ältesten Notenbanken der Welt, macht den Anfang.

Überraschung! Aber „simbabwischer Stil“ gefällt mir! HP

12:28 | focus money: Hans-Werner Sinn warnt vor "Schuldenlawine, die nichts als Hass und Streit übrig lässt"

Der Top-Ökonom und ehemalige Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn über platzende Geldpolitik-Blasen und mögliche Schuldenschnitte, warum der Euro nicht zu jedem Preis überleben muss und es anstatt Coronabonds aufzulegen sinnvoller wäre Italiens Krankenhäusern Geldgeschenke zu machen

Der nächste Konflikt in der Eurozone steht ohnehin schon ante portas. Sobald die Inflation deutlich anzieht, und das wird sie unbeschadet des Ölpreisverfalls, wird in Deutschland das Schreckgespenst der Hyperinflation umgehend auftauchen, während die Südländer die Inflation ziemlich sicher mit Freude empfangen werden. Es wäre ein Zeichen von Stärke den Euro aktiv aufzugeben und ihn durch eine bessere europäische Währungsordnung zu ersetzen. AÖ

14:04 | Leser Kommentar 
Lieber AÖ, welche bessere europäische Währungsordnung könnte das sein?
Wenn es tatsächlich zu vielen Kantonen kommt, hat dann jeder Kanton eine eigene Währung, oder viele Kantone befinden sich in einem Staat und die Staaten haben unterschiedliche Währungen, oder kommt eine neue übergeordnete „EU“ für die Kantone und es gibt keine Staaten mehr? Wie sehe das ihrer Meinung in etwa aus?

14:16 | Maiglöckchen hat mal wieder televisioniert
Gestern Abend, ZDF, Reportage über das Speditionsgewerbe, speziell Lebensmittel.  
Vieles was in Mitteleuropa gerne gegessen wird, wird importiert aus E, I, GR, P. Doch die Staaten der EU verriegeln ihre Grenzen, sie wollen keine Nichtinländer mit Corona im Gepäck. Darüber hinaus haben alle inzwischen strenge Quarantänebestimmungen erlassen, die die Wirtschaft verlangsamen, tw. lahmlegen.
Lebensmittelimporte aus E sind angeblich um 35% eingebrochen - und die Corona-Welle ist noch nicht durch (pes. Anm.). Für Pflanzung und Ernte in DE fehlen die Fachkräfte aus dem ex-Ostblock - andere sind nicht verfügbar (Rücksicht auf Menschenrechte, etc.)
Es steht also nicht mehr nur zu befürchten, dass es zur Inflation kommen wird, sie wird kommen und sie wird zuerst bei dem, was zum Leben und Überleben elementar wichtig ist, zuschlagen.
Die Preise für Gemüse, Obst, u. v. a. m. werden ab Mai (pers. Anm.) wohl stark und stetig anziehen - die Zuspitzung der Nahrungskonkurrenz zwischen Indigenen und Importierten wird nicht lange auf sich warten lassen.
Wohl dem, der Platz und Garten hat für eine teilweise Kompensation von dem was es gar nicht gibt und dem was exorbitant teuer wird.

14:58 | Leser Kommentar in Richtung Maiglöckchen von 14:16    
„Wohl dem, der Platz und Garten hat…“ Der Schuss könnte nach hinten losgehen.
Wenn sich herumspricht, hier gibt es etwas zu holen, lockt das jene an die im Supermarkt zu kurz kommen. Der nächste Gedanke ist bald geboren, vielleicht haben sie ja nicht nur im Garten Essbares sondern auch im Haus. Das Kontingent an Polizei und Militär besteht nicht in der Größe um in jeder Straße Wachposten zu platzieren. Dann kann das sehr schnell ungemütlich werden.

16:05 | Leseratte zum Kommentar 14:58
Genau DAS war der Grund, warum ich davon abgesehen habe, mir einen Schrebergarten zuzulegen, als ich vor ca. 3 Jahren die Chance dazu hatte. Ich habe da schon befürchtet, dass ich u.U. nur der Depp bin, der einige Monate die Investitionen und die Arbeit hat und andere dann ernten. Die kommen nachts oder in einer größeren Gruppe - da habe ich keine Chance. Auf dem Land, Garten etwas versteckt hinterm Haus und vorne nur ungepflegter Rasen und Gartenzwerge, das könnte klappen.

16:20 | Ragnarök   
Mein Gedanke? Deutschland kann (und darf?) dieEurobonds nicht zulassen. Aus einem simplen und perfiden Grund:
Intestoren äh Geldgeber äh „Halunken“ sehen sich ab einem gewissen Level sehr viel besser an – in welches Minenfeld sie gehen. Derzeitig kauft die EZB quasi ihre eigenen Papiere zurück. Verkauft werden diese von denen, die sie besitzen gerne einmal erst dann, wenn der „Risikoquotient“ zu groß wird. Es also mehr als ein Theortisches Risiko gibt, dass es zu einem Ausfall kommt.
In den USA ist das #hm Gang und Gäbe. Europa hat sich allerdings mit den verschiedensten Dingen zur „Geisel“ gemacht. Ich denke eher – wenn das passiert sehen sich Analysten durchaus einmal genauer an, wie „Kreditwürdig“ die einzelnen Staaten an. Und stellen Fest: Europa hat eigentlich keinen Gegenwert. Ok, die USA haben mehr Schulden – der Gegenwert ist aber insbesondere dank dem Militär und der dann doch brauchbaren „Linie“ höher als bei Europa.
Heißt es bleibt – wenn die „Stimmung“ kippt, nur die Möglichkeit Geld zu „drucken“ und von der indirekten auf die direkte Staatenfinanzierung zu wechseln.
Mei Bedenken? Anstatt das kontrolliert, direkt und in Maßen zu tun? Wird das völlig unkontrolliert werfolgen. Heute beim Einkaufen – war nur wieder Kopfschütteln angebracht. Die Leute kaufen und kaufen ein – als ob es morgen nichts mehr zu Kaufen gäbe. Ok, heute stimmt das sogar – aber am Samstag öffnen die Geschäfte wieder. Ok, dann wird es „übel“. Die Geschäfte haben2 Tage geschlossen.
Ähnlich werden sich meines Erachtens dieStaaten in Europa verhalten – wenn sie erst einmal bei der EZB direkt Geld „bestellen“ können. Der Effekt – der dann eintritt? Ist wohl noch viel bedrohlicher. Die USA werden auf den Euro-Verfall im Anschluss reagieren. Auch die echte Bazooka auspacken und gleich ziehen. Die Folge – die Preise für importierte Waren gehen durch die Decke. Jeder, der nicht Mitmacht und seine Währung stabil hält? Sitzt erst einmal auf einem Überangebot – dass die eigene Wirtschaft eher schlecht verkonsumieren kann.
Ist wie beim Domino. Plopp, plopp, plopp. Das wirklich fastubuerebde? Die folge könnte tatsächlich das bewirken – von dem wir sagen – macht sinn. Ein radikales Umdenken. So sehr das erstrebenswert sein könnte? Die Jahre oder eher Jahrzehnte (-> Weltwirtschaftskrise) würden wirklich hässlich, unangenehm und so beführchte ich – gewiss gewalttätig. Wenn ich auch die Sozioökonomischen Probleme und unverarbeitete, verleugnete kulturelle Differenzen und anderes ansehe?

 

12:04 | ft: Bank of England to directly finance extra government spending

The UK has become the first country to embrace the monetary financing of government to fund the immediate cost of fighting coronavirus, with the Bank of England to directly finance the state’s spending needs on a temporary basis.

Eine höchst gefährliche Entscheidung, die die Bank of England unter ihrem neuen Gouverneur Andrew Bailey getroffen hat. Bailey ist noch nicht einmal ein Monat im Amt und öffnet die geldpolitische Büchse der Pandora. Jahrelang haben sich Notenbanker und Ökonomen den Kopf darüber zerbrochen, wie sie die Inflationsrate anheben können. Das Coronavirus stellt alles auf den Kopf, denn bald werden sich die Notenbanker und Ökonomen einen viel härteren Kopf zerbrechen müssen: Wie die Inflaton wieder eingefangen werden kann. AÖ

10:27 | fuw: Fed will mit Niedrigzins durch die Krise steuern

Die US-Notenbank Fed erwartet einen Konjunktureinbruch im Sog der Viruskrise und stemmt sich mit ihrem Niedrigzins dagegen. Dies geht aus den Protokollen der Sitzung vom 15. März hervor, die bereits unter dem Eindruck der Virus-Pandemie ausser der Reihe und als Videokonferenz abgehalten wurde. Die meisten Währungshüter waren sich demnach einig, dass es angemessen sein dürfte, den auf der Konferenz beschlossenen Zinskorridor von null bis 0,25% vorerst beizubehalten. Eine Änderung komme erst in Frage, wenn Zuversicht darüber herrsche, dass die Wirtschaft die Krise gemeistert habe und der Arbeitsmarkt wieder auf dem Weg zur Vollbeschäftigung sei.

Jetzt auch nicht die ganz krasse Überraschung1 Was anderes könnens und vor allem wollens eh nicht tun! TB

07.04.2020

17:05 | MMNews: OECD ruft EU-Staaten zur Ausgabe von Corona-Bonds auf

Vor Verhandlungen der Euro-Finanzminister an diesem Dienstag ruft die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Staaten der Währungsunion zur Ausgabe von Corona-Bonds auf.

Als ob die EU nicht schon alleine deppat genug wär' - kommen jetzt auch noch Zurufe von anderen sinnlosen Organisationen! TB

Die US-Korrespondentin ergänzt
Auch die Grünen fordern natürlich, doch endlich Eurobonds zuzustimmen - neben den immer schrilleren Mahnungen, doch endlich die sog. "Flüchtinge" aus den griechischen Lager zu "evakuieren" (wahlweise die Kinder oder gleich alle). Die merken halt, dass ihre Themen gerade total in den Hintergrund rücken.
https://www.mmnews.de/aktuelle-presse/142249-gruenen-politikerin-roth-spricht-sich-fuer-corona-bonds-aus 

Die AfD ist allerdings immer noch dagegen (kein Wunder, dass die Grünen sie nicht leiden mögen). Frau Weidel spricht sich jedenfalls kurz, knapp und klar gegen jedwede gemeinsame Schulden aus, so wie es auch in den Verträgen festgelegt ist: „Für seine Schulden ist jeder Staat selbst verantwortlich“. Auch Kredite über den ESM lehnt sie ab.
https://www.mmnews.de/wirtschaft/142250-weidel-fuer-seine-schulden-ist-jeder-staat-selbst-verantwortlich

04.04.2020

14:03 | SZ:  Und jetzt alle für alle

Bei den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus folgt die Regierung wissenschaftlichen Empfehlungen. Bei Corona-Bonds hört sie jedoch nicht auf den Rat der Ökonomen. Dabei sind diese Anleihen im deutschen Interesse.

Je früher diese Bonds kommen, desto früher können wir Europa wieder neu aufbauen. TS

09:11 | n-tv: Notenbanken in Spendierlaune Wer soll das bezahlen?

Große internationale Notenbanken, wie die EZB und die Federal Reserve, fluten die Finanzmärkte derzeit förmlich mit Geld. Wer letztendlich aber wirklich „die Zeche zahlt“, erläutert Zinsexperte Christoph Rieger von der Commerzbank in der aktuellen Sendung.

Hervorhebung des Einsenders
Interessante Aussage: "Die Notenbanken sind dafür verantwortlich, dass es genug Nachfrage für die neuen Anleihen gibt".

Tja die Notenbanken, der McGuyver der internationalen Organisationen:
- Bankenrettung
- Staatenrettung
- Wirtschaftsrettung
- Retter der Arbeitsplätze
- Klimarettung
- Corona-Rettung und jetzt auch noch
- Nachfrage-organisator für "neue Anleihen"
über allem steht jedoch die Funktion "Retter der Vermögen von Superreichen und Montessori-Spekulanten" TB

07:52 | MMN:  Eurozone: Feuern EU + EZB die finale Bazooka?

Wegen Corona brechen in der EU jetzt alle Gelddämme. Brüssel und EZB überschlagen sich mit Milliarden und Billionen - alles neue Schulden, für die auch Deutschland haftet. Wie endet das?
Die EU plant offenbar mit Unterstützung der Bundesregierung eigene Corona-Krisenprogramme. Nachdem das Spitzenpersonal der EU kurzfristig in der Versenkung verschwunden ist, will es nun Terrain zurückgewinnen und schmeißt immer größere Zahlen (Milliarden und Billionen) den Ring, gerade so, als sei die EZB mit ihrem lächerlichen Haftungskapital von 11 Mrd. nicht ohnehin schon milliardenfach pleite.

Heute ist ein schöner Tag
Am Himmel fliegen bunte Drachen
Boote schwimmen auf dem See
Wir könnten so viel machen
Wir wollen nichts versäumen
Wollen nichts verpassen
Doch du bleibst einfach liegen
Auf dem Bett, dem nassen
... Lindemann

09:15 | ich weiß zwar nicht, was uns der Terrospatz mit diesem Geicht sagen will, aber es ist sicher wichtig.........
.......... für Vögel! TB

03.04.2020

13:02 | market insider: Foreign central banks sold off more than $100 billion in US Treasuries as cash demand surged

Central banks around the world dumped US Treasuries through March as the coronavirus' economic toll stifled liquidity and drove massive demand for dollars, Bloomberg first reported Wednesday.Foreign monetary institutions sold off more than $100 billion in Treasury notes in the three weeks ended March 25, according to Federal Reserve data. The period ended days before the Fed opened a new repurchase agreement, or repo, facility aimed at giving foreign central banks an alternative method for offloading Treasuries.

10:20 | querschuesse: USA: FED mit 1143 Fantastilliarden in 2 Wochen

Die FED kämpft in den USA ihr letztes Gefecht gegen den Nachfrage- und Angebotsschock, ausgelöst durch COVID-19. Die Druckerpressen, die seit der Wirtschafts- und Finanzkrise alle Fehlentwicklungen und Ungleichgewichte kaschierten, glühen nun regelrecht, aber das wird wenig nützen. Die Depression ist da und dies synchron in weiten Teilen der Welt.

(...) Die Total Assets explodieren, primär via aufgekauften US-Staatsanleihenkäufe und Hypothekenverbriefungen, auf eine Bilanzsumme von 5,811607 Billionen Dollar. Um +557,329 Mrd. Dollar zur Vorwoche, mit der Vorwoche von +1143 Mrd. Dollar!!!

Nur zum Vergleich: bis zur "Finanzkrise" Ende 2008 lag die Bilanzsumme der FED immer unter 1.000 Fantastilliarden. HP

02.04.2020

16:04 | the sounding line: The Fed Has Monetized the Entire Federal Deficit Since Last September

The Federal Reserve’s balance sheet has swelled by a historic $1.5 trillion since repo markets first blew out in September 2019, the fastest such expansion in history.

Im Augenblick kenne sämtliche Charts in ihrem Verlauf nur eine Richtungsänderung: die im rechten Winkel, entweder nach oben oder nach unten. AÖ

11:33 | nordea: Bond Watch: Overflow of bonds meets the ECB’s deep pockets

Euro-area government debt issuance will explode this year due to the corona-virus impact. Gross issuance could almost double this year, which will pose huge challenges to the bond market and really test the determination of the ECB.

Für sehr Fortgeschrittene! TB