26.11.2020

12:34 | cnbc: Fed weighed adjusting bond purchases to provide more help to economy ‘fairly soon,’ minutes show

Federal Reserve officials indicated at their last meeting that adjustments could be made soon to their bond-buying program as the central bank looks to alternate ways it can support the economy. The Fed on Wednesday released minutes from its Nov. 4-5 policy meeting. Officials at that gathering voted to keep benchmark short-term borrowing rates anchored near zero. (Das Protokoll findet sich hier.)

Solange die Wirtschaft - BIP-Wachstum und Beschäftigung - weit unter Potenzial liegen, wird sich an der grundlegenden Ausrichtung der Geldpolitik nichts ändern. Und dass in absehbarer Zeit selbst ein moderater Aufschwung selbstragend sein wird, glaubt wohl kaum jemand. AÖ

25.11.2020

19:53 | welt: Die EZB warnt vor den Folgen ihres eigenen Werkes

Wohl selten zuvor war die Diskrepanz zwischen den Finanzmärkten und der Realität so groß wie jetzt. Während die Weltwirtschaft unter den Folgen der Pandemie leidet, feiern die Aktienmärkte einen Rekord nach dem anderen. Und auch bei Wohnimmobilien steigen die Preise ungebremst. Was den Laien staunen lässt, macht auch die Europäische Zentralbank (EZB) hellhörig.

Das erste Mal seit Bestehen b.coms können wir der EZB was abgewinnen, bzw. werden wir ihr was nachmachen. Auch b.com warnt vor seinem eigenen Werk.
Achtung b.com-Lesen
- kann zu Skepsis und Misstrauen gegenüber Regierung und Finanzinstitutionen vor allem aber gegenüber dem Euro führen
- kann nach Erstgenuß zu schlaflosen Nächten danach aber zu einem g'scheiten Erwachen führen
- wird dazu führen, dass Sie Frauen als Frauen sehen und Männer als Männer
- deshalb werden sie auch richtigerweise annehmen, dass die Mutter IMMER und AUSSCHLIESSLICH eine Frau ist
- viel mehr noch, Sie werden diese strikte Geschlechtertrennung zu schätzen wissen
- kann dazu führen, dass Sie wissen, dass Trump der echt gewählte Präsident ist
- weshalb Sie Unsummern bei Wetten darauf abkassieren können! TB

07:00 | Focus:  Neues Leid für Sparer? Vor der nächsten EZB-Sitzung geht die Zins-Angst um

Mit Milliarden hilft die EZB im Kampf gegen die Corona-Krise aus. Bei ihrer nächsten Sitzung könnten die Zinshüter aber nochmal nachlegen, um der Wirtschaft auf die Beine zu helfen. Dabei will die EZB all ihre Instrumente überprüfen. Kommen daher noch tiefere Negativzinsen?
Ein letztes Mal in diesem Jahr werden die Zinshüter der EZB am 10. Dezember über die Geldpolitik debattieren – und die Chance besteht, dass dabei große Maßnahmen ergriffen werden.

Die EZB, die mit jeder neuen Erfahrung dümmer wird. TS

10:04 | Leser-Kommentar
Dies ist die gierige Suche der EZB nach Möglichkeiten, die Sparer zu entreichern, zu schröpfen. Dieselbe Gier herrscht, -wie kann noch mehr neues Kreditgeld in den Umlauf gebracht werden.

24.11.2020

13:20 | the sounding line: Fed Now Owns More Treasuries Than All Other Central Banks Combined

The following chart, from Bianco Research and via Liz Ann Sonders, reveals that the Federal Reserve now owns more treasury debt than all foreign central banks combined for the first time.

Ob Powell eine Biden-Administration ebenfalls so stark unterstützen wird? AÖ

13:04 | ilblogdellestelle.it: Avevamo ragione noi. Cancellare il debito da Covid è possibile

In diesem Blogbeitrag rühmen sich die "Cinque Stelle", dass sie bereits vor einiger Zeit vorgeschlagen haben, dass die EZB die von ihr gehaltenen italienischen Staatschulden löschen soll. Jetzt soll dieser Vorschlag auch schon in weiteren Kreisen im Euroraum diskutiert werden. Die Cinque Stelle schlagen vor, dass die EZB nach dem Schuldenerlass einfach auf absehbare Zeit mit einem negativen Eigenkapital operieren soll. Ob insbesondere die Deutschen einen solchen Zustand als akzeptabel erachten, darf ernsthaft bezweifelt werden. So oder so läuft auch dieser Vorschlag darauf hinaus, die Zentralbanken für fiskalische Interessen direkt in Beschlag zu nehmen. AÖ

 

23.11.2020

08:35 | themarket: «Die Zentralbanken schiessen sich selbst immer wieder in den Fuss»

William White hat in seinem Berufsleben viel gesehen. Fast fünfzig Jahre arbeitete er für Zentralbanken, zuletzt für die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, wo er bis 2008 Chefökonom war. Er zählte zu den wenigen Warnern, die damals die Finanzkrise kommen sahen.

Kommentar des Einsenders
Sehr spannende Ausführungen, vor allem zum Thema Deflation, die ich großteils teile:
Wir wissen viel weniger über die Wirtschaft, als wir zu wissen glauben. --> wie wahr!!
Hr. White hat entweder die "Nullzinsfalle" gelesen, oder er kommt zum selben Schluss!
Seine Ausführungen zur Deflation sind interessant.

09:47 | Leser-Kommentar
Interessante Ausführungen des Herrn White. Aber damit wird suggeriert, dass es Lösungen gibt; - und dies ist mit diesen Kredigeldsystem, grundsätzlich nicht möglich!. In diesen Kreditgeldsystem, das einen exponentiellen Wachstumszwang zur Folge hat, gibt es nur eine Lösung mit dem hohen Preis der Zerstöung; - also Aufbau und am Ende eine Zerstörung des vorher mühsam geschaffenen. Mit dem weiteren Nachteil, dass hinterher den Menschen immer weniger an Sachwerten und Vermögen,  gehört. Dieser Kreditgeld-Mechanismus zieht ständig Vermögen und Arbeitsleistung von der Masse ab, hin zu zum Großkapital. Es findet ständig "in Relation" eine Entreicherung der erschaffenen Werte statt.
Insofern spricht H. White die Lösung schon an, nähmlich Schuldenschnitte; - was am Ende sehr wahrscheindlich den selben Effekt hat wie Katastrophen.
Nochmals: es gibt in dem Kreditgelsystem keine friedliche, oder humane Lösung! Ursächlich ist, dass bei diesen System alles Geld ein Kredit ist, - auch unsere Arbeitsleistung! Darin liegt des Systemfehler, aber auch die Lösungsmöglichkeit,- wenn man wollte!

21.11.2020

16:38 | welt: Während die EZB-Chefin verzweifelt, gibt der Deutsche-Bank-Boss den Ton an

Bei der Euro Finance Week, dem Gipfeltreffen der Finanzwelt, offenbart Christine Lagarde, wie sehr sich die Notenbank unter ihr verändert. Geldpolitik verkommt zu einem Randthema – und über ihre heikle Klima-Agenda schweigt die mächtige Währungshüterin sogar ganz.

@ Deutsche Bank
Du merkst, in was für einen System Du lebst, wenn Du erkennen mußt, dass derjenige, der das größte Systemrisiko ist, den Ton angibt.
@ Klima-Agenda
Möge das Klima bzw. dessen "Schutz" (wie auch immer das gehen soll) für manche ein heikles Thema sein, den Redakteuren der Welt sei hiermit ins Stammbuch geschrieben:
Klima-Agenda fällt nicht in den Aufgabenbereich einer Zentralbank. Klima-Agenda fällt nicht in den Aufgabenbereich einer Zentralbank.
Klima-Agenda fällt nicht in den Aufgabenbereich einer Zentralbank. Klima-Agenda fällt nicht in den Aufgabenbereich einer Zentralbank.
Klima-Agenda fällt nicht in den Aufgabenbereich einer Zentralbank. Klima-Agenda fällt nicht in den Aufgabenbereich einer Zentralbank.
Klima-Agenda fällt nicht in den Aufgabenbereich einer Zentralbank. Klima-Agenda fällt nicht in den Aufgabenbereich einer Zentralbank.
Klima-Agenda fällt nicht in den Aufgabenbereich einer Zentralbank. Klima-Agenda fällt nicht in den Aufgabenbereich einer Zentralbank.
Klima-Agenda fällt nicht in den Aufgabenbereich einer Zentralbank. Klima-Agenda fällt nicht in den Aufgabenbereich einer Zentralbank. TB

20.11.2020

12:08 | faz: Bundesbank-Präsident Weidmann wirbt für mehr Klimarücksicht

Die Europäische Zentralbank soll künftig nur Wertpapiere von Unternehmen kaufen, die ihre klimabezogenen Finanzrisiken ordnungsgemäß ausweisen. Das schreibt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann in einem Gastbeitrag in der „Finanical Times“.

Die Überschrift ist im Grunde irreführend, denn Weidmann fordert nicht wie etwa Christine Lagarde und Isabel Schnabel, dass die EZB verstärkt bzw. nur mehr grüne Anleihen ankaufen soll, sondern dass die Unternehmen, deren Anleihen die EZB ankauft, klimabedingte Finanzrisken ausgewiesen haben sollen. Dass Finanzrisken möglichst umfassend abgebildet werden sollen, ist eine mehr als berechtigte Forderung. Was aber ein klimabedingtes Finanzrisiko sein soll, steht in den Sternen, oder ist im besten Fall ohnehin nur ein Modewort. Denn das Klima hat sich fortwährend geändert, ebenso das regulatorische Umfeld. Insofern scheint Weidmann sich noch dagegen zu wehren, dass die Geldpolitik vollständig den Irrsinnsideen der grünInnen*außen Klimaapokalyptikern unterworfen wird. AÖ

06:52 | Focus:  Finanz-Profi warnt: "Ich rechne mit zweistelligen Inflationsraten"

Mit der steigenden Geldmenge wächst die Gefahr einer anziehenden Inflation. Der Fondsmanager Hendrik Leber erwartet sogar zweistellige Raten. Im Interview erklärt er die Gründe und wie sich Anleger davor schützen können.

Wer, der klaren Geistes ist .... rechnet nicht damit?  Wir zahlen jetzt den Preis von 75 Jahren Frieden und geborgten Wohlstand .... Zinsen und Kapital, Fälligstellung!  TS

19.11.2020

19:51 | nh: Die EZB möchte Ihre Meinung zum digitalen Euro (nicht wirklich) wissen – sagen Sie sie ihr

Die Europäische Zentralbank (EZB) fragt derzeit BürgerInnen und (vor allem) die Finanzbranche, wie sie den digitalen Euro gern hätten, an dem die EZB herumwerkelt. Ob sie ihn gern hätten, fragt sie in schlechter EU-Tradition nicht. Aber die Umfrage bietet Felder in denen man es ihr trotzdem mitteilen kann.
Der normale Bürger kann mit der Umfrage relativ schnell fertig sein, weil die meisten Fragen sich an “Fachleute” aus der Finanzbranche richten also die Finanzlobby. Es wirkt schon ein bisschen pro Forma, dass die Bürger auch mit befragt werden. So richtig interessiert man sich nicht für sie. Jedenfalls gibt es Erläuterungen nur auf englisch, und diese sind nicht spezifisch zu der Umfrage, sondern es wird auf den Anfang Oktober veröffentlichten 54-seitigen Bericht einer EZB-Arbeitsgruppe verwiesen und verlinkt, der nicht gerade für Laien geschrieben ist.

Eines kann man den Institutionen in EU nicht vorwerfen, dass sie intrasparent wären, denn sie fragen ja ständig und geben auch Umfrage- und Abstimmungsergebnisse heraus! Aber in Zeiten der kompletten Verwerfung, der Angst, des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Chaos etc. daherzukommen, zeigt einfach die Treistigkeit dieser Bande auf. Schon in "guten" Zeiten haben sich nur wenige für das Brüsseler/Frankfurter Treiben interessiert, und jetzt...!? Die Euronummer ist wahrscheinlich so und so schon durch, da sie nie funktionieren hat! Da hilft auch nix digitales! OF

19:00 | cm: „Surrealer Schulden-Tsunami“: IIF schockiert über die Prognose der globalen Verschuldung

Wir stehen einer Prognose zufolge vor einem globalen Finanzkollaps, der durch die totale Überschuldung von Staaten, Unternehmen, Haushalten und Finanzkonzernen ausgelöst wird. Der jüngste vierteljährliche Bericht des Institute of International Finance (IIF), der unter anderem die unangenehme Aufgabe hat, die globale Gesamtverschuldung (bestehend aus den Schulden der privaten Haushalte, der nichtfinanziellen Unternehmen, jene der Staaten und der Finanzverschuldung) zu berechnen, wurde heute veröffentlicht, und er ist ein Paukenschlag, denn er zeigt ganz klar eine Welt, die sich entweder der spektakulären deflationären Supernova eines Schuldenkollapses oder einer hyperinflationären Explosion zuwendet, die in den nächsten Jahren Hunderte von Billionen von Schulden hinwegfegen muss.

Diese Berichte und Institute muss man einfach nur lieben! Jetzt auf einmal ist man schockiert!? Was haben die die letzten 20 Jahre gemacht? Geschlafen? Blinde erklären Blinden und scheinbar minderbemittelten Sehern die Schuldensituation... Nicht überbietbar. OF

15:59 | msn: Lagarde - EZB kann nicht pleitegehen

Dies gelte selbst dann, wenn sie mit ihren billionenschweren Anleihenkäufen Verluste mache, sagte sie am Donnerstag in einer Anhörung des Wirtschafts- und Währungsausschusses des EU-Parlaments. "Als der einzige Herausgeber von Zentralbankgeld in Euro, wird das Eurosystem immer in der Lage sein, wenn erforderlich, zusätzliche Liquidität zu schaffen", sagte sie auf eine Frage eines EU-Abgeordneten.

Eh klar, solange es Luft gibt, gibt's auch Luftgeld! TB

Der Bondaffe
Die EZB geht anders pleite. Die wird in ihrem selbstgeschöpften Geld förmlich ersaufen. Die Märkte werden trockengelegt weil sich das Geld auflöst und die EZB wird ihr Geld nicht mehr los und säuft ab. Das Sterben einer Zentralbank verläuft eben anders als das langsame Absterben der "normalen" Wirtschaft. Ein gewisser Jens O. Parrson hat das schon lange gewußt und auch 1974 geschrieben. Das Buch ist ein Klassiker, aber nicht mehr erhältlich. Titel: "The dying of money".
https://books.google.de/books/about/Dying_of_Money.html?id=p5x5Cu4zuaoC&redir_esc=y 

16:45 | Leser-Hilfen für den Bondaffen
(1) Das vom Bondaffen erwähnte Buch 'Dying of Money, Parsson, Jens O.' kann man unter libgen.lc oder gen.lib.rus.ec erhalten ;)

(2) Der Bondaffe kann das Buch "Dying of Money" unter dem angegebenen Link finden. Dort gibt es 25 Kaufmöglichkeiten, und nicht alle Verkäufer wollen einen 4-stelligen Betrag haben. (Der Autor heißt Parsson, nicht Parrson.) https://www.eurobuch.com/buch/isbn/1457502666.html?author=parsson&doAbeDe=1&doAchtungBuecher=1&doAgapea=1&doAlibrisUK=1&doAmazon=1&doAmazonUk=1&doApress=1&doAudible=1&doAudiobooks=1&doAverdo=1&doAwesome=1&doBetterworld=1&doBiblioUK=1&doBlackwell=1&doBn=1&doBookdepository=1&doBooklooker=1&doBruna=1&doBuchfreund=1&doBuecherDe=1&doCalendars=1&doCampusRitter=1&doCasaDelLibro=1&doDodaxAt=1&doDodaxCh=1&doDodaxDe=1&doEBay=1&doEBayDE=1&doEbooks=1&doEbookscom=1&doFnac=1&doFoyles=1&doGoogle=1&doHive=1&doHoepli=1&doHugendubel=1&doIbs=1&doImosver=1&doIndigo=1&doLaFeltrinelli=1&doLehmanns=1&doLibriEB=1&doLivrenpoche=1&doMedimops=1&doMomoxshop=1&doMondadori=1&doMorawa=1&doMusicnotes=1&doNotenbuch=1&doOrellfuessli=1&doPalgrave=1&doPriceminister=1&doProlibri=1&doRebuy=1&doScholastic=1&doSpringer=1&doStudibuch=1&doStudystore=1&doThaliaDe=1&doWaterstones=1&doWeltbildDe=1&doWordery=1&doZVAB=1&fromDateDays=7&mediatypeSelect=0&noBids=0&noReprint=0&pageLen=20&sCountry=DE&search_submit=suchen&title=dying%20money&updatePresets=1&updateProState=1

DAS nenn ich mal 'nen Link! TB

(3) Silverado: ich hab den Bestpreis! https://www.amazon.com/-/de/dp/0914688014/ref=tmm_hrd_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=&sr=

(4) man dieses Buch auch als pdf runterladen. Ist zwar nicht so schön, aber es zählen ja die inneren Werte...
https://recision.files.wordpress.com/2010/12/jens-parsson-dying-of-money-24.pdf 

14:05 | Goldseiten:  IWF ließ "Bombe" platzen - und niemand hörte hin

Mitte Oktober ließ auf einer gemeinsamen Tagung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) dessen Direktorin Kristalina Georgiewa eine "Bombe“ platzen, was aber von den "großen“ Medien bisher weitgehend ignoriert wurde. Mit den Worten, die Welt stehe vor einem "neuen Bretton Woods“ kündigte sie nicht weniger als die mögliche Einführung eines neuen, internationalen Währungs- und Finanzsystems an.
Wer nun erwartete, daß sich Weltbank und IWF vor dem Hintergrund immer dramatischerer Schuldenstände auch bei Ländern der sogenannten "Dritten Welt“ für einen weitreichenden Schuldenschnitt aussprechen würden, hat sich bisher aber getäuscht.

Leserkommentar   
Da hatte doch vor kurzem ein Bachheimer-Leser die Einführung von digitaler Währung zum 01.01.21 angekündigt. So ganz falsch war die Trendmeldung wohl nicht:

14:50 | Leserkommentar vom Brudes des Vatikan-Korrespondenten   
Als b.com Leser war man über diese Ereignisse zeitnahe informiert. Spannend für mich war ua. die Frage, wie weit fortgeschritten die Bemühungen der Notenbanken hinsichtlich ihrer E-Money Bemühungen denn nun sind. Folgte man den Ausführungen eines J. Powell so ist noch kein unmittelbarer Grund zur Sorge gegeben, weil sich die Notenbänker zunächst sehr gründlichen mit der Materie auseinandersetzen wollen und müssen.

Andererseits kam unlängst von einem Leser die Warnung wonach man schon zum Jahreswechsel mit einem E-Euro rechnen müsste. Plausibler scheinen mir da schon einige Überlegungen bzw. Spekulationen zu sein, die das Coin Bureau anstellt:
Coin Bureau: FED, USDC & Stellar: ULTIMATE Stablecoin Conspiracy!!

 

12:34 | wolf street: Who Bought the Monstrous $4.2 Trillion Added to the Incredibly Spiking US National Debt in 12 Months? Everyone but China

An increasingly important question, because someone always has to buy this debt – and it’s not just the Fed. But the share of foreign holders is waning.

Wenn die Chinesen nicht mehr wollen, dann greifen halt  US Investoren und US Banken zu, allen voran aber auch die Federal Reserve. Das nicht als Staatsfinanzierung durch die Zentralbank ansehen zu wollen, hieße, die Augen vor der Realität zu verschließen. AÖ

12:14 | cnbc: BNP Paribas says 2 things must happen for the yuan to go global

China’s push to internationalize the yuan will be driven by two things — funds flowing into the country and a relaxation of rules that restrict the Chinese currency from moving abroad, said the chief executive of BNP Paribas China. The yuan is unlike other major currencies such as the U.S. dollar or the Japanese yen, which have floating exchange rates and are determined by market forces though supply and demand. China maintains strict control of the onshore yuan’s trading rate on the mainland. The offshore yuan —which trades outside the mainland, mostly in Hong Kong and Singapore — is influenced by demand and supply, but that volume is comparatively small. The yuan isn’t expected to unseat the dollar anytime soon, but its prominence is rising in global reserves and international trade owing to Beijing’s growing economic influence. The yuan is said to be the sixth most used currency in international payments and is used to settle about 20% of China’s trade.

Die Öffnung der Kapitalbilanz ist eine conditio qua non, falls China den Yuan global tatsächlich eine stärkere Rolle zuweisen will. Man wird sehen, ob die Angst der chinesichen Führung vor einem massiven Kapitalabfluss ins Ausland im Falle einer Lockerung der Kapitalbilanz so sehr gewichen ist, dass sie eine Öffnung betreiben wird. Aber selbst eine völlig geöffnete Kapitalbilanz garantiert noch nicht, dass die internationale Rolle des Yuan so sehr ansteigt, dass der Yuan den US-Dollar gefährden könnte. Denn dazu müsste auch die Nachfrage nach Yuan deutlich zunehmen. Diese könnte China in seinem unmittelbaren Umfeld sicherlich fördern, sei es durch Handelsabkommen oder mehr oder weniger sanften politischen Druck. Außerhalb des Einflussbereiches wird es deutlich schwieriger bis unmöglich. AÖ

18.11.2020

12:04 | derstandard: Nun bekommt auch die Nationalbank ein Problem mit Negativzinsen

Die Nationalbank, verlässlicher Bankomat der Republik, schüttet für das laufende Jahr wohl keine Dividende aus. Sie hat dem Staat gut 61 Milliarden Euro geliehen

Angesichts der massiven Ersparnisse bei den Zinszahlungen auf die Staatsschuld wird Finanzminister Blümel auf den niedrigen dreistelligen Millionenbetrag, 2019 waren es 213 Millionen Euro wohl verzichten können. Anders gesagt, ein höheres Zinsniveau würde netto den Staat stärker belasten, trotz der Gewinnausschüttung der Nationalbank. AÖ

17.11.2020

12:04 | focus: Eine neue Bankenkrise droht - doch die EZB will es nicht gewesen sein - Gastbeitrag von Gabor Steingart

EZB sorgt sich wegen der Corona-Krise um die Stabilität der Banken. Über 100 Großbanken will sie deswegen durchleuchten. Dabei verkennt sie jedoch ihren eigenen Anteil an der Misere der Branche.

Die Misere der europäischen Banken ist, dass sie sich von der Großen Finanzkrise nie wirklich erholen konnten (siehe den Chart "Euro Stoxx Banks" hier), was maßgeblich an der mittlerweile jahrelangen Niedrig- bzw. Nullzinspolitik liegt, die schon lange vor dem aktuellen exogenen Schock historischen Ausmaßes implementiert worden ist. AÖ

14:00 | Leserkommentar
wenn die EZB das Bargeld abschaffen will und wenn die EZB für alle Bürger der EU jeweils ein Konto anlegen möchte, findet sie garantiert heraus, dass alle anderen Banken außer ihrer selbst liquidiert werden müssen zum Schutz der Bürger.

14:51 | Leserkommentar
...... das Kalkül ist sicher, dass die Banken vom Steuerzahler gerettet werden. Warum soll es dann die Notenbank tun? Die eigene Bankenrettung bringt keinen Gewinn. Dass der Steuerzahler zahlt ist systemisch mit den Interessen der Hochfinanz.

13.11.2020

06:53 | ntv:  Fed warnt vor schwierigen Monaten

US-Notenbankchef Powell mahnt vor herausfordernden Monaten für die US-Wirtschaft. Aktien des Medienkonzerns Fox bekommen das jetzt schon zu spüren. Sie fielen deutlich nach verbalen Angriffen des abgewählten Präsidenten Trump. Aufwärts hingegen ging es für den Impfstoffhersteller Moderna.

Impfstoffe, Medien, Online-Handel .... und für den Rest gibt es kein Geschäftsfeld für die nächsten Monate.  TS

12.11.2020

13:04 | fuw: Lagarde skizziert Hilfspaket

Die EZB konzentriert sich bei den für Dezember ins Auge gefassten Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise auf Anleihenkäufe und Geldspritzen für die Banken. Das Pandemie-Anleihenprogramm PEPP und auch die gezielten mehrjährigen Liquiditätsspritzen (TLTROs) hätten ihre Wirksamkeit im derzeitigen Umfeld erwiesen, sagte EZB-Chefin Christine Lagarde am Mittwoch zur Eröffnung des digitalen Zentralbankforums der EZB. Beide könnten «dynamisch angepasst» werden und blieben daher wahrscheinlich die Hauptwerkzeuge zur Justierung der Geldpolitik.

Die Kreativität der Notenbanker ist wahrlich berauschend: volles Füllhorn ausschütten, leeres Füllhorn wieder anfüllen, volles Füllhorn ausschütten, leeres Füllhorn auffüllen, und so weiter und so weiter. AÖ

10:57 | standard: Kann Geld in der Krise knapp werden? "Nein, wir haben unendlich davon"

Über keine Theorie wird derzeit unter Ökonomen so viel diskutiert wie über die Modern Monetary Theory (MMT). Sie versucht unseren Blick darauf zu verändern, was Geld ist und welche Rolle es in einer Volkswirtschaft spielt. Eines stellt Stephanie Kelton klar: In der heutigen Eurozone würde das Modell nicht funktionieren.

Entweder ist die Welt jetzt komplett wahnsinnig geworden, oder ich versteh' die MMT nicht! Doppelantwort möglich!
Allein die Tatsache, dass man die MMT am besten mit einem außerordentlichen Geschehniss (rund um Obamacare) am besten erklärt, besagt dann doch, dass die erste Option meiner oben gestellten Frage die wahrschienlichere ist! TB

10.11.2020

16:32 | pravda-tv: Was sie alles über den digitalen Euro wissen sollten, um sich davor zu fürchten

Kaum ein Dokument ist mir so oft zugeschickt worden, wie die jüngsten Überlegungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zu einem digitalen Euro. Es besteht offenkundig großer Bedarf an Einschätzungen, ob ein digitaler Euro etwas Gutes oder etwas Schlechtes wäre. Unter anderem Vertreter der Monetative und der Linken drängen die EZB dazu. Das halte ich für einen schweren Fehler.

Dem Vatikan-Korrespondenten sein Bruder ergänzt
IMF calls for Bretton Woods | Simon Dixon speaks to Max Keiser https://www.youtube.com/watch?v=y_cL7Sv5Daw
Bitcoin’s Revolution Is Now: The Bretton Woods Reset https://www.youtube.com/watch?v=F8KYcUmtb8g
China’s “Digital Yuan,” Explained https://medium.com/swlh/chinas-digital-yuan-explained-9f3ec3da46e7 
G30 - DIGITAL CURRENCIES AND STABLECOINSRisks, Opportunities, and Challenges Ahead
https://group30.org/images/uploads/publications/G30_Digital_Currencies.pdf

09.11.2020

14:08 | FAZ:  Erdogans Schwiegersohn will als Finanzminister zurücktreten

Mitten im Verfall der türkischen Währung erklärt Berat Albayrak seinen Rücktritt als Finanzminister. Ob Präsident Erdogan das Gesuch seines Schwiegersohnes annimmt, ist aber noch offen. Inmitten einer Währungskrise ist der Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan von seinem Posten als Finanzminister zurückgetreten. Er könne aus gesundheitlichen Gründen nicht weitermachen, schrieb Berat Albayrak von der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP am Sonntag in einer Erklärung auf Instagram.

Die Leseratte
Nach dem Wechsel an der Spitze der Zentralbank wirft jetzt der Finanzminister das Handtuch. Dieser ist der Schwiegersohn Erdogans.

.... komisch, jetzt hat er viel Zeit mit der Familie verbracht und es hat ihn gesundheitlich geschadet ... jetzt ist er "krank" und will noch mehr Zeit mit der Familie verbringen .... Selbstmord auf Raten?  TS

12:34 | bielmeiersblog: Präsident Erdogan entlässt Zentralbankchef

Die letzten Tage hatten es in sich mit Blick auf die für die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Türkei verantwortlichen Personen. Zunächst wurde bekannt, dass Staatspräsident Erdogan seinen Zentralbankchef Uysal per Dekret entlassen hat. Am Sonntagabend verkündete zudem Finanzminister Albayrak, Schwiegersohn Erdogans, seinen Rücktritt. Hintergrund dieser Weichenstellungen war offenbar, dass dem Staatspräsidenten der Lira-Verfall der vergangenen Monate ebenso missfiel wie das Dahinschmelzen der Währungsreserven.

Dass der Währungsverfall irgendetwas mit der wahnwitzigen Politik von ihm, Erdogan, selber zu tun haben könnte, darauf kommt Erdogan selbstredend nicht. Wo kämen wir denn dahin, wenn sich irgendwer oder irgendetwas wie ökonomische Gesetzmäßigkeiten in den Weg des Potentaten vom Bosporus stellen. AÖ

07:21 | FAZ:  EU-Parlament will Elderson nicht

Eigentlich sollte der Niederländer Frank Elderson im Dezember neuer EZB-Direktor werden. Doch im Parlament wird er abgelehnt, weil er keine Frau ist. Das hat Konsequenzen für die Bankenaufsicht. An diesem Montag hört der Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments Frank Elderson an, den von der Eurogruppe fürs Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) nominierten Niederländer. Elderson soll Mitte Dezember Nachfolger des Luxemburgers Yves Mersch werden.

... Endziel ein Geschlechterneutraler und -gerechter Euro?  ... und so nebenbei ... wohin haben uns die Damen in der Politik gebracht?  TS

09:17 | Leserkommentar
Der kann doch einfach sagen, daß er künftig eine Frau ist. Schließlich kann man sich das heutzutage aussuchen.


16:18 | Leser-Kommentar zu Siolverados aussagekräftigen Geldschein von gestern

Hier, die Österarmische (Öster-reich war einmal), Ausgabe des neuen Scheines, im Bild zu sehen! Die BrD soll nach unbestätigten Meldungen mit der Ausgabe gleiches Nominal(aufgedruckter Zahlenwert) folgen! Die SCHEINE der ganzen Serie sollen aber unterschiedliche Bildmotive und Farben haben! Der aufgedruckte Nennwert bleibt bei allen Scheinen der Serie, immer gleich! Ob es beim gleichen Kostensatz von nur 5 Euro je "SCHEIN" (bitte wörtlich nehmen - Schein) bleiben wird, ist höchst umstritten! Es könnte auch erheblich teurer werden! Die Kaufkraft der Scheine soll inflationsbedingt nicht fallen können, da WERTstabil!

18:39 | Dipl.Ing zu den neuen Geldscheinen
Hier der neue 5 DM-Schein, der als Dank für die „Zerstörung“ Europas eingeführt werden soll ..

Bildschirmfoto 2020 11 09 um 18.40.33

08.11.2020

12:35 | Silverado "Aussagekräftig"

Dieses Angebot sagt mehr über den inneren Wert des Euro aus, als 100-seitige Abhandlungen oder stundenlange Vorträge. Nicht zu vergessen, € 2,95 Versandkosten.

Bildschirmfoto 2020 11 08 um 12.34.42


14:04 | Leserkommentar

Vielleicht arbeitet man mit dem Geldschein schon gegen die Hyperinflation hin?! :)

06.11.2020

10:47 | fuw: Fed bereitet Boden für neue Hilfe

Inmitten der Hängepartie um den Ausgang der US-Wahl bereitet das Federal Reserve den Boden für neue Konjunkturhilfen. Das Fed beliess den Leitzins am Donnerstag in der Spanne von 0 bis 0,25% und hielt zugleich die Tür für neue Nothilfen in der Corona-Pandemie offen. Fed-Chef Jerome Powell sagte, die Währungshüter hätten auf der Sitzung ihr milliardenschweres Anleihenkaufprogramm analysiert und breit darüber diskutiert. Sie seien entschlossen, falls nötig mit «kraftvollen Instrumenten» wie diesen die von der Krise hart getroffene Wirtschaft noch stärker zu stützen. Dauer, Umfang und Zusammensetzung des Kaufprogramms könne bei Bedarf angepasst werden.

Das ist jetzt aber nur alllzu logisch. nachdem es jetzt ein masssives Quantiative Easing Programm bei den Wahlstimmen gegeben hat, MUSS die FED einfach nachziehen und imselben Ausmaß aussdehnen! Wo kämen wir denn dahin, wenn die Zahl der registered voters schneller wächst als die Geldmenge! TB

11:22 | Leser-Kommentar
meiner Info zufolge beläuft sich des Geldmengenwachstum bei runden 13% !! Wenn die genehmigten und noch nicht abgerufenen Beträge ausbezahlt werden, dass soll das Geldmengenwachstum bei knapp 20% liegen. Bei einen Minuswachstum der Wirtschaft liegt also die Inflation deutlich über 20% aktuell ! Wer weniger als 20% wächst, der verliert! Zugegeben, die größte Inflation läuft noch im Geldanlagesektor ab, - weniger im produktiven Bereich; - noch! Diese Gelddruck-Orgie bedeutet, dass das Vermögen der Bürger in Relation immer ärmer wird. Der Kaufkraft-Verlust, also die Enteignung, des Bürgers läuft schon mit schnellen Schritten!

11:39 | Der Bondaffe
Das da ein Boden ist mag schon sein, aber es handelt sich um einen "Salto mortale" ohne Netz. Wenn die Maßnahmen nicht greifen, schlägt der Leitzins auf den Boden auf. Das kann dann schlimm werden und die amerikanischen Staatsanleihenrenditen gehen in die Minuszone. Was bisher tunlichst vermieden wurde.
Negative US-Staatsanleihenrenditen können eine schaurige, wenn nicht mortale Wirkung hinterlassen. Wir werden sehen. Wie blöd muß man sein um als Investor "negative Renditen" zu kaufen? Gibt's da eigentlich eine Impfung?
So gibt es nur eine Lösung wenn die Renditen ins Negative abdriften: "noch mehr Geld drucken, noch viel mehr Geld drucken, noch viel viel mehr Geld drucken und dann hypierinflationäres Geld drucken". Ein Druck aufs elektronische Gelddruckknöpfchen genügt und eine andere Lösung gibt es nicht.

05.11.2020

12:12 | cnbc: Bank of England boosts bond buying as new coronavirus lockdown begins

The U.K.'s central bank on Thursday held interest rates steady as England enters a fresh period of lockdown measures expected to hit the country's economic recovery. Along with maintaining its main lending rate at 0.1%, the Bank of England's (BOE) Monetary Policy Committee (MPC) also voted to expand its target stock of asset purchases to £895 billion ($1.2 trillion).

Die Stimmen nach einer Drückung des Zinsniveaus ins Negative werden zwar immer lauter, haben aber bei der BoE - noch - kein Gehör gefunden. Dafür wird das Anleihekaufprogramm einmal mehr ausgeweitet. AÖ

04.11.2020

19:28 | cashkurs: Australien: Währungsmärkte lassen Notenbank ins Leere laufen!

Nachdem die Reserve Bank of Australia gestern in Sachen lockerer Geldpolitik so einiges in die Waagschale warf, verpufften die Maßnahmen nicht nur weitgehend – es trat gar das Gegenteil der erhofften Reaktion ein und die Währung legte gegenüber dem US-Dollar zu. Kann dies als ein Zeichen der allgemeinen Machtlosigkeit von Notenbanken gewertet werden?

Krise, Wir brauche eine Krise - sonst sind wir tot! TB

12:20 | cnbc: Goldman Sachs drops the euro from its list of currencies expected to surge against the dollar

Goldman Sachs has dropped the euro from its list of major currencies backed to outperform against the dollar in the aftermath of the U.S. election. The Wall Street giant recommended a series of short positions for the dollar against G-10 currencies in early October, warning that the risks arising from vaccine trials and the U.S. election are skewed to the downside for the greenback. However, France and Germany both announced fresh lockdown measures last week and the European Central Bank (ECB) strongly hinted that it will ease monetary policy further in December, complicating the outlook for the common currency.

Das Geldmengenwachstum in der Eurozone ist zwar weiterhin geringer als in den USA, wodurch angebotsseitig die Aufwertung des Euro in den vergangenen Monaten begründbar ist. Mit dieser Entscheidung deutet GS allerdings an, dass der Euro angebotsseitig durch weitere Lockerungsschritte der EZB ebenso geschwächt wird wie durch eine sinkende Nachfrage nach Euro. Angesichts der vielen Unwägbarkeiten - politisch, ökonomisch - sind kurzfristige Ausschläge in die eine oder andere Richtung allerdings alles andere als unwahrscheinlich. AÖ

10:08 | cash: EZB-Direktorin Schnabel hält weitere Zinssenkung für möglich

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte laut Direktorin Isabel Schnabel auf ihrer nächsten Sitzung im Dezember als Antwort auf die andauernde Coronakrise die Zinsen senken. "Unsere Analysen zeigen, dass eine weitere Senkung möglich wäre, ohne an den Punkt zu gelangen, an dem sie nicht mehr wirkt oder sogar schadet", sagte Schnabel im Interview mit dem "Handelsblatt" laut einer am Dienstag verbreiteten Vorabmeldung. Eine Vorentscheidung sei zwar noch nicht gefallen, aber die wirtschaftliche Situation sei inzwischen eine andere als noch im März.

Nichts Neues seitens der Alchemisten. HP

13:18 | Der Bondafffe
Das kann die Damen und Herren Zentralbanker ruhig beschließen, aber ob weitere Zinssenkungen am Markt ankommen darf bezweifelt werden.
Das Maß dürfte dürfte voll sein, denn die Versicherungen und wohl auch die instutionellen Anleger spielen das Spiel nicht mehr mit. Sie scheinen "die Schnauze voll zu haben", denn es gibt keinen Grund Negativrenditen, also Bonds/festverzinsliche Papiere mit Minuszinsen/-renditen zu kaufen. Ein Bekannter von mir, in der institutionellen Geldanlage tätig, war gestern ganz aus dem Häuschen. Schuldscheindarlehen (eine Art Anleihe) deutscher Bundesländer waren nur noch mit Renditeaufschlägen zu platzieren, will heißen, nur noch mit günstigeren und tieferen Kursen an die Anleger zu verkaufen.
Was das heißt? Wie lange geht das Spielchen noch? Die Versicherungen machen eine klare Ansage: "Wir kaufen nicht mehr negativ!"
Über all die Jahre dachte ich, man hätte den Geschäftssinn verloren. Jetzt kapiert man auf einmal, daß man mit dem Staatsanleihenzeug reale Verluste macht. Jetzt zählt wieder Performance und nicht die "Produktidee negativer Renditen".
Bei einem gesunden Rentenmarkt (amerikansiche Staatsanleihen bringen daher immer positive Renditen) darf es keine kranken Negativrenditen geben, sonst ist der Markt kaputt. Und wer sich das immer noch nicht vorstellen kann, dann möchte ich es so ausdrücken: "Negativrenditen sind die Coronainfektion des Rentenmarktes". Da gibt es nur Heilung mit Zinsanstiegen. Heilung kann aber nur aus "Unheil" entstehen und wenn die Versicherungen keine Bonds mit Negativrenditen mehr kaufen, ist das ein Prozess der Heilung.
Und die EU kann sich dann auch nicht mehr am Bondmarkt finanzieren. Die EZB kann daher ruhig weiter senken, das ist ein klares Signal für einen Rendite-/zinsanstieg am Rentenmarkt. Denn nur "der Markt" hat immer Recht. Die Zentralbanken nicht, das wissen die auch.

02.11.2020

09:01 | msn: Digitaler Euro im Anmarsch: EZB-Chefin Lagarde befragt EU-Bürger zu Digitalwährung

In den vergangenen Wochen gab es mehrere Signale seitens der EZB, dass die Behörde sich auf die mögliche Einführung eines digitalen Euros vorbereite. Die EZB prüfe den digitalen Euro „sehr ernsthaft“, wurde EZB-Präsidentin Christine Lagarde Mitte Oktober zitiert. Die Digitalwährung solle demnach kein Ersatz für Bargeld sein und von den Präferenzen der Konsumenten abhängen. Entsprechend will Lagarde von den EU-Bürgern jetzt wissen, was diese von einer Bitcoin-Alternative der EZB halten.

Die EU wird demokratisch? Die Demokratie-Erfahrungen mit der EU werfen dann aber doch einige Fragen auf:
1. Wie umfangreich ist der Fragekatalog?
2. Ist das Ergebnis der Befragung dann bindend für die EU?
2. Wie oft wird abgestimmt, bis das Ergebnis passt? TB

13:06 | Dem Vatikan-Korrespondenten sein Bruder
„Bitcoin-Alternative“, ernsthaft? Wäre wirklich interessant zu wissen, ob das Madame oder der Herr Redakteur so fabuliert hat.

30.10.2020

12:16 | tagesschau.de: Oberste Moderatorin mit Schwächen

In internen Sitzungen hält sich EZB-Chefin Lagarde zurück und moderiert die Debatten. Bei öffentlichen Auftritten unterschätzte sie nach dem Amtsantritt vor einem Jahr zunächst die Wirkung ihrer Worte.

Selbst die ARD kommt nicht umhin, kurz vor dem ersten Jahrestag der Amtsübernahme von Christine Lagarde Kritik zu üben. Im Grunde muss man viel deutlicher werden: Lagarde ist eine völlige Fehlbesetzung, die es in diesem Jahr nicht einmal ansatzweise geschafft hat, sich mit der Zentralbankmaterie vertraut zu machen. Wenn sie nicht gerade etwas abliest, wirkt sie wie ein Schulkind, dass auswendig gelernte Textbausteine aufsagt. Sobald sie den Faden verliert, strahlt sie eine Unsicherheit aus, die in derartigen Führungspositionen fatale Wirkungen haben können. AÖ

29.10.2020

13:50 | ezb: Geldpolitische Beschlüsse

Wie erwartet, ändert sich nichts. Allein die Formulierung "im Einklang mit seiner Verpflichtung auf Symmetrie" im letzten Satz des ersten Absatzes ist nicht ganz klar. Drückt die EZB damit aus, dass sie in Zukunft das Inflationsziel symmetrisch interpretiert? AÖ

12:04 | cnbc: ECB is set to hold fire and signal more easing in December amid lockdown fears

The Governing Council of the European Central Bank will meet this Thursday for a scheduled monetary policy meeting, and the backdrop couldn’t be bleaker.Lockdowns are being re-imposed across Europe as Covid-19 cases are surging and the economic outlook is deteriorating by the day, which will continue to weigh on inflation. The ECB however is not yet expected to add to its stimulus, but rather to signal action for December. “We expect a clear signal for action in December coming from the meeting,” writes Dirk Schumacher of Natixis in a note from last week. “The risk to the recovery is rising again and latest inflation data have disappointed undershooting again staff projections. All this should clear the way for an increase of the PEPP in December.” The PEPP is the ECB’s pandemic emergency purchase program, first instituted in March.

Mir schwant, insbesondere im Duktus von Mme Lagarde, jetzt schon Böses. Für Lagarde ist die fortgesetzte Ausnahmesituation insofern ein Geschenk, als dass sie sich weiterhin als Politikerin wird gerieren können, ohne dass das allzu viele Beobachter kritisieren. Übertragen wird die Pressekonferenz ab 14:30 hier. AÖ

09:44 | welt: Hyperaktive Tabubrecherin – die EZB bereitet eine zinslose Dekade vor

Als Christine Lagarde vor einem Jahr als erste Präsidentin an die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) rückte, war die Skepsis groß. Was sollte nach der „Whatever it takes“-Politik von Vorgänger Mario Draghi noch kommen können? Die Zentralbank schien ihre Munition im Kampf gegen widrige Umstände längst verbraucht zu haben.

Natürlich hatten die ZBs nach "Whatever it takes" nichts mehr nachzulegen! natürlich sah die die Zukunft des zentralgemangeden Geld düster aus. Doch dann kam Corona, was wieder einmal mehr bestätigt hat, dass der abgelutschte Spruch "Krise als Chance" auf  nichts so sehr zutrifft, wie auf die theorien- und ideenlose Welt der Zentralbanken. Diese können nur mehr in Krisen gedeihen, denn unter Normalbedingungen würde ihnen kein wirtschaftlicher Akteur die Lösungsansätze für die von ihnen selbst produzierten Probleme abnehmen! TB

11:32 | Leser-Kommentar
Ich halte die Wahrscheinlichkeit für sehr groß, das man dies nicht solange durchhält. Das wären noch gut 9 Jahre. Ein Jahrzehnt, auch Dekade oder Dezennium, ist ein Zeitraum von zehn Jahren. Zehn Jahrzehnte bilden ein Jahrhundert. Das wir drucken bis zum Untergang hat sich massiv verkürzt. Glauben kann man es ja, wie z.B. 1 + 1 = 3 und die Nachtfalter kommen.

28.10.2020

16:46 | Citi: Central Bank Digital Currencies – How Will the Future Unfold

Die Zentralbanken untersuchen aktiv die Möglichkeit, digitale Darstellungen direkter Forderungen an den Staat herauszugeben, während die Bigtech-Ökosysteme systematisch Finanzdienstleistungen integrieren, die von Zahlungen über Devisen bis hin zur Kreditvergabe reichen. Fintechs, Banken, Bigtechs und Zentralbanken sind die Akteure, die eine Zukunft aufbauen, in der Zahlungen immer eingeschaltet und sofort verfügbar sind. Wie wird sich die Zukunft entfalten?

b.com bleibt dabei: kann noch nicht funktionieren - zu viele offene Baustellen.
Dagegen schaut ja das derzeitige System ja aus wie ein perfekter Fertigbau (hat aber auch "fertig")! TB


13:02 | Hans-Werner Sinn: "Ich glaube an keinen Euro-Crash wegen Corona"

Der langjährige ifo-Präsident Hans-Werner Sinn scheut sich nicht, unbequeme Wahrheiten auszudrücken. So kritisiert der Ökonom nicht nur das allzu emsige Schnüren von Hilfspaketen, sondern auch so manches andere Vorgehen rund um Corona.

Ein für Hans-Werner Sinn dünnes Interview, was auch an den sehr oberflächlichen Fragestellungen liegt. AÖ

12:44 | fxstreet: Steigende Corona-Neuinfektionszahlen machen EZB-Sitzung interessant - JP Morgan

Die Analysten von JP Morgan bieten eine detaillierte Vorschau auf die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die diesen Donnerstag angesichts des jüngsten Anstiegs der Coronavirusinfektionen auf dem Alten Kontinent ansteht.

Eine leichte Erhöhung des Gesamtvolumens des PEPP, die in der Logik der EZB aktuell wohl vertretbar wäre, wird morgen eher nicht verkündet. Das würde zu viel Unruhe bringen. Eine signifikante Aufstockung bei der nächsten Sitzung am 10. Dezember ist dann wohl schon eher wahrscheinlich. Und im Fall der Fälle könnte eine Aufstockung auch bei einer außerordentlichen, kurzfristig einberufenen Sitzung beschlossen werden. Dagegen ist der Beschluss zusätzlicher Unterstützungen für die Geschäftsbanken durch die Änderung technischer Aspekte, wie es JP Morgan andeutet, durchaus wahrscheinlich, und zwar schon morgen. AÖ

12:14 | deutsche bundesbank: Zunehmend smarter: Zahlungsverkehr in der Digitalisierung - Rede von Burkard Balz, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank

Die Pandemie hat einen beispiellosen Digitalisierungsschub bewirkt, der auch den Zahlungsverkehr erfasst hat. So hat sich die Welle an Innovationen, die wir in den vergangenen Jahren bereits beobachten konnten, nochmals vergrößert. Digitale Wallets und Biometrie erlauben es seit einiger Zeit, fast mühelos mobil mit dem Smartphone an der Kasse zu bezahlen. Mit der PSD2 hat der Gesetzgeber die Grundlage für das sogenannte Open Banking geschaffen und neuen Anbietern den Markteintritt erleichtert. FinTechs zum Beispiel bieten innovative Lösungen sowohl für Bankkunden als auch für die Erneuerung von Prozessen bei den etablierten Instituten an. BigTechs integrieren weitere Finanzdienstleistungen in ihre Plattformen und konkurrieren damit zunehmend mit Banken. Dabei kommt ihnen ihr globales Kundennetzwerk ebenso zugute, wie die Fähigkeit, die vielen gesammelten Daten gewinnbringend zu analysieren und zu vermarkten. Gleichzeitig können Zahlungen nun jederzeit in Echtzeit abgewickelt werden. Fast alle deutschen Institute bieten inzwischen solche SEPA Instant Payments an.

Ein Vortrag mit jeder Menge an interessanten Zahlen, die zeigen, dass selbst im bargeldaffinenen Deutschland die bargeldlose Zahlung immer mehr Zuspruch findet. Und höchst angenehmerweise fördert Herr Balz mit seinem Vortrag keine (partei-)politische Agenda wie mittlerweile allzu viele seiner Kollegen, und insbesondere, so scheint es zumindest, Kolleginnen. AÖ

27.10.2020

08:25 | gs: Schweizer Nationalbank - 1 Bill. $ Währungsspekulation

Die Bilanzen der globalen Zentralbanken explodieren, mit desaströsen Konsequenzen. Und die Schweizer Nationalbank (SNB) sticht dabei als der größte "Hedgefonds" und Spekulant der Welt hervor. Die Bilanzsumme der Nationalbank liegt bei über 1 Billion $ - oder aber 136% des Schweizer BIP. Zum Vergleich: Die Bilanzsumme der Fed beträgt 35% des BIP der USA. Um hier mit der SNB zu konkurrieren, müsste die Fed ihre aktuelle Bilanzsumme von 7 Billionen $ auf ganze 27 Bill. $ ausweiten. Das hört sich nach einem großen Sprung an, scheint aber in den kommenden Jahren nicht unwahrscheinlich.

Nebenbei sei wieder einmal erwähnt, dass die SNB einen lächerlich geringen Goldanteil an den Währungsreserven führt - dem Europeg seis gedankt!
Im Falle eines globalen FIAT-Crashes wird die Schweiz das meistgeschädigte Land der Erde sein! TB

26.10.2020

10:09 | bi: Auf dem Weg in die bargeldlose Gesellschaft: Die chinesische High-Tech-Stadt Shenzhen hat eine digitale Währung eingeführt

Es ist ein Experiment zur Finanzwelt der Zukunft: Die chinesische Stadt Shenzhen hat 10 Millionen Yuan (umgerechnet etwa 1,26 Millionen Euro) in digitaler Währung verteilt, um zu testen, was Bürger in einer bargeldlosen Gesellschaft tun würden. Shenzhen ist Chinas Technologiezentrum und Sitz von Unternehmen wie Tencent und Huawei.

Hat mit Kryptowährungen so wenig zu tun wie der Terrorspatz mit Minnesang!
Grundlage: ist FIAT-Yuan
offizielle Anwendung: Tasuchmittel, sonst nix
inoffizielle Anwendung: Überwachung! TB

08:24 | goldmoney: The destruction of the euro

The Eurozone is bust. The deterioration of TARGET2 imbalances have been hardly noticed, but in recent months it has been alarming. Despite official denials over the years that it is a matter of concern, it is increasingly obvious that the national banks of Italy, Spain and other nations with increasing bad debts are hiding them within the TARGET2 system. The first wave of Covid-19, which is leading to bankruptcies throughout the Eurozone, is now being followed by a second wave, which will almost certainly take out a number of important banks, in which case the cross-border euro system will implode.

Daher unternehmen die EU-Zentralisten alles mögliche, um die "immer engere (Währungs-)Union" soweit zu stärken, dass dieses Auseinanderbrechen nicht gelingt, letztlich zu Lasten eines einigen und friedlichen Europas. AÖ

23.10.2020

12:34 | wolf street: Fed Assets Eke Out New Record for First Time Since June 10. But Repos, Dollar Liquidity Swaps, SPVs Mothballed

The Fed has now reduced to zero or to near-zero or essentially mothballed and thrown the towel in on three of its five QE and bailout strategies: repos, dollar liquidity swap lines, and special purpose vehicles (SPVs). It has maintained its activity in Treasury securities and mortgage backed securities (MBS).

Die Bilanz der Federal Reserve spiegelt nur den wirtschaftlichen und epidemologischen Verlauf der vergangenen Wochen und Monate wider - im Vergleich zum Vorjahr weiterhin ein extremer Unterschied mit Wachstumsraten von um die 80% im Jahresvergleich, im Vergleich zu den Vorwochen und Vormonaten setzt sich die Beruhigung fort, was sich darin äußert, dass die Wachstumsrate der Wachstumsrate nur mehr leicht positiv, mitunter sogar negativ ist. Doch das ist nur die - relative - Ruhe vor dem nächsten Sturm. AÖ

10:06 | ct: Sand Dollar: Bahamas führen weltweit erste CBDC ein

Laut einem Facebook-Post vom 20. Oktober von Project Sand Dollar wurde die digitale Währung der Zentralbank (CBDC) für alle 393.000 Einwohner der Bahamas ab etwa 22:00 Uhr UTC verfügbar gemacht. Damit sind die Bahamas das erste Land der Welt, das offiziell eine CBDC eingeführt hat.

Eher eine Ausgenauswischerei und von einer "echten CBDC" Gottseidank noch weit entfernt!
1. handelt es sich bislang noch um ein Angebot der Regierung
2. ist es nur eine Krypto-Transaktionsform mittels Regierungs-Wallet-App
3. ist die Währung an den Bahamas-Dollar gekoppelt, welcher wiederum an den USD gekoppelt ist. TB

08:19 | snb: SNB mit Vorbehalten gegen Zentralbankwährung

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat weiterhin deutliche Vorbehalte gegenüber der Einführung von für Konsumenten verfügbaren Zentralbank-Digitalwährungen. Dies berge Gefahren wie eine Aufwertung des Frankens oder gar von «Bank Runs».

Ein Bankrun bei Digitaler Währung? Das sollten die mir aber bitte erklären.
Gibt es in Zeiten der CBDC überhaupt noch Banken? TB

08:56 | tom-cat
CBDC klingt irgendwie ein bisschen wie COPD oder Covid ...
Viele Rheinländer werden weiterhin sagen: I love cash in de Täsch ...

22.10.2020

12:08 | faz: Lagarde erhält ungewöhnliche Unterstützung

Selten kommt es vor, dass Greenpeace mit Informationen zur Geldpolitik an die breite Öffentlichkeit tritt. Kein Wunder, dass die jüngste Studie der Umweltorganisation in Kooperation mit der New Economics Foundation und drei britischen Hochschulen für einige Aufmerksamkeit sorgt. Ihre These: Die Europäische Zentralbank (EZB) unterstütze mit ihren geldpolitischen Anleihekäufen überproportional große Unternehmen mit einer oftmals klimaschädlichen Ausrichtung. Das müsse anders werden.

Die Politisierung der EZB schreitet munter voran, elitäre NGOs - Greenpeace Deutschland e.V. hat exakt 40 stimmberechtigte Mitglieder und knapp 600.000 Fördermitglieder - nehmen einen Einfluss auf immer mehr Politikbereiche, in denen sie genau null Kompetenz haben. Gut, man könnte geneigt sein zu sagen, gleich und gleich gesellt sich gern. AÖ

21.10.2020

08:34 | gs: Fehlverteilung von Vermögen & Silber - Investment der Jahrzehnts

"Die Zentralbank ist eine Institution, die abgrundtiefe Feindschaft gegen die Prinzipien und die Gestaltung unserer Verfassung in sich trägt. Ich bin ein Feind aller Banken, die beim Diskontieren von Wechseln und Anleihen alles andere, nur keine bare Münze, auszahlen. Wenn das amerikanische Volk den Privatbanken jemals erlaubt, die Ausgabe ihres Geldes zu kontrollieren, zuerst durch Inflation, dann durch Deflation, so werden die Banken und Konzerne, die um diese Banken heranwachsen, den Menschen ihren gesamten Besitz wegnehmen, bis ihre Kinder obdachlos auf jenem Kontinent aufwachsen, den ihre Vorväter erobert hatten." - Thomas Jefferson. (1743-1826)

20.10.2020

19:50 | jouwatch: Läuft alles nach Plan: Dank Corona immer weniger Bargeld im Umlauf

Unter den vielen „Systemreformen“, die seit langem von planwirtschaftlich-sozialistischen und supernational-dirigistischen Vordenkern gefordert wurden, für die jedoch vor Corona keine Chance auf Verwirklichung bestand, ist auch der Traum von der Abschaffung des Bargelds: Die Vision grenzenloser Kontrolle und Nachverfolgung von Einnahmen, Ausgaben, Konsumverhalten und Bewegungsprofilen der Bevölkerung durch lückenlosen digitalisierten Zahlungsverkehr rückt in greifbare Nähe – der geschürten Virusangst sei Dank.

Und dennoch drängt sich die Frage auf, ob der Fall Wirecard nicht der Anstoß war, um diesen Plänen und Phantasien die Luft aus den Segeln zu nehmen!? Wer weiß!? OF

12:34 | frsbsf Economic Letter: Is the Federal Reserve Contributing to Economic Inequality? von Mary C. Daly, Präsidentin der Federal Reserve Bank of San Francisco

Not every American gets the same chance at life, liberty, and the pursuit of happiness. We have to acknowledge and confront this reality—as individuals, as institutions, and as a nation. The Fed can help create more inclusive economic success by finding full employment experientially. But achieving true equality will require commitment from all of us. The following reflects remarks delivered in a virtual presentation by the president and CEO of the Federal Reserve Bank of San Francisco to the University of California, Irvine, on October 13.

Warum Mary C. Daly am Ende ihrer Ausführungen, die die Ausgangsfrage mit einem "Ja, aber" beantworten, so extrem politisch werden muss, ist schlichtweg nicht nachvollziehbar und im Grunde kontraproduktiv. AÖ

12:16 | faz: Lagarde bringt permanenten Aufbaufonds ins Gespräch

Die EZB-Chefin ruft dazu auf, den geplanten EU-Wiederaufbaufonds dauerhaft zu machen – ein Tabu für manche Länder mit konservativen Regierungen. Zudem drängt sie auf eine zügige Auszahlung der Gelder.

Was soll man von einer französischen Politikerin denn anderes erwarten, als dass sie einen permanenten Mechanismus zur Finanzierung Frankreichs Größenwahns einrichten möchte. Und Mme Lagarde ist im Grunde nur mehr als Politikerin zu betrachten, nicht als Notenbankerin. Und wenn sie davon redet, dass es in Zukunft zu einer ähnlichen wirtschaftlichen Lage kommen könnte, sie sie sich aktuell darstellt, dann fusst diese Aussage nicht auf einer realistischen Einschätzung der Gefahr einer Pandemie, sondern auf einem ganz und gar unfrommen Wunsch. Das Interview findet sich übrigens im französischen Original und einer englischen Übersetzung hier. Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass es ein veritabler Skandal ist, dass derart grundlegende Aussagen der EZB-Präsidentin nicht in alle Sprachen des Euroraums übersetzt werden. In Frankfurt hängen offensichtlich das gesamte Jahr über die (Verschleierungs-)Nebel tief. AÖ

10:49 | goldmoney: Hyperinflation is here

Hyperinflation ist der zustand, unter welchem Währungsbehörden die Expansion der Geldmenge so weit beschleunigen, dass es sich als unmöglich erweist, die Kontrolle wiederzuerlangen. Sie endet, wenn die Fiat-Währung des Staates endgültig wertlos ist. Es handelt sich um eine sich entwickelnde Krise, nicht nur um ein kulminierendes Ereignis.

19.10.2020

12:52 | orf.at: EZB-Chefin: Erholung droht sich abzuschwächen

Die konjunkturelle Erholung des Euro-Raums vom Einbruch im Zuge der Coronavirus-Pandemie im Frühjahr droht nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) an Dynamik zu verlieren.

Und was ist Mme Lagardes - unoriginelle Antwort: „Wenn mehr getan werden muss, werden wir mehr tun.“ Es ist langsam, aber sicher an der Zeit, den neuen Realitäten in die Augen zu sehen. Immer noch mehr Geld löst die sich verstetigenden Probleme nicht, im Gegenteil noch mehr Geld wird die Wirtschaft - ab sofort im negativen Sinne - einfrieren. AÖ

12:14 | voxeu: The international dimension of a central bank digital currency

The majority of central banks around the world are working on their own digital currency. This column argues that central bank digital currencies would not only have domestic macroeconomic and financial implications for the issuing economy, they would also have implications for the rest of the world. In particular, the unique characteristics of a central bank digital currency, if used internationally, would create a new ‘super charged’ uncovered interest parity condition which would induce stronger international linkages in a quantitatively relevant way.

Da die erhöhte Nachfrage nach der CBDC-Währung einen starken Aufwertungsdruck auslösen würde, den die emittierende Zentralbank im Regelfall deutlich abzuschwächen versuchen wird, kann diese Zentralbank ihre CBDC-Geldmenge deutlich ausweichen und den Seignioragegewinn einstreichen. Dass ein etwaiger E-Yuan allerdings jenseits des chinesischen Einflussgebietes tatsächlich stark nachgefragt werden wird, ist dann doch eher auszuschließen. AÖ

12:24 | Dazu passende Web-Veranstaltung, heute um 14 Uhr MESZ
https://www.imf.org/en/News/Seminars/Conferences/2020/10/19/cross-border-payment
Auch Jerome Powell ist mit dabei.
Zur Einstimmung: A New Bretton-Woods Moment
https://www.imf.org/en/News/Articles/2020/10/15/sp101520-a-new-bretton-woods-moment 

18.10.2020

17:53 | ET: Analyse: Thorsten Polleit: Der Digitale Euro ist ein vergifteter Apfel – eine finstere Idee

m Roman „Herr der Ringe“, den John R. R. Tolkiens in drei Bänden von 1954 bis 1955 veröffentlichte, erschuf der tiefböse Sauron heimlich seinen eigenen Meisterring. Dieser Ring beherrschte die Ringe, die die Elbenschmiede angefertigt hatten, und mit ihm trachtete Sauron die Welt zu versklaven: „Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden. Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.“
Der Erzählstoff dieses Klassikers der Fantasy-Literatur drängt sich geradezu auf, blickt man auf das Treiben der Zentralbanken.
Der Meisterring, den die Notenbanken, darunter auch die Europäische Zentralbank (EZB), derzeit schmieden, heißt digitales Zentralbankgeld. In Fachkreisen wird die Geldkreatur Central Bank Digital Currency (kurz CBDC) genannt. Was Hauptstrom-Ökonomen als innovativ und fortschrittlich bejubeln, entpuppt sich bei genauer Betrachtung als höchst gefahrvoll für Freiheit und Wohlstand.

Meeeiiin Schatz, meeeeiiin großer Schatz! Das ist eben das Problem der sogenannten "Hauptstrom-Ökonomen"! Hochgepemperte System-Mietmäuler, die einiges verstehen mögen, aber kaum etwas von wirklich nachhaltiger Ökononie! Und die Nummer, die sie hier abziehen wollen, scheint der letzte Schritt ins nächste Mittelalter zu werden!? Schauderlich. OF

16:00 | Tichy:  Neuer Versuch der EZB: Digital-Euro statt Bargeld?

Drei Monate lang läuft eine Testphase zur Erprobung des digitalen Euro. Mit der Digitalwährung ließe sich auch das Bargeld als Zahlungsmittel ersetzen. Nach der Finanzkrise vor 12 Jahren begannen alle großen Notenbanken der Welt unkonventionelle monetäre Instrumente in ihr geldpolitisches Waffenarsenal aufzunehmen: Mit Null- und Negativzinsen und einer quantitativen Lockerung wollten sie die Wirtschaft ankurbeln und die Inflation über die selbst gesetzte Schwelle von 2 Prozent hieven. Sogar mit Anleihenkäufen schlechtester Bonität versuchen sie derzeit in der globalen Corona-Rezession Unternehmen und Staaten liquide zu halten.

Der Virus lebt X Tage auf dem Geldschein ... und wieviel Virus lebt im Digitalen-Euro?  TS

08:56 | gs: Das Rennen um digitale Währungen

Das Rennen der Zentralbanken, staatliche, digitale Währungen zu etablieren, nimmt an Fahrt auf, so berichtet Yahoo Finance. China hat bereits deutlichen Fortschritt gemacht, in der Hoffnung seine aufstrebende digitale Währung dazu zu verwenden, die Internationalisierung des Yuan zu unterstützen. Doch anderen Nationen gefällt der Gedanke, sich mehr auf flexible Zahlungssysteme als kaltes Bargeld zu verlassen, zunehmend auch.

Der Begriff "kaltes Bargeld" zur Propaganda muß einem auch einmal einfallen!
Übrigens, Bargeld nimmt immer die Umgebungstemperatur an, während Kryptos und DCs gar keine Temperatur haben! TB

17.10.2020

18:32 | BTC: Digitalisierung in der EU - EZB startet Umfrage zum digitalen Euro

Auf dem Weg zum digitalen Euro wendet sich die EZB nun an die Öffentlichkeit. Auf ihrer Webseite befragt sie Bürger und Unternehmen, wie und ob sie digitale Euros nutzen würden. Lange Zeit hat die Europäische Zentralbank (EZB) Kryptowährungen wie Bitcoin kritisiert. Doch weil andere Notenbanken verstärkt digitale Staatswährungen Währungen (Central Bank Digital Currency, CBDC) erforschen, sieht sich die EZB zunehmend unter Zugzwang. Am 12. Oktober hat die europäische Notenbank ein Konsultationsverfahren zur Vorbereitung auf einen digitalen Euro gestartet.

Lächerliches Schmierentheater unter der Vorspiegelung von Transparenz! Die Mehrheit der Bevölkerung hat kaum eine Ahnung, was oder wofür es die EZB überhaupt gibt, geschweige denn einen Anlass, auf deren Website zu sehen, eine breitangelegte Kampagne wird es dazu wohl nicht geben, weil eh bereits in Umsetzung und sollte wider Erwarten ein Ergebnis auftauchen, das die Wege kreuzen könnte, wird man nicht in den Dialog - sondern einfach weiter gehen! Frei nach Junker, wir machen mal was, schauen was passiert und wenn es keinen Aufschrei gibt, machen wir einfach weiter! ...wenn sie den dEuro parallel bringen wollen, sollen sie, aber ums Bargeld werden wir dennoch wohl kaum umfallen!? OF

16.10.2020

cnbc: ECB chief says arsenal of economic stimulus on standby amid upsurge of coronavirus cases in Europe

European Central Bank President Christine Lagarde on Thursday said her organization would be prepared to impose further emergency measures to tackle the economic fallout from the coronavirus crisis, with the region confronting a rapid upsurge of Covid-19 infections.

Im Prinzip könnte man die Zentralbanker durch einen Computer ersetzen, denn die Antwort auf jedes Problem ist immer dasselbe: noch mehr Liquidität. Und weil sich die Zentralbanker noch dazu immer politischer geben, lässt man den Algorithmus gleich von einem GrünInnen*Außen programmieren. Kurzum, die Zentralbanken schaffen sich als Institution gerade in Riesenschritten selber ab. AÖ

14:02 | Leserkommentar
In diesen, unseren (falschen )Kreditgelsystem, ist die Handlung der Notenbanken alternativlos, weil auch ausweglos! Dazu gibt es keine Rettung, nur noch eine Verzögerung vor dem Totalcrash!

11:18 | H. Lohse "Infektionszahlen rauf - Geld runter"

Infektionszahlen werden hoch-,und Geldsystem runtergefahren. Nichts passiert zufällig, ein von langer Hand geplantes changing nimmt seinen Lauf und wird in nicht mehr allzu ferner Zukunft sein wahres Gesicht zeigen.....stellt Euch vor die Menschen werden geschächtet und alle warten geduldig wie die Maskenträger vor den Einkaufsläden auf Ihre persönliche Liquidation.
Welch ein Irrenhaus,-welch ein Schelm - der immer Böses denkt.
https://www.freiewelt.net/nachricht/ezb-startet-testphase-fuer-digitalen-euro-10082652/ 

Einspruch! Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zentralbanken die technischen und personellen sowie intellektuellen Mittel dafür haben, dieses System zeitnah und flächendeckend durchziehen zu können. Besonders augenöffnend war ein Gespräch mit dem besten aller IT-ler, der mir versicherte, dass vor allem das "Identifizierungs-Problem*" noch in keinster Weise gelöst sei! Ein plötzlicher, universeller Einsatz ist daher unmöglich!
* könnte auch Identifikations-Problem heissen, bin deren Sprache nicht so mächtigTB

16:54 | H. Lohse antwortet
Zurückweisung Tom, bin zwar kein IT'ler aber als Mensch unter Selbigen muss ich täglich die Hörigkeit der Massen zur Kenntnis nehmen und hier sind zwischenzeitlich fast sämtliche Hemmungen beim bargeldlosen Zahlungsverkehr gefallen. Es hat Vieles gemeinsam mit dem Maskentheater, - das Testgelände DEUTSCH ist für die im Hintergrund agierenden Mächte geradezu eine Aufforderung immer weiter die Souveränität seiner Bürge(n)r zu beschneiden.
Auf der Weltbühne des Schachbrettes hat der Bauer (Junker) seinerzeit sogar öffentlich verlauten lassen, wie das Spiel zu laufen hat. "Wir stellen etwas in den Raum [...]
Auf der Insel der "Schönen & Reichen" deren Übernachtungskapazität aktuell völlig ausgelastet ist [sic] führt der DEUTSCH egomanenhaft sein Goldenes Kalb aus, -geht es allerdings um die Kaufabwicklung des täglichen Lebens, so scheut er nicht davor zurück Beträge auch unter fünf Eureonen großzügig und in übersteigertem Selbstbewusstsein bargeldlos abzuwickeln. Und genau hier liegt mein Einspruch ! Erst müssen die Massen hinreichend konditioniert sein, dürfen nicht mehr reflektieren und es als Normalität anerkennen, -dann ist es nur noch "Ein kleiner Schritt für den Menschen, aber ein riesiger Sprung zur Unterordnung der Menschheit" !!!
Für das dann einzusetzende IT System finden sich nach dem Radfahrerprinzip auch hier willfährige Handlanger. Nichts ist unmöglich - [...] und Hochmut kommt vor dem Fall.

15.10.2020

19:51 | FAZ:  EZB-Chefin Lagarde stellt zentrales Prinzip in Frage

Die EZB-Präsidentin will, dass die Notenbank sich stärker für den Klimaschutz engagiert. Die Folgen für die Anleihekäufe könnten weitreichend sein. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) hat Zweifel daran geäußert, ob das Prinzip der sogenannten Marktneutralität im Falle von geldpolitischen Anleihekäufen immer sinnvoll ist. Das Prinzip besagt, dass die Notenbanken des Eurosystems ihre „QE“ („Quantitative Easing“) genannten Anleihekäufe so gestalten sollen, dass sie den Markt nicht verzerren und weder einzelne Staaten noch Unternehmen bevorzugt werden.

Aus Misswirtschaft wird Melonenwirtschaft .... außen grün .. innen Kommunismus. TS

12:18 | zerohedge: Fed's Daly Vows To Make The Uber-Rich Even Richer To Avoid "Millions Of Job Losses"

In the most dramatic admission yet that the Fed is aware that it is directly responsible for the record wealth gap tearing apart US society even as it virtue signals each and every day about reducing income and race inequality and blames racism for its own catastrophic flaws, San Francisco Fed President Mary Daly, the first openly gay Fed president, acknowledged that the uneven distribution of assets in the U.S. means that when monetary policy action to support economic growth also boosts financial markets, and impacts wealth inequality. Even so, she said the Fed should still act.

Jetzt ist schon das Bruttoinlandsprodukt bei genauerem Hinsehen ein durchaus problematisch Konzept, um den Wohlstand zu messen. Viel mehr trifft das aber noch auf die Börsenkurse zu. Und wenn Trump - oder irgendein anderer US-Politiker - die 401(k)-Pläne retten wollte, so könnte das sicher auch gelingen, ohne Kollateralprofiteure zu generieren. AÖ

13.10.2020

12:24 | cnbc: Central banks are considering their own digital currencies – this is what they could look like

After Facebook shocked policymakers with its plan to launch a digital currency last year, central banks have been forging ahead with discussions on how they could create their own virtual money. Now, they’ve come up with a rough framework for how such a system could work. On Friday, the Bank for International Settlements and seven central banks including the Federal Reserve, European Central Bank and the Bank of England published a report laying out some key requirements for central bank digital currencies, or CBDCs.

Die Diskussion um die Ausgestaltung der CBDCs wird eines der großen Themen der kommenden Jahre werden. Insbesondere wird sicherzustellen sein, dass die Behörden keinen Zugriff auf die Konto- und Transaktionsdaten erhalten. Ohne Anonymisierung ist schwer vorstellbar, dass ein CBDC in unseren Breiten zu einer ernsthaften Konkurrenz für das Bargeld wird. AÖ

12.10.2020

12:04 | cnbc: Bank of England asks banks about readiness for negative rates

The Bank of England asked banks on Monday how ready they are for zero or negative interest rates, following up its announcement last month that it was considering how to take rates below zero if necessary.

Es ist also nur mehr eine Frage von Wochen, bis die Bank of England die Zinsen ins Negative drückt. Die Dummen sind die Sparer, ökonomisch wird diese Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg bringen. AÖ

11:08 | geolitico: Untergang des Weltwährungssystems

Wir befinden uns in der Endphase eines Weltwährungssystems ungedeckter Gelder. Wie wir im Jahr 2008 gesehen haben, kann sich die Lage sehr schnell dramatisch zuspitzen. Schließlich kann niemand wissen, wie lange es Regierungen und Zentralbanken noch gelingen wird, den unvermeidlichen Neuanfang hinauszuzögern.

Der einzige Grund, warum wir noch kein neues System haben liegt in der Tatsache, dass die "herren des Geldes" noch kein taugliches Ersatzgeldsystem ersonnen haben - was eigentlich gut für uns Wärhungsverwender ist! Zu sehr waren die Herren des Gedles mit der Aufrechterhaltung der alten Währungsillusion beschäftigt. Tja, wenn man nur repariert, nie in die weitere Vergangenheit blick, bzw. das 19. Jhdt in Vergessenheit gerät und so gut wie überhaupt nicht an neue theoretischen Ansätzen arbeitet, dann kommt man ins Hintertreffen! Deshalb bleibt noch immer die Hoffnung, das diejenige, die bis jetzt das Sagen hatten, das nächste System nicht mitbestimmen werden können! TB

10.10.2020

09:05 | imf: From Great Lockdown to Great Transformation

"... The third opportunity is building fairer societies."

Zentralisten wollen eine gerechtere Gesellschaft bauen. Man sollte diese Drohung ernst nehmen. Die Verwendung von Wieselwörtern (Hayek) wird schon chronisch. HP

09.10.2020

12:14 | bielmeiersblog: EZB bleibt auf Kurs

Die europäischen Währungshüter stimmen darin überein, dass nach wie vor ein umfangreicher geldpolitischer Stimulus geboten sei. Dies geht aus dem Protokoll der EZB-Ratssitzung vom 9./10. September hervor. Zwar deuten die jüngsten Konjunkturdaten, im Einklang mit den EZB-Projektionen, auf eine kräftige Erholung der wirtschaftlichen Aktivität hin, doch bestehen zugleich erhebliche Abwärtsrisiken. In diesem Zusammenhang wird auf die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und den zunehmend wahrscheinlichen No-Deal Brexit verwiesen. Die EZB werde daher zunächst eine abwartende Haltung einnehmen und die weiteren Wirtschaftsdaten sehr sorgfältig analysieren.

Anders ausgedrückt: Die Schleusen bleiben weiter geöffnet und werden bei Bedarf noch weiter geöffnet. Und so viel sei verraten: Dieser Bedarf wird vermutlich noch in diesem Jahr eintreten. AÖ

08.10.2020

12:52 | cnbc: Fed’s Kashkari warns that delaying stimulus will have ‘enormous consequences’

Minneapolis Federal Reserve President Neel Kashkari became the latest central banker to warn against not getting more stimulus to the U.S. economy, saying that the cost of doing nothing could be major. As the impasse in Washington intensifies, Kashkari told CNBC that workers, businesses and governments need more cash from Congress. “There are enormous consequences if we just let things go, and the downturn will end up being much worse,” he said on “Squawk Box.” “If we don’t support people who have lost their jobs, then they can’t pay their bills and then it ripples through the economy and the downturn is much worse than it needs to be.”

Jetzt, da sich die Zentralbanker im Tonfall immer selterner von links-populistischen Politikern unterscheiden, erhebt eigentlich noch irgendjemand das Wort gegen die schier uferlose Rettungspolitik? Das kann kein gutes Ende nehmen. AÖ

12:34 | gabor steingart: Das Morning Briefing vom 8. Oktober 2020: Jens Weidmann: Der stille Mahner

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann ist kein Freund der EZB-Geldflutungspolitik – aber als erklärter Gegner mag er auch nicht in Erscheinung treten. Der Zeitgeist bläst zu stark aus der anderen Richtung. Die Verzinsung einer widerständigen Position, das zeigen die EZB-Kritiker Issing, Stark, Weber, rangiert im negativen Bereich.

Weidmanns Ablehnung von Aktienkäufen durch die EZB liest sich aber so überhaupt nicht wie eine stille Mahnung, sondern vielmehr wie ein übervorsichtiger Einspruch. AÖ

07.10.2020

16:50 | focus: Deutschland muss mit einer Billion stützen: Das Euro-Fehlkonstrukt wird immer klarer

Die Corona-Krise treibt die Schulden der Staaten in nicht gekannte Höhen. Auch die Bilanzsummen der Notenbanken explodieren. Diese Geldflut kann kein gutes Ende nehmen.

Man stelle sich einmal vor, wir lebten noch vor 1971! Deutschland hätte Gold im Wert von 1 Billion in seinen Tresoren! TB

18:34 | dazu passend: AZ: Wie Erdogans Politik die türkische Lira entwertet

Die türkische Wirtschaft ist in der Corona-Krise massiv eingebrochen, die Lira hat an Wert verloren. Die Reaktion der Menschen in der Türkei: Sie flüchten sich in Gold und Dollar. Mit einer überraschenden Erhöhung der Leitzinsen hatte die türkische Notenbank Ende September den Absturz der Landeswährung zu bremsen versucht. Er stieg um 2,0 Prozentpunkte auf 10,25 Prozent. Viele Volkswirte hatten damals mit einem unveränderten Niveau gerechnet. Doch den Verfall der türkischen Lira konnte die Senkung nicht aufhalten. Nur einen kurzen Moment stabilisierte sich die Lira gegenüber dem Euro. Inzwischen müssen die Türken aber wieder mehr als neun Lira für einen Euro bezahlen. Binnen eines Jahres hat die Lira auch gegenüber dem Dollar rund 30 Prozent an Wert verloren. In nur drei Jahren hat sich der Außenwert der türkischen Währung sogar mehr als halbiert.

Siet man sich die Entwicklung der Lira zum Euro der letzten Jahre an, kann man die Fluchtversuche verstehen! Bloß real kommt das mittlerweile einem ordentlichen Vollcrash gleich! Auch dazu wird der Dauerbeleidigte vom Bosporus Visionen entwickeln müssen!? OF


16:22 | bundesbank: TARGET2-Saldo

Kommentar des Einsenders (Dipl.-Ing.)
Die Target2-Salden haben sich zum 30. September wieder erhöht, nach 1.056 Milliarden € im August 2020 ist Europa mit 1.115 Milliarden € (in Worten: eintausendeinhundertfünfzehn = 1,115 Billionen!!!) bei der BRD verschuldet, immerhin eine Steigerung um fast 5,6%!
Als Pfand hierfür dienen die Spargroschen von Tante Emma und den anderen 80 Millionen Deutschen!

15:00 | Focus:   Deutschland muss mit einer Billion stützen: Das Euro-Fehlkonstrukt wird immer klarer

Die Corona-Krise treibt die Schulden der Staaten in nicht gekannte Höhen. Auch die Bilanzsummen der Notenbanken explodieren. Diese Geldflut kann kein gutes Ende nehmen.
Wir befinden uns in wahrlich historischen Zeiten – in allen Belangen! Während die Welt durch Corona still stand, haben die Staaten und Notenbanken nur mit Billionen so um sich geschmissen um die Rezession abzufedern. Überall wurden innerhalb kürzester Zeit Rettungspakete und Konjunkturpakete historischen Ausmaß aus dem Boden gestampft.

... Marc Friedrich mit seiner Sicht. TS

06.10.2020

14:06 | Focus:  EZB plant Zukunft des Geldes: Warum bald alles teurer werden könnte

Die US-Notenbank Fed hat es vorgemacht, die EZB wird nachziehen. Die Euro-Hüter überarbeiten derzeit das Inflationsziel. Es könnte den Weg zu einer höheren Teuerungsrate freimachen. Aber das ist nicht die einzige Veränderung, die auf die Menschen zukommen wird.

Wozu noch sparen ... außer in Gold .... wenn doch dieses Papier namens Euro sowieso bald nichts mehr wert ist. TS

10:02 | zero-h: Venezuela Orders 71 Tons of Paper To Print New Banknotes Worth 23 Cents Each

Venezuela importiert nun 71 Tonnen Papier von der italienischen Gelddruckerei Fedrigioni (die sich mehrheitlich im Besitz des US-Private-Equity-Giganten Bain Capital befindet), mit dem es neue Scheine mit dem bisher höchsten Nennwert von 100.000 neuen Bolivar-Scheinen drucken wird. In Dollar ausgedrückt: Jede neue Banknote ist etwa 23 Cent wert, was auf die rasende Hyperinflation zurückzuführen ist, die die Nation in den letzten 6 Jahren erfasst hat.

Weimar und Harare lassen grüßen.
Was haben unsere Medien nicht über die "segensreiche Revolution" samt neuem Herrscher in Venezuela berichtet - über die Hyperinflation wurde bisher noch wenig geschrieben. Vielleicht auch deshalb weil Ähnliches - nur umgekehrt - in Bälde auch hier zu erwarten wäre? 1. Hyperinflation, 2. Revolution? TB

05.10.2020

12:30 | ezb: When markets fail – the need for collective action in tackling climate change

There has been a growing debate about the role that monetary policy should play in addressing the risks of climate change. The coronavirus (COVID-19) pandemic has intensified this debate in several ways. It has laid bare how large global shocks can affect price stability and hence the conduct of monetary policy. The pandemic has also testified to the vulnerability of financial markets to tail events – a risk that many observers see in the prevailing pricing, or mispricing, of climate risks.

Isabel Schnabel, ihres Zeichens seit Jahresbeginn Mitglied des Direktoriums der EZB, fällt noch mehr durch zeitgeistiges Anbiedern auf als ihre Chefin Mme Lagarde. AÖ

12:04 | fazit - das wirtschaftsblog: Geldpolitik neu denken?

Hat die expansive Geldpolitik eine Zukunft? Wie kann sie sich wieder mehr Handlungsspielraum verschaffen? Claudio Borio hält viele alte Weisheiten für prüfenswert. Und in Australien wird diskutiert, ob der dortige Zentralbankrat überhaupt etwas von Geldpolitik versteht.

Zu einem ähnlichen Thema "Geldpolitik im Wandel" hält der Gouverneur der "Oesterreischen Nationalbank", Univ.-Prof. Dr. Robert Holzmann, heute um 18:00 einen Vortrag am Wiener "Institut für Höhere Studien". Der Vortrag kann hier live mitverfolgt werden. Man darf gespannt sein, ob Gouverneur Holzmann neuerlich mit der einen oder anderen Aussage Aufsehen erregen wird. So hat er sich vor kurzem - überraschenderweise - für eine symmetrische Interpretation des Inflationszieles ausgesprochen. AÖ

10:30 | bi: Corona-Soli, Vermögensabgabe, Zwangshypothek: Warum ihr euch die Folterkammer der finanziellen Repression einmal ansehen solltet

Wer vor dreißig Jahren eine Million Mark auf der hohen Kante hatte, hatte einigermaßen ausgesorgt. Bei einer angenommenen Verzinsung um sechs Prozent betrug das Monatseinkommen damit 5.000 Mark (vor Steuern und Inflation). Mit solch einem Einkommen konnte man damals zwar nicht täglich Jahrgangschampagner zum Frühstück kredenzen, aber anständig leben. Man hatte sein Auskommen, konnte ein Auto unterhalten, in Urlaub fahren, ab und an prassen. Wer heute eine Million Euro (also fast das Doppelte) auf der hohen Kante hat, muss sich mit einer anderen Lebenswirklichkeit arrangieren. Wenn er Glück hat und ein Tagesgeldkonto zu 0,001 Prozent nutzen kann, erhält er für sein Euro-Milliönchen zu Silvester zehn Euro an Zinsen. Fürs ganze Jahr. Und natürlich ebenfalls vor Kapitalertragsteuern, Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls Kirchensteuer und Inflation (aktuell 1,4 Prozent). Die schwäbischste aller Hausfrauen dürfte gefordert sein, ihre Lieben damit ein Jahr lang durchzubringen.

Soli(darität) statt Zins lautet die Devise
Und selbst diese Form der Einteignung des Betruges ist den "Sozialen Gerechtigkeits"-Fanatikern noch zu wenig. TB


08:21 | f100: Geldflut der Notenbanken! Doch fast die Hälfte landet in den Tresoren

Vieles von den neu geschaffenen Geld ist dort noch gar nicht angekommen. Gibt etwa der deutsche Staat neue Anleihen heraus, werden diese an Handelsbanken verkauft. Der Erlös landet auf dem staatlichen Sparkonto, welches im Falle Deutschlands bei der EZB angesiedelt ist. Technisch gesehen hat zu diesem Zeitpunkt also noch kein Euro die Zentralbank verlassen. Erst, wenn die Bundesregierung das Geld ausgibt, fließt es tatsächlich in die Gesellschaft.

Der Staat als Sparefroh - Sochn gibt's. Ist das das Rücklagenkonto für die Goldstücke? TB


07:08
 | FAZ:  Weltbankchef fordert Schuldenerlass für ärmste Länder

Die Pandemie könnte rund 100 Millionen Menschen in extreme Armut treiben. Weltbankchef David Malpass fordert eine Schuldenstreichung für besonders schwer betroffene Regionen. ie Coronavirus-Pandemie könnte nach Ansicht des Präsidenten der Weltbank, David Malpass, in den ärmsten Ländern eine Schuldenkrise auslösen. Einige Entwicklungsländer seien bereits in einer Abwärtsspirale von schwächerem Wachstum und finanziellen Schwierigkeiten, sagte Malpass in einem Interview dem „Handelsblatt“. Es sei offensichtlich, dass einige Länder nicht in der Lage sind, die aufgenommenen Schulden zurückzuzahlen.

Das wird sich von alleine erledigen. TS

02.10.2020

12:34 | ezb: EZB intensiviert Arbeit an digitalem Euro

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute einen umfassenden Bericht über die mögliche Ausgabe eines digitalen Euro veröffentlicht. Erstellt wurde dieser Bericht von der hochrangig besetzten Taskforce des Eurosystems zu digitalen Zentralbankwährungen. Der EZB-Rat hatte seiner Veröffentlichung zugestimmt.

Der Weg zu einer CBDC wie dem digitalem Euro ist noch ein weiter, zu Ende gegangen wird der Weg aber jedenfalls werden. (Der Report, bislang skandalöserweise nur auf Englisch verfügbar, kann hier heruntergeladen werden.) AÖ

12:02 | vox eu: The Eurosystem: An accident waiting to happen

National central banks within the Eurosystem with substantial holdings of own risky sovereign debt are at material risk of default if their sovereign defaults, since the likelihood of recapitalisation of an insolvent national central bank by its defaulted sovereign is low. Risk exposures of a national central bank that are out of line with the risk exposures of the consolidated Eurosystem are therefore an existential threat to the monetary union. This column discusses the key flaws in the design of the Eurosystem responsible for this threat and explores three approaches to reducing the insolvency risk of national central banks.

Nicht, dass dieser Beitrag von Villem Buiter etwas substantiell Neues enthält. Er führt jedoch neuerlich vor Augen, dass es mittelfristig zu einer Entscheidung kommen muss: Entweder Zentralisierung oder Dezentralisierung, sprich Auflösung des Euro. Das in Österreich so beliebte Dauerprovisorium eines mittleren Weges, der aus Gründen der Staatsräson aufrecht erhalten wird, aller institutionellen Instabilität zum Trotz, ist in der EU allerdings ausgeschlossen. AÖ