08.04.2026
08:14 | JF: Berlin will es Geschäften verbieten, nur Bargeld anzunehmen
80.000 Betriebe in Berlin akzeptieren nur Bargeldzahlungen. Das ärgert den CDU-SPD-Senat von Kai Wegner. Über die „Bundesratsinitiative Digitale Bezahlung“ will er das nun deutschlandweit verbieten lassen. Die Bundesregierung verfolgt das gleiche Ziel.
BERLIN. Auf einer Koalitionsklausur am übernächsten Wochenende will der Berliner Senat aus CDU und SPD eine Bundesratsinitiative beschließen, um es Geschäftsinhabern zu untersagen, ausschließlich Bargeld anzunehmen. Allein in der Hauptstadt gibt es laut Finanzsenator Stefan Evers (CDU) 80.300 Unternehmen, die sich digitalen Zahlungssystemen verweigern. Das sei nicht transparent und müsse geändert werden. Berlin will es daher bundesweit zur Pflicht machen, dass Kunden auch per Karte oder mit ihrem Handy bezahlen können. Das Kabinett des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) sieht das als Kampf für „mehr Kundenfreundlichkeit“. Außerdem solle es einen fairen Wettbewerb der Zahlungssysteme geben und Steuerhinterziehung verhindert werden. Nach Schätzungen der Deutschen Steuergewerkschaft und des Bundesrechnungshofs entgehen dem Staat durch Barzahlungen mehr als 15 Milliarden Euro Steuern pro Jahr.
Kommentar des Einsenders
"Berlin will es daher bundesweit zur Pflicht machen, dass Kunden auch per Karte oder mit ihrem Handy bezahlen können. Das Kabinett des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) sieht das als Kampf für „mehr Kundenfreundlichkeit“. Außerdem solle es einen fairen Wettbewerb der Zahlungssysteme geben und Steuerhinterziehung verhindert werden.
Nach Schätzungen der Deutschen Steuergewerkschaft und des Bundesrechnungshofs entgehen dem Staat durch Barzahlungen mehr als 15 Milliarden Euro Steuern pro Jahr. ..."
...zwischen Pflicht und Können ist ein wesentlicher Unterschied! Margenschwache Klein(st)unternehmer in die digitale Landschaft zu "zwingen" ist die nächste Sauerei dieser Kasper... Im Bundesbankgesetz steht die Annahmepflicht des gesetzlich festgesetzten Währungstitels Euro - in Scheinen, und mit geringfügigen Ausnahmen der Münzen. Der Weg will geebnet werden für die CBDC der ECB, die Karten-/Systemanbieter wollen ihr Geschäft machen, die Korruptionisten ihre Kick-backs, die pauschalisierte Aussage Wegner hinsichtlich Steuerhinterziehung eine bodenlose Frechheit und die Schätzung der dt Steuergewerkschaft völliger Unsinn! Dort, wo die tatsächliche Steuerhinterziehung stattfindet ist den Regierungen bestens bekannt, gefördert für die Friends und Clans, ...aber doch nicht der kleine Barber, Cafe-/Döner-Standler, Gemüsehändler am Markt oder der Eislutschker-Verkäufer... Lächerlich! Ps: Bargeldgrenzen gehören weg und vermehrt mit Bargeld bezahlt. Bargeld ist bedruckte "Freiheit".
Willkommen in der gläsernen Geldbörse JE
06:07 | fmw: Inflation durch Iran-Krieg? Fed-Williams gibt Entwarnung
William´s Ausblick für den zugrunde liegenden Preisdruck in den USA sei weitgehend unverändert, obwohl er davon ausgeht, dass höhere Energiekosten aufgrund des Krieges im Iran die Gesamtinflation ankurbeln werden. „An der Situation hat sich nicht viel geändert“, sagte Williams heute in einem Interview mit Bloomberg TV in Bezug auf die zugrunde liegende Inflation. Er fügte hinzu, dass er davon ausgehe, dass die Kerninflation, die Lebensmittel- und Energiekomponenten ausschließt, nur um ein oder zwei Zehntel Prozentpunkte steigen werde.
Wenn der selten unbequeme Williams Entwarnung gibt, sollten wir ganz besonders alamiert sein. Immerhin ist Williams ja dafür bekannt, eher akademisch zu denken denn Handels-bezogen - davon hat ernämlich keine Ahnung. Ich möchte 1 Basispunkt Zinsansteig haben für jedes Mal wenn Williams die Beruhigungstabletten "alles im Griff", „gut ausbalanciert“, „kein systemisches Risiko“ verwendet hat! TB
07.04.2026
14:57 | NH: Berliner CDU will mit Bundesratsinitiative gegen das Bargeld vorgehen
Die CDU-geführte Regierung Berlins arbeitet laut Bild an einer Bundesratsinitiative, die alle Händler und Dienstleister verpflichten soll, digitale Bezahlverfahren zu akzeptieren. Die Partei, die gern behauptet, für bürgerliche und wirtschaftliche Freiheiten zu stehen, will die Vertragsfreiheit nicht akzeptieren, wenn ein Kioskinhaber sich entscheidet, nur Bargeld zu akzeptieren.
Der komplett fantasielose und schlecht informierte oder das nur vorschützende CDU-Fraktionschef Dirk Stettner sagte der Zeitung, ihm falle „kein sonstiger Grund“ ein, warum jemand auf reiner Barzahlung bestehe, „als an der Steuer vorbei arbeiten zu wollen“. Gerade so als ob digitale Zahlungsverfahren die Händler nichts kosten würden. Insbesondere bei kleineren Händlern mit geringen Umsätzen und Margen schlagen die Kosten ins Kontor.
Bargeld ist Freiheit. Alles andere ist ein glorifiziertes Trinkgeldsystem für Banken und ein Überwachungstool für Leute, die dir nicht mal erklären können, warum sie deine Daten brauchen. Wenn selbst der Kiosk gezwungen wird, Karten zu akzeptieren, dann geht’s nicht um Bequemlichkeit – dann geht’s darum, dass irgendwann jede Semmel und jedes Bier protokolliert wird. JE
04.04.2026
11:29 | tkp: Iran bereitet sich darauf vor, dem Petrodollar-System den Todesstoß zu versetzen
Während Europa und der Großteil der übrigen Welt mit der größten Energiekrise seit Jahrzehnten konfrontiert sind, hat der Iran Schritte unternommen, um dem Petrodollar-System einen Schlag zu versetzen. Gestern erklärte der Leiter des iranischen Regierungsinformationsrats, Elias Hazrati, im staatlichen Fernsehen, Teheran sei bereit, Abkommen mit europäischen, asiatischen und arabischen Ländern über den Transit durch die Straße von Hormus abzuschließen.
Der Iran wird die Nutzer zu Verhandlungen über die Bedingungen einladen und damit inmitten der anhaltenden Krise die volle Kontrolle beanspruchen. Den EU-Ländern wird der Transit durch die Straße von Hormus angeboten – zu den Bedingungen des Iran. Europas Energiekosten sind in nur 30 Kriegstagen um 16,2 Milliarden Dollar in die Höhe geschnellt, und es könnte noch deutlich schlimmer kommen, wenn keine Einigung erzielt wird. Der Preis für Erdgas hat sich verdoppelt, und Öl ist um mehr als 60 % gestiegen.
Europa darf jetzt wählen: Entweder weiter brav an den Dollar hängen und frieren – oder beim Schurkenstaat anklopfen und so tun, als hätte man plötzlich Rückgrat. Wahrscheinlich kriegen sie beides hin – frieren und sich trotzdem devot unterwerfen. JE
