19.01.2020

10:21 | ip: Das Geständnis: Wir Zentralbanker sind schuld am nächsten Crash

Vorgestern, während einer Frage- und Antwort-Session nach seinem Vortrag vor dem Economic Club of New York, und auch in einem Bloomberg-Interview gleichentags, sprach der amerikanische Dallas Fed-Präsident Robert Kaplan plötzlich Klartext. „Balance sheet growth is not free“, meinte er. Grosse Zentralbankbilanzen haben Nebenwirkungen. Das ist erstaunlich. Warum? Ehemaligen Fed-Präsidenten ist in der Vergangenheit zwar schon einige mal die Wahrheit „herausgerutscht“.

Von der FED selbst gab es bisher keine so klare Warnung wie jen von Kaplan. Insgesamt ist diese Warnung jedoch kein Einzelfall: schon im Oktober 2018 hat der Chefökonom der BIZ, Claudio Borio vor einem zentralbankverschuldeten Crash gewarnt, mit Sätzen wie:
„Die finanzielle Situation scheint alles andere als stabil“
"Vor allen Dingen gibt es zu viele Schulden: Gemessen am BIP, ist die Gesamtverschuldung (des privaten und öffentlichen Sektors) weltweit bedeutend höher als vor der Krise“
Da die Zinssätze immer noch außergewöhnlich niedrig und die Zentralbankbilanzen aufgeblähter sind denn je, gibt es kaum noch Mittel im Medizinschrank, um dem Patienten wieder auf die Beine zu helfen oder ihn bei einem Rückfall zu versorgen.“ TB

14:18 | dazu passend und noch präziser geschildert - zero-h: 944 Trillion Reasons Why The Fed Is Quietly Bailing Out Hedge Funds TB

18.01.2020

19:27 | f100: Sie müssen alles riskieren: Notenbanken bereiten das Endspiel um unser Geld vor

Um die Wirtschaft vor dem Absturz zu retten, mussten die Notenbanken heftig intervenieren. Doch nun sind ihre Mittel fast erschöpft. In der nächsten Krise müssen sie deshalb alles auf eine Karte setzen.

Va banque Notenbanque! TB

14:13 | focus: Sie müssen alles riskieren: Notenbanken bereiten das Endspiel um unser Geld vor

Einmal mehr waren es die Notenbanken, die die Finanzmärkte und auch die Realwirtschaft gerettet haben. Mit einer wahren Flut an Liquidität gelang es, das völlig überschuldete Finanzsystem zu stabilisieren und den Märkten das Vertrauen zurückzugeben. Steigende Vermögenspreise waren die zwingende Voraussetzung, da nur so die Abwärtsspirale gestoppt werden konnte. Sonst wäre es zu einer weiteren Welle an Zwangsliquidationen, verfallenden Vermögenspreisen und Konkursen gekommen. Der gefürchtete Margin Call hätte zur Kernschmelze geführt.

ich bin mir nicht sicher, ob man bei der Sedierung und Leidensverlängerung, welche die Notenbanken durchgezogen haben, von Rettung reden kann! TB


11:11 | ntv:  "Wucht der Negativzinswelle" nimmt 2020 zu

Das neue Jahr beschert Sparern vielerorts negative Neuigkeiten - im wahrsten Sinne des Wortes. Immer mehr Geldinstitute verlangen von ihren Privatkunden Strafzinsen. Und das ist erst der Anfang, prophezeien Beobachter. Mindestens 16 Institute, vor allem Volksbanken und Sparkassen, haben nach Daten des Internetportals Verivox in den ersten Wochen 2020 Negativzinsen für Geldanlagen von Privatkunden eingeführt oder bestehende Strafzinsen erhöht. "Die Wucht der Negativzinswelle hat in diesem Jahr noch einmal deutlich zugenommen"

Was deins ist, ist auch meins und was meins ist geht dich einen feuchten ..... an. TS

06:43 | SPON:  Harvard-Ökonom rechnet mit stärkerem Minuszins

Schon jetzt leiden immer mehr Sparer unter Minuszinsen. Harvard-Professor Kenneth Rogoff erwartet von EZB und Fed noch drastischere Leitzinssenkungen. Nur so könne die Geldpolitik wirksam bleiben, sagte er dem SPIEGEL.

Der Karren muss schnell werden, bevor er gegen die Wand kracht ....  TS

13:57 | Der Bondaffe
Das ist bewußt falsch formuliert. Es handelt sich um "Zinserhöhungen im Negativzinsbereich". Falls Mathematiker Schwierigkeiten mit dieser Aussage haben, dann sei nur gesagt: "Ökonomen und Volkswirtschaftler dürfen das". Zumindest wäre es fürs Volks verständlich.

17.01.2020

14:04 | gg: The Real Reason They Want To BAN CASH!

Kommentar des Einsenders
Ich schaue auf Youtube in letzter Zeit ganz gerne Beiträge von George Gammon. Kan man generell viel lernen. Das Englisch ist gut verständlich und im Zweifelsfall kann man sich auch einen Untertiel erzeugen lassen.
Aber dieser Beitrag ist wirklich heiß: Der niedrige Zins ist dafür da, dass am Ende nur noch die Zentralbanken übrig bleiben, um die Macht an sich zu nehman. Und wem gehören diese? (ab Min 02:50)

12:52 | theguardian: ECB should be more open and democratic under Christine Lagarde von Barry Eichengreen

Those who set the central bank’s monetary policy should reveal how they cast their ballots

Die Offenlegung des Abstimmungsverhaltens wäre begrüßenswert und würde mittelfristig die tiefen, traditionellen Unterschiede zwischen dem alten D-Mark-Block bzw. dem Norden und den weicheren Währungen des Südens zutage treten lassen. Weil dies die Zentrifugalkräfte in der EU stärken würde, ist es daher eher unwahrscheinlich, dass dieses Vorhaben in der näheren Zukunft umgesetzt wird. AÖ

12:34 | focus: Neue EZB-Direktorin Schnabel: "Höhere Leitzinsen sicher nicht angebracht"

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung erteilt die neue Direktorin der Europäischen Zentralbank, Isabel Schnabel, höheren Leitzinsen eine klare Absage. Die Debatte um Strafzins und Co. empfindet die ehemalige Wirtschaftsweise sowieso als zu aufgeheizt.

Die neue, deutsche EZB-Direktorin Isabel Schnabel meint tatsächlich, Deutschland solle der EZB für die Geldpolitik dankbar sein, denn dank dieser Geldpolitik herrsche Vollbeschäftigung. Man kann es nicht oft genug sagen: der wichtigste Grund für die außergewöhnlich guten Makrodaten ist, dass Deutschland nicht aufwerten kann. Darunter leiden insbesondere Beschäftigten mit niedrigen Löhnen, die nur geringe Nominallohnsteigerungen verbucht haben, aber wegen der Einheitswährung keine Aufwertungsgewinne einstreifen konnten. AÖ

13:02 | Der Bondaffe
Man könnte es auch einfacher ausdrücken: "Negativzinsen sind die unausweichliche Konsequenz eines Zinseszinssystems, welches über kurz oder lang kollabieren wird. Ein Kollaps, der durch hohe Zinsen verursacht wird, geht recht zügig bis zum Knall. Einen Kollaps kann man mit niedrigen, Null- oder Negativzinsen recht lange hinauszögern, aber auch hier ist der Abbruch unvermeidlich. Aus der Nullzinsfalle gibt es nämlich kein Entkommen. Aber auch der durch die niedrigen Hypothekenzinsen verursachte Immobilienboom wird ein nicht zu unterschätzender Verstärker des Kollapses sein."

 

09:54 | häring: Die US-Notenbank subventioniert mit billigen Notkrediten Mega-Gewinne der Wall Street

Die zwei profitabelsten Wall Street Häuser haben 2019 über 50 Milliarden Dollar Gewinn gemacht. Gleichzeitig verteilt die US-Notenbank seit September riesige Billigstkredite ohne nachvollziehbare Begründung und ohne jegliche Transparenz an die Wall Street. Das weckt unheilvolle Erinnerungen an vor zehn Jahren.

Verletzt den Gleichheitsgrundsatz auf schändlichste Weise - die ansonsten so verfassungstreuen Amerikaner, abe auch die Medienkonzerne, die sich ja bei anderen Trump-Aktionen stets um den Bruch der Verfassung Sorgen machen,  stossen sich daran aber überhaupt nicht! TB


08:54
 | f100: Historiker: "Negativzinsen sind eine unausweichliche Konsequenz der Geschichte" must read!!!

Die Forschung geht meist davon aus, dass der Zins leicht mit dem Wirtschaftswachstum und der demografischen Entwicklung korreliert, sich aber in der Regel auf einem Niveau von drei bis fünf Prozent bewegt. Das stimmt so nicht. Man kann für den Realzins einen langfristigen Trend ausmachen: Er geht nach unten – 0,01 bis 0,02 Prozent pro Jahr. Der Zinssatz ist kein statisches Gebilde. Es gibt einen langfristigen historischen Abwärtstrend. Das ist bislang nicht durchgedrungen.

15.01.2020

12:54 | bielmeiersblog: Die EZB hat sich verändert

Die EZB hat nach der Finanzkrise ihr Verhalten und die Reaktionsfunktion spürbar verändert und die Geldpolitik einen Strukturbruch erfahren. Gab es im ersten Jahrzehnt des Bestehens der Notenbank noch einen engen Gleichlauf zwischen konjunktureller Entwicklung und geldpolitischer Ausrichtung, ist in den letzten zehn Jahren eine zunehmende Entkoppelung der Geldpolitik vom realwirtschaftlichen Geschehen zu verzeichnen. Ein Grund hierfür liegt in der asymmetrischen Reaktionsfunktion der Währungshüter. In wirtschaftlichen Abschwung reagiert die EZB schneller und stärker als in Aufschwungphasen. Dies fiel besonders sowohl in der ausklingenden Finanzkrise als auch 2015 auf, als die EZB trotz Aufschwung, aber aus Sorge vor deflationären Risiken, den Einstieg in das PSPP verkündete.

Dass die Große Finanzkrise 2007/2008 und die anschließende tiefgreifende Rezession einen geldpolitischen Strukturbruch zur Folge hatte, ist Allgemeingut. Bielmeiers Vergleich hinkt jedoch insofern gewaltig, als das EZB-Mandat eine Berücksichtung der wirtschaftlichen Entwicklung bei geldpolitischen Entscheidungen nur dann zuläßt, wenn das Inflationsziel eingehalten wird. Und genau das war mit Ausnahme von 2011 und 2012 nie der Fall. AÖ

12:28 | oenb: Wird die Inflation richtig gemessen (pdf)

Die Messung der Inflationsrate ist – so wie bei jeder makroökonomischen Größe – mitUngenauigkeit behaftet. Da die Inflationsrate Auskunft über die Kaufkraftentwicklung derHaushalte gibt, können Messfehler, wenn sie als erheblich betrachtet werden, die Aussagekraftder offiziellen Inflationsstatistik unterminieren. Für die Geldpolitik ist die Inflationsrate, gemessendurch den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für den Euroraum, der zentraleIndikator, anhand dessen die Erreichung des Ziels der Preisstabilität beurteilt wird. Insofern istdie Messgenauigkeit der Inflationsrate nicht nur aus statistischer, sondern auch aus geldpolitischerSicht besonders relevant. In der vorliegenden Analyse werden verschiedene, zum Teil bereits seitlängerer Zeit auf internationaler Ebene diskutierte Probleme bei der Inflationsmessung dargestelltund einander gegenübergestellt, um die sich daraus ergebenden Messfehler abschätzen zu können.

Inflation wird von der OeNB natürlich verstanden als Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, nicht als Ausweitung der (ungedeckten) Geldmenge. Dennoch bietet diese Kurzanalyse einen guten Einblick in die Komplexität der Materie, sofern man mit dem Konzept des Harmonisierten Verbraucherpreisindes (HVPI) überhaupt etwas anfangen kann. AÖ

08:36 | cash: Das Problem liegt viel tiefer als der SNB-Negativzins

Seit fünf Jahren regiert der Negativzins in der Schweiz. Klar: Die SNB-Massnahme ist unpopulär und höchst riskant. Aber sie ist bloss Teil einer globalen Entwicklung, die uns mehr und mehr Sorgen bereiten muss.

Ähnlich wie wir auf b.com die Systemkritik von System-Rentnern kritisieren, kritisiert auch Hügli in diesem Artikel das Warnen der mitverursacht habenden Pensionären wie Draghi, Yellen und Carney! Eigentlich sollten solche Leute mit der Pensionierung einem Maulkorberlaß unterworfen sein.
Zuerst mitmachen, mitverdienen und dann sich reinwaschen, GEHT GAR NICHT! TB

14.01.2020

09:43 | afp: HomeArchiveRothschilds Want Iran’s Banks - Rothschilds Want Iran’s Banks

Könnte die Erlangung der Kontrolle über die Zentralbank der Islamischen Republik Iran (CBI) einer der Hauptgründe sein, warum der Iran von westlichen und israelischen Mächten angegriffen wird? Angesichts der wachsenden Spannungen im Hinblick auf einen undenkbaren Krieg mit dem Iran lohnt es sich, das iranische Bankensystem im Vergleich zu seinen amerikanischen, britischen und israelischen Kollegen zu untersuchen.

Zumindest war das seit 9/11 eines der erklärten Ziele des US-Imperiums! TB

12.01.2020

09:18 | cash: Fed-Ökonom sieht expansive Geldpolitik bedroht

Eine Rendite von null erwartet Kiley im Rezessionsfall für Laufzeiten von einem Tag bis hin zu fünf oder zehn Jahren. "Diese Szenarien verdeutlichen die Möglichkeit, dass eine Rezession in den Vereinigten Staaten die Nominalzinsen auf beispiellose Niveaus bringen und die Fähigkeit der Geldpolitik einschränken könnten, eine Erholung zu unterstützen", so der Ökonom.

Die Repo-Sätze machen es bereits vor! TB

11.01.2020

17:11 | handelsblatt: US-Notenbankerin Daley: „Der amerikanische Traum lebt”

Die Zentrale des weltweiten Kapitalismus ist ein Saal in Washington, der mit den beigen Vorhängen, dem wuchtigen Tisch in der Mitte, dem Kronleuchter an der Decke und einem Kamin am Kopfende an die Einrichtung eines prachtvollen Hotels erinnert, das seine besten Jahre bereits hinter sich hat. Hier, in der US-Notenbank (Fed) in Washington, werden Entscheidungen getroffen, die weltweit die Märkte beben oder jubeln lassen.

10.01.2020

13:16 | wolfstreet: Fed Drains $45 Billion from Repo Market, back to Oct Level. T-Bill Purchases Continue. Assets Shrink by Most Since QT

The feared chaos in the repo market over the year-end period didn’t materialize as the Fed had flooded the market with cash via repo operations and purchases of T-bills (Treasury securities with maturities of one year or less). This kept repo rates glued to the bottom of the Fed’s target range for the federal funds rate at just over 1.5%. But it sure took a big flood of liquidity to douse that potential chaos – $410 billion between September and January 1 – and now some of that liquidity got drained.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich die Situation am Repo-Markt tatsächlich beruhigt haben wird, und ob sich die die sprunghaft angestiegene Bilanzsumme wieder zurückbilden wird. Zur Erinnerung: die Interventionen am Repo-Markt seit September 2019 waren bis zur Lehman-Krise das geldpolitische Standarprozedere. AÖ

11:30 | Focus: Die Bürger müssen sich damit abfinden: Die Bargeld-Abschaffung kommt ganz sicher

Die Bundesbank ist dagegen, die Deutschen lieben ihr Bargeld. Doch sie werden akzeptieren müssen, dass der Staat sie bald auf Schritt und Tritt kontrollieren kann - und ihnen vorschreibt, was sie kaufen können.


08:21
 | querschüsse: FED: Bilanzsumme steigt wieder deutlich

Wenn man sich wundert, wie trotz Handelskrieg, Brexit, nachlassender weltweiter Konjunktur und geopolitischen Krisen, die Aktienmärkte weit oben turnen und viele Assetklassen sich weiter aufblasen, ganz einfach, die Notenbanken geben längst wieder Gas. So die US-Notenbank (FED), diese weitet laut dem wöchentlichen Bilanzausweis, Factors Affecting Reserve Balances – H.4.1, die Bilanz aktuell auf 4173,626 Milliarden Dollar aus. Nicht mehr lange und es “droht” ein neues Bilanzsummenhoch, der perfekte Treibstoff für die meisten Assetklassen.

09.01.2020

15:34 | zero-h: Fed Injects $83BN In Liquidity As Market's Repo Addiction Getting Worse

Two days after we reported that a disturbance may be brewing below the surface of the repo market again, after the first oversubscribed term repo in over three weeks, when on Jan 7 the Fed received $41.1BN in submissions for its $35BN two week repo, we got another indication just how strong the market's addition to the Fed's easy repo money has become, when moments ago the Fed announced that its latest 2-week term repo operation was also almost oversubscribed, as $34.3BN in securities ($23.3BN in TSYs, $11BN in MBS) were submitted for today's $35 billion operation, as dealers continue to scramble to the Fed for liquidity which they are no longer using for merely "regulatory" year-end purposes (since it is no longer year-end obviously), but are instead using it to pump markets directly.

99 und 84 weitere Milliarden ins brennende Bankenfeuer geschmissen!
And it burns burns burns,
it is on fire,
it is on fire! TB

09:10 | fuw: SNB mit Milliardengewinn

Die Schweizerische Nationalbank (SNB (SNBN 5510 -90)) hat gemäss provisorischen Berechnungen im Geschäftsjahr 2019 einen Gewinn von rund 49 Mrd. Fr. erzielt. Der Löwenanteil des Gewinns entfiel mit 40 Mrd. Fr. auf die Fremdwährungspositionen. Auf dem Goldbestand resultierte derweil ein Bewertungsgewinn von 6,9 Mrd. Fr., und der Erfolg auf den Frankenpositionen (mehrheitlich Negativzinsen) belief sich auf rund 2 Mrd. Fr.

Womit wir wieder einmal bei der Frage wären: dürfen/sollen zentralbanken gewinne machen? Im Falle der Schweizer gehts noch, zumal ein Gutteil der Gewinne an Bund und die Kantone ausgeschüttet werden - die ärmsten (wenns sowas in der Schweiz überhaupt gibt) bekommen per capita am meisten! TB

09:22 | Und wie überall, geht sofort der Streit um die Pecuniae los - ip: SNB-Jordan schenkt Politik frische Milliarden! TB

08.01.2020

14:24 | bielmeiersblog: EWU-Inflation zum Ende 2019 angestiegen – Teuerung bleibt Spielball der Energiepreise

Im Dezember ist die Inflationsrate im Euroraum nochmal deutlich angestiegen. Die Teuerungsrate der Verbraucherpreise lag bei 1,3%. Im November hatten die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat nur um 1,0%zugelegt. Dies lag maßgeblich daran, dass die rückläufige Entwicklung bei den Energiepreisen, die in den vergangenen Monaten die Inflationsrate gedrosselt hatte, im Dezember ausgelaufen ist. Einer der wesentlichen Treiber der Energiepreise – der Preis für Rohöl – notierte im Dezember 2019 schon wieder über dem Vorjahresniveau.

Da der nicht unerhebliche Anstieg der Inflationsrate auf niedrigem Niveau weitestgehend den höheren Erdölpreisen geschuldet ist, ist es ausgeschlossen, dass aus diesem Anstieg eine Debatte über einen Einstieg in den Zinserhöhungszyklus losgetreten wird. Die Kerninflationsrate, die unter anderem die Energiepreise ausklammert, und die die EZB für die mittelfristige Einschätzung der Inflationsrate heranzieht, blieb mit 1,3% im Dezember gegenüber dem Vormonat daher auch unverändert. AÖ

14:06 | moneymaven: Ben Bernanke Just Won't Stop Making a Fool Out of Himself

Former Fed Chair Ben Bernanke is back in action doing what he does best, making a fool out of himself.

Übertroffen wird Ben Bernanke nur von Paul Krugman, der zur Bekämpfung der damaligen Konjunkturflaute ernsthaft vorgeschlagen hat, einen Angriff von Außerirdischen zu inszenieren. AÖ

12:04 | gs: Zentralbank-Planwirtschaft 2019

Im vergangenen Jahr schrieben die Notenbanken wieder einmal Geschichte, lockerten sie doch ihre Geldpolitik so stark, wie zuletzt auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2009. Weltweit nahmen diese im Jahresverlauf nicht nur insgesamt 130 Zinssenkungen vor, obendrein initiierten die beiden bedeutendsten von ihnen - EZB und Fed - auch noch neue Staatsfinanzierungsprogramme.

08:36 | MMNews: Finanzsystem: Tanz auf der Rasierklinge

Während bei einem prallen Luftballon klar ist, dass er mit jedem weiteren Pusten platzen kann, glauben die Anleger, dass die Verschuldungsblase unendlich dehnbar ist. Die realen Zahlen sind allerdings beängstigend.
Ich habe schon wiederholt in meinen Kolumnen auf die Gefahren der Notenbankpolitik hingewiesen. Oft erhalte ich die Antwort, dass die Zahlen bekannt sind, aber „nichts passiert“.

Dieses "No is nix passiert" bekam ich auch schon oft zu hören! Von Menschen, die den Blitz nicht gesehen haben und der Donner och nicht angekommen ist! Hört man diesen Donner, ist's zu spät! TB

07.01.2020

17:21 | bto: Liquiditätskrise am US-Repo-Markt als Krisensignal für 2020?

.... Doch kommen wir zum vorläufigen Fazit: Wir haben es offensichtlich mit einem Krankheitssymptom zu tun. Die Geldpolitik führt zu Verzerrungen im System, konkret immer mehr Risiken – höherer Leverage und mehr Währungsspekulation. Zugleich verknappen sich die Mittel im Repo-Markt wegen geänderter Zinserwartung und gestiegenem Angebot an Staatsschulden. Wie im Jahr 2000 könnte es sein, dass die Probleme erst Monate später wirklich aufbrechen. So oder so dürfte eine Zeit deutlich steigender Volatilität vor uns liegen.

12:30 | wolfstreet: More ECB Bond Holdings Get in Trouble: Infrastructure Giant Atlantia, Infamous for Collapsed Genoa Bridge, Could Lose its Core Business

Italien könnte kurz davor stehen, Vorschriften zu verabschieden, die den Widerruf von Autobahnkonzessionen viel einfacher und billiger machen würden. Für Autostrade per l'Italia (ASPI), den privaten Mautbetreiber, der mehr als die Hälfte der alternden italienischen Mautstraßen kontrolliert und für den Zusammenbruch der Morandi-Brücke in Genua im Jahr 2018 verantwortlich gemacht wird, könnte dies eine sehr schlechte Nachricht sein 43 Tote und 600 Obdachlose. Aufgrund der regulatorischen Unsicherheit sanken die Aktien der ASPI-Muttergesellschaft Atlantia diese Woche um 10% auf ein Elfmonatstief.

Etwaige Kursverluste darf dann natürlich der Steuerzahler begleichen in Form eines gesunkenen EZB-Gewinns und der daraus resultierenden geringeren Gewinnausschüttung an die nationalen Notenbanken. AÖ

06:28 | The Money GPS:  THIS Happened 2 Times In History: 1929 and 1999! It’s On Right Now!

Leser Beitrag
Wenn Zentralbanken öffentlich verkünden bald Aktien zu kaufen kann man das als einen letzten Aufruf verstehen einen Zug zu besteigen. Wer dann nicht einsteigt kann dem Zug nur beim Wegfahren zusehen.
1929. 1999. 2019 .... ( x4 sollte möglich sein in den nächsten 5 Jahren.). Wenn nätürlich vorher der Himmel einstürzt sind alle Spatzen tot !
( Wird nicht passieren : TS lebt ewig +3 Tage! )

.... sie liegen zu 100% richtig ..... was die Spatzen betrifft. TS 

06.01.2020

13:02 | south china morning post: China’s sovereign digital currency ‘progressing well’, central bank says, but still no launch date

China’s central bank said on Sunday it will continue with its research and development into the creation of a sovereign digital currency in 2020, but fell short of saying when it might be launched.

China ist trotz seiner Größe zu den Vorreiterstaaten zu zählen, wobei China die digitale Zentralbankwährung sicher so ausgestalten wird, dass alle Zahlungen für die Behörden nachverfolgbar sind, eine Lösung, die in Europa undenkbar ist. AÖ

12:40 | Hans-Werner Sinn: Warum die Targetsalden zurückgehen

Nach Jahren steigender Targetsalden, kam es im Oktober 2019 zu einem Rückgang der Salden, der fast schon wie eine Trendwende aussah. Allein die Targetforderung der Bundesbank, die im Vormonat noch bei 915 Mrd. Euro gelegen hatte, fiel um 78 Mrd. Euro auf 837 Mrd. Euro. Dieser Einbruch wurde zwar im November durch einen neuerlichen Anstieg auf 871 Mrd. Euro teilweise kompensiert, es bleibt aber ein beachtlicher Rückgang.

Diese Analyse von Hans-Werner Sinn ist im Vorweihnachtstrubel leider untergegangen. AÖ
 

 

12:06 | bielmersblog: Digitale Zentralbankwährungen: nur eine Frage der Zeit

Libra hat die Finanzwelt, die Politik und die Zentralbanken aufgeschreckt. Auf der Suche nach der richtigen Antwort auf die private globale Kryptowährung dreht sich die Debatte zunehmend um die Frage, ob Notenbanken eine digitale Zentralbankwährung (Central Bank Digital Currency oder CBDC) einführen sollten. So hat beispielsweise die EZB in einem jüngst veröffentlichten Statement den grundsätzlichen Bedarf der Bürger an schnelleren, günstigeren und einfacheren Zahlungsmöglichkeiten in der EWU anerkannt. Zudem wurde darauf verwiesen, dass eine CBDC dann verstärkt in Betracht gezogen wird, sollte die Bargeldnutzung signifikant zurückgehen.

Es ist nur eine Frage des Wann, nicht des Ob, dass digitale Zentralbankwährungen (CBDC; Central Bank Digital Currency) kommen werden. Vermutlich werden die Zentralbanken relativ kleiner Staaten die Vorhut bilden, die größeren Staaten werden auf Grundlage der gemachten Erfahrungen dann nachziehen. Die Ausgestaltung der digitalen Zentralbankwährungen ist hingegen noch völlig offen und wird sich auch leicht von Staat zu Staat unterscheiden. Im Extremfall könnte sogar die Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken Geschichte sein und damit auf ein Vollgeldsystem umgestellt werden. Aber wie gesagt, noch ist alles offen, und im Euroraum werden noch mindestens 10 Jahre vergehen, bis ein derartiges Projekt spruchreif werden wird. AÖ

05.01.2020

11:06 | MMNews: Bericht: Zinsen sinken seit 500 Jahren

Der Realzins, also die Differenz von nominaler Verzinsung und Inflation, ist nicht erst seit dem 20. Jahrhundert im Sinkflug. Vielmehr lasse sich seit mindestens 500 Jahren ein Rückgang der realen Verzinsung feststellen, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Auswertung der Forschungen des Harvard-Wissenschaftlers Paul Schmelzing. Der Wirtschaftshistoriker hat die Quellen der letzten sieben Jahrhunderte ausgewertet.

Frage des Einsenders
Trockene Frage, bekommt man dann wenn man sein Konto überzogen hat, dann Positiv Zinsen von sagen wir 2 %. Die Bank zahlt dann Geld, das man Schulden macht ?

Der war gut! TB

03.01.2020

12:34 | wolfstreet: Status of US Dollar as Global Reserve Currency v. Euro, Yen, Chinese Renminbi, & Others

Latest data is out. Folks who hoped the Renminbi would break the dollar hegemony have to be very patient.

Einen schnelle Veränderung kann niemand ernsthaft erwartet haben und in absehbarer Zeit wird es auch keine Veränderung auf globaler Ebene geben. Eine Zunahme bilateraler Handelsverträge, die nicht den US-Dollar als Handelswährung verwende, ist dagegen zu erwarten. Das ändert an der globalen Vorrangstellung des US-Dollar aber so gut wie nichts. AÖ

12:04 | handelsblatt - finance briefing: Weidmann warnt vor einem digitalen Euro

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann ist kein Fan von digitalem Zentralbankgeld. So warnt er im Handelsblatt-Gespräch davor, ohne genaue Prüfung der Notwendigkeit und möglicher Nebenwirkungen einen E-Euro einzuführen.

Über diese - zusammengefaßte - Position von Jens Weidmann bin ich ehrlich gesagt überrascht, weil die Frage, ob ein E-Euro eingeführt werden soll, zunächst nichts mit mehr oder weniger Staat zu tun hat, genauso wenig wie im 19. Jahrhundert die Erklärung der Banknoten zu einem gesetzlichen Zahlungsmittel per se etwas mit einer Ausweitung des Staates zu tun hatte. Beides ist zunächst einmal eine Anpassung an die sich verändernde Realität des Zahlungsverkehrs. Denn genau genommen ist das elektronische Geld der Gegenwart, das Giralgeld auf den täglich fälligen Sichtguthaben, kein gesetzliches Zahlungsmittel, obwohl das Giralgeld den überwiegenden Teil der Geldmenge ausmacht. Die Gefahr einer überstürzten Einführung besteht meines Erachtens ebenso wenig, weil allen Beteiligten die Komplexität der Materie bewußt ist. AÖ

02.01.2020

19:06 | ET: Vergessen, vergammelt, verbrannt – wie Notenbanken das Schwinden der offiziellen Geldmenge erklären

Obwohl die Notenbanken monatlich 100 Milliarden US-Dollar Geld produzieren, schwinden trotzdem die offiziellen Bargeldbestände. Auch die Goldströme sind seit einigen Jahren nicht erklärbar. Zentralbanken kommen zu dem Ergebnis, dass das Geld einfach in Vergessenheit geraten oder zerstört worden sein könnte.

Vergessen, vergammelt, verbrannt - trallalala!
Das hättens wohl gern, die Herrn im Nadelstreif. Sie vergessen, dass das Horten - in Systemen, wo Geld nachdruckbar is,t zwar ein wenig mühsam - aber trotzdem die einzige Methode für den Bürger ist, sein Misstrauen ins System zu bekunden und gleichzeitig vorzusorgen! Und noch eins:
bei Minuszinsen verwundert das Verschwinden von Geld aber nur die Notenbanker, oder? TB

19:25 | Die Leseratte
So viel zur Bargeldabschaffung! Die Notenbanken drucken Geldscheine (physisch!) wie verrückt - und diese verschwinden in irgendwelchen Kanälen. Niemand gibt es zu, aber ganz offensichtlich wird Bargeld in großen Mengen gehortet. Vor allem der Dollar "wandert in Krisenländer aus". Auch beim Gold sind in den letzten 3 Jahren 1.200 Tonnen aus den offiziellen Aufzeichnungen verschwunden und befinden sich vermutlich in privaten Tresoren. Zumindest ist weltweit die Nachfrage nach Letzteren stark angestiegen. Kleine Nebeneffekte des Negativzinses.


08:39
 | presse: China öffnet Schleusen für neue Kredite

Für Chinas Geschäftsbanken wird die Kreditvergabe im neuen Jahr wieder erleichtert. So gab die chinesische Zentralbank am 1. Jänner bekannt, dass sie die Reserveanforderung für Banken um einen halben Prozentpunkt auf 12,5 Prozent senkt. Die Senkung soll ab dem 6. Jänner in Kraft treten. Dadurch wird für die Geschäftsbanken des Landes in Summe eine zusätzliche Kreditvergabe im Ausmaß von etwa 800 Mrd. Yuan (etwa 102 Mrd. Euro) möglich.

Auch der Anteil an geschöpften Euro-Dollars (Dollars die NICHT in den US geschöpft wurden, steigt und steigt! China ist der größte Euro-Dollar-Produzent on planet und wird so zum immer größeren Problem für das US-Währungsgefüge! TB

01.01.2020

09:01 | GS:  EZB bestimmt was grün ist? / Die Öko EZB

Die EZB mutiert immer mehr zum Tausendsassa. Erst wurden Banken gerettet, dann der Euro, Griechenland, Italien, dann die Finanzmärkte und zuletzt die ganze EU. Wer aber denkt, dass dies das Ende der Fahnenstange sei, der hat sich gewaltig getäuscht. Jetzt schnellt man sich auf auch noch das Klima zu retten! Ja, Sie lesen richtig!

Grün ist nur der Hundert Euroschein ....... TS 

10:03 | Der Bondaffe:
In den USA hat die FED das schon lange verstanden. Darum heißt der US-Dollar auch "Greenback".

Verdammt .... sie sind überall. Nur nicht bei mir in der Geldbörse. TS